Bauanleitung Schaukelroller als Alternative zum Schaukelpferd

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Roller fahren ist Kult. Mehrere Generationen sind mittlerweile mit diesem Gefährt erwachsen geworden. Die nächste Generation kann also nicht früh genug an den Motoroller herangeführt werden. Auf das Tuckern des Motors müssen die Kleinen zwar noch einige Jahre warten, doch schaukeln macht auch viel Spaß. Und richtig Gas geben kann man auf unserer "Rollerschaukel" allemal. Auf dieses ungewöhnliche Schaukelgestell werden nicht nur kleine Kinder abfahren, auch große Kinder (Väter) werden schon beim Anfertigen und Zusammenbau dieser Motorroller-Schaukel eine Menge Freude bekommen. Sie besteht aus massivem Holz und kann natürlich auch unbemalt Eindruck schinden. Sämtliche Teile des Motorrollers sind ohne Schrauben und nur mit Dübeln zusammengebaut und verleimt, damit sich die kleinen zukünftigen Biker nicht verletzen. 

Der Motorroller besteht aus insgesamt 21 Einzelteilen, die bis auf die Räder und Auflageplatten nur verdübelt und verleimt werden.

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Schaukelroller bauen

Schritt 1: Einzelteile fertigen

Die verschiedenen Einzelteile werden aus Massivholzplatten in unterschiedlichen Stärken (siehe Stückliste) gefertigt. Übertragen Sie die Formen mittels Raster auf die Holzplatten. Legen Sie dann die Einzelteile vor dem Zusammenbau aufeinander und überprüfen Sie, ob die Teile zusammenpassen. Sämtliche Kanten müssen abgerundet werden, damit sich die kleinen Biker nicht an scharfen Kanten und Ecken verletzen. Gleichzeitig erreicht man durch die abgerundeten Kanten ein harmonischeres Bild des Motorrollers. 

Teil 3 (vordere Abdeckung), Teil 5 (Sitzfläche) und Teil 7 (hinteres Schutzblech) erhalten eine Nut bzw. eine Ausfräsung mit einer Breite von 8 cm zur besseren Führung.

motorroller03.gif Schaukelroller
motorroller04.gif Teil 1
motorroller05.gif Teil 2, 5, 7
motorroller06.gif Teil 3, 6, 9, 11
motorroller07.gif Teil 4, 8, 10 und 12
motorroller08.gif Teil 14

Schritt 2: Teile zusammenbauen

Sobald alle Teile ausgesägt, bearbeitet und angepasst sind, können sie zusammengebaut werden. Das Grundgerüst (Teil 1) erhält für den Lenker (Teil 13) eine Bohrung mit einem Durchmesser von 30 mm. Der Lenker wird durch einen Dübel im Grundgerüst gehalten und sollte erst zum Schluss eingesetzt werden. 

Für die Dübelbefestigung wird von vorne mittig durch die schmale Seite des Grundgerüstes eine Bohrung von 5 mm Durchmesser vorgenommen, die durch den Lenker und noch 1 bis 2 cm tiefer in das Grundgerüst reicht. 

Dann wird der Dübel eingeschoben und verleimt. Der Dübel sollte vorne bündig erscheinen. Am besten lässt man den Dübel etwas überstehen, sägt ihn nach dem Trocknen des Holzleims ab und schleift die Fläche glatt. 

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Schritt 3: Reifen am Grundgerüst befestigen

Vorder- und Hinterreifen (Teil 10 und 12) werden ebenfalls mit Dübeln am Grundgerüst befestigt. Dazu werden im Grundgerüst und in den Reifenteilen Bohrungen mit einem Durchmesser von 2,5 cm und einer Tiefe von ca. 2 cm hergestellt. 

Die Bohrungen sollten genau aneinander angepasst werden. Vor dem Verleimen überprüfen, ob die Teile genau sitzen. 

Schritt 4: Trittbrett und Auspuff mit Grundgerüst verbinden

Im nächsten Schritt werden das Trittbrett (Teil 2) und der Auspuff (Teil9) beidseitig mit dem Grundgerüst (Teil 1) verbunden. Das Grundgerüst erhält für die Trittbretter durchgehende Bohrungen mit einem Durchmesser von 2,5 cm. 

Nach Vorlage werden zudem die Bohrungen für den Auspuff im Hinterrad angebracht. Bevor man die Bohrungen in die Trittbretter und den Auspuff herstellt, sollte man den Auspuff ebenfalls mit Dübeln an den Trittbrettern anbringen. Aufgrund der durchgehenden Bohrungen kann man nun die Bohrungen für die Trittflächen und den Auspuff leichter anzeichnen. Diese werden ca. 2 cm tief gebohrt.

Der Holzdübel wird durch die Bohrungen im Grundgerüst geschoben. Anschließend werden die Trittfläche und der Auspuff auf beiden Seiten auf die Dübel aufgesetzt. Vor dem Verleimen auf jeden Fall überprüfen, ob die Dübel nicht zu lang, bzw. die Bohrungen tief genug sind.

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Schritt 5: Bohrungen im vorderen Rad

Das vordere Rad erhält im oberen Bereich 2 Bohrungen von 2,5 cm Durchmesser. Das vordere Schutzblech erhält ebenfalls 2 Bohrungen von 2,5 cm Durchmesser. In die Bohrungen werden die Dübel eingesteckt, die Passgenauigkeit überprüft und dann erst miteinander verleimt. 

Schritt 6: Bohrungen Schutzblech

Das hintere Schutzblech (Teil 7) erhält durchgehende Bohrungen für die Dübelbefestigung. Das Schutzblech wird auf das Gerüst aufgeschoben und ausgerichtet. Die Bohrungen werden durch beide Teile gleichzeitig gebohrt. Durch die Bohrungen werden die Dübel gesteckt und verleimt. Auch hier darauf achten, dass die Dübel flächig mit der Oberfläche des Schutzbleches sind. Notfalls sollte man auch hier die Dübel etwas länger lassen und verleimen. Nach dem Trocknen kann man dann den Dübel absägen und glatt schleifen. 

Schritt 7: Speichen und Abdeckung am Grundgerüst befestigen

Die Speichen (Teil 11) und die hintere Abdeckung (Teil 6) werden wie die Trittbretter an dem Grundgerüst befestigt. Wer es einfacher haben will, kann bei diesen Teilen aber auch durchgehende Bohrungen vorsehen. Die Dübel müssen dann aber auf die Gesamtbreite hergestellt werden. 

Schritt 8: Hecklicht und Sitzfläche am Grundgerüst befestigen

Das Hecklicht (Teil 8) und die Sitzfläche (Teil 5) werden ebenfalls mit Bohrungen versehen und mit Dübeln am Grundgerüst befestigt. Die Bohrungen werden wie bei der vorderen Abdeckung bzw. wie beim vorderen Schutzblech gebohrt.

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Schritt 9: Motorroller auf Auflageplatten verschrauben

Der fertige Motorroller wird nun mit den Reifen auf zwei Auflageplatten (Teil 15), gesetzt und mittels Holzschrauben und Dübel verschraubt und verleimt . Die Bohrungen für die Dübel sollten vor dem Verschrauben vorgenommen werden und möglichst mittig in die Seitenbreite der Reifen gesetzt werden. Die Holzschrauben werden schräg versetzt neben die Dübel gesetzt. Damit die Holzschrauben nicht hervorstehen, sollte vor dem Verschrauben eine Absenkung für den Schraubenkopf gebohrt werden. 

Schritt 10: Kufen mit Auflageplatten verdübeln

Zum Schluss werden die Kufen mit den Auflageplatten verschraubt und verdübelt. Vor dem Bemalen sollte man noch mal alle Kanten und Ecken überprüfen und die Teile mit einem feinen Schmirgelpapier schleifen. 

Wer möchte, kann nun den Motorroller farbig gestalten. Wenn man die durchgehenden Dübel mit einer Metallic-Farbe versieht, haben die Dübel den Anschein von Nieten, was auch sehr gelungen aussehen kann. Natürlich kann man den Motorroller auch aus verschiedenen Holzarten zusammensetzen und ihn zum Schluss nur noch mit einem Klarlack versehen. 

Materialliste Schaukelroller



Nr.StückBenennungMaßeMaterial
11Grundgerüstca. 50 cm x 35 cm x8 cmMDF - Platte, Kiefer, Fichte
22Trittbrettca. 37 cm x 13,5 cm x 11 cmMassivholz Kiefer, Fichte
31vord. Abdeckungca. 15,5 cm x 18 cm x 20 cmMassivholz Kiefer, Fichte
41vord. Schutzblechca. 11,5 cm x4 cm x 20 cmMassivholz Kiefer, Fichte
51Sitzflächeca. 23 cm x 15 cm x 20 cmMassivholz Kiefer, Fichte
62hint. Abdeckungca. 11,5 cm x 11 cm x6 cmMassivholz Kiefer, Fichte
71hint. Schutzblechca. 15,5 cm x 9,5 cm x 20 cmMassivholz Kiefer, Fichte
81Hecklichtca. 8,5 cm x9 cm x8 cmMassivholz Kiefer, Fichte
92Auspuffca. 13 cm x8 cm x6 cmMassivholz Kiefer, Fichte
101Hinterreifenca. 18 cm x 17 cm x8 cmMassivholz Kiefer, Fichte
112Speicheca. 9,5 cm x 2,5 cm x6 cmMassivholz Kiefer, Fichte
121Vorderreifenca. 18 cm x 15 cm x8 cmMassivholz Kiefer, Fichte
131LenkerDurchm 30 cm x 42 cmMassivholz Kiefer, Fichte
142Kufenca. 92 cm x 19,5 cm x5 cmMassivholz Kiefer, Fichte
152Auflageplatte10 cm x2 cm x 40 cmMassivholz Kiefer, Fichte
161DübelDurchm 0,5 cm x4 cmBuche
171DübelDurchm 2,5 cm x2 cmBuche
1818DübelDurchm 2,5 cm x4 cmBuche
198DübelDurchm 2,5 cm x 22 cmBuche
205DübelDurchm 2,5 cm x 32 cmBuche
2110Holzschrauben2,5x 40 mm 
Holzleim, Farbe, Klarlack