Alte Tapeten von der Wand entfernen - wie geht's einfach?

Bevor Sie sich daran machen, Tapeten von der Wand zu entfernen, prüfen Sie zunächst einmal, auf welchem Untergrund die Tapete überhaupt klebt.

Im Normalfall klebt die Tapete direkt auf Putz. Hat dann der "erste Ankleber" eine Grundierung aufgetragen, haben Sie nur noch die halbe Arbeit. Hat er das nicht getan, was sehr oft der Fall ist, müssen Sie etwas mehr Energie aufbringen. Wie immer im Leben, gibt es ver­schiedene Möglichkeiten, der Tapete (oder mehreren, über ein­ander klebenden Tapetenschichten) zu Leibe zu rücken.

Methode Tapetenablöser



Das ist die Methode, die die Baumärkte und Farbenfachgeschäfte am meisten freut, denn auch eine Dose Tapetenlöser bringt Umsatz. Den Tapetenlöser satt mit einem Quast, einer Rolle oder einem Sprühgerät auftragen. Nach etwa 15 Minuten lässt sich die Tapete abziehen, wenn man Glück hat sogar bahnenweise. Wenn man Pech hat, muss man mit einem Tapetenschaber nachhelfen. Pappen mehrere Tapeten übereinander, muss der Vorgang wiederholt werden. Handelt es sich um Raufasertapeten, sollte ein speziell für Raufaser produzierter Ablöser verwendet werden.

Methode heißer Wasserdampf



In Heimwerker-Büchern und -Heften wird oft dazu geraten, die Tapete mit heißem Wasserdampf aufzuweichen.   A b e r    erstens hat nicht jeder eine "Dampfmaschine", zweitens kann man sich (oder andere) verbrühen und drittens wabert der erkaltete Dampf durch den Raum, setzt sich als Tau hinter Ihre Möbel und reift dort zum Schimmelpilz heran.

Methode Malermeister



Der Malermeister rückt mit seinen Gesellen und einem Spritzgerät an (der allseits bekannten GLORIA-Gartenspritze). Der Malermeister verrührt dann (was natürlich der Heimwerker genau so gut kann) in einen halb gefüllten Eimer warmen Wassers ¼ Spülmittel und ¼ Essigessenz. Diese Mischung erfüllt denselben Zweck, wie ein Tapetenablöser! Sobald das Wasser eingezogen ist, kann die Tapete abgehoben/abgezogen werden. Wenn nicht, muss der Vorgang wiederholt werden - je nach Art der Tapete und der Dicke der übereinander klebenden Tapetenbahnen.

Hat man keine Gartenspritze, kann man mit einem Quast oder einer Rolle nässen.

Schwierigkeitsgrad Latextapeten und -farben



Bei Latextapeten oder Tapeten, die mit Latexfarben beschichtet wurden, muss der "Igel" ran. Das ist eine Stachelwalze, die man in jedem Baumarkt oder Farbenfachhandel kaufen kann. Mit diesem Igel muss die alte Tapete aufgeritzt werden, dann erst kann man mit dem Einweichen beginnen. Da es das entspannte Wasser trotz der aufgeritzten Stellen schwer hat, an die eigentliche Papierträgerschicht heranzukommen, kann es notwendig werden, das Einweichen drei bis fünfmal zu wiederholen.