Bauplan Gartencouch: Multifunktions-Gartenmöbel als Bank und Gartenliege

Biertischgarnitur

Wir haben für Sie eine multifunktionale Gartencouch entwickelt, die viel mehr kann als nur Sitzgelegenheit sein. Setzt man eine oder mehrere Lehnen ein, lassen sich viele unterschiedliche Sitz und Liegevarianten kreieren. Besonders zueinander versetzte Lehnen ergeben eine sehr schöne und kommunikationsfördern­de Sitzposition. Es können bis zu vier Rückenlehnen gleichzeitig auf der Bank eingesetzt werden. Für die Beine der Bank haben wir Edelstahl verwendet. Dies hat zum einen ästhetische Gründe, zum anderen hat es den Vorteil, dass die Beine nicht auf Grund von Feuchtigkeit oder Ungeziefer verrotten. Die Bank selbst ist aus Lärchenholz; alle Leisten haben den gleichen Querschnitt. Eine Übersicht über weitere geeignete Gartenhölzer und was darunter zu verstehen ist, haben wir für Sie auf baumarkt.de zusammengestellt. Die Verbindungen zwischen Metall und Holz bestehen aus wasserbeständigen Holzdübeln (8x 50, Eiche oder Sipo). Bei einigen Arbeitsschritten sind helfende Hände von Vorteil. Auch benötigen Sie etwas Geduld, um Stück für Stück Ihre persönliche Bank zu bauen. 

Schritt 1: Leisten zuschneiden und Schnittkanten entgraten

Leisten auf angegebenes Maß zuschneiden
Kunststoffkappe verwenden

Alle Leisten der Bank werden mit einer Hand- oder Tischkreis­säge auf das in der Materialliste angegebene Maß zugeschnitten. Wenn Sie eine Handkreissäge mit Führungsschiene benutzen, können Sie mehrere Leisten mit einer Zwinge zusammenspannen und diese gemeinsam zusägen. Die Vierkantrohre aus Edelstahl schneiden Sie mit einem Winkel­schleifer oder einer Metallsäge auf das passende Maß zu. Ent­graten Sie anschließend die Schnittkanten mit einer Feile. 

Schritt 2: Holzleisten schneiden und in das Edelstahlrohr einkleben

Schleifen der Leisten

Schneiden Sie Holzleisten, die innen in das Edelstahlprofil pas­sen, auf der Tischkreissäge zu. Diese Holzleisten werden mit PU-Kleber (Polyurethan) in das Edelstahlrohr eingeklebt. Beim Einkleben setzen Sie eine Kunst­stoffkappe unten auf das Rohr auf. Nachdem der Kleber getrock­net ist, wird auf der. Ober­seite die überstehende Holzleiste mit einer Handsäge abgeschnitten. Mit einem Hand­schleifklotz schleifen Sie dann die Leiste oben vollständig mit dem Edelstahl bündig.

Schritt 3: Gestellteile markieren

Löcher in die Edelstahlbeine bohren

Markieren Sie die einzelnen Gestellteile mit dem Schreiner­dreieck. Dadurch können Sie am Schluss problemlos jedes Teil genau seiner Position zuordnen. 

Schritt 4: Löcher in Edelstahlbeine bohren und entgraten

Positionen der Bohrlöcher

In die Edelstahlbeine werden 10 mm Löcher für die Dübel ge­bohrt. Dazu werden die Dübel­löcher angezeichnet und vorge­körnt. Zunächst bohren Sie mit einem 5 mm Bohrer vor, danach wird das eigentliche Loch mit einem 8 mm Bohrer gebohrt. Damit die Löcher möglichst senk­recht werden, können Sie entweder einen Bohrständer oder eine Dübelschablone benutzen. Entgraten Sie die Bohrlöcher im Edelstahl mit einem Kegelsenker.

Schritt 5: Dübelschablone einsetzen

Dübelschablone einzusetzen

Mit Hilfe von Dübelspitzen, die in die Bohrlöcher gesteckt werden, werden die Positionen der Bohr­löcher auf die sog. Zar­gen (Pos. 3 und 4) übertragen.

Schritt 6: Löcher in das Querholz der Streben bohren

Position der Löcher und der Streben

An den im Holz entstandenen Markierungen bohren Sie die Löcher für die Dübel. Benutzen Sie hierzu einen Holzbohrer mit Zentrierspitze und einen Tiefenanschlag. Auch hier ist es wieder sinnvoll eine Dübelschablone einzusetzen. An den im Holz entstandenen Markierungen bohren Sie die Löcher für die Dübel. Benutzen Sie hierzu einen Holzbohrer mit Zentrierspitze und einen Tiefenanschlag. Auch hier ist es wieder sinnvoll eine Dübelschablone einzusetzen. Bohren Sie die Dübellöcher für die Verbindung zwischen den unteren Zargen (Pos. 3) und den Längsstreben (Pos. 5). Dazu zeich­nen Sie zunächst die Posi­tion der Löcher und der Streben auf den Zargen an und bohren die Löcher mit einem Holzbohrer mit Tiefenanschlag. Dann wer­den auch diese Löcher mit Hilfe von Dübelspitzenauf die Längs­streben übertragen. Bohren Sie die Löcher in das Querholz der Streben. Die Bohr­ungen für die Verbindungen zwischen Längs- und Querstre­ben (Pos. 5 u. 6) werden auf die gleiche Art hergestellt. Runden oder fasen Sie die Holzkanten (Kantenfräse oder Handschleif­klotz).

Schritt 7: Klebeharz anmischen und Bankseiten verkleben

Das Klebeharz
Einzelteile verspannen

 Das Klebeharz wird im Verhältnis 2:1 (Harz:Härter) an­ge­mischt, allerdings zunächst nur so viel, dass Sie eine der beiden Bankseiten verkleben können. Der Kleber wird erst in die Löcher im Querholz gege­ben. Dann schlagen Sie die Dübel bis zum Grund des Bohr­loches ein. Geben Sie Kleber in die Löcher der Beine und steck­en Sie alles zusammen. 

Schritt 8: Einzelteile mit Zwingen verspannen

Einzelteile verspannen

Mit Zwingen werden die Einzelteile verspannt. Kontrollieren Sie, ob alles im rechten Winkel zuein­ander sitzt und korrigieren Sie durch Versetzen der Zwinge.

Schritt 9: Seitenteile miteinander verkleben

Baugruppen miteinander verkleben

Verkleben Sie auf die gleiche Art das zweite Seitenteil und die Streben (Pos. 5 u. 6) mitein­ander. Wenn der Kleber der Einzelteile ausgehärtet ist, wer­den alle Baugruppen mitein­ander verklebt. Legen Sie dazu eine rechtwinklige Platte unter, die genauso groß oder etwas größer als die Bank ist.

Schritt 10: Gestell am Rand der Platte ausrichten

Gestell am Rand der Platte ausrichten

Vor dem Ansetzen der Zwingen richten Sie das Gestell am Rand der Platte aus und spannen Sie es fest. Falls Sie keine langen Zwingen besitzen, können Sie auch zwei Zwingen in der Mitte zusammen verwenden (siehe Bild Nr. 4.2).

Schritt 11: Überschüssigen Kleber entfernen

Überflüssiger Kleberschleier

Der überschüssige Kleber wird mit einem scharfen Stemmeisen und etwas Aceton (Lappen) entfernt. Falls ein Kleberschleier auf dem Edelstahl zurückbleibt, kann dieser mit feiner Stahlwolle entfernt werden.

Schritt 12: Leisten für die Sitzfläche zusammenspannen

Leisten für die Sitzfläche zusammenspannen
Leiste an der Längskante festspannen

Sowohl die Leisten für die Sitzfläche (Pos. 8) wie auch die Auflageleiste (Pos. 7) darunter werden rundherum gerundet oder gefast. Spannen Sie alle Leisten für die Sitzfläche zu­sammen und legen Sie auf einer Seite bündig eine Auflageleiste darauf. Der Überstand der Leiste wird gemessen und durch die Anzahl der Leisten minus eine Leiste geteilt. Dadurch erhalten Sie das genaue Abstandsmaß. 

Schritt 13: Latten zuschneiden und erste Leiste an der Längskante festspannen

Leisten ausrichten

Schnei­den Sie sich auf der Tischkreissäge zwei Latten mit genau diesem Maß zu. Messen Sie diese Abstandslatten mit der Schieblehre nach. Benutzen Sie auch jetzt wieder eine recht­wink­lige Unterlage (alte Zimmertüre) und spannen Sie die erste Leiste an der Längskante fest. Die anderen Leisten werden an der ersten angelegt und ausgerichtet. Zeichnen Sie mit einem Winkel an, wo die Auflageleisten festgeschraubt werden.

Schritt 14: Schraublöcher bohren und Leisten festschrauben

Befestigen der Leiste
Raue Stellen nachschleifen

Bohren Sie die Schrauben­löcher (für Spax 4x 45) für die Befestigung der ersten und der letzten Leiste in die Auflageleiste und schrauben Sie die Leisten fest. Legen Sie die Abstands­latten dazwischen und bohren Sie jeweils das Schraubenloch zum Befestigen der nächsten Leiste. Schrauben Sie nach dem Bohren die Leiste fest. Es ist hilfreich, wenn Sie einen zweiten Akkuschrauber oder eine Bohrmaschine benutzen. Wenn die Sitzfläche verschraubt ist, wird sie auf das Gestell aufgelegt und ausgerichtet. Zeichnen Sie am Gestell die Positionen der Löcher für die Befestigungsschrauben an und bohren Sie diese. Verschrauben Sie Gestell und Sitzfläche miteinander (Spax 4x 70). Zerlegen Sie nun die Bank in Gestell und Sitzfläche und schleifen Sie raue Stellen mit einem Exzenterschleifer nach. Kleben Sie vor der Oberflächen­behandlung die Edelstahlrohre mit Kreppband ab, das erspart unnötige Reinigungsarbeiten.

Schritt 15: Leisten schneiden und miteinander verbinden

Leisten für die Rückenlehnen
Rückenlehne

Die Leisten für die Rücken­lehnen werden auf der Unter­seite schräg geschnitten (20 Grad). Die Leisten werden mit schräg geschnittenen Abstands­klötzen miteinander verbunden. Zunächst verkleben Sie immer einen Abstandsklotz und eine Leiste. Da die Klebeflächen hier relativ groß sind, sind keine Verbinder oder Schrauben nötig. Ein Anschlag ist hilfreich, um ein Verrutschen der Klötze auf den Leisten zu verhindern. 

Schritt 16: Winkel verkleben

Wasserfesten Kleber verwenden

Zum Verkleben der einzelnen Winkel, die später die Rückenlehne bilden, wird eine einfache Scha­blone angefertigt. Diese besteht aus einer Grundplatte, auf der man die Form der Lehnenteile anzeichnet. Jeweils an den beiden Außenseiten und auf der Unterseite befinden sich An­schlag­leisten. Der Ausschnitt an der linken Kante ist dazu da, die Zwinge besser ansetzen zu können. Für die Verklebung wird ein sehr schneller, wasserfester PU-Kleber (Ponal X-PERT Turbo­kleber) verwendet, um längeres Warten zu vermeiden. Verkleben Sie die Leisten miteinander. Achten Sie darauf, dass die Kanten an den Anschlä­gen anliegen.

Schritt 17: Dreiecke zur Rückenlehne verkleben

Winkel zu einer Tischkante ausrichten

Sobald alle Drei­ecke fest sind, werden sie zur Rückenlehne verklebt. Richten Sie das erste Dreieck im rechten Winkel zu einer Tischkante aus und spannen Sie es fest. Verkle­ben Sie nach und nach die ein­zel­nen Dreiecke miteinander. 

Schritt 18: Löcher in die Rückenlehne bohren und Edelstahl-oder Alurohre einkleben

Edelstahl- oder Alurohre
Gartencouch mit Öl streichen

Unten in die Rückenlehne werden vier 15 mm große Löcher gebohrt (Bohrtiefe 10 mm). In diese Löcher werden Edelstahl- oder Alurohre ein­geklebt. In diese Alurohre ste­cken Sie zuvor einen passenden Holz- Rundstab. Die Holz-Alu­rohre schneiden Sie auf das angegebene Maß ab und kleben sie in die Löcher. Die Rohre sollten möglichst gerade sitzen. In die Unterseite der Holz-Alu­rohre bohren Sie Löcher (5 mm) und schrauben (Spax 5x 70) die Sicherungsklötze dagegen. Damit sich die Klötze leichter drehen lassen, wird jeweils eine Beilagscheibe zwischen Hülse und Klotz gelegt. Die seitlich angesetzten Zwingen verhin­dern, dass die Schraube das Holz spaltet. Entfernen Sie alle Kleberreste und streichen Sie Ihre Gartencouch mit wasserfes­tem Öl oder einer Lasur.

Maschinenliste
- Eisensäge
- Feile
- Winkel
- Eisenbohrer 5 und 8 mm
- Zwingen
- Holzbohrer 4 und 8 mm
- Hammer
- Stemmeisen
Werkzeugliste
- Hand- oder Tischkreissäge
- Akkuschrauber
- Exzenterschleifer
Materialliste
Position Anzahl Bezeichnung Länge Breite Dicke Material
1 4 Beine 385 30 30 Edelstahl (VA)
2 4 Innenleisten Bein 385 26 26 Lärche
3 4 Querzarge 740 45 20 Lärche
4 2 Längszarge 1940 45 20 Lärche
5 2 Längsstrebe 1960 45 20 Lärche
6 2 Querstrebe 460 45 20 Lärche
7 4 Auflageleiste 800 45 20 Lärche
8 22 Sitzleiste 2000 45 20 Lärche
9 9 Rückenleiste 650 45 20 Lärche
10 8 Rückenstütze 400 45 20 Lärche
11 15 Abstandklotz 64 45 20 Lärche
12 4 Verschluss 50 15 10 Lärche
13 4 Führungshülse 55 D = 15 Lärche
14 4 Innenstab 55 D = 15 Lärche
15 88 Spax VA 45 4 Edelstahl
16 40 Holzdübel 60 8 Eiche/Sipo
Alle Maße in Millimeter

Bauplan Gartencouch

Nachdem Sie sich einen Überblick über die Bauanleitung verschafft haben, können Sie anschließend von unseren Bauplan Gebrauch machen und diesen als Schablone für den Bau ihrer Gartencouch verwenden.

Skizze der Arbeitsschritte

Mit freundlicher Genehmigung von festool.de.