Das große Baumarkt Lexikon

Alles zum Thema "Z"

Zähigkeit

Unter Zähigkeit versteht man die Fähigkeit eines Stoffes, bei Biege-, Schlag- oder Stoßbeanspruchung zwar nachzugeben, aber dabei nicht einzureißen oder zu brechen. Zähe Werkstoffe sind beispielsweise Stahl, Holz, Leder oder thermoplastische Kunststoffe. Sie haben häufig ein faseriges Gefüge.

Zählerschrank

auch: Zählerschränke

Zahnbalken

zahnbalken.gif

Im Produktionsbereich von Beton-Fertigbauteilen geläufige Bezeichnung für aus Beton gefertige, balkenartige Treppenelemente, die meistens im Keller als Unterkonstruktion einer Kellertreppe Verwendung finden. Durch das Aufmörteln von Trittplatten aus Beton oder Naturstein auf die Zahnbalken entsteht dann die eigentliche Treppe.

Zahnbrust

zahn.gif

Teil des Sägezahns beim Sägeblatt, welcher der Sägerichtung entgegengesetzt ist.

Zahneisen

auch: Zahnmeißel

zeisen.jpg

Meißel aus Stahl, dessen Schneide aus nebeneinander stehenden Zähnen besteht. Die Schäfte der Zahneisen können je nach der Verwendung für weichere oder härtere Weichgesteine mit pilzförmigen Klüpfelkopf oder mit schmalerem Fäustelkopf ausgeführt sein. Je nach Ausführung wird zwischen grob und fein gezahnt unterschieden. Verwendet wird das Werkzeug zusammen mit einem Knüpfel beim Zahnen. Das Zahneisen bzw. der Zahnmeißel ist im Einsatz dem Flachmeißel gleichzusetzen. Durch die gezahnte Schneide hat er allerdings noch die Wirkung eines Spitzmeißels. Die Spitzen schlagen sich punktuell in den Baustoff ein, wobei dieser gut abgetragen wird. Dies ist beispielsweise beim Abschlagen von Kacheln, Fliesen und Steinplatten mit anschließendem Ausputzen oder Aufrauen von Oberflächen von Vorteil.

Zahngrund

zahn.gif

Tiefste Stelle zwischen zwei Zähnen beim Sägeblatt.

Zahngrundlinie

zahn.gif

Beim Sägeblatt liegen Sägezähne alle auf einer Linie, der Zahngrundlinie.

Zahnhobel

zahnhobel.jpg

Der Zahnhobel unterscheidet sich erheblich von anderen Hobeln. Das Hobeleisen hat feine Rillen und steht fast senkrecht. Dadurch arbeitet der Hobel mehr schabend als schneidend. Er dient zum Entfernen von Unebenheiten, aber auch zum Aufrauen von Massivholzflächen. Durch die so gewonnene grobe Oberfläche kann Leim besser auf dem Holz haften.

Zahnhöhe

zahn.gif

Abstand zwischen Zahngrundlinie und Zahnspitzenlinie beim Sägeblatt.

Zahnkelle

auch: Zahntraufel, Zahnkellen

Die Zahnkelle ist bei Fliesenlegern im Dauereinsatz, siehe Aufstreichkelle.

Zahnkranz-Bohrfutter

auch: Zahnkranzbohrfutter

zbohrfutter.jpg

Gebräuchlichste Art von Bohrfutter für Bohrmaschinen. Typisches Merkmal ist der sichtbare und drehbare Zahnkranz. Mit einem Bohrfutterschlüssel dreht man den Zahnkranz und öffnet und schließt die drei Spannbacken im Innern.

Zahnlücke

zahn.gif

Die Zahnlücke ist der freie Raum zwischen zwei Zähnen beim Sägeblatt, diese Art der Zahnlücke wird also nicht vom Zahnarzt behandelt.

Zahnmeißel

auch: Zahnmeissel

siehe Zahneisen.

Zahnrücken

zahn.gif

Freischneidender Teil eines Zahns beim Sägeblatt.

Zahnschnitt

auch: Zahnschnitte

Der Zahnschnitt ist eine häfuig zu findende Verzierung unter den Gesimsen von Gebäuden und Möbeln. Es gibt einfache und doppelte Zahnschnitte. Bei Gebäuden findet man sowohl Zahnschnitte an Balkenköpfen aus Holz als auch als Mauerschicht an Friesen und Gesimsen.

Zahnspachtel

zspachtel.jpg

Fliesenkleber wird mit dem Zahnspachtel aufgetragen und an der Verlegefläche kräftig durchgekämmt. Hierdurch wird ein gleichmäßig dicker Auftrag erzielt. In der Regel gilt: Je größer das Fliesenformat und je stärker das Profil an der Fliesenrückseite, um so größer sollte auch die Zahntiefe (3, 4, 6, 8 mm) sein. Die meisten Mörtelhersteller machen auf ihren Verpackungen genaue Angaben über die für den gewählten Mörtel erforderliche Zahnung. Um die Vielfalt der angebotenen Zahnungen zu ordnen, gibt es die Empfehlung der Technischen Kommission Bauklebstoffe (TKB), in der drei Zahnformen festgelegt sind: Gruppe A: Spitzzahnungen "fein" Gruppe B: Spitzzahnungen "grob" Gruppe C: Viereckzahnungen

Zahnspitze

zahn.gif

Höchste Stelle zwischen zwei Zähnen beim Sägeblatt.

Zahnspitzenlinie

zahn.gif

Beim Sägeblatt liegen die Spitzen der Sägezähne alle auf einer Linie, der Zahnspitzenlinie.

Zahnteilung

zahn.gif

Abstand zwischen zwei Zahnspitzen beim Sägeblatt.

Zahntraufel

siehe Zahnkelle.

Zahntriebtürschließer

Der Zahntriebtürschließer ist der derzeit gebräuchlichste Türschließer. Wenn die Tür um Winkel geöffnet wird, beschreibt der Hauptarm einen Kreisbogen. Der Hauptarm ist mit einer verzahnten Achse verbunden, die senkrecht durch das Schließergehäuse läuft. Die Zähne der Achse greifen in die entsprechenden Zähne auf den Kolben. Wenn die Achse sich dreht, bewegt sie somit den Kolben in horizontaler Richtung. Während seiner linearen Bewegung drückt der Kolben eine Feder zusammen. Sobald die Tür losgelassen wird, entspannt sich die Feder wieder und drückt somit die Tür wieder in die Ausgangspositionen.

Zahnziegel

zahnziegel.jpg

Zahnziegel sind Mauerziegel, die an den Stoßkanten mit Nut und Feder ausgestattet sind. Dadurch können sie ohne Vermörtelung der Stoßfuge gesetzt werden. Lediglich in der Lagerfuge werden sie vermörtelt. Die mörtelfreie Stoßfuge erspart Arbeitszeit und bis zu 40 Prozent an Mörtel. Die Verzahnung sollte bei dieser Art von Ziegeln gut ineinander fassen, damit es später nicht zu Problemen beim Verputzen (Risse) oder Schlagregen (Durchfeuchtung) kommt.

Zange

auch: Zangen

Werkzeug zum Halten, Durchtrennen und Greifen. Es gibt zahlreiche unterscheidliche Zangen. Häufig verwendetete Zangen sind beispielsweise Flachzange, Kneifzange, Kombizange, Wasserpumpenzange oder Seitenschneider. Weniger bekannt dürften sein: Glaskröselzange, Glasbeisszange, Mosaikzange, Farmerzange, Abisolierzange, Aderendhülsenzange, Crimpzange, Knabberzange oder die Revolver-Lochzange.

Zangenmessgerät

auch: Digitales Zangenmessgerät, analoges Zangenmessgerät, Zangenmessgeräte

zmgeraet.jpg

Mit dem Zangenmessgerät kann man Wechselströme messen, ohne den Stromkreis zu unterbrechen, das heißt die Messung erfolgt berührungslos. Weitere Funktionen eines Zangenmessgeräts sind das Messen von Wechselströmen, der Wechselspannung und des Widerstands. Zangenmessgeräte gibt es mit analoger und digitaler Anzeige.

Zangenschlüssel

zschluessel.jpg

Der Zangenschlüssel sieht auf den ersten Blick wie eine Wasserpumpenzange aus, die Technik ist jedoch um einiges komplizierter. Das Werkzeug besitzt glatte Greifbacken, die jederzeit parallel zueinander stehen. Da es dadurch spielfrei auf den Flächen greift, ohne die Kanten zu belasten, ist das Werkzeug besonders für die Montage von Teilen mit empfindlicher Oberfläche geeignet, z.B. verchromten Armaturen. Der Zangenschlüssel arbeitet nach dem Ratschenprinzip, das heißt, er braucht beim Nachsetzen nicht wie ein Schraubenschlüssel vom Werkstück genommen zu werden. Aufgrund seiner kraftvollen Übersetzung eignet sich der Zangenschlüssel auch hervorragend zum Festhalten, Zusammenpressen und Biegen.

Zapatero

Zapatero ist eine in Europa, Nordafrika und Asien heimische Holzart. Die Farbe des Holzes ist wachsgelb und ist teils rötlich gerändert. Das Splintholz ist blassgelblich. Das Holz ist sehr dicht, sehr hart, elastisch und dauerhaft, aber nicht witterungsbeständig. Es lässt sich gut bearbeiten, drehen, schnitzen und polieren, schwindet stark und lässt sich schwer spalten. Es ist das härteste und schwerste einheimische Holz. Verwendung findet es im Instrumentenbau wie beispielsweise für Blasinstrumente. Auch Messwerkzeuge, Schachfiguren oder Pfeifenköpfe werden aus Zapatero gefertigt.

Zapfen

zapfen.jpg

Zapfenbahn

auch: Zapfenbahnen

Zapfenbahnen werden bei der Reparatur und Sanierung von Fachwerkbauten notwendig. Muss ein Riegel oder Ständer nachträglich eingefügt werden, so gelingt das nur durch seitliches Einschwenken. Der Zapfen benötigt hierfür eine Öffnung im bestehenden Holz, diese wird vom Fachmann als Zapfenbahn bezeichnet. Ist der neue Riegel oder Ständer an der gewünschten Stelle, wird die Zapfenbahn mit einem keilförmigen Holzstück sauber verschlossen.

Zapfenband

auch: Zapfenbänder

Zapfenbänder zählen zur Gruppe der Beschläge. Das Kennzeichen von Zapfenbändern ist der konische untere Lagerzapfen und die Lastübertragung vom Flügel auf das Lager mittels eines stabilen Traghebels. Zapfenbänder werden meist als Anschweißbänder geliefert. Verwendet werden sie bei Türblättern aus Rohrrahmen oder Kaltprofilen. Auch wenn die Drehachse aus konstruktiven Gründen deutlich vor der Tür- bzw. Torebene liegen muss, ist das Zapfenband geeignet.

Zapfenfräse

zapfenfraese.jpg

Mit einer Zapfenfräse kann der Tischler oder Zimmermann die klassischen Holzverbindungen problemlos fräsen. Dabei sind alle Zapfenformen rationell und passgenau herstellbar. Gerade Zapfen, schräge Zapfen, Eck- und Firstblätter, alles ist möglich. Speziell entwickeltes Fräswerkzeuglässt sich blitzschnell für verschiedene Zapfenlängen sowie für Blattfräsungen verstellen.

Zapfenschere

siehe Scherzapfen.

Zapfenschlüssel

zschluessel.gif

Schraubenschlüssel mit zwei Zapfen an der Vorderseite. Er wird zum Lösen oder Anziehen von Zweilochmuttern  verwendet, die vor allem im Kfz- und Fahrradbereich zu finden sind. Der Zapfenschlüssel auf dem Foto ist verstellbar, was den Vorteil hat, dass er für verschiedene Größen verwendet werden kann.

Zapfenschneider

zapfenschneider.jpg

Bohrer zur Herstellung von Querholzplättchen und Zapfen zum Ausbessern von Astlöchern.

Zapfhahnzähler

auch: Gartenzähler

Der Zapfhahnzähler íst ein Wasserzähler zum nachträglichen Anbau an Wasserhähne mit Schlauchanschluss z.B. im Garten, an Waschmaschinen oder auf Baustellen. In einigen Bundesländern kann bei der Verwendung des Zapfhahnzählers als Gartenzähler die Abwassergebühr um die im Garten verwendete Menge reduziert werden.

zaponieren

Wenn eine Oberfläche mit Zaponlack behandelt wurde, sprach man noch bis in die 60-er Jahre von "zaponieren". Der Begriff ist heute wenig gebräuchlich.

Zaponlack

auch: Zaponlacke

Zaponlacke sind eines der ältesten künstlichen Lacksysteme. Der Name „Zapon“ ist wahrscheinlich eine Phantasiebezeichnung. Die Zaponlacke wurden und werden vor allem zur Lackierung von Metallen verwendet. Die Lösungsmittel im Nitrocelluloselack verdunsten sehr schnell, deshalb trocknet der Zaponlack zügig. Eigenschaften: - verhindert das Korrodieren und Anlaufen von Metallen im Innenbereich , verwendbar für Messing, Silber, Gold, Bronze, Kupfer. - schnelltrocknend - leicht verarbeitbar Der Untergrund muss vor dem Auftrag des Zaponlacks völlig trocken sein, der Lack lässt sich aufgrund seiner Dünnflüssigkeit sehr gut mit der Spritzpistole auftragen. Aus der häufigen Verwendung des Zapons hat sich die Bezeichnung „zaponieren“ erhalten, ganz allgemein bezeichnet man damit das Überziehen von Gegenständen mit einem dünnen, farblosen und glänzenden Lackfilm. Ein Nachteil des Zaponlackes ist seine mangelnde Alterungsbeständigkeit, an der Luft und unter UV – Licht kann es zu einer deutlichen Vergilbung kommen.

Zarge

auch: Zargen

Zarge ist die abgekürzte Schreib- und Sprechweise für Türzarge. Zargen umschließen meistens eine Maueröffnung. Das eigentliche Türblatt hängt an einer Zarge.

Zargenanker

zargenanker.jpg

Der Zargenanker ist ein Bauteil zum Befestigen der Türzarge. Speziell in Sichtmauerwerk können Türen ohne Schweißarbeiten befestigt werden. Zusätzlich ermöglicht die Lösung die einfache und schnelle Justierung der Zarge bei gleichzeitig problemlosen Ausgleich von Mauerwerksunebenheiten. Der Zargenanker wird direkt auf dem Mauerwerk angedübelt und anschließend die Zarge in die Wandöffnung geschoben.

Zargenfenster

Das Zargenfenster ist ein spezielles Kellerfenster, das im Gegensatz zum Laibungsfenster beim Bauen mit einbetoniert oder eingemauert wird. Unter einem Zargenfenster kann aber auch ein Fenster mit Fensterzarge verstanden werden. Eine Fensterzarge war ursprünglich nicht üblich, das Fenster wurde ohne Zarge in die Fensteröffnung gesetzt. Das Zargenfenster erlaubt die Trennung von Blindstock und eigenlichem Fenster, und einen saubere, winddichte Anschlag mit Falz.

Zargenrahmen

Bei diesem Fenster- und Türrahmentyp bestehen die Rahmenhölzer aus brettstarken Hölzern, welche die gesamte Laibung bedecken. Innen und außen schließt der Zargenrahmen bündig mit der Wandfläche ab, so dass die Wände bis an den Zargenrahmen verputzt werden können. Er war im Fachwerkbau typisch für das 18. und 19. Jahrhundert. Im historischen Backsteinbau übernimmt der Zargenrahmen eine tragende Funktion.

Zaun

auch: Zäune

Zäune haben sehr unterschiedliche Aufgaben und sie können auch aus sehr unterschiedlichen Materialien bestehen. Zäune können eher dekorative Aufgaben erfüllen und dabei auch einen gewissen Schutz in dem Sinne bieten, dass Kleinkinder das Grundstück nicht verlassen und fremde Hunde nicht auf das Grundstück gelangen können. Zäune werden aber auch als Sichtschutzzaun angeboten oder bewahren als Sicherheitszaun gefährdete Personen davor, unliebsamen Besuch zu erhalten, wie diese Zäune umgekehrt auch dazu beitragen, dass Straftäter nicht aus Strafanstalten entweichen. Die meisten Zäune bestehen aus Holz, das druckimprägniert worden ist. Angeboten werden aber auch Zäune aus Edelstahl, aus eloxiertem, verschiedenfarbigem Aluminium, aus Kunststoff und aus Schmiedeeisen. Der Abgrenzung von Gärten dient vielfach der Metallgeflechtzaun, während der Gittermattenzaun eher als Sicherheitszaun zum Einsatz kommt. Zäune dürfen nicht "nach Lust und Laune" aufgestellt werden, sie müssen in das Straßen- und Landschaftsbild passen. Vielfach ist sogar eine Baugenehmigung erforderlich, wenn man sein Grundstück einfrieden will. Je nach Einsatzzweck reichen die Zaunhöhen von 40 bis 200 cm. Zäune werden nicht nur nach Material und Verwendungszweck klassifiziert, sondern auch nach gestalterischen oder landschaftstypischen Gesichtspunkten wie z.B. beim Friesenzaun.

Zaunblenden

Zaunbriefkasten

auch: Zaunbriefkästen

zaunbriefkasten.jpg

Zaunbriefkästen sind in den Zaun integriert oder werden am Zaun montiert. Häufig sind an solchen Briefkästen noch Sprech- und Klingelanlagen zu finden. Die Vorteile eines Zaunbriefkastens liegen eher auf der Seite des Briefträgers. Er muss nicht durch den Vorgarten bis zur Haustür marschieren, kann also auch nicht von einem beißwütigen Hund angegriffen werden. Der Hausbesitzer muss hinaus in die Kälte, wenn er morgens in den Genuss der Tageszeitung kommen möchte. Ein Zaunbriefkasten hat jedoch auch den Vorteil, dass Unbefugten der Zutritt zum Grundstück verweigert werden kann, in dem beispielsweise das Gartentor verschlossen bleibt.

Zaunhöhe

auch: Zaunhöhen

Zaunhöhen sind nicht in Normen erfaßt. In vielen Bebauungsplänen oder Gestaltungssatzungen der Städte und Gemeinden wird die Zaunhöhe, insbesondere die Maximale Zaunhöhe, jedoch vorgeschrieben. Als Richtwerte für Zaunhöhen gelten: Garten- und Weidezäune ca. 100 - 140 cm Zäune zur symbolischen Abgrenzung ca. 40 - 90 cm Zäune zur Sicherung gegen Betreten bis 80 cm (nochübersteigbar) Zäune zur Sicherung gegen Absturz (z.B. Kiesgrube) 110 - 120 cm Zäune zum Schutz von Kleinkindern und zum Schutz vor Tieren 100 - 140 cm Sichtschutzzäune (Augenhöhe ›160 cm) 170 - 190 cm Schutzzaun zur Absicherung vor Übersteigen (mit Übersteigschutz) ›200 cm Lärmschutzzaun nach Berechnung

Zaunpfostenkappe

auch: Zaunpfostenkappen

zaunpfostenkappe.jpg

Ein Holzzaun-Element ist in aller Regel an runden oder quadratischen Holzpfosten befestigt. Um das Hirnholz dieser Pfosten vor Regen und damit vor Fäulnis zu bewahren, können den Pfosten "Hütchen" aufgesetzt werden, die Pfostenkappen oder Zaunpfostenkappen genannt werden. Diese Kappen sind meist aus Aluminium oder rostfreiem Edelstahl gefertigt und werden im Hirnholz verschraubt oder angenagelt. Die Kappenformen sind sehr unterschiedlich. Es gibt diese in Form von abgerundeten Scheiben, in Pyramidenform oder in Form eines Tonnendachs. Auch fantasievolle andere Ausführungen gibt es im Handel.

Zebrano

auch: Zingana

zebrano.jpg

Zebrano ist einzig in Ländern der Äquatorialzone Westafrikas beheimatet und zählt zu den luxuriösesten und dekorativsten Hölzern Afrikas. Mit seiner gelblichen/hellgrauen bis gelben Farbe und den scharf abgesetzten graubraunen bis dunkelbraunen Streifen setzt es Trends und Akzente. Zebrano ist pilz-, insekten- und witterungsfest und leicht zu verarbeiten. So findet sich Zebrano-Holz in exklusiven Automobilen und als edle Oberfläche hochwertiger Möbel. Zebrano findet man auch unter der Bezeichnung Zingana im Handel. Der Name Zebrano leitet sich von den Streifen des Zebrafells ab, das diesem Holz ähnlich sieht.

Zebrawood

siehe Muiracatiara.

Zeder

auch: Zedern

zeder.jpg

Zedernholz kommt aus Nordafrika, dem nahen Osten und vor allem aus Kanada, siehe kanadische Zeder. Der Baum wird bis 40 m hoch bei einem Stammdurchmesser bis 1,5 m. Das hellbraune bis rötlich-braune Holz riecht aromatisch, aus ihm wird auch ein Heilöl gewonnen. Ferner werden aus Zedernholz Räucherstäbchen gefertigt. Im Baubereich wird Zedernholz, das im Wasser an Härte und Dauerhaftigkeit zunimmt, insbesondere im Außenbereich eingesetzt, da es nicht von Pilzen befallen wird. Gartenmöbel und Bohlen für den Terrassenbau sowie Paneele zur Fassadenbekleidung aus Zedernholz gelten als besonders witterungsresistent.

Zedernholzöl

Ätherisches Öl, das durch Extraktion des Zedernholzes gewonnen wird. Zedernholzöl gilt als natürliches Holzschutzmittel, da es "pilzwidrig" wirkt und Schädlinge fern hält. Früher wurden Truhen, in denen Textilien aufbewahrt wurden, gerne aus Zedernholz gebaut, da dieses Holz Motten "verscheucht". Aus demselben Grund werden auch heutzutage noch Klötze oder Holzeier aus Zedernholz hergestellt, die in den Wäscheschrank gelegt werden sollen.

Zeichnungsmatte

auch: Zeichnungsmatten

Bei einer Zeichnungsmatte handelt es sich um eine Betonstahlmatte mit einem nicht standardmäßigen Mattenaufbau. Zur Bestellung der Matte ist wegen ihrer unregelmäßigen Form immer eine Zeichnung notwendig. Sie kann weder durch das Kurzzeichen von Lagermatten noch das Bezeichnungssystem von Listenmatten eindeutig beschrieben werden. Verwendet werden Zeichnungsmatten dort, wo aus statischen oder konstruktiven Gründen eine zusätzliche Anpassung notwendig ist.

Zellgummiband

auch: Zellgummibänder

Geschlossenzelliges Kautschukband mit besonders hoher Witterungs- und Alterungsbeständigkeit. Einsatz als Dichtband im Metall- und Glasbau und im gesamten Baubereich.

Zell-Leim

auch: Zellleim

Zell-Leim wird aus dem Papierrohstoff Cellulose hergestellt, der verschiedenen Additive beigemischt werden. Zell-Leim (oder Zellleim) eignet sich besonders für das Tapezieren von schweren Papiertapeten, Prägetapeten und Strukturtapeten.

Zelluloid

auch: Celluloid

Zelluloid kennen die meisten sicherlich im Zusammenhang mit der Filmindustrie, wurden doch Filme auf Zelluloid gebannt. Aber auch im Bauwesen wurde Zelluloid zum Beispiel für Schlosseinfassungen bei Türen und für Schutzschilder von elektrischen Schaltern verwendet. Zelluloid gilt als das älteste Thermoplast. Es ist leicht entflammbar und besteht aus Nitrozellulose mit etwa 11 % Stickstoffgehalt, Kampfer und etwas Alkohol als Weichmacher. Da es wie gesagt leicht brennbar war, wurde es durch Zellulose-Acetat-Kunststoffe und Mitte des 20. Jahrhunderts durch Polyethylen ersetzt.

Zellulose

auch: Zellulosedämmung, Zellulosedämmstoffe

Die watteartige Zellulose ist nicht nur Grundstoff der Papierindustrie, sondern auch im Baubereich vielfach im Einsatz. Der typische Einsatzbereich einer Zellulose-Dämmung ist die Hohlraumfüllung. Dabei werden Zeitungsremittenden geschreddert und mit Borsalz behandelt, um die Zellulose schwer entflammbar zu machen. Zellulose-Platten bestehen zusätzlich aus Jute, das für eine größere Stabilität sorgt. Zellulose-Platten sind für die Dämmung von Wand, Dach und Decke vorgesehen. Sie lassen sich leicht verarbeiten und erreichen eine gute Wärmedämmung. Zellulose ist - chemisch gesehen - ein Polysaccharid (Vielfachzucker). Die Pflanzenzellen dienen als Gerüstsubstanz. Nahezu alle Zellwände der lebenden und abgestorbenen Pflanzenteile bestehen aus Zellulose; diese verleiht den Pflanzen Festigkeit und macht sie gegen den Einfluss des Regens unempfindlich. Die Zellulose der verwesenden Pflanzenteile wird durch Bakterien und Pilze unter Aufbau körpereigener Stoffe zu Kohlenstoffdioxid und Wasser abgebaut. Im Holz ist die Zellulose (40 bis 50%) mit Lignin (20 bis 30%) und anderen Begleitsubstanzen (10 bis 30% Polyosen und andere zellulosefreie Bestandteile sowie ca. 1% Mineralstoffe) vergesellschaftet. Eine Zellulosedämmung ist zum Beispiel in der Lage, ohne Dämmwertverluste Feuchtigkeit zu speichern und wieder abzugeben. Dieses Feuchtespeichervermögen wirkt raumklimatisch regulierend und hat bauphysikalisch als Feuchtepuffer besonders bei Sanierungen und Flachdachsystemen ohne Hinterlüftung einen positiven Effekt. Zusätzlich ist im Gegensatz zu herkömmlichen Fasermatten die Luft- und Winddichtheit erheblich besser.

Zellulosedämmflocken

siehe Zellulose, diese besteht aus watteartigen, ineinander verwobenen Flocken, die in Säcken angeliefert werden und der Dämmung von Hohlräumen dienen.

Zellulosedämmstoffe

siehe Zellulose.

Zellulosedämmung

auch: Zellulosedämmungen, Zellulose-Dämmungen

siehe Zellulose.

Zellulosekleister

auch: Cellulosekleister

Zellulosekleister ist ein Tapetenkleister auf der Basis von wasserlöslicher Methylcellulose. Dieser Kleister eignet sich zum Kleben von Tapeten mit Papierträger oder Vliesträger. Es gibt verschiedene Ausführungen wie Normalkleister ohne Zusätze, wasserlöslich als Spezialkleister mit Kunststoffzusatz, Suprakleister hochnassfest und Instantkleister, der sehr schnell löslich ist.

Zelluloseleim

auch: Zelluloseleime

Zelluloseleim wird hauptsächlich als Bindemittel für Leimfarben verwendet. Er ist sehr einfach zu verwenden. Er trocknet durch Wasserverdunstung und ist deshalb auch wieder wasserlöslich. Eine weitere Eigenschaft ist die gute Verträglichkeit mit allen Farbpigmenten und anderen Leimen.

Zeltbuch

auch: Zeltbücher

Größere Zelte (z.B. Zirkuszelte) müssen ein sogenanntes Zeltbuch führen. In diesem Zeltbuch muss vor jeder Nutzung die sogenannte "Zelt-" oder "Bauabnahme" eingetragen werden. Dafür ist selten der TÜV, meistens die städtische Bauaufsicht zuständig. Übrigens: wer sich große Zelte (Bsp. Veranstaltungszelte oder ähnliches) mietet, wird feststellen, dass diese normalerweise immer vom Vermieter selbst aufgebaut werden. Der bringt dann auch das Zeltbuch mit und achtet darauf, dass alle notwendigen Angaben vorgenommen werden. Kleine Zelte, wie sie in der Regel für ein Zeltlager mitgenommen werden, müssen zwar in einem einwandfreien Zustand sein, aber dafür genügt auch der "Selbst-Check" vor oder während des Aufbaus.

Zeltdach

auch: Pyramidendach, Zeltdächer

zeltdach.jpg

Dachform, die meistens auf einem quadratischen und seltener auf einem rechteckigen oder runden Grundriss errichtet wird. Zelt- oder Pyramidendächer findet man vor allem auf Türmen und Kirchtürmen. Zeltdächer mit einem geringem Gefälle sind typisch für Häuser im mediterranen Baustil, wie er sich seit den 90-er Jahren immer mehr in Deutschland ausbreitet. Das Zeltdach belebt - neben dem Pultdach - sozusagen die deutsche Dachlandschaft.

Zement

Zement besteht aus Kalkstein und Ton in einem bestimmten Mischungsverhältnis. Die Rohstoffe werden zu Rohmehl fein gemahlen und anschließend gebrannt. Dabei entstehen Zementklinker, die anschließend fein zu Zement gemahlen werden. Zement ist unentbehrlich bei der Herstellung von Beton und Mörtel, fungiert er doch dort als Bindemittel und sorgt für die notwendige Erhärtung. Je nach Zusammensetzung unterscheidet man verschiedene Zementarten.

Zementarten

auch: Zementeigenschaften, Zementart, Zement-Arten, Zement-Art

Zementeigenschaften

siehe Zementarten.

Zementestrich

auch: Zementestriche

Zementestrich (ZE) ist die am meisten verwendete Estrich-Art. Fast jeder zweite Estrich ist ein Zementestrich. Dies liegt an seinen universellen Einsatzmöglichkeiten und seinen ausgezeichneten Eigenschaften. Zementestrich hat gute Festigkeitswerte, ist unempfindlich gegen Feuchtigkeit und kann daher im Innen- und Außenbereich verlegt werden und ist zudem als Heizestrich geeignet. Der Nachteil von Zement-Estrich ist, dass er erst nach 20-30 Tagen "belegreif", also so weit ausgehärtet ist, dass auf ihm die unterschiedlichsten Bodenbeläge von Keramikplatten bis Parkett verlegt werden können. Der Zementestrich besteht aus Wasser, Sand der Körnung 0-8 oder 0-16 (16 = Durchmesser des größten Sandkorns in Millimeter) sowie Normzement. Eventuell kommt noch ein Hartstoffzuschlag hinzu. Die DIN teilt Zement-Estriche in acht Festigkeitsklassen zwischen ZE 12 bis ZE 65 ein. Die Ziffern geben dabei an, mit wieviel Druck (in Newton pro Quadratmillimeter) der Estrich belastet werden kann. Für einen schwimmenden Estrich im Wohnungsbau wird beispielsweise ein Estrich ZE 20 verwendet.

Zementfarbe

auch: Zementfarben

Zementfarben bestehen aus Weißzement und hochhydraulischem Kalk. Hochhydraulisch bedeutet, dass das Bindemittel ohne Luftzufuhr erhärtet. Man kann Zementfarbanstriche daher für Unterwasserflächen oder ständig erdfeuchte Untergründe wie beispielsweise Schwimmbecken aus Beton verwenden. Die wetterbeständigen, wasserdampfdurchlässigen Zementfarben eignen sich für die gleichen Untergründe wie die Kalkfarbe. Für Holz und Metall sind die Farben allerdings generell nicht geeignet. Zudem sind sie gegenüber Kalkfarben etwas spröder und können daher leichter reißen. Da Zementfarben sich wie Kalkfarben nur geringfügig abtönen lassen, benötigt man im allgemeinen zwei Anstriche.

Zementfaserplatten

auch: Zementfaserplatte

Oft genutzter Begriff, dennoch aber lautet die richtige technische Bezeichnung Faserzementplatten.

Zementfestigkeitsklasse

auch: Zementfestigkeitsklassen

Die Zementfestigkeitsklasse gibt Aufschluss über die Anfangsfestigkeit bzw. die Festigkeitsentwicklung von Beton nach dem Betonieren. Manche Zemente erreichen schneller eine bestimmte Festigkeit, bei anderen dauert dies länger. Grundsätzlich werden die drei Klassen 32,5 / 42,5 / 52,5 unterschieden. Weiterhin gibt es noch die Zusätze "N" und "R", wobei "N" für "normal" und "R" für "rapid" steht. Erster Zement hat eine normale Anfangsfestigkeit, während der zweite eine hohe Anfangsfestigkeit besitzt. Je höher die Klasse, desto schneller härtet der Zement aus bzw. desto höher ist seine Anfangsfestigkeit. Ein Beton der Zementfestigkeitsklasse 32,5 N besitzt nach drei Tagen eine Festigkeit, die in etwa 30 bis 40 Prozent der Druckfestigkeit nach 28 Tagen entspricht. Ein Zement der Klasse 42,5 hat nach drei Tagen bereits 50 bis 60 Prozent, der Klasse 52,5 N gar 70 bis 80 Prozent der 28-Tage-Druckfestigkeit erreicht. Ein Beton der Zementfestigkeitsklasse 32,5 R erhärtet etwa genauso schnell wie ein Beton der Klasse 42,5 N.

Zementfliese

auch: Zementfliesen

zementfliese.jpg

Zementfliesen sind zementgebundene Wand- oder Bodenfliesen. Sie gelten als Vorläufer der stärker strapazierfähigen Steinzeugfliesen. Zementfliesen finden auf Grund ihrer schönen Pastelltöne und ihrer lebendigen Ausstrahlung, ähnlich dem Terracotta, in wachsendem Maße Beachtung in Rekonstruktionen, aber auch im privaten Wohnbereich. Man spricht inzwischen von einer Renaissance der Zementfliese. Zementfliesen wurden schon 1850 in Frankreich hergestellt. Sie breiteten sich schnell im gesamten mediterranen Raum aus, wo sie noch heute in herrschaftlichen Villen oder öffentlichen Gebäuden zu bewundern sind. Zementfliesen vereinigen die Schönheit von Marmor mit der Haltbarkeit von weißem Zement.

Zementgel

Beim Mischen von Zement und Wasser entsteht zunächst Zementleim, der dann zum Zementgel wird. Das ist der Beginn der Hydration, der Zement erhärtet also allmählich und das Zementgel wird dann zum Zementstein. Chemisch betrachtet handelt es sich beim Zementgel hauptsächlich um Calciumsilicathydrat und Calciumhydroxid. Auch bei dichtester Packung kann das Zementgel den bestehenden Raum nicht vollständig füllen, es verbleiben Zwischenräume, die als Gelporen bezeichnet werden.

Zementholz

auch: Zementhölzer

siehe Holzsbeton.

Zementkleber

Fliesenkleber auf Zementbasis sind Pulverkleber und werden kurz vor der Verwendung mit Wasser zu einer Masse verarbeitet. Mit einem in die Bohrmaschine gespannten Rührquirl muss das Klebepulver völlig klumpenfrei vermischt werden. Die hydraulisch härtenden Klebmörtel werden mit einer Zahnspachtel zwei bis sechs Millimeter stark aufgezogen. Sie binden schnell ab, sind nach dem Aushärten gegen Dauernässe und Witterungswechsel beständig und von hoher Qualität. Sie sind auf starren und nicht allzu großen Flächen einsetzbar. Als Untergründe eignen sich beispielsweise saugfähige und mineralische Baustoffe wie Beton oder Zementestrich.

Zementklinker

Zementleim

auch: Zementmilch, Zement-Leim

Beton besteht je nach Anwendungszweck aus verschiedenen Zuschlägen und Zementleim. Unter Zementleim versteht man keinen Leim oder Kleber, sondern das Gemisch aus Wasser und Zement. Die Güte, besonders die Druckfestigkeit, hängt vom Wasserzementwert ab. Aus dem Zementleim wird durch Erhärtung der Zementstein.

Zementmilch

siehe Zementleim.

Zementmörtel

Zementmörtel zählen zu den Mörtelgruppen III und III a. Sie haben Zement als Bindemittel. Die Mörtelgruppen III und IIIa haben das gleiche Mischungsverhältnis, jedoch werden bei der Gruppe IIIa erhöhte Anforderungen an den Zuschlag gestellt. Sie können wegen ihrer hohen Druckfestigkeit besonders für hochbelastetes Mauerwerk, wie z.B. für kurze Wände und Auflager, verwendet werden. Zementmörtel erreichen eine sehr hohe Festigkeit, sind jedoch schlecht zu verarbeiten. Deshalb wird ihnen häufig Kalk zugesetzt, jedoch darf der Zementanteil dabei nicht verringert werden. Zementmörtel sind zudem spröde und nehmen wenig Feuchtigkeit auf. Weiterhin sind sie wenig wasserdampfdurchlässig. Zementmörtel werden nicht zuletzt auch verwendet, um Betonabplatzungen aufzufüllen oder Kiesnester und lokale Fehlstellen im Beton auszubessern. Zementmörtel mit Zusatz von Kunststoffen werden eingesetzt, um die Dehnfähigkeit sowie die Haftfestigkeit und das Wasserrückhaltevermögen zu steigern.

Zementputz

auch: Zementputze

Zementputze zählen zu den Mineralputzen. Der Putz besteht aus dem Bindemittel Zement und dem Zuschlag Sand. Er wird aufgrund seiner wasserabweisenden Eigenschaften als Außenputz und Sockelputz eingesetzt. Für den Innenputz ist er ungeeignet, da er sehr hart und wenig sorptionsfähig ist, d.h. geringe ausgleichende Wirkung auf die Raumfeuchte hat und seine Oberfläche als kalt empfunden wird (Raumklima). Bei der Verarbeitung kann Zementputz bei fehlender Schutzbekleidung eventuell zu Verätzung und zu Maurerkrätze führen.

Zementschleier

Zementschleier entstehen oft im Mauerwerk eines Neubaus, nach dem Verfugen oder nach dem Ausbessern alten Mauerwerks. Zementschleier entstehen im Gegensatz zu Ausblühungen durch mangelnde Sorgfalt beim Mauern (Mörtel spritzt auf das Sichtmauerwerk). Besonders störend fallen Zementschleier auf, wenn es sich um Verblendmauerwerk mit roten und bräunlichen Klinkern handelt. Zementschleier lassen sich am besten mit speziellen Zementschleierentfernern beseitigen, die im Unterschied zu chemisch "sauren" Steinreinigern keine Reinigungswirkung besitzen, so dass tatsächlich nur die Schleier entfernt werden. Bei ungereinigtem altem Mauerwerk, wo nur partiell z.B. durch Ausbesserungsarbeiten entstandene Schleier beseitigt werden sollen, würden sich ansonsten unschöne helle (saubere) Stellen bilden. Man hätte dann zwar die Flecken durch Schleier entfernt, aber neue Flecken durch Reinigungsmittel verursacht. Zementschleier können auch nach dem Ausfugen von Fliesen entstehen. Dabei wird nach dem Verlegevorgang der Belag mit einem Fugenmaterial eingeschlämmt und danach abgerieben oder „abgewaschen“. Wird der Belag jedoch nicht gründlich genug abgewaschen, so bilden sich nach dem Trocknen leichte Schleier aus Schmutz und Zement. Befinden sich die Schleier auf einer polierten Oberfläche, so sind sie mit leicht alkalischen Grundreinigern und einem leicht abrasivem Pad (rot) zu entfernen. Bei geschliffen Oberflächen aus Kalkstein (Marmor, Betonwerkstein, Travertin etc.) darf nicht mit sog. Zementschleierentfernern gereinigt werden, da sonst die Oberfläche des Steines verätzt (beschädigt) wird. Bei geschliffenen Oberflächen aus Granit kann mit leicht sauren Reinigern auf Phosphor-Säure-Basis gereinigt werden. Es ist jedoch empfehlenswert, die Reinigung vorab immer an kleinen Stellen auszuprobieren.

Zementschleierentferner

Darunter versteht man säurehaltige Produkte, die Zementschleier entfernen . Doch jede Säure hat ihre Tücken und ist nicht immer für jeden Naturstein geeignet. Salzsäure geht gerne an metallhaltige Mineralien und legt dabei Eisen frei. Das freigewordene Eisen verbindet sich dann freudig mit Sauerstoff und es entsteht der Rostfleck, z. T. erst nach einem halben Jahr. Salzsäure sollte daher niemals bei Naturstein angewendet werden. Phosphorsäure mag mit Vorliebe Eisen, deshalb ist er auch Hauptbestandteil von sogenannten Rostumwandlern. Sie verbindet sich mit dem "Rost" und ändert u.a. die optischen Eigenschaften. Naturstein wie z. B. Nero Impala, Labrador, Assoluto haben einen hohen Eisenanteil in ihren Mineralien eingebunden. Phosphorsäure kann diese Gesteine blitzschnell blind werden lassen. Ein gelber Granit oder auch ein Sandstein kann durch Phosphorsäure entfärbt werden. Amidosulfonsäure ist der ideale Zementschleierentferner. Diese Säure liebt Kalk. Zitronensäure ist äußerst aggressiv und wird meistens unterschätzt. Ihre Vorliebe für Kalk macht sie zum Fugenfeind Nr. 1 im privaten Haushalt. Für die Zementschleierentfernung ist Zitronensäure allerdings zu teuer. Wenn der Naturstein säureempfindlich ist (Kalkstein, Marmor, viele Sandsteine, Tonschiefer), dann darf man diese Chemikalien nicht verwenden. Während der Verlegung und Verfugung ist der Boden mit einem Schwamm zu reinigen, solange alles noch feucht ist. Um den Naturstein und die Fugen vor der Säure zu schützen, ist es die einfachste Methode, den Boden vorzuwässern. Wenn Wasser drin ist, kommt die Säure nicht rein. Der Zementschleier liegt an der Oberfläche und kann dann von der Säure zerfressen werden. Die meisten Zementschleierentferner lösen nur den Zement an, reinigen aber nicht. Aus diesem Grund und zur Neutralisierung muss der Bodenbelag "Nass in Nass" mit einem alkalischen Grundreiniger gereinigt werden. Danach ist mit klarem Wasser der Boden zwei mal abzuwischen. Immer einen Test an einer unaufälligen Stelle machen, da man nicht immer sicher sein kann, wie der Stein reagiert und was in den Mitteln drin ist.

Zementsilo

auch: Zementsilos

siehe Silo.

Zementspachtelmasse

auch: Zementspachtelmassen

Ausgleichsmasse auf Zementbasis. Sie wird verwendet zum Füllen, Spachteln, Glätten und Ausgleichen von Vertiefungen und Löchern in Wand- und Bodenflächen und zur Herstellung saugfähiger, verlegereifer Untergründe für nachfolgende Bodenbelag-, Parkett- und Fliesenarbeiten im Innenbereich. Sie werden in Pulverform geliefert und mit Wasser angeteigt.

Zementstein

Zementstein ist kein Mauerstein aus Zement, sondern eine Bezeichnung für erhärteten Zementleim. Ein Stein nur aus Zement wäre technisch auch nicht herstellbar.

Zentralheizung

auch: Zentralheizungen

Die Zentralheizung ist das heute am weitesten verbreitete Heizsystem. Dabei werden sämtliche Wohnräume eines Hauses von einer zentralen Stelle aus erwärmt. Der mit Öl, Gas oder Holzpellets betriebene Heizkessel bildet dabei das Herzstück der Anlage. Andere Brennstoffe wie Strom, Koks oder Kohle spielen bei der Zentralheizung quasi keine Rolle. Das grundsätzliche Prinzip der Zentralheizung ist simpel: Im Heizkessel wird Wasser erhitzt und über ein Leitungssystem zu den Heizkörpern transportiert. Über die Heizkörper gibt das Wasser die gespeicherte Wärme an die Umgebung ab und fließt abgekühlt zum Kessel zurück, wo es erneut erhitzt wird. Eine Umwälzpumpe beschleunigt diesen Kreislauf. Dabei ist heute nach der Heizungsanlagenverordnung auch darauf zu achten, dass alle Rohrleitungen und Armaturen gegen Wärmeverluste gedämmt sind.

Zentralstaubsauger

auch: Zentralstaubsaug-System

zentralstaubsauger.jpg

Im Gegensatz zum normalen Bodenstaubsauger befördern Zentralstaubsaug-Anlagen die Schmutzpartikel einschließlich aller Mikropartikel vollständig aus dem Raum. Der Schlauch des Staubsaugers wird in eine festinstallierte Staubsaug-Dose (auch Saugdose bezeichnet) gesteckt. Der Schmutz gelangt in die Zentraleinheit, die in einem beliebigen Nebenraum des Hauses oder im Keller installiert ist. Dort wird der Grobschmutz ausgefiltert und die mit Mikrostaub belastete Luft ins Freie geleitet. Das System eignet sich besonders für Hausstaub-Allergiker, da die Hausstaubmilben vollständig entfernt werden.

Zentralstaubsaug-System

auch: Zentralstaubsaug-Systeme, Zentralstaubsaugsystem, Zentralstaubsaugsysteme

Zentrumbohrer

auch: Zentrumsbohrer

zentrumsbohrer.jpg

Der Zentrumsbohrer ermöglicht das Bohren von Bohrlöchern einer genau voreingestellten Größe. Der Bohrbereich reicht von 15 mm bis 40 mm oder von 25 mm bis 75 mm. Der Zentrumbohrer hat eine Gewindespitze, einen Vorschneider und einen Spanabheber. Die Gewindespitze zieht den Bohrer in das Holz und gibt ihm eine gute Führung. Mit dem Vorschneider wird der Lochumfang vorgeschnitten und mit dem Spanabheber die Späne abgetrennt. Zentrumbohrer werden in der Regel in der Bohrwinde verwendet.

Zerspaner

Ein Zerspaner ist eine in einem Sägewerk eingesetzte große Maschine zur Bearbeitung von Holzstämmen. Zunächst werden in der Zerspaneranlage mit mehreren Fräsköpfen die Außenflächen abgespant. Der so bearbeitete Block wird durch Band oder Kreissägen zur gewünschten Ware aufgeteilt. Diese Technik zeichnet sich durch sehr hohe Vorschubgeschwindigkeiten aus, und die Tagesleistungen übertreffen die anderer Sägewerkstechniken bei weitem. Daher wird die Spanertechnik für die Massenherstellung von Brettern, Bohlen, Kanthölzern usw. sowie bei geringen Rohholzdurchmessern  eingesetzt.

Zerstäubungsbrenner

siehe Gelbbrenner.

zerstreutporig

Beim zerstreutporigen Holz ist im Gegensatz zum ringporigen Holz keine Abgrenzung zwischen Frühholz und Spätholz zu erkennen. Die Poren sind gleichmäßig verteilt. Zerstreutporige Holzarten sind beispielsweise Birke, Birnbaum, Buche, Erle, Mahagoni oder Pappel.

Zertifikat

auch: Zertifikate

Zertifikate sind im besten Sinne Gütezeichen, die von Verbänden oder Instituten vergeben werden. Ein solches Zertifikat bestätigt, dass ein Bauprodukt bestimmte Eigenschaften hinsichtlich der verwendeten Materialien und deren Gebrauchstüchtigkeit besitzt. Allerdings kann jedes Unternehmen ein eigenes Zertifikat herausbringen. Mitunter sind solche Zertifikate nicht das Papier wert, auf das sie gedruckt worden sind.

Ziegel

Ziegel bestehen aus Lehm und Tonerde, die durch Wasserzugabe plastifiziert, geformt, luftgetrocknet und/oder einem Brennvorgang unterzogen. Ziegel (z.B. Hochlochziegel, Vollziegel, Vollklinker, Hochlochklinker) sind wohl die meist verwendeten keramischen Baustoffe. Sie kommen bei Außen- und Innenwänden und manchmal bei Zwischendecken und Böden zum Einsatz. Sie zeichnen sich durch diffusionsfähige, schall- und wärmedämmenden Eigenschaften positiv aus. Für den Belag von Wegen und Terrassen wird spezielles Ziegelpflaster hergestellt. Ziegel für das Dach werden als Dachziegel bezeichnet.

Ziegelausfachung

Bei der Ziegelausfachung werden die Gefache eines Fachwerkhauses mit Ziegelsteinen (Backsteinen) ausgefüllt. Da diese Ziegelausfachung sichtbar bleibt, ist eine möglichst kunstvolle Ausmauerung vorzunehmen. Auch kommen verschiedene Ziegelformen zum Einsatz, die zahllose verschiedene Muster ermöglichen. Die Ziegelausfachung ist besonders im norddeutschen und mitteldeutschen Raum sehr beliebt.

Ziegeldecke

auch: Ziegeldecken

Bei Ziegeldecken gibt es zwei Herstellungsverfahren. Man unterscheidet nämlich zwischen Ziegeleinhängedecken und Ziegelelementdecken. Weder in dem einen, noch dem anderen Fall geht es ohne Vergussbeton, eine reine Zimmerdecke aus Ziegeln gibt es also nicht. Der hohe Ziegelanteil dieser Deckensysteme sorgt jedoch für eine gute Wärmespeicherung und ein gutes Wohnklima.

Ziegeleinhängedecke

auch: Ziegel-Einhängedecke

ziegeleinhaengedecke.jpg

Spätestens wenn bei der Sanierung von Altbausubstanz die Geschossdecke ins Spiel kommt, ist man oft mit zwei Problemen konfrontiert: verwinkelte Grundrisse und ein eng gesteckter Zeitrahmen. Die Ziegeleinhängedecke bietet hier eine rationelle Lösung. Marode Decken werden abgetragen und durch im Werk vorgefertigte U-Schalen-Träger ersetzt. Die einzelnen Ziegel hängt man mit Hilfe einer speziellen Verlegegabel ein. Abschließend wird der Vergussbeton eingebracht. Unmittelbar nach Verlegung ist die Decke begehbar, die weiteren Arbeiten können fast sofort fortgesetzt werden. Durch dieses hoch effiziente Verfahren reduziert sich die Sanierungszeit erheblich. Besonders positiv bemerkbar machen sich hier die geringen Abmessungen und das geringe Gewicht der Ziegel. Auch bei engen Raumverhältnissen kann die Decke leicht ins Haus eingebracht werden. Der Einsatz kostspieliger Technik reduziert sich deutlich. Beispielsweise erübrigt sich oftmals der Einsatz eines Baukrans.

Ziegelelementdecke

auch: Ziegel-Elementdecke

ziegelelementdecke.jpg

Aus speziell geformten Deckenziegeln, Baustahlbewehrungen und Vergussbeton entstehen im Werk einzelne, transportierbare Fertigelemente mit hohem Ziegelanteil und von hoher Stabilität. Durch ihren hohen Vorfertigungsgrad ermöglichen Ziegelelementdecken extrem kurze Bau- und Bautrocknungszeiten. Die Ziegel-Elementdecke ist eine äußerst wirtschaftliche Lösung, die sich durch hervorragende Verlegeeigenschaften auszeichnet. Das zeigt sich vor allem in der Verbindung von hohem Vorfertigungsgrad und rationalisierten Abläufen auf der Baustelle. Just-in-time werden die Elemente zur Baustelle geliefert. Anschließend hebt – abhängig vom Gewicht der Bauteile – entweder ein Autokran oder ein Baustellenkran die Bauteile auf die mit Bitumenpappe abgedeckten Auflager. Die Verlegung im Mörtelbett erfolgt genau nach Verlegeplan. Für die Verlegung von 100 qm Decke benötigen drei Arbeiter nur etwa zwei Stunden. In der Regel ist die Decke unmittelbar danach belastbar und kann betreten werden.

Ziegelestriche

Ziegelhammer

auch: Ziegelhämmer

zhammer.jpg

Dachdeckerwerkzeug, das zum Bearbeiten von Tondachziegeln dient. Im traditionellen Zeichen des Dachdeckerhandwerks ist sogar ein Ziegelhammer abgebildet.

Ziegel-Massivdach

auch: Ziegelmassivdach, Ziegelmassivdächer, Ziegel-Massivdächer

ziegelmassivdach.jpg

Das seit Jahrhunderten bewährte Dach mit einem Dachstuhl aus Holz hat Konkurrenz bekommen vom Ziegel-Massivdach. Die hohen sommerlichen Temperaturen, die in Leichtbauweise ausgebaute Dachgeschosse zu Brutkästen machen können, lassen sich durch einen massiven Dachaufbau aus Ziegelelementen gut regulieren. Der Ziegelstein speichert die Wärme und gibt diese in der Kühle der Nacht wieder ab; dadurch heizen die Wohnräume unter dem Dach nicht auf, sondern bleiben relativ kühl. Auch der Schallschutz ist bei einem massiven Baustoff bauphysiklaisch deutlich größer, als bei der üblichen Leichtbauweise.

Ziegelmehl

Feingemahlener, gebrannter Ton, der eine geringe hydraulische Wirkung besitzt. Es wird als sogenannter Zuschlag bei der Betonherstellung verwendet.

Ziegelnase

auch: Ziegelnasen

Ziegelpflaster

ziegelpflaster.jpg

Ziegelpflaster wird, wie der Dachziegel oder der Ziegelstein, aus Ton gebrannt, und zwar bei hohen Temperaturen. Das macht ihn frostsicher, witterungs­beständig und hoch belastbar. Ziegelpflaster - je nach Landschaft auch Pflasterklinker oder Pflasterziegel genannt - werden keinswegs nur im Wegebau eingesetzt oder für dekorative Terrassengestaltungen, vielmehr werden von den Niederlanden bis Österreich damit auch Dorfstraßen gepflastert, auf denen Schwerverkehr rollt. Je nach Typ, kann Ziegelpflaster flach, hochkant oder mit der Schmalseite nach oben verlegt werden. Die unterschiedlichen Farben, die die Ziegelindustrie anbietet, unterstützt das Verlegen von vielen verschiedenen Mustern. Gängig ist der normale Läuferverband, der Parkettverband in der Art von Fertigparkett, der Fischgrätverband und der Ellbogenverband. Die Ziegelmaße variieren um eine Länge von etwa 200 mm bei einer Schmalseite von ca. 85 bis 100 mm und Dicken zwischen 45 und 65 mm.

Ziegelrandschalung

auch: Ziegelrandschalungen

zschal.gif

Die Ziegelrandschalung ist eine Deckenrandschalung speziell für Ziegelmauerwerk. Die Ziegelrandschalung besteht aus einem Ziegelelement, welches mit einer Wärmedämmung versehen ist. Die Schalung wird mit dem Ziegelmauerwerk durch Mörel oder Kleber verbunden, es ergibt sich also baupysikalisch eine durchgehende Ziegelwand, wenn auch im Deckenbereich mit einem ziegelumkleideten Ringbalken aus Beton. Unsere Zeichnung zeigt ein solches Schalungselemnt des Herstellers BECK und HEUN.

Ziegelscherben

Technische Bezeichnung für den aus Ton gebrannten ganzen Dachziegel (der Scherben!). Auch in der Fliesenindustrie spricht man von dem Scherben, meint damit aber keineswegs die zersplitterten Porzellanscherben, die angeblich Glück bringen sollen. Wenn es um zerbrochene und zersplitterte Ziegelreste geht (also die Scherben!), so können diese für den Unterbau von Gartenwegen verwendet werden.

Ziegelsplittbeton

Bei Ziegelsplittebeton handelt es sich um einen Beton, der teilweise aus gebrochenem Ziegel als Zuschlag hergestellt wird. Damit das Einmischen möglich ist, muss der Ziegelsplitt eine bestimmte Form besitzen. Ziegelsplittbeton wird zum Beispiel zur Herstellung von Mauersteinen verwendet.

Ziegelstein

auch: Ziegelsteine

siehe Mauerziegel.

Ziegel-U-Schale

auch: Ziegel-U-Schalen

ziegel-u-schale.gif

Ziegel-U-Schalen vereinfachen das Einschalen von Ringbalken, Ringanker und Stürzen. Die Ziegel eignen sich auch für Aussteifungsstützen oder die Herstellung von Aussparungen für Heizungs-, Abwasser- oder Regenfallrohren. Allerdings muss der Einbau der U-Schalen dann schon beim Einbau berücksichtigt werden. Einige Hersteller bieten U-Schalen an, die bereits eine integrierte Wärmedämmung enthalten, sogenannte WU-Schalen. Bei Verwendung der konventionellen U-Schalen ist die Wärmedämmung bauseits auf der außenliegenden Seite der U-Schale vertikal einzulegen, bevor mit dem Betonieren begonnen wird.

Ziehklinge

auch: Abziehklinge, Ziehklingen

ziehklinge.jpg

Die Ziehklinge ist ein Werkzeug zum Schaben. Sie ist aus Werkzeugstahl und eignet sich vor allem zum "Abputzen" von Hartholz. Ebene und gewölbte Flächen, Kanten, verwachsenes Holz und Maserfurniere können mit der Ziehklinge geglättet werden. Auch das Entfernen von Lacken führt mit einer Ziehklinge mitunter zum Erfolg. Neben der einfachen Ziehklinge gibt es noch den Ziehklingenhobel, die Fußbodenziehklinge und die Eiform-Ziehklinge. Bei jedem Heimwerker im Einsatz ist die Trapezklinge, die in spezielle Klingenhalter eingesteckt wird und mit der sich Pappen, flexible Bodenbeläge und dergleichen schneiden lassen.

Ziehklingenhobel

ziehklingenhobel.jpg

Beim Ziehklingenhobel ist die Ziehklinge in ein Gerät eingespannt. Er wird zum Abziehen großer Flächen sowie zum Entfernen von Leimspuren oder festgeklebten Papierresten von einem hölzernen Werkstück verwendet. Der allseits bekannte Hornhauthobel funktioniert nach demselben Prinzip.

Ziehschalung

Variante der Gleitschalung, die horizontal bewegt wird.

Ziehschutz

siehe Bohrschutz.

Zieranker

Als Zieranker werden kunstvoll geschmiedete Anker verstanden, wie man sie zum Beispiel bei alten Fachwerkhäusern findet. Zieranker haben demnach neben statischen Aufgaben (z.B. als Zugverbindung) auch eine optische Aufgabe. Bei der Sanierung alter Bauten ist zunächst einmal die Wirksamkeit der Anker sicherzustellen, die Optik folgt erst danach. Als Verzierungen kamen zum Beispiel Ornamente, Initialen oder Jahreszahlen zum Einsatz.

Zierbalken

zierbalken.jpg

Sieht wie ein richtiger Balken aus, also ein massives Kantholz - ist aber eine Attrape, allerdings eine aus echtem Holz. Der Zierbalken, von einigen Herstellern auch "Sonderbalken" genannt, erfüllt keine tragenden Aufgaben innerhalb eines Bauwerks, sondern dient der reinen Dekoration. Sie werden aus Brettern zu einem rechteckigen oder quadratischen "Balken" zusammengefügt und unter Holzdecken montiert, wobei die Herstellerwerke so hervorragend arbeiten, dass die Zierbalken von einem echten Balken fast nicht zu unterscheiden sind. Zur Verkleidung von Rohren, Unterzügen und Betonstürzen werden auch Zierbalken hergestellt, die an einer Seite offen sind und so über das zu verbergende Bauteil gestülpt werden können.

Zierbekleidung

Der Teil einer Zarge, der dem Türfalz gegenüber liegt und damit hauptsächlich eine dekorative Aufgabe erfüllt, wird von den Fachleuten Zierbekleidung genannt. Sie bildet den Übergang zur Wand und ist meist durch eine Wandanschlussleiste verziert.

Zierbeschlag

auch: Zierbeschläge

Unter Zierbeschlag wird ein Beschlag verstanden, der sichtbar an einem Möbel, einem Fenster oder einer Tür angebracht ist und hier neben funktionalen Aufgaben vor allem auch dekorative Zwecke erfüllt. Typische Zierbeschläge sind Schließbleche mit einem besonderen Oberflächenfinish wie beispielsweise Messing brüniert oder solche, die geprägte Linien, Ornamente und dergleichen aufweisen. Auch die im englischen Sprachraum allgegegenwärtigen Türklopfer aus Messing, die dort die Türklingel ersetzen, sind Zierbeschläge. Zierbeschläge heißen im Englischen "knockers". Das ist aber auch die eher vulgäre Bezeichnung für weibliche Brüste - also aufpassen, was man sagt und meint!

Zierfachwerk

siehe Zierstreben.

Zierfensterladen

auch: Zierfensterläden

siehe Außenladen.

Ziergarten

auch: Ziergärten

Der Ziergarten hat keine andere Aufgabe, als das Auge des Menschen zu erfreuen und eventuell auch Schnittblumen zu "spenden". Hausbesitzer und Bauherren entscheiden sich überwiegend für Ziergärten, in deren Mittelpunkt sich der Rasen befindet, der wiederum gesäumt wird von Gehölzen und ev. von Blumenbeeten. Häufig befindet sich in einem solchen Ziergarten ein Gartenteich. Nutzgärten, in denen es auch etwas zu ernten gibt, sind das Gegenstück des Ziergartens, eine Sonderform bildet der Bauerngarten.

Zierkappenschrauben

Zierkies

zierkies.jpg

Der Begriff Zierkies ist nicht eindeutig definierbar - außer der allgemeinen Feststellung, dass er für dekorative Zwecke Verwendung findet. Der "Aquarianer" benutzt Zierkies in Korngrößen von 2 - 3 mm. Für den Wegebau im Garten werden jedoch Körnungen zwischen 30 bis über 100 mm verwendet. Zierkies kann ebenso ein Flußkies sein, dessen Rundungen auf natürliche Weise, nämlich durch gegenseitigen Abrieb der Steine, entstanden sind. Zierkies kann aber auch durch technische Hilfsmittel hergestellt werden. Als getrommelte Steine oder als Steine aus einer Kugelmühle werden sie dann über den Natursteinhandel oder direkt vom Erzeuger, meistens Kieswerken, an den Gartenliebhaber gebracht. Auch hinsichtlich der Gesteinsart gibt es keine Vorschriften - Zierkies kann aus Marmor und vielen anderen Gesteinsarten bestehen. Auch aus Gesteins-Mauerziegeln kann Zierkies im Wege des Recyclings gewonnen werden (Foto Fröschl AG, Südtirol). Seit etwa 2005 nimmt der Trend zu, Vorgärten mit wenigen Sträuchern auszustatten und ansonsten das Erdreich mit einer dicken Lage Zierkies abzudecken, um dem Unkrautwuchs vorzubeugen.

Zierkopfnagel

auch: Zierkopfnägel

zierkopfnagel.jpg

Zierkopfnägel haben zwar einen optisch auffälligen Kopf, sie dienen aber nicht immer nur der "antikisierten" Dekoration von Lederbezügen auf rustikalen Holzmöbeln, sondern können auch als richtige Holzverbinder eingesetzt werden. Zierkopfnägel werden auch heute noch vielfach handgeschmiedet, und zwar aus Stahl und aus Kupfer, wobei die Köpfe vielfältig ausgebildet sein können. Üblich sind vier- bis achtschlägige Ausführungen. Holzverbindungen aus handgeschmiedeten Nägeln sind besonders haltbar.

Zierkopf-Pressnagel

auch: Zierkopf-Preßnägel

siehe Nylonnagel

Ziernagel

auch: Ziernägel

siehe auch Polsternagel.

Ziersteine

Ziersteine dienen der Dekoration von Vorgärten und Gärten. Bekannteste Art dürfte der Rollkies sein, dessen runde und halbrunde Formen durch "Rollen" in Flüssen und Meeresdünungen entstanden sind. Die Steine haben sich durch gegenseitiges Aneinanderreiben von selbst in die runden Formen gebracht. Dieser Effekt wird heutzutage durch "trommeln" - auch "rumpeln" genannt - in speziellen Maschinen erzielt, wo Natursteinbrocken aus aller Welt solange gegeneinander geschleudert werden, bis sich die scharfen Kanten abgeschliffen oder die Steine sogar eine Kugelform erhalten haben. Sind die Steine kleinformatig, wird von Ziersplitt oder Zierkies gesprochen.

Zierstreben

auch: Zierfachwerk

Von Zierstreben wird bei Balken von Fachwerkhäusern gesprochen, wenn sie neben der rein statischen Funktion auch eine schmückende Funktion besitzen. Die Zierstreben können von Region zu Region unterschiedlich sein und sind oft auch mit einer symbolischen Aussage behaftet.

Zierverband

auch: Zierverbände

zierverband.jpg

Die Bezeichnung Zierverband stammt aus dem Maurerhandwerk. Zierverbände sind eine Alternative zum herkömmlichen Mauerwerksverband. Vor allem, wenn die Fassade unverputzt bleiben soll und die Mauersteine bzw. Klinker eine optisch besonders gefällige Fassade ergeben sollen. Die bekanntesten Zierverbände sind: Gotischer Verband, Holländischer Verband, Märkischer Verband, Schlesischer Verband und der Kreuzverband.

Zimmerbrunnen

Zimmerei-Handbandsäge

auch: Zimmerei-Handbandsägen

siehe Handbandsäge.

Zimmerer

auch: Zimmerin

Der Traditionsberuf des Zimmernmanns nennt sich heute Zimmerer, wobei es inzwischen auch Zimmerinnen gibt, wob ei das Handwerk in einer dreijährigen Ausbildung erlernt werden muss - und danach können sie noch ein Jahr oder länger auf die Walz gehen. Sie errichten Holzkonstruktionen - vom Dachstuhl eines Wohnhaus bis hin zu weitgespannten Hallen oder Brücken. Auch beim Bau eines Fertighauses oder Fachwerkhauses sind Zimmerer gefragt. Mit Zimmermannswinkel, Zimmermannshammer, Zimmermannsbeil, Lot und anderen Spezialwerkzeugen werden die komplizierten Baupläne umgesetzt. Insbesondere an Altbauten führen sie zudem Sanierungs- und Reparaturarbeiten durch. Hierzu errichten sie Schalungen und isolieren Fassaden und Dächer nicht nur gegen Witterungseinflüsse, sondern auch zum Beispiel gegen Lärm.

Zimmerernagel

auch: Zimmerer-Nagel, Zimmerernägel

zimmerernagel.jpg

Der Zimmerernagel ist ein Stahlnagel mit starkem Nagelschaft. Die größten Exemplare dieser Spezies erreichen einen Durchmesser von 9 mm bei einer Länge von 350 mm. Der Umgang mit den Zimmerernägeln ist für Zimmerleute alltäglich, weshalb diese keine Probleme haben, auch die größten Exemplare schnell und gerade einzuschlagen, um stabile Holzverbindungen herzustellen.

Zimmer-Gewächshaus

auch: Zimmer-Gewächshäuser

zimmer-gewaechshaus.jpg

Mit einem richtigen Gewächshaus hat das Zimmer-Gewächshaus, auch Mini-Gewächshaus genannt, nur eine Gemeinsamkeit - nämlich die durchsichtige oder transluzente Hülle aus Plexiglas oder meistens aus PVC. Die meist bierkastengroßen Behälter dienen dazu, dass aus Saatkörnern Keimlinge werden, die in einem solch kleinen Gewächshaus bei konstanter, milder Temperatur und gleichbleibender Luftfeuchtigkeit heranwachsen, bis sie in Anzuchttöpfen vereinzelt werden und später im Garten eingepflanzt werden können.

Zimmerklosett

siehe Leibstuhl.

Zimmermann

Was heute als Zimmerer bezeichnet wird, war früher der Zimmermann, dessen Beruf eine ebenso alte wie stolze Tradition hat. Der klassische Zimmermann ging schon vor 500 Jahren auf die Walz, also auf die Wanderschaft - und einige tun das noch heute. Die "ehrbaren fremden Zimmergesellen" sind in "Schächten" (Zünften) organisiert, bekanntestes Erkennungszeichen sind der Schlapphut, auch Kalabreser genannt, und die schwarze Cordhose mit weitem Schlag. Die Zimmerleute pflegen untereinander recht derbe Gebräuche, kennen uralte Zunftreime und sind zur Stelle, wenn vom First des gerichteten Daches der Richtspruch gesprochen werden soll. Die Gesellen auf Wanderschaft tragen eine "Staude", nämlich ein kragenlioses weißes Hemd, ferne eine Weste mit Perlmuttknöpfen, einen Rock, im linken Ohr einen Ohrring mit dem Handwerkswappen, in der Hand den "Stenz", nämlich einen knorrigen Stock sowie eine Kette mit der Zunftuhr. Neben dem Schlapphut wird auch - je nach Zunft - ein "Splint" getragen, nämlich ein Zylinder oder ein "Koks", nämlich eine Melone. Alle Gesellen aber tragen am Hemdkragen die "Ehrbarkeit", eine krawattenähnliche Zierde, die mit einer Stecknadel an der "Staude" befestigt wird. Einem Zimmergesellen an die Ehrbarkeit zu gehen, heißt seine körperliche Unversehrtheit auf's Spiel zu setzen. Wandernde Zimmergesellen, die ihre Siebensachen im "Charlottenburger" tragen (einem 80 x 90 cm großen Tuch, das gewickelt wird) sind manchmal weltweit unterwegs und aufgrund ihres Könnens überall gern gesehen. Zu den Künsten des Zimmermanns gehört es, aus einem Baumstamm nur mit der Axt und unter Verzicht auf eine Säge einen quadratischen Rähm oder eine Schwelle zu "beilen".

Zimmermannsbeil

auch: Zimmermannsbeile

Zimmermannsbeile sind in landsmannschaftlich sehr verschiedenen Ausführungen im Gebrauch, wobei sie meistens über eine Klaue - also einen Nagelzieher - verfügen. Es gibt Zimmermannsbeile schwäbischer, bayerischer und sogar Münchner Form. Das Mühlbeil oder Müllerbeil hat eine besonders breite Schneide. Typisch am Zimmermannsbeil ist, dass die Schneide nicht wie bei einer Spaltaxt oder einem Küchenbeil keilförmig verläuft, sondern an einer Seite absolut gerade ist. Dadurch gelingen dem geübten Zimmermann beim traditionellen Beilen etwa von Ständern im Fachwerkbau gerade "Schnitte".

Zimmermannshammer

auch: Zimmermannshämmer

siehe Klauenhammer.

Zimmermannswinkel

zimmermannswinkel.jpg

Zimmermannswinkel werden universell bei der Holzrahmenbauweise und bei anderen Holzverbindungen, auch bei der Verbindung von Holz und Beton eingesetzt. Sie bestehen aus verzinktem Stahl und verfügen über eine Sicke, wodurch der Zimmermannswinkel eine erhöhte Tragkraft und Stabilität erlangt.

Zimmertür

auch: Zimmertüre, Zimmertüren

siehe Innentür

Zingana

siehe Zebrano.

Zink

Der größte Anteil des produzierten Zinks dient zum Verzinken von Eisenblech (Weißblech) für Dachrinnen, Stahlträger, Holzverbinder oder Rohre. Bei dem dazu eingesetzte Verfahren spricht man von Feuerverzinkung, durch die das Eisen vor Rost geschützt wird. Mischt man geschmolzenes Zink und Kupfer, erhält man Messing. Diese Legierung wird in der Schmuckindustrie, für die Herstellung von Beschlägen und Drücker-Garnituren im Antik-Look und vor allem im Sanitärbereich in großem Umfang verwendet. Titanzink wird zur Herstellung von Zinkdächern verwendet.

Zinkdach

auch: Zinkdeckung, Zinkdächer

Ein Zinkdach wird meist als nicht tragende Metalldeckung hergestellt. In Form von Tafeln, Trapezblechen oder großen Scharen (Bändern) kommt das Zink auf eine vollflächige Schalung, meist aus Holz. Für ein dichtes Dach sorgen Stehfalze. Der verwendete Werkstoff bei einem Zinkdach ist Titanzink. Titanzink wird bandgewalzt und in verschiedensten Abmessungen in Form von Bändern und Tafeln angeboten. Die Standardbreiten von Bändern bewegen sich zwischen 500mm und 1000mm. Tafeln besitzen eine Größe von 1.000 x 2.000 mm bzw. 1.000 x 3.000 mm. Durch Witterungseinflüsse bildet sich eine graublaue Schutzschicht, die für den hohen Korrosionswiderstand verantwortlich ist. Die Verarbeitung von Titanzink ist problemlos. Es läßt sich durch Kanten, Schweifen, Bördeln, Runden oder Falzen an alle Bauformen anpassen. Die Verbindung zwischen den einzelnen Tafeln bzw. Bändern erfolgt mit Handwerkzeug oder Falzmaschinen wie beispielsweise Profilieranlagen oder Dachfalzschließer. An der Unterkonstruktion werden Titanzink-Bauelemente durch Schiebe- und Festhafte befestigt. Die Anschlüsse werden aus dem gleichen Material durch Falzen, Überdecken oder Aufklemmen hergestellt. Durch Weichlöten lassen sich die Elemente kraftschlüssig miteinander verbinden. Titanzink kann bei belüfteten oder unbelüfteten Dächern verwendet werden. Die gebräuchlichere Methode ist allerdings das belüftete, zweischalige Kaltdach. Im Gegensatz zu Alumiumdächern werden Zinkdächer auch als Steildächer mit einer Neigung von über 20 Grad ausgeführt.

Zinkdeckung

auch: Zinkdeckungen

siehe Zinkdach.

Zinkenfräser

auch: Gratfräser

zinkenfraeser.jpg

Fräser für eine Oberfräse. Zinken- und Gratfräser werden zum Zinken von Korpussen und Schubladen eingesetzt. Verschiedene Verzinkungsformen sind möglich: Offene, Verdeckte oder Halbverdeckte (letztere in Verbindung mit dem Zinkenfräsgerät). Ein weiterer Einsatzbereich ist das Fräsen von passgenauen Gratnuten zur Aufnahme von Gratleisten (z.B. im Massivholztisch, um Verwerfungen zu verhindern). Unterschiedliche Zinken- bzw. Schwalbenschwanzverbindungen lassen sich mit Grat- und Zinkenfräsern leicht herstellen.

Zinkensäge

auch: Winkelsäge, Zinkensägen

Die Zinken- oder Winkelsäge ähnelt der Schweifsäge. Ihr gezahnter Teil ist rechtwinklig abgebogen und an der Übergangsstelle stichsägenartig verjüngt. Die Zinkensäge dient dem Ausschneiden bereits angeschnittener Zinken. Hierbei wird der ungezahnte Teil des Sägeblattes in den vorhandenen senkrechten Schnitt geführt und dann der gezahnte Teil zum waagrechten Schneiden durchgestoßen. Vorteil schnelles, Nachteil unsauberes Arbeiten.

Zinkenstück

zinkung.gif

Zinkenstück und Schwalbenschwanz ergeben zusammen eine besonders stabile Zinkung, weil die keilförmigen Holzzapfen nach dem Zusammenfügen und Verleimen so gut wie nicht mehr getrennt werden können, es sei denn mit Gewalt.

Zinkhaftfarbe

auch: Zinkhaftfarben

Auf Aluminium und verzinkten Stahl halten gewöhnliche Farben nicht. Dafür wurde eigens Zinkhaftfarbe entwickelt. Der Lack auf Kunstharzbasis eignet sich für drinnen und draußen, als korrosionsschützender Grund-, Zwischen- und Schlußanstrich. Zinkoberflächen muss vor der Grundierung gründlich mit verdünntem Salmiakgeist gereinigt, Korrosionsprodukte mit einem Schleifvlies entfernt werden. Aluminiumoberflächen müssen vor der Grundierung gündlich mit Nitroverdünnung gereinigt, Korrosionsprodukte mit einem Schleifvlies entfert werden. Anschließend erfolgt der Zwischen- und Schlussanstrich. Um die Strapazierfähigkeit zu erhöhen kann abschließend ein Anstrich mit Klarlack erfolgen.

Zink-Kohle-Batterie

auch: Zink-Kohle-Batterien

Die Zink-Kohle-Batterie ist eine nicht wieder aufladbare Trockenbatterie und als solche der Klassiker unter den Batterien. Es werden davon jährlich weltweit Millionen Stück gefertigt, allerdings schwinden die Marktanteile zugunsten der auslaufsicheren Alkali-Mangan-Batterien. Für die Zink-Kohle-Batterie, die ihre Energie über einen Galvanisierungsprozess aus der Umwandlung chemischer in elektrische Energie bezieht, spricht ihr günstiger Preis. Sie ist für weniger anspruchsvolle Anwendungen wie beispielsweise den Einsatz in Kinderspielzeug oder bei Fernbedienungen geeignet.

Zinkung

auch: Zinkungen

zinkung.gif

Die Zinkung ist sicherlich eine der eindrucksvollsten und stabilsten Verbindungsarten bei Massivholz. In der Industrie wird eine Zinkung meist nicht mehr mit der Hand, sondern mit einer Fräsmaschine hergestellt. Dies spart Zeit und Arbeitskraft. Eine Zinkung besteht aus geraden oder keilförmigen Zapfen - Zinken genannt. Die keilförmigen Zinken werden Schwalbenstück oder Schwalbenschwanz genannt. Sie werden in das Gegenstück, nämlich das Zinkenstück geschoben und beides miteinander verleimt. Zinkungen werden beispielsweise bei Kasteneckverbindungen oder Rahmeneckverbindungen verwendet. Durch die mehrfache Verzahnung der Zinken können die verbundenen Holzteile ungehindert schwellen oder schwinden, sich aber nicht werfen.

Zinsfestschreibung

Hypotheken und Darlehen zur Finanzierung eines Hausbaus werden grundsätzlich zu festgeschriebenen Zinsen gewährt. Während der Laufzeit des Darlehens kann also der Zinssatz weder gesenkt noch erhöht werden. Das gibt dem Bauherrn einerseits finanzielle Planungssicherheit, denn es können für ihn aus der Finanzierung heraus keine höheren Belastungen entstehen. Andererseits kann er sich möglicherweise jahrelang ärgern, wenn er die Finanzierung in einer für ihn teuren Hochzinsphase abgeschlossen hat, dann aber der Zins langfristig sinkt oder sogar ein Niedrigstniveau erreicht.

Zirbelkiefer

Die Zirbelkiefer ist ein Nadelholz und stammt aus den Gebirgsregionen Europas. Im freien Stand hat sie einen schlanken, fast säulenartigen Wuchs. In den Kampfzonen nahe der Baumgrenze verändert sich der Wuchs dann in bizarre kandelaberartige Formen. Charakteristisch für das wertvolle Holz sind die zahlreichen, meist gut eingewachsenen hellrotbraunen bis rotbraunen Äste. Das nach dem Fällen gelblichweiße Holz nimmt nach kurzer Zeit einen sehr schönen rötlichbraunen Farbton an und sollte außer einem schützenden Überzug naturbelassen bleiben. Besonders im Alpenraum wird das Holz häufig für Wand- und Deckenbekleidung sowie für den Möbelbau verwendet. Viele Gaststätten in den Alpenregionen verfügen über eine "Zirbelstube", also einen Gastraum, der mit rustikalen, astigen Paneelen aus Zirbelkieferholz verkleidet ist.

Zirkulationsleitung

auch: Zirkulationsleitungen

Zirkulationsleitungen sind ringförmig verlegte Rohrleitungen, in denen das erwärmte Brauchwasser zirkuliert. So steht an allen Entnahmestellen sofort warmes Wasser zur Verfügung und nicht erst nach dem kalten Vorlauf. Die Zirkulation des Wassers verbraucht laufend Pumpenstrom und erhöht die Wärmeverluste. Bei sehr kurzen Rohrleitungen kann man auf Zirkulationsleitungen verzichten, in allen anderen Fällen durch eine Zeitschaltuhr die Zirkulation auf bestimmte Tageszeiten beschränken.

Zirkulationspumpe

auch: Zirkulationspumpen

Eine Zirkulationspumpe sorgt dafür, dass warmes Wasser sofort bereit steht, wenn man die Leitung aufdreht. Dazu wird das Warmwasser, das in der Regel in einem Warmwasserspeicher vorgehalten wird, über die Trinkwasserleitungen permanent umgewälzt. Das Ganze ist natürlich relativ energieverschwendend. Es ist daher ratsam, die Zirkulationspumpe nur zu bestimmten Zeiten laufen zu lassen. Die Steuerung kann über eine Zeitschaltuhr erfolgen. Auch einige Whirlpools sind mit Zirkulationspumpen ausgestattet, die den ganzen Tag laufen. Die 24h-Zirkulation sorgt im Whirlpool für eine ständige Wasserbewegung. Das Wasser fließt dabei durch die Filteranlage und vermischt sich gleichzeitig mit Ozon, was zu einer bestmöglichen Wasserqualität auch bei Nichtbenutzung führt. Außerdem bleibt die Wassertemperatur konstant und mit geringem Energieverbrauch auf dem gewünschten Wert, da der Wasserdurchlauf über eine kleine Heizungsröhre führt.

Zisterne

auch: Zisternen

zisterne.jpg

Bei einer Zisterne handelt es sich um einen Sammel­behäl­ter von Regenwasser. Das Regenwasser kann dann zum Beispiel zur Garten­bewässer­ung oder auch im Haushalt für u.a. die Toilettenspülung verwendet werden. Zisternen bestehen aus eine Filterkammer und einem Speicherraum. Sie werden zum Beispiel aus Kunststoff oder Beton gefertigt. Häufig werden sie im Garten vergraben, es ist jedoch auch eine Aufstellung in einem Kellerraum möglich. Zisternen gibt es im Mittelmeerraum bereits seit tausenden von Jahren. In unseren Breitengraden findet man Zisternen zum Beispiel bei auf Bergen gelegenen Burgen aus dem Mittelalter, wenn das graben von Brunnen nicht möglich war.

Zitronenholz

zitronenholz.jpg

Zitronenholz ist in Ostindien heimisch. Die Holzfarbe ist gelb mit gelegentlichen dunklen Streifen, das Splintholz ist hellgelb. Das dichte Holz ist sehr hart, schwer, geradefaserig und beständig. Es lässt sich gut bearbeiten, drehen, messern, schnitzen, gut leimen und lackieren. Bei der Verarbeitung treten Schleimhauterkrankungen, Kopfschmerzen und Hautreizungen auf. Verwendung findet Zitronenholz in der Möbel- und Furnierindustrie und der Bürstenfabrikation. Auch Bilderrahmen und Drechslerarbeiten werden aus dem Holz hergestellt.

Zitronensäure

Zitronensäure ist eine der am weitesten verbreiteten Pflanzensäuren, und tritt als Stoffwechselprodukt in allen Organismen auf. Im menschlichen Körper werden täglich ca. 2g Zitronensäure als Zwischenprodukt gebildet und wieder abgebaut. Früher wurde Zitronensäure aus Zitronensaft durch Ausfällen mit Kalkmilch und anschließende Umsetzung mit Schwefelsäure gewonnen. Heute wird sie hauptsächlich durch Fermentation (Umsetzung mittels best. Bakterien) von Zuckerlösung gewonnen. Ihre Verwendungsmöglichkeiten sind äußerst vielfältig: Zusatz in Backpulver und Kosmetik-/Pharmaprodukten, Geschmacksstoff in Getränken und Speisen. Der meist teuer in kleinen Päckchen verkaufte Kaffeemaschinenentkalker ist nichts anderes als Zitronensäure. Zitronensäure ist ein vielseitig, insbesondere als universeller Kalklöser, einsetzbares preisgünstiges und ungiftiges Hausmittel , das eigentlich in keinem Haushalt fehlen sollte.

Zitrusschalenöl

Zitrusschalenöl, ein ätherisches Öl, wird aus den Schalen von Zitrusfrüchten, Abfällen der Fruchtsaftherstellung, gewonnen. Die für die Herstellung von Naturfarben abdestillierten Zitrusschalenöle bestehen hauptsächlich aus Terpenen, die Harze und Wachse lösen. Der starke Eigengeruch kann vor den flüchtigen Lösemittelbestandteilen warnen.

Zitter-Pappel

auch: Zitterpappeln,, Zitter-Pappeln

siehe Espe.

Zollstock

auch: Zollstöcke

Ein Zollstock ist ein Gliedermaßstab aus Holz, Plastik oder Aluminium für Messungen aller Art auf dem Bau und im Haushalt. Ein Zollstock ist in der Regel 2 m lang und lässt sich durch in die einzelnen Glieder zusammenklappen.

Zopfbürste

siehe Topfbürste

Zuckerbäckerstil

zuckerbaeckerstil.jpg

Der Zuckerbäckerstil ist die spöttische Beschreibung von historischen Bauobjekten, die mit Kringeln, Schnörkeln, Ornamenten, Wappen, Masken, Tierdarstellungen und Girladen aus Stuck überladen sind. So sehr uns heutzutage im Allgemeinen die Patrizierhäuser gefallen, so sehr haben wir nur ein gewisses Lächeln dafür über, wenn die Architekten um 1870 bis 1919 selbst den überladenen Baustil des Barock übertreffen wollten und auch noch verschnörkelte Erker und Türmchen an den Baukörper klatschten.

Zuckertenside

Zugabewasser

siehe Anmachwasser.

Zuganker

zuganker1.gif

Zuganker bestehen aus feuerverzinktem Stahl und dienen der Fußpunktverankerung von Holzwänden im Beton der Bodenplatte (Foto links). Sie sind damit ein normales Montagemittel bei der Aufstellung eines Fertighauses in Holzständerbauweise. Die Fußplatte wird mit abgestimmten Dübeln und Schrauben befestigt. Zuganker sind so konstruiert, dass auftretende Zugkräfte vom Winkel mit Fußplatte und Dübel statisch einwandfrei in den Beton eingeleitet werden. Bei anderen Konstruktionstypen (Foto rechts) wird das gebogene Teil des Zugankers in den Beton der Bodenplatte eingegossen (siehe Zeichnung).

Zugbalken

auch: Zugbalkenschloss

Zugbalken hatten insbesondere bei historischen Dachkonstruktionen die Aufgabe, die zum Teil erheblichen Horizontalkräfte zu übernehmen. Sie überspannen oft große Weiten und dürfen daher nicht mit Deckenbalken verwechselt werden, wobei bem Sparrendach der Deckenbalken gleichzeitig den Zugbalken bildet. Häufig besitzen Zugbalken auf der Außenwand liegende Schlösser, in denen sie verkeilt werden. Diese Zugbalkenschlösser sind wichtig für die Standsicherheit und sollten daher geschützt werden.

Zugbalkenschloss

auch: Zugbalkenschlösser

siehe Zugbalken.

Zugband

auch: Zugbänder

Zugband ist ein Begriff aus der Baustatik. Es handelt sich dabei nicht wirklich um ein Band, sondern in der Regel um einen schlanken Stab, der nur Zugkräfte aufnehmen kann. Beispiele sind der Zweigelenkrahmen oder Zweigelenkbogen mit dem Zugband zwischen den Auflagerpunkten.

Zugbeanspruchung

Zugbeanspruchung ist ein Begriff aus der Baustatik. Die Zugbeanspruchung gibt an, wie stark ein Bauteil auf Zug beansprucht wird. Das muss man sich wie bei einem Seil vorstellen, an dem an beiden Seiten gezogen wird. Im Seil treten dann Zugbeanspruchungen auf. Bauteile müssen so bemessen werden, dass sie die auftretenden Zugbeanspruchungen aufnehmen können und nicht versagen. Beton  kann nur sehr geringe Zugbeanspruchungen aufnehmen, Stahl jedoch hohe. Deshalb werden Bauteile häufig aus Stahlbeton hergestellt. Durch die Verbundwirkung von Stahl und Beton, können Bauteile dann höheren Zugbeanspruchungen standhalten, als wenn das Bauteil aus Beton alleine bestehen würde. Zugbeanspruchungen treten bei einer Decke zum Beispiel am unteren Rand auf, da Decken sich in der Regel leicht durchbiegen. Dadurch wird der untere Rand der Decke auseinandergezogen, während der obere Rand zusammengedrückt wird. Eine Stahlbewehrung wird daher vermehrt am unteren Teil der Decke angeordnet.

Zugbewehrung

Eine Zugbewehrung ist bei Stahlbeton notwendig. Da Beton keine großen Zugkräfte aufnehmen kann, müssen dies beim Stahlbeton Stahleinlagen übernehmen. Wie groß die Zugbewehrung sein muss, dies berechnet der Bauingenieur oder speziell der Statiker. Als Zugbewehrung kommt Stabstahl oder Stahlmatten in Frage. Auch Körbe aus Stahl kommen zum Einsatz. Wird die Zugbewehrung zu niedrig bemessen, reißt zunächst der Beton und im schlimmsten Fall auch der Stahl und der Stahlbeton versagt. Zuviel Stahl darf aus wirtschaftlichen Gründen aber auch nicht verwendet werden, da Stahl sehr teuer ist.

Zugeisen

Siehe Montageeisen. Der Begriff des Zugeisens ist jedoch nicht speziell nur als Verlegehilfe bei der Parkett- und Laminatmontage zu verstehen. Vielmehr können Zugeisen auch lange Eisenbolzen sein, mit denen im Blockhausbau die Stämme in den Wänden gespannt werden. Sie ersetzen dabei die Holznägel unserer Vorfahren und verhindern ein Abheben des Daches bei Stürmen.

Zugfestigkeit

Die Widerstandsfähigkeit eines Baustoffs bei der Einwirkung von Zugkräften wird als Zugfestigkeit bezeichnet. Übersteigen die Zugkräfte die Zugfestigkeit des Werkstoffs, so wird er zerstört. Die meisten Materialien wie zum Beispiel Stahl besitzen sowohl eine Zugfestigkeit als auch eine Druckfestigkeit. Ein Seil hingegen kann nur Zugkräfte aufnehmen und hat demzufolge lediglich eine Zugfestigkeit. Angegeben wird die Zugfestigkeit in aller Regel in Kraft pro Fläche (N/mm²).

Zugholz

auch: Zughölzer

Ähnlich dem Druckholz bildet sich Zugholz bei Laubhölzern bei besonderen Belastungen aus, insbesondere an schiefstehenden Bäumen. Zugholz kommt beispielsweise an der auf Zug beanspruchten Windangriffsseite vor. Es läßt sich an der rauhen, wolligen Schnittfläche erkennen. Zugholz ist heller als das angrenzende Holz und es besitzt keine Jahresringe. Hinsichtlich dem Verhalten beim Quellen und Schwinden ist es ähnlich negativ zu beurteilen wie Druckholz. Zugholz kann aber gerade wegen seiner Verformung und seiner Struktur für Holzbildhauer und Kunsttischler ein interessantes Rohmaterial sein.

Zugkraft

auch: Zugkräfte

In Bauteilen können neben Druckkräften auch Zugkräfte entstehen. Zugkräfte wirken, wenn z.B. an einem Stab kräftig gezogen wird. Bauteile, die auf Zug beansprucht werden, sind z.B. Zuganker, Zugseile und Stahleinlagen bei Stahlbeton. Zur Aufnahme von Zugspannungen werden vor allem Stahl und Holz verwendet. Beton und Steine können dagegen nur geringe Zugkräfte aufnehmen, weshalb in Beton meist Bewehrung eingelegt wird.

Zugmesser

reifmesser.gif

Die beiden Handgriffe am Zugmesser erlauben es dem Handwerker, aus einem Holzklotz scheibenartige Holzteile herauszuziehen bzw. zu schneiden. Das Zugmesser wird von Holzbildhauern genutzt, wenn Sie einen Holzklotz in eine bestimmte Rohform bringen wollen. Vor allem aber wird es zum Entrinden und zur Herstellung von Holzschindeln eingesetzt. Der Umgang mit diesem Messer erfordert Erfahrung im Umgang mit verschiedenen Holzarten und manuelle Kraft und Geschick, sonst kommt es zu Bearbeitungsfehlern.

Zug-Ringschlüssel

zrschluessel.jpg

Ein Zug-Ringschlüssel ist ein Schraubenschlüssel für ganz große Sechskantschrauben, wie sie beispielsweise bei Schiffen, Ölplattformen oder größeren Maschinen verwendet werden. Zug-Ring-Schlüssel besitzen eine Bohrung, in die ein Rohr aufgesteckt werden kann. Somit kann man mehr Kraft aufwenden, um die Schraube zu lösen oder festzuziehen.

Zugsäge

auch: Zugsägen

Eine Zugsäge arbeitet aufgrund ihrer besonderen Zahnstellung nur auf Zug. Zugsägen ermöglichen feine Holzarbeiten mit sauberem Schnitt und vermindern das Risiko des Aufsplitterns oder Aufreißens (siehe Japansägen). Zugsägen gibt es als Sägemaschine (Säge) oder Handsäge. Vor allem auf der Baustelle wird die Zugsäge zum Ablängen von Nut- und Federbrettern und Paneelen verwendet.

Zugschalter

Bei Zugschaltern handelt es sich um Schalter, die über eine Schnur bedient werden. Das ist zum Beispiel bei hochliegenden Schaltern notwendig. Aber auch bei Nachtischlämpchen oder Stehlampen findet man häufig Zugschalter.

Zugstab

auch: Zugstäbe

Ein Zugstab ist ein Bauteil in einem Tragwerk, das ausschließlich auf Zug beansprucht wird. Im Vergleich zu Druckstäben besitzen Zugstäbe in der Regel einen kleineren Querschnitt. Zugstäbe gibt es aus Stahl oder Holz, auch Seile können als Zugstab zum Einsatz kommen. Bei auf Zug beanspruchten Stahlbetonbauteilen übernehmen die Stahleinlagen die Aufgabe eines Zugstabes. Zugstäbe und Druckstäbe werden zum Beispiel bei einem Fachwerk sehr unterschiedlich in die Knoten eingebunden.

Zugzone

Biegt sich ein Bauteil unter der Eigenlast oder einer fremden Last, wird es auf der einen Seite gestaucht und auf der anderen Seite gezogen. Irgendwo im Bauteil findet der Wechsel zwischen Stauchen und Ziehen statt. An dieser Stelle geht die Druckzone in die Zugzone über. Wo das ist, ist wichtig für die Bewehrung, denn Beton kann zwar sehr gut Druckkräfte aufnehmen, doch bei Zugkräften ist er auf die Stahleinlagen angewiesen, da Beton bei Zug sehr schnell reißt.

Zuhaltung

auch: Zuhaltungen

zuhaltung.jpg

Unter Zuhaltungen werden die "Zähne" eines Schlüssels verstanden. Durch die Anordnung, Anzahl und Ausführung der Zuhaltungen werden theoretische Verschiedenheiten von einigen hunderttausend bis sogar Milliarden Varianten erreicht, siehe insbesondere unter Tresorschlüssel.

Zuhaltungsschloss

auch: Chubbschloss, Zuhaltungsschlösser

schloss4.gif

Im Vergleich zum Besatzungsschloss oder Buntbartschloss hat das Zuhaltungsschloss eine höhere Einbruchsicherheit. Das Innenleben besteht aus Blechscheiben, die Aussparungen an verschiedenen Stellen haben. Mit dem Schlüssel werden die einzelnen Scheiben soweit angehoben, dass die Aussparungen alle auf gleicher Höhe sind. Nun kann ein Bolzen, der am Riegel angebracht ist, dort eintauchen und die Tür lässt sich öffnen. Die Sicherheit hängt vor allem von der Anzahl der Scheiben ab. Billige Schlösser mit wenigen Scheiben lassen sich relativ schnell öffnen. Zuhaltungschlösser werden beispielsweise für Tresore verwendet. Auch Hauseingangstüren dürfen mit einem Zuhaltungschloss ausgestattet sein, sofern sie mit einem Wechsel ausgestattet sind (siehe Wechselschloß). Nach seinem Erfinder wird dieses Schloss auch Chubbschloss genannt. Das Zuhaltungsschloss ist eine Unterart des Scheibenschlosses.

Zuluft

Als Zuluft wird in der Klimatechnik die über eine automatische Lüftungsanlage zugeführte Luft bezeichnet. Häufig wird die Zuluft durch Erwärmen, Kühlen, Entfeuchten, Befeuchten oder Filtern vorbehandelt. Dadurch wird zum Einen der Energieverbrauch reduziert und zum anderen wird auf die Bedürfnisse der Bewohner eingegangen. Wird die Zuluft nur um 3 Grad angewärmt, reicht dies schon aus, um bei einem gut gedämmten Haus den Wärmeverlust bei einer Außentemperatur von -10 Grad zu kompensieren.

Zuluftkanal

auch: Zuluftkanäle

Zuluftwächter

Wer mit einem Kaminofen heizt, erzeugt Gemütlichkeit, aber auch ein Gefährdungspotential. Denn ganz gleich, ob der Kaminofen mit Holz beheizt wird oder ob Bio-Alkohol für flackerndes Feuer sorgt - eine ausreichende Frischluftzufuhr muss gewährleistet sein. Denn bei gleichzeitigem Betrieb einer Dunstabzugshaube oder eines Abluft-Wäschetrockners kann es zu einem Unterdruck im Wohnraum kommen, wobei im Extremfall das geruchlose und unsichtbare Kohlenmonoxid, das sich im Wohnraum gebildet hat, zum Erstickungstod führt. Davor schützt ein kleines Gerät, nämlich ein Zuluftwächter. Dieser stellt sicher, dass durch ein geöffnetes Fenster Frischluft nachströmt und der Unterdruck ausgeglichen wird.

Zündgrenze

Untere und obere Zündgrenze geben den Konzentrationsbereich eines brennbaren Gases oder Dampfes in Luft an, innerhalb dessen die durch eine äußere Zündquelle eingeleitete Verbrennung selbständig fortschreitet. Unterhalb der unteren Zündgrenze ist das Gemisch zu brennstoffarm, um die Verbrennung zu unterhalten, oberhalb der oberen Zündgrenze ist es zu brennstoffreich und kann nur mit weiterer Luftzufuhr brennen. Je tiefer die untere Zündgrenze eines brennbaren Stoffes liegt, desto geringere Mengen reichen aus, um mit Luft eine fortschreitende Verbrennung zu ermöglichen.

Zündpunkt

Zündpunkt ist diejenige Temperatur, bei der ein Brennstoff unter festgelegten Bedingungen von selbst (ohne Fremdzündung) entzündet und weiterbrennt.

Zunft

auch: Zünfte

Das Handwerk ganz allgemein und das Bauhandwerk im besonderen hat sich seit dem frühen Mittelalter bis in das 19. Jahrhundert hinein in Zünften organisiert. Diese überwachten streng, dass die einzelnen Gewerke nur von den eigenen Zunftmitgliedern ausgeführt werden durften. Die Zünfte wählten eigene Zunftmeister. Diese sind vergleichbar mit den heutigen Obermeistern der Innungen, wie ja auch speziell die Innungen die Nachfolger der Zünfte sind. Die Zünfte hatten ihre eigenen Wappen, die Zunftmitglieder eine eigene Kleidung. Bei den wandernden Zimmer- und Maurergesellen, die heute noch auf Wanderschaft gehen, hat sich diese "zünftige" Kleidung erhalten. Innerhalb der Zünfte gab es Bräuche und ganz spezielle Lieder, die zum Teil heute noch bei geselligen Anlässen gepflegt bzw. gesungen werden.

Zungenkelle

auch: Zungenkellen

Zungenklosett

siehe Tiefspül-WC.

Zungen-WC

siehe Tiefspül-WC.

Zusatzmittel

Zusatzstoffe

Zuschlag

auch: Betonzuschlag, Normalzuschlag, Zuschlagstoff, Zuschläge

Zuschläge sind generell Substanzen, die in geringeren Mengen einem anderen Stoff beigemengt werden, um diesem besondere Eigenschaften zu verleihen. Im Baubereich werden Zuschläge zusammen mit Bindemitteln, Zement und Zugabewasser zu Mörtel und Beton verarbeitet. Bei Beton spricht man heutzutage nicht mehr von Zuschlag, sondern von Gesteinskörnung. Man unterscheidet Zuschlag aus natürlichem Gestein und künstlich hergestellten Zuschlag. Natürlicher Zuschlag ist beispielsweise Sand, Kies, Naturbims, Splitt oder Schotter. Künstlicher Zuschlag ist beispielsweise Hochofenschlacke, Hüttensand, Hüttenbims, Sinterbims, Ziegelsplitt oder Ziegelmehl. Auch Substrate, die vor allem aus Humus und Torf bestehen, kommen ohne Zuschläge meist aus Natursteingranulaten nicht aus. Substrate werden im Gartenbau eingesetzt, besonders aber auch beim Gründach.

Zuschlagstoff

auch: Zuschlagstoffe

siehe Zuschlag.

Zuschnittautomat

Zwang

siehe Zwangskräfte.

Zwangskraft

auch: Zwangskräfte

Wird ein Körper, sei er aus Holz oder Beton, in seiner Volumenänderung behindert, treten in ihm Zwangskräfte auf. Eine Volumenänderung kann beispielsweise durch Wasseraufnahme, Wasserabgabe, Hitze oder Kälte stattfinden.

Zwangsmischer

Ein Zwangsmischer wird zum mischen des Frischbetons eingesetzt. Das Mischgut wird durch sich drehende Mischwerkzeuge zwangsweise bewegt und durchgemischt. Zwangsmischer gelten als Mischer mit besonders guter Mischqualität, die aber wesentlich durch die Stellung der Schaufeln beeinflußt wird. Im Vergleich zu Freifallmischern liegen die Anschaffungs- und Verschleißkosten jedoch wesentlich höher.

Zwangsspannungen

Zwangsspannungen treten immer dann auf, wenn sich einzelne Konstruktionsteile eines Bauwerks aus Stahlbeton bei statischer Unbestimmtheit unterschiedlich verformen wollen. Zwangsspannungen können durch Schwinden, Kriechen und Temperaturänderungen entstehen.

Zwangsvollstreckung

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau hat diesen Problemfall präzise so beschrieben: In praktisch fast allen Grundstückskaufverträgen wird standardmäßig eine Regelung enthalten sein, wonach sich der Käufer wegen des Kaufpreises der sofortigen Zwangsvollstreckung seines gesamten Vermögens unterwirft. Diese Klausel bedarf einer notariellen Beurkundung und enthält für den Käufer ein gewisses Risiko. Sie gibt dem Verkäufer nämlich die Möglichkeit, wenn Sie mit der Zahlung in Verzug geraten, sich durch den Notar eine vollstreckbare Ausfertigung des Kaufvertrages erteilen zu lassen, und bei Ihnen ohne vorheriges gerichtliches Verfahren den vereinbarten Kaufpreis vollstrecken lassen zu können. Oftmals sind derartige Unterwerfungsklauseln mit dem Verzicht auf den Nachweis der Fälligkeit des Kaufpreises verbunden. Dadurch wird der Verkäufer in die Lage versetzt, den Kaufpreis bei Ihnen zu vollstrecken, ohne dass dieser bereits fällig ist. Sie wären der Vollstreckung schutzlos ausgeliefert und könnten ihre Rechte nur durch eine Klage auf Rückzahlung des Kaufpreises wahren mit dem Risiko, dass der Verkäufer das Geld bereits verbraucht hat. Sie sollten, sofern Sie diese Klausel im Vertrag vereinbaren müssen, verlangen, dass der Notar mit Ihnen Rücksprache nehmen muss, bevor er die Ausfertigung erstellt. Am sichersten ist es jedoch, im Grundstückskaufvertrag auf den Nachweis der Fälligkeit des Kaufpreises ausdrücklich zu bestehen.

zwangsweise Dachbegrünung

Die Gemeinde kann im Bebauungsplan eine zwangsweise Dachbegrünung festlegen. Das heißt, dass jeder, der in diesem Gebiet bauen möchte, sein Dach mit einer Extensivbegrünung oder Intensivbegrünung bepflanzen muss. Eine zwangsweise Begrünung ist dann sinnvoll, wenn beispielsweise wegen einer nahegelegenen Schnellstraße oder Autobahn der Lärmpegel reduziert werden soll. Auch bei einer starken Flächenversiegelung des Gebiets kann eine zwangsweise Dachbegrünung angeordnet werden.

zweifach Fischgrät

2fischgraet.gif

Zweifach Fischgrät ist eine Verlegeform von Parkett, speziell von Stabparkett. Hierbei werden jeweils zwei Parkettstäbe nebeneinander gelegt und dann mit jeweils zwei anderen Parkettstäbe an einem Ende senkrecht aneinander gestoßen.

Zweifachsteckdose

auch: Zweifach-Steckdose

Kleinste Ausführung einer Steckdosenleiste

Zweiflügelige Drehtür

auch: Zweiflügelige, Drehtüren

Zweiflügelige Drehtür ist die bautechnische Beschreibung einer normalen Tür, die zwei Flügel (=Türblatt oder Türrahmen) besitzt, die beidseitig in eine Richtung bis 180° drehbar sind.

Zweigelenkrahmen

Zweigelenkrahmen ist eine Bezeichnung aus der Baustatik. Es handelt sich dabei um einen Stabzug, der aus einem oder zwei Riegel und zwei Stielen besteht. Weiterhin gehören zum System Zweigelenkrahmen ein biegesteifer Knoten und die gelenkige, unverschiebliche Lagerung der Fußpunkte. Technisch betrachtet ist der Zweigelenkrahmen einfach statisch unbestimmt.

Zweigriffarmatur

auch: Zweigriffarmaturen

Zweigriff-Mischbatterie

auch: Zweigriffmischbatterie, Zweigriff-Mischbatterie, Zweigriff-Mischbatterien

zgmbatt.jpg

Im Gegensatz zur Eingriff-Mischbatterie besitzt die Zweigriff-Mischbatterie je einen Drehgriff für Kaltwasser und Warmwasser. Über das Kalt- bzw. Warmwasserventil gelangt das Wasser in eine Mischkammer im Armaturengehäuse und von dort zum Auslauf. Die Wassertemparatur wird von Hand durch Ausprobieren eingestellt. Das kann mitunter schon etwas länger dauern. Dafür sind an Zweigriff-Mischbatterien aufgrund der einfachen Bauweise Reparaturen leicht durchzuführen.

Zweigriff-Mischer

Zweihand-Mischbatterie

auch: Zweihandmischbatterie, Zweihand-Mischbatterien, Zweihandmischbatterien

Zweihandmischer

auch: Zweihand-Mischer

Zweihand-Winkelschleifer

auch: Zweihandwinkelschleifer

Zweihebel-Mischbatterie

auch: Zweihabel-Mischbatterien, Zweihebelmischbatterie, Zweihebelmischbatterien

Zweihebelmischer

Zweihieb

auch: Zweihiebe

siehe Hieb.

Zweiholmtreppe

auch: Zweiholmtreppen

zweiholmtreppe.jpg

Zweiholmtreppen bestehen in der Regel aus zwei unter den Stufen laufenden Stahlwangen mit Stufen aus Massivholz und mitlaufendem Geländer aus Stahl. Sie zählen somit zu den Wangentreppen. Zweiholmtreppen gibt es entweder mit zwischenliegenden oder aufgesetzten Stufen. Die Stufen liegen somit entweder auf den Holmen (siehe Foto) auf oder sind in die Holme eingelassen.

Zweikomponentenkleber

auch: Zwei-Komponenten-Kleber

Zweikomponentenkleber sind meist auf der Basis von Epoxidharz aufgebaut. Sie bestehen aus den beiden Komponenten Härter und Bindemittel, die bei Gebrauch in einem bestimmten Verhältnis gemischt werden. Nach dem Anmischen läßt sich der Kleber nur eine begrenzte Zeit verarbeiten. Er ist wasserfest und wasserdicht und wird beispielsweise beim Fliesen von Gipskartonplatten und Gipsfaserplatten in Feuchträumen verwendet. Auch beim Verkleben von Fliesen auf Keramik, Glas oder Metall wird Zweikomponentenkleber verwendet.

Zwei-Komponenten-Lack

auch: Zwei-Komponenten-Lacke

Dem Basislack wird vor der Applikation ein auf das Grundmaterial (Acrylat, Alkyd) abgestimmter Härter zugegeben, der bewirkt, dass der Lack neben dem Verdunsten der Lösemittel auch "chemisch" trocknet. Die Oberfläche weist dadurch eine deutlich bessere Beständigkeit auf.

zweiläufig gegenläufige Treppen

siehe mehrläufige Treppen.

zweiläufig gerade Treppen

siehe mehrläufige Treppen.

zweiläufig gewinkelte Treppen

siehe mehrläufige Treppen.

Zwei-Linsensystem

Das Zwei-Linsensystem ist eine Bauvariante bei Bewegungsmeldern, wobei Sensoren via Infrarotstrahlen einen Nah- und einen Fernbereich überwachen, wodurch auch ein sog. Unterkriechschutz gewährleistet wird. Durch Horizontalschwenken der Linse wird der Erfassungsbereich verkürzt oder verlängert werden. Dadurch Testen wird somit vermieden, dass vorbeifahrende Autos oder Personen auf dem Gehweg des Nachbarn den Bewegungsmelder aktivieren. Durch die Linsen gibt es aktive und passive Zonen. Die beste Erfassung wird erreicht, wenn die Zonen im rechten Winkel durch die Wärmequelle (also eine Person) geschnitten werden. In diesem Fall ist nämlich der für die Registrierung erforderliche Temperaturunterschied am größten.

Zweimalbrandverfahren

Im Zweimalbrandverfahren, auch Bicottura genannt, werden Scherben und Glasur der Fliesen in zwei Arbeitsgängen gebrannt. Dies geschieht vor allem, um Dekorfliesen und Bordüren herzustellen, deren keramische Glasuren unterschiedliche Brenntemperaturen erforderlich machen. Bei besonders aufwändigen Dekorfliesen können auch mehrere Brennvorgänge erforderlich werden, wodurch die früher gefürchtete Craquelebildung vermieden wird.

Zweiphasenschlitzwand

auch: Zweiphasenschlitzwände

Zweiphasenschlitzwand bedeutet, dass in jeder Phase der Herstellung der Schlitzwand unterschiedliche Materialien zu Einsatz kommen. In der 1. Phase, d.h. während des Aushubs, benötigt man eine Stützflüssigkeit. In der 2. Phase wird diese gegen den endgültigen Wandbaustoff (Beton) ausgetauscht. Bei der Einphasenschlitzwand übernimmt das eingesetzte Material (Beton) hingegen sowohl die Funktion der Stützflüssigkeit als auch die des verbleibenden Wandbaustoffes.

zweipoliger Phasenprüfer

Der zweipolige Phasenprüfer hat gegenüber einem einpoligen Phasenprüfer oder Prüfschraubendreher den Vorteil, dass man z.B. feststellen kann, wie hoch die Spannung auf einer Elektroleitung ist (das ist beispielsweise wichtig zum Unterscheiden von 230 V und 400 V). Darüber hinaus zeigt der zweipolige Phasenprüfer auch gesichert an, ob tatsächlich Spannung anliegt (die Glimmlampe des einpoligen Phasenprüfers leuchtet auch bei Aufladung der Leitung oder einer Blindspannung). Schließlich zeigt der zweiphasige Spannungsprüfer auch an, ob Null- und Schutzleiter angeschlossen sind, wobei man die beiden Leitungsarten nicht unterscheiden kann. Dazu wird eine Spitze des Zweipolprüfers an die Phase, also die stromführende Leitung, und die zweite nacheinander an die Kontakte von Neutral- und Schutzleiter. Wenn die Lampe aufglimmt, liegt Spannung an.

Zweipolprüfer

Zweirohrheizung

auch: Zweirohrheizungen

Zweirohrsystem

auch: Zweirohrheizung, Zweirohrsysteme

Begriff aus der Heizungstechnik. Bei einem Zweirohrsystem wird - im Gegensatz zum Einrohrsystem - das Heizungswasser nach jedem Durchlauf durch einen Heizkörper durch die Heizungsrohre wieder zurück zum Heizkessel geführt. Dadurch wird jeder Heizkörper mit derselben Vorlauftemperatur versorgt. Man spricht auch von einer Zweirohrheizung.

Zweirohrzähler

Zwei-Säuler

zweisaeuler.jpg

Zwei-Säuler ist ein im Heizungsbau und innerhalb der Herstellerbranche geläufiger Begriff für einen Radiator bzw. speziell für einen Säulenradiator, der aus mehreren Stahlrohrelementen besteht, die in zwei "Säulen" unterteilt sind (siehe Zeichnung). Zwischen den einzelnen Säulen kann Luft zirkulieren, was den Wirkungsgrad dieser Konvektionsheizung erhöht.

Zweischalengreifer

zweischalige Außenwand

auch: zweischalige, Außenwände

zweischaliges Mauerwerk

Wie der Name bereits sagt handelt es sich beim zweischaligen Mauerwerk um ein Mauerwerk mit zwei Mauerschalen. Diese können ohne Zwischenraum wie beim Verblendmauerwerk oder mit Zwischenraum gemauert sein. Dieser Zwischenraum kann zum Beispiel nur mit Luft gefüllt sein. Wobei das Wörtchen \"nur\" irreführend ist, denn Luft ist ein ausgezeichneter Wärmedämmer. Damit die einzelnen Schalen standfester sind, werden sie in regelmäßigen Abständen durch Maueranker oder spezielle Verbundziegel miteinander verbunden. Zweischaliges Mauerwerk mit Luftraum wird auch als Luftschichtmauerwerk oder Hohlmauerwerk bezeichnet. Zwischen den beiden Schalen kann aber auch eine Wärmedämmung eingebracht sein. Die Kerndämmung sollte nicht dicker als 15 cm sein. Als Dämmstoff kommen Mineralfaser- oder Hartschaumplatten sowie eine Dämmschüttung in Frage. Die Schüttung besteht aus wasserabweisendem Leichtzuschlag, z.B. aus vulkanischem Gestein. Beide Mauerschalen sollten mindestens 11,5 cm dick sind und müssen mit Drahtankern verbunden sein. Bei einer zweischaligen Außenwand mit Luft- und Dämmschicht müssen die beiden Schalen ebenfalls miteinander verankert sein. Die Mindestdicke für die Außenschale betragen 9 cm, für die Innenschale 11,5 cm und für die Luftschicht 4 cm, wenn überquellender Mörtel abgestrichen ist. Da Luft- und Dämmschicht zusammen 15 cm nicht überschreiten sollen, darf die Dämmschicht nicht mehr als 11 cm dick sein. Die Luftschicht sorgt dafür, dass Feuchtigkeit vor der Dämmung abgeführt wird und somit kein Tauwasser entstehen kann. Die Feuchtigkeit muss durch entsprechende Öffnungen entweichen. Diese sind oben und unten an der äußeren Schale.

Zweischichtdecklack

auch: Zweischichtdecklacke

siehe Decklack.

Zweischnürigkeit

Zweiständerbau

Niederdeutsche Gerüstform bei einem Fachwerkhaus, bei der das Dachgerüst auf den zwei inneren Längsständerreihen ruht, während die weit abgeschleppten Dächer über zwei niedrigen, nur die Abschleppung tragenden Außenwänden enden. Es ergibt sich ein dreischiffiger Raum, bei dem die Seitenschiffe niedriger als der mittlere Raum (die Diele) sind und von der Dachfläche angeschnitten werden. Ohne die Seitenschiffe würde sich ein Wandständerbau ergeben.

Zweistutzen-Gaszähler

Zweistutzenzähler

auch: Zweistutzen-Gaszähler, Zweirohrzähler

zweistutzenzaehler.jpg

Der Zweistutzenzähler ist neben dem Einstutzenzähler und dem Münzgaszähler eine mögliche Bauart eines Gaszählers. Zweistutzenzähler haben den Gaseintritt links und den Gasaustritt rechts. Die Montage erfolgt mit einer Gasmesserplatte und einem "Gelenk", damit keine mechanischen Spannungen auf den Gaszähler übertragen werden. Die Messerplatte lässt sich gut ausrichten, ermöglicht eine einfache Montage des Gaszählers und dient als elektrische Überbrückung.

zweitouriges Schloss

auch: zweitourige, Schlösser

siehe Tour.

Zweitseithof

auch: Zweiseithöfe

siehe Bauernhöfe

Zweiwalzenbrecher

siehe Walzenbrecher.

Zweiwalzenmühle

auch: Zweiwalzenmühlen

siehe Walzenmühle.

Zweiwegebagger

Der Zweiwegebagger ist auf Schienen und der Straße gleichermaßen zuhause, er besitzt ein Radfahrwerk und ein Schienenfahrwerk. Er verbindet somit die Vorteile von Radbagger und Gleisbagger.

Zwerchdach

auch: Zwerchdächer

zwerchdach.gif

Das Zwerchdach ist eine Dachform mit einem quer zum Hauptdach verlaufenden Giebel, der allerdings nicht bis zum First hochgezogen ist. Dadurch unterscheidet sich das Zwerchdach vom Kreuzdach. Durch das Zwerchdach wird die Wohnfläche ebenfalls wie bei Gauben oder Kreuzdächern vergrößert. Zwerchdächer haben nach jahrzehntelanger "Ruhepause" wieder verstärkt Einzug gehalten in die Architektur moderner Wohnhäuser.

Zwerchhaus

siehe Gaube

Zwergwalmdach

Ein Zwergwalmdach ist ein Walmdach, bei dem nur ein kurzes Stück am Firstende abgewalmt ist.

Zwetschge

siehe Pflaume.

Zwiebeldach

auch: Zweibeldächer

zwiebeldach.gif

Das Zwiebeldach besteht aus ein- und ausgeschweiften Dachflächen, die in einer Spitze zusammenlaufen. Im Gegensatz zum Glockendach sind die Flächen im oberen Teil konkav und im unteren Teil konvex geschweift. Das Zwiebeldach findet man hauptsächlich an alten Kirchen, insbesondere in Süddeutschland und in Österreich.

Zwiebelturm

auch: Zwiebeltürme

zwiebelturm.jpg

Zwiebeltürme finden sich gelegentlich als schmückendes Beiwerk der Fabrikantenvillen der Epoche zwischen 1880 und 1914, ansonsten fast nur bei Kirchbauten, sieht man von den farbenfrohen Bauten des Friedensreich Hundertwasser ab, der gelegentlich Zwiebeltürme in seine märchenhaften Bauten integrierte. Die Türme tragen ihren Namen von dem zwiebelförmigen Dach, wie es im deutschsprachigen Raum fast ausschließlich auf süddeutschen und österreichischen Sakralbauten anzutreffen ist, wogegen bei russisch-orthodoxen Kirchen der Zwiebelturm allgegenwärtig ist. Architekturgeschichtlich ist der Zwiebelturm durch die Türken nach Russland und Mitteleuropa gekommen. In internationalen Kur- und Badeorten wie Bad Ems oder Nizza, wo früher russische Großfürsten in Kur oder in die "Sommerfrische" gingen, sind auch orthodoxe Kirchen mit Zwiebeltürmen anzutreffen. Das Dachgestühl der Zwiebeltürme erfordert besonderes Geschick der Zimmerleute. Gedeckt werden Zwiebeltürme mit Kupferblech oder Schieferplatten.

Zwiesel

Zwiesel ist eine Bezeichnung aus der Forstwirtschaft für Bäume mit geteilten Baumkronen. Da geteilte Baumkronen eine stark verbreiterte Krone bilden, stellt das Fällen solcher Bäume besondere Anforderungen an die Holzfäller. Beim Messern des Holzes im Bereich der Gabelung, erhält man eine sehr interessante Zwieseltextur.

Zwieseltextur

auch: Zwieseltexturen

Beim Längsschnitt durch den Gabelwuchs eines Baumes entstehen interessante Texturen ("Maserungen"), die als dekorative Furniere Verwendung finden und entsprechend teuer sind. Zu diesen Texturen zählt auch die Zwieseltextur. Die Zwieseltextur erhält man beim Längsschnitt (Messern) durch einen Baumzwiesel (Gabelwuchs) in der Ebene der beiden Gabeln.

Zwillen

siehe Gabelwuchs.

Zwilling

siehe Gabelwuchs.

Zwillingsleitung

auch: Zwillingsleitungen

zwillingsleitung.jpg

Zwillingsleitungen zählen zu den Elektroleitungen für flexible Verlegung. Zwillingsleitungen (Kurzzeichen H03VH-H) sind bestimmt für den Anschluss leichter Elektrogeräte (wie Rundfunkgeräte, Tischleuchten, Uhren, usw. ) bei sehr geringen mechanischen Beanspruchungen in Haushalt, Küchen und Büroräumen. Sie sind nicht geeignet für den Anschluss von Koch- und Heizgeräten sowie für die Verwendung im Freien, in gewerblichen Betrieben oder zum Anschluss von Elektrowerkzeugen.

Zwillingssäge

auch: Rettungssäge, Zwillingssägen

zwillingssaege.jpg

Eine Zwillingssäge arbeitet mit zwei gegeneinander laufenden Spezialsägeblättern, die nahezu alle Materialien wie Aluminium, Holz, Kupfer, Messing, Kunststoff, Stahl oder Edelstahl funkenarm und gratfrei durchtrennen. Eingesetzt wird sie vor allem als Rettungssäge von Feuerwehren und Rettungsdiensten. Die Zerspanung erfolgt kalt, daher ist auch keine Verfärbung oder Beschädigung der Oberfläche zu befürchten.

Zwinge

auch: Zwingen

Damit auf Dauer hält, was man zusammenfügen möchte, zum Beispiel bei Leimarbeiten sind Spann- und Klemmwerkzeuge  unerlässlich. Auch zum kurzzeitigen Festhalten von Werkstücken, zum Dehnen und Spannen lassen sich Zwingen verwenden. Nach Art der Fixierung unterscheidet man Kraftzwinge, Schraubzwinge, Schnellspannzwinge, Spitzratschenzwinge, Federzwinge, Ratschenzwinge, Spitzfederzwinge und Einhandzwinge.

Zwischenanstrich

auch: Zwischenanstriche

Farbe oder Lack wird meist in verschiedenen Durchgängen aufgetragen. Der Zwischenanstrich liegt zwischen dem Grundanstrich (oder Grundierung) und dem Schlussanstrich, wobei der Zwischenanstrich in der Regel vor dem nächstfolgenden Anstrich geschliffen wird. Je nach Beschichtungssystem kann die Farbe bzw. der Lack für die Endbeschichtung auch zur Zwischenbeschichtung dienen.

Zwischenauflager

Zwischenauflager ist ein Begriff aus der Baustatik. Durchlaufträger oder durchlaufende Platten liegen auf mehr als zwei Lagern auf. Alle Lager zwischen den beiden Endauflager werden als Zwischenauflager bezeichnet. Die Moment an Zwischenauflagern werden negativ, das heißt es entsteht, im Gegensatz zum Feld, eine Zugspannung in der oberen Hälfte des Bauteilquerschnitts. Demzufolge muss die Zugbewehrung über den Auflagern oben liegen.

Zwischendämmung

Zwischenschliff

auch: Zwischenschliffe

Mit Farbe oder Lack beschichtetes Holz wie beispielweise Parkett oder Möbel muss von Zeit zu Zeit renoviert werden. Dazu müssen die alten Beschichtungen abgeschliffen und neue aufgetragen werden. Dazwischen liegen mehrere Schleifdurchgänge, die in Grobschliff, Zwischenschliff und Feinschliff unterteilt werden können. Beim Zwischenschliff werden die durch den Grobschliff verursachten Spuren beseitigt. Eventuell mussten nach dem Grobschliff auch Löcher zugespachtelt werden. Die überstehende Spachtelmasse wird ebenfalls abgeschliffen werden. Als Schleifmittel verwendet man Schleifpapier oder Schleifscheiben mittlerer Körnung. Die Körnung liegt etwa zwischen 100 und 240.

Zwischensparrendämmung

auch: Teilflächendämmung, Zwischensparren-Dämmung

daemmkeil.jpg

Für die Dämmung zwischen den Dachsparren hält die Industrie verschiedene Dämmstoffe wie beispielsweise Mineralwolle oder Polystyrol bereit. Diese werden meistens zwischen die Sparren geklemmt. Die Zwischensparrendämmung ist häufig die einzige Möglichkeit bei einem nachträglichen Dachausbau. Durch die Energieeinsparverordnung sind die Dämmschichten noch dicker geworden, so dass sie häufig die Sparrentiefe überschreiten. Der Sparren muss in diesem Fall aufgedoppelt werden, was zu einem weiteren Verlust an Dachraum führt. Beim Neubau ist daher eine Aufsparrendämmung zu empfehlen.

Zyklopenmauerwerk

auch: Zyklopen-Mauerwerk

zyklopenmauerwerk.jpg

Eine Sonderform des Bruchsteinmauerwerks ist das Zyklopenmauerwerk. Nur wenig bearbeitete Bruchsteine werden im ganzen Mauerwerk satt in Mörtel vermauert. Es ergeben sich nur wenige Lagerfugen und keine regelmäßigen Schichten. Dadurch ist die innere Festigkeit und der Zusammenhalt des Mauerwerks gemindert. Verwendet werden schwer zu bearbeitende Hartgesteine wie z.B. die Grauwacke. Die Verarbeitung ist wie beim Bruchsteinmauerwerk mit einem hohen Arbeitsaufwand verbunden. Das Zyklopenmauerwerk wird auch als polygonales Mauerwerk bezeichnet.

Zylinderbär

auch: Zylinderbäre

Ein Zylinderbär ist ein Rammbär, der für schwierige Rammarbeiten und schweres Rammgut verwendet wird. Der Zylinderbär besteht aus einem Zylinder mit Kolben, wobei der schwere Gußzylinder, der mit Dampf gehoben wird, die Schlagarbeit leistet. Am höchsten Punkt der Zylinderaufwärtsbewegung wird die Dampfzufuhr unterbrochen. Der Dampf wird aus dem Innern des Zylinders durch Auspufföffnungen ins Freie geleitet. Die Steuerung der Dampfzufuhr kann von Hand, halb- oder vollautomatisch erfolgen.

Zylinderbohrer

Zylinderkopfbohrer

auch: Zylinderbohrer

zylinderkopfbohrer.jpg

Eine Weiter­entwicklung des Forstner­bohrers ist der Zylinder­kopf­bohrer, auch nur Zylinder­bohrer genannt. Neben der Zentrier­spitze und den geraden Haupt­schneiden weist er zwei einzelstehende Vorschneiden auf, die leichter als beim Forst­ner­bohrer zu schleifen sind. Der Bohrer wird für Bohr­ar­beiten in Voll­holz, bei Ausführung mit Hart­metall auch für Holz­werk­stoffe oder Kunst­stoff verwendet und insbesondere benutzt, um Scharnier­löcher oder Terrassen­schrauben mit Zylinder­kopf bündig in Terrassendielen zu versenken.

Zylinderkopfschraube

auch: Zylinderkopfschrauben

zylinderkopfschraube.jpg

Die Zylinderkopfschraube, wie sie der Heimwerker oder Tischler braucht, hat nichts mit einer Schraube für einen KFZ-Zylinder zu tun. Die Kopfform einer solchen Schraube ist rund, die Länge und der Durchmesser des Kopfes ist unterschiedlich je nach An­wen­dungs­bedarf und Belastung. Zylinder­kopf­schrauben werden vor allem eingesetzt, um Beschläge an Möbeln oder Dielen an Terrassen-Unterkonstruktionen zu befestigen, wobei der Schraubenkopf z.B. mit Innensechskant-Antrieb ganz im Holz verschwindet. Allerdings muss das runde Loch, das den Schraubenkopf aufnehmen soll, vorher mit einem Zylinderkopfbohrer in das Holz gefräst werden.

Zylindermesslehre

zylindermesslehre.jpg

Die Zylindermesslehre ist eine Schieblehre, die speziell für die Monteure von Schließanlagen entwickelt wurden. Sie verfügen über zwei relativ lange Schenkel, wodurch ein exaktes Ausmessen der Länge eines Schließzylinders in einer Türfüllung ermöglicht wird - und zwar auch incl. der Beschläge an der Innen- und an der Außenseite der Tür. So kann bei einem Austauschen des Zylinders ein genau passender neuer Zylinder eingebaut werden.

Zylinderschloss

auch: Schließzylinder, Sicherheitsschloss, Zylinderschlösser

zschloss.gif

Das Zylinderschloss ist ein Einsteckschloss, das mit einem Schließzylinder ausgestattet ist. Schließzylinder werden in verschiedensten Formen, Materialien und Abmessungen hergestellt. Häufige Formen sind beispielsweise Ovalzylinder, Rundzylinder oder Profilzylinder. Ein Schließzylinder besteht aus einem Gehäuse und einem drehbaren Zylinderkern. Bei guten Schlössern sperren mindestens fünf Stiftpaare in einer Reihe den Zylinderkern gegenüber dem Gehäuse. Durch das Einführen des Schlüssels werden die unterschiedlich gestalteten Stifte in eine Ebene gedrückt und geben eine Trennlinie frei. Damit kann der Zylinderkern gegenüber dem Gehäuse gedreht werden. Das Zylinderschloss wird überall dort verwendet, wo größere Sicherheit gefordert wird. Das kann bei Zimmertüren oder Möbeln sein, vor allem aber Haustüren sind mit einem Zylinderschloss ausgestattet. Haustüren benötigen allerdings einen Wechsel, das heißt sie müssen mit einem Wechselschloss ausgestattet sein.

Zylinderschlüssel

Der Zylinderschlüssel ist der gebräuchlichste Schlüssel für Hauseingangstüren. Er wird für das Zylinderschloss verwendet. Nach Art des Materials unterscheidet man Stahlschlüssel, Messingschlüssel und Neusilberschlüssel. Der Stahlschlüssel besteht aus Stahl mit einer vernickelten Oberfläche. Aus einer Kupfer- und Zinklegierung besteht der Messingschlüssel. Der Neusilberschlüssel schließlich ist ein Zylinderschlüssel mit einer Kupfer-, Nickel-, Blei- und Zinklegierung. Wenn man es genau nimmt, sind auch Wendeschlüssel Zylinderschlüssel, denn auch sie werden in einen Schließzylinder eingeführt.

Zylinderschrauben

Zylinderschrauben haben ihren Namen vom zylinderförmigen Aussehen, das heißt, sie laufen nach vorne hin nicht spitz zu wie beispielsweise Holzschrauben. Vielmehr haben sie über die gesamte länge einen gleichbleibenden Querschnitt. Zylinderschrauben drehen sich in ein Metallgewinde ein oder werden mittels einer Mutter befestigt. Die Schrauben selbst können z.B. mit einem Schlitz, Kreuzschlitz oder Innensechskant ausgestattet sein.

Zypresse

auch: Zypressen

zypresse.jpg

Es gibt im Mittelmeer und in Nordamerika heimische Arten von Zypressen. Das Holz ist gelblichbraun bis rötlich, der Splint gelblichweiß. Trotz fehlender Harzkanälen ist das Holz sehr harzhaltig und es sind größere Harzausscheidungen möglich. Das feinfaserige Holz ist weich, mäßig schwindend und ist witterungsbeständig. Es ist gut zu Bearbeiten und für Hochglanzpolituren geeignet. Die bei der Bearbeitung frei werdenden Düfte der ätherischen Öle können zu Erkrankungen führen. Das Tragen von Schutzmasken ist erforderlich. Verwendung findet Zypressenholz im Brücken- und Bootsbau, für Eisenbahnschwellen, im Möbelbau, in der Zündholzfabrikation, im Gitarrenbau und im Orgelbau.