Das gewünschte Badezimmer

verschiedene-stile.jpg Der Mensch verbringt sehr viele Stunden seines Lebens im Badezimmer, sei es nun für die tägliche Körperpflege, ein entspannendes Bad, eine ausgiebige Dusche oder auch das Aufstylen vor dem Gang zur Party.

In der Geschichte gab es sehr berühmte sanitäre Einrichtungen die auch schon vor mehr als 2000 Jahren dafür sorgten, dass die Bevölkerung hygienisch leben und sich auf diesem Wege auch vor Krankheiten schützen konnten. Das bekannteste Vorbild für diese Einrichtungen sind die Badehäuser im alten Rom. Die römische Badekultur ist noch heute spürbar teilweise in den Dampfbädern, die überall zu finden sind und auch in den Designvarianten unserer privaten Badezimmer.

Design im Badezimmer

Mit Sendungen wie „Besser Wohnen“ oder „Schöner Wohnen“ ist vor einigen Jahren die Inneneinrichtung in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt. Viele Privatleute versuchen sich über eigene Designs bzw. das Selbstgestalten ihrer Wohn- und Lebensräume persönlich auszuleben. Beim Badezimmer haben sich in der Vergangenheit vier Stilrichtungen besonders herauskristallisiert.

Die einfachste Variante besticht mit einem minimalistisch, puristischen Design. Hier wird sich ganz schnörkellos auf die grundlegenden Bedürfnisse des Verbrauchers eingestellt. Der zur Verfügung stehende Raum wird offen gehalten und es wird viel mit Licht gearbeitet. Glas ist dabei ein begehrter Baustoff besonders in Bezug auf die Dusche. Ein satter Grauton in Kombination mit weiß sind die vorherrschenden Farben, bunte Vielfalt ist nicht gewünscht. Aktuell besonders in Mode beim Minimalismus ist ein asiatisch, japanischer Stil. Diese Bäder wirken oft besonders kühl und sind besonders bei männlichen Singles beliebt. Der amerikanische Architekt Louis Sullivan ist um 1900 für sein Konzept „Form follows function“, zu deutsch „Die Form folgt der Funktion“ als erster Architekt, für diesen Stil, namentlich bekannt geworden. Aktuell haben besonders Designer wie der Schwede Oskar Ek oder auch die Berliner Designer Martti Mela und Jyrki Vanamo sich auf den eher minimalistischen Stil besonnen. Zudem besteht die Möglichkeit sich entsprechend dem asiatisch, japanischen Stil einen Feng Shui Berater ins Haus zu holen.

Das weibliche Geschlecht präferiert eher das nostalgische, vielleicht etwas romantisch angehauchte Badezimmer. Welches auch die zweite herausgebildete Stilrichtung darstellt. Alles was beim Minimalismus eher unerwünscht ist, bildet hier den Reiz. Eine nahezu antike, freistehende Badewanne mit geschwungenen design-im-badezimmer.jpg Füßen erfreut sich großer Beliebtheit und bildet ein wunderbares Zentrum für das Badezimmer. Alles antike ist erlaubt, barocke Spiegel oder romantische Bilder sind sehr begehrt. Gelegentlich wirkt diese Form des Baddesigns etwas kitschig, was seiner Beliebtheit jedoch keinen Abbruch tut.

Für den dritten Stil sind bestimmte Voraussetzungen von Nöten. Hier braucht man viel Platz, den man eher in großen Landhäusern, Villen oder Grandhotels vorfindet. Man könnte von einem Villenstil sprechen. Es wird aus einer Kombination aus pompösen, schon fast protzigen und klassischen Elementen entwickelt. Da der Stil bei einer Eigeninszenierung schnell verloren gehen kann, empfiehlt sich eine professionelle Hand. Besonders der Berliner Axel Schaefer hat sich bei der Gestaltung von Villen einen Namen gemacht wobei er es versteht, die Waage zwischen Klassik und Protz zu halten um nicht zu übertreiben.

Die vierte und letzte Stilrichtung lässt sich schlichtweg mit dem Begriff modern umreißen, und damit ist in dieser Stilrichtung auch das größte Problem schon offenbart. Alles, was in der einen Woche noch modern ist, mag in der nächsten schon wieder gänzlich aus der Mode sein. Um hier die aktuellen Trends herauszufinden, empfiehlt sich der Erwerb eine der zahlreichen Inneneinrichterzeitschriften, die mit vielen Designs und Möglichkeiten aufwarten können.

Letztendlich ist das passende Design das, was dem Eigentümer oder auch Verbraucher gefällt. Der Nutzer muss mit dem Badezimmer zufrieden sein, und von daher lässt sich schwerlich sagen, was für jeden individuell am besten ist. Sollte man sich für ein Design entschieden haben, gibt es aber noch einen wichtigen Punkt zu beachten. Sehr viele Designer haben langjährige Kontakte aufgebaut, um z. B. an spezielle Badkeramik heranzukommen. Möchte der Eigentümer aber selbst sehen, wie er an diese Dinge gerät und hat er möglicherweise ganz konkrete Vorstellungen, lohnt sich ein Blick ins Internet. In unserem Produktbereich finden Sie eine große Auswahl an stilechter Badkeramik bis hin zu Armaturen für das Handwaschbecken. Hier wird besonders Wert auf hohe Qualität und optisches Design gelegt, was man leicht an der sorgfältigen Auswahl erkennen kann.

Das Bidet — Eine Besonderheit

Bei der Planung des Badezimmers ist der vorhandene Platz maßgeblich für alle Entscheidungen. Dadurch findet das Bidet im klassischen Badezimmer meist keinen Platz. Doch so ein Sitzwaschbecken ist aus hygienischer Sicht eine sinnvolle Anschaffung, denn es ist ein Gerät zur Reinigung von Genitalien, Anus und Füßen. Durch unhygienisches Verhalten können sich viele Bakterien und damit auch Krankheitserreger ausbreiten. Das Nutzen solcher Einrichtungen unterstützt somit die Bemühungen, Infektionen und Erkrankungen besonders an den Genitalien vorzubeugen. Die am häufigsten vorkommende Krankheit ist eine schmerzhafte Blasenentzündung, die man sich ebenfalls durch unhygienisches Verhalten im Unterkörperbereich zuziehen kann.

Wer es sich finanziell und von den Örtlichkeiten her erlauben kann, Toilette und Bidet anzubringen, sollte dies auch tun. Es ist eine nützliche Erfindung mit einige Anwendungsmöglichkeiten, welche von einigen Händlern in diversen Designs angeboten werden und eine gute Vervollständigung seines Badezimmers.

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