Anbau im Eingangsbereich

Susann S.: Ich plane eine Erweiterung des Eingangsbereiches durch Anbau eines (wahrscheinlich in Mauerwerk ausgeführten) Windfangs.
Muß dieses Vorhaben als Bauantrag (mit evtl. vereinfachtem Genehmigungsverfahren) eingereicht werden?
Muß zu diesem Zweck der vorhandene Putz an der Außenwand zum Anschluß des neuen Mauerwerk abgeschlagen werden oder kann die Dehnungsfuge zwischen alt und neu direkt auf den Putz aufgebracht werden?
Welche Materialien eignen sich als Dehnungsfugen?
Wie erfolgt der Anschluß des Ringankers des gemauerten Windfangs an das bestehende Mauerwerk und wie dichte und dämme ich fachgerecht in diesen Anschlußbereichen?

Liebe Susann, Du kommst nicht mit einer Frage, sondern mit einem ganzen Bündel. Den Architekten können wir Dir nicht abgeben.

Wenn Du einen Anbau planst, mußt Du eine Baugenehmigung einholen, sonst gilt das Werk als Schwarzbau. Du kannst das neue Mauerwerk stumpf an die alte, verputzte Wand stoßen lassen, dann müssen aber in der alten Wand Maueranker eingelassen werden, die im Mörtelbett des neuen Mauerwerks einzementiert werden. Besser ist, das neue mit dem alten Mauerwerk zu verzahnen, also Steine aus dem alten Mauerwerk herausschlagen (ganz oder teilweise) und Steine aus dem neuen Mauerwerk mit der alten Mauer zu verbinden.

Dauerelastische Dichtmassen halten auf fast allen Untergründen, also auch auf Putz. Prospekte verschicken wir keine, wir sind ja kein Reklameversender für die Baustoffindustrie. Wir empfehlen auch keine Produkte (Schleichwerbung!!), raten aber dazu, sich in unserer "baumarkt.de"-Suchmaschine umzusehen. Hier finden Sie dutzende Hersteller von Dichtstoffen, bei denen auch per Email Prospekte angefordert werden können.

Fugen zwischen Wandanschlüssen können beispielsweise ausgestopft werden mit Glas-, Steinwolle oder anderen Dämm-Materialien.

    Merke:
      Liebe Susann, Du mußt ahnen,
      wenn die Steine sich verzahnen,
      der Wind kann nicht mehr durch die Ritzen pusten,
      und Du bekommst auch keinen Husten!