Blechbearbeitung — eine kleine Fachkunde

Man unterscheidet folgende Arten der Blechbearbeitung:

Anreißen


ist das Zeichnen mit einer Reißnadel auf Blech.

Bohren


ist das Herstellen eines runden Loches mit einem spanabhebenden Werkzeug, dem Bohrer.

Bördeln
ist eine Form der Blechbearbeitung insbesondere von Stirnscheiben, bei der ein schmaler Rand des Bleches um 90 Grad umgebogen wird.

Biegen


ist eine Form der Blechbearbeitung zum Herstellen von Profilen.

Durchsetzen
ist das Abkröpfen einer Blechkante und die Blechdicke. Dadurch entsteht an einer Blechüberlappung keine Erhöhung.

Entgraten


ist das Beseitigen des dünnen, scharfen Randes an Blech, das z.B. geschnitten wurde.

Falzen


ist eine Form der Blechbearbeitung ohne zusätzliche Verbindungsmittel, bei der die Ränder der Bleche so umgebogen, zusammengedrückt und gekröpft werden, daß sie sich ineinander verhaken.

Runden


ist das Biegen eines Bleches um eine gerade Kante.

Schneiden


ist das spanlose Trennen von Blechen.

Schweifen


ist eine Form der Blechbearbeitung, bei der der Rand eines Bleches maschinell oder manuell durch Hämmern verformt wird.

Sicken


ist eine Form der Blechbearbeitung zum Herstellen vertiefter oder erhöhter dreieckiger, halbrunder oder kastenförmiger Verformungen in Blechen zum Zwecke des Versteifens, des Stabilisierens von ebenen oder gebogenen Blechen oder zum Verbinden von Teilen einer Ummantelung.

Stanzen


ist eine Form der spanlosen Blechbearbeitung, z.B. zum Herstellen der Löcher für Schrauben und Nieten.

Umschlagen


ist eine Form der Blechbearbeitung, bei der der Rand des Bleches um 180 Grad umgebogen wird.