Bodenvorbereitung für Heckenpflanzung

Die vom Autor vorgestellten Gehölze für eine Hecke wachsen im Prinzip in jedem (gut aufbereiteten) Boden und in der Sonne ebenso wie im Halbschatten. Auch sind diese Gehölze wind- und sturmerprobt. Allerdings kann auch ein balliertes Gehölz kläglich eingehen, wenn man das Verbessern des Bodens vergißt.

Liegt Ihr Haus und damit der Garten in einem Neubaugebiet, dann müssen Sie damit rechnen, dass Planierraupen, Kranwagen und dergleichen den Boden extrem verdichtet haben. Das wird in der Regel dadurch kaschiert, dass eine dünne Schicht Mutterboden ausgebracht wird. Gräbt man einen Spatenstich tief, merkt man die Misere. Und man merkt auch noch etwas anderes, dass nämlich die Bauhandwerker Ihre Beton- und Putzreste im "Umland" verteilt haben. Ganze und halbe Ziegelsteine 30 cm unter der Erde sind keine Seltenheit. Und manchmal fördert man Metallteile oder zerschlagene WC-Schüsseln zu Tage. Solche "Böden" müssen aufgelockert werden, so tief es Ihre Armkraft zuläßt (ev. Gartenfräse in einem Maschinenverleih mieten). Und natürlich muss das verdichtete, klumpige Boden mit einem Gemisch aus Sand und Rindenmulch auflockert werden.

Ist Ihr Gartenboden ein ehemaliger Ackerboden, haben Sie meistens die gute Karte gezogen. Jedoch sind lehmige Ackerböden ebenso von Übel, wie sandige (es sei denn, Sie wollen Spargel anbauen). Bei lehmigem Boden müssen Sie das Boden auflockern wie beschrieben. Stellen Sie beim Graben des Pflanzlochs fest, dass sich nur einen Spatenstich tief auf gelblichen, tonigen Boden stoßen, dann könnten Sie hier eigentlich eine Ziegelei gründen. Tonige Böden müssen Sie tief ausheben, um stauende Nässe zu vermeiden - der Tod jeder Anpflanzung. Bei sandigen Böden sollten Sie Löß oder Humus anfahren lassen und diesen mit dem sandigen Boden vermischen.

Nun werden Sie fragen: Was ist mit Torf, was mit Kompost? Torf gehört - von wenigen Ausnahmen abgesehen - überhaupt nicht in den Garten. Obwohl in jedem Gartencenter allgegenwärtig und häufig als "Düngetorf" angeboten, enthält Torf praktisch keine Pflanzennährstoffe; Torf hat zudem einen sehr niedrigen ph-Wert und versauert somit den Boden. Das führt zu Nährstoffmangel und zwingt zu zusätzlicher Düngung. Wegen seines Wasserhaltevermögens, dass der Torf jedoch in wenigen Jahren verliert, wird er gerne sandigen Böden beigemischt. Ich sage Ihnen: Mischen Sie Kompost und Rindenhumus bei, das ist wesentlich besser.

Kompost können Sie jedem Boden beimischen, es muss sich jedoch um gut verrotteten Kompost handeln. Sie können diesen gut verrotteten Kompost bis zu 20% dem vorhandenen Boden beigeben. Je weitere 40% sollten Humus/Rindenhumus und der vorhandene Boden sein. Dieses mehrfach gut vermischt ist die Garantie dafür, dass Ihre Hecke anwächst.

Und was ist mit dem Dünger? Mischen Sie auf keinen Fall mineralischen Dünger ("Blaukorn") in die Pflanzerde. Wenn Sie später einmal im Jahr düngen, verwenden Sie am besten getrockneten Rindermist (gibt es in Säcken zu kaufen) und Knochenmehl. Hornspäne sind ebenfalls gut geeignet, aber nur, wenn der Boden nicht sowieso schon mit Stickstoff überversorgt ist.