Dehnungsfugen auf problematischem Fliesen-Untergrund

Christa B.: Was ist bei Dehnungsfugen zu beachten, wenn Fliesen auf Holzuntergrund (Bad, teilweise Dielen, teilweise Spanplatten) mit elektrischer Fußbodenheizung verlegt werden? Gilt das gleiche wie bei einem Zementestrich-Untergrund?

Antwort des Baumarkt-Teams: Liebe Christa,
wie immer, gibt es viele Möglichkeiten. Zunächst einmal müssen die Dielen und Spanplatten biegesteif verschraubt sein. Dann muss Deine "Mischkonstruktion" aus Dielen und Spanplatten mit einer "Haftkraft"-Grundierung beschichtet werden. Darauf kommt dann eine 9 oder 15 mm dicke Fliesendämmplatte, die mit dem flexiblen Dünnbettkleber FKM befestigt wird. Beachte dabei, daß die Dämmplatten im sog. halben Verband verlegt werden. Das gleicht Spannungen aus und es bleibt zwischen Wand und Boden rundum eine 1 cm Dehnungsfuge.

Was Deine elektrische Fußbodenheizung betrifft, so kennen wir nicht die Verlegevorschriften des Herstellers. Im Normalfall kann diese aber auch mit dem FKM-Kleber verspachtelt werden.

Nun erfolgt eine weitere Beschichtung, und zwar mit dem Produkt "Flächendicht flexibel", das mit der Lammfellrolle aufgetragen wird. Und nun kann verfliest werden, als Kleber kommt wieder FKM infrage.

Das beschriebene System basiert auf Produkten der Firma Sopro, die im einschlägigen Handel erhältlich sind.

    Merke:
      Bei problematischen Untergründen,
      begehen Heimwerker viele Sünden.