Bauanleitung: Sandkasten unter Segel für kleine Kapitäne


boot1.jpg Ein Sandkasten gehört an warmen Tagen zu den liebsten Plätzen kleiner Baumeister. Da wird gesiebt, gebaggert und gegraben. Burgen und Murmelbahnen werden gebaut oder "leckere" Sandkuchen gebacken. Dabei müssen Sandkästen nicht zwangsläufig als mit Sand gefüllte Karrees daherkommen. Mit etwas Geschick entsteht in Eigeninitiative ein Sandkasten, der - in der Gestalt eines Segelbootes - gleichzeitig zum Abenteuerspielplatz wird. Stolze Kapitäne und wagemutige Piraten setzen dann die Segel und erleben spannende Abenteuer. Gebaut wird das Spielzeug vorwiegend aus massiven Fichtenholzbrettern, die mit der Stichsäge auf Maß geschnitten und in Form gebracht werden. Die von baumarkt.de präsentierte Bauanleitung zeigt, wie diese Idee in die Tat umgesetzt werden kann.
 

Bauanleitung Sandkasten mit Spielzeugfach



boot2.jpgZuerst werden die Kastenseiten, wie in der Materialliste angegeben, zugeschnitten. Tipp: Der Zuschnitt kann auch gleich beim Kauf im Baumarkt erfolgen. Je zwei der 120 mm breiten Kastenseiten-Elemente werden zu 240 mm hohen Kastenseiten stumpf verleimt. Auf die Enden der kürzeren, 700 mm langen Querseiten werden die Eckstützen aufgeleimt und mit Schraubzwingen verpresst. Die Stützen können auch zusätzlich verschraubt werden. Wie man Schraubverbindungen zwischen Holzteilen herstellt, erklären wir Ihnen hier. So lässt sich schneller weiterarbeiten. Auf dem Foto ist zu sehen, wie die Kastenseiten zusammengefügt werden: Die langen Seitenteile werden auf die mit den Eckstützen versehenen Querseiten aufgeleimt und zur Erzeugung des erforderlichen Anpressdruckes auch wieder mit Schraubzwingen fixiert. Wichtig dabei ist die exakt rechtwinklige Montage, die mit einem Winkel überprüft werden sollte. Mit einem Zollstock geht es auch: Misst man die Diagonalen des Sandkastens, so sind diese bei Rechtwinkligkeit gleich lang.

boot3.jpgFür die Bug- und Heckabdeckung werden aus den 120 mm breiten Brettern die in der Materialliste angegebenen Längen zugeschnitten, anschließend stumpf verleimt und wie auf dem Arbeitsfoto zu sehen, mit Schraubzwingen verpresst. Damit die Flächen plan liegen, sind oben und unten Leisten angelegt, die - mit Schraubzwingen zusammengedrückt - dafür sorgen. Im Hintergrund sind schon die 150 mm breiten Bretter zu sehen, aus denen die Sitze mit den Lehnen entstehen. Mit Scharnieren umklappbar montiert, dienen sie später gleichzeitig als Abdeckung für den Sandkasten. Fertig ausgeformt sind auch schon die Stützbretter, die später den aufgeklappten Rückenlehnen Halt geben werden. Der exakte Zuschnitt dieser Stützbretter ist am besten mit einer Stichsäge zu bewerkstelligen.
 
boot4.jpgDas Heckteil (im Bild rechts oben zu sehen) soll später als Staufach für Spielzeug dienen. Die Kanten der Heckseiten sind zum Sandkasten hin so bearbeitet worden, dass sie anschließend stumpf mit dem Kasten verleimt werden können. Die Bearbeitung erfolgt wieder mit der Stichsäge. In die Ecken werden die Stützen eingeleimt. Auch der Heckfachboden aus Multiplex wird eingeleimt, damit die Spielzeuge nicht auf dem Erdboden liegen. Der Sandkasten selbst hat jedoch keinen Boden.

Die Bugstütze kann nun ebenfalls angeleimt und vom Sandkasten her verschraubt werden. Auf ihr wird später die Bugabdeckung aufliegen. Auch die Stützen für die Rückenlehnen werden an die Sandkastenseiten im oberen Bereich mit Leim angesetzt und von innen verschraubt. Bei der Montage der Sitz- und Lehnenbretter geht man wie folgt vor: Jede Hälfte besteht aus drei Brettern, die durch Scharniere verbunden werden. Zuerst werden die Scharniere am äußeren und mittleren Brett von der Unterseite her montiert. Anschließend kann das äußere Brett 45 mm nach innen überstehend auf den Sandkasten aufgeleimt werden. Danach werden die Scharniere zwischen dem mittleren Brett und dem inneren Brett, welches aufgeklappt als Lehne dient, montiert. Im Arbeitsfoto ist zu sehen, wie an der zweiten Hälfte gerade die Scharniere an Sitzbrett und Rückenlehne montiert werden. Wird auf beiden Seiten so verfahren, ergibt sich über dem Sandkasten ein lichtes Breitenmaß von 610 mm, welches die 150 mm breiten Sitz- und Lehnenbretter aufnehmen kann, wenn der Kasten abgedeckt werden soll. (Bei exakt 150 mm breiten Brettern müssten die Scharniere je nach Abmessung teilweise in die Kanten eingelassen werden. Da aber die Bretter aus dem Baumarkt wegen der Nachtrocknung häufig um etwa 2 bis 3 mm schmaler sind, können die Scharniere einfach auf die Kanten aufgeschraubt werden. Die so entstandenen Fugen sorgen außerdem für eine gewisse Belüftung des Sandes.)
 
boot5.jpgDie Heckklappe wird mit zwei Scharnieren von außen an einer Heckseite montiert. Auch der Heckklappenklotz muss noch angeschraubt werden. Zusammen mit der schwenkbaren Stütze sorgt er dafür, dass die Klappe im geöffneten Zustand sicher steht und nicht durch Unachtsamkeit zu fallen kann. Im Bild sind auch die Fugen zu sehen, die durch die Montage der Scharniere zwischen den Brettern der Abdeckung entstanden sind.


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Jetzt kann die farbige Gestaltung beginnen. Wasserhaltiger, umweltschonender Acryllack schützt zudem das Holz vor der Witterung und macht den Sandkasten noch fantasievoller.
 
 
Aufsicht:
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Seitenansicht:
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Schnitt A-B: Ansicht C:
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Materialliste:
4 Kastenseiten 1000 x 120 mm 18 mm Fichte massiv
4 Kastenseiten, quer 700 x 120 mm 18 mm Fichte massiv
2 Heckseiten 502 x 120 mm 18 mm Fichte massiv
2 Heckseiten 520 x 120 mm 18 mm Fichte massiv
2 Bugstützenteile 420 x 120 mm 18 mm Fichte massiv
1 Bugabdeckung 900 x 450 mm verleimt aus:
  1 Stück 900 x 120 mm 18 mm Fichte massiv
  1 Stück 650 x 120 mm 18 mm Fichte massiv
  1 Stück 410 x 120 mm 18 mm Fichte massiv
  1 Stück 180 x 120 mm 18 mm Fichte massiv
1 Heckklappe 900 x 450 mm verleimt aus:
  1 Stück 900 x 120 mm 18 mm Fichte massiv
  1 Stück 650 x 120 mm 18 mm Fichte massiv
  1 Stück 410 x 120 mm 18 mm Fichte massiv
  1 Stück 180 x 120 mm 18 mm Fichte massiv
1 Heckklappenverstärkung 30 mm lang 40 x 18 mm Fichte
1 Heckklappenstütze 340 mm lang 40 x 18 mm Fichte
1 Heckklappenklotz 80 mm lang 40 x 18 mm Fichte
1 Heckfachboden (Spielfach) 680 x 340 mm 15 mm Multiplex
2 Sitzbretter 1000 x 150 mm 18 mm Fichte massiv
2 Sitzbretter darunter 1000 x 150 mm 18 mm Fichte massiv
2 Rückenlehnen 1000 x 150 mm 18 mm Fichte massiv
4 Stützbretter 400 x 150 mm  
1 Mast 1000 mm lang ø 30 mm Buche
1 Kugel   ø 40 mm Buche
1 unterer Segelstab 560 mm lang ø 16 mm Buche
4 Eckstützen (Sandkasten) 240 mm lang 40 x 40 mm Fichte
1 Eckstütze (Spielzeugfach) 220 mm lang 40 x 40 mm Fichte
2 Dreikant-Eckstützen 220 mm lang 40 / 40 mm Fichte
 
Zusätzlich zu den in der Materialliste genannten Positionen werden benötigt:

  • 10 Scharniere, z.B. 40 mm lang und 40 mm breit (geöffnet) mit Holzschraube 2,5x 25 mm
  • 1 Segel mit Schlaufen, ca. 850 x 600 mm
  • UHU coll wasserfest oder neu: UHU holz 3D-Leim wasserfest
  • Bosch Stichsäge (PST 650) für den Zuschnitt und die weitere Bearbeitung
  • Bosch-Akku-Bohrschrauber PSR 12VE-2 und Lux-Schraubendreher für die Verschraubungen und die Montage der Scharniere
  • Lux-Schraubzwingen für die Verpressungen bei den Leimarbeiten
  • wasserlöslicher Alpina Acryllack für die farbige Gestaltung

Die Bauanleitung entstammt einem Gemeinschaftsprojekt von www.bosch-do-it.de (Heimwerker-Maschinen), www.alpina-farben.de (Farben/Lacke) und www.lux-tools.de (Heimwerker-Werkzeuge) und wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt.