Bauanleitung für eine variable Sofalandschaft

sitz04-neu.jpg Die Anregung zum Bau dieser Sitz- und Wohnlandschaft kam aus dem Kreis unserer User. Und da ist uns auch etwas eingefallen! Flexibler kann ein "Sofa" nicht sein, meinen wir! Unser Konstruktionsvorschlag zielt auf den Heimwerker ab. Dementsprechend sollten Grundplatten aus 30 mm starkem Buchensperrholz Verwendung finden, auf die dann 200 mm dicke Schaumstoffpolster ausgelegt werden. Im Klartext heißt das: Eine Federung ist nicht vorhanden. Wer also 100 Kilo wiegt, sollte nicht auf dieses Sofa "hinplumpsen" - obwohl die Konstruktion stabil genug ist. Wer dennoch einen federnden Effekt haben will, muss eine Rahmenkonstruktion mit Lattenrost einbauen. Das aber setzt erhebliche Fähigkeiten voraus, die über die üblichen Heimwerkermöglichkeiten hinausgehen. Fazit: Unser Vorschlag ist ideal für jungen Leute.

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Bauplan Sofalandschaft

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Zur Herstellung der Sitz- und Liegegruppe benötigen Sie vier Grundplatten (1), zwei gleichschenkelige Dreiecke und zwei Rauten. Die Dreiecke dienen als Hocker, die in wechselnder Kombination an die Rautenelemente geschoben werden können. Die Grundplatten können Sie mit der Handkreissäge selbst zuschneiden oder zuschneiden lassen (siehe Zeichnung "G").

Alle Ecken müssen Sie mit einer Oberfräse oder einer Raspel abrunden, damit es keine blauen Flecke am Schienbein gibt, falls jemand dagegen stößt. Wie in der Zeichnung "G" eingezeichnet, müssen Sie ca. 20 cm aus der Ecke ein Loch mit 12 mm ø und einer Tiefe von 15 mm bohren.
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Schlagen Sie nun - siehe Zeichnung "F" - eine Rampamuffe (6) in die Bohrung ein. Nun kann der Fuß (5) mit einem M8-Gewindestift (7) unter die Grundplatte geschraubt werden. Diese Füße kaufen Sie natürlich - es sei denn, Sie verfügen über eine Drechslerwerkstatt.

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Die eigentlichen Sofa-Elemente werden aus den Rauten hergestellt. Die Füße werden wie beim Hocker montiert - und zwar im vorderen Bereich. Das "Hinterteil" steht auf einer Rückenlehne (siehe Zeichnung "R"). An die Rückenlehne (2) wird in der Höhe von 20 cm eine Fichtenleiste (3) geschraubt, auf diese Leiste wird die Grundplatte (1) aufgelegt und ebenfalls mit der Leiste verschraubt. Zur Steigerung der Stabilität kann zusätzlich auch noch geleimt werden.

Die Schaumstoffpolster lassen Sie bitte nach den Maßen der Grundplatten zuschneiden. Diese selbst zu beziehen, setzt natürlich einige Nähkenntnisse voraus. Wenn Sie sich dennoch daran wagen wollen, so sollten Sie unbedingt einen Unterstoff einziehen, damit sich der eigentliche Bezug nicht zu schnell durchsitzt. Das Verrutschen der Polster verhindern Sie, in dem Sie Klettband auf der Grundplatte und der Rückwand sowie natürlich an den Polstern befestigen.
Position Anzahl Art / Bezeichnung Maße
(1) 2 Stk. Grundplatten
Buche Sperrholz 30 mm stark
Gleichsch. Dreieck Ecken 60°
104 x 104 x 104 cm
(1) 2 Stk. Grundplatten
Buche Sperrholz 30 mm stark
Rauten Ecken 60° und 120°
104 x 104 x 104 x 104 cm
(2) 2 Stk. Rückwandplatten
Buche Sperrholz 30 mm
102 x 73 cm
(3) 2 Stk. Fichtenleisten 102 x4x4 cm
(4) 20 Stk. Holzschrauben 4x 50 mm
(5) 10 Stk. Holzfüße 20 x 12 cm Durchm.
(6) 10 Stk. Rampamuffen M8
(7) 10 Stk. Gewindestifte M8
    Holzleim  
  2 Stk. Schaumstoff-Polster wie Grundplatte Dreieck 20 cm stark
  2 Stk. Schaumstoff-Polster wie Grundplatte Raute 20 cm stark
  2 Stk. Schaumstoff-Polster Rückenlehne 96 x 35 cm, 10 cm stark
  ca. 3m Klettband  
    Unterstoff  
    Polsterstoff