Die Förderprogramme der KfW 2013-01-03

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Wer heute baut, saniert oder modernisiert, benötigt jede Menge Geld — Geld, das nicht jeder auf der hohen Kante hat. Ein Kredit ist dann unabdingbar. Unterstützung kann der Bauherr sich dabei von der KfW-Bank holen, die insbesondere das energieeffiziente Bauen und Modernisieren mit zinsgünstigen Krediten und Tilgungszuschüssen unterstützt. Wie hoch die Zinsen sind, ändert sich ständig und muss deshalb jeweils erfragt werden. Wichtig hierbei ist, dass zu allererst der Antrag gestellt werden muss. Hier sollte zunächst die Hausbank angesprochen werden, über die sowieso die Abwicklung läuft. Wer zuerst baut und nachträglich noch Fördergelder beantragen möchte, geht leer aus. Da die KfW über 50 Programme fördert (bis hin zur Filmfinanzierung oder Bildungskrediten), haben wir uns daran gemacht, jene Programme für 2013 vorzustellen, die speziell für den Bauherrn, Hauskäufer und Sanierer interessant sind.

Altersgerecht umbauen, denn alt werden wir alle

Auch wer seine Wohnung altersgerecht umbauen möchte, kann auf die Förderung der KfW-Bank hoffen. Gefördert werden zum Beispiel die Entfernung störender Barrieren oder die Schaffung von Bewegungsflächen. Auch sonstige bauliche Erleichterungen und Maßnahmen, die den Wohnkomfort und die Lebensqualität erhöhen, werden gefördert. Das gilt auch bei Umbaumaßnahmen wegen einer Behinderung. Pro Wohneinheit werden für altersgerechte Umbauten bis zu 50.000 Euro Förderdarlehen ausgezahlt. Bei Gewährung eines Kredits ist auch eine kostenfreie außerplanmäßige Tilgung möglich. Die Fördermaßnahme ist mit anderen Fördermitteln kombinierbar.

Neubau oder Kauf einer Gebrauchtimmobilie

Beim Bau oder Kauf von Wohneigentum, das anschließend selbst genutzt wird, greift das KfW-Wohneigentumsprogramm. Beim Bau von Wohneigentum werden die Kosten des Baugrundstücks, die Baukosten bzw. Baunebenkosten und die Kosten der Außenanlage gefördert. Wird ein Haus erworben, fördert die KfW-Bank den Kaufpreis bzw. die Kaufpreisnebenkosten sowie die Modernisierungs-, Instandsetzungs- und Umbaukosten.

Das Förderdarlehen beträgt bis zu 50.000 Euro bei einer Kreditlaufzeit von bis zu 35 Jahren. Die Fördermaßnahme ist mit anderen Fördermitteln kombinierbar und individuelle Eigenleistungen werden einbezogen.

Energieeffizient bauen oder Fertighaus-Neubau erwerben

Wer energieeffizient baut oder einen Fertighaus-Neubau erwirbt, wird von der KfW-Bank besonders belohnt — in Form eines Darlehens bis 50.000 € und eines Tilgungszuschusses bis 5.000 €. Dieser Zuschuss fällt umso höher aus, je geringer der Energieverbrauch des Hauses bzw. der Wohnung ist. Gefördert wird die Errichtung oder der Ersterwerb von Wohngebäuden, die den energetischen Standard eines KfW-Effizienzhauses 70, 55 oder 40 bzw. Passivhauses erfüllen.

Energieeffizient Sanieren — von neuen Fenstern bis zur Heizung

Sollen Gebäude, für die vor dem 01.01.1995 ein Bauantrag gestellt wurde, energetisch saniert werden, so ist ebenfalls eine Förderung möglich. Gefördert werden alle Maßnahmen, die zur Erreichung des Standards eines KfW-Effizienzhauses 55, 70, 85, 100 oder 115 beitragen. Auch Einzelmaßnahmen bzw. freie Einzelmaßnahmenkombinationen, die den Mindestanforderungen der KfW entsprechen, sind förderfähig. Auch beim Ersterwerb eines neu sanierten Wohnraums nach den oben genannten Anforderungen ist eine Förderung möglich.

Dazu gehören:

  • Wärmedämmung der Außenwände, Dachflächen, Keller- und Geschossdecken
  • Erneuerung der Fenster und Türen
  • Erneuerung der Heizung
  • Optimierung der Wärmeverteilung (bei bestehenden Heizungsanlagen)
  • Einbau einer Lüftungsanlage
  • Baunebenkosten
  • Wiederherstellungskosten
  • Beratungs-, Planungs- und Baubegleitleistungen

Das Förderdarlehen beträgt bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit bei Einzelmaßnahmen und bis zu 75.000 € bei einer Sanierung zum KfW-Effizienzhaus. Es gilt der zum Zeitpunkt der Kreditgewährung gültige Programmzinssatz der KfW oder der bei Antragseingang bei der KfW günstigere Programmzinssatz.

Neben diesem Förderdarlehen gibt es auch einen Ergänzungskredit bis 50.000 € für die Umstellung der Heizungsanlage auf erneuerbare Energien. Das ist auch interessant für alle, die einen Altbau kaufen und eine neue Heizung brauchen.

Ein weiteres Programm befasst sich mit einem Investitionszuschuss bis 15.000 € für eine energetische Sanierung zum KfW-Effizienzhaus. Das Programm ist vor allem geeignet, die Kosten von Einzelmaßnahmen erträglicher zu machen. Bei solchen Maßnahmen übernimmt die KfW 7,5 % der Kosten bis maximal 3.750 €.

Standard-Programm erneuerbare Energien

Gefördert werden Investitionen in die Nutzung erneuerbaren Energien zur Stromerzeugung sowie Anlagen zur kombinierten Strom- und Wärmeerzeugung, wobei als Energiequelle Sonne, Biomasse, Wasser, Wind und Erdwärme infrage kommen. Dabei ist eine 100-prozentige Finanzierung der Kosten möglich. Wie bei allen anderen Förderungsmaßnahmen sind eine kostenfreie außerplanmäßige Tilgung und tilgungsfreie Anlaufjahre möglich. Dieses Programm wendet sich vor allem an Unternehmen, dann Landwirte (mit Scheunen und damit großen Dachflächen), gemeinnützige Einrichtungen usw., wobei die maximale Förderhöhe bei 25 Mio € liegt. Ein „Premium“-Programm zur Finanzierung von Großanlagen gibt es auch, wird aber hier nicht beschrieben, da unsere User Mieter und normale Hausbesitzer sind.

Foto: KfW-Bildarchiv / Fotograf: Thomas Klewar