Bodenschädlinge im Rasen biologisch bekämpfen

Sattgrün, dicht gewachsen und exakt 16 Millimeter hoch: So soll er aussehen, der typische englische Rasen. Er gilt vielen Gärtnern als der Inbegriff einer idealen Grasfläche. Während auf einer Wiese auch Kräuter, Stauden und Blumen gedeihen, besteht der Rasen ausschließlich aus Gräsern, deren Vegetationspunkt knapp über dem Boden liegt. Regelmäßiges Mähen schadet daher nicht, sondern regt im Gegenteil das Wurzelwachstum an und kräftigt damit die Pflanze. Das Säen der Samen beginnt man am besten im späten Frühling, wenn kein Bodenfrost mehr auftritt. Regelmäßiges Düngen, Mähen und Wässern sind ebenfalls wichtig, um ein schönes und einheitliches Rasenbild zu erhalten.

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Was aber, wenn trotz aller Pflege plötzlich gelbe Flecken im grünen Gras auftauchen und der Rasen sich wie ein Teppich hochheben lässt? Dann sind häufig Engerlinge von Gartenlaubkäfern oder auch Larven von Wiesenschnaken und Maulwurfsgrillen am Werk. Die Schädlinge fressen im Verborgenen und können große Schäden anrichten. Sie alle halten sich im Boden an den Wurzeln der Pflanzen gütlich und können so die Pflanzen zum Absterben bringen. Erste Symptome sind gelbe Flecken und Stellen, an denen sich das ehemals satte Grün einfach hochheben lässt. Die Wurzeln sind abgefressen und im Boden sind die etwa 1,5 Zentimeter langen Engerlinge sichtbar.

Allerdings muss niemand tatenlos zusehen, wie sein liebevoll gepflegter Rasen langsam, aber sicher zunichte gemacht wird, denn gegen die Schädlinge wirken nützliche HM-Nematoden. Diese mikroskopisch kleinen Fadenwürmer kommen natürlicherweise auch im Boden vor, jedoch nicht in ausreichender Anzahl. Erhältlich sind die Nützlinge, die Engerlinge und Co rein biologisch bekämpfen, über Bestell-Sets im Gartenfachhandel. Zur Behandlung des Rasens werden die HM-Nematoden einfach in Wasser eingerührt und mit der Gießkanne auf den befallenen Boden gegossen. Dort dringen sie in die Schädlingslarven ein und töten sie ab. Sind keine Larven mehr im Boden vorhanden, verhungern die fleißigen Helfer. Keine Angst: Bei dem rein biologischen Verfahren besteht weder für Mensch noch Haustier eine gesundheitliche Gefahr.

Weitere Informationen sind unter www.neudorff.de erhältlich.