Abriebklassen und Beanspruchungsklassen bei Laminat

en01.jpgEs ist irrig anzunehmen, ein Laminatboden sei so gut wie der andere und im übrigen unverwüstlich. Nichts ist unverwüstlich, wenn auch Laminate sehr robust sind. Dennoch gibt es Unterschiede in der Beanspruchung. Das alles ist in EN 685 (Europa Norm) geregelt. Bitte achten Sie also beim Kauf darauf, welches Laminat für Ihre Zwecke geeignet ist.

Wenn Sie die Felder mit den Pictogrammen anklicken, öffnen sich Tabellenfelder mit genauer Erklärung.

Auch wer einen Laminatboden der stärksten Beanspruchungsklasse 33 verlegt hat, sollte natürlich bedenken, dass Laminat keinen massiven Holzboden ersetzt. Diesen kann auch der geschickte Heimwerker aufarbeiten, wie in unserer Heimwerkeranleitung Holzboden schleifen und versiegeln nachzulesen ist. 

Generell kann es nicht schaden, wenn man sich vor dem Kauf eines Laminatbodens darüber informiert, ob ein Laminatboden auf Fußbodenheizung sinnvoll ist und wie es mit dem Schallschutz bestellt ist.

Abriebsklassen

Die Beständigkeit gegen Abrieb eines Laminatbodens wird als Abriebklasse (AC 1, AC 2, ... nach DIN EN 13329) angegeben.

Aktuelle Werte

Abriebsklassen AC 1 AC 2 AC 3 AC 4 AC 5
IP-Wert >900 >1800 >2500 >4000 >6500
Alte Werte
Alte IP-Werte 2000 4000 2500 10000 15000
Alte Klasse W 1 W 2 W 3 W 4 W 5

Die Abriebsklasse wird ermittelt, in dem man einen Prüfkörper auf eine Prüfvorrichtung spannt und mit Schmirgelpapier bespannte Räder (Reibräder) auf den Prüfkörper setzt. Nach jeweils 100 Umdrehungen wird der Prüfkörper auf Abrieb geprüft. Alle 200 Umdrehungen wird das Schmirgelpapier auf den Reibrädern gewechselt. Der Anfangsabriebpunkt (IP) ist der Punkt, an dem erstmalig ein klar erkennbarer Durchrieb des Dekordrucks auftritt.