Bauplan für praktischen Hocker mit Schubkasten

Hocker

Einen Hocker kann jeder brauchen. Sei es, um darauf sitzend die Schuhe im Flur anzuziehen oder sei es, um ihn als kleine Trittleiter zu missbrauchen, um an das Buch ganz oben im Regal zu gelangen. Der Hocker, den Festool als Bauplan hier vorstellen möchte, hat noch einen weiteren Clou. Er besitzt einen Schubkasten, so dass auch noch einige Krimskrams darin verstaut werden kann. Es gibt also einige Gründe, den vielseitigen Hocker nachzubauen. Wir wünschen viel Spaß dabei.

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Ablängen der Seitenteile und des Deckels mit der Tauchsäge (TS 55) auf dem Multifunktions­tisch (MFT).

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Tipp: Um ein Ausreißen der Fasern rechts vom Sägeblatt zu verhindern, senkt man den Splitterschutz bis auf die Holz­oberfläche ab. Beim Einschnei­den des Splitterschutzes langsam und gleichmäßig eintauchen.

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Zum Längsschneiden tauscht man das Universalsägeblatt gegen ein gröberes Sägeblatt (16 Zähne) aus. Durch die größeren Zahnzwischenräume können die beim Längsschnitt anfallenden Späne besser und schneller entfernt werden.

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Schubkastenblende und Rückwand mit der Tauchsäge (TS 55) auf dem Multifunktions­tisch auf Breite schneiden. Bei schmalen Werkstücken ein gleich dickes Brett als Hilfs­anschlag unter die Führungs­schiene legen.

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Alle Teile mit dem Schreiner­dreieck kennzeichnen.

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Mit dem Tiefenanschlag die Bohrtiefe zum Dübeln einstellen. Bohrtiefe= 1/2 Dübellänge + 1 mm.

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Mit der Dübelschablone und dem Akkuschrauber (C 12) die Dübellöcher (8 mm) in die oberen Schmalflächen der Seiten und die kurzen Schmal­flächen der Rückwand bohren.

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Ermittlung des Anschlagmaßes zum Übertragen der Dübel­löcher: Materialstärke der Bodenplatte (21 mm) durch 2 dividieren, plus 35 mm ergibt 45,5 mm. Auf der Innenfläche der Seiten anzeichnen.

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Dübel in die Löcher einstecken. Die Dübelschablone mit der 8 mm Führungsnut auf den Dübel aufstecken und das Loch bohren.

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Den 45° Fasefräser in die Oberfräse einbauen. Einspann­tiefe beachten.

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Die Teile senkrecht am Multi­funktionstisch (MFT) einspannen und mit der Oberfräse zuerst die kurzen Kanten profilieren.

12 
Die Einzelteile flach auf den Multi­funktionstisch legen und fixieren. Die restlichen Kanten mit der Oberfräse profilieren. Tipp: Als Fixierung Antirut­schmatte (Tanos) unter die Werkstücke legen.

13 
Die Innenfläche mit dem ROTEX (Ro 125) schleifen. Letzter Schliff Körnung P 180.

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Leim in die Dübellöcher angeben und die Dübel ein­schlagen. Zuerst Seiten- und Rückwand zusammen fügen. Leim auf der Oberkante der Rückwand angeben und die Platte aufstecken.

15 
Mit Zwingen (Bessey Uniklamp) die Einzelteile miteinander ver­spannen. Den rechten Winkel kontrollieren, wenn nötig durch Versetzen der Zwinge korrigieren.

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Den Sperrholzstreifen für den Schubkasten mit der Tauchsäge auf dem Multifunktionstisch in die Einzelteile zersägen. Dafür die Tauchsäge auf 45° schwenken.

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Den einzelnen Schubkasten­teilen 25 mit Hilfe des Schreiner­dreiecks ihre spätere Position zuordnen.

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Zum Fräsen der Führungsnut fixiert man die beiden Schub­kastenseiten an einem Hilfs­anschlag auf dem Multifunk­tionstisch.

19 
Nutfräser in die Oberfräse ein­bauen. Die Fräser am Führungs­schienenanschlag einstellen und die Nut in mehreren Arbeits­schritten fräsen.

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Leim auf den Gehrungen der Schubkastenteile angeben. Den Schubkasten mit Klebeband zusammenspannen.

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Den Korpus ausspannen. Die Kanten und Innenecken mit dem Deltaschleifer (DS 400) schlei­fen. Letzter Schliff Körnung P 180.

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Die Kanten mit dem Handschleif­klotz schleifen. Die Flächen mit dem ROTEX (RO 125) schleifen. Letzter Schliff Körnung P 180.

23 
Den Schubkasten ausspannen. Mit der Japansäge und einem scharfen Stemmeisen die Enden der Nuten herausarbeiten.

24 
Je zwei Schraubenlöcher in die Führungsleisten und das Schubkastenvorderstück bohr­en. Die Position der Leisten anzeichnen und die Leisten festschrauben.

25 
Die Gleiteigenschaften des Schub­kastens überprüfen, wenn nötig nacharbeiten. Die Schubkastenblende am Schubkasten fixieren und festschrauben.

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Die Oberfläche mehrmals mit Clou Holzöl einlassen. Wichtig: Schubkasten gut auslüften.

27 
Zur Oberflächenbehandlung empfehlen wir Clou Holzöl.

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Tipp: Bessey Uni Klamp, die preiswerte Alternative zur Korpuszwinge.

Tipp: Sägeblatt


Für verschiedene Werkstücke und Arbeitsgänge benötigt man unterschiedliche Sägeblätter. Hinweise auf das richtige Säge­blatt für den richtigen Arbeits­gang findet man auf dem Ge­häuse der Säge und im Festool Katalog.


Zum Wechseln des Sägeblatts stellt man die Schnitttiefe auf 50 mm ein und klappt den Fastfix Hebel nach oben. An der Tischkante taucht man die Säge nach unten, bis sie einrastet. Den Inbusschlüssel zum Lösen des Sägeblatts befindet sich im vorderen Griff.


Die Befestigungsschrauben von Sägeblättern lassen sich immer in Laufrichtung des Sägeblatts öffnen. Nach Entfernen der Schrauben und des Flansches entnimmt man das Sägeblatt nach unten.


Das neue Sägeblatt wird von unten eingesetzt und mit Schraube und Flansch befestigt. Durch Zurückklappen des Fastfix Hebels ist die Säge wieder arbeitsbereit.

Bauplan Hocker

Nachdem Sie sich einen Überblick über die Bauanleitung verschafft haben, können Sie anschließend von unseren Bauplan Gebrauch machen und diesen als Schablone für den Bau ihres Hockers verwenden.

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Mit freundlicher Genehmigung von festool.de.