Deutschlands Gartenhäuser in aufregender Optik

Bei den Gartenhäusern tut sich was. Die Hersteller bieten teilweise Gartenhäuser in attraktivem Design an und einige Architekten haben sich daran gemacht, den Gartenhäusern eine moderne Optik zu verpassen. Die Gartenhäuser, wie sie auf den Parkplätzen der Baumärkte stehen, haben sich in den meisten Fällen seit Jahrzehnten optisch nicht verändert. Es sind dies Blockbohlenhütten im langweiligen Einheitsstil, die zu den eigentlichen Wohnhäusern, die meistens verputzt sind oder eine Ziegelfassade haben, passen wie die Faust aufs Auge. Es wurde also Zeit, dass sich in diesem Bereich etwas tut. Bevor einer der hier gezeigten Gartenhäuser bestellt und aufgestellt wird, sollte die Frage geklärt werden, ob man für das Gartenhaus eine Baugenehmigung benötigt.

gartenhaus_hingucker_01.jpggartenhaus_hingucker_02.jpggartenhaus_hingucker_03.jpg

Die Redaktion von baumarkt.de stellt hier Gartenhäuser vor, die echte Hingucker sind. Beginnen wir mit den Häusern des Architekten Karl-Heinz Schommer aus Bonn, der seine Gartenhäuser unter dem Namen GARTANA (Fotos oben) vertreibt. Die Häuser haben alle ein Pultdach, wobei der Gartenbesitzer mit dem Architekten sein Haus so planen kann, dass großzügige Fenster und Türen eingebaut werden, die den Blick in den eigenen Garten frei geben.

gartenhaus_hingucker_04.jpg

Die Steggemann Architekten aus Ahaus haben sich ein Gartenhaus einfallen lassen, dass quasi eine Dependance zum eigentlichen Wohnhaus darstellt. Hier kann man bei brütender Sonne im Schatten speisen oder Party machen und bei Regen dennoch gemütlich beisammen sitzen. Das Gartenhaus wurde nicht konzipiert, um Geräte unter zu stellen, sondern um den Gartenbesitzern das Gefühl zu vermitteln, sich in der Natur, wenn nicht sogar in einem Ferienhaus aufzuhalten.

Architekt Norbert Frede aus Münster schreibt über sein Gartenhaus (Foto links): „Dass Architektur eine klare, funktionale Formensprache nutzen und sich gleichzeitig ins heterogene Umfeld integrieren kann, zeigt dies Gartenhaus.“ Das Haus setzt sich hier in Bezug zu der vielgestaltigen Gartenanlage und gliedert die Parzelle. Komplexität als auch Klarheit finden ihren Ausdruck in der aufgelösten Grundform, als auch in der Verwendung ausschließlich unbehandelter heimischer Hölzer. Die gestaltete einfache und funktionale Möblierung setzt das konsequent im Innenraum fort.

gartenhaus_hingucker_05.jpggartenhaus_hingucker_06.jpg

Auch der bekannte Gartenhaus-Lieferant GAIDT bietet inzwischen Alternativen zur typischen Blockhaus-Architektur, wobei man wissen muss, dass nicht alles, was nach Blockhaus aussieht, auch ein Blockhaus ist und selten Balken verarbeitet wurden, sondern nur Profilbretter für eine Stülpschalung. Das Gartenhaus R 25 (Foto rechts) mit seiner vierflügeligen, verglasten Tür mit Sprossenelementen, dem weit überkragenden Dach und natürlich der Terrasse vermitteln ein Urlaubs-Feeling, wozu natürlich der hellblaue Außenanstrich ebenfalls beiträgt.

gartenhaus_hingucker_07.jpg

Der allseits bekannte Fertighaushersteller Schwörer will seinen Kunden nicht nur ein Wohnhaus auf die Bodenplatte stellen, sondern gleich auch noch ein Design-Gartenhaus (Foto links) dazu liefern, das durch seine Schiebetür an einen begehbaren Würfel erinnert. Wer dazu weitere Informationen wünscht, sollte diesen Link anklicken http://www.schwoerer-gartenhaus.de/scu.html. Schwörer ist nicht der einzige Hersteller von Fertighäusern, der auch Gartenhäuser anbietet. Das liegt ja letztendlich auch auf der Hand, denn wesentlicher Bestandteil eines Fertighauses ist Holz — und beim Gartenhaus erst recht.

Wie ist es aber mit den „klassischen“ Lieferanten bzw. Herstellern von Gartenhäusern? Haben die sich weiter entwickelt? Fairerweise muss man sagen: Ja! Beispielhaft zeigen wir hier (Foto links) das Gartenhaus „Multi Cube 3“ des bekannten Herstellers KARIBU. Auch WEKA geht moderne Wege mit seinem Gartenhaus „Chill Out 2“ (Foto rechts). Im Süden würden solche Gartenhäuser glatt als Ferienhäuser eingestuft werden.

gartenhaus_hingucker_08.jpggartenhaus_hingucker_09.jpg

Wolff-Finnhaus nennt sein Gartenhaus „Nina 28 B“ (Foto rechts). Es ist dies eine Kombination von Freisitz und Gartenhaus. Auf der Veranda lässt es sich feiern! Der klassische Holzhandel ist den Baumärkten, was die Ausstellungen von Muster-Gartenhäusern betrifft, in aller Regel weit voraus. Da werden Gartenhäuser gezeigt, die modern sind, versetzte Pultdächer oder Tonnendächer haben und die ziemlich farbenfroh lasiert oder lackiert sind.

gartenhaus_hingucker_10.jpg

Ab und an findet sich sogar ein Holzhändler, der in Zusammenarbeit mit einem Architekten ein „fliegendes Gartenhaus“ (Fotos unten) selber baut. Das gelang in diesem Fall deshalb besonders gut, weil der Holzhändler gleichzeitig ein Zimmermann ist. Das fliegende Gartenhaus bietet einen Rückzugraum im eigenen Garten, hat eine Terrasse und sogar ein Sonnendeck. Hinauf muss man über eine Leiter, aber das ist für einen Gartenbesitzer ja eine gewohnte Übung. Entworfen hat das Haus Dipl. Designer Peter Keilbach, der sich auch gleich andere Verwendungsmöglichkeiten einfallen ließ — so z.B. als Showroom. Und gebaut wird das Haus von Zimmermeister Wilhelm Megerle.

gartenhaus_hingucker_11.jpggartenhaus_hingucker_12.jpggartenhaus_hingucker_13.jpg


Fotos: gartana.de, steggemann.info, frede-architektur.de, gaidt.de, schwoerer-gartenhaus.de, finnhaus.de, karibu.de, weka-holzbau.com und fliegende-haeuser.com