Abwasser in einen Bach einleiten

Michael L.: "Wir wollen im Garten eine Dränage verlegen, weil sich auf unserem Rasen immer nach Regen Pfützen bilden. Muß man bei den Dränagerohren mit Kokosummantelung auch Kies benutzen? Könnten wir unsere Dachrinne auch daran anschließen oder müßten wir ein zusätzliches KG-Rohr mit verlegen? Das gesamte Wasser wollen wir in einen Bach leiten."


Was Sie vorhaben, dürfen Sie u.U. gar nicht. Um Abwässer in einen Bach einzuleiten (auch wenn es saubere Abwässer sind), brauchen Sie eine Genehmigung. Und zwar keineswegs nur von der Gemeinde, sondern auch von den Bach- und Flußverbänden, die als Körperschaften des öffentlichen Rechts darüber wachen, daß niemand Wasser einleitet und damit für Verschmutzungen und/oder Hochwasser sorgt. Wenn 1.000 Anwohner auf einer Anhöhe ihre Grundstücks- und Dachentwässerung über einen Bach betreiben, haben die Bachanlieger im Tal Hochwasser und dieses u.U. in ihren Kellern.
Guter Rat: Machen Sie nichts Illegales - ein böser Nachbar könnte Sie anzeigen!

In der Regel ist die Dachentwässerung über das Kanalnetz Vorschrift, in Ausnahmefällen darf es auch versickern, wozu dann Sickerschächte anzulegen sind. Dafür muss eine Baugenehmigung beantragt werden.

Wie eine Drainage anzulegen ist, haben wir in unseren Anleitungen beschrieben. Eine Kokosummantelung hält nicht ewig. Damit ist Ihre Frage schon beantwortet.