Das große Baumarkt Lexikon

Alles zum Thema "T"

T30-Tür

auch: T30-Türen

Bei einer T30-Tür handelt es sich um eine Feuerschutztür, die einem Feuer 30 Minuten standhalten kann. Solche feuerhemmende Türen sind vor allem in bestimmten Gewerbe- und Industriebereichen vorgeschrieben. Aber auch Wohnungseingangstüren sollten einem im Treppenhaus oder Korridor entstandenem Feuer eine gewisse Zeit Paroli bieten können. T30-Türen können mit verschiedenen Zusatzaustattungen wie Rauchschutz, Schallschutz oder einbruchhemmender Ausstattung versehen sein. Darüber hinaus sind auch T30-Türen mit Oberlicht bzw. Oberblende möglich. Bei der Montage von T30-Türen ist zu beachten, dass diese mit Mörtel oder einem speziellem Brandschutzschaum eingebaut werden müssen.

Tachymeter

auch: Tachymetrie

Ein Tachymeter ist ein Theodolit, bei dem neben Vertikal- und Horizontalwinkeln noch die Distanz (eine Strecke) gemessen werden kann. Somit erhält man in einem einzigen Arbeitsgang alle für die Kartierung notwendigen Daten. Die Tachymetrie bezeichnet dementsprechend die "Schnellmessung" der Geodäten. Sie ermöglicht die gleichzeitige Aufnahme der Lage und Höhe vieler Punkte für technische Projekte, Katastervermessung oder zur Herstellung großmaßstäbiger Karten.

Tachymetrie

siehe Tachymeter.

Tacker

Unter "Tacker" wird zumeist ein Handtacker verstanden. Er funktioniert ähnlich wie ein Elektrotacker, jedoch werden die Klammern nicht per elektrischer Kraft oder mittels Druckluft verschossen, sondern durch Federdruck. Der Handtacker wird beispielsweise verwendet zum Befestigen von Stoffen und Folien auf Holz, zum Befestigen der Unterspannbahn oder für zahlreiche andere Dinge rund um Haus und Garten. Im Regelfall können nur Holz und Holzwerkstoffe getackert werden, wenn das Holz nicht zu hart ist. Naturhölzer und Sperrhölzer sind besser zu tackern, weil die Fasern eine zusätzliche Klemmkraft ausüben. Andere Holzwerkstoffe wie Spanplatten sind nur mit geharzten Klammern einigermaßen gut zu tackern. Neben geharzten Klammern werden je nach Einsatzzweck Feindrahtklammern oder Flachdrahtklammern benutzt. Neben Handtacker und Elektrotacker gibt es noch Hammertacker und Drucklufttacker.

Tackerplatte

auch: Tackerplatten, Takkerplatten

Tackerplatten werden speziell für den Einbau von Fußbodenheizungen mit Kunststoffrohren verwendet. Sie haben Aufbauhöhen zwischen 20 und 30 mm und werden als Falt- oder Rollbahnen geliefert. Auf der Oberseite verfügen sie über Rasteraufdrucke als Verlegehilfe bei der Heizrohrverlegung. Die Rohre werden auf der Platte durch sog. Ankerclips mit speziellen Tackergeräten befestigt. Die Alternative zu dieser Verlegemethode ist das Verlegen in Noppenplatten.

TAE-Dose

auch: TAE-Dosen

TAE steht für Telekommunikations-Anschluss-Einheit. TAE-Dosen sind die in Deutschland üblichen Steckdosen zum Anschluss analoger Telekommunikationsgeräte an das analoge Telefonnetz. Sie werden in der Regel vom Netzbetreiber installiert. Es gibt verschiedene Ausführungen von TAE-Steckdosen, wobei die Dreifach-TAE am häufigsten vorkommt. An solch eine Dose können ein Telefon und zwei Zusatzgeräte angeschlossen werden.

Tafelbauweise

auch: Holztafelbau, Tafelbauweisen

Die Tafelbauweise ist eine Weiterentwicklung im Holzrahmenbau insoweit, als die Wärmedämmung und Beplankung schon werksseitig in bzw. auf die Rahmenkonstruktion gebracht wird. Dadurch wird Serienfertigung möglich. Die meisten Fertighäuser werden in Tafelbauweise errichtet. Die Tafeln (=Wände) werden incl. Fenster und Türen zur Baustelle gefahren, dort mit Hilfe eines Krans auf die Bodenplatte oder Kellerdecke gehoben und dann damit verankert.

Tafelparkett

auch: Parketttafel

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Tafelparkett, auch Französisches Parkett genannt, gilt nicht umsonst als "Königin unter den Holzfußböden". Es fasziniert durch handwerklich anspruchsvolle und optisch wirkungsvolle Geometrische Muster aus Rauten und Sternen. Tafelparkett besteht aus in Tafelform zusammengefügten Verlegeeinheiten. Diese können aus einer "Blindplatte" mit aufgeklebten Parkettelementen oder aus Vollholzteilen bestehen, die zu einer Tafel gefügt sind. Tafelparkett wird vor allem bei Restaurierungsarbeiten eingesetzt und dann verklebt oder genagelt.

Tagebau

Tagebau ist die klassische Bezeichnung für den Abbau von Bodenschätzen, die bei Tageslicht gewonnen werden können. Bekannt ist der Braunkohletagebau, aber auch der Abbau von Gips für die Baustoffindustrie, Ton für die Ziegelindustrie, Lava für den Straßenbau oder Marmor sowie Schiefer oder andere Natursteine gilt als Tagebau. Um Bodenschätze im Tagebau abbauen zu können, muss ein umfangreiches, gesetzlich im Bundesberggesetz genau definiertes Erlaubnisverfahren beantragt und bewilligt worden sein.

Tagesleuchtfarben

Tageslichtlenkung

Wo große Glasflächen sind, zum Beispiel in vielen Bürokomplexen, spielt die Tageslichtlenkung eine immer wichtigere Rolle, zumal sich die sommerlichen Hitzephasen in Mitteleuropa in den letzten Jahren erhöht haben. Der Begriff der Tageslichtlenkung umschreibt das Öffnen oder Schließen von Jalousien je nach Intensität der Außenhitze und der Sonnenbestrahlung auf die Glasflächen. Der Lichteinfall wird entweder manuell gelenkt, wie es jedermann macht, der eine Jalousie öffnet oder schließt - oder eine Digitalsteuerung übernimmt diese Funktion. Außenliegende Jalousien halten die Hitze von der Glasscheibe ab, mindern also ein Aufheizen des Fensterglases. Andererseits ist die sog. Außenbeschattung störanfällig, insbesondere bei starkem Wind, Eisregen und Frost. Bei der Tageslichtlenkung setzen sich deshalb immer mehr dreifach verglaste Fenstersysteme durch, bei denen die Jalousien zwischen jenen zwei Glasscheiben liegen, die nicht mit Gas befüllt sind. Solche Systeme sind mit Sonnenschutz-Isolierglas ausgestattet, die einen guten Hitzeschutz bei hoher Lichtdurchlässigkeit garantieren. Gleichfalls müssen diese Systeme aber auch die Anforderungen an die Wärmedämmung erfüllen, wobei die Hersteller solcher Verglasungen dabei von einem "Werte-Mix" sprechen.

Tageslichtsensor

auch: Tageslichtsensoren

Dieser Sensor misst die Helligkeit und entscheidet, ob Licht an- oder ausgeschaltet werden muss. Mit einem Tageslichtsensor lässt sich zudem die künstliche Beleuchtung, je nach Intensität des einfallenden Tageslichts, so regulieren, dass zum Beispiel an einem Arbeitsplatz stets ein konstantes Beleuchtungsniveau herrscht. Das spart nicht nur Energie, sondern ist auch für die Augen und die Konzentration eine Entlastung.

Tageslicht-Spot

auch: Tageslicht-Spots

siehe Lichtkamin.

TA-Lärm

Das Bundesimmissionsschutzgesetz (BImschG), genauer gesagt, die zur Auslegung dieses Gesetzes erlassene Rechtsvorschrift "Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm" (TA-Lärm), definiert "Lärm" folgendermaßen: "Lärm ist Schall (Geräusch), der Nachbarn oder Dritte stören (gefährden, erheblich benachteiligen oder erheblich belästigen) kann oder stören würde." Auch der Gesetzgeber geht also davon aus, dass Lärm erheblich vom subjektiven Empfinden ausgeht und damit nicht messbar ist. Die TA-Lärm enthält jedoch sogenannte Immissonsrichtwerte, die nicht überschritten werden dürfen. An diesen Richtwerten orientieren sich häufig auch die Richter, wenn sie im Nachbarstreit zum Thema "Lärm" eine Entscheidung treffen sollen. Die Richtwerte werden in Dezibel angegeben, sie messen den Schalldruckpegel. Bei der zulässigen Höhe kommt es auf die Art der zu schützenden Nutzung an, aber auch auf die Art des Lärms selbst. Es gibt deshalb Orientierungswerte für die Stadtplanung, Imissionsgrenzwerte für den Straßenverkehr und Richtwerte für Gewerbelärm und Sportanlagen. Die TA-Lärm galt lange Zeit nur für Anlagen, die einer Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) bedurften. In der aktuellen Fassung ist sie auch auf nicht genehmigungsbedürftige Anlagen, zu denen die bei weitem meisten der Anlagen nach dem BImSchG zählen, anwendbar. Doch auch hier gibt es Ausnahmen. Die TA Lärm gilt allerdings nicht bei: -Sportanlagen, -sonstigen nicht genehmigungsbedürftigen Freizeitanlagen, -nicht genehmigungsbedürftigen landwirtschaftlichen Anlagen, -Schießplätzen, auf denen mit Waffen ab Kaliber 20 mm geschossen wird, -Tagebaue und die zum Betrieb eines Tagebaus erforderlichen Anlagen, -Baustellen, -Seehafenumschlagsanlagen, -Anlagen für soziale Zwecke.

Tali

auch: Missanda

Tali ist die Bezeichnung für eine Holzart aus dem tropischen Afrika. Im englischsprachigen Raum ist das Holz auch als "Missanda" bekannt. Das Holz ist sehr dauerhaft sowie resistent gegen Pilze, Insekten und Bohrmuscheln. Das Holz ist biologisch wirksam: Es kann die Schleimhäute reizen und Allgemeinstörungen oder Lähmungen bewirken. Auf Grund seiner Dauerhaftigkeit und Druckfestigkeit eignet sich Tali bestens für die Verwendung im Freien aber auch als Bodenbelag im öffentlichen Bereich, wo die mechanische Belastung erhöht ist. Für Pferdestallboxen findet Tali ebenfalls Verwendung, da hier gleich beide Eigenschaften erfüllt sein müssen, einerseits sind die Pferdeboxen der Witterung ausgesetzt und andererseits muss der mechanischen Belastung durch Huftritt widerstanden werden . Weitere Einsatzbereiche sind Wagenbrücken, befahrbare Bodenbeläge, Industriebodenbeläge, Spielplätze und vieles mehr. Die wohl extremsten Belastungen erleiden Holzwerkstoffe im Wasserbau. Tali wird daher auch für Hafenanlagen, Spundwände etc. verwendet.

Talkum

Die Teilchen des zu Pulver verarbeiteten Magnesiumsilikatminerals Talk (in dichter Form „Speckstein“) besitzen eine ausgeprägte Schichtstruktur. Das Mineral Talkum wird unter anderem in Kitten und Füllmassen eingesetzt. In Farben wird es als pigmentsparender Füllstoff und Schwebemittel eingesetzt. Talkum verbessert die Haftfähigkeit des Anstrichs.

Tallharz

auch: Resin, Tallharze

Tallharze werden in vielen modernen Klebstoffen, z.B. auch in denen für Heftpflaster verwendet. Tallharze werden ebenfalls eingesetzt in der Lack- und Druckfarbenindustrie. Auch sind Tallharze in verschiedenen Schmierstoffen für die Metallverarbeitung enthalten. Auch Kaugummi enthält häufig Tallharz, meist von Rotbuchen. Die mengenmäßig größte Verwendung von Tallharz zusammen mit Aluminiumsalzen ist die Masseleimung von Papieren und Pappen. Diese Imprägnierung hydrophobiert das Papier, so dass es mit Tinte beschrieben bzw. bedruckt werden kann.

TA Luft

Die Technische Anleitung (TA) Luft ist eine Verwaltungsvorschrift zur Reinhaltung der Luft. Sie dient dem Schutz der Allgemeinheit und der Nachbarschaft vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen sowie der Vorsorge gegen schädliche Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen. Die Verwaltungsvorschrift wird praktisch relevant bei der Genehmigung von Anlagen und bei nachträglichen Anordnungen für bereits bestehende genehmigungsbedürftige Anlagen. In der TA Luft sind beispielsweise Grundsätze für die Beurteilung von Projekten, Messvorschriften, insbesondere aber Emissions- und Immissionsgrenzwerte für Luftschadstoffe festgelegt. Da die Grenzwerte dem Stand der Technik entsprechen sollen, müssen sie regelmäßig überarbeitet werden. Grundsätzlich ist die Verwaltungsvorschrift zwar nur für Behörden bindend. Allerdings haben die Gerichte der Technischen Anleitung den Rang einer vorweggenommen Gutachteraussage zukommen lassen, so dass diese indirekt dennoch für die Genehmigung von Anlagen wesentlich ist.

Tambour

Tambour ist u.a. ein Begriff aus der Architektur. Dort ist ein Tambour eine zylinderförmige Mauer, die die Kuppel erhöht, und manchmal mit Fenstern durchbrochen ist. Es wird häufig zwischen Pendentifs und Kuppel geschaltet.

Tandem-Fuchsschwanz

auch: Tandem-Fuchsschwänze, Tandemfuchsschwanz, Tandemfuchsschwänze

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Ein Tandem-Fuchsschwanz ist ein elektronischer Fuchsschwanz mit zwei gegenläufigen Sägeblättern. Mit dem Tandem-Fuchsschwanz lassen sich exakte Schnitte in Holz, Kunststoff und Gasbeton durchführen. Bei Holzarbeiten stellt die Säge eine Alternative zur Kettensäge dar - vor allem wenn ein genauerer und feinerer Schnitt gewünscht und eine hohe Sicherheit verlangt wird.

Tangentialschnitt

auch: Brettschnitt, Fladerschnitt, Sehnenschnitt, Tangentialschnitte

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Der Tangentialschnitt kommt beim Sägen von Furnier oder Holzstämmen allgemein zum Einsatz. Der Tangentialschnitt wird auch Brett- oder Sehnenschnitt genannt. Längsschnitt parallel zur Stammachse und senkrecht zu den Jahrringen, wodurch die Jahrringe bzw. Zuwachszonen so angeschnitten werden, dass eine deutliche Zeichnung, die sogenannte Fladerzeichnung, Flader oder Fladerung entsteht, die mit zunehmendem Abstand der Schnittfläche von der Stammmitte lebhafter wird.

tangierende Bohrpfahlwand

auch: tangierende, Bohrpfahlwände

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Eine tangiernde Bohrpfahlwand ist ein Bauwerk zur Sicherung einer Baugrube. Bei einer tangierenden Bohrpfahlwand entspricht der Achsabstand der Pfähle genau dem Pfahldurchmesser, so dass diese sich tangieren. Die tangierende Bohrpfahlwand ist aufgrund von Ungenauigkeiten beim Bohren nicht wasserdicht, hat aber durch das Fehlen von Pfahlzwischenräumen eine kontinuierliche Stützkraft. Sie besteht aus dicht nebeneinander stehenden bewehrten Stahlbetonpfählen, die Betongüte entspricht in der Regel mindestens einem Beton B 25. Der lichte theoretische Pfahlabstand beträgt hierbei aus herstellungstechnischen Gründen und in Abhängigkeit von der Bodenart etwa 2 bis 5 cm.

Tankanlage

auch: Tankanlagen

Tankschutzsystem

auch: Tankschutzsysteme

Als Tankschutzsystem werden verschiedene Maßnahmen zum Schutz vor Auslaufen von Heizöl in das Erdreich oder in die Kanalisation bezeichnet. Ein Tankschutzsystem ist zum Beispiel eine Kunststoffinnenhülle, die nachträglich in einen einwandigen Heizöl-Lagertank eingebracht wird. Auch doppelwandige Stahltanks können mit solch einer Innenhülle saniert werden, wenn sie korrosionsgefährdet sind. Zusätzlich zu der Kunststoffinnenhülle kann eine vakuumüberwachte Leckanzeige montiert wird. So ausgestattet, ist keine Auffangwanne mehr vorgeschrieben. Ein weiteres Tankschutzsystem ist die Tankraumauskleidung. Mit solch einer Auskleidung können bauseitige Auffangbecken und separate Lagerräume versehen werden. Diese ist sicherer als jede Wandbeschichtung, die ebenfalls als Tankschutzsystem ausgeführt wird. Konkret handelt es sich bei einem Innenschutzanstrich um eine zweikomponentige Beschichtung auf Epoxidharzbasis.

Tanne

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Die Tanne ist ein Baum Mittel- und Südeuropas. Seine Bedeutung als Nutzholz ist deutlich geringer, als die der verwandten Fichte. Der Baum hat meist nur in seiner Anbauregion (z.B. im Schwarzwald) eine gewisse Bedeutung, wird aber auch da oft unter andere Hölzer wie Fichte oder Hemlock gemischt. Das Schnittholz wird in Tischlereien und im geringem Maß auch im Möbelbau eingesetzt. Das Holz ist cremigweiß bis hellbraun und entspricht dem der Fichte, glänzt aber weniger. Tannenholz trocknet leicht und gut, hat aber nur geringe Festigkeit und ist manchmal etwas spröde. Es ist gut zu bearbeiten, verlangt dabei aber gut geschärfte Werkzeuge. Tanne ist nicht pilzbeständig und läßt sich nur unvollkommen imprägnieren.

Tannenblätterling

Der Tannenblätterling ist ein holzzerstörender Pilz. Das beige bis braun gefärbte Pilzgeflecht des Tannenblätterling wächst nur im Holzinneren. Der Befall wird deswegen meist sehr spät erkannt. Die Fruchtkörper wachsen leisten- oder konsolenförmig aus Holzspalten. In frischem Zustand sind sie rötlich mit helleren Randzonen, später werden sie dunkelbraun bis schwärzlich. Auffallend sind die deutlich sichtbaren Lamellen. Der Tannenblätterling ist vorwiegend an Nadelhölzern zu finden. Er bevorzugt sehr feuchtes Holz und ist daher an Bauteilen im Freien (Zäune, Masten, Balkone) besonders verbreitet. Die Blättlinge sind die häufigsten Pilze an Fenstern. Selbst längere Trockenperioden können sie in "Trockenstarre" überstehen.

Tapetenabreißer

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Optisch einem Abzieher für die Reinigung von Fensterscheiben ähnlich, ist der Tapetenabreißer eine Art Schneideschiene mit Haltegriff. Die Schiene ist mit einer feingezahnten und polierten Stahlklinge bestückt und 60 cm breit - entsprechend der üblichen Breite einer Tapetenbahn. Zum Einsatz kommt die Schiene, wenn beim Klebevorgang überlappende Teile einer Tapete am Decken- oder Bodenanschluß abgetrennt werden müssen.

Tapeten-Abrollgerät

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Tapeten-Abrollgeräte können in die Leiter des Malers eingehängt oder auf dem Tapeziertisch aufgestellt werden. Mit ihnen ist nicht nur ein exaktes Zuschneiden von Textil-, Glas- und Vliesfasertapeten möglich. Es können damit auch Stücke und Streifen zugeschnitten werden, ohne dass die Tapetenkanten ausfransen. Das Tapeten-Abrollgerät ist für den professionellen Einsatz gedacht und auf Rollenbreiten bis 110 cm ausgelegt.

Tapeten-Andrückroller

auch: Tapetenandrückroller

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Ein Tapeten-Andrückroller ist ein Maler-Werkzeug mit einer etwa 18 cm langen Walze aus Gummi. Das Gerät eignet sich für alle Tapezier- und verwandte Verlegearbeiten wie z. B. dem Kaschieren von Folien.

Tapeten-Andrückspachtel

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Der Tapeten-Andrückspachtel ist ein Malerwerkzeug, das in etwa die Funktion des Tapeten-Andrückrollers hat. Das Blatt des Spachtels besteht aus Vollkunststoff. Spezielle Andrückspachtel etwa für Glasfasertapeten(% und (%Vliesfasertapeten haben drei nutzbare Andrückkanten.

Tapetenbedarf

Der Tapetenbedarf errechnet sich aus der Höhe des Raumes und dem Raumumfang. Aus Tabellen lässt sich nach dem Ausmessen die Anzahl der benötigten Tapetenrollen ablesen.

Tapeten-Haumesser

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Das Tapeten-Haumesser ist ein Werkzeug zum Ablängen von Tapetenbahnen beim Zuschneiden sowie in Kombination mit der Tapezierschiene zum Zuschneiden der Tapetenbahnenbreiten.

Tapetenkleister

auch: Kleister

Normalerweise bekommt man Tapetenkleister in Pulverform und muss ihn selbst anrühren. Er besteht in der Regel aus Ethylzellulose, Methyzellulose oder ähnlichen Zelluloseverbindungen. Beim Anrühren des Kleisters müssen Art, Gewicht, Papierstärke und Saugfähigkeit der Tapete berücksichtigt werden. Es muss mehr oder weniger Wasser verwendet werden. In welchem Verhältnis Wasser und Pulver stehen müssen, wird auf der Gebrauchsanweisung angegeben. Nach dem Anrühren muss man den Kleister noch 20 Minuten ziehen lassen. Für schwere Papiertapeten und Spezialtapeten wie Gras-, Seiden-, Relief- und Prägetapeten benötigt man einen Spezialtapetenkleister.

Tapetenlöser

Tapetenlöser oder Tapetenablöser sind industriell hergestellte Flüssigkeiten, die auch in einer Sprayflasche angeboten werden. Obwohl Tapetenlöser lösemittelfrei sind, sollte beim Auftragen und ganz besonders beim Sprayen eine Schutzbrille getragen werden. Wenn das Mittel Wirkung gezeigt hat und die alte Tapete aufgeweicht ist, kann sie mit einem Tapetenschaber von der Wand abgehoben werden.

Tapeten-Rapport

auch: Tapetenrapport

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Der Tapeten-Rapport bezeichnet das wiederkehrende Muster einer Tapete. Im Rapport wird der Klebeversatz festgelegt, der dem Tapetenetikett zu entnehmen ist. Die obere Zahl auf dem Etikett gibt die Musterhöhe (hier: 53 cm) und die untere Zahl gibt an, dass die benachbarte Bahnen im Muster 26,5 cm nach oben oder unten geklebt werden müssen. Neben diesem Halbversatz gibt es noch den Viertelversatz sowie gerade und versetzte Ansätze.

Tapetenschaber

auch: Fototapeten

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Tapetenschaber sind langstielige Malerwerkzeuge mit auswechselbaren Stahlklingen. Sie werden fast parallel zur Wand angesetzt, wobei sich durch Stoßbewegung die Tapete löst - oder auch nicht. Relativ leichtes Spiel hat der Tapetenschaber bzw. der malergeselle, wenn er auf Tapeten stößt, die vorher eingeweicht worden sind. Tapetenschaber werden auch eingesetzt, um alte Farbschichten abzukratzen.

Tapetenschiene

auch: Tapetenschienen

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Die Tapetenschiene ist ein zusammenrollbares Werkzeug aus dünnem Edelstahl, das in der Regel sechs Zentimeter breit und zwei Meter lang ist. In zusammengerolltem Zustand wird es mittels einer Schlaufe oder eines Halteclips (siehe Foto) fixiert. Zum Einsatz kommt die Schiene, wenn beim Klebevorgang überlappende Teile einer Tapete am Decken- oder Bodenanschluß mit einem Ziehmesser abgetrennt werden müssen.

Tapetenschneider

Der Tapetenschneider wird an einer Längsseite des Tapeziertisches montiert. Er besteht aus einer Metallschiene, auf der eine Schneidvorrichtung läuft. Damit lassen sich Tapeten exakt auf die gewünschte Länge schneiden. Das Zusatzgerät wird vom Malerhandwerk genutzt, der Heimwerker behilft sich mit einer Schere oder dem Tapetenabreisser aus.

Tapeziernagel

auch: Tapeziernägel

Der Tapeziernagel ist ein Nagel mit einem großen, glatten Kopf. Er ist 9 mm bis 24 mm lang und wird zum Befestigen von Dekorstoffen, Polsterbezügen, Bodenbelägen usw. verwendet.

Tapezierspachtel

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Der Tapezierspachtel ist ein Werkzeug aus Kunststoff zum blasenfreien Andrücken von Tapeten. Als Alternative zum Tapezierspachtel kann auch eine Gummirolle verwendet werden.

Tapeziertisch

auch: Tapeziertische

Tapeziertische werden heute in einfacher Ausführung für die privaten Verwender (Heimwerker), aber auch in aufwendiger Verarbeitung als Profi-Tapeziertische für den gewerblichen Nutzer angeboten. Die handelsüblichen einfachen Tische sind komplett aus Holz und konstruktiv meist sehr leicht und einfach ausgebildet. Profi-Tische bestehen aus einer Holz/Alu-Kombination mit Aluminium-Unterbau (Gestell) und Alu-Rahmen an den Tischbelägen und sind konzeptionell deutlich stabiler ausgelegt. An der Längsseite des Tapeziertischs läßt sich ein Tapetenschneider, an einer der Schmalseiten ein Kleisterautomat montieren.

Taschenhobel

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Der Taschenhobel ist ein kleiner Hobel, der - wie sein Name schon sagt - in der Tasche mitgeführt werden kann, um kleinere Hobelarbeiten insbesondere auch an schwer zugänglichen Stellen auszuführen. Taschenhobel werden immer aus Metall gefertigt, und zwar meistens aus Leichtmetall. Die Normalausführung wird auch in einer Variante mit zusätzlichem Handgriff angeboten.

Taster

auch: Tastschalter

Tastschalter, auch Taster genannt, sind Schalter, die nur auf Tastendruck einen Stromkreis öffnen oder schließen. Dabei wird die Wippe mittels Federkraft immer auf Ausstellung gedrückt. Am häufigsten verwendet man Taster zum Schließen eines Stromkreises, also zum Beispiel für Stromstoßschaltung im Flur oder Treppenhaus, die selbstabschaltende Treppenhausbeleuchtung, als Klingel oder Türöffner.

Tastschalter

siehe Taster.

Tatajuba

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Tatjuba ist ein Holzart. Natürliches Verbreitungsgebiet des Tatajuba ist das Amazonasbecken in Südamerika. Farbe und Eigenschaften ähneln den afrikanischen Holzarten Iroko und Bilinga. Tatajuba hat, wie diese Hölzer, im frischen Zustand zunächst eine gelbbraune Farbe, die rasch am Licht in ein beständiges Rotbraun nachdunkelt. Die Struktur des Holzes ist homogen und dicht. Das Holz hat trotz seiner erhöhten Dichte ein geringes Schwindmaß. Die Härte ist analog der Dichte hoch, etwas über der von Eiche. Tatajuba ist witterungsfest und wird je nach Autor in Dauerhaftigkeitsklasse 1 bzw. 2 eingestuft. Verwendung findet es im Garten- und Landschaftsbau zum Beispiel für Parkbänke oder schwere Gartenmöbel. Auch Treppen innen wie außen, Bootsbau und Werkzeugstiele zählen zu seinen Einsatzgebieten.

Tauari

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Dieses mittel- und südamerkanische Holz besitzt ein gelbes Splintholz, das oft ähnlich gefärbt wie das Kernholz ist, welches aber auch rot-braun sein kann. Das Holz von Tauari hat ein sehr raffiniertes Muster und glatte Fasern. Die Jahresringe sind mal sichtbar, mal nicht zu erkennen. Es ist ein starkes Holz, welches gut trocknet. Es lässt sich gut polieren, färben und beizen. Das Holz verfügt über eine durchschnittliche Ausdauer. Es ist anfällig für Pilzbefall, aber sehr aufnahmefähig für Holzschutzmittel. Anwendungsbereiche sind Schiffsbau, Zimmererholz, Rahmenholz als Ersatz von Ramin, Schnitt- und Rundholz und Holzdielen. Ähnelt in seinen Eigenschaften einer astfreien, aber harten Eiche. Als verklebtes Stabparkett auf Fußbodenheizung geeignet (flexiblen Kleber benutzen). Wird als astfreie und stabilere Alternative zu Eichendielen eingesetzt.

Taubenspitzen

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Taubenspitzen werden vornehmlich aus Edelstahl hergestellt und dienen dazu, Tauben insbesondere von historischen Gebäuden fernzuhalten, wo sie bekanntlich große Schäden insbesondere bei Gebäuden aus Sandstein verursachen. Der Taubenkot entwickelt, wenn er sich mit Regen vermischt, eine Ätzwirkung, die den Stein angreift. Eine weitere Gefahr ist die Übertragung von Krankheitserregern und Parasiten über den Taubenkot auf Haustiere und den Menschen. Deshalb werden Taubenspitzen auf Dächer, Mauernischen und Gesimse montiert, um die Tauben daran zu hindern, sich hier niederzulassen und Nester zu bauen. Weitere Maßnahmen zur Taubenabwehr siehe unter Vergrämung.

Tauchbad

auch: Tauchbäder

Das Tauchbad hat nichts mit dem Tauchbecken zu tun, in das man nach einem Saunagang klettert oder springt. Tauchbäder werden unterschiedlichen Baumaterialien "verordnet", um diese zu entrosten, zu galvanisieren, zu ätzen, zu patinieren oder zu imprägnieren. Metallische Kleinteile wie etwa eine rostige Fahrradkette werden in einem Tauchbad, das eventuell nur aus einer kleinen Schale besteht, entrostet. Gartenholz kann, wenn es nicht schon dampfdruckimprägniert ist, in einem Tauchbad wetterfest gemacht werden.

Tauchbecken

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Sehr unterschiedlich zu verstehender Begriff, denn die Imprägnierung von Holz kann ebenso in einem Tauchbecken geschehen wie das Eintauchen von Keramik in ein Tauchbecken mit flüssiger Glasur. Üblicherweise wird unter diesem Begriff jedoch ein Saunatauchbecken verstanden. Diese gibt es vorgefertigt aus Polyester, wobei kleine Tauchbecken etwa 500 l Wasserinhalt haben und bei etwa 75 cm Tiefe und Maßen von 1 x 1,5 m eher als Hockbad bezeichnet werden müßten. Das Tauchbad kann zwar ersetzt werden durch eine Schwalldusche, in professionellen Saunabetrieben gehört ein größeres Tauchbecken jedoch zum Standard. Das mit kalten Wasser gefüllte Becken dient der Abkühlung nach einem Saunagang. Diese Becken haben eine "Tauchtiefe" um die 125 cm und können dann leicht bis 2.000 l Wasser fassen, das ebenso gereinigt und gefiltert werden muss, wie das Wasser in einem Pool. Der Einstieg über eine Treppe ist rutschhemmend profiliert, ein Handlauf muss ebenso angebracht werden wie ein Überlauf oder eine Überlaufrinne. Unser Foto zeigt ein Tauchbecken des Herstellers RIVIERAPOOL. Natürlich können Tauchbecken auch als verflieste Becken in herkömmlicher Bauweise errichtet werden.

Tauchen

auch: Langzeittauchen, Kurzzeittauchen, Tauchverfahren, Tauchtränkung

Tauchen bezeichnet im Bauwesen das Aufbringen von Applikationen. Die Vorteile dieses Verfahrens liegen in der Materialersparnis und damit auch einer Verringerung der Kosten. Bei Holz ist zudem die große Eindringtiefe von Vorteil. Tauchen wird daher häufig zum Imprägnieren von Holz und Holzbauteilen (z.B. Fenstern) verwendet. Die Eindringtiefe der Imprägnierung hängt hauptsächlich von der Dauer des Tauchbades ab. Je länger die Dauer, um so tiefer die Imprägnierung. Es wird daher in Langzeit- und Kurzzeittauchen unterschieden. Beim Kurzzeitauchen wird das Holz zum Beispiel 10 Minuten, beim Langzeittauchen 10 Stunden ins Tauchbad gelegt. In der Industrie wird das Tauchverfahren zum Beschichten von Kleinteilen, aber auch von Großteilen bis hin zu Fahrgestellen von Lkws angewendet.

Tauchpumpe

Tauchrüttler

Tauchsäge

auch: Tauchsägen

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Eine Tauchsäge ist eine Handkreissägemaschine mit einem kleinen Unterschied. Das Sägeblatt lässt sich durch eine Drehachse schwenkend zur Fußplatte bewegen. Das Sägeblatt lässt sich also in den Werkstoff "eintauchen". Dadurch lassen sich zum Beispiel Aussparungen in Türen sägen. Insgesamt lassen sich präzisere Schnitte als bei einer Handkreissäge machen. Neben der Tauchsäge für den Tischler gibt es auch noch Tauchsägen für den Maurer. Diese Tauchsägen sind dafür geeignet Mauerwerk, Beton oder Stahlbeton zu durchtrennen.

Tauchtränkung

siehe Tauchen.

Tauchverfahren

siehe Tauchen.

Taufgebäude

siehe Baptisterium

Taupunkt

Als Taupunkt wird die Temperatur bezeichnet, bei der auf oder in einem Bauwerk Kondensat in Form von Feuchtigkeit entsteht. Der Taupunkt bezeichnet demnach den Übergang vom gasförmigem zu flüssigem Zustand. Bei einer bestimmten Temperatur kann Luft nur eine gewisse Menge Feuchtigkeit speichern. Warme Luft kann mehr Feuchte aufnehmen als kalte. Wenn nun Luft abgekühlt wird, so steigt die relative Feuchte an (die absolut enthaltene Feuchtigkeit bleibt gleich). Irgendwann erreicht die relative Feuchte 100% und dann fällt Tauwasser an (Kondensation). Dieses Phänomen ist beispielsweise oft zu beobachten, wenn warme Raumluft an einem Fenster abkühlt und dadurch die Feuchtigkeit an der Scheibe kondensiert. Besonders kritisch ist es, wenn ein Bauteil aufgrund von Undichtheiten von der warmen Raumluft durchströmt wird. Bei Durchgang kühlt sich die Luft nämlich ab, die relative Luftfeuchtigkeit steigt und es kann zu Tauwasseranfall im Bauteil kommen. Dies wiederum kann Bauschäden und überhöhten Energieverbrauch zur Folge haben.

Taupunktwächter

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Taupunktwächter sind faustgroße Meß­geräte, die mit einem Spann­band auf Kühl- oder Kalt­wasser­leit­ungen befestigt werden. Das Gerät wird über einen Feuchte-/Temperatursensor aktiviert, wenn sich die Raumluft dem Feuchte-Sättigungsgrad nähert und zu Wassertröpfchen kondensieren wird. Bei Kühldecken wird generell ein Taupunktwächter installiert, der sich meldet, wenn der Taupunkt erreicht wird und zur Verhinderung einer Betauung z.B. die Heizung zugeschaltet werden muss.

Tausalz

auch: Auftausalz

Tausalz setzt chemisch den Gefrierpunkt des Wassers herab und hindert dadurch das Überfrieren von nassen Verkehrsflächen.

Tauwasser

auch: Kondensat

Luft kann, je nach Temperatur, nur eine ganz bestimmte Menge an Feuchtigkeit aufnehmen. Dabei kann warme Luft mehr aufnehmen als kalte Luft. Wird diese temperaturspezifische Sättigungsgrenze infolge erhöhten Feuchtigkeitsanfalls oder durch Abkühlung der Luft überschritten, so fällt die überschüssige Feuchtigkeit in Form von Tauwasser aus. Tauwasser durchfeuchtet die Bauteile, vermindert deren Wärmedämmung und verursacht Bauschäden. Es kommt zu Tauwasserschäden.

Tauwasserschaden

auch: Tauwasserschäden

Kommt es durch Diffusion oder Konvektion vor allem bei kühler Witterung zur Bildung von Tauwasser, so kann dies, je nach Tauwassermenge, zu folgenden Schäden führen: - Durchfeuchtung der Wärmedämmung, verbunden mit einer Abnahme der Dämmwirkung. - Feuchtigkeit kann in die Wohnräume dringen. - Permanente Feuchteeinwirkung kann Schäden an der Dach- bzw. Wand- oder Deckenkonstruktion verursachen. - Feuchtebedingte Schimmelpilzbildung kann zu einem gesundheitsschädlichen Raumklima führen.

Tauwasserschutz

auch: Kondensation

Unter Tauwasserschutz werden Maßnahmen verstanden, die Tauwasserschäden vorbeugen. Die wichtigste Maßnahme zum Tauwasserschutz ist die Wärmedämmung. Mit einer Wärmedämmung wird der Temperaturunterschied zwischen Raumtemperatur und der Temperatur der Innenflächen minimiert. So wird die Gefahr verringert, dass ich an Innenwänden Tauwasser bildet und die Wände anfangen zu schimmeln. Die Herstellung der Luftdichtheit der Gebäudehülle ist eine weitere wichtige Maßnahme zum Tauwasserschutz. Durch Luftundichtheiten wird die Temperatur an der Anschlussstelle z.B. von Fensteranschlüssen gefährlich herabgesetzt und es kann zur Überschreitung der Grenzluftfeuchte für Schimmelpilzbildung kommen. Der Hausbewohner selbst kann durch richtiges Lüften zum Tauwasserschutz beitragen. Richtiges Lüften bedeutet - vereinfacht ausgedrückt - ausreichend oft und kräftig und kurz zu Lüften. Dabei sollten alle Fenster und Türen aufgerissen und kräftig für Durchzug gesorgt werden. So kann die Feuchtigkeit schnell entweichen, die Wände und Möbel bleiben aber warm.

TAV

Taxus

siehe Eibe

T-Balken

Bei einem T-Balken handelt es sich um einen T-förmigen Balken. Dieser Balken kann aus Holz, Stahl oder Stahlbeton sein. T-Balken bestehen in der Regel aus mehreren Teilen, Steg und Flansche werden miteinander verleimt, geschweißt oder genagelt. Sie werden auch als T-Profile bezeichnet. T-Balken werden in der Regel aus Gründen der Gewichtsersparnis verwendet.

TBT

Abkürzung für Tributylzinn.

Teak

auch: Teakholz

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Teak kommt auf dem südasiatisches Festland, von Indien bis Indochina und Java vor. Das Kernholz ist gelb, später hell bis dunkelbraun, durch schwarze Adern lebhaft gestreift. Die Frühholzporen sind deutlich gezeichnet. Teakholz wird vor allem für Terrassen- und Schiffsdeckmöbel verwendet. Teakholz ist witterungsbeständig und zum ganzjährigen Verbleib im Freien hervorragend geeignet. Aufgrund des Gehalts an öligen Inhaltsstoffen kann Teak unbehandelt bleiben und erhält dann die bekannte silbergraue Patina. Teak läßt sich bevorzugt mit hartmetallbestückten Werkzeugen gut sägen, hobeln, fräsen, ebenso gut schleifen und drechseln.

Teaköl

auch: Teaköle, Teak-Öle

Möbel aus Teak dürfen generell nicht gebeizt oder lackiert, sondern allenfalls mit Teaköl behandelt werden. Unbehandelte Teakholzmöbel erhalten, wenn sie im Freien aufgestellt sind, im Laufe der Zeit eine graue Patina. Wer sich damit nicht abfinden will, kann das unbehandelte Teakholz mit Teaköl anstreichen. Das Öl zieht tief in das Holz ein und verleiht diesem einen leicht rötlichen Schimmer. Die meisten im Handel erhältlichen Teaköle sind auch zur Behandlung von Hartholzmöbeln (für den Innenbereich) aus Palisander oder Robinie geeignet, selbst Kiefer und Fichte lassen sich damit behandeln. Bei witterungsresistenten Hölzern wie Robinie oder Teak ist Teaköl auch im Außenbereich anwendbar.

Technische Anleitung Lärm

siehe TA Lärm.

Technische Anleitung Luft

siehe TA Luft.

Technische Keramik

siehe Keramik.

Teer

Teer dient neben Bitumen als Bautenschutz und Imprägniermittel sowie als Bindemittel im Straßenbau. Teer ist ein flüssiges bis halbfestes, tiefschwarzes oder braunes Produkt, das bei der trockenen Destillation von Steinkohle, Braunkohle und anderer fossiler Brennstoffe entsteht und in erster Linie aus Kohlenwasserstoff-Gemischen besteht. Teer darf nicht mit Bitumen gleichgesetzt werden, das sind zwei völlig unterschiedliche Produkte.

Teerfarbe

auch: Anilinfarbe, Teerfarben

Als Teerfarben bzw. Anilinfarben bezeichnet man die große Zahl der aus den Bestandteilen des Steinkohlenteers gewonnenen, im weiteren Sinne aber auch alle künstlich hergestellten organischen Farbstoffe überhaupt. Teerfarbstoffe finden ausgedehnte Anwendung in der Färberei, Zeugdruckerei, Buntpapier- und Tapetenfabrikation, zum Färben von Holz, Metall, Leder sowie zur Herstellung von Kinderspielzeug und Tinten. Für viele Zwecke haben sie wegen ihrer glänzenden, in jeder gewünschten Abstufung herstellbaren Töne die natürlichen Farbstoffe völlig verdrängt.

Teerkork

auch: Korkstein, Dämmstoffe

Bei dem unter dem Begriff Korkstein bekannten Teerkork handelt es sich um einen Baustoff, der in der Regel als Wärme- bzw. Schallisolierung verwendet wurde. Wurde deshalb, weil der Baustoff stark PAK-haltig und damit gesundheitsschädlich und mittlerweile verboten ist. Bei der Herstellung von Teerkork wurden dabei kleine Korkbruchstücke in einem Bindemittel aus Steinkohlenteerpech oder Bitumen fest miteinander verklebt. Teerkork wurde zur flächenhaften Isolierung in der Regel als Platten auf den jeweiligen Untergrund heiß verklebt. Als Kleber diente Steinkohlenteerpech. Darüber hinaus kam Teerkork aber auch als Formstücke wie z.B. Rohrschalen zum Einsatz. Aufgrund seiner wasserabweisenden Eigenschaften ist das Material aber auch häufig in Feuchträumen (z.B. Kühlräumen) oder erdberührten Bereichen eingesetzt worden.

Teerpappe

auch: Teerpappen

siehe Asphaltpappe.

Teerpappendach

auch: Teerpappendächer

Ein Teerpappendach ist eine halbharte Bedachung einer mit Asphalt beschichteten Pappe auf Holz. Es verdrängte zwischen 1860 und 1900 insbesondere in Schleswig-Holstein bei landwirtschaftlichen Gebäuden das traditionelle Reet- und Strohdach und veränderte damit die gewachsene Dachlandschaft nachhaltig zugunsten flacherer Dachneigungen.

Teerpigmente

Teerpigmente sind organische Pigmente, die auf synthetische Weise hergestellt werden. Dabei kommen aufwendige chemische Verfahren zum Einsatz. Man unterscheidet lösliche und unlösliche Farbstoffe. Lösliche Farbstoffe dienen unter anderem zum Färben von Textilien. Umlösliche können als Pigmente eingesetzt werden. Teerpigmente werden u.a. in Azo-, Triphenylmethan-, Metallkern-, Carbonyl- und Dioxazinpigmente unterteilt. Dabei besitzen die Metallkernpigmente sehr gute Farbeigenschaften, vor allem eine hohe Lichtechtheit, außerdem sind sie lösemittel-, alkali- und säurenbeständig. Beispiele für Teerpigmente sind Echtgelb, Signalrot oder Azurblau.

Tegernseer Gebräuche

Die Tegernseer Gebräuche stellen eine Handelsform für den Handel mit Rundholz, Schnittholz, Holzwerkstoffen und anderen Holzhalbwaren dar. Von den Spitzenverbänden der Holzwirtschaft nach Feststellung und Sammlung dessen, was durch gleichmäßige, tatsächliche Übung echter Handelsbrauch ist, erstmalig 1950 in Tegernsee (daher der Name) zusammengestellt und schriftlich niedergelegt, nach eingehenden Beratungen alle beteiligten Kreise für die Zweitfassung vom 21. Juli 1956 überprüft und 1961 mit Anlagen ergänzt. Im Jahre 1985 erfolgte eine Anpassung an die weitere Entwicklung, damit liegt die 4. Fassung vor, diese wurde durch das Bundeskartellamt im gleichen Jahr erneut bestätigt.

Tegula

Vom Begriff Tegula ist der Ziegel abgeleitet. Die alten Römer haben ihre Dächer mit dieser Urform des Dachziegels gedeckt. Siehe römisches Leistenziegeldach.

Teich

auch: Teiche

siehe Gartenteich.

Teichsauger

Teilbaugenehmigung

Will ein Bauherr bei seinem Bauvorhaben nicht erst den Abschluss des Baugenehmigungsverfahrens abwarten, kann er eine Teilbaugenehmigung beantragen. Damit wird das Genehmigungsverfahren in Abschnnitte aufgeteilt. Der Bauherr erhält durch eine Teilbaugenehmigung die Erlaubnis zum sofortigen Baubeginn für die beantragten Arbeiten.

Teilbezugsfertigkeit

Von einer Teilbezugsfertigkeit spricht man insbesondere bei anderthalbgeschossigen Ausbauhäusern oder Fertighäusern, wenn der Wohnbereich im ersten Geschoss bezogen werden kann, das Dachgeschoss jedoch noch ausgebaut werden muss. Häufig verwendet man in diesem Zusammenhang auch den Begriff der Ausbaureserve. Ein nicht geringer Teil der Ausbauhäuser sind aufgrund einer knappen Finanzierung nur teilbezugsfertig und werden dann im Laufe der folgenden Monate oder Jahre ausgebaut.

Teilbleichung

siehe Bleichen

teilerschlossen

Teilerschlossen ist ein dehnbarer Begriff aus dem Maklerwesen in Bezig auf die Baureife eines Grundstücks. "Teilerschlossen" bedeutet, dass bestimmte Maßnahmen innerhalb einer Erschließung getroffen worden sind. Das kann also beispielsweise bedeuten, dass das Grundstück am öffentlichen Straßen- und Wegenetz liegt, die Abwasser- und Wasserleitungen oder die Erdgas- oder die Stromversorgung aber noch nicht verlegt worden sind.

Teilflächendämmung

auch: Teilflächen-Dämmung, Teilflächendämmungen, Teilflächen-Dämmungen

Teilgewinde

siehe Fixiergewinde.

Teilklimaanlage

auch: Teilklimaanlagen, Teil-Klimaanlage, Teil-Klimanlage

Bei einer Teilklimaanlage handelt es sich um eine Klimaanlage, die außer der namensgebenden noch mindestens eine weitere Funktion besitzt. Teilklimaanlagen kühlen demzufolge nicht nur, sondern können eventuell auch noch die Luft erwärmen oder Räume entfeuchten.

Teilungserklärung

Beim Kauf einer Eigentumswohnung ist die die Teilungserklärung ein wichtiger Baustein. In ihr wird die Aufteilung eines Grundstücks in Miteigentumsanteile (sogenannte Tausendstel) festgelegt. Die Teilungserklärung definiert Sondereigentum und Sondernutzungsrechte, sie legt beispielsweise Anzahl, Lage und Größen von Wohnungen fest, weist den einzelnen Wohnungen Kellerabteile zu und räumt einzelnen Wohnungen Sondernutzungsrechte z.B. an Grünflächen ein. Die Teilungserklärung hat die Anlage eigener Wohnungsgrundbücher zur Folge, die es wiederum ermöglichen, einzelne Miteigentumsanteile gesondert zu veräußern und auch zu belasten. Anhand der in der Teilungserklärung ausgewiesenen Tausendstel werden dann in der späteren Praxis allgemeine Betriebs-, Instandhaltungs und Reparaturkosten auf die einzelnen Wohnungseigentümer verteilt.

Teilungsgenehmigung

Möchte ein Bauherr sein Grundstück teilen, benötigt er hierfür nach § 19 Baugesetzbuch eine Genehmigung, die so genannte Teilungsgenehmigung. Zunächst bedarf es einer Erklärung gegenüber dem Grundbuchamt, aus welcher sich der Wunsch des Bauherrn nach Teilung des Grundstücks ergibt. Der abgeteilte, in der Fachsprache "abgeschriebene", Grundstücksteil soll dann zu einem selbstständigen Grundstück mit einem eigenen Grundbuchblatt werden. Entspricht der Teilungsantrag den gesetzlichen Erfordernissen, ist über die Teilungsgenehmigung innerhalb von drei Monaten nach Eingang des Antrags zu entscheiden. Diese Frist kann von der Behörde durch einen Zwischenbescheid noch einmal um maximal drei Monate verlängert werden. Wird sie nicht innerhalb dieser Frist abgelehnt, gilt die Genehmigung als erteilt. Sofern es sich um die Errichtung eines Wohngebäudes innerhalb des Geltungsbereichs eines Bebauungsplans handelt, beträgt die jeweilige Frist lediglich einen Monat. Eine Teilung zieht auch Änderungen in der Kartierung des Katasteramtes, Vermessungsaufwand und Gebühren nach sich.

Teilungsversteigerung

Können sich mehrere Eigentümer einer Immobilie nicht darüber einigen, ob und für welchen Preis die gemeinsame Immobilie verkauft werden soll, kann jeder Miteigentümer Antrag auf Teilungsversteigerung stellen. Der Versteigerungserlös wird dann unter den einzelnen Miteigentümern aufgeteilt. Sie kommt häufig bei getrennt lebenden oder geschiedenen Eheleuten sowie Erbengemeinschaften auf Antrag eines Miteigentümers zum Zuge.

Tektonik

Die Tektonik ist die Lehre vom Bau der Erdkruste sowie den Bewegungen und Kräften, die diesen erzeugt haben. In der Archtitektur bedeutet beschreibt die Tektonik das Zusammensetzen von Bauteilen zu einem Bauwerk.

Telefonleitung

auch: Telefonleitungen

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Telefonleitungen können auf, in oder unter Putz in trockenen und feuchten Räumen sowie im Freien eingesetzt werden. Auch die Verlegung in Kabelkanälen oder Leerrohren ist möglich. Nicht zulässig ist die Verlegung im Erdreich und auch direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden.

Teleskop-Astschere

auch: Teleskop-Astscheren

siehe Astschere.

Teleskopausleger

Ausfahrbare Tragsäule für Arbeitsbühnen. Teleskopausleger bilden auch die Tragekonstruktion für schwere Kranwagen, die auf Baustellen beordert werden, wenn besondere Lasten hochgehievt werden müssen, die der normale Auslegerkran nicht schafft. Gelegentlich werden Kranwagen mit Teleskopauslegern auch bei Events für Bungee-Springer eingesetzt.

Teleskopbagger

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Teleskopbagger sind hydraulisch betriebene Standbagger mit Rad- oder Raupenfahrwerk und drehbarem Oberwagen, der mit einem teleskopierbaren Ausleger ausgestattet ist. Durch den beweglichen Ausleger kann das Grabwerkzeug sehr exakt geführt werden. Teleskopbagger eignen sich besonders gut zur Baggerung in engen und niedrigen Räumen, wie z.B. im U-Bahnbau oder für Planierungsaufgaben und Böschungsprofilierungen, wenn genaues Anlegen von Flächen oder Böschungswinkeln notwendig ist. Neben Tieflöffeln und Hochlöffeln können auch Schaufeln und Schilde zum Ausformen von Gräben und Böschungen am Teleskopbagger befestigt werden.

Teleskoplader

siehe Radlader

Teleskop-Mauerrohr

auch: Teleskopmauerrohre

Über Abluftrohre eines Lüftungssystems werden verbrauchte Luft, Dämpfe und auch Küchengerüche nach draußen befördert. Aus diesem Grund müssen Fassaden mit einem Kernbohrer durchbrochen und in das Mauerwerk Teleskop-Mauerrohre eingesetzt werden, die problemlos an die jeweilige Wandstärke angepasst werden können. Derartige Mauerrohre können mit einer Brandschutzklappe und/oder einer Rückstauklappe ausgestattet sein.

Teleskopstapler

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Der Teleskopstapler ist die wendigere Ausführung des Gabelstaplers. Teleskopstapler kommen insbesondere auf Baustellen zum Einsatz, um Baumaterial zu heben. Da der Teleskoparm dreh-, senk- und ausfahrbar ist, kann dieses Transportfahrzeug auch in ungünstigen räumlichen Situationen eingesetzt werden. Der eigentliche Vorteil liegt nicht darin, dass Material hochbefördert werden kann, was ja auch über einen nornmalen Bauaufzug möglich ist, sondern dass das Material vom Lagerplatz abgeholt und ohne Umladen in höhere Rohbaugeschosse gehievt wird.

Teleskopstütze

auch: Teleskopstützen

Der Begriff der Teleskopstütze hat im Baubereich eine unterschiedliche Bedeutung. Einmal werden darunter ausfahrbare Stangen aus Aluminium verstanden, die einen Klemmbereich zwischen 180 und etwa 450 cm haben und bei Überkopfarbeiten im Trockenbau die Bauteile an der Decke so lange fixieren, bis die Montage beendet ist. Zum anderen sind Teleskopstützen aber auch Stangen aus Stahl, die an Türen oder Deckenklappen etwa in einem Dachboden angebracht werden, über eine Druckfeder verfügen und dafür sorgen, dass die Türen oder die Deckenklappen nicht zuschlagen. Dementsprechend sind sie mit Rasthebel und Rastdornen ausgestattet, die in das Schienenprofil einrasten und Tür oder Klappe arretieren.

Tellerbrause

Eine Tellerbrause ist eine besonders flache Regenbrause, die gleichzeitig eine Kopfbrause und dementsprechend fest an Wand oder Decke installiert ist.

Tellerdübel

Tellerkopfschraube

auch: Tellerkopfschrauben

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Tellerkopfschrauben haben eine flache, extra breite tellerartige Kopfform und werden bei der Montage von Holzhäusern, bei der Aufdachdämmung, beim Verbinden von Holzteilen aus Vollholz mit Brettschichtholz oder bei der Befestigung von Dachhaken am Sparren verwendet. Die flache Ausführung des Schraubenkopfes verhindert, dass sich Risse im Holz bilden. Auch die Rückwandkopfschraube, wie sie in der Möbelindustrie verwendet wird, ist eine Tellerkopfschraube.

Tellermischer

Der Tellermischer ist ein Zwangsmischer zum Mischen von Beton, bei dem in einem feststehenden oder umlaufenden kreisförmigen Mischteller mit senkrechter Achse, feststehende oder umlaufende Mischschaufeln angeordnet sind. Der Tellermischer ist ein typischer Chargenmischer.

Tellernagel

auch: Tellernägel

Tellerschleifer

Mit Tellerschleifer werden unterschiedliche Geräte bezeichnet. Ein Tellerschleifer kann z.B. ein Handschleifgerät sein. Es gibt jedoch auch stationäre Tellerschleifmaschinen und solche, mit denen man Parkett schleifen kann. Diese sind wesentlich größer und haben einen oder drei Teller. Dementsprechend werden sie auch Einscheiben-Schleifmaschinen oder Dreischeiben-Schleifmaschinen genannt . Der runde Schleifteller ist bei allen Geräten jedoch gleich. Bei der Handschleifmaschine dreht sich der Schleifteller nur und bewegt sich nicht noch zusätzlich. Durch die Drehbewegung erreicht man eine hohe Abtragsleistung. Das Gerät wird verwendet zum Entfernen von Anstrichen und Lackresten. Planschliffe sind damit allerdings nur schwer herzustellen. Der Exzenterschleifer eignet sich hierfür besser.

Tellerschleifmaschine

auch: Tellerschleifmaschinen

Temperaturamplitudenverhältnis

Das Temperaturamplitudenverhältnis (TAV) ist das Verhältnis der Temperaturspitzenwerte, die sich aufgrund der Temperaturschwankungen auf der Oberfläche einer Außenwand und gedämpft auf der Oberfläche einer Innenwand einstellen. Je kleiner das TAV, desto größer ist der Dämpfungseffekt. Bei TAV=1 würde die Temperatur ungedämpft durch die Außenwand wandern.

Temperatur-Differenz-Suchmethode

Die Temperatur-Differenz-Suchmethode ist ein Verfahren zur Leckortung von wasserführenden Leitungen. Auch die Thermografie eignet sich sehr gut zum Orten von Leckstellen. Durch das Verdunsten von Feuchtigkeit an der Leckstelle kommt es an der Bauteiloberfläche zu einer Temperaturabsenkung. Es entsteht ein Temperaturunterschied zwischen trockenem und feuchtem Bereich. Mittels einer Wärmebildkamera kann die Wärmestrahlung registriert und auf einem Bildschirm sichtbar gemacht werden. Das Ergebnis ist somit sofort sichtbar. Allerdings ist die Thermografie sehr teuer und das Ergebnis häufig verfälscht. Das Verfahren unterscheidet beispielsweise nicht, ob die Temperaturänderung durch Feuchtigkeit oder durch eine Wärmebrücke entsteht. Oft ist die austretende Wassermenge auch zu gering oder das Wasser tritt innerhalb einer Ummantelung aus und gibt die Wärme deswegen nicht an die Umgebung ab. Häufig müssen neben der thermografischen Untersuchung daher noch andere Methoden angewendet werden, um Leckstellen zu lokalisieren. Hilfsweise kann auch warmes Wasser in das Kaltwasser-Netz geleitet werden.

Temperaturfühler

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Im häuslichen Bereich messen Temperaturfühler die Temperatur in Innenräumen oder im Außenbereich und geben die über ein Widerstandsthermometer ermittelten Meßdaten an eine Regeleinheit weiter. Diese steuert die Heizungsanlage insofern, als je nach gemessener Temperatur die Heizleistung gedrosselt oder hochgefahren wird. Raum-Temperaturfühler messen üblicherweise Celsiusgrade zwischen 0 und 60, Außen-Temperaturfühler zwischen -30 und +60°. Die Platzierung der Fühler muss natürlich so erfolgen, dass diese nicht direkt neben einer Wärmequelle oder an einem Giebel angebracht sind, der in der prallen Sonne liegt, weil dann auch der im Außenfühler eingebaute Sonnenschutz versagt. Temperaturfühler messen zwar sehr exakt, aber der Installateur muss an der Regeleinheit eine Feinabstimmung vornehmen, die sich an den individuellen Wärmebedürfnissen und -empfindungen der Hausbewohner orientiert. Das Foto zeigt einen Außen-Temperaturfühler mit Sonnenschutz. Temperaturfühler für Meßzwecke in Laboren und in der Industrie sind oft in Meßsonden untergebracht. Sog. Platin-Widerstandsthermometer messen ohne weiteres Werte zwischen -200° und +600°.

Temperaturleitfähigkeit

Die Temperaturleitfähigkeit ist physikalisch-mathematisch betrachtet der Quotient aus Wärmeleitfähigkeit und dem Produkt aus Dichte und spezifischer Wärmekapazität. Neben anderen Eigenschaften ist sie für das Verhalten der Temperatur an einem Punkt im Inneren eines Stoffes bei einer Temperaturänderung an der Oberfläche verantwortlich. Je höher die Temperaturleitfähigkeit, desto empfindlicher reagiert die Innentemperatur eines Stoffs auf Änderungen der Oberflächentemperatur. Die Temperaturleitfähigkeit beschreibt im Gegensatz zur Wärmeleitfähigkeit weniger das stationäre Verhalten bei der Wärmeleitung, sondern die instationären Effekte, wie sie etwa bei der Weitergabe von Temperaturzyklen durch Tag-, Nachtschwankungen der Außentemperatur zu Wohninnenräumen entstehen.

Temperaturregulierung

Eine natürliche Fähigkeit zur Temperaturregulierung wird manchen Baumaterialien wie zum Beispiel Ziegeln zugesprochen. Außenbauteile, wie z. B. Ziegelwände, sind generell starken Temperaturschwankungen ausgesetzt. An heißen Sommertagen speichert die Ziegelwand tagsüber die Wärme und gibt sie erst wieder ab, wenn es am Abend kühl wird. Im Winter hält die gute Wärmedämmung Kälte von außen ab. Durch ihre Wärmespeicherfähigkeit sorgt die Ziegelwand dafür, dass die Räume nachts nur langsam auskühlen und sich morgens rasch aufwärmen. Dem Wärmespeichervermögen von Ziegel-Wandkonstruktionen kommt dabei entscheidende Bedeutung zu.

Temperaturträgheit

Mit dem Begriff "Temperaturträgheit" ist das Verhalten eines Baustoffes oder einer Konstruktion gegenüber äußeren Temperaturschwankungen definiert. Den äußeren Temperaturschwankungen kann eine Außenwand mehr oder weniger großen Widerstand entgegensetzen, d. h. zeitlich, entweder sehr schnell oder auch sehr langsam folgen. Die Temperaturträgheit wird sowohl von der Wärmedämmfähigkeit der Außenwandkonstruktion als auch von der Wärmespeicherfähigkeit der in der Wand verarbeiteten Baustoffe bestimmt. Ziegel haben den Vorteil, dass sie gespeicherte Wärme lange halten und erst zeitversetzt wieder abgeben. Die Wärmeabgabe wirkt sich insbesondere dann positiv aus, wenn die Außentemperatur sinkt und die gespeicherte Wärme zur Raumerwärmung beiträgt. So bleibt ein Haus aus Ziegeln im Winter angenehm warm und im Sommer wohltuend kühl.

Temperguss

Temperguss bezeichnet Gusseisen nach einer Glühbehandlung. Es ist gut gießbar und besitzt darüber hinaus eine hohe Festigkeit. Temperguss eignet sich besonders gut für die Herstellung formgenauer, schwierig gestalteter und dünnwandiger Gussstücke. Weißer Temperguss ist darüber hinaus schweißbar und erlaubt Konstruktionsschweißen von Werkstücken. Fittings oder Rohre in der Sanitärinstallation sind beispielsweise häufig aus Temperguss.

Temporäranker

siehe Kurzzeitanker.

Tepidarium

auch: Tepidarien

Tepidus kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "lauwarm". Beim Tepidarium handelt es sich um einen Entspannungsraum, bei dem Bänke, Wände und Decken aus Stein, Keramikfliesen oder Marmor auf die menschliche Körperwärme von etwa 39°C beheizt werden - also lauwarm sind. Die gleichbleibende, angenehme Wärme mobilisiert die Abwehrkräfte und stärkt das Immunsystem, behaupten die Hersteller neuzeitlicher Tepidarien. Solche Tepidarien werden vor allem in die Wellnessbereiche von großen Hotels und Kurbetrieben eingebaut. Der Begriff ist im Verkauf der Wellness-Welle seit etwa 1980 wieder "ausgegraben" worden. Das eigentliche Tepidarium ist Teil der dreistufigen Badeanlagen, die die "alten Römer" in ihre Villen bauten - auch im damaligen Germanien, wie bei der "Villöa Rustica" in Mehring an der Mosel gut nachzuvollziehen ist. Neben dem Tepidarium waren das Frigidarium" und das (%Caldarium Bestandteil der römischen Bäder.

Teppichboden

auch: Nutzschicht, Mittelschicht, Rückenschicht, Teppichböden

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Teppichböden gehören zum festen Inventar fast jedes Hauses. Obwohl sie ein bekanntes Bild in unserem häuslichen Umfeld darstellen, beschäftigen wir uns recht wenig mit den Materialien, die wir täglich "mit Füßen treten". Wenn Sie Ihren Teppich einmal genau von der Seite betrachten, können Sie sehen, dass er aus drei verschiedenen "Schichten" besteht.: Ganz oben ist die Nutzschicht, die aus Fasern und einem Träger besteht. Die Fasern können entweder natürlich sein (Naturfaserteppich) oder aber synthetisch (Kunstfaserteppich). Auch Mischgarne sind möglich wie beispielsweise Polyamid und Schurwolle. Die Mittelschicht besteht zumeist aus einer Klebermasse, mit deren Hilfe die Faserkonstruktion im Trägergewebe fixiert wird. Als Kleber dient meist ein synthetisches Gummi (SBR-Latex). Aber auch Natur-Latex, der aus dem Saft des tropischen Gummibaums gewonnen wird, kann als Kleber dienen. Oft wird noch eine zweite Klebeschicht verwendet, um das Rückenmaterial einzubinden, die meist wieder aus synthetischem oder natürlichem Latex besteht. Auch kann PVC die Nutz- und die Rückenschicht verbinden, was jedoch im Falle eines Brandes verhängnisvoll werden könnte. Die Rückenschicht ist in aller Regel ebenfalls aus aufgeschäumtem SBR-Latex. Manchmal wird aber auch eine Mischung aus nicht geschäumten synthetischen und natürlichem Latex verwendet. Auch Textilrücken aus Naturfasern, wie beispielsweise Jute, werden angeboten.

Teppichentferner

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Ein Teppichentferner ist ein Werkzeug zum Entfernen von festsitzenden, geklebten Teppichböden und deren Kleberresten. Teppichentferner gibt es als Handgeräte oder als große Maschinen, ähnlich einer Parkettschleifmaschine. Ein horizontal oszillierendes Messer löst im Idealfall den Boden vollständig ab.

Teppichgleiter

Teppichgleiter aus glattem Kunststoff verhindern im Teppich unschöne Abdrücke. Möbel lassen sich durch Teppichgleiter ohne großen Kraftaufwand durch den Raum schieben.

Teppichkantenprofil

auch: Teppichkantenprofile

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Um zu verhindern, dass sich ein Teppichboden an einer Kante oder an Übergängen zu anderen Bodenbelägen wölbt, werden Teppichkantenprofile eingesetzt. Die Profile bestehen aus Aluminiumschienen, in die je nach Verwendungsart eine sog. Antirutscheinlage aus PVC geschoben wird. Diese Einlagen gibt es in verschiedenen Farben, wodurch sich die Stolpergefahr beim Treppensteigen auch optisch verringern lässt. Auch überdecken sie die Verschraubung mit Senkkopfschrauben. Für Treppenstufen gibt es spezielle Treppenstufen-Einfassprofile, in deren U-förmiges Profil der Teppichboden eingefasst, also eingeschoben wird.

Teppichleisten

auch: Teppichleiste

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Teppichleisten bestehen vorwiegend aus Aluminium oder Kunststoff. Sie werden als Sockelleisten auf die Wand genagelt, geklebt oder, sofern sie mit einer Clipmechanik ausgestattet sind, auf zuvor in die Wand gedübelte Clips aufgedrückt und damit arretiert. Teppichleisten weisen oben und bei anderen Modellen auch oben und unten ein Hohlprofil auf, in das ein passend geschnittener Teppichstreifen eingeschoben wird. Alternativ dazu sind auch sog. Einklebeleisten auf dem Markt.

Teppichmesser

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Teppichmesser bestehen aus einem Metallgriff, in den Spezialklingen eingelegt werden. Diese Klingen haben eine Schneide, die wie ein Papageienschnabel geformt ist. Mit einer Ziehbewegung und ohne Druckausübung kann damit ein textiler Bodenbelag sauber zugeschnitten werden. Unscharfe Klingen werden gegen neue ausgewechselt (Wechselklinge).

Teppichsiegel

Durch das Teppichsiegel erhält der Verbraucher Auskunft über den Strapazierwert und Komfortwert eines Teppichs. Darüber hinaus weist es auch Zusatzeignungen sowie Materialzusammensetzung aus. Vergeben wird das Teppichsiegel von der Europäischen Teppich-Gemeinschaft (ETG), die sich vor allem mit der Gesundheit und Qualität der Teppichböden befaßt. Durch eine entsprechende Kontrollnummer wird bestätigt, dass der Boden beim Deutschen Teppich-Forschungsinstitut (TFI) geprüft worden ist.

Teppichverlegeband

auch: Teppichverlegebänder, Teppich-Verlegeband, Teppich-Verlegebänder

siehe Verlegeband.

Terpentin

Als Terpentin bezeichnet man das in der Rinde harzreicher Kiefern enthaltene Harz, das sich durch Destillation in Kolophonium und Terpentinöl zerlegen lässt. Terpentine sind honigdicke, sehr zähflüssige, je nach der Herkunft klare oder trübe, aromatisch riechende und schmeckende Massen. Was umgangssprachlich als Terpentin bezeichnet und das zum Reinigen von Pinseln oder als Verdünner eingesetzt wird, ist in Wirklichkeit das Terpentinöl.

Terpentinersatz

Terpentinersatz besteht vor allem aus Testbenzin, einem synthetischen Produkt aus Erdöl, das sich in Bezug auf Siedepunkt und Löseverhalten ähnlich wie Terpentin verhält. Zur Überdeckung des Benzin- und Petroleumgeruchs werden zuweilen angenehm riechende Terpene beigemischt. Terpentinersatz wird beispielsweise als Verdünner oder zum Reinigen von Pinseln verwendet.

Terpentinöl

Terpentinöl ist ein klares, dünnflüssiges Öl mit einem eigentümlichen, durchdringend frischen Geruch und einem bitterscharfen Geschmack. Es wird aus dem Holz verschiedener Kiefernarten durch Wasserdampfdestillation extrahiert. Verwendet wird Terpentinöl zum Verdünnen von Holzlasuren, Hartölen, Lacken und natürlichen Ölen wie Leinölfirnis, Leinöl- und Holzölstandöl. Weiterhin kommt es zum Reinigen mit diesen Produkten verschmutzter Arbeitsgeräte zum Einsatz. Schließlich wird es zur Fleckentfernung und zum Entfetten von Oberflächen verwendet. Letzlich ist es auch ein Lösungsmittel für Naturharze wie Kolophonium oder Dammar. Terpentinöl wirkt, obgleich natürlich gewonnen, hautreizend, narkotisierend und nierenreizend. Terpentinöl ist das, was landläufig als Terpentin bezeichnet wird.

Terracotta

Terracotta oder Cotto sind Fliesen bzw. Bodenplatten aus Steingut, die bei niedrigeren Temperaturen gebrannt werden. Terracotta hat durch seine gewollte Offenporigkeit eine ausgleichende Wirkung auf das Raumklima und wird wegen seines guten Speichervermögens gerne über einer Fußbodenheizung verlegt. Typisch ist die rötliche-braune Färbung, die durch den hohen Eisengehalt der keramischen Masse entsteht. Der Scherben ist, wie die Fliesenfachleute sagen, "butterweich", jedenfalls läßt er sich auch mühelos mit einer Flex trennen. Nach dem Verlegen muss Cotto abgesäuert und anschließend eingeölt werden (auf keinen Fall mit Silikonölen). Dem Cotto verwandt ist die Spaltplatte. Der Handel bietet vielfältige normale Steinzeugfliesen an, die durch geschickten Aufdruck wie Cotto wirken. Original Terracotta-Platten werden auch heute noch in der Toskana und in der Region Emilia gebrannt. Sie unterscheiden sich durch unterschiedliches Ausgangsmaterial und Varianten beim Brennvorgang. Exklusive Cottoplatten mit antikem Touch werden in Holzkästen von Hand geformt, in der Sonne getrocknet und anschließend gebrannt.

Terrasse

auch: Terrassen

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Eine Terrasse ist eine unmittelbar an ein Haus anschließende, nicht überdachte Fläche, die bei schönem Wetter als "verlängertes Wohnzimmer" dient. Wesenstypisch für Terrassen ist, dass sie mit einem festen Belag versehen sind. Das können Pflastersteine, Bruchsteine, Terrassenparkett, Holzroste, Holzfliesen, Außenfliesen, einige Marmorarten, Natursteinplatten oder Waschbetonplatten sein. Für alle Terrassenbeläge gilt, dass sie frostfest sein müssen. Außerdem darf die Oberfläche auch dann nicht rutschig sein, wenn die Terrasse nass ist. Der Trittsicherheit kommt also eine besondere Bedeutung zu. Aus diesem Grund sollten bei Holzterrassen nur gerillte oder geriffelte Bretter verwendet werden. Gesandstrahlter, bruchrauher oder geflammter Naturstein sind weitere Alternativen zur Trittsicherheit. Vorsicht ist bei Marmor angesagt, denn Marmor ist nicht frostfest.

Terrassenabdeckung

auch: Terrassenabdeckungen

Terrassendach

auch: Terrassendächer

Terrassendiele

auch: Terrassendielen

siehe Barfußdiele

Terrassenelement

auch: Balkontür, Terrassenelemente, Terrassen-Element, Terrassen-Elemente

Unter einem Terrassenelement wird im Fensterbau eine Fenster-Tür-Anlage verstanden, die aus einem Fenster und der daneben liegenden Terrassentür besteht. Üblicherweise wird die Terrassentür neben der normalen Drehfunktion auch mit einer Kippstellung ausgestattet. In Kippstellung geöffnete Terrassentüren erleichtern Einbrechern allerdings das "Handwerk" kolossal. Bauelement, das der Lichtzuführung und Belüftung eines Gebäudes dient. Die Blendrahmen(% und (%Flügelrahmen eines Fensters können aus unterschiedlichen Materialien bestehen wie Kunststoff, Holz, Aluminium oder der Materialkombination Holz-Aluminium. Der "Flügel selbst besteht immer aus Glas. Fenster müssen nicht nur hinsichtlich ihrer Rahmen und ihrer Verglasungsart der EnEV (Energieeinsparverordnung) entsprechen, sondern auch hinsichtlich ihres Einbaus und der Dichtigkeit der Maueranschlußfugen.

Terrassenfliesen

"Terrassenfliesen" ist ein Begriff, der so von den Fliesenherstellern überhaupt nicht verwendet wird. Es gibt zwar Fliesen für den Außenbereich - ob die nun aber für den Balkon, die Poolumrandung, einen Gartenweg oder eben die Terrasse verwendet werden, ist den Herstellern gleich. Als Terrassenfliesen kommen nur frostsichere Fliesen in Betracht. Eine besondere Frostsicherheit besitzen Feinsteinzeugfliesen, die wenig Wasser aufnehmen können. Zudem sollten Terrassenfliesen rutschsicher sein. Wie häufig hat sich schon jemand schwerwiegend verletzt, weil die Fliesen auf der Terrassen bei Regen wie eine Seifenbahn wurden. Beim Verlegen von Terrassenfliesen muss ein hochwertiger Flexkleber speziell für den Außenbereich verwendet werden. Denn nicht jeder Flexkleber ist gleich Flexkleber. Auf die Untergrundabdichtung ist beim Verlegen von Terrassenfliesen ebenfalls geachtet werden. Spezielle Matten sorgen dafür, dass Wasser abgeführt und Spannungen abgebaut werden. Besonders im Außenbereich ist zudem das Einbringen einer Dehnungsfuge sehr wichtig. Diese sollte am besten alle drei Meter angeordnet werden. Zu guter Letzt sollten Terrassenfliesen auch nicht zu dunkel gewählt werden. Dunkle Fliesen heizen sich bei Sonneneinstrahlung zu sehr auf, was sich erstens beim Barfußlaufen schmerzhaft bemerkbar macht und zweitens auch Schäden an den Fliesen hervorrufen kann. Neuerdings verkaufen auch Holzhändler "Terrassenfliesen". In diesem Fall sind 0,5 x 0,5 m oder 1 x 1 m große Holzroste damit gemeint, die zusammengefügt eine Holzterrasse ergeben. Solche Holzroste haben bereits eine Unterkonstruktion, so dass sie ohne besonderen Aufwand verlegt werden können.

Terrassenhaus

auch: Terrassenhäuser

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Das Terrassenhaus - auch Stufenhaus genannt - ist eine Bauform, die um 1980/90 in Mode gekommen war, dann aber kaum noch ausgeführt wurde, um ab 2010 wieder populär zu werden. Der Nachteil dieser Bauform ist, dass etwa ein Terrassenhaus über fünf Geschosse fast doppelt soviel Grundfläche verschlingt, als ein 5-geschossiges Wohngebäude mit gleich großer Wohnfläche. Aus diesem Grund sind Terrassenhäuser wesentlich kostenintensiver, zumal die einzelnen Terrassen als Dachterrassen betrachtet werden müssen mit einem hohen Aufwand an Wärmedämmung für die darunter liegenden Geschosse und einem hohen Aufwand an Abdichtung und Terrassen-Entwässerung. Terrassenhäuser werden für eine finanziell bevorzugte Klientel gerne mit Blick auf Seen, Flüsse, Wälder, Täler oder Grünanlagen gebaut, wobei die Terrassen wesentlich größer sind als Balkone. Der Nachteil solcher Terrassenhäuser liegt aber auch darin, dass aus den höheren Geschossen der freie Blick nicht nur in die Landschaft, sondern auch auf die darunter liegende Terrasse möglich ist.

Terrassenholz

auch: Terrassenhölzer

Terrassenholz ist der Sammelbegriff für alle Holzdielen und Holzfliesen, die sich für den Bau von Holzterrassen eignen. Das sind in erster Linie tropische Hölzer wie beim Terrassenparkett, aber auch kesseldruckimprägnierte Hölzer wie Fichte oder Kiefer. Gut geeignet sind auch Dielen aus Douglasie oder der sibirischen Lärche sowie Thermohölzer wie Esche- oder Hackberry-Thermoholz. Terrassenholzer werden in der Regel mit rutschhemmenden Riffeln oder Nuten versehen.

Terrassenmarkise

auch: Terrassenmarkisen

siehe Markise.

Terrassenparkett

Neuartige Bezeichnung für parkettartige Holzteile, die mit Nut und Feder versehen und für den Einbau auf Terrassen vorgesehen sind. Mit richtigem Parkett hat dieses Holz wenig zu tun. Terrassenparkett, auch als Gartenparkett oder Holzdecks im Handel, besteht aus formstabilen, ofengetrockneten und nicht faulenden, vorwiegend tropischen Holzarten wie Bangkirai, Merbau, Ipé, Tali, Teak oder Padouk. Die Oberfläche ist geriffelt oder genutet und damit rutschfest. Parkettstäbe aus solchen Hölzern werden auch rund um Hotelpools verlegt, insbesondere im Mittelmeerraum, da sich Holz nicht so aufheizt wie Marmor oder Bodenkeramik und man demnach auch bei 40° Außentemperatur noch das Schwimmbad benutzen kann, ohne sich die nackten Füße zu verbrennen. Auch nicht tropische Hölzer wie Hackberry oder Esche können in der Variante von Thermoholz für den Einsatz auf Terrassen geeignet sein. Das gilt erst recht für WPC, also Stäben aus dem Verbundwerkstoff von Holz und Kunststoff.

Terrassenrinne

auch: Terrassenrinnen

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Terrassenrinnen sollten vor Terrassentüren, an tief heruntergezogenen Fensterfronten und bei Dach und Wandanschlüssen eingebaut werden, um das Regenwasser vom Gebäude fernzuhalten und abzuleiten. Terrassenrinnen werden durch Roste abgedeckt. Dies verhindert zum einen, das Laub und andere größere Gegenstände in die Rinnen gelangen, zum anderen werden sie begehbar. Durch die Gitterform wird die Rutschgefahr bei stärkeren Regenfällen oder bei Frost herabgesetzt. Bei größeren mechanischen Beanspruchungen sollten die Rinnenstöße miteinander verschraubt werden.

Terrassenrost

auch: Terrassenroste

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Die Terrassenroste werden bei dem Dachterrassenbau nach der Dachabdichtung und nach dem Verlegen der Schutz-, Drain- und Filterschicht grundsätzlich zentral über jedem Gully eingebaut. Die abnehmbare und feuerverzinkte Rostabdeckung sichert die Wartung und die Pflege der Dachgullys und führt das Wasser einwandfrei ab. Die Höhenverstellbarkeit ermöglicht beim Einbau die genaue Anpassung an die Oberkante des Terrassenbelages.

Terrassenschraube

auch: Terrassenschrauben

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Wie der Name schon sagt, werden diese Schrauben aus rostfreiem, gehärtetem Edelstahl angeboten, um die Holzdielen einer Terrasse auf einer Unterkonstruktion aus Holz ohne Vorbohren zu verschrauben. Je nach Hersteller haben die Schrauben einen Senkkopf, der sich in die Dielen einzieht oder einen Zylinderkopf. Das Gewinde der Terrassenschrauben ist so gefertigt, dass sich die Schraube selbständig in das Holz bohrt - speziell auch in tropische Harthölzer. Erhältlich sind auch Terrassenschrauben mit einem Fixiergewinde, wodurch die Verbindung zwischen den Hölzern verstärkt wird.

Terrassenüberdachung

auch: Terrassendach, Terrassenabdeckung, Terrassenüberdachungen

Mit einer Terrassenüberdachung lässt sich die Terrasse auch bei schlechtem Wetter oder wenn die Sonne zu sehr scheint. Sie schützt also zum einen vor Regen und zum anderen auch vor zu viel Sonne. Ähnlich wie bei einem Carport ist für eine Terrassenüberdachung zunächst eine Tragkonstruktion notwendig. Diese kann aus Holz oder Stahlprofilen bestehen. Liegt die Terrasse zwischen zwei Hausfronten, kann die Überdachung auch dort an der Fassade angebracht werden, sofern die Nachbarn da mitspielen. Als Terrassenüberdachung an sich kommen die unterschiedlichsten Materialien zum Einsatz - von Wellblech, über Kunststoff und Glas bis hin zu Textilien. Bei den unterschiedlichen transparenten Kunststoffen, die angeboten werden, ist PVC die kostengünstige Variante. Allerdings wird PVC durch Witterungseinflüsse schneller angegriffen als beispielsweise Acryl, das die beste Haltbarkeit besitzt und zudem durch spezielle Zusätze hagelsicher wird. In Mietwohnungen sind solche Art von Terrassenüberdachungen meist zu kostspielig - zudem muss der Vermieter mitspielen. Hier eignen sich dann Sonnensegel, die mit Hilfe von Seilen gespannt werden und die sich ganz einfach montieren und wieder entfernen lassen. Solche Sonnensegel lassen sich auch sehr gut als Sonnenschutz unter transparenten Terrassenüberdachungen verwenden. So kann man bei Bedarf die Sonne durchlassen oder das Sonnensegel zuziehen, wenn Schatten gewünscht ist.

Terrazzo

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Terrazzo ist ein Fuß­­boden­­belag aus Zement, in den ver­schie­den­artige Natur­stein­splitter (Marmor, Kalk­stein oder Dolo­mit, wenn es härter sein soll Granit) sowie farbige Pigmente ein­ge­schlossen sind bzw. eingeschlossen sein kann. Terrazzo wird vor Ort einge­bracht, weshalb man auch von Oetsterrazzo spricht. Sobald der Belag aus­ge­här­tet ist, wird er geschliffen. Das ist auch der größte Unter­schied zu einem Beton­werk­stein. Vorläufer der heutigen Terrazzo­böden gab es bereits in der Antike. In den als Patrizierhäusern bekannten Stadtvillen der Gründerjahre findet man heute noch Terrazzoböden, insbesondere solche mit dekorativen und farbigen Mustern. Die alte Kunst wird noch heute von Terrazzo- und Betonsteinmeistern gepflegt, die insbesondere bei Sanierungsarbeiten in denkmalgeschützten Gebäuden gefragt sind.

Terrazzoplatten

Terrestrischer Bereich

auch: Terrestrische, Bereiche

Tetrachloreten

Tetrapode

auch: Tetrapoden

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Tetrapode bedeutet Vierfüßer (griechisch tessares, tettares „vier“ + pous, Gen. podos „Fuߓ). Tetrapoden sind vierfüßige (mit vier im gleichen Winkel zueinander angeordneten Kegelstümpfen versehene) Betonkörper für den Bau von Molen, Buhnen, Grundschwellen u.ä. sowohl im Bereich von Seehäfen, aber auch an stark strömenden Flüssen usw. Im Seebau dienen sie als Wellenbrecher. Durch die besondere Form der Tetrapoden entstehen infolge der „Schüttung“ zudem eine Vielzahl größerer und kleinerer Höhlen, somit finden auch kleinere Fische und nachtaktive Tiere Deckung und Schutz.

Teufen

siehe Abteufen.

Textilbeton

Textilbeton ist ein Verbundwerkstoff, der aus Geweben oder Matten aus Glas oder Carbon und einer fließfähigen Feinbetonmatrix mit einem Größtkorn von 1 mm besteht. Ist beim Stahlbeton der Stahl die Bewehrung, ist beim Textilbeton das Fasermaterial. Der Werkstoff besitzt sehr gute Trageigenschaften mit einer hohen Biegezugfestigkeit und Druckfestigkeit. Dadurch lassen sich sehr dünnwandige (10 bis 30 mm) Bauteile mit scharfkantigen Konturen herstellen. Dies ist bei Bauteilen aus Stahlbeton nicht möglich, da das Stahl immer eine bestimmte Überdeckung benötigt, damit es nicht rostet und damit sich die Tragwirkung entfalten kann. Eine textile Bewehrung kann hingegen auch oberflächennah zum Einsatz kommen und sehr genau innerhalb des Bauteils positioniert werden. Auch im Vergleich zu Faserbeton ist die Tragfähigkeit von Textilbeton sehr viel höher. Zum Einsatz kommt Textilbeton zum Beispiel für Fassadenelemente, zur Instandsetzung und Verstärkung bestehender Bauwerke oder für Möbel. Insbesondere auch im Badbereich (z.B. für Waschtische) findet Textilbeton seine Einsatzmöglichkeiten.

textiles Bauen

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Unter "textilem Bauen" werden Bauwerke verstanden, die optisch einen zeltähnlichen Charakter haben, im Gegensatz zu einem Zelt jedoch nicht für den Auf- und anschließenden Abbau konstruiert sind, sondern vielmehr als permanente Bauwerke an einem Standort verbleiben. Solche Bauwerke bestehen insbesondere aus einer textilen Überdachung, dem Membrandach, welches jedoch bis in Bodennähe herabgezogen werden kann - je nach den Ideen des Architekten. Da Gewebe in sich keine Tragfähigkeit haben, werden sie in der Regel an Stahlpylonen befestigt oder aber auch über Rundbogenkonstruktionen aus Stahlbindern gespannt. Das Foto zeigt ein Beispiel textilen Bauens des Herstellers Ceno Tec.

Textil-Tapete

auch: Textiltapete, Textil-Tapeten, Textiltapeten

Tapete, bei der einzelne textile Fäden oder ganze Textilgewebe auf ein Trägerpapier kaschiert werden. Textiltapeten sind schwieriger zu verarbeiten, wirken aber edel und sind nicht billig. Man unterscheidet Kettfadentapeten, bei denen die Fäden nur in Längsrichtung aufkaschiert sind, und Gewebetapeten, bei denen sich Kett- und Schussfaden kreuzen.

Textur

auch: Texturen

Unter einer Textur wird die farbliche Zeichnung verstanden, die ein Baumaterial wie Marmor, Granit oder Holz während seiner natürlichen Entstehung bzw. seines natürlichen Wachtstums erhalten haben. Beim Holz wird dabei landläufig von einer Maserung gesprochen, obwohl der Fachausdruck auch hier die Textur ist. Bei Naturstein können solche Texturen kleine Einsprengsel, tintenklecksförmige Gebilde, mehr oder weniger bizarre weiche Linien oder regelrechte geometrische Formen sein - und dies allesamt in einem nicht zu überblickenden, millionenfachen Farbreichtum. Bei Holz ergibt sich die Textur hauptsächlich aus den Jahresringen, wobei jedoch auch hier tausendfache Unterschiede in der Farbe, in der Form und im Verlauf bestehen.

Theaterspiegel

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Unter einem Theaterspiegel wird ein besonders großer Spiegel mit guter Ausleuchtung verstanden, der es den Schauspielern erleichtert, sich optimal zu schminken. Denn ohne Schminke geht im Theater gar nichts. Wenn dann noch ein Ganzkörperspiegel in der Schauspielergarderobe hängt, kann die Schauspielerin/der Schauspieler auch den Sitz des Kostüms überprüfen.

Theodolit

auch: Theodolite

Ein Theodolit ist ein Instrument, das speziell im Vermessungswesen zur Messung von Horizontalwinkeln oder Höhenwinkeln verwendet wird. Hauptbestandteile sind ein Horizontalkreis und ein Vertikalkreis, ein um eine Stehachse und eine Kippachse drehbares Fernrohr sowie Einrichtungen zum Ablesen der Kreisteilungen und zum Vertikalstellen der Stehachse.

Therme

auch: Thermen

siehe römisches Bad.

Thermische Ablaufsicherung

Eine thermische Ablaufsicherung ist vorgeschrieben, wenn ein Kohlekessel in einer Heizungsanlage mit einem Membranausdehnungsgefäß eingebaut werden soll. Sie besteht aus einem Wärmetauscher (oft als Kupferrohr mit Lamellen) und einem Ventil mit Messfühler. Erreicht das Kesselwasser den eingestellten Temperaturwert, öffnet das Ventil und kühlt den Kessel mit dem einströmenden Trinkwasser aus der örtlichen Trinkwasserversorgung.

thermisch modifiziertes Holz

auch: thermisch, modifizierte, Hölzer

siehe Thermoholz.

Thermo-Anemometer

siehe Anemometer.

Thermobodenplatte

auch: Thermo-Bodenplatte

Eine Thermobodenplatte ist eine Fundamentplatte oder Bodenplatte, die eine umlaufende Dämmung des Fundamentsockels sowie eine Flächendämmung der eigentlichen Bodenplatte aufweist. Bauunternehmen, die diese Bodenplatten anbieten, sprechen auch von einer "Niedrigenergiebodenplatte". Der Begriff "Thermo" steht also nicht für eine Wärmequelle, die durch die Platte geleitet wird, sondern soll grundsätzlich nur verdeutlichen, dass eine solche Bodenplatte besonders gut gegen aufsteigende Kälte aus dem Erdreich gedämmt ist. Dessen ungeachtet werden aber auch Thermobodenplatten angeboten, die zusätzlich mit einer Fußbodenheizung ausgestattet sind (Zeichnung Axxfloor).

Thermofahrzeug

auch: Thermofahrzeuge

Thermofahrzeuge sind speziell Lastwagen mit Kippvorrichtung, über die heiße Asphalt- und Gussasphaltmassen zu Transportieren sind, wenn es um Straßenbauprojekte von etwa 3 km Länge geht - oder, genauer gesagt, um 18.0000 qm Fläche. Thermofahrzeuge müssen den Asphalt während des Transportes optimal vor Wärmeverlusten schützen und ihn somit heißer an die Baustelle bringen, als es herkömmliche Lastwagen tun. Denn je heißer der Asphalt, je besser ist die Verdichtungsqualität, was die Langlebigkeit des Straßenbelags deutlich erhöht.

Thermografie

auch: Infrarotverfahren, Wärmebildtechnik

Mit der Thermografie oder dem Infrarotververfahren lassen sich Temperaturunterschiede an Bauteiloberflächen graphisch darstellen. Genutzt wird das Verfahren, um Wärmebrücken oder feuchte Stellen aufzuspüren. Durch das Verdunsten von Feuchtigkeit an einer Leckstelle kommt es an der Bauteiloberfläche zu einer Temperaturabsenkung. Es entsteht ein Temperaturunterschied zwischen trockenem und feuchtem Bereich. Mittels einer Wärmebildkamera kann die Wärmestrahlung registriert und auf einem Bildschirm sichtbar gemacht werden (siehe Abbildung). Bei dieser zerstörungsfreien Feuchtemessung ist das Ergebnis somit sofort sichtbar. Allerdings ist die Thermografie sehr teuer und das Ergebnis häufig verfälscht. Das Verfahren unterscheidet beispielsweise nicht, ob die Temperaturänderung durch Feuchtigkeit oder durch eine Wärmebrücke entsteht. Oft ist die austretende Wassermenge auch zu gering oder das Wasser tritt innerhalb einer Ummantelung aus und gibt die Wärme deswegen nicht an die Umgebung ab. Häufig müssen neben der thermografischen Untersuchung daher noch andere Methoden angewendet werden, um Leckstellen zu lokalisieren.

Thermohaut

Thermohaut ist ein anderes Wort für Wärmedämmverbundsystem.

Thermoholz

auch: thermisch modifiziertes Holz, Thermohölzer

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Thermoholz ist Holz, das eine thermische Behandlung erfahren hat. Es wird auch als thermisch modifiziertes Holz (TMT Thermal modified Timber) bezeichnet. Schon seit Jahrhunderten ist bekannt, dass Holz unter Hitzeeinwirkung widerstandsfähiger wird. Erst in den vergangenen Jahren wurde das Phänomen auch wissenschaftlich untersucht und Thermoholz industriell gefertigt. In speziellen Trockenkammern wird das Holz über mehrere Stunden über 200 Grad Celcius erhitzt. Dabei wird die Zellulose (Holzzucker) teilweise abgebaut und die Eigenschaften verändert. Das Holz hat eine niedrigere Ausgleichsfeuchte und wird durch den "Prozess der Karamelisierung" dunkler. Die Eigenschaften werden auch im Inneren des Holzes verändert. Kapp- und Bohrstellen haben daher dieselbe Farbe und Dauerhaftigkeiten. Bei Nadelhölzer werden auch Harze ausgetrieben. Thermoholz ist widerstandsfähiger gegen Pilzbefall, es schwindet und quillt weniger. Die Resistenz wird erheblich verbessert, ohne dass Chemikalien eingesetzt werden. Wo früher die Terrasse aus Bangkirai oder druckimprägniertem Holz sein musste, kann heute wärmebehandelte Esche, Kiefer, Birke oder Fichte verwendet werden, wobei Fichte hiervon die schlechteste Alternative ist. Zu denen mengenmäßig am häufigsten behandelten Hölzer zählen Fichte, Kiefer, Esche und Birke. Zur Verarbeitung eignet sich allerdings nur erstklassiges Rohholz, denn zum Beispiel Aststellen verbrennen bei der Hitzebehandlung und führen zu untauglichen Endprodukten. Thermoholz ist überall dort der ideale Baustoff, wo klimatische Veränderungen und Schwankungen der Luftfeuchtigkeit vorherrschen, wie zum Beispiel bei Sauna und Sanitär, im Außenbereich oder bei Holzböden mit Fußbodenheizung. Allerdings lässt sich nicht generell sagen, dass jedes Thermoholz für das Badezimmer geeignet ist. Es sollte immer der Hersteller bzw. der Holzhändler gefragt werden, ob das gewünschte Parkett auch für das Badezimmer geeignet ist. Thermoholz ist nur die Bezeichnung für hitzebehandeltes Holz. Das Holz wird aus unterschiedlichen Gründen behandelt. Vielfach ist es nur die Farbe, die verändert werden soll (Ersatz von Tropenholz oder Altholz). Nicht immer wird das Holz somit aus Gründen der Dauerhaftsverlängerung oder Dimensionsstabilisierung erhitzt. Oberflächlich lässt sich sagen: je länger und heißer das Holz behandelt wird, desto dunkler, dauerhafter und dimensionsstabiler wird es. Aber auch die Sprödigkeit nimmt zu. Unterschiedliche Holzarten reagieren bei der Behandlung auch unterschiedlich und weisen andere Eigenschaften vor. Die Buche lässt sich z.B. nur bedingt als Nassraumboden verwenden - wenn – dann ist Sorge dafür zu tragen, dass die Behandlung ausreichend ist, und dass für das restliche Quellen- und Schwinden Pufferzonen (wie elastische Adern, Fugen..) vorhanden sind.

Thermolack

auch: Thermolacke

Thermoplaste

auch: Plastomere, Thermoplast

Thermoplaste, auch Plastomere genannt, sind Kunststoffe, die bei Erwärmung weich werden und sich bei Abkühlung wieder verfestigen. Die meisten Kunststoffe, die wir im täglichen Leben benutzen sind Thermoplaste. Denken Sie dabei an eine Plastikschüssel, die allzugerne auf der heißen Herdplatte abgestellt wird und schmilzt. Dies unterscheidet sie wesentlich von den Duroplasten, die sich bei Erwärmung zersetzen. Den Unterschied zu Elastomeren läßt sich an einer Plastiktüte erklären. Die Plastiktüte läßt sich ziehen, bis sie reißt. Zudem behält sie ihre Verformung bei, geht also nicht mehr in den ursprünglichen Zustand zurück. Eine Plastiktüte verhält sich somit thermoplastisch. Ein Gummiband läßt sich auch ziehen. Läßt man es jedoch los, nimmt es seine ursprüngliche Form wieder ein. Es verhält sich somit elastisch. Nicht alle Thermoplaste lassen sich so leicht verformen, wie die Plastiktüte, es gibt auch ziemlich harte Thermoplaste wie beispielsweise das Computergehäuse oder die beschriebene Plastikschüssel. Wichtige Thermoplaste sind Polyvinylchlorid, Polyvinylacetat, Polystyrol, Polyethylen, Polymethylacrylat, Polyamid, Polycarbonat und Polyisobutylen.

Thermoplastizität

Thermoplastizität ist ein thermischer Prozess, bei dem sich feste Anstriche oder Dichtungsbahnen usw. bei steigender Temperatur wieder erweichen.

Thermostat

auch: Thermostate

Thermostatarmatur

Thermostat-Mischbatterie

auch: Thermostatmischbatterie, Thermostat-Mischbatterien, Thermostatmischbatterien

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Thermostat-Mischbatterien regeln die Mischtemperatur des Wassers selbsttätig auf einen voreingestellten Wert ein. Diese Armaturen gibt es als Wand-, Stand- oder Unterputzarmaturen. In der Regel besitzen sie am Bedienungsgriff eine Begrenzung der Wassertemperatur auf 38°C. Höhere Temperaturen können nur bei gleichzeitigem Drücken eines Sperrknopfes eingestellt werden. Durch eine besondere Konstruktion wird verhindert, dass bei einem starken Absinken des Kaltwasserdrucks oder einer Absperrung der Kaltwasserzufuhr zu heißes Wasser ausströmen würde. Ein Verbrühen ist somit nicht möglich.

Thermostatmischer

auch: Thermostat-Mischer

Thermostatventil

auch: blockierbares Thermostatventil, elektronisches Thermostatventil, Thermostat, Heizkörperventil, Thermostatventile

Mit einem Thermostatventil lässt sich die Temperatur an einem Heizkörper regeln. Thermostatventile besitzen im Innern ein gas- oder flüssigkeitsgefülltes Fühlerelement, wodurch sie besonders sensibel auf Änderungen der Raumtemperatur reagieren. Wird es zu kalt im Raum, lässt das Thermostatventil mehr Warmwasser in den Heizkörper. Wird es zu warm, so wird der Durchfluss begrenzt. So kann im Raum eine konstante Temperatur eingehalten werden. Grob kann man sagen, dass jede Veränderung der Einstellung des Thermostatventils um eine Zahl nach oben oder unten eine Temperaturänderung von etwa 4°C bewirkt. Thermostatventile müssen ungehindert der Raumluft ausgesetzt sein. Wird das Ventil durch Vorhänge oder andere Gegenstände verdeckt, empfiehlt sich der Einbau eines Fernfühlers. Um zu verhindern, dass Kinder am Ventil rumspielen, empfehlen sich blockierbare Thermostatventile. Denn hier lässt sich die gewünschte Raumtemperatur mit Hilfe von entsprechenden Knöpfen nach oben oder unten begrenzen oder ein Regelbereich, etwa zwischen 2 und 4, blockieren. So kann der Thermostatgriff nur im vorgegebenen Bereich oder, falls gewünscht, gar nicht verstellt werden. Bei elektronischen Thermostatventilen können verschiedene Sollwerte für die Raumtemperatur eingestellt werden. So kann dem Thermostat z.B. gesagt werden, dass es z.B. ab 18 Uhr oder 10 Uhr heizen und um 22 Uhr die Temperatur wieder runterfahren soll. Das erhöht zum einen den Wohnkomfort und hilft auch bei der Energieeinsparung.

Thermowood

Holz, das in einer 24-stündigen Hitzebehandlung zwischen 200 und 250° eine besondere Formstabilität erhält. Die Aufnahmefähigkeit für Feuchtigkeit sinkt; Thermowood hat kaum noch Neigung zu Quell- und Schwindvorgängen. Außerdem wird die Oberfläche gehärtet. Da es spröder ist, kann es jedoch nicht so stark belastet werden, wie normal getrocknetes Holz. Thermowood eignet sich damit also nur eingeschränkt als Bauholz. Weil die Hitzebehandlung Thermowood relativ resistent gegen Schimmel und Fäulnis gemacht hat, eignet es sich sehr gut für Fassadenbekleidungen, wobei auf Holzschutzbehandlungen leicht verzichtet werden kann.

thixotrope Stützflüssigkeit

auch: thixotrope, Stützflüssigkeiten

Beim Herstellen von Bohrlöchern oder Schlitzwänden ist die Standsicherheit des Bodens in Gefahr. Um das Einstürzen des Bodens zu verhindern, wird eine thixotrope Stützflüssigkeit verwendet. Die Stützflüssigkeit bewirkt die Ausbildung eines Filterkuchens an der Bohrlochwand bzw. den Schlitzen. Durch die hohe Scherfestigkeit dieses Filterkuchens wird die Wand zusätzlich gehalten un vor mechanischen Einflüssen geschützt. Bentonit hat thixotropische Eigenschaften, das heißt im Einflussbereich mechanischer Beanspruchungen (Bohrgestänge, Bohrwerkzeug) tritt eine Verflüssigung ein. Im Ruhezustand verfestigt sich Bentonit wieder.

Thixotropie

Thixotrop nennt man zähflüssige Stoffe, die durch mechanische Einwirkung (Rühren) dünnflüssiger werden und im Ruhezustand wieder zu ihrer ursprünglichen, höheren Viskosität zurückkehren. Lacke können beispielsweise thixotrop sein. Sie sind in der Dose gelartig, durch das Aufrühren werden die Lacke dünnflüssig und nach dem Auftrag wieder dickflüssig. Der Lack in der Dose wird nach einiger Zeit wieder gelartig. Die Vorteile thixotroper Lacke sind: - höhere Schichtdicke - gute Kantenabdeckung - gut über Kopf verarbeitbar, da tropffrei oder tropfgehemmt

T-Hohlblöcke

auch: T-Hohlblock

T-Hohlblöcke sind t-förmige Beton-Bausteine mit Hohlkammern senkrecht zur Lagerfläche in Großformaten. Verwendet werden T-Hohlblöcke bei Wandanschlüssen.

T-Holz

auch: T-Hölzer

T-Holz ist der schwedische Begriff für nach Festigkeit sortiertes Holz gemäß den Richtlinien T30, T24 und T18.

Thüringer Schiefer

In Deutschland wird seit Jahrhunderten und auch heute noch Schiefer abgebaut, wobei die Schieferabbaugebiete dem dort gewonnenen Naturstein den Namen gaben (Ausnahme Moselschiefer). Der Thüringer Schiefer wird in zwei Farbvarietäten angeboten: blau und dunkelblau. Er hat eine geringe Wasseraufnahme, eine hohe Frost- und Hitzebeständigkeit und verfügt über eine hohe Farbbeständigkeit bei gleichzeitiger Resistenz gegen Schadstoffe aus der Luft.

Tiefbau

Tiefbau ist der Bereich des Bauwesens, der sich mit Bauwerken beschäftigt, die an oder unter der Erdoberfläche liegen. Neben dem Bau und der Planung von Straßen, Plätzen, Geh- und Radwegen ist der Tiefbau auch für Unterhalt und Betrieb dieser Anlagen zuständig. Viele Ingenieurbauwerke plant, baut, unterhält und betreibt der Tiefbau: Brücken, Tunnel, Unterführungen, Lärmschutzwände, Stützmauern usw. (siehe auch Tiefbaufacharbeiter). Auch die Abwasserver- und entsorgung sowie Gewässer zählen zu den Aufgabengebieten des Tiefbaus. Siehe im Gegensatz dazu der Hochbau.

Tiefbaufacharbeiter

auch: Tiefbaufacharbeiterin

Tiefbaufacharbeiter ist ein handwerklicher Lehrberuf mit ein zweijährigen Ausbildungszeit. Der Tiefbaufacharbeiter beschäftigt sich mit allem im Baubereich, was in Bodennähe und unter der Erde sich befindet. Er ist beispielsweise im Straßenbau, Brunnenbau, Spezialtiefbau oder Gleisbau beschäftigt. Im Schwerpunkt Straßenbauarbeiten verrichten Tiefbaufacharbeiter mit Maschinen Erdbewegungen, sichern ausgehobene Gräben, legen Böschungen und Randbefestigungen an, bauen Entwässerungsleitungen und Straßendecken. Liegt der Schwerpunkt beim Brunnenbau oder Spezialtiefbau nimmt er Bohrungen vor, baut Brunnenanlagen und -schächte, verrohrt Bohrlöcher, untersucht den Baugrund, schafft Abdeckungen und Abdichtungen. Tiefbaufacharbeiter mit dem Schwerpunkt Gleisbau bewegen mit Maschinen Erdreich, fertigen Betonbauteile, richten den Gleisunterbau her, verlegen Gleise und sorgen für die Entwässerung an Bahnanlagen. Durch eine zusätzliche einjährige Ausbildung kann sich der Tiefbaufacharbeiter zum Straßenbauer, Brunnenbauer, Rohrleitungsbauer, Spezialtiefbauer oder Gleisbauer qualifizieren.

Tiefbordstein

auch: Rasenbordstein, Schlängel, Tiefbordsteine

Ein Tiefbordstein ist ein Bordstein, der das angrenzende Gelände nicht überragt, sondern bündig mit ihm abschließt. Er ist zwischen 5 und 10 cm breit und zwischen 20 und 30 cm hoch. Er wird auch als Rasenbordstein bezeichnet und dient zur Abgrenzung zwischen Gehwegen und privaten Grundstücken oder als Wegbegrenzung in Gärten, Parks oder Sportplätzen. Er wird auch anstelle eines Rundbordsteines verwendet, wenn kein Höhenunterschied erwünscht ist. In einigen Gegenden wird die kleinste Variante von 5 cm Breite und 20 cm Höhe auch als Schlängel bezeichnet.

Tiefenerder

Bauten wie Masten, Antennen, Kamine, Türme, Trafostationen, Elektrocontainer etc. erfordern eine leistungsfähige Erdung entsprechend den elektro- und blitzschutztechnischen Anforderungen. Dafür ist ein Tiefenerder besonders geeignet. Aber auch ungenügende Erder wie Wasserrohre, alte und korrodierte Erdungen an bestehenden Bauten oder zu kleine Fundamenterder, können mit einem Tiefenerder ergänzt oder ersetzt werden. Der Tiefenerder wird senkrecht in größere Tiefen eingebracht. Als Einzelerder hat er einige technische Nachteile gegenüber einem Ring- oder Fundamenterder. Zur Instandsetzung defekter Erdungsanlagen ist er aber oft die geeignete Lösung.

Tiefengrund

siehe Tiefgrund

Tiefenrüttelverfahren

auch: Rütteldruckverfahren, Rüttelstopfverfahren

Unter Tiefenrüttelverfahren werden verschiedene Systeme zur Baugrundverbesserung zusammengefasst. Sie dienen vor allem der Gründung von Bauwerken auf nicht ausreichend tragfähigem Baugrund. Es kommen drei verschiedene Tiefenrüttelverfahren zum Einsatz. Mit dem Rütteldruckverfahren werden grobkörnige Böden in sich selbst verdichtet. Beim Rüttelstopfverfahren werden in gemischt- und feinkörnigen, nicht verdichtungsfähigen Böden lastabtragende Säulen aus Kies oder Schotter eingebaut. Mit dem dritten Verfahren werden pfahlartige Gründungselemente hergestellt, über die verhältnismäßig hohe Lasten abgetragen werden können, wenn ein dauernder tragfähiger Verbund mit Stopfsäulen nicht gewährleistet ist.

Tiefenschutz

In der Holzwirtschaft spricht man von Tiefenschutz, wenn das Holzschutzmittel mehr als 10 mm tief in das Holz eingedrungen ist.

tieffrequenter Schall

siehe Infraschall.

Tiefgarage

auch: Tiefgaragen

Eine Tiefgarage ist eine ein- oder mehrstöckige Garage für eine größere Anzahl von Fahrzeugen. Tiefgaragen liegen unter dem Straßenniveau und sind häufig unter Bürogebäuden oder größeren Mietwohnungen zu finden. Sie sind praktisch, da sie nicht das Stadtbild beeinflussen aber gleichzeitig auch ziemlich empfindlich gegenüber Wassereintritt. Weitere wichtigen Aspekte einer Tiefgarage sind die Lüftung und die Beleuchtung. Die Belüftung erfolgt meist durch mechanische Lüftung. Die Beleuchtung der Garage ist oft nicht so, wie man es eigentlich erwartet. Häufig sind sie aus Gründen der Kostenersparnis nicht permanent beleuchtet, sondern mit Lichtschaltern versehen. Um das Licht anzuschalten, muss man sich erst im Dunkeln an anderen Autos entlangtasten, ehe man die Garage erleuchten kann. Dies ist nicht nur gefährlich, sondern führt schnell auch zu Kratzern im empfindlichen Autolack.

Tiefgrund

auch: Tiefgründe

Der Tiefgrund, der in lösemittelhaltigen und lösemittelfreien Mischungen angeboten wird, gehört zu den Primern und unterscheidet sich vom Haftgrund dadurch, dass er tiefer in Untergründe eindringen kann, sofern diese saugfähig sind. Sie verfestigen den Untergrund und stellen den Saugausgleich vor dem Auftragen von Fliesenklebern, Putzen und Spachtelmassen her. Zu den saugenden Untergründen zählen Zementestriche, Anhydritestriche, Kalk- und Zementputze, Porenbeton sowie Gipskartonplatten und Gipsfaserplatten, die mit lösemittelfreiem Tiefgrund behandelt werden. Bei kreidenden und sandenden Untergründen sollte ein lösemittelhaltiger Tiefgrund verwendet werden.

Tiefgründung

auch: Tiefgründungen

Wenn ein Bauwerk auf stark wasserhaltigem, moorigem oder nicht standfestem Untergrund gegründet werden muss, ist eine Tiefgründung notwendig. Dabei durchstößt man die weniger tragfähige Bodenschicht, bis auf darunter liegendem höher belastbarem Baugrund gegründet werden kann. Man unterscheidet Pfeilergründungen, Pfahlgründungen und Senkkastengründungen.

Tieflochbohrer

Tieflöffel

Der Tieflöffel ist das wohl am häufigsten eingesetzte Baggerwerkzeug im Erdbau, wobei sich jedoch der Einsatz aus grabtechnischen Gründen vor allem auf den Hydraulikbagger beschränkt. Das Einsatzgebiet eines Tieflöffels liegt unterhalb des Baggerplanunms und umfaßt u.a. die Herstellung von Gräben, Baugruben und Böschungen. Der Löffel wird dabei an der tiefsten Abtragsstelle angesetzt und in Richtung des Gerätes gezogen. Durch zusätzliche Kippbewegungen wird nicht nur der Grabbereich erweitert, sondern profilgerechtes Baggern überhaupt erst ermöglicht. Je nach Verwendungszweck werden schmale Löffel für den Grabenaushub, breite Löffel für den Massenaushub und Löffel mit besonders ausgebildeten Reißzähnen für schwer lösbare Bodenarten eingesetzt.

Tiefschneider

auch: Ecktiefschneider

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Ist eine Schalung erstellt, werden Bewehrungen eingebracht. Diese können aus Baustahlmatten oder unterschiedlichen Stahleinlagen bestehen. Häufig ergibt sich nach dem Verflechten der Baustähle die Notwendigkeit, vor dem Betongießen bestimmte Bereiche für Rohre oder andere Bauteile freizuschneiden. Manchmal schafft man es mit dem Mattenschneider nicht mehr, an die gewünschte Stelle vorzudringen. Hier hilft der Tief- bzw. Ecktiefschneider. Durch seinen schmalen Kopf trennt der Tiefschneider Stähle auch in zweiter Ebene und beengten Verhältnissen. Der Ecktiefschneider hilft zusätzlich noch in Ecken.

Tiefschnitt

siehe gravieren

Tiefspüler

siehe Tiefspül-WC.

Tiefspülklosett

siehe Tiefspül-WC

Tiefspül-WC

Tiefspüler sind eine Art von WC-Schüssel. Im Gegensatz zum Flachspül-WC fallen dabei die Fäkalien in das Wasser des Geruchverschlusses. Dadurch wird die Geruchsbelästigung verringert. Deshalb sind Tiefspüler für innenliegende Sanitärräume und für WC-Anlagen in Bädern vorzuziehen. Ebenfalls ein Tiefspüler ist das Zungen-WC. Nur wird durch die spezielle Form (Zunge) der Wand ein Zurückspritzen des Wassers aus dem Geruchsverschluss verringert.

Tiefzwiesel

siehe Gabelwuchs.

Tierpigmente

Tiffanyglas

siehe Antikglas.

Tigersäge

auch: Tigersägen

siehe Reciprosäge.

Tigerwood

siehe Muiracatiara.

Tilgungsstreckungsdarlehen

Um die monatliche Belastung zu senken, kann der Kreditnehmer ein Tilgungsstreckungsdarlehen aufnehmen. Die Tilgungsbeiträge des Realkredits werden dann genutzt, um das Tilgungsstreckungsdarlehen zu tilgen. Damit verlängert sich aber die Gesamtlaufzeit des Darlehens.

Tischbohrmaschine

auch: Tischbohrmaschinen

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Die Tischbohrmaschine ist quasi der kleine Bruder einer Ständerbohrmaschine. Sie besitzt einen verstellbaren Tisch, auf den das zu bohrende Werkstück aufgelegt oder eingespannt werden kann. Eine Erweiterung der Tischbohrmaschine ist die Radial-Tischbohrmaschine. Diese ist in alle Richtungen schwenk-, auszieh- und klapp­bar. Tischbohrmaschinen ermöglichen im Gegensatz zu Bohrmaschinen ein präzises Bohren in Holz, Stahl, Kunststoff oder Nichteisen-Metallen.

Tischfräse

auch: Tischfräsen

Tischfräsmaschine

auch: Tischfräse, Tischfräsmaschinen

Eine Tischfräsmaschine ist eine vielseitig einsetzbare Profimaschine zum fälzen, profilieren und nuten von Plattenkanten und Leisten. Tischfräsmaschinen besitzen eine Frässpindel, die meist zentrisch im Maschinentisch angeordnet ist. Bei einigen Maschinen lassen sich Tisch und Spindel bis zu 45° neigen. Das Arbeiten mit einer Tischfräsmaschine ist gefährlich, weshalb die diversen Schutzeinrichtungen zu nutzen sind. Der Grund liegt darin, dass das Werkstück mit der Hand unmittelbar am Werkzeug vorbei geschoben wird. Gefährdungen sind insbesondere gegeben durch Rückschlag, beim Fräsen am Anlaufring oder beim Fräsen kurzer Werkstücke.

Tisch-Kathedralgläser

auch: Tisch-Kathedralglas

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Tisch-Kathedralglas ist eine traditionelle Art der Glasherstellung, allerdings wird das Glas nicht vom Glasbläser durch Blasen eines Glaspostens erzeugt wie beim Echt-Antikglas. Vielmehr wird die Glasmasse auf Spezialtischen gewalzt. Seinen Namen verdankt das Glas jedoch nicht nur dem Tisch, sondern auch seinem früheren Haupteinsatzgebiet, nämlich der Verglasung von Kathedralen und Kirchen. Heute wird das Glas vor allem als Füllung von Fenstern und Türen verwendet. Tisch-Kathedralglas hat zwei unterschiedliche Seiten. Die Tischseite weist eine gehämmerte Struktur auf, die andere sog. feuerpolierte Seite ist glatt bis leicht gerillt.

Tischkreissäge

auch: Tischkreissägen

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Eine Tischkreissäge ist eine Maschine zum Sägen von Vollholz und Holzwerkstoffen mit einem Kreissägeblatt. Das verschieden große Sägeblatt ist in Höhe und Neigung verstellbar. Die Tischkreissäge wird verwendet zum: Besäumen, Auftrennen von Brettern (Trennen, Bohlen), Ablängen und Anschneiden von Schrägen und Gehrungen (45°-Winkel), Nuten, Falzen und Ansägen von Schlitz und Zapfen (Schlitz- und Zapfenverbindungen). Im Gegensatz zur variabler einsetzbaren Handkreissäge wird die fest installierte Tischkreissäge meist in Werkstätten und auf Baustellen verwendet. Tischkreissägen haben immer eine Späneabsaugvorrichtung. Dies kann ein integrierter Sauger sein, der die entstehenden Späne beim Sägen in einem Spankasten sammelt. Es gibt aber auch Modelle, die einen Anschluss für einen externen Staubsauger haben. In der Regel haben Tischkreissägen Längs-, Quer- und Winkellineale, die bei der Bearbeitung eines Werkstücks als Anschlag dienen und so eine präzise Verarbeitung ermöglichen. Diese Bearbeitungshilfen sind auch einzeln käuflich. Beim Kauf einer Tischkreissäge sollte auf das Sicherheitszeichen wie das GS-Zeichen geachtet werden. Kreissägen müssen eine Schutzhaube, auch unter dem Tisch, und einen Spaltkeil haben. Empfehlenswert ist eine Motorschutzschaltung: Wenn ein Gegenstand das Sägeblatt verklemmt, verhindert diese ein Durchbrennen des Motors.

Tischkreissägemaschine

auch: Tischkreissägemaschinen

Tischler

auch: Schreiner, Bauschreiner, Bautischler

Tischler ist ein in manchen Gegenden auch als Schreiner bezeichneter Lehrberuf mit einer Ausbildungszeit von drei Jahren. Wer den Beruf ergreift, sollte Freude am Umgang mit dem Werkstoff Holz haben, kreativ und handwerklich begabt sein. Auch eine Veranlagung zum Technischen Zeichnen muss vorhanden sein, denn es werden Zeichnungen nach Kundenwünschen erstellt. Nach der Auswahl des richtigen Holzes wird dieses gesägt, gefräst, gebeizt oder poliert. Tischler führen auch Furnierarbeiten aus, haben Umgang mit Hobel, Oberfräse und Schleifgeräten und verbinden die einzelnen Teile durch Schrauben oder Leimen. Als Bauschreiner fertigt er Fenster, Türen oder Treppen. Im Innenausbau fertigen und montieren Tischler Raumteiler sowie Wamd- und Deckenbekleidungen. Kreativität ist beim Bau von Möbelstücken angesagt. Ein wichtiges Aufgabengebiet ist auch die Restaurierung und Reparatur alter Möbel, bei denen die Bauart und der Baustil beachtet werden müssen.

Tischlerleisten

auch: Tischlerleiste

Tischlerplatte

auch: Paneelplatte, Tischlerplatten

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Eine Tischlerplatte kommt Massivholz sehr nahe, denn sie ist aus einer Vielzahl massiver Holzstäbe zusammengesetzt. Man spricht von Stäben, wenn die verleimten Vollholzleisten etwa 24 mm breit sind. Im Handel werden solche Tischlerplatten unter der Abkürzung "STAB" angeboten. Als Stäbchen werden schmalere Leisten mit einer Stärke von 5-8 mm bezeichnet. Im Handel bekommen Tischlerplatten dann den Zusatz "STAE". Die Stäbe bzw. Stäbchen machen eine Tischlerplatte stabil und sorgt dafür, dass sich das Holz nicht so schnell verzieht. Auf die Oberflächen wird anschließend Furnier aufgetragen - eine dünne Schicht Holz meist edlerer Sorte. Durch Verkleben der Stäbe kann das Holz nicht mehr arbeiten, sodass sich die Platte nicht verzieht. Tischlerplatten verwendet man für Regalböden oder Möbel. Entscheidend für die Qualität ist der Mittellagenaufbau aus Holzstäbchen unterschiedlicher Breite. Je schmaler die Stäbe, umso geringer ist die Neigung zu Quell- und Schwindbewegungen des Materials. Tischlerplatten können wie Massivholz bearbeitet werden. Problematisch kann das im Leim enthaltene Formaldehyd sein. Tischlerplatten werden in Dicken von 10 mm bis 55 mm und je nach Deckart in verschiedenen Größen angeboten (z.B. 1.840 x 5.200/2.600 mm, 2.050 x 5.200/2.600 mm, 2.100 x 5.200/2.600 mm).

Tischoberfräse

auch: Tischoberfräsen

Tischoberfräsmaschine

auch: Tischoberfräsmaschinen

Eine Tischoberfräsmaschine ist eine Profimaschine zum Graten und Nuten, zum Ausfräsen von Formen nach Schablonen und zum Ausfräsen von Vertiefungen (Ornamenten) in Holz. Siehe auch Tischfräse.

Titandioxid

Titandioxid ist ein teures, hochdeckendes, hellweißes Pigment, das als deckendes Pigment in Farben auf Latex- und Lösemittelbasis verwendet wird.

Titaneisen

auch: Titaneisenerz

siehe Ilmenit.

Titanzink

Titanzink ist eine Legierung, die mindestens 99,995% Feinzink und geringe Anteile Titan und Kupfer enthält. Dadurch bekommt das Material eine verbesserte Dauerstandfestigkeit, die Wärmedehnung ist sehr gering und es lässt sich gut verarbeiten. Anwendungsbereiche: Dachdeckungen, Außenwandbekleidungen, Gesims- und Attikabekleidungen, Dachan- und abschlüsse, Verwahrungen, Fensterbänke, Bauelemente für Dachentwässerung, wie Dachrinnen und Regenfallrohre, Ornamente für Restaurierung/Renovierung.

T-Nutfräser

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Ein T-Nutfräser ist ein Fräser für eine Oberfräse. Er wird zum Fräsen von T-Nuten und Bilderschlitzen (Schlüsselloch) in Massivholz und Plattenwerkstoffen verwendet.

toasten

auch: Toastung

Holzfässer, die für die Lagerung von Wein bestimmt sind, werden getoastet. Toastung ist der Fachausdruck dafür, dass die hölzernen Fassdauben nach dem Biegevorgang, der unter Dampfeinwirkung geschieht, in einem Brennvorgang ganzflächig deutlich gebräunt, aber auf keinen Fall verkohlt werden. Das Verfahren ähnelt der Herstellung von Thermoholz. Durch Toasten der Fassrümpfe werden für die Weinlagerung schädliche Holzinhaltsstoffe egalisiert oder abgebaut, so dass sich das Weinaroma optimal entfalten kann. Bei zu starker Toastung entwickeln sich Kaffee- und Röstaromen, bei zu geringer Toastung vegetative grüne Aromen. Beides würde dem Ausbau des Weins schaden.

Toilettenbrille

auch: Toilettenbrillen

Toilettenbrille ist die traditionelle Bezeichnung für einen WC-Sitz. Der Begriff ist bei den Herstellern solchen Zubehörs verpönt.

Toilettenbürstenhalter

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Toilettenbürstenhalter werden an der Wand befestigt und bestehen aus einem Haltering, in den eine Schale eingelassen worden ist. Diese Schale wiederum ist größenmäßig auf den Kopf einer Toilettenbürste abgestimmt. Wird die Toilettenbürste in die Schale gesteckt, steht sie von alleine (mehr oder weniger) aufrecht. Toilettenbürstenhalter haben gegenüber den "Bürstengarnituren" aus Plastik den Vorteil, dass sie beim Herausnehmen oder Einhängen der WC-Bürste nicht umfallen.

Toleranz

Als Toleranz wird im Baubereich eine vorgegebene größtmögliche Maßabweichung bezeichnet. Die Toleranz wird durch die Konstruktion oder Arbeitsvorbereitung (Größtmaß, Kleinstmaß) vorgegeben. Siehe auch Maßtoleranzen. Insbesondere im Betonbau kann es bei großen Gebäuden zu sicht- und spürbaren Maßdifferenzen kommen, die jedoch - wenn sie innerhalb der Toleranzgrenzen liegen - keinen Einfluß auf die Stabilität haben.

Toluol

Toluol ist Bestandteil von Vergaserkraftstoffen zur Erhöhung der Oktanzahl. Toluol ist eine Lösemittel und Ausgangsstoff für die Synthese zahlreicher organischer Verbindungen.

Ton

auch: Tone

Ton ist neben oder zusammen mit Lehm der Urbaustoff der Menschheit. Ziegel aus Lehm und Tonerde, die durch Wasserzugabe plastifiziert, geformt, luftgetrocknet und/oder einem Brennvorgang unterzogen werden, sind in fast allen Hochkulturen anzutreffen und noch heute ein Baustoff mit vielen Vorteilen, nicht zuletzt aus ökologischer Sicht. Der Ton (Mehrzahl: die Tone) dient aber nicht nur zur Herstellung von Tondachschindeln oder Ziegelpflaster, mit ihm werden auch Deponien ausgekleidet, um ein Versickern flüssiger Schadstoffe in das Grundwasser zu verhindern. Ton hat also eine wasserundurchlässige Konsistenz, weshalb Ton schon in grauer Vorzeit zur Herstellung von Gefäßen benutzt wurde. Ton ist auch das Grundmaterial für alle Töpfer - sowohl derjenigen aus Mesopotanien vor 5.000 oder 6.000 Jahren, als auch derjenigen, die heute künstlerische oder folkloristisch geprägte Töpferwaren anbieten. Ein weiteres Einsatzgebiet von Ton ist die Tonabdichtung.

Tonabdichtung

auch: Tonabdichtungen

Gegenüber einem Sandkorn ist ein Tonkorn 100 bis 1000 mal kleiner. Dementsprechend eng sitzen die einzelnen Tonkörner zusammen. In Verbindung mit Feuchtigkeit wird Ton quasi wasserundurchlässig. Diese Eigenschaft wird genutzt und der Ton zur Abdichtung verwendet. Tonabdichtungen findet man zum Beispiel bei Teichen, Wasserläufen oder Deponien. Auch Fundamente und Kelleraußenwände können mit Ton abgedichtet werden. Man spricht in diesem Fall von einer Braunen Wanne. Da trockener Ton Risse bildet, gibt es mittlerweile auf dem Markt Mischungen, die diese Eigenschaft nicht zeigen.

Tönautomat

auch: Tön-Automat

Umgangssprachliche Bezeichnung für eine Farbmischmaschine

Tondachschindel

auch: Tondachschindeln

Alle unten abgerundeten Schindeln, bei denen der Fachmann von Korbbogenschnitt, Segmentschnitt oder klassischem Rundschnitt spricht, haben die Form eines Biberschwanzes. Irgendwann ist dann ein Ziegeleibesitzer oder Dachdecker auf die Idee gekommen, eine neue Gattungsbezeichnung für Tondachschindeln ins Leben zu rufen. Und so wurde aus der jahrtausendealten Schindel aus gebranntem Ton der Biberschwanzziegel, jedenfalls im deutschen Sprachraum.

Tondachziegel

siehe Dachziegel

Tonfliese

auch: Tonplatte, Tonfliesen

Tonfliesen werden aus Ton gebrannt und roh oder glasiert angeboten. Bei den wegen ihrer natürlichen Eigenschaften geschätzten rohen Fliesen ist die Farbauswahl gering. Ihre poröse Oberfläche verschmutzt leichter. Sie kann aber mit speziellen Produkten geschützt werden. Glasierte Platten ähneln oberflächlich glasierten keramischen Fliesen, sind aber wegen ihres weicheren Trägermaterials weniger bruchsicher und als Bodenplatten nur bedingt geeignet. Sie sind, roh oder glasiert, nicht frostfest. Frostfest sind hingegen Klinkerfliesen, welche aus speziellem Ton bei höheren Temperaturen gebrannt werden. Auch hier ist die Farbwahl beschränkt (grauweiss, gelblich, rötlich, bräunlich und Anthrazit). Die Formate von Ton- und Klinkerfliesen sind meist grösser. Sie müssen auch wegen ihrer geringeren Bruchfestigkeit dicker hergestellt werden. Herstellungsbedingt ist die kleinere Maßgenauigkeit, was gröbere Fugen erfordert. Alles in allem haben sie einen eher rustikalen Charakter. Deshalb passen Tonfliesen besonders gut ins Landhaus-Milieu.

Tonhohlplatte

auch: Tonhohlplatten

siehe Hourdis.

Tonkinstab

auch: Tonkinstäbe

siehe Pflanzenstab

Ton-Nagel

auch: Tonnagel, Tonnägel, Ton-Nägel

Ton-Nägel wurden nie als Nägel genutzt, sondern haben nur die Form eines Nagels, also eines spitz zulaufenden Schaftes, an dessen anderem Ende sich ein Nagelkopf befindet. Ton-Nägel sind auch nur aus der mesopotanischen Hochkultur bekannt. Gut erhaltene Ton-Nägel stammen etwa aus der Zeit um 2.100 v. Chr. Sie haben eine Länge von 15 bis 20 cm, der Nagelkopf einen Durchmesser von 3 bis 4 cm. Der Schaft war mit Inschriften versehen. Die Ton-Nägel wurden in vorbereitete Löcher einer Ziegelfassade eingelassen. Möglicherweise waren die Inschriften so etwas wie eine notarielle Besitzurkunde an dem Gebäude oder hatten dieselbe Aufgabe, die heutzutage ein Grundstein erfüllt.

Tonnendach

auch: Tonnendächer

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Das Tonnendach ist ein halbrundes Tonnengewölbe. Es eignet sich ideal für großflächige Überdachungen. Tonnendächer werden vor allem auf modernen Gewerbe- und Verwaltungsbauten errichtet, sie haben aber auch Einzug gehalten in den designorientierten privaten Wohnhaus- und Villenbau. Tonnendächer werden ausnahmlos mit Metall gedeckt, insbesondere mit Kupfer und Titanzink.

Tonnendachgaube

auch: Runddachgaube, Tonnendachgauben

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Eine Variante der Giebelgaube stellt die Tonnendachgaube dar, die meistens in Metall, wie z.B. Kupfer ausgeführt wird. Tonnendachgauben sind auch unter dem Begriff "Runddachgaube" geläufig.

Tonnengewölbe

Die einfachste Wölbung eines Langraumes ist das Tonnengewölbe. Es sieht aus wie eine halbierte Tonne. Der halbkreisförmige Querschnitt kann auch gebrochen werden. Durch zwei Diagonalschnitte eines Tonnengewölbes mit quadratischem Grundriß entstehen zwei Wangen- und zwei Kappenstücke.

Tonplatte

siehe Tonfliese.

Tonschiefer

Tonschiefer ist ein feinklastisches Sedimentgestein mit ausgezeichneter Spaltbarkeit. Aus Quarz und und Silikaten bestehend, durch Tonminerale gut gebunden. Allfarbig, häufig durch eingelagertes Bitumen schwarz (Dachschiefer). Abbaugebiete: Thüringer und Frankenwald, Eifel, Sauerland, sowie Spanien, Portugal, Indien und Südafrika. Tonschieder wird für Dachbedeckungen, Wandbekleidungen und Bodenbeläge verwendet.

Topfbürste

Die Topfbürste, wie sie hier gemeint ist, dient nicht der Reinigung von Küchentöpfen, sondern dem Abschruppen von Farben und Kleberresten auf unterschiedlichen Baumaterialien. Die Topfbürste ist ein Zubehörteil des Winkelschleifers, die Bürsten bestehen aus Stahldraht. Sind diese geflochten, wird von einer Zopfbürste gesprochen.

Topfbürste

auch: Topfbürsten

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Eine Topfbürste ist ein Bürstenvorsatz für Geradschleifer, Winkelschleifer oder auch Bohrmaschinen. Sie ist ideal für schnelles, grobes Entrosten und Reinigen großer Flächen. Auch zur Vorbereitung von Schweiß- und Lötarbeiten wird sie verwendet. Sie gilt als universelles Werkzeug mit breitem Anwendungsbereich. Wie bei allen Bürsten stehen verschiedene Drähte aus Stahl, rostfreiem Stahl und Messing zur Auswahl. Zudem gibt es noch Topfbürsten mit Borsten aus Nylon.

Topfscharniere

auch: Topfscharnier

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Die üblichen 35 mm-Topfscharniere kommen bei normal breiten Türen in Küche, Wohn- und Schlafbereich zum Einsatz. 26 mm-Topfscharniere finden vor allem an kleinen, schmalen Schränken, z.B. bei Badmöbeln, Verwendung. Merkmale Topfscharniere:Anschlagarten in drei Versionen / Öffnungswinkel 95°, 110° oder 165°/ Topfscharniere können in den üblichen Türstärken von 15-19 mm verarbeitet werden / die Anzahl der Topfscharniere pro Tür ist abhängig von Türgewicht, Türbreite und Materialqualität / alle Topfscharniere mit Kreuzmontageplatte sind dreidimensional verstellbar.

Topfzeit

auch: Topfzeitên

Als Topfzeit wird die Zeit bezeichnet, in der ein angemischter oder aus einem Behältnis entnommener Kleber gerade noch verarbeitungsfähig ist. Auch bei anderen reaktiven Materialien wie Kunstharzen, Farben, Mörteln und Gips wird von Topfzeit oder Gebrauchsdauer gesprochen.

Tor

auch: Tore

Das Tor wurde vor tausenden von Jahren "erfunden". Begrifflich kann es ebenso ein Weidentor in Einfachstbauweise, eine Schwerkonstruktion wie ein mittelalterliches Stadttor aus Eiche oder ein modernes Rolltor aus Stahl sein, das höchste Sicherheitsanforderungen erfüllt. Der Unterschied zur Tür liegt im wesentlichen darin, dass eine Tür zu bewohnten Räumen führt, ein Tor jedoch auf eine Wiese, einen Hof oder in eine Garage, ein Gewerbehalle oder z.B. in ein Busdepot. Konstruktiv unterscheidet sich ein Flügeltor nur durch die Art des Baumaterials von einer Flügeltür, die ja die gebäuchlichste Form einer Tür ist. Moderne Tore werden in sehr unterschiedlichen Konstruktionsformen angeboten, nämlich als Drehflügeltor, Schwingtor, Schiebetor, Rolltor, Rollenschiebetor oder Sektionaltor. Das meist verwendete Material ist Stahl bzw. für Garagentore Stahlblech auf Stahlrahmen. Es werden jedoch auch Garagentore mit Holzbekleidung angeboten. Von den Gartentoren abgesehen, sind hingegen große Holztore fast ausschließlich individuelle Schreinerarbeit.

Torantrieb

auch: Torantriebe

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Ein Tor kann mechanisch, also per "Handdruck" oder durch Betätigen eines Kurbelantriebs geöffnet bzw. geschlossen werden. Jedoch wird diese Arbeit vor allem bei großen Toranlagen von einem Elektromotor übernommen. Auch die privaten Garagentore sind zu einem erheblichen Teil mit einem Torantrieb ausgestattet, wobei diese problemlos auch in Eigenleistung montiert werden können. Je nach Art des Tores und des Gewichtes, das zu bewegen ist, werden Spindelantriebe, Antriebe mit Schneckengetriebemotor u.a. Konstruktionen eingesetzt. Torantriebe werden durch Taster, Schlüsselumdrehung oder über Funkfernsteuerung in Gang gesetzt. Sie können mit verschiedenen Sonderfunktionen gekoppelt werden wie z.B. einem optischen Encoder, Photozellen usw. Codeschaltungen schützen gegen unbefugte Benutzung. Eine Abschaltautomatik bringt das Tor zum Stehen, wenn ein Hindernis auftritt. Notentriegelung und Schnellentriegelung ermöglichen das Öffnen auch bei Stromausfall. Unser Foto zeigt den Antrieb eines Garagentores der Fa. Rundum-Meir.

Torf

Torf entsteht in Mooren, wenn absterbende pflanzliche Substanz unter Luftabschluss nur unvollständig zersetzt wird. Wenn ein Moor durch Entwässerung zerstört wird und das Moorökosystem dadurch stirbt, bleibt nur noch der Torfkörper übrig. Ist er entsprechend mächtig, spricht man von einer Torflagerstätte. Dort wird Torf nach dem Tagebauverfahren in einem so genannten Torfstich gewonnen. Traditionell wurde Torf vor allem als Heizmaterial verwendet. Heute heizt, zumindest in Deutschland, niemand mehr mit Torf. Dafür benutzen ihn viele (Hobby-) Gärtner. Tatsache ist: Torf ist nur ein guter Wasserspeicher. Ansonsten ist er zu sauer und nährstoffarm für den Gartenbau. Deshalb wird der Torf oft mit Zusatzstoffen wie Kalk oder Mineraldünger angereichert. Gartenexperten und Ökologen meinen: Effektiver und umweltfreundlicher ist schlichter Kompost. Ein weiteres Einsatzgebiet von Torf findet sich in der Whisky-Herstellung. Viele Whisky-Sorten, vor allem schottische, erfordern das Trocknen des Malzes über einem Torffeuer, da nur so der spezielle rauchige Geschmack erzielt werden kann.

Torfbrandziegel

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Torfbrandziegel sind rustikal aussehende Mauerziegel, die große Abweichungen hinsichtlich Form, Farbe und Oberflächengestaltung besitzen. Sie werden in mit Torf beheizten Brennöfen hergestellt und als Architektenklinker ausgeliefert.

Torfsodendach

siehe Grassodendach.

Torhaus

auch: Torhäuser

Torhäuser gehen auf die Befestigungsmauern von Burgen, Schlössern und Städten zurück. Solche Mauern hatten eine erhebliche Breite, schließlich mussten sie auf dem Wehrgang Soldaten und Geschütze tragen. Das Stadttor, oft auch das Tor zu einer Schlossanlage, wurde mit einer Wohnung überbaut, in der die Familie des Torwächters wohnte. In den 30-er Jahren des vorigen Jahrhunderts, als viele Siedlungsbauten in einer Art Wehrdorf-Architektur gebaut wurden, erlebte das Torhaus eine Wiedergeburt - diesmal lösgelöst von Stadttoren und Schlössern. Die Durchfahrten durch solche Torhäuser wurden so hoch und breit angelegt, dass auch große Fahrzeuge wie etwa die der Feuerwehr passieren konnten. Bedingt durch die Bauland-Knappheit, werden auch heute noch selbst in innerstädtischen Bereichen Torhäuser gebaut, durch die teilweise sogar der öffentliche Verkehr fließt. Solche Torhäuser können dann aus einem Gebäudekomplex mit mehreren Stockwerken bestehen. Wenn sich auch die Möglichkeiten einer effizienten Wärmedämmung in den letzten Jahrzehnten stark verbessert haben, so ist doch die Wärmedämmung der vier und mehr Meter hohen Bodenplatte nach wie vor problematisch.

Torluftschleier

Tornillo

siehe Cedrorana.

Torsion

Unter Torsion wird in der Baustatik eine Verdrehung verstanden, die in der Schnittfläche eines Bauteils ein Torsionsmoment hervorruft.

Torsionsfeder

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Eine Torsionsfeder ist eine einfache Art eines Türschließers. Die Torsionsfeder wird - siehe Zeichnung der Fa. Aditech - in Zarge und Türblatt versenkt, vorwiegend bei Türen mit innenliegenden Bändern. Die Feder besteht aus mehreren Federblättern, die insgesamt für den nötigen Anpressdruck zum Schließen der Türen sorgen.

Torus

Ein Torus ist allgemein ein geometrisches Gebilde, das in etwa die Form eines Donuts oder eines Schwimmreifens besitzt. Besitzt ein Baukörper solch eine runde Form, wird mitunter ebenfalls von einem Torus gesprochen, obwohl die wulstige Ausbildung fehlt. In der Architektur bzw. griechischen Baukunst ist ein Torus das obere, wulstiges Glied der ionischen Säulenbasis.

Totalbleichung

siehe Bleichen

Totäste

Totäste oder auch Totholz sind abgestorbene, also "tote" Äste, die sich noch am Baumstamm befinden oder abgebrochen auf dem Waldboden liegen. Totholz ist leicht zu erkennen an der aufgebrochenen oder abgefallenen Rinde. Da tote Äste eines alten Baumes einige Zentner wiegen können, müssen Förster, Parkverwaltungen und natürlich auch Privatpersonen, die Bäume in ihrem Garten haben, dafür Sorge tragen, dass Totholz am Baum abgesägt wird. Totäste können plötzlich abbrechen und Menschen verletzen oder töten. Totholz ist holzwirtschaftlich fast wertlos. Allenfalls kann Totholz von Eiche, Buche oder Birke als Kaminholz verwendet werden. Naturschützer schlagen vor, sog. Totholzmauern anzulegen, um Lebensraum für Insekten zu schaffen.

Totenkopf

Totholz

siehe Totäste

Touchpanel

auch: Touchscreen

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Ein Touchpanel oder ein Touchscreen ist ein berührungsempfindlicher Bildschirm. Die Eingabe geschieht durch Berühren der jeweiligen Symbole auf der Bildschirmoberfläche. Was man bereits beispielsweise vom Fahrkartenkauf längere Zeit kennt, hat auch in den privaten Haushalt Einzug gehalten. In der modernen Gebäudetechnik (siehe EIB) kann man über ein Touchpanel Rollläden und Garagentore schließen, die Heizung aufdrehen oder den Herd abstellen.

Touchscreen

siehe Touchpanel.

Tour

auch: eintouriges Schloss, zweitouriges Schloss

Die Tour ist ein Fachbegriff aus der Beschlagtechnik. Wenn sich der Schlüssel im Schloss nur einmal überschließen, also "umgedrehen" lässt, so ist das Schloss für den Fachmann "eintourig". Wenn der Schlüssel zweimal "umgedreht" werden kann, ist es folgerichtig ein zweitouriges Schloss. Spaßeshalber werden Mitmenschen, die ein Schloss zweifach überschließen, als "Schlüssel-im-Loch-zweimal-Umdreher" persifliert, also als übervorsichtig karikiert.

T-Profil

auch: T-Profile

siehe T-Balken.

Tracheen

siehe Leitzelle.

Trachyt

Dieser Naturwerkstein ist von Rhyolith kaum zu unterscheiden. Trachyt ist ebenfalls ein Ergussgestein, allerdings aus Syenitmagma. Man fördert das Gestein im Westerwald und importiert es aus Italien.

Trafo

siehe Transformator.

Tragbolzentreppe

auch: Tragbolzentreppen

Bei einer Tragbolzentreppe handelt es sich um eine Treppenbauart, bei der auf die Wange verzichtet werden kann. Die Funktion der Wange wird hierbei von einem verstärkten Treppenhandlauf übernommen. Durch ihre Bauart wirken moderne Tragbolzentreppen sehr offen. Sie erzeugen konstruktionsbedingt zudem einen geringeren Trittschall als die klassische Holzwangentreppe. Die Stufen hängen bei einer Tragbolzentreppe auf der von der Wand abgewandten Seite am Treppengeländer bzw. den Geländerstäben. Auf der Wandseite werden die Stufen hingegen mit Edelstahlbolzen und Gummimuffen in der Wandaußenwange gelagert. Auf diese Wange kann aber auch verzichtet werden, indem man die Stufen direkt an der Wand befestigt.

tragende Wand

auch: tragende, Wände

Tragende Wände sind für die Standsicherheit eines Gebäudes elementar wichtig. Sie dürfen daher nicht so einfach entfernt oder mit Mauerdurchbrüchen versehen werden. Damit die Lasten abgetragen werden können, muss daher ein Unterzug oder ein Sturz diese Aufgabe übernehmen.

Trägerbohlwand

auch: Trägerbohlwände

Tragfähigkeit

Unter Tragfähigkeit wird die ögliche Lastaufnahme eines Bauteils unter Ausschluss der Sicherheitsfaktoren bezeichnet. Der Statiker muss bei seinen Berechnungen nachweisen, dass ein Bauwerk mit seinen verschiedenen Bauteilen die erforderliche Tragfähigkeit aufweist. Die Tragfähigkeit eines Bodens ist ein Maß dafür, wie tief und umfangreich die Fundamente eines Bauwerks angelegt werden müssen.

Traggerüste

auch: Traggerüst

Traggerüste sind Gerüste, die folgende Augaben übernehmen:- Stützen von Massiv-Tragwerken, bis diese eine ausreichende Tragfähigkeit erreicht haben.- Aufnahme der beim Herstellen, Instandhalten, Ändern oder Beseitigen von baulichen Anlagen auftretenden Lasten aus Bauteilen, Geräten und Transportmitteln. - Vorübergehende Lagerung von Baustoffen, Bauteilen und Geräten. Traggerüste sind hochbeanspruchte Konstruktionen, die nach Entwurf, Berechnung und Ausführung eigenständige Ingenieurkonstruktionen darstellen. Sie werden beispielsweise im Hochbau, Massivbrückenbau und Tunnelbau eingesetzt.

Tragholm

Traglatte

auch: Traglatten

siehe Traglattung.

Traglattenabstand

auch: Traglattenabstände

Traglattenabstand ist die Distanz zwischen Oberkante einer Dachlatte und der Oberkante der nächsten Dachlatte bei Deckungen. Die Traglattenabstände werden bei Dachziegeln und Dachsteinen unter anderem bestimmt durch Dachziegel-/Dachsteinlänge, Dachziegel-/Dachsteinform, mögliche Decklänge, dachneigungsabhängige Höhenüberdeckung, Sparrenlänge bzw. Konterlattenlänge, notwendigen Überstand der Deckung an der Traufe,

  • notwendigen Traglattenabstand zum Firstscheitelpunkt.
  • Traglattung

    auch: Traglatte, Sparschalung, Traglattungen

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    Als Traglattung wird ein Gerüst aus Holz-Latten in einem bestimmten Abstand bezeichnet, an dem Paneelen an Wand oder Decke befestigt werden. Auch bei der Dacheindeckung gibt es eine Traglattung. Dort hat die Traglattung die Aufgabe, die Dachziegel oder andere Dacheindeckungen wie Bitumenwellplatten zu halten. Beim Dach wird die Traglattung meist genagelt, bei der Verlegung von Paneelen wird sie meist geschraubt. Der Abstand der Latten ist abhängig vom Gewicht und der Art des verwendeten Materials. Die Traglattungen werden häufig quer auf eine Konterlattung aufgeschraubt. Die Traglattung wird mitunter auch als Sparschalung bezeichnet.

    Tragschicht

    Die Tragschicht ist die unterste Schicht eines Oberbaus, also eines Straßenbelags. Die Tragschicht wird beim Straßen- und Wegebau direkt auf das Planum aufgebracht und verdichtet.

    Tragwerk

    auch: Tragwerke

    In der Statik werden beispielsweise Balken, Stützen oder Plattenbalken als Tragwerke bezeichnet. Tragwerke können auch aus verschieden Bauteilen zusammengesetzt (Rahmentragwerke) oder gekrümmt (Schalentragwerke) sein.

    Tragwerksplaner

    auch: Statiker

    Bei einem Tragwerksplaner handelt es sich in der Regel um einen studierten Bauingenieur, der sich um den Entwurf und die Berechnung des Tragwerks von Gebäuden oder Ingenieurbauwerken wie Brücken, Tunnel oder Staudämmen. Eine Hauptaufgabe des Tragwerksplaners ist der Nachweis der Standsicherheit des Bauwerks. Dazu sind in der Regel Berechnungen der Statik nötig, weswegen der Tragwerksplaner daher häufig auch als Statiker bezeichnet wird. Ist ein statischer Nachweis nicht möglich, können in Ausnahmefällen auch Versuche als Nachweis der Realisierbarkeit dienen. Zu den Aufgaben eines Tragwerksplaners kann auch die Wärmeschutzberechnung oder der Brandschutznachweis zählen.

    Tragwerktreppe

    auch: Tragwerktreppen

    Tragwerktreppen sind wangenlose Treppen, denen auch eine sonstige Unterkonstrukiom wie Platten oder Balken fehlt. Die Stufenplatten aus Betonwerkstein, Aluminium oder Edelholz werden durch Stahlbolzen miteinander verschraubt. Es entsteht eine starre Gesamtkonstruktion. Die Austrittstufe wird in der Geschoß- oder Podestdecke verankert.

    Tränenblech

    auch: Tränenbleche

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    Namensgebend beim Tränenblech ist die Oberfläche, die tränenförmig geriffelt ist. Durch die maschinelle Prägung erhält das Blech aus Aluminium oder Edelstahl eine gewisse Rutschfestigkeit. Auβerdem nutzen sich diese Oberflächen aufgrund ihres Herstellungsverfahrens praktisch nicht ab. Sie sind in hohem Maβe stoβ- und abriebfest und können problemlos befahren werden. Designer und Architekten schätzen ihr ansprechendes Äußeres, insbesondere bei dekorativen Anwendungen (siehe Dekorblech). Typische Einsatzmöglichkeiten von Tränenblechen sind Böden (Gebäude, Waggons oder Fahrstühle), Zugänge (Stege, Treppen, Trittbretter), Plattformen, Rampen, Schiffsbrücken sowie diverse Anwendungen am Bau, bei denen ein besonderer Designeffekt gewünscht ist. Tränenbleche können wie glatte Bleche gleicher Güte verarbeitet (Biegen, Umformen, Schweiβen usw.) werden. Neben Blechen aus Metall wird auch bei manchen Gummiböden von einer Tränenblech-Struktur gesprochen. Diese Bodenschutzmatten mit Tränenblech-Struktur werden zum Schutz vor Ausrutschen verwendet.

    Trani

    trani.jpg

    Trani ist ein sehr beliebter, hell beigefarbener Kalkstein. Wie bei allen Kalksteinen kommt es auch bei Trani häufiger zu Ausblühungen. Diese erkennt man daran, dass die Oberfläche matt wird, weil mit der Untergrundfeuchtigkeit aus dem Material herauskommende Stoffe an der Luft zu Kalkstein umgewandelt werden. Es müssen in jedem Falle schnellabbindende Verlegesysteme verwendet werden. Das Material sollte zudem nicht bei feuchten Untergründen ( Keller) verwendet werden. Trani wird überall dort eingesetzt, wo gemütliche nicht aufdringlich wirkende Natursteinflächen gewünscht werden. Häufig wird das Material auch in Bordüren und Marmormosaiken verwendet.

    Tränkbarkeit

    siehe tränken

    Tränkbarkeitsklasse

    siehe tränken

    Tränken

    Unter "tränken" versteht man im Holzhandel tauchimprägnierte, also "getränkte" Bretter oder Balken.

    Tränkfähigkeit

    siehe tränken

    Transformator

    auch: Trafo, Transformatoren

    Mit einem Transformator (kurz: Trafo) werden Wechselspannungen herauf- oder heruntertransformiert, also erhöht oder reduziert. Ein Transformator besteht im Wesentlichen aus einem lamellierten Weicheisenkern und zwei isolierten Spulenwicklungen, der Primär- und der Sekundärspule. In der Regel haben diese Spulen unterschiedliche Windungszahlen. Dadurch wird es möglich, die elektrische Spannung nahezu beliebig zu verändern. Transformatoren finden zum Beispiel Einsatz in Umspannwerken und Ortsnetztrafostationen. Viele Haushaltsgeräte enthalten ebenfalls einen Transformator, der in den meisten Fällen die Netzspannung von 230 Volt auf die Kleinspannung von zum Beispiel 12 Volt transformiert.

    transluzent

    Baumaterialien sind dann opak oder transluzent, wenn Licht hindurchschimmern kann, die Durchsicht aber verwehrt oder stark eingeschränkt wird. Transluzente Baustoffe sind beispielsweise Milchglas oder Gussglas. Auch Acrylglas kommt in opaken Ausführungen auf den Markt; Badewannen werden beispielsweise aus diesem transluzenten Material hergestellt.

    Transmission

    Treffen Sonnen- oder Wärmestrahlen auf eine Glasscheibe, wird nur ein Teil der Strahlen durchgelassen. Man spricht von Transmission. Zusammen mit Reflexion und Absorption ergibt sich der Strahlungsdurchgang. Bei Wärmeschutzglas und Sonnenschutz-Isolierglas soll die Transmission möglichst gering sein. Beim Wärmeschutzglas darf nicht so viel Wärme nach außen gelangen und Sonnenschutzglas soll verhindern, dass sich die Räume im Sommer zu stark aufheizen.

    Transmissionsverlust

    Transmissionsverlust ist ein Begriff aus der Bauphysik. Transmission bedeutet Angleichung unterschiedlicher Raumtemperaturen etwa in einem Wohnhaus, in dem das Wohnzimmer gut beheizt und das daneben liegende Arbeitszimmer gar nicht beheizt ist. Dabei wird so lange Wärme durch Wand und Türen vom Wohnraum in das kalte Arbeitszimmer fließen, bis sich die Temperaturen in beiden Räumen angeglichen haben. Im Wohnzimmer hat also ein Transmissionsverlust stattgefunden, wobei sich der Wärmeaustausch gute Dämmung stark reduzieren lässt. Transmission findet natürlich nicht nur im Gebäudeinneren statt, sondern im Winter von innen nach außen und in einem heißen Sommer von außen nach innen.

    Transmissionswärmeverlust

    Transmissionswärmeverlust ist ein Begriff aus der Energieeinsparverordnung. Er ist die Raumwärme, die an die Wände abgegeben wird und von dort nach außen gelangt. Jede Wand hat einen bestimmten Wärmedurchgangskoeffizienten, auch als U-Wert bezeichnet. Der U-Wert gibt an, wie viel Wärmeenergie ein Bauteil auf einer Fläche von einem Quadratmeter innerhalb einer Stunde passieren lässt, wenn zwischen innen und außen ein Temperaturunterschied von einem Kelvin besteht. Aus dem U-Wert und der tatsächlichen mittleren Temperaturdifferenz errechnet man schließlich den Transmissionswärmeverlust. Der Transmissionswärmeverlust ist abhängig vom Baustoff und Dämmstoff. Schwere, dichte Baustoffe wie Normalbeton haben in der Regel einen hohen U-Wert und lassen viel Wärme durch. Leichte Materialien mit niedrigem U-Wert wie Ziegel- und Gasbetonsteine halten die Wärme im Gebäude und senken den Energieverbrauch. Ein weiterer Vorteil gut gedämmter Räume: Je besser eine Gebäudehülle gedämmt ist, desto kleiner ist das Risiko der Schimmelbildung. Die Wärmedämmung sorgt für wärmere Innenoberflächen, während sich Schimmel nur an kalten Innenoberflächen bildet. Bei der Wahl des Dämmstoffs ist es wichtig, dass er sich leicht verarbeiten lässt und Fehler verzeiht, um unnötige Wärmeverluste zu vermeiden. Wer sich für einen der so genannten Ökodämmstoffe entscheidet, sollte sich vorher informieren, wie es mit der Umweltbilanz des Materials aussieht. Schafwolle wird beispielsweise als Ökodämmstoff bezeichnet. Doch allein der Transportweg von Neuseeland oder aus Australien verändert die Ökobilanz. Außerdem muss dieser Dämmstoff mit Mottenschutzmitteln behandelt werden, manchmal auch mit Brandschutzmitteln. All das geht natürlich in die Ökobilanz ein, so dass ein so genannter Ökodämmstoff oft nur noch eingeschränkt als Ökodämmstoff bezeichnet werden kann.

    transparente Wärmedämmung

    Unter transparente Wärmedämmung - abgekürzt TWD - fallen sehr unterschiedliche Produkte, deren kleinster gemeinsamer Nenner die Transparenz des Gesamtaufbaus ist. Sowohl Profilglas als auch Stegplatten aus Makrolon oder anderen Kunststoffen können für eine transparente Wärmedämmung infrage kommen, wobei auch der Begriff "Dämmung" mißverständlich sein kann, denn meistens geht es bei diesen System auch um eine solare Wärmegewinnung, also eine Übertragung der von der Sonne erzeugten Wärme auf die Fassade. Um diese Doppelwirkung zu erreichen, werden kapillare Platten zwischen den Scheiben eingebaut. Die Luft in den Röhrchen bringt die isolierende Wirkung. Es gibt Systeme auf dem Markt, die sogar mit einem durchsichtigen Putz aus Glaskügelchen verputzt werden können. Auf eine Fassade aufgebracht, sind diese Systeme dann natürlich nicht mehr transparent. Andere Systeme jedoch sehr wohl, weil sie ähnlich wie ein Fenster in die Fassade integriert werden können und statt Röhrchen ein Glasgespinst oder lichtstreuende Waben enthalten.

    Transponderschloss

    auch: Transponderschlösser

    Transponderschlösser ähneln in ihrer Wirkungsweise dem Magnetkartenschloss, allerdings wird das Signal per Funk übertragen. Daher werden sie auch als Funkschloss bezeichnet. Transponderschlösser bestehen hauptsächlich aus einem Chip mit Antenne, der die Daten per Funk zur Leseeinheit überträgt. Die Leseeinheit sendet in wiederholenden, gleichbleibenden Abständen einen elektromagnetischen Impuls aus. Wenn der Transponder in die Nähe dieser Impulse kommt, absorbiert er die Energie und kann dann seine auf dem Chip gespeicherten Daten an die Leseeinheit senden. Sind die übermittelten Daten korrekt wird der Schaltvorgang ausgelöst. Transponderschlösser findet man beispielsweise bei modernen Autos oder auf Etiketten von CDs, Büchern oder sonstigen Waren.

    Transportanker

    Transportanker werden im Betonwerk in Beton-Fertigteile einbetoniert, so dass ein späterer Abtransport und ein Einbau mittels Kran möglich wird. Einbetoniert werden sie beispielsweise in Fertigdecken oder Fertigtreppen. Ja nach Bauteilabmessung kommen unterschiedliche Systeme zum Einsatz wie Kugelkopf-Transportanker, gekröpfter Kugelkopf-Transportanker, Doppelkopf-Transportanker, Kugelkopf-Augenanker, Kugelkopf-Plattenanker, Kugelkopf-Stabanker oder Aufstellanker.

    Transportbeton

    Transportbeton ist ein Beton, der nicht auf der Baustelle hergestellt wird, sondern von Fahrzeugen im einbaufertigen Zustand übergeben wird. Gemischt wird der Beton entweder schon im Werk oder im Fahrzeug. Der größte Teil des heutzutage auf der Baustelle verwendete Beton ist Transportbeton, der weitaus geringere Teil ist Ortbeton. Der Grund liegt vor allem darin, dass die Güteüberwachung bei Beton, der in einem Werk hergestellt wird, sehr viel einfacher ist. Zudem wird sichergestellt, dass immer Beton gleicher Qualität geliefert werden kann. In einem Werk lässt sich Beton immer mit den gleiche Anteilen an Beton, Wasser und Zuschlägen mischen.

    Trapezgaube

    auch: Trapezgauben

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    Die Trapezgaube hat ihre Bezeichnung von der trapezförmigen Gaubenform. Wie Walmdachgaube, Schleppgaube oder Giebelgaube eignet sie sich besonders für geringe Dachneigungen, um zusätzliche Höhe und damit Raum unter dem Dach zu gewinnen.

    Trapezklinge

    auch: Trapezklingen

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    Trapezklingen sind millionenfach in Haushalten und Werkstätten der Profis und der Heimwerker vertreten. Ihr Form ist, wie der Name schon sagt, trapezförmig. Dann lassen sich damit Pappen, Teppichböden, Furniere und viele andere flexible Materialien schneiden, allerdings keine Bleche. Trapezklingen gibt es in unterschiedlichen Größen. Unbedingt vermieden werden sollte, die Klingen zwecks Erzielen grader, langer Schnitte an einem Lineal entlang zu führen, da schnell eine Fingerkuppe mit abgeschnitten wird. Statt eines Lineals wäre eine Dachlatte die gefahrlosere Führungsschiene.

    Trapezprofil

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    Profil aus Stahl oder Aluminium. Das Trapezprofil überzeugt durch seine hohe Stabilität gegenüber dem Wellprofil. Auch durch die optische Erscheinung des Profils ist es gerade für gewerbliche Eindeckungen und Verkleidungen sehr beliebt. Trapezprofile werden für ein- und zweischalige Dach-, Wand- und Deckenkonstruktionen eingesetzt.

    Trass

    auch: Trass

    Trass ist gemahlener Vulkanstein (Tuff), der als Bindemittel bei der Betonherstellung verwendet wird. Er gehört zu den Puzzolanen. Als feingemahlener Zusatz gibt Trass dem Kalkmörtel hydraulische Eigenschaften. Diese Eigenschaften wurden bereits durch die Baumeister im antiken Rom erkannt und umgesetzt. Trass erhärtet nicht selbstständig, sondern erhält seine Eigenschaften als hydraulisches Bindemittel erst durch den Zusatz von Kalkhydrat oder Zement. Durch die Zugabe von Trassmehl zu Kalkhydrat entsteht Trasskalk. Durch das gemeinsame Mahlen von Zementklinker mit Trass erhält man Trasszement. Da der Härtungsverlauf von Trass sehr langsam verläuft, muss bei der Verarbeitung von Traukalk- und Trasszementmörteln auf eine ausreichend lange Befeuchtung bzw. Nachbehandlung geachtet werden.

    Trasshochofenzement

    Trasshochofenzement ist ein allgemein bauaufsichtlich zugelassener Zement, der aus Zementklinker, Trass und Hüttensand hergestellt wird. Dieser Zement besitzt eine sehr langsame Festigkeitsentwicklung und ist gut nachhärtend. Einsatzgebiete von Trasshochofenzement sind vor allem massige Bauwerke und der Wasserbau.

    Trasskalk

    auch: Trasskalke

    siehe Kalk.

    Trasszement

    Trasszement isr die alte Bezeichnung für Portlandpuzzolanzement.

    Traubeneiche

    Die Traubeneiche hat ihren Namen daher, dass ihre Früchte - also die Eicheln -zu 2 bis 6 Stück traubenartig beisammen hängen. Das steht im Gegensatz zur Stieleiche, bei der die Eichel einzeln an einem langen Stil sitzt. Die Traubeneiche verfügt in der Regel bis in den Wipfel über einen geraden Stamm, was sie schon zur Zeit der alten Römer zu einem idealen Material für die Fundamentierung machte. Die Traubeneiche ist nach der Stieleiche die zweitwichtigste Eichenart in Mitteleuropa.

    Traufblech

    auch: Einlaufblech, Scharblech, Traufbleche

    Das Traufblech - auch Einlaufblech oder Scharblech - ist ein als Übergangsstück zwischen Dachdeckung und Dachrinne angeordneter Blechstreifen, der auf der Traufbohle befestigt in die Dachrinne hineinragt. Es kann die Aufgabe des Rinneneinlaufbleches oder des Tropfbleches erfüllen. Bei Metalldeckungen kann es auch die Funktion eines durchgehenden Haftstreifens (Vorstoßblech) erfüllen.

    Traufe

    auch: Dachtraufe

    dach.jpg

    Traufe nennt man den Abschluss eines Steildachs, dort wo die Dachrinne angebracht wird. Sie reicht über die Mauer hinaus, um das Dach hinunterlaufendes Regenwasser nicht ins Mauerwerk eindringen, sondern vor der Mauer abtropfen zu lassen. An der Traufe müssen Öffnungen für die richtige Belüftung des Daches vorhanden sein. Dies geschieht beispielsweise mit Traufelementen oder Lüfterdachziegeln. Damit keine Vögel durch die Lüftungsöffnungen hineinfliegen, kann ein Traufentlüftungskamm angebracht werden. Die Traufe wird auch als Dachfuß bezeichnet.

    Traufel

    auch: Glättkelle

    Eine Traufel ist ein Werkzeug der Stukkateure, Maurer und Innenausbauer. Sie besteht aus einer rechteckigen Metallplatte und einem Arbeitsgriff aus Holz. Die Traufel wird zum Auftragen und Abziehen von Außenputz und Innenputz und von Spachtel benutzt - beispielsweise, um Fugen in einer Gipsfaserwand zu füllen und die Übergänge zu glätten. Die Traufel wird auch Glättkelle genannt, landsmannschaftlich ist auch die Bezeichnung "Truffel" gebräuchlich.

    Traufelement

    auch: Traufelemente

    t-element.jpg

    Zur Belüftung des Dachs müssen im Traufbereich entweder Lüfterziegel oder Traufelemente eingebaut werden. Sie übernehmen neben der Aufgabe der Lüftung noch die Überbrückung von Rinneisen. Auch seperate Trauflatten können entfallen. Traufelemente können zusätzlich noch einen Traufentlüftungskamm besitzen.

    Traufentlüftungskamm

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    Traufelemente können zusätzlich noch mit einem Traufentlüftungskamm ausgestattet werden. Dieser sieht aus wie ein Rechen oder aber wie ein Kamm. Er schützt vor Vogeleinflug und damit auch davor, dass diese ihre Nester unter dem Dach bauen.

    Traufhöhe

    auch: Traufhöhen

    Die Traufhöhe gibt die Höhe von Außenwänden eines Gebäudes zwischen dem höchsten Punkt der Traufe und der Geländeoberfläche an. Sie wird häufig im Bebauungsplan festgelegt.

    Traufkante

    Die Traufkante wird im Sprachgebrauch üblicherweise gleichbedeutend wie die Traufe verwendet. Der Zusatz "Kante" soll wohl verdeutlichen, dass es sich dabei um den Abschluss des Daches handelt.

    Traufnase

    siehe Wassernase

    Traufpunkt

    Als Traufpunkt wird der Schnittpunkt zwischen Dachhaut und senkrechter Außenwand bezeichnet. Geometrisch gesehen bildet sich hier zwar eine Linie, doch betrachtet man diese Linie in einer Schnittzeichnung, die senkrecht dazu erstellt wird, erscheint diese als Punkt. Der Traufpunkt ist ein sensibler Punkt an der Baukonstruktion, da hier zwei verschiedene Bauteile aufeinander treffen, die so miteinander verbunden werden müssen, dass Wasser und Schnee keinen Schaden anrichten können. Auch die Wärmedämmung darf an dieser Stelle nicht unterbrochen werden, gleichzeitig ist aber auch die Unterlüftung der Dachdeckung sicherzustellen.

    Traufrinne

    siehe Dachrinne.

    Traumbad

    auch: Traumbäder

    traumbad.jpg

    Kein technischer, sondern ein emotionaler Begriff, denn jedefrau und jedermann wünscht sich ein Traumbad, wobei heutzutage das Traumbad auch ein Wellness- und Erlebnisbad sein kann mit Sauna, Dampfbad und/oder Fitnessgeräten. Neben der Sanitärkeramik und den Badarmaturen gilt das Hauptaugenmerk der Bauherren den Fliesen oder dem Marmor bzw. Naturstein. Steht ausreichend Geld zur Verfügung, gehört zum Traumbad ein Whirlpool statt einer Badewanne. Eine Frage der Raumgröße ist, ob in das Traumbad eine separate Dusche, ein Bidet und zwei Waschtische eingebaut werden können. Das Foto zeigt ein Traumbad aus dem Atelier der Firma HILPERT (Fulda). Der Herausgeber dieses Baulexikons betreibt auch die Website www.traumbad.de

    Travertin

    auch: Kalktuff

    Dieser Kalkstein bildete sich im Süßwasser unter Mitwirkung von Wasserpflanzen. Der Stein ist auffällig porös und besteht vorwiegend aus hellen Farben: weiß, creme, gelb, braun, rötlich und grau. Dabei ist das Gestein meist lebhaft gebändert oder mit biogenen Strukturen. Travertin ist ein beliebter Massiv- und Steinmetzwerkstein, auch poliert für innen und außen. Nicht trotz, sondern wegen der Poren ist das Gestein frostbeständig. Deutscher Travertin aus Württemberg und Thüringen deckt den Bedarf in Deutschland nicht. Daher wird das Gestein aus Italien, Tschechien, Ungarn, Türkei, Iran und Peru importiert. Besonders großporige, oft nur aus wirr verschachtelten Pflanzenstengelumkrustungen bestehende Kalkabsätze nennt man Kalktuff. Derart bizarre Naturkuriositäten gab es früher an den meisten Flüssen aus den Alpen oder von Jurahöhen. Jetzt findet man sie nur noch vereinzelt in Bayern sowie in einem Großabbau in Slowenien. Handelsnamen sind zum Beispiel Travertin Classico, Travertin Navona und Travertin Noce.

    Treiben

    Als Treiben wird im Baubereich eine Volumenvergrößerung verstanden, was beispielsweise beim erhärtenden Zement zu Zerstörungen führen kann. Treiben ist auch ein Begriff aus der Metallbearbeitung. Mit Hammer und Punzen wird das Metall in kaltem Zustand bearbeitet. Auf diese Weise wird Metall ohne Erhitzung und schmiedetechnische Veränderung zum Herstellen oder Verzieren von Gegenständen verformt und gestaltet.

    Treibhammer

    auch: Treibhämmer

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    Der Treibhammer ist ein spezieller Hammer zur Me­tall­bearbeitung. Hierbei geht es nicht um das Schmieden von heißem Eisen sondern der Bearbeitung von kaltem Metall. Der Treib­hammer wird hierbei zum Ausformen von Flächen und Rundungen verwendet. Er besitzt zwei kugelförmige Bahnen, würde der Fachmann sagen. Für den Laien sind die beiden Köpfe des Hammers kugelförmig ausgebildet.

    Treibhaus

    siehe Gewächshaus.

    Treibhauseffekt

    auch: Glashauseffekt

    Durch Verbrennungsvorgänge (Heizung, Kfz-Verkehr, Industrieabgase) gelangen Spurengase (CO2, NO, SO2, CO, Kohlenwasserstoffe, Staub, Ruß) in die Atmosphäre. Lichtstrahlen gelangen durch die Lufthülle auf die Erdoberfläche, werden dort unter Wärmeabgabe in IR-Strahlung umgewandelt. Die IR-Lichtwellen strahlen in den Weltraum zurück und werden durch die erhöhten Anteile von Spurengasen in der Luft dabei behindert. Dadurch heizt sich die Erdatmosphäre – vergleichbar wie beim Treibhaus – immer mehr auf. In der Folge beginnen die Eismassen der Pole und die Gletscher abzuschmelzen und die Wasserspiegel der Weltmeere steigen. Überflutungen und heftige Unwetter sind die Folge.

    Trennbandsäge

    auch: Trennbandsägen

    Trennbandsägemaschine

    auch: Trennbandsäge, Trennbandsägemaschinen

    Im technischen Aufbau und der Arbeitsweise funktioniert die Trennbandsägemaschine wie eine Bandsägemaschine. Sie ist im Vergleich zu einer Blockbandsäge von einer etwas leichteren Ausführung. Die Trennbandsäge dient dem Einschnitt von Hölzern/Werkstücken, die eine oder zwei geschnittene Flächen aufweisen, zu Brettern, Bohlen, Kanteln, Balken oder Modeln. Der Einzug erfolgt mit Hilfe von Walzen.

    Trennfuge

    auch: Trennfugen

    Trennkanalisation

    Die Trennkanalisation stellt getrennte Kanäle für Schmutzwasser und Regenwasser bereit. Das Schmutzwasser wird im Klärwerk gereinigt. Das Regenwasser wird, wenn es von Flächen aus Wohngebieten stammt oder nur gering verschmutzt ist, in das nächstgelegene Oberflächengewässer (Bach, Teich o. ä. ) eingeleitet. Bei stärkerer Verschmutzung muss es vor der Einleitung in einem Regenklärbecken vorgereinigt werden. Aus diesem Grund darf natürlich kein Schmutzwasser in den Regenwasserablauf eingeleitet werden. Autowaschen am Straßenrand oder Ausgießen des Putzeimers in den Gully verschmutzen direkt das nächste Gewässer und sind daher bei einer Trennkanalisation nicht erlaubt.

    Trennlage

    auch: Trennlagen

    Trennlagen haben bei Metalldächern die Aufgabe, das Metall auf der Unterseite von der Unterkonstruktion zu trennen, als Vordeckung das Gebäude und gleichzeitig die Dachscharen gegen mögliche Einflüsse aus der Unterkonstruktion zu schützen. Geeignete Trennlagen sollen die Gleitfähigkeit der Scharen bei thermisch bedingten Längenänderungen, bei strukturierten Trennschichten auch die Schalldämpfung gegenüber Prall- und Trommelgeräuschen verbessern. Materialien, die Feuchtigkeit aufsaugen und speichern sollen nicht verwendet werden.

    Trennmittel

    auch: Entschalungsmittel

    Ein Trennmittel wird zur Vorbehandlung einer Schalung verwendet, damit ein Bauteil mühelos und ohne Beschädigungen (wichtig vor allem bei Sichtbeton) ausgeschalt werden kann. Die Auswahl des richtigen Trennmittels richtet sich vor allem nach der Art der verwendeten Schalung, nach den Herstellbedingungen für den Beton und nach den Anforderungen an das herzustellende Bauteil (z.B. Sichtbeton).

    Trennöl

    auch: Trennöle

    siehe Schalungsöl

    Trennscheibe

    auch: Trennscheiben

    trennscheibe.jpg

    Eine Trennscheibe ist eine Schleifscheibe zum Trennen von Metall. Es gibt aber auch Trennscheiben zum Schneiden von Beton, Steinen, Dachziegeln, Fliesen oder Kalksandsteinen. Eingesetzt werden sie hauptsächlich in den Winkelschleifer. Trennscheiben schleifen sich mit ihrer Stirnseite durch das Material. Dabei entsteht ein Trennspalt. Der Schleifstaub wird durch die Rotation der Trennscheibe aus dem Material gefördert.

    Trennschicht

    Eine Trennschicht ist zum Beispiel eine Schicht zur Trennung von Estrich und tragendem Untergrund. Als Estrich auf Trennschicht eignen sich alle Estricharten. Als Trennschichten werden Polyethylenfolien, Bitumenpapier oder Rohglasvliesbahnen verwendet. Sie sind, außer bei Gussasphalt, zweilagig zu verlegen. Eine Lage kann bei Untergeschossräumen beispielsweise auch als Abdichtung gegen aufsteigende Feuchtigkeit ausgeführt werden. Durch die zweilagige Verlegung der Trennschicht wird die Entkopplung des Estrichs vom Untergrund gesichert und eine spannungsfreie Bewegung auf der Unterlage ermöglicht. Ein umlaufend fünf Millimeter dicker Trennstreifen an den Wänden verhindert eine Einspannung. Die Estrichmindestdicken betragen bei Gussasphaltestrich 20 mm, bei Anhydritestrich 30 mm und bei Zementestrich 35 mm. Estrich auf Trennschicht wird, analog dem Verbundestrich, z.B. wie folgt angegeben: Estrich DIN 18560 - GE 15 - T 25.

    Trennschleifer

    Trennschlitten

    Trenntoilette

    auch: Trenntoiletten

    siehe (%Separationstoiletten(%

    Trennwand

    auch: Trennwände

    Als Trennwand werden alle Wände bezeichnet, ganz gleich, ob tragend oder nichttragend, die Räume oder Gebäude trennen. Material, Dicke und Befestigung sind sehr unterschiedlich. Trennwände können bei statischer Unbedenklichkeit auch nach Baufertigstellung eingebaut werden, insbesondere leichte Trennwände aus Holzfaserplatten oder Gipskartonplatten. Der Einbau solcher Wände fällt in den Bereich des Trockenbaus. Auffaltbare oder einschwenkbare Trennwände werden Faltwand oder Harmonikawand bzw. mobile Trennwand genannt.

    Trennwandband

    Ein Trennwandband ist ein einseitig selbstklebendes Band aus geschlossenzelligem, weichen Polyethylen. Es garantiert eine hohe Schalldämmung, gute Rückstellfähigkeit und eine lange Lebensdauer. Ein Trennwandband wird zum akustischen und thermischen Abdichten von Trennwänden oder von Metallteilen untereinander verwendet.

    Treppe

    auch: Treppen

    Eine Treppe verbindet zwei Ebenen - meistens zwei Stockwerke - miteinander. Treppen gibt es in sehr unterschiedlichen Konstruktionsformen von der üblichen Wangentreppe bis zur "Spindeltreppe. Eine Sonderform ist die Dachbodentreppe. Treppen werden aus sehr unterschiedlichen Materialien in unterschiedlichen Materialkombinationen ausgeführt. Dazu gehören vor allem Holz, Stahl und Naturstein. Die niedrigst mögliche nutzbare Laufbreite einer Treppenstufe beträgt im Wohnungsbau 80 cm, sinnvoll sind Laufbreiten von 100 cm. Neben den Innentreppen gibt es auch noch Außentreppen, die zum Beispiel im Garten Höhenunterschiede überbrücken oder einen Zugang zur höherliegenden Terrasse schaffen. Eine sinnvolle Anschaffung bei Außentreppen kann eine Treppenheizung sein. Diese verhindert, dass die Treppe im Winter glatt wird.

    Treppenantrittstufe

    auch: Antritt, Antrittstufe

    Als Treppenantrittstufe wird die erste Stufe einer Treppe bezeichnet.

    Treppenaufzug

    auch: Treppenaufzüge

    siehe Schrägaufzug.

    Treppenauge

    auch: Treppenaugen

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    Das Treppenauge ist der freie Raum, der sich zwischen Treppenarmen und Podesten bildet. Je nach Treppenlauf kann das Treppenauge gebogen oder rechteckig sein. Dadurch bieten sich dem Planer verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten. Auf der Abbildung sieht man das wunderschön gebogene Treppenauge einer Treppe von Kenngott.

    Treppenaustrittstufe

    auch: Austritt

    Die Treppenaustrittstufe ist die letzte Stufe eines Treppenlaufes. Die Austrittstufe kann auch Teil eines Austrittpodestes sein. Somit ist sie nicht immer die letzte Stufe des realen Treppenlaufes.

    Treppenbaum

    siehe Baumtreppe

    Treppenbauwinkel

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    Mit Treppenbauwinkeln werden Holzstufen an Holzwangen befestigt. Die Varianten Holz/Stahl oder Stahl/Stahl sind ebenso möglich, wobei natürlich für jede dieser Varianten andere Verschraubungsarten nötig sind. Wegen der ungünstigen Optik bei der Untersicht der Treppe werden diese Winkel jedoch nicht für hochwertige Wohnungstreppen, sondern eher für Nottreppen und Treppen im gewerblichen Bereich verwendet.

    Treppendurchgangshöhe

    Wer in Altbauten eine Treppe hochsteigt, muss darauf achten, dass er beim Hochsteigen nicht mit dem Kopf an über ihm liegende Stufen oder sonstige Bauteile wie etwa Balken, Podeste oder Rohre stößt. Bei Wohnungstreppen muss eine lichte Treppendurchgangshöhe von 200 cm nach DIN 18065 eingehaltenm werden. Da sich die Mittel- und Nordeuropäer größenmäßig in Richtung 190 cm und mehr entwickeln, ist es eine Frage der Zeit, bis diese Norm nivelliert wird. In Österreich ist man immerhin bei 210 cm angelangt - aber nur bei Treppen in allgemeinen Gebäuden. Im Privatbereich gelten auch hier die 200 cm.

    Treppenformel

    Mit der Treppenformel wird die ideale Treppe beschrieben, so dass diese bequem begangen werden kann. Als Treppenformel gilt: Doppelte Steighöhe plus Auftrittsbreite muss eine Schrittlänge ergeben. Stufenhöhe x 2 + Auftrittsbreite = 63 cm (normale Schrittlänge). Bei einer empfehlenswerten Steigung von 18 Zentimeter pro Stufe reduziert sich die Schrittlänge auf 27 Zentimeter. Und damit hat man dann schon die nächste Kerngröße: den sogenannten Auftritt nämlich. Das Verhältnis 18/27 beschreibt dabei eine bequeme Wohnungstreppe. Kellertreppen dürfen mit einem Verhältnis von 21/21 etwas steiler sein. Kombiniert man diese Zahlen mit der Höhe des Raumes, bekommt man die sinnvolle Stufenzahl heraus. Ist der Raum 270 Zentimeter hoch kommt man bei einer Steigung von 18 Zentimetern auf 15 Steigungen.

    Treppengeländer

    treppengelaender.jpg

    Hauseingangstreppen - die sog. Freitreppen - benötigen ab drei Stufen ein Treppengeländer, damit vor allem bei Glätte und Eis niemand zu schaden kommt und damit generell auch Behinderte einen sicheren Halt finden. Bei Treppen innerhalb eines Gebäudes sind Treppengeländer sowíeso baurechtlich zwingend vorgeschrieben. Ein Neubau wird grundsätzlich von der Bauaufsicht nicht "abgenommen", wenn an einer Treppe das Geländer fehlt. Ein Treppengeländer besteht aus tragenden Pfosten mit dazwischen gehängten sog. Geländerfüllungen, die ihrerseits (ebenso wie die ganze tragende Konstruktion) aus verschiedenen Materialien bestehen können, meistens aber Holzstäbe sind. Treppengeländer müssen eine Mindesthöhe von 90 cm haben, in Arbeitsstätten von 100 cm und bei Absturzhöhen von 12 m und mehr (z.B. in hohen Treppenhäusern) von 110 cm. Für Geländerstäbe gilt, dass sie einen Mindestabstand zu den Pfosten oder zum nächsten Geländerstab von mindestens 12 cm haben müssen, damit kleine Kinder nicht "durchrutschen" - und sei es auch "nur" mit dem Kopf. Zu jedem Geländer gehört ein Handlauf. Wurde etwa bei einer Spindeltreppe statt eines Geländers nur ein Handlauf an die Wand montiert, muss dieser ein Spiel zur Wand von mindestens 4 cm haben.

    Treppengiebel

    siehe Staffelgiebel.

    Treppenheizung

    auch: Treppenheizungen

    Vereiste und verschneite Außentreppen sind eine Gefahr für Jung und Alt. Wie schnell ist jemand ausgerutscht und stürzt die Treppe hinunter. Dabei sind Prellungen nur das geringste Übel, Knochenbrüche und mehr können die Folge sein. Dieser Gefahr kann durch eine Treppenheizung entgegengewirkt werden. Es gibt verschiedene Arten von Treppenheizungen. Entweder werden die Heizleiter und den Trittplatten verlegt oder sie sind direkt in die Trittplatten eingearbeitet. Das ermöglicht ein schnelleres und effektiveres Beheizen der Trittfläche.

    Treppenkante

    auch: Treppenkanten

    Der Übergang von Setzstufe (senkrechter Teil der Treppenstufe) zur Trittstufe (waagerechter Teil) wird als Treppenkante bezeichnet. Tritt- und Setzstufe sowie Treppenkante können eine Einheit bilden oder aus einzelnen Teilen bestehen. In diesem Fall oder zur Schonung wird die Treppenkante mit einem L-förmiges Profil aus Holz, Metall oder Kunststoff versehen (Treppenprofil). Mit solch einer Treppenkantenleiste wird die Treppenkante auch weniger leicht beschädigt.

    Treppenkantenprofil

    auch: Treppenkantenprofile

    siehe Treppenprofil.

    Treppenlauf

    Ein Treppenlauf verbindet zwei Ebenen miteinander und beinhaltet eine ununterbrochene Folge von mindestens drei Steigungen.

    Treppenlaufbreite

    auch: Treppenlaufbreiten

    Die Treppenlaufbreite ist ein Begriff aus der speziell für den Treppenbau entwickelten DIN 18065. Es wird zwischen allgemeiner und nutzbarer Treppenlaufbreite unterschieden. Allgemein wird die Treppenlaufbreite unmittelbar über der Stufe zwischen den Wangen gemessen. Die nutzbare Treppenlaufbreite wird hingegen in Höhe des Handlaufes zwischen den Handläufen oder zwischen Handlauf und Hauswand gemessen. Bei notwendigen Treppen in Wohnhäusern beträgt die nutzbare Treppenlaufbreite zwischen 80 und 90 cm. Hat ein Wohnhaus mehr als zwei Wohnungen, erhöht sich die nutzbare Treppenlaufbreite auf 100 cm, in Hamburg und Berlin gar auf 110 cm. Noch breiter - nämlich mindestens 120 cm - müssen Treppen in Hochhäusern sein. Auch in der Versammlungsstättenverordnung ist eine nutzbare Treppenlaufbreite niedergelegt, sie beträgt dort mindestens 1,20 m für je 200 Personen (je 600 Personen im Freien) und maximal 2,40 m. Die Garagenverordnung fordert eine nutzbare Treppenlaufbreite von 1,00 m. Bei Geschäftshäusern is nach Geschäftshausverordnung eine nutzbare Treppenlaufbreite von mindestens 2,00 m und maximal 2,50 m vorgeschrieben. Alle baurechtlich nicht notwendigen Treppen müssen eine nutzbare Treppenlaufbreite von 0,50 m haben.

    Treppenlauflänge

    auch: Treppenlauflängen

    Die Treppenlauflänge ist ein Begriff aus der speziell für den Treppenbau entwickelten DIN 18065. Als Maß für die Treppenlauflänge gilt Vorderkante Antrittsstufe bis Vorderkante Austrittsstufe, gemessen wird sie im Grundriss an der Lauflinie. Treppenläufe dürfen nicht endlos in die Höhe gehen. Nach 15 bis 18 Steigungen muss ein Treppenlauf durch ein Podest unterbrochen werden. Extrem kurze Treppenläufe bis drei Stufen sollten in Fluren allerdings wegen der Unfallgefahr auch nicht angeordnet werden.

    Treppenlift

    siehe Schrägaufzug.

    Treppenprofil

    auch: Treppenkantenprofil, Treppenprofile

    Zur Verbesserung der Trittsicherheit und Schonung des Teppichbodens vor frühzeitigem Verschleiss wird die Treppenkante häufig mit einem Treppenprofil versehen. Treppenprofile bzw. Treppenkantenprofile gibt es in verschiedenen Ausführungen wie beispielsweise aus Messing, Holz, Aluminium, Weich- und Hart-PVC. Treppenprofile mit geriffelter Oberfläche erhöhen die Trittsicherheit.

    Treppenrenovierung

    auch: Treppensanierung, Treppenverkleidungen

    Die Treppenstufen sind in der Mitte stark ausgetreten, die Holztreppe knarrt oder ist stark wurmstichig? Bei der Außentreppe hat der Frost den Fliesenbelag abgesprengt? In allen diesen Fällen ist eine Treppenrenovierung notwendig. Es muss dabei zwischen Holz- und Betontreppen und zwischen Außen- und Innentreppen unterschieden werden. Holztreppen werden in der Regel durch Aufkleben verschiedener Materialien wie Holz oder Laminat erneuert. Manchmal reicht es aber auch aus, die Treppe Abzuschleifen und neu zu versiegeln. Bei Betontreppen im Außenbereich kommen zum Beispiel Renovierungsstufen aus Spezialbeton zum Einsatz. Ist die Betontreppe uneben und ausgetreten, muss sie mit Beton- und Reparaturspachtel begradigt werden.

    Treppensanierung

    Treppenstufe

    auch: Stufenhöhe, Stufentiefe, Treppenstufen

    Dass Treppenstufen aus Metall, Holz, Beton oder Naturstein sein können, erlebt jeder im täglichen Leben. Entscheidend für ein bequemes Treppensteigen ist allerdings das Verhältnis zwischen Stufenhöhe und Stufentiefe . Aus Platzgründen sind Treppen zum Keller oder zum Dach meist steiler als Wohnungstreppen oder gar Treppen in öffentlichen Anlagen. Laut DIN 18065 beträgt in Wohngebäuden bei Treppen, die zu Aufenthaltsräumen führen die maximale Stufenhöhe 20 cm und die minimale Stufentiefe 26 cm. Bei Unterschneidung reichen 23 cm Stufentiefe aus. Bei Keller- bzw. Bodentreppen beträgt die maximale Stufenhöhe 21 cm und die Stufentiefe darf höchstens 24 cm bzw, 21 cm bei Unterschneidung sein.

    Treppen-Symbol

    auch: Treppen-Symbole

    Das Stuhlrollen-Symbol ist bei Teppichböden bzw. auf dem Teppichsiegel zu finden. Auf Treppenstufen müssen textile Beläge extremen Bedingungen standhalten. Besonders elastische, widerstandsfähige Qualitäten, die im Deutschen Teppich - Forschungsinstitut bewiesen haben, dass sie treppengeeignet sind, kennzeichnet das Treppen-Symbol.

    Treppentausch

    auch: Steiltreppen

    Zahlreiche Handwerksbetriebe bieten die Renovierung von Treppen an. Es kann aber günstiger sein, eine alte Treppe mit knarzenden, ausgetretenen Stufen und wackligem Geländer gegen eine neue auszutauschen. Die alte Treppe wird dann abgerissen und entsorgt und nicht etwa, wie der Begriff "Tausch" suggerieren könnte, in Zahlung genommen. Beim Treppentausch kann auch ein Raumgewinn stattfinden, wenn die neue Treppen besser berechnet und moderne Bauteile eingebaut werden.

    Treppenverkleidung

    auch: Treppenverkleidungen

    Eine Treppenverkleidung wird beispielsweise zur Treppenrenovierung oder bei Rohbetontreppen notwendig. Dabei kommen die verschiedensten Materialien wie Holz, Laminat, Kork, Teppich, PVC, Fliesen, Naturstein oder Nadelvlies zum Einsatz. Speziell zur Renovierung von Außentreppen werden auch sogenannte Renovierungsstufen aus Spezialbeton verwendet. Mit der Treppenverkleidung geht häufig auch eine Schallreduzierung einher. Dämpfende Eigenschaften besitzen zum Beispiel Teppichboden, Kork oder Nadelvlies.

    Tresor

    auch: freistehender Tresor, Tresore

    Tresore lassen sich nach vier Kriterien unterscheiden: Einbruchsicherheit, Feuersicherheit, Tresortyp und Tresorgröße. Auf der Suche nach dem richtigen Tresor für die Wohnung oder das Büro müssen demnach diese Kriterien Eingang finden. Bei der Einbruchsicherheit kommt es darauf an, welche Werte geschützt werden müssen. Klassifiziert sind Tresore nach VDMA-Sicherheitsstufen. Die Sicherheitsstufen richten sich nach Wandstärke und Wandaufbau und damit nach der Widerstandsfähigkeit gegen Aufbruch- oder Aufschweißversuche. Zusätzlich werden auch Tresore angeboten nach EN (Europa Norm). Diese werden mit den Sicherheitsstufen VdS I-V klassifiziert. Ein weiteres Kriterium ist der Feuerschutz. Die meisten Tresore verfügen zwar über einen (einfachen) Feuerschutz. Doch Dokumente aus Papier beginnen schon bei 130° Celsius ohne direkte Feuereinwirkung zu verkohlen. 130° wird bei Wohnungsbränden im übrigen oft in Sekunden erreicht! Kombinationsschränke sind also die richtige Wahl, denn sie verfügen über eine geprüfte Feuersicherheitsausstattung. An der Innenseite der Tresortür steht auf einer Plakette, ob der Tresor bei Stufe S60P 60 Minuten und bei S120P 120 Minuten einer Außentemperatur von 1.000° Celsius problemlos trotzt. Das dritte Kriterium ist der Tresortyp. Man unterscheidet Einbautresore, Möbeltresore und freistehende Tresore. Bei Neubauten ist der Einbau eines Wandtresors sicherlich sinnvoll. Ansonsten muss man darüber nachdenken, ob ein Möbeleinsatztresor (im Kleiderschrank oder sonstwo) oder ein schwerer Wertschutzschrank infrage kommt, worunter man Schränke ab 200 kg Gewicht versteht. Ein leichterer Tresor muss in der Wand oder im Boden zusätzlich verankert werden. Ratsam ist, einen Tresor der Sicherheitsstufe B zu kaufen. Tresore nach Sicherheitsstufe A bestehen aus einem einwandigen Mantel aus (mindestens) 3 mm Stahlblech und bieten nur einen "leichten" Schutz. Tresore nach Stufe B sind mindestens zweiwandig, wobei die Wandstärken differieren dürfen zwischen 3,0/1,5 oder 2,5/2,0 mm.

    Tresorbolzen

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    Tresorbolzen dienen als massiver Schutz von Türen vor Einbrüchen. Im Bandbereich geben viele Türen nach. Mit Tresorbolzen wird das Aufhebeln wirkungsvoll verhindert. Die Tresorbolzen sind dafür stabil im Türelement verankert und greifen in Gegenplatten, die kraftschlüssig verschraubt sind. Zudem wird die Bandseite mit dreiteiligen Bändern verstärkt, so können Türen nicht einfach ausgehängt werden.

    Tresorschlüssel

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    Der klassische Tresorschlüssel ist ein Doppelbartschlüssel mit zahlreichen Zuhaltungen. Das Modell auf dem Foto weist 14 Zuhaltungen auf, was aufgrund der unterschiedlichen Möglichkeiten hinsichtlich Tiefe, Weite und Distanz der Zuhaltungen untereinander zu 13 Milliarden theoretischen Verschiedenheiten führt, was jedes Sperrschloss einmalig macht. Neben diesen mechanischen Schlössern werden elektronisch ansteuerbare, öffnungsverzögerte und elektronische Tresorschlösser hergestellt; ferner auch mechanische Kombinationsschlösser. Alle diese Schloss- und entsprechenden Schlüsselvarianten sind für unterschiedliche Sicherheitsklassen zugelassen.

    Tri

    siehe Trichlorethen

    Tribuna

    siehe Apsis.

    Tributylzinn

    Tributylzinn (TBT) ist eine sehr giftige Verbindung, die in Farben zum Streichen von Schiffen enthalten ist. TBT verhindert den Bewuchs von Organismen auf Schiffen. Gelangt ins Wasser und bedroht die Population einiger Meeresorganismen.

    Trichlorethan

    1,1,1-Trichlorethan findet Verwendung als Reinigungs-, Entfettungs- und Lösemittel.

    Trichlorethylen

    Trichlorethen

    Tridymit

    siehe Kieselsäure

    Trierer Einhaus

    auch: Trierer, Einhäuser

    Spezielle, im Raum Tier/Eifel anzutreffende Art eines Bauernhofes. Für den Bau dieser auch Eindachhöfe genannten Gebäude wurden Natursteine aus der Umgebung verwendet.

    Trimmer

    siehe Rasentrimmer.

    Trinatriumphosphat

    Trinatriumphosphat ist ein Reinigungsmittel auf Basis von alkalischem Material. Weil es Phosphat enthält, kann seine Verwendung in manchen Ländern eingeschränkt sein.

    Trinkwasser

    Trinkwasser ist das wichtigste Lebensmittel, das durch nichts ersetzt werden kann. Es muss gesund, keimarm, farblos, klar, kühl, geruchlos und wohlschmeckend sein. Der Gehalt an gelösten Stoffen soll sich in Grenzen halten. Das Wasser soll möglichst keine Korrosionsschäden hervorrufen. Es sollte stets in genügender Menge und mit ausreichendem Druck zur Verfügung stehen. Die Trinkwasserqualität muss von einem anerkannten chemischen Institut festgestellt und regelmäßig überprüft werden. Die Wasserhärte sollte in einem Bereich zwischen mittelhart und hart liegen, da sonst der Geschmack entweder fade oder bleiig ist. Die Temperatur des Trinkwassers soll zwischen 5°C und 15°C liegen.

    Trinkwasseraufbereitung

    Zweck der Trink­wasser­auf­be­reitung ist das Herstellen von einwandfreiem Trink­wasser. Dazu werden in den Wasser­werken eine Vielzahl an Verfahren angewendet, die im wesent­lichen drei Aufgaben haben. Erstens sollen Ver­un­reini­gungen entfernt werden. Zweitens soll das Trinkwasser stabilisiert werden, so dass sich die Beschaffenheit des Wassers während seiner Verteilung und dem Gebrauch nicht verändert und keine Korrosions­schäden an den Wasserrohren auftreten. Drittens sollen unerwünschte Keime aus dem Wasser entfernt werden. Verschiedene angewendete Verfahren der Trinkwasseraufbereitung sind Siebung, Sedimentation, Filtration, Oxidation, Entsäuerung, Enthärtung und Desinfektion.

    Trinkwasserbehälter

    Trinkwasserbehälter haben die Aufgabe, die erforderlichen Trinkwassermengen zu speichern, um damit den Unterschied zwischen Wasserzufluss und -entnahme auszugleichen und die sich daraus ergebenden jeweiligen Tagesausgleichsmengen bereitzustellen. Weiterhin sollen sie die Spitzenentnahmen am Tag des maximalen Wasserbedarfs abdecken und eine Sicherheitsreserve bereithalten, Schließlich stellen sie den im Rohrnetz erforderlichen Versorgungsdruck sicher und halten eine Reserve für Löschwasser vor. Unterschieden werden Hochbehälter, Tiefbehälter, Durchlaufbehälter und Gegenbehälter.

    Trinkwassererwärmer

    auch: Wassererwärmer, Trinkwasser-Erwärmer

    Die Erwärmung des Trinkwassers kann entweder nach dem Speicher- oder nach dem Durchflussprinzip erfolgen. Demzufolge unterscheidet man bei Trinkwassererwärmern in der Hauptsache zwischen Speicherwassererwärmer und Durchflusswassererwärmer.

    Trinkwassergewinnung

    Trinkwasserleitung

    auch: Trinkwasserleitungen

    siehe Wasserleitung.

    Trinkwasserschutzgebiet

    Triobalken

    siehe Duobalken.

    Trio-Balken

    auch: Triobalken

    siehe Duo-Balken

    Triple-Kante

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    Eine Triple-Kante ist eine Variante, eine Holztafel, insbesondere aber eine Glasplatte mit einer dreifachen, sich nach oben verjüngenden, abgerundeten Kante zu versehen.

    Trittmatte

    auch: Kontaktmatte

    Der Begriff Trittmatte ist mißverständlich - besser ist die Bezeichnung Sensormatte, Kontaktmatte oder Alarmtrittmatte. Über Trittmatten wird ein stiller oder lauter Alarm ausgelöst, wenn Einbrecher in ein Haus eindringen und auf eine solche Matte treten. Die Matten sind extrem flach konstruiert und können auch unter einem Teppich verborgen werden. Der üblichere Anwendungsbereich ist jedoch die Verhinderung eines Entweichens demenzkranker Patienten aus einem Pflegeheim oder die Alarmierung der Angehörigen, falls jemand Schlafwandler ist.

    Trittplatte

    auch: Trittplatten

    trittplatten.gif

    Die Beton-Fertigteilindustrie versteht unter einer Trittplatte eine Treppenstufe aus Beton, die auf einem Zahnbalken aus Beton oder einem Tragholmen aus Metall aufliegt. Unter "Trittplatte" kann natürlich auch eine aus Naturstein oder Kunststein verstanden werden.

    Trittrost

    auch: Trittroste

    siehe Gitterrost

    Trittschall

    auch: Gehschall

    Schall, der über den Fußboden, Treppen und die Decke übertragen wird, nennt man Trittschall, gelegentlich wird auch von einem "Gehschall" gesprochen. Das ist nicht ganz richtig, da Gehschall den Schall bezeichnet, der im gleichen Raum zu hören ist. Trittschall hingegen wird zum Beispiel aber in der darunter liegenden Räume weitergeleitet. Da der Trittschall sowohl den Wohnungsbesitzer als auch andere Mietparteien ärgern kann und häufig Anlass zu Auseinandersetzungen zwischen Hausbesitzer und Mietern gibt, sollte eine Trittschalldämmung eingebaut werden.

    Trittschalldämmung

    Unter Trittschalldämmung versteht man Maßnahmen, die eine Übertragung von Trittschall unterbinden sollen. Erreicht wird das dadurch, dass die begangene Fläche durch spezielles Dämmmaterial von der Decke (Betondecke, Holzbalkendecke) getrennt wird. Zur Trittschalldämmung eignen sich sehr unterschiedliche Materialien, nämlich Rippenpappen, Rollenkork, Weichfaserplatten und Schaumfolien, die als Rollenware angeboten werden und den höchsten Marktanteil besitzen.

    Trittschalldämpfung

    Trittschallkaschierung

    Trittschallkaschierung ist eine Maßnahme der Trittschalldämmung - insbesondere bei Laminatböden - wobei das Dämm-Material bereits durch kaschieren fest mit dem Laminat bzw. dem Parkett verbunden ist. In diesen Fällen erübrigt sich also das Ausbringen einer gesonderten Dämmschicht auf dem Estrich.

    Trittsicherheit

    Bodenbeläge vor allem im gewerblichen Bereich müssen bestimmte Anforderungen hisnsichtlich der Rutschhemmung und damit der Trittsicherheit erfüllen. Dies gilt insbesondere für Marmor und Fliesen. Im gewerblichen Bereich sind Fliesen nach den Gruppen R 9,R 10, R 11, R 12 und R 13 kategorisiert. Das bedeutet, dass die Fliesen bei einem Gefälle zwischen 3 und 35° bestimmte Haftreibwerte aufweisen, also je nach Neigungswinkel trittsicher sind. Dabei hat eine Fliese der Stufe R 13 die höchste Trittsicherheit. Im Privathaushalt sollten mindestens Fliesen der Gruppe R 9 verwendet werden. Für den sog. Barfußbereich gibt es weitere Bewertungsgruppen.

    Trittsicherheits-Bewertungsgruppe

    auch: Trittsicherheits-Bewertungsgruppen

    Trittsicherheits-Bewertungsgruppen spielen im Zusammenhang mit Bodenfliesen eine Rolle. Die Trittsicherheit gibt Aufschluss darüber, ob eine Fliese rutschig oder weniger rutschig ist. Im gewerblichen Bereich sind Bodenfliesen der Bewertungsgruppen R9, R10, R11, R12 oder R13 vorgeschrieben. Darunter ist zu verstehen, dass Fliesen auch bei einem Gefälle von 3° bis 10° (R9), 10° bis 19° (R10), 19° bis 27° (R11), 27° bis 35° (R12) und über 35° (R13) einen geringen, normalen, erhöhten, großen oder sogar sehr großen "Haftreibwert" haben, also je nach Einsatzgebiet trittsicher sind.

    Trockenaufbereitung

    Die Trockenaufbereitung ist ein Aufbereitungsverfahren zum Beispiel für Verpackungen aus Mischkunststoffen. Bei der Trockenaufbereitung werden die Verpackungen vor der Kompaktierung zerkleinert und anschließend mittels verschiedener Abscheidungstechniken weitgehend von Metall– und Papierresten befreit. Die in der trockenen Aufbereitung zu Agglomerat veredelten Kunststoffe kommen überwiegend in der rohstofflichen Verwertung zum Einsatz. Das Agglomerat kann aber auch in werkstofflichen Verfahren (Intrusion) zur Herstellung von Fertigteilen eingesetzt werden.

    Trockenbau

    auch: Trockenbauer

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    Der Trockenbau oder Trockenausbau ist die Tätigkeit, bei der Bauteile ohne Verwendung von "nassen" Mörteln und Bausteinen zu Wandverkleidungen oder Zwischenwänden zusammengefügt werden. Büros in modernen Bürogebäuden werden häufig fast ausschließlich im Trockenbau ausgeführt. Übliche Ausbaumaterialien für den Trockenbau sind Spanplatten, Gipskartonplatten und Gipsfaserplatten, aber auch Gips-Wandbauplatten sowie Platten aus Porenbeton. Zwischen den Trockenbauermonteuren einerseits, die ihre Tätigkeit als Gewerbe und nicht als der Handwerksordnung unterliegendes Handwerk verstehen, und den Handwerksinnungen andererseits, die den Trockenbauern diese Tätigkeit untersagen wollen, hat es in der Vergangenheit heftige juristische Auseinandersetzungen gegeben. Innerhalb des Handwerks ist jedoch nicht einwandfrei festgelegt, welcher Handwerksberuf denn nun für dieses neue Gewerk zuständig ist. So dürfen denn Maler-, Tischler-, Zimmerer-, Stukkateur- oder Maurermeister im Trockenbau tätig werden. Auch einem Dachdeckermeister wird man nicht verbieten können, wenn er ein Dachgeschoss im Trockenbau ausbaut.

    Trockenbaumonteur

    auch: Trockenbaumonteurin

    Der Trockenbaumonteur erlernt in einer dreijährigen Ausbildung sein Handwerk. Er ist Spezialist dafür, wenn beispielsweise ein Konzertsaal eine bessere Akkustik erhalten soll. Weiterhin ist er für die Verschönerung von Wohn- und Geschäftshäusern zuständig, indem er dort Wand- und Deckenverkleidungen einbaut oder einen Raumteiler errichtet. Der Trockenbaumonteur montiert solche Verkleidungen aus Holz, Kunststoff und anderen Werkstoffen und stellt auch die erforderlichen Unterkonstruktionen her. Er fertigt Bauteile, Leichtbauwände und abgehängte Decken unter Verwendung von Leichtbaustoffen wie Gipskartonplatten, Spanplatten oder Porenbeton. Zu seinen Aufgaben gehört auch das Verlegen von Trockenestrichen sowie das Ausführen von Wärmeschutz-, Schallschutz- und Brandschutzarbeiten. Darüber hinaus baut er Bauteile wie Fenster, Türen, Oberlichter oder Verglasungselemente ein und montiert Beleuchtungsdecken und -körper.

    Trockenbau-Profile

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    An den Profilen, die meistens aus Aluminium gefertigt werden, werden im Trockenbau die Gipskartonplatten oder andere Trockenbau-Platten befestigt. Die Profil-Systeme beruhen auf zwei unterschiedlichen Profil-Typen, die genau ineinander passen. Die größeren UW-Profile bilden jeweils die oberen und unteren Abschlüsse des Trockenbauelements. Sind diese fest verankert, werden die etwas kleineren CW-Profile auf Länge geschnitten und in der Regel alle 60 Zentimetern zwischen die größeren Profile geschoben. Für Türöffnungen und Decken sind spezielle, verstärkte Profile erhältlich. Die Trockenbauplatten werden mit Schnellbauschrauben auf den Profilen befestigt. So werden die Profile miteinander verbunden und die Konstruktion wird versteift. Zwischen dieses Ständerwerk wird Dämmung eingeklemmt. Um Kabel oder andere Leitungen zu verlegen, werden Löcher in die Profile geschnitten.

    Trockenbeton

    Trockenbeton ist ein Gemisch aus Zement, getrockneten Zuschlägen und gegebenfalls Zusatzmitteln oder Zusatzstoffen, das in einem Werk in einer gleichbleibenden Zusammensetzung hergestellt und verpackt wird. Durch die Zugabe einer bestimmten Wassermenge und dem anschließenden Mischen wird daraus Normalbeton. Trockenbeton wird vor allem zur Weiterverarbeitung in Silos geschüttet, aber auch für den Selbermacher in handlichen Säcken angeboten.

    Trockenbohren

    Als Trockenbohren werden Bohrverfahren zur Vertikalbohrung im Erdreich bezeichnet, die ohne Spülfüssigkeit auskommen. Zwei Verfahren sind Schlagbohren und Drehbohren. Trockenbohrverfahren sind auf Tiefen von 35 bis 50 m beschränkt. Sie fördern das Bohrklein mit Seil bzw. Fördergestänge intermittierend aus der Tiefe. In größeren Bohrlochtiefen finden diese Verfahren ihre Grenzen durch die langen Spielzeiten beim Ausfahren, Entleeren und Wiedereinfahren des Bohrwerkzeugs. Ein weiteres Problem ist das häufig anstehende Grundwasser im Bohrloch, das die Förderung stark beeinträchtigt. Den langen Spielzeiten kann durch eine kontinuierliche Materialförderung entgegengewirkt werden. Spülbohren ist dann das geeignete Verfahren.

    Trockenbohrkrone

    auch: Trockenbohrkronen

    siehe Bohrkrone.

    Trockendrehbohren

    Trockendrehbohren ist eine Variante des Trockenbohrens. Beim Trockendrehbohren werden die Werkzeuge an einem drehmomentübertragenden Gestänge geführt. Das Lösen des Bodens erfolgt durch eine drehende Werkzeugbewegung. Ist das Werkzeug mit gelöstem Material gefüllt, wird es aus dem Bohrloch gehoben und entleert. Das Verfahren ist in fast allen Bodenarten einsetzbar. Durch die Führung des Bohrwerkzeugs ist das Verfahren auch für Schrägbohrungen geeignet. Die maximal erreichbare Tiefe des Trockendrehbohrens liegt bei etwa 40 m.

    trockene Anbindung

    Trockene Hölzer

    Als trockene Hölzer werden Hölzer bezeichnet, die für die Verarbeitung in unserem Klima den idealen Feuchtegehalt haben, denn absolut trocken dürfen Hölzer nicht sein. Für Holz, das im Außenbereich verarbeitet wird, liegt der Feuchtegehalt bei 12 bis 15%, bei Holz für Innenräume bei 8 - 12%.

    Trockeneisstrahlen

    Das Trockeneisstrahlen ist ein Druckluftstrahlverfahren, bei dem als Strahlmittel festes Kohlendioxid, sogenanntes Trockeneis, mit einer Temperatur von -78° Celsius verwendet wird. Das Verfahren wird in verschiedenen Bereichen der Reinigung (z.B. zum Entfernen von Anstrichen) eingesetzt. Im Detail verläuft der Reinigungsprozess in drei Phasen ab. In der ersten Phase wird die Verschmutzung durch das Trockeneis versprödet. Durch den thermischen Schock – das Eis ist immerhin minus 78 Grad kalt – lockert sich in der zweiten Phase die Verbindung zwischen Schmutz und Untergrund. In der dritten Phase schließlich spricht man von einer explosiven Sublimation – dem Übergang des festen Kohlendioxids in den gasförmigen Aggregatzustand mit einer 800-fachen Vergrößerung. Während des gesamten Reinigungsprozesses gibt es keine Flüssigkeitsphase, was natürlich bei Holz von Vorteil ist, weil dieses nicht feucht wird.

    trockenes Fresko

    siehe Fresko

    Trockenestrich

    auch: Trocken-Estrich, Trockenestriche, Trocken-Estriche

    Trockenestrich, auch Trockenunterboden oder Fertigteilestrich bezeichnet, besteht aus vorgefertigten Elementen in Form von Platten, die im Verband verlegt und im Fugenstoß verklebt werden. Meist sind die Materialien gips- oder zementgebunden, andere bestehen aus Holz. Die Elemente können unterseitig mit Dämmstoff kaschiert sein und werden in der Regel auf Schüttungen platziert, mit welchen die Unebenheiten des Untergrundes ausgeglichen werden. Trockenestrichsysteme sind leicht zu verlegen, sofort begehbar und bringen keine Feuchtigkeit in das Gebäude ein.

    Trockenfäule

    Trockenfäule bezeichnet den Zerfall von reifem Holz, der durch Infizierung mit verschiedenen Pilzen ausgelöst wird. Eine der bekanntesten Trockenfäule auslösenden Arten ist der Echte Hausschwamm. Die Pilzfäden durchwachsen das Holz und ernähren sich von der Cellulose der Holzfasern. Das Holz wird dabei zersetzt und porös, auch wenn es oberflächlich gesund erscheint. Der Name "Trockenfäule" stammt von der pulvrigen Konsistenz des zerfallenden Holzes. Er ist jedoch irreführend, weil der Pilz zum Überleben auch Wasser benötigt. Völlig trockenes Holz kann nur befallen werden, wenn sich in der Umgebung genügend Feuchtigkeit findet, etwa wenn ungeschützte Holzschichten an den Außenseiten von Häusern bis zur an sich trockenen Innenseite reichen. Die sicherste Methode, eine Holzkonstruktion vor der Trockenfäule zu schützen, besteht daher darin, das Eindringen von Feuchtigkeit zu vermeiden.

    Trockenmalen

    siehe Granieren.

    Trockenmauer

    auch: Sylter Mauer, Trocken-Mauerwerk, Trockenmauerwerk

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    Eine Trockenmauer wird ohne Mörtel aus Bruchsteinen zusammengesetzt. Diese Bruchsteine werden ohne große Bearbeitung in richtigem Verband so aneinandergefügt, dass möglichst enge Fugen und kleine Hohlräume verbleiben. Die Hohlräume zwischen den Steinen müssen durch kleinere Steine so ausgefüllt werden, dass durch Einkeilen Spannung zwischen den Mauersteinen entsteht. Fugen können mit angefeuchteten Substraten ausgefüllt werden, und zwar mit einem Fugeisen. Werden in die frischen Fugen gleich Stauden und Ziergräser gesetzt, ist die Trockenmauer schnell bewachsen. Auch für eine Trockenmauer ist ein Fundament erforderlich, das aus gut verdichtetem Schotter oder Kies bestehen kann. Beim Aufbau bilden die größen Steine den Mauerfuß. Die sichtbare Fläche des Mauerwerks sollte mit einer Neigung von 8 bis 12 % zur Senkrechten ausgeführt werden.

    Trockenmörtel

    Je nach Beimischung von Bindemitteln und anderen Stoffen können Mörtel verschiedene Eigenschaften haben. Beim Trockenmörtel handelt es sich um eine Spezialmischung, die bei Ausbesserungsarbeiten z.B. bei Altbausanierungen verwendet wird, wobei der Heimwerker die Zugabe von Wasser genau dosieren muss. Trockenmörtel wird auch verwendet, wenn Terrassenplatten oder Pflastersteine verlegt werden. Dabei muss kein Wasser hinzugefügt werden, weil der Zement im Trockenmörtel durch die Erd- und Luftfeuchtigkeit abbindet.

    Trockenpressung

    Trockungpressung ist neben Strangpressen die zweite Möglichkeit, Fliesen oder andere Keramikprodukte in Form zu bekommen. Bei der Trockenpressung wird das Rohmaterial im trockenen Zustand mit hohem Druck verpresst. Jede Fliese wird in einer eigenen Form hergestellt. Trockengepresste Fliesen bezeichnet man als Feinkeramik.

    Trockenputz

    auch: Trockenputze

    Trockenputz ist die Bezeichnung für Putz, der trocken an die Wand kommt. Trockenputz kann dann zum Einsatz kommen, wenn die Wände von sich aus schon vollständig winddicht sind. Dann können geschosshohe Gipskartonplatten oder Gipsfaserplatten mit Hilfe von Ansetzgips von Innen an den Wänden befestigt werden. Zum Schluss müssen nur noch die entstandenen Fugen verspachtelt werden. Der Trockenputz kommt zum Einsatz, wenn Wände nicht gerade sind und somit ein Ausgleichen erforderlich ist. Weiterhin ist ein Trockenputz von Vorteil, wenn aus Zeitgründen (Trocknungszeit) ein Putzauftrag nicht möglich ist.

    Trockenreinigung

    auch: Trockenreinigungen

    Eine Trockenreinigung kommt bei der Restauration bzw. der Denkmalpflege dann zum Einsatz, wenn eine Feuchtreinigung bzw. Nassreinigung nicht möglich ist. Trockenreinigung bedeutet das Abbürsten des zu reinigenden Objekts mit weichen Natur- und Nylonbürsten oder -pinseln. Auch das Absaugen und allenfalls das Ausblasen aus Vertiefungen mit Druckluft sind möglich.

    Trockenriss

    auch: Trockenrisse

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    Trockenrisse können an Nadelbäumen bei hohen Temperaturen auftreten, weshalb sie auch als Hitzerisse bezeichnet werden. Ein Absinken des Wassergehaltes unter den Fasersättigungspunkt führt zu Längsrissen im Schaftbereich, die bis in das Zentrum des Holzes vordringen. Anfällig für Trockenrisse sind vor allem die Nadelhölzer Fichte, Kiefer und Weymouths-Kiefer. Schwindrisse sind ebenfalls Trockenrisse. Sie entstehen durch Schwindung an der Oberfläche und treten vor allem bei Sommerfällung und anschließender rascher Entrindung auf. Gehen die Risse tiefer, wird die Gebrauchstauglichkeit des Holzes stark beeinflußt.

    Trockenrohdichte

    Die Trockenrohdichte von Beton beschreibt, wie allgemein die Dichte, das Verhältnis Masse zu Volumen [kg/m3]. Sie wird jedoch erst nach der Trocknung der Probe bei 105°C bestimmt. Somit ist nur noch das im Zementstein chemisch gebundene Wasser maßgebend. Die Trockenrohdichte ist etwa 100 bis 150 kg/m³ niedriger als die Frischbetonrohdichte. Je größer der Wassergehalt und je niedriger der Zementgehalt, desto größer ist der Unterschied.

    Trockenschleifpapier

    auch: Trockenschleifpapiere, Trocken-Schleifpapier, Trocken-Schleifpapiere

    siehe Schleifpapier.

    Trockenschüttung

    auch: Trockenschüttungen

    trockenschuettung.jpg

    Körniges Dämmmaterial aus Perlite, vulkanischem Aluminium-Silikat-Gestein, Polystyrol-Kügelchen, Zellulose, Bims, Blähton usw. Die Trockenschüttung dient als Dämmschicht unter schwimmendem Estrich, Trockenestrichen oder zur Wärmedämmung von Dachgeschossdecken und Holzbalkendecken. Je nach Zusammensetzung der Schüttung hat diese auch eine Schalldämmwirkung. Trockenschüttungen können bei zweischaligem Mauerwerk auch zur Dämmung von Wänden eingesetzt werden. Dazu wird das Material mit einem Schlauch durch kleine Öffnungen in der Wand eingeblasen.

    Trockenspritzverfahren

    Das Trockenspritzverfahren ist ein Verfahren zum Aufbringen von Spritzbeton. Dabei wird ein Trockengemisch aus Zement, ofentrockenen Zuschlagstoffen und meist pulverförmigen Abbindebeschleuniger von der Spritzmaschine mit Druckluft zur Spritzdüse gefördert. In der Spritzdüse wird das im Dünnstromverfahren geförderte Trockenmischgut mit Anmachwasser hydrodynamisch gemischt. Das Gemisch verlässt die Düse mit einer Geschwindigkeit von meist grösser 20 m/s, wird auf den Untergrund aufgebracht und verdichtet sich durch die kinetische Energie selbst.

    Trockenstarre

    Trockenstarre ist ein durch Austrocknung bewirkter Zustand von (holzzerstörenden) Pilzen (Basidiomyceten), der Monate bis Jahre andauern kann, aus dem heraus die Pilze durch für sie günstige Feuchtigkeits- und Temperaturbedingungen wieder aktiviert werden können und ihre Zerstörungstätigkeit fortführen können.

    Trockenstoff

    auch: Trockenstoffe

    siehe Sikkativ.

    Trockentrenntoilette

    auch: Trockentrenntoiletten

    Produkt, das von überzeugten Ökologen eingebaut werden soll - statt der üblichen WC-Schüssel mit Wasserspülung. Eine Trockentrenntoilette funktioniert dergestalt, dass die Fäkalien in einem Auffangbehälter aufgefangen und dann im Garten kompostiert werden, wogegen der Urin separat abgeleitet wird - entweder in ein häuslichen "Pflanzenklärwerk", auf eine Lehmwand zwecks Urinverrieselung oder (nicht sonderlich ökologisch) über das Abwasserrohr der normalen Wasserversorgung. Um Geruchsbelästigungen zu verhindern, ist in die Toilette eine Belüftung integriert, für die eigens ein Abluftrohr installiert und durch die Fassadenwand geführt werden muss. Der Komposthaufen mit den Fäkalien muss umzäunt werden, damit Kinder nicht mit den "Feststoffen" in Berührung kommen können. Der Kompost muss jährlich "umgesetzt" werden und kann dann nach drei Jahren im Garten ausgebracht oder....in der Biotonne entsorgt werden. Ob die Gemeinden die Installation einer derartigen Toilette erlauben, ist mehr als fraglich, denn dadurch entgehen ihnen Abwassergebühren. Möglicherweise ist die Toilette in Ländern akzeptabel, in denen sowohl Wasser-, als auch Düngemittelmangel herrscht.

    Trocknungsrissbildung

    auch: Trocknungsrissbildungen

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    Trocknungsrissbildung ist bei frischen Anstrichen zu beobachten. In einem getrockneten Anstrichfilm können sich tiefe, unregelmäßige Risse bilden, die ausgetrocknetem Schlamm ähneln (siehe Foto von Paint Quality Institute). Trocknungsrisse können beispielsweise entstehen, wenn die Farbe auf einer porösen Oberfläche zu dick aufgetragen wurde. Trägt man Farbe minderer Qualität zu dick auf, um ihre unzureichende Deckkraft zu verbessern, kann es ebenfalls zu Trocknungsrissbildung kommen. Bereiche mit Trocknungsrissen können dadurch ausgebessert werden, dass man die Oberfläche glattschleift, bevor sie mit einer hochwertigen Acrylatfarbe überstrichen wird. Diese Art Farbe wird wahrscheinlich eine erneute Bildung von Trocknungsrissen verhindern, da sie im Vergleich mit einer Alkydharz-, kunstharzbasierenden und gewöhnlichen Dispersionsfarbe flexibler ist. Qualitätsfarben haben einen größeren Feststoffgehalt, der die Tendenz zur Schlammrissbildung vermindert. Sie bieten außerdem sehr gute Eigenschaften hinsichtlich Verarbeitung und Deckvermögen, wodurch das Risiko, den Anstrichfilm zu dick aufzutragen, verringert wird.

    Trocknungsschaden

    auch: Trocknungsschäden

    Trocknungsschaden ist die Bezeichnung für Schäden, die durch unsachgemäße, zu schnelle oder zu langsame Trocknung von Baumaterialien entstehen, beispielsweise bei Estrichen, aber auch bei Konstruktionshölzern usw.

    Trogdurchlaufmischer

    siehe Trogmischer.

    Trogmischer

    auch: Trogdurchlaufmischer

    Ein Trogmischer ist ein Zwangsmischer zum Mischen von Beton, bei dem in einem feststehenden oder kippbaren Mischtrog ein oder zwei waagerechte Mischwellen angeordnet sind.

    Trogtränkung

    auch: Trogtränkverfahren,, Trogtränkungen

    Die Trogtränkung ist ein Verfahren des chemischen Holzschutzes. Bei der Trogtränkung wird das zu schützende Holzteil in einem mit Holzschutzmitteln gefüllten Trog gelagert. Diese Lagerung dauert von einigen Stunden bis mehreren Tagen, so dass die Holzschutzmittel tief ins Holz eindringen können. Steht der Trog im Freien, muss er abgedeckt werden, damit Regenwasser weder das Konzentrat verändert, noch den Trog zum Überlaufen bringt. Angewendet wird die Trogtränkung vor allem bei Schutzsalzimprägnierungen (für C-Salze sind Trogtränkverfahren verboten).

    trommeln

    Trommelnagelgerät

    auch: Trommelnagelgeräte, Trommelnagler

    Mit druckluftbetriebenen Trommelnagelgeräten werden Nägel in schneller Folge in unterschiedliche Materialien getrieben. Trommelnagler sind vielseitig einsetzbar, z.B. zum Befestigen von Stülp- und Boden-Deckel-Schalungen, Schindeln, Vertäfelungen, Holzwerkstoffplatten oder Rigipsplatten.

    Trompe

    Trompe ist zum einen ein Begriff aus der Maltechnik, zum anderen ein Begriff aus Bautechnik. In der Malerei wird damit eine Illusionsmalerei bezeichnet, wenn zum Beispiel etwas täuschend echt wie Holz oder Marmor aussieht, obwohl es aufgemalt ist. Im Bauwesen ist Trompe eine doppelt gekrümmte, nischenartige Wölbung in Trichter- oder Halbkugelform zwischen zwei rechtwinklig aneinander stoßenden Mauern. Sie dient hierbei der Überleitung zum vieleckigen Raum (insbesondere zum Oktogon) bzw. Kuppelfuß, zur Hochführung achteckiger Vierungstürme (Vierung = Raumteil im Kirchenbau, in dem sich Langhaus und Querhaus durchdringen) oder achtseitiger Klostergewölbe.

    Tropenholz

    auch: >Tropenhölzer

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    Tropenhölzer wachsen in Jahrzehnten - gefällt werden sie in wenigen Minuten. Gäbe es eine wirksame, kontrollierte Wald­be­wirt­schaf­tung, wäre auf unserer Welt alles im rechten Lot - jedenfalls was die Urwälder und damit das Tropenholz betrifft. In Wirklichkeit werden wahre Urwald-Paradise wie auf Borneo systematisch vernichtet. Ganze Gangs sind an dem trüben Geschäft beteiligt und Gelder fürs Augen-Zudrücken fließen in die Forstbehörden und zu regionalen Gouverneuren oder gar zu Ministern. Das Urwaldsterben in Brasilien hat sich zu einer Katastrophe für die Ureinwohner entwickelt. Und hinter allem stehen westliche Zellulose-Konzerne, die auf den abgeholzten Flächen schnell wachsende Bäume anpflanzen, aus denen dann schnell Zellulose für die Papierindustrie gewonnen werden kann. Tropenholz, in Maßen geschlagen, ist natürlich ein hervorragender Baustoff - etwa Teak für Gartenmöbel, Bangkirai für Terrassenholz oder Meranti für Fensterrahmen. Aber es wird eben nicht in Maßen gefällt, sondern trotz Kontrollen durch das FCI (Forest Stewardship Council International Center), das das FCI-Siegel für angeblich aus konrollierter Waldbewirtschaftung stammende Tropenholz verleiht, illegal und in großen Ausmaßen. Während sich die Europäer und speziell die Deutschen bei Tropenholz zurück halten, geht der Großteil der Raubbau-Hölzer nach China. Die europäische Holzindustrie hat das Thermoholz entwickelt, das dem Tropenholz Paroli biten kann. Ferner sind einheimische Hölzer im Angebot des Holzhandels, die durch spezielle Imprägnierungen eine erhöhte Haltbarkeit aufweisen. Der Raubbau an den Urwäldern wird dadurch leider nicht verhindert.

    Tropfblech

    auch: Tropfbleche

    Ein Tropfblech ist ein Traufblech, das an der Dachtraufe ohne Dachrinne das anfallende Niederschlagswasser ableitet, ohne dass die Unterkonstruktion gefährdet wird. Das Tropfblech wird ebenfalls verwendet, um an der Traufe von Unterdächern das Schmelzwasser abzuleiten.

    Tröpfchenbewässerung

    auch: Tropfbewässerung

    Die Tröpfchenbewässerung ist ein Bewässerungsverfahren, das über ein Schlauchsystem erfolgt. In den Schläuchen sind in regelmäßigen Abständen Öffnungen, durch die das Wasser tröpfchenweise an die Pflanzen abgegeben wird. Die Tröpfchenbewässerung ist äußerst wassersparend, weshalb sie insbesondere in wärmeren Gefilden bevorzugt zum Einsatz kommt. Aber auch in unseren Breitengraden kommt diese Art von Bewässerung immer mehr in Mode, z.B. im geschützten gärtnerischen Anbau unter Glas oder unter Folie. Auch im Weinbau oder in Parkanlagen findet die Tröpfchenbewässerung immer mehr Befürworter. Für den Hausgarten bieten verschiedene Hersteller Systeme an, mit denen der Hobbygärtner sein Reich bewässern kann. Mit der Tröpchenbewässerung wird aber nicht nur das Wasser exakt aufgebracht und Verdunstungsverluste minimiert - es lassen sich auch Nährstoffe direkt dem Wasser beimischen. Ein weiterer Vorteil des Bewässerungsverfahren ist, dass die Blätter nicht benetzt werden und somit Pilzerkrankungen der Pflanzen nicht weiter gefördert werden.

    Tropfkante

    siehe Wassernase.

    Tropfkantenprofil

    auch: Tropfkantenprofile

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    Tropfkantenprofile sind vorgefertigte Profile zur Verwendung als Tropfleiste oder Wassernase. Sie werden durch Verklebung an der Bauteilunterseite von Balkon oder Brückenkappen montiert. Sie dienen dem Schutz von Flächenunterseiten vor Schäden durch Wasser. Es gibt Tropfkantenprofile in verschiedenen Dreiecksformen und welche speziell zur Sanierung. Diese sind so ausgebildet, dass sie vorhandene Wassernasen überdecken und somit das Bauteil vor weiteren schädlichen Einwirkungen durch Wasser schützen.

    Tropfkörper

    auch: Tropfkörperverfahren

    Tropfkörper findet man in der Kläranlage, das Tropfkörperverfahren ist ein Verfahren der Abwasserreinigung. Der Tropfkörper besteht in der Regel aus einem zylindrischen Behälter bzw. Bauwerk, der mit speziellen Füllkörpern gefüllt ist. Über diese Füllkörper rieselt das Abwasser, wobei die Füllkörper mit einem Biofilm mit Bakterien überzogen ist. Die Bakterien haben die Aufgabe, die gelösten Wasserinhaltsstoffe im Idealfall zu Wasser und Kohlendioxid zu verarbeiten. Stickstoffverbindungenverbindungen werden nitrifiziert (siehe Nitrifikation). Damit ein Tropfkörper nicht durch Grobstoffe und andere Partikel verstopft, muss das Abwasser zuvor bereits einige Reinigungsstufen wie zum Beispiel ein Absetzbecken durchlaufen. Eine Tropfkörperanlage besteht deshalb meistens aus einer Vorbehandlungsstufe, dem Tropfkörper und einer Nachbehandlung.

    Tropfkörperverfahren

    siehe Tropfkörper.

    tropischer Regenschauer

    auch: tropische, Regenschauer

    Tropische Regenschauer kann man nicht nur in den Urwäldern Brasiliens erleben, sondern auch unter der heimischen Dusche. Man findet sie vor allem in Multifunktionsduschen. Bei einem tropischen Regenschauer ist der Duschkopf besonders groß und breit, so dass das Wasser nicht in einem schmalen Rinnsal von oben runterkommt. Das Wasser kommt in einem breiten, kräftigen Strahl, der gleichzeitig die Haut massiert.

    Trottoir

    Das Wort Trottoir kommt aus dem Französischen, wird aber auch in Deutschland häufig verwendet. Ein Trottoir entspricht einem Bürgersteig und ist auch der kleine Bruder eines Boulevards.

    Trulli

    auch: Trullis

    trulli.jpg

    Unter einem Trulli wird eine historische Bauform verstanden, bei der das Wohnhaus ein kegelförmiges Dach trägt. Trullis stehen in der Türkei und in Georgien, vor allem aber in der süditalienischen Provinz Apulien.Hier wurden die Häuser in Trockenmauerwerk aus grob zugehauenen Kalksteinen errichtet, das Kegeldach erhielt eine Dacheindeckung aus schuppenartig verlegten flachen Bruchsteinen. Das apulische Dorf Alberobello besteht aus einem geschlossenen Ensemble aus Trullis und gehört zu den von der UNESCO deklarierten Weltkulturerben. Unter dem Kegeldach eines Trullis wohnten früher Mensch und Vieh einträchtig zusammen; das Dachgewölbe eines Trullis diente als Speicher. Inzwischen wurden in Süditalien einige alter Trullis als Touristen-Wohnungen hergerichtet. Ansonsten stehen sie aber leer oder beherbergen Souvenirläden.

    Trümmerschatten

    Der Trümmerschatten ist ein Gefahrenbereich, der bei einem Brand oder der Sprengung eines Gebäudes durch herabstürzende Gebäudeteile getroffen werden kann. Auch bei einem Hochwasser oder einem Erdbeben besteht bei Aufenthalt im Trümmerschatten Lebensgefahr. Nur zur Rettung von Menschen oder zum Abstützen oder Einreißen des Gebäudes darf sich dann dort aufgehalten werden. Die Fahrzeuge der Feuerwehr oder des Katastrophenschutzes müssen bei einem Gebäudebrand oder einer anderen Katastrophe, bei der ein Gebäudeeinsturz zu befürchten ist, außerhalb des Trümmerschattens parken. Sie müssen also einen Sicherheitsabstand einhalten, um nicht von herabstürzenden Trümmern getroffen zu werden. Dieser Abstand beträgt zwei Drittel der Gebäudehöhe.

    Trumpfbalken

    siehe Wechselbalken.

    T-Träger

    siehe T-Balken.

    Tuchfilter

    Tuchfilter sind Textilfilter und dienen in Kohlekesselanlagen zur Sauberhaltung der Abgase. Das staubhaltige Abgas wird durch Nadelfilzschläuche oder -Taschen geleitet, wobei sich die Staubteilchen auf der Außenseite des Filtermaterials ablagern. In regelmäßigen Abständen oder in Abhängigkeit der Verschmutzung werden die Filter durch Druckluftstöße (als Gegenstrom von der Reingasseite aus) gereinigt. Der gelöste Staub fällt nach unten in einen Sammelbehälter. Durch Tuchfilter werden Reingasgehalte von < 20 mg/m³ erreicht. Einfacher und preiswerter sind Zyklonenstauber, mit denen man bei Einsatz von Ibbenbüren-Anthrazit Reingasgehalte von < 50 mg/m³ erreichen kann.

    Tuff

    Tuff ist die Bezeichung für lockere, poröse Gesteine, die entweder vulkanischen Ursprungs sind (Verfestigung von Bimsstein, Bimstuff, Vulkantuff) oder durch Sedimentation von Calkciumcarbonat (Kalktuff = Travertin, ähnlich: Kalksinter) oder Kieselsäure (Kieseltuff = Traß, ähnlich Kieselsinter) entstanden sind.

    Tufting

    Das heute verbreitetste Verfahren der Teppichherstellung ist das aus den USA stammende "Tuftingverfahren" (engl: tuft = Büschel). Beim Tufting wird das Garn durch zahlreiche parallel angeordnete Nadeln in das vorgefertigte Trägermaterial eingestickt. Dadurch entstehen mehrere kleine Schlingen. Rund 80 Prozent der mit der Tufting-Methode produzierten Bodenbeläge, bestehen aus Polyamid. Diese Teppiche bieten die höchsten Anforderungen an Scheuer,- Reiß,- und Abriebfähigkeit und sind zudem sehr pflegeleicht. Zirka sechs bis acht Prozent der Teppiche bestehen aus Schurwolle und nur wenige Teppiche werden aus Polyacryl, Polyester oder Naturprodukten wie Kokos, Seide und Baumwolle gefertigt. Bei getufteten Waren dienen meist Polyprophylen- oder Polyestervliese als Trägermaterialien. Es gibt drei Grundtypen des Tuftingverfahrens: Schlingenflor, Schnittflor und Schnittschlinge.

    Tünche

    siehe Kalkfarbe.

    Tünchen

    Umgangssprachlich wird unter Tünchen meist das Anstreichen allgemein verstanden. Dies ist nicht korrekt, denn als Tünchen bezeichnet man lediglich alle Anstriche mit Kalkfarben. Früher gab es sogar ein eigenständiges Berufsbild des Tünchers. Heutzutage werden die Arbeiten von einem Maler oder Verputzer übernommen.

    Tunnelsprühverfahren

    Tupfbürste

    auch: Tupfbürsten

    siehe Stupfbürste.

    Tupftechnik

    auch: Tupftechniken

    Die Tupftechnik ist eine Malertechnik, die der Wand ein attraktives Aussehen gibt. Ideal für die Tupftechnik sind glatte, tragfähige Innenputzflächen, aber auch Rauhfaser oder fest haftende, möglichst wenig strukturierte Tapeten. Der Untergrund darf nicht stark saugen. Zunächst wird der Grundton (helle Farbe) mit dem Kurzflorroller auf die Wand gleichmäßig aufgetragen und gut trocknen gelassen. Danach wird mit den voher angefeuchteten Naturschwamm die dunklere Farbmischung beliebig oft und eng aufgetupft.

    Tür

    auch: Türen

    Die Tür ist der Eingang in ein Gebäude, eine Wohnung oder ein Zimmer. Türen bestehen aus einer Türzarge, die mittels drehbarer Türbänder mit einem Türblatt oder einem Türrahmen mit Türfüllung verbunden ist. Unterschieden wird in Innentüren, %)Wohnungseingangstüren%) und Hauseingangstüren. Außerdem werden Spezialtüren hergestellt, beispielsweise einbruchhemmende Türen oder Schallschutztüren. Zargen, Türblätter, Türrahmen und -füllungen werden aus verschiedenen Materialien hergestellt, hauptsächlich aus Holz. Weitere Materialien: Glas, Kunststoff, Aluminium, Stahlblech und bei Haustüren auch Bronze bzw. Metallegierungen.

    Türangel

    siehe Kloben.

    Türanschlagziegel

    Türbänder

    auch: Türband

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    Ein Türband ist ein Metallteil, welches die Tür mit der Türzarge verbindet und das die Drehbewegung des Türblatts ermöglicht. Türbänder sind mit einem Schraubmechanismus versehen, der es auch dem Laien ermöglicht, ein schief hängendes Türblatt zu justieren. Türbänder werden in sehr unterschiedlichen Typen angeboten. Einbruchhemmende Türen verfügen über doppelt gelagerte Türbänder mit starken Gegenplatten (siehe Foto).

    Türbeschlag

    auch: Türbeschläge

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    Türbeschläge sind zum Beispiel der Türgriff, die Türklinke oder die Drückergarnitur. Es gibt Türbeschläge für Hauseingangstüren und Innentüren in allen möglichen Farben, Formen und Materialien. Beim Hauseingang müssen Türbeschläge nicht nur schön aussehen, sondern müssen auch eine Sicherheit vor Einbrechern bieten. Es kommen sogenannte Schutzbeschläge zum Einsatz. Im Innenbereich kommt es hingegen hauptsächlich auf die Optik und auf Langlebigkeit an.

    Türblatt

    auch: Türblätter

    Man spricht von einem Türblatt, wenn die Tür beidseitig aus einem tafelartigen Bauteil besteht, in das keine Türfüllung eingebaut worden ist. Ein Türblatt kann aus Holz, Glas oder anderem Material bestehen. Die Türbänder und die Drückergarnitur werden statt in einen Türrahmen direkt in das Türblatt eingebaut.

    Türdämmung

    Türen können auf verschiedene Weise wie beispielsweise gegen Schall oder Feuer gedämmt sein. Man unterscheidet daher Schallschutztüren und Feuerschutztüren, wobei Feuerschutztüren aufgrund ihres Aufbaus häufig auch gute schalldämmende Wirkung besitzen. Eine gute Türdämmung hängt nicht nur von der Schwere sondern auch von der Dichtung, besonders im Bodenbereich und der Anschlüsse, ab. Allerdings ist die Dämmung durch die natürlichen Gewichtsgrenzen und den Voraussetzungen nach leichter Handhabung eingeschränkt.

    Türdichtband

    auch: Türdichtbänder

    Türdichtschiene

    auch: Türdichtschienen

    Das ganze Haus ist dicht und wärme- bzw. schallisoliert, doch am Ende kommen Kälte, Zugluft, Staub und Lärm unter der Tür durch. Eine Türdichtschiene verhindert dies. Die Alummium- oder Kunststoffschiene mit Bürstenbesatz ist selbstklebend und läßt sich somit einfach an der Tür befestigen - ohne Schrauben oder Nägel. Türdichtschienen gibt es für glatte Böden, unebene Böden oder Textilböden.

    Türdichtung

    auch: Türdichtungen

    Eine Türdichtung dient als Verbindungselement zwischen Tür uns Zarge. Sie verhindert Schallübertragungen, reduziert Wärmeverluste, verhindert Zugluft und dämpft Schließgeräusche. Türdichtungen werden je nach Anwendungsgebiet (Haustürdichtung, Zimmertürdichtung, Feuerschutztür) aus unterschiedlichen Materialien hergestellt. Als Rohstoffe kommen Silikon, EPDM, PVD und andere zum Einsatz. Es gibt die unterschiedlichsten Formen von Türdichtungen mit verschiedener Anzahl an Hohlkammern (0 bis 5). Zudem gibt es Türdichtungen für Türen mit Stahlzarge, Holzfutter und Türen aus Aluminium.

    Türenmontage

    auch: Türmontage

    An die Türenmontage wird je nach Tür und Einsatzzweck unterschiedliche Anforderungen gestellt. Eine Wasserschutztür aus Stahl muss z.B. nach dem Schließen absolut dicht sein, gleiches gilt auch für eine Rauchschutztür. Beim Einbau einer Brandschutztür darf nicht mit Materialien gearbeitet werden, die im Brandfall anfangen zu brennen, herkömmliche Bauschäume sind daher tabu. Es werden Mörtel oder spezielle Brandschutzschäume verwendet. Soll die Tür nur Einbrecher abschrecken, sind dafür andere Dinge wie z.B. feste Verankerung der Zarge in der Türleibung wichtig. Die Türmontage einer Feuerschutztür, Rauchschutztür oder Wasserschutztür sollte daher nur dem Fachmann überlassen werden. Anders sieht es bei der Montage einer Innentür aus, die kann der versierte Heimwerker auch selbst vornehmen. Wenn hier von Türmontage die Rede ist, geht es vor allem um den Einbau der Zarge, die aus Holz oder Metall sein kann. Beim Kauf der Zarge ist darauf zu achten, dass diese die richtige Breite und Höhe für die vorhandene Maueröffnung besitzt. Das lichte Öffnungsmaß muss so groß sein, dass rund um die Zarge ca. 2 cm Platz ist. Der Abstand wird zum Ausrichten der Zarge und zum Ausschäumen benötigt. Es ist zudem darauf zu achten, ob eine Tür DIN "links" oder DIN "rechts" benötigt wird, d.h. auf welcher Seite sich der Türgriff befindet. Soll eine wesentlich breitere Tür eingesetzt werden, muss die Maueröffnung verbreitert werden. Wandstärkendifferenzen von +/- 10 mm können durch die Steckverbindung der Zarge problemlos ausgeglichen werden. Auch die Mauerbreiten müssen vorher ausgemessen werden.

    Türfenster

    siehe Fenstertür.

    Türfeststeller

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    Türfeststeller werden in sehr unterschiedlichen Konstruktionsarten hergestellt, um Hauseingangstüren oder Innentüren daran zu hindern, ins Schloss zu fallen. Die Hauptfunktion ist, das Türblatt in weitest möglichem Radius geöffnet zu halten - entweder aus Belüftungszwecken oder um den Transport sperriger Gegenstände durch die Türöffnung zu erleichtern. Allseits bekannt sind die stabförmigen Feststeller, die senkrecht am Türblatt aufgeschraubt werden (linkes Foto). Auf Fußdruck fährt ein Bolzen aus der Führung, der am unteren Ende einen Gummipuffer aufweist. Der Bolzen wird arretiert und es entsteht eine Klemmwirkung, die die Tür im geöffneten Zustand hält. Andere Türfeststeller sind mit einem Magneten versehen (Foto unten links), verfügen über eine Feststellfeder (unten Mitte) oder einen Haken, der sich bei Gegendruck des Türblatts versenkt und wieder hochschnappt, wenn das Türblatt den Haken passiert hat (unten rechts).

    Türfüllung

    auch: Türfüllungen

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    Grundsätzlich hat eine Tür einen Rahmen, falls sie nicht durchgängig aus Massivholz oder einer Holzwerkstoffplatte besteht, was eher in seltenen Fällen vorkommt. Erfolgt auf den Rahmen, der aus Holz oder Metall bestehen kann, eine durchgängig ebene Bekleidung, so spricht man von einem Türblatt. Werden zwischen den Rahmen jedoch dekorative Elemente aus Holz (mit oder ohne Aufleistungen), Kassetten und dergleichen eingebaut, spricht man von einer Türfüllung. Diese kann auch aus weißem oder farbigem Strukturglas bestehen oder aus einer Bleiverglasung.

    Türfutter

    Das Türfutter ist das Zwischenteil zwischen Zierbekleidung und Falzbekleidung einer Tür. Durch das Türfutter und die Bekleidung wird die Türlaibung abgedeckt. Das Türfutter wird in die Maueröffnung eingesetzt und mit Montageschaum (PUR-Schaum) oder Schrauben befestigt.

    Türgarnitur

    auch: Türgarnituren

    Türgewände

    siehe Gewände

    Türgong

    auch: Tür-Gong

    Ein Türgong ist die Alternative zum Klingelton, der immer dann ertönt, wenn an der Hauseingangstür der Klingeltaster gedrückt wird. Ein Türgong ist so ausgelegt, dass ein lautes, akustisches Signal als Gong-Intervalle ertönt und der Hausbewohner auch dann registriert, dass an der Haustür "geschellt" worden ist, wenn das Radio läuft oder der Staubsauger in Betrieb ist. Insbesondere schwerhörige Menschen nehmen durch den Gongschlag eher wahr, dass jemand vor dem Hauseingang steht, als beim herkömmlichen Klingelsignal. Türgongs werden auch als Funk-Türgong geliefert.

    Türgriff

    auch: Türgriffe

    Türgriffe, umgangssprachlich auch Türklinken genannt, werden aus Aluminium, Messing, Edelstahl und Kunststoff hergestellt, häufig auch in Materialkombinationen wie Aluminium/Messing oder Edelstahl/Messing. Türgriffe müsen natürlich zur Farbe und Struktur des Türblatts passen. Die Auswahl ist allerdings riesengroß. Die Industrie bietet auch vergoldete Türgriffe an oder solche, die mit Edelholz oder Porzellan ummantelt sind. Um sich über die Vor- und Nachteile der einzelnen Materialien zu informíeren, sollten Sie die Suchbegriffe Aluminium-Türgriffe, Messing-Türgriffe, Edelstahl-Türgriffe und Kunststoff-Türgriffe anklicken.

    Türhebeband

    auch: Türhebebänder

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    Spezielles Band, das Türen beim Öffnen leicht anhebt und beim Schließen wieder senkt, was durch einen Bandstift mit Gewindespindel bewerkstelligt wird. Türhebebänder werden dort anmontiert, wo Unebenheiten im Bodenbelag zu verzeichnen sind und vermieden werden soll, dass das Türblatt über den Teppich oder den Parkettboden schleift. Durch den Einsatz solcher Bänder brauchen auch keine Türblätter gekürzt zu werden. Schwere Haustüren können mit solchen Türbändern aber nicht ausgestattet werden, wohl aber alle Innentüren - auch solche aus Ganzglas. Angeboten werden Türhebebänder für Holz- und für Stahlzargen (Foto Logotec).

    Türkisches Bad

    Das Türkische Bad, auch Hamam genannt, besteht wie das römische Bad aus mehreren Räumen. Es besitzt einen Heißluftraum mit einer Temperatur von etwa 50°C, einen Warmluftraum mit einer Temperatur von etwa 40°C und mehrere kühle Räume. Neben Schwitzen und Abkühlen gehört in einem türkischen Bad auch die Massage zum Ritual. Im Heißluftraum verweilt der Besucher 20 bis 30 Minuten, anschließend ruht er sich im Ruheraum auf einem vorgewärmten Marmorstein aus. Den Abschluß bildet ein Besuch beim Tellack (Bademeister), der den Gast einseift, knetet und mit dem Massagehandschuh wäscht. Danach kommt eine Heilerdepackung auf Körper und Gesicht, die etwa 20 Minuten einwirken muss. Nach dem Abwaschen und der anschließenden Ölmassage entspannt sich der Besucher im Teeraum bei Säften, süßen Früchten und Tee.

    Türklinke

    auch: Türklinken

    siehe Türgriff

    Türklopfer

    auch: Türen

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    Der Türklopfer ersetzt im englischsprachigen Raum die Türklingel und wird meistens aus Messing gefertigt. Er wird in Augenhöhe mitten auf das Blatt der Hauseingangstür montiert und besitzt an einem Gelenk einen Bügel (siehe Foto) oder ein hammerähnliches Gebilde, das gegen die Haustür geschlagen wird. Türklopfer nach klassischem Muster werden immer noch hergestellt und sind auch in Deutschland gelegentlich an Landhaustüren zu finden, wo sie allerdings meist nur als Zierbeschlag dienen.

    Türluftschleier

    Turm

    auch: Türme

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    Türme sind in fast allen Ländern allgegenwärtig. Sie sind Bauwerke sozusagen biblischer Bedeutung - man denke nur an den Turmbau von Babel. Während sich in Deutschland Türme immer an Burgen, Schlösser, Kirchen und mittelalterliche Stadtbefestigungen anlehnen, stehen sie in Ländern wie Irland auch "einfach so" in der Landschaft. Türme dienten im Mittelalter als Ausguck auf heran nahende Feinde, sie waren aber auch aufgrund ihrer robusten Bauweise der letzte Zufluchsort bedrohter Burgbewohner. Türme wurden damals aus den Steinen gemauert, die man an Ort und Stelle fand. In Folge dessen bestehen sie aus Bruchstein­mauerwerk oder Feldsteinmauerwerk. Wenn der Burgherr besonders gut bei Kasse war, konnte er sich auch einen Turm aus Werkstein leisten. Türme müssen nicht zwangsläufig rund sein, auch quadratische Türme sind vorzufinden. Die runde Bauweise hatte jedoch statische Vorteile, denn es fielen keine Mauerecken an, deren Verzahnung besondere Fertigkeiten der Maurer verlangte. Weiter von Vorteil war, dass runde Türme schwerer einzunehmen waren. In das Mauerwerk wurden schmale Öffnungen eingelassen, die sogenannten Schießscharten. Im Innern solcher mittelalterlicher Türme befanden sich mehrere Stockwerke, die durch Einmauern und Verankern von Balken errichtet wurden, auf die dann Dielen aus Holz genagelt wurden. Heute amüsiert die Besucher, dass damals kleine Toilettenhäuschen überkragend in die Turmmauern eingelassen waren. Die Notdurft fiel dann metertief nach unten. In den Epochen nach dem Mittelaltér wurden die Türme kleiner und erfüllten an Schlössern vor allem dekorative Zwecke. Da mochte das Großbürgertum nicht nachstehen und garnierte seine Patrizierhäuser mit Erkern und Türmchen. Auch in der Bäderarchitektur kamen die Bauherren nicht ohne eigenes Türmchen aus. Die Turmdächer wurden mit Kupfer oder Blei oder Schieferschindeln gedeckt. Fast immer wurde ihnen eine Turmspitze oder eine Wetterfahne aufgesetzt.

    Türmatte

    auch: Türmatten

    Turmdach

    auch: Turmdächer

    siehe Zeltdach

    Turmdrehkran

    auch: Turmkran, Turmdrehkrane

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    Turmdrehkrane bestehen aus Unterbau, Kranturm und Ausleger. Turm und Ausleger werden wegen der Windkräfte, der teilweise sehr großen Bauhöhe und Ausladung sowie aus Gewichtsgründen meist in Fachwerkbauweise ausgeführt. Damit der Kran nicht umkippt, benötigt der Kran eine Gegenlast zum Ausleger und der angehängten Last. Man unterscheidet verschiedene Bauarten von Turmdrehkranen. Unterscheidungskriterien sind Ausleger, Schwenkwerk, Kranturm, Kranunterbau.

    Turmerker

    siehe Erkerturm

    Turmkran

    auch: Turmkrane

    siehe Turmdrehkran.

    Turmspitze

    auch: Turmspitzen

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    Eine Turmspitze ist im Bauwesen nicht einfach das spitze Ende eines Turmdachs. Vielmehr ist unter einer Turmspitze ein Aufsatz zu verstehen, der rein dekorative Zwecke erfüllt. Turmspitzen werden aus Kupfer oder Zink gefertigt. Häufig trägt die Turmspitze noch eine Wetterfahne als Aufsatz. Turmspitzen an Kirchtürmen, insbesondere an Zwiebeltürmen, sind oftmals vergoldet.

    Turmuhr

    auch: Turmuhren

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    Als Taschenuhren noch extrem teuer und Armbanduhren noch gar nicht erfunden waren, diente die Turmuhr im Mittelalter der Bevolkerung als Orientierung für die jeweilige Tages- oder Nachtzeit. Turmuhren waren meistens hoch oben in die Kirchtürme eingebaut und hatten oft Zifferblätter an allen vier Seiten des Turmes. Die ersten Uhren wurden mit Gewichten angetrieben wie die antiken Wanduhren, die heute noch in nostalgisch eingerichteten Wohnstuben anzutreffen sind. Die Schlagwerke der Turmuhren schlugen und schlagen zum Teil noch heute die Viertelstunden an und durch die Anzahl der Schläge auch die jeweilige Uhrzeit - also 12 Schläge = 12.00 Uhr. Je nach Lautstärke der Schläge sind Turmuhren in der Diskussion, ob sie nicht den Schlaf der Bürger stören, wo doch heute jedermann mit mehreren Uhren reich bestückt ist. Besonders in Städten mit einem romantischen Flair gehören die Uhren aber zum Stadtbild - egal, wie laut sie die Zeit verkünden.

    Türmuschel

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    Die Türmuschel, auch Griffmuschel oder Schiebetürmuschel genannt, wird so in ein Türblatt eingebaut, dass der Beschlag mit dem Türblatt eine Ebene bildet. Nur so ist es möglich, dass Schiebetüren aneinander vorbei gleiten können, ohne dass die Türblätter durch vorstehende Türgriffe blockiert und beschädigt werden. Türmuscheln werden aus gängigen Materialien wie Stahl, Messing oder Aluminium hergestellt. Es gibt diese in rechteckigen, ovalen und runden Formen. Beim Einbau in schwere Schiebetüranlagen werden häufig viel zu zierliche Griffmuscheln eingebaut, so dass die Fingergelenke beim Auf- und Zuschieben malträtiert werden.

    Turnhallenmuschel

    auch: Turnhallenmuscheln

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    Der spaßige Begriff einer Turnhallenmuschel stammt aus der Beschlagtechnik. Generell ist unter einer Muschel eine Aussparung aus Metall zu verstehen, die in das Türblatt einer Schiebetür eingelassen wird. Durch Greifen in die Muschel lässt sich dann die Tür aufschieben. Bei der Turnhallenmuschel geht es jedoch nicht um Schiebetüren, sondern um schwere Hallentüren. In die Turnhallenmuschel ist der Türgriff so integriert, dass er nicht auf dem Türblatt aufliegt, sondern sozusagen in der Tür versenkt ist. Prallt beim Sport jemand gegen die Tür, zieht er sich zumindest keine Verletzungen durch einen vorstehenden Türbeschlag zu.

    Türpuffer

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    Türpuffer werden angebracht, um Beschädigungen an Möbeln oder Wänden zu verhindern, wenn eine Tür zu weit aufgeschlagen wird. Bei Türpuffern für Wandbefestigung werden diese an der Stelle angebracht, die dem am weitesten hervorstehenden Teil der Tür gegenüberliegt. Das ist fast immer die Drückergarnitur. Solche Türpuffer werden auf die Wand/Tapete aufgeklebt, in der Wand verschraubt oder als Einbohrpuffer in den Türrahmen selbst eingelassen. Türpuffer für Bodenbefestigung können die klassischen Gummipuffer sein, mehrere andere Konstruktionstypen sind als Bodentürpuffer auf dem Markt. Einheitlich ist allen Varianten die elastische Pufferscheibe aus Gummi oder Kunststoff, die sich in einer Halterung aus Stahl oder Aluminium befindet und die Tür zurückfedern läßt, wenn diese zu weiter geöffnet wird.

    Türrahmen

    Der Türrahmen ist die Grundkonstruktion einer jeden Tür, sofern diese nicht aus Massivholz besteht. In den Türrahmen werden die Türbeschläge eingelassen. Auf den Türrahmen können Platten aus sehr unterschiedlichen Materialien montiert werden, so dass eine Einheit entsteht, die sich Türblatt nennt. Zwischen den Türrahmen kann jedoch auch eine Füllung eingebaut werden.

    Türschild

    auch: Türschilder

    Türschilder sind zunächst kleine Schilder aus völlig unterschiedlichen Materialien, in die der Name des Hausbesitzers oder Wohnungsinhabers eingraviert, eingeprägt oder eingebrannt ist. Türschilder haben keine vorgeschriebene Form oder Farbe, sie können rund oder eckig sein, auch die Größe kann beliebig sein. Desweiteren werden unter Türschildern auch Schilder verstanden, die auf Türen geschraubt oder geklebt werden und als Hinweisschilder auf jene Räumlichkeiten dienen, die sich hinter der Tür befinden. Allseits bekannt sind Türschilder mit den Buchstaben WC oder OO, vielfach sind Türschilder auch mit Piktogrammen versehen.

    Türschließer

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    Türschließer sorgen dafür, dass sich geöffnete Türen, nämlich vornehmlich Hauseingangstüren, selbständig und möglichst sanft wieder schließen. Aus diesem Grund sind sie meistens mit einer Gleitschiene ausgestattet, wobei die Schließgeschwindigkeit und der Schließdruck meist mit einem Inbusschlüssel stufenlos eingestellt und nachjustiert werden kann. Angeboten werden sogenannte integrierte Lösungen. Dabei ist der Türschließer in Türblatt und Zarge eingearbeitet. Bei der "aufliegenden" Version ist der Schließer oben auf dem Türblatt und der Zarge aufmontiert. Es werden auch Systeme unter dem Begriff "Aufbautürschließer" angeboten, bei denen die Gleitschiene im unteren Drittel der Tür aufmontiert ist, während oben auf dem Türblatt und der Zarge ein Dämpfmechanismus angebracht wurde. Die Industrie bietet auch Türschließer für sehr schwere Türen an - bis 200 kg Gewicht des Türblatts und mehr.

    Türschloss

    auch: Türschlösser

    Bei Türschlössern unterscheidet man zwischen Schlössern für Innen- und Außentüren. Beide Türarten erhalten meist Einsteckschlösser. Unterschiedlich ist jedoch die Sicherungsart. Man unterscheidet Buntbartschlösser, Zuhaltungsschlösser, Besatzungsschlösser, Schlösser für Schließzylinder und Elektronikschlösser. Haustürschlösser sind meist schwerer ausgebildet als Zimmertürschlösser. Türen zum Badezimmer oder zum WC können anstelle eines Schlüssels an der Innenseite einen Knebel zum Verriegeln haben. Auch für Hotel- und Krankenhaustüren sowie schalldämmende Türen gibt es besondere Schlösser.

    Türschutzgitter

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    Ebenso wie Kinder­schutz­gitter schützen Türschutz­gitter Klein­kinder davor, durch Tür­öffnungen zu krabbeln. Tür­schutz­gitter werden entweder neben die Tür­öffnung ange­schraubt oder in der Türöffnung. Sie werden in den gängigen Breiten einer Tür­­öffnung ange­boten und können nur von Erwachsenen ent- oder verriegelt werden. Ist der Durchgang vom Wohnzimmer zur Küche durch ein solches Gitter abgesperrt, kann die Mutter immer noch das Kind im Blick behalten. Gerade die Küche ist ein großer Gefahrenbereich durch Töpfe mit heißem Inhalt oder durch Bedienungsknöpfe an den Hausgeräten, an denen Krabbelkinder gerne herum spielen.

    Türschwelle

    auch: Türschwellen

    Die Türschwelle ist ein einfaches, an der einen Seite abgerundetes Brett zwischen den Rahmenhölzern eines Türrahmens. Es dient zur Abdeckung von Stoßfugen und als unterer Anschlag des Türblatts zur Vermeidung von Zugluft.

    Türspion

    auch: Spion, Guckloch, Türspione

    Eine der bekanntesten Komponenten des Anwesenheitsschutzes ist der so genannte Türspion: ein auf Augenhöhe in Eingangstüren von Haus-, Wohnungs- oder Geschäftsräumen eingelassener optischer Glaseinsatz, der die Eingangstür nur von innen nach außen durchsehbar macht. Ohne selbst gesehen zu werden, kann man sich aus der geschlossenen Wohnung heraus ein Bild vom vor der Tür stehenden Besucher machen.

    Türsprechanlage

    auch: Gegensprechanlage, Türsprechanlagen

    Türsprechanlagen sind Teil der Sicherheitseinrichtung an einer Haustür. Mit einer Türsprechanlage kann sich der Hausbewohner zunächst erkundigen, wer an der Tür ist und was derjenige will. Möchte er den Besucher hereinlassen, so kann er die Tür (meist per Knopfdruck) öffnen. Türsprechanlagen sind vor allem bei großen Mehrfamilienhäusern mit vielen Stockwerken sinnvoll. Aber auch bei Einfamilienhäusern sind Türsprechanlagen mittlerweile fast immer zu finden. Häufig sind Türsprechanlagen noch mit einer Videoanlage gekoppelt (siehe Videotürsprechanlage). Heutzutage sind Türsprechanlagen meist als Gegensprechanlagen ausgeführt, es ist also möglich, gleichzeitig zu sprechen und zuzuhören. Bei den älteren Türsprechanlage konnte man entweder nur sprechen oder nur zuhören.

    Türständer

    siehe Fachwerkhaus

    Türstiel

    siehe Fachwerkhaus

    Türstock

    Türstock ist ein vor allem in Süddeutschland gebräuchlicher Ausdruck für Türzarge

    Türstopper

    Als Türstopper sind im Handel verschiedene Produkte erhältlich. Zum einen verhindern Türstopper, dass Türen beim schnellen Aufreißen gegen die Wand schlagen und diese beschädigt. Zum anderen verhindern Türstopper, dass sich kleine Kinder die Finger in der Tür einklemmen können. Diese werden dann so zwischen Tür und Zarge geklemmt, dass die Tür immer eine handbreit aufbleibt. Die dritte Variante eines Türstoppers sorgt dafür, dass diese offen bleibt (z.B. bei selbst schließenden Türen). In der einfachsten Form ist solch ein Türstopper ein einfacher Holzkeil, der Handel behält aber auch elegantere Modelle bereit.

    Türsturz

    auch: Türstürze

    siehe Sturz

    Türumrahmung

    auch: Türumrahmungen

    siehe Türgewände

    Türzarge

    auch: Türzargen

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    Die Türzarge bzw. der Türstock ist die Halterung des Türblatts oder eines Türrahmens mit Türfüllung. Türzargen werden aus Holz, Holzwerkstoffen und Metall gefertigt. In der Regel umschließt die Zarge die Maueröffnung. Der Einbau muss sorgfältig erfolgen, damit später die eigentliche Tür richtig schließt, nicht durchhängt und nicht über den Boden schleift.

    Türzargenspreize

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    Bei der Montage einer Türzarge kommt es entscheidend darauf an, dass diese hundertprozentig in der Vertikalen und Horizontalen eingebaut wird. Statt des herkömmlichen Verkeilens der Zargen mit zugeschnittenen Latten bietet die Türzargenspreize wesentliche Vorteile, weil die Gewindestange eine mühelose Justierung und Nachjustierung erlaubt. Die Spreizen werden fast ausnahmlos aus Aluminium hergestellt. Beim Einbau eines Türfutters werden zwei bis drei Spreizen benötigt. Türzargenspreizen sind zur Vermeidung von Druckstellen mit PVC- oder Korkauflagen ausgestattet. Im Handel sind die Speizen auch mit kreuzförmigen Endteilen erhältlich, so dass die Spreize jeweils vier Auflagepunkte hat.

    Türzargenzwinge

    auch: Türzargenzwingen

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    Je nach Hersteller, wird unter einer Türzargenzwinge auch eine Türzargenspreize verstanden. Beide Werkzeuge dienen der lotrechten Montage eines Türfutters. Meistens jedoch ist mit der Türzargenzwinge ein Werkzeug gemeint, dessen Endstücke mit einer Klammer versehen sind, die das Türfutter umgreift (siehe Abbildung). So können Türzarge und das Türfutter mit Montageschaum an der Wand befestigt werden, ohne dass der aushärtende Schaum das Türfutter auseinander drückt.

    Typenhaus

    auch: Typenhäuser

    Ein Typenhaus ist in der Regel ein Haus, das in Form und Grundriss vom Anbieter vorgegeben wird und nicht ohne weiteres geändert werden kann. Bei einem Typenhaus handelt es sich meist um ein Fertighaus, wobei immer häufiger auch Massivhäuser als Typenhäuser angeboten werden. Bei einem Typenhaus spart der Käufer den Architekten, weshalb solche Häuser im Vergleich zu einem Architektenhaus normalerweise günstiger sind. Typenhäuser besitzen meist einen Festpreis, der häufig aber nicht eingehalten wird, da diese durch diverse Extras wie z.B. Wintergarten oder Erker individuell gestaltet werden können. Auch bieten Anbieter von Typenhäusern für einen Typ häufig auch mehrere Grundrissvarianten an, so dass selten ein Typenhaus dem anderen exakt gleicht. Hinzu kommt, dass es einen Typen oft auch in den verschiedensten Größen gibt. Vom Begriff "Typenhaus" sollte man sich daher nicht abschrecken lassen, zumal auch bei der Fassadengestaltung und der Innenausstattung genügend Freiraum für Individualität besteht. Nicht verwechselt werden dürfen Typenhäuser mit Haustypen.