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Alles zum Thema "W"

waagerechte Deckung

Die waagerechte Deckung ist eine Deckungsart bei Schiefer. Sie ähnelt der Rechteckdeckung und ist eine der günstigsten Arten der Schieferdeckung. Geprägt ist die waagerechte Deckung durch den diagonalen Versatz der Stoßfugen. An Fassaden bietet dieses Deckart ein äußerst ruhiges, zurückhaltendes Deckbild.

waagerechter Verbau

Der waagerechte Verbau ist eine Möglichkeit der Baugrubensicherung. Gestützt wird die Baugrube hierbei durch waagerecht angebrachte Holzbohlen. Abgeleitet werden die Kräfte über senkrechte Brusthölzer in die Streben und zur gegenüberliegenden Baugrubenseite ausgesteift. Wegen dieser Aussteifung eignet sich der waagerechte Verbau vor allem für nicht zu breite und zu tiefe Gräben.

Wabendecke

auch: Wabendecken

Als Wabendecken bezeichnet man Unterdecken, die aus senkrecht stehenden Deckenplatten zusammengesetzt sind, üblicherweise Mineralfaserplatten. Durch diese Anordnung lässt sich weit mehr Schallabsorptionsfläche an der Decke unterbringen als mit waagerechten Platten. Die Beleuchtung kann in beliebiger Art und Ausführung oberhalb der Decke liegen. Senkrecht liegende Deckenplatten behindern den Lichteinfall nicht, bieten aber einen ausgezeichneten Blendschutz. Installationen, die über der Wabendecke verlegt werden, sind frei zugänglich. Sie werden meist dunkel gestrichen und sind dann kaum noch sichtbar. Wabendecken gibt es in verschiedenen Konstruktionen und Wabenformen, z.B. Quadrat- und Rechteckwaben oder Dreieck- und Sechseckwaben.

Wabenfüllung

auch: Wabenfüllungen

Wacholder

Der Wacholder ist in Europa, Nordasien, Nordchina, Nordamerika und Nordafrika heimisch. Das Splintholz ist gelblich, das Kernholz ist gelblichbraun mit rotviolettem Ton. Das Holz ist sehr feinfaserig, zäh, mäßig schwindend und schwer spaltbar. Es trocknet langsam und ist sehr dauerhaft. Verwendung findet es für Gefäße, Pfeifenröhren, Drechslerei und Schnitzerei.

Wachsen

Neben der Versiegelung von Holzböden und Parkett mit Lack, kann man den Boden auch Ölen oder Wachsen. Wachse sind von Haus aus in fester Form. Zur Verarbeitung werden sie entweder erhitzt oder sie sind in Lösemitteln gelöst. Wachs wirkt wasserabstoßend und schützt vor Verschmutzung und vor Abrieb. Man unterscheidet hier zwischen Kaltwachsen und Warmwachsen.

Wachsentferner

Wachsentferner ist ein spezielles Flüssigprodukt, welches für fast alle Bodenbeläge verwendet werden kann, die wissentlich oder unwissentlich mit Öl, Fett oder Wachs behandelt worden sind. Insbesondere kommen diese Mittel bei Holzböden zum Einsatz. Wachsentferner werden als Grundreinigungsmittel (in der Regel) unverdünnt aufgetragen. Nach der Einwirkungszeit, jedoch vor dem Austrocknen, wird der gelöste Schmutz (Fettreste) aufgenommen. Je nach Produkt erfolgt eine Nachreinigung mit klarem Wasser. Bei hartnäckiger Verschmutzung können die Mittel auch mit einem Schrubber oder mit einer Scheiben-Reinigungsmaschine mit harten Borsten in den Holzboden eingebracht werden. Bei Linoleumböden und Gummiböden ist diese harte Behandlung jedoch nicht angezeigt.

Wachslasur

auch: Wachslasuren

Wachslasuren sind die umweltschonende Alternative, um nicht lackierte, rohe Holzoberflächen wie z.B. Verbretterungen, Möbel, Türen, Holzspielzeug usw. wirkungsvoll vor Umwelteinflüssen zu schützen. Wachslasuren enthalten polierbare Spezialwachse, die die natürliche Holzstruktur betonen. Ein gewachste Fläche kann nicht überlackiert werden, da das Wachs als Trennmittel wirkt und der Lack darauf nicht richtig haftet. Stark strapazierte Flächen wie Tischflächen sollten nicht mit Wachslasur behandelt werden, da sich der Schmutz darauf besser festsetzt als auf einer lackierten Fläche.

Wachsmalerei

auch: Enkaustik

Die Wachsmalerei ist eine seit der Antike bekannte Farbtechnik, bei der Wachs als Bindemittel dient. Sie kommt vor allem bei Außenarbeiten zur Anwendung und wurde von den Griechen für Tempel- und Schiffsbodenanstriche benutzt. Auch im frühen Mittelalter war die Wachsmalerei verbreitet.

Walbendach

siehe Walmdach.

Waldkante

Als Waldkante bezeichnet der Forstwirt oder Sägewerker die unbesäumte, also nicht zugeschnittene und nicht entrindete Kante bei Schnittholz.

Wallflorstein

auch: Wallflorsteine

siehe Pflanzenstein.

Wallscanner

Walmanfänger

Walmdach

auch: Vollwalmdach, Schopfdach, Walbendach, Haubendach, Walmdächer

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Das Walmdach ist eine sehr häufig zu sehende Dachform, dem Satteldach verwandt. Im Gegensatz zu diesem schließt der First jedoch nicht mit den beiden Giebelwänden ab, sondern ist beidseitig zurückgebaut, das heißt abgeschrägt sind. Dabei unterscheidet man noch Zwergwalmdach, Krüppelwalmdach und Fußwalmdach. Da bei diesen Varianten nicht die komplette Seite abgewalmt ist, spricht man auch häufig von Vollwalmdach, wenn der Walm so ausgebildet ist, wie auf der Zeichnung. Weitere Bezeichnungen für Walmdach sind Walbendach, Holländisches Dach, Schopfdach oder Haubendach.

Walmdachbungalow

auch: Walmdach-ungalow, Walmdachbungalows, Walmdach-Bungalows

Ein Walmdachbungalow ist ein Bungalow mit einem flachen, nicht ausbaufähigen Walmdach. Ein Ausbau ist nur möglich, wenn große Gauben eingebaut werden, die die Standhöhe im Dachgeschoss erhöhen.

Walmdachfläche

auch: Walmdachflächen

Walmdachgaube

auch: Walmdachgauben

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Bei geringen Dachneigungen kann es von Vorteil sein, für die Gaube ein eigenes Dach auszubilden. Der Dachraum kann dadurch um einiges vergrößert werden. Die Walmdachgaube ist neben der Schleppgaube, Giebelgaube, Flachgaube oder Trapezgaube eine Möglichkeit, dies zu tun.

Walmdach-Panoramagaube

auch: Walmdach-Panoramagauben

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Die Walmdach-Panoramagaube ist eine Mischung aus Walmdachgaube und Panoramagaube. Sie vereinigt die Optik einer Walmdachgaube und die Funktionalität einer Panoramgaube in sich.

Walmgratziegel

Walmkappe

auch: Walmkappen

Die Walmkappe ist ein Verbindungsziegel am Walmdach, sie wird auch Ender genannt. Die Walmkappe gewährleistet einen formschönen und funktionsgerechten Übergang zwischen First und Grat bei Walmdächern.

Walnußholz

siehe Nußbaum (amerikanisch) und Nußbaum (europäisch)

Walz

siehe Wanderschaft

Walzblei

Walzblei ist der fachgerechte Begriff für Bleiblech und wird als Plattenware oder in Rollen an das Handwerk, insbesondere an Dachdecker ausgeliefert. Wird Walzblei bereits in der Werkstatt mit Patinieröl vorbehandelt, ist die Gefahr von Verfärbungen gebannt. Da der Kontakt von Walzblei mit anderen Metallen chemische Reaktionen auslösen kann, muss Walzblei trocken und geschützt gelagert werden. Die Walzbleiproduzenten haben eine Gütegemeinschaft gebildet und vergeben das RAL-Gütesiegel "Saturnblei".

Walzenbrecher

auch: Einwalzenbrecher, Zweiwalzenbrecher, Mehrwalzenbrecher

siehe Walzenmühle.

Walzenmäher

siehe Spindelmäher.

Walzenmühle

auch: Walzenbrecher, Zweiwalzenmühle, Mehrwalzenmühle, Walzenmühlen

Walzenmühlen und Walzenbrecher werden zur Zerkleinerung von mittelharten bis weichen Materialien wie Kalkstein, Dolomit und Schlacken verwendet. Die maximale Aufgabekorngröße beträgt 50 mm. Nach dem Zerkleinern ist das Material noch bis 15 mm groß. Der Zerkleinerungsmechanismus der Walzenbrecher und Walzenmühlen besteht aus einer oder mehrerer Walzen, die sich um ihre horizontale Achse drehen. Die Oberfläche der zylindrischen Walzen kann glatt, geriffelt (Walzenmühle) oder gezahnt (Walzenbrecher) sein. Das Zerkleinern des zugeführten Aufgabegutes erfolgt bei gleichen Umfangsgeschwindigkeiten durch Druck und Scherung und bei Walzenbrechern zusätzlich durch Schlag an einer Schwinge (Einwalzenbrecher) oder zwischen gegenläufigen Walzen (z.B. Zweiwalzenbrecher, Mehrwalzenbrecher, Zweiwalzenmühlen, Mehrwalzenmühlen). Vorteile der Walzenbrecher und Walzenmühlen sind der einfache Aufbau, der günstige Durchsatz und die Unempfindlichkeit beim Durchgangnichtbrechbarer Teile durch die Abfederung einer Walze. Nachteile entstehen durch den hohen Walzenverschleiß und durch die Gefahr, dass unzerkleinertes Brechgut durch den Brechspalt rutschen kann.

Walzenschleifmaschine

auch: Walzenschleifmaschinen

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Die ersten Schleifmaschinen zum Schleifen von Parkett waren Walzenschleifmaschinen. Sie sind robust und leicht zu handhaben. Als Schleifmittel werden bei dieser Schleifmaschine Endlosbänder verwendet. Es ist also kein lästiges Einspannen von Schleifblättern nötig. Sie ist geeignet zum Abschleifen von alten und neuen Holzfußböden. Dieser Maschinentyp ist bedienerfreundlich und wird deshalb gerne als Leihmaschine eingesetzt, neigt jedoch bei unsachgemäßer Handhabung zum Wellenschliff.

Walzenzug

auch: Walzenzüge

siehe Planierwalze

Wand

auch: Wände

Als Wand wird ganz allgemein ein senkrecht stehendes, flächenhaftes Bauteil verstanden. Verschiedene Wände bilden den Raum eines Gebäudes. Es wird zwischen Außenwänden, Innenwänden und Trennwänden unterschieden. Aus statischer Sicht unterscheidet man aussteifende, nichttragende und tragende Wände. Während nichttragende Wände problemlos entfernt oder versetzt werden können, ist dies bei tragenden Wänden nicht ohne weiteres möglich. In der Regel muss für den Lastabtrag dann ein Unterzug eingezogen werden. Die Größe des Unterzugs muss von einem Statiker berechnet werden.

Wandabschlussprofil

auch: Wandabschlussprofile

Wandanbauleuchte

auch: Wandanbauleuchten

siehe Wandleuchte.

Wandanschlüsse

auch: Wandanschluss, Wandanschluß

Tragende und aussteifende Wände benötigen zur Verbindung statisch wirksame Wandanschlüsse. Im Mauerwerksbau erreicht man dies dadurch, dass man die einzubindende Wände miteinander verzahnt oder, wenn das nicht möglich ist, Stahlanker zur Übertragung der Zugkräfte einlegt. Im Stahlbetonbau wird eine Bewehrung von der einen zur anderen Wand geführt (Anschlußbewehrung, vorgefertigte Bewehrungsanschlüsse).

Wandanschlussprofil

auch: Wandanschlußprofile, Wandanschluss-Profile

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Wandanschlussprofile werden eingesetzt, um an aufgehenden Bauteilen bei Dachabdichtungen ein Abrutschen der Anschlussbahnen zu verhindern. Wird eine Dachfläche z.B. als Gründach genutzt, wird der Anschlußbereich der Dichtbahn an die Wand ebenfalls mit einem Wandabschlußprofil abgedeckt. Das Profilmaterial ist in aller Regel Aluminium, wobei von der Industrie auch Verbundbleche hergestellt werden. Wandanschlußprofile werden auch als "Press-Schienen" bezeichnet.

Wandanschlussziegel

Wandanschlussziegel sind spezielle Dachziegel, die an Übergängen zwischen Dach und Wand verwendet werden. Solche Ziegel besitzen eine Aufkantung auf der einen Seite, so dass ein sauberer Übergang möglich ist.

Wandbalken

siehe Ortbalken.

Wandbauplatten

auch: Wandbauplatte

Wandbauplatten sind Platten aus Leichtbeton oder Porenbeton. In Verbindung mit Tragkonstruktionen sind sie variabel einsetzbar und werden zur Ausfachung von Stahl-, Stahlbeton- oder Holzkonstruktionen verwendet. Insbesondere wird der Begriff "Wandbauplatten" jedoch für Gips-Wandbauplatten verwendet.

Wandbehangziegel

siehe Behangziegel.

Wandbekleidung

auch: Wandbekleidungen

Wandbekleidung ist ein Ausdruck speziell aus der Innenarchitektur. Darunter sind alle Maßnahmen und Materialien zu verstehen, durch die und mit denen eine nackte Wand "bekleidet" werden kann. Das können Tapeten ebenso wie Textilgewebe oder Holzpaneele sein.

Wandbespannung

auch: Wandbespannungen

Eine Wandbespannung ist die Alternative zur Tapete. Bei der Wandbespannung werden textile Stoffe leimlos mit Leisten an den Wänden befestigt. Geeignete Textilien für die Wandbespannung sind Baumwolle, Leinen, Wollfilz, Dekostoff und viele andere Stoffe. Bei der Auswahl von Farbe und Material sind dem Hausherrn fast keine Grenzen gesetzt. Die Befestigung der Stoffe erfolgt mit Holzleisten, Kunststoffleisten oder Metallleisten. Diese werde an die Wand geklebt, geschraubt oder geheftet. Die Leisten sind in vielen Farben und Formen erhältlich. Bei der Verwendung von Filz sind in den Profilen spezielle Nuten vorgesehen. Meist werden nur besondere Bereiche mit einer Wandbespannung betont, mit einer speziellen Unterkonstruktion sind allerdings auch vollflächige Bespannungen möglich.

Wandbogen

Wanddurchdringung

auch: Wanddurchdringungen

siehe Durchdringung.

Wanddurchführung

auch: Wanddurchführungen

Wandeinbaukasten

auch: Wandeinbaukästen

Wandeinbauleuchte

auch: Wandeinbauleuchten

siehe Wandleuchte.

Wanderschaft

Traditioneller Brauch der Zimmer-, Maurer- und Steinmetzgesellen, in der Kluft ihrer Zünfte "auf die Walz" oder "auf Wanderschaft" zu gehen. Die Wanderschaft dauert mindestens drei Jahre, während derer sich der wandernde Geselle seinem Heimatort nicht nähern darf. Wandernde Handwerksgesellen gingen schon in den vergangenen Jahrhunderten auf Wanderschaft auch ins Ausland, insbesondere in den Süden. Die Zimmerleute brachten aus Kalabrien in Italien ihre breitkrempigen Hüte mit, die heute zur Tracht eines wandernden Zimmergesellen gehören und sich folgerichtig "Kalabreser" nennen. Zum Outfit eines wandernden Gesellen gehört der Charlottenburger und die Ehrbarkeit. Maurer und Stienmetze tragen keine Kalabreser, sondern Zylinder oder eine Art Bowler-Hut. Auf der Wanderschaft zu gehen gilt heutzutage wieder als modern, weil Handwerksgesellen auf diese Weise auch Arbeitstechniken aus anderen Regionen und Ländern lernen. Wandernde Handwerks"burschen" haben traditionsgemäß Anspruch auf ein Handgeld bei den entsprechenden Kreishandwerkerschaften, wo auch ihr Wanderbuch abgestempelt wird.

Wanderschalungen

auch: Fahrschalungen

Wanderschalungen (Fahrschalungen) sind horizontal verfahrbare, auf Rollen, Schienen oder Gleitlagern gelagerte Schalungskonstruktionen, die hauptsächlich im Tunnelbau eingesetzt werden. Sie werden auf der Baustelle zu großen Elementen zusammengesetzt, die aufgrund ihrer großen Schalfläche nur wenig Umsetzungsvorgänge erfordern. Als Schalhaut kommen Stahlblech oder oberflächenvergütetes Holz zum Einsatz.

Wandfarbe

auch: Wandfarben

Unter Wandfarbe wird - im Gegensatz zur Fassadenfarbe - eine Farbe für die Beschichtung von Decke und Wand in Innenräumen verstanden, siehe Innenfarbe.

Wandfluter

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Wandfluter sind Leuchten, die eine breitstrahlende Charakteristik besitzen. Sie werden mit einer asymmetrischen Lichtverteilung zur gleichmäßigen Ausleuchtung von Wandflächen angeboten. Wandfluter an Stromschienen lassen sich im Leuchtenabstand flexibel anordnen. Der Wandabstand für Wandfluter sollte nicht kleiner sein als ein Drittel der Wandhöhe. Dies entspricht einem Winkel von mindestens 20°. Das Verhältnis zwischen dem Wandabstand zu dem Leuchtenabstand ist bei 1:1 optimal, um eine gleichmäßige Beleuchtung zu erreichen. Die Anwendungsbereiche sind ähnlich wie beim Fluter.

Wandgliedertor

auch: Wandgliedertore

Wandgliedertore sind Garagentore, die aus senkrecht angeordneten Lamellen aus ein- oder doppelwandigem Stahl oder aus Holz gefertig werden. Die Lamellen sind miteinander verbunden und falten sich zusammen, wenn das Wandgliedertor zur Seite hin geöffnet wird. Dort sind Laufschienen angebracht, in denen das Tor läuft. Ein Wandgliedertor benötigt keinen Vorplatz und schränkt auch die Durchfahrtshöhe nicht ein. Insbesondere bei Garageneinfahrten mit bogenförmiger Öffnung sind Wandgliedertore gut geeignet.

Wandhandlauf

auch: Wandhandläufe

Ein Handlauf als Wandhandlauf dient zur Sicherheit, vor allem wenn er an der Wandseite angebracht wird, wo die Stufen breiter und damit sicherer sind. Er soll durchgehend sein, kontrastreich zur Wand und möglichst 30 cm über die erste und letzte Stufe geführt werden.

wandhängendes WC

siehe Wand-WC.

Wandhaube

Wandheizung

auch: Wandheizungen

Klassische Wandheizungen funktionieren wie eine Fußbodenheizung. Sie werden auf der Wand verlegt, zugeputzt und geben eine gleichmäßige Strahlungswärme ab, die der Mensch als besonders wohlig empfindet. Wandheizungen eignen sich auch, um nässebelastete Wände trocken zu halten. Für Stauballergiker sind diese Heizungen ideal, weil die erwärmte Luft nicht strömt. Marmor- und Specksteinheizungen basieren auf demselben Prinzip. Das Gestein wird erwärmt und strahlt dann seine Wärme ab. Auch sog. Heizfolien können als Wand- oder Deckenheizung eingesetzt werden, allerdings nur in kleineren Wohnräumen und auch dort nur als Zusatz-oder "Übergangsheizung"

Wandhydranten

Wandhydranten sind in (meist plombierten) Nischen eingelassene Wasserentnahmestellen, die der ersten Brandbekämpfung dienen. Neben der Entnahmestelle ist auch ein Druckschlauch Bestandteil eines Wandhydranten. Im Brandfall kann der Wandhydrant nicht nur von der Feuerwehr, sondern von jedermann verwendet werden. Man unterscheidet die Typen "S" und "F", wobei "S" für Selbsthilfe und "F" für Feuerwehr steht. Jedoch dürfen im Notfall auch die Wandhydranten des Typs "F" von jedermann zum Einsatz gebracht werden.

Wandkanal

auch: Brüstungskanal, Wandkanäle

Wandkanäle und Brüstungskanäle sind Kabelkanäle, die an der Wand montiert werden. Es gibt sie in unzähligen Varianten, und zwar in Bezug auf die Abmessungen, die Materialien, die Stegart, die Art der Dosenbefestigung, die Abdeckung und nicht zuletzt die Farbe. Allein bei der metallischen Ausführung gibt es Wahlmöglichkeiten zwischen V2A-Stahl, Stahlblech, Aluminium und Federstahl, was nicht zuletzt Einfluß auf die elektromagnetische Beeinflussung hat. Neben den metallischen Kabelkanälen gibt es die Kunststoffkanäle in PVC und in halogenfreiem Kunststoff. Diese preiswerteren Alternativen sind leichter zu verarbeiten, haben allerdings den Nachteil, dass sie nicht geerdet werden können und sie daher keine EMV-beeinflussende Eigenschaft aufweisen. Die Wand- und Brüstungskanäle gibt es in vielen Abmessungen. Die Standardmaße liegen für die Kanalbreite zwischen 80 mm und 220 mm und für die Kanaltiefe zwischen 60 mm bis 120 mm.

Wandkonstruktion

auch: Wandkonstruktionen

Unter einer Wandkonstruktion wird ein Wandaufbau verstanden. Wandkonstruktionen bestehen aus mehreren Einzelschichten, die in ihrer Funktion zusammenwirken. Je nach Anordnung der Schichten unterscheidet man einschalige, nicht durchlüftete Konstruktionen, oder mehrschalige, durchlüftete Konstruktionen.

Wandkonvektor

auch: Wandkonvektoren

siehe Konvektor

Wandlauftor

Ein Wandlauftor ist eine Sonderform des Garagen-Sektionaltores, insbesondere des Seiten-Sektionaltores, wobei sich dieses Tor statt aus Sektionen aus schmalen Lamellen zusammensetzt.

Wandleuchte

auch: Wandanbauleuchte, Wandeinbauleuchte, Wandleuchten

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Wandleuchten sind in erster Linie über die Montageart (an der Wand) und nicht über die Lichtcharakteristik definiert. Unterschiedliche Lichtverteilungen wie engstrahlend, breitstrahlend, symmetrisch, asymmetrisch für verschiedene Richtungen sind möglich. Dabei wird zusätzlich noch zwischen Wandeinbauleuchten und Wandanbauleuchten unterschieden. Wandeinbauleuchten sind in der Wandbekleidung (z.B. Holzpaneele) integriert, während Wandanbauleuchten auf der Wand befestigt sind. Wandanbauleuchten übernehmen demnach auch noch eine gestalterische Aufgabe. Wandleuchten gibt es für drinnen und draußen.

Wandplatte aus Porenbeton

auch: Wandplatten, aus, Porenbeton

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Wandplatten aus Porenbeton sind, im Gegensatz zu Wandtafeln, nicht nur für den Transport bewehrt und sind nichttragend. Sie werden im Wirtschafts- und Kommunalbau in Verbindung mit Tragkonstruktionen aus Stahl, Stahlbeton oder Holz vor, hinter oder zwischen Stützen verwendet. Die unterschiedlichen Bauteilgrößen und die horizontale und vertikale Verlegeweise öffnen viele Wege zur Fassadengestaltung. Zudem geben sie die Möglichkeit, jede Wand im Montagebau zu errichten. Die Wandplatten werden zur Abtragung des Eigengewichts, auch von Fensterbändern, und zur Aufnahme von senkrecht zur Platte wirkenden Windlasten verwendet. (Foto: Hersteller YTONG)

Wandsäge

auch: Wandsägen

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Wandsägen, auch als Mauersteinsägen oder Mauersägen bezeichnet, werden eingesetzt, um Öffnungen in eine gemauerte Wand zu schneiden - beispielsweise zum Einbau einer Tür oder eines Fensters. Da Wandsägen mit einer Staubabsaugung kombiniert werden können, ist dieses Verfahren wesentlich staubfreier und erschütterungsärmer, als der herkömmlich herbeigeführte Mauerdurchbruch mit Stemmeisen und Vorschlaghammer oder Elektro-Meißel. Der Einsatz der Wandsägen erfolgt in Kombination mit Sägetischen oder Wandschienen (siehe Foto REUL Sägetechnik). Je nach Sägentyp, können Wände bis 25 cm Stärke durchtrennt werden.

Wandscanner

Wandschalung

auch: Wandschalungen

Wandschalungen bestehen aus zwei gleichartigen Schalungsteilen (eben oder gekrümmt), die gegeneinander aufgestellt werden. Ihr Abstand entspricht der Wanddicke. Es gibt verschiedene Arten von Wandschalungen, wobei die Kriterien für die Entscheidung zugunsten der einen oder anderen Bauart die technische Leistungsfähigkeit und die Wirtschaftlichkeit sind.

Wandscheiben

auch: Wandscheibe

Wandscheiben sind lotrecht stehende Scheiben aus Stahlbeton, denen eine tragende Funktion zukommt und die vor allem auch die horizontalen Lasten (z.B. Windlasten) aufnehmen und weiterleiten.

Wandschelle

auch: Wandschellen

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Wandschellen sind Rohrschellen, die über zwei seitliche Metallbügel mit vorgebohrten Löchern verfügen. Damit können zum Beispiel Abluftrohre oder die allseits bekannten Fallrohre umschlossen und an eine Wand gedübelt werden. Auch Spiralkabel für Garagentor-Antriebe werden mit Wandschellen befestigt. Bestimmte Hersteller von Bad-Zubehör bezeichnen Haltungen etwa für Duschköpfe auch als Wandschellen.

Wandschlitze

Windschlitze dienen dazu, Leitungen, Kabel oder Rohre innerhalb der Wandebene zu verlegen. Insbesondere bei statisch tragenden Wänden darf jedoch die Funktion des Mauerwerks bzw. der statisch tragenden Wände aus Stahlbeton oder auch der Holzwerkstoffe nicht beeinträchtigt werden. Auch leichte Trennwände dürfen durch Wandschlitze nicht so weit geschwächt werden, dass sie unter ihrem Eigengewicht oder bei geringer Stoßbelastung, die bei der Nutzung von Räumen auf Dauer unvermeidlich ist, zusammenbrechen. Obwohl dies tägliche Praxis auf nahezu allen Baustellen nicht nur in Deutschland ist, dürfen Wandschlitze nicht durch Stemmen oder unter Einsatz von Bohrhämmern hergestellt werden. Es sind nur erschütterungsarme Methoden wie Sägen, Fräsen (z.B. mit der Wandschlitzfräse oder der Mauernutfräse) oder Bohren zulässig. Damit soll verhindert werden, dass das Gefüge des Baustoffs, hier insbesondere bei Mauerwerk und dessen Mörtelfugen, nicht zusätzlich gestört und damit die Tragfähigkeit weiter herabgesetzt wird.

Wandschlitzfräse

auch: Wandschlitzfräsen

Die Wandschlitzfräse ist ein elektrisches Werkzeug für Profihandwerker. Mit der Wandschlitzfräse lassen sich Kabelkanäle und Rohrleitungskanäle beim Neu- und Sanierungsbau fräsen (siehe Wandschlitze. Über Distanzstücke kann, je nach Abmessung der einzubauenden Elemente, die erforderliche Schlitzbreite wunschgemäß eingestellt werden.

Wandspeicher

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Wandspeicher sind Warmwasserspeicher zur Wandmontage. Sie bieten hohen Warmwasserkomfort bei sparsamem Energieverbrauch – für die Versorgung einer oder mehrerer Entnahmestellen. Beispielsweise für die Dusche oder das Wannenbad. Zu Niedertarifzeiten wird das Wasser kostengünstig erwärmt oder zum Normaltarif dauerhaft bereitgestellt. Durch hervorragende Dämmung sowie optimale Temperaturschichtung steht in den Speichern immer ausreichend warmes Wasser bereit. Wandspeicher sind eher für kleinere Wassermengen von 30 bis 60 Litern vorgesehen. Gleichwohl gibt es auch größere Speicher mit bis zu 150 Litern Fassungsvermögen.

Wandstärke

auch: Mauerdicke, Mauerstärke, Wandstärken

Unter der Wandstärke wird die Dicke einer Wand verstanden. Diese ist bei Mauersteinen - sei es Porenbeton, Mauerziegel oder KS-Stein - genormt und von der Stärke der Mauersteine abhängig. Wobei Mauersteine längs, quer oder auch nebeneinander vermauert werden können. Die Wandstärken von Außenmauern sind dabei generell größer als die Wandstärken von Innenwänden. Bei Innenwänden muss dann noch zwischen tragenden und nichttragenden Wänden unterschieden werden. Nichttragende Wände haben meist eine geringere Wandstärke als tragende Wände. Innenwände sind in der Regel 11,5 cm, 17,5 cm oder 24 cm stark. Bei Mauerwerkswänden kann man bei einer 11,5 cm starken Wand allerdings nicht generell sagen, dass sie nichttragend ist, aber es ist sehr wahrscheinlich. Bei Wanddicken von 17,5 cm kann man davon ausgehen, dass diese tragend ist, bei einer 24 cm starken Wand sowieso. Außenwände oder Stahlbetonwände sind immer tragend. Übliche Wandstärken von Außenwänden sind 24 cm, 30 cm, 36,5 cm, 42,5 cm oder 49 cm. Alle diese Maße sind reine Steinmaße - durch Putze, Wandverkleidungen und Dämmungen können noch einige Zentimeter hinzukommen. Da bei Fertighäusern die Dämmung in der Regel mit in die Wandkonstruktion aus einem Holzständerwerk integriert ist, fallen die Wandstärken hier erheblich geringer aus, um den gleichen U-Wert zu erhalten. Der Bauherr erhält beim Fertighaus daher bei gleicher verbauter Fläche eine größere Wohnfläche.

Wandstiel

auch: Wandstiele

Wandstiele sind die senkrecht stehenen Balken bei der Holzrahmenbauweise. Sie werden häufig auch als Ständer bezeichnet.

Wandtafel aus Porenbeton

auch: Wandtafeln, aus, Porenbeton

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Wandtafeln aus Porenbeton sind geschosshohe tragende Bauteile. Mehrere Teile können zu raumgroßen Elementen verbunden werden, und zwar nicht nur auf der Baustelle, sondern auch schon im Werk. Sie dienen dann zusammen mit statisch wirksamen Deckenscheiben der Aufnahme der Horizontalkräfte. Wandtafeln werden mit einer Transportbewehrung versehen. Sie können an den Längsseiten glatt oder mit Vergussnuten beziehungsweise Nut und Feder sowie mit horizontalen oder vertikalen Montagelöchern versehen sein. (Foto: Hersteller YTONG)

Wandtresor

auch: Wandtresore

siehe Einbautresor.

Wandwange

auch: Wandwangen

siehe Wangentreppe.

Wand-WC

Das Wand-WC wird im Gegensatz zum Stand-WC an der Wand befestigt. Wandhängende WC's haben den Vorteil, dass durch ihre Bodenfreiheit der Fußboden besser gereinigt werden kann. Der Abfluss erfolgt durch ein Rohr in der Wand. Nach Art des Beckens und des Geruchsverschlusses unterscheidet man Flachspül-WC, Tiefspül-WC und Zungen-WC. Die Spülung erfolgt mit einem Spülkasten oder einem %)Druckspüler%). Unentbehrliches Bestandteil eines WC-Beckens ist der WC-Sitz, der aus allen möglichen Materialien von Kunststoff bis Holz bestehen kann. Das Becken selbst ist aus Sanitärkeramik (auch mit Oberflächenbehandlung für leichte Reinigung) in verschiedenen Formen und Farben, ggf. auch aus Edelstahl.

Wangenhobel

Der Wangenhobel ist ein spezieller Hobel zum Erweitern einer Nut und zum Nachhobeln der Nutwangen. Der Wangenhobel besitzt eine umgekehrte T-Form und wird auf der Seite liegend geführt. Er hat eine ca. 48 mm breite und ca. 5-6 mm starke Metallsohle, sprich Bodenplatte.

Wangentreppe

auch: Wandwange, Freiwange, Lichtwange, Öffnungswange, Wangentreppen

Bezeichnung für eine Treppe, bei der die Stufen nicht auf einer Metall- oder Betonkonstruktion aufliegen, sondern in den seitlichen Wangen befestigt sind. Die klassische Holztreppe ist eine Wangentreppe. Die Trittstufen liegen in Ausfräsungen der Wangen auf. Nach der Form der Ausfräsungen unterscheidet man eingeschnittene Treppe, eingeschobene Treppe, halbgestemmte Treppe und gestemmte Treppe. Treppenwangen werden nach ihrer Lage unterschiedlich benannt. Liegen Wangen an Wänden, werden sie als Wandwangen bezeichnet. An der freien Treppenseite liegende Wangen heißen Freiwangen, bei viertel- oder halbgewendelten Treppen auch Licht- oder Öffnungswangen. Das bogenförmige Übergangsstück, das bei gewendelten Treppen zwei Freiwangenabschnitte verbindet, heißt Kropfstück.

Wanne

auch: Wannen

siehe Badewanne.

Wannenabdichtung

Wannenanker

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Wannenanker dienen in Verbindung mit den entsprechenden Wannenfüßen zur exakten Positionierung und schalldämmenden Verankerung an die Umschließungswände der Badewanne. Sie stützen dabei den Wannenrand ab und pressen den Wannenrand mit Wannenprofil schallgedämmt an die Wand. Zur Feineinstellung und um bauliche Differenzen ausgleichen zu können, ist sowohl der Anker selbst, als auch der Anpresswinkel stufenlos verstellbar. Wannenanker unterstützen nur an einzelnen Punkten, Wannenleisten hingegen bieten Unterstützung über eine längere Strecke.

Wannenaufsatz

auch: Wannenaufsätze

Eine Wannenaufsatz ist eine meist aus Aluminium-Profilen bestehende Rahmenkonstruktion mit Acrylglasfüllung, die einseitig wandbefestigt wird und mit ihren Lippendichtungen auf dem Rand einer Badewanne aufliegt. Der Wannenaufsatz soll verhindern, dass beim aufrechten Duschen in der Badewanne das Wasser in den Raum spritzt. Je nach Konstruktionsart kann ein solcher Wannenaufsatz fest installiert, aufschiebbar oder aufschwenkbar sein. Wannenaufsätze aus Echtglas werden wegen ihres Gewichts jedoch nur als fest installierte Einheit angeboten. Gelegentlich wird unter einer Duschabtrennung auch ein Wannenaufsatz verstanden.

Wannenbatterie

auch: Wannenbatterien

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Die Wannenbatterie ist eine Badarmatur, die in seltenen Fällen auf den Wannnenrand montiert, meistens jedoch wandmontiert ist, wobei wiederum in Aufputz- und Unterputzbatterien unterschieden wird. Im Gefolge der Nostalgiewelle werden auch Wannenbatterien als Standmodelle angeboten; der Wasserzufluss erfolgt dabei über ein seitlich an der Badewanne angebrachtes Standrohr und die daran angeschlossene Batterie. Üblich und stark verbreitet sind auch Wannenbatterien, die mit einer Brausegarnitur kombiniert sind. Bei der Wandbatterie wird die Menge und die Temperatur des Wasser durch Betätigung eines Hebels reguliert. Das Foto zeigt ein weltweit verbreitetes Modell des Herstellers GROHE.

Wannenfugenband

auch: Wannenfugenbänder

Das Wannenfugenband sorgt für eine dauerhafte Abdichtung der Fugen zwischen Badewanne oder Duschwanne und der Wand. Silikonkautschuk als Fugmaterial verliert mit der Zeit an Elastizität, es bilden sich Haarrisse. Die Wand und der Fliesenkleber saugen die durchsickernde Feuchtigkeit auf, wodurch Schimmelpilze und Wasserschäden auftreten können. Um diese Schäden zu verhindern, wird das Wannenfugenband hinter die Wanne geklebt und im zweiten Schritt vom Fliesenleger überfliest.

Wannenfuß

auch: Wannenfüße

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Auf Wannenfüßen werden Badewanne oder Duschwanne gelagert. Unterstützung findet der Wannenfuß dabei von Wannenankern oder Wannenleisten. Wannenfüße sind höhenverstellbar, dadurch lassen sich Höhenunterschiede im Untergrund ausgleichen. Die Füße besitzen eine Gummiummantelung zur Schallreduzierung.

Wannengriff

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Wannengriffe sind entweder in den Rand einer Badewanne integriert oder es handelt sich um Griffe, die an der Wand befestigt werden. Wannengriffe sollen das Wannenbad sicherer machen; in Behindertenbädern sind sie Pflicht. Die Griffe haben unterschiedliche Formen. Die L-förmige Variante (Herstellerfoto Haceka) stellt eine verbesserte Ein- und Ausstiegshilfe dar. Das Material der Wannengriffe kann sehr unterschiedlich sein. Der Haltebügel besteht fast immer aus Edelstahl, der jedoch mit Griffen aus Sanitärkeramik, Acrylglas, Kunststoff usw. ummantelt sein kann.

Wannengründung

auch: Grundwasserwanne, Wannenabdichtung, Wannengründungen

Müssen bei einem Gebäudefundament außer senkrechten Lasten auch noch waagerechte Lasten, z.B. durch Wasserdruck, aufgenommen werden, ist eine Wannengründung, besser bekannt als "Weiße Wanne", notwendig. Bodenplatte, Umfassungswände und Zwischenwände werden durch ihre Bewehrung zu einem geschlossenen und wasserundurchlässigen Gründungskörper verbunden. Weiße Wannen bestehen aus wasserundurchlässigem Beton, dem WU-Betoon. Wasserundurchlässig ist aber keineswegs wasserdicht, so sehr das den Laien auch verblüffen mag. Für den Bau von weißen Wannen gibt es kein DIN-Normen, wohl aber für die Beschaffenheit des WU-Betons. Während bei der schwarzen Wanne kein Feuchtigkeitstransport von außen nach innen stattfindet (oder stattfinden sollte), findet bei Bauteilen aus WU-Beton ein Feuchtetransport durch Dampfdiffusion und kapillare Wasserwanderung statt. Der Bau einer weißen Wanne ist nicht unproblematisch, weil der Bauunternehmer sehr exakt arbeiten muss. Völlig rissefrei sind die Wände und die Sohle der weißen Wanne dennoch nicht herzustellen, wobei diese Risse auf kleiner als 0,2 mm zu beschränken sind (DIN 1045). Alles in allem ist die weiße Wanne so konstruiert, dass geringe Feuchtemengen von außen nach innen dringen, dort aber abtrocknen. Verschwinden die dunklen Stellen, die Feuchte anzeigen, nicht aus dem Beton oder lassen sich sogar dauernd leicht feuchte, glänzende Stellen ausmachen, so funktioniert entweder die Lüftung im Keller nicht einwandfrei (die Feuchte kann also aufgrund zu hoher Luftfeuchtigkeit nicht abtrocknen) oder die weiße Wanne gehört zu jenen schätzungsweise 5 %, die fehlerhaft ausgeführt worden sind.

Wannenleiste

auch: Wannenleisten

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Wannenleisten dienen in Verbindung mit den entsprechenden Wannenfüßen zur exakten Positionierung und schalldämmenden Verankerung an die Umschließungswände der Badewanne. Sie stützen dabei den Wannenrand ab und pressen den Wannenrand mit Wannenprofil schallgedämmt an die Wand. Wannenleisten bieten im Gegensatz zu Wannenankern die Möglichkeit weitreichender Randunterstützung und wirken den hohen Zugbelastungen an den Wannenrändern entgegen. Dadurch wird die Gefahr von klaffenden, gerissenen Silikonnähten am Wannenrand minimiert.

Wannenrandarmatur

auch: Wannenrandarmaturen

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Die Wannenrandarmator ist eine Sonderform der Badarmatur und bezeichnet Sanitärarmaturen, die nicht an der Wand über oder hinter der Wanne eingebaut sind, sondern direkt in die vorbereiteten Aussparungen des Wannenrands, wobei nur die Bedienteile sichtbar sind, die Technik jedoch hinter dem Wannenrand verborgen bleibt. Wannenrandarmaturen gibt es als Dreiloch-Armatur, als Vierloch-Armatur oder sogar als Fünfloch-Armatur. Der Käufer einer Badewanne, die für solche Armaturen vorgesehen sind, sollte darauf achten, dass die Armaturen nicht am Kopf- oder Fußende installiert werden müssen, damit man sich nicht bei Relaxen in der Wanne den Kopf oder die Füße stößt.

Wannenschalldämmband

auch: Wannenschalldämmbänder

Das Wannenschalldämmband dämpft die Schallübertragung aus der Badewanne oder der Duschwanne auf die Wand und damit auf benachbarte Räume. Es ist selbstklebend und wird zwischen Wanne und Wand angebracht.

Wannenschürze

auch: Wannenschürzen

Wannenträger

In einen Wannenträger wird die Badewanne eingelegt, damit diese einen festen Stand erhält. Solche Wannenträger gibt es zum Beispiel fix und fertig aus Hartschaum. Für verschiedenen Wannenarten gibt es unterschiedliche Arten und Größen von Trägern. Wannenträger aus Hartschaum haben den Vorteil, dass sie nicht nur den nötigen Halt geben, sondern dass sie auch isolierend wirken. Zudem bieten solche Wannenträger einen hohen Schallschutz. Wannenträger aus Hartschaum machen Wannenfüße, Befestigungsschienen und Wandbefestigungen bzw. Wandanker sowie Wannenverkleidungen und deren Montage überflüssig. Wegen des schnellen Aufbaus werden sie deshalb gerne beim Renovieren und Sanieren verwendet.

Wannenverkleidung

auch: Schürze, Wannenverkleidungen

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Badewannen und nicht zuletzt Whirlwannen, unter denen sich eine aufwendige Technik verbirgt, müssen verkleidet werden. Das kann auf verschiedenste Art geschehen wie z. B. durch Ausmauern mit Porenbetonplatten. Ein Revisionsschacht muss jedoch immer mit eingebaut werden, damit Wartungsarbeiten durchgeführt werden können. Aus diesem Grund bedient man sich vielfach vorgefertigter Wannenschürzen oder Wannenverkleidungen, die (siehe Foto) auch in verfliestem Zustand allseitig oder mindestens von einer Seite aus geöffnet oder als ganze Platten mit Hilfe eines Saugers abgehoben werden können. Das Abheben ganzer Platten erleichtert die Wartungsarbeiten ganz erheblich. Neben Verkleidungen für rechteckige Wannen bietet die Industrie auch vorgefertigte Wannenschürzen für ovale und runde Wannen an.

Warft

auch: Warften

Warft ist die Bezeichnung für Erdhügel, die in der norddeutschen Tiefebene, vor allem in Küstennähe, aufgehäuft wurden und werden, ehe darauf ein Haus oder eine Scheune gesetzt wird. Dadurch wird verhindert, dass bei Hochwasser oder Sturmflut Teile des Gebäudes unter Wasser gesetzt werden. Warften können ihren Zweck nur erfüllen, wenn das Erdreich ausreichend verdichtet und vor allem durch Pflanzenbewuchs gut durchwurzelt worden ist.

Warmdach

auch: Warmdächer

Ein Warmdach findet man sowohl beim Flachdach als auch beim Steildach. Grundsätzlich ist ein Warmdach eine einschalige, unbelüftete Dachkonstruktion. Beim Flachdach wird die Tragkonstruktion direkt mit der Dämmung und der Dachbahn verbunden, ohne dass dabei wie beim Kaltdach Luft oder gar Feuchtigkeit zwischen die Schichten gelangen darf. Beim Steildach wird unterhalb der üblichen Vollsparrendämmung durch eine Dampf- und Windsperre dafür gesorgt, dass keine Feuchtigkeit in die Dämmlage und in die Dachkonstruktion dringt. Dieses setzt eine äußerst gewissenhafte Verklebung der Dampfsperrfolie voraus. Fehler, die dabei besonders Heimwerkern beim Ausbau des Dachgeschosses passieren können, begünstigen Schimmelbildung in der Dämmung.

Wärmeaustauscher

Der Wärmeaustauscher ist eine Vorrichtung zur Übertragung von Wärmeenergie beispielsweise beim Heizkessel. Dort dienen speziell geformte, wasserdurchströmte Heizflächen als Wärmeaustauscher. Sie übertragen die vom Brenner erzeugte Wärme an das Wasser im Heizkreislauf. Geräte mit Brennwerttechnik verfügen über besonders große Wärmeaustauscher, die auch die Abgaswärme nutzen können.

Wärmebank

auch: Wärmebänke

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Unter einer Wärmebank kann die steinerne Sitzbank in einem Hamam ebenso verstanden werden, wie eine solche an einem Kachelofen. Der Begriff ist also dehnbar. Am ehesten wird darunter eine Sitzbank verstanden, die über einem niedrigen Radiator montiert worden ist. Solche Sitzbänke findet man oft in öffentlichen Hallenbädern. Im Gegensatz zum Bank-Radiator ist das Tragegestell der Bank nicht mit den Rippen des Radiators verbunden; beide Teile könnten also getrennt voneinander funktionieren.

Wärmebedarf

Der Wärmebedarf gibt die Wärmemenge an, die maximal erforderlich ist, um auch bei tiefen Außentemperaturen wohnliche Raumtemperaturen einzuhalten. Der rechnerisch ermittelte Wärmebedarf hängt vor allem von Lage, Größe und Bauweise des Hauses ab. Er bestimmt die erforderliche Nennwärmeleistung der Heizungsanlage. Je nach Außentemperatur, Tageszeit und Benutzung der Räume verändert sich der der aktuelle Wärmebedarf. Damit der Heizkessel nicht mehr Wärme erzeugt als nötig, muss die Regelung die Wärmezufuhr zu den Räumen automatisch an den jeweiligen Wärmebedarf anpassen.

Wärmebedarfsausweis

Im Wärmebedarfsausweis bzw. Energiebedarfsausweis sind die wichtigsten Ergebnisse der rechnerischen Nachweise der Energieeinsparverordnung zusammengefasst. Er soll auch Laien ermöglichen, den Wärmeschutz eines Gebäudes zu beurteilen. Er beschreibt, wieviel Heizwärme das Gebäude rechnerisch im Jahr benötigt. Der in ihm angegebene, sogenannte Jahresheizwärmebedarf wird pro Quadratmeter Wohnfläche angegeben. Der Wärmebedarfsausweis ist Käufern, Mietern und sonstigen Nutzungsberechtigten eines Gebäudes auf Anforderung zur Einsichtnahme zugänglich zu machen.

wärmebehandeltes Holz

Wärmebehandeltes Holz ist kein getrocknetes Holz, vielmehr wird das Holz von Laub- oder Nadelbäumen bis 240° mit Wärme und Wasserdampf erhitzt. Das führt insofern zu einer dauerhaften Veränderung seiner Optik, als das Holz einen warmen, goldbraunen Farbton erhält. Außerdem wird das Quell- und Schwindverhalten, die Ausgleichsfeuchte und die Dimensionsstabilität positiv beeinflußt. Desweiteren führt die Wärmebehandlung dazu, dass das Holz resistenter gegen Feuchtigskeitseinwirkung und Pilzbefall wird. Dadurch eignet sich wärmebehandeltes Holz sehr gut für Fassadenverkleidungen, Fußböden, Decken, Spielgeräte, Leisten usw. Andererseits ist wärmebehandeltes Holz nicht geeignet für tragende und statisch besonders beanspruchte Bauteile.

Wärmebildtechnik

siehe Thermografie.

Wärmebrücke

auch: Kältebrücke, Wärmebrücken

Als Wärmebrücke bezeichnet man eine wärmetechnische Schwachstelle an einer Fassade oder sonstigem Bauteil eines Gebäudes. Wärme wird an einer Wärmebrücke besonders gut ins Freie geleitet. Schwachpunkte einer Fassade sind zum Beispiel Auflagerbereiche von Decken, Ringankern, Fenster- und Türstürzen, tragenden Gerippen bei Skelettbauweise, auskragenden Bauteilen (z.B. Balkone aus Stahlbeton), betonierten Wandscheiben und Rollladenkästen. Eine Wärmebrücke macht sich nach schon geringer Zeit dadurch bemerkbar, dass durch den deutlichen Temperaturunterschied Wasser kondensiert und feuchte Stellen in der Wand oder an der Decke erkennbar werden. Der nächste Schritt ist häufig Schimmelbildung, die ein deutliches Zeichen ungenügende Wärmedämmung ist. Dem wirkt eine entsprechende Wärmebrückendämmung effektiv entgegen. Bei Stützen oder großflächigen Bauteilen kann hier eine extrudierte Polystyrol-Hartschaumdämmung (in Form von vorgefertigten Platten unterschiedlicher Dicken, die vor Ort passgenau auf die passende Größe zugeschnitten werden) definiert eingesetzt und direkt in die Schalung eingelegt werden. Wärmebrücken werden häufig auch fälschlicherweise als Kältebrücken bezeichnet.

Wärmedämmglas

auch: Wärmedämmgläser

Wärmedämmlehm

auch: Dämmlehm

Bei Wärmedämmlehm handelt es sich um einen bauaufsichtlich zugelassenen Dämmstoff. Er besteht aus natürlichen Rohstoffen wie Kork, Kieselgur, Stroh und Lehm. Wärmedämmlehm zeichnet sich besonders durch seine diffusionsoffene und hoch kapillar leitfähige Eigenschaft aus. Durch Einstampfen des plastisch gelieferten Wärmedämmlehmes wird ein homogener Wandaufbau ohne Lufteinschlüsse erzeugt. Dämmlehm ermöglicht insbesondere die "innere" Wärmedämmung von Fachwerk-Außenwänden ohne Dampfsperren oder Dampfbremsen und unter Beachtung aller einschlägigen Normen und Richtlinien. Dazu reicht bereits eine 5-6 cm dicke, innenseitige Schicht aus. Aufgrund seiner natürlich vorhandenen Poren (Kapillaren) besitzt der Wärmedämmlehm ein geringes Gewicht und damit eine vergleichsweise gute Wärmedämmung (Wärmeleitfähigkeitsgruppe 080). Die Kapillaren sorgen dafür, dass schadensfrei Tauwasser und eindringende Feuchtigkeit von außen aufgenommen und wieder abgegeben werden kann.

Wärmedämmputze

auch: Wärmedämmputz

Wärmedämmputze sind Außenputze, die zur Verbesserung der Wärmedämmung von Außenwänden eingesetzt werden. Wärmedammputze bestehen aus einem Ober- und einem Unterputz. Der Oberputz dient dabei dem Schutz vor Feuchtigkeit und kann auch zur optischen Ausgestaltung genutzt werden. Der Unterputz stellt mit geschäumten Polystyrol die wärmedämmende Maßnahme dar und kann, da er sehr viel leichter als herkömmlicher Putz ist, in Stärken von bis zu 6 cm aufgetragen werden.

Wärmedämmschicht

Die Wärmedämmschicht ist die Schicht aus Dämmstoffen in Bauteilen, die den Wärmschutz sicherstellen soll. Die Dicke der Wärmedämmschicht ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Zum einen spielt die Wärmeleitfähigkeit eine wichtige Rolle. Je kleiner die Wärmeleitfähigkeit einer Dämmung, desto geringer ist die Dicke der Dämmschicht zu wählen, um einen bestimmten U-Wert zu erreichen. Wobei wir bei einem weiteren Faktor wären, der die Dicke der Wärmdämmschicht bestimmt. Je nachdem, welcher U-Wert erreicht werden soll (je kleiner, desto besser), muss die Wärmedämmschicht dicker oder dünner gewählt werden. Manchmal ist die Dicke der Wärmedämmschicht auch vorgegeben, z.B. bei der Zwischensparrendämmung durch die Höhe der Dachsparren. Hier kann man sich aber durch Aufdopplung oder ein Beiholz behelfen.

Wärmedämmstoffe

auch: Wärmedämmstoff

Als Wärmedämmstoffe werden Baustoffe bezeichnet, die eine niedrige Rohdichte und Wärmeleitfähigkeit besitzen und zum dämmen von Gebäuden eingesetzt werden. Als Dämmstoffe kommen Mineralwolle, Polystyrol, PUR-Hartschaum, Holzfaserplatten, Hanfwolle, Schaumglas oder Perlite zum Einsatz. Nicht jeder Wärmedämmstoff ist für jede Anwendung geeignet. Bei einer Außendämmung dürfen die Stoffe z.B. kein Wasser aufnehmen, da sonst die Wirkung herabgesetzt wird. Speziell für die Fassadendämmung werden sogenannte Wärmedämmverbundsysteme angeboten.

Wärmedämmverbundsystem

auch: Wärmedämmverbundsysteme, Wärmedämm-Verbundsystem, Wärmedämm-Verbundsysteme, Wärme-Dämmverbundsysteme

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Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) stellen ein kombiniertes Klebe-, Montage-und Beschichtungssystem dar, wie es in der DIN V18559 beschrieben wird. Wärmedämmende Materialien (Styropor, Steinwolle, Holzwolle-Leichtbauplatten, Kork etc.) werden auf den Außenwänden eines Gebäude befestigt (mit Klebemörtel, mit Dübeln, mit Halteleisten). Die Dämmung wird anschließend mit einer Beschichtung versehen. Diese Beschichtung besteht aus einem Unterputz (Armierungsschicht) und einer Schlussbeschichtung (Putz, keramische Bekleidung wie Riemchen oder Fliesen), die möglichst wasserabweisend (hydrophobiert) und dennoch wasserdampfdurchlässig (diffusionsoffen) sein sollte. Der Begriff Verbundsystem bringt zum Ausdruck, dass die einzelnen Komponenten des Systems ein aufeinander abgestimmter Verbund sind / sein müssen.

Wärmedämmziegel

Bei einem Wärmedämmziegel handelt es sich um einen Mauerziegel, der einen besonders guten U-Wert aufweist und der ohne zusätzliche Wärmedämmung vermauert werden kann. Solchen Ziegeln werden beim Brennen Polystyrolgranulat oder Sägemehl als Luftporenbildner beigemischt. Diese gasen rückstandslos aus und hinterlassen eine Vielzahl kleiner Poren, die gute Wärmedämmeigenschaften bewirken. Die Hohlkammern der Wärmedämmziegel können mit Perlite, Mineralwolle oder einem anderen Dämmstoff gefüllt sein und somit die Wärmedämmung weiter verbessern. Es gibt aber auch welche, die ganz ohne solche Zusatzdämmung auskommen und die dennoch zum Bau von Passivhäusern geeignet sind. Manche Wärmedämmziegel werden zusätzlich noch mit einer Abschirmung gegen elektromagnetische Strahlung angeboten.

Wärmedehnung

auch: Wärmedehnungen

Die Wärmedehnung ist die durch Temperaturänderung in 1 K (1 Kelvin = 1°, Celsius) bewirkte Längenänderung (bzw. Volumenänderung) eines Stoffes, bezogen auf die Ausgangslänge bzw. das Ausgangsvolumen. Die Wärmedehnung wird auch thermischer Ausdehnungskoeffizient genannt. Die Wärmedehnung muss immer mit berücksichtigt werden, sonst sind Bauschäden programmiert. Bei Bodenbelägen müssen z.B. in regelmäßigen Abständen Dehnungsfugen angeordnet werden. Bei Parkett oder Laminat wird an den Wänden eine Fuge gelassen, damit es zu keinen Zwängungen kommt, wenn sich das Material ausdehnt.

Wärmedurchgangskoeffizient

auch: k-Wert, U-Wert

Der Wärmedurchgangskoeffizient wird im Bauwesen U-Wert genannt (früher k-Wert). Er gibt an, welche Wärmemenge (in kWh) durch eine Bauteilfläche von 100 m² in einer Stunde transportiert wird, wenn zwischen innen und aussen ein Temperaturunterschied von 10 Grad besteht. Je kleiner der Wert, desto besser. Ein guter U-Wert für ein Dach liegt bei etwa 0,20 kwh. Dies wird mit einer Zwischensparrendämmung von etwa 20 cm Dicke oder einer Aufsparrendämmung von etwa 12 Dicke erreicht. Bei einem Niedrigenergiehaus sollte der U-Wert des Daches unter 0,15 liegen. Dies wird durch entsprechende Erhöhung der Dämmstoffdicke erreicht. Ein guter U-Wert für eine Wand liegt bei 0,30, um Niedrigenergiehaus-Standard zu erreichen, sollte der U-Wert 0,20 nicht überschreiten. Das U im U-Wert entstammt der englischen Bezeichnung "Unit of heat-transfer". Bei der Berechnung des U-Werts werden inzwischen auch erhöhte Wärmeflüsse durch Wärmebrücken (etwa bei mechanischen Befestigungen von Dämmstoffen) einbezogen. Diese werden dann als Malus dem U-Wert aufgeschlagen.

Wärmedurchlasskoeffizient

Wärmedurchlasswiderstand

auch: Wärmedurchlasskoeffizient, Wärmedurchlasswiderstand

Mit dem Wärmedurchlasswiderstand wird der Widerstand einer Schicht gegen das Durchströmen von Wärme angegeben. Zu seiner Ermittlung ist die Dicke der betreffenden Schicht (in Meter) durch die stoffbezogene Wärmeleitfähigkeit zu dividieren. Je höher der Wärmedurchlasswiderstand, desto besser die Wärmedämmung. Der Wärmedurchlasswiderstand wird zur Berechnung der Wärmedurchlässigkeit (U-Wert) eines Bauteils benötigt.

Wärmeeindringkoeffizient

Der Wärmeeindringkoeffizient ist eine reine Baustoffkenngröße, die um so kleiner ist, je weniger Wärme beim Kontakt zweier Körper transportiert wird. „Warme“ Baustoffe wie z. B. Ziegel weisen günstige Werte auf. Der Wärmeeindringkoeffizient kann ganz einfach praktisch vermittelt werden. Kalte Baustoffe Metalle haben einen hohen Wärmeeindringkoeffizient und fühlen sich entsprechend kalt an, wenn man sie berührt. Warme Baustoffe wie Dämmstoffe oder Holz fühlen sich hingegen warm an und haben einen niedrigen Wärmeeindringkoeffizienten.

Wärmegewinne

Als Wärmegewinne werden alle Faktoren bezeichnet, die zur Erwärmung des Hauses beitragen, aber nicht ursächlich zum Heizen vorgesehen sind. In einem Gebäude gibt es nicht nur Wärmeverluste, es wird auch Wärme gewonnen, z. B. durch Sonnenlicht. Bewohner und elektrische Geräte wirken ebenfalls als „Energiequellen“ und geben Wärme ab. Diese „inneren Gewinne“ tragen zur Erwärmung der Räume bei. Vor allem im Winter und in der Übergangszeit überwiegen in unseren Breiten die Wärmeverluste. Um eine angenehme Raumtemperatur sicherzustellen, muss daher ein spezieller Wärmeerzeuger die Verluste kompensieren. Dieser Heizwärmebedarf hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Er wird u. a. durch Lage, Größe, Geometrie und Bauweise sowie die verwendeten Bauteile bzw. Baustoffe bestimmt. Der Heizwärmebedarf kann von einem Architekten oder Planer berechnet werden. Das Ergebnis dient dazu, die Heizleistung des Wärmeerzeugers festzulegen. Der tatsächliche Verbrauch des Wärmeerzeugers an Öl, Gas, Fernwärme oder Strom wird Heizenergiebedarf genannt und liegt über dem berechneten Heizwärmebedarf, da im Heizungssystem Verluste entstehen, die berücksichtigt werden müssen. Auf den tatsächlichen Verbrauch können die Bewohner entscheidenden Einfluss nehmen.

Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer

Der Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer erlernt sein Handwerk in einer dreijährigen Ausbildung. Dort erfährt er alles über Sperrungen gegen Feuchtigkeit und Dämmungen gegen Wärme, Kälte, Schwingungen und Schall einschließlich Oberflächenschutz. Dabei verwendet er Isoliermaterialien wie Mineralwolle, Polystyrol, Kork oder Filz. Außerdem führt er Akustik-, Trockenbau- und Brandschutzarbeiten durch, um zum Beispiel brandgefährdete Bauteile durch die entsprechenden Dämmstoffe zu schützen. Ihre Aufgabe ist es auch, leichte Trennwände, Wand-, Decken- und Fassadenbekleidungen herzustellen sowie Abschirmungen gegen Strahlungen.

Wärmekapazität

Die Wärmekapazität ist eine materialspezifische Größe. Sie zeigt an, wie viel Wärme durch den Baustoff aufgenommen werden kann. Sehr schwere dichte Stoffe (z.B. schwere Steine) haben eine hohe Wärmekapazität. Bei leichten wie z.B. Wärmedämmstoffen ist die Wärmekapazität hingegen sehr gering. Bei den Wärmedämmstoffen gibt es allerdings große Unterschiede. Bei Mineralwolle ist die Wärmekapazität z.B. eher gering, eine Dämmschicht aus eingeblasenen Zelluloseflocken dagegen hat eine vergleichsweise hohe Wärmekapazität. Die Wärmekapazität sagt also nicht direkt etwas über die wärmedämmenden Eigenschaften von Materialien aus. Wasser hat eine besonders hohe Wärmekapazität, weshalb es sich gut zum Speichern von Wärme eignet.

Wärmekraftwerk

auch: Wärmekraftwerke

Die meist verbreitete Art, Strom zu gewinnen, besteht darin, irgend etwas zu verbrennen, mit der entstehenden Hitze Wasser aufzuheizen oder zu verdampfen und damit Turbinen anzutreiben, die wiederum über Generatoren Strom erzeugen. Das geschieht in der Regel in einem Wärmekraftwerk. Unterschiede bestehen natürlich darin, welche Art von Brennstoff verwendet wird. Der in Deutschland am meisten verwendete fossile Brennstoff ist die Braunkohle, gefolgt von der Steinkohle. Aber auch Öl und Erdgas, ja sogar Biomasse und Restmüll werden verwendet, um über den Umweg der Wärmeerzeugung Strom zu produzieren. Die Nachteile bestehen zum einen darin, dass bei Wärmekraftwerken immer ein Teil der Energie als Abwärme ungenutzt verloren geht – die Wirkungsgrade können nicht viel über 40 % hinaus gehen. Außerdem werden mit den fossilen Energieträgern wie Erdöl, Steinkohle und Braunkohle Ressourcen benötigt, die nur in begrenztem Umfang zur Verfügung stehen und irgendwann verbraucht sind. Bei der Verbrennung wird immer Kohlendioxid freigesetzt, das zum Treibhauseffekt beiträgt, und die Abgase müssen außerdem aufwendig von Verbrennungsrückständen gereinigt werden.

Wärmeleitfähigkeit

Die Wärmeleitfähigkeit eines Stoffes gibt an, welche Wärmemenge (in kWh) durch eine Baustoffläche von 100 m² und 1 m Dicke in einer Stunde transportiert wird, wenn zwischen innen und außen ein Temperaturunterschied von 10 Grad besteht. Die Wärmeleitfähigkeit spielt im Baubereich z.B. bei der Wärmedämmung eine große Rolle. Wie beim U-Wert gilt bei Dämmstoffen: je kleiner der Wert, desto besser dämmt er.

Wärmemelder

auch: Hitzemelder

Wärmemelder dienen wie Rauchmelder zur Früherkennung von Bränden. Wärmemelder reagieren aber nicht wie diese auf Rauch, sondern auf Wärme und lösen aus, sobald eine bestimmte Temperatur erreicht wird (in der Regel 60°C) oder die Umgebungstemperatur überdurchschnittlich schnell ansteigt. Wärmemelder werden besonders häufig in rauchigen oder staubigen (aber normal temperierten) Räumen eingesetzt, in denen Rauchwarnmelder versagen, also beispielsweise in Werkstätten oder Küchen. Sie sind preiswerter, reagieren aber träger als Rauchwarnmelder oder Brandgasmelder. Wärmemelder werden vorwiegend dort eingesetzt, wo es um den Sachschutz geht (Warenhäuser, Fabrikhallen, Büros usw.). Auch Sprinkleranlagen werden durch eine Temperaturerhöhung aktiviert. Wärmemelder werden auch als Hitzemelder bezeichnet.

Wärmemengenzähler

siehe Wärmezähler.

Wärmepumpe

auch: Grundwasser-Wärmepumpe, Wärmepumpen

Eine Wärmepumpe funktioniert wie ein Kühlschrank, nur mit umgekehrtem Nutzen. So kann vereinfacht das Prinzip der Wärmepumpe erklärt werden: Ein Kühlschrank entzieht den Lebensmitteln Wärme und gibt sie an den Raum ab. Wärmepumpen entziehen über eine Wärmeträgerflüssigkeit (ähnlich dem "Kältemittel" in einer Klimaanlage) der Luft, dem Grundwasser oder der Erde Wärme und leiten diese an das Heizsystem weiter. Dabei bedient sich die Wärmepumpe einer Wärme, die deutlich unter der Körpertemperatur des Menschen liegt und daher als "kalt" empfunden wird. "Kälte" ist allerdings eine Frage der Sichtweise. Eine Wärmepumpe kann selbst aus Minusgraden noch ausreichend Wärme zum Heizen ziehen. Sie wandelt Wärme niedriger Temperatur in Wärme höherer Temperatur um, das heißt aus Luft mit einer Temperatur von 10°C wird beispielsweise Heizwasser mit einer Temperatur von 35°C, das einen Raum ausreichend erwärmen kann. Das Erdreich hat in etwa 10 m Tiefe eine konstante Temperatur von 10 - 15°, Grundwasser ist ganzjährig etwa 8 bis 12° "warm". Das sind ausreichende Temperaturen, um über Wärmepumpen Heizenergie zu gewinnen. Durch die Beschaffenheit des Grundwassers können Ablagerungen und Inkrustationen entstehen. Es ist deshalb ratsam, die Wärmepumpe/den Wärmetauscher in größeren Zeitabständen zu reinigen. Durch eine entsprechende Pflege bzw. Reinigung des gesamten Wärmepumpensystems nach einer einfachen Do-It-Yourself-Anleitung bleibt die optimale Energieausbeutung erhalten.

Wärmepumpenheizung

auch: Wärmepumpenheizungen

Wärmepumpenheizungen nutzen die Umweltwärme der umgebenden Luft, des Grundwassers oder des Erdreiches (Geothermie), um sie mittels Wärmepumpe auf ein verwertbares höheres Temperaturniveau anzuheben, um damit Gebäude oder andere Einrichtungen beheizen zu können. Mit einer Wärmepumpenheizung wird man daher unabhängig von Öl oder Gas.

Wärmerückgewinnung

Wärmerückgewinnungs-Anlage

auch: Wärmerückgewinnungs-Anlagen

Eine Wärmerückgewinnungs-Anlage nutzt die Wärme der Abluft zu Heizzwecken. Die Wärmerückgewinnung geschieht mit Wärmetauschern, genauer gesagt mit Kreuzstromwärmetauschern. Beim Kreuzstromwärmetauscher wird frische und verbrauchte Luft über zwei voneinander getrennten Lamellensystemen im Kreuzstromprinzip vorbeigeleitet, so dass sich die Wärme austauschen kann. Sie haben einen Wirkungsgrad von etwa 75%, das heißt, es werden 75% der Wärme von der Abluft auf die Zuluft übertragen. Das System läßt sich weiter perfektionieren, indem man die Frischluft, nachdem sie den Wärmetauscher passiert hat, soweit nacherwärmt, dass sie vollends auf Zimmertemperatur gebracht wird. Diese Nacherwärmung kann durch eine Wärmepumpe geschehen. Sie zieht hinter dem Wärmetauscher die Abluft ein weiteres Mal zur Energiegewinnung heran.

Wärmeschutz

Unter Wärmeschutz wird der Schutz des Hauses vor Kälte oder Wärme (im Sommer) verstanden. Der richtig und ingenieurmäßig geplante Wärmeschutz ist die wirksamste Methode zur Energieeinsparung. Er soll folgende Anforderungen erfüllen: Schaffung hygienischer Wohnverhältnisse, d.h. Erzielung eines gesunden und behaglichen Innenraumklimas. Erhaltung des Gebäudes und seiner Funktionstüchtigkeit durch Vermeidung schädlicher und unkontrollierter Tauwasserbildung (Gebäudepflege). Einsparung von Energie und dadurch von Heiz- und Betriebskosten (Wirtschaftlichkeit). Verminderung thermisch bedingter Gebäudeverformungen bzw. Spannungen, die zu Bauschäden führen können.

Wärmeschutzfenster

Den besten Wärmeschutz bieten Fenstersysteme mit hochwärmedämmenden Isolierglasscheiben und durchdachten Profilsystemen - sogenannte Wärmeschutzfenster. Die neuen Wärmeschutzverglasungen haben die veralteten Einfachverglasungen abgelöst. Es werden zum Teil die Scheiben gegen Wärmeverglasungen ausgetauscht, oder gleich die alten Fenstersysteme durch neue Wärmeschutzfenster getauscht. Der Einbau einer optimalen Wärmeisolation im Fensterbereich bezieht sich nicht nur auf den Glasaufbau alleine, ebenso ist auch die perfekte Isolation wichtig, wie auch der Glasrand und die Gesamtkonstruktion ein wichtiger Bestandteil vom Glas geworden ist. Neue Materialien können aktiv zu geringerem Wärmeverlust am Glasrand beitragen und aktiven Wärmeschutz leisten, so wird lästiges Schwitzwasser von der Glasoberfläche weitgehend ferngehalten. Ein gutes Wärmedämmfenster weist eine dreimal bessere Wärmeisolation auf, als ein erst 15-jähriges Fenster. Der neuartige Glasaufbau mit einer Wärmebeschichtung bei Wärmeschutzfenstern und einer Edelgasfüllung sorgt dafür, dass die kostbare Wärme sehr lange im Wohnraum erhalten bleibt.

Wärmeschutzglas

auch: Wärmedämmglas, Wärmeschutzgläser

Das Wärmeschutzglas ist ein Isolierglas, das die Wärme möglichst im Raum und die Kälte möglichst draußen lassen soll. Allerdings wird diese Anforderung keineswegs nach dem Schema erreicht, je dicker die einzelne Glasscheibe und je breiter der gasgefüllte Scheibenzwischenraum, um so mehr Wärmeschutz. Für die Isolierwirkung ist die Beschichtung der Scheibe wesentlich wichtiger, als ihre Dicke. Und bei gleicher Beschichtung und gleichem Füllgas kann eine Senkung des U-Wertes nicht durch eine unbegrenzte Erhöhung des Scheibenzwischenraums erfolgen, da sonst Konvektion einsetzt und die möglichen Gewinne eines größeren Zwischenraums kompensiert oder sogar die Dämmung vermindert wird (Konvektion = das Gas kann bei Erwärmung aufsteigen und bei Abkühlung sinken). Die wichtigsten Beurteilungskriterien beim Wärmeschutzglas sind die Gesamtenergiedurchlässigkeit (g-Wert) und der Wärmedurchgangskoeffizient Ug (auch als kv-Wert bezeichnet). Von einem guten Wärmeschutzglas kann gesprochen werden, wenn der kv-Wert bei 1,2 W/m²K (oder niedriger) und der g-Wert bei 63 % (oder höher) liegt.

Wärmeschutzverordnung

auch: WSVO

Diese Verordnung hatte das Ziel, den jährlichen Heizwärmebedarf in Wohnungen zu reduzieren. Die Wärmeschutzverordnung wurde Anfang 2002 von der Energieeinsparverordnung abgelöst.

Wärmespeicherung

Wärmespeicherung ist die Eigenschaft eines Baustoffs oder Bauteils, zugeführte Wärmemengen aufzunehmen, zu speichern und bei Abkühlung der Umgebungsluft oder der angrenzenden Bauteile wieder abzugeben. Es gibt Baustoffe wie Massivholz oder Ziegel, die ein hohes Wärmespeichervermögen haben. In der Übergangszeit im Frühling und Herbst reicht das Wärmespeichervermögen eines massiven Hauses aus, mit der am Tage gespeicherten Wärme des Nachts die Räume zu wärmen, ohne dass die Heizung eingeschaltet werden muss.

Wärmespeichervermögen

Das Wärmespeichervermögen gibt an, wieviel Wärme, z.B. in einer Wand bei Raumheizung aufgenommen werden kann. Es ist abhängig von der spezifischen Wärmekapazität des Wandbaustoffes, seiner Rohdichte und Dicke. Schwere Wandbaustoffe können also eine größere Wärmemenge speichern als leichte. Außenseitig mit WDVS wärmegedämmte und schwere Mauerwerke sind während der Heizperiode im gesamten Querschnitt warm und können somit viel Wärme speichern. In der Übergangszeit im Frühling und Herbst reicht das Wärmespeichervermögen eines massiven Hauses aus, mit der am Tage gespeicherten Wärme des Nachts die Räume zu wärmen, ohne dass die Heizung eingeschaltet werden muss.

Wärmetauscher

siehe Wärmerückgewinnungs-Anlage. Durch die Beschaffenheit des Grundwassers können Ablagerungen und Inkrustationen entstehen. Es ist deshalb ratsam, die Wärmepumpe/den Wärmetauscher in größeren Zeitabständen zu reinigen. Durch eine entsprechende Pflege bzw. Reinigung des gesamten Wärmepumpensystems nach einer einfachen Do-It-Yourself-Anleitung bleibt die optimale Energieausbeutung erhalten.

Wärmetauscherpfahl

auch: Wärmetauscherpfähle

siehe Energiepfahl.

Wärmeübergangskoeffizient

Der Wärmeübergangskoeffizient drückt die Wärmemenge aus, die pro Sekunde zwischen 1 m² der Oberfläche eines festen Stoffes und der ihn berührenden Luft ausgetauscht wird, wenn der Temperaturunterschied zwischen Luft und Stoffoberfläche 1 Kelvin beträgt. Im Bauwesen wird der Wärmeübergangskoeffizient zur Berechnung des Wärmedurchgangskoeffienten bzw. des U-Werts benötigt. Es gibt unterschiedliche Wärmeübergangskoeffizienten, abhängig davon, ob der Übergang zwischen Luft und Bauteil innen oder außen erfolgt.

Wärmeübergangswiderstand

Bevor die Wärme in einen Bauteil eindringt oder diesen verlässt, muss ein hauchdünner, stehender Luftfilm, eine Grenzschicht, durchdrungen werden. Dieser Luftfilm bietet dem Übergang der Wärme einen Widerstand, den Wärmeübergangswiderstand. Dabei spielen die Luftbewegung sowie die Beschaffenheit und Lage der Oberfläche des Bauteils eine große Rolle. Im Freien gibt es eine starke Luftbewegung, daher ist der Luftfilm dünn und der Widerstand klein. Umgekehrt herrscht im Raum meist Windstille, daher ist der Luftfilm dick und der Widerstand groß. Der Wärmeübergangswiderstand ist der Kehrwert der Wärmeübergangszahl.

Wärmeverluste

Wie viel Energie zum Beheizen einer Wohnung bzw. eines Gebäudes benötigt wird, ergibt sich aus der Bilanzierung der Wärmeverluste und Wärmegewinne. Durch Außenwände, Kellerdecke, Dach und Fenster entweicht Wärme in die Umgebung. Diese Verluste werden als Transmissionswärmeverluste bezeichnet. Sie machen etwa 60 bis 80 % aller Wärmeverluste in Gebäuden aus. Die Bauteile mit den größten Wärmeverlusten sind üblicherweise Fenster und Glastüren. Um verbrauchte Luft zu ersetzen und Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden, muss ein Gebäude gelüftet werden. Dabei geht Wärme verloren, die als Lüftungswärmeverluste bezeichnet wird. Sie haben an den gesamten Wärmeverlusten einen Anteil von etwa 20 bis 40 %. Durch eine mechanische Wohnungslüftung mit Wärmerückgewinnung können diese Wärmeverluste allerdings um bis zu 80 % gesenkt werden.

Wärmewellenheizung

auch: Wärmewellenheizungen

Unter einer Wärmewellenheizung versteht man keramische Platten, auf deren Keramikbeschichtung ein elektrischer Schaltkreis aufgedruckt ist. Durch die elektrische Erwärmung werden Wärmewellen abgegeben, die den Raum beheizen. Im Prinzip basieren Kachelöfen auch auf der Abgabe von Wärmewellen. Im Bereich des Kachelofens ist es natürlich mollig warm, in anderen Ecken des Raumes nicht unbedingt. Daraus folgert, dass eine Wärmewellenheizung so ausgelegt werden muss, dass ausreichend Heizplatten an die Wände kommen. Aufpassen muss man, denn es sind auch Wärmewellenheizungen auf dem Markt, die zusätzlich Konvektionswärme abgeben - und das bis zu 50 Prozent. Ob man dann noch von einer Wärmewellenheizung sprechen kann, ist fraglich.Für Hausstaub-Allergiker hat es Vorteile, weil eine wesentlich geringere Luftumwälzung als bei herkömmlicher Heizmethode stattfindet, bei der ja die Luft erwärmt wird, nach oben steigt und dann kalte Luft nach sich zieht, die wiederum erwärmt wird

Wärmezähler

auch: Wärmemengenzähler

Wärmezähler bzw. Wärmemengenzähler messen den Wärmeverbrauch einer Heizungsanlage. Durch Messfühler wird die Temperaturdifferenz zwischen Vor- und Rücklauftemperatur des Heizkreises ermittelt. Das Produkt aus Temperaturdifferenz, Volumen des durchfließenden Heizwassers und eines Abrechnungsfaktors ergibt die verbrauchte Wärmemenge. Der Wärmeverbrauch ist jederzeit direkt ablesbar.

Warmfassade

auch: Warmfassaden

siehe Fassade

Warmluft-Händetrockner

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Warmluft-Händetrockner findet man meist in den Sanitärräumen öffentlicher Gebäude. Wie bei einem Fön kommt unten ein mehr oder weniger starker und mehr oder weniger warmer Luftstrom raus. Dementsprechend dauert es unterschiedlich lang, bis die Hände trocken sind. Gestartet wird ein Warmluft-Händetrockner meist durch einen Sensor, so dass er eine sehr hygienische Art des Hände trocknens darstellt.

Warmluftkachelofen

auch: Warmluftofen, Warmluftkachelöfen, Warmluft-Kachelofen

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Der Warmluftkachelofen erweitert den Grundkachelofen um eine zusätzliche Heizkammer, in der Luft durch den Feuerraum erwärmt wird. Die warme Luft wird durch Luftgitter in den Raum geführt und sorgt so dafür, dass es schnell mollig warm im Raum wird. Ein Teil (etwa 30 Prozent) der Heizenergie wird aber wie gehabt in den Heizgaszügen aus Schamottesteinen gespeichert und zusätzlich nach und nach abgestrahlt. Warmluftöfen sind nicht auf den Brennstoff Holz beschränkt: Durch Heizeinsätze aus Grauguß kommen auch Öl und Gas als Brennstoff in Frage. Und noch einen Vorteil hat diese Ofenvariante: Mit Hilfe von Warmluftkanälen läßt sich die Wärme problemlos in mehrere Räume "transportieren". So lassen sich auch komplette Etagen gleichmäßig erwärmen.

Warmluftkamin

auch: Warmluftkamine

Im Warmluftkamin sind die Merkmale eines Warmluftkachelofens mit den Merkmalen eines geschlossenen Kaminfeuers vereint. Vom geschlossenen Kaminfeuer wurde die Glasscheibe übernommen, die das flackernde Feuer sichtbar macht. Um den Wirkungsgrad zu verbessern, werden die Heizgase nicht direkt in den Schornstein, sondern durch Nachheizflächen aus Metall geführt. Die Luft erwärmt sich am Kamineinsatz und den Nachheizflächen und wird über Lüftungsgitter an die Umgebung abgegeben.

Warmluftofen

auch: Warmluftöfen

Warmluftschleieranlage

warmschmieden

siehe schmieden.

Warmwachsen

Warmwachsen ist eine Möglichkeit der Fußbodenversiegelung von Holzböden. Beim Warmwachsen werden die gleichen Produkte wie beim Kaltwachsen verwendet. Vor dem Verarbeiten wird das Wachs jedoch auf maximal 80°C erhitzt und mit der Maschine auf den Holzfußboden aufgetragen. Die Temperatur sollte das Wachs während der ganzen Behandlung beibehalten. Man muss jedoch darauf achten, dass das Wachs nicht zu heiß wird, da es sonst zu einem Brand kommen könnte. Warmwachs dringt besser als Kaltwachs in die Poren des Holzes ein und bietet somit eine bessere Versiegelung

Warmwasserbegleitheizung

auch: Warmwasser-Begleitheizung

Eine Warmwasserbegleitheizung ist eine spezielle Heizung, die verhindert, dass Warmwasserleitungen nicht gefrieren. In nicht wärmegedämmten und/oder unbeheizten Innenbereichen sorgen Heizbänder, die außen an der Leitung befestigt werden, für frostfreie Warmwasserleitungen.

Warmwasser-Fußbodenheizung

Warmwasserheizung

auch: Warmwasserheizungen

Die verbreiteste und damit wichtigste Art der Zentralheizung ist in Deutschland die Warmwasserheizung. Bei ihr dient Wasser bis zu einer Temperatur von 120°C als Wärmeträger. In dem am tiefsten Punkt der Anlage, meist im Keller, aufgestellten Heizkessel wird das Wasser erwärmt und strömt durch unterschiedliche Schwerkraft oder eine Umwälzpumpe gehoben zu den Heizflächen in den Räumen. Nach der Wärmeabgabe an den Raum fließt das abgekühlte Wasser wieder in den Kessel zurück, von wo aus sich der Kreislauf ständig wiederholt. Nach der den Wasserumlauf bewirkenden Triebkraft wird zwischen Schwerkraft-Warmwasserheizung und Pumpen-Warmwasserheizung unterschieden.

Warmwasserspeicher

Warmes Wasser ist heute ein fester Bestandteil fast eines jeden Haushalts. Hinsichtlich des Konstruktionsprinzips werden Durchlauferhitzer und die Bevorratung des Wassers in Warmwasserspeichern voneinander unterschieden. Während reine Durchlauferwärmer, bei denen das Wasser während der Entnahme erwärmt wird, nur einen begrenzten Warmwasserkomfort bieten, stellen bereits Kleinspeicher mit einem Volumen von 25 Liter Wasserinhalt eine wesentliche Verbesserung dar. Zur Abdeckung des normalen Warmwasserbedarfs eines Einfamilienhauses stellt ein Warmwasserspeicher ab einem Speichervolumen von 80 Litern eine befriedigende Lösung dar, im Zweifamilienhaus sollte ein Speichervolumen von mindestens 150 Litern gewählt werden, komfortable Lösungen sind hier Warmwasser-Speicher mit einem Speichervolumen von 200 bis 300 Litern. Sorgfältig aufeinander abgestimmte Heizkessel-/ Warmwasser-Speicher- Kombinationen weisen hohe Leistungsfähigkeit bei vernachlässigbaren Verlusten auf. Bei Warmwasserspeichern wird zwischen Pufferspeichern, Unterbauspeichern, Wandspeicher, Standspeichern, aufgesetzter Warmwasserspeichern und Kombispeichern unterschieden.

Warmwasserzähler

siehe Wasserzähler.

Warnband

auch: Warnbänder

siehe Flatterband.

Warnfähigkeit

Als Warnfähigkeit wird die Eigenschaft des Holzes bezeichnet, vor dem Brechen durch knisterndes Geräusch anzuzeigen, dass die Bruchgrenze erreicht ist. Auch im Brandfall kündigen diese Geräusche an, dass ein Brechen der Holzkonstruktion bevorsteht.

Warnfarbe

auch: Warnfarben

Warnfarben sind im Bauwesen allgegenwärtig. Baken sind in Warnfarben gehalten, ebenso Schutzrohre, die erdverlegte Gas- oder Wasserleitungen umhüllen. Warnfarben werden nach RAL als Signalfarben bezeichnet. Demenstprechend gibt es beispielsweise ein "signalgelb" oder "signalgrün".

Warnzeichen

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Die gelb-schwarzen Warnzeichen weisen beispielsweise auf gefährliche Stoffe hin (giftig, ätzend, explosions- oder feuergefährlich). Auch gefährliche Stellen oder strahlenbelastete Räume werden mit Warnzeichen gekennzeichnet. Andere Sicherheitskennzeichen sind Verbotszeichen, Gebotszeichen, Rettungszeichen und Brandschutzzeichen.

Warrington-Machart

Machart einer Litze für ein Stahldrahtseil im Parallelschlag. Bei der Warrington-Machart besteht die Außenlage aus der doppelten Anzahl von Drähten. Sie sind biegsamer als Seile in Seale-Machart.

Warrington-Seale-Machart

Machart einer Litze für ein Stahldrahtseil im Parallelschlag. Die Warrinton-Seale-Machart ist eine Kombination aus Warrington-Machart und Seale-Machart. Die Außenlage ist nach Seale, die Innenlage nach Warrington. Diese Seile sind bei hoher Verschleißfestigkeit besonders biegsam.

Waschbecken

Waschbecken ist die veraltete Bezeichnung für einen Waschtisch, wobei die Industrie allenfalls noch den Begriff des Handwaschbeckens im Zusammenhang mit Gästebädern und öffentlichen Sanitäreinrichtungen verwendet. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird der Begriff "Waschbecken" noch sehr häufig verwendet.

Waschbeton

Waschbeton ist ein Beton, bei dem die Oberfläche ausgewaschen wird, sodass die Zuschläge sichtbar werden. Entweder wird die Zementhaut sofort nach dem Einbringen mit Bürste und Wasser abgewaschen oder die Schalung wird mit einem Oberflächenverzögerer vorbehandelt, so dass der Beton zwar erhärtet, die Oberfläche des Betons sich jedoch noch auswaschen lässt. Dies Methode wird bei tragenden Bauteilen angewendet. Waschbetonplatten sind die beliebten Klassiker zur Gestaltung von Terrassen, Gehwegen und PKW-Einfahrten.

Waschbetonlack

auch: Waschbetonlacke

Waschbetonlack dient zur Herstellung optisch anspruchsvoll gestalteter, gewaschener Betonoberflächen (Fassadenverkleidungen, Betonelemente, Lärmschutzwände usw.). Er verzögert den Feinmörtel an der Oberfläche in seinem Erhärtungsverlauf. Die nicht abgebundene Mörtelmatrix läßt sich nach dem Entschalen leicht auswaschen und man erhält eine klare und scharfkantige Waschbetonoberfläche. Waschbetonlack kann man sowohl im Fertigteilwerk als auch im Ortbetonbau auf fast allen Schalungsarten verwenden.

Waschbetonpapier

auch: Waschbetonpapiere

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Waschbetonpapier ist ein mit Oberflächenverzögerer beschichtetes Papier. Es dient zur Herstellung von Ziermustern und Gravuren auf Betonoberflächen oder Waschbetonplatten. Die Abbildung zeigt so ein Ziermuster des Herstellers Pieri.

Waschbetonpaste

auch: Waschbetonpasten

Waschbetonpaste ist ein Oberflächenverzögerer zur Herstellung von Waschbetonflächen. Die Paste verzögert den Feinmörtel an der Oberfläche in seiner hydraulischen Erhärtung. Die nicht abgebundene Mörtelmatrix lässt sich nach dem Entschalen leicht auswaschen und man erhält eine klare und scharfkantige Waschbetonoberfläche. Die Waschbetonpaste wird unverdünnt und gleichmäßig auf die Schalung aufgebracht. Dabei ist darauf zu achten, dass eventuell vorhandene Trennmittelrückstände von vorherigen Belegungen gründlich entfernt werden. Der Auftrag erfolgt am besten mit einer kurzflorigen Lammfellrolle, kann aber auch mit einem Pinsel erfolgen.

Waschbetonplatten

auch: Waschbetonplatte

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Waschbetonplatten zählen zu den meistverlegten Belägen für Terrassen und Gartenwege. Waschbetonplatten entstehen aus Beton durch Auswaschen der Feinanteile an der Oberfläche. Es bleibt eine Auflage aus unterschiedlich gekörntem Kies und kleinen Steinen zurück, wobei je nach Art des Kieses unterschiedliche Farbeffekete erzielt werden - auch durch Mischen verschiedener Gesteinsarten. Waschbetonplatten gelten als rutschhemmend, haben aber aufgrund ihrer Struktur die Neigung, schnell zu verschmutzen und von Algen befallen zu werden, so dass einmal jährlich eine Generalreinigung fällig wird. Die gängigen Formate betragen 25 x 50, 50 x 50 und 75 x 50 cm.

Waschbrunnen

Waschbrunnen ist die Bezeichnung für einen Aufsatzwaschtisch in Form einer Halbkugel. Solche Waschbrunnen aus Sanitärkeramik, Glas oder Edelstahl sind auch Designobjekte und werden nicht zuletzt in Gästebäder eingebaut.

Wäscheleinenhaken

Der Wäscheleinenhaken ist eine Hakenschraube aus Stahl, die lediglich die Besonderheit hat, dass der halbrunde Haken kunststoff-ummantelt ist. Dadurch soll verhindert werden, die die Wäscheleine oder im Wind flatternde Wäsche keine Rostflecken bekommen. Wäscheleinenhaken sind in verschiedenen Maßen im Handel.

Wäschepfahl

auch: Wäschepfähle

Bei Wäschepfählen handelt es sich um in den Boden einbetonierte oder in Bodenhülsen verankerte Pfosten, zwischen denen eine Wäscheleine zum Trocknen der Wäsche gespannt wird. Die Wäschepfähle gibt es aus Holz oder Metall. Werden die Pfähle in Bodenhülsen eingesetzt, können sie bei Nicht-Nutzung problemlos entfernt werden. Die Bodenhülsen sollten dann verschlossen werden, um keine Stolperfallen zu produzieren.

Wäscherutsche

auch: Wäscherutschen

Wäscheschacht

auch: Wäscheschächte

Wäscheschächte, auch als Wäscherutschen bezeichnet, sind Einbauelemente, die in Hüfthöhe in das Mauerwerk eingebaut werden. Sie bestehen aus Kunststoff oder verchromtem Stahl bzw. Edelstahl und verfügen über eine Klappe, durch die verschmutzte Wäsche direkt in die Waschküche im Untergeschoß oder Keller eines Hauses rutschen. Wäscheschächte etwa in Mehrfamilienhäusern einzubauen, ist unsinnig, weil jemand die Wäsche trennen und nach Familien sortieren muss. In Einfamilienhäusern und altersgerechten Häusern sind Wäscheschächte sinnvoll, weil niemand mit einem Wäschekorb Treppen absteigen muss. Problematisch sind Wäscheschächte jedoch, wenn die Klappen nicht zugfrei schließen. Dann nämlich kommt es im Haus, bedingt durch den Schornsteineffekt, zu lästigen Zugerscheinungen, den "Durchzug".

Wäscheschirm

auch: Wäschespinne, Wäscheschirme

Bei einem Wäscheschirm oder einer Wäschespinne handelt es sich um ein Trockengerät für feuchte Wäsche. Der Wäscheschirm funktioniert so ähnlich wie ein Sonnenschirm, kann also aufgeklappt und zusammengeklappt werden. Im aufgeklapptem Zustand spannt sich spinnennetzartig eine Wäscheleine auf. So kann auf kleinem Raum eine große Anzahl an Wäschestücken aufgehängt werden. Eine große Spinnen kann bis zu 70 Meter Wäscheleine besitzen. Die Wäschespinne wird in eine Bodenhülse gesteckt, so dass diese bei Bedarf auch entfernt werden kann.

Wäschespinne

auch: Wäschespinnen

siehe Wäscheschirm.

Waschputz

auch: Waschputze

Waschputz ähnelt in seinem Erscheinungsbild dem Waschbeton. Dabei werden dem Waschputz Zuschläge zugegeben, die nachher an der Oberfläche erscheinen sollen. Dabei spielt neben der Kornform und der Korngröße insbesondere die Kornfarbe eine Rolle. Nach dem Auftragen wird der Putz zunächst geglättet und vor dem Erhärten seine an der Oberfläche befindliche Bindemittelschicht abgewaschen. Nach dem Abwaschen mit Wasser wird der Waschputz mit verdünnter Salzsäure zwei bis drei Tage nach dem Auftrag abgewaschen. Anschließend muss wieder mit Wasser nachgewaschen werden. Durch diese Vorgehensweise werden die farbigen Sande und Körner in der Mörtelgrundmasse sichtbar.

Waschtisch

auch: Waschtische

Ein Waschtisch ist ursprünglich ein Tisch, auf dem für die morgendliche Toilette (sprich Katzenwäsche unserer Vorfahren) eine Waschschüssel stand. Diese Waschtische wurden mit Aufkommen des fließenden Wassers aus dem öffentlichen Leitungsnetz von Waschbecken aus emailliertem Eisen, Kunststein oder Sanitärkeramik verdrängt, wobei die Sanitärindustrie heutzutage den Begriff des Waschbeckens geächtet hat und nur noch von Waschtischen spricht - auch dann, wenn eine Wandmontage erfolgt und gar kein Tisch mehr als tragender Unterbau vorhanden ist. Moderne Waschtische werden aus Sanitärkeramik, Edelstahl, Marmor, Naturstein und Glas hergestellt; für Einsatzzwecke in Preiswert-Hotels auch aus speziellen kratzfesten und lauge-resistenten Kunststoffen wie Coram usw. Der lange Zeit verpönte ursprüngliche Waschtisch ist wieder in Mode gekommen - und zwar entweder als nostalgischer Nachbau oder aber als moderne Designervariante.

Waschtischbatterie

auch: Waschtischbatterien

Die Waschtischbatterie ist eine Badarmatur, die üblicherweise am Waschtisch selbst montiert wird, weshalb Waschtische aus Keramik, Glas, Marmor oder Metall bereits herstellerseits eine Bohrung zur Durchführung der Rohrverbindung aufweisen. Es gibt jedoch auch Waschtischbatterien für die Wandmontage. Bei der Waschtischbatterie wird die Menge und die Temperatur des Wasser durch Betätigung eines Hebels reguliert. Das Foto zeigt ein weltweit verbreitetes Modell des Herstellers GROHE. Generell hat die Qualität deutscher Waschtischbatterien mit keramischer Dichtung Weltgeltung. Man findet solche Armaturen in führenden Hotels auf allen Kontinenten. Im übrigen sind manche Batterien auch Designobjekte, wobei neben Metall auch farbiges Glas und Kunststoffe verarbeitet werden. Angeboten werden auch Waschtischbatterien nicht nur in echter Vergoldung, sondern auch mit eingelassenen Brillanten.

Wasserbiber

Wasserbiber sind Biberschwanzziegel, die direkt auf der Kehlmittellinie gedeckt sind.

Wasserboiler

siehe Boiler.

Wasserdampfdiffusion

auch: Dampfdiffusion

Der Dampfdruck im Freien und in bewohnten Räumen ist meist unterschiedlich groß. Der Dampfdruck hat deshalb das Bestreben, sich zwischen innen und außen auszugleichen. Dabei entsteht eine Wanderung durch die Bauteile hindurch, meist von innen nach außen. Diese Wanderung wird Wasserdampfdiffusion genannt. Wird die Wanderung des Wasserdampfes durch das Gebäude behindert, kann es zu Ansammlungen von Feuchtigkeit und somit auch zu Schimmelschäden kommen. Mit Dampfbremsen wird die Wasserdampfdiffusion abgebremst, mit Dampfsperren verhindert.

wasserdampfdiffusionsäquivalente Luftschichtdicke

Die wasserdampfäquivalente Luftschichtdicke ist ein Begriff aus der Bauphysik. Je größer der Wert, desto weniger Wasserdampf kann durch ein Bauteil. Liegt der Wert über 1500 m spricht man von einer Dampfsperre, liegt er zwischen 2 und 1500 m spricht man von einer Dampfbremse. Mit folgender Formel wird die wasserdampfdiffusions-äquivalente Luftschichtdicke berechnet: SD = S x µ S = Bauteildicke µ = Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl

Wasserdampfdiffusionswiderstand

auch: Dampfdiffusionswiderstand

Der Wasserdampfdiffusionswiderstand gibt an, in welchem Maß ein Stoff die Diffusion von Wasserdampf behindert. Sie wird in der Wasserdampfdiffusionswiderstandzahl mit dem Symbol µ angegeben. Der Wert beschreibt, um welchen Faktor der Prüfstoff dichter ist als eine gleich dicke Luftschicht. Je größer der Wert der Wasserdampfdiffusionswiderstandzahl umso dichter ist der Baustoff. Der Wasserdampfdiffusionswiderstand ist eine wichtige Größe im Bauwesen, um einen bauphysikalisch korrekten Aufbau der einzelnen Bauschichten sicher zustellen. So ist in der Regel an der Stelle des größten Dampfdrucks im Schichtaufbau eine sogenannte Dampfsperre erforderlich, um zu verhindern, dass Feuchtigkeit in Form von Dampf in die Baustoffe eindringen kann. Diese Dampfsperre besteht aus Stoffen mit hohem Wasserdampfdiffusionswiderstand (zum Beispiel Kunststofffolien oder Aluminiumfolie). Auf der Seite des niedrigsten Dampfdruckes hingegen wird üblicherweise ein möglichst niedriger Wasserdampfdiffusionswiderstand angestrebt, um eventuell eingedrungene Feuchtigkeit wieder leicht aus dem Baustoff heraus zu lassen. Diese "gesteuerte" Dampfdiffusion ist wichtig, um die schrittweise Durchfeuchtung eines Baustoffes zu verhindern, der andernfalls seine dämmende Eigenschaft verlieren würde und - unter Umständen - sogar schimmeln könnte.

Wasserdampfdruckausgleichsschicht

auch: Wasserdampfdruckausgleichsschichten

Wasserdargebot

Das Wasserdargebot bezeichnet die Menge Wasser, die uns aus dem natürlichen Wasserkreislauf während eines Jahres zur Nutzung verbleibt. In Deutschland können wir über ein Wasserdargebot von rund 182 Milliarden Kubikmeter im Jahr verfügen. Während in vielen Ländern Wassermangel herrscht, sind wir in der Bundesrepublik Deutschland ein mit Wasser gesegnetes Land. Unsere Gefilde zählen zur gemäßigten Klimazone der Erde, Niederschläge fallen zu allen Jahreszeiten. Mehr als 60 Prozent verdunsten, der übrige Teil versickert und gelangt ins Grundwasser oder fließt unmittelbar den Flüssen, Seen und Meeren zu. Ein Vergleich von Wasserdargebot einerseits und Wasserbedarf andererseits zeigt: Es werden bei uns jährlich etwa 41 Milliarden Kubikmeter Wasser gebraucht - das ist etwa ein Viertel des Wasserdargebots. Der überwiegende Teil davon mit 25 Mrd. m³/a ist Oberflächenwasser, das in Kraftwerken und Betrieben als Kühl- und Betriebswasser dient und meist im ganz kurzen Kreislauf wieder mit erhöhter Temperatur in die Flüsse eingeleitet wird. Für die landwirtschaftliche Beregnung werden bei uns nur zwischen 0,2 und 1.8 Mrd. m³/a verwendet. Nur 5,6 Mrd. Kubikmeter, also etwa 3 % des Wasserdargebotes werden in Deutschland für die öffentliche Trinkwasserversorgung genutzt.

Wassereinzugsgebiet

auch: Niederschlagsgebiet

Unter einem Wassereinzugsgebiet versteht man entweder eine Fläche, deren enthaltenes Grundwasser einen Brunnen oder eine Quelle speist oder ein Gebiet, welches durch einen bestimmten Wasserlauf entwässert wird (Niederschlagsgebiet). Das Gebiet wird durch die topographischen Verhältnisse bestimmt, die Grenzen durch den Verlauf von Wasserscheiden (z. B. Gebirgskämme, aber auch nicht natürliche Gegebenheiten wie Straßen und Dämme).

Wasserenthärter

Wasserenthärter sind Geräte zur Behandlung von Trinkwasser mit zu hohem Härtegrad. Härtebildner sind bei der Kalkauflösung Magnesium und Kalium. Verunreinigungen können sichtbar (Trübung) oder unsichtbar (Gerüche etc.) sein. Die Härte selbst ist unsichtbar und geruchlos. Erst bei der Benützung des Wassers zeigen sich die Auswirkungen des Härtegrades (Kalkablagerungen, Waschmittel etc.). Geeignete Enthärter- und Wasseraufbereitungsanlagen können diesbezüglichen Problemen vorbeugen. eine vorgängige Analyse des Wassers und Besprechung mit einem Haustechnikfachmann ist zu empfehlen.

Wasserenthärtung

siehe Enthärtung.

Wassererwärmer

Wasserfalz

auch: Wasserfalze

siehe Falz.

Wasserfangkasten

siehe Rinnenkessel.

wasserführender Holzkaminofen

Holzkaminöfen heizen häufig nur den Raum, in dem sie stehen. Wenn der Kamin aber über eine Wassertasche an den Heizkreislauf angeschlossen wird, kann er gleichzeitig das Heizungswasser erwärmen. Wenn nicht nur der wasserführende Holzkaminofen, sondern auch Solarthermie eingebunden ist, spricht man von einem Hybrid-System bzw. einer Hybrid-Heizung.

wasserführender Kaminofen

auch: wasserführender, Kaminofen

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Eine etwa seit 2005 bekannt gewordene Variante des Kaminofens ist der wasserführende Kaminofen, für den sich mehr und mehr Haus­be­sitzer entscheiden. Der Kaminofen gibt wie jeder andere seiner Art Strah­lungs- und Kon­vek­tions­wärme in den Wohn­raum ab. Zusätzlich aber wird das Wasser hinter den Ofenwänden erwärmt und über einen Pufferspeicher in das zentrale Heizungssystem eingebracht. Oder aber es steht als Warmwasser für Dusche und Bad zur Verfügung. Der wasserführende Kaminofen ist also so etwas wie eine Zweitheizung.

Wassergewinnung

auch: Trinkwassergewinnung

Auf der Welt gibt sehr viel Wasser. Aber die Weltmeere, Nordsee und Ostsee oder das Mittelmeer benutzt man nur in Ausnahmefällen zur Trinkwassergewinnung, da das Salzwasser nicht als Trinkwasser genutzt werden kann. In einigen Ländern muss allerdings aus dem Meerwasser Trinkwasser gemacht werden. Das Meerwasser wird entsalzt. Zur Wassergewinnung steht uns also nur das Oberflächenwasser aus Flüssen, Seen und Talsperren und das natürliche Grundwasser und Quellwasser zur Verfügung. Da das Wasser aus dem Oberflächenwasser häufig verschmutzt ist, nutzt man die Filterwirkung des Untergrundes. Das Wasser fließt z.B. durch den Kies der sich im Untergrund befindet. Einige Schmutzteilchen bleiben an den Schichten im Boden hängen und das Wasser wird sauberer. Wenn die Filterstrecke (den Weg den das Wasser im Boden zurücklegen muss) lang genug ist, kann das Wasser so gut sein, dass es Trinkwasserqualität hat. Das Wasser fließt in einen Brunnen, dort sammelt sich das Wasser. Es kann jetzt mit elektrischen Pumpen in den Hochbehälter gepumpt werden. Im Untergrund der Erde in den Hohlräumen der Steine finden wir in unterschiedlichen Tiefen das Grundwasser. Tiefes Grundwasser steht dort häufig mehrere Tausend Jahre. Da dieses Grundwasser oder das Quellwasser meist sauberer als das Oberflächenwasser ist, wird dieses Vorkommen vorzugsweise genutzt.

Wasserglas

auch: Kaliwasserglas, Natronwasserglas

Wasserglas ist eine dickflüssige, ölige, farblose Flüssigkeit, die eine wässrige kolloidale Lösung von Kieselsäure darstellt. Es wird durch Schmelzen von Quarzsand, Soda und Pottasche bei ca. 1300 °C gewonnen. Je nach Zusammensetzung unterscheidet man Natronwasserglas und Kaliwasserglas. Natronwasserglas stellt man aus Soda und Quarzsand her. Es wird für Flammschutzmittel, Klebstoffe und Kitte verwendet. Kaliwasserglas gewinnt man aus Pottasche und Quarzsand. Es dient als Bindemittel für Anstriche und Silikatputze bzw. Silikatfarben.

Wasserglasfarbe

siehe Mineralfarbe

Wasserhahn

auch: Wasserhähne

Wasserhärte

auch: Deutsche Härtegrade

Die Wasserhärte wird über den Gehalt an Calcium- und Magnesiumverbindungen bestimmt. Sie wird in Deutschland in »Deutsche Härtegrade« (Grad d) gemessen. Die Härtegrade teilen sich dann folgendermaßen auf: 0- 7 dGH weich 8-14 dGH mittelhart 15-21 dGH hart über 21dGH sehr hart Nach dem Gesetz über Einheiten im Meßwesen von 1969 wird der Härtegrad heute international in Millimol/L. (mmol/l) angegeben, wobei zwischen weichem Wasser (bis 1,3) bis zu sehr hartem Wasser (über 3,8) unterschieden wird. Weiches Wasser schützt das Rohrleitungsnetz und die gesamte Sanitäreinrichtung vor unerwünschten Kalkablagerungen. Bei weichem Wasser kann an Wasch- und scharfen Reinigungsmitteln, Geschirrspülsalz sowie Entkalker für Heißwassergeräte gespart werden. Das schützt die Umwelt und den Geldbeutel. Um den gewünschten Härtegrad zu erreichen, ist häufig eine Enthärtung des Wassers notwendig.

Wasserhochbehälter

Ein Wasserhochbehälter stellt einen Ausgleichs- und Speicherbehälter dar, der im Gelände höher als das Versorgungsgebiet in der Regel unterirdisch oder zumindest erdüberdeckt angeordnet wird und damit durch dessen freie Wasserspiegelhöhe wesentlich den Versorgungsdruck im Wasserleitungsnetz bestimmt. Das Trinkwasser muss zuvor in diesen Hochbehälter gepumpt werden, zur Versorgung des Trinkwassernetzes selbst ist dann keine zusätzliche Pumpe innerhalb des Wasserhochbehälters mehr erforderlich.

Wasserkalk

auch: Wasserkalke

siehe Kalk.

Wasserkraftwerk

auch: Wasserkraftwerke

Wasserkraftwerke teilt man nach Bauart in Laufwasserkraftwerke, Speicherkraftwerke und Pumpspeicherkraftwerke ein. Eine besondere Art der Wasserkraftwerke sind Gezeitenkraftwerke. Nach der Fallhöhe unterscheidet man Biederdruckanlagen (Fallhöhe bis 25 m), Mitteldruckanlagen (25 m bis 100 m) und Hochdruckanlagen (über 100 m). In Niederdruckanlagen verwendet man vorwiegend Kaplanturbinen, in Mittel- und in Hochdruckanlagen Francisturbinen. Bei Fallhöhen über 400 m baut man Freistrahl- oder Peltonturbinen ein. Der Wirkungsgrad der Wasserkraftwerke beträgt bis 85%.

Wasserlack

auch: Wasserlacke

Bei Wasserlacken ist das hauptsächliche Löse- und Verdünnungsmittel Wasser. Darüber hinaus werden noch zu etwa zehn Prozent organische Löse- und Verdünnungsmittel zugefügt. Bindemittel von Wasserlacken sind Kunstharze wie beispielsweise Polyurethan-, Polyester-, Alkyd- und Acrylatharze. Wasserlacke werden grundsätzlich wie andere Lacke auch verarbeitet. Die Geräte und Anlagen müssen jedoch korrosionsbeständig sein. Zudem dauert wegen des Wassers die Ablüft- und Trocknungszeit länger. Zwar sind Wasserlacke mit Wasser verdünnbar, doch in die Kanalisation dürfen sie dennoch nicht gelangen. Wegen der Lösemittel und der Konservierungsstoffe müssen Farbreste als Sondermüll entsorgt werden. Die Lackfilme von Wasserlack weisen eine hohe mechanische und chemische Belastbarkeit auf. In der Regel sind sie lichtecht und lösemittelfest. Darüber hinaus besticht Wasserlack durch gute Haftung, Elastizität und Härte. Es gibt pigmentierte und transparente Wasserlacke. Mit farblosem Wasserlack versiegelt man beispielsweise Parkett und Holzböden. Pigmentierte Wasserlacke sind darüber hinaus witterungsbeständig und können für den Außenbereich verwendet werden.

Wasserleitung

auch: Trinkwasserleitung, Wasserleitungen

Bei einer Wasserleitung handelt es sich ganz allgemein um ein System zum Transport von Wasser. Wasser wird durch Wasserleitungen über längere Strecken dorthin gebracht, wo es benötigt wird. Schon die alten Ägypter kannten Wasserleitungen und die Aquädukte der Römer sind noch heute hier und da zu bestaunen. Erfolgt der Wassertransport in die Wohnung, handelt es sich um Trinkwasserleitungen. Diese können aus unterschiedlichem Material gefertigt sein. Waren früher Leitungen aus Blei weitverbreitet, sind diese heute fast komplett aus den Wohnungen verschwunden. Bleileitungen in älteren Wohnungen sollten ausgetauscht werden, da Blei im Trinkwasser gesundheitsschädlich sind. Kupfer und nichtrostender Stahl sind zwei Materialien, aus denen Trinkwasserleitungen bestehen können. In den vergangenen Jahren sind aber auch Kunststoffleitungen immer mehr im Kommen. Diese Leitungen korrodieren nicht und müssen auch nicht gelötet oder mit einem Gewinde versehen werden. Sie lassen sich also ganz einfach und schnell installieren.

Wasserlöscher

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Der Wasserlöscher ist ein Feuerlöscher, der nur für Brände der Brandklasse A geeignet ist. Hierunter versteht man ausschließlich feste Stoffe, die beim Brand glutbildend sind, also Holz, Papier, Stroh, Textilen und Kohle. Wasser hat eine recht hohe Oberflächenspannung und es kann gefrieren. Diese Nachteile können durch Zusätze wie Tenside, verschiedene anorganische Salze wie Pottasche, Magnesium-, Calcium- und Natriumchlorid, Alkohole und diverse Tonarten ausgeglichen werden. Dadurch werden sogar die Löscheigenschaften verbessert. Wasser kann Wärme binden. Auf diesem Prinzip beruht seine Löschwirkung. Durch Abkühlung werden die Reaktionsbedingungen der Verbrennung gestört und die weitere thermische Aufbereitung brennbarer Stoffe behindert. Die Zufuhr brennbarer Gase und Dämpfe versiegt.

wasserlose Urinale

Das wasserlose Urinal wurde bereits 1892 erfunden und basiert im Wesentlichen darauf, dass der Urin nicht unter Zuhilfenahme von Spülwasser in die Kanalisation geschwemmt wird. Beim wasserlosen Urinal wird die Oberfläche des Auffangbeckens zunächst mit einem biologisch abbaubaren Desinfektionsmittel benetzt, das Bakterien abtötet und die Geruchsbildung mindert. Alsdann fließt der Urin in ein Spezial-Siphon, das mit einer Sperrflüssigkeit gefüllt ist. Diese ist in ihrem spezifischen Gewicht leichter als Urin, der sich nach unten absetzt und von dort aus abfließt entweder in die Kanalisation oder in Auffangbecken. Von hier aus kann der Urin einer Weiterverarbeitung zugeführt werden wie bei der Separationstoilette.

Wassermörtel

Wassermörtel ist ein Mörtel, welcher dem Angriff von Wasser widerstehen und deshalb auch unter Wasser härtet. Wassermörtel setzt sich aus Zement und Sand zusammen, wobei der Unterschied zu Beton nur darin besteht, dass dem Beton neben dem Sand auch noch Kies zugesetzt wird.

Wassernase

auch: Tropfkante, Abtropfnase

Die Wassernase oder Tropfkante ist eine durch einen Längseinschnitt abgeteilte schmale Kante an der Unterseite vorragender Bauteile wie Fensterbänken (Sohlbank), Gesimsen oder Wetterschenkel, aber auch Wandbekleidungen, von der das Niederschlagswasser abtropfen kann. Das Wasser würde sonst an der Fassade entlanglaufen und dort für schmutzige Streifen sorgen.

Wassernebelsystem

Um bei Abbrucharbeiten die Staubbildung niedrig zu halten (Staubniederhaltung), wobei die sog. Staubgrenzwerte einzuhalten sind, werden Wassernebelsysteme eingesetzt. Das sind mit Sprühkränzen ausgestattete Maschinen, bei denen mittels hohem Wasserdruck und unterstützt von einem Ventilator ein Wassernebel bis zu 50 m erzeugt wird, der die Bauarbeiter und die Nachbarschaft vor allzu großer Staubbildung schützt.

Wasserpalme

siehe Flaschenbaum

Wasserpumpenzange

auch: Wasserpumpenzangen

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Werkzeug zum Greifen von runden, flachen und eckigen Werkstücken. Wasserpumpenzangen haben ein verstellbares Gelenk, mit dem sich, je nach Einstellposition, die Maulweite und damit die Greifkapazität ändern lässt. Mit einer Wasserpumpenzange kann man sämtliche Rohre festklemmen sowie Maschinenschrauben und Muttern (auch sehr große, schwergängige) anziehen und lösen. Die Form und Zahnung der Backeninnenseite ermöglicht besonders festen Halt. Die Wasserpumpenzange muss über eine Quetschsicherung verfügen. Sie verhindert, dass die Griffarme so nahe aneinandergeraten, dass man sich die Finger quetschen kann.

Wasserrohrbruch

auch: Wasserrohrbrüche

siehe Rohrbruch.

Wasserrückflussverhinderer

Wasserrückhaltevermögen

auch: Retention, Retentionsvermögen

Unversiegelter Boden hat die Fähigkeit, Niederschlagswasser aufzunehmen, zu speichern und zeitlich verzögert an die Atmosphäre, an die Vegetation, an die Gewässer oder an das Grundwasser abzugeben. Dies bezeichnet man als Wasserrückhaltevermögen bzw. Retention. Boden wirkt damit ausgleichend auf den Wasserhaushalt und wirkt der Entstehung von Hochwässern entgegen. Durch die Verdichtung und Versiegelung des Bodens wird das Wasserrückhaltevermögen vermindert. Das führt zu einem vermehrten oberflächlich Abfluss des Niederschlages mit seinen negativen Folgen wie Erosion, Gewässereutrophierung und insbesondere in gefährdeten Gebieten zu Hochwässern.

Wassersack

auch: Wassersäcke

Ein Wassersack ist eine Stelle auf dem Dach, an der sich Wasser oder Schnee sammeln kann. Solche Wassersäcke sind natürlich unerwünscht, da durch eindringendes Wasser das Dach dauerhaft geschädigt wird. Die Entwässerung (und damit die Größe der Wassersäcke) im Bereich der Traufen ist umso problematischer, je geringer die Dachneigung ist. So bilden sich Wassersäcke bei Ausführungen, in denen eine Sichtschalung im Traufenüberstand auf den Sparren angeordnet wurde, die nicht um die Schalungsdicke in den Sparren eingelassen ist.

Wasserschieber

Wasserschlag

siehe Kaffgesims.

Wasserschutzgebiet

auch: Trinkwasserschutzgebiet, Wasserschutzgebiete

Bezeichnung für das eine Wassergewinnungsanlage umgebende Gebiet, in welchem zum Schutz des Grundwassers bestimmte Bodennutzungen eingeschränkt oder verboten sind (z.B. schärfere Anforderungen der Lagerung wassergefährdender Stoffe, Verwendung von Pflanzenschutzmitteln). Wasserschutzgebiete werden auf der Grundlage des Wasserhaushaltsgesetzes in einem förmlichen Verfahren festgesetzt. Ein Wasserschutzgebiet ist meist in mehrere Zonen gegliedert, für die abgestufte Handlungsbeschränkungen und Verbote gelten.

Wasserspeier

siehe Abtraufe.

Wasserstein

auch: Wassersteine

Wassersteine werden nicht zum Bauen in Gewässern verwendet, vielmehr handelt es sich dabei um einen Schleifstein, der sich fast wie ein Schwamm voll Wsaser saugen kann, ohne dabei allerdings sein Volumen zu verändern. Das eingesogene Wasser dient als Schmiermittel beim eigentlichen Schleifvorgang an der Schleifmaschine. Mit Wassersteinen werden in der Regel hochwertige Messer und Scheren geschliffen, aber auch Präzisionswerkzeuge der Holzbildhauer und Modelltischler.

Wasserstoffperoxid

Wasserstoffperoxid ist eine farblose flüssige Verbindung aus Wasserstoff und Sauerstoff. Früher wurde Wasserstoffperoxid hauptsächlich durch Elektrolyse von Schwefelsäure hergestellt. Dabei bildet sich Peroxodischwefelsäure die dann wieder zu Schwefelsäure und Wasserstoffperoxid hydrolisiert wird. Heute wird Wasserstoffperoxid durch das Anthrachinon-Verfahren hergestellt. Dazu wird Anthrahydrochinon mit Luftsauerstoff unter Druck zu Wasserstoffperoxid und Anthrachinon umgesetzt. Wasserstoffperoxid dient zur Herstellung von Bleichmitteln, Epoxiden, Peroxiden sowie z.B. zum Bleichen von Holz, Holzschliff, Baumwolle, Zellstoff und zum Desinfizieren.

Wasserstoffsuperoxid

Wasserstrahlen

Wasserstrahlschneidemaschine

auch: Wasserstrahlschneidemaschinen

Um aus gewaltigen Naturstein- oder Marmorblöcken Tafeln in bestimmten Längen und Stärken schneiden zu können, werden in den Steinbrüchen Wasserstrahlschneidemaschinen eingesetzt. Ein feiner Wasserstrahl schneidet unter Hochdruck, aber ohne Einsatz von Sägeblättern, aus den Blöcken Tafeln, die nun ihrerseits in bestimmte Formate geschnitten werden, was auf Nassschneidetischen geschieht.

Wasserturm

auch: Wassertürme

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Wassertürme insbesondere aus der Zeit um 1900 funktionieren heute noch und stehen oft unter Denkmalschutz. Moderne Wassertürme sind mitunter sogar mit einem Restaurant und einem damit verbundenen weiten Ausblick gesegnet. Auf dem eigentlichen runden Turm eines Wasserturm thront ein riesiger Wassertank, von den Bauingenieuren Hochbehälter genannt. In diesen Hochbehältern befindet sich ständig ein auf gleicher Pegelhöhe gehaltener Wasservorrat, der zwei-, drei- und mehr als viertausend Kubikmeter Wasser beinhaltet. Nach dem Gesetz der Schwerkraft wird das Wasser in die häuslichen Wasserleitungen gedrückt, wobei die Wasserwerke als Betreiber der Türme für einen möglichst immer gleichen Wasserdruck sorgen. Das Verfahren funktioniert natürlich nur, wenn der Turm mit seinem Hochbehälter höher liegt, als die städtishe Bebauung. Aus diesem Grund findet man Wassertürme besonders auf Anhöhen vor.

wasserverdünnbar

Wasserverdünnbar bedeutet im Baubereich, dass ein Baustoff mit Wasser verdünnt werden kann, wie z.B. bestimmte Lacke oder Farben. Anstrichsysteme auf Polymerharzbasis - siehe Polymer-Grundierung - oder Acrylharzbasis sind wasserverdünnbar, so dass Wasser als umweltverträgliches Lösemittel eingesetzt werden kann.

Wasservilla

auch: Wasservillen

Wasservilla ist die Bezeichnung aus der Immobilienwirtschaft für eine Villa, die auf einem Terrain erbaut wurde, das direkt an ein Binnensee oder an einen Fluss grenzt, also sozusagen direkten "Wasseranschluss" hat.

Wasserwaage

auch: Wasserwaagen

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Die Wasserwaage ist ein Messwerkzeug zum Schätzen von Abweichungen von der Senkrechten oder der Waagrechten. Die Abweichung wird durch die Libelle angezeigt. Die heutigen Wasserwaagen sind mit 2 Libellen ausgerüstet: eine für die vertikale und eine für die horizontale Messung. Die Luftblase muss sich dabei immer zwischen den beiden Markierungen am Sichtfenster befinden. Das Prinzip beruht auf der Oberflächenspannung von Flüssigkeiten. Durch zwei Markierungen in einer Libelle (Messtechnik) kann die Ausrichtung parallel bzw. orthogonal zur Falllinie bestimmt werden. Wasserwaagen kommen im Bau- und Heimwerkerbereich für viele Arbeiten zum Einsatz. Mit einer Wasserwaage überprüft der Maurer beispielsweise, ob seine Mauer senkrecht wird. Aber auch in anderen Bereichen wie beim Tapezieren oder dem Trockenbau ist eine Wasserwaage ein unentbehrliches Hilfsmittel. Für genauere Messergebnisse gibt es heutzutage die Laser-Wasserwaage. Gefälle wird mit eine Gefälle-Wasserwaage bestimmt.

Wasserwerk

auch: Wasserwerke

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Wasserwerke gehören gemeinhin den Kommunen und haben eine relative Selbstständigkeit, indem sie als GmbH's betrieben werden. Aufgabe der Wasserwerke ist es, eine Stadt oder einen Landkreis mit frischem, gesundem Wasser zu versorgen, wobei jeder Deutsche pro Tag 120 l Tinkwasser verbraucht. Um den Wasserverbrauch gewährleisten zu können, zapfen die Wasserwerke das Grundwasser oder Quellen an oder gewinnen Wasser durch Uferfiltration aus Bächen und Flüssen. Wesentlich mehr jedoch erzeugen sie einwandfreies Trinkwasser in komplizierten Verfahren aus den Abwässern einer Kläranlage. Wassertürme werden von den Wasserwerken erbaut und betrieben, die Einspeisung des Trinkwassers in das öffentliche Rohrleitungssystem gehört ebenfalls zu den Aufgaben, ferner die Festlegung und Betreuung von Wasserschutzgebieten, wobei die jeweilige untere Wasserbehörde mit den Wasserwerken eng zusammen arbeitet. Wasserwerke können keine bundesweit einheitliche Wasserqualität garantieren, denn mal ist das Wasser gar nicht oder kaum, manchmal aber stark kalkhaltig.

Wasserzähler

auch: Warmwasserzähler, Kaltwasserzähler

Wasserzähler dienen der Ermittlung des Wasserverbrauchs, wobei in Deutschland grundsätzlich alles verkaufte Wasser gemessen werden muss. Nach den Eichgesetzen muss der Wasserzähler alle sechs Jahre (Warmwasserzähler) neu geeicht werden. Bei einem Kaltwasserzähler (zugelassen für Wasser bis 40°C) reicht ein Eichintervall von fünf Jahren aus. Das Eichjahr erkennt man am sogenannten Hauptstempel (Plombe). Auf der einen Seite ist die Jahreszahl eingeprägt, auf der anderen Seite die Kennnummer der Prüfstelle oder des Eichamts. Es gibt Wasserzähler für Heißwasser, Warmwasser und für Kaltwasser, Groß- und Hauswasserzähler, Aufputzzähler und Zapfhahnzähler.

Wasserzementwert

Der Wasserzementwert ist ein wichtiger Begriff bei der Herstellung von Beton (w/z-Wert genannt). Er gibt das Massenverhältnis von Wasser und Zement an. Der Wasserzementwert musds mindestens 0,40 betragen, da Zement zum Erhärten etwa 40 % seines Gewichts an Wasser benötigt. Das geschieht durch physikalische und chemische Reaktionen. Meist wird wegen der besseren Verarbeitung des Frischbetons eine größere Menge Wasser zugefügt. Dieses Überschusswasser führt jedoch zu Porenbildung und damit zu einer verringerten Festigkeit.

Watscheltreppe

auch: Watscheltreppen

siehe Sambatreppe.

Watt

Die Leistung einer Lampe wird in Watt angegeben - abgekürzt mit "W". Im Zeitalter der LED-Leuchten und Energiesparlampen kommt dem "W" nur noch eine geringe Bedeutung zu. Denn für die Beurteilung, ob ein Leuchtmittel ausreichend hell ist, ist die Zahlenangabe in Lumen ausschlaggebend. Eine LED-Leuchte mit 650 Lumen entspricht in etwa einer Glühlampe von 60 W - aber mit dem Unterschied, dass die LED-Lampe nur etwa 12 W verbraucht.

WC

Die beiden Buchstaben sind international verständlich. Sie signalisieren, dass sich hinter einer Tür mit dem Schild "WC" ein "water closet" befindet, nämlich ein Sitztoilettenbecken mit Wasserspülung. Jenes ist in England erfunden worden - daher auch die englische Bezeichnung und die sich daraus ableitende Abkürzung. Während "WC" in diesem Fall nur signalisiert, dass ein Toilettenraum mit WC-Schüssel vorhanden ist, wird "WC" jedoch von der sanitärkeramischen Industrie auch als Gattungsbegriff für eben diese WC-Schüsseln verstanden.

WC-Entlüftungsanlage

auch: WC-Entlüftungsanlagen

Bei einer WC-Entlüftungsanlage handelt es sich um ein WC mit "Auspuffrohr". An die WC-Schüssel ist ein Rohr angeschlossen, das die Verdauungsgase absaugt. Das System beseitigt nicht nur üble Gerüche, sondern kann dadurch auch Energieverlusten durch das übliche Lüften nach der WC-Nutzung entgegenwirken. Eine WC-Entlüftungsanlage bietet sich deshalb nicht nur für innenliegende Badräume, sondern auch für WCs mit Fenster an.

WC-Garnitur

auch: WC-Garnituren

WC-Garnitur ist die Bezeichnung für die Gebrauchseinheit von Toilettenbürste und dem Standbehälter, in dem diese aufbewahrt bzw. aufgestellt wird. WC-Garnituren aus Kunststoff sind als Massenartikel für wenige Euro zu haben. Die Hersteller von Bad-Accessoires bieten jedoch WC-Garnituren auch aus edlem Material und in edlem Finish an. So können die Bürstenstiele z. B. aus Acryl oder verchromtem Messing bestehen, auch brünierte, mattierte oder vergoldete sind zu haben. WC-Garnituren stehen entweder in ihren Behältern neben der WC-Schüssel oder sie werden wandhängend montiert.

WC-Schüssel

auch: WC-Schüsseln

Die WC-Schüssel ist ein Becken aus Sanitärkeramik oder rostfreiem Edelstahl, allerdings wird diese Bezeichnung immer weniger verwendet. Lieber spricht die Industrie, die solche Schüsseln herstellt, nur noch vom WC. WC-Schüsseln aus Keramik werden in drei bis vier dutzend Sanitärfarben angeboten. Dem Käufer bleibt es überlassen, ob er seine WC-Schüssel mit einem individuellen WC-Sitz ausstattet oder als komplette Einheit vom Hersteller übernimmt. Zu den Kuriositäten in diesem Bereich zählt eine WC-Schüssel aus massivem Gold, die ein Händler aus Hongkong aufgestellt hat und die jene Kunden benutzen dürfen, die einen Mindesteinkauf von 1.000 $ getätigt haben.

WC-Sitz

auch: WC-Sitze

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WC-Sitze bestehen aus Kunststoff, formgepresstem Leimholz oder Massivholz. Moderne WC-Sitze sind ergonomisch so geformt, dass auch bei längerer "Sitzung" der Toilettenbenutzer nicht so schnell ermüdet. WC-Sitze werden in allen Sanitärfarben und in zum Teil abenteuerlichen Dekoren wie Kuh- oder Zebrafell auf den Markt gebracht. "Kultige" Trenderscheinungen sind WC-Sitze aus transparentem Kunststoff mit eingelassenem Stacheldraht, Kunststoffblumen und dergleichen. Unser Foto zeigt einen WC-Sitz des dänischen Herstellers PRESSALIT, der aus mehreren Schichten formgepressten Holzes besteht und dadurch wesentlich stabiler ist, als ein WC-Sitz aus Massivholz.

WC-Spülkasten

auch: WC-Spülkästen

siehe Spülkasten.

WDVS

WDVS ist die Abkürzung für Wärmedämmverbundsystem.

Webvinyl

auch: Web-Vinyl

Webvinyl ist die Bezeichnung für einen elastischen Bodenbelag, der aus einer Vinylschicht besteht, auf die gewebte Strukturen aus demselben Material aufgebracht worden sind. Die Vinyl-Gewebe wirken z.B. wie ein Sisalteppich, sind aber wesentlich haltbarer. Webvinyl ist geeignet für Fußbodenheizungen, aber wegen der offenen Webstrukturen nicht ganz einfach zu reinigen. Bei starker Verschmutzung gelingt dieses nur mit einer Kombi-Reinigungsmaschine, bei der warmes Wasser ausgespritzt und dann wieder abgesaugt wird.

Wechsel

siehe Wechselbalken.

Wechselbalken

auch: Wechsel, Wechselholz, Trumpfbalken, Schlüsselbalken

Wechselbalken sind bei einer Holzbalkendecke oder dem Dachstuhl quer zu den Zwischen- und Randbalken verlaufende Hölzer, z.B. bei Aussparungen für Kamine oder Treppen. Dabei müssen einzelne oder auch mehrere Holzbalken entsprechend gekürzt werden müssen, um diese Öffnung realisieren zu können. Meist ist es nicht möglich, einen gekürzten Balken einfach ohne Auflagerung (quasi „im Freien“) enden zu lassen, vielmehr muss dessen Ende an einen in Querrichtung eingebauten Balken angeschlossen werden, der wiederum an die beiden seitlich verlaufenden ungestört durchlaufenden Holzbalken angeschlossen wird. Ebenso werden Wechselbalken zwischen den Sparren eines Dachstuhls verwendet, um z.B. mehr Platz für ein größeres Dachfenster zu erhalten. Wechselbalken werden mitunter auch als Schlüsselbalken, Trumpf oder Trumpfbalken bezeichnet.

Wechselbrandkessel

Bei einem Wechselbrandkessel handelt es sich um einen Heizkessel, mit dem verschiedene Arten von Brennstoffen verfeuert werden können. Bei den Brennstoffen kann es sich um Heizöl, Gas oder Holz handeln. Ein Wechselbrandkessel kann zwei Brenner besitzen und das Umschalten von einem Brennstoff zu einem anderen kann ganz einfach von einem Laien vorgenommen werden.

Wechseldrehwuchs

siehe Drehwuchs.

Wechselfalz

auch: Wechselfalze

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Ein Wechselfalz ist eine Möglichkeit der Falzausbildung bei Fassadenprofilen oder anderen Profilhölzern. Er zählt auch zu den traditionellen Holzverbindungen des Tischlers. Der Wechselfalz erhöht die Festigkeit der Verbindung nur einseitig und daher in geringerem Maße. Im Bereich des L-förmigen Wechselfalzes wird die Fugenfläche vergrößert. So erhält man eine größere Leimfläche oder kann beim Einbau von Dichtstoffen die Luftdurchlässigkeit verringern. Einen Wechselfalz findet man häufig auch bei Dämmplatten oder Gipskartonplatten.

Wechselholz

siehe Wechselbalken.

Wechselklingen

auch: Wechselklinge

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Wechselklingen sind Bestandteil vieler Universalmesser. Sie können ausgewechselt werden, sobald sie unscharf geworden sind. Wechselklingen mit Titanbeschichtung haben eine besonders hohe Standzeit.

Wechselrichter

Wechselrichter formen Gleichstrom in Wechselstrom um. Man teilt sie in statische Wechselrichter und rotierende Wechselrichter ein. Ein rotierender Wechselrichter kann zum Beispiel aus einer Gleichstrommaschine und einem Synchrongenerator bestehen. Eine Gleichstromquelle speist dabei eine Gleichstrommaschine, die den Synchrongenerator antreibt. Der Generator liefert Wechselstrom an einen angeschlossenen Verbraucher. Wegen des schlechteren Wirkungsgrades und der heute preisgünstigen statischen Wechselrichter findet man diese Art nur noch selten vor. Statische Wechselrichter kommen zum Beispiel bei Photovoltaikanlagen zum Einsatz.

Wechselschalter

auch: Wechselschaltung, Wechselschaltung

Bei einer Wechselschaltung werden zwei Schalter an verschiedenen Stellen des Raumes installiert. Verbraucher können durch sie unabhängig ein- und ausgeschaltet werden. Verlegt werden für Wechselschalter vier Adern (4-adrig, weil der grün-gelbe Schutzleiter nicht als Schaltdraht verwendet werden darf), von der Verteilerdose zu jedem Schalter, wobei darauf zu achten ist, dass der L-Leiter des einen Schalters an Phase, also am Außenleiter (grau, braun oder schwarz) angeschlossen wird. Die Klemme L des zweiten Schalters führt zum Verbraucher, dessen anderer Anschluss am Neutralleiter liegt. Die beiden Anschlüsse eines jeden Schalters werden von Schalter zu Schalter verbunden.

Wechselschaltung

auch: Wechselschaltungen

Wechselschlagapparat

auch: Wechselschlagapparate

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Zum Handwerkszeug eines Schornsteinfegers gehören Wechselschlagapparate. Die Bezeichnung hört sich merkwürdig an, denn im Prinzip sind es die allseits bekannten Ketten, an denen eine Kugel und eine Bürste hängen. Die Ketten bestehen entweder aus Edelstahl oder für den Einsatz in modernen Schornsteinrohren aus Kunststoff. Damit sich die Ketten einwandfrei abspulen, haben sie am Endteil eine Kugel aus Metall oder Gummi und darüber einen Stern. Diese Sterne können über einen Wechselaufschlagbolzen gewechselt, also ummontiert werden.

Wechselschloss

auch: Wechselschlösser

Haustüren müssen mit einem Wechselschloss oder einem Elektronik- bzw. Magnetschloss versehen sein. Die Sicherungsart beim Wechselschloss kann ein Zuhaltungsschloss oder Zylinderschloss sein. Die Bezeichnung "Wechsel" bedeutet, dass die Schlossfalle mit dem Schlüssel betätigt werden kann. Man muss also keinen Türgriff drücken, um die Tür aufsperren zu können. Türen mit solchen Schlössern werden auf der Außenseite meist mit einen Knopf oder Griff kombiniert.

Wechselstrom

Wechselstrom ist neben Gleichstrom eine Möglichkeit des Stromflusses. Der Wechselstrom fließt mit ständig wechselnder Richtung und Stärke. Beispiele: Energienetz, Fahrraddynamo, Wechselstrom-generatoren und -motoren, dynamische Mikrofone. Es gibt verschiedene Arten von Wechselstrom. Reine Wechselgrößen sind die Rechteckspannung, die Sägezahnspannung, die Dreieckspannung und die Sinusspannung (Welle) oder eine Mischung aus allen diesen Varianten. In der Elektrotechnik werden hauptsächlich Wechselspannungen mit sinusförmigem Verlauf verwendet. Beim sinusförmigen Kurvenverlauf treten die geringsten Verluste und Verzerrungen auf.

Wegerecht

auch: Wegerechts

Ein Wegerecht oder Durchfahrtsrecht bedeutet, dass ein Haus- und Grundstücksbesitzer das Befahren seines Grundstücks dulden muss, wenn für den anderen Eigentümer eines Grundstücks keine andere Zufahrt möglich ist. Solche Wegerechte werden meistens notariell ausgehandelt und ins Grundbuch als sog. Grunddienstbarkeit eingetragen. Dass der Wert eines Grundstücks sinkt, wenn ein Wegerecht zu einem anderen Grundstück vorhanden ist, liegt auf der Hand. Wege- oder Durchfahrtsrecht bedeutet indesssen nicht, dass der Durchfahrtsberechtigte auf der über ein fremdes Grundstück verlaufenden Zufahrt Fahrzeuge parken darf. Wegerechte bergen die Gefahr, dass sich unendliche Nachbarschaftsstreitigkeiten entwickeln können - etwa wenn viele Fahrzeuge vorhanden sind und die Zufahrt ständig und auch nachts genutzt wird. Die Rechtsprechung spricht von einer vom Grundstückseigentümer zu ertragenden "üblichen Benutzung" - doch was üblich ist, darüber kann man jahrelang vor Gericht streiten. Kommt es bei beiden Parteien nicht zu einer vertraglichen Regelung, die üblicherweise mit einer finanziellen Entschädigung des Grundstückseigentümers verbunden ist, kann ein Notwegerecht durchgesetzt werden, falls es über eine öffentliche Straße keine Zufahrt zum entsprechenden Grundstück gibt.

Weichbitumen

Weichbitumen ist ein weiches Straßenbaubitumen. Es wird zur Herstellung von sehr flexiblen Asphalten verwendet. In Europa sind die Weichbitumensorten durch ihre Viskosität bei 60 °C charakterisiert.

Weichdach

auch: Weichdächer

weiche Bedachung

auch: weichen, Bedachung

Eine weiche Bedachung ist ein Dachdeckung, die besonders leicht entzündlich ist. Als weiche Bedachungen gelten Holzschindeln, Stroh, Reet, Schilf oder unbesandete Pappe. Bei diesen Dachbedeckungen besteht die Gefahr, dass sie bei einem Brand des Nachbarhauses durch Hitzentwicklung oder Funkenflug ebenfalls in Brand geraten. Besitzt eine Haus eine weiche Bedachung, muss daher ein besonders großer Abstand zum Nachbargebäude eingehalten werden, das verlangen die Brandschutzvorschriften. Manch weiche Bedachung kann durch entsprechende Behandlung zu einer harten Bedachung werden. Als Beispiel sind hier Holzschindeln zu nennen.

weiche Deckung

auch: weiche, Deckungen

Weicher Nagekäfer

siehe Nagekäfer.

Weichfaser-Lehmputz

Weichfaserputz

auch: Weichfaser-Lehmputz, Weichfaserputze

Weichfaserputz ist für alle Innenwände im Alt- und Neubau geeignet. Er ist nur aus natürlichen, reinsten Rohstoffen zusammengesetzt: verschiedene Holzfasern und -mehle, Zellulosefasern, Pflanzenstärke sowie Talkum, Kreide- und Kalksteinmehl verleihen ihm seine unvergleichlichen Strukturen. Er wird überall dort eingesetzt, wo eine gesunde, atmungsfähige, warme, schallabsorbierende, elastische, angenehm weich anzufühlende Oberfläche gewünscht wird. Dabei ist es von vornherein möglich, den Putz mit Farbpigmenten abzutönen oder anschließend Farben je nach Wunsch auch lasierend aufzutragen. Im Innenbereich ist er auf nahezu allen tragfähigen Untergründen, in Feuchträumen ist der Putz nur bedingt einsetzbar. Durchschlagende Untergründe (Sottflecken, Nikotin, Farbstoffe) müssen abgesperrt werden.

Weichgestein

auch: Weichgesteine

Weichgestein ist ein Gestein, dessen Bestandteile nur eine schwache Bindung aufweisen. Die Ausdrücke Hart- und Weichgestein sind keine wissenschaftlichen, sondern in der Praxis verwendete Begriffe. Sie bezeichnen die Bearbeitbarkeit von Gesteinen. Die Weichgesteine sind von Bildhauern und Steinmetzen ihrer relativ guten Bearbeitbarkeit wegen seit jeher zur Schaffung von Gebäudebauteilen (Sandstein, Kalk) und von steinernen Bildnissen (Marmor) geschätzt. Grundsätzlich gehören dieser Gruppe verschiedene Gesteinsfamilien an. Einerseits die Sandsteine und klastischen Sedimente, andererseite die Karbonatgesteine, karbonathaltige chemische Sedimente (Kalk, Dolomit) und deren Metamorphite (Marmor, Dolomitmarmor). Ihre warmen Farbtöne aus und werden besonders gerne im Innenbereich eingesetzt. Weichgesteine

Weichglühen

siehe Glühen.

Weichheit

Von der Weichheit eines Stoffes spricht man, wenn dieser durch andere Stoffe mit geringem Kraftaufwand eingedrückt oder eingeritzt werden kann. Weiche Stoffe werden beispielsweise dort verwendet, wo sie als Zwischenlagen andere Werkstoffe vor Beschädigungen schützen sollen. Schaumkunststoffe, Gips oder Blei sind solche weichen Stoffe.

Weichholz

auch: Weichhölzer

Auch der Laie kann Weichholz bestimmen. Wenn er nämlich das Holz mit seinem Fingernagel einkerben kann, dann handelt es sich um Weichholz. Viele Nadelbäume, z.B. Fichte oder Kiefer, sind Weichhölzer, aber auch einige Laubbäume wie z.B. Linde oder Pappel.

Weichholzlauge

Weichholzlauge ist eine speziell für weiche Hölzer, also insbesondere für Nadelhölzer entwickelte Holzlauge.

Weichkabelschneider

Weichlot

auch: Weichlöten

Weichlot ist Lot, das zum Weichlöten verwendet wird. Weichlote sind überwiegend Legierungen aus Zinn (Sn), Silber (Ag) und Kupfer (Cu). Der mengenmäßige Hauptbestandteil steht im Kurzzeichen an erster Stelle. Ein Weichlot mit der Bezeichnung S-Sn97Cu3 besteht beispielsweise zu 97% aus Zinn und zu 3 % aus Kupfer.

Weichlöten

auch: Weichlötverbindung

Unter Weichlöten versteht man das Löten bei einer Arbeitstemperatur unter 450 °C. Weichlötverbin­dungen haben eine geringere Festigkeit als Hartlöt­verbindungen. Daher ihr Name. Sie können auch nur bei Werkstücken verwendet werden, die später keinen hohen Temperaturen ausgesetzt werden. Da ihre Arbeitstemperatur niedrig ist, sind Weichlötverbindungen besonders dann geeignet, wenn die zu verbindenden Bauteile dünnwandig sind oder aus anderen Gründen keine hohen Temperaturen vertragen können.

Weichlötverbindung

auch: Weichlötverbindungen

siehe Weichlöten.

Weichmacher

Weichmacher werden Kunststoffen beigemischt, damit diese eine vielseitige Verwendbarkeit bekommen und einfach zu bearbeiten sind. Sie wirken wie ein Schmiermittel zwischen den Kunststoffmolekülen und machen die Materialien je nach Bedarf unterschiedlich elastisch. Durch den Zusatz von Weichmachern hat insbesondere auch PVC eine enorme Bedeutung erlangt. Der Anteil an Weichmachern kann bis zu 70% betragen. Einsatzgebiete für mit Weichmacher versetztem Weich-PVC sind u.a. Bodenbeläge, Kabel, Folien, Beschichtungen und Profile für den Bau von Fenstern und Türen. Neben dem Haupteinsatzgebiet Weich-PVC findet man Weichmacher auch in Lacken, Anstrich- und Beschichtungsmitteln, Dichtungsmassen, Kautschuk- und Gummi-Artikeln sowie in Klebstoffen. Neben allen aus technischer Sicht wertvollen Eigenschaften haben Weichmacher den Nachteil, dass sie langsam wieder ausgasen. Diese Gase sammeln sich in der Raumluft an und können unter Umständen gesundheitsschädlich sein.

Weich-PVC

PVC in seiner weichen Form, die durch einen Weichmacheranteil von bis zu 50% erreicht wird. Bis zu einer Temperatur von 40°C behält der Kunststoff seine gummielastisch-weiche Konsistenz. Weich-PVC fühlt sich lederartig an, versprödet allerdings mit der Zeit. Es ist nicht so chemikalienfest wie Hart-PVC und wird von den meisten Lösemitteln angegriffen. Bodenbeläge, Folien und Dichtungsbahnen sind aus Weich-PVC.

Weich-PVC-Band

auch: Weich-PVC-Bänder

Weich-PVC-Band ist eine reißfeste Weich-PVC-Folie, die mit einem alterungsbeständigen Kautschukkleber beschichtet ist. Das Band wird zum Abdecken bei Maler-, Gipser- und Putzarbeiten. Zudem kommt Weich-PVC-Band zum Abdichten von Schalungstafeln und als Markierungsband zum Einsatz.

Weichschott

auch: Weichschotts

siehe Abschottung.

Weidenflechtzaun

auch: Weidenflechtzäune

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Der Weidenflechtzaun ist eine Möglichkeit, Hang oder Böschung auf natürliche Weise zu befestigen. Man benötigt dazu Weidenruten und Pflanzstäbe. Die Pflanzstäbe werden zu etwa 2/3 in den Hang geschlagen und die Weidenruten um die noch herausblickenden Enden geflochten. Anschließend kann man den Hang mit winterharten Gewächsen bepflanzen. Es dauert etwa drei Jahre, bis die Stäbe und Weidenruten anfangen zu verrotten. Bis dahin haben die Pflanzen ein dichtes Wurzelwerk gebildet und der Hang wird durch den Bewuchs der Pflanzen am Abrutschen gehindert. Sie können dann die Stäbe aus dem Erdreich ziehen und mit den Weidenruten entsorgen.

Weidenrute

auch: Weidenruten

Weidenruten sind bis 3 m und mehr langen Zweige der Weide, wobei unterschieden werden muss in Strauchweiden und Weidenbäume. Weidenruten werden von Korbflechtern wegen ihrer Elastizität und Haltbarkeit zu "Weidenkörben" verarbeitet. In der Holzwirtschaft spielt die Weide allenfalls eine Rolle als Wirtschaftsholz. Die Weidenruten eignen sich jedoch vorzüglich, um damit eine Böschungsbefestigung auszuführen.

Weidenzaun

auch: Weidenzäune

siehe Koppelzaun

Weinlagerziegel

auch: Weinlagerstein, Weinlagersteine

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Ein Weinlagerziegel - auch Weinlagerstein genannt - besteht aus gebranntem Ton und ist so konstruiert, dass er übliche Weinflaschen und natürlich Sektflaschen aufnehmen kann. Man spricht von einem "ganzen" Weinlagerziegel, wenn das Element zwei Lagerlöcher aufweist. Der "halbe" Ziegel kann dementsprechend nur eine Flasche aufnehmen. Die Weinlagerziegel verfügen über ein Nut- und Federsystem, wodurch sie ohne Vermörtelung fast in beliebige Höhen aufgeschichtet werden können - jedenfalls ohne statische Probleme bis zur üblichen Höhe eines Kellers (Zeichnung Hersteller ZFR). Da Ton die Temperatur nur langsam verändert, kommt dies der Reifung und Haltbarkeit es Weins entgegen. Als Weinlagerziegel können auch achteckige Dränrohre aus Ton verwendet werden. Diese sind ebenfalls 33 cm lang. Bei Verwendung dieser Rohre ist eine Vermörtelung jedoch angesagt.

Weißanlaufen

Weißanlaufen kann bei unpigmentierten oder lasierend pigmentierten Beschichtungen, wie z.B. farblosen Überzügen, Buntsteinputz, Holzlasuren, insbesondere in noch nicht völlig durchgetrocknetem Zustand durch die Einwirkung von Feuchtigkeit auftreten. Wasserempfindliche Additive, Reste von Filmbildehilfsmitteln im Film und hydrophile Bestandteile der Dispersions-Bindemittel führen dann zu einer Trübung bis zum Milchigwerden der betreffenden Beschichtung. Hierbei handelt es sich jedoch lediglich um eine zeitlich begrenzte, optisch mehr oder weniger als störend empfundene sichtbare Veränderung des Aussehens, nicht aber um einen Qualitätsmangel der betreffenden Beschichtung. Denn mit dem Austrocknen verschwindet diese Erscheinung wieder, ohne sichtbare Spuren zu hinterlassen. Besonders häufig tritt Weißanlaufen im Frühjahr und Herbst auf, wenn tiefe Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit eine schnelle Trocknung verzögern. Mit zunehmendem Alter einer Beschichtung nimmt die Tendenz zum Weißanlaufen ab, weil die diesen Effekt verursachenden Bestandteile dann ausgewaschen bzw. verdunstet sind.

Weißbuche

auch: Weißbuchen

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Die Weißbuche ist von Mitteleuropa bis in den Iran heimisch. Die Farbe des Holzes ist fast weiß mit einem Stich ins Graue. Die feinen Poren sind kaum sichtbar und die Jahrringe sind nicht erkennbar. Das sehr harte Holz ist dicht, elastisch, und zäh. Es ist schwer zu bearbeiten und zu spalten, aber gut zu drehen. Weissbuche schwindet stark und ist nur im Trockenen dauerhaft. Verwendung findet es für Furniere, als Drechslerholz, im Werkzeugbau und für Schirmstöcke.

Weißdorn

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Der Weißdon ist in Europa, Nordafrika, östliche USA und Westasien heimisch. Das Holz ist gelblich-rötlichweiss, wobei das Splintholz nicht zu unterscheiden ist. Poren und Markstrahlen sind kaum erkennbar. Das Holz ist sehr hart, zäh, witterungsfest und schwer zu spalten. Es neigt zum reissen, schwindet stark, und schwer zu trocknen. Es lässt sich gut schnitzen und drechseln. Es wird für kleine Gebrauchsgegenstände und Werkzeuggriffe verwendet.

Weißeiche

auch: Weißeichen

siehe White Oak.

Weißer Porenschwamm

Der Weiße Porenschwamm ist einer der am häufigsten vorkommenden holzzerstörenden Pilze. Beim Weißen Porenschwamm entsteht, wie auch beim Hausschwamm (siehe Echter Hausschwamm) und Kellerschwamm (siehe Brauner Kellerschwamm), Braunfäule mit Würfelbruch. Die Mycel bilden sich als weisse, zum Teil kräftige, eisblumenartige Stränge aus. Im Gegensatz zum Echten Hausschwamm bleiben diese weiß und werden im trockenen Zustand nicht spröde. Nadelholz wird vom Pilz bevorzugt befallen. Der Weiße Porenschwamm entwickelt sich bei 3 bis 36 Grad Celcius, wobei er bei 26 bis 27 Grad Celcius optimale Bedingungen vorfindet. Der Pilz kann beim Austrocknen des Holzes in Trockenstarre verfallen und bei erneuter Befeuchtung des Holzes das Wachstum wieder aufnehmen. Das kann auch nach Jahren wieder passieren.

Weiße Wanne

auch: Weisse, Wannen, Weiße, Wannen, Weißen, Wannen

Müssen bei einem Gebäudefundament außer senkrechten Lasten auch noch waagerechte Lasten, z.B. durch Wasserdruck, aufgenommen werden, ist eine Wannengründung, besser bekannt als "Weiße Wanne", notwendig. Bodenplatte, Umfassungswände und Zwischenwände werden durch ihre Bewehrung zu einem geschlossenen und wasserundurchlässigen Gründungskörper verbunden. Weiße Wannen bestehen aus wasserundurchlässigem Beton, dem WU-Beton. Wasserundurchlässig ist aber keineswegs wasserdicht, so sehr das den Laien auch verblüffen mag. Für den Bau von weißen Wannen gibt es keine DIN-Normen, wohl aber für die Beschaffenheit des WU-Betons. Während bei der schwarzen Wanne kein Feuchtigkeitstransport von außen nach innen stattfindet (oder stattfinden sollte), findet bei Bauteilen aus WU-Beton ein Feuchtetransport durch Dampfdiffusion und kapillare Wasserwanderung statt. Der Bau einer weißen Wanne ist nicht unproblematisch, weil der Bauunternehmer sehr exakt arbeiten muss. Völlig rissefrei sind die Wände und die Sohle der weißen Wanne dennoch nicht herzustellen, wobei diese Risse auf kleiner als 0,2 mm zu beschränken sind (DIN 1045). Alles in allem ist die weiße Wanne so konstruiert, dass geringe Feuchtemengen von außen nach innen dringen, dort aber abtrocknen. Verschwinden die dunklen Stellen, die Feuchte anzeigen, nicht aus dem Beton oder lassen sich sogar dauernd leicht feuchte, glänzende Stellen ausmachen, so funktioniert entweder die Lüftung im Keller nicht einwandfrei (die Feuchte kann also aufgrund zu hoher Luftfeuchtigkeit nicht abtrocknen) oder die weiße Wanne gehört zu jenen schätzungsweise 5 %, die fehlerhaft ausgeführt worden sind.

Weißfäule

auch: Korrosionsfäule

Nach Art der Holzzerstörung durch Pilze werden Braunfäule, Weißfäule und Moderfäule unterschieden. Die Weißfäule tritt meist am lebenden Baum auf, ist aber auch an feucht lagerndem Holz und an verbautem Holz im Gebäude zu finden. Bei der Weißfäule wird Zellulose und Lignin gleichzeitig abgebaut. Das Holz wird faserig und färbt sich hell bis weiß. Die Weißfäule wird auch als Korrosionsfäule bezeichnet.

Weißgold

siehe Gold

Weißlack

auch: Weißlacke

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Als Weißlack werden alle Lacke bezeichnet, die mit weißen Pigmenten versehen sind. Als Weißpigment wird heute nur noch Titandioxid-Rutil verwendet. Weißlacke sind leicht streichbar und haben im Allgemeinen eine gute Deckung. Für einen Auftrag im Spritzverfahren müssen sie verdünnt werden. Wie andere Lackarten auch gibt es Weißlack in seidenmatt oder glänzend, für den Innbereich und den Außenbereich, für Holz oder Metall.

Weißleim

auch: PVAc-Leim, Weißleime, Weissleim, Weissleime

Weißleime bzw. PVAc-Leime sind die meist verwendeten Leime in der Holzverarbeitung und werden oft als universelle Bank- und Montageleime eingesetzt. Der Einsatz erstreckt sich noch über weitaus mehr Bereiche, je nach Spezifikation des Produktes. Wichtig ist hierbei, dass eine Seite der zu verleimenden Materialien saugfähig ist. Die wässrigen PVAc-Dispersionleime zeichnen sich in der Verarbeitung durch physiologische Unbedenklichkeit, Fugenfüllvermögen und meist leichte Reinigung von Arbeitsgeräten und Entfernung von überschüssigem Leim aus. In der Holzverarbeitung meist verwendeter Leim, bei dessen Einsatz wichtig ist, dass eine Seite der zu verleimenden Holzbauteile saugfähig ist.

Weißlochfäule

Die Weißlochfäule ist eine Sonderform der Weißfäule, die vorwiegend im Kernholz eines Baumstammes auftritt. Durch den lokalen Abbau der Holzkomponenten entstehen Löcher (mit weisser Zellulose gefüllt).

Weißpigmente

Weißpigment ist ein anorganisches Pigment, dessen optische Wirkung auf nicht selektiver Lichtstreuung beruht. Weißpigmente zeigen keine Absorption im Bereich des sichtbaren Lichtes, dafür hohes Streuvermögen, welches eine hohe Deckung verursacht. Das Streuvermögen ist um so höher, je höher die Brechzahldifferenz zwischen Pigment und umgebendem Medium ist. Als Weißpigmente werden eingesetzt: Titandioxid, Zinksulfid, Zinkoxid, Antimonoxid.

Weißrost

Weißrost ist bei feuerverzinktem Stahl zu entdecken. Normalerweise ist der Stahl durch die Feuerverzinkung gut vor Korrosion geschützt, doch durch ungünstige Umstände kann Weißrost auftreten: Wenn z.B. die Zinkoberfläche über einen längeren Zeitraum mit Wasser benetzt ist, das keine oder nur sehr wenig mineralische Stoffe enthält, oder wenn der Luftzutritt und damit das Angebot an CO2 unzureichend ist. In der Praxis kann Weißrost nur bei frisch feuerverzinkten Teilen zu einem Problem werden, da sich anfangs noch keine schützenden Deckschichten gebildet haben. Weil die Einwirkung von Feuchtigkeit eine wesentliche Voraussetzung ist, spielen auch jahreszeitliche Einflüsse eine Rolle. Zeiträume, in denen Weißrost vermehrt auftritt, sind Herbst und Winter, denn häufiger Niederschlag, Nebel und Taupunktunterschreitungen durch niedrige Temperaturen fördern die Weißrostbildung. Auch das Stapeln von frisch feuerverzinkten Teilen in nassem Gras, in ungünstiger Position oder flächig aufeinanderliegend kann unter intensiver Einwirkung von Feuchtigkeit zu Weißrost führen.

Weißzement

auch: Weißzemente

Weißzement ist ein Weißer Portlandzement aus eisen- und manganarmen Rohstoffen, der beim Brennen, Abkühlen und Mahlen besonders behandelt wird. Ansonsten hat er die gleichen betontechnischen Eigenschaften wie grauer Zement. Einsatzgebiete von Weißzement sind Sichtbeton, Terrazzo, Bestandteil von Farben, Putzen, Schlämmanstrich, Fugenmaterialien.

Wellblech

auch: Wellbleche

Wellblech ist ein umgangssprachlicher Begriff für Wellprofil

Welle

siehe Biegewelle

Wellennagel

auch: Wellennägel

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Der Wellennagel ist ein wellenförmiger Nagel für einfache L- und T-Verbindungen aus Holz. Er wird mit einem speziellen Wellennagler in das Holz getrieben. Verwendung findet der Wellennagel zum Beispiel in der Möbel- oder Sargfabrikation, im Fensterrahmenbau oder bei Zargenverbindungen.

Wellenprofil

auch: Wellenprofile

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Der Begriff Wellenprofil ist im Baubereich nicht eindeutig einem bestimmten Produkt zuzuordnen. Stahlbleche mit Wellenprofil werden insbesondere bei Gewerbebauten als Fassadenbekleidung oder als Dachdeckung eingesetzt, im letzeren Fall spricht man von einem Welldach, wobei umgangssprachlich generell von Wellblech gesprochen wird. Allerdings besitzen auch Stecknüsse und Ringschlüssel ein Wellenprofil, welches das Anziehen oder Lösen von Schrauben bzw. Muttern vereinfacht. Die Schrauben selbst können auch ein Wellenprofil haben. Wie beim Tomatenmesser mit Wellenschliff durchtrennen Schrauben mit Wellenprofil-Gewinde (siehe Foto) leichter die Holzfasern. Je nach Holzart kann sogar das Vorbohren entfallen.

Wellenwuchs

Wellenwuchs ist die Bezeichnung für einen Baumstamm, der krummschäftig und wellenartig gewachsen ist.

Wellerdecke

auch: Wellerdecken

Wellness

Wellness ist eine aus dem Amerikanischen stammende Bezeichnung, die mit Wohlbefinden nur sehr unzulänglich übersetzt ist. Jedenfalls mutieren traditionelle Badezimmer, wenn es nach den Vorstellungen der Hersteller geht, zu Wellness-Oasen, in denen der Mensch in eine Whirlwanne steigt, von einem Duschpaneel massiert wird, ein Saunabad nimmt oder sich in eine Dampfdusche setzt, um nach dem Abtrocknen an Fitnessgeräten maßvoll den eigenen Körper zu trainieren.

Wellnesskabine

auch: Wellnesskabinen

Allerweltsbegriff für eine finnische Sauna, die je nach Ausstattung und Art des Saunaofens auch als Dampfbad, Infrarot-Wärmekabine oder zur Lichttherapie eingesetzt werden kann. Wellnesskabinen werden auch Kombikabinen genannt.

Wellnesskeller

auch: Wellness-Keller

Ein Wort mit vier "l" und zwei "s" und im übrigen eine Erfindung der Marketingleute. Ein Wellnesskeller soll nach den Vorstellungen der Protagonisten Sauna, Wärmekabinen, Sonnenbänke, Whirlpool, Dusche und/oder einen Fitnessraum aufnehmen. Und ein Kaminofen soll auch angeschlossen werden. Ebenfalls sollen richtige Fenster und eine Lüftungsanlage eingebaut werden.

Wellplatten

auch: Wellplatte

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Wellplatten standen jahrelang im Verruf, nur ein Material für die besonders billige Deckung von Lagerschuppen oder allenfalls Industriehallen zu sein. Wellplatten werden in einem sog. Wickelverfahren unter Hochdruck aus Faserzement gepresst. Die sind heute absolut asbestfrei und werden in verschiedenartigen Farben angeboten. Nicht zuletzt deshalb haben designbetonte Architekten die Wellplatte wieder entdeckt und verwenden sie für die moderne Gestaltung von Fassaden und Dächern von Gewerbegebäuden, aber auch Wohnhäusern.

Wellprofil

auch: Wellprofile

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Ein Wellprofil ist ein Profil aus Stahl oder Aluminium. Es lässt sich sehr flexibel verlegen und ist daher eine kostengüstige Alternative für die Metalleindeckung von Dach und Wand.

Wellrohre

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Wellrohre sind Rohre aus Metall, die von Hand gebogen werden können. Insofern sind sie mit den Flexrohren verwandt. In der Sanitärinstallation und im Heizungsbau werden Wellrohre aus Edelstahl verwendet, weil sich damit auf sehr einfache Weise Biegeradien erzielen lassen. Kalt- und Warmwasser kann durch solche Rohre geführt werden, aber auch Erdgas oder Flüssiggas. Aus diesem Grund sind die Edelstahlwellrohre nicht nur in sich absolut dicht, vielmehr müssen auch die Verbindungen absolut dicht sein. Dieses wird herbeigeführt durch ein Flanschtool und eine Überwurfverschraubung. Die linken Abbildungen zeigen Edelstahlwellrohre für die Wasserinstallation. Die rechten Abbildungen zeigen Wellrohre mit gelbem Schutz- und Warnüberzug sowie Schutzhülsen für die Gasinstallation.

Wellschutzrohr

auch: Wellschutzrohre

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Wellschutzrohre bestehen aus einem flexiblen Kunststoff und sind ziehamonikaförmig gefertigt. Sie haben, wie der Name schon sagt, nur die Aufgabe, ein innenliegendes Rohr etwa beim Einbetonieren zu schützen. Eine Wärmedämmwirkung geht von ihnen nicht aus. Aus diesem Grund werden auch keine Heizungsrohre (Ausnahme bei Fußbodenheizungen) mit Wellschutzrohren ausgestattet.

Wellstegträger

"Wellstegträger" waren in den 50er und 60er Jahren für den Bau von Dachgeschossen zulässig. Sie haben die Form eines Doppel-T-Trägers mit einem dünnen Sperrholzsteg. Dieser Sperrholzsteg kann im Lauf der Jahrzehnte ernsthaft Schaden nehmen, wenn ungünstige Bedingungen zusammenkommen. Insbesondere Feuchtigkeit und mangelnde Durchlüftung machen dem Sperrholz massiv zu schaffen. Zur eigenen Sicherheit sollte man Dächer, die mit Wellstegträgern konstruiert sind überprüfen.

Welsche Haube

Die Welsche Haube wurde während der Renaissance oft als Bedachung von Kirchtürmen und Rathaustürmen verwendet. Dabei besteht die mehrfach geschweifte Turmbekrönung meist aus einer glockenförmig geschweiften Haube, einem laternenartigen Zwischenstück darüber und einer abschließenden Zwiebelhaube (siehe auch Zwiebeldach). Die Dachform wurde vor allem in Süddeutschland und Österreich gebaut. Bekannte Beispiele für eine Welsche Haube sind die Türme der Frauenkirchen in München.

Wendeanlage

auch: Wendehammer, Wendekreis, Wendeschleife, Wendeanlagen

Wendeanlagen befinden sich meist am Ende von Stichstraßen (Sackgassen). Sie dienen dem Wenden von Fahrzeugen. Ihre Form und Abmessungen sind abhängig vom verfügbaren Platz, den nutzenden Fahrzeugen und der Qualität der Befahrung, die gewährleistet werden soll. Man unterscheidet z.B. Wendehammer für Pkw, Wendehammer für Lkw, Wendekreise und Wendeschleifen. Bei einem Wendehammer kann nicht in einem Zug gewendet werden, d.h. es muss einmal zurückgesetzt werden. Wendekreise und Wendeschleifen können ohne zwischenzeitliches Rückwärtsfahren zum Fahrzeugwenden befahren werden.

Wendefenster

auch: Wendeflügelfenster

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Beim Wendefenster dreht sich der Wendeflügel um eine senkrecht liegende Drehachse. Die Drehachse kann mittig oder außermittig angeordnet sein. Bei geöffnetem Fenster steht der Flügel nur mit halber Flügelbreite in den Raum. Regenschutz und Rollladen sind im geöffneten Zustand problematisch. Der Fensterflügel läßt sich je nach Konstruktion links oder rechts öffnen, jedoch keineswegs um seine eigene Achse drehen. Wendefenster eignen sich besonders für mehrstöckige Gebäude, da sie sich auch von innen leicht putzen lassen.

Wendeflügelfenster

siehe Wendefenster.

Wendehaken

Der Wendehaken ist ein Werkzeug aus der Forstwirtschaft, das aus einem Dorn mit einem ringförmigen Haltegriff besteht. Der Dorn wird in den gefällten Stamm eingeschlagen. Die Waldarbeiter oder die sog. Rückepferde können dann den Stamm drehen oder wegziehen.

Wendehammer

siehe Wendeanlage.

Wendekreis

siehe Wendeanlage.

Wendelbewehrung

Eine Wendelbewehrung ist eine spiralenförmige Verbügelung umschnürter Druckglieder aus Stahlbeton. Ein Wendelbewehrung kommt zum Beispiel bei betonierten Säulen zum Einsatz.

Wendelbohrer

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Der Wendelbohrer ist eine Hammerbohrerart, das heißt er wird zusammen mit einem Bohrhammer verwendet. Mit einem Wendelbohrer lassen sich Löcher mit einem Durchmesser von 12 mm bis 52 mm und einer Länge von 150 mm bis 850 mm bohren. Die spezielle Wendelform sorgt für einen schnellen und sicheren Bohrmehltransport.

Wendelrührer

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Rührstab mit einem 6-kant-Schaft für Rührgeräte. Wendelrührer sind besonders geeignet für Fliesenkleber, Spachtelmasse, Klebemörtel, Zementschlämme, Dispersions- und Silikatfarben etc.. Speziell für zähes Rührgut mittlerer Viskosität.

Wendeltreppe

auch: Wendeltreppen

siehe Spindeltreppe.

Wendeschleife

siehe Wendeanlage.

Wendeschlüssel

auch: Bohrmuldenschlüssel

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Wendeschlüssel unterscheiden sich von einem normalen Sicherheitsschlüssel dadurch, dass sie in jeder Lage in das Zylinderschloß eingeführt werden können. Dabei gibt es Wendeschlüssel mit waagerechter oder mit senkrechter Schlüsselführung. Da der Wendeschlüssel auf beiden Seiten Bohrungen besitzt, wird er auch als Bohrmuldenschlüssel bezeichnet.

Wendestab

auch: Wendestäbe

siehe Jalousie

Wenge

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Die Wenge als Baumart findet man in Westafrika, von Kamerun bis Kongo. Der Splint ist ca. 2 cm bis 5 cm schmal und grauweiß. Das Kernholz ist scharf begrenzt, frisch hell und wird später kaffeebraun. Ohne besondere Schwierigkeiten ist das Holz gut bearbeitbar, zu drechseln und zu schnitzen, jedoch ist zum Sägen ein erhöhter Kraftaufwand erforderlich. Wenge ist ein gutes Konstruktionsholz im Innen- und Außenbereich, das auch für maßhaltiges Rahmenwerk, Parkett und Furniere im Innenausbau geeignet ist.

Werbeanlagen

auch: Werbeanlage

Werbeanlagen sind alle örtlich gebundenen Einrichtungen, die der Ankündigung oder Anpreisung oder als Hinweis auf Gewerbe oder Beruf dienen und von allgemein zugänglichen Verkehrs- oder Grünflächen aus sichtbar sind. Dazu zählen insbesondere Schilder, Beschriftungen, Bemalungen, Lichtwerbungen, Schaukästen, usw. Die Grundsatzanforderungen, die die Landesbauordnungen an die baulichen Anlagen stellen, gelten somit auch für Werbeanlagen. Auch die Verfahrensvorschriften, die für bauliche Anlagen gelten, z.B. die Genehmigungspflicht, sind bei Werbeanlagen zu beachten. Es muss also auch für Werbeanlagen eine Baugenehmigung beantragt werden. Zu beachten ist ferner das Straßenrecht, das Werbeanlagen in einem Streifen von 40 m Breite beiderseits der Bundesautobahnen und von 20 m Breite beiderseits der Bundes-, Landes- und Kreisstraßen untersagt, und ferner das Straßenverkehrsrecht, das außerhalb geschlossener Ortschaften jede Werbung und Propaganda durch Bild, Schrift, Licht oder Ton verbietet, wenn dadurch die Verkehrsteilnehmer in einer den Verkehr gefährdenden oder erschwerenden Weise abgelenkt oder belästigt werden können.

Werkbank

auch: Werkbänke

Die Werkbank ist der Tisch, auf dem der Schlosser, Schreiner oder ambitionierte Heimwerker seine Arbeiten ausführt. Ein Werkbank kann Schubladen zum Aufbewahren von Werkzeugen oder Spannvorrichtungen zum Einspannen und damit zum besseren Bearbeiten von Werkstücken besitzen. Auch eine feste Bohrmaschine kann auf der Werkbank befestigt sein. Wenn nicht genügend Platz für eine Werkbank vorhanden ist, kann sich der Heimwerker und Hobby-Bastler auch mit einem Spanntisch begnügen.

Werk-Frischmörtel

auch: Werkfrischmörtel

Werk-Frischmörtel wird gebrauchsfertig (kellenfertig) mit Transportmischfahrzeugen zur Baustelle befördert und in besondere Mörtelübergabebehälter umgefüllt. Durch die Zugabe von Verzögerer kann eine Verarbeitungszeit von bis zu 36 Stunden erreicht werden.

Werkmörtel

auch: Nassmörtel

Werkmörtel ist ein Putz- und Mauermörtel, dessen Ausgangsstoffe im Gegensatz zu Baustellenmörtel in einem Werk zusammengesetzt und gemischt werden. Er wird als Werk-Frischmörtel oder als Werk-Trockenmörtel geliefert.

Werkstattfeile

auch: Werkstattfeilen

Werkstattfeilen sind immer Feilen und Raspeln, die von Hand bewegt werden. Es gibt sie in allen gebräuchlichen Querschnittsformen, Hiebarten und Größen. Von der Größe des Werkstückes hängt es ab, welche Feile zur Anwendung kommen soll. Vom zu bearbeitenden Material hängt auch ab, welche Hiebzahl richtig ist. Je härter der zu bearbeitende Werkstoff, desto feiner muss der Hieb sein, was ein schnelles Abstumpfen der Feilen verhindert. Sollen weichere Werkstoffe bearbeitet werden (Aluminium oder Messing), ist es zweckmäßig, zunächst mit einer grobzahnigen Feile abzutragen und mit einer feinen Zahnung die Feinarbeit zu erledigen. Zu den Werkstattfeilen gehören neben den gehauenen Kreuzhiebfeilen auch Schärffeilen, Schlüsselfeilen, gefräste Feilen, Raspeln oder Feilenraspeln.

Werkstattwagen

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Ein Werkstattwagen ist ein in der Regel aus pulverbeschichtetem Stahlblech konstruierter Wagen, der mit mehreren Schubladen ausgestattet ist und oben meist eine ebene Arbeitsfläche aufweist. Werkstattwagen nehmen Werkzeug, Maschinen und Kleinteile auf und lassen sich, da sie mit Lenkrollen ausgestattet sind, überall hinrollen. Neben Werkstattwagen für den universellen Einsatz werden auch solche für ganz bestimmte Branchen hergestellt, wobei die Werkzeuge dann je nach Gebrauchshäufigkeit in Aussparungen abgelegt werden, die in die Schubladen eingelassen bzw. eingebaut sind.

Werkstein

auch: Werksteine

Werksteine sind bearbeitete Natursteine beispielsweise aus Kalkstein oder Granit. Die Oberfläche wurde durch Bossieren, Spitzen, Sägen oder Schleifen bearbeitet. Verwendet werden Werksteine für Mauern, Randsteine oder Einfassungen. Früher wurden Werksteine immer per Hand hergestellt und zum Beispiel zum Bau von Kirchen und Kathedralen verwendet. Heutzutage werden die Steine meist industriell gefertigt. Lediglich bei Restaurierungsarbeiten kommen noch handgefertigte Werksteine zum Einsatz.

Werkswohnung

auch: Werkswohnungen

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Werkswohnungen sind im Prinzip nichts anderes als Wohnungen in Mietshäusern, wobei allerdings der Wohnraum von "Werken", also Industrie- und Handelsunternehmen, ausschließlich deshalb geschaffen wurde, um Werksangehörigen einerseits einen preiswerten Wohnraum zu bieten und diese andererseits an das Unternehmen zu binden. Denn mit Erlöschen eines Arbeitsvertrags muss der bisherige Werksangehörige auch die Werkswohnung räumen. Werkswohnungen sind das Pendant zu den Arbeitersiedlungen, wobei solche Bauten sowohl einer Mietskaserne ähneln, aber auch wie ein Haus mit Eigentumswohnungen aussehen können. siehe Foto.

Werktisch

auch: Werktische

siehe Werkbank

Werk-Trockenmörtel

auch: Werktrockenmörtel

Werk-Trockenmörtel ist ein Gemisch von Bindemittel und Zuschlag. Dieses Gemisch kommt sackweise oder in Silos auf die Baustelle und muss dort trocken und witterungsgeschützt so zu lagern, dass eine ordnungsgemäße Verwendung über eine Zeitspanne von mindestens 4 Wochen sichergestellt ist.

Werkvertrag

auch: Werkverträge

Bei Bauleistungen, Reparaturen usw. kommt zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber ein Werkvertrag zustande. Bei einem Werkvertrag verpflichtet sich der Unternehmer, das vereinbarte Werk herzustellen. Der Werkvertrag unterscheidet sich vom Dienstvertrag darin, dass nicht lediglich eine Tätigkeit, sondern ein Erfolg geschuldet wird. Der Werkunternehmer hat nach Abnahme des Werkes durch den Auftraggeber Anspruch auf Zahlung des Werklohns. An den von ihm hergestellten oder ausgebesserten Sachen besitzt der Unternehmer bis zur Zahlung des Werklohns ein gesetzliches Pfandrecht (Werkunternehmerpfandrecht), solange sich die Sache in seinem Besitz befindet und dem Besteller gehört.

Werkzeuggürtel

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Werkzeuggürtel werden aus Leder gefertigt und weisen Schlaufen oder aufgenähte Köcher auf, in die Werkzeuge wie Schraubendreher, Beil oder Hammer eingeschoben bzw. eingehängt werden können. Diese Aufnahmevorrichtungen sind seitlich an dem Gürtel angebracht, damit sich beim Besteigen einer Leiter kein Werkzeug in den Bauch bohrt. Je nach den Arbeitsanforderungen der Handwerker, weisen solche Gürtel auch Taschen auf zur Aufnahme größerer Mengen von Schrauben, Nägeln und dergleichen.

Werkzeugkoffer

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Koffer aus Leder, Hart-PVC oder Aluminium, in denen die Fachhandwerker ihre am meisten benötigten Werkzeuge insbesondere für Service-Einsätze aufbewahren. Je nach Handwerk sind die Koffer im Inneren sehr unterschiedlich ausgestattet. So haben Werkzeugkoffer für Elektriker fast immer kleine Schubladen"schränke" mit Schubladen für Kleinteile. Diese Variante eines Werkzeugkoffers nennt sich dann Schubladenkoffer. Fast allen gemeinsam sind Hartpappe-Einlagen mit Gummizügen, in die Werkzeuge "rappelsicher" eingeschoben werden. Werkzeugkoffer sind so organisiert, dass die am meisten benötigten Werkzeuge sofort bereitliegen.

Werkzeugstahl

auch: Werkzeugstähle

Im Bauwesen hat man es mit zwei Stählen zu tun, dem Baustahl und dem Werkzeugstahl. Das Metallwerkzeug, das der Handwerker oder Heimwerker nutzt, ist in der Regel aus Werkzeugstahl; ein Edelstahl, der eine hohe Härte, einen hohen Widerstand gegen Verschleiß und eine hohe Zähigkeit besitzt. Außerdem muss Werkzeugstahl beständig sein bei Temperaturwechseln. Der Werkzeugstahl, der für Bauwerkzeuge verarbeitet wird, ist ein sog. Kaltarbeitsstahl, dessen Oberfläche einer maximalen Temperatur von 200° ausgesetzt wird. Werkzeugstähle mit höheren Anforderungen werden nur für industrielle Zwecke verwendet.

Werkzeugtasche

auch: Werkzeugtaschen

Je nach Hersteller und Händler ist Werkzeugtasche die Bezeichnung für ein sehr unterschiedliches Behältnis. Der eine Hersteller versteht darunter einen Werkzeugkoffer aus Leder oder weichem Kunststoff, bezeichnet den Koffer aber als Tasche. Der andere versteht darunter eine Tasche mit mehreren Fächern, die an einem Gürtel befestigt wird und die der Handwerker somit an seinem Körper trägt. Auch Rolltaschen werden von einigen Herstellern als Werkzeugtaschen bezeichnet. Eines haben Werkzeugtaschen aber immerhin gemeinsam - in ihnen werden Werkzeuge aufbewahrt.

Werkzeugwand

siehe Lochwand

Werte-Mix

Von einem Werte-Mix sprechen Bauingenieure und Bauphysiker vor allem, wenn ein Bauteil oder Baustoff unterschiedliche "Werte" erfüllen muss, also unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden muss. Dabei kann nicht jeder Wert eine ideale Höhe erreichen, also kann auch nicht die legendäre Wollmilchsau entstehen. Im Tiefbau kann zwar ein Belag aufgebracht werden, der "flüsterleise" auf hämmernde LKW-Reifen wirkt. Andererseits muss berücksichtigt werden, welche Werte ein solcher Belag hinsichtlich der Abriebfestigkeit oder bei extremer Hitze oder großem Frost erreicht. Im Hochbau spielt der richtige Werte-Mix bei Flachdachbeschichtungen oder Putzsystemen eine wichtige Rolle, vor allem aber bei der Tageslichtlenkung.

Wertermittlungsverordnung

Die Wertermittlungsverodnung (WertV) regelt, nach welchen Kriterien der Wert einer Immobilie zu ermitteln ist. Das komplizierte Gesetzeswerk dient vor allen den speziell auf Wertermittlungsgutachten spezialisierten Sachverständigen als "Bibel".

Wertminderung

auch: Wertminderungen

Das Feld der Wertminderung im Baubereich ist sehr umfangreich. Nicht sachgerecht ausgeführte Bauleistungen können zu einer Wertminderung führen, aber auch Schäden, die weder Architekt noch Bauherr vorhersehen konnten wie etwa durchnässte Keller aufgrund des Anstiegs des Grundwasserspiegels. Wertminderungen können aber auch eintreten durch den Ausbau einer Wohn- zu einer Durchgangsstraße oder durch den Verkauf eines Nachbarhauses beispielsweise an jemanden, der hier ein Bordell einrichtet. Die Ermittlúng einer Wertminderung ist Aufgabe von Sachverständigen.

WertV

Western Red Cedar

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Das Verbreitungsgebiet des auch als Lebensbaum bekannten Baumes ist das westliche Nordamerika von Alaska bis Kalifornien und ostwärts bis Montana. Er kann bis zu 50 Meter hoch werden. Western Red Cedar ist deshalb so interessant, weil es dauerhaft ist und zugleich in größeren Mengen zur Verfügung steht. Da es aber sehr leicht ist, kann es nur dort eingesetzt werden, wo es auf Tragfähigkeit nicht so sehr ankommt. Ein Holz für den Garten, für Fassadenverkleidungen und Dachschindeln. Dünner Bretter aus Western Red Cedar trocknen gut, bei stärkeren Durchmessern kann es zu Schwierigkeiten kommen, weil das Holz zu Zelleinbrüchen neigt. Das Holz ist stabil, weich und deshalb leicht zu bearbeiten. Es nimmt eine schöne Oberfläche an. Bestimmte eigene Inhaltsstoffe machen es dauerhaft.

Wetterfahne

auch: Wetterfahnen

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Wetterfahnen wurden aus Eisenblech, heutzutage nur noch aus Kupfer und Zink hergestellt. Sie drehen sich je nach Wind in verschiedenste Richtungen und zeigen so relativ exakt die Windrichtung an. Heute haben sie keine reale Bedeutung, werden aber nach wie vor auf Dächer montiert - und zwar aus rein dekorativen Gründen. Auf Turmdächern sind fast immer sog. Turmspitzen befestigt, die ihrerseits häufig noch eine Wetterfahne als Aufsatz vorweisen.

Wetterschenkel

Früher wurden Haustüren und Fenster häufig mit einem Wetterschenkel versehen. Dies sind meist Metallprofile bzw. Bleche, die an der Unterseite eine Wassernut (Tropfnase) aufweisen und die oben abgeschrägt sind, damit das Niederschlagswasser abfließen kann und nicht an der Fassade hinabläuft und diese durchnässt. Wetterschenkel sind heutzutage nicht mehr zugelassen, es werden Wetterschutzschienen verwendet.

Wetterschutzebene

auch: Wetterschutzebenen

Die Wetterschutzeebene ist im Prinzip nichts anderes als die Außenseite eines Fensters. Die Wetterschutzebene verhindert den Eintritt von Regenwasser. Sie ist der Schlagregenschutz auf der Außenseite. Gegebenenfalls in Falzbereiche eindringende Feuchtigkeit wird kontrolliert nach außen abgeführt. Passiert das nicht und dringt Regenwasser in die Dämmebene ein, wird diese zur Wärmebrücke und kann zu Tauwasser- u. Schimmelbildung am Blendrahmen und den Laibungen innen beitragen. Die Fensterbank gehört ebenfalls zur Wetterschutzebene und bildet dadurch eine Einheit mit dem Fenster. Die Fensterbank muss also ebenfall regensicher ausgeführt werden.

Wetterschutzschiene

auch: Wetterschutzschienen

Die Wetterschutzschiene, die auch als Regenschutzschiene bezeichnet wird, wird zur Abdichtung und Wasserableitung bei Fenstern verwendet. Es gibt Wetterschutzschienen für Holzfenster, Kunststofffenster oder Metallfenster. Die Wetterschutzschiene bildet hierbei gemäß Profilierung nach DIN 68121-1 die untere Auffangkammer der Bewitterungszone, welche nach innen durch die Flügelfalzdichtung begrenzt und abgedichtet wird. Das in die Wetterschutzschiene eingedrungene offene Wasser muss druckunabhängig nach außen abfließen können. Wetterschutzschienen bestehen aus stranggepressten Aluminiumprofilen und werden aufgeschraubt oder bei Holz eingefräst. Die früher übliche Anbringung von Wetterschenkeln ist nicht mehr zugelassen.

Whirlpool

auch: Whirlpools

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Bei Whirlpools bleibt das Wasser, im Gegensatz zur Whirlwanne, über mehrere Badegänge im Pool. Es muss daher nach jedem Badegang sorgfältig gereinigt und aufbereitet werden, wofür eine aufwändige Technik sorgt incl. automatischer Trocknung der Zuleitungen. Dafür haben auch mehrere Leute darin Platz. Das Wellness-Vergnügen ist bei Whirlpool und Whirlwanne jedoch das gleiche. Aus feinen Düsen und kräftigen Massagedüsen kommen Luft- oder Wasserstrahlen, die Haut wird auf sehr angenehme Weise stimuliert. Die Wasserstrahlen wirken auf alle Hautschichten und Nervenenden. Die Muskulatur und der Bewegungsapparat werden gelockert. Whirlpools werden in verschiedenen Ausstattungsmerkmalen hergestellt. Dazu gehören Unterwasserscheinwerfer, aber auch das eingebaute Radio oder der CD-Player. Die Bedienung aller Funktionen erfolgt über ein eingebautes Cockpit. Speziell Hersteller aus den USA bieten auch Garten-Whirlpools an. Unser Foto zeigt einen Whirlpool des Herstellers RIVIERAPOOL.

Whirlwanne

auch: Whirlwannen

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Die Whirlwanne ist - im Gegensatz zum Whirlpool - nur etwa so groß wie eine normale Wanne und daher für das häusliche Bad besser geeignet. Whirlwannen sind bis zu zwei Personen konzipiert. Das Badewasser wird wie in einer normalen Wanne jedesmal frisch eingelassen. Das Wellness-Vergnügen ist bei Whirlpool und Whirlwanne jedoch das gleiche. Aus vielen feinen Düsen kommen Luft- oder Wasserstrahlen, die Haut wird auf sehr angenehme Weise stimuliert. Die Wasserstrahlen wirken auf alle Hautschichten und Nervenenden. Dadurch wird nicht nur die Durchblutung verbessert, sondern auch die Haut soll gestrafft und das Gewebe gefestigt werden. Zur Enstpannung der Muskulator und des gesamten Bewegungsapparates verfügen Whirlwannen je nach Ausstattung auch über kräftige Massagedüsen. Wasser, Wärme und Luft vereinen sich im Whirlbad zum ungetrübten Wohlbefinden. Das Foto zeigt eine sog. Ergo-Whirlwanne des Herstellers HOESCH. Diese kann sogar mit Unterwasser-Scheinwerfern ausgestattet werden.

White Oak

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White Oak - also die Weißeiche kennzeichnet sich durch ihre feine Faser und grau-braune Färbung. Zur Gruppe der Weißeichen gehören die Sumpfeiche, Kastanieneiche, Zwergeiche, Quercus macrocarpa, Quercus lyrata und Quercus stellata. Die Weißeiche, wie andere Eichenarten auch, findet bei den Verbrauchern und der holzverarbeitenden Industrie großen Anklang. Ob Fußböden oder Möbel, das Eichenholz findet überall Anwendung, was nicht nur auf seine harte und robuste Struktur, sondern auch auf die hohe Biegschlagfestigkeit und die interessanten Fasermuster zurückzuführen ist.

Wichte

Die Wichte ist die Gewichtskraft bezogen auf das Volumen eines Körpers und besitzt die Einheit N/m³, früher kp/m³. Das unterscheidet die Wichte von der Dichte, welche die Masse bezogen auf das Volumen ist eines Körpers ist. Dichte und Wichte unterscheiden sich demnach durch den Wert der Fallbeschleunigung g, welche auf die Größe der Wichte Einfluss nimmt. Die Wichte ist im Gegensatz zur Dichte ortsabhängig, da die Fallbeschleunigung nicht überall gleich ist, wobei auf der Erdoberfläche für die Fallbeschleunigung g = 9,81 m/s² anzusetzen ist. Von einer Masse von 1 kg geht im Bereich der Erd-Fallbeschleunigung g eine Gewichtskraft von 9,81 N aus.

Wickeltechnik

auch: Wickeltechniken

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Die Wickeltechnik ist eine Malertechnik, mit der einer Wand ein attraktives Aussehen verliehen werden kann. Sie ist besonders für unebene Untergründe geeignet und eignet sich zur Simulation von Tapeten. Die Lasur wird mit Lappen aus Stoff oder Wildleder aufgetragen. Die unterschiedlichen Texturen entstehen durch die Größenvariation der Lappen, aber auch durch die verschiedenen Führungsrichtungen und den unterschiedlichen Druck.

Wickeltisch-Heizstrahler

siehe Heizstrahler.

Widerkehr

Im bautechnischen Sinne versteht man unter einer Widerkehr einen größeren, aus den Merkmalen der Giebelgaube und der Lukarne entwickelten Dachaufbau, dessen Stirnseite bündig mit der Fassadenflucht des Gebäudes liegt und die Traufe des Hauptdaches unterbricht. Gelegentlich wird bei neueren Häusern auch ein über alle Geschosse durchgehender Gebäudebereich als Widerkehr bezeichnet.

Widerspänigkeit

Widerspänigkeit ist ein Begriff aus der Forstwirtschaft. Bei einem Baum ist Widerspänigkeit ein durch Wechseldrehwuchs verursachter entgegengesetzter Faserverlauf, was zu einer streifigen, sehr dekorativen Maserung führt.

Widerspruch

Wenn ein Bauantrag abgelehnt wird, kann der Bauherr Widerspruch erheben. Es handelt sich hier um einen Verpflichtungswiderspruch nach § 42 Abs. 1 der Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO), da die Behörde verpflichtet werden soll, die Baugenehmigung zu erteilen. Der Widerspruch ist gem. § 70 Abs. 1 VwGO innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe des Ablehnungsbescheides einzureichen. Dies gilt, wenn der Bescheid mit einer ordnungsgemäßen Rechtsbehelfsbelehrung versehen ist. Ist dies nicht der Fall, verlängert sich die Frist auf ein Jahr. Der Widerspruch muss schriftlich oder zur Niederschrift bei der Behörde, die den Bescheid erlassen hat, eingelegt werden. Über den Widerspruch entscheidet zunächst die Behörde, die den Bescheid erlassen hat. Kommt sie zu dem Ergebnis, dass das Vorhaben doch zulässig ist, erteilt sie die Baugenehmigung. Kommt sie zu einem anderen Ergebnis, gibt sie den Widerspruch an die Widerspruchsbehörde, die Bezirksregierung, ab. Diese prüft nun erneut und weist die Baugenehmigungsbehörde an, die Baugenehmigung zu erteilen, falls sie das Vorhaben für zulässig hält, falls nicht, weist sie den Widerspruch zurück.

Widerstandsfeuchtemessung

Die Widerstandsfeuchtemessung ist eine Methode, die Feuchtigkeit in Bauteilen zu messen. Dabei wird mit Nadeln an die Feuchtemessung herangegangen. Zwei Meßfühler werden in das Bauteil geschlagen, gerammt oder gebohrt und der elektrische Widerstand in Abhängigkeit von der elektrischen Leitfähigkeit gemessen. Feuchte Stoffe sind elektrisch leitfähiger und der elektrische Widerstand ist niedriger. Am Meßgerät werden die Ergebnisse angezeigt, die unter Berücksichtigung verschiedener Baustoffe in Feuchtigkeitsprozente umgerechnet werden können. Anfänglich wurde diese Art der Messung lediglich in der Holz- und Forstwirtschaft genutzt. Inzwischen ist auch die Messung von mineralischen Stoffen möglich. Die Widerstandsmessung ist eine einfache und schnelle Methode, die Feuchtigkeit von Bauteilen zu bestimmen. Allerdings sind sehr leicht sehr große Verfälschungen der Messergebnisse möglich. Ungleiche Feuchteverteilung im Meßgut, Temperatur, Homogenität und Dichte des Materials, Klebstofffugen, Oberflächenbehandlungen oder schlechter Kontakt der Elektroden können zu Fehlmessungen führen. Durch mehrere Messungen lassen sich solche Fehlmessungen jedoch abfedern, wobei völlig einwandfreie Werte dennoch nicht zu erwarten sind.

Widerstandsklassen

auch: Widerstandsklasse

Widerstandsklassen ist ein Allgemeinbegriff aus dem Bauwesen, aber auch aus anderen Industriebereichen. So werden beispielsweise auch gepanzerte Fahrzeuge nach Widerstandsklassen spezifiziert. Im Baubereich geht es um einmal um Widerstandsklassen gegen Feuer, nämlich die Feuerwiderstandsklassen. Und es geht um Widerstandsklassen bei Fenstern und Türen sowie der entsprechenden Verglasung mit Sicherheits-Verbundgläsern.

Widiabohrer

auch: Widia-Bohrer

Umgangssprachliche Bezeichnung für Betonbohrer, da diese eine Schneide aus dem Hartmetall Widia besitzen.

Wiedehopfhacke

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Die Wiedehopfhacke ist ein Doppelfunktionswerkzeug, das heißt sie ist auf der einen Seite mit einem Breitblatt und auf der anderen Seite mit einem Wurzelbeil versehen. Befestigt ist das Werkzeug an einem Holzstiel (z.B. aus Eschenholz). Die Wiedehopfhacke wird zum Roden bzw. An- und Umpflanzen verwendet. Sie eignet sich auch zur Arbeit in stark durchwurzeltem Boden.

Wiedergeburtshäuser

auch: Wiedergeburtshaus

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Wiedergeburtshäuser sind landestypische, bulgarische, zweigeschossige Häuser, deren Untergeschosse aus grob behauenen Kalksteinen bestehen. Auf die steinernen Untergeschosse werden Geschosse aus einer Holz-konstruktion aufgesetzt. Diese hölzernen zweiten Geschosse kragen nach allen Seiten über, wobei die Fassaden mit einer Stülpschalung bekleidet sind. Dieser Baustil kam um 1810 auf, als die Bulgaren nach jahr-hundertelanger Unterdrückung durch das Osmanische Reich ihren Nationalstolz entdeckten und im Laufe der nachfolgenden Jahrzehnte die Wiedergeburt ihrer Nation feiern konnten. Die Wieder-geburtshäuser weisen vielfach zwei Küchen auf. Eine Sommerküche im Erdgeschoss, die während des heißen Sommers benutzt wurde, da die steinernen Wände für eine gewisse Kühle sorgten. Die Winterküche hingegen liegt im Obergeschoß und wurde im Winter benutzt, weil die Holzwände eine gute Wärmedämmung bewirkten. In vielen bulgarischen Orten müssen Neubauten auch heute noch im Stil der Wiedergeburtshäuser errichtet werden, um das historische Ortsbild zu bewahren.

Wiesenmäher

siehe Balkenmäher.

wilde Deckung

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Die wilde Deckung ist eine Deckungsart beim Schieferdach. Wer nicht auf jeden Cent achten muss und sich etwas Außergewöhnliches aufs Dach "zimmern" lassen will, der wählt die wilde Deckung. Sie entsteht aus der Kombination aus hochwertigem Schiefer und Geschick des Dachdeckers. Für die wilde Deckung werden Schieferscheiten unbehauen an die Baustelle geliefert und erhalten zum Großteil erst vom Dachdecker auf dem Dach ihre individuelle Form. So viel Individualität hat natürlich ihren Preis. Ab 140 Euro müssen Sie für einen Quadratmeter bezahlen.

Wilder Mann

Unter einem "Wilden Mann" versteht man im Fachwerkbau eine bestimmte Anordnung der Streben. Die Konstruktion besteht aus einem Pfosten und zwei schrägen, gegenläufig angeordneten Streben. Bei Eckständern und Bundständern, an die einseitig ein Fenster anschließt, heißt die Figur "Halber Wilder Mann". Vielleicht wird der "Wilde Mann" auch deshalb mitunter als "Ganzer Mann" bezeichnet.

Willow

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Willow ist eine Baumart. Die Heimat dieses Laubaumes ist der Osten der USA. Je nach Wuchsbedingungen ist der Splint verschieden breit und hell creme-braun. Das Kernholz sticht dagegen blass rötlich bis graubraun ab. Willow ist maschinell und mit der Hand leicht zu bearbeiten. Allerdings ist bei schrägem Faserverlauf Vorsicht geboten, um eine wollige Oberfläche zu vermeiden. Das Holz lässt sich gut nageln und schrauben sowie ausgezeichnet verleimen. Geschliffen und poliert ergibt es eine sehr gute Oberfläche. Verwendung findet Willow für Möbel, Tischlerarbeiten, Leisten, Vertäfelungen, Türen, Küchenartikel oder Spielzeug.

Wimmer

siehe Riegel

Wimmerwuchs

Wimmerwuchs ist ein Begriff aus der Forstwirtschaft. Beim Wimmerwuchs eines Baumstammes verlaufen die Jahresringe in konzentrischen Wellen, was zu einer dekorativen Maserung führt.

Wimperg

Als Wimperg bezeichnet man einen gotischen Ziergiebel, der häufig über Portalen und Fenstern angebracht ist und von Fialen flankiert wird. Das Giebelfeld ist mit Blendmaßwerk oder anderen Blendgliederungen ausgefüllt oder durchbrochen gearbeitet. Die Giebelschrägen sind oft mit Krabben (einem Blumenmotiv) besetzt, die Spitze ist mit einer Kreuzblume geschmückt. Der Wimperg ist eines der Elemente, das dem Streben der gotischen Architektur in die Höhe Ausdruck gibt. In der Spätgotik verliert sich dieses Baumotiv. Weiterhin ist ein Wimperg ein rechteckiger Aufsatz auf der Brüstungsmauer einer Zinne. Dient in diesem Zusammenhang als Schutz vor feindlichen Geschossen.

Windbord

auch: Windborde

siehe Ortgangbrett.

Windbrett

auch: Windbretter

siehe Ortgangbrett.

Winddichtheitsschicht

auch: Winddichtheitsschichten

Die Winddichtheitsschicht ist die außenseitig (kalte Seite) an eine Wand oder ein Dach angebrachte Schicht, die das Einströmen kalter Außenluft in die Konstruktion verhindern soll. Die dafür geeigneten Materialien sind Unterspannbahnen, Unterdeckbahnen und Unterdachbahnen, sowie Aufsparrendämmsysteme (Vollflächendämmung oberhalb der Sparen), die im Naht- und Stoßbereich, sowie in allen Anschlüssen winddicht verklebt sind.

Winde

auch: Winden

Winden sind die einfachsten Hebewerkzeuge, die dem absatzweisen Heben und Senken von Lasten dient. Es wird zwischen Seilwinden, Elektrowinden und Handwinden wie z.B. der Bohrwinde unterschieden.

Windeisen

Der Begriff "Windeisen" hat mehrere Bedeutungen und wird im Fensterbau und im Zusammenhang mit Gewindebohrern verwendet. Als Windeisen werden z.B. die quer und senkrecht von Bleiglasfeldern montierten runden oder flachen, verzinnten Eisenstäbe bezeichnet, die mit Bleihaften (kurze Bleistreifen) auf das Fensterblei gelötet und mit dem Rahmenholz verbunden werden. Sie verhindern eine Ausbauchung bei Windbelastung. Beim Einsatz von verstärkten Sprossen aus Karniesblei können die Windeisen entfallen. Weiterhin ist ein Windeisen das Aufnahmegerät für Gewindebohrer. Es wird zum Schneiden von Gewinden eingesetzt. Das Windeisen besitzt zwei Hebel, wobei einer der Hebel durch ein Gewinde verstellbar ist. Somit können Gewindebohrer mit unterschiedlichen Durchmessern von einem Windeisen gehalten werden.

Windelbodendecke

auch: halbe Windelbodendecke, Wellerdecke, Stakendecke, Windelbodendecken

Die Windelbodendecke ist eine der ältesten Bauarten von Holzbalkendecke. Sie wurde bis Anfang des 20. Jahrhunderts vor allem bei städtischen und ländlichen Wohnhäusern ausgeführt. Diese auch als Wellerdecke oder Stakendecke bekannte Decke wurde aus Staken hergestellt, die mit Strohlehm umwickelt waren. Die vier bis sechs Zentimeter dicken Stakhölzer wurden in Nuten der Deckenbalken dicht an dicht gelegt. Als Fußboden diente bei einer Windelbodendecke zunächst ein Lehmverstrich, der mindestens bis zur Balkenoberkante aufgebracht wurde. Später gab es dann aber auch Holzfußböden. Auf der Unterseite der Decke verdeckte ein Lehmputz die Konstruktion. Wegen des vielen Lehms waren solche Decken relativ schwer, so dass große Balkenquerschnitte verwendet werden mussten. Dafür hatten die Windelbodendecken aber auch eine gute Schall- und Wärmedämmung und waren sehr feuersicher. Bei der halben Windelbodendecke wurden die Stakhölzer sechs bis acht Zentimeter unter der Balkenoberkante in Nuten gelegt, so ließ sich das Gewicht reduzieren und man brauchte nicht so viel Füllmaterial.

Windenergieanlage

Windfang

auch: Windfänge

Der relativ kleine Vorraum zwischen einer Hauseingangstür oder einer Wohnungseingangstür und der Zwischentür, durch die man in den eigentlichen Wohnbereich gelangt, wird Windfang genannt. Der Windfang hat tatsächlich die Aufgabe, Wind und insbesondere Sturm abzufangen, damit im Haus keine Durchzugserscheinen auftreten. Sehr oft wird in den Windfang ein Garderobenständer oder -schrank eingebaut.

Windfeder

auch: Windfedern

siehe Ortgangbrett.

Windkonverter

Windkraftanlage

auch: Windkonverter, Windenergieanlage, Windkraftwerk, Windkraftanlagen

Eine Windkraftanlage, auch Windkonverter oder Windenergieanlage genannt, besteht im Wesentlichen aus dem Windrad oder Rotor und dem Generator, der mit dem Rotor über eine gemeinsame Achse verbunden ist. Das Herzstück einer Windkraftanlage ist der Rotor. Er ist ein Energiewandler, der die Bewegungsenergie der Luft in Rotationsenergie umwandelt und als Drehbewegung zur Verfügung stellt. Je nach Art der Anlage hat der Rotor eine unterschiedliche Form und Anzahl von Rotorblättern, die im Prinzip ähnlich gebaut sind wie die Propeller eines Flugzeugs. Je nach Bauart und Typ der Windkraftanlage reicht zum Anfahren eine Windgeschwindigkeit von mindestens 10 Kilometern pro Stunde. Die maximale Leistung wird bei etwa 40 Kilometern pro Stunde erreicht.

Windkraftwerk

Windlast

auch: Windlasten

Mit dem Begriff Windlast ist in der Technik die Beanspruchung von Bauwerken durch Wind gemeint. Dabei spielen der reine Staudruck des Windes und Resonanzeffekte durch Windböen eine Rolle. Der reine Windstaudruck kann bereits erhebliche Werte erreichen, da er quadratisch von der Windgeschwindigkeit abhängt. Windböen können hingegen manchmal eine zeitlang genau in der Eigenschwingfrequenz des Gebäudes auftreten, und dann kann das Gebäude durch den resultierenden Resonanzeffekt wie ein Uhrpendel in immer größere Schwingungen versetzt werden, bis es im Extremfall zusammenstürzt. Die Windlast muss daher vor allem bei höheren Gebäuden bei der statischen Berechnung berücksichtigt werden.

Windlatte

auch: Windlatten

siehe Windrispe.

Windpapier

Windpapier ist die althergebrachte Bezeichnung für ein Papier, das früher durch Wachsauftrag oder Auftrag von Öl weitgehend wasserundurchlässig gemacht wurde. Diese Papiere wurden vor allem von innen gegen die Wände von Blockhäusern, also direkt auf die Bohlen genagelt, damit Zugluft und Feuchtigkeit nicht in die Zimmer dringen konnten. Auch heute wird von den Blockhausherstellern noch von Windpapier gesprochen, obwohl längst diffusionsoffene Folien einlagig an die Balken getackert werden.

Windrispe

auch: Längsverband, Windlatte, Schwertlatte, Windrispen

Bei einer Windrispe, d.h. einem Längsverband zum Aussteifen eines Dachtragwerks, handelt es sich häufig um ein Rispenband. Es kommen aber auch Scheibenkonstruktionen aus zugelassenen Holzwerkstoffplatten zum Einsatz. Im historischen Holzbau wurde der Längsverband auch mit eingeblatteten Kanthölzern oder unter die Sparren genagelte Bohlen hergestellt.

Windrispenband

auch: Windrispenbänder

siehe Rispenband.

Windschutz

Wie bereits der Name sagt, soll ein Windschutz vor Wind schützen. Einen Windschutz findet man auf dem Balkon, der Terrasse, dem Garten oder dem Campingplatz. Windschutze können entweder fest montiert sein (z.B. in Form eines Paravents oder so beschaffen sein, dass sie problemlos auf- und abgebaut werden können. Fest installierten Windschutz gibt es aus Glas, Holz, Kunststoff, PVC-Gewebe oder Blech. Hinzu kommen noch Pflanzkästen und Rankgitter, die ebenfalls als Windschutz dienen können. Variabler Windschutz sind zum Beispiel Stoffe, die einfach an der Balkonverkleidung befestigt werden. Auch Sonnensegel, die zum Beispiel in der Seilspanntechnik befestigt werden, können als Windschutz dienen.

Windschutzgitter

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Ein Windschutzgitter ist ein Streckgitter, das zwischen Stahlrahmen verschweißt wurde und aufgrund seiner besonderen Maschenkonstruktion einerseits eine gute Durchsicht ermöglicht und andererseits auf Flugfeldern einen zuverlässigen Schutz gegen den sog. Jetstream, also die heißen Abgase aus den Düsentriebwerken gewährleistet. Schließlich erfüllen diese Gitter, wie der Name schon sagt, windabweisende Aufgaben.

Windsog

Als Windsog werden senkrecht zur Wand wirkende Kräfte infolge Windbelastung bezeichnet. Windsogkräfte sind in DIN 1055 festgelegt und erzeugen axiale Zugbeanspruchungen in den Dübeln. Die axialen Zugkräfte werden über den Weber und / oder entsprechende Dübelmenge pro Quadratmeter mit den entsprechenden zulässigen Dübeltraglasten in den Verankerungsgrad abgetragen.

Windsogsicherung

Dachflächen werden, abhängig von ihrer Höhe und ihrer Fläche, mehr oder weniger stark von Windstau- und –sogkräften beeinflußt. Diese Kräfte können anhand der DIN 1055 `Lastenannahmen im Hochbau´ berechnet werden. Allerdings sind für Gebäudehöhen über 20 m rechnerische Nachweise notwendig, die von einem Statiker erbracht werden sollten. Auch spielen bei der Berechnung die vier Windzonen, in die Deutschland eingeteilt ist, eine Rolle - und innerhalb der Windzonen auch eine möglichst extreme Lage des Gebäudes, etwa an einer Steilküste. Zur Windsogsicherung bei Ziegeldächern werden beispielsweise sogenannte Sturmklammern verwendet.

Windzone

auch: Windzonen

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Deutschland ist in vier Windzonen eingeteilt, denen unterschiedliche Windkräfte zugeordnet sind. Diese Windsog- bzw. Druckkräfte beeinflussen die statische Berechnung eines Daches oder eines höheren Gebäudes. Gegebenenfalls muss eine Windsogsicherung bei der Befestigung der Dachbedeckung eingebaut werden. Die abgebildetet Windzonenkarte bezieht sich auf die neue DIN 1055-4, die wahrscheinlich 2005 in Kraft tritt.

Winkelblech

auch: Winkelbleche

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Winkelbleche sind universell einsetzbare Winkel für viele Holzarbeiten im Hobbybereich wie z.B. Regal-, Schrank- und Innenausbau. Man findet sie in so vielen Größen und Abmessungen, dass man für jeden Verwendungszweck und jedes Holz die richtige Größe findet. Sie sind vielfältig verwendbar. So werden sie unter anderem für stabile Anschlüsse bei Holzverbindungen eingesetzt. Sie sind vorzugsweise geeignet für rechtwinklige Verbindungen von Vollholz- und/oder Brettschichtholzbauteilen. Winkel gibt es gleichschenkelig und ungleichschenkelig und ermöglichen dadurch variantenreiche Befestigungsmöglichkeiten von Holzkonstruktionen z.B. Holz/Beton, Holz/Mauerwerk, Holz/Stahl, Holz/Holz oder den Einbau in Ankerschienen. Winkelverbinder werden dort eingesetzt, wo nicht allzu hohe Anforderungen hinsichtlich der anzuschließenden Kräfte gestellt werden. Wenn große Anforderungen hinsichtlich der anzuschließenden Kräfte gestellt sind, wird empfohlen Winkel mit Verstärkungsrippe zu verwenden. Die Verstärkungsrippe verleiht dem Winkel hohe Stabilität und Festigkeit.

Winkelbohrmaschine

auch: Akku-Winkelbohrmaschine

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Eine Winkelbohrmaschine ist eine spezielle Bohrmaschine, die zum Bohren an schwer zugänglichen Stellen verwendet wird. Ein Elektrowerkzeug für Autoschlosser, Schreiner, Installateure, Möbelaufsteller usw. Wie die "normale" Bohrmaschine gibt es sie auch mit Akku-Betrieb.

Winkelbohrschrauber

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Der Winkelbohrschrauber ist ein elektrisches Werkzeug, das dort zum Einsatz kommt, wo der "normale" Schrauber versagt. Der Winkelbohrschrauber ist überall dort optimal einsetzbar, wo es auf eine geringe Bauhöhe ankommt. Es gibt Winkelbohrschrauber mit Akku, aber auch herkömmlich mit Stecker.

Winkelbungalow

auch: Winkelbungalows

Ein Winkelbungalow ist ein aus einem winkligen, meist L-förmigem Baukörper bestehender Bungalow, häufig mit einem Walmdach versehen. Der Winkelbungalow ist kompakter als ein herkömmlicher Bungalow mit der gleichen Wohnfläche, was insbesondere bei der Energiebilanz von Vorteil ist. Außerdem sieht er gefälliger aus, da er weniger lang und schmal ist, als man einen herkömmlichen Bungalow bauen müsste, wenn die Zimmer nicht zu düster werden sollen. Der innere Winkel beim Winkelbungalow enthält fast immer einen Freisitz oder eine Terrasse, was für manchen ein gutes Argument sein dürfte, sein Haus in Winkelbungalow-Bauweise zu erstellen.

Winkeleisen

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Winkeleisen sind erstens L-Profile aus Walzs tahl, die meist aus Stabilisierungsgründen an Stahlbauteile geschweißt werden. Sie sind nicht gelocht und werden ab Stahlwerk in Längen von einem Meter und mehr geliefert und sind auch unter der Bezeichnung Winkelstahl im Handel. Zweitens wird unter diesem Begriff aber ein Holzverbinder verstanden, wie ihn jeder Heimwerker kennt, der ein einfaches Kellerregal bauen will. Solche Winkeleisen werden in verschiedenen Größen hergestellt und sind an ihren Schenkeln mit Lochungen für eine Verschraubung versehen. Je nach Größe werden sie im Handel auch als Bastlerwinkel angeboten

Winkelfeder

siehe gefederte Eckverbindung

Winkelhaken

siehe Haken.

Winkelkloben

Der Winkelkloben ist ein Beschlag für Fenster bzw. Fensterläden. Er ist ein einfacher winkliger Kloben als Gegenstück zum Band mit Bandrolle. Im Gegensatz zum Stützkloben besitzt der Winkelkloben eine schräge oder gewundene Abstützung.

Winkelkonsolanker

Winkelkonsolhalter

Winkellasche

auch: Winkellaschen

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Als Winkellaschen werden meistens Holzverbinder aus verzinktem Stahl verstanden, deren Laschen Lochungen für eine spätere Verschraubung aufweisen. Sie sind also Verwandte des Winkeleisens. Winkellaschen werden in vielen Größen und Formen hergestellt und dienen nicht nur als Holzverbinder, sondern auch als Halterungen, um etwa den Rahmen eines Fliegengitters an einem Fenster zu arretieren. Für solche Aufgaben können Winkellaschen sogar drehbar sein.

Winkellegstufe

auch: Winkellegstufen

siehe Winkelstufe.

Winkelleisten

auch: Winkelleiste

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Die Winkelleiste ist eine besondere Form der Deckenleiste und sorgt für saubere Abschlüsse und Übergänge in rechtwinkligen Ecken (Foto Parador). Winkelleisten werden hauptsächlich aus Holz gefertigt und in vielfältigen Furnieren und Beschichtungen angeboten.

Winkelmaß

auch: Winkelmaße

Das Winkelmaß ist ein Werkzeug zum Prüfen oder Einzeichnen von rechten Winkeln. Es gibt Winkelmaße aus Holz oder Metall und in verschiedenen Größen. Im Bauhandwerk wird das Winkelmaß bei der Bearbeitung von Holz, Metall oder Steinen verwendet.

Winkelmesser

siehe Gradmesser.

Winkelpolierer

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Winkelpolierer ähneln im Aussehen und Wirkungsweise den Winkelschleifern. Anstatt Schleifscheiben werden Polierscheiben verwendet und anstatt grober Schleifarbeiten stehen mit dem Winkelpolierer die feinen Polier- und Schleifarbeiten an. Winkelpolierer werden zum Beispiel zum Polieren von Lack, Naturstein, zum Reinigen von Holz und vieles mehr eingesetzt. Weiterhin ist mit einem entsprechenden Aufsatz auch das Mattieren, Satinieren und Strukturieren von Metalloberflächen möglich.

Winkelrohrkabelschuh

auch: Winkelrohr-Kabelschuh

siehe Kabelschuh.

Winkelsäge

auch: Winkelsägen

siehe Zinkensäge.

Winkelschleifer

auch: Trennschleifer

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Winkelschleifer werden für grobe Schleifarbeiten, aber auch zum Trennen von Stabstahl oder Stein verwendet. Mit einer Rotationsgeschwindig- keit von 11.000 Umdrehungen pro Minute dreht sich beim Winkelschleifer die Schleifscheibe um die eigene Achse. Ebenes oder gewölbtes Holz kann mit der Fiberschleifscheibe oder einer HM-Schleifscheibe mehr oder weniger grob bearbeitet werden. Metall wird mit Fiberscheiben, Fächerschleifscheiben und Schruppscheiben mittel bis grob geschliffen. Auch das Trennen von Metall ist mit dem Winkelschleifer möglich. Je nach dem ob das Geräte mit einer Hand oder zwei Händen geführt wird spricht man von Einhand-Winkelschleifer bzw. Zweihand-Winkelschleifer. In der Steinbearbeitung werden Winkelschleifer zum Trennen von Platten eingesetzt, wenn der notwendige Schnitt nicht übermäßig tief sein muss. Zum Trennen von Stein verwendet man Diamant-Trennscheiben. Prinzipiell sollten beim Trennen von Stein Atemschutz und Staubabsaugung eingesetzt werden. Die Benutzung eines Führungsschlittens ist zudem von der Berufsgenossenschaft zwingend vorgeschrieben.

Winkelstahl

siehe Winkeleisen

Winkelstehfalz

auch: Winkelstehfalze, Winkel-Stehfalz, Winkel-Stehfalze

Der Winkelstehfalz ist ein Verbindungsart bei Bahnen oder Tafeln aus Metall. Der Winkelstehfalz ist ein nicht geschlossener Doppelstehfalz. Mit ihm lassen sich weitgehend wellenarme Scharenflächen erreichen. In schneereichen Gegenden ist eine Mindestdachneigung von 35 Grad in normal beanspruchten Gegenden eine Mindestdachneigung von 25 Grad zu beachten. Wegen der starken Strukturierung der Oberfläche wird der Winkelstehfalz oft für die Fassadenbekleidung verwendet.

Winkelstein

auch: Winkelsteine

siehe Mauerscheibe

Winkelstufe

auch: Winkellegstufe, Winkelstufen

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Winkelstufen bzw. Winkellegstufen sind Stufen mit einem abgewinkelten Profil, die zur Herstellung von Treppen verwendet werden. Die massiven Stufen werden meist aus Beton, seltener aus entsprechend geformten Natursteinen hergestellt. Man verwendet Winkelstufen bei Außentreppen, aber auch bei Innentreppen. Die Stufen müssen nicht unbedingt so wie auf der Abbildung liegen. Man kann sie auch um 180° gedreht verlegen. (Abbildung: Paul Wolff)

Winkelstützwand

auch: Winkelstützwände

Eine Winkelstützwand ist eine Stützwand aus bewehrtem Beton, die aus Gründen der Standsicherheit noch einen abgewinkelten Fuß besitzt. Diese Sohlplatte ist mit der Wand biegesteif verbunden und bildet meist einen rechten Winkel. Der Fuß kann entweder in Richtung des Erdreichs oder in die andere Richtung zeigen, man spricht von erdseitigen und luftseitigen Fuß. Zusätzliche Kippsicherheit bringt eine Fußverbreiterung über die Dicke der Wand hinaus, auch als Sporn bezeichnet. Winkelstützwände haben je nach zu erwartender Belastung eine Wanddicke zwischen 12 und 20 cm, die maximale Höhe, die standardmäßig von den Betonwerken geliefert wird, liegt bei 400 cm. Winkelstützwände besitzen entweder ein Nut- und Federsystem oder eine spezielle Abdichtung, so dass normales Regenwasser nicht durch die Wandfugen dringen kann. In besonderen Fällen kann jedoch der Einbau einer Drainage notwendig werden. Um Böschungen zu befestigen, werden im privaten Gartenbereich allerdings kaum Stützwände aus Beton verbaut; hier kommt man in der Regel mit Befestigungen aus Pflanzensteinen aus.

Winkeltoleranz

Unter Winkeltoleranz wird im Baubereich der Bereich für die zulässige Abweichung eines Winkels vom Nennwinkel verstanden. Auf dem Bau sind die Maßtoleranzen geregelt, damit sichergestellt wird, dass eine Wand nicht zu schief oder ein Fußboden zu uneben hergestellt wurden. Bei Streitigkeiten lässt sich dann ganz einfach ermitteln, ob der Handwerker gepfuscht oder der Bauherr einfach zu pingelig ist.

Winkelverbinder

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Ein Winkelverbinder ist ein winkliger Holzverbinder aus Edelstahl. Gibt es in verschiedenen Größen und wird zur Montage von Dachstühlen, Pergolen, Gartenhäusern usw. verwendet. Es gibt Winkelverbinder in zwei verschiedenen Ausführungen, entweder mit Rippe oder ohne Rippe. Wenn große Anforderungen hinsichtlich der anzuschließenden Kräfte gestellt sind, sind Winkelverbinder mit Rippe zu verwenden. Größe und Typ des Winkelverbinders sowie die einzubauende Anzahl richtet sich in jedem Falle nach den statischen Erfordernissen.

Winkelziegel

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Winkelziegel haben keine Rechteckform wie herkömmliche Mauerziegel, sondern sind auf der einen Seite gerade und auf der anderen Seite winklig gebrannt. Winkelziegel ermöglichen den Einbau von 135° bzw. 45°-Ecken. Sie werden verzahnt als Plan- oder Blockziegel hergestellt und runden das Gesamtsystem ab.

Winterbeton

Winterbeton wird angewärmt auf die Baustelle gebracht und kann so auch bei Frost verarbeitet werden. Das unterscheidet ihn von herkömmlichem Beton. Winterbeton erreicht bei sachgemäßem Einbau und entsprechender Nachbehandlung eine solche Festigkeit, dass er durch einmaliges Gefrieren nicht geschädigt wird.

Winterfenster

Das Winterfenster ist eine Fensterkonstruktion, die bei Bedarf wieder entfernt werden kann. Häufig findet man es bei älteren Häusern mit einem einfach Außenfenster. Um Energie zu sparen, wird beim Winterfenster über Winter quasi ein zweites Fenster hinter das Außenfenster montiert. Im Sommer lässt es sich dann wieder entfernen. Von der Konstruktion ist das Winterfenster mit einem Kastenfenster vergleichbar.

Wintergarten

auch: Wintergärten

Die Briten haben den Wintergarten erfunden, nennen ihn aber "summer garden", weil man sich mit einem solchen Gebäudeteil ja den Sommer ins Haus holen will, wenn es draußen ungemütlich ist. Grundsätzlich kann ein Wintergarten bereits planerisch in einen Neubau integriert oder nachträglich an das Gebäude angebaut werden. Damit ist ein Wintergarten genehmigungspflichtig, da zusätztlicher Wohnraum entsteht. Je nach Bundesland wird auch die Bestellung eines Bauleiters verlangt. Als problematisch kann sich Marke Eigenbau ohne Baugenehmigung erweisen, vor allem dann, wenn Grenzabstände mißachtet werden. Wintergärten bestehen aus Glas, das in einer Konstruktion aus Holz, Kunststoff oder Aluminium gehalten wird. Auch für Wintergärten gelten, sofern sie in das Wohnhaus integriert sind, die verschärften Vorschriften der Energieeinsparverordnung. Da Wintergärten fast rundum verglast sind, entwickelt sich der Bau zu einer Wärmefalle ("Hitzestau"), wenn nicht im Dachbereich - also dort, wohin die warme Luft aufsteigt - für ausreichend Belüftungsmöglichkeiten gesorgt wird. Als Regel gilt, dass sich 10 % der Glasflächen öffnen lassen sollten. Sinnvoll ist der Einbau einer Schlittenmarkise, auch Wintergartenmarkise genannt, die über der Verglasung ausgefahren werden kann. Zum Wintergarten gehören natürlich Pflanzen. Damit diese optimal grünen, ist eine Süd-West- oder Süd-Ost-Lage ideal, reine Südlagen sind problematisch.

Wintergartenerker

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Zu den Varianten des modernen Erkerbaus gehört auch der Wintergartenerker. Der Wintergartenerker ist Bestandteil vieler modernen Fertighäuser. Wird der Wintergartenvorbau noch von einem Balkon und darüber von einer Dachgaube gekrönt, sprechen die Architekten auch von einem Erkerbalkon.

Wintergartenmarkise

auch: Wintergartenmarkisen, Wintergarten-Markisen

Wippausleger

siehe Nadelausleger.

Wippe

auch: Wippen

siehe Wippschalter.

Wippkreissäge

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Eine Wippkreissäge ist eine robuste Säge, um insbesondere Rundholz für die Verfeuerung im Kamin zu verarbeiten. Je nach Größe des Sägeblattes können Baumstämme bis 70 cm Durchmesser durchsägt werden. Um aus den abgelängten Rundhölzern Scheite zu machen, bedarf es des Einsatzes einer Spaltaxt oder eines Holzspalters.

Wippschalter

auch: Wippe

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Wippschalter sind Schalter, die einer Wippe gleich, entweder auf der Ein- oder Aus-Stellung stehen und auch in dieser Stellung stehenbleiben. Wippschalter findet man zum Beispiel beim Lichtschalter, der Steckdosenleiste oder bei allen möglichen elektronischen Geräten vom Fön über den Staubsauger bis hin zu Tischleuchten. Wippschalter gibt es in beleuchteter und unbeleuchteter Ausführung und in vielen verschiedenen Farben.

Wirbel

Von einem Wirbel wird in der Forstwirtschaft beim einem Baum gesprochen, dessen Holz einen gewellten oder unregelmäßigen Faserverlauf besitzt.

Wirtschaftsglas

Wirtschaftsglas ist die indifferente Bezeichnung für "Alltagsglas" wie etwa Glas für Wein- oder Bierflaschen oder Glasbehälter aller Art. Unter Wirtschaftsglas kann auch ganz normales Fensterglas verstanden werden.

Wirtschaftsholz

auch: Wirtschaftshölzer

Wirtschaftsholz ist die generelle Bezeichnung für einheimische oder tropische Holzarten, die sich weder als massives Bauholz, noch als Holz für die Parkett- oder Paneelfertigung, noch als (Furnier)Holz für die Möbelindustrie eignet. Dennoch ist dieses Holz wichtig für die Herstellung von Holzwerkstoffplatten, Laminaten und Papier, aber auch für die Fertigung von Kisten und dergleichen. Auch für Streichhölzer braucht man einen Rohstofflieferanten - beispielsweise die Pappel, die in unseren Gebieten schnell wächst und ein reines Wirtschaftsholz ist. Unter diesen Begriff fallen auch Holzstämme, die wegen Krummwuchses usw. bei der normalen Forstbewirtschaftung geschlagen werden.

Wischprobe

auch: Wischproben

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Die Wischprobe ist Teil der Untergrundprüfung von Beton, bevor dieser verputzt werden soll. Zur Untergrundprüfung zählen optische Prüfung, Wischprobe, Kratzprobe, Benetzungsprobe, CM-Prüfung und Temperaturmessung. Bei der Wischprobe wird mit der flachen Hand über die Betonoberfläche gestrichen, um Staub und Schmutz festzustellen. Die Wischprobe muss an mehreren Stellen vorgenommen werden. (Abbildung:Knauf)

Wischtechnik

auch: Wischtechniken

Die Wischtechnik ist eine Malertechnik, mit der einer Wand ein attraktives Aussehen verpasst werden kann. Es ist eine Nass-in-Nass-Technik, die zügiges Arbeiten erfordert. Als Werkzeug für den Farbauftrag fungiert bei der Wischtechnik ein Naturschwamm oder ein spezieller Wischhandschuh. Dabei wird über eine zuvor mit dem Pinsel aufgetragenen Farbton ein zweiter Farbton mit dem Lappen oder dem Schwamm aufgetragen. Die Technik eignet sich, um Wandflächen dynamisch zu gestalten oder einen Blickfang herzustellen, z.B. im Bad (Wasserimitation) oder Kinderzimmer. Der Auftrag kann auf einer Raufaser oder glattem Putz erfolgen.

Wohnblockhäuser

auch: Wohnblockhaus

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Wohnblockhäuser sind Blockhäuser, die zum ständigen Wohnen gebaut werden. Dementsprechend gut gedämmt müssen sie sein. Die Blockbauweis ist die älteste und ursprünglichste Art, ein Holzhaus zu bauen. Zur Blockbauweise gehören sowohl Vollholzkonstruktionen aus Balken, Bohlen oder aus mehreren Lagen miteinander verleimter oder vernagelter Bretter als auch mehrschalige Konstruktionen mit Außen-, Kern- oder Innendämmung. Die Rundhölzer werden zur Fugenabdichtung konkav ausgefräst, übereinandergestapelt und an den Hausecken oder beim Stoß mit den Zwischenwänden verzahnt oder überlappt. Die Wände aus Blockbohlen werden durch Nut und Feder miteinander verbunden und in gleicher Weise miteinander überlappt. Als zusätzliche Dicht- und Dämmmaterialien kommen Filze oder Mineralwolle zum Einsatz. Blockbauten speziell aus Polarkiefer überdauern, wie man sich in Skandinavien überzeugen kann, Jahrhunderte. Sie bieten aufgrund ihres diffusionsoffenen Aufbaus ein ausgezeichnetes, natürliches Raumklima und erreichen - je nach Stärke der Balken - beachtliche Wärmedämmwerte. Allerdings werden Wohnblockhäuser in Deutschland zweischalig aufgebaut mit innenliegender Dämmung, damit die strengen Anforderungen der EnEV eingehalten werden können, was auch problemlos geschieht.

Wohncontainer

Wohndachfenster

Wohnfläche

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Eine der zentralen Fragen beim Hausbau ist, wie groß die Wohnfläche des künftigen Eigenheims sein wird. Der Bauherr will sich auf die angepriesenen Versprechungen des Bauunternehmers verlassen können. Deshalb sollte er unbedingt darauf achten, welche von zwei möglichen Wohnflächenermittlungen gelten soll. Um die Wohnfläche zu ermitteln, können die DIN 277 oder die Wohnflächenverordnung vom 25.11.2003 zu Grunde gelegt werden. Die sog. WoFIV ist zwingend anzuwenden, wenn nach den Vorgaben des Wohnraumförderunsgesetzes gebaut wurde, was insbesondere beim Bau von Mietwohnungen für einkommensschwache Familien der Fall ist, wobei das Gesetz auch Anwendung findet bei Eigenheimen, die ebenfalls öffentlich gefördert wurden oder werden. Nach den DIN 277 entspricht die Grundfläche auch der Wohnfläche. Das bedeutet, dass beispielsweise Terrassen, Keller, Balkone und sonstige Flächen in die Berechnung der Wohnfläche mit einfließen, obwohl diese Bereiche nicht zum vollwertigen Wohnen geeignet sind. Dies trifft insbesondere auch auf die Flächen unter Treppen oder unter Dachschrägen zu. Die Wohnflächenverordnung differenziert da genauer. Terrassen, Balkone und Loggien werden nur zu 25 % auf die Wohnfläche angerechnet, unbeheizte Wintergärten zu 50 %, beheizte zu 100 %. Bei der in Deutschland üblichen eineinhalbgeschossigen Bauweise mit Satteldach werden nur Räume mit einer Höhe von mindestens 200 cm zu 100 % der Wohnfläche zugeschlagen. Dachschrägen zwischen 100 und 200 cm nur zu 50 % und solche bis 100 cm oder weniger nur zu 0 % - also gar nicht.

Wohnflächenverordnung

Zur Zeit kursieren zwei, ja sogar drei Regelungen zur Wohnflächenberechnung: Die Wohnflächenverordnung (WoflV), die DIN-Norm 277 „Grundflächen und Rauminhalte von Bauwerken im Hochbau“ und gelegentlich die veraltete DIN 283 zur Wohnflächenberechnung. Öffentlich geförderte Wohnungen oder Eigenheime müssen nach der Wohnflächenverordnung gerechnet werden, beim freifinanzierten Wohnungsbau kann wahlweise nach der Wohnflächenverordnung oder der DIN 277 verfahren werden. Nun werden in der DIN 277 allerdings keine Wohnflächen ermittelt, sondern die Nutz- und Verkehrsflächen einer Wohnung. Für die Wohnflächenberechnung gemäß DIN-Norm gab es die DIN 283, die aber inzwischen nicht mehr gültig ist. Sie wurde vom Deutschen Institut für Normung (DIN) schon vor 20 Jahren ersatzlos zurückgezogen. Beide Berechnungsarten basieren auf der Grundfläche, die in einem ersten Arbeitsschritt ermittelt wird. Diese Grundfläche wird nach der DIN 277 in Nutz-, Verkehrs- oder Funktionsflächen aufgeteilt. Nach der Wohnflächenverordnung werden dagegen die Grundflächen der einzelnen Räume und Freisitze hinsichtlich ihrer Wohnnutzung bewertet. Zum Vergleich: Die Balkon-Grundflächen werden nach der DIN 277 zu 100% in die Nutzfläche eingerechnet, während sie nach der WoflV nur zu einem Viertel als Wohnfläche Berücksichtigung finden. Unterschiedliche Zuordnungen bzw. Bewertungen gibt es auch hinsichtlich der Dachschrägen und der Vorratsräume im Kellergeschoss. Beide Berechnungsarten auf dasselbe Einfamilienhaus angewendet, ergeben gut und gerne einen Unterschied von 20 Quadratmeter. Das bedeutet: Flächenangaben nach der WoflV mit Flächenangaben nach der DIN 277 gleichzusetzen, heißt Äpfel mit Birnen zu vergleichen.

Wohnfolgeanlage

auch: Wohnfolgeanlagen

Wohnfolgeanlagen sind bauliche Anlagen, die in Verbindung mit Wohnungen erfoderlich sind, wie Einzelhandel, Verwaltung, Kino, Theater, Banken usw.

Wohngeld

Das Wohngeld ist ein steuerfreier Zuschuss für eine selbst genutzte Wohnung. Das Wohngeld ist abhängig vom Gesamteinkommen der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder, von der monatlichen Miete bzw. Belastung bei Eigentum an selbstgenutztem Wohnraum und von der Haushaltsgröße. Das Wohngeld wird damit in jedem Einzelfall auf die individuelle Situation der Haushalte zugeschnitten. So erhöht sich das Wohngeld, wenn zum Beispiel die Kinderzahl steigt oder wenn das Einkommen wegen Arbeitslosigkeit sinkt. Andererseits vermindert sich das Wohngeld aber auch, wenn einzelne Haushaltsmitglieder aus der Wohnung ausziehen oder das Einkommen steigt.

Wohnkeramik

Wohnkeramik ist ein allgemeiner Begriff für Wand- und Bodenfliesen bzw. -platten aus keramischem Material. Dazu gehören z. B. Terracotta, Feinsteinzeugfliesen oder Spaltplatten. Hauptsächlich verwendet wird der Begriff allerdings, wenn von keramischen Bodenbelägen die Rede ist.

Wohnkirche

auch: Wohnkirchen

Der Begriff der Wohnkirche ist ganz jungen Ursprungs. Weil einerseits die christlichen Religionen in Deutschland, insbesondere die katholische Kirche, nicht ausreichend Seelsorger zur Verfügung stellen können oder (im Falle der ev. Kirche) aus Kostengründen auch nicht wollen, andererseits aber auch die Zahl der regelmäßigen Gottesdienstbesucher stark abnimmt, stehen viele Kirchen leer und müssen abgerissen oder umgewidmet werden. Der Abriß kommt selten in Frage, da ein Sakralbau für die Einwohnerschaft ein Stück Heimat bedeutet und oft auch der Denkmalschutz Einwände erhebt. So werden vielerorts in aufgelassene Kirchen Wohneinheiten eingebaut. Meistens handelt es sich um Sozialwohnungen. In einer überwiegend katholischen Großstadt wie Mönchengladbach gibt es (Stahd 2011) bereits zwei Wohnkirchen. Eine weitere Kirche wurde hier zu einem Klettergarten umgebaut. Bei all diesen Maßnahmen bleiben die Fassaden und natürlich auch die Glockentürme erhalten, wobei der Altarbereich als eine Art Hoffläche dient.

Wohn-Klo

Wohn-Klo ist die in die Umgangssprache eingegangene Bezeichnung für ein sehr kleines bis winziges Appartement in einer Appartementanlage. Solche "Wohn-Klos" wurden und werden insbesondere in Weltstädten und in Städten von besonderer wirtschaftlicher Bedeutung wie Frankfurt oder München gebaut, wo ein Heer junger Angestellter auf einen bezahlbaren Wohnraum angewiesen ist. In London werden "Wohn-Klos" (übrigens zu horrenden Mieten) angeboten, die über eine winzige Sanitärzelle und einen Wohn-Schlafraum samt Kochnische verfügen, wobei die Gesamtwohnfläche 16 qm nicht überschreitet.

Wohnküche

auch: Wohnküchen

siehe Küche.

Wohn-Riester

auch: Wohnriester

Mit dem neuen Eigenheimrentengesetz, auch "Wohn-Riester" genannt, locken attraktive Förderungen für den Bau oder Erwerb der eigenen vier Wände. Sparer, die vier Prozent ihres beitragspflichtigen Vorjahreseinkommens in einen eigenen zertifizierten Altersvorsorgevertrag investieren, erhalten jährlich 154 Euro Grundzulage und für jedes kindergeldberechtigte Kind nochmals 185 Euro Kinderzulage. Ist der Nachwuchs 2008 auf die Welt gekommen, fließen sogar 300 Euro in die Altersvorsorge. Anspruchsberechtigte, die zu Beginn eines laufenden Förderjahres maximal 24 Jahre alt sind, bekommen für ihre Einzahlungen ab 2008 zusätzlich einen einmaligen Berufseinsteigerbonus in Höhe von 200 Euro.

Wohnungsbau

Wohnungsbau ist ein sehr allgemeiner, insbesondere politischer Begriff für den Teil des Baugewerbes, der sich mit dem Bau von Wohnungen beschäftigt. Obwohl auch ein Eigenheim eine Wohnung ist, wird unter dem Begriff Wohnungsbau jedoch mehrheitlich der Bau von Mietshäusern verstanden. Landläufig heißt ein Ministerium auf Bundes- oder Landesebene, das für den Wohnungbau zuständig ist, "Wohnungsbauministerium". Der seit Jahren nachlassende Wohnungsbau ist zu einem Politikum geworden, da in vielen Städten Wohnungsnot herrscht, die vor allem in den Ballungsgebieten zu hohen Mietsteigerungen geführt hat.

Wohnungseigentümergemeinschaft

Wohnungseingangstür

auch: Wohnungseingangstüre, Wohnungseingangstüren

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Tür, die in einem Mietshaus oder einer Eigentumswohnanlage aus dem Flur, dem Korridor oder einem Laubengang in die Wohnung führt. Wohnungseingangstüren sind sehr häufig in optisch ansprechender, in Wirklichkeit aber keinerlei Sicherheit gegen Einbruch oder Feuer bietender Bauweise ausgeführt. Sie werden aus denselben Materialien wie Innentüren oder Hauseingangstüren angefertigt. Die Redaktion von "baumarkt.de" empfiehlt, nur Wohnungseingangstüren einzubauen, die auch schweren Einbruchswerkzeugen (Klasse WK 4) und einem Feuer mindestens 60 Minuten standhalten (Klasse T 60), siehe auch einbruchhemmende Türen.

Wohnungstrenndecken

auch: Wohnungstrenndecke

Decken, die verschiedene Wohnungen voneinander trennen. Bei Wohnungstrenndecken muss besonders auf den Luftschallschutz und Trittschallschutz geachtet werden. Die Luftschalldämmung kann von Massivdecken und Holzbalkendecken gleichermaßen problemlos erfüllt werden. Bei Holzbalkendecken wird dies durch den Einbau von geeigneten Dämmstoffen im Hohlraum und einer Unterdecke aus Gipsplatten sichergestellt.

Wohnungstrennwände

auch: Wohnungstrennwand

Wohnungstrennwände sind Wände, die verschiedene Wohnungen voneinander trennen. Bei diesen Bauteilen muss besonders auf den Luftschallschutz geachtet werden. Auch bezüglich des Brandschutzes werden bei Wohnungstrennwänden erhöhte Forderungen gestellt.

Wohnungstür

auch: Wohnungstüre, Wohnungstüren

Wolgasthaus

auch: Wolgasthäuser

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Ein Wolgasthaus ist der Urgroßvater des heutigen Fertighauses. Benannt sind die Häuser nach dem Ort Wolgast an der Ostsee. Bereits 1890 wurden diese vorgefertigten Häuser als Alternative zum "Nassbau" dort auf einer ehemaligen Werft für Segelschiffe gebaut. Wolgasthäuser waren „zerlegbar“, wie es ein dreisprachiger Prospekt aus dem Jahr 1892 erklärt. Und so konnten die Häuser, in Einzelteile zerlegt, bis nach Deutsch-Ostafrika und Südamerika exportiert werden. 1893 wurde auf der Weltausstellung in Chicago ein Wolgasthaus aufgebaut. Dieses Holzhaus in Fertigbauweise steht heute in Bad Ischl. Um 1900 gab es also so etwas wie einen „Hype“, was die malerischen Wolgasthäuser betrifft, die trotz Anleihen beim Schweizerischen und dem nordisch-russischen Baustil irgendwie unverwechselbar sind.

Wolkenkratzer

Die deutsche, fast wörtliche Übersetzung von Skyscaper, dem US-Begriff für ein Hochhaus.

Wood-Plastic-Composites

siehe WPC.

WPC

auch: Wood-Plastic-Composites, Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoffe, Holz-Kunststoff-Composite, extrudiertes Holz

Wood-Plastic-Composites (WPC) sind thermoplastisch verarbeitbare Verbundwerkstoffe, die aus unterschiedlichen Anteilen von Holz, Kunststoffen und Additiven bestehen, und durch thermoplastische Formgebungsverfahren, wie z.B. Extrusion, Spritzguss oder Presstechniken, verarbeitet werden. Die wörtliche Übersetzung von WPC lautet: Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoffe. Ein typisches WPC-Produkt ist z.B. ein extrudiertes Profil für einen Terrassen-Bodenbelag, aus 70% Holzmehl (meist Nadelholz aus Sägewerksabfällen, z.B. Sägemehl), 25% Polyethylen oder Polypropylen und 5% Additiven, wie Haftvermittler, UV-Schutzzusätzen und Farbpigmenten. Ideal als Terrassenholz ist WPC deshalb, weil es haltbar wie Bangkirai ist, völlig frei von Ästen, Rissen, Verzug und Verformung. Selbst an Schnittkanten ist der Holzwerkstoff zudem völlig frei von Splitterbildung. Neben der Splitterfreiheit haben Holz-Kunststoff-Composites die Eigenschaft, sich noch etwas auszudehnen. Dies führt zu sehr kleinen Fugen, die ein sorgenfreies Spielen der Kinder auf der Terrasse ermöglichen. Wichtig ist, dass das Ausdehnungsverhalten genau bekannt ist, damit es später nicht zu Problemen kommt.

Wrasenabzug

Wrasenblech

siehe Wrasenschutz.

Wrasenklappe

auch: Wrasenklappen

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Abluft und Abgase werden über Abluftrohre nach außen befördert. Dabei enden die Rohre in Wrasen­klappen aus Edelstahl, die in das Mauerwerk eingelassen worden sind. Die Wrasenklappen verfügen dem­nach über einen Anschlußstutzen an die Rohrleitung. Wrasenklappen haben immer selbstschließende Lamellen, die sich öffnen, wenn Abluft oder Abgase entweichen wollen.

Wrasenschutz

auch: Wrasenblech

Unter Wrasen wird der Koch- und Backdunst aber auch der Wasserdampf aus einer Spülmaschine verstanden. Einen Wrasenschutz findet man dementsprechend zum Beispiel bei Herden oder Geschirrspülmaschinen. Als Wrasenschutz kommen im allgemeinen schmale Bleche zum Einsatz. Bei einem Herd wird das Wrasenblech während des Grillens mit einem Infrarot-Grill in Klemmen unterhalb der Schalterblende geschoben. Es dient hier dem Schutz vor Verschmutzungen und vor Hitze. Das Wrasenblech hindert beim Herd die Backofentür davor, ganz geschlossen werden zu können. Die Tür wird also an das Wrasenblech angelehnt. Bei der Geschirrspülmaschine verhindert das Wrasenschutzblech, dass Wasserdampf an die Arbeitsplatte gelangen kann, wenn nach dem Spülen die Tür des Geschirrspülers geöffnet wird. Das Wrasenschutzblech wird dementsprechend an der Unterseite der Küchenarbeitsplatte angebracht.

WSVO

WU-Beton

siehe Weiße Wanne.

Würfelbruch

Würfelbruch ist ein typisches Schadensbild bei einem Befall des Holzes mit holzzerstörnenden Pilzen (speziell Braunfäule). Genauer gesagt zeigt sich ein Zerfall des Holzes quer und längs zur Faserrichtung. Es entstehen kleine Würfel von 0,5 cm bis hin zu großen Würfeln mit einer Kantenlänge von mehreren Zentimetern. Oft wird behauptet, dass großer Würfelbruch auf einen Befall durch Echten Hausschwamm schließen lässt, während der kleine Würfelbruch quasi als Ausschluss­kriterium für den Echten Hausschwamm gilt. Hier muss zu größter Vorsicht geraten werden. Es ist zwar tatsächlich so, dass es sich bei einem Vorliegen von sehr großem Würfelbruch oft um Echten Hausschwamm handelt, aber das heißt nicht, dass bei kleinerem Würfelbruch nicht auch ein Befall durch Echten Haus­schwamm bestehen kann kann.

Würfelkapitell

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Kapitelle waren in der mitteleuropäischen Baugeschichte ein besonderes Merkmal der Romanik, zu den wesentlichen Gestaltungsformen gehörte das Würfelkapitell mit seiner eher quadratischen Ausführung. Das Würfelkapitell vermittelt zwischen dem (runden) Säulenschaft und der viereckigen Deckplatte. Die Oberfläche des Würfelkapitells war ursprünglich glatt, vom frühen 12. Jahrhunderts an mit germanischen oder antiken Ornamenten, mit Figuren, Blattwerk oder geometrischen Mustern verziert.

Würfelmuster

Würfelparkett

auch: Würfelmuster

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Beim Würfelparkett werden einzelne Stäbe zu Quadraten zusammengefügt, deren Richtung abwechselnd um 90 Grad versetzt ist. Dabei entsteht die Optik eines Schachbrettes. Das Würfelmuster ist eines der beliebtesten Verlegemuster für Parkett. Mitunter wird Würfelparkett auch umlaufend mit einem Gehrungsfries versehen. Für ein Würfelmuster muss die Länge eines Stabes ein Mehrfaches der Stabbreite sein, z.B. 49 x 7 cm

Wurmputz

auch: Wurmputze

Wurzelfestigkeit

Die Wurzelfestigkeit ist für alle Baumaterialien von Wichtigkeit, bei denen ein Durchwurzelungsschutz unabdingbar ist. Das gilt für Materialien auf einem Gründach ebenso wie für Materialien zur Kellerabdichtung. Die Wurzelfestigkeit wird in Prüfinstituten so ermittelt, dass unterschiedliche Pflanzen über Jahre in Folienbehältern herangezogen werden und dabei kontrolliert wird, ob sich eine Wurzelfestigkeit des Materials ergibt oder nicht.

Wurzelpfahl

auch: Wurzelpfähle

Wurzelpfähle sind kleine Bohrpfähle mit einem Bohrrohrdurchmesser von 8 bis 30 cm (je nach Verwendungszweck. Den Namen erhalten Wurzelpfähle aufgrund der Tatsache, dass die eine enge Verbindung mit dem umliegenden Erdreich aufweisen. Das geht sogar bei rolligen Böden bis zu einer Injektion der Umgebung. Durch die enge Verbindung können Wurzelpfähle sehr hohe Tragkräfte aufnehmen. Die Tragfähigkeit kann bis zu 600 KN beitragen und ist abhängig von Durchmesser, Bewehrung und Bodenverhältnisse. Auch die Einbindelänge in die tragfähigen Bodenschichten trägt maßgeblich zur Tragfähigkeit eines Wurzelpfahls bei. Der Vorteil von Wurzelpfählen liegt darin, dass bestehende Gebäude beim Einbringen der Pfähle im Drehbohrverfahren keinerlei Erschütterungen erfahren und die Setzung mit ein bis zwei Millimeter eher gering sind. Darüber hinaus können Wurzelpfähle für alle Bodenarten verwendet werden. Eingesetzt werden die Pfähle z.B. für Brücken, Stützmauern, Baugrubenaussteifungen und sämtliche Tiefgründungs- und Verankerungsaufgaben bei Hoch- und Industriebauten, .

Wurzelschutzfolie

auch: Unkrautgewebe

Die Wurzelschutzfolie ist eine spezielle Folie, die verhindern soll, dass im Garten auf Kieswegen, Pflanzbeeten oder Kiesstreifen das Unkraut sprießt. Das Bändchengewebe der Wurzelschutzfolie oder Unkrautgewebe aus PP/PE ist wasserdurchlässig. Bisher wurde hierzulande die Wurzelschutzfolie in Gartenbaubetrieben und Baumschulen erfolgreich eingesetzt. Jetzt entdeckt man dieses Gewebe auch für den Privathaushalt.