Dachfenster - Abdämmungs- und Schwitzwasserprobleme!

(mit freundlicher Unterstützung der Firma VELUX)

Toni H.: "Ich habe zwei Fragen zu meinem Dachfenster:

  1. Bei meiner Aufdachdämmung (12 cm PU) bleibt zwischen dem Eindeckrahmen und der Dämmung ein ca. 4 cm breiter Spalt (dicke Dachlatte). Diesen Spalt habe ich mit PU Bauschaum ausgespritzt, um möglich winddichte Fenster zu erhalten. Nun kommt es bei allen Fenstern zu erheblichem Schwitzwasser in diesem Bereich, so daß die Holzverkleidung der Fensterlaibung unansehnlich wird und das Wasser sogar zu Boden tropft.
    Was kann man tun um dies zu vermeiden?

  2. Die Dachflächenfenster sind aus Holz. Im Bereich der Ecken der Fensterflügel kommt es zu Schwitzwasserbildung. Intensives Lüften und häufiges Abwischen führen zu keinem Erfolg, es bildet sich eine dunkle Verfärbung des Holzes (Schimmel?)!"

Antwort des Baumarkt-Teams: "Lieber Toni,
folgendes können wir Dir zu Deinen Fragen sagen:
  1. Hauptgrund für die Entstehung von Schwitzwasser unterhalb der Eindeckrahmenbleche ist in der Regel eine nicht dicht mit den Innenfutternuten der Dachflächenfenster verbundene Dampfsperre. PU-Schaum gewährleistet zwar eine gewisse Winddichtigkeit, aber für Wasserdampf besteht durch die ungleichmäßige porige Struktur eine hohe Durchlässigkeit. Der Wasserdampf kondensiert an den kalten Blechen und Wasser läuft durch den nicht wasserdichten PU-Schaum ins Innere des Daches bzw. in den Innenraum.

    Zusätzlich schwitzen Bleche und Ziegel. Das dabei entstehende Wasser läuft durch den porösen PU-Schaum zusätzlich ins Innere. Für die Aufdachdämmung gibt es Dämm- und Montagerahmen, die gerade den kritischen Übergangsbereich zwischen Fenster und Dämmebene winddicht und regensicher abdichten.

  2. VELUX-Holzfenster sind mit einem transparenten Dickschichtlack endbehandelt. Dieser Schutz führt dazu, daß die Fenster erst nach ca. zwei bis drei Jahren wieder nachlackiert werden müssen. Werden aber die Fenster großer Feuchtigkeit ausgesetzt (z.B. im Badezimmer) und fehlt zusätzlich eine Warmluftführung der Heizungswärme in den unteren Bereich des Flügels, kann der Lack auch innerhalb des o.g. Zeitraums Schaden nehmen und aufplatzen. Feuchte und Wärme sind dann ein idealer Nährboden für holzzerstörende Schimmelpilze.

    Diese Schimmelpilze müssen mit handelsüblichen Schimmelpilzentfernern beseitigt werden, die Lackschicht abgeschliffen und neu lackiert werden. Sowohl zu dem Problem "Schimmelpilz" als auch zu der Vorgehensweise des neu lackieren bietet Ihnen "baumarkt.de" und VELUX die richtigen Antworten.