Das Teppichlexikon - Teppich-Fachbegriffe kurz erläutert

Das baumarkt.de Teppichlexikon beschreibt die wichtigsten Begriffe rund um Teppich als Bodenbelag. Vom Berberteppich bis zum Tuftingverfahren werden viele Begriffe erläutert.

abgepasste Teppiche Bei abgepassten Teppichen handelt es sich, im Gegensatz zur Meterware, um eingefasste Teppiche. Alle Brücken, Läufer, Matten oder Vorleger, die frei liegend sind, werden demnach als abgepasste Teppiche bezeichnet. Über die Art der Herstellung sagen abgepasste Teppich nicht aus, denn sie können gewebt, geknüpft, getuftet oder gewirkt sein.
ableitfähig Ableitfähig ist ein Teppichboden dann, wenn er die elektrostatische Aufladung an den Untergrund ableiten kann. Das geschieht z.B. dadurch, dass dem Polgarn Metallfasern bei der Herstellung beigemischt werden. Wird ein ableitfähiger Teppichboden vollflächig verklebt, sollte ein leitfähiger Kleber verwendet werden.
Antisoiling Mit einer Antisoiling-Ausrüstung werden Teppichfasern wasserabweisende, ölabweisende und schmutzabweisende Eigenschaften zugefügt. Die chemische Behandlung sorgt dafür, dass der Teppich nicht so schnell verschmutzt und zudem leichter gereinigt werden kann.
Antistatik Teppichböden können sich elektrostatisch aufladen, was dazu führt, dass sich elektrische Spannungen aufbauen. Durch Berührung einer Türklinke oder Türgriffs können sich die Spannungen entladen, was sich durch einen kleinen Blitz bemerkbar. Soll dies verhindert werden, sollte bei Teppichen auf das Antistatik-Symbol geachtet werden. Besondere Bedeutung haben antistatisch ausgerüstete Beläge in Räumen, die mit Computern ausgestattet sind. Denn durch die statische Aufladung können im schlimmsten Fall Computer zerstört werden.
Badteppiche Badteppiche sind in fast allen Badezimmern zu finden. Sie schützen zum einen vor dem Ausrutschen und sind zum anderen ein Gestaltungselement. Neben Baumwolle ist Polyacryl das am häufigsten verwendete Material für Badteppiche. Entscheidend zur Qualität eines Badteppichs trägt die Rückenbeschichtung bei. Am häufigsten besteht diese Rückenbeschichtung aus Gummi oder Naturlatex. Bei diesen Materialien besteht die Gefahr, dass sie mit der Zeit fest werden und ihre rutschhemmenden Eigenschaften verlieren. Das ist bei einer synthetischen Latexrückenbeschichtung nicht der Fall.
Bahnenware siehe Meterware.
Bambusteppiche Bei Bambusteppichen handelt es sich um aus Bambuslamellen hergestellte Teppichen. Bambus ist ein Gras, das als die schnellstwachsende Pflanze der Erde gilt, so dass keiner aus ökologischen Gründen Angst haben muss, einen Bambusteppich zu kaufen. Bei der Herstellung eines Bambusteppichs werden die Bambuslamellen mit Klebeband auf der Rückseite oder mit Gewebefäden verbunden. Ursprünglich sind die Bambusleisten sehr hell, sie können aber auch eingefärbt werden, so dass es auch Bambusteppiche in knalligen Farben gibt. Der Rand von Bambusteppichen ist in der Regel mit einem Textilgewebe (z.B. Baumwolle) eingefasst. Die Teppiche sind widerstandsfähig und leicht zu reinigen. Auf der Rückseite eines Bambusteppichs kann sich z.B. eine Gaze-Kaschierung, oder zusätzlich eine Jute- oder Latex-Kaschierung befinden.
BCF-Garn BCF-Garn ist ein Garn zur Herstellung strapazierfähiger Schlingenflor- oder Schnittflor-Teppiche. Das BCF steht hierbei für Bulked Continuous Filament, was nichts anderes als ein texturiertes Teppich-Endlosgarn ist. Polyamid und Polypropylen sind hierbei die am häufigsten verwendeten Materialien.
Berberoptik Gewebte und nicht geknüpfte, industriell gefertigte Teppiche, die von Farbe und Florhöhe einem echten Berberteppich ähneln.
Berberteppich Der Berberteppich kommt ursprünglich aus dem Magreb, also aus Nordafrika und ist ein handgeknüpfter, hochfloriger Teppich aus Schurwolle. In der Regel ist der Berberteppich einfarbig in den hellbeigen Naturfarben der Wolle. Berberteppiche wurden und werden auch in anderen Ländern geknüpft von Bulgarien bis Albanien. Je nach Land und Verkaufstrategie können Berberteppiche auch Muster aufweisen, die meist ebenfalls nur in einer Farbe — etwa blau — ausgeführt werden. Echte Berberteppiche zählen zu den Orientteppichen, gehören aber wegen der geringen Knotenzahl in die preiswerte Kategorie.
Blutflecken siehe Teppichflecken.
Bouclé siehe Schlingenflor.
Colaflecken siehe Teppichflecken.
Cross-over Cross over, also überkreuzend, bedeutet im Zusammenhang mit Teppichböden eine Musterung, die beim Tuftingverfahren durch unterschiedlich gefärbte Garne erzeugt wird. Man spricht in diesem Fall auch von Tuftmusterung. Solche tuftgemusterten Teppichböden wirken edler als solche, die bedruckt wurden. Desweiteren wird noch zwischen Cross-over-cut (COC) bei Veloursteppichen und Cross-over-loop (COL) bei Schlingenware unterschieden.
Doppelrücken Ein im Tuftingverfahren hergestellter Teppichboden kann mit einem zweiten Rücken aus Jutegewebe oder Chemiefasern ausgestattet sein. Durch den zusätzlichen Rücken erhöhen sich Stabilität und Dehnbarkeit des Teppichbodens. Weiterhin erhöht ein Teppichboden mit Doppelrücken die Wiederaufnahmefähigkeit beim Auswechseln des Bodens. Er kann gut verspannt oder verklebt werden und eignet sich besonders gut auf Fußbodenheizungen.
Farbechtheit Die Farbechtheit sagt etwas über die Qualität von Teppichböden aus. Farbechte Teppichböden verlieren durch Sonneneinwirkung, Nässe oder Reibung nichts von ihrer ursprünglichen Farbe.
Fasern Fasern sind die kleinste Einheit bei der Herstellung eines Teppichbodens. Aus den Fasern werden Garne und aus diesen schließlich der textile Bodenbelag hergestellt. Es kommen Kunstfasern und Naturfasern zum Einsatz.
Fettflecken siehe Teppichflecken.
Filament Filament ist die Bezeichnung für die Faser einer praktisch unbegrenzten Länge. Beispiele für Filamente sind Seide und alle Chemiefasern.
Flachgewebe Teppichböden aus Flachgewebe besitzen keinen Flor, sind also zweidimensional. Sie bestehen aus Kett- und Schussfäden, durch unterschiedliche Garnstärken lässt sich auch eine strukturierte Teppichoberfläche herstellen.
Flockteppich Ein Flockteppich ist ein Teppichboden mit einer Oberfläche, die an Velours erinnert. Er wird allerdings ein wenig anders hergestellt. Bei der Herstellung werden kurz geschnittene Flockfasern elektrostatisch auf einem mit Kleber bestrichenen Gewebe oder Vlies aufgebracht. Die chemischen Flockfasern sind in der Regel zwei bis vier Millimeter lang, es können aber schon Faserlängen ab 0,3 mm verarbeitet werden.
Flokati Bei einem Flokati handelt es sich um einen Hochflorteppich mit fellartiger Oberfläche. Nachdem er in den 1970er Jahren schon einmal sehr beliebt war, erlebt der ursprüngliche griechische Hirtenteppich nun wieder eine Renaissance. Traditionell wurde der Teppich aus naturfarbener Schafwolle gewebt. Heutzutage findet man ihn aber auch in jeder beliebigen Farbe und anderen Materialien. Der original griechische Flokati besteht aber immer noch aus 100 Prozent Schafwolle und ist dadurch ein natürliches und schadstoffarmes Produkt.
Flor Als Flor bzw. Pol wird die durch Garnfäden gebildete Oberfläche von Teppichböden bezeichnet. Es werden Hochflorteppiche und Niederflorteppiche unterschieden. Hochflorteppiche besitzen eine weichere Oberfläche, da sie längere Garnfäden besitzen. Bei Niederflorteppichen ist der Flor hingegen nicht so hoch, was sie in der Regel strapazierfähiger macht. Neben Hochflor und Niederflor gibt es noch die Florarten Velours, Schnittflor, Schlingenflor oder Schnittschlinge.
Florrichtung Als Florrichtung wird die Strichrichtung des Flors bezeichnet. Um eine tiefere Farbwirkung zu erzielen, kann der Teppichleger den Teppichboden den Flor zur Hauptlichtrichtung (in der Regel einem Fenster) ausrichten.
Fransen Als Fransen werden aus dem Teppich herausragende Kettfäden bezeichnet. Sie sind an beiden Stirnseiten des Teppichs zu finden. Sie lösen sich gerne oder wurden erst gar nicht richtig befestigt und müssen dann repariert werden. Sind die beschädigten Fransen noch lang genug, so können diese wieder befestigt werden. Sind sie zu kurz, müssen neue Fransen in das Grundgewebe eingezogen werden. Werden die Fransen beim Putzen häufiger feucht, werden sie mit der Zeit morsch. Deshalb sollte der Teppich solange umgeschlagen liegen bleiben, bis der Boden vollständig abgetrocknet ist.
Frisé siehe Kräuselvelours.
fusion-bonded „Fusion-bonded“ ist die Art und Weise, wie ein Teppichboden hergestellt werden kann. In diesem Fall werden zwischen zwei Trägermaterialien Garne gebunden oder auch geschmolzen. Anschließend wird der Boden genau in der Mitte durchgeschnitten, so dass zwei Böden entstehen. Fushion-bonded Teppichböden werden als Bahnenware oder als Teppichfliesen angeboten.
Fußbodenheizung Nicht jeder Teppichboden ist zur Verlegung auf einer Fußbodenheizung geeignet. Daher ist beim Kauf eines textilen Bodenbelags unbedingt darauf zu achten, dass er entsprechend gekennzeichnet ist. Eine Fußbodenheizung im Zusammenspiel mit einem Teppichboden bietet verschiedene Vorteile. Durch die Wärme der Heizung werden z.B. viele Milben und Bakterien abgetötet, da den Allergenen der Nährboden entzogen wird. Weiterhin reduziert eine Fußbodenheizung den Staubtransport, da es durch die große Abstrahlfläche sehr viel weniger Luftströme gibt.
Gabbeh Teppiche Gabbeh Teppiche sind hochflorige Teppich, die sich insbesondere durch leuchtende Farben und abstrakte Muster auszeichnen. Sie werden von persischen Nomadenvölkern seit vielen Jahrhunderten aus Schafs- oder Ziegenwolle hergestellt. Das macht die Teppiche robust und verleiht ihnen eine hohe Gebrauchsqualität. Durch Verwendung eines groben Knüpfmaterials und der großen Anzahl von Schussfäden hat der Gabbeh Teppich ein rustikales Aussehen. Da Gabbeh Teppiche mittlerweile auch in Europa sich großer Beliebtheit erfreuen, werden sie nicht mehr nur im Iran, sondern z.B. auch in Indien hergestellt. Diese haben allerdings im Handel den Ruf, von schlechterer Machart zu sein. Das stimmt nicht immer, denn es gibt auch indische Gabbehs von hoher Qualität und aus reiner Schurwolle.
Galerie siehe Läufer.
Garne Das Garn ist das, was einen Teppichboden ausmacht und maßgeblich über die Qualität des Bodenbelags entscheidet. Ein Garn besteht aus einer Vielzahl von Fasern, die entweder künstlich oder natürlich sein können. Im Bereich von Teppichböden kommen verschiedene Spinnverfahren zum Einsatz. Man unterscheidet zum Beispiel Halbkammgarn, Kammgarn, Streichgarn oder Walkgarn. Neben den gesponnenen Garnen gibt es noch die Endlosgarne, die aus einem Verbund von Filamenten bestehen.
gedrehte Florfaser Werden zwei oder mehr Garne miteinander verdrillt, spricht der Fachmann von gedrehter Florfaser. Solche eine gedrehte Florfaser sorgt dafür, dass der Teppichboden strapazierfähiger wird.
Gerberwolle Gerberwolle ist keine Wolle, die durch das Scheren lebendiger Schafe gewonnen wird, sondern eine Wolle, die bei der Lederherstellung als Abfallprodukt anfällt. Sie ist durch die chemische Behandlung spröde, minderwertig und hat viele positive Eigenschaften der Schurwolle verloren. Sie wird daher von Teppichhändlern auch gerne als Holzwolle bezeichnet. Verwendet wird Gerberwolle oft bei groben indischen Teppichen.
getuftet siehe Tuftingverfahren.
Grundgewebe Viele Teppiche, darunter auch die Orientteppiche, bestehen aus einem Grundgewebe und dem Flor. An dieses Grundgewebe wird die Nutzschicht des Teppichs geknüpft. Das Grundgewebe besteht wiederum aus Kettfäden und Schussfäden, die in einem rechten Winkel zueinander stehen. Die Schussfäden des Grundgewebes verlaufen in Querrichtung des Teppichs, die Kettfäden demnach in Längsrichtung. Sie sind sichtbar als Fransen an den Längsseiten des Teppichs zu finden. Als Materialien für das Grundgewebe kommen Baumwolle, Seide, Schurwolle, Ziegenhaar oder Chemiefasern zum Einsatz. Auch ein Gemisch aus Chemiefasern und Baumwolle ist möglich.
handgetuftet siehe Tuftingverfahren.
Hochflorteppich Hochflorteppiche sind durch ihre langen Garnfäden an der Oberfläche des Teppichs besonders weich. Sie werden daher häufig auch als Langflor bezeichnet. Hochflorteppiche eignen sich besonders für Wohn- und Schlafräume. Es gibt durch die Verwendung verschiedenster Materialien, Florhöhen, Farben und Feinheiten unzählige Varianten von Hochflorteppichen. So sollte für jeden Einrichtungsstil der passende Teppich zu finden sein. Zu den Hochflorteppichen zählen z.B. der Shaggy oder der Flokati.
Holzwolle siehe Gerberwolle.
Kaffeeflecken siehe Teppichflecken.
Kaugummiflecken siehe Teppichflecken.
Kettfäden siehe Grundgewebe.
Klebepolverfahren Das Klebepolverfahren ist eine selten angewandte Herstellungsart textiler Bodenbeläge. Charakteristisch für Teppichböden, die im Klebepolverfahren hergestellt werden, ist die ausgeprägte und deutlich sichtbare Rippe, die quer zur Rollenlänge verläuft. Beim Klebepolverfahren werden die Fasern bzw. das Polmaterial mit einer Trägerschicht verklebt, wobei verschiedene Verfahren wie zum Beispiel das Ondulé-Verfahren zum Einsatz kommen.
Knoten Durch Knoten entsteht bei einem geknüpften Teppich der Flor. Der Florfaden wird dabei in aller Regel über zwei Kettfäden geknüpft. Es werden symmetrische und asymmetrische Knoten unterschieden. Beim symmetrischen Knoten liegen beide Fadenenden zwischen den beiden Kettfäden, während beim asymmetrischen Knoten ein Fadenende zwischen den Kettfäden und das andere Fadenende neben den Kettfäden nach oben geführt wird. Mitunter werden sie auch als türkischer (beim symmetrischen) und persischer Knoten (beim asymmetrischen) bezeichnet. Das ist allerdings irreführend, weil in der Türkei auch persische Knoten und in Persien auch türkische Knoten zur Anwendung kommen.
Kokosbodenbelag Bei Kokosbodenbelägen handelt es sich um Bodenbeläge mit einer rauen Oberfläche, die sehr strapazierfähig sind. Im Handel sind sie meist ungefärbt oder gebleicht erhältlich. Sie werden als Meterware in verschiedenen Breiten angeboten. Mit einem Latexrücken versehen Kokosböden sind rutschfest und können lose verlegt werden. Ansonsten sollte ein Kokosbodenbelag am besten vollflächig Verkleben, da sich der Belag unter Feuchteinwirkung (z.B. hohe Luftfeuchtigkeit) wellt.
Komfortwert Der Komfortwert eines Teppichbodens ergibt sich aus der Anzahl der Noppen sowie der Dicke und dem Gewicht der Polschicht bzw. des Flors. Er wird mit Hilfe von mathematischen Formeln berechnet und dann einer Komfortwertklasse zugeordnet. Die Unterteilung erfolgt vierstufig von einfach bis luxuriös. Der Komfortwert wird wie der Strapazierwert auf dem Teppichsiegel angegeben.
Kräuselvelours Kräuselvelours ist ein Teppichboden, dessen Flor bzw. Pol aus gekräuselten, hochgedrehten Chemiefasern besteht. Im Unterschied zum Velours, ist der Kräuselvelours etwa 1 cm höher. Zudem erwecken die gekräuselten Garne einen lebhaften Eindruck. Der Kräuselvelours wird mitunter auch als Frisé bezeichnet.
Kugelschreiberflecken siehe Teppichflecken.
Kunstfaserteppiche Die Kunstfaser ist bei der Teppichherstellung nicht mehr wegzudenken. Die weitaus meisten Teppiche sind Kunstfaserteppiche. Als Kunstfasern kommen vor allem Polyamid, Polyester, Polyacryl oder Nylon zum Einsatz. Kunstfaserteppiche sind sehr strapazierfähig und robust, weshalb sie vielfältig zum Einsatz kommen. Ein Nachteil der Teppich ist, dass sie sich elektrostatisch aufladen. Die Entladung kann sich dann unangenehm durch kleine Stromstöße bemerkbar machen, z.B. beim Anfassen einer Türklinke oder Fenstergriffs. Wer das vermeiden möchte, sollte darauf achten, dass der Teppich ableitfähig ist.
Langflor siehe Hochflorteppich.
Latex siehe Rückenbeschichtung.
Läufer Bei einem Läufer handelt es sich um einen länglichen Teppich, wie er z.B. mitunter auf Fluren zu finden ist. Manchmal wird der Läufer auch als Galerie bezeichnet.
Meterware Bei Meterware handelt es sich um einen Teppichboden, der auf Rollen geliefert wird und der vor Ort auf die benötigte Größe zugeschnitten wird. Sie wird auch als Bahnenware bezeichnet, da die einzelnen Bahnen nebeneinander verlegt werden. Die für den Objekt- Privatbereich angebotene Meterware ist in der Regel 4,00 Meter oder 5,00 Meter breit. Gelagert werden die Teppichrollen häufig auf dem sogenannten Paternoster. Meterware gibt es in allen erdenklichen Farben und Materialien. Unifarbige Meterware ist im Handel ebenso erhältlich wie der gemusterte Boden.
Nadelfilz siehe Nadelvlies.
Nadelvlies Nadelvlies ist ein aus Faservlies hergestellter, sehr strapazierfähiger Teppichbelag. Das Faservlies wird mechanisch durch Nadeln und zusätzlich noch durch beispielsweise Kunststoffdispersionen verfestigt. Es werden einschichtige und mehrschichtige Nadelvliese unterschieden. Das einschichtige Nadelvlies besteht aus einer Faser und einer Farbe, beim mehrschichtigen Nadelvlies kommen hingegen mehrere Farben und Fasern zum Einsatz. Bei den mehrlagigen Nadelvliesen besteht die obere Schicht, auf der gelaufen wird, aus strapazierfähigeren, groben Stapelfasern, während die Fasern aus den unteren Schichten weniger strapazierfähig sind. Nadelvlies-Beläge können meist über Fußbodenheizungen verwendet werden. Nadelvlies ist auch als Nadelfilz bekannt.
Naturfaserteppiche Naturfaserteppiche werden, im Gegensatz zu Kunstfaserteppichen, aus natürlichen Materialien hergestellt. Typische Naturfasern sind Schurwolle, Kokosfasern oder bestimmte Palmenblätter wie Sisal oder Aloe. Klassischer Naturfaserteppich ist allerdings der Teppich aus Schurwolle. Beim Kauf eines solchen Teppichs ist darauf zu achten, dass er das Wollsiegel trägt. Nur so ist Materialreinheit und einwandfreie Qualität sichergestellt. Besonders hochwertig sind Wollteppiche und Wollteppichböden aus reiner Neuseelandwolle. Sie lassen sich u.a. am Qualitätssiegel Wools of New Zealand erkennen. Neuseeländische Schafe produzieren besonders robuste und gleichmäßige Schurwollfasern. Diese gelten als besonders knitterfest, schmutzabweisend und schwer entflammbar.
Nepalteppiche Bei einem Nepalteppich handelt es sich um einen in Nepal handgeknüpften Orientteppich. Nepalteppiche sind meist nur sparsam gemustert, so dass sie sich in fast jeden Wohnstil integrieren lassen. Bei modernen Nepalteppichen beschränkt sich die Musterung meist auf eine mehr oder weniger stark ausgeprägte Bordüre. Es werden aber auch einfache geometrische Formen, florale Muster oder Tiermotive in den Teppich eingewebt. Bei klassischen Nepalteppichen herrschen dezente Farben wie Rot-, Braun-, Rost- oder Beigetöne vor. Moderne Nepalteppiche kommen auch mal in kräftigem Blau, Rot, Gelb oder Grün daher. Auch zarte Pastelltöne sind zu finde. Ein echter Nepalteppich wird aus Schurwolle hergestellt, das sehr pflegeleicht und beständig ist.
Niederflorteppich Niederflorteppiche sind Teppiche, bei denen der Flor, also die Garnfäden an der Oberfläche, besonders kurz ist. Dadurch sind solche Teppiche besonders strapazierfähig und können häufig auch über einer Fußbodenheizung verwendet werden. Auch Tierbesitzer haben an Niederflorteppichen ihre Freude, da Hunde oder Katzen sich mit ihren Pfoten nicht im Flor verhaken.
Noppenzahl Das Oberflächenbild eines Teppichs wird ganz maßgeblich durch die Noppenzahl geprägt, die in Noppen pro Quadratmeter angegeben wird. Der Abstand zwischen den Noppen wird durch die Dicke des verwendeten Garns beeinflusst. Bei dicken Garnen ist eine geringere Noppendichte erforderlich, bei feinfädigen Garnen ist eine dichtere Anordnung der Noppen angesagt.
Nutzschicht Die obere Schicht eines Teppichbodens, die sichtbar ist und begangen wird, bezeichnet man als Nutzschicht. Das gilt sowohl für Meterware als auch für abgepasste Teppiche. Die Nutzschicht besteht bei Teppichen mit Flor aus einem dreidimensionalen Fasergebilde, bei einem Nadelvlies oder Flachgewebe ist sie zweidimensional.
Ondulé-Verfahren Das Ondulé-Verfahren ist ein Verfahren der Teppichbodenherstellung. Zwei zahnradartige Walzen spielen beim Fertigungsprozess eine wichtige Rolle. Durch sie wird die Garnschar bzw. das Faservlies zum einen in eine Schlaufenform gebracht. Zum anderen drücken die Walzen das Garn in ein mit einer Kleberschicht versehenes Trägermaterial. Danach muss der Bodenbelag nur noch Aushärten, um eine endgültige Verbindung zwischen Flor und Träger zu erreichen. Das Ondulé-Verfahren ist ein Klebepolverfahren.
Orientteppiche Unter dem Begriff „Orientteppiche“ sind alle Teppiche zusammengefasst, die im Orient gefertigt werden. Der Orient ist jedoch groß und so haben sich die unterschiedlichsten Formen von Teppichen entwickelt. Häufig werden Orientteppiche nach Orten oder Volksstämmen benannt. Es gibt die verschiedensten Macharten, Muster und Materialien. Wolle, Seide und Baumwolle sind die traditionellen Materialien, aus denen Orientteppiche gefertigt werden. Die edelsten Teppiche sind natürlich aus Seide. Teppiche aus Schafwolle werden in manchen Ländern auch zur Wärmeisolation verwendet. Das Knüpfen von Orientteppichen ist eine Kunst für sich und reine Handarbeit.
Perserteppiche Perserteppiche sind kunstvoll gewobene Teppiche aus Persien. Seit Anfang der Bronzezeit werden in dieser Region bereits Teppiche hergestellt, die ältesten Fundstücke werden in das dritte oder fünfte Jahrhundert datiert. Die Kunstfertigkeit der persischen Teppichknüpfer ist unübertroffen. Es gibt wohl kaum ein Volk, bei dem der Teppich so ein Grundbestandteil der Kunst und Kultur ist. Bestimmte Motive und Muster sind ein Hauptmerkmal eines jeden Perserteppichs. Das bekannteste Teppichmotiv heißt Boteh und ist der Form einer Mandel nachempfunden. Weitere Motive sind Göl (Blume), Herati (Raute, die eine Rosette umschließt) oder Chartschang (Krabbe). Von Teppichhändlern werden Perserteppiche nach verschiedenen Gesichtspunkten wie Design und Webtechnik klassifiziert. Benannt sind diese Kategorien nach Städten und Gebieten.
persischer Knoten siehe Knoten.
Pol siehe Flor
Pol-Teppichböden Bei einem Pol-Teppichboden werden Pol (Flor) und Grundgewebe in einem Arbeitsgang hergestellt. Das unterscheidet diesen Bodenbelag zum Beispiel vom Tuftingverfahren, bei dem zwei Arbeitsschritte notwendig sind.
Polyamid Aus Polyamid werden künstliche Fasern und letztlich Kunstfaserteppiche hergestellt. Teppiche aus Polyamid sind sehr verschleißfest, lassen sich gut färben und besitzen eine hohe Reißfestigkeit. Da sie jedoch zu elektrostatischen Aufladungen neigen, müssen sie meist entsprechend ausgerüstet werden.
Polyester Polyester ist ein Kunststoff, der gerne als Material zur Herstellung von Kunstfaserteppichen verwendet wird. Es besitzt eine gute Elastizität und ist sehr lichtbeständig. Polyester kommt auch als Zweitrücken von Teppichen zum Einsatz und dient als Polsterschicht bei einem Nadelvliesrücken.
Polypropylen Polypropylen kommt bei Teppichen fast ausschließlich bei der Herstellung von Nadelvlies zum Einsatz. Es zeichnet sich dadurch auf, dass es keine Feuchtigkeit aufnimmt. Zudem ist Polyproylen sehr leicht und verrottungsfest und besitzt eine gute Lichtbeständigkeit. Eine elektrostatische Aufladung findet kaum statt.
Rotweinflecken siehe Teppichflecken.
Rückenbeschichtung Ein im Tuftingverfahren hergestellter Teppichboden besitzt in aller Regel eine Rückenbeschichtung. Dabei kann es sich um Glattschaum oder einen Textilrücken handeln. Bei den Rückenbeschichtungen aus Kunststoff ist häufig Vorsicht geboten. So kann es bei einem Polyurethan-Weichschaum als Schaumrücken zu Schleimhautreizungen, Allergien und Husten kommen. Wichtiger Bestandteil der meisten Arten von Rückenbeschichtung ist Latex. Dabei kann es sich um Naturlatex, Syntheselatex oder einer Mischung aus beidem handeln.
Schafwolle siehe Naturfaserteppiche
Schattierung Eine Schattierung ist eine typische Erscheinung, die bei Velours zu beobachten ist. Durch Florverlagerung findet eine Veränderung der Lichtbrechung statt, die den Bodenbelag so aussehen lassen, als ob ein Schatten auf ihn fällt. Das lässt den Boden sehr edel aussehen und wird für das Auge als angenehm empfunden. Die Gebrauchseigenschaften werden durch die Schattierung nicht beeinträchtigt.
Schlingenflor Im Gegensatz zum Schnittflor werden beim Schlingenflor die Garnfäden an der Oberfläche des Teppichbodens nicht aufgeschnitten. Solche Teppichböden sind sehr strapazierfähig und unempfindlich. Schlingenflor eignet sich daher bestens für Büroräume, Flure oder Kinderzimmer. Schlingenflor wird auch als Bouclé bezeichnet.
Schnittflor Bei Schnittflor handelt es sich um einen Teppichboden, bei dem die Garnschlingen an der Oberfläche des Teppichs aufgeschnitten sind. Eine andere Bezeichnung für Schnittflor ist Velours.
Schnittschlinge Schnittlingen ist eine Kombination aus Schlingenflor und Schnittflor. Hier wechseln sich also geschnittene und nicht geschnittene Garnschlingen ab. Es entsteht eine Hoch-Tief-Struktur, welche die Muster und Flächen des Teppichbodens auflockern und ihn interessanter machen. Da die Schnittschlinge weniger strapazierfähig ist, sollte er nur in Räumen zum Einsatz kommen, die weniger intensiv genutzt werden, wie z.B. dem Schlafzimmer.
Schokoladenflecken siehe Teppichflecken.
Schussfäden siehe Grundgewebe.
Shaggy „Shag“ ist sowohl die Kurzbezeichnung für einen Pfeifentabak, aber auch für einen Webteppich. Beide Bezeichnungen leiten sich vom englischen Wort „shaggy“ ab, was so viel heißt wie struppig oder zottelig. Shaggyteppiche werden als Einzelstücke, aber auch als Teppichboden angeboten und verfügen alle über einen sehr hohen, etwa 30 mm hohen und „zotteligen“ Flor, wobei die Dichte der Garnbündel gering ist, so dass sich die Garne in alle Richtungen verteilen. Seit den 70-er Jahren werden die aus Kunstfasern gewebten „shags“ angeboten, haben aber seit 2010 in modernen zweifarbigen Kontrastfarben eine Art Wiederbelebung erfahren und sind in der Innenarchitektur „kultig“ geworden.
Sisalteppiche Sisalteppichböden werden aus den Fasern der Sisalagavenblätter hergestellt. Sisalböden gibt es als Meterware oder abgepasste Teppiche. Sie sind trittschalldämmend und sehr strapazierfähig. Sisalbodenbeläge werden daher in stark frequentierten Ausstellungs- und Büroräumen gerne genommen. Doch auch im Wohnbereich hat der natürliche Sisalteppich seine Liebhaber gefunden. Sisal lässt sich gut färben, weshalb Sisalböden in vielen Farben angeboten werden.
Stapellänge Als Stapellänger bezeichnet der Fachmann die Einzellänge der Fasern in einem Garn.
Strapazierwert Der Strapazierwert gibt Auskunft über das Verschleißverhaltens eines Teppichbodens, bzw. welchen Beanspruchungen er gewachsen ist. Er lässt sich wie der Komfortwert aus dem Teppichsiegel ablesen. Die Werteskala reicht hierbei von einer geringen bis zu einer extremen Beanspruchungsklasse.
Strichrichtung Die Strichrichtung gibt die Richtung an, in die ein Flor weist. Bei Blick in Strichrichtung wirkt ein Teppich heller als bei Blick gegen die Strichrichtung. Weist ein Flor verschiedene Strichrichtungen (z.B. durch Staubsaugen in verschiedene Richtungen) auf, wirkt er daher häufig „fleckig“. Der Fachmann spricht hierbei von Schattierung.
Teeflecken siehe Teppichflecken.
Teppichböden Teppichboden ist der Oberbegriff für einen textilen Bodenbelag, der den kompletten Boden eines Raums bedeckt. Der Teppichboden kann entweder als Meterware oder in Form von Teppichfliesen verlegt werden. Dabei wird zwischen verschiedenen Herstellungsverfahren unterschieden: Beflocken, Tufting, Wirken, Weben, Nadeln oder Klebepolverfahren. Zudem unterscheidet man Kunstfaserteppiche und Naturfaserteppiche. Früher wurde Teppichboden als Auslegeware bezeichnet und er gehört zu den am meisten verlegten Bodenbelägen. Teppichböden sind trittsicher, schallabsorbierend und können eine behagliche Raumatmosphäre schaffen. Teppichböden werden lose verlegt, vollflächig verklebt, mit doppelseitigem Klebeband fixiert, verklettet oder verspannt. An den Wänden werden Teppichböden meist mit einer Sockelleiste begrenzt. Diese besteht häufig aus Kunststoff, in die ein Streifen des verwendeten Bodenbelags eingeklebt wird. Auch Teppichleisten aus Aluminium sind im Handel anzutreffen. Alternativ wird auch nur der Teppichboden nach oben umgelegt. Die oben liegende Sichtkante ist dann umkettelt.
Teppichflecken Flecken im Teppich sind etwas Ärgerliches. Manche Teppichflecken lassen sich ganz leicht entfernen, manche gar nicht und bei anderen ist nur der richtige Tipp notwendig. Am leichtesten lassen sich Flecken im Teppichboden sofort entfernt. Ist er erst einmal angetrocknet, wird es um einiges schwieriger. Oft wird auch zu rabiat an die Sache rangegangen, das mag der Teppichboden allerdings gar nicht. Er kann sogar bleibende Schäden zurückbehalten, z.B. durch zu starkes Reiben, Bürsten oder zu starkes Reinigungsmittel. Bei Teppichböden aus Wolle dürfen z.B. nur Reinigungsprodukte verwendet werden, die speziell für die Reinigung von Wolle entwickelt wurden. Sollen Kaffeeflecken, Rotweinflecken oder Teeflecken mit einem Bleichmittel aus dem Teppichboden entfernt werden, sollte zuerst an einer unauffälligen Stelle überprüft werden, ob dadurch nicht auch die Farbe aus dem Teppich entfernt wird. Bei allen wasserbasierenden Flecken geht man am besten mit saugfähigen Papiertüchern an das Werk. Die Flüssigkeit dabei vom Rand her ganz vorsichtig aufnehmen und nicht zu stark reiben. Ist die zuckerhaltige Brause (Cola und Konsorten) auf dem Teppichboden gelangt, sollte nach dem Aufnehmen der Flüssigkeit mit den Papiertüchern die noch feuchte Oberfläche mit einem feuchten Baumwolltuch vorsichtig abgewischt werden. So werden die klebrigen Substanzen rausgelöst. Gelangt Blut auf den Teppich, wird der Fleck mit kaltem Wasser behandelt und nach einer Einwirkzeit mit einem saugfähigen Baumwolltuch abgetupft. Fett lässt sich mit Waschbenzin lösen, indem man damit ein weißes Baumwolltuch tränkt und den Fleck abtupft. Kaugummi wird am besten mit einem farblosen Vereisungsspray gelöst. Nach dem Vereisen kann das Kaugummi mit dem Hammer zersplittert und abgesaugt werden. Anschließend wird die Stelle noch mit Waschbenzin nachbehandelt. Kerzenwachs tropft insbesondere in der Weihnachtszeit gerne auf den Teppichboden. Das Wachs lässt sich mit einem Bügeleisen und Löschpapier aus dem Teppich entfernen. Das Bügeleisen dabei nicht zu heiß werden lassen und den Boden anschließend mit Waschbenzin nachbehandeln. Auch Kugelschreiberflecken sind ärgerlich, diese können mit einem alkoholgetränken, weißen Baumwolltuch entfernt werden. Auf gleiche Weise lassen sich auch Schokoladenflecken entfernen. Diese sollten allerdings anschließend noch mit warmem Wasser nachbehandelt werden.
Teppichfliesen Bei Teppichfliesen handelt es sich um quadratische Teppichstücke unterschiedlicher Größe (40 x 40 cm, 50 x 50 cm, 1,0x 1,0 m). Die Teppichfliesen können auf die verschiedensten Weisen hergestellt werden, weben ist genauso möglich wie tuften oder Nadelvlies. Der große Unterschied zur Bahnenware liegt vor allem darin, dass Teppichfliesen üblicherweise einen schwereren Rücken besitzen. Dies kann z.B. Bitumen oder auch PVC sein. Teppichfliesen werden entweder lose verlegt, fixiert oder vollflächig verklebt. Sie können einfacher und flexibler als Meterware verlegt werden. Zudem lassen sich Teppichfliesen bei Beschädigungen und Beschmutzungen sehr viel einfacher austauschen.
Teppichgleiter Mit einem Teppichgleiter lassen sich unschöne Abdrücke auf einem Teppich vermeiden. Schwere Möbelstücke werden dazu einfach auf die Teppichgleiter aus Kunststoff gestellt. Teppichgleiter haben zudem den Vorteil, dass sich die Möbel darauf einfach durch den Raum schieben lassen.
Teppichleisten Teppichleisten bestehen vorwiegend aus Aluminium oder Kunststoff. Sie werden als Sockelleisten auf die Wand genagelt, geklebt oder, sofern sie mit einer Clipmechanik ausgestattet sind, auf zuvor in die Wand gedübelte Clips aufgedrückt und damit arretiert. Teppichleisten weisen oben und bei anderen Modellen auch oben und unten ein Hohlprofil auf, in das ein passend geschnittener Teppichstreifen eingeschoben wird. Alternativ dazu sind auch sog. Einklebeleisten auf dem Markt.
Teppichmesser Mit einem Teppichmesser lassen sich Teppichböden zur Verlegung ganz einfach zuschneiden. Teppichmesser haben Spezialklingen, die eine Schneide in Form eines Papageienschnabels besitzen. Mit einer Ziehbewegung und ohne Ausübung von Druck, lassen sich textile Bodenbeläge somit ganz sauber zuschneiden. Und ist die Klinge stumpf, lässt sie sich problemlos durch eine scharfe Klinge austauschen.
Teppichsiegel Das Teppichsiegel gibt Auskunft über den Strapazierwert und Komfortwert eines Teppichs. Zusätzlich erfährt der Verbraucher etwas über Zusatzeignungen und Materialzusammensetzung des Teppichbodens. Das Teppichsiegel wird von der Europäischen Teppich-Gemeinschaft (ETG) vergeben, die sich vor allem mit der Gesundheit und Qualität der Teppichböden befasst. Durch eine entsprechende Kontrollnummer wird bestätigt, dass der Boden beim Deutschen Teppich-Forschungsinstitut (TFI) geprüft worden ist. Auch sollte man beim Teppichkauf auf das GuT-Siegel achten, da diese Teppiche von der Gemeinschaft umweltfreundlicher Teppichböden schadstoffgeprüft worden sind. Das heißt, dass bei der Herstellung dieser Teppiche keine FCKWs (Fluorchlorkohlenwasserstoffe) bei der Produktion verwendet werden.
Teppichunterlage Eine Teppichunterlage wird unter den Teppich gelegt, um diesem vor Abnutzung zu schützen. Zudem sorgen Teppichunterlagen dafür, dass der Teppich nicht so leicht verrutscht. Weshalb sie häufig aus rutschhemmendem Gummi oder Latex gefertigt werden. Insbesondere auf glatten und harten Böden wie Fliesen, Parkett, Laminat oder PVC-Böden macht eine Teppichunterlage Sinn.
Teppichverlegeband Bei einem Teppichverlegeband bzw. Verlegeband handelt es sich um ein doppelseitiges Klebeband. Mit ihm lassen sich Teppichböden fixieren. Teppichverlegebänder gibt es in verschiedenen Ausführungen mit unterschiedlich starker Klebekraft. Für Teppiche mit Vlies- oder Filzrücken gibt es zudem spezielle Klett-Verlegebänder. Weiterhin gibt es Teppichverlegebänder, die sich rückstandslos wieder entfernen lassen. Das ist insbesondere bei edlem Parkett oder Laminat der Vorteil, die nur vorübergehend mit einem Teppichboden versehen werden sollen, wie z.B. in einer Mietwohnung.
Textiler Rücken Die Rückseite eines Teppichbodens kann nicht nur mit einer Schaumbeschichtung versehen sein, auch ein textiler Rücken ist möglich. Hierbei wird ein Vlies oder textiles Gewebe aufkaschiert. Mit einem textilen Rücken ausgestattet kann ein Teppichboden vollflächig verklebt oder verspannt werden. Bei einer vollflächigen Verklebung hat ein textiler Rücken den Vorteil, dass kaum etwas kleben bleibt, wenn er später einmal entfernt werden soll.
Treppen Soll ein Teppichboden auf Treppen verlegt werden, muss er die Zusatzeignung „treppengeeignet“ besitzen. Solche Böden müssen bei einem Test beweisen, dass sie die Beanspruchung als Treppenbelag erfüllen können.
Tuftingverfahren Das Tuftingverfahren ist heute das am häufigste verwendete Verfahren der Teppichherstellung. Es stammt aus den USA und leitet sich aus dem englischen tuft=Büschel ab. Teppiche, die nach der Tufting-Methode hergestellt werden, bestehen aus einem Trägermaterial und Garn. Dieses Garn wird durch zahlreiche parallel angeordnete Nadeln in das Trägermaterial eingestickt, wodurch kleine Schlingen entstehen. Florfaser und Trägermaterial werden miteinander verknüpft — also getuftet. Das kann mit der Maschine aber auch mit der Hand geschehen, man spricht dann von handgetufteten Teppichen. Anschließend wird noch das Rückenmaterial zur Verstärkung angebracht. Es werden drei Grundtypen des Tuftingverfahrens unterschieden: Schlingenflor, Schnittflor und Schnittschlinge. Meist bestehen nach dem Tuftingverfahren hergestellte Teppichböden aus Polyamid. Es kommen aber auch andere Materialien wie Schurwolle, Polyacryl, Polyester, Kokos, Seide oder Baumwolle zum Einsatz.
türkischer Knoten siehe Knoten.
Velours Bei Velours handelt es sich eine Art der Teppichherstellung bzw. um eine Florart. Die Oberfläche der Veloursteppich ist meist kurzgeschnitten. Darüber hinaus liegen die einzelnen Garnfäden sehr dicht beieinander. Dadurch wirkt der Teppich sehr samtig und glatt. Für Wohnzimmer sind Veloursteppiche gut geeignet, da sie sehr edel wirken und eine hochwertige Optik besitzen.
Webteppiche Webteppiche sind ganz allgemein Teppiche, die mit einer Maschine oder mit der Hand gewebt werden. Webteppiche wurden immer schon rund um den Globus von allen Kulturen hergestellt. Das unterscheidet sie von Knüpfteppichen, die fast nur im Orient und China gefertigt wurden. Bei Webteppichen wird zwischen flach gewebten Teppichen und Polteppichen (Teppiche mit Flor) unterschieden. Als Materialien für Webteppich kommen Kunstfasern wie Polyester, Polyamid oder Acrly sowie Naturfasern wie Seide, Schurwolle, Bauwolle, Leinen, Kokos oder Sisal zum Einsatz. Webteppiche gibt es in vielen verschiedenen Formen, Größen und Farben. Meist sind die Webteppiche rechteckig, aber auch quadratisch oder rund sind möglich. Standardmaße für Webteppiche sind z.B. 80 x 150 cm, 120 x 140 cm, 160 x 230 cm, 200 x 290 cm. Die Musterung von Webteppichen ist vielfältig: Ob klassisches Orientteppichmotiv, afrikanisches oder südamerikanisches Motiv — in Sachen Farben und Motive ist alles möglich. Auch der ultramoderne Designerteppich.
Wollteppiche siehe Naturfaserteppiche.