Beton — seine Geschichte, Vorteile und Nachteile

Über die Vorzüge des (fast) unverwüstlichen Betons



Beton gilt als sicherer, um nicht zusagen fast unverwüstlicher Baustoff. Er hat sich also bewährt. Beton muss aber bewehrt werden, damit er da, wo Zugbewegungen auftreten, nicht reißt. Grundsätzlich hat Beton eine hohe Festigkeit und kann in beliebige Formen gebracht werden. Und er ist „langlebig“, wie man in vielen Städten beobachten kann, wo riesige Luftschutzbunker aus Beton seit inzwischen fast 80 Jahren vorzufinden sind — aber auch Beton hält nicht ewig. Zu den Vorzügen von Beton gehören auch die guten Schalldämmeigenschaften. Letztendlich kann kein modernes Bauwerk vom Eigenheim bis zum Hochhaus gebaut werden ohne ein Fundament aus Beton.

Nachteile von Beton

Nachteilig wirkt sich hingegen seine hohe Dichte in Bezug auf die Wärmedämm-Eigenschaften aus. Eine Betonaußenwand oder die Bodenplatte eines nicht unterkellerten Gebäudes muss immer mit einer zusätzlichen Wärmedämmung versehen werden, um die Bestimmungen der Energieeinsparverordnung einzuhalten. Von Nachteil ist auch, dass der an sich hochstabile Beton Alterungsprozessen unterworfen ist — zumal dann, wenn die in den Beton eingearbeiteten Betonstähle zu rosten beginnen und chemische Reaktionen unter Einwirkung von Luft und Wasser einsetzen.

Geschichte des Beton

Das Wort Beton stammt von dem lateinischen Wort "bitumen" ab (eigentlich Asphalt oder Erdpech). Durch die Übernahme ins französische wurde "bitumen" zu "béton". Hier bedeutet es Stein-, Grob- oder auch Gussmörtel. Die Anfänge des neuzeitlichen Zementbetonbaus liegen etwa 100-120 Jahre zurück, zu Ende des 19. Jahrhunderts.

Rohstoff und Herstellung von Beton

Beton ist ein Gemenge aus Zuschlagstoffen und Zement. Dieses wird unter Zugabe von Wasser gemischt und kann dann in nahezu beliebige Formen gegossen werden. Zuschlagstoffe sind im Allgemeinen Kies oder Splitt. Als Bindemittel dient Zement.

Festigkeit des Betons

Wichtig bei der Wahl der Zuschlagstoffe ist die Abstufung der Korngrößen. Ein Beton, der nur aus Kieseln einer Größe besteht, besitzt keine guten Eigenschaften. Man kann ihn nicht genügend verdichten und man benötigt zu viel Zement, um die Körner "aneinanderzuleimen" - außerdem besitzt er nur eine geringe Festigkeit. Man kann sich dies an einem Beispiel aus der Küche gut vorstellen: Erbsen, die in ein Einmachglas gefüllt werden, können nicht gut verdichtet werden, es bleiben immer große Hohlräume übrig. Viel besser ist es daher, so genannte gestufte Körnungen zu verwenden. Die verschiedenen Korngrößen werden so gewählt, dass fast alle Hohlräume von (billigem) Zuschlagstoff ausgefüllt werden. Der Zement fungiert beim "Einbringen" des Betons als Schmiermittel und übernimmt beim Aushärten dann nur noch die Aufgabe, die Körner miteinander zu verkleben.

Vorteile bei Verwendung verschiedener Korngrößen

  • Man benötigt weniger Zementleim (billiger).
  • Der Beton besitzt eine höhere Festigkeit, da das Korngerüst homogen ist.
  • Der Beton ist besser zu verarbeiten.
  • Der Beton ist besser zu verdichten.
  • Die Kosten werden reduziert.

Verwendung und Einsatzgebiete von Beton

Da sich Beton in nahezu beliebige Formen gießen lässt, ist seine Verwendung so vielfältig wie die Formen selber. Aufgrund der speziellen Anforderungen an den Stahlbeton sind allerdings keine beliebig filigranen Bauteile möglich. Die nötige Überdeckung der Bewehrung, die Durchmesser der Stahleinlagen und der Zuschlagkörner legen die Bauteilabmessungen weitgehend fest.

Beton, besser Stahlbeton, ist der Baustoff schlechthin. Es gibt fast keine Beschränkung, was seine Einsatzmöglichkeiten angeht. Seine Verwendung im "normalen" Hochbau reicht von den Fundamenten und der Bodenplatte zu den Kellerwänden, von den Geschossdecken über die Stützen und Balken zu den Treppen. Im Ingenieurbau kommen vorgespannte oder schlaff bewehrte Balken als Brückenträger zum Einsatz.

Man denke an Schornsteine oder Kühltürme, Staumauern oder Winkelstützwände, überall wird Stahlbeton verwendet.

Beton beim Kellerbau


Keller werden hauptsächlich aus Beton hergestellt, häufig aus vorgefertigten Betonwänden. Wenn Sie sich speziell über Betonkeller informieren wollen ("weiße Wanne"), dann klicken Sie hier.

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