Aussenfassade erneuern?

Markus: “Hallo, bei einer Renovierungsmaßnahme habe ich letztes Jahr bei einer Hausseite (Anbau 25 m²) feine Risse im Mineralputz entdeckt. Da die Wandung des Fensters verbessert werden musste, habe ich dies zum Anlass genommen, mir die Sache genauer anzuschauen und schlug vom Fenster ausgehend ca. 30 cm des Putzes ab. Dabei stellte ich fest, dass der Grundputz in viele ca. Faustgroße Teile gerissen war. Wahrscheinlich hätte ich ewig weitermachen können. Muss man in einem solchen Fall den Putz abschlagen und komplett erneuern? Wandaufbau ist wie folgt: ausgemauertes Holzgefache -> Holz abgedeckt mit Teerpappe -> Schilfmatte -> Grundputz -> Mineralputz. "

Antwort von Bert: "Sie haben offenbar ein altes Fachwerkhaus, das völlig unfachmännisch verputzt worden ist. Das Verkleiden mit Teerpappe (wie Sie sagen) ist eine Todsünde und führt dazu, daß das Gebälk wegfault, da der natürliche Feuchtigkeitsausgleich und das Abtrockungsverhalten unterbunden wird. Wenn überhaupt, müßte die Fassade mit einem Streckmetall verkleidet werden, das als Putzträger dient. Rißüberbrückende Putze sind in diesem Fall nicht angesagt, weil offenbar das Holz arbeitet und letzttendlich für die Rißbildung verantwortlich ist. Ich rate Ihnen dringend, den Putz abzuklopfen und eine hinterlüftete Fassadenverkleidung anzubringen. Dazu habe ich hier einige Inhalte gefunden."