Deckenverkleidungen - welche Möglichkeiten gibt es

Mit einer verkleideten Decke bieten sich zahlreiche interessante Gestaltungsmöglichkeiten. Es können verschiedene Materialien wie Holz oder Gipsfaserplatten verwendet werden. Die Unterkonstruktion kann direkt an der Rohbaudecke oder abgehängt befestigt werden. Diese Unterkonstruktion kann aus Holzlatten oder Metallprofilen bestehen. Der Vorteil einer abgehängten Decke ist, daß Klimakanäle, Installationsleitungen sowie eine Schall- oder Wärmedämmung in die Decke integriert werden können. Voraussetzung für eine Deckenabhängung ist allerdings eine entsprechend große Raumhöhe. Besonders muss auf die sorgfältige Befestigung der Unterkonstruktion geachtet werden, da das ganze Gewicht der Deckenverkleidung an der Befestigung hängt. Verschiedene Dübelhersteller bieten beispielsweise zahlreiche Dübel für Schwerlast-Befestigungen wie Schwerlast-Anker, Schnell-Deckenanker oder Porenbeton-Anker an.

Deckenverkleidung- direkte Unterkonstruktion mit Holzlatten

Dies ist die einfachste Möglichkeit einer Unterkonstruktion. Dachlatten (zum Beispiel 30 x 50 mm oder 40 x 60 mm) werden in einem Abstand von 60 bis 80 cm voneinander an die Decke geschraubt. Es muss dabei darauf geachtet werden, daß die Decken-Unterkonstruktion sauber waagerecht ausgerichtet wird. Dies kann beispielsweise durch dazwischengelegte Distanzklötze geschehen. Die Holzlatten dürfen keine Wellen aufweisen, da man dies bei der fertigen Holzdecke deutlich sehen würde. Die Distanzklötze sorgen zudem dafür, daß die Decke besser durchlüftet und die Gefahr der Schimmelbildung verringert wird. Ein Abstand von 80 bis 100 cm zwischen den einzelnen Dübeln sollte ausreichend sein. Auf der Unterkonstruktion wird die Deckenverkleidung angebracht.

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Unterkonstruktion mit Konterlattung

In Feuchträumen (wegen der besseren Durchlüftung) oder bei größeren Unebenheiten sollte eine Konterlattung mit angebracht werden. Zunächst werden in einem Abstand von 80 bis 110 cm mit einem leistungsfähigen Bohrhammer die Löcher für die Dübel gebohrt und die Grundlattung (40 x 60 mm) befestigt. Auf die Grundlattung kommt die Konterlattung (24 x 48 mm oder 30 x 50 mm). Wiederum muss alles völlig waagerecht sein. Dafür müssen eventuell Distanzklötze mit unterlegt werden. Danach kann die Deckenbekleidung angebracht werden.

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Abgehängte Unterkonstruktion mit Holzlatten

Eine abgehängte Decke ist wie gesagt dann von Vorteil, wenn Dämmung oder Installationsleitungen mit integriert werden müssen. Es muss dabei eine Abhängehöhe von mindestens 15 cm mit eingeplant werden. Die Abhänger (Schlitzband-, Spann-, Nonius-, oder Schnellabhänger) werden in einem Abstand von weniger als 140 cm an der Decke befestigt. Die Grundlattung sollte abwechselnd rechts und links abgehängt werden, um das seitliche Abkippen zu vermeiden. Unebenheiten werden durch die verstellbaren Abhänger ausgeglichen. Die Holzleisten der Traglattungdürfen höchstens einen Abstand von 80 cm zueinander haben und werden an der Grundlattung befestigt.

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Abgehängte Unterkonstruktion mit Stahlprofilen

Unterdecken können auch mit Stahlprofilen von den tragenden Bauteilen der Rohdecke abgehängt werden. Dafür bieten zahlreiche Firmen verschiedene Systeme an. Meist sieht die Befestigung und Anordnung der Unterkonstruktion jedoch wie auf der Abbildung aus: Zunächst werden die Abhänger an der Decke befestigt. An diese Abhänger kommen CD -Profile, verbunden mit speziellen CD-Verbindern. An die Tragprofile wird die Beplankung befestigt, z.B. Gipsfaserplatten oder spezielle Akustikplatten. Verschiedene Lösungen für Montagedecken finden Sie auf der Internetseite des Trockenbauspezialisten Rigips.

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