Betonbodenplatte weist Risse auf

Jens K.: Ich beabsichtige, ein Mehrfamilienhaus mit Tiefgarage im Keller zu erwerben. Die nicht tragende Bodenplatte soll aus (teilweise bewehrtem) WU-Beton bestehen und weist mehrere, bis 6m lange und bis zu 1,5 cm (!) breite Risse auf. Die Kellerwände haben teilweise Durchfeuchtungsschäden (Ausblühungen) bis in 0,5m Höhe über der Bodenplatte. Meiner Kenntnis nach treten Setzungsrisse nur in tragenden Fundamentplatten auf. Das Grundwasser (HGW) liegt etwa 1m unter der Bodenplatte. Können Sie mir erklären, welche Ursachen derartige Risse haben? Verbreitern sie sich noch? Können derart breite Risse erfolgreich verpreßt werden? Wenn ja, mit welcher Art Verpreßmittel?

Antwort des Baumarkt-Teams: Lieber Jens,
Betonschäden und Betonsanierung sind ein sehr komplexes Thema, dem sich ganze Fachzeitschriften widmen. Der Schaden in der Bodenplatte ist bedenklich. Er kann viele Ursachen haben: Erdbewegungen, Bergschäden, unsachgemäßer Aufbau der Bodenplatte, fehlende oder unzureichende Bewehrung und dergleichen. Die Feuchtigkeit in der Mauer kann auch mehrere Gründe haben. Belüftungsschäden (sehr oft der Fall), fehlerhafte Isolierung der Außenschale, mangelhafte Perimeterdämmung etc. Sie sollten unbedingt vor dem Kauf einen Sachverständigen hinzuziehen - und zwar einen für Fragen der Betonsanierung. Auch sollten Sie sich die Baupläne und die Statik vorlegen lassen. Per Ferndiagnose können wir leider nichts machen.