Die 10 häufigsten Fehler beim Hausbau

Der Hausbau ist für Viele die größte Investition des Lebens. Trotzdem gehen viele Bauherren diese hochkomplexe Angelegenheit immer noch blauäugig an. So geschehen immer wieder die gleichen Fehler, und es kommt schnell zu unnötigen Extrakosten. Damit diese möglichst vermieden werden, hier die zehn häufigsten Fehler beim Hausbau.

Voreilige Planung und nachträgliche Änderungen

Bevor das Haus gebaut wird, sollte man genau überlegen, was man will. Während des Baus eine Wand zu versetzen ist mehr als nur ein Strich auf dem Grundrissplan. Eine solche Änderung bedeutet eine ganze Menge Aufwand. Der Planer muss eventuell neue Berechnungen hinsichtlich der Statik anstellen, die Handwerker müssen Leitungen anders verlegen, sowie neue Materialienmengen berechnen und bestellen.

Bei der Finanzierung überschätzen

Die Kredite für das Traumhaus laufen oft über viele Jahre oder Jahrzehnte. Hier sollte man sich genau überlegen welche monatliche Rate man zahlen kann. Dabei sollte man bedenken, dass trotzdem noch Spielraum für Urlaub oder eventuell anfallende unvorhersehbare Kosten, wie zum Beispiel ein neues Auto, ist. Ohne ein gewisses Eigenkapital von etwa einem Drittel der Finanzierungssumme, ist der Hausbau eine enorme finanzielle Belastung.

Kleine Unternehmen statt großer etablierter Firmen wählen

Beim Hausbau auf kleinere Baufirmen aus der Region zu setzen, birgt oft ein gewisses Risiko. Kleinere Baufirmen sind grundsätzlich etwas insolvenzanfälliger als große Unternehmen. Geeignete Hausbaufirmen findet man online zum Beispiel auf dem Hausbau Portal haus-xxl.de. In vielen Fällen arbeiten auch diese mit Handwerkern aus der Region zusammen. Wer viele Häuser pro Jahr baut, hat optimierte, eingespielte Prozesse und Routine. Dadurch sinkt die Fehlerquote.

Kein unabhängiger Berater zur Kontrolle

Viele scheuen die Extrakosten eines unabhängigen Bauberaters. Doch oft kann dieser Fehler bereits erkennen, bevor es zu spät ist und so hohe Folgekosten vermeiden. Dabei darf die Beratung ruhig etwas kosten, da sonst keine Unabhängigkeit gewährleistet werden kann. Ein Hausbau ist eine komplexe Angelegenheit, und Laien haben oft nicht das nötige Fachwissen, um alles überblicken zu können.

Auf Billiganbieter reinfallen

Ein Haus bekommt man nicht geschenkt. Wenn in Angeboten und Werbung extrem niedrige Preise locken, sollte man erst einmal skeptisch prüfen. Oft werden beim Preis dann grundsätzliche Sachen vergessen oder gar unterschlagen. Je billiger das Haus, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass die Firma unseriös ist oder das Haus Mängel aufweisen wird.

Von günstigen Preisen blenden lassen

Ein günstiger Gesamtpreis im Katalog liest sich erst einmal verlockend, jedoch fehlen dann oft wichtige Baunebenkosten. Dies können zum Beispiel die Bodenplatte, Notarkosten, Kosten für die Vermessung oder gar die Grundstückskosten sein. Generell sollte man davon ausgehen, dass ein Hausbau immer etwa zehn Prozent teurer wird als ursprünglich geplant. Dafür sollten dann entsprechende Reserven vorhanden sein.

Am falschen Ende sparen

Viele Bauherren wohnen ihr ganzes Leben im Haus und sollten demnach bei Materialien, Grundriss und Farbwahl genau überlegen. Etwas billigere Ausstattung spart vielleicht ein paar tausend Euro, sieht aber schon nach fünf Jahren unansehnlich aus. Hier ist es klug, zeitlosen Designs den Vorzug gegenüber aktuellen Modetrends zu geben. Zusätzliche Details, wie beispielsweise Außenrollos gegen die Sonne, bieten viel Komfort und lassen sich später umständlich anbauen.

Zu viele Eigenleistungen eingeplant

Die letzten Ausbauarbeiten selber erledigen kann viel Geld sparen. Doch sollte man genau überlegen, was man selber kann und wie viel Zeit dies kostet. Einfache Maler- und Tapezierarbeiten sind eher unproblematisch, doch der Einbau der Küche oder Verlegen elektrischer Leitungen kann schnell überfordern. Werden hier Fehler gemacht, sind unter Umständen teure Nacharbeiten von professionellen Handwerkern notwendig.

Oft unterschätzen die Hausbauer nicht nur die erforderlichen handwerklichen Kenntnisse, sondern auch den Zeitfaktor. Wenn man neben der Arbeit noch im zukünftigen Eigenheim schuftet, gehen schnell die Kräfte aus. Darüber hinaus hat man für selbst erbrachte Leistungen keinerlei Gewährleistung.

Verträge werden nicht kritisch genug geprüft

Im Vorfeld sollten alle Verträge mit einem Experten zusammen überprüft werden. Baut man zum Beispiel schlüsselfertig, muss man genau prüfen, was die Hausbaufirma mit schlüsselfertig meint. Der Umfang dieses Begriffes ist nicht immer gleich, es drohen also versteckte Kosten für die letzten Ausbauarbeiten.

Handwerksaufträge einzeln vergeben

Die Einzelvergabe von Aufträgen birgt große Risiken. Treten Fehler auf, können Handwerker die Schuld auf andere abschieben. Außerdem ist die Einzelvergabe ein Einfallstor für Zusatzkosten. Alle Arbeiten komplett und fristgerecht zu koordinieren ist so ungleich schwieriger. Sinnvoller ist es, möglichst viele Einzelschritte in eine Hand zu legen.