Bauanleitung einer Holzterrasse

Eine Holzterrasse lädt zum Feiern, Spielen oder einfach nur Relaxen ein. Glücklich kann sich derjenige schätzen, der solch eine Terrasse sein eigen nennen darf. Wer etwas Platz im Garten hat, sollte sich daher unbedingt eine zulegen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sich selbst den Traum erfüllen können. Für das Material mussten wir etwa 1.600 Euro bezahlen, der Rest war eigene Hände Arbeit und viel Schweiß.

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  1. An diese Stelle soll die Terrasse. Sie soll die Maße von etwa 4,50 m auf 4,80 m erhalten. Es sind noch einige Hinternisse wie das Bäumchen rechts aus dem Weg zu räumen. Außerdem ist zu beachten, dass die Oberfläche der Terrasse bündig mit dem Lichtschacht abschließen soll.
  2. Nun ist Schwerstarbeit angesagt. Die Fläche der Terrasse muss etwa 30 cm tief ausgeschachtet werden. Später wird die Fläche dann mit Schotter, Kies oder Splitt aufgefüllt. Dieser verhindert, dass sich Feuchtigkeit unter der Terrasse sammeln kann. Sohnemann half eifrig mit seinem Spielzeugbagger beim Ausheben des Schotterbetts.
  3. Für den Unterbau haben wir fertige Betonstützen vorgesehen. Diese sind 60 cm lang und haben oben eine Öffnung für den Träger, der dort einbetoniert wird. Die Stützen werden im Abstand von ca. 60 cm so auf dem Untergrund verteilt, wie sie später eingegraben werden.

    Da die bei unserer Anleitung verwendeten Schilderpfähle schwer zu bekommen sind, hier einige Alternativen: Man kann anstatt der fertigen Betonstützen auch Kunststoffrohre oder Pflanzsteine verwenden, in die man die Pfostenträger einbetoniert. Oder man macht es so, wie in folgender Anleitung beschrieben: Pfostenträger einbetonieren und montieren.
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  1. Als einfach zu handhabende Alternative für ein Fundament, bietet sich ein Fundamentstein an. Dieser kann ganz einfach vom Heimwerker verlegt werden.

    Die erste Reihe ist eingegraben. Mittels einer langen Metalllatte lässt sich überprüfen, ob alle Betonstützen gleich tief eingegraben wurden. Dies ist wichtig, denn nur so bekommen Sie später eine völlige waagerechte Terrasse.
  2. So sieht es aus, wenn alle Stützen eingegraben sind. Die körperlich anstrengendste Arbeit ist nun getan. Nun geht es an das Holz. Wir haben uns für Bangkirai entschieden, es sind aber auch andere Holzarten wie Ipe, Cumaru oder Teak möglich. Diese sind teilweise noch haltbarer als Bangkirai, kosten aber dann auch entsprechend mehr.
  3. Die Terrassenbohlen liegen auf Balken aus Bangkirai auf. Diese haben eine Abmessung 4,5 cm x7 cm. Befestigt werden die Balken an Pfostenhaltern mit Schrauben und Muttern. Achten Sie darauf, dass alles aus Edelstahl ist, sonst verfärbt sich das Holz mit der Zeit schwarz.
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  1. So sieht die Befestigung der Balken im Detail aus. Da der Schenkel der Pfostenträger 10 cm lang ist, der Balken allerdings nur 7 cm, muss er unterfüttert werden. Wir haben hierfür Kunststoffklötze aus Polyamid genommen. Die haben den Vorteil, dass sie nicht verrotten. Die Stöße der Balken wurden mit sogenannten Flachverbindern verbunden.
  2. Direkt an der Hauswand werden die Balken mit Winkeln befestigt. Die Balken werden mit etwa 3 cm Abstand zur Wand auf den Winkeln verschraubt. Zusammen mit Querstreben wird alles so fest, dass man auch einen Elefanten draufstellen könnte.
  3. Bringen Sie nun mittels Abstandhalter (z.B. kleine Holzklötzchen, die nach dem Betonieren wieder entfernt werden können) die Unterkonstruktion der Terrasse auf gleiche Höhe. Ein kleines Gefälle von ca. 3 % weg von der Hauswand sollten Sie allerdings einkalkulieren, damit das Regenwasser besser abfließen kann.
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  1. Betonieren Sie nun die Pfosterhalter ein. Mit Fertigbeton geht das ganz fix. Sie müssen sich nur nach dem Anrühren des Betons beeilen, da dieser recht schnell antrocknet und sich dann nicht mehr verarbeiten lässt. Auf der Abbildung ist auch sehr gut der Abstandhalter zu sehen.
  2. Die Schwerstarbeit ist doch noch nicht ganz zu Ende, denn nun müssen Sie den Schotter oder Kies einfüllen und ihn gleichmäßig verteilen. Mit dem einen oder anderen fleißigen Helfer geht das aber ohne Probleme. Diese Arbeit können Sie durchaus auch schon vor dem Betonieren der Pfostenhalter machen.
  3. Zur Randeinfassung werden Palisadensteine aus Beton verwendet. Mit einem dicken Gummihammer und sehr viel Kraft lassen sie sich ganz gut in den Boden eintreiben. Sie müssen lediglich darauf achten, dass die Steine dabei nicht absplittern.
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  1. Hier sieht man die Querstreben im Bereich der Hauswand, die eine zusätzliche Stabilität gewährleisten.
  2. So sollte es im Bereich des Lichtschachtes aussehen. Terrassenbohlen und Lichtschacht schließen bündig zueinander ab.
  3. Terrassenboden und Balken werden bei uns nicht miteinander verschraubt. Statt dessen werden immer mehrere (zwischen 4 und 7, je nach Lage) Bohlen miteinander mittels dreier Leisten aus Bangkirai von unten verschraubt. Dadurch sind keine Schrauben von oben sichtbar. Kleine Holzkeile sorgen für gleichmäßigen Abstand untereinander.
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  1. Die Leisten sind so angeordnet, dass sie jeweils an den Tragebalken anliegen. Dadurch kann sich der Bodenbelag nicht verschieben. Das hält hundertprozentig und sieht deutlich besser aus. Pro Brett wurden jeweils zwei Edelstahlschrauben verwendet.
  2. Hier ist die Terrasse halb fertig und wird schon einmal von einem Helfer auf Stabilität geprüft. Es scheint alles in Ordnung zu sein und daher kann es weitergehen.
  3. Fast fertig, die letzten drei Bohlen werden wieder mit Leisten verbunden. Abschließend müssen noch die Kanten mit der Kreissäge begradigt werden. Nun steht den schönen Stunden auf der eigenen Terrasse nichts mehr im Wege.
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19. Bevor Sie aber Ihre Familie, Verwandtschaft oder Nachbarschaft zur ersten Terrassenparty einladen, müssen Sie natürlich die neue Holzterrasse gründlich reinigen. Der „junge Mann“ auf dem Foto versucht es auch schon. Ist die Terrasse sauber gefegt, sollte unbedingt ein Pflegeprodukt aufgetragen werden. Davon gibt es in den Baumärkten dutzende Varianten. Wenn Sie ein Holzöl verwenden, denken Sie daran: Einmal geölt — immer geölt! Das bedeutet, dass Sie bei geölten Holzböden nicht mehr auf andere Produkte ausweichen können. Falls Ihnen die Idee kommt, dass eine Überdachung der Terrasse über“dacht“ werden sollte, so ist das auch für Heimwerker ohne weiteres machbar.