Bauanleitung für den tanzenden Hund, der Wasser verspritzt

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Das Ergebnis dieser Anleitung zum Selbermachen sollte nur im Hochsommer im Freien eingesetzt werden — dann etwa, wenn eine Party für Kinder ansteht. Denn der tanzende Hund auf dem geheimnisvollen Kasten hat es in sich — nämlich Wasser! Wer auf den „Pinn“ drückt, bekommt Wasserspritzer ab. Der Jubel unter den Kids ist dann groß!

Nun aber zur Bauanleitung: Es wird ein rechteckiger Kasten aus Fichtenholzbrettern und —leisten gezimmert. „Zimmern“ ist kaum der richtige Ausdruck, denn es werden eigentlich nur Metallwinkel angeschraubt. Diese halten zunächst einmal die seitlichen Leisten und das Bodenbrett zusammen.

Das obere Brett — das Deckbrett — liegt nur lose auf vier Metallwinkeln auf, wie auf dem Foto zu sehen ist. Um das Deckbrett abheben zu können, sollte am oberen Ende ein Schlitz zum Anheben (und zum späteren Münzeneinwurf) ausgesägt werden.

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Kniffliger wird es mit dem Innenleben des tanzenden Hundes, der in Wirklichkeit gar nicht tanzt.

Man kauft in einem Spielwarenladen eine Wasserspritze — aber möglichst eine mit nicht allzu viel Fassungsvermögen. Eine etwaige Hülle aus Schaumstoff wird entfernt.

Das Rohr der Wasserspritze (1) wird in zwei sog. Besenstielklammern (2) arretiert und kann so jederzeit zum Neubefüllen heraus genommen werden.

Die Spritze steht wie immer unter Spannung und entlädt sich nur, wenn der Abzugshahn gedrückt wird. Diese Hahnfunktion übernimmt in dieser Konstruktion, die sich unser User Gerhard Schmid hat einfallen lassen, ein Auslösescharnier (3) im Zusammenspiel mit einem Gummi-Hosenträger (4), der seitlich an zwei Haken (5) festgezogen worden ist.

Wird dieses Scharnier mit dem Stift (6) herunter gedrückt, kann das Gummi-Hosenband endlich seine „Sprengwirkung“ erzielen. Das Wasser schießt durch das Loch (7), das in die vordere Leiste gebohrt worden ist. Damit das Loch nicht durch Ausfransen auffällt, sollte es von außen nach innen gebohrt werden.

Die Hundefigur ist nur eine Attrappe, um die Kids neugierig zu machen. Dieser Neugierde-Effekt kann noch verstärkt werden, indem der Deckel beschriftet wird wie folgt:

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  • Werfe bitte 10 Cent in den Schlitz
  • Drücke nun den Stift herunter
  • Dann wird der Hunde für Dich tanzen!

Nassgespritzte Hosen, Hemden, Blusen oder Röcke trocknen im Hochsommer blitzesschnell. Alles in allem also ein harmloser Spaß!

Stückliste für den „tanzenden Hund“

  • 2 Stück Boden- und Deckplatte 30 x 50 x2 cm
  • 2 Stück Seitenleisten 12 x 50 x 2,5 cm
  • 2 Stück Stirnleisten 12 x 35 x 2,5 cm
  • 17 Stück Metallwinkel
  • 1 Stück Auslösescharnier
  • 1 Stück Auslösestift Durchmesser 2x8 cm
  • 2 Stück Besenstiel-Wandhalterungen
  • 1 Stück Hosen-Gummiband
  • 2 Stück Haken
  • 1 Stück Wasserspritze
  • 1 Stück Attrappenfigur (muss kein Hund sein)
  • Spax-Schrauben 15 mm lang

Foto(s): www.fotoatelier-schumacher.de (1), © Gerhard Schmid (2)