Bauen mit Holz - lange Haltbarkeit mit der passenden Schraube

schrauben_bauen.jpgImmer wenn der Frühling naht, entstehen in den Köpfen fleißiger Heimwerker neue Pläne. Während der eine endlich das Haus renovieren will, plant ein anderer schon die Neugestaltung der Außenbereiche oder den Bau eines kleinen Gartenhäuschens. Besonders beliebt ist es inzwischen auch im Außenbereich nachwachsende Rohstoffe zu verbauen. Gerade für die Gestaltung einer Terrasse hält der Fachhandel zahlreiche Holzsorten oder auch komplette Bausätze bereit. Diese sehen nicht nur besonders edel aus, sondern lassen sich in der Regel auch von Laien mittels Schraubverbindungen verlegen.

Die richtige Schraube finden

Holz ist nicht gleich Holz und deshalb gibt es bei der Verschraubung von Holz einiges zu beachten. Die Wahl der richtigen Schraube für Ihr Projekt spielt für die spätere Haltbarkeit eine entscheidende Rolle. Im Handel sind für das Verbinden von Holzteilen spezielle Holzschrauben erhältlich. In der Regel werden diese Schrauben aus verzinktem Stahl hergestellt und sind deshalb nur bedingt für den Außenbereich geeignet. Sie verfügen zwar über einen gewissen Korrosionsschutz, sind allerdings nicht für dauerhaften Einsatz in feuchter Luft zu empfehlen. Eine sinnvolle Alternative für die Verwendung beim Terrassen — oder Gartenhausbau sind Edelstahlschrauben. Sie sind witterungsbeständig und garantieren somit einen ausreichend langen Halt. Ihr Nachteil allerdings besteht in der minderen Härte des Materials Edelstahl.

Achtung! Beim Verschrauben von Edelstahlschrauben, sollte unbedingt auf die richtige Regulierung der ausübenden Kraft geachtet werden. Hohe Dreh- und Anziehkräfte müssen vermieden werden!

Die Wahl des Antriebs — passend zum Werkzeug

Holzschrauben sind in verschiedenen Größen und mit verschiedenen Antrieben erhältlich. Unter Antrieb versteht man die Kerbungen bzw. Profile im Kopf der Schraube, dabei werden

  • Schlitz
  • Kreuzschlitz (auch Pozidriv genannt)
  • Sechsrund-Antrieb (Torx)

Profile im Heimwerkerbereich am häufigsten verwendet. Der Vorteil der Kreuzschlitzprofile liegt darin, dass sie mittels herkömmlicher Kreuzschraubendreher, die in der Regel in jedem Haushalt zu finden sind, eingeschraubt werden können. Schrauben mit Sechsrundantrieb sind hingegen auf technische Weise den anderen Antrieben überlegen. Sie lassen sich ohne erhöhten Antriebsdruck mit geringer Kraft eindrehen und eignen sich deshalb besonders gut für das Verschrauben mit Hilfe elektrischer Schraubgeräte. Nachteilig ist hingegen, dass bei wiederverwendeten Torxschrauben ein leicht ausgeleiertes Antriebsprofil die verwendeten Bits beschädigen kann. Andersherum kann ein auf diese Weise vorgeschädigter Bit auch sehr schnell die Zähne des Sechsrundprofils beschädigen, sodass ein späteres Lösen der Schraube nicht mehr möglich ist. Sinnvoll ist es deshalb, nur unbeschädigte Schrauben zu verbauen. Unternehmen wie Rosentaler Schrauben (siehe www.rosentaler-schrauben.de), die sich auf Schrauben aller Art spezialisiert haben, bieten sie zu günstigen Preisen an.

Was man bei der Verbindung von zwei Holzstücken beachten muss

Besonders häufig kommt es vor, dass zwei Holzstücke aufeinander geschraubt werden müssen. Hierfür verwendet man Holzschrauben mit Teilgewinde. Der Vorteil liegt darin, dass das aufliegende Holz nicht mittelbar vom Gewinde erfasst wird. Durch das Eindrehen der Schraube in das untere Material wird das obere Werkstück fest an das Untere gepresst. Muss bei solchen Verbindungen vorgebohrt werden, ist darauf zu achten, dass der Durchmesser der Bohrung im oberen Werkstück gleich dem Schraubendurchmesser (Gewindedurchmesser der Schraube) ist. Das untere Holzstück wird hingegen mit einer Bohrung versehen, deren Durchmesser gleich dem Kerndurchmesser der Schraube ist.

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