Arbeitsanleitung: Holzmacken ausbessern wie der Profi

Selbst "hartes" Holz ist weich, wenn es hart hergenommen wird. Es können Risse und Kerben entstehen. Auch Fehlstellen treten auf - zum Beispiel Harzgallen oder Risse durch ungünstige Raumtemperatur und Raumfeuchtigkeit oder holztypische Trocknungs- bzw. Schwindvorgänge.

Wie arbeitet man am besten derartige "Macken" so bei, das sie hinterher nicht sichtbar sind? Gewiß - Holzkitt ist eine Möglichkeit. Aber bei der Verwendung von Holzkitt grenzt es fast an ein Wunder, wenn die Reparaturstelle unsichtbar bleibt.

Hier der Rat eines erfahrenen Möbelrestaurators:
  1. Sammeln Sie aus dem - vorher gründlich gesäuberten - Staubfangsack des Bandschleifers den Holzstaub und verwahren Sie diesen in einer Dose.
  2. Im Reparaturfall rühren Sie den Holzstaub mit einem Zwei-Komponentenkleber zu einem Brei (z.B. mit Reparatur-Epoxy). Arbeiten Sie schnell, denn der Kleber härtet schnell aus.
  3. Drücken Sie die pastöse Masse in die Kerbe - und zwar so, dass etwas von der Masse übersteht.
  4. Nach der Aushärtung - in der Regel nach einer halben Stunde - können Sie die Raparaturstelle beischleifen und endbehandeln (z.B. lackieren).


Spezialtipp:

Sollte kein Holzstaub vorhanden sein, können Sie z.B. von der Unterseite einer Treppenstufe oder einer Schublade eine entsprechende Staubmenge "produzieren".