Dämmung eines Bodens unter einem Pultdach

Jürgen W.: "Ich bewohne ein Kleinsiedlungshaus mit einem Pultdach, Bj. 1933. Unter der Dachhaut beträgt die lichte Höhe zwischen den Balken min. 20 cm und max. 90 cm. Der Raum zwischen Zimmerdecke und Dachhaut ist durch Lüftungsgitter in den Außenwänden belüftet.
Ich möchte zur Wärmedämmung Styropor auf die Balken der Zimmerdecke legen. Für Styropor habe ich mich entschieden, weil es nicht auszuschließen ist, dass Nässe durch die Dachhaut eindringt (gerade erst passiert). Steinwolle z.B. würde sich dann vollsaugen.

Frage:
Muss ich eine Sperrfolie einbringen? Kann ich normale Styroporplatten (4 Lagen a5 cm dick) im Verbund verlegen oder muss ich Material mit Nut und Feder (Styrotect) verwenden? Gibt es Erfahrungswerte, ob solch eine Aktion überhaupt eine merkbare Verbesserung, z.B. durch weniger Heizkosten, bringt?"

Antwort des Baumarkt-Teams: "Hallo Jürgen,
Dein eMail und die Zeichnungen waren gut und ausführlich. Konstruktiv ist die alte Konstruktion gar nicht mal schlecht, sie erfüllt aber sicherlich nicht die heutige Energieeinsparverordnung.

Grundsätzlich gilt, je dicker die Dämmung, je besser. 20 cm sind also schon eine gute Lösung. Verlegung Nut/Feder ist besser, als das lose Auslegen.

Abe r: Bisher scheint es so zu sein, daß die Feuchtigkeit aus den Zimmern im Obergeschoß - und der Mensch gibt literweise Feuchtigkeit ab! - durch den Aufbau der Decke in den Zwischenraum des Pultdaches diffundiert und dort durch die eingebaute Entlüftung keinen weiteren Schaden anrichtet.

Wenn Du  auf  der Decke, also  unter  den Dämmplatten ("Dampfbremse") das Diffundieren der Feuchtigkeit unterbindest, bleibt diese im Tragwerk und der Zwischenschicht hängen. Schimmelbildung und Gebäudeschäden sind dann möglich. Die Dampfbremse müßte also fugendicht und mit absolut dichten Wandanschlüssen  unter  dem Tragwerk angebracht werden. Das bedeutet aber, daß die Feuchtigkeit in den Zimmern hängenbleibt, was dann bedenklich ist, wenn nicht richtig gelüftet wird. Der ganze Ärger mit Schimmelpilzen und feuchten Wänden hat fast ausschließlich damit zu tun, daß sich die Deutschen wind- und feuchtigkeitsresistent einkapseln - was nicht verkehrt ist -  aber  unzureichend lüften. Das alles will bei Deiner Maßnahme beachtet werden. Wie hoch die Energieeinsparung ist? Das können wir nur ganz grob schätzen - etwa 8 %."