Dachdämmung unter und über den Sparren

Mit 18 cm dicken Dämmstofflagen erzielen Sie unter dem Dach einen U-Wert von 0,20 W/m²K und erfüllen damit bereits die Kriterien der Energieeinsparverordnung. Folgende Verfahren stehen zur Auswahl:

Dämmung des Dachbodens
steild.gifDas Material wird lediglich fugendicht auf dem Boden ausgelegt. Im Neubau wird diese Variante allerdings kaum angewendet, da aufgrund der hohen Grundstückspreise und Baukosten die meisten Dächer inzwischen ausgebaut werden. Natürlich hat die Redaktion von baumarkt.de auch eine Fachinformation über den Dachausbau mit sichtbaren oder verdeckten Sparren in ihre Infothek eingebaut.

Dämmung über den Sparren
Im Neubau besonders vorteilhaft. Die vollflächige Verlegung von speziell für diesen Zweck entwickelten Dämmelementen aus Mineralwolle oder Hartschaum geht schneller von der Hand, als das Material zwischen die Sparren zu stopfen. Die nach außen verlegte Dämmschicht verringert weder die Wohnfläche noch werden die Gestaltungsmöglichkeiten beim Innenausbau eingeschränkt. Weil die Dachkonstruktion komplett hinter der schützenden Dämmschicht liegt, können Wärmebrücken etwa durch die Sparren gar nicht erst auftreten. Zudem fällt es von außen leicht, die erforderliche Dampfbremse so exakt anzubringen, dass keine Fugen und Ritzen entstehen. Bauschäden durch eindringende Feuchtigkeit treten deshalb seltener auf. Die Dampfbremsfolie stellt zugleich die Winddichtigkeit der Konstruktion sicher - und ist auch in dieser Beziehung, richtige Verlegung vorausgesetzt, zuverlässiger als eine Folie, die von der Innenseite her verlegt wird. Wichtig: Zugelassen sind nur typengeprüfte Systeme aus Mineralwolle- oder Polystyrolplatten, die entweder als Aufsparren- oder als Auflatt-System angeboten werden.

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Heimwerkerfreundlich: Dämmung zwischen den Sparren
Dämmung zwischen den Sparren
Wird von der Raumseite her gedämmt, bleibt die Wahl zwischen der Dämmung zwischen oder unter den Sparren bzw. einer Kombination beider Systeme. Klassische Methode im Altbau, weil auch in Eigenleistung einfach durchzuführen, ist die Dämmung zwischen den Sparren. Sie geht nicht auf Kosten der Wohnfläche. Die Dämmung zwischen den Sparren hat allerdings gleich mehrere Schwachpunkte:
  1. Da lediglich die Sparrenzwischenräume gedämmt werden, treten jeweils auf der Balkenbreite erhöhte Wärmeverluste auf, die den gewünschten Dämmerfolg um bis zu einem Drittel verringern können.
  2. Eine Dämmschicht von 16, 18 oder gar 20 cm Stärke ist im Nachhinein oft nur möglich, wenn die Sparren aufgedoppelt werden. Das bedeutet neben zusätzlichen Kosten einen Verlust an Wohnfläche.
  3. Der Fugenanteil ist zwangsläufig sehr hoch, zumal die Sparren quellen, schwinden und sich verziehen können. Das Dämmmaterial muss deshalb mit etwas Vorspannung in die Zwischenräume gepresst werden, damit es später entstehende Ritzen nahtlos ausfüllt. Diese Nachteile lassen sich vermeiden, wenn die Dämmung unterhalb der Sparren angebracht wird. Das natürlich geht auf Kosten der Wohnfläche. Sinnvoller ist es deshalb meist, zunächst die Sparrenzwischenräume zu dämmen und zusätzlich noch ein paar Zentimeter Dämmstoff unter den Balken anzubringen.