Einfache Arbeitsanleitung: Flämmen von verschiedenen Holzoberflächen

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Rustikalen Charme erhält Holz durch Flämmen. Geeignet für das Flämmen sind alle Nadelhölzer, wie beispielsweise Fichte oder Tanne. Da das Ganze nicht ungefährlich ist, sollte am besten im Freien gearbeitet werden. Um glimmendes Holz zu löschen, kann ein Zimmerpflanzensprüher verwendet werden. Geflämmt wird mit einer Lötlampe. Außerdem brauchen Sie noch eine Draht- oder Wurzelbürste.

Mit Lötlampe das Holz flämmen

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Holz, das geflämmt werden soll, braucht vorher nicht geschliffen zu werden. Maschinen- oder Handhobeln reicht als Ober­flächen­behand­lung. Bei der Flämmarbeit an einer fest eingebauten Wandverkleidung schiebt man eine feuerfeste Platte zwischen Holzwand und Tapete. Die Flamme wird in Faserrichtung langsam hin- und hergeführt, bis die gewünschte Optik erreicht ist.

Geflämmtes Holz bürsten

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Nach dem Flämmen wird das Holz gebürstet. Dabei werden die verkohlten Holzbestandteile entfernt und die Oberfläche reliefartig strukturiert. Die harten Jahresringe bleiben dunkel stehen, die weichen dagegen werden herausgekratzt und sind dadurch heller. Wichtig: Immer in Richtung der Fasern bürsten, damit keine Querkratzer entstehen!

So sieht das fertig geflämmte und gebürstete Holz aus: Die Maserung tritt besonders deutlich heraus.

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Die unterschiedlichen Verarbeitungsstufen: Naturbelassen, geflämmt und gebürstet, ungebürstet geflämmt.

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