Das "fliegende Haus" als neuartiges Gartenhaus

Wenn sich ein Diplom-Designer etwas einfallen lässt, ist die Optik sehr gut, der Gebrauchsnutzen nicht unbedingt. Wenn sich der Designer jedoch mit einem Zimmermeister zusammen setzt, dann kann — wie in diesem Fall — etwas ebenso Attraktives wie Praktisches herauskommen — nämlich ein „fliegendes Haus“, genauer genommen ein Gartenhaus in Modul-Bauweise, das in den Garten „fliegt“, nämlich mit dem Kran hinein gehoben wird.

Unter einem Gartenhaus wird landläufig ein Häuschen aus Holzbohlen mit einem Satteldach oder Pultdach verstanden, wie man sie in vielen deutschen Gärten sieht. Das „fliegende Haus“ besteht jedoch aus einer Stahlkonstruktion, die beidseitig mit wetterfesten 3-Schicht-Platten beplankt ist. Das Hauptmaterial ist also auch hier Holz. Die beiden anderen Seiten weisen eine Vollverglasung aus Isolierglas bzw. eine doppelflügelige Glastür auf. Man hat also einerseits immer den Durchblick, sofern man nicht eine Jalousie einbaut, und andererseits sitzt man immer im Grünen, wenn man die Glastür öffnet und die Natur sozusagen ins „fliegende Haus“ holt.

Fliegendes HausFliegendes HausFliegendes Haus

Das Designer-Gartenhaus hat ein Außenmaß von 3x3x3 m; seine Maße liegen also fast immer unterhalb der bauamtlichen Vorgaben, die die deutschen Städte und Gemeinden für Gartenhäuser erlassen haben. Mit einem Wort: Für das Aufstellen des Hauses braucht man nur in seltenen Fällen eine Bauanzeige, geschweige denn eine Baugenehmigung. Gerade die Gradlinigkeit des Baukörpers lässt die unterschiedlichste Innengestaltung und Nutzung zu. Man kann eine Hängematte aufspannen, Sitzbänke links und rechts aufstellen und in der Mitte einen Tisch, man kann das Ganze als Atelier oder Wintergarten oder Bootshaus nutzen oder eben einfach „nur“ als avantgardistisches Gartenhaus, in das man sich zurück zieht, um zu lesen, CD’s mit Jazzmusik zu hören oder im Internet bis in die tiefe Nacht zu surfen.

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Das „fliegende Gartenhaus“ wird auf ein Punkt- oder Streifenfundament gestellt, wobei der Fundamentplan für ein Punktfundament mitgeliefert wird. Eine Unterkonstruktion aus Stahl kann ebenfalls angebaut werden, so dass das Gartenhaus selbst bei hoher Schneedecke keine kalten Füße bekommt. Neben dem quadratischen Kubus sind auch Module mit den Außenmaßen von 3x 4,5 und 3x6m lieferbar, so dass Raum für eine richtige Hobby-Werkstatt vorhanden ist oder für einen Partyraum im Grünen.Und schließlich können auch zwei Häuser übereinander gestellt werden, so dass im weitesten Sinn eine Art Baumhaus entsteht, das über eine Außentreppe bestiegen werden kann. Wenn es den 18-jährigen Sohn an warmen Tagen gelüstet, in enger Nachbarschaft mit einer Baumkrone einerseits und einem weiblichen Wesen andererseits zu übernachten — bitte sehr — das „fliegende Haus“ macht es möglich.

Diplom-Designer Peter Keilbach hat das Haus entworfen. Und Zimmer­meister Wilhelm Megerle, der auch eine namhafte Holzhandlung betreibt, hat sein handwerkliches know-how eingebracht. Das Stahlgerüst des Gartenhaus-Moduls wird industriell gefertigt und im Unternehmen der beiden „fliegenden Pioniere“ mit schwäbischer Präzision zusammen gebaut und ausgestattet. Da inzwischen auch die klassischen Gartenhäuser aus Holzbohlen farbenfroher geworden sind, wird auch das „fliegende Haus“ in farbiger Außenbeschichtung geliefert — Farbwahl nach Wunsch. Wer will, kann sich auf der Außenwand auch als Wandmaler oder Graffiti-Künstler verewigen.

Weitere Informationen unter www.fliegende-haeuser.de, aus deren Website auch Zeichnung und Fotos übernommen worden sind.