Bodenplatte oder Streifenfundament

Alexandra S.: Wir wollen ein Haus bauen und die ersten Probleme stellen sich bereits nach dem Aushub ein. Vorgabe war auf der hangabfallenden, sowie unter den beiden in Hangrichtung verlaufenden Seiten des Hauses ein bewehrter Fundmentstreifen (BxH=500x 1200) sowie eine tragende, bewehrte Bodenplatte. Jetzt behauptet der Statiker des Bauunternehmens, dass dies nicht ausreichen würde und eine freitragende Bodenplatte auf die Fundamente gelegt werden müßte. Wer kann mir sagen, worin der Unterschied denn liegt?

Antwort des Baumarkt-Teams: Hallo Alexandra,
wir wissen nicht, was Ihr Statiker unter tragender oder freitragender Bodenplatte versteht. Wir erklären Ihnen aber mal, welche beiden Möglichkeiten bei einem Einfamilienhaus normalerweise angewendet werden. Entweder kommt ein Streifenfundament oder eine Fundamentplatte zum Einsatz. Für ein Streifenfundament müssen zunächst Fundamentgräben ausgehoben werden und anschließend zusammen mit der Bodenplatte betoniert werden. Diese Bodenplatte ist lediglich 8-10 cm dick und braucht nur eine leichte Bewehrung zur Verhinderung von Rissbildung. Die betonierte Fundamentplatte ist etwa 25 cm dick und braucht richtig viel Bewehrung. Dafür fallen die Fundamentstreifen weg und ist daher einfacher herzustellen und zudem auch für schwierige Bodenverhältnisse geeignet. Der Nachteil von solch einer stabilen Fundamenplatte ist der Preis, der um einiges höher liegt, als bei einem Streifenfundament.