Dachbahn ("Dachpappe") auf Garagendach aufbringen

Was kann da schon kompliziert sein, fragt sich der Heimwerker. Kompliziert ist es auch nicht, aber der Ungeübte sollte sich nicht so ohne weiteres an diese Arbeit machen, denn es kommt dabei auch etwas auf das Gefühl an.

Arbeitsschritt 1: Die Dachbahn (üblicherweise eine besandete Dachbahn V13) wird mit "Pappnägeln" auf dem Holzdach befestigt. "Pappnägel" sind kurze Nägel mit sehr breitem Kopf.

Besteht das Garagendach aus Beton, entfällt natürlich die Dachbahn. Stattdessen wird ein bitumenartiger Schutzanstrich aufgebracht.

Arbeitsschritt 2: Eine Schweißbahn wird ausgelegt, also durch Auslegen vermessen. Dann wird die Bahn zur Hälfte aufgerollt. Die Unterseite der aufgerollten Bahn wird nun mit einem Brenner (sog. Dachdeckergerät) erhitzt und die heißgemachte Bahn Stück für Stück abgerollt und mit dem Fuß festgetreten. Insbesondere werden die Randstreifen so festgetreten, daß etwas von der flüssigen Kautschukmasse hervortritt.

Doch Achtung: Hierbei kommt es auf das Gefühl an bzw. auf die Erfahrung. Wer die Schweißbahn zu sehr erhitzt, bleibt man mit den Schuhen in einem heißen Brei stecken!

Arbeitsschritt 3: Ist die eine Hälfte der Schweißbahn verlegt, wird die andere Hälfte aufgerollt und auf dieselbe Weise verklebt.

Arbeitsschritt 4: Auf die Schweißbahn kommt nun zum Abschluß wieder eine "Dachpappe", diesmal nicht eine "besandete", sondern "beschieferte", also eine Dachbahn mit etwas gröberem Korn. Diese wird verklebt wie unter Punkt 2) beschrieben.