Bauanleitung Nistholz speziell für Bienen, Grab- und Faltwespen

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Insekten sind in Ihrem Garten enorm wichtig! Denn sie bestäuben die Blüten vom Apfelbaum bis zum Himbeerstrauch. Uns sie sind auch Nahrungsquelle für Singvögel, auf deren Gezwitscher Sie doch sicherlich nicht verzichten wollen. Tun Sie deshalb etwas für das ökologische Gleichgewicht in Ihrem Garten und bauen Sie ein Nistholz speziell für Bienen, Grabwespen und Faltwespen. Das ist nicht schwer - auch ihre Kinder schaffen das. Sie sollten dann allerdings die Arbeiten überwachen, insbesondere, wenn mit einer Bohrmaschine gearbeitet wird. Die Löcher bekommen verschiedenene Durchmesser (siehe Abbildung).

Der Abstand zwischen den großen Löchern sollte ca. 1,5 bis 2 cm betragen. Die kleineren Löcher können entsprechend enger gesetzt werden und dürfen willkürlich verteilt sein. Sie müssen also nicht so "geordnet" wie auf der Abbildung sein. Die Tiefe der Löcher sollte etwa das 10-fache des Durchmessers betragen, also 6 cm bei einem 6 mm Loch. Und haben Sie keine Angst vor Wespen. Diese haben kein Interesse daran, Sie "einfach so" zu stechen, sondern werden nur dann aggressiv, wenn Sie beim Anblick einer Wespe wild herumfuchteln. Nur die Ruhe kann es machen! Mit der Anleitung für ein Nurdach-Häuschen können Sie auch weiteren Blattschneider- und anderen Wildbienen eine Nisthilfe anbieten.

Aufhängungsort:
Windgeschützte, sonnige Lagen (Lauben, Mauern und Balkone)

Material:

Hartholzklotz Breite 12 cm
(Buche/Eiche) Dicke 8 cm
  Höhe 26 cm
 
Dachbrett Breite 12 cm
  A   Länge 10 cm
  B   Länge 12 cm
Brettstärke 2 cm
 
1 Regalaufhänger

Die meisten Hautflügler-Arten, die in Höhlungen im Holz nisten, bohren nicht selbst, vielmehr beziehen sie bereits vorhandene Bohrgänge, wie sie etwa von bestimmten Käfern erzeugt werden. Für das Anbringen der Fallennester gibt es kaum eine Regel, doch sollte man auf sonnige, windgeschützte Lagen achten.