Das passende Werkzeug für die Dachreparatur

Das Dach eines Hauses muss immer wieder repariert werden, denn es ist extremen Belastungen direkt ausgesetzt, die ihren Tribut fordern. Über das Jahr muss es beispielsweise mit Temperaturschwankungen von bis zu 50 Grad umgehen können. Zudem treffen regelmäßig Regen und Hagel auf die Oberfläche und stellen insbesondere für die Naht- und Anschlussstellen ein großes Problem dar, die deshalb regelmäßig (jährlich) kontrolliert werden sollten. Möchte man die Dachreparatur selbst durchführen, um sich das Geld für die Handwerker zu sparen, benötigt man spezielle Werkzeuge, die zumeist im Werkzeugkasten fehlen. 

Die Anforderungen an Werkzeuge für die Dachreparatur 

Dachdecker haben eine gewisse Übung und Routine in ihrem Beruf entwickelt. Deshalb sieht es so aus als würden sie sich ohne jedes Problem wie auf dem Erdboden in der luftigen Höhe fortbewegen können. Tatsächlich täuscht der Eindruck jedoch. Es ist schwierig, auf dem Dach die Balance zu halten. Deshalb darf man sich nicht durch schwere Werkzeuge belasten. Diese sollten leicht und möglichst flexibel einsetzbar sein. Ein Dachdecker führt nach Möglichkeit nicht mehr als drei bis fünf Werkzeuge mit sich. Heimwerker sollten sich eher an der unteren Grenze des Richtwerts orientieren. 

Unverzichtbar: Der Dachdeckerhammer 

Es gibt zwei Arten von Reparaturen auf dem Dach, die immer wieder durchgeführt werden müssen: Der Austausch von Ziegeln sowie die Beseitigung undichter Löcher. In beiden Fällen ist ein Hammer unverzichtbar, um die alten Ziegel zu lösen und so beispielsweise bis zur undichten Stelle vorzudringen. Dachdecker führen einen speziellen Hammer mit sich, den neben seinem geringen Gewicht ein Doppelkopf auszeichnet: Mit der einen Seite des Kopfs kann man Nägel einschlagen, mit der anderen diese wieder lösen und Ziegel bearbeiten. Die zweite Seite ist dabei wie das typische Dachdeckerbeil geformt. Der Dachdeckerhammer kann auch für alle Arbeiten im Inneren des Hauses eingesetzt werden, bei denen ein entsprechendes Werkzeug benötigt wird. 

Für die notwendigen Verbindungen: Die Zange 

Auf dem Dach müssen bei einer Reparatur immer wieder Bleche neu miteinander verbunden werden. Hierfür ist eine hochwertige Zange unverzichtbar. Passende Modelle findet man jetzt auch hier zum kaufen. Ein guter Tipp ist eine Falzzange. Sie verdankt ihren Namen der Technik des Falzens. Damit wird die Verbindung von Blechen bezeichnet, die dadurch hergestellt wird, dass die Seiten umgebogen werden, sodass man die Bleche aufeinander schieben kann. Nötig wird dies beispielsweise immer dann, wenn ein neues Blech, das verlegt werden soll, um beispielsweise eine undichte Stelle im Dach zu schließen, unzureichend zugeschnitten worden ist. 

Der Tacker auf dem Dach: Der Hefthammer 

Wer schon einmal Dachdecker bei der Arbeit beobachtet hat, reibt sich oft verwundert die Augen, scheinen diese doch Bleche, Folien oder Pappen zu tackern. Ganz falsch ist der Eindruck nicht: Für die Arbeiten auf dem Dach wurde ein spezieller Tacker entwickelt, der in der Lage ist, Materialien schnell und sicher zu fixieren. Das Werkzeug trägt die Bezeichnung Hefthammer. Verwendet wird er im Prinzip wie ein Dachdeckerhammer, nur, dass der Nagel sich bereits im Kopf befindet und durch den Schwung anschließend durch Material in die Oberfläche gejagt wird, wodurch die feste Verbindung geschaffen wird. Nützlich ist der Hefthammer übrigens nicht nur auf dem Dach. Für Personen, die häufig großflächig Folien z.B. für Verpackungen anbringen müssen, lohnt sich eine derartige Anschaffung ebenfalls. 

Für die Bearbeitung harter Materialien: Die Haubrücke 

Die wenigsten Menschen, die zum ersten Mal auf ihr Dach steigen, um hier eine Reparatur durchzuführen, wissen, aus welchem Material die Ziegel oder seitliche Oberflächenaufbauten sind. Griffbereit sollte deshalb auch eine Haubrücke sein. Dabei handelt es sich um ein T-förmiges Werkzeug aus Stahl, das gemeinsam mit dem Dachdeckerhammer verwendet wird und in der Lage ist, auch harte Materialien wie Schiefer oder Zement sauber zu bearbeiten. Die spitze Unterseite der Brücke wird dabei auf eine Oberfläche an der Stelle aufgesetzt, an der sie getrennt werden soll. Mit der einen Hand kann man auf dem "T-Strich" die Brücke nun fixieren. Mit der anderen schwingt man den Hammer und schlägt vorsichtig zentral auf die Haubrücke. 

Für kleine Löcher: Das richtige Abdichtungsmaterial

Bei kleinen Löchern ist kein Materialaustausch notwendig. Diese können einfach abgedichtet werden. Hierfür gibt es mehrere Füllmaterialien, die sich entsprechend eignen. Dazu zählen Bänder aus Kupfer, Blei oder Aluminium, Dichtungsschaum sowie Kaltkleber. Die entsprechende Stelle sollte anschließend mit einem Dachlack oder einer Farbe behandelt werden. Sinnvoll ist zudem auch der Einsatz von einem Aquastopper, der die abgedichtete Stelle gegen Feuchtigkeit versiegelt.