Carports geben den Autos Unterschlupf

unterschlupf1.jpg In vielen Familien gibt es mittlerweile mehrere Wagen. Oft gibt es aber, wenn überhaupt, lediglich eine Garage. Mindestens ein Fahrzeug steht somit auf der Straße. Nässe, pralle Sonne oder Schnee können ungehindert ihr Unwesen treiben. Das Aussehen des Fahrzeugs leidet. Um dem Leiden ein Ende zu setzen, ist ein Carport die preisgünstige Alternative zu einer Garage. Und welches Material wäre dafür besser geeignet als Holz? Es sieht nicht nur gut aus. Bei der richtigen Verarbeitung werden Sie zudem lange Freude an Ihrem Carport haben. Einige Überlegungen sollten vor dem Kauf eines Carports noch angestellt werden.

Bei der Größe des Carports ist abzuwägen: Wie viele Fahrzeuge sollen darin Platz finden? Sind in den nächsten Jahren Fahrzeugkäufe geplant, weil der Sohn beispielsweise den Führerschein macht und gar nicht daran denkt, sich eine eigene Wohnung zu suchen? Zudem sollte man Ein- und Aussteigen können, ohne irgendwelche Verrenkungen machen zu müssen. Die Abmessungen des Fahrzeugs müssen dabei ebenfalls mit berücksichtigt werden. Außerdem sollte man sich überlegen, was neben dem Fahrzeug noch im Carport untergebracht werden soll. Soll vielleicht ein Motorrad sein Plätzchen finden oder soll noch ein separater, abschließbarer Abstellraum hinzukommen?

Ob für den Carport eine Baugenehmigung benötigt wird, hängt vom jeweiligen Bundesland ab. Erkundigen Sie sich bitte bei der zuständigen Baubehörde. Von einigen Regelungen kann man befreit werden oder eine Ausnahmeregelung beantragen, die meist erteilt wird. Durch die offene Einfahrt kann der Carport zum Beispiel näher zur Straße gebaut werden als eine Garage, wenn es sich um eine wenig befahrene Nebenstraße handelt. Bis zu einer Größe von 40 Kubikmeter umbauter Raum ist in den meisten Bundesländern die Errichtung eines Carports genehmigungs-
frei. In Sachsen-Anhalt ist dies sogar bis zu einer Fläche von 50 Quadratmetern der Fall.

unterschlupf2.jpg

Verschiedene Dachformen bieten Raum für Individualität



Mitentscheidend für den Gesamteindruck des Carports ist das Dach. Man kann zwischen verschiedenen Dachformen und Dachmaterialien wählen. Die einfachste Variante ist ein Flachdach. Zusammen mit einer Dacheindeckung mit PVC-Profilplatten bildet diese Kombination die preisgünstigste Lösung. Die Platten sind lichtdurchlässig und verlegeleicht. Sie lassen aber auch den Dreck sichtbar werden, der sich nach und nach auf dem Dach ansammelt. Wer etwas für die Umwelt tun möchte, kann sein Flachdach auch begrünen. Das Gründach gibt es übrigens auch in der Spitzdach-Variante. Womit wir bei der attraktiven Alternative zum Flachdach sind - dem klassischen Satteldach. Hierbei sind die Varianten so vielfältig wie bei Hausdächern: Es gibt Brettbinder- und Balkenbinder-Versionen, als Belag kommen Bitumen, Schindeln oder Pfannen in Frage. Wie man ein Dach mit Dachpfannen deckt, können Sie hier in einer ausführlichen Anleitung nachlesen. Wichtig ist auf alle Fälle, dass das Dach des Carports mit dem Dach des Hauses harmoniert. Auch die Farbe des Holzes sollte mit dem Haus harmonieren. Zur Auswahl stehen Naturtöne, aber auch deckende Farben wie Weiß, Grün oder Blau.

Rasenmäher, Fahrräder oder Werkzeug finden ebenfalls Unterschlupf



Wie bereits angeklungen, bietet ein Carport nicht nur Platz für Autos. Auch andere schützenswerte Dinge wie Fahrräder, Rasenmäher oder Werkzeug finden Unterschlupf in einem zusätzlichen Stauraum. Dafür werden lediglich vier Pfosten und vier Wandelemente benötigt. Die Wandelemente sind mit Schalhölzern belegte Rahmen. Qualitätsunterschiede stecken im Detail. Bei einfachen Ausführungen sind die Wände getackert oder genagelt. Bei hochwertiger Verarbeitung sind sie mehrfach geschraubt.

unterschlupf3.jpg

Carport selbst bauen oder Experten ran lassen?


Bleibt zum Abschluss der Überlegungen noch zu klären, ob man den Carport selbst bauen oder einen Experten ran lassen möchte. Bei den Plänen sollte auf alle Fälle der Fachmann zu Rate gezogen werden. Begabte Handwerker können sich dann die Materialien beim Holzhändler selbst besorgen und den Carport in Eigenregie errichten. Dabei ist besonders auf die sorgfältige Verankerung der Stützen zu achten. Als Holz für den Carport-Bau werden kesseldruckimprägnierte Kiefer oder Douglasie verwendet. Falls Sie besonderen Wert auf Stabilität und Haltbarkeit legen, dann nehmen Sie Bongossi-Hartholzpfosten für das Ständerwerk.

Wer nicht nach eigenen Plänen bauen möchte, kann sich einen fertigen Bausatz neben Anleitung an das Haus liefern lassen. Der Markt bietet eine Vielzahl an Modellen verschiedener Anbieter wie KWP Nordland-Carport. Ob Bausatz oder Eigenregie, dem Untergrund sollte ebenfalls Beachtung geschenkt werden. Wir empfehlen, den Untergrund nicht zu versiegeln, sondern mit Rasengittersteinen oder gar nur Schotter zu belegen. Das hat zum einen den Vorteil, dass sich keine Pfützen bilden, die im Winter auch gefrieren können. Zum anderen leisten Sie einen Beitrag zum Umweltschutz, wenn Regenwasser direkt versickern kann und nicht in die Kanalisation gelangt. Denn je mehr Flächen versiegelt sind, desto größer ist die Gefahr von Überschwemmungen.