Alles was du über den Bau von Terrassendächer wissen solltest

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Direkt vor der eigenen Tür sorgt die Terrasse für ein gewisses Urlaubsgefühl. Egal ob ein Grillabend mit den Freunden oder ein gemeinsames Dinner mit der Freundin unter Sternenhimmel, die Terrasse steigert das Wohlbefinden. Einzig bei Regen kann die Terrasse nicht genutzt werden. Dafür lohnen sich die Anschaffung und der Bau einer Terrassenüberdachung. Mit dem Gang in den nächsten Baumarkt ist es jedoch nicht getan. Zuvor müssen Fragen zur Dachgröße, Material und Tragwerk beantwortet werden.

Vier wichtige Vorbereitungsfragen:

  • Welche Materialien sollen für die Bedachung eingesetzt werden (siehe www.dachplatten24.de)?

  • Wie soll das Tragwerk ausgeführt werden?

  • Welche Anforderungen werden an das Fundament gestellt?

  • Ist eine Baugenehmigung nötig?

Welche Vorteile bietet ein Terrassendach?

  • Schutz: Das Terrassendach schützt nicht nur den Eigentümer vor Regen und Schnee, sondern auch die Gartenmöbel. Die Möbel halten länger und müssen nur noch in unregelmäßigen Abständen erneuert werden.

  • Schatten: Abhängig von der Jahreszeit kann die gefühlte Temperatur zwischen einem Sonnen- und einem Schattenplatz um 15 Grad Celsius abweichen. Bei der richtigen Wahl des Dachmaterials schützt die Terrasse hervorragend vor direkter Sonneneinstrahlung.

  • Wärme: Unter dem Terrassendach staut sich in der Regel die Wärme. Was im Sommer nicht immer von Vorteil ist, kann im Frühling und im Herbst zum Pluspunkt werden, denn es kann länger draußen gesessen werden.

  • Privatsphäre: Manchmal bewohnen mehrere Mietparteien ein Haus mit Garten. Einem Mieter gehört die untere und dem anderen die obere Etage. Um sich vor den Blicken des oberen Mieters zu schützen, kann der Bau einer Dachterrasse dienlich sein.

Wird eine Baugenehmigung benötigt?

Ausschlaggebend für die Notwendigkeit einer Baugenehmigung ist neben dem Bundesland auch die Grundfläche, Tiefe und Höhe der Konstruktion. Bevor mit dem Vorhaben begonnen wird, sollte die Bauordnung des jeweiligen Bundeslandes in Augenschein genommen werden.

Genehmigungspflichtige Bundesländer:

  • Nordrhein Westfalen

  • Schleswig-Holstein

In den meisten Bundesländern sind Dachterrassen mit einer Grundfläche von bis zu 30 Quadratmeter und einer Tiefe von bis zu drei Meter nicht genehmigungspflichtig.

Aus welchen Materialien soll die Dachterrasse gebaut werden?

Als zukünftiger Dachterrassenbesitzer muss sich im Vorfeld Gedanken über die Lichtdurchlässigkeit und Witterung Gedanken gemacht werden. An Orten wo viel die Sonne scheint, sollte von einer nahezu lichtdurchlässigen Dacheindeckung Abstand genommen werden.

  • Lichtplatte: Die Lichtplatte ist nicht so strapazierfähig wie die Stegplatte, dafür aber günstiger im Einkaufspreis. Typisch für die Lichtplatte ist die Wellenform. Hergestellt werden die Platten aus PVC, Polycarbonat oder Acrylglas. PVC bei Lichtplatten lässt das Licht zu 85 Prozent durch. Getönte Platten erlauben einen Lichteinfall von 65 Prozent.

  • Stegplatten: Stegplatten oder Hohlkammerplatten werden aus Polycarbonat oder Acrylglas gefertigt und lassen viel Licht durch. Zudem sind Stegplatten sehr witterungsresistent und stabil. Stegplatten aus verstärktem Acrylglas sind besonders hagelbeständig.

  • Dachziegel: Das Material lässt kein Licht durch und ist besonders witterungsbeständig. Zudem verleiht der Dachziegel der Dachterrasse eine mediterrane Optik.

Das Dach richtig aufbauen

Die meisten Bausätze bestehen aus Holz. Wer eine Dachterrasse in Eigenregie baut, sollte einen Statiker hinzunehmen, denn bei Schneefall lastet ein großes Gewicht auf dem Dach. Der Statiker kennt Begriffe wie Eigenlast, Schneelast und Festigkeitsklasse. Trägerbalken sollten eine Stärke von 160x160 Millimeter haben. Dachbalken sollten 100x160 Millimeter stark sein.

Wird ein Streifenfundament benötigt?

Ein Streifenfundament (Weitere Informationen gibt es hier: www.hausjournal.net) wird in 90 Prozent der Fälle nicht benötigt. Es genügt ein Betonfuß oder verzinkter Pfostenträger. Letzteres schützt das Holz vor Feuchtigkeit, denn die Pfosten haben keinen direkten Bodenkontakt. Am bekanntesten sind die Bauarten H- und U-Träger.

Welche Kosten entstehen beim Bau einer Dachterrasse?

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Im Baumarkt gibt es Sets ab 500 Euro. Hauptsächlich hängt der Preis von den verwendeten Materialien ab. Eine Lichtplatte ist günstiger als eine Stegplatte. Einen schönen Kostenrechner gibt es hier: www.bauplan-bauanleitung.de.

Einige Tipps

Abschließend möchten wir noch einige Tipps geben. Bei der Wahl der Dachplatten sollte auf Milchglas oder ähnliches zurückgegriffen werden, da die Sonnenstrahlen nicht direkt durchbrechen. Ein Carport lässt sich mit etwas Arbeit in eine Dachterrasse umfunktionieren, und fragen Sie beim Holzhändler nach den Kosten für Zuschnitte.

Foto(s): www.dachplatten24.de