Betondecke im Dachgeschoss dämmen

Udo H.: Zur Wärmeisolierung möchte ich den Betonboden meines nur ca. 1,20 Meter hohen und nicht weitergenutzten Dachgeschosses dämmen. Hierzu benötige ich aber noch einige Informationen: Wird eine Dampfsperre benötigt? Welches Material ist geeignet? Wie gehe ich vor?

Antwort des Baumarkt-Teams: Lieber Udo,
es gibt - wie immer im Leben - mehrere Lösungen:

Es können Dämmplatten angebracht werden, die auf Nut und Feder verlegt werden. Die Dämmplatten sind aus Hartschaum, werden in verschiedenen Stärken angeboten (18 cm wäre z.B. eine gute "Dämmdicke") und sind begehbar - zumal dann, wenn Du Dich für eine Estrichplatte entscheidest.

Es kann aber auch eine Trockenschüttung aus Ton-, Trass- oder Lavagestein ausgebracht werden, wobei die Schütthöhe rundum an der Wand zu markieren ist. Es muss aber - je nach Material 10 - 15% mehr   ausgebracht und dann verdichtet werden. Auf die Schüttung können dann Bau- oder Estrichplatten verlegt werden.

Du kannst auch eine Balkenkonstruktion anlegen, diese mit Mineral-, Steinwolle oder Styropor ausfüllen und dann auf den Balken die Dämmplatten verlegen.

Von Holzwerkstoffplatten (Spanplatten) raten wir Dir ab, da diese immer eine Restfeuchte enthalten und sich "aufschüsseln" können - es sei denn, Du bringst direkt nach dem Verlegen auf den Spanplatten den eigentlichen Oberboden an - etwa einen Teppichboden. Aber das macht bei einem "Kriechdachboden" ja keinen Sinn.

Eine Baufolie einzuziehen, und zwar zwischen Dämmmaterial und den Bodenplatten/Estrichplatten, macht immer Sinn.