Der selbst errichtete Zaun mit gartentor für den eigenen Garten

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Der Sommer ist da und mit ihm auch die Gartensaison, aber nichts ist schlimmer, als ständig Besuch vom Nachbarn zu haben. Nicht, dass dieser unsympathisch wäre, nein im Gegenteil, aber trotzdem möchte man auf seinem eigenen Grund und Boden alleine sein. Was liegt also näher, als sich einen schönen Gartenzaun um das Gelände zu bauen. Am schönsten und natürlichsten wirkt nach wie vor ein Holzzaun, dieser ist dekorativ, und wenn man ihn zusätzlich mit Pflanzen berankt, ist er ein wahrer Hingucker. Einen Holzzaun zu bauen, ist auch für Heimwerker kein Problem, einfach die Elemente im Online-Heimwerkermarkt bestellen und schon kann es losgehen.

Vor der Montage muss man sich um das Werkzeug kümmern

Die Pfosten und Zaunelemente sind in den meisten Fällen vorgefertigt, so ist es auch für Ungeübte nicht schwer, den Zaun selbst aufzustellen. Natürlich braucht man zuallererst das richtige Werkzeug. Dazu zählen ein Spaten, ein Hammer, Zollstock, eine Wasserwaage, Bohrmaschine, Säge, Richtschnur und am besten ein Akkuschrauber, um die Schrauben mühelos im Holz zu versenken. Akkuschrauber gibt es in verschiedenen Qualitäts- und Preisstufen, am besten ist es, vor dem Kauf mehrere Akkuschrauber zu vergleichen und den für das Projekt geeignetsten herauszufinden.

Das richtige Holz auswählen

Zu Beginn, vielleicht schon beim Kauf, sollte man darauf achten, dass das Holz witterungsbeständig ist. Hier empfiehlt es sich, Harthölzer zu verwenden, diese sind zwar etwas kostspieliger, aber dafür hat man länger etwas davon. Natürlich kann man auch Weichhölzer verwenden, diese müssen aber dann speziell druckimprägniert sein, ansonsten droht Fäulnis und Verfall. Als Erstes den genauen Verlauf des Zaunes festlegen, am besten man misst alles genau aus und setzt vorsichtshalber mehrere kleine Pfosten. Auf alle Fälle aufpassen, um nicht auf das Grundstück des Nachbarn zu gelangen, das könnte zu Problemen führen.

Den Zaun Schritt für Schritt aufbauen

Dann beginnt der eigentliche Aufbau des Holzzaunes, entlang des vermessenen Verlaufs wird eine Richtschnur gespannt und danach die Pfosten befestigt. Das kann durch imprägnierte Pfosten, die direkt in die Erde geschlagen werden, erfolgen, oder mittels eines Metallträgers, der in der Erde verankert wird. Am Metallträger werden dann die Pfosten mittels Schrauben unter Mithilfe des Akkuschraubers befestigt. Es ist auch möglich die Pfosten einzubetonieren, das erfordert jedoch wesentlich mehr Zeit und für jeden Pfosten muss ein Fundament ausgehoben werden. Der Vorteil ist, dass dieses Fundament natürlich wesentlich länger hält, als in die Erde gerammte Pfosten.

Die Montage der einzelnen Zaunelemente

Danach beginnt die Montage der einzelnen Zaunelemente. Sind die Elemente noch nicht gestrichen, sollte man diesen Vorgang vor der Montage nachholen. Am besten eignen sich Lasuren, damit die Faserung des Holzes erhalten bleibt. Zuerst eine Grundierung auftragen und auf die Grundierung dann die Lasur, das ist zwar etwas zeitaufwändig, wird aber damit belohnt, dass der nächste Anstrich nicht so schnell erfolgen muss. Dann montiert man zuerst die Querträger der Elemente und auf den Querträgern den eigentlichen Zaun. In schnellster Zeit hat man mit dem neuen Akkuschrauber die Elemente an den Trägern montiert und der Nachbar wird neidisch rüberschauen. Damit der Nachbar keinen Einspruch erheben kann, erkundigt man sich schon vor dem Bau bei der örtlichen Baubehörde, ob es spezielle Bestimmungen für den Gartenzaun gibt. So kann man späteren Problemen vorbeugen.

Zusätzlich einen Sichtschutz für die Terrasse errichten

Somit ist der Garten eingezäunt, aber die Terrasse ist immer noch einsehbar und auch dagegen kann man in Eigenregie etwas machen. Einen Sichtschutz für die Terrasse kann man ebenfalls schnell und einfach selbst errichten. Der Sichtschutz hat den zusätzlichen Vorteil, dass er auch vor Wind schützt. Auch hier müssen zuerst die Pfosten fixiert werden, und zwar auf Fundamenten, die vorher errichtet werden. Ideal wäre es, wenn man die Fixierungen schon bei der Terrassenerrichtung mit eingeplant hat. Auch hier eignen sich Metallfixierungen am besten, damit das Holz geschützt ist. Nachdem die Pfosten mithilfe des Akkuschraubers befestigt wurden, wird mit der Wasserwaage die genaue Flucht der Elemente bestimmt. Danach werden die, ebenfalls im Baumarkt erworbenen, Sichtschutzelemente befestigt und mit Winkelverbindungen miteinander verschraubt. Schon hat man einen wunderschönen Sicht- und Windschutz, jetzt ist man wirklich alleine und kann das Leben auf der Terrasse und im Garten so richtig genießen. Zur Einweihung am besten den Nachbarn einladen, damit er nicht beleidigt ist, denn gute Nachbarschaft ist Goldes wert.

Foto: Flickr.com BY-SA © Mark Sadowski