Bauanleitung für eine edle und robuste Gartenliege

Was gibt es schöneres, als bei wärmeren Wetter draußen im Garten unter einem Sonnenschirm zu liegen und zu faulenzen? Noch mehr Spass macht dies, wenn man zuvor hart gearbeitet und die Gartenliege selbst getischlert hat. Dann schmeckt das Bier nochmal so gut und außerdem ruht es sich nach getaner Arbeit besser.

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Rahmen herstellen

Schritt 1: Leisten vorbereiten

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Nehmen Sie die beiden Seitenleisten (Länge 1920 mm) und die beiden Leisten der Stirnseiten (Länge 590 mm) und fräsen oder sägen Sie an der jeweiligen Innenseite einen Falz von 20 x 20 mm an. Achten Sie bei den Seitenleisten darauf, am Ende nicht durchzufräsen, sondern jeweils 20 mm stehen zu lassen. Legen Sie die vier Rahmenteile sowie zwei Leisten der Querverbindungen (Länge 590 mm) in ihrer korrekten Position auf die Werkbank und reißen Sie die Holzstärken und die Bohrungen für die Dübellöcher an. Verwenden Sie für die Querverbindungen jeweils zwei, für die Rahmenecken jeweils drei Dübel. Reißen Sie danach an den Unterseiten des Rahmens die beiden Füße und die Hölzer für die Radaufhängung, sowie die dortige dritte Querverbindung an; jeweils mit zwei Dübellöchern.

Schritt 2: Dübellöcher bohren

Nehmen Sie die Bohrung aller Dübellöcher (Ø 10 mm) vor, wobei ein Dübel-Helfer Passgenauigkeit garantiert, und verleimen Sie zunächst das Rahmenelement und später dann die Hölzer für Füße und Radaufhängung an der Rahmenunterseite.

Schritt 3: Abstand der Kerben markieren

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Markieren Sie anhand der Vorgaben in der Zeichnung im Falz am Kopfende des Rahmens den Abstand der Kerben. Sie legen die drei Positionen der Rückenlehne fest. Stemmen Sie die drei Vertiefungen ca. 18 mm tief auf Falzbreite mit einem Stemmeisen aus.

Schritt 4: Achsmittelpunkt

Messen Sie den genauern Durchmesser der Gummirollen (in der Zeichnung 160 mm) und ermitteln Sie den Achsmittelpunkt im Verhältnis zur Höhe der Liegenfüße (200 mm). Reißen Sie diesen Mittelpunkt an den Hölzern für die Radaufhängung an und bohren Sie ein Loch entsprechend des Achslochdurchmessers der Rollen. Die Verbindungsschrauben für Rollen und Holzaufhängung sollten ebenfalls nach diesem Achslochdurchmesser ausgesucht werden.

Schritt 5: Gummirollen montieren

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Montieren Sie die Gummirollen am Rahmen.

Den Rost herstellen

Schritt 1: Bohrlöcher anreißen

Nehmen Sie die 16 langen Leisten des Rosts und legen sie genau bündig nebeneinander. Reißen Sie jeweils am Leistenende ein Bohrloch für die Gewindestange M8 an. Dabei sollte der Lochdurchmesser besser 8,5 - 9 mm betragen. Die Bohrung liegt mittig auf der späteren Überlappung der Leisten, Lochmitte 10 mm vom Ende und 10 mm von oben. Verfahren Sie ebenso mit den 15 kurzen Leisten des beweglichen Rückenteils. Hier liegt die Lochmitte ebenfalls 10 mm vom Ende und 10 mm von oben.

Schritt 2: Bohren

Für die abschließende Querverbindung des Rückenteils und des Rosts werden am jeweiligen anderen Ende der Leisten in der Stirnseite die insgesamt 21 Bohrungen für die 10 mm Dübelverleimung vorgenommen. Ebenso bei den beiden entsprechenden Querleisten (1x 580 mm und 1x 620 mm lang); abwechselnd alle 20 mm bei 10 x 10 mm die Bohrlochmitte. Bohren Sie dann die vier Dübellöcher für die Verbindungen des u-förmigen Stützelements. Wenn Sie alle Bohrungen vorgenommen haben, verleimen Sie die Abschlussleisten mit Rost und Rückenteil sowie das Stützelement.

Schritt 3: Gewindestange einfädeln

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Schieben Sie den beweglichen Rückenteil zwischen die Leisten des Rosts, so dass eine genaue Überlappung der Bohrungen erfolgt und fädeln Sie die Gewindestange ein. Legen Sie das verleimte Stützelement in seine Position am oberen Ende der Rückenlehne; lassen Sie dabei ca. 2 mm Luft zum Abschlussholz der Lehne. Reißen Sie die Position der Bohrung für die Gelenkschraube der Stütze an; Bohrlochmitte 25 mm vom Ende und 10 mm von oben, Ø9 mm. Nehmen Sie die Bohrungen vor und befestigen Sie die Stütze mit jeweils einer Verbindungsschraube mit Gewindehülse an der Lehne. Zwischen Lehne und Stütze kann zusätzlich eine dünne Unterlegscheibe eingelegt werden.

Schritt 4: Rahmen und Rost schleifen

Abschließend werden Rahmen und Rost geschliffen, die Kanten aller Leisten werden leicht gebrochen. Die Kanten der Abschlusshölzer des Rosts und der Stütze erhalten eine sichtbare Rundung von ca. 6 mm, damit der Rost mit etwas Luft problemlos in den Falz des Rahmens gleitet.

Schritt 5: Rahmen und Rost montieren

Rahmenteil und Rost montieren Sie miteinander, indem Sie die Gewindestange aus dem Rost entfernen, den Rost in den Falz des Rahmens einlegen, und die Verlängerung der Bohrung für die Gewindestange auf den Rahmen übertragen. Nach dem Bohren (Ø8 mm) wird die Gewindestange von der Rahmenseite her erneut komplett eingefädelt und mit den Hutmuttern auf beiden Seiten des Rahmens festgeschraubt.

Schritt 6: Schutzlasur auftragen

Damit die Liege dem Wetter länger standhält, kann sie zusätzlich mit einer farblosen Schutzlasur eingelassen werden. Sie können beispielsweise auch das Sadolin Holzpflegeöl verwenden. Holzöle auf Naturbasis dringen tief ins Holz ein, regulieren so die Feuchtigkeit und machen es wasserabweisend. Das Holz vergraut nicht und bewahrt sein attraktives Aussehen. Eine Übersicht über Holzbehandlungsmittel und Holzschutz von A bis Z steht auf baumarkt.de für Sie bereit.

Die Gartenliege ist aus Kiefernholz mit einer Gewindestange aus verzinktem Stahl vorgesehen, da diese Materialien überall im Fachhandel leicht erhältlich sind. Wer die Möglichkeit hat, kann selbstverständlich eine robustere und witterungsbeständigere Holzart wie Robinie oder Teak verwenden und sämtliche Beschläge aus Messing oder Edelstahl verwenden. Auch für die witterungsbeständige Gartenhölzer und was darunter zu verstehen ist haben wir eine Übersicht für Sie zusammengestellt.

Materialliste Gartenliege

Rahmen
Stückanzahl Maße Bezeichnung
2 Kieferleiste 1920 x 60 x 40 mm lange Seiten
2 Kieferleiste 590 x 60 x 40 mm Stirn- und Fußteil
3 Kieferleiste 590 x 40 x 40 mm Querverbindungen
2 Kieferleiste 200 x 60 x 40 mm Füße
2 Kieferleiste 140 x 60 x 40 mm Achsaufhängung
Rost
Stückanzahl Maße Bezeichnung
16 Kieferleiste 1405 x 20 x 20 mm Liege
15 Kieferleiste 425 x 20 x 20 mm bewegl. Rückenlehne
2 Kieferleiste 282 x 20 x 20 mm Stützelement
1 Kieferleiste 620 x 20 x 20 mm Abschlußleiste Fuß
2 Kieferleiste 580 x 20 x 20 mm Abschlußleisten Kopf
2 M8 Verbindungsschrauben m. Gewindehülse ca. 45 mm lang
2 M6 oder M8 Verbindungsschrauben ca. 90 mm lang für Rollen
1 Gewindestange M 8, Stahl verzinkt ca. 690 mm lang
4 Hutmuttern M 8, Stahl verzinkt
2 Rollen mit Gummibereifung Durchm. ca. 160 mm
12 Unterlegscheiben
65 Buche Dübel, Durchm. 10 mm