Der Bumerang aus der Sperrholzscheibe


bummann1.jpg Christian Schuster steht mitten in einem großen Fernsehstudio, als er einen Bumerang mit viel Schwung über das staunende Publikum hinwegschickt und ihn wenige Augenblicke später gekonnt wieder auffängt. Damit hat der 38-jährige Berufsschullehrer seine Wette gewonnen. Er hat es bei der bekanntesten deutschen Fernsehshow "Wetten dass...?" tatsächlich geschafft, innerhalb von vier Minuten aus einer Sperrholzscheibe einen flugfähigen Bumerang zu bauen und zu werfen. Schuster begann, aus der Hand einen Bumerang auf eine Sperrholzscheibe zu zeichnen, das ganze mit einer Stichsäge auszusägen, abzuschleifen und abzurunden und ließ den fertigen Bumerang dann auch noch fliegen und fing ihn wieder auf. Der 38-jährige Traunreuter überzeugte mit dieser Leistung nicht nur Millionen Zuschauer, sondern auch seinen Wettpaten Rod Steward.

bummann2.jpg Aber wie kam Christian Schuster auf so eine ausgefallene Idee? "Angefangen hat alles vor etwa 15 Jahren, als mein Sohn einen Plastikbumerang mit nach Hause brachte. Als dieser Bumerang eines Tages kaputt ging, haben wir einen Richtigen gekauft, aus teurem finnischen Birkenholz. Nachdem ich zehn gekaufte Bumerangs verschlissen hatte, habe ich irgendwann dann mal selbst einen Bumerang aus einer alten Schrankwand gebaut. Und er ist tatsächlich geflogen. Die Nachfrage wurde daraufhin immer größer und ich dachte, dies sei vielleicht eine gute Wettidee.", erklärt Christian Schuster seine Bewerbung bei "Wetten dass...?". Trainiert habe er aber nicht so viel, weil der Verschleiß an den teuren Bumerangs recht groß sei. "Das finnische Birkensperrholz, aus dem richtige Bumerangs hergestellt werden, kostet immerhin 30 € pro Quadratmeter. Das konnte ich nur dadurch finanzieren, dass ich für Bekannte Bumerangs gebaut habe", so Schuster. Mittlerweile baut er schon viele Jahre lang Bumerangs, verkauft diese in einem kleinen Versandhandel und veranstaltet selber Workshops, in denen Jugendliche und Erwachsene unter seiner Anleitung ihre eigenen Bumerangs bauen können.

Auch die Familie von Christian Schuster hat sich von seinem Bumerang-Hobby anstecken lassen. So interessieren sich auch seine beiden 17 und 10 Jahre alten Jungen didger.jpg sehr für das Sportgerät aus Holz und haben ihrem Vater natürlich auch bei "Wetten dass...?" die Daumen gedrückt. Für seine Bumerangs verwendet Christian Schuster nur finnisches Birkensperrholz, dass ihm von einigen Bumerangwerfern empfohlen wurde. "Durch meine Begeisterung über die Bumerangs kam ich auf das Didgeridoo, das ich selbst spiele und baue. Mittlerweile organisiere ich sogar eigene Workshops", erzählt Schuster. Eine weitere ausgefallene Idee hatte der "Bumerangmann" mit der Erfindung des "Alkoholbumerangs". Ein Tablett in Bumerangform, auf dem Schnapsgläser transportiert werden können. "Das Tablett besteht aus einer 15 mm Multiplex-Platte und ist für australische Restaurants gedacht, die damit ihren Gästen den Schnaps servieren. Der Durchmesser des Schnapsglases ist mit einem Forstnerbohrer eingefräst", erklärt Christian Schuster. "Aber auch deutsche Szene-Kneipen haben diesen Promille-Bumerang schon geordert!"
 
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Mittlerweile gibt es Bumerangs in allen erdenklichen Farben und Formen.