Bauanleitung: Zimmerbrunnen mit Holzverkleidung

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Gerade im Winter werden durch trockene Heizungsluft Augen und Schleimhäute gereizt. Die Folgen sind Erkältungskrankheiten und oft sogar Schlafstörungen. Zimmerbrunnen erhöhen die Luftfeuchtigkeit und sorgen für ein gesundes, wohltuendes Klima und ein angenehmes Wohlbefinden. Zimmerbrunnen sind natürliche Luftbefeuchter, denn durch die Wasserverdunstung entsteht eine gesunde Luftfeuchtigkeit, die das Raumklima verbessert und ganz nebenbei auch dem Parkett und den Möbeln gut tut, denn Echtholz muss vor dem Austrocknen bewahrt werden. Gleichzeitig sorgt das sanfte Plätschern für ein angenehmes Ambiente. In Asien weiß man schon lange um die vitalisierende Wirkung des Wassers. Von dort kommen auch die Regeln des Feng-Shui, nach denen bewegtes Wasser den sanften Fluß der Lebensenergie anregt.

Mit unserer Bauanleitung können Sie sich einen Zimmerbrunnen selbst zusammenbauen, wobei Sie sich - was die Holzverkleidung betrifft, nicht unbedingt an unseren Vorschlag Zedernholz halten müssen. Welche anderen Hölzer geeignet sind, sagen wir Ihnen im letzten Absatz dieser Bauanleitung.

Zimmerbrunnen bauen

Sie benötigen als Grundgefäß einen runden Mörtelkübel. Dieser sollte einen Inhalt von 65 l haben. Auf den Boden des Mörtelkübels stellt man einen umgedrehten 20-l Baueimer. Desweiteren benötigen Sie eine Springbrunnenpumpe. Preiswert, robust und unemfpfindlich sind Springbrunnenpumpen mit Synchronmotoren. Bei diesen Pumpen wird das Wasser durch die Drehung eines Permanentmagnet-Rotors gefördert, den der Motor ohne direkte Verbindung in Bewegung setzt. Der Rotor ist ein Verschleißteil und hat eine Lebenserwartung von etwa 15 000 Betriebsstunden. Der Vorteil dieser Pumpen besteht darin, dass jeder Laie sie gefahrlos zerlegen kann, um den Rotor zu reinigen oder zu ersetzen.




Der Bottich wird auf eine Grundplatte gestellt, die aus einer wasserfest verleimten Spanplatte besteht. Diese wird so zugeschnitten, dass an ihr 24 Zedernholzbretter mit einer Breite von 8 cm befestigt werden können. Dazu wird der Kreis mit einem Außendurchmesser von 620 mm in 24 Segmente eingeteilt, die jeweils um 15° versetzt werden. Die Aussenpunkte werden miteinander verbunden und der Kreis wird entlang der Segmente mit der Stichsäge zugeschnitten.

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Für den oberen Bereich wird ein Ring in der gleichen Arbeitsweise zugeschnitten. Er erhält einen Innendurchmesser von 520 mm. An der Unterseite der Grundplatte werden vier Möbelrollen gleichmäßig verteilt angeschraubt.

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Der Eimer wird mit der Öffnung nach unten gedreht und erhält in seinem Boden eine Bohrung als Öffnung für die Düsenverlängerung der Pumpe. Dazu messen Sie den Durchmesser der Düsenverlängerung, nehmen einen Bohrer, der im Durchmesser etwas größer ist und bohren mit der Bohrmaschine eine Öffnung in den Boden des Eimers. Der Eimer erhält ringsum Bohrungen, damit der Wasserfluß im Bottich gewährleistet ist.

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Der Mörtelkübel wird nun auf die Grundplatte gestellt und die Pumpe in den Kübel eingesetzt. Der durchbohrte Eimer wird kopfüber über die Pumpe mit der Düsenverlängerung gestülpt.

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Die Außenverkleidung des Zimmerbrunnens wird nun zugeschnitten. Dazu nehmen Sie 8 cm breite Hölzer aus Red Cedar, die auf eine Länge von 460 mm zugeschnitten werden. Die Kanten sollten alle abgerundet werden. Nach den Zuschneiden werden die Bretter mit dem oberen Ring verschraubt. 

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Um zu verhindern, dass Feuchtigkeit in die Holzverkleidung dringt, sollten Sie vor dem Zusammenbau Sanitärsilikon auf den oberen Rand des Kübels geben. 

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Nun wird die Holzverkleidung über den Mörtelkübel gesteckt. Für die Durchführung des Springbrunnen-Kabels erhält der Spanplattenring eine gefräste Rille und die Bodenplatte ein Loch. 

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Die Fuge zwischen oberem Ring aus wasserfester Spanplatte und den Verkleidungsbrettern wird sorgfältig mit Silikon abgedichtet. Das Silikon sollten Sie erst trocknen lassen, bevor Sie weiterarbeiten. 

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Damit der Zimmerbrunnen nicht zu schwer wird, kann man in den unteren Bereich zwischen Eimer und Kübel erst mal Styroporreste geben, die aber nur bis knapp unterhalb des oberen Ringes liegen sollten.

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Zum Schluß werden auf das Styropor und den Ring etwas größere Kiesel gelegt. Diese sollten aber vorher gut gesäubert sein, da sonst die Pumpe verunreinigt wird und die Oberfläche der Steine ebenfalls einen Schmutzüberzug bekommen. Die Düsenverlängerung der Pumpe wird auf die richtige Höhe gebracht und die Düse eingestellt.

Sie können statt der "Wasserkugel" auch einen Quellstein mit Schaumsprudler einsetzen. Das überlassen wir ganz Ihrem Geschmack. 

Und statt Zedernholz können Sie auch anderes Holz verwenden. Sie sollten aber auf jeden Fall solches einsetzen, was wasserunempfindlich ist, wie z.B. Teak, RedWood, Massaranduba oder Bangkirai. Möchten Sie mehr über die verschiedenen Holzarten erfahren, besuchen Sie unser Holz-ABC.

Materialliste Zimmerbrunnen

Stück Bezeichnung Maße Material
1 Bodenplatte Durchm. 620 mm x 22 mm wasserfest verleimte Spanplatte
1 Oberer Ring Durchm. 620 mm / 520 mm x 22 mm wasserfest verleimte Spanplatte
24 Bretter 80 mm x 22 mm x 460 mm Red Cedar oder ähnliches Holz
1 Mörtelkübel ca. 65 Liter Inhalt Kunststoff
1 Eimer ca. 20 Liter Inhalt Kunststoff
1 Springbrunnenpumpe mit Düsenverlängerung
4 Möbelrollen Durchm. 50 mm / Bauhöhe 64 mm Belastbarkeit mind. 50 kg
Messing-Holzschrauben, Silikon, Kieselsteine (gewaschen), Styroporreste