Das große Baumarkt Lexikon

Alles zum Thema "S"

Säbelsäge

auch: Säbelsägen

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Diese elektrische Säge eignet sich hervorragend für Arbeiten und Schnitte an engen Stellen. Weiter kann man mit der Maschine hervorragende Tauchschnitte erstellen, um passgenaue Arbeiten zu verrichten. Die robuste und handliche Form mit dem Spatengriff ermöglicht ein exaktes Führen der Maschine. Verschiedene Schnittgeschwindigkeiten ermöglichen das Schneiden von Metall, Holz, Kunststoff und andere Materialien. Es können runde Formen, 4-kantige Formen, L-Profile wie auch U-Profile mit der Säbelsäge bearbeitet werden. Säbelsägen haben sich für das Trennen von Profilen, Rohren und anderen Werkstücken auch unter ungünstigen Zugangsbedingungen sowie für Ablängarbeiten in Handwerk und Industrie bestens bewährt. Akku-Säbelsägen für den kabellosen Einsatz auf Baustellen verdrängen immer mehr die klassische, hier geschilderte Bauart.

Sackkarre

auch: Sackkarren

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Transporthilfe zum Befördern von Kisten, Säcken und anderen schweren Lasten.

Sackloch

auch: Sacklöcher

Ein Sackloch ist eine nicht durchgehende Bohrung. Es wird beispielsweise beim Ausbohren von Astlöchern oder für Scharniere hergestellt. Als Bohrer verwendet man zum Beispiel Kunstbohrer oder Forstnerbohrer.

Sackrisse

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Sackrisse verlaufen überwiegend horizontal durchhängend mit einer Länge bis 20 Zentimeter und einer Breite bis zirka drei Millimeter. Sackrisse entstehen im noch nicht gehärteten Mörtel bei zu dickem Putzauftrag (in einer Lage) oder bei schlechter Haftung auf dem Putzgrund. Auch zu weiche Konsistenz und zu langes und starkes Verreiben des Putzmörtels können die Ursache dieser Putzrisse sein. Dies ist ein typischer putzbedingter Riss, der "beruhigbar" und daher relativ einfach zu sanieren ist.

Safloröl

Das Safloröl wird aus den Samen des Saflor, auch Färberdistel oder falscher Safran genannt, hergestellt. Diese Pflanze ist in der östlichen Mittelmeerregion beheimatet, sie liefert ein vergilbungsarmes und schnell trocknendes Öl für Bindemittel. Die Blütenblätter des Saflor können als roter Farbstoff verwendet werden, zusätzlich enthalten die Blätter einen gelben Farbstoff.

Sägeblatt

auch: Sägeblätter

Jede Säge braucht ein Sägeblatt. Dieses kann in Gestelle oder Bügel gespannt oder ungespannt mit Heft versehen sein. Sägeblätter sind aus gehärtetem Werkzeugstahl und bestehen aus dem eigentlichen Blatt und den Sägezähnen. Die dreieckigen Sägezähne liegen hintereinandergereiht auf einer Linie, der sogenannten Zahngrundlinie. Sie haben alle die gleiche Größe und werden von der Zahnspitzenlinie begrenzt. Den Abstand zwischen Zahngrundlinie und Zahnspitzenlinie wird Zahnhöhe genannt. Der freie Raum zwischen zwei Zähnen ist die Zahnlücke. Der freischneidende Teil des Zahnes ist die Zahnbrust, der entgegengesetzte Teil ist der Zahnrücken. Für verschiedene Arbeiten kommen unterschiedliche Sägeblätter zum Einsatz, die sich in der Form und der Größe unterscheiden. Man unterscheidet beispielsweise Schlitzsägeblatt, Absetzsägeblatt, Schittersägeblatt und Schweifsägeblatt.

Sägeblatt-Schärfgerät

auch: Sägeblatt-Schärfgeräte, Sägeblattschärfgerät, Sägeblattschärfgeräte

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Mit der Zeit wird jedes Sägeblatt stumpf. Damit nicht jedes Mal ein neues gekauft oder jeder Zahn einzeln geschärft werden muss, gibt es das Sägeblatt-Schärfgerät. In dieses Gerät wird das Kreissägeblatt eingespannt und geschärft. Angetrieben wird dieses Elektrowerkzeug entweder von einem eigenen Motor oder von einer Bohrmaschine.

Sägebock

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Der Sägebock ist ein Jahrhunderte altes, meist selbstgebautes Gestell aus je zwei diagonal angeordneten und mittig miteinander verschraub­ten oder vernagelten Kanthölzern, die über ein waage­rechtes Kantholz miteinander verbunden und damit stabilisiert sind. Die scherenartig auseinander klaffenden oberen Enden der Kanthölzer sind bestens geeignet, Rundhölzer und Balken aufzunehmen, um diese mit der Säge abzulängen.

Sägebogen

auch: Sägebögen

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Der Sägebogen ist die bogenförmige Halterung, in die ein Sägeblatt oder ein Handsägeblatt eingespannt wird. Die Form des Bogens sowie die technische Ausstattung können jedoch sehr unterschiedlich sein. Das linke Foto zeigt einen Standard-Sägebogen für Heimwerker und Bastler, das rechte ein Präzionsgerät mit Hochspanntechnik zum Spannen des Sägeblatts und wahlweiser Schnitteinstellung von 90 oder 45°. (Herstellerfotos: Nicholson).

Sägefeile

auch: Sägefeilen

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Feile mit einem dünnen, rechteckigen Querschnitt. Sie wird zum Schärfen von Kreissägeblättern, Block- und Gattersägen mit feiner Zahnung sowie für Bandsägen verwendet. Hervorragend geeignet zum Zieh- und Schlichtfeilen, sowie für Putz- und Entgratungsarbeiten. In der metallverarbeitenden Industrie wird die Sägefeile oft als Dreher-, Entgratungs- oder Zugfeile verwendet. (Foto: Hersteller BAHCO)

Sägefurnier

auch: Sägefurniere

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Mit dem Furniergatter oder auf der Furnier- und Fügekreissäge wird das Holz in sehr dünne Scheiben gesägt (Säge). Da das Holz vorher nicht gedämpft wird, sehen Sägefurniere in ihrer Farbe und Maserung genau wie Vollholz aus. Sie sind sehr schön, aber auch sehr teuer. Da viel Verschnitt entsteht, werden sie nur für sehr hochwertige Möbel verwendet.

Sägeketten-Entnietgerät

auch: Sägeketten-Entnietgeräte

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Mit diesem Gerät lässt sich die Kette einer Kettensäge leicht und unkompliziert entnieten. In Sekundenschnelle sind Ketten-Treibglieder gelöst, ersetzt oder eingesetzt. Das Sägeketten-Entnietgerät lässt sich auf der Werkbank befestigen. Um die Ketten wieder zu vernieten gibt es das Sägeketten-Vernietgerät.

Sägeketten-Schärfgerät

auch: Sägeketten-Schärfgeräte, Sägekettenschärfgerät, Sägekettenschärfgeräte

Dieses Werkzeug vereinfacht das Schärfen der Sägekette einer Kettensäge um einiges, da das zeitaufwändige Schärfen mit der Rundfeile entfällt. Die Schleifscheibe wird dazu auf einen bestimmten Winkel eingestellt und so kann Kettenglied um Kettenglied ohne weitere weitere Einstellarbeiten geschärft werden.

Sägeketten-Vernietgerät

auch: Sägeketten-Vernietgeräte

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Was mit dem Sägeketten-Entnietgerät entzwei gemacht wurde, kann mit dem Sägeketten-Vernietgerät wieder verbunden werden. Die Ketten einer Kettensäge werden mit diesem Gerät unkompliziert und in sekundenschnelle vernietet.

Sägekordel

auch: Sägekordeln

In einen Metallsägebogen statt eines Sägeblatts einzuspannende Metallkordel, die mit kleinen, scharfkantigen Hartmetallpartikeln bestückt ist. Da die Sägekordel biegsam und rundum geschärft ist, können mit ihr Rundungen in Glas, Kunststein, Naturstein oder Fliesen gesägt werden. Es sind auch Sägekordeln erhältlich, deren beiden Enden Schlaufen aufweisen, so dass die Kordel mit den Hand geführt werden kann.

Sägenschränkzange

auch: Sägenschränkzangen

siehe Schränkzange.

sägerau

Bezeichnung für die Oberflächenbeschaffenheit von Schnittholz. Der Begriff "sägerauh" bedeutet, dass das Brett oder der Balken ohne weitere Behandlung der Oberfläche aus dem Sägewerk kommt. Dementsprechend rauh bis splittrig fühlt sich das Holz an.

Sakralbau

auch: Sakralbauten

Sammelbegriff für kirchliche Bauten, also Kirchen, Kapellen, Moscheen und Klöster.

Salmiakgeist

auch: Ammoniakwasser

Salmiakgeist ist eine 10-prozentige Lösung von Ammoniak in Wasser und wird daher auch als Ammoniakwasser bezeichnet. Salmiakgeist wird als Hausmittel zur Reinigung von Oberflächen im Haushalt genutzt, gilt aber auch als Geheimtipp, um Wespen abzuwehren. Hierzu wird in geschlossenen Räumen ein wenig Salmiakgeist in eine kleine Schüssel gegeben, Wespen werden den Raum aufgrund des Geruchs von nun an meiden. Außerhalb eines Gebäudes nimmt man Papiertücher, die in Salmiakgeist eingelegt werden, und verteilt diese in der Nähe des Wespennestes. Salmiakgeist verbreitet bei Zimmertemperatur einen stechenden Geruch.

Salpeter

siehe Ausblühung

Salpeterausblühung

auch: Salpeterausblühungen

siehe Ausblühung.

Salpetersäure

siehe: nitrose Gase. Dient unter anderem zur Herstellung von Düngemitteln, Sprengstoffen, Nitraten sowie zum Ätzen und Beizen von Metallen. Entsteht aus Ammoniak, das sich beim Abbau organischer Stoffe wie beispielsweise in Abwasserkanälen oder Viehställen bildet. Zusammen mit kalkhaltigen Baustoffen entsteht das wasserlösliche Calciumnitrat, das zu Bauschäden führen kann.

Salzausblühung

auch: Salzausblühungen

siehe Ausblühung.

Salzdom

auch: Salzstock, Diapir

Ein Salzdom, Salzstock, oder Diapir ist eine unter Gebirgsdruck verformte, mächtige Steinsalzstruktur, die kegel- oder zapfenförmig durch überliegende Gesteinsschichten dringt, unter Umständen bis an die Erdoberfläche. Diapire können mehrere Kilometer Durchmesser und Höhe aufweisen. Sie gelten auch als «Erdölfallen» und sind deswegen wichtige Indikatoren für Erdöllagerstätten (Iran, Nordsee). Bei ausreichender Homogenität besitzen sie ein gute Voraussetzung zur Anlage eines Kavernenspeichers für Gas oder Öl.

Salzsäure

findet vielseitige Verwendung in Industrie und Handwerk, z.B. in der Metallurgie, zum Reinigen, in der Bauwirtschaft, zur Regenerierung von Ionenaustauschern. Zersetzt Kalkstein unter der Abspaltung von Kohlenstoffdioxid. Verdünnte Salzsäure verwendet man zum Reinigen von Klinkermauerwerk und zum Entfernen von Kalkablagerungen.

Salzsprengung

Die Salzsprengung wirkt ähnlich wie die Frostsprengung. In trockenen Gebieten werden aus dem Stein gelöste Salze nicht ausgewaschen, sondern beim Verdunsten des Wassers in der äußersten Gesteinsschicht angereichert. Kristallisieren die Salze z.B. bei Temperaturveränderung aus, werden erhebliche Sprengkräfte wirksam. Eine zweite Art von Salzsprengung beruht auf der Volumenzunahme von Salzkristallen bei der Hydratbildung.

Salzstock

siehe Salzdom.

Samenflug

Bezeichnung für die naturgemäße Verbreitung von Samen, insbesondere von Grassamen, Unkrautsamen und Kräutersamen. Der Samenflug ist oft Anlass für Nachbarschaftsstreit, wenn Wiesen nicht gemäht und Unkräuter wie Brennesseln nicht gejätet werden. Der Samen des Riesen-Bärenklau kann beispielsweise ganze Gartenlandschaften verseuchen, weshalb Naturgärten von denjenigen mit Skepsis beargwöhnt werden, die einen klassischen Ziergarten oder Nutzgarten unterhalten.

Sammelhalter

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Sammelhalter haben im Prinzip dieselbe Funktion, wie eine Schelle oder eine Klemmschelle, nämlich die Befestigung von Elektrokabeln an der Wand. Während Schellen jedoch nur ein Kabel festhalten, können in einem Kabelbügel mehrere Kabel untergebracht werden. Die Industrie liefert Sammelhalter in unterschiedlichen Ausführungen insbesondere für die Montage mittels Schlagdübeln.

Sand

auch: Sande

Sand besitzt im Bauwesen zahlreiche Anwendungsgebiete. So wird er beispielsweise als Zuschlag für Mörtel oder Beton verwendet. Auch zur Herstellung von Asphalt oder Kalksandstein benötigt man Sand. Sand umfaßt definitionsgemäß den Korngrößenbereich zwischen 0,063 mm und 2 mm Korndurchmesser. Was größer ist, wird bereits als Kies bezeichnet. Ist der Korndurchmesser kleiner als 0,063 redet man bereits von Schluff. Will man eine Sandprobe noch differenzierter beschreiben, wird sie noch in weitere Fraktionen unterteilt: Korngröße Bezeichnung 0,63 - 2 mm Grobsand 0,20 - 0,63 mm Mittelsand 0,063 - 0,2 mm Feinsand Um aus dem natürlichen Kies- und Sandgemenge einer Lagerstätte Baukiese und -sande zu produzieren, wird das Rohmaterial durch Waschen und Sieben aufbereitet. Beim Waschen werden abschlämmbare Bestandteile wie Schluff, Lehm, Ton oder auch Holzkohlepartikel entfernt. Durch das Sieben wird das gewonnene Material in verschiedene Korngrössenklassen (Kornfraktionen) geteilt, die dann je nach Bedarf zum Einsatz kommen. Für manche Verwendungszwecke werden an Baukiese und -sande erhöhte Anforderungen gestellt, die durch DIN-Normen geregelt sind und der Überwachung unterliegen. Darunter fällt beispielsweise die Widerstandsfähigkeit gegen Frost und Taumittel, der Anteil an quellfähigen Bestandteilen organischen Ursprungs, der Gehalt an wasserlöslichen Chloriden oder der Gehalt an abschlämmbaren Bestandteilen.

Sandarak

Sandarak ist das Harz von Zypressen. Das hellgelbe Naturharz wird gerne als Räuchermittel, aber auch als Bindemittel zur Herstellung von Spirituslacken verwendet. Der Lack ist spröde. Als Lösemittel verwendet man Terpentinöl oder Alkohol.

Sandbett

Sandschicht, in die Plastersteine gebettet werden, siehe auch Pflasterbett.

sanden

auch: sandend

Putze, Mörtel und Fugmassen können "aussanden" - insbesondere dann, wenn die Putzmörtel nicht richtig angemischt oder an bestimmten Bindemitteln, vor allem am Zement, gespart wurde. Während sandende Fugen nur "repariert" werden können, indem man die Fugen weiträumig auskratzt und dann neu verfugt, kann bei sandenden Putzen eine Behandlung mit Tiefengrund Abhilfe schaffen. Wenn der Sand freilich herabrieselt oder gar ganze Brocken aus dem Putz fallen, hilft nur Abstemmen des Altputzes und dann ein neuer Putz.

Sander

Sandstein

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Relativ weit verbreitet ist der Sandstein, wobei als Sandsteine nur diejenigen Gesteine bezeichnet werden, die fast ausschließlich aus Quarz bestehen. Die Härte der Sandsteine nimmt mit dem Grad der Verfestigung zu. Es gibt daher einige, wie beispielsweise Quarzite oder Paragneise, die sehr hart und beständig sind. Die meisten Sandsteine sind jedoch eher leicht zu bearbeiten und weniger beständig. Das Farbspektrum reicht von weiß, grau und beige bis hin zu rot oder grün. Das Gestein ist vielseitig verwendbar. Es ist ein wichtiges Gestein für den Garten- und Landschaftsbau, für Einfassungen, Platten, Mauersteine oder Figuren. Pflasterbeläge aus Sandstein werden jedoch häufig wegen der geringeren Belastbarkeit gegen Granit ausgetauscht. Sandsteinbeläge sind zudem wenig tausalzbeständig und werden glitschig. Daß Sandstein sehr anfällig gegen Umwelteinflüsse ist, sieht man gerade auch an vielen Kirchen. Wer einmal den Kölner Dom besichtigt hat, der weiß, dass dort immer irgendwo ein Gerüst steht oder hängt, wo gerade herumgebastelt wird.

Sandstrahldekore

auch: Sandstrahldekor, Sandstrahlmotive

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Durch Sandstrahlen kann der Fachmann hartnäckige Farbreste von alten Holzbalken oder Rost von alten Brückengeländern entfernen. Durch Sandstrahlen können aber auch in Metallplatten oder Glasscheiben Motive beliebiger Form eingraviert werden. Auf diese Technik verstehen sich vor allem Glaskunstbetriebe. Sandstrahldekore werden vor allem auf Glastüren angebracht, zum Beispiel in Restaurants, Galerien oder in Firmengebäuden. Dabei werden Schablonen auf das Glas geklebt. Der von der Schablone nicht abgedeckte Glasteil wird dann durch den Sandstrahl "graviert".

Sandstrahlen

Verfahren, bei dem ein scharfkörniges festes Strahlmittel wie beispielsweise Quarzsand oder Glas-Granulat mit großem Druck auf eine Baustoffoberfläche geblasen wird. Dies kann entweder zum Reinigen etwa alter Fassaden oder Entrosten etwa von Brückengeländern geschehen. Auch zur nachträglichen Oberflächenbehandlung von Beton wird das Verfahren verwendet. Dabei wird die oberste Zementsteinschicht entfernt und der Zuschlag wird sichtbar. Bei der Verwendung von farbigen Zuschlagstoffen und farbigem Zementstein lassen sich so besondere Effekte herstellen. Durch Sandstrahlen lassen sich aber auch Dekore und Motive in Glas, Metall und Naturstein mattieren, siehe Sandstrahldekore. Beim Sandstrahlen sind erhebliche Sicherheitsvorkehrungen zu beachten, weshalb diese Arbeiten nur von Profifirmen ausgeführt werden dürfen.

Sandwichblech

auch: Sandwichbleche

Ein Sandwichblech ist ein Verbundblech, das aus drei Schichten besteht und schwingungsdämpfende Eigenschaften besitzt. Die beiden äußeren Schichten bestehen aus Feinblech, während in der Mitte eine Kunststoffschicht für die gewünschte Dämpfung sorgt. Eingesetzt werden Sandwichbleche überall dort, wo Körperschall durch Vibration auftritt wie zum Beispiel in Maschinenhallen oder Kompressorgehäusen.

Sandwichplatte

auch: Sandwichplatten

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Wie bei einem Sandwich hat die Sandwichplatte, oft auch Mehrfach-Leichtbauplatte genannt, drei Schichten. Die Mittellage, also das, was bei einem Butterbrot der Belag ist, ist bei dieser Platte ein Dämmmaterial unterschiedlicher Zusammensetzung. Damit dieser Dämmstoff nicht auseinanderfällt oder wegbricht, wird er zwischen Trägermaterial aus Spanplatten, MDF-Platten oder Multiplexplatten gepresst und kann so gut verarbeitet werden.

Sanierungsfenster

Das Sanierungsfenster ist kein eigenständiges Fenster, sondern es wird in die Laibung eines bereits vorhandenen Fenster quasi als zweite Fensterhaut mit eingebaut. So ein Sanierungsfenster kommt zum Einsatz, wenn von außen der optische Gesamteindruck des Gebäudes erhalten werden soll. Mit dem Einbau eines Sanierungsfensters können die geforderten Werte nach der Energieeinsparverordnung erreicht werden. Durch die zweite Fensterhaut aus Isolierglas entsteht im Prinzip ein Kastenfenster. Durch die rahmenlose Innenverglasung wird weder der Lichteinfall noch der Ausblick beeinträchtigt.

Sanierungsfräse

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Die Sanierungsfräse ist ein hilfreiches Elektrowerkzeug zum Abtragen alter Anstriche und Putze sowie zum Aufrauen von Betonflächen und Abfräsen von Schalungsfugen. Die Sanierungsfräse bereitet somit den Untergrund vor, damit ein haftfähiger Untergrund für neue Beschichtungen und Beläge entsteht.

Sanierungsschleifer

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Der Sanierungsschleifer ist ein kleines handliches Elektrowerkzeug, das sich vor allem für den Einsatz an schwer zugänglichen Stellen (über Kopf, in Ecken und im Winkel, an Kanten...) oder für kleinere Flächen eignet. Schleifen und Entfernen lassen sich mit dem Sanierungsschleifer zum Beispiel elastische Beschichtungen, Fliesenkleber, Ölfarben, Putz, Bitumen- und Betonfarben, Gips, Glasfaserverstärkter Kunststoff,Porenbeton usw..

Sanitäracryl

Sanitäracryl ist ein spezieller Kunststoff zum Herstellen von Badewannen, Duschwannen, Waschbecken und ähnlichem. Der Werkstoff ist weitgehend schlag- und stoßunempfindlich, er bekommt aber relativ schnell und leicht Kratzer. Da der Kunststoff allerdings komplett durchgefärbt ist, fallen diese weniger leicht ins Gewicht. Die Farbe bleibt auch nach Jahren gleich. Sanitäracryl ist leichter als Stahlemaille, was sich insbesondere bei Altbaudecken positiv bemerkbar macht. Es ist sehr gut formbar, äußerst stabil und belastbar, licht- und farbecht sowie pflegeleicht und hautfreundlich. Die Formenvielfalt z.B. bei Badewannen hat durch die Einführung von Sanitäracryl deutlich zugenommen, die Designer können hiermit ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Durch seine glatte und porenfreie Oberfläche können sich Schmutz und Bakterien nicht festsetzen. Eine erhöhte Stabilität kann durch entsprechende Materialstärke und Glasfaserverstärkung erreicht werden.

Sanitärarmatur

auch: Wasserhahn, Sanitärarmaturen

Sanitärarmaturen dienen zum Absperren von Rohrleitungen, zum Regulieren des Volumenstroms und des Drucks von Trinkwasser, Abwasser und von Gasen. Je nach Aufgabe unterscheidet man Absperrarmatur, Auslaufarmatur, Ablaufarmatur, Regelarmatur, Sicherheitsarmatur und Sicherungsarmatur. Sanitärarmaturen werden aus metallischen Werkstoffen wie Kupferlegierungen, Messing und Edelstahl oder Kunststoffen hergestellt. Unter den Sanitärarmaturen nehmen die Badarmaturen einen besonderen Platz ein, weil diese die Optik eines Badezimmers wesentlich beeinflussen. Die Hersteller verwenden viel Geld und Energie darin, ihre Badarmaturen einerseits von bekannten Designern entwickeln zu lassen und andererseits durch ein besonderes Oberflächenfinish wie "Edelstahl gebürstet" oder echter Vergoldung auch anspruchvollste Bauherren zufrieden zu stellen.

Sanitärcontainer

Sanitärfarben

auch: Sanitärfarbe

Als Sanitärfarben werden jene Farbausführungen verstanden, in denen Badmöbel und Sanitärkeramik ausgeliefert werden. Diese Farben sind jedoch nicht einheitlich definiert, also auch nicht unter RAL typisiert. Die Hersteller von sanitärkeramischen Erzeugnissen stimmen die Sanitärfarben zwar untereinander ab und sprechen gerne davon, dass sie ihre Erzeugnisse in "allen gängigen Sanitärfarben" liefern - doch was ist gängig? Sanitärfarben unterliegen dem sich änderen Geschmack der Bauherren. Die Trendfarben "bahamabeige" oder "moosgrün" der 70-er Jahre ist zwar immer noch "gängig", aber kaum zu verkaufen. Irritierend sind auch fantasievolle Bezeichnungen wie "jasmin", "pergamon" oder "damastweiß" für die etwa 40 bis 50 Farbnuancen, die als "gängig" angesehen werden müssen. Der Bauherr ist gut beraten, seine Badmöbel und seine sanitärkeramischen Produkte nur von einem Hersteller zu kaufen, um negative Farbüberraschungen zu vermeiden. Dunkle Farbglasuren, insbesondere schwarz, sind insofern problematisch, als Seifenspuren besonders auffallen und störend wirken.

Sanitärtrennwand

auch: Sanitärtrennwände

Trennwand für WC-Anlagen aus Spanplatten oder Melaminharzplatten eingerahmt in Aluminiumprofilen.

Sanitärzelle

auch: Sanitärzellen

Wenig sympathische, aber geläufige Bezeichnung in der Architektur, wenn es um Bäder in Krankenhäusern, Pfege- und Altersheimen geht. Eine klar definierte Abgrenzung zur Naßzelle gibt es nicht, vereinfacht läßt sich aber sagen, dass die Sanitärzelle die gehobenere Ausführung darstellt. Sanitärzellen werden meistens als Fertigbäder ausgeführt.

Sapeli

auch: Sapeli-Mahagoni

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Sapeli ist eine exotische, aber keineswegs seltene Holzart. Das Holz ist über ganz Westafrika bis hin zu Zentralafrika verbreitet. Anfangs rosarot, dunkelt Sapeli im Laufe der Zeit in ein sattes Rotbraun über. Als besonders exklusiv gilt die Wuchsform, bei der kleine Kränze und Verwirbelungen die schlichten Flächen des Holzes umschließen. Sapeli ist ein hartes, leicht zu verarbeitendes Holz, das im Möbel-, Türen-, Paneel- und Parkettbereich zum Einsatz kommt. Eine weitere Bezeichnung für das Holz ist Sapeli-Mahagoni.

Sapeli-Mahagoni

siehe Sapeli.

Sappel

österreichischer Begriff für Sappie

Sappie

Der Sappie ist ein axtähnliches Instrument, das anstelle einer Schneide einen Stahldorn hat. Dieser Dorn wird in gefällte Baumstämme getrieben, wodurch die Waldarbeiter den Stamm besser aus dem Unterholz herausziehen können. Den Sappie gibt es auch als kleinen Handsappie, dessen Dorn mit der Rückseite einer Axt oder eines Hammers in das Holz getrieben wird.

Sassafras

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Dieser Laubbaum hat seine Heimat im Osten der USA. Das Kernholz von Sassafras ist blaßbraun bis orangebraun, ähnlich Esche oder Kastanie. Der schmale Splint ist gelblich weiß. Das Holz ist leicht zu bearbeiten und nimmt Anstriche gut an. Es lässt sich gut verleimen und hält Schrauben besser als Nägel. Vor dem Nageln kann Vorbohren erforderlich sein. Da das Holz zum Reißen neigt, sowie zu leichter Verformung bei der Verarbeitung, erfordert die Trocknung große Sorgfalt. Das Holz mit mittleren Festigkeitswerten wird für Möbel, Tischlerarbeiten, Fenster, Türen, Türrahmen oder Küchenschränke verwendet.

Sasse

siehe Blattsasse.

Satiné

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Diese Holzart ist im tropischen Südamerika und im Amazonasgebiet heimisch. Der Baumstamm kann bis 35 m hoch werden und einen Durchmesser bis 0.8 m besitzen. Die Farbe des Holzes ist unregelmässig purpurot und gelbrot gestreift, das Splintholz gelblich. Das harte Holz ist fest und schwer. Es lässt sich gut bearbeiten, drechseln, messern und schälen. Gehobelte Flächen werden sehr glatt und glänzend. Satiné lässt sich gut leimen, lackieren und polieren. Das Holz schwindet mässig, ist dauerhaft und beständig. Es wird verwendet im Innenausbau, in der Möbelfabrikation, Luxusgegenstände, Intarsien und in der Furnierindustrie.

satinieren

auch: satiniert

Satin ist ein Textilgewebe mit stark glänzender Oberseite. Ausgangsmaterial ist meistens Seide. Hochwertige Bettwäsche, Miederwaren und Abendkleider werden aus Satin hergestellt. Im Baubereich geht es natürlich nicht um Unterwäsche, sondern um den Begriff "satinieren", der sich aus dem Wort Satin ableitet. Hier wird der Begriff "satinieren" ambivalent eingesetzt und steht auch für eine mattierte Oberflächenstruktur beispielsweise bei Aluminiumfenstern oder Armaturen aus Edelstahl. Die mattierte Struktur auf Metall wird durch spezielle Schleifverfahren erzielt. Auch Glas kann satiniert werden, was durch Sandstrahlen oder Säurebehandlung geschieht. Bei Glas und Glasbausteinen wird durch Satinieren der Durchblick verhindert oder "verwässert". Die Fliesenindustrie liefert auch satinierte sowie gelappte Wand- und Bodenfliesen,

Sattel

siehe Kerbe.

Sattelecke

auch: Sattelecken

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Die Eckverkämmung ist das typische Kennzeichen eines Wohnblockhauses im besonderen und eines Blockhauses im allge­meinen. Eckver­kämm­ung­en sind jene Stellen, wo die Blockbohlen, Rundblockbohlen an oder Naturstämme an den Haus- bzw. Zimmer­ecken gegen­ein­ander stoßen. Die heute übliche Sattelecke wird bei Rundblockbohlen und Naturstämmen ausgeführt, indem die untere Hälfte ausgefräst oder ausgesägt und mit dem Versatz von einer halben Balkenlage auf die Querbohle "gesattelt" wird. Die Chalet-Verkämmung ist eine Weiterentwicklung der Sattelecke und kommt bei Vierkantbohlen zum Einsatz.

Sattelholz

auch: Sattelholz

Als Sattelholz bezeichnet man ein Querholz, das als Auflager für eine Pfette oder den Firstbalken dient. Es hat die Aufgabe der Lastverteilung. Sattelhölzer findet man beispielsweise beim Blockhausbau, wo das Sattelholz in die Blockwand eingearbeitet ist. Im modernen Holzbau wird das Sattelholz einfach aufgelegt und mit Blechformteilen an den lastabtragenden Balken angeschlossen.

Satteloberlicht

auch: Satteloberlichter

siehe Lichtbänder

Saturnrot

siehe Bleimennige.

Sauergas

Sauergas ist ein stark riechendes und bereits in geringer Konzentration giftiges Gas, das neben Methan auch Schwefelwasserstoff enthält. Um Sauergas verkaufsfähig zu machen, wird dem Erdgas der Schwefelwasserstoff unmittelbar nach der Produktion in Erdgasaufbereitungsanlagen entzogen und in elementaren Schwefel umgewandelt.

Sauerstoff

wird z.B. bei der Herstellung von Stahl, zum autogenen Schweißen und Schneiden von Metallen und zur Inhalation verwendet.

Saugbagger

Tiefbaufahrzeug, mit dem Erdreich nicht aufgebaggert, sondern unter hohem Druck hochgesaugt wird. Wird insbesondere bei Baumsanierungen und im Havariedienst von Rohr- und Leitungsnetzbetreibern eingesetzt, da keine Beschädigung erdverlegter Leitungen erfolgt.

Saugbohren

Saugbohren ist neben dem Rotary-Bohren die zweite Möglichkeit des Spülbohrens. Bei diesem Verfahren wird das Spülmittel aus dem Spülteich in das Bohrloch geleitet. Durch das Bohrgestänge wird es abgesaugt und wieder dem Spülteich zugeführt, in dem sich das transportierte Material absetzt. Durch das immer gleichbleibende Fördervolumen ist das Saugbohrverfahren auch bei einem größeren Bohrlochdurchmesser bis etwa 2000 mm anwendbar. Abgesaugt wird die Flüssigkeit beispielsweise mit einer Kreiselpumpe oder einer Wasserstrahlpumpe.

Saugbohrer

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Der Saugbohrer ist eine Hammerbohrerart. Bei ihm wird über den hohlen Bohrerschaft der Gesteinsstaub über einen zusätzlichen Spülkopf und ein Sauggebläse von der Bohrerschneide abgesaugt. Der Saugbohrer ist vor allem zum staubfreien Bohren mit dem Bohrhammer geeignet. Gebohrt werden kann in Beton, in Natur- und Kunstgestein sowie in Mauerwerk aller Art. Saugbohrer besitzen, wie auf der Abbildung zu sehen ist, keine Wendel. Diese ist bei anderen Bohrern für den Transport des Gesteinsstaubs zuständig.

Saugdosen

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Saugdosen, auch unter dem Begriff "Staubsaug-Dosen" im Handel, sind Bestandteil eines Zentralstaubsaugers. Sie werden in die Wand eingelassen und münden mit ihrem Rückteil in das Rohrsystem der Staubsauganlage. Von vorn wird der Saugschlauch eingerastet, wobei die Saugdosen (siehe Foto) Fangkreuze aufweisen können, damit sperrige Teile nicht aus Versehen in der Zentraleinheit verschwinden. Saugdosen werden aus Kunststoff oder Metall hergestellt und sind durch Klappen geschützt. Es gibt auch Klappen mit einem abschließbaren Schloss.

Saugheber

Mit diesem Werkzeug lassen sich glatte Fliesen, Glas, Holzplatten, Kunststoffplatten und Bleche leicht und sicher transportieren. Geeignet sind Saugheber allerdings nur bei einer sauberen Oberfläche.

Saugpumpe

auch: Saugpumpe

Umgangssprachlich ist die Saugpumpe eine "Schwengelpumpe", wie man sie auch heute noch in Gebrauch hat und wie sie auch heute noch in Baumärkten und Gartencentern angeboten und an ein Steigrohr angeschlossen werden, das bis in den Grundwasserspiegel ragt. In einem Zylinder in der Pumpe befindet sich ein Kolben mit Ventil, wobei der Kolben über einen Handschwengel hin und her bewegt wird. Wird der Kolben nach unten gedrückt, ist das Ventil im Kolben geöffnet und ein weiteres Ventil am Steigrohr geschlossen. Wasser kann nun oberhalb des Kolbens in die Pumpe gesaugt werden. Wird der Schwengel wieder hoch gedrückt, schließt sich das Ventil im Kolben und das Wasser kann nun in einen Eimer oder Trog strömen. Gleichzeitig entsteht durch die Pumpbewegung unterhalb des Kolbens ein Unterdruck und Wasser strömt durch das Ventil im Steigrohr nach. Der Unterdruck zwischen dem Kolben und dem Grundwasser bewirkt das Nachströmen des Wassers. Aus physikalischen Gründen funktionieren Saugpumpen bis zu einer Förderhöhe von 10 m.

Säulen

auch: Säule

Säulen sind freistehende Druckglieder mit - im Gegensatz zu Pfeilern - meist rundem Querschnitt aus Stein, Holz, Mauerwerk, Beton oder Stahlbeton. In der Antike wurden Säulen meist mit Verzierungen und Ornamenten versehen und hatten ein Kapitell. Solche Säulen werden auch heutzutage hergestellt - und zwar aus Beton, sieht man von Kunststoff- und Holzattrappen ab, wie sie in TV-Studios und Theaterbühnen aufgestellt werden. Säulen aus Beton stützen Vordächer, wie sie im Eingangsbereich von Villen zu finden sind und verleihen dem Gebäude eine repräsentative Optik.

Säulenbohrmaschine

auch: Säulenbohrmaschinen, Säulen-Bohrmaschine, Säulen-Bohrmaschinen

Stationäre Bohrmaschine, die auf einer Säule befestigt ist und die einen in der Höhe verstellbaren Bohrtisch besitzt. Diese Bohrmaschine eignet sich beispielsweise zum Gewindeschneiden oder bei anderen Arbeiten, bei denen gefragt ist.

Säulenradiator

auch: Säulenradiatoren

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Der allgemein bekannte klassische Röhrenradiator wird auch in der Variante des Säulenradiators hergestellt. Wie der Name schon sagt, sind die Heizrohre, durch die das warme Wasser fließt, säulenmäßig angeordnet. Die Gesamthöhe eines solchen Heizkörpers kann durchaus zwischen 150 und 200 cm liegen bei Breiten von 80, 100 und mehr Zentimetern. In dieser Dimension bieten Säulenradiatoren eine optimale Wirkung der Konvektionsheizung und sind durchaus in der Lage, auch als Einzelheizung einen Korridor oder ein größeres Hotelzimmer zu erwärmen. Im gewerblichen Bereich sind Säulenradiatoren häufig zu finden, im Wohnbereich seltener, da sie eine relativ große Wandfläche beanspruchen.

Säulenverkleidung

Unter der Verkleidung einer Säule wird einerseits die Ummantelung einer Säule oder Halbsäule verstanden, die aus welchen Gründen auch immer einem Hausbesitzer nicht mehr gefällt. Hergestellt werden solche Verkleidungen für den Einsatz im Innenbereich, speziell in der Billig-Gastronomie, aus Kunststoff in verschiedenen Stein-Optiken, wobei aus runden Säulen rechteckige Bauteile werden, die von weitem "wie gemauert" aussehen. Die richtige und solide Säulenverkleidung besteht aus Spezialbeton-Scheiben oder -Schalen, die um eine Säule gemauert werden. Solche Scheiben können auch ein spezielles Finish aufweisen - etwa durch eine Oberfläche aus Zierkies oder verschiedenen farbigen Granulaten. Andererseits wird unter einer Säulenverkleidung auch eine Ummantelung von frei stehenden T-Trägern, Abwasserrohren und ähnlichen Bauteilen verstanden.

Saumrinne

auch: Saumrinnen

Saumrinnen sind Dachrinnen, die auf der Traufe aufliegend montiert werden. Diese Ausführung ist vor allem in Österreich und in Schweden weit verbreitet. Sie erfordert neben der eigentlichen Dachrinne auch eine Saumdeckung, die den unterhalb der Dachrinne gelegenen Dachbereich vor Niederschlag schützt. Bei fachgerechter Befestigung bietet diese Rinne zusätzlich zu dem Schneefang Sicherheit gegen Abrutschen von Eis und Schnee und kann auch als (eingeschränkte) Gehhilfe für Wartungsarbeiten benutzt werden. Die Saumrinne darf ab einer Dachneigung von 15º verwendet werden. Die Nenngröße entspricht der Bandbreite für den Zuschnitt und richtet sich nach der Dachneigung. Die Blechdicke beträgt 0,8 mm.

Saunabanklatten

auch: Saunabanklatte

Saunabänke werden fast ausnahmslos aus Abachi hergestellt. Dieses tropische Holz ist reichlich vorhanden, zeigt wenig Neigung, sich durch Feuchte- oder Hitzeeinwirkung zu verziehen und harzt natürlich auch nicht aus, da kein Nadelholz. Saunabanklatten sind gehobelt und gefast und werden in den Standardmaßen 22 x 80 bzw. 28 x 65 mm angeboten bei Längen zwischen 210 und 240 mm.

Saunaofen

auch: Saunaöfen

Der Saunaofen sorgt für die Erwärmung der Luft in der Sauna auf 70 bis 100 Grad bei einer Luftfeuchtigkeit von 5-10 Prozent. Neben den reinen Saunaöfen gibt es noch sogenannte Kombiöfen, bei denen zwischen traditionell finnischer Sauna und türkischem Dampfbad gewählt werden kann. In der Regel werden die Saunaöfen ganz normal ans Stromnetz angeschlossen. Es gibt aber auch Saunaöfen, die mit Gas oder Holz befeuert werden. Zudem gibt es Kombinationsgeräte, die sowohl mit Strom als auch mit Holz funktionieren. Die Heizleistung des Saunaofens ist abhängig von der Größe der Saunakabine. Saunaöfen mit einer Leistung von bis 4,9 kW eignen sich für kleine Saunakabinen mit 3-6 Kubikmeter Kabinenvolumen. Liegt das Kabinenvolumen zwischen 5 und 9 Kubikmetern, sollte die Heizleistung 6,0 kW betragen. Bei einem Kabinenvolumen von 8 bis 11 Kubikmetern wird ein Saunaofen mit einer Heizleistung von 8,0 kW empfohlen. Ein Saunaofen mit einer Heizleistung von 9,0 kW reicht für eine Sauna mit 10 bis 12 Kubikmetern Kabinenvolumen aus.

Saunatauchbecken

auch: Sauna-Tauchbecken

siehe Tauchbecken

Saunatür

auch: Saunatüren

Saunatüren werden, genauso wie die Sauna selbst, traditionell aus Holz gefertigt, wobei das Türblatt von innen eine Isolierung hat, damit die Hitze aus der Kabine möglichst wenig nach außen entweicht. Wichtiges Bestandteil einer Saunatür ist ein Sichtfenster, damit bei kritischen Situationen (etwa einem Kreislaufkollaps) von außen festgestellt werden kann, was sich in der Sauna ereignet. Noch wichtiger ist der sogenannte Rollverschluss, also das Schließsystem der Sauna. Der Rollverschluss ermöglicht den Saunagängern ebenso wie Personen, die in die Sauna gehen wollen, das schnelle Verlassen oder den Zugang zur Sauna durch Druck oder Zug am Türgriff. Saunatüren werden auch als Ganzglastüren angeboten und diese ferner in verschiedenen Glaseinfärbungen.

Säurebeständige Beschichtung

auch: Säurebständige, Beschichtungen

Diese Art von Beschichtungen haben zwei Aufgaben zu erfüllen. Erstens müssen sie selbst gegen Säure (flüssig oder gasförmig) beständig sein und zweitens müssen sie den Untergrund vor den Einflüssen von Säuren schützen. Die Bestandteile dieser Beschichtungsstoffe dürfen sich auch nicht chemisch durch Säureeinflüsse verändern lassen. Meist werden Säurebeständige Beschichtungen in mehreren Schichten aufgetragen, um einen besseren Schutz zu gewährleisten.

Säurehärtende Versiegelung

auch: Säurehärtende, Versiegelungen

Neben Wasserlack, Polyurethan-Versiegelung und Öl-Kunstharzversiegelung ist die Säurehärtende Versiegelung eine Möglichkeit Parkett zu versiegeln. Säurehärtende Versiegelungen (SH-Siegel) werden meist zweikomponentig angeboten. Dabei stellt die Härterkomponente eine in Lösungsmitteln dargebotene Säure dar. SH-Siegel besitzen eine ausgezeichnete Haftung und eine extrem harte Oberfläche bei einer kurzen Trockenzeit von etwa 3 Stunden. Sofort nach dem Mischen reagieren die Komponenten in Form einer Katalyse mit einer Polykondensation. Problematisch ist die Abgabe von Formaldehyd an die Raumluft - auch nach der Erhärtung. Deshalb werden diese Versiegelungen heute so gut wie gar nicht mehr eingesetzt.

saurer Regen

auch: sauren, Regen, saurem, Regen

Regenwasser, das durch Schwefeldioxid oder Stickoxide verunreinigt ist. Die giftigen Stoffe entstehen durch die Verbrennung von Kohle oder Öl, gelangen in die Atmosphäre und fallen in Regenwasser gelöst auf die Erde zurück. Die Folgen dieses "sauren Regens" sind u.a. Waldsterben, Fischsterben in Seen und Flüssen, Luftverunreinigungen und Schäden an Baudenkmälern. Außer Regen kann auch Nebel oder Schnee "sauer" sein.

Scagliola

Schaber

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Wo Werkstückoberflächen durch die vorausgegangene Bearbeitung mehr oder weniger rauh, uneben und unsauber geblieben sind, muss geschabt werden. Man bedient sich dazu scharfkantiger Keilwerkzeuge, den sogenannten Schabern. Wie Feilen sitzen sie in einem Heft und mit ihrer Form entsprechen sie der zu bearbeitenden Fläche. Man unterscheidet Flachschaber und Dreikantschaber.

Schabhobel

auch: Schinder

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Der Schabhobel, auch Schinder genannt, hat eine besonders kurze Sohle. Damit lassen sich Innenrundungen mit einem kleinen Radius bearbeiten. Stuhlmacher kamen ohne den Schabhobel nicht aus und im Bootsbau ist er auch heute nicht wegzudenken. Nicht zuletzt schätzen Bogenbauer den Schabhobel beim feinen Ausarbeiten der Formen. Beim normalen Hobel ist der optimale Schnittwinkel des Eisens durch den rechteckigen Hobelkörper vorgegeben, beim Schabhobel wird dieser Schnittwinkel wegen der extrem kurze Hobelsohle von nur rund 10 oder 15 mm freihändig von den Händen des Bearbeiters bestimmt. Der Umgang mit dem Schabhobel ist daher nicht so einfach und es bedarf einiger Übung, bis man mit ihm umgehen kann.

Schablonieren

Schablonierpinsel

auch: Stupfpinsel

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Für Wandbemalungen mit Schablonen (siehe Schabloniertechnik) ist dieser Pinsel geeignet. Mit seinen kurzen, kräftigen Borsten und seinem kurzen Griff ist ein genaues Arbeiten möglich. Wegen der Art des Auftrags wird er auch als Stupfpinsel bezeichnet.

Schabloniertechnik

auch: Schablonieren, Schabloniertechniken

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Schablonieren ist eine Dekorarbeit des Malers. Mit Hilfe einer ausgeschnittenen Form (Schablone) werden sich wiederholende Formen und Motive, meistens dekorativer Art, auf plane und gewölbte Oberflächen ein- oder mehrfarbig aufgetragen. Das Motiv wird durch die geöffneten Formen mit dem Schablonierpinsel, Roller, Spritzpistole oder Schwamm in einem der jeweiligen Technik entsprechenden Farbauftrag, lasierend oder deckend auf den vorbereiteten Untergrund aufschabloniert.

Schabracke

auch: Schabracken

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Schabracken sind im Bauwesen Bestandteile des Fassadenstucks und wurden unter den Fenstern von Schlössern, Stadtpalais' oder Patrizierhäusern eingebaut. Sie werden auch heute noch gefertigt für Restaurierungsarbeiten an Schlössern, Patrizierhäusern und ähnlichen Bauwerken. Raumausstatter benutzen diesen Begriff auch für Abdeckungen von Gardinenleisten.

Schachtabdeckung

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Schachtbrunnen

Brunnen, der bis auf das Grundwasser ausgeschachtet wird. Seine Wände bestehen aus Mauerwerk, Beton, Stahlbeton oder fertigen Betonschachtringen. Der Schacht des Brunnens reicht bis ins Grundwasser, der Durchmesser bei kleinen Einzelbrunnen beträgt ein bis anderthalb Meter. Wirtschaftlich lohnend ist ein Schachtbrunnen nur bis zu einer Tiefe von etwa acht Metern. Die Wassergewinnung folgt durch die offene Sohle, was beispielsweise eine betonierte Kiesschüttung sein kann oder auch Schlitze im Mauerwerk, durch die das Wasser in den Brunnen eintritt. Da der Schachtbrunnen nur geringe Wassermengen liefert, ist er heute nur noch selten bei Einzelversorgungen im Gebrauch. Hygienisch bedenklich ist zudem die leichte Zugänglichkeit des Schachtbrunnens infolge des großen Durchmessers und der Nähe zur Geländeoberfläche.

Schachtdeckel

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In fast allen unseren Straßen befinden sich Kanalschächte, in die insbesondere das Regenwasser versickert. Die Schächte bestehen aus genormten Betonringen, in die Kanalarbeiter einsteigen, um Wartungsarbeiten verrichten zu können. Verschlossen werden die Schächte mit schweren runden Eisengussplatten. Diese Schachtdeckel, je nach Bauart auch Einlaufrost genannt, müssen enorme Punktbelastungen aushalten können, wenn etwa ein schwerer LKW über die Schächte rollt oder gar ein Tieflader mit einem Reifen auf solch einem Deckel parkt. Schachtdeckel aus Gusseisen werden nicht selten von kriminellen Banden abgehoben und als Schrott verwertet. Von nicht abgedeckten Schächten geht dann eine enorme Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer aus.

Schachtring

auch: Brunnenring, Schachtring

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Schachtringe bzw. Brunnenringe sind ringförmige Bauteile aus Beton bzw. Stahlbeton. Sie sind beidseitig mit Falzen versehen, so dass sie übereinander gestapelt werden können. Schachtringe werden z.B. zum Herstellen von Einsteigschächten oder Schachtbrunnen verwendet. Dabei geht die Herstellung folgendermaßen: Zunächst erfolgt ein geringer Erdaushub, auf dem der erste Schachtring aufgesetzt wird. Dieser Ring kann an der Unterseite eine Stahlschneide besitzen. Nun wird der Boden unter dem ersten Schachtring ausgehoben, so dass dieser nach unten sinkt. Es können nach und nach weitere Schachtringe aufgesetzt werden. Schachtringe können mit Steigeisen versehen sein, so dass man später an ihnen nach unten klettern kann.

Schachtversickerung

auch: Versickerungsschacht

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Eine Möglichkeit der gezielten Regenwasserversickerung ist die Schachtversickerung. Sie ist eine Alternative bei schwer durchlässigen Oberböden mit unterlagerten Sanden etc, die mit dem Schacht erreicht werden. Der Abstand zwischen Oberkante der Sandschicht zum Grundwasser sollte mindestens 1 ½ Meter betragen. Die Schachtversickerung kommt vor allem dort zum Einsatz, wo das Niederschlagswasser kleiner Dachflächen (z.B. Einfamilienhäuser) versickert werden soll und hier wenig freie Grundstücksflächen für andere Versickerungsarten zur Verfügung stehen.

Schadstoff

auch: Schadstoffe

Als Schadstoffe werden ganz allgemein Stoffe bezeichnet, die Menschen, Tiere, Pflanzen oder Ökosysteme schädigen können. Schadstoffe können natürlichen (z.B. Gesteinsstaub, Pilz-Giftstoffe) oder künstlichen Ursprungs sein. In die Umwelt gebracht können Schadstoffe z.B. durch Landwirtschaft, Umweltverschmutzung oder unsachgemäße Lagerung und Zubereitung. Schadstoffe in der Landwirtschaft sind z.B. Pestizide. Durch übermäßige Düngung mit Stickstoffen können zudem Nitrate ins Grundwasser gelangen. Bei der Umweltverschmutzung sind Schadstoffe aus dem Autoverkehr natürlich als erstes zu nennen. Wozu neben den Abgasen auch die Feinstaubbelastung hinzu kommt. Dazu bläst die Industrie immer noch genügend Schadstoffe in den Himmel oder leitet sie ins Abwasser. Schadstoffe befinden sich auch im Raucherqualm. Neben Nikotin befindet sich im Tabakrauch zudem die krebserregenden Stoffe Phenol, Formaldehyd und Benzol. Auch in der Wohnung können Schadstoffe entstehen, wie z.B. Schimmel bei ungenügender oder falscher Lüftung. Dazu befinden sich Schadstoffe in Anstrichmitteln, Kunststoffen, Bodenbelägen und vielem mehr.

Schadstoffsanierung

auch: Schadstoffsanierungen

Eine Schadstoffsanierung wird notwendig, wenn in einem Gebäude Schadstoffe die Räume dermaßen belasten, dass eine Gesundheitsgefährung gegeben ist. Die Gründe für eine Schadstoffsanierung sind vielfältig, so kann zum Beispiel der PVC-Boden mit problematischen Weichmachern versehen sein oder bei älteren Böden kann gar Asbest enthalten sein. In diesem Fall sieht die Schadstoffsanierung so aus, dass der Boden einfach ausgetauscht wird. Bei asbestverseuchtem Material ist allerdings darauf zu achten, dass dies nur von einer Fachfirma saniert und entsorgt werden darf. Eine Schadstoffsanierung kann auch fällig werden, wenn beim Bau des Hauses irgendwelche Holzschutzmittel verwendet wurden, die mittlerweile verboten sind, weil sie die Gesundheit schaden. Hier ist eine Sanierung nicht so einfach, da der Austausch der Balken in der Regel nicht möglich ist. Hier müssen dann die Holzschutmittel im Holz eingesperrt werden, so das sie nicht mehr austreten müssen. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten wie z.B. spezielle Anstrichsysteme. Um Gerüche und bestimmte Schadstoffe in Wohnungen abzubauen, werden zudem spezielle Absorbervliese eingesetzt. Diese binden durch eine chemische Reaktion die Schadstoffe bzw. Gerüche im Vlies. Doch nicht nur in Böden oder im Holz können Schadstoffe sitzen, auch Fenster, Türen oder Möbel können Ursache des Übels sein. Das "Übel" kann Asbest, PCB, PCP, DDT, PAK, Formaldehyd, Mineralwolle, Schimmelpilze und vieles mehr sein. Bei der Aufzählung dieser Stoffe müsste jedem klar sein, dass Schadstoffermittlung und Schadstoffsanierung in die Hände anerkannter Fachleute gelegt werden sollte.

schäften

siehe anschäften.

Schäftung

auch: Schäftungen

siehe anschäften.

Schafwolldämmung

auch: Schafwolledämmung

siehe Schafwolle.

Schäkel

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Ein Schäkel ist ein u-förmiges, mit einem Schraub- oder Steckbolzen versehenes Verbindungsglied aus Metall. Es gibt ihn in unterschiedlicher Größen und Stärken. Verwendet wird der Schäkel, um stark beanspruchte Teile miteinander zu verbinden. Gemeinsam mit Drahtseil oder Kette sind sie im Einsatz, um verschiedenste Lasten mit einem Kran anzuheben.

Schälbohrer

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Aufsatz für elektrische Handbohrmaschine. Er eignet sich für gratfreies Bohren und Aufreiben von Blechen, Rohren, Profilen aus Baustahl, CrNi-Stahl, NE-Metall oder Kunststoff.

Schalbrett

auch: Schalbretter

Bretter zur Herstellung einer Schalung bestehen aus Fichten- oder Tannenholz, wobei Schalbretter nach bestimmten Gütemerkmalen hinsichtlich von Astgrößen, Harzgallen und Rissen sortiert werden. Schalbretter werden in Längen zwischen 3 und 5 m angeboten bei Breiten zwischen 8 und 15 cm und Stärken von 18, 20, 22 und 24 mm.

Schalen

Gewölbte, plattenartige Bauteile aus Stahlbeton in verschiedenartigsten Formen.

Schalengreifer

auch: Zweischalengreifer, Mehrschalengreifer, Greifer

Ein im Erdbau weit verbreitetes Baggerwerkzeug ist der Schalen- bzw. Zweischalengreifer. Er wird bei tiefem Aushub, losem Material und zwischen Verstrebungen und anderen Hindernissen verwendet. Der Greifer wird in geöffnetem Zustand abgesenkt und durch das Schließen des Greiferkorbes gefüllt. Der Füllvorgang wird durch das Eigengewicht des Greifers unterstützt, da er sich seinem Gewicht entsprechend tief in den Boden eingräbt. Beim Hydraulikbagger ist der Greifkorb drehbar am Ausleger oder an Verlängerungsstücken für größere Arbeitstiefen angebracht. Beim Lösevorgang wirkt nicht nur das Eigengewicht des Werkzeugs, sondern auch die aus den Hydraulikzylindern resultierende Kraft, welche die Greiferzähne zusätzlich ins Erdreich drückt. Damit werden Grabkraft und Füllunggrad gegenüber seilmechanischen Einsatz erhöht. Der Vorteil des Seilbaggers liegt jedoch in den wesentlich höheren Arbeitstiefen, z.B. bei Einsätzen im Brunnenbau und in der Möglichkeit, über Hindernisse hinwegzugreifen.

Schälfurnier

auch: Schälfurniere

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Maschinell mit Messern vom rotierenden Stamm geschälte Furniere, die meist eine dekorative Maserung aufweisen.

Schalhammer

auch: Schalhämmer

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Hammer mit einer spitzen und einer flachen Seite. Damit lassen sich nicht nur Nägel einschlagen, sondern auch Nägel ziehen. Zudem besitzt er eine Vorrichtung die es ermöglicht, den Nagel mit einer Hand einzuschlagen.

Schalhaut

Eine Schalung zur Herstellung von Betonbauteilen besteht aus einer Tragkonstruktion und der sogenannten Schalhaut. Diese "Haut" wiederum kann aus Schalbrettern oder Schalplatten bestehen. Damit sich der ausgehärtete Beton sauber von der Schalhaut trennt, wird die Schalhaut je nach Typ der verwendeten Schalplatten vor dem Betonieren mit einem Trennmittel behandelt, beispielsweise bei Holzplatten mit Schalungsöl. Die Bretter oder Platten einer Schalhaut können mehrfach verwendet werden.

Schälkräfte

Fachausdruck aus dem Bereich der Teppichbodenherstellung und der Treppenrenovierung mittels Verkleben von Teppichböden auf Treppenstufen. Schälkräfte bewirken, dass sich der Teppichboden an seinem Endteil wölbt, also gleichsam schält. Um das zu verhindern, werden Teppichkandtenprofile montiert.

Schallbrücke

auch: Schallbrücken

Als Schallbrücken werden schwingungsübertragende Bauteile bezeichnet. Das kann zum Beispiel eine Schraube sein, die einen schwimmenden Estrich durchbricht oder der Anschluss einer leichten Trennwand an die Decke ohne Schallentkopplung. Schallbrücken machen unter Umständen aufwendige Massnahmen zur Schalldämmung wirkungslos und sind deshalb unter allen Umständen zu vermeiden. Um eine Schallbrücke auszuschliessen, lässt man zum Beispiel auch eine abgehängte Decke nicht seitlich an die Raumwände anstossen. Wird dies nicht beachtet, kann die Decke wie ein Resonanzboden wirken.

Schall entkoppeln

Schallentkopplung

auch: Schall entkoppeln

Die Schallentkopplung ist eine der vorrangigsten Aufgaben des Schallschutzes. Dabei geht es darum, dass kein Körperschall bzw. Trittschall von einem Bauteil über das andere Bauteil weitergeleitet wird. Die Verbindung zwischen den Bauteilen muss unterbrochen werden, da manche Baustoffe wie z.B. Beton den Schall hervorragend leiten. Beispiele für Schallentkopplung: Estrich sollte daher schwimmend verlegt werden (siehe Estrich auf Dämmschicht), Rohrleitungen müssen mit einem Schaumstoff ummantelt werden, bevor sie in eine Wand einbetoniert werden. Leichte Trennwände aus beispielweise Gipskartonplatten dürfen keine direkte Verbindung zu Wand, Boden oder Decke besitzen. Fußböden wie Laminat oder Parkett müssen auf einer Trittschalldämmung verlegt werden, da sonst die Laufgeräusche im ganzen Haus zu hören wären. Schallentkopplung ist auch bei Fertigtreppen aus Beton ganz wichtig. Die Treppen dürfen bei der Montage nicht direkt auf der Geschossdecke aufliegen, sondern müssen mit einer Dämmmatte unterlegt werden, damit keine Schallübertragung stattfinden kann.

schalltoter Raum

Ein schalltoter Raum ist ein Raum, in dem sich die Nachhallzeit gegen Null tendiert. Es besteht so gut wie gar keine Schallreflexion. Dies ist zum Beispiel im Tonstudio der Fall. In einem schalltoten Raum hat man Mühe, seine eigene Stimme zu hören, so sehr wird der Schall absorbiert.

Schalöl

auch: Entschalungsöl

Mit Schalöl wird die Schalhaut einer Schalung eingesprüht. Dies hat zwei Gründe: Zum einen wird die Schalung meist immer wieder benutzt. Das Schalöl pflegt die Schalung. Zum anderen läßt sich die Schalung nach dem Erhärten des Betons einfacher entfernen.

Schalplatte

auch: Schalplatten

Eine Schalung besteht aus einer Tragkonstruktion und der Schalhaut, die wiederum aus Schalbrettern oder Schalplatten (andere Bezeichnung: Schalungsplatten) bestehen kann. Schalplatten können aus Vollholz, Sperrholz oder Holzwerkstoffplatten bestehen sowie aus Aluminium oder Stahl. Eingesetzt werden auch kunststoffbeschichtete Spanplatten ebenso wie Schalplatten aus Stahl, der eine besondere Oberflächenbehandlung erfahren hat, beispielsweise eine KTL-Beschichtung. Schalungsplatten werden - ebenso wie Schalbretter - vor dem Betonieren mit Schalungsöl behandelt, damit sich der ausgehärtete Beton sauber von der Schalhaut trennt.

Schaltaktoren

Schaltaktoren sind Teil eines intelligenten Hauses (siehe EIB). Sie dienen zum Schalten von Lampen, Steckdosen, Garagentoren und werden z.B. vor einer Steckdose in eine Unterputzdose eingebaut. Mittels einem einfachen Einlernverfahren können Schalter/Taster zugeordnet und Zeitfunktionen programmiert werden.

Schaltfestigkeit

Bei Energiesparlampen, von Technikern Kompaktleuchtstofflampen genannt, sollte überdacht werden, für welchen Zweck diese Lampen eingesetzt werden sollen. In einem Treppenhaus wird das Licht sehr häufig eingeschaltet. Deshalb sind hier Lampen gefragt, die über eine hohe Schaltfestigkeit verfügen. Energiesparlampen mit einer sogenannten Vorheizfunktion verfügen in der Regel über eine hohe Schaltfestigkeit.

Schalung

auch: Betonschalung, Schalungen

Dieses Baulexikon umfasst allein 60 Suchbegriffe zum Thema Schalung. Daraus ergibt sich, dass die Schalung ein ganz wesentlicher Teil des Bauens mit Beton ist. Da Beton als zähflüssige Masse auf der Baustelle hergestellt oder von einem Fahrmischer angeliefert wird, muss eine Schalung aus Schalbrettern oder Platten hergestellt werden oder es muss eine Rahmenschalung aus einzelnen Fertigelementen aufgebaut werden. Die Schalung sorgt also dafür, dass der Beton, wenn er ausgehärtet ist, eine bestimmte Form erhält und behält. Die Deckenschalung, die Giebelschalung, die Wandschalung oder die U-Schalung sind beim Bau von Gebäuden allgegenwärtig, wobei die Schalelemente in aller Regel mehrfach verwendet werden können. Die Gleitschalung oder die Kletterschalung sind Spezialformen zum Bau von großen Bauobjekten. Die verlorene Schalung verbleibt im oder am Beton, wobei die Dämmschalung als verlorene Schalung gleichzeitig Aufgaben der Wärmedämmung übernimmt. Im weitesten Sinn können auch Schalungssteine als verlorene Schalung angesehen werden.

Schalungsanker

Schalungsanker dienen dazu, Schalungen zu verbinden und dafür zu sorgen, dass die Schalung durch den Druck des eingebrachten Betons ihre Lage nicht verändert. Schalungsanker werden entweder zusammen mit der Schalung entfernt oder verbleiben im Beton.

Schalungsbahn

auch: Schalungsbahnen

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Der Begriff der Schalungsbahn ist genauso zweideutig, wie der der Schalung. Denn einmal kann es um das Einschalen von Beton gehen, das andere mal um Unterkonstruktion auf Dächern und an Fassaden. Unter einer Schalungsbahn wird jedenfalls zunmächst einmal eine Bahn verstanden, die über die Schalplatten einer Betonverschalung ausgebracht wird. In der Schalungsbahn befindliche Poren nehmen das sog. Anmachwasser auf und führen es zwischen der Schalhaut und der Folie nach außen ab. Das führt zu einer Verbesserung des Betons im Randbereich. Was die Schalungsbahn betrifft, die auf eine Dach- oder Fassadenschalung angebracht wird, so eignet sich diese gewöhnlich auch für eine Aufbringung auf sägerauhem Holz unter Dachziegel-, Dachstein-, Schiefer- oder Metalleindeckungen.

Schalungsbohrer

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Extra langer Spiralbohrer, der zum Durchbohren der inneren und äußeren Schalungsbretter in einem Durchgang geeignet ist. Auch Decken und Böden in Altbauten, Profilbleche und Leichtbauplatten sowie Dämmstoffe lassen sich mit einem Schalungsbohrer bohren. Schalungsbohrer für den Bohrhammer können ohne weiteres eine Länge von 600 mm oder mehr besitzen.

Schalungsfugenband

auch: Schalungsfugenbänder

Sehr weiches und deshalb sehr anschmiegsames PUR-Schaumstoffband. Offenzellig und stark komprimierbar mit hohem Rückstellvermögen und bester Elastizität. Zur Abdichtung von Schalungen.

Schalungsköcher

siehe Fundamentköcher.

Schalungsöl

auch: Schalungsöle

Schalplatten werden - ebenso wie Schalbretter - vor dem Betonieren mit Schalungsöl (andere Bezeichnung: Trennöl) bestrichen oder besprüht, damit sich der ausgehärtete Beton sauber von der Schalhaut trennt. Es gibt Schalungsöle, die für Schalplatten aus Holz ebenso geeignet sind, wie für solche aus Stahl. Gute Schalungsöle, insbesondere solche auf biologischer Basis, bauen sich nach dem Ausschalen schnell auf der Betonoberfläche ab und beeinträchtigen auch nicht eine spätere Farbbeschichtung oder ein Verputzen des Betons. Bei Sichtbeton empfiehlt sich eine Probeschalung unter Verwendung des jeweiligen Schalungsöls.

Schalungsrüttler

Schalungsstein

auch: Schalungssteine

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Schalungssteine basieren auf demselben Prinzip wie Verfüllziegel oder Mantelziegel. Anders als bei diesen übernimmt allerdings das Material, aus dem die Schalungssteine geformt sind, keine oder nur geringe statische Aufgaben. Schalungssteine bestehen z.B. aus gepresstem Holzspan-Elementen mit Hohlräumen. Die Schalungssteine werden aufeinander geschichtet, die Hohlräume dann mit Fließbeton ausgegossen. Dadurch wird die Wand zur Massivwand, die gleichzeitig innen und außen mit einer Dämmschicht aus Holzspänen ausgestattet ist. Das ergibt eine gute Schall- und Wärmedämmung, wobei die "Holzverschalung" auch verputzt werden kann. Zur Erhöhung der Dämmwirkung werden die Hohlräume der Schalungssteine (siehe Foto) auch teilweise mit Dämmmaterial aus Polystyrol ausgerüstet. Bestimmte Anbieter sind auf dem Markt aktiv mit Hartschaum-Schalungssteinen. Schalungssteine werden bevorzugt für den Bau von Selbstbauhäusern verwendet.

Schalungsstütze

auch: Schalungsstützen

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Schalungsstützen kommen dann zum Einsatz, wenn ohne Bodenkontakt waagerechte Bauteile aus Beton eingebaut werden müssen, also z. B. Gebäudedecken. Je nach der Höhe der Lasten, die die Schalungsstützen bis zum Aushärten des Betons abzufangen haben, werden solche aus Aluminium oder aus Stahl eingesetzt. Schalungsstützen bestehen aus einem Standrohr, aus dem entweder teleskopartig ein Rohrarm hochgefahren oder eine Spindelstütze hochgeschraubt wird. Unsere Fotos zeigen links Stützen aus Stahl und rechts Spindelstützen aus Aluminium des Herstellers ISCHEBECK.

Schamotte

auch: Schamottebeton

Schamotte ist zerkleinerter, gebrannter Ton, aus dem u.a. Schamottesteine und Abzugsrohre eines Schornsteins geformt werden. Schamotte ist aber auch ein unerläßlicher Zuschlag bei der Herstellung von Kacheln und wird auch Mörtel oder Beton beigegeben, wenn diese besonders hitzebeständig sein sollen. Um seine feuerfesten Eigenschaften zu bekommen, werden dem Schamotte bei der Herstellung Magerungsmittel (z.B. vorgebrannte Tone, kieselsäurereiche Tone) hinzugefügt. Das Wasser, das zum Anrühren des Schamotts verwendet wurde, entweicht beim Erhitzen und verursacht dadurch eine Volumenänderung. Bei späterem erneuten Erwärmen verändert der Stein seine Form jedoch nicht mehr. Schamotte ist bis zu einer Temperatur von über 1500 Grad formbeständig.

Schamottebeton

siehe Schamotte.

Schamottemörtel

Schamottemörtel ist spezieller, feuerbeständiger Mörtel, der beispielsweise zum Vermaueren von Schamottesteinen und im Ofenbau eingesetzt wird. Er kann Temperaturen von bis zu 700 Grad Celcius standhalten. Er enthält eine Mischung aus feuerfestem Bindeton als Bindemittel und gebranntem feuerfesten Ton als Zuschlagstoff. Schamottemörtel kann man bereits fertig gemischt im Handel kaufen.

Schamottestein

auch: Schamottesteine

Schamottesteine bestehen aus Schamotte und sind extrem hitze- und feuerbeständig, vor allen Dingen verändern sie auch bei hohen Temperaturen ihr Volumen nicht. Das macht sie zum idealen Baustein für Kachelöfen. Abzugsrohre für Schornsteine werden ebenfalls aus Schamotte hergestellt.

Schamwand

auch: Schamwände

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Bezeichnung aus der Sanitärbranche für einen Sichtschutz, wie er in öffentlichen (Männer)-Toiletten zwischen den Urinalen angebracht wird. Solche Schamwände werden aus Keramik, Naturstein, Metall, undurchsichtigem Glas oder kunststoffbeschichteten Holzwerkstoffplatten hergestellt. Breite und Höhe variieren je nach Hersteller, wobei der Begriff "Wand" generell irreführend ist, da es sich keinesfalls um eine Wand, sondern nur um ein schmales Trennelement handelt in einer Breite von durchschnittlich 40 cm und einer Höhe zwischen 70 und 120 cm. Das Foto zeigt eine Schamwand aus Glas des Herstellers KEMMLIT.

Schar

auch: Scharen

siehe Dachschar

Scharblech

siehe Traufblech.

Schärffeile

auch: Mühlsägenfeile, Schärffeilen

Sammelbezeichnung für Feilen, mit denen Metallgegenstände geschärft werden sollen. Die Zahnprofile der Schärffeilen werden gehauen, nicht gefräst. Neben der Form des Feilenkörpers bestimmen unterschiedliche Hiebe und die Anordnung dieser Hiebe auf der Feilenoberfläche den Einsatzzweck. Für das Schärfen von Sägen eignen sich Einhiebfeilen am besten. Da die Feile innerhalb der Zahnlücke zwanghaft geführt wird, kann in diesem Fall auf die generell bessere Feilenführung einer Feile mit Kreuzhieb verzichtet werden. Für das Schärfen größerer Flächen und Kanten werden jedoch bevorzugt Feilen mit Kreuzhieb eingesetzt. Deren Spanbrecheigenschaft ist so, dass nur kleine Späne abgenommen werden, die sich leicht durch Aufklopfen, Abbürsten oder Pusten aus dem Hieb entfernen lassen. Zu den Schärffeilen zählen Sägefeilen, Mühlsägefeilen, Kettensägefeilen und Schwertfeilen. Sie dienen hauptsächlich zum Schärfen von Sägezähnen und anderen Werkzeugen. Der Unterschied zwischen diesen Feilenarten liegt hauptsächlich an der Querschnittsform. Eine Sägefeile hat einen dreikantigen Querschnitt, die Kettensägefeile ist rund, die Schwertfeile ist schwertförmig und die Mühlsägenfeile besitzt einen flachstumpfen Querschnitt mit abgerundeten Kanten. Durch seine abgerundeten Kanten ist die Mühlsägenfeile besonders für Radien geeignet.

Schärfscheibe

auch: Schärfscheiben

Schärfscheiben sind Einsatzwerkzeuge von Maschinen zum Schärfen von Werkzeugen wie zum Beispiel dem Sägeketten-Schärfgerät. Neben den Ketten von Kettensägen werden aber auch die Sägeblätter von Kreissägen mit einer Schärfscheibe geschärft. Sie sind meist mit Edel-Korund beschichtet, es gibt aber auch diamantbeschichtete Schärfscheiben. Schärfscheiben sind mit unterschiedlichem Durchmesser und unterschiedlicher Körnung erhältlich.

Scharfschnitt

auch: Rundschnitt, Blockschnitt

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In einem Sägewerk werden aus einem Baumstamm Bretter und Bohlen geschnitten. Dies geschieht auf unterschiedliche Art und Weise - eine Möglichkeit ist der Scharf-, Block- bzw. Rundschnitt. Der Baumstamm wird in das Vollgatter eingelegt und in einem Durchgang entstehen unbesäumte Bohlen und verschiedene Bretter. Zur besseren Ausnutzung wertvoller Stämme werden im Seitenbereich oft geringere Brettstärken für die weitgehend astfreie Seitenware gewählt. In nachgeschalteten Besäumsägen wird dann die besäumte Ware erzeugt.

Scharnier

auch: Scharniere

Scharniere sind schon seit über 2.000 Jahren in Gebrauch. Sie sind aus Metall gefertigt, bestehen aus zwei Teilen mit einem gemeinsamen Gelenkmechanismus und haben die Aufgabe, zwei Werkstücke miteinander zu verbinden - zum Beispiel eine Schranktür mit dem Schrank. Scharniere gibt es in vielen Arten. Vom einfachen Aufschraubscharnier über Einrohrbänder, Topfscharniere, Möbelbänder und Klappenscharniere bis hin zu den Glastürscharnieren.

Scharnierbohrer

Scharnierlochbohrer

auch: Scharnierbohrer, Scharnierloch-Bohrer

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Der Scharnierlochbohrer ist ein spezieller Bohrer zum Bohren flacher Löcher mit den Normmaßen der Topscharniere. Er gleicht dem Forstnerbohrer und hat eine Zentrierspitze und zwei Schneidkanten. Mit der Zentrierspitze wird die Position des Bohrers zum Werkstück fixiert, bevor die Schneidkanten in das Werkstück eindringen. Die beim Bohren anfallenden Späne werden nicht aus dem Bohrloch gefördert, sondern verbleiben hinter dem Schneidkopf. Der Bohrer ist nicht für tiefe Bohrlöcher geeignet und sollte nur im Bohrständer verwendet werden.

Scharnierseitensicherung

auch: Scharnierseitensicherungen

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Eine Scharnierseitensicherung ist die Sicherung von Hauseingangstüren und Wohnungseingangstüren gegen das Aufhebeln. Dabei unterscheidet man zwischen Aufschraubsicherung und verdeckter Scharnierseitensicherung. Die Aufschraubsicherung wird auf der Bandseite auf Türblatt und Rahmen montiert. Ein Doppelverkrallung wirkt gegen das Aufhebeln. Die verdeckte Scharnierseitensicherung ist dagegen bei verschlossener Tür nicht zu sehen. Sie wird beim Schließen der Tür automatisch aktiviert.

Scharriereisen

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Meißel mit einer Breite von 6-8 cm, der parallele Furchen auf einer Oberfläche aus Stein oder Beton erzeugt (siehe auch Scharrieren).

Scharrieren

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Steinmetzmäßiges Bearbeiten der Oberfläche von Beton oder Natursteinen mit einem Scharriereisen. Es folgt ein Schlag neben dem anderen. Dadurch entsteht eine linienartige Struktur, die der Oberfläche Tiefe und Profil gibt.

Schattenfuge

auch: Schattenfugen

Holz arbeitet, das heißt es schwindet und quillt. Deshalb muss zwischen Deckenbekleidung und Wand bzw. zwischen Wandbekleidung und Decke eine etwa 20 mm schmale Fuge vorgesehen werden. Diese Fuge wird Schattenfuge genannt. Damit die Fuge gleichmäßig wird, verwendet man eine Schattenfugenfräse oder ein Schattenfugenbrett.

Schattenfugenbrett

auch: Schattenfugenbretter

Konstruktionsbrett zur Herstellung von Schattenfugen. Es wird mattschwarz lackiert. Dadurch sind aufgrund von unterschiedlichen Lichteinfällen keine Farbunterschiede erkennbar.

Schattenfugenfräse

auch: Schattenfugenfräsen

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Eine Schattenfugenfräse ermöglicht leichtes und paßgenaues Abschneiden von Decken- und Wandpaneelen. Es entsteht eine gleichmäßige Schattenfuge. Bei einer integrierten Staubabsaugung fällt dabei nicht einmal Schmutz an.

Schattenwurf

Schattenwurf ist die Bezeichnung für den Schatten, den eine Windkraftanlage durch die Bewegung der Rotorblätter wirft. Der Schattenwurf ist von Sonnenstand und Bewölkung abhängig, aber auch von der Höhe der Windkraftanlage und variiert mit der Tages- und der Jahreszeit. Es ist somit nahezu unkalkulierbar, zu welcher Zeit man an welchem Ort vom Schattenwurf überrascht wird. Studien belegen, dass Windkraftanlagen mit einer Höhe von 100 m einen Schatten in weit über 1000 m Entfernung werfen können.

Schaube

auch: Schauben

siehe Bund

Schaufel

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Seit Jahrhunderten bekanntes Werkzeug, das auf jeder Baustelle zum Schaufeln von Sand, Zement und dergleichen im Einsatz ist. Unter einer Schaufel wird jedoch auch die breite, muldenförmige Ladeschaufel (wie hier des Herstellers Lehnhoff) an einem Radlader verstanden. Je nach Einsatzzweck sind die Ladeschaufeln mit Zähnen und Messern ausgestattet.

Schaufelradbagger

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Der Schaufelradbagger ist ein Standbagger, der für einen stetigen Abtrag des Förderguts sorgt. Dafür sind 6 bis 10 Graborgane an einer radartigen Stahlkonstruktion befestigt. Die Graborgane werden auf das Radband entleert, das kontinuierlich das Fördergut abtransportiert. Schaufelradbagger werden vor allem auch im Braunkohletagebau eingesetzt. Diese Bagger sind bis zu 100 Meter hoch mit riesigen Schaufeln. Sie können bis 240.000 Tonnen Kohle täglich fördern.

Schaukasten

auch: Mitteilungskasten, Schaukästen

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In einen Schau- bzw. Mitteilungskasten werden Informationen von Vereinen, Organisationen, Kirchen usw. ausgehängt. Er besteht in der Regel aus einem Rahmen aus Metallprofilen, einer Rückwand aus Stahlblech und einer Scheibe aus Glas oder Plexiglas an der Vorderseite. Schaukästen besitzen entweder eine Schiebetür bzw. Dreh- oder Klappflügel zum Öffnen und Austauschen der Nachrichten, Mitteilungen etc.. Wahlweise können die Schaukästen auch mit einer Beleuchtung / Hinterleuchtung ausgestattet werden. Es werden Schaukästen in unterschiedlichen Größen und unterschiedlicher Tiefe angeboten.

Schaukelhaken

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Schaukelhaken dienen, wie der Name schon sagt, der Befestigung von Kinderschaukeln. Der Schraubenkopf ist so ausgebildet, dass hier der Metallring, der in die Schlaufe eines Schaukelseils eingelassen ist, eingehängt werden kann. Schaukelhaken dürfen niemals in "lebendes Holz", also in den Ast eines Baumes, eingedreht werden.

Schaumbeton

auch: Porenleichtbeton

Beton, der unter Verwendung von Schaum- oder Luftporenbildnern hergestellt wird und eine Trockenrohdichte von 0,4 bis 1,6 kg/dm³ aufweist. Anwendungsgebiete sind z.B. Füllmaterial im Kanal- und Tiefbau, gewichtssparende und/oder wärmedämmende Zwischenlagen, z.B. auf Flachdächern.

Schaumbildung

auch: Kraterbildung, Schaumbildungen

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Alle Farben schäumen zu einem gewissen Grad beim Auftragen. Qualitativ hochwertige Farben sind allerdings so formuliert, dass die Blasen platzen, während die Farbe noch naß ist. Platzen die Blasen beim Auftragen oder Trocknen, entstehen kleine Krater (siehe Foto von Paint Quality Institute). Ursachen für verstärkte Schaumbildung kann sein, wenn eine nicht ganz gefüllte Farbdose geschüttelt wurde oder die Verwendung einer Farbe minderer Qualität oder eine alte Latexfarbe. Auch wenn die Farbe mit dem Farbroller zu schnell aufgetragen oder ein falscher Walzenbezug wurde, kommt es zu Schaumbildung. Die Farbe schäumt ebenfalls bei zu starkem Andrücken beim Auftragen der Farbe mit dem Roller oder Pinsel.

Schäumen

siehe Schaumstoff.

Schaumglasschotter

Schaumglassschotter ist ein reiner mineralischer Dämm- und Leichtbaustoff mit wärmedämmenden, lastabtragenden sowie kapillarbrechenden Eigenschaften. Dank der natürlichen Herkunft des Rohmaterials (Recycling-Altglas) ist der Baustoff in jeder Beziehung neutral. Durch sein geringes Gewicht und seiner äusseren (rauhen) Beschaffenheit, erinnert der Baustoff ein wenig an Bimsstein. Seinen Einsatz findet Schaumglasschotter überall dort, wo eine hohe Wärmedämmung durch einen statisch hoch belastbaren, anorganischen, geschlossenzelligen, frostsicheren, unbrennbaren Wärme-Dämmbaustoff mit geringen Kosten erreicht werden soll. Die Belastbarkeit verringert die Baukosten für sonst notwendige tragende Elemente. Die Frostsicherheit gestattet geringere Baugrubentiefen und das geringe Gewicht bringt erhebliche Bodenentlastung. Einsatzgebiete von Schaumglasschotter sind u.a.:

  • leichte, belastbare, nichtbrennbare Wärmeisolation sowie Entwässerungsebene für Flachdächer
  • Dämm- und Ausgleichsschicht sowie Entwässerungsebene bei Gründächern
  • Drainageschüttung und Frostschutz vor Fundamenten und Mauern
  • Ringdämmung unter Industrie- und Gewerbehallen
  • wärmedämmende Ausgleichsschüttung bei Sanierung von Gewölbe-, Keller- bzw. Zwischendecken
  • diffusionsoffene Fußbodensanierung im Altbau

Schaumkalk

siehe Porenkalk.

Schaumroller

Farbroller aus Schaumstoff. Schaumroller werden in unterschiedlichen Breiten für unterschiedliche Einsatzzwecke bei Lackierungen und Beschichtungen eingesetzt.

Schaumstempel

auch: Tapeten

Wer auf eine weiß gestrichene Rauhfaserwand Muster "zaubern" will, kann dies mittels eines oder mehrerer Schaumstempel tun. Es handelt sich dabei um handliche, eckige oder runde Holzstempel, auf die ein ausgestanztes Muster aus Schaumstoff aufgeklebt wurde. Solche Muster können Blumen, Tiere oder Ornamente sein. Anders als bei Schablonen, bei denen die freuen Flächen voll mit Farbe ausgefüllt werden, entsteht bei den Schaumstempeln ein Muster "wie hingetupft". Die Schaumstempel werden leicht auf ein mit Farbe getränktes Tuch gedrückt. Mit einem ebenfalls leichten Druck auf die Wand entsteht dann das Muster mit den typischen Poren eines Schwamms.

Schaumstoffmolch

siehe Molch.

Schaumstoffroller

auch: Moltoprenroller

Der Moltopren- bzw. Schaumstoffroller ist ein Farbroller mit einem aus Polyesterschaum bestehenden Wälzchen. Man benutzt sie hauptsächlich um Lacke auf großen Flächen (z.B. Türen) zu verarbeiten. Es gibt sie in unterschiedlichen Feinheiten (Porengrößen). Je feiner die Poren, umso schöner ist die Lackierung (weniger Orangenschaleneffekt).

Schaumstoffsäge

auch: Schaumstoffsägen

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Die Schaumstoffsäge ist ein Werkzeug zum Trennen von dicken elastischen Werkstoffen wie Schaumgummi, Polster, Elastomere oder Isolationsmaterial. Der Werkstoff wird durch eine gegenläufige Hubbewegung der Sägemesser getrennt und dann rechts und links an der Sägemesserführung vorbeigeführt. Dies funktioniert nur, wenn der zu schneidende Werkstoff eine gewisse Elastizität besitzt. Starre Werkstoffe wie Polystyrolschäume oder Polystyrolhartschäume können daher nicht mit der Schaumstoffsäge bearbeitet werden. Stäube von diesen Werkstoffen können sich in den Führungen festsetzen, durch die Reibung schmelzen und so die Sägemesser in den Führungen verkleben.

Schaumstoffschneider

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Schaumstoff in Form von gewebeartigen Bahnen werden im Baubereich speziell für die Trittschalldämmung eingesetzt. Auch gibt es derartige Bahnen, die auf einer Seite mit Aluminium beschichtet sind und hinter einem Radiator auf die Wand geklebt werden, um eine höhere Energieausbeute zu erreichen und eine Erwärmung des Mauerwerks zu verhindern. Solche Folien können mit einem Schaumstoffschneider zugeschnitten werden. Das Foto zeigt einen solchen Schneider mit schwenkbarem Schutzbügel.

Scheerzapfen

siehe Scherzapfen.

Scheibenbürste

auch: Scheibenbürsten

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Eine Scheibenbürste ist ein Bürstenvorsatz für Geradschleifer, Winkelschleifer oder auch Bohrmaschinen. Sie ist ideal für schnelles, grobes Entrosten und Reinigen großer Flächen. Auch zur Vorbereitung von Schweiß- und Lötarbeiten wird sie verwendet. Sie gilt als universelles Werkzeug mit breitem Anwendungsbereich. Wie bei allen Bürsten stehen verschiedene Drähte aus Stahl, rostfreiem Stahl und Messing zur Auswahl. Weiterhin gibt es gewellte und gezopfte Scheibenbürsten (siehe Abbildungen) sowie Bürsten mit Borsten aus Nylon. Mit der Scheibenbürste kann großflächig und zügig gearbeitet werden. Wenn viel Rost und Farbe abzutragen ist, wählt man eine grobe Bürste mit 0,3 bis 0,5 mm Drahtstärke. Empfindliche Profile sollten mit einer feinen Bürste bis zu 0,2 mm Drahtstärke bearbeitet werden.

Scheibenkopfnagel

auch: Scheibenkopfnägel

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Scheibenkopfnägel verfügen über eine aufgenietete runde oder eckige Kopfscheibe, die das Durchziehen des Nagelkopfes verhindert. Entsprechend lassen sich mit diesem Nagel weiche Materialien wie Kork, Dämmplatten, Leichtbauplatten usw. besonders gut befestigen. Die Industrie (Foto Bierbach) liefert solche Nägel mit Schraubgewinde (links) oder Widerhakengewinde (rechts).

Scheibenmolch

siehe Molch.

Scheibennutfräser

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Fräser für eine Oberfräse. Tiefe und schmale Nuten an der Stirnfläche von Brettern können mit normalen Nutfräsern nicht hergestellt werden. Hierzu werden sogenannte Scheibennutfräser verwendet. Scheibennutfräser sind mehrteilig: Auf einen Schaft wird die eigentliche Frässcheibe montiert. Bei der Nut-und-Feder-Verbindung von Bauteilen wird das Gegenstück (die "Feder") mit einem zum Scheibennutfräser passenden Federfräser hergestellt. Zur Herstellung von Flachdübelverbindungen.

Scheibenputz

auch: Scheibenputze

Der Scheibenputz unterscheidet sich vom Münchner Rauhputz durch seine deutlich feinere Struktur. Beim Scheibenputz werden die Körner nach dem Aufbringen mit dem Glätter aber nicht gerieben, sondern durch das Reiben mit einer Moosgummischeibe von Bindemitteln und Farbpigmenten befreit und damit freigelegt. Alternativ kann man auch mit einem Schwammbrett arbeiten - es wird mehr Korn freigelegt und die Struktur wird gröber.

Scheibenrührer

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Rührstab mit einem 6-kant-Schaft für Rührgeräte. Scheibenrührer sind besonders geeignet für Wand- und Dispersionsfarben, Lackfarben, sehr flüssige Materialien etc.. Durch die hohe Vermischungsenergie zwischen den speziellen Scheibenrotoren wird bei hoher Laufruhe ein optimales Mischergebnis von verschiedenen Farben erzielt.

Scheibenspülung

Hier geht es um eine konstruktive Maßnahme bei Kaminöfen, die dazu dienen soll, das Leuchtfenster während des Betriebes sauber zu halten. Dabei wird die zur Nachverbrennung in den Brennraum geführte Sekundärluft von oben über die dem Feuer zugewandte Seite des Leuchtfensters geführt, so dass dessen Oberfläche ständig mit Frischluft „gespült“ wird und sich so keine Bestandteile aus dem Rauchgas absetzen können. Klappt das optimal, bleibt die Scheibe auch bei unterschiedlichen Befeuerungsstärken des Ofens klar und rußbeschlagfrei. Leider ist auch bei teuren Öfen nicht unbedingt gewährleistet, dass die Scheibenspülung gut funktioniert. Andererseits sollte man auf dieses wichtige Funktionsmerkmal bei der Auswahl des Kaminofens nicht verzichten, es ist schon bei preiswerten Modellen serienmäßig und verschafft mehr Freude durch den freien Blick ins prasselnde Feuer.

scheinbare Kohäsion

Scheit

auch: Scheite

siehe Holzscheit

Scheitel

Der Begriff "Scheitel" hat im Bauwesen mehrere Bedeutungen. Zunächst einmal spricht man vom Scheitel einer Kurve. Mathematisch betrachtet sind es die Kurvenpunkte, an denen die Krümmung ein Maximum oder Minimum erreicht. Aus der Sicht von Möchtegern-Rennfahreren betrachtet, ist es der Punkt, bei dem das Fahrzeug bei zu rasanter Fahrweise die Straße verlässt und ins Gebüsch rauscht. Bei Wölbkonstruktionen wird der höchste Punkt der Wölbung als Scheitel bezeichnet. Schließlich ist der Scheitel auch der am höchsten gelegene Teil eines Kanallaufs, dessen Wasserhaltung durch Schleusenanlagen und gegebenenfalls Pumpwerke gesichert und reguliert wird.

Scheitholz

Bezeichnung aus dem Holzhandel für in Scheite gespaltenes Holz. Kaminholz ist Scheitholz. Jedoch werden längere Scheite in der Landwirtschaft auch als primitive Zaunpfähle eingesetzt.

scheitrechter Bogen

auch: scheitrechten, Bogen

Unter einem scheitrechten Bogen oder einem scheitrechten Sturz versteht man eine aus Keilsteinen gemauerte waagerechte oder leicht gewölbte Überbrückung einer Wandöffnung (z. B. Fenster). Aus Kostengründen verwendet man heutzutage allerdings kaum noch Keilsteine, sondern greift auf "normale" Ziegelsteine (Klinker) zurück. Die "Bogensteine" können senkrechte oder zu einem in der Öffnungsachse liegenden Mittelpunkt gerichtete Fugen haben. Ein scheitrechter Bogen ist nur bei schmalen Öffnungen möglich. Ist der Scheitrechte Sturz aus Werksteinen gefügt, so können zur Verbesserung der Tragfähigkeit auch Hakensteine verwendet werden. Dies sind spezielle Werksteine mit hakenförmig verzahnten Stoßfugen.

scheitrechter Sturz

auch: scheitrechte, Stürze

Schellack

Lack, der aus Naturharzen gewonnen wird. Schellack ist quasi die Mutter aller Lacke. Erst sehr viel später kamen künstliche Lacke hinzu. Sogar für die Namensgebung war Schellack verantwortlich. Wird doch Schellack aus den Ausscheidungen der Lackschildlaus gewonnen. Bei der Herstellung des Lacks ist Schellack das Bindemittel. Durch Beigabe von Harzen, Wachsen und Alkohol als Lösemittel entsteht ein goldgelber Lack, der hellen Hölzern eine einzigartige Farbe verleiht. Schellack besitzt einen unnachahmbaren Charme. Jedoch ist er außergewöhnlich empfindlich. Überdies ist eine Schellackpolitur sehr zeit - und damit kostenaufwendig. Sie wird daher nur noch gelegentlich zum Restaurieren von antiken Möbeln verwendet.

Schellackseife

Zur Herstellung von Schellackseife wird gebleichtes und entwachstes Schellack in Salmiakgeist aufgelöst (verseift) und anschließend wieder getrocknet. Schellackseife lässt sich in heißem Wasser auflösen, dann als Bindemittel für Farben verwenden und später mit heißem Wasser wieder entfernen. In kaltem bis hand-warmem Wasser ist die Schellackseife nahezu unlöslich. Verwendung findet sie als transparentes wasserfestes Bindemittel in der dekorativen Wandgestaltung, z. B. für Wandlasuren, Glanzwickeltechniken oder als Fixierung für Wandlasuren.

Schelle

auch: Schellen

Schellen sind bügelförmige Halterungen aus Metall, die an beiden Enden ein Schraubloch aufweisen. Die Bügel werden über Kabel oder Rohre gelegt und an der Wand verschraubt. Allseits im Einsatz sind auch Klemmschellen aus Kunststoff, die denselben Zweck erfüllen.

Schenkel

Sonderstück oder auch Formteil bei Fliesen.

Scherben

Fachbegriff aus der Fliesen- und Keramikindustrie und dem Fliesenlegerhandwerk, wobei von "der Scherben" gesprochen wird. Mit "der Scherben" wird das gebrannte Material bezeichnet, aus dem eine Steingut-, Steinzeug- oder Feinsteinzeugfliese oder Bodenplatte hergestellt worden ist.

Scherblatt

auch: Scherblätter

siehe Scherzapfen.

Schere

auch: Scheren

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Eine Schere verwendet man zum Schneiden von Papier, Kunststoff, Blech usw. Sie ist aber auch Teil des Fensterbeschlags. Die Schere wird oben am Blendrahmen befestigt und in den Beschlag des Fensterflügels eingehängt. Sie steuert die Umschaltung von Dreh- auf Kippstellung und bildet zusammen mit dem Ecklager die Drehachse des Fensters.

Scherenarm

auch: Scherenarme

Scherenarme sind x-förmig miteinander verbundene Halterungen, die sich zusammenfalten oder ausziehen lassen. Sie sind im Bereich Bauen und Wohnen zu finden als Verlängerungsarme für Rasierspiegel, auch als Bestandteil von Markisen existieren sie noch. Als Telefon-Scherenarme verfügen sie am anderen Ende über eine Trageplatte, auf der das Telefon abgestellt wird. Solche Konstruktionen waren bis in die 70-er Jahre des letzten Jahrhunderts allgegenwärtig, als sich zwei Angestellte an zwei Schreibtischen ein Telefon teilen mussten und den Scherenarm über eine schwenkbare Halterung hin- und herschubsen mussten.

Scherenbühne

auch: Scherenbühnen

Scherengitter

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Scherengitter sind wie Rollgitter bewegliche Gitter zum Schutz von Fenstern und Lüftungsöffnungen. Im Gegensatz zum Rollgitter haben Scherengitter allerdings einen waagerechten Verlauf, d.h. sie werden zur Seite weggeschoben. Dabei klappt das Gitter wie eine Schere zusammen. Scherengitter finden vor allem zur Sicherung von Schaufenstern, Ladeneingängen und Ladenpassagen im gewerblichen Bereich Anwendung. Zur Verhinderung von Angriffen müssen Verriegelungen außen mit einer Blende, die auf der gesamten Höhe des Gitters verlaufen sollte, abgedeckt sein. So wird auch der Ansatz von Hebelwerkzeugen zwischen Gitterende und Befestigungsschiene am Mauerwerk verhindert. Am sinnvollsten ist es, ein Scherengitter innen hinter dem Glas anzubringen, da das zusammengeschobene Gitter dann eventuell in einer Nische versteckt werden kann. Wird es außen angebracht, kann das Gitterpaket störend wirken und verdeckt außerdem einen Teil der Fensterfläche.

Scherenhubsystem

auch: Scherenhubsysteme

Scherenförmig ausfahrbares Tragegerüst für Arbeitsbühnen. Je nach Hersteller und System können Höhen bis 20 m erreicht werden bei Belastbarkeit der eigentlichen Arbeitsbühne von deutlich über 1.000 kg.

Scherenstrebe

auch: Scherenstreben

Scherenstrebe ist eine andere Bezeichnung für Steigband bzw. Kopfbandbalken.

Scherentreppe

auch: Scherentreppen

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Sie bestehen anders als etwa eine Klapptreppe aus Stahl, wobei sich die einzelnen Stufen zusammen falten und wieder auseinander ziehen lassen. In der Natur der Sache liegt es, dass solche Treppen zwar einerseits stabil sind, andererseits aber beim Besteigen in leichtes Schwanken geraten. Da Stahl nicht brennbar ist, werden solche Treppen vor allem da eingebaut, wo besondere Brandgefahr bestehen könnte.

Scherenzaun

auch: Scherenzäune

siehe Jägerzaun

Scherschneiden

Dieses Abbruchverfahren bezeichnet das Zerkleinern bzw. Lösen von einzelnen Bauteilen mittels Scherschneiden. Zangenförmig angeordnete Backen werden hydraulisch zusammengedrückt und zerteilen das zwischen den Backen angeordnete Bauteil durch Abscheren. Voraussetzungen: Es muss ein Trägergerät (Bagger) ab ca. 5 t Gewicht eingesetzt werden können. Hauptanwendungsgebiet: Abbruch von Stahlkonstruktionen. Vorteile: leise, erschütterungsarm; gegenüber anderen Abbruchverfahren, z.B. thermischem Trennen (Brennen), niedrige Kosten. Nachteile: In die verbleibenden Konstruktionen können durch das Scherschneiden hohe Kräfte eingeleitet werden, die zu Verformungen und sonstigen Schäden führen können. Einsatzhöhe auf ca. 15,00 m, mit speziellen Abbruchauslegern auf ca. 30,00 m begrenzt.

Scherzapfen

auch: Scheerzapfen, Gabelzapfen, Zapfenschere, Scherblatt

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Die Holzverbindung mit Schlitz und Zapfen ist seit Jahrhunderten gebräuchlich. Die obere Verbindung der Sparren in einem Sparrendach erfolgte beim historischen Fachwerkhaus über sog. Scherzapfen. Dabei wurden die Sparren mit einem etwa 15 mm großen Loch durchbohrt, in das anschließend ein Holznagel getrieben wurde. Weitere Bezeichnungen für den Scherzapfen sind Scheerzapfen, Gabelzapfen, Zapfenschere oder Scherblatt. Der Scherzapfen ist einfach anzufertigen, kann allerdings keine Zugkräfte aufnehmen und hat offene Fugen.

Scheuerbeständigkeit

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Eine Farbe besitzt eine schlechte Scheuerbeständigkeit, wenn beim Abreiben mit Bürste, Schwamm oder Tuch der Anstrichfilm entfernt oder abgenutzt wird (siehe Foto von Paint Quality Institute). Dies kann passieren, wenn ein zu aggressives Scheuermittel verwendet wurde oder die Farbe eine geringe Qualität hatte. Auch wenn nach dem Auftragen der Farbe die Trockenzeit nicht eingehalten wurde, kann sich die Farbe beim Abscheuern lösen oder abnutzen.

Schichtdicke

Die Dicke von Beschichtungsmaterialien spielt in vielen Bereichen des Bauwesens eine Rolle und wird in Mikrometer 1µm = 1/1000 mm gemessen. Bei der Verarbeitung von Beschichtungsstoffen ist deshalb die Einhaltung der Hersteller-Verarbeitungsrichtlinien sehr wichtig. Eine zu dünne Beschichtung kann u.a. dazu führen, dass die Haftung beeinträchtigt wird, eine zu dicke Beschichtung kann u.a. dazu führen, dass z.B. Lacke abblättern.

Schichtenspeicher

Schichtenwasser

Trifft Sickerwasser auf eine wasserundurchlässige Bodenschicht, bildet sich Schichtenwasser. Dieses Wasser drückt auf unter der Erde liegende Bauteile und kann bei fehlender Vertikalabdichtung zu erheblichen Durchfeuchtungen führen. Zusätzlich zur Vertikalabdichtung ist eine Dränung anzubringen.

Schichtholz

auch: Schichthölzer

Balken, Bögen und Stützen aus mehreren Holzschichten, die parallel zur Längsachse eines Bauelementes angeordnet sind. Schichtholz ist kein Sperrholz. Beim Schichtholz ist der Faserverlauf der Furnierlagen vorwiegend gleichgerichtet. Zur Erhöhung der Biegefestigkeit sind bis zu etwa 15% der Furnierlagen mit quer verlaufender Faserrichtung zulässig.

Schichtpressstoffplatte

auch: Schichtpressstoffplatten

Bei Schichtpressstoffplatten handelt es sich um mehrschichtige Dekorplatten, die z.B. als Furnierplatten für Möbelbeläge und im Innenausbau verwendet werden. Die Kernschichten der Schichtpressstoffplatte bestehen aus kunstharzgetränkten Spezialpapieren, die ein- oder beidseitig mit einer Dekorschicht versehen werden. Die Platten werden unter Hitze und Druck gehärtet und sind in vielen Designs und Farben sowie wahlweise in hochglänzend und matt erhältlich. Die geschlossene, glatte Oberfläche der Schichtpressstoffplatten ist besonders pflegeleicht. Auch bei höchsten Hygieneanforderungen kann die Schichtpressstoffplatte verwendet werden.

Schichtspeicher

auch: Schichtenspeicher

Um heißes Wasser sofort nutzen zu können, ohne dass erst der ganze Speicher erwärmt werden muss, wurden für die Beladung von Speichern > 300 Liter besondere Speicherladesysteme entwickelt. Eine selbst regelnde Ladevorrichtung sorgt hierbei für eine in der Höhe variable Einleitung des erwärmten Wassers. Diese erfolgt jeweils in der Höhe, in der die Temperatur des zufließenden Wassers gleich der Speichertemperatur in dieser Schicht ist. Dadurch entstehen eine gute Temperaturschichtung innerhalb des Speichers und ein schnelles Erreichen der Nutztemperatur im oberen Speicherbereich. Aber auch eine Beladung in verschiedenen Ebenen mit einer Steuerung über Ventile wird angeboten. Schichtspeicher gibt es als Trinkwasser- oder als Pufferspeicher.

Schichtstück

auch: Schichtstücke

Ein Schichtstück (Nocke) ist ein Anschluss-Blechstück, dessen Länge mindestens der des jeweiligen Deckwerkstoffes entsprechen muss. Es besteht aus dem den Deckwerkstoff über- oder unterdeckenden Schenkel sowie aus dem wandseitigen, an dem aufgehenden Bauteil hochgeführten Schenkel. Schichtstücke (Nocken) werden auch bei der Ausführung von Kehlen (Nockenkehle) verwendet.

Schiebeblende

auch: Schiebeblenden

Während der Blendladen direkt in oder vor der Fensterlaibung verankert ist, kann die Schiebeblende ähnlich wie eine Schiebetür bewegt werden. Schiebeblenden laufen in zwei Führungsschienen und bestehen meistens aus Lochblechen. Sie werden vor allem vor Loggien und Balkonen eingebaut und reduzieren so einerseits störendes Sonnenlicht und verhindern andererseits Einblicke neugieriger Nachbarn. Nachteilig kann sich auswirken, dass Schiebeblenden bei starkem Wind oder Sturm scheppern und aus den Führungsschienen gehoben werden müssen.

Schiebefalttor

auch: Schiebefalttore

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Schiebefalttore werden fast ausschließlich aus Stahlrohr und Stahlblech oder Aluminium hergestellt und kommen ausschließlich in Gewerbebetrieben oder in öffentlichen Einrichtungen wie Feuerwehrhallen zum Einsatz. Schiebefalttore können, wie das Foto des Schweizer Herstellers Berico zeigt, auch mit Fensterkassetten ausgestattet werden. Wie bei allen Toren, kann die Öffnung und Schließung eines Schiebefalttores auch über einen elektrischen Antrieb erfolgen.

Schiebefalttür

auch: Schiebefalttüren

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Die Schiebefalttür ist der große Bruder der Falttür. Während die Falttür nur da montiert wird, wo aus Platzgründen eine Dreh­flügel­tür nicht eingebaut werden kann, ist die Schiebe­falttür die moderne Alternative zur Hebe­schiebe­tür. Schiebe­falttüren bestehen aus Metall­rahmen - meistens Aluminium -, in die wie bei einem Fenster Glasscheiben eingesetzt sind. Schiebefalttüren sind dort zu finden, wo auf möglichst breiter Front aus dem Wohnraum heraus der Blick und der Gang in den Garten ermöglicht werden soll. Aus ähnlichem Grund sind Schiebefalttüren in viele Restaurants und Cafés eingebaut worden. Bei gutem Wetter wird die Anlage zum Boulevard oder zum hinteren Biergarten aufgeschoben und dabei aufgefaltet. Im privaten Bereich werden Schiebefalttüren nicht zuletzt in angebaute Wintergärten eingefügt. Schiebefalttüren haben eine untere Führungsschiene und eine obere Laufschiene. Im geschlossenen Zustand schließen sie wie ein gutes Fenster hermetisch ab.

Schiebehülsen-Technik

auch: Schiebe-Hülsen-Technik

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Verfahren, um auf relativ problemlose Weise haltbare, unlösbare und dichte Rohrverbindungen im Bereich der Sanitär- und der Heizungsinstallation zu erzielen. Die Dichtwirkung ist stoff- und formschlüssig und wird ohne Einfügung eines O-Ringes erreicht. Die Zeichnung des Herstellers SCHELL zeigt den Trennvorgang des Rohres mit einer Ablängschere und danach das Aufweiten mit der Aufweitzange, nachdem zuvor die Schiebehülse aufgeschoben worden ist. Danach wird die Schiebehülse mit der Montagezange bis zum Anschlag aufgeschoben. Die Schiebehülsentechnik ist eine Alternative zum Schweißen, Löten, Kleben und zur Verpressung.

Schiebemulde

auch: Schiebemulden

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Schiebemulden dienen dem sicheren Austausch von Geld, Eintrittstickets oder Waren zwischen Verkäufer bzw. Angestellten und Kunden. Schiebemulden findet man an Bankschaltern, Theater- oder sonstigen Kassen, Nachtschaltern von Tankstellen oder Apotheken. Sie besitzen einen oder zwei verfahrbare Muldenwagen, die vom Bediener mittels Hebel oder Griff mit Arre­tierung unter der Schaltertrennung bewegt werden. Je nach Modell laufen die oben offenen Muldenwagen unter einer festen Deckplatte oder mit gegenläufiger Deckplatte oder mit zwei Muldenwagen über­einander bzw. nebeneinander gegenläufig. Die Größe der Durch­gabe­möglichkeiten und die Funktion der Schiebemulden entscheiden über den Einsatz des richtigen Modells.

Schieberosette

auch: Schieberosetten

siehe Schutzrosette.

Schiebetor

auch: Schiebetore

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Schiebetore werden, wie der Name schon sagt, aufgeschoben. Das kann per "Handdruck" erfolgen, kraftschonend über einen Kurbelantrieb oder ganz bequem über einen elektrischen Torantrieb. Unterschieden wird zwischen freitragenden Schiebetoren und Rollen-Schiebetoren, wobei auch wichtig ist, ob die Tore untenlaufend oder obenlaufend angelegt sind. Schiebetore dienen hauptsächlich der Absperrung von Freigeländen, Fabrikhöfen usw.; sie werden fast ausschließlich aus Stahlrohr gefertigt, wobei die Füllungen aus dekorativen Gründen auch aus Holz bestehen können, insbesondere dann, wenn die Tote Privatgrundstücke absichern.

Schiebetürmuschel

siehe Türmuschel

Schiebetürzarge

auch: Schiebetürzargen

Schiebetüren benötigen spezielle Türzargen. Die Zargen aus Stahl werden an die Türöffnung geschraubt. An den Türzargen werden dann noch die Laufschienen für die Schiebetür befestigt. Es werden grundsätzlich vier verschiedene Arten von Schiebetürzargen unterschieden: - Zargen für vor der Wand laufende Schiebetüren - Zargen für zweiflügelige Schiebetüren vor der Wand laufend - Zargen für in der Wand laufende Schiebetüren - Zargen für zweiflügelige Schiebetüren in der Wand laufendWeiterhin gibt es noch unterschiedliche Schiebetürzargen für Wände aus Mauerwerk oder aus Ständerwerk.

Schiebeverschlussgitter

ein Lüftungsgitter, dessen Lamellen wie bei einer Jalousie verschoben oder über einen Schieber ganz verschlossen werden können.

Schiebewand

auch: Schiebewände

Schiebewände funktionieren wie ein Schiebetor oder eine Schiebetür. Der einzige Unterschied besteht darin, dass man aufgrund der Größe der aufzuschiebenden Elemente von einer Wand spricht, was natürlich auch irreführend sein kann, denn unter einer Wand wird zunächst einmal ein starrer, fest verankerter Bauteil aus Bausteinen verstanden. Schiebewände bestehen meistens aus Sicherheitsglas oder aus einer Holzrahmenkonstruktion. Sie dienen der Aufteilung größerer Räume - etwa von Tagungsräumen - in kleinere Einheiten wie auch der Zugangssperre etwa von Einkaufscentren bei Ladenschluß. Schiebewände werden ebenso wie Faltwände obenlaufend oder untenlaufend geführt. Eine andere Konstruktionsform ist die Hängeschiebewand.

Schiebeziegel

siehe Verschiebeziegel.

Schieblehre

auch: Messschieber, Schieblehren

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Schieblehren bzw. Messschieber sind ausgesprochene Präzisionsinstrumente zum Abmessen geringerer Metallstärken und Außendurchmesser bis auf 1/10 mm. Digitale Schieblehren können auch eine Ablesegenauigkeit von 1/100 mm besitzen. Schieblehren haben einen festen und einen verschiebbaren Meßschenkel. Der feste Schenkel ist mit dem Schieberlineal verbunden, der andere auf dem gleitenden Schieber montiert. Auf dem Lineal befindet sich eine Millimeter-Strichteilung, auf dem Schieber eine Noniusteilung zum Ablesen der Zehntelmillimeterwerte. Bei der digitalen Schieblehre entfällt diese Stricheinteilung, das Ergebnis der Messung ist in einem Display abzulesen.

Schieferdecker

Historischer Beruf, in dem heute nicht mehr ausgebildet wird. Die Schieferdecker genossen ein hohes Ansehen und bildeten eigene Zünfte; sie waren insbesondere in den Abbaugebieten des Schiefers tätig. Das Dachdecken mit Schiefer ist heute ein Teilbereich des Dachdeckerhandwerks. Ein Dachdeckermeister ist heutzutage automatisch auch ein Schieferdeckermeister, obwohl die meisten Dachdecker auf den Gebrauch dieses Titels verzichten.

Schiefer-Deckstein

auch: Schieferdeckstein, Schiefer-Decksteine

Schieferdeckung

siehe Schieferdach

Schieferhammer

auch: Haubrücke

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Schieferhammer und Haubrücke dienen dem Schneiden und Lochen von schieferartigem Material bis zu einer Dicke von etwa 6 mm. Auf der Haubrücke aufliegend, wird der Schiefer oder die Faserzementplatten mit der Schneide des Schieferhammers, die an der Kante der Haubrücke entlanggeführt wird, abgeschnitten. Für das Behauen (Zuschneiden) von Naturschiefer wird auch die gebogene Haubrücke verwendet. Der Schieferhammer wird auch zum Annageln des Schiefers eingesetzt. Die Handhabung dieses Hammers beherrschen insbesondere die Schieferdachdecker.

Schieferschere

auch: Schieferscheren

siehe Schlagschere.

Schieferschindel

auch: Schieferschindeln

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Das Schieferdach bzw. der verschieferte Giebel gehören zum Alltagsbild in einigen Regionen Deutschlands, insbesondere in der Eifel, wo hochwertiger Schiefer abgebaut wird, im Bergischen Land und in Thüringen. Die Schieferschindeln werden entweder werksseitig in standardisierten Maßen und mit zwei vorgebohrten Löchern oder aber als Schieferplatten geliefert, die der Schieferdecker vor Ort für die sog. Wilde Deckung zurechtschlägt bzw. zurechtschneidet. Eine sog. Bogenschnittdeckung oder Universaldeckung kann auch der geübte Heimwerker selbst bewerkstelligen, zumindest was die Giebelverkleidung betrifft. Diese Schindeln werden auf einer Vollschalung aus 24 mm dicken Fichte-/Tanne-Brettern angebracht. Auf die Verschalung kommt zuvor eine V13-Bitumendachbahn. Und dann werden die Schindeln mit den speziellen geriffelten Schiefernägeln aufgenagelt. Das Aufschrauben geht auch, ist aber mehr die Sache des Heimwerkers, der vermeiden will, dass ihm beim Nageln zu viele Schindeln kaputt gehen. Für einen Quadratmeter Dachfläche rechnet man mit einer Schieferlast von 30 kg. Was die Vollschalung betrifft, so ist unbedingt auf gleichmäßig trockenes Holz zu achten. Der Begriff Schieferschindel hat ebenso wie der Beruf des Schieferdeckers eine historische Bedeutung, einzelne Herstellerwerke bemühen sich jedoch, stattdessen den Begriff Schiefer-Deckstein zu popularisieren. Die in Deutschland verwendeten Schieferschindeln müssen eine Stärke von 4 - 6 mm aufweisen.

Schieferung

Unter einer Schieferung versteht man Materialien, insbesondere Natursteine wie Schiefer, die eine blättrige, streifige Struktur haben und vor allem für dekorative Zwecke im Innenausbau oder an Fassaden eingesetzt werden. Auch Schindeln aus Faserzement können die Struktur aufweisen, dann aber wurde sie nicht durch tektonische Vorgänge vor Jahrmillionen hervorgerufen, sondern industriell erzeugt.

Schienenverteiler

Schienenverteiler sind die Alternative zur zentralen Elektroinstallation mit Kabeln. Sie wurden ursprünglich in der Industrie eingesetzt. Die Schienenverteiler sind über das gesamte Gebäude angeordnet. Der Stromabgriff für die Verbraucher erfolgt direkt vor Ort durch steckbare Abgangskästen. Kabelhäufungen werden auf ein Minimum reduziert. Die Anwendungsgebiete der Schienenverteilertechnik sind schon lange nicht mehr nur auf die industriellen Anwendungen beschränkt. Mit der Schienenverteilertechnik steht seit vielen Jahren der allgemeinen Gebäudetechnik wie z.B. Hochhäusern, Verwaltungsgebäuden, Warenhäusern und Flughäfen, eine sowohl wirtschaftliche wie auch sicherheitstechnische Alternative zur traditionellen Kabelinstallation zur Verfügung.

Schiffchen

siehe Schiffskehle.

Schiffhobel

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Mit einem normalen Hobel lassen sich gekrümmte Flächen nicht bearbeiten. Die Sohle des Schiffhobels läßt sich hingegen stufenlos an verschiedene Krümmungen anpassen, und zwar sowohl konvex als auch konkav.

Schiffskehle

auch: Schiffchen, Schiffskehlen

Die Schiffskehle bzw. das Schiffchen ist eine Verzierung an einem Fachwerkhaus. Genauer gesagt ist die Schiffskehle eine Schnitzerei in Form eines umgekehrten Schiffsrumpfes. Sie ist an den Stockwerkschwellen als Füllholz zwischen den auskragenden Balkenköpfen zu finden. Die Schiffskehle ist ein typisch norddeutsches Profil und kommt bereits Mitte des 16. Jahrhunderts bei den Fachwerkbauten in Norddeutschland vor.

Schiften

Schiften bezeichnet im Zimmermannshandwerk das Ermitteln der Maße, Winkeln und Formen von schräg aufeinander stoßenden Hölzern. Anhand dieser Daten schneidet der Zimmermann die Dachbalken zu, gratet sie ab und fügt sie wieder zusammen. Das fachgerechte Schiften ist die Grundlage dafür, dass auf der Baustelle alle Hölzer eines Dachstuhls ein stabiles Gefüge ergeben. Auch im Zeitalter der computergestützten Arbeit ist die Beherrschung dieser Kunst für den Zimmermann unverzichtbar.

Schifter

auch: Mittelschifter, Herzschifter

Schifter sind Sparren des Haupt- oder Nebendaches sowie der Walmflächen, die an Grat- oder Kehl-Sparren enden. Da der Schifter nicht die komplette Länge eines Sparrens hat, und die Fläche zwischen Grat und Schifter schließen muss, wird er vom Zimmerer z. B. auf dem Reißboden extra aufgeschnürt, um eine Schiftung durchzuführen. Bei einem Schifter, der zwischen annähernd gleichen Dachflächen zum Einbau kommt, spricht man auch von einem Mittelschifter bzw. Herzschifter.

Schildbogen

Schilferriss

auch: Schilferrisse

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Eine Sonderform der Kernrisse sind Schilferrisse. Sie fallen durch die schuppigen Ablösungen flächiger Holzschichten auf, die in der Mitte der Herzbretter schräg zum Faserverlauf vorkommen. Da Schilferrisse auf das trockene Innenholz begrenzt sind, können sie äußerlich nicht erkannt werden. Ähnlich den Kernrissen sind Schilferrisse auf Biegebeanspruchung am stehenden Stamm zurückzuführen. Schilferrisse haben eine unregelmäßigen Verlauf und schädigen oft mehrere Bretter von einem Stamm. Sie sind daher ein recht nachteiliger Holzfehler.

Schilfrohr

siehe Reet.

Schindel

auch: Dachschindel, Schindeln

Die Schindel ist die älteste Form der Dacheindeckung. Flache Steine wurden schon in grauer Vorzeit schuppenförmig über dem Dach ausgelegt, so dass das Wasser ablaufen, aber nicht in die Hütte eindringen konnte. Statt Steinen wurden auch Rindenstücke verwendet - übrigens auch bei den Indianern in Nordamerika - oder später dann richtige Holzschindeln, wobei die Urform, die Legschindeln, ihrerseits wieder mit Steinen beschwert wurden. Dann wurden Schindeln aus Ton gebrannt, die alten Römer nannten das Produkt "scandula". Tonschindeln werden heute noch hergestellt, nur nennt man sie dann nicht mehr Schindeln, sondern Biberschwanzziegel. Aus dem Naturstein Schiefer werden heute noch wegen seiner guten Spaltbarkeit und Haltbarkeit Schindeln hergestellt. Bitumenschindeln, Schindeln aus Zementfaser und solche aus Alublech runden das Spektrum ab, wobei alle drei Typen in verschiedenen, zum Teil auch leuchtenden Farben angeboten werden. Faserzementschindeln werden besonders häufig in der grau-schwarzen Variante zur Fassadengestaltung genutzt und sehen dabei fast aus wie echter Schiefer. Generell kommen Schindeln besonders da zum Einsatz, wo Dachziegel und Dachsteine nicht verwendet werden können - an extremen Steildächern, an Kirchtürmen usw., denn Schindeln werden grundsätzlich angenagelt.

Schindeldeckhacke

auch: Schindeldeckhacken

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Spezialbeil der Schieferdecker, mit dem sowohl Nägel eingeschlagen als auch Schindeln geformt werden.

Schindelhammer

Der Schindelhammer gleicht dem Beilhammer, ist aber kleiner und leichter. Er kommt bei Holzschindelarbeiten zum Einsatz.

Schindelstift

auch: Schindelstifte

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Schindelstifte dienen der Befestigung von Schindeln aller Art auf einer Holzverschalung oder einer Traglattung. Die Stifte haben einen gerillten Schaft, damit sie fest im Holz sitzen. Schindelstifte dürfen nicht rosten, deshalb bestehen sie entweder aus Chrom-Nickel-Stahl oder aus verzinktem Stahl. Schindelstifte werden auch mit Druckluftnaglern befestigt und sind dann 35, 42 und 50 mm lang. Für die händische Nutzung gibt es verschiedene Längen zwischen 20 und 80 mm.

Schinder

siehe Schabhobel.

Schippenband

auch: Schippenbänder

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Dieser historische Beschlag besteht aus rund-ovalen Lappen, an denen eine Bandrolle befestigt ist. Die oft verzierte Platte dient der Schraubenbefestigung am Holz, das Gegenstück ist der Kloben, meist in Form eines Stützklobens. Das Schippenband verdankt seinen Namen wohl der an eine Schaufel erinnernde Form seines Lappens und ist im 18. Jahrhundert und in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts weit verbreitet.

Schittersäge

auch: Schittersägen

Die Schittersäge zählt zu den Gestellsägen. Sie eignet sich für grobe Schnitte, zum Ablängen von Brettern, Kanthölzern, Rundhölzern und Brennholz.

Schittersägeblatt

auch: Schittersägeblätter

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Sägeblatt zum Sägen von nassem Holz mit rauem Schnitt.

Schlacke

Bleibt beispielsweise bei der Roheisengewinnung als Rückstand zurück und kann bei Eignung für die Herstellung von Hüttenzement oder im Straßenbau verwendet werden.

Schlackenhammer

auch: Schlackenhämmer

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Beim Löten oder Schweißen bleibt durch die Verwendung von Flussmitteln Krusten (die so genannten Schlacken) auf den abgekühlten Nähten der gelöteteten oder geschweißten Metallteilen zurück. Diese Kruste wird mit dem Schlackenhammer entfernt. Schlackenhämmer gibt es mit Metall- oder Holzstiel. Der Kopf ist häufig geschwungen, recht schmal und auf einer Seite spitz zulaufend.

Schlackenstein

auch: Schlackensteine

Der Schlackenstein war als billiger Baustoff zwischen dem 16. und 20 Jahrhundert ein weit verbreitetes und beliebtes Baumaterial. Er war deshalb ein günstiger Baustoff, weil er aus den Reststoffen (Schlacke) des Verhüttungsprozesses der Metall- bzw. Schmelzhütten gewonnen wurde. Durch seine relativ einfache Herstellung verbreitete er sich schnell. Jedoch wies er viele Nachteile (z.B. hohe Porosität, große Sprödigkeit, Radioaktivität) auf. Für die wirtschaftliche Vermarktung wurde die Zusammensetzung des Schlackensteins immer weiter optimiert, woraus sich der spätere Hüttenstein entwickelte.

Schlafzimmerlänge

Holzhandel, Sägewerke und Tischler sprechen von einer Schlafzimmerlänge, wenn Rundholz oder Brettzuschnitte eine Länge zwischen 2,60 und 3,20 m haben.

Schlagbohren

Maschinelles Bohrverfahren (Trockenbohren). Beim Schlagbohren werden die Bohrwerkzeuge von einem Bagger oder einem Spezialgerät am Seil geführt. Das Werkzeug wird im freien Fall auf die Bohrlochsohle heruntergelassen und löst durch das Schlaggewicht den anstehenden Boden. Mit dem Greifer wird das gelöste Material aus dem Bohrloch gehoben und entleert. Im Normalfall arbeitet das Verfahren mit einem Schlaggreifer und einer Verrohrungsmaschine bis 1800 mm bis zu einer Tiefe von 50 m. Das Schlagbohrverfahren läßt sich meistens auch noch dort einsetzen, wo andere Verfahren bereits versagen, zum Beispiel beim Durchbohren von von Geröllschichten, Felsbänken oder Kluftgestein. Besonders gut geeignet ist Schlagbohren beim Einsatz in Sand, Kies und leichtem Fels. Die Nachteile des Schlagbohrverfahrens liegen in seiner geringen Bohrleistung (durch viele erforderliche Nebenarbeiten) und den Schwierigkeiten bei anstehendem Grundwasser.

Schlagbohrmaschine

auch: Schlagbohrmaschinen

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Schlagbohrmaschinen arbeiten im Gegensatz zur Bohrmaschine mit Schlag und Rotation. Dabei ist die Stärke eines einzelnen Schlages sehr gering, die Schlagzahl mit durchschnittlich über 40.000 Schlägen pro Minute sehr hoch. Dies ist der große Unterschied zum Bohrhammer. Schlagbohrmaschinen werden zusammen mit Steinbohrern zum Herstellen von Bohrungen in Naturstein und Beton verwendet. Bei Mauerwerk bringt der Schlagbohrer lediglich bei hartem Kalksandstein einen Vorteil gegenüber der Bohrmaschine, die nur auf Rotation arbeitet. Da der Schlag jedoch abschaltbar ist, sind Schlagbohrmaschinen universell auch bei weicheren Materialien wie Holz oder Mauerwerk einsetzbar.

Schlagbrunnen

siehe Rammbrunnen.

Schlagdübel

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Die Bezeichnung ist mißverständlich, denn natürlich wird nicht der Dübel in die Wand eingeschlagen, sondern in ein zuvor gebohrtes Loch gedrückt. In den Dübel wird jedoch nicht, wie sonst üblich, eine Schraube eingedreht, sondern ein Spezialnagel eingeschlagen, dessen Schaft eine gewindeähnliche Struktur hat.

Schlagfestigkeit

auch: Schlagzähigkeit

Bezeichnet den Widerstand eines Werkstoffs gegen plötzliche Beanspruchung. Die Schlagfestigkeit des Betons kann durch die Zusammensetzung und die Erhärtungsbedingungen beeinflußt werden. Ein Beton mit hoher Schlagfestigkeit sollte einen Wasserzementwert zwischen 0,40 und 0,45 haben, denn der Abfall der Schlagfestigkeit nimmt bei der Erhöhung des Wasserzementwerts von 0,40 auf 0,50 sehr viel mehr ab als die Druckfestigkeit oder die Spaltzugfestigkeit.

Schlaghäcksler

siehe Häcksler.

Schlaghammer

auch: Schlaghämmer

Elektrowerkzeug, das zum Meißeln und Aufreißen von Beton, von Fundamenten und Straßendecken, zum Stampfen, Stocken und zum Verdichten beim Herstellen von Bauteilen bestimmt ist. Der Schlaghammer hat ein eingebautes Hammerwerk. Die Schlagenergie ist unabhängig von der Andrückkraft. Die Schlagkraft kann durch eine Elektronik dem abzuschlagenden Material oder Untergrund angepasst werden. Ein mit Druckluft betriebener Schlaghammer wird auch Drucklufthammer genannt.

Schlagklotz

auch: Schlagklötze

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Schlagklötze sind ein altbewährtes, einfaches Hilfsmittel im Tischlerhandwerk und im Heimwerkerbereich. Sie können von jedermann aus einem Reststück Holz gesägt werden. Sie sind der Puffer zwischen Brettern und insbesondere Paneelen und Dielen mit Nut und Feder, wenn letztere mit Hammerschlägen zusammengefügt werden sollen. Direkte Hammerschläge selbst mit Gummi- oder Holzhammer können das Holz beschädigen, deshalb als Zwischenstück der Schlagklotz. Für Verlegearbeiten bei Parkett und Laminat, insbesondere bei Klicklaminat und Klickparkett, bietet die Industrie eigens geformte Spezial-Schlagklötze aus Kunststoff an (Foto Holzwerke Hamberger).

Schlagladen

auch: Schlagläden

ebenso wie Fensterladen oder Fensterklappe eine weitere Bezeichnung für den Klappladen

Schlag-Maulschlüssel

auch: Schlagmaulschlüssel

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Dieser Maulschlüssel aus Spezial-Stahl ist, wie der Name bereits sagt, für eine schlagende Bearbeitung geeignet. Er wird für sehr große Schrauben mit einem Durchmesser bis 120 mm verwendet. Er besitzt einen kurzen, starken Profilschaft und ist für schwerste Beanspruchung wie beispielsweise Werften, Eisenbahnen oder Schwerindustrie geeignet.

Schlagniete

auch: Schlagnieten

siehe Niete

Schlagregen

auch: Schlagregenbeanspruchung

Starker Regen kombiniert mit Wind stellt besondere Anforderungen an eine Fassade und die Fenster. Im Bereich der Fenstertechnik spricht man von Schlagregensicherheit. Besonders der Putz leidet unter Schlagregen, da das Wasser nicht nur die Fassade herunterläuft, sondern vom Wind regelrecht in den Putz hineingedrückt wird. Diese Wasserbeanspruchung nennt man Schlagregenbeanspruchung. Speziell bei hohen Häusern mit keinem oder nur geringem Dachüberstand nimmt die Wasserbelastung überproportional zu. Wasser sammelt sich unter dem Putz, es kommt zu Frostschäden und Zerstörung des Schutzes. Eine hohe Schlagregenbeanspruchung ist auch im Sockelbereich (Spritzwasserbereich bis zu einer Höhe von etwa 30 cm) zu beobachten. Die Schlagregenbeanspruchung in Deutschland wird in drei Gruppen eingeteilt: Gruppe I, unter 600 mm Jahresniederschlagsmenge (große Teile Mittelostdeutschlands) Gruppe II, 600 bis 800 mm Jahresniederschlag (große Teile Deutschlands) Gruppe III, über 800 mm Jahresniederschlag (Gebirgs- und Küstenregion). In den Küstenregionen wird wegen der hohen Windgeschwindigkeiten schon ab 700 mm Jahresniederschlag die Beanspruchungsgruppe III angesetzt.

Schlagregenbeanspruchung

siehe Schlagregen.

Schlagregenschutz

Starker Regen kombiniert mit Wind stellt besondere Anforderungen an eine Fassade und die Fenster. Besonders der Putz leidet unter Schlagregen, da das Wasser nicht nur die Fassade herunterläuft, sondern vom Wind regelrecht in den Putz hineingedrückt wird. Auch infolge des Staudruckes wie beispielsweise über Risse, Spalten oder fehlerhafte Abdichtungen kann das Regenwasser in die Konstruktion eindringen. Speziell bei hohen Häusern mit keinem oder nur geringem Dachüberstand nimmt die Wasserbelastung überproportional zu. Wasser sammelt sich unter dem Putz, es kommt zu Frostschäden und Zerstörung des Schutzes. Eine hohe Schlagregenbeanspruchung ist auch im Sockelbereich (Spritzwasserbereich bis zu einer Höhe von etwa 30 cm) zu beobachten. Der Schlagregenschutz kann zum einen durch konstruktive Maßnahmen oder zum anderen durch Putze bzw. Beschichtungen realisiert werden. Zu den konstruktiven Maßnahmen zählen dabei zum Beispiel Außenwandbekleidungen, Verblendmauerwerk oder Schutzschichten im Inneren der Konstruktion. Welche Maßnahme ergriffen werden muss, hängt vor allem von der Intensität der Schlagregenbeanspruchung ab. Diese wird durch Wind und Niederschlag sowie durch die örtliche Lage und die Gebäudeart bestimmt. Dabei muss bei Neubauten dank wasserabweisender Putze und dichter Fenster dem Schlagregenschutz weniger Beachtung geschenkt werden. Bei der Sanierung und Modernisierung von alter Bausubstanz ist der Schlagregenschutz jedoch nach wie vor ein wichtiges Thema.

Schlagregensicherheit

Der Begriff Schlagregensicherheit wird in der Fenstertechnik verwendet. Er bezeichnet den Schutz, den ein Fenster bei vorgegebener Windstärke, Regenmenge und Beanspruchungsdauer gegen das Eintreten oder Eindringen von Wasser in das Innere des Gebäudes bietet.

Schlagrichtung

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Die Schlagrichtung (Gängigkeit) eines Stahldrahtseiles ist die Richtung der Schraubenlinie der Außenlitzen. Es wird zwischen rechtsgängiger und linksgängiger Schlagrichtung unterschieden. Das rechtsgängige Seil wird mit Z abgekürzt, das linksgängige Seil mit einem S. Da nicht nur das Seil, sondern auch die Litzen eine Schlagrichtung haben, spricht man von Kreuzschlag und Gleichschlag. (Abbildung: Seilhersteller Diepa)

Schlag-Ringschlüssel

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Ein Schlag-Ringschlüssel besitzt die gleichen Eigenschaften wie ein Ringschlüssel. Er ist lediglich sehr robust und aus besonders hartem Stahl. Er wird verwendet, um besonders festsitzende Schrauben mit Hilfe eines Hammers zu lösen.

Schlagschere

auch: Schieferschere, Schlagscheren

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Schlag- bzw. Schieferscheren werden zum Zuschneiden von nicht krummen, schieferartigen Materialien, z.B. Faserzementplatten bis 6 mm, verwendet. Zwei Messer werden dabei auf die Unter- und Oberseite des Materials aufgepresst. Durch den Keildruck der Messer wird das Material ohne Schneidverlust getrennt. Für Naturschiefer werden spezielle Schlagscheren benötigt. Die meisten Schlagscheren sind zusätzlich mit Vorrichtungen zum Lochen, einem Messer zum Schneiden von Ausschnitten und einem verstellbaren Anschlag ausgerüstet.

Schlagschnur

auch: Schnurschlag, Schnüren, Schlagschnüre

Die Schlagschnur ist ein Werkzeug des Bauhandwerkers. Sie wird benutzt, um lange, gerade Linien an Wänden, Decken oder auf Bodenflächen zu erzeugen, wenn dies mit anderen Hilfsmitteln, zum Beispiel Richtscheiten, nicht mehr zu realisieren ist. Schlagschnüre bestehen aus einem Gehäuse, in dem die Schnur aufgewickelt wird und das mit einer Kreide gefüllt ist. Beim Aufrollen und Ausziehen der Schnur wird diese mit der Kreide bestäubt. Zum Auftragen einer Linie werden je nach Länge der anzutragenden Linie zwei bis drei Leute gebraucht. Die Enden der Schnur werden einige Zentimeter über der Fläche gehalten. Jemand zieht die Schnur ein Stück in die Höhe und lässt sie auf das Werkstück schlagen. Dabei wird die Kreide von der Schnur geschlagen und ergibt eine gerade Linie auf dem Werkstück. Bei sehr langen Linien kann es nötig sein, diesen Vorgang zu wiederholen. So werden zum Beispiel beim Mauern die Lage der Wände auf dem Betonboden eingezeichnet.

Schlagschrauber

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Der elektrische oder akkubetriebene Schlagschrauber löst festsitzende Schrauben oder zieht sie richtig fest. Das Werkzeug ist unentbehrlich für die Kraftfahrzeugreparatur und im Maschinen- und Stahlsektor.

Schlagwalzenbrecher

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Der Schlagwalzenbrecher wurde zunächst für den Einsatz im untertägigen Kohlebergbau entwickelt. Dank seiner robusten Konstruktion kann der Schlagwalzenbrecher aber auch für mittelhartes Gestein eingesetzt werden. Eine Schlagwalzenbrecheranlage besteht im wesentlichen aus einer Brechwalze, die in einem vorgegebenen Abstand über einem kontinuierlich arbeitenden Förderer rotiert. Dabei zerkleinert sie durch Schlagbeanspruchung das Aufgabegut und zieht gemeinsam mit dem Förderer das zerkleinerte Brechgut in Richtung des Förderstromes. Die Spaltweite zwischen Brecherboden und Schlagwalze bestimmt die maximale Korngröße des zerkleinerten Gutes. Die Höhe der Rotoren ist deshalb einstellbar.

Schlagzähigkeit

Schlämmanstrich

auch: Schlämmanstriche

Ein Schlämmanstrich ist ein weißer Anstrich aus Kalkfarbe oder einer Mischung aus Kalkfarbe und Weißzement oder anderen wässrigen Anstrichfarben auf unverputztem Mauerwerk. Ein Schlämmanstrich (2-3 mal) soll größere Vertiefungen in Putzen und Mauerwerk ausgleichen. Dem Beschichtungsstoff wird je nach Verwendung Sand in unterschiedlicher Korngröße zugesetzt.

Schlämme

Schlammfarbe

auch: Schlammfarben

Schlammfarben sind Farbmischungen, die zum Teil schon vor Jahrtausenden aus natürlichen Rohstoffen zusammengemischt wurden. Zu den noch heute gebräuchlichen Schlammfarben zählt das bekannte Schweden-Rot, mit dem in Schweden hunderttausende Holzhäuser gestrichen wurden und werden.

Schlämmputz

auch: Schlämmputze

Schlämmputz ist ein sehr dünn angemachter Putz, bei dem die Struktur des Putzgrundes sichtbar bleibt. Er wird mit einem Quast bzw. einer Bürste aufgetragen. Aufgrund der geringen Schichtdicke handelt es sich um keinen Putz nach DIN 18 550. Auch Pinselputz, Wischputz, Rapputz sind kein richtigen Putz entsprechend der Norm, es sind angetragene Mörtelbeläge. Die Struktur des Mauerwerkes oder eines anderen Putzuntergrundes bleibt meist sichtbar. Verwendung in Keller- und Dachgeschossräumen sowie an Schornsteinen. Wird anschließend meist gekalkt.

Schlängel

siehe Tiefbordstein.

Schlangenbohrer

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Schlangenbohrer eignen sich zum Bohren von Hart- und Weichholz sowie von Hirnholz. Der Schlangenbohrer besteht aus einer Zentrierspitze mit ein- oder zweigängigem Einzugsgewinde, einem oder zwei Vorschneidern sowie einem oder zwei Spanabhebern. Die Transportschlangen fördern die anfallenden Späne selbsttätig aus dem Bohrloch. Vorwiegend werden Schlangenbohrer in Bohrwinden eingesetzt, mit zylindrischem Kegel auch in langsam laufenden Bohrmaschinen.

Schlangenholz

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Das Schlangenholz ist in Südamerika und speziell in Nordbrasilien heimisch. Die Farbe des Holzes ist satt rotbraun mit dunklen Flecken. Das Splintholz ist gelblichweiss. Das sehr harte und schwere Holz ist leicht zu spalten aber nur unter erhöhtem Druck zu bearbeiten. Es schwindet mäßig und lässt sich gut polieren. Das Schlangenholz ist eines der teuersten Hölzer und wird beispielsweise für Schirm- und Stockgriffe, Knöpfe, Violinenbögen und für Luxusgegenstände verwendet.

Schlankheit

Bei Druckgliedern aus Stahl oder Stahlbeton muss die Schlankeit berücksichtigt werden. Dies ist im Prinzip das Verhältnis von Höhe zu Dicke. Ist ein Bauteil zu dünn im Verhältnis zu Höhe, besteht die Gefahr von Knicken und muss entsprechend bei der statischen Berechnung berücksichtigt werden.

Schlauchbrücke

auch: Schlauchbrücken

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Eine Schlauchbrücke ist ein leistenähnliches Bauteil aus elastischem, hartgummiartigem Material - meistens Polyurethan-Elastomeren. Schlauchbrücken weisen unterseitig Kanäle auf, in die Schläuche eingelegt werden können, die ansonsten lose auf dem Boden liegen und Stolperfallen darstellen würden. Schlauchbrücken kommen in allen Betrieben zum Einsatz, in denen Flüssigkeiten, vor allem Wasser, durch Schläuche befördert werden. Das sind in erster Linie Brauereien, Molkereien und artverwandte Firmen. Jedoch auch auf Volksfesten werden solche Brücken verlegt, um sowohl die Schläuche vor Beschädigungen als auch die Passanten vor Unfällen zu bewahren. Schlauchbrücken sind seitlich abgeflacht und meistens mit einer Rillenstruktur versehen, um einem Ausrutschen vorzubeugen. Die einzelnen Elemente können fast nahtlos verlegt werden, weil trapezförmige Zapfen wie bei einer Holzverbindung ineinander greifen. Unsere Zeichnung zeigt eine Schlauchbrücke des Herstellers Reckli im Querschnitt.

Schlauchwaage

auch: Schlauchwaagen

Die Schlauchwaage ist ein altes, aber immer noch nützliches Hilfsmittel zur Festlegung von Punkten gleicher Höhenlage. Sie ist ein mit Wasser gefüllter Plastikschlauch unterschiedlicher Länge, an dessen Enden sich immer der Wasserspiegel in exakt gleicher Höhe einstellt. Das eine Ende der Schlauchwaage wird an einem Festpunkt angehalten. Mit dem anderen Ende wird solange verfahren, bis sich der Wasserspiegel auf Höhe des Festpunktes einstellt.

Schlaufe

auch: Schlaufen

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Unter einer Schlaufe im Bauwesen versteht man zum einen das umgebogene Ende eines Bewehrungseisens (siehe Abbildung und Haken). Zum anderen wird unter einer Schlaufe mitunter auch eine Schelle zum Befestigen von Leitungen und Kabeln an Wand oder Fußboden verstanden.

Schleierabdichtung

auch: Schleierabdichtungen

Strategie dieser Variante der Trockenlegung von Bauteilen ist es nicht, die Risse, durch die die Feuchtigkeit in das Bauwerk gelangen kann, zu schließen, sondern eine Abschirmung hinter dem Bauwerk auf der Beaufschlagungsseite herzustellen. Diese Methodik der Abdichtung stellt eine kostengünstige Alternative dar, wenn ein Verpressen der Risse unverhältnismässig aufwendig wäre oder die Rissbreitenänderung zu groß ist. Bei der Verwendung von Acrylatgelen als Injektionsmaterial kann der Bauwerkszustand feucht oder wasserführend (drückendes und nichtdrückendes Wasser) sein. Die Vergelung auf der Wasser-Beaufschlagungsseite eines Bauteil erfolgt aus dem Inneren des Bauwerks heraus. Die Injektionsschleier werden im Baugrund im Niederdruckverfahren mit einem Druck < 10 bar flächig vor dem Bauteil ausgebildet. Das Stützgerüst bildet der anstehende Baugrund. Durch das betreffende Bauteil werden rasterhaft Bohrungen hergestellt, die durch die gesamte Dicke reichen. In die Bohrlöcher werden spezielle Packersysteme (Einfüllstutzen) eingesetzt, durch die das Acrylatgel in den Baugrund injiziert wird. Da das Injektionsmaterial mit dem Grund- bzw. Sickerwasser in Berührung kommt, sind ausschließlich Produkte zu verwenden, für die ein Nachweis der physiologischen Unbedenklichkeit vorgelegt werden kann.

Schleierinjektion

auch: Schleierinjektionen

Schleierinjektion ist eine Sanierungsmethode zum Abdichten von Bauwerken. Dabei wird das Bauteil vollständig durchbohrt und ein Injektionsgel zwischen Bauteil und Erdreich injiziert. Es entsteht nach der Aushärtung eine flexible Membran, die das abzudichtende Bauteil vor der Wasserbelastung schützt. Die Ausführung einer Schleierinjektion ist sowohl bei vertikalen als auch horizontalen Flächen, aber auch bei schrägen Bauteilen, die jeweils im Erdreich einbinden, möglich. Die Schleierinjektion wird auch als Fundament- oder Bodenplattenvergelung bezeichnet, es handelt sich dabei um eine Sanierungsmaßnahme zum Schutz von Kellerräumen gegen eindringendes Wasser.

Schleifbügel

siehe Handschleifer.

Schleifbürste

auch: Schleifbürsten

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Die Schleifbürste ist ein Elektrowerkzeug zur Oberflächenbearbeitung. Es wird dort eingesetzt, wo Winkelschleifer, Geradschleifer und Bohrmaschine mit Schleifaufsatz an ihre Grenzen stoßen - zum Beispiel an schwer zugänglichen Stellen und engen Winkeln. Die Bearbeitung der Oberfläche erfolgt mittels rotierender Bürsten, Schleifhülsen, Fächerscheiben und Polierfilzen. Eingesetzt wird die Schleifbürste zum Beispiel zum Entrosten, Entfernen von Lack und Farbe, Bearbeiten von Schweissnähten, Vorschleifen, Finishen, Reinigen usw.

Schleifen

Schleifen ist eine spanabhebende Bearbeitungsart mit sehr kleinen Spänen, dem Schleifstaub. Das Material wird von den scharfkantigen Schleifkörnern des Schleifkörpers ( Schleifpapier, Schleifvlies , Schleifscheibe ) abgetragen.

Schleifgewebe

Die Anwendungsbereiche von Schleifgewebe sind ähnlich derer von Schleifpapier. Schleifgewebe ist allerdings etwas robuster. Als Träger fungiert ein Gewebe aus Nylon, Polyester oder Baumwolle. Darauf sind Schleifkörner aus Korund oder Siliciumcarbid mit speziellen Harzen befestigt. Vereinzelt findet man auch Schleifgewebe, die mit Diamant oder CBN beschichtet sind.

Schleifgitter

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Ein Schleifgitter ist ein netzartiges Nylongewebe, das in Handschleifer und elektrische Schleifmaschinen eingespannt wird. Es eignet sich gut für grobe Schleifarbeiten wie das Schleifen von Spachtelstellen auf Gipskartonwänden. Es lässt sich jedoch auch zum Nass- oder Trockenschleifen von Flächen aus Holz, NE-Metallen, Kunststoffen, Grundierungen oder Füllern verwenden.

Schleifhub

Der Schleifhub gibt Auskunft über die Auslenkung der Schleifplatte von Exzenterschleifern. Ist die Auslenkung klein, ist die Oberflächenqualität besser, wird die Auslenkung größer, steigert sich die Abtragsleistung.

Schleifklotz

auch: Schleifklötze

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Schleifklötze werden zum Schleifen mit der Hand verwendet. Sie bestehen aus verschiedenen Werkstoffen (z.B. Kork oder Gummi) und Formen mit und ohne Klemmvorrichtung für das Schleifpapier. Man benutzt sie zum leichten und vorsichtigen Glätten und zum Schleifen an Stellen, die für Schleifmaschinen unzugänglich oder ungeeignet sind.

Schleifkorn

auch: Schleifkörner

Man unterscheidet natürliche und künstliche Schleifkörner. Natürliche Schleifkörner werden gewöhnlich aus Schmirgel, Granat, Flint oder Quarz gewonnen. Mit diesem Material wird unter anderem Schleifpapier beschichtet , welches bei der Bearbeitung von weichen Materialien wie Holz oder Kunststoffe verwendet wird. Zum Schleifen von Metall oder Stein sind natürliche Schleifkörner - sieht man vom echten Diamanten ab - zu weich. Deshalb werden synthetische Schleifkörner hergestellt. Diese sind beispielsweise aus Korund, Siliciumcarbid, Diamant oder kubisches Bornitrid.

Schleifmaschine

auch: Schleifmaschinen

Schleifmaschinen sind elektrische Werkzeuge zum Glätten von Oberflächen oder zum Entfernen von Anstrichen. Die Oberfläche kann aus Holz, Beton, Naturstein oder Kunststoff, sowie lackiert oder unbehandelt sein. Es gibt handgeführte Heimwerkermaschinen wie Bandschleifer, Winkelschleifer, Schwingschleifer, Varioschleifer, Exzenterschleifer, Deltaschleifer oder Tellerschleifer. Profimaschinen sind Einscheiben-Schleifmaschine, Dreischeiben-Schleifmaschine und Randschleifmaschine. Sie werden hauptsächlich zum Schleifen von Parkett, Bodenbelägen aus Naturstein, Beton oder Estrich verwendet. In der Schreinerei verwendet man stationäre Schleifmaschinen wie Langbandschleifmaschine, Kantenschleifmaschine oder Breitbandschleifmaschine.

Schleifmaus

auch: Schleifmäuse

Kleines, handliches Werkzeug aus Holz, in das Schleifpapier eingespannt wird. Das zugeschnittene Schleifpapier wird dabei durch Umknicken in zwei Falze gesteckt, wobei die endgültige Fixierung dadurch erfolgt, dass ein Keil in den breiteren der beiden Falze eingeschoben wird. Das Schleifpapier erhält somit Spannung. Mit der Schleifmaus werden vor allem kleine und kleinste Werkstücke bearbeitet, z. B. kleine Astscheiben für die Herstellung von Holzschmuck, aber auch Holtzstücke für Intarsienarbeiten.

Schleifmittel

Als Schleifmittel werden Hilfsstoffe, Maschinen und Werkzeuge zum Schleifen bezeichnet. Je nach Anpassungsfähigkeit an die zu schleifende Form werden unterschieden: - unflexible Schleifsteine oder Schleifklötze - flexible Schleifpapiere und -gewebe, Schleifvliese, Stahlwolle und Schleifgitter - pulverförmige Schleifpulver, Schleifpaste

Schleifmodler

siehe Modler

Schleifmopteller

Schleifpapier

auch: Nassschleifpapier, Trockenschleifpapier, Endlosschleifpapier, Schleifpapiere

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Schleifpapier, umgangssprachlich auch Sandpapier genannt, wird hauptsächlich zur Bearbeitung von Holz eingesetzt. Aber auch Lacke, Farben, Kunststoff oder Metall lassen sich mit Schleifpapier bearbeiten, wenn man das richtige Schleifkorn wählt. Schleifpapier besteht aus einem Trägerpapier und einer einseitigen Beschichtung mit Sand, Quarz, Glasstaub oder synthetischen Stoffen wie Korund oder Siliziumkarbid. Die Körnung gängiger Schleifpapiere reicht von sehr grob (50,60) bis hin zu sehr fein (500,600). Zusammen mit einem Schleifklotz aus Holz oder Kork verwendet man Schleifpapier zum Schleifen mit der Hand. Auch manche Schleifmaschinen wie Multischleifer oder Dreieckschleifer werden mit Schleifpapier bestückt. Schleifpapier gibt es auch in Bandform. Diese Endlosschleifpapiere werden in Bandschleifmaschinen eingesetzt. Weiterhin unterscheidet man Trockenschleifpapier und Naßschleifpapier. Naßschleifpapier ist wasserfestes Schleifpapier, das sich besonders zum Schleifen von spröden Farben, Lacken und Kunststoffen sowie von Spachtelmassen eignet. Zudem lassen sich Werkzeuge sehr gut mit Naßschleifpapier schärfen und Steine werden mit dem Schleifpapier schön glatt. Das liegt unter anderem daran, dass es Naßschleifpapier auch mit einer ultrafeinen Körnung von 2500 gibt.

Schleifpaste

auch: Schleifpasten

Schleifpasten werden zum Polieren verwendet. Sie bestehen aus Paraffinpasten oder Wachsemulsionen, in die Schleifkörner eingerührt sind. Es gibt sie in grober oder feiner Körnung.

Schleifpulver

Schleifpulver sind Schleifmittel, die mit Wasser gemischt zum Nassschleifen verwendet werden. Zum Einsatz kommen Schleifpulver aus Bimsstein, Quarz oder Kieselgur.

Schleifscheibe

auch: Schleifscheiben

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Eine Schleifscheibe oder ein Schleifkörper baut sich im wesentlichen aus drei Komponenten auf: dem Schleifmittel, der Bindung, die das Schleifkorn im Schleifkörper festhält, und den eingeschlossenen Hohlräumen (Poren). Korund und Siliciumkarbid werden keramisch, mit Gummi oder Kunstharz gebunden. Die Bindung von Diamant- und CBN-Schleifkörnern erfolgt mit galvanisierten Metall, Kunstharz oder Sintermetall. Diamantscheiben können zudem Bronze als Bindung besitzen, während CBN keramisch gebunden sein kann. Weiterhin unterscheidet man Schleifscheiben nach ihrer Härte. Von A wie äußerst weich bis Z wie äußerst hart geht die Skala. Schleifscheiben bewegen sich allerdings in der Regel einem mittleren Bereich zwischen H und S. Schleifscheiben werden bei Handschleifmaschinen wie dem Winkelschleifer und stationären Schleifmaschinen verwendet. Spezielle Schleifscheiben sind Fiberscheiben, Schruppscheiben, Lamellenschleifscheiben oder Fächerscheiben.

Schleifscheibenabrichter

auch: Schleifscheiben-Abrichter

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Der Schleifscheibenabrichter ist ein Werkzeug zum Glätten von Schleifscheiben. Durch das Abrichten wird die Schleifscheibe in einen schleiftechnisch funktionsfähigen Zustand gebracht. Damit ist die Voraussetzung gegeben, die Forderung nach Oberflächengüte und Maßqualität an dem zu schleifenden Bauteil unter Betrachtung ökonomischer Gesichtspunkte zu erfüllen.

Schleifschwamm

auch: Schleifschwämme

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Ein Schleifschwamm ist ein Schwamm, auf den die Körnung aus Ciliciumcarbid quasi aufgeklebt ist. Den Schwamm gibt es in Körnungen zwischen K 100/220 bis K 280/1000. Er wird zum Glätten, Aufrauhen und Mattieren von Oberflächen eingesetzt, die mit Farben, Lacken und Kunststoffen beschichtet sind und bei denen vor allem Rundungen, Kanten und Profile bearbeitet werden müssen.

Schleifstein

auch: Schleifsteine

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Schleifsteine für den Handgebrauch sind in der Regel rechteckig, für den Einsatz in Schleifmaschinen sind sie rund und werden in diesem Fall auch Schleifscheiben genannt. Beim künstlichen Schleifstein ist die Zusammensetzung ähnlich wie bei einer Schleifscheibe. Sandstein wurde über zwei Jahrhunderte in der Eifel abgebaut und zu Schleifsteinen für die Messer- und Werkzeugindustrie im Bergischen Land verarbeitet, wobei diese als Großmesserschleifer Dimensionen bis 2 m Durchmesser erreichten. Da der zu Staub zerriebene Quarzsand eingeatmet wurde und zur berüchtigten Schleiferkrankheit führte, dürfen seit 1930 keine Sandsteine mehr für Schleifzwecke verwendet werden. An deren Stelle sind keramische Produkte oder andere Gesteinsarten getreten. Künstliche Schleifsteine für den Handgebrauch besitzen meistens eine gröbere Seite für den eigentlichen Schleifvorgang und eine feinere Seite für den Feinschliff. Sie sind dann Schleifstein und Abziehstein in einem. Derartige Schleifsteine sind in vielen Hobby-Werkstätten zu finden, um hochwertiges Werkzeug nachzuschleifen. Sie sind auch in der Landwirtschaft und im Gartenbau im Einsatz, um Sensen und Sicheln zu dengeln. Hochwertige Schleifsteine natürlichen Ursprungs sind der belgische Brocken und der Arkansasstein.

Schleifstift

auch: Schleifstifte

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Schleifstifte sind Einsatzwerkzeuge für Geradschleifer oder Mini-Bohrmaschinen. Sie werden aus Stahl gefertigt und bekommen als Schleifmittel zum Beispiel Carbid oder Korund in unterschiedlicher Körnung aufgeschweißt. Schleifstifte gibt es in den unterschiedlichsten Formen für unterschiedlichste Einsatzzwecke. So werden Glasstifte zum Beispiel zum Gravieren und Mattieren von Glas, aber auch zum Schleifen von Hartmetall eingesetzt. Besonders gut geeignet sind Schleifstifte zum Schleifen an schwer zugänglichen Stellen.

Schleifteller

auch: Fächerschleifteller

Während bei einer Schleifscheibe sozusagen nur der Rand der Scheibe eine Schleiffunktion hat, wird beim Schleifteller der gesamte runde Teller für den Schleifvorgang eingesetzt. Schleifteller sind also wichtigster Bestandteil von Sanierungsfräsen, Betonfräsen, Estrichfräsen oder Putzfräsen. Sie sorgen dafür, dass Untergründe glatt geschliffen und Kleberreste abgeschlifffen werden, damit neue Bodenbeläge plano und ohne "Huckel" verloegt werden können. Schleifteller können unterschiedlich beschichtet oder konstruiert sein. Üblich sind PKD-Beschichtungen und Beschichtungen mit Diamantsegmenten oder Hartmetall-Splitt.

Schleifvlies

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Schleifvliese bestehen aus Nylonfaservlies, in die die Schleifkörner eingearbeitet sind. Die wasser- und lösemittelbeständigen Schleifvliese eignen sich besonders für Feinschleifarbeiten wie zum Beispiel zum Ausschleifen von Lackierfehlern, Reinigen und Entfetten von Metallen oder zum Schleifen von Profilen und Vertiefungen. Sie sind sehr anschmiegsam und passen sich deshalb dem Untergrund an. Schleifvliese werden als Rollen, Platten oder Scheiben geliefert und in zwei Sorten hergestellt. Der rotbraune Typ A mit Korund als Schleifkorn wird zum Mattschliff von Beschichtungen oder Aufrauhen von Aluminium verwendet. Das anthrazitfarbene Schleifvlies (Typ S) besitzt Siliziumcarbid als Schleifkörner. Dieses Vlies eignet sich für den Endschliff und zum Ausbessern von Lackierfehlern

Schleifzapfen

Der Schleifzapfen ist eine traditionelle Reparaturverbindung der Zimmerleute. Die originale Holzverbindung wird wiederhergestellt. Die Verlängerung des Zapfenloches wird durch die Ausfachung abgedeckt, so dass die Reparatur nicht sichtbar ist. Es ist auch denkbar, das Zapfenloch nach unten zu verlängern. Ebenso kann der Schleifzapfen an allen Bauteilen mit Zapfen zur Reparatur eingesetzt werden, z.B. an Ständern oder Streben. Wird ein Riegel mittels Schleifzapfen eingebaut, ist diese Reparatur hinsichtlich der Lastabtragung aus den Gefachen der Originalverbindung gleichzusetzen.

Schleppschaufel

auch: Schürfkübel, Schleppschaufeln

Die Schleppschaufel oder auch Schürfkübel ist ein Baggerwerkzeug, das ausschließlich beim Seilbagger verwendet wird. Der muldenförmige Kübel mit Zähnen an der vorderen Bodenseite hängt an zwei Seilen. Mit dem Hubseil wird die Schleppschaufel möglichst weit vom Bagger weggeworfen und dann mit dem Grabseil eingezogen. Dadurch schürft die Schaufel und füllt sich. Anschließend wird die Schleppschaufel bei straffem Schleppseil mit dem Hubseil angehoben und am Entleerungsort durch Nachlassen des Schleppseils geleert.

Schlesischer Verband

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Drei Läufer und ein Binder wechseln sich beim Schlesischen Verband in jeder Schicht ab.

Schleuderbeton

Schleuderbeton wird in rotierenden Stahlformen hergestellt. Der Durchmesser kann bis zu 3 m und mehr betragen. Beim Schleudern werden die spezifisch schwereren Teile des plastischen bis weichen Betons durch die Fliehkraft nach außen gedrückt. Ein Teil des Überschußwassers Iäuft nach innen ab, und die Poren schließen sich. Hierdurch ergibt sich ein niedriger wirksamer Wasserzementwert, so dass ein dichter und hochfester Beton entsteht. Auf diese Weise ist es möglich, relativ leichte, schlanke und sehr hoch beanspruchbare Bauteile herzustellen. Allerdings kommt es zu einem schichtenartigen Aufbau. Die Grobzuschläge reichern sich außen an, während der überschüssige Feinmörtel nach innen verdrängt wird. Die Folge sind veränderliche Steifigkeiten und ein unterschiedliches Schwindverhalten über die Wanddicke. Der Abriebwiderstand an der Innenwand wird herabgesetzt. Aus Schleuderbeton werden rohrförmige Körper hergestellt, z.B. Betonrohre, Stahl- oder Spannbetonstützen, Leitungsmaste usw.

Schleuderstreuer

siehe Streuwagen

Schlichtfeile

auch: Schlichtfeilen

Bezeichnung für Feilen mit besonders feiner Zahnung, die sich für entsprechend feine Metallarbeiten eignen. Schlichtfeilen haben die Hiebteilung 4.

Schlichthammer

auch: Schlichthämmer

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Der Schlichthammer ist ein spezieller Hammer zur Metallbearbeitung. Hierbei geht es nicht um das Schmieden von heißem Eisen sondern der Bearbeitung von kaltem Metall. Der Schlicht­hammer besitzt eine runde und flache sowie eine eckige und flache Seite. Auch wenn die Seiten flach sind, sollte der Schlichthammer niemals zum Einschlagen eines Nagels missbraucht werden. Dazu ist das Metall des Hammers zu weich und es würde zu hässlichen Narben kommen. Mit einem Schlichthammer lassen sich kleine Krater, die bei der Blechbearbeitung automatisch entstehen, wieder ausgleichen.

Schlichthobel

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Eines der nützlichsten Werkzeuge im Tischlerhandwerk. Mit dem Schlichthobel wird ein sägeraues oder zuvor mit einem Schrupphobel oder der Raubank bearbeitetes Brett geglättet. Der Schlichthobel nimmt nur einen relativ dünnen Span ab. Er ist auch zum Bestoßen von Hirnholz geeignet.

Schlichtstahl

auch: Schlichtstähle

Werkzeug zum Bearbeiten eines Holzstücks auf einer Drechselbank. Mit einem Schlichstahl lassen sich dünne Späne von einer größeren Fläche abbnehmen. Ist das Werkzeug gut geschliffen und beherrscht der Drechsler sein Handwerk, braucht das Holz nach dem Bearbeiten kaum mehr mit dem Schleifpapier glattgeschliffen werden.

Schließanlage

auch: Schließsystem, Schließanlagen

Von einer Schließanlage oder einem Schließsystem wird bei einer Kombination verschiedener Schlösser und verschiedener Schlüssel gesprochen. Schließanlagen findet man häufig bei Büro- oder Industriegebäuden. So darf ein normaler Angestellter z.B. nur bestimmte Türen des Büros öffnen, während der Chef mit seinem Schlüssel Zugang zu allen Räumen hat. Dies wird mit Schlüsseln verschiedenartiger Profilierung und Fräsung erreicht. Eine normale Haustür bei einem Einfamilienhaus besitzt in der Regel keine Schließanlage, weil jeder Schlüssel dazu gleich ist und die gleichen Türen aufschließen kann. Schließanlagen werden heutzutage meistens mit Zylinderschlössern hergestellt, z. B. mit Bohrmuldenschlüsseln oder dem klassischen Zackenschlüssel. Aber auch Chubbschloss oder Buntbartschlösser erlauben Schließanlagen.

Schließbart

Der Schließbart ist der Teil eines Zylinders, der über das Drehen des Schlüssels, die Zuhaltungen und das Riegelwerk des Schlosses betätigt. Gegebenenfalls betätigt der Schließbart auch andere Funktionselemente, z.B. elektrische Schalter bei Aufzügen.

Schließblech

auch: Schließbleche

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Bezeichnung für ein längliches Metallschild, das von außen und innen auf eine Tür aufgeschraubt wird. Das Zylinderschloss sollte aus Sicherheitsgründen nicht über das Schließblech hinausragen, um ein Abdrehen des Zylinders mit der Zange zu verhindern. Sicherheits-Schließbleche werden durch den Türrahmen geführt und von der Innenseite verschraubt. Schließbleche sind auch Teil eines Fensterbeschlags. In das Schließblech greift die Getriebeverriegelung ein. Ein Fenster besitzt mehrere Schließbleche, über die die Verriegelung erfolgt.

Schließfolgeregler

Schließfolgeregler werden insbesondere bei zweiflügeligen Feuer- und Rauchschutztüren eingebaut, dort sind sie nach der EU-Norm 11158 auch vorgeschrieben. Schließfolgeregler sorgen dafür, dass sich der Stehflügel einer Tür vor dem Gangflügel schließt und sich die Türflügel im Gefahrenfall nicht verklemmen. Nur der Schließfolgeregler, den es als Zubehör gibt oder der schon von vornherein in die Gleitschienen eines Türschließers eingebaut worden ist, garantiert das folgerichtige Schließen zweiflügeliger Türen mit überfälztem Mittelstoß.

Schließsystem

auch: Schließsysteme

Schließzylinder

auch: Schliesszylinder

siehe Zylinderschloss.

Schlingenflor

auch: Bouclé

Aus Schlingenflor (Bouclé) werden sehr strapazierfähige und unempfindliche Teppichböden hergestellt. Es besteht aus geschlossenen Garn- und Faserschlingen. Trennt man diese Schlingen auf, wird daraus Schnittflor. Schlingenflor eignet sich besonders für Kinderzimmer, Büroräume und Flure.

Schlitzdüse

Zubehörteil einer Heißluftpistole zum Schweißen von Planen.

Schlitze

auch: Schlitz

Längliche, offene Aussparungen in Mauerwerk oder Beton. Sie können senkrecht, waagerecht oder schräg im Bauteil liegen, beim Aufbau der Wand ausgespart oder im fertigen Bauwerk eingeschnitten werden. Sie dienen beispielsweise zur Aufnahme der elektrischen Leitungen.

Schlitzen

Unter Schlitzen versteht man das Herstellen von 40 bis 100 cm breiten und bis 40 m tiefen Wänden im Baugrund mit dem anstehenden Boden als Schalung. Die Schlitzwände werden mit einer Elementlänge von 2,5 m bis 7,5 m abschnittsweise eingebaut.

Schlitzfeile

auch: Schlitzfeilen

Schlitzfeilen sind Feilen, mit denen (wie der Name schon sagt) Schlitze in Holz oder Metall gefeilt oder vorhandene Schlitze bearbeitet werden. Für die Metallbearbeitung werden Schlitzfeilen mit Diamantkörnungen hergestellt. Die Feilenstärken liegen zwischen zwei und fünf Millimetern.

Schlitzfräse

auch: Schlitzfräsen

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Mit Schlitzfräsen werden tiefe Schlitze in Gestein, Beton oder Mauerwerk gezogen. Im Gegensatz zur Mauernutfräse gibt es nur eine Diamantscheibe zum Schlitzen. Auch wenn sie dem Winkelschleifer ähneln, können Schlitzfräsen nicht als Winkelschleifer verwendet werden. Schlitzfräsen verfügen über einen in der Maschinenkonstruktion integrierten Trennschlitten mit Absaug-Schutzhaube und einstellbarem Tiefenanschlag.

Schlitzgerät

auch: Schlitzgeräte

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Das Schlitzgerät ist ein Werkzeug des Tischlers bzw. des Schreiners. Es ermöglicht ihm, tiefe Schlitze (bis 500 mm) in Werkstücke aus Holz oder Holzwerkstoffen wie Leimbindern zu fräsen. Dies ist auch in jedem beliebigen Winkel bis 45° möglich. Die Schlitzbreite beträgt bei einmaligem Einstich etwa 10 - 17 mm. Durch mehrmaliges Einstechen sind jedoch beliebig breite Schlitze herstellbar. Mitunter wird unter einem Schlitzgerät aber auch eine Schlitzfräse oder eine Mauernutfräse verstanden.

Schlitzlochblech

auch: Schlitzlochbleche

Eine Variante des Lochbleches mit schlitzartigen Ausstanzungen. Schlitzbleche werden meistens als Dekorbleche eingesetzt, dienen aber auch der Abdeckung von Luftschächten, Ventilatorgehäusen usw.

Schlitzrinne

auch: Schlitzrinnen

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Schlitzrinnen werden in den Boden von nässebelasteten Räumen eingebaut, damit Wasser und andere Flüssigkeiten sofort abfließen können und sich keine Pfützen bilden. Haupteinsatzgebiete sind demenstprechend Großküchen, Molkereien, Brauereien, Schwimmbäder, chemische Labore und dergleichen. Schlitzrinnen bestehen aus rostfreiem Edelstahl und werden bodengleich eingebaut. Gegenüber den Kastenrinnen haben sie den Vorteil, dass sie schnell gereinigt werden können, da kein Rost abzunehmen ist. Der Nachteil ist natürlich, dass die geringe Breite - eben nur ein Schlitz - größere Wassermengen im Gegensatz zur Kastenrinne nicht sofort aufnimmt. Schlitzrinnen sind so konstruiert, dass sie auch größeren Belastungen wie etwa durch Gabelstapler- und LKW-Einsatz standhalten. Beim Einbau von Schlitzrinnen ist ein Gefälle von 0,5% zu beachten.

Schlitzsägeblatt

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Sägeblatt zum Schlitzen von Zapfen; feine Schnitte längs zur Faser.

Schlitzschere

auch: Schlitzscheren

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Schlitzscheren arbeiten im Prinzip wie Elektro-Blechscheren, mit dem Unterschied, dass sie zwei feste Untermesser besitzen. Dazwischen bewegt sich ein bewegliches Messer hin und her. Beim Schervorgang wird ein streifenförmiger Span vom beweglichen Messer abgeschert, der die Breite des Schlitzes zwischen den beiden Untermessern besitzt. Da nur der schmale Span verformt werden muss, sind die Vorschubkräfte gering und es lassen sich Blechstärken bis etwa 1,5 mm schneiden. Die Schlitzschere eignet sich am besten für gerade Schnitte. Mit speziellen Messern kann man jedoch auch Kurvenschnitte machen, wenn der Radius nicht zu klein ist.

Schlitzschraubendreher

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Schraubendreher der allgemein bekannten Art für Schrauben mit Schlitzantrieb, siehe Zeichnung.

Schlitzschraubhaken

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Schlitzschraubhaken verfügen statt über einen Schraubenkopf über einen Haken, in den ein Schlitz eingelassen worden ist. Somit kann dieser Haken mit einem Schlitzschraubendreher eingeschraubt werden. Das Einsatzgebiet des Hakens entspricht dem des normalen Schraubhakens.

Schlitz-Schraubhaken

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Der Schlitz-Schraubhaken ist eine Stahlschraube, die statt des üblichen Schraubenkopfes einen Haken aufweist, der mit einem senkrechten Schlitz versehen ist. Mit dem passenden Schraubendreher kann somit der Haken in den Dübel eingedreht werden. Für die Befestigung schwerer Bilder, aber auch für die Wandbefestigung von Werkzeug und dergleichen, werden derartige Haken hauptsächlich verwendet.

Schlitz und Zapfen

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Schlitz und Zapfen ist eine gebräuchliche Rahmeneckverbindung. Sie eignet sich vor allem zum Herstellen von Möbel- und Fensterrahmen. Auch bei der Sparrenverbindung am Firstpunkt (ohne Firstpfette) wird diese Verbindung verwendet. Die aufrechten Rahmenteile erhalten in der Regel Schlitze, die waagerechten Rahmenteile Zapfen. Die am meisten verwendete Verbindung ist der einfache Zapfen. Aus statischer Sicht trägt diese Verbindung nicht viel. Die Schlitz- und Zapfenverbindung bietet jedoch eine gewisse Sicherheit gegen das Verdrehen der Hölzer. Nachteil: Wenn die Hölzer leicht verwunden sind, bringt diese Verbindung Schwierigkeiten beim Aufstellen. Der Zapfen soll lediglich die Verbindung zweier stumpf aufeinander stoßender Hölzer schaffen. Bei besonders belasteten Eckverbindungen oder bei dicken Rahmenhölzern werden Verbindungen mit Doppelzapfen hergestellt. Dient der Rahmen zur Aufnahme von Holz- oder Glasfüllungen, erhält er meist an der Innenkante einen Falz. Füllungsstäbe halten die Füllung im Falz. Die Füllung kann in diesem Fall ausgetauscht werden. Sollen die Füllungen fest im Rahmen eingebaut sein, wird der Rahmen mit einer Nut versehen.

Schlitz- und Zapfenfräsgerät

auch: Schlitz-, und, Zapfenfräsgeräte

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Was der Tischler früher mit Hand und Werkzeug herstellen musste, übernimmt nun ein Schlitz- und Zapfenfräsgerät. Das Gerät kann so eingestellt werden, dass Holzzapfen und Schlitz eine losere oder festere Verbeinung eingehen. Auch die Breite und die Länge der Holzzapfen wie die Breite und Tiefe der Schlitze sind individuell einstellbar.

Schlitzwand

auch: Schlitzwände

Die Schlitzwand ist eine Weiterentwicklung der Bohrpfahlwand. Sie wird durch Schlitzen hergestellt. Sie ist eine unterirdische (Stahl-)Betonwand, die in einem grabenartigen Schlitz abschnittsweise betoniert wird. Die Wände werden während des Aushubs und Betonierens mit Hilfe einer stützenden Flüssigkeit (thixotrope Stützflüssigkeit)am Einsturz gehindert. Ist die gewünschte Tiefe erreicht, werden Abschalelemente (in der Regel Stahlrohre) zur Abgrenzung der einzelnen Wandsegmente eingebaut. Anschließend werden für die Schlitzwand vorbereitete Bewehrungskörbe in den Schlitz eingestellt. Anschließend wird betoniert. Gleichzeitig muss die Stützflüssigkeit entfernt werden. Stützflüssigkeit und Beton dürfen sich dabei nicht vermischen. Dafür wird der Beton durch eine Rohrleitung derart in den Schlitz gepumpt, dass sich die Austrittsöffnung des Rohres ständig unterhalb der Frischbetonoberfläche befindet. Nach dem Erhärten des Betons werden die Abschalelemente mit dem Seil oder hydraulisch gezogen

Schloss

auch: Schlösser

Schlösser liegen nicht nur im Monde, wie Paul Linke in "Frau Luna" verkündet, sondern sie finden sich in Haustüren und Kleiderschränken. Schon von alters her wollten die Menschen ihr Hab und Gut vor dem Zugriff von Unbefugten schützen. So wurden Konstruktionen ausgetüftelt, die es ermöglichten, dem Diebstahl einen Riegel vorzuschieben. Die ersten überlieferten Schlösser waren aus Holz und wurden etwa 5000 Jahre vor der Geburt Christi von den Ägyptern entwickelt. Das erste reine Metallschloss fertigten die Römer. Zu diesem Zeitpunkt war Jesus bereits 100 Jahre tot. Bis die ersten Türschlösser gebaut wurden, dauerte es weitere 1500 Jahre. Während des dreißigjährigen Krieges entwickelten zwei Schlosser etwa zeitgleich Schlösser, deren Grundprinzip man bis heute bei Zimmertüren findet. Der Riegel wurde mit einem handlichen Schlüssel mit Bartprofilierung bewegt. 1844 entwickelte der Amerikaner Linus Yale Senior das erste Zylinderschloss. Zylinderschlösser mit ähnlichem Aufbau findet man bei den meisten heutzutage gängigen Außentüren. Weitere Schlösserarten sind Einsteckschloss, Aufschraubschloss, Buntbartschloss, Einbohrschloss, Besatzungschloss, Einlassschloss, Zuhaltungsschloss Drehstangenschloss, Schubstangenschloss, Magnetschloss, Schubriegel, Wechselschloss, Vorhängeschloss, Möbelschlösser, Hakenfallenschloss

Schlosser

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Der historische Beruf des Schlosser ist inzwischen mit dem Schmied im Berufsbild des Metallbauers auf­ge­gan­gen. Der wesentliche Unter­schied zwischen beiden Berufen liegt darin, dass der Schmied an der Esse Metall zum Glühen bringt und durch Hammerschläge in bestimmte Formen bringt. Hingegen bearbeitet der Schlosser vor allem Stahlstäbe und Stahlblech durch schweißen und nieten. Der Schlosser baute im Mittelalter schwere Schlösser für Burgtore oder Schatztruhen und fertigte Beschläge an. Die Grenze zwischen einem Schmied und einem Schlosser ist heute fließend - sowohl der eine wie der andere kann löten oder schweißen, kann Tore und Gitter oder Treppengeländer herstellen. Das Aufstellen von Draht- und Metallzäunen ist eine typische Schlosserarbeit, ferner der Aufbau von Wintergärten ín Metall-Rahmenkonstruktionen oder die maßgenaue Anfertigung von Schiebetoren und Falttür- bzw. Falttoranlagen aus Stahl und Stahlblech (siehe Foto)

Schlosserhammer

auch: Schlosserhämmer

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Der Schlosserhammer ist der Hammer, den die meisten wohl im Werkzeugschrank haben. Er wird verwendet für allgemeine Arbeiten wie Nägel einschlagen oder Bleche bearbeiten. Schlosserhämmer gibt es in verschiedenen Grössen mit einem Gewicht von 50 g bis 2000 g. Sie besitzen eine keilförmige Finne und eine rechteckige Breitbahn.

Schlossflügel

siehe Gehflügel.

Schlosskasten

auch: Schlosskästen

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Der Schlosskasten ist der Teil eines Schlosses, in dem die ganze Technik untergebracht ist. In den Schlosskasten wird der Drücker gesteckt, mit dem die Falle bewegt wird. Auch das eigentliche Schloss ist im Schlosskasten. Mit dem Schloss wird der Riegel bewegt oder auch die Falle beim Wechselschloss. Die Sicherungsart reicht vom Buntbartschloss über das Besatzungsschloss bis hin zu Zuhaltungsschloss, Zylinderschloss und Magnetschloss.

Schlossschrauben

Schluckbrunnen

auch: Infiltrationsbrunnen

Schluckbrunnen oder Sickerbrunnen dienen nicht der Wasserförderung aus dem Erdreich, sondern der Wasserrückführung. Insofern haben sie dieselbe Funktion wie Sickerschächte. Schluckbrunnen sind unerlässlich, wenn mittels Wärmepumpen dem Grundwasser Wärme entzogen und diese in Heizenergie umgewandelt wird. Das auf etwa 4° herabgekühlte Wasser sickert über Schluckbrunnen wieder in das Grundwasser. Bohrbrunnen und Schluckbrunnen müssen dabei 10 bis 15 m auseinander liegen. Mitunter werden Schluckbrunnen auch als Infiltrationsbrunnen bezeichnet.

Schluff

Feinkörniges Gestein, das von der Korngröße (0,002 bis 0,06 mm) und den Eigenschaften zwischen Ton und Sand liegt. Schluff gehört zum Mehlkorn, deren Anteil im Betonzuschlag einen bestimmten Wert nicht überschreiten sollte.

Schlupftür

auch: Schlupftüren

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Unter einer Schlupftür wird eine Tür in einem Garagentor oder dem Tor einer großen Industriehalle verstanden. Schlupftüren erweisen sich als sehr praktisch, wenn kein Platz für eine Nebentür vorhanden ist. Die Schlupftür ermöglicht einen einfachen und bequemen Zugang zur Garage bzw. Halle, ohne gleich das Tor öffnen zu müssen. Die Schlüpftür kann aber auch, wie auf der Abbildung zu sehen, sich in einem schönen Scheunentor aus Holz befinden.

Schlussanstrich

auch: Schlussanstriche

Der Schlussanstrich ist der letzte Anstrich in der Abfolge verschiedener, übereinander erfolgender Anstriche. In der Regel gibt es davor noch einen Grundanstrich bzw. eine Grundierung und einen Zwischenanstrich. Sowohl nach Grundanstrich bzw. Zwischenanstrich muss der Lack oder die Farbe erst getrocknet sein, ehe der nächste Anstrich erfolgt. Zudem wird der Anstrich meist kurz angeschliffen, damit der nächste Anstrich besser haftet. Der Schlussanstrich hat die Aufgabe, die darunter liegenden Schichten und das Bauteil vor Wettereinflüssen, aggressiver Industrieluft oder mechanischer Belastung zu schützen. Dazu bestimmt der Schlussanstrich die Optik der Beschichtung. Der Schlussanstrich sollte daher besonders sorgfältig erfolgen. Mängel im Untergrund oder mangelhafte Vorarbeit lassen sich mit einem Schlussanstrich allerdings meist nicht kaschieren.

Schlüsselbalken

siehe Wechselbalken.

Schlüsselbohrung

auch: Schlüsselbohrungen

Schlüsselbohrungen werden in der Hauptsache bei Wendeschlüsselsystemen auf beiden Flachseiten des Schlüssels aufgebracht, deren Anzahl und Einbohr-Tiefen mit den Zuhaltungen (oft auch mit Profil- Kontrollstiften) des zugehörigen Schließzylinders abgestimmt sind.

Schlüsselfeile

auch: Schlüsselfeilen

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Schlüsselfeilen sind nichts anderes, als normale Feilen, jedoch im Miniformat und mit feinen Hieben. Um damit einen Nachschlüssel anzufertigen, muss man jedoch über erhebliche Erfahrung verfügen. Schlüssel mit Bart lassen sich aus einem Rohling feilen, die Schlüssel moderner Schließanlagen jedoch nicht. Hier kommen Schlüsselfeilen allenfalls bei der Nachbearbeitung zum Einsatz. Schlüsselfeilen werden meistens als komplette Sets angeboten (Foto Nicholsen) und beinhalten dann Flachstumpffeile, Raumfeile, Halbrundfeile, Vierkantfeile, Rundfeile und Dreikantsägefeile.

Schlüssellochfräser

Fräser für eine Oberfräse. Mit dem Schlüssellochfräser lassen sich perfekte Befestigungen herstellen, um Bilderrahmen oder Schilder an Wänden zu befestigen. Zuerst bohrt man mit dem Fräser das Eingangsloch. Während nun die Oberfräse vorwärts bewegt wird, schneidet die schmale Taille des Fräsers einen 4,8 mm weiten Schlitz. Gleichzeitig erzeugt der dicke Kopf eine Ausfräsung von 9,5 mm Breite unter der Oberfläche des Werkstücks.

Schlüsselschraube

Schlussstein

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Bautypischer Bestandteil der Bauwerke der Gotik. Das statische Gleichgewicht beim Bau der teilweise riesigen gotischen Kuppeln konnte nur erzielt werden, wenn ein Schlußstein gesetzt wurde, der einerseits schwer genug war, um dem der aufragenden Rippenkonstruktion innenwohnenden Druck standzuhalten, aber andererseits leicht genug, um nicht durch das Gewölbe zu brechen. Insofern ist der Schlußstein nicht der zuletzt an einem Bau vermauerte oder eingefügte Stein, sondern ein Begriff aus der Architekturgeschichte.

Schmalbahn

auch: Schmalbahnen

siehe Breitbahn.

Schmelzeinsatz

auch: Schmelzeinsätze

Schmelzglas

auch: Schmelzgläser

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Schmelzglas wird im Gegensatz zu Floatglas oder Gussglas nicht industriell, sondern handwerklich in Glaskunstbetrieben hergestellt. Schmelzglas entsteht mittels der Fusingtechnik (to fuse = verschmelzen), weshalb die Fachleute auch von Fusingglas oder Fusingscheiben sprechen. Dabei werden auf ein transparentes Grundglas farbige Glasstücke, Glaspulver, Glaskrösel oder Glaschips aufgebracht und bei Temperaturen über 800 Grad miteinander verschmolzen, wobei die Gläser einen gleichen Ausdehnungskoeffizienten haben müssen, wenn der Verschmelzungsprozess und die daran anschließende Abkühlung auf 20° gelingen sollen. Durch Fusing lassen sich Glaskunstwerke herstellen; viele Hersteller von Haustüren bauen aber auch Schmelzglas als Dekorelemente in Haustüren ein. Das Foto zeigt eine Schmelzglas-Türfüllung mit aufgesetzten Dreiecken und blauen Glaskröseln des Herstellers Eglas.

Schmelzkleber

auch: Schmelzklebstoff

Schmelzkleber auf Ethylenvinylacetat (EVA)-Basis werden zur Anleimung von Kantenmaterial, den sogenannten Umleimern, mittels Kantenanleimmaschinen verwendet. Das Granulat bzw. die Patrone wird unter hoher Hitzeeinwirkung verflüssigt und einseitig aufgetragen. Nach Unterschreitung der Schmelztemperatur bindet der Klebstoff sofort ab, das Werkstück kann zügig weiterverarbeitet werden. Schmelzkleber sind in unterschiedlichen Farbtönen erhältlich.

Schmelzklebstoff

auch: Schmelzklebstoffe

siehe Schmelzkleber.

Schmelzschweißen

auch: Schmelzschweissen

Schmelzschweißen ist Schweißen bei örtlich begrenztem Schmelzfluß ohne Anwendung von Kraft mit oder ohne Schweißzusatz. Gebräuchliche Verfahren sind Gasschweißen, Lichtbogen-Handschweißen und Metall-Schutzgasschweißen.

Schmelzsicherung

auch: Schmelzsicherungen

Schmelzwasser

Schmelzwasser entsteht, wenn Eis und Schnee schmelzen, was nicht nur ein normaler Vorgang sein kann, sondern auch zu unerwartetem Hochwasser führen kann, wenn infolge von Hitzeperioden die Alpengipfel schneller abschmelzen, als in den vergangenen Jahrhunderten üblich. Schmelzwasser kann nicnt nur in Bayern zu Hochwasserschäden führen, sondern auch die Kanalisation in allen Bundesländern so belasten, dass es zu Rückstau und Kellerüberflutungen kommt.

Schmied

Der Schmied war über viele Jahrhunderte ein wichtiger Bestandteil jeder menschlichen Siedlung. Alles was mit Metallbearbeitung und Metallgüterherstellung zu tun hatte, vom Nagel bis zum Schwert, war Sache des Schmieds, der Metallstäbe in der Esse zum Glühen und mit dem Schmiedehammer in die gewünschte Form brachte. Hufeisen werden auch heute noch vom Hufschmied gefertigt und an die Pferdehufe genagelt. Maueranker, oft kunstvoll vom Schmied verziert, sind in den Fassaden vieler alter Gebäude noch heute sichtbar und tragen seit Jahrhunderten zur Stabilität von Häusern, Burgen oder Kirchen bei. Viele andere Handwerksberufe brauchten den Schmied für ihre Arbeit, zum Beispiel der Wagner für die Lauffläche seiner Räder. Diese Kunstfertigkeit des Schmieds ist auch heute noch gefragt, beispielsweise für handgeschmiedete Fenstergitter oder Gartentore. Nur der Name hat sich geändert. Der Schmied ist seit 1989 mit dem Handwerksberuf des Schlossers unter der Bezeichnung Metallbauer zusammengefasst.

schmieden

auch: warmschmieden

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Unter Schmiedenversteht man eine Formveränderung von Werkstoffen und hier insbesondere Metall durch kneten, wie der Fachmann sagt. Hierbei wird das Werkstoffgefüge verlagert, ohne dass sich die Zusammenhangskraft der Moleküle aufhebt. Das "Kneten" oder die Verformung kann kalt oder warm durch Schlag (Hammer), Druck (Presse) oder Walzen geschehen. Dabei darf "kalt" nicht missverstanden werden. Der Stahl ist zunächst kalt, wird dann aber durch pausenlose gezielte Hammerschläge erwärmt und formbar gemacht. Dem Kaltschmieden der Werkstoffe sind Grenzen gesetzt. Eine Weiterbearbeitung ist durch Zwischenglühen möglich, das dem Werkstoff die durch das Kaltschmieden eingetretene Sprödigkeit und Härte nimmt(Kaltverfestigung).Beim Warmschmieden wird die Verformung des Werkstoffs im Glühzustand durchgeführt. Dabei wird der Stahl in der Esse nicht etwa nur erwärmt, sondern zum Glühen gebracht, so dass der Schmiedestahl leicht formbar wird. Verformbar sind alle schmiedbaren Stähle (bis ca. 2% Kohlenstoffanteil), Nichteisenmetalle und Metallmischungen. Hinsichtlich der Verformungsweise unterscheidet man das Schmieden frei von Hand (Freiformschmieden) und das Schmieden im Gesenk (Gesenkschmieden). Für das Gesenkschmieden werden die Werkstücke in vielen Fällen durch Handschmieden vorgeformt. Bedingung für das Handschmieden ist die richtige Behandlung des Schmiedefeuers (Feuerführung)in der sogenannten Esse. Beim Schmieden denkt der Laie häufig an ein Handwerk wie das der Hufschmiede oder Messerschmiede. Die weitaus meisten Schmiedestücke (sowohl nach einzelnem Stückgewicht als auch nach der Jahresproduktion) werden heute industriell verarbeitet. Auch ist die Berufsbezeichnung des Schmieds nicht mehr gebräuchlich, offiziell heißen dieser jetzt Metallbauer. Handgeschmiedete oder industriell geschmiedete Zierstäbe für Treppengeländer, Ziergitter für Fenster oder große Garten-Toranlagen aus Schmiedestahl sind typische geschmiedete Produkte, die auch heute im Baubereich gefragt sind.

Schmiedezaun

auch: Schmiedezäune

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Schmiedezäune werden einerseits ganz nach Kundenvorgabe vom Kunstschlosser oder Kunstschmied geschmiedet. Andererseits werden aber im Handel auch geschmiedete Zaunstäbe angeboten, die der Heimwerker selbst zu einem Zaun zusammenschweißen kann. Bei der Gestaltung eines Schmiedezauns sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt - außer denen, die die örtliche Baubehörde setzen kann.

Schmiege

auch: Fußschmiege, Lotschmiege, Backenschmiege, Schmiegen

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Eine Schmiege ist ein Messwerkzeug aus Holz und/oder Stahl. Sie wird von Schreinern zum Übertragen von Winkeln verwendet. Im Gegensatz zum Gehrungsmaß lassen sich bei einer Schmiege die Winkel mit Anschlag und Zunge beliebig einstellen. Im Holzbau bezeichnet man als eine Schmiege auch eine schräge Fläche, mit der sich ein Holz an ein anderes anlehnt (anschmiegt). Je nach Art und Lage werden Fußschmiege, Lotschmiege und Backenschmiege unterschieden. Das Verfahren, diese Schmiegen festzustellen, heißt Schiften, wenn es Dachkonstruktionen betrifft.

Schmirgel

Schmirgel ist ein häufig gebrauchtes Mineral zum Schleifen und Polieren von Metallen, Steinen und Glas. Er ist seiner Art nach ein Korund, ein Mineral, das aus reiner Tonerde besteht. Als eingemengten Bestandteil führt er in der Regel Magneteisen. Das Mineral tritt in kompakten Massen auf und muss zum Gebrauch erst gestoßen und geschlämmt werden; es besitzt in seinen kleinsten Teilen eine solche Härte, dass es das wirksamste Schleifpulver nach dem Diamantstaub gibt. Schmirgel wird beispielsweise bei der Herstellung von Schleifpapier, Schleifscheiben%) oder Schleifbändern verwendet.

Schmirgelpapier

auch: Schmirgelpapiere

Schmirgelpapier ist eine andere Bezeichnung für Schleifpapier. Es wird unter Verwendung des Minerals Schmirgel hergestellt.

Schmolzziegel

Ein Schmolzziegel ist ein Ziegel, der beim Brennen zu viel Hitze abbekommen hat und dadurch in seinem Gefüge geschmolzen ist. Diese Fehlbrandziegel sind als Architektenklinker sehr beliebt.

Schmuckbalken

Schmuckbalken sind zunächst Balken bei einem Fachwerkhaus, die durch Schnitzereien oder Malereien über die eigentliche Funktion eines Balkens hinausgehen. Weiterhin werden alle Balken, die aus konstruktiven Gründen beim Fachwerkhaus nicht benötigt werden, als Schmuckbalken bezeichnet.

Schmutzfangmatte

auch: Schmutzfangmatten

Schmutzfangzone

auch: Schmutzfangmatte, Türmatte, Schmutzfangzonen

Unter einer Schmutzfangzone wird ein spezieller Bodenbelag bzw. eine Matte oder ein Gitterrost im Eingangsbereich eines Gebäudes verstanden. Dort werden Feuchtigkeit wie Schneereste, Schmutz und insbesondere Sandkörnchen aufgenommen, die am Schuhwerk haften. Schmutzfangzonen können mit großformatigen Eingangsmatten (Gummi- oder Bürstenprofilmatten), als Bahnenware ausgelegt oder mit einem Profilrahmen in den Bodenbelag integriert werden. Wirkungsvolle Schmutzfangzonen verlängern die Reinigungsintervalle. Eine wirkungsvolle Schmutzfangzone sollte so gross sein, dass niemand seitwärts an ihr vorbei laufen kann und mehrere Schritte darauf gehen muss.

Schmutzklappe

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Schmutzklappen sind Bestandteil eines Zentralstaubsaugers. Sie werden in Höhe der Fußleiste in die Wand eingelassen und münden mit ihrem Rückteil in das Rohrsystem der Staubsauganlage. Krümel, Sand usw. können einfach zusammengefegt und vor die Schmutzklappe gekehrt werden, von wo aus der Schmutz dann in die Zentraleinheit des Staubsaugersystems gelangt.

Schmutzwasserfallleitung

auch: Schmutzwasserfallleitungen

siehe Fallrohr.

Schmutzwasserfallrohr

auch: Schmutzwasserfallrohre

siehe Fallrohr.

Schmutzwassernetz

Das Schmutzwassernetz ist bei der Trennkanalisation der Teil des Kanalnetzes, in dem das Schmutzwasser abgeleitet wird. Das Regenwasser wird hingegen im Regenwasserkanal befördert.

Schnappriegel

Bei zweiflügeligen Feuerschutztüren findet man häufig zur Verriegelung Schnappriegel. Vom Prinzip funktioniert ein Schnappriegel wie die Falle eines Schlosses. Schnappriegel sind sehr robust und haltbar.

Schneckenantrieb

auch: Schneckenantriebe

Schneckenbohrer

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Ein Schneckenbohrer ist ein Werkzeug zum Bohren von Holz. Er besitzt ein sich schneckenförmig aufweitendes Schneidgewinde. Die Spiralrillen erleichtern den Austritt der Späne. Schneckenbohrer mit Vierkantschaft lassen sich in die Bohrwinde einsetzen, die mit Ringgriff sind reine Handbohrer.

Schneckenbohrpfahl

auch: Schneckenbohrpfähle

Der Schneckenbohrpfahl stelle eine Sonderform des Bohrpfahls dar. Nach dem Abteufen der Bohrung durch die Endlosschnecke wird Beton durch das zentral angeordnete Schneckenrohr (Seele) eingepresst und die Schnecke gleichzeitig gezogen. Durch diese Endlosschnecke ist eine kontinuierliche Bodenförderung möglich - das unterscheidet Schneckenbohrpfähle von anderen Bohrpfählen. Der gelöste Boden wird durch die Wendeln der Schnecke an die Geländeoberfläche transportiert und kann dort aufgenommen werden. Die Stützung der Bohrlochwand übernimmt beim Schneckebohrpfahl die mit Boden gefüllte Endlosschnecke. Das Betonieren erfolgt bei gleichzeitigem Ziehen der Schnecke. Der Beton wird bei diesem Verfahren durch die hohle Schnecke mit Druck eingebracht und tritt an der Unterseite wieder aus. Anschließend wird die Bewehrung in die Frischbetonsäule eingestellt.

Schneckenhandbohrer

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Der Schneckenhandbohrer ist ein enger Verwandter des Nagelbohrers. Im Gegensatz zu diesem ist der Griff wie bei einem Korkenzieher ausgebildet und der Schaft in voller Länge mit einem Bohrgewinde wie bei einem Schlangenbohrer versehen.

Schneckenspirale

Schneckenverdichter

Schneidegiraffe

auch: Schneidegiraffen

Eine Schneidegiraffe ist ein Vielzweck-Gartenschneidegerät, mit dem sich die Triebe und Äste an Baumkronen vom Boden aus schneiden lassen. Für ganz hohe Bäume kann das Gerät durch einen Adapter auf über 4 m verlängert werden. Auch bodennahe Sträucher können in aufrechter Körperhaltung geschnitten werden. Ohne Kraftaufwand können 3 cm dicke Äste geschnitten werden.

Schneideisen

Schneidkluppe

auch: Kluppe, Schneidkluppen

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Die Schneidkluppe ist ein Werkzeug zum Herstellen von Rohrgewinden, genauer gesagt von Außengewinden. Es gibt sowohl elektrisch betriebene Schneidkluppen als auch welche, die mit der Hand bedient werden müssen. Schneidkluppen werden vor allem in der Sanitärinstallation verwendet. Die Abbildung zeigt eine elektrisch betriebene Schneidkluppe.

Schnellarbeitsstahl

Schnellarbeitsstahl ist die im Stahlhandel übliche Bezeichnung für HSS-Stahl.

Schnellbinder

Ein Schnellbinder ist ein hydraulisches Bindemittel für Beton oder Mörtel. Diese erstarren durch die Zugabe von Schnellbinder besonders rasch, jedoch auf Kosten der Endfestigkeit. Schnellbinder werden zur Dichtung von Wassereinbrüchen, für Dübelarbeiten und dergleichen verwendet.

Schnelleinsatzkran

auch: Schnelleinsatzkrane

siehe Kranturm.

Schnellestrichmörtel

Schnellestrichzement

auch: Schnellestrichmörtel, Schnell-Estrichzement, Schnell-Estrichzemente

Schnellestrichzement ist ein Spezialzement zur Herstellung schnell trocknender Zement-Estriche im Innenbereich. Schnellestrichzemente können auch als Reparaturmörtel eingesetzt werden.

Schnellladegerät

auch: Schnellladegerät

Schnelllauffolientor

auch: Schnelllauffolientore

siehe Folientor

Schnellmontagemörtel

auch: Blitzzementmörtel, Sekundenmörtel

Sogenannte Schnellmontagemörtel (auch Blitzzementmörtel oder Sekundenmörtel) werden verwendet, wenn der Mörtel besonders schnell abbinden muss. Schnellmontagemörtel werden zum Verankern von Türzargen, Fenstern, Tore, zur Schnellmontage von Bolzen und Ankern und zum Befestigen von Stahlpfosten und Heizkörperkonsolen eingesetzt. Besonders schnelle Montagemörtel erhärten innerhalb von Sekunden und sind zum Verstopfen von Wassereinbrüchen und Leckstellen im Tief- und Kanalbau geeignet.

Schnellputzhaken

Ein Schnellputzhaken ist ein Werkzeug das sich zum universellen Befestigen von Schalbrettern oder zum Fixieren von Fenster- und Türrahmen eignet.

Schnellputzleiste

auch: Schnellputzleisten

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Schnellputzleisten ermöglichen die Herstellung einer exakten, planebenen Putzfläche. Sie werden in regelmäßigen Abständen auf dem Untergrund lot- und fluchtrecht vor dem Verputzen angebracht. Vor allem unter Fliesen dürfen die Schnellputzleisten nicht vorstehen. Gegebenenfalls ist ein Nachglätten erforderlich. (Abbildung: Knauf)

Schnellschlagbär

auch: Rammhammer, Schnellschlagbäre

Ein Schnellschlagbär ist eine Maschine zum Einbringen von beispielsweise Spundbohlen. Bei diesem Rammbär wird der hydraulisch oder durch Dampf aufgebaute Gasdruck nicht nur zum Heben des Kolbens benutzt, sondern auch zur Beschleunigung bei der Abwärtsbewegung (wechselseitige Beaufschlagung des Kolbens). Dadurch erzielt der Rammhammer eine doppelte Wirkung beim Schlagaustausch und eine hohe Schlagzahl. Da der Schlagvorgang weniger von der Schwerkraft abhängig ist, können auch stärker geneigte Rammungen durchgeführt werden.

Schnellspann-Bohrfutter

auch: Schnellspannbohrfutter

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Bei Bohrmaschinen mit einem Schnellspann-Bohrfutter kann der Bohrer ohne zusätzliches Werkzeug gewechselt werden. Durch Drehen des Bohrfutters in die eine Richtung, wird der Bohrer gelöst und durch Drehen in die andere Richtung arretiert. Oder das Bohrfutter muss nach unten gedrückt werden, um den Bohrer zu lösen. Das geht schnell und einfach und die Suche nach dem Schlüssel wird einem auch erspart. Der Unterschied vom Schnellspann-Bohrfutter zum normalen Bohrfutter ist hauptsächlich im Übertragungsverhältnis des Spannmechanismus zu finden. Für die Schnellspannfutter wird eine kleinere Steigung der Gewindespindel gewählt, so dass man von Hand schon eine ausreichende Spannkraft erreicht.

Schnellspanner

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Schnellspanner arbeiten nach dem Kniehebelprinzip. Das Werkstück aus Metall, Holz oder Kunststoff wird eingelegt und mit dem Schnellspanner gegen Verrutschen oder Abheben gesichert. Schnellspanner werden zum Bohren, Schweißen, Biegen, Schleifen, Prüfen oder Montieren eingesetzt. Ebenso werden sie in der Holz- und Kunststoffbearbeitung in Leim-, Bohr-, Schneid- und Fräsvorrichtungen verwendet. Dabei wird zwischen Hand- und Pneumatikspanner unterschieden. Bei Pneumatikspannern ist es möglich, die Spannkraft genau vorzugeben, während sie bei Handspannern von der Bedienungsperson abhängig ist.

Schnellspannfutter

Schnellspannzwinge

auch: Schnellspannzwingen

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Eine Schnellspannzwinge ist eine universell einsetzbare Zwinge mit Ratschenmechanik. Die Spannarme lassen sich durch einen stufenlosen Schnellspannmechanismus festklemmen und nachjustieren. Mit einem Klick wird die Klemmkraft nach dem Einsatz wieder gelöst. Der erzielbare Anpressdruck liegt bei einer Schnellspannzwinge weit unter dem der Schraubzwinge, so dass die Backen der Schnellspannzwinge meist aus Holz gefertigt sind.

Schnellzement

Schnellzement hat gegenüber normalem Zement eine hohe Anfangsfestigkeit und eine kurze Erstarrungszeit. Verwendet wird er beispielsweise beim Einsetzen von Dübeln oder bei der Verbindung von Fertigteilen. Mit Schnellzement hergestellte Mörtel haben in der Regel eine Verarbeitungszeit von zwei bis drei Minuten, nach fünf bis sieben Minuten tritt bereits eine Erstarrung ein. Allerdings wird auch Zement mit einer Verarbeitungzeit von bis zu einer Stunde als Schnellzement bezeichnet.

Schneuß

siehe Fischblase.

Schnittdurchmesser

Schnittflor

siehe Velours.

Schnittholz

auch: Schnitthölzer

Schnittholz entsteht durch Sägen von Rundholz parallel zur Stammachse. Dies geschieht im Sägewerk mit der Gattersäge oder Blockbandsäge. Wichtige Schnitthölzer sind Balken, Kanthölzer, Bohlen, Latten, Dielen oder Bretter, wobei die Verarbeitung zu Brettern die häufigste Form des Schnittholzes darstellt. Schnittholz kann scharfkantig sein oder Baumkanten aufweisen. Es wird auch mit Imprägnierung sowie in gehobelter Form in den Handel gebracht, wobei der Fachmann dann von "Hobelware" spricht.

Schnittholzbläue

Als Schnittholzbläue wird eine blassblaue bis schwarze Verfärbung des Splintholzes der Nadelbäume bezeichnet. Hervorgerufen wird Schnittholzbläue von einer Gruppe holzbewohnender Pilze (Ascomycetes oder Fungi imperfecti), die das eingeschnittene, saftfrische Holz besiedeln. Schnittholzbläue kann durch fachgerechte Lagerung vermieden werden.

Schnittklasse

auch: Schnittklassen

Bauschnitthölzer wie Kanthölzer, Bretter, Bohlen oder Latten werden häufig in Schnittklassen unterteilt. Die Schnittklassen sagen etwas über die Qualität des Holzes aus, genauer gesagt, wie stark Baumkanten sichtbar sind. Die DIN 68365 unterscheidet die Schnittklassen A, B, C und S, wobei das S für scharfkantig steht. Bei Schnittklasse S ist keine Baumkante zulässig. Bei Schnittklasse A darf die Fläche der Baumkante 1/8, bei Schnittklasse B 1/3 nicht überschreiten. Bei Schnittklasse C darf eine Baumkante über die ganze Schnittfläche vorhanden sein, jedoch muss die jede Seite in ganzer Länge mindestens noch von der Säge gestreift sein.

Schnittkräfte

auch: Schnittkraft

Schnittkräfte ist ein Begriff aus der Statik. Wirken auf ein Bauteil äußere Kräfte ein, werden innerhalb des Bauteils Kräfte aktiviert. Nach dem Wechselwirkungsgesetz actio=reactio müssen diese Kräfte gleich sein. Durch das "virtuelle" Auseinanderschneiden des Bauteils werden Schnittkräfte (Normalkraft, Querkraft, Moment) sichtbar und lassen sich statisch berechnen.

Schnittrichtung

auch: Schnittrichtungen

Schnittrichtung ist ein Begriff aus der Holzwirtschaft. Wegen des besonderen Aufbau des Holzes gibt es drei Schnittrichtungen. Sie richtet sich nach dem Aufbau und der Art eines Holzstammes bzw. nach der zugedachten Verwendung. Es gibt den Querschnitt ("Hirnschnitt"), den Fladerschnitt ("Tangentialschnitt") und den Radialschnitt ("(%Spiegelschnitt§2").

Schnittschlinge

auch: Schnittschlingen

Teppichböden aus Schnittschlinge sind eine Kombination aus geschnittenen und nicht geschnittenen Schlingen, die durch eine Hoch-Tief-Struktur die Muster und Flächen des Teppichs auflockern. Dadurch wirkt der Teppich wesentlich interessanter. Diese Qualität eignet sich jedoch nur für weniger strapazierte Zimmer wie beispielsweise Schlafzimmer.

Schnitzbank

auch: Schnitzbänke

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Die Schnitzbank ist eine Werkbank des Holzschnitzers. In sie wird das zu bearbeitende Holzstück eingespannt. Überall dort wo Ziehmesser eingesetzt werden, ist die Schnitzbank ein unverzichtbares Hilfsmittel. Stäbe, Sprossen, Tischbeine und andere längliche, runde oder brettförmige Teile lassen sich über die Hebelwirkung der Spannzange mit geringem Fußdruck fixieren, während man beidhändig das Messer darüber zieht. Dies ist nicht nur eine physiologisch vorteilhafte Arbeitsweise (Rückentraining), sondern auch eine völlig sichere. Das Werken an Schnitzbänken ist deshalb auch für Kinder ein gefahrloses Vergnügen.

Schnitzleiste

auch: Schnitzleisten

Schnitzleiste ist die Bezeichnung für Holz, das sich besonders zum (maschinellen) Schnitzen von Lisenen oder Gesimsaufsätzen eignet.

Schnurbock

auch: Schnurböcke

siehe Schnurgerüst.

Schnürboden

siehe Reißboden.

Schnureisen

siehe Schnurnagel.

Schnüren

siehe Schlagschnur.

Schnurnagel

auch: Schnureisen, Pinne, Schnurnägel

Der Schnurnagel hat einen Durchmesser zwischen 14 und 20 mm und ist zwischen 80 und 120 cm lang, die Spitze ist vierkantig geschmiedet. Das Gerät ähnelt also vielmehr einem Stemmeisen, als einem Nagel. Folglich ist auch die Bezeichnung "Schnureisen" geläufig, ebenso der Begriff "Pinne". Die Richtschnur bei Pflaster- und Wegearbeiten wird zwischen Schnurnägeln gespannt, die ihrerseits tief in das Erdreich getrieben werden, damit die Schnur festgezogen werden kann und der Schnurnagel sich nicht am Ende zur Seite neigt.

Schnurschlag

auch: Schnurschläge

siehe Schlagschnur.

Schnurzug

auch: Schnurzüge

siehe Jalousie

Schock

siehe Bund.

Schof

auch: Schofe

siehe Bund

Schonbacken

auch: Schonbacke

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Schonbacken sind Teile aus Kunststoff, die an Schraubzwinge oder Schraubstock befestigt werden und die verhindern sollen, dass die eingespannten Werkstücke Kratzer abbekommen. Die Schonbacken aus Kunststoff werden meist mit einem Magneten am Schraubstock befestigt. Weiterhin gibt es auch noch Schonbacken aus Aluminium oder einem anderen Leichtmetall. Diese können auch eingepresste Haltefedern zur Befestigung besitzen.

Schonhammer

auch: Schonhämmer

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Der Schonhammer ist ein Hammer, der durch die spezielle Füllung des Kopfes rückschlagfrei arbeitet und somit Gelenke, Sehnen und Muskeln schont. Darüber hinaus lassen sich Schläge genau dosieren, was wiederum das Werkstück schont. Verwendung findet der Schonhammer im Werkzeug- und Maschinenbau und in der Instandsetzung von Karosserien oder der Blechbearbeitung. Mit dem Schonhammer werden z. B. aber auch Fliesen oder Holzdielen beim Verlegen zurechtgeklopft.

Schoof

auch: Schoofe

siehe Bund

Schornsteinbrand

auch: Schornsteinbrände

siehe Rußbrand.

Schornsteineinsatzrohr

auch: Schornsteineinsatzrohre

Unter einem Schornsteineinsatzrohr bzw. Abgasanlageneinsatzrohr wird ein Rohrsystem verstanden, das bei der Sanierung oder Querschnittsanpassung in einen bestehenden Schornstein oder Schacht eingesetzt wird. Eine solche Sanierung ist zum Beispiel bei Versottung des Schornsteins notwendig. Dabei werden verschiedene Systeme aus verschiedenen Materialien angeboten. Für verzogene Schornsteine bzw. welche, die nicht genau lotrecht sind, gibt es flexible Rohrsysteme. Die in der Regel einschaligen Schornsteineinsatzrohre gibt es als gerade Rohre mit Form- und Übergangsstücken. Verbunden werden die verschiedenen Teile durch Steckmuffen oder spezielle Rohrverbinder. Gefertigt werden Schornsteineinsatzrohre aus Edelstahl, Aluminium, Kunststoff oder Keramik. Auf jeden Fall müssen die verwendeten Werkstoffe temperaturbeständig und korrosionsfest sein.

Schornsteinreinigungsverschluss

auch: Schornsteinreinigungsverschlüsse

siehe Kamintür

Schotter

Als Schotter bezeichnet man gebrochenes Material einer Korngröße von 32 bis 63 mm aus Naturstein oder künstlich hergestellten Stoffen. Im Straßen- und Gleisbau dient Schotter als Untergrund. Auch als Zuschlagstoff für Beton kommt Schotter zum Einsatz. Der Vorteil von scharfkantig gebrochenem Schotter ist, dass sich die Steine ineinander verkeilen können. Dies ist z.B. beim Gleisbau notwendig.

Schotterrasen

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Der Schotterrasen ist eine Möglichkeit der Flächenentsiegelung neben Rasengittersteinen, Porenpflastern, Holzpflastern, Rasenfugenpflastern oder Splittfugenpflastern. Beim Schotterrasen wird Rasen in ein Gemisch aus Humus, Sand und Schotter eingesät. Dadurch ist diese Fläche strapazierfähiger als ein normaler Rasen. Er ist für nicht allzu häufig befahrene Zufahrten und Stellplätze sowie für Gartenwege geeignet. Die Versickerungsleistung von Schotterrasen beträgt zwischen 70 und 100 Prozent.

Schotterschicht

auch: Schotterschichten

Schotterschichten werden im Wege- und Straßenbau als untere Tragschicht auf das Planum aufgebracht und verdichtet. Schotterschichten sind in unseren Breiten gleichzeitig Frostschutzschichten, wobei sich die Dicke der Schotterschicht nach der örtlichen Bodenbeschaffenheit, also z.B. nach der Plastizität des Planums, aber auch nach den Klimaverhältnissen richtet. Nur durch Einbau wetterfesten und frostsicheren Schotters können Frostschäden im Straßenbelag vermieden werden. Bei der Verdichtung müssen vorgeschriebene Verdichtungswerte erreicht werden. Das Schottermaterial darf dabei nicht zu Korn zertrümmert werden.

Schottsystem

auch: Schottsysteme

Schottsysteme verhindern bei Leitungsdurchführungen(% das Ausbreiten von Rauch in Feuer in andere Gebäudeteile. Schottsysteme sind beispielsweise die (%Kabelbox und die Rohrbox.

Schrägaufzug

auch: Hängelift, Treppenlift, Stehlift, Sitzlift, Rollstuhllift, Plattformlift, Treppenaufzug, Schrägaufzüge

Schrägaufzüge werden meist als Behindertenaufzüge verwendet. Um größere Treppen zu überwinden, sind mehrere Systeme an Schrägaufzügen (Treppenliften) auf dem Markt:Beim Hängelift wird die Führungsschiene über der Treppe verlegt. Der Fußgängerbereich wird nicht eingeschränkt. Er eignet sich deshalb insbesondere bei schmalen Treppenhäusern. Der Rollstuhl wird samt seinem Benutzer in Schlaufen in das System gehängt. Der Stehlift, der Treppenaufzug mit Stehplattform, auch als rollende Stufe bezeichnet, ist für Gehbehinderte geeignet. Er kann auch mit einem zusätzlichen Klappsitz ausgestattet sein. Der Sitzlift ist ein Schrägaufzug mit Stuhlplattform und Fußstütze. Er wird für Schwerbehinderte ohne Rollstuhl gebaut. Gepolsterte Sitzfläche und Rückenlehne, Armlehne, Trittbrett und Sitzfläche sind oft einzeln hochklappbar. Der Sitzlift eignet sich sowohl für gerade Treppen als auch für Treppen mit Kurven. Der Rollstuhl- bzw. Plattformlift ist der Schrägaufzug für behinderte Rollstuhlfahrer. Die Aufzugsplattform hat ausklappbare Übergleitteile zum Verlassen der Plattform auf die Fahrbahn und umgekehrt. Der Plattformlift ist sowohl für den Innen- als auch für den Außenbereich geeignet und kann sowohl bei geraden Treppen und bei Treppen mit Kurven oder Podesten eingesetzt werden.

Schrägelement

auch: Schrägelemente

Unter einem Schrägelement wird im Fensterbau eine keiner Norm unterliegende Sonderkonstruktion verstanden, beispielsweise ein Dreieckfenster oder ein Fenster mit einem abgeschrägten Seitenteil. Bauelement, das der Lichtzuführung und Belüftung eines Gebäudes dient. Die Blendrahmen(% und (%Flügelrahmen eines Fensters können aus unterschiedlichen Materialien bestehen wie Kunststoff, Holz, Aluminium oder der Materialkombination Holz-Aluminium. Der "Flügel selbst besteht immer aus Glas. Fenster müssen nicht nur hinsichtlich ihrer Rahmen und ihrer Verglasungsart der EnEV (Energieeinsparverordnung) entsprechen, sondern auch hinsichtlich ihres Einbaus und der Dichtigkeit der Maueranschlußfugen.

schräges Hakenblatt

siehe Hakenblatt.

Schräggeison

siehe Geison.

Schräglichteinwirkung

Durch schräg von der Seite auf eine Wand oder einen Bodenbelag fallendes Licht wird deutlich sichtbar, wo Verarbeitungsfehler und insbesondere Dellen aufgetreten sind. Solche Dellen entstehen bei weichen Bodenbelägen etwa durch Laufrolleen von Bürostühlen. Geflieste Wände oder Böden, die glatt aussehen, offenbaren durch Schräglichteinwirkung und die daraus resultierende Schattenbildung, wo eine Fliese höher liegt als die andere. Auf diese Art werden auch Beulen in einer verputzten Wand sichtbar.

Schrägstrichzieher

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Der Schrägstrichzieher zählt zur großen Familie der Pinsel. Er ist für saubere und scharf abgrenzende Striche mit Wandfarben und Lackfarben gut geeignet. Bei einem Schrägstrichzieher sind die Borsten schräg eingebunden und es gibt ihn in verschiedenen Größen.

Schrägverglasung

auch: Schrägverglasungen, Schräg-Verglasung, Schräg-Verglasungen

siehe Überkopfverglasungen

Schrammbord

auch: Schrammborde

Schrammbord ist die Bezeichnung für Einfassungen aus Randsteinen oder anderen Materialien, die eine gepflasterte, plattierte oder begrünte Fläche umgrenzen und sich einige Zentimeter über dem Straßenniveau erheben. Schrammborde sorgen dafür, dass Autofahrer nicht über die eingefassten Plätze fahren. Bei eingefassten Gründflächen sorgen sie auch dafür, dass Humus, Rindenmulch und dergleichen nicht aus der Einfassung geweht werden.

Schränkeisen

Ein Schränkeisen ist ein Werkzeug zum Schränken von Sägen. Dabei werden die Sägezähne rechts und links ausgebogen, um das Klemmen der Säge zu verhindern.

Schränken

Das Schränken verhindert das Klemmen einer Säge, dadurch hat das Sägeblatt einen freien Schnitt. Beim Schränken biegt man mit dem Schränkeisen oder der Schränkzange die Zähne der Säge abwechselnd nach rechts oder links aus und zwar gleichmäßig, um ein Verlaufen der Säge zu vermeiden. Es ist darauf zu achten, dass die Schrankweite nicht mehr als die doppelte Blattdicke beträgt. Zuviel Schrank ergibt einen zu breiten und ungleichen Schnitt. Die Schranktiefe sollte nur etwa die Hälfte der Zahnhöhe betragen, da sonst die Gefahr der Rissbildung am Zahngrund besteht. Um einen Zahnbruch zu vermeiden, darf niemals ein zuvor links geschränkter Zahn nach rechts oder ein zuvor rechts geschränkter Zahn nach links geschränkt werden.

Schrankküche

auch: Schrankküchen

siehe Küche.

Schränkzange

auch: Sägenschränkzange, Schränkzangen

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Die Schränkzange ist ein Werkzeug zum Schränken von Sägen. Bei der Schränkzange lassen sich Schränktiefe und Schränkweite einstellen und anschließend können die Sägezähne rechts und links ausgebogen werden.

Schrapper

Der Schrapper kommt bei der Herstellung von Beton in einem Betonwerk zum Einsatz. Genauer gesagt handelt es sich bei einem Schrapper um ein Lade- und Fördergefäß für Betonzuschlag, welches mittels einer Haspel (das ist eine Art Seilwinde) über das Haufwerk (also den Haufen mit den Zuschlagstoffen einer Körnung) gezogen und so gefüllt wird. Schrapper kommen auch im Bergbau zum Einsatz.

Schraubdübel

siehe Betonschraube.

Schrauben

Schrauben bestehen meistens aus Stahl, werden aber auch aus Messing oder Aluminium-Legierungen gefertigt. Sie weisen je nach Anwendungszweck sehr unterschiedliche Schraubenköpfe und sehr unterschiedliche Antriebe auf. Auch das Schraubengewinde kann sehr unterschiedlich ausfallen, je nachdem, in welches Material die Schraube gedreht werden soll. Entsprechend der Unterschiedlichkeit der Antriebe, müssen spezielle Schraubendreher verwendet werden. Im Ingenieur-Holzbau können Schrauben über 400 mm lang sein bei einem Durchmesser bis 12 mm. Bei den im Stahl- und Metallbau sowie für Montagezwecke im Maschinen- und Apparatebau verwendeten Schrauben drehen sich diese in vorgefertigte Metallgewinde ein oder werden, sofern sie ein metrisches Gewinde aufweisen, durch Muttern befestigt. Hier kommen zum Einsatz die Paßschrauben, die Sechskantschrauben, die Zylinderschrauben und die HV-Schrauben.

Schraubenausdreher

Der Schraubenausdreher ist ein dem Bohrer ähnlicher Einsatz für Bohrmaschine oder Akkuschrauber2§2, mit dem rund gelaufene Schrauben wieder aus den Bohrlöchern entfernt werden können. Schraubendreher bestehen aus Hartmetall, das häufig mit Titan beschichtet ist. Die Spitze ist so geformt, dass sie sich in Schraubenköpfe aller Art hinein frisst, sich im (%Schraubenkopf festbeißt und dann gegenläufig herausgedreht werden kann.

Schraubendreher

Der Schraubendreher, umgangssprachlich auch Schraubenzieher genannt, ist ein Handwerkzeug zum Drehen von Schrauben mit unterschiedlichen Kopfformen. Nach Art des Antriebes unterscheidet man beispielsweise Schlitzschraubendreher, Kreuzschlitzschraubendreher, Außen-Sechskantschraubendreher, Innen-Sechskantschraubendreher und Innen-Torxschraubendreher. Je nach Verwendung gibt es Schraubendreher mit einem durch den Griff verlaufenden Schaft. Auf diesen kann man auch mit einem Hammer schlagen. Der Griff kann entweder aus Holz, Gummi oder Kunststoff sein. Der Griff sollte ergonomisch geformt sein und keine Kanten und Rillen besitzen. Nur so werden Schwielen, Blasen und Gelenkschmerzen vermieden. Hochwertige Schraubendreher besitzen eine Klinge aus Chrom-Vanadium-Spezialstahl oder HSS-Stahl. Isolierte Schraubendreher haben eine Isolierung bis zur Klinge, so dass sich Elektriker nicht elektrisieren können. Da der händische Schraubendreher immer mehr durch elektrische oder pneumatische Werkzeuge ersetzt wird, verwendet man häufig nur kurze, austauschbare Bits, die die notwendige Form für die entsprechende Schraube haben.

Schraubengewinde

Schraubengewinde können sehr unterschiedlich ausfallen, je nachdem, in welches Material die Schraube gedreht werden soll. Unterschieden wird in Fein- und Grobgewinde. Sogenannte Steigungsgewinde sind der Normalfall, haben aber eine sehr unterschiedliche "Gewindegeometrie", die sich auch wieder nach dem Einsatzzweck bemisst, beispielsweise beim Blechgewinde der Blechschraube. Mit einem Doppelganggewinde in Holzbauschrauben lassen sich schnellere Verarbeitungszeiten erzielen. Teilgewinde sind insbesondere in vielen Varianten der Holzbauschrauben vorhanden. Hochtief-Doppelganggewinde bei Holzbauschrauben ermöglichen ein schnelles Eindrehmoment bei hohen Auszugswerten. Teilgewinde werden auch mit einem Reibgewinde kombiniert, was dazu führt, dass sich die Schraube nicht nur in das Holz eindreht, sondern auch für eine Klemmwirkung und damit für eine höhere Stabilität der Schraubverbindung sorgt.

Schrauben-Gürteltasche

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Eine Schrauben-Gürteltasche ist eine speziell für Dachdecker und Zimmerleute entwickelte Tasche, in deren Einzeltaschen eine größere Anzahl von Nägeln und Schrauben untergebracht werden können. So kann der Handwerker auch dann rational arbeiten, wenn er auf einer Leiter, einem Dachstuhl oder einem Baugerüst steht. Die Schrauben sind immer griffbereit, es ist keine zusätzlich Box notwendig, die immer Gefahr läuft irgendwo runterzufallen oder im Weg rumzustehen.

Schraubenkopf

auch: Schraubenköpfe

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Schrauben bestehen aus einem Schraubenkopf und einem Schaft mit Gewinde. Sowohl das Schraubengewinde, wie auch der Schraubenkopf können sehr unterschiedlich konstruiert sein. Im Schraubenkopf befinden sich zunächst verschiedenartige Antriebe. Dann ist aber auch der Kopf selbst verschiedenartig geformt und ausgestattet. Die Senkkopfschraube und die Linsensenkkopfschraube haben Köpfe, die zylindrisch geformt sind und sich in das Holz versenken. Die Flachsenkkopfschraube hat, wie der Name schon sagt, einen flacher ausgebilderten Senkkopf. Bei der Fräskopfschraube ist der Kopf noch mit Friktionsrippen versehen (siehe Abbildung), wodurch sich der Senkkopf beim Festschrauben in das Holz einfräst. Montageschrauben, Betonschrauben, Sechskant-Holzschrauben und eine Reihe von Spezialschrauben für die Montage von Fensterbänken, Balkongeländern usw. haben Köpfe, deren Unterseite plano auf dem Werkstück aufliegt.

Schraubenmutter

auch: Schraubenmuttern

siehe Mutter.

Schraubenschlüssel

Als Schraubenschlüssel bezeichnet man ein Handwerkzeug, mit dem man Schrauben mit Kantköpfen oder Schraubenmuttern anziehen oder lösen kann. Für Schrauben mit Rundköpfen verwendet man dagegen Schraubendreher. Der meist verwendete Schraubenschlüssel ist der Gabelschlüssel. Ein weiterer Schraubenschlüssel ist der Ringschlüssel, der aus einem 6- oder 12-eckigen sternförmigen Ring besteht. Wo beim Anziehen eine genau vorgegebenes Drehmoment angewendet werden muss, verwendet man einen Drehmomentschlüssel.

Schraubenwuchs

Schraubenwuchs ist ein Fehler in der Stammform eines Baumes. Der Baumstamm ist in diesem Fall krummschäftig und schraubenförmig gewachsen. Schraubenwuchs tritt beispielsweise bei Kirsche und einigen Exoten auf.

Schraubenzieher

Schraubenzieher ist die umgangssprachliche Bezeichnung für einen Schraubendreher.

Schraubhaken

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Schraubhaken verfügen statt über einen Schraubenkopf über einen Haken. Das Einsatzgebiet der Schraubhaken ist das private Wohnumfeld. Schraubhaken können entweder direkt in Holzbalken und -verkleidungen geschraubt oder mit Dübeln im Mauerwerk befestigt werden. Das Gewinde der Schraubhaken ist meistens selbstschneidend. Um zu verhindern, dass die Haken zu tief in das Holz oder die Wand gebohrt werden, können Schraubhaken mit angepresster Scheibe verwendet werden. Schraubhaken werden in verschiedenen Längen, Stärken und Formen geliefert (siehe Fotos). Ob ein Besen oder ein Bilderrahmen aufgehängt oder eine Wäscheleine gespannt werden soll: Schraubhaken sind dafür ein gutes Befestigungsmittel.

Schraubnagel

auch: Schraubnägel

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Ein Schraubnagel wird eingeschlagen, wobei sich der Nagel aufgrund des eingearbeiteten Gewindes mit jedem Hammerschlag in das Holz dreht. Schraubnägel (Foto Bierbach) sind besonders gut für die Befestigung harter, trockener Hölzer geeignet. Schraubnägel aus gehärtetem Stahl verfügen über eine wesentlich bessere Stabilität bei auftretenden Scherbelastungen, als solche aus ungehärtetem Stahl und können auch durch dünne Bleche getrieben werden.

Schraubnotglied

auch: Schraubnotglieder

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Schraubnotglieder haben dieselbe Aufgabe, wie Notglieder, sind also zusätzliche Glieder einer Kette, falls diese zu kurz ist. Während Notglieder jedoch eine Öffnung aufweisen, die sich durch Zangendruck schließen lässt, wird bei diesem Notglied die Öffnung mit der Hand verschraubt. Auch für Schraubnotglieder gilt, dass diese nur für einen vorübergehenden Verschluss der Kette sorgen sollten.

Schraubsicherung

auch: Schmelzsicherung, Schmelzeinsatz, Schraubsicherungen

Die Schraubsicherung ist eine vor allem in älteren Häusern noch weit verbreitete Sicherung. In neueren Haushalten wird sie vom Sicherungsautomaten abgelöst. Wichtigster Bestandteil der Sicherung ist der Schmelzeinsatz, weshalb sie auch als Schmelzsicherung bezeichnet wird. Der Schmelzeinsatz besteht aus einem Keramikkörper, der aus Zylindern mit verschiedenen Durchmessern aufgebaut ist. Die Metallkontakte an den beiden Enden der Sicherung sind durch einen in Quarzsand eingebetteten Draht verbunden, der bei einer deutlichen Überschreitung der Nennstromstärke der Sicherung durchschmilzt (Schmelzsicherung). In diesem Fall wird die Sicherung unbrauchbar und muss durch eine neue ersetzt werden. Eine durchgebrannte Sicherung erkennt man äußerlich am abgefallenen oder weggebogenen Kennmelder, einem kleinen farbigen Metallplättchen, das bei intakten Schmelzsicherungen im Mittelpunkt der äußeren Kontaktkappe angebracht ist. Die Schmelzeinsätze besitzen unterschiedliche Durchmesser. Je höher die Stromstärke, desto größer ist der Durchmesser. Die Sicherungssockel sind mit Passschrauben ausgerüstet, die dem jeweiligen Durchmesser der korrekten Sicherung entsprechen. So wird verhindert, dass eine Sicherung mit zu starker Stromstärke eingesetzt wird. Ein zu starker Schmelzeinsatz könnte eine Leitungsüberlastung zur Folge haben. Werden zu schwache, das heißt dünnere Sicherungen eingesetzt, besteht kein Sicherheitsrisiko. Schlimmstenfalls brennt die Sicherung gleich oder nach kurzer Zeit wieder durch. Die verschiedenen Sicherungen und Passschrauben werden durch unterschiedliche Farben gekennzeichnet: 1,6 A 2 A 4 A 6 A schwarz rosa braun grün 8 A 10 A 13 A 16 A hellgrün rot beige grau 20 A 25 A 32 A 40 A blau gelb violett schwarz 50 A 63 A 80 A 100 A weiß kupfer silber gold

Schraubstock

auch: Schraubstöcke

Ein Schraubstock ist ein unverzichtbares Werkzeug in jeder gut ausgerüsteten Werkstatt. Er besitzt zwei Spannbacken, zwischen die zu bearbeitende Werkstücke eingespannt werden. Eine der Backen ist beweglich und die andere steht fest. Durch Drehen einer Schraubspindel mit Hilfe einer Handkurbel wird die bewegliche Backe relativ zur festen Backe bewegt. Dadurch kann das Werkstück ganz fest eingespannt werden, so dass es durch Bohren, Schleifen usw. bearbeitet werden kann. Manche Schraubstöcke haben eine Prismenführung zum Einspannen von Rundmaterial. Schraubstöcke werden häufig aus Gusseisen gefertigt und haben einen integrierten Amboss. Hochwertige Schraubstöcke werden heutzutage aus Stahl hergestellt, da Stahl bessere Materialeigenschaft als Gusseisen aufweist.

Schraubzwinge

auch: Schraubzwingen

Eine Schraubzwinge wird benötigt, um geleimte Verbindungen solange festzuhalten, bis der Klebstoff getrocknet ist. Man kann sie auch dazu verwenden Verbindungen, die geschraubt werden sollen, in Position zu halten. Schraubzwingen gibt es in vielen verschiedenen Größen und Ausführungen. Ein Schraubzwinge besitzt einen festen und einen beweglichen Spannarm, der auf einer häufig geriffelten Schiene sitzt. Das Werkstück, das eingespannt werden soll, wird am festen Ende angelegt und der bewegliche Teil zunächst grob an das Werkstück herangeschoben. Nun kann die Gewindespindel angezogen werden und das Werkstück wird verspannt.

Schrebergarten

auch: Schrebergärten

Der Schrebergarten wurde nach dem Leipziger Arzt Gottfried Schreber benannt, der sich um 1880 engagiert dafür einsetzte, dass "landlose Bürger", sprich die Arbeiterschaft, eine kleine Gartenparzelle preiswert pachten konnten. Aus der Idee entwickelte sich der Siegeszug des Kleingartens.

Schredder

Schredder siehe Shredder

Schreiner

siehe Tischler.

Schreinerhammer

auch: Schreinerhämmer

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Der Schreinerhammer gleicht dem Schlosserhammer. Die Finne ist allerdings nicht keilförmig, sondern abgeflacht. Ansonsten kann der Hammer für allgemeine Arbeiten wie Nägel einschlagen verwendet werden. Schreinerhämmer sind zwischen 100 g und 800 g schwer und gehören zur Grundausstattung eines jeden, der mit Holz arbeitet.

Schreinerklüpfel

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Der Schreinerklüpfel ist ein Werkzeug aus Holz, das den Hammer ersetzt. Er wird zum Ausstechen von Holz zusammmen mit Stechbeiteln und Lochbeiteln verwendet. Mit einem Schreinerklüpfel trifft man im Vergleich mit einem Hammer besser und schlägt auch weicher.

Schreinernagel

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Der Schreinernagel ist der große Bruder des Schreinerstiftes und verfügt über einen tiefen Senkkopf. Er dient insbesondere der Direktbefestigung von hellen Hölzern. Die üblichen Längen eines Schreinernagels liegen zwischen 25 und 65 mm.

Schreinerstift

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Als Schreinerstift werden feine Stahlnägel mit Senkkopf bezeichnet, die insbesondere für die (fast unsichtbare) Befestigung von Holzleisten gedacht sind. Tischler treiben diese Stifte so gekonnt ein, dass sie sich auch ohne Inanspruchnahme einer Einschlaghilfe im Holz versenken.

Schreitbagger

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Ein Schreitbagger ist ein Bagger mit Schreiteinrichtung, die es ihm ermöglicht, auch in schwierigem Gelände zu stehen oder voranzukommen. Er benötigt nämlich keine ebene Standfläche für seine Arbeit. Er steht überall auf seinen vier Beinen, oftmals im metertiefen Morast oder an steilen Berghängen, an denen er sich hinaufarbeitet. Der Schreitbagger ist daher besonders auch für einen Einsatz auf der Mülldeponie oder im Braunkohletagebau geeignet. An den Beinen des Schreitbaggers befinden sich sowohl Räder als auch Abstützfüße.

Schriftfräser

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Ein Schriftfräser ist ein Fräser für eine Oberfräse. Schriftfräser eignen sich zum Eingravieren von Schriftzügen in Massivholzflächen (Freihandfräsen ohne Schablone). Sie sorgen für saubere und fein ausgearbeitete Buchstaben. Das Umfeld wird hierbei mit dem Halbrundfräser ausgehoben und mit dem Nutfräser exakt plan gefräst. Schriften werden meist in Form schmaler Nuten mit geringer Tiefe freihand in die Werkstückoberfläche gefräst. Die Schneide ist meist neutral profiliert, damit vom Fräser keine Zugmomente ausgehen, welche das freihändige Verfahren beeinflussen könnten.

Schrittmaß

auch: Steiltreppen

Das Schrittmaß spielt im Treppenbau eine wichtige Rolle. Damit wird die Schrittlänge bestimmt, also der Abstand beim Ausschreiten von Fußhinterkante zu Fußhinterkante. Das Schrittmaß beträgt bei einem Erwachsenen durchschnittlich 59 bis 65 cm, im Mittel also 63 cm. Wenn eine Treppe bestiegen wird, verkürzt sich die Schrittlänge um das Zweifache der Höhe. Steigt man 10 cm hoch, beträgt die horizontale Schrittlänge nur noch 43 cm, bei einer durchschnittlichen Steigung von 18 cm nur noch 27 cm. Aus dieser Berechnung ergibt sich ein empfehlenswertes Steigungsverhältnis von 18/27 cm für Treppen.

Schrotbeil

siehe Schrotholz.

schroten

siehe Schrotholz.

Schrotholz

auch: Schrotbeil, Schrotholzhaus, schroten, Schrothölzer

Schrotholz ist grob mit der Axt gehauenes Holz, vergleichbar mit Schrotkorn, das grobgemahlenes Korn ist. Schrotholz wurde in einigen Gegenden wie der Oberlausitz oder Oberschlesien seit Menschengedenken zum Bauen von Häusern und sogar Kirchen verwendet. Nach einer Statistik vom Jahr 1929 standen in West- und Oberschlesien 130 Schrotholzkirchen. Beim Bauen mit Schrotholz wurden Kiefernstämme mit dem Schrotbeil zu groben vierkantigen Balken gehauen und in Blockbauweise zusammengefügt. Ein besonderes Merkmal von Schrotholzhäusern ist die glatte Außenwand. Sie besteht aus Balken, die fugenlos aufeinanderliegen. Das unterscheidet Schrotholzhäusern vom ursprünglichen Blockhaus, das aus Rundhölzern zusammengefügt ist. Erst vor etwa einem Jahrhundert wurden Schrotholzhäuser im Gebiet der Oberlausitz allmählich durch Ziegelbauten ersetzt.

Schrotholzhaus

siehe Schrotholz.

Schrotsäge

auch: Schrottsäge, Bauchsäge, Schrotsägen

Eine Schrotsäge ist eine von zwei Mann bediente Säge. Sie wirkt beiderseitig und wird zu den anfangs aufgeführten Arbeiten ("Fällen der Bäume, Ablängen der Stämme und Arbeiten des Zimmermanns") benutzt. Für Schrotsägen sind weitere Bezeichnungen wie Bauchsägen oder Schrottsägen im Umlauf.

Schrottsäge

auch: Schrottsägen

siehe Schrotsäge.

Schrumpfen

Schrumpfen ist eine Volumenverminderung, die infolge im Baubereich beispielweise beim Erhärtungsvorgangs von Zementstein oder von Reaktionskunststoffen eintritt. Hauptursache des Schrumpfens ist, dass die Ausgangsstoffe vor dem Erhärten ein anderes Volumen einnehmen als das Erhärtungsprodukt.

Schrumpflack

auch: Schrumpflacke

siehe (%Runzellack(%.

Schrumpfrisse

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Schrumpfrisse breiten sich netzförmig aus mit einem Knotenabstand von circa 20 Zentimeter und einer Rissbreite bis etwa 0,5 mm. Nur in seltenen Fällen reichen die Putzrisse bis zum Putzgrund. Schrumpfrisse entstehen bereits ein bis zwei Stunden nach Aufbringen des Putzmörtels. Verhindert man durch eine geeignete Nachbehandlung ein zu schnelles Austrocknen der Putzoberfläche, lässt sich das Rissrisiko deutlich reduzieren, aber niemals völlig ausschließen. Solange sich die Rissflanke jedoch nicht vom Putzgrund löst, führen Schrumpfrisse im Unterputz zu keiner Beeinträchtigung des Putzsystems.

Schrumpfschlauch

auch: Schrumpfschläuche

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Ein Schrumpfschlauch ist eine Art Gummi, das sich unter Wärmebestrahlung zusammenzieht und dann diese Form beibehält und sich eng um einen Gegenstand zieht. Er isoliert sehr gut und ist damit gut geeignet, um zwei Kontakte bei elektrischen Leitungen zu isolieren, um einen Kurzschluss zu verhindern. Weiterhin eignet er sich als Feuchtigkeitsschutz bei Einkapselungen oder der Umhüllung von Kabelschuhen, Widerständen oder Kondensatoren. Außerhalb der Elektronik finden Schrumpfschläuche auch beim Schutz von Seilenden Verwendung. Schrumpfschläuche halten sehr viel Wärme aus. Wenn sie das nicht tun würden, könnte man sie gar nicht mit Hitze bestrahlen. Die Bestrahlung erfolgt beispielsweise mit einer Heißluftpistole oder einem Lötkolben. Schrumpfschläuche gibt es in allen möglichen Farben und Größen. Ein weiteres Einsatzgebiet ist der Korrosionschutz bei erdverlegten Stahlrohrleitungen und dort speziell der Bereich von Schweißnähten.

schruppen

Als "schruppen" wird ein sowohl industrieller als handwerklicher Vorgang bezeichnet, bei dem Werkstücke auf dem Weg zur weiteren, feineren Endbearbeitung mittels Drahtbürsten geschruppt, also grob vorgeschliffen werden. Im Bereich des Heimwerken geschieht das dadurch, dass in einen Winkelschleifer eine Topfbürste eingespannt wird. Mit dieser lassen sich dann Altanstriche, Kleberreste usw. entfernen.

Schrupphobel

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Der Schrupphobel wird zur Grobbearbeitung von Holzflächen, zum Vorhobeln stark verformter oder rauher Hölzer oder zum Abhobeln dicker Holzschichten verwendet. Die Schneide des Eisens ist bogenförmig geschliffen und steht weiter vor als bei anderen Hobelarten. Um eine Rißbildung im Holz zu vermeiden, muss "mit der Faser" gehobelt werden, also in Wuchsrichtung der Holzfaser.

Schruppröhre

auch: Schruppröhren

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Eine Schruppröhre ist ein Werkzeug zum Bearbeiten eines Holzstücks auf einer Drechselbank. Mit der Schruppröhre wird aus einem eckigen Rohling ein runder Zylinder. Das robust geschmiedete Werkzeug verwendet man, wenn viel Material abgetragen werden soll. Schruppröhren sind in Breiten von 13 mm bis über 38 mm erhältlich. Es sollte eine Größe auswählen, die dem Werkstück angemessen ist. Die Form ist immer dieselbe, unabhängig von der Größe. Der Blattquerschnitt ist oft rechteckig, kann aber auch rund sein. Der Schneidfasenwinkel kann zwischen 30° und 45° liegen, die Schneide ist rechteckig zugerichtet.

Schruppscheibe

auch: Schruppscheiben

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Eine Schruppscheibe ist eine Schleifscheibe mit grobem Korn, die für hohe Abtragsleistungen und ein grobes Schliffbild sorgt. Die Schruppscheibe wird meist in Verbindung mit einem Winkelschleifer verwendet. Die in der Regel kunstharzgebundene Schruppscheibe ist zum Bearbeiten von Metall oder Stein gedacht. Im Gegensatz zur Trennscheibe ist die Schruppscheibe für das Schruppschleifen ausgelegt und nicht zum Trennen von Materialien geeignet. Das Trennen mit Schruppscheiben erfordert einen hohen Zeitaufwand. Durch die große Schnittbreite entstehen hohe Temperaturen, die Scheibe verbrennt und verliert ihre Schnittwirkung. Daraus resultierendes stärkeres Drücken kann letztlich zum Bruch der Scheibe führen. Umherfliegende Scheibenstücke können den Anwender und in der Nähe befindliche Personen verletzen.

Schub

auch: Schubbeanspruchung

Als Schub bezeichnet man in der Baustatik die Belastung eines Querschnitts eines Bauteils in seiner Fläche. Die senkrecht zur Schubkraft wirkende Kraft bezeichnet man als Normalkraft.

Schubbeanspruchung

siehe Schub.

Schubbewehrung

Eine Schubbewehrung wird im Stahlbetonbau zur Aufnahme von Schubspannungen benötigt. Die Schubbewehrung wird meist in Form von Bügeln oder Schrägeisen im Betonquerschnitt hergestellt.

Schubdorn

auch: Schubdorne

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Der Schubdorn dient der Übertragung der Querkräfte bei Deckenfugen bzw. Fahrbahnfugen. Dabei handelt es sich beim Schubdorn im Prinzip um eine Stahlhülse, in der in Längsrichtung ein dünnerer Rundstahl eingeschoben wird. Diese Stahlhülse kann sich in dieser Richtung aufgrund des kleineren Durchmessers ungehindert bewegen. Teile des Schubdorns werden in die jeweils anschließenden Stahlbetonbauteile mit einbetoniert. Die in der Fuge sichtbaren Stahlteile bestehen aus Gründen des Korrosionsschutzes aus Edelstahl, für bestimmte Anwendungsbereiche wird auch „normaler“ Baustahl mit Kunststoffüberzug verwendet.

Schubkarre

auch: Schubkarren

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Was eine Schubkarre ist, weiß jeder. Aber die Karren können unterschiedliche Muldengrößen aufweisen und nur für den Hobbygärtner gebaut sein oder für den Einsatz auf Baustellen. Schubkarren sind aus Stahlrohr gefertigt mit Mulden aus Stahlblech. Die Reifen sind wie bei einem Autoreifen mit Druckluft gefüllt. Während die übliche Schubkarre ein Rad hat, werden zweirädrige Schubkarren als Kippmulden bezeichnet - im Fachjargon auch "Japaner" oder "Kipp-Japaner". Die zweirädrigen Schubkarren können wesentlich mehr Erdreich, Kies oder Ziegel aufnehmen als ihre einrädrigen Verwandten.

Schubladenkoffer

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Der Schubladenkoffer ist ein Werkzeugkoffer, der speziell von Kundendienstmonteuren aus den Bereichen Elektro und Telekommunikation benutzt wird. Das vordere Seitenteil des Schubladenkoffers kann ganz geöffnet werden, so dass die Schubladen frei zugänglich sind. Einige Hersteller bezeichnen diese Koffer auch als Schubladentaschen.

Schubmittelpunkt

auch: Querkraftmittelpunkt, Drillruhepunkt

Der Schubmittelpunkt ist wie der Schwerpunkt ein Querschnittskennpunkt. Man spricht auch vom Querkraftmittelpunkt oder Drillruhepunkt. Die Kenntnis dieses Punktes wird in der Baustatik benötigt, um das einwirkende Torsionsmoment angeben zu können. Stäbe mit offenem, dünnwandigen Querschnitt reagieren auf Torsionsmomente mit hohen Schub- und Wölbspannungen, d.h. sie beulen bei Verdrehung leicht aus, wie jeder an einem abgekanteten dünnen Blechwinkel selbst feststellen kann. Bei planmäßiger Torsionsbeanspruchung ist es daher günstiger, von vornherein geschlossene (z.B. Quadrat- oder Rechteck-Rohrprofile) oder ggf. auch doppeltsymmetrische Querschnitte (z.B. Doppel-T-Profile) zu konstruieren (diese sind dann statisch etwas ungünstiger als geschlossene Profile). Sehr torsionssteif sind runde Hohlprofile (Rohre).

Schubriegel

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Der Schubriegel ist ein Riegel zum Verschließen von Gartentoren, Stalltüren, Schatullen oder Kisten. Dabei steht das feste Verschließen beim Schubriegel weniger im Vordergrund. Mit einem Vorhängeschloss ist das bei vielen Schubriegeln jedoch ebenfalls möglich. Man unterscheidet gekröpfte und gerade Riegel. Auf der Abbildung ist ein gerader Riegel zu sehen. Gekröpfte Riegel werden bei stumpf aufschlagenden Türen verwendet.

Schubspannung

auch: Schubspannungen

Als Schubspannung wird in der der Technischen Mechanik die Spannung parallel zum Schnittrand eines Elements bezeichnet. Schubspannungen werden in Balken (im geraden Schnitt) sowohl durch Querkräfte als auch durch Torsionsmomente hervorgerufen.

Schuhabrieb

Unter Schuhabtrieb werden jene meist schwärzlichen Streifen verstanden, die Gummisohlen auf Bodenbelägen unterschiedlichster Art hinterlassen und Hausfrauen wie Gebäudereiniger zum Verzeifeln bringen können. Leimentferner eignen sich u.U. zum Entfernen des Schuhabriebs auf Holzböden. Als Hausmittel gilt der Radiergummi. Für Naturstein- und PVC-Böden werden spezielle Reiniger angeboten.

Schuppen

siehe Fächer

Schuppenbogenpflaster

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Schuppenbogenpflaster ist eine Möglichkeit der Verlegung von Pflaster. Das Schuppenbogenpflaster wirkt durch die Wiederholung der Schuppen sehr dekorativ. Sehr gerne wird es daher für Terrassen verwendet. Auch die Kombination mit anderen Pflasterarten ist möglich. Weiterhin trägt die Verwendung von unterschiedlichen Farben zur Steigerung der Attraktivität bei. Die fächerförmige Musterung entsteht dadurch, dass die einzelnen Bögen immer auf dem Scheitelpunkt des vorhergehenden begonnen werden. Wie beim Segmentbogenpflaster ist die Breite der Bögen abhängig von der Größe der Fläche, die gepflastert werden soll. Ebenfalls hat die Steingröße Einfluss auf die Breite der Bögen, wobei Klein- und Mosaiksteine am besten geeignet sind.

Schuppenschindel

Die Schuppenschindel ist die kleinste Form der Schindeln, oft mit profilierten Kanten. Mit Schuppenschindel werden Dächer und Wände verkleidet.

Schürfkübel

Schürhaken

Dieses nützliche Werkzeug darf neben keinem Kaminofen fehlen – der Schürhaken dient zur Neuordnung des Feuers und zum Abrütteln der Asche. Der Schürhaken muss lang genug sein, damit man den hintersten Winkel des Feuerungsraum erreicht, auch wenn die Ofentür nur einen Spalt geöffnet ist. Manche Öfen haben nämlich die Eigenschaft, bei noch nicht richtig durchgebranntem Feuer beim Öffnen der Feuerraumtür eine dicke Qualmwolke von sich zu geben. Muss man dann schüren, ist es besser, diese weitgehend geschlossen zu halten.

Schürze

schüsseln

auch: Schüsselung

Man spricht von "schüsseln" oder "aufschüsseln", wenn sich Bretter oder andere Bauteile aus Holz durch Quellen oder Schwinden - also durch Aufnahme oder Abgabe von Feuchtigkeit - verformen. Dabei wölbt sich die marknahe Seite hoch, die rindennahe Seite wird hohl. Der Fachmann spricht auch von Querkrümmung, da das Schwindmaß in radialer und tangentialer Richtung unterschiedlich ist. Das Problem des Schüsselns tritt zum Beispiel bei Massivholzdielen oder Terrassenhölzern auf. Dabei wird zwischen Konkav-Schüsselung und Konvex-Schüsselung unterschieden. Bei der konkaven Schüsselung wölbt sich das Brett an beiden Seiten nach oben. Bei der konvexen Schüsselung ist die Mitte des Brettes nach oben gewölbt.

Schussrinne

auch: Schussrinnen

Eine Schussrinne ist eine Hochwasserentlastungsanlage bei einer Stauanlage. Das Fortleitungsbauwerk besitzt einen freien Wasserspiegel und einen schießenden Abfluss. Zum Ableiten des Wassers werden zum Beispiel Sohlschalen verwendet.

Schüttbeton

Beton wird nach Art der Verarbeitung in Schüttbeton, Fließbeton, Vakuumbeton, Stampfbeton und Spritzbeton unterteilt. Schüttbeton wird für die Herstellung fast aller Betonteile auf der Baustelle verwendet. Er wird zum Beispiel mittels eines Kübels in die Schalung geschüttet, in der gegebenenfalls die Bewehrung bereits eingebracht wurde und anschließend verdichtet.

Schüttdämmstoff

auch: Schüttdämmstoffe

Wurden bisher unter einem Schüttdämmstoff nur Zellulose-Flocken oder Perlite-Körner verstanden, so etabliert sich auf dem Markt auch die Mineralwolle als schüttfähiges Dämmaterial. Schüttdämmstoffe haben den Vorteil, sozusagen in versteckte Ecken etwa eines verwinkelten Dachgeschosses geblasen zu werden. Auch im Holzrahmenbau können sie anstelle von Dämmplatten eingesetzt werden.

Schuttmulden

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Schuttmulden nehmen, wie der Name sagt, Bauschutt auf. Sie müssen deshalb besonders belastbar sein. Sie verfügen über Kranösen zum Einhängen eines vierteiligen Krangehänges mit Karabinerhaken. Schuttmulden sind meistens stapelbar. Schuttmulden werden mit dem LKW zur Baustelle gebracht und dort abgeladen. Ist die Schuttmulde voll, wird sie wieder abgeholt und gegebenenfalls gegen eine leere ausgetauscht.

Schüttraummeter

Da eine "ordentliche" Schichtung des Stückholzes, wie es beim Raummeter geschieht, häufig sehr unwirtschaftlich ist, wird beim Transport meist das Stückholz geschüttet. Jetzt spricht man vom einem sogenannten Schüttraummeter (SRM) 1 Schüttraummeter Stückholz = 0,80 Raummeter Stückholz 1 Schüttraummeter Stückholz = 0,75 m³ (Festmeter) 1 Schüttraummeter Stückholz = 0,95 Raummeter Rundholz Kaminholz wird hauptsächlich im geschnittenen, gespaltenem und extra trockenem Zustand bereitgestellt, meistens in den Längen 25 cm oder 33 cm. Deshalb wird dieses Holz in Schüttraummetern (SRM) oder im verpackten Zustand nach Gewicht gehandelt. Die Umrechnung vom Festmeter aus: 1 m³ (Festmeter) = 1,25 Raummeter Rundholz 1 m³ (Festmeter) = 1,06 Raummeter Stückholz 1 m³ (Festmeter) = 1,33 Schüttraummeter Stückholz

Schüttsilo

auch: Schüttsilos

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Ein Schüttsilo hat nichts mit dem Silo zu tun, wie man es auf vielen Baustellen vorfindet. Ein Schüttsilo ist vielmehr dazu da, Baustoffe - u.a. auch Beton oder Mörtel - aufzunehmen, wobei das Schüttsilo durch einen Baukran, an dessen Kranhaken es in einem Kettengehänge hängt, an den Einsatzbereich gehievt wird.

Schüttstein

siehe Ausgussstein.

Schütz

Schutzart

auch: Schutzarten

Schutzart ist ein Begriff aus der Elektrotechnik. Mit Schutzarten werden elektrische Geräte, Leuchten oder Installationsmaterial bedacht. Je nach Schutzart sind die elektrischen Betriebsmittel unterschiedlich gut für die Umgebungsbedingungen geeignet. Zusätzlich wird der Schutz von Menschen gegen potenzielle Gefährdung bei der Benutzung der elektrischen Geräte mit angegeben. Die Schutzarten werden in IP-Codes angegeben. Je nach IP-Code sind die Geräte für unterschiedliche Temperaturbereiche und verschiedene chemische Belastung geeignet. Unter chemischer Belastung wird die Beständigkeit gegen Dämpfe, Säuren, Laugen, Öl oder Kraftstoffe verstanden. Auch das Eindringen von Nässe oder Staub muss für eine zuverlässige Funktion unterbunden werden. Ist das Gerät zum Beispiel mit der Schutzart IP23 ausgezeichnet, ist es zum einen gegen fester Fremdkörper größer als 12 mm geschützt und zum anderen ist es gegen Sprühwasser aus einer Neigung bis zu 60° gegen die Senkrechte geschützt.

Schutzgerüste

auch: Schutzgerüst

Schutzgerüste sind Gerüste, die als Fanggerüste, Dachfanggerüste oder als Schutzdach Personen, Maschinen und Geräte vor herabfallenden Gegenständen schützen.

Schutzklasse

auch: Schutzklassen

Alle elektrischen Geräte müssen in Deutschland mit verschiedenen Maßnahmen ausgestattet sein, die den Benutzer vor einem elektrischen Schlag schützen. Auch im Fehlerfall dürfen keine Spannungen an den berührbaren Gehäuseteilen auftreten. In Deutschland müssen die Schutzklassen I, II oder III erfüllt sein. Die Schutzklasse I steht für Geräte und Leuchten mit Anschlussstelle für Schutzleiter, mit der alle berührbaren Metallteile verbunden sein müssen, die im Fehlerfall unmittelbar Spannung annehmen können. Bei Geräten der Schutzklasse II dürfen keine Metallteile berührbar sein, die im Fehlerfall unmittelbar Spannung annehmen können (Schutzisolierung oder doppelte Isolierung). Unter Schutzklasse III fallen Leuchten Leuchten zum Betreiben mit Schutzkleinspannung (SELV), d.h. mit Spannungen unter 50V, die ein Sicherheitstransformator nach DIN VDE 0551 (EN60742) erzeugt oder die aus Batterien bzw. Akkumulatoren entnommen werden.

Schutzkontakt-Kupplung

auch: Schutzkontakt-Kupplung

Eine Schutzkontakt-Kupplung bildet das Gegenstück zum Schutzkontakt-Stecker.

Schutzpuffer

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Ein Schutzpuffer ist das Einfachmodell eines Türpuffers. Er sorgt dafür, dass der Türgriff nicht die Wand beschädigt, wenn die Tür zu stark aufgerissen wird. Ein Schutzpuffer besteht entweder aus einer gewölbten größeren Scheibe oder einem genopptem Gummistreifen (siehe Foto). Beiden Varianten ist gemeinsam, dass sie selbstklebend sind.

Schutzrohr

auch: Schutzrohre

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Schutzrohre dienen dazu, wie der Name schon sagt, Gas- und andere Leistungen vor Beschädigung zu schützen. Deshalb sind sie bei der Verlegung von Gasleitungen, Wasserleitungen und Starkstromleitungen aufgrund ihrer Warnfarben als Ummantelung unerläßlich, wenn es sich um Leitungen handelt, die im Erdreich verlegt werden und die bei nachträglichen Erdarbeiten etwa von einer Baggerschaufel beschädigt werden könnten. Gelb ist die Warnfarbe für Gas-, blau die für Wasser- und rot die für Starkstromleitungen, wobei alle Rohre umlaufende Warnbeschriftungen aufweisen wie "Achtung Gasleitung".

Schutzrosette

auch: Schieberosette, Schutzrosetten

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Eine Schutzrosette ist ein Sicherheitsbeschlag für Türen. Sie soll den Schließzylinder gegen Aufbohren und Aufbrechen sichern. Schutzrosetten sollten dann zum Einsatz kommen, wenn kein Schutzbeschlag montiert werden kann. Es gibt verschiedene Rosetten, für verschiedene Türen wie zum Beispiel mit Zylinderschutz für Holz- oder Metalltüren. Der gesamte Zylinder ist hierbei gegen brutale Einbruchsmethoden durch die gehärtete Spezialstahl-Abdeckung mit drehbarer Metallplatte geschützt. Weiterhin gibt es Schutzrosetten für Holztüren, die von innen verschraubt werden. Die Schrauben werden dabei durch bewegliche Stahlkugeln anbohrgeschützt. Schließlich gibt es noch Schieberosetten mit verdeckten Schrauben für Metalltüren. Sie erschweren das Abdrehen oder Abbrechen des Zylinders, da der Zylinder bündig mit der Rosette abschließt.

Schutzwinkelverfahren

Das Schutzwinkelverfahren ist ein Blitzschutz-Verfahren, genauer gesagt ist es vom Blitzkugelverfahren abgeleitet. Das Schutzwinkelverfahren definiert einen Schutzraum unter einer Fangeinrichtung, in den kein direkter Blitzeinschlag erfolgen kann. Es ist nur auf einfach gestaltete Körper geringer Höhe anwendbar.

Schwabbel

schwabbeln

Schwabbelscheibe

auch: Schwabbelscheiben

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Eine Schwabbelscheibe ist eine Polierscheibe zum Hochglanzpolieren von Stahl, Edelstahl oder anderen Metallen. Sie besteht aus Baumwolle oder Filz und wird mittels eines Spanndorns in der Bohrmaschine oder eines Spannflansches in den Winkelschleifer eingespannt. Zum Polieren mit der Schwabbelscheibe wird ein Polierpaste verwendet. Durch die wellenförmige Anordnung des Besatzmaterials ist die Gefahr der übermäßigen Erwärmung der zu polierenden Oberfläche wesentlich gemindert.

Schwalbenschwanz

Schwalbenstück

auch: Schwalbenschwanz, Schwalbenschwanz

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Schwalbenstück oder Schwalbenschwanz sind die gängigen Bezeichnungen für keilförmig gefräste Holzzapfen, durch die in Verbindung mit dem Zinkenstück eine besonders haltbare Zinkung entsteht. Diese Holzverbindung wird bei einigen Fertighausanbietern für die Rahmenkonstrukion der Wandelemente und Deckenbalkenauflage verwendet. Kein winden - kein drehen - keine Nägel - keine Schrauben Durch die Passgenauigkeit (Millimeterarbeit) der konisch zulaufenden Fräsung und Verzapfung werden die Hölzer miteinander verbunden. Beim Blockhausbau in Russland und in Tirol werden aus dem Baumstamm geschnittene quadratische Balken durch eine Schwalbenschwanzverkämmung miteinander verbunden. Unter den Zimmerleuten in Österreich wird diese Technik als "Tiroler Schloss" bezeichnet.

Schwalldusche

auch: Schwallduschen

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Eine Schwalldusche ist eine Sanitärarmatur, die hauptsächlich in Verbindung mit einer Sauna eingebaut wird. Der Duschkopf der Schwalldusche ist V-förmig ausgebildet, das Wasser strömt als gleichmäßiger Wasserschwall. Die Schwalldusche, die technisch auch unter den Begriff Kopfbrause fällt, da sie starr und über Kopf an der Wand bzw. der Decke installiert wird, dient der Abkühlung nach einem Saunagang und ersetzt im Privatbereich oft das sog. Tauchbecken.

Schwallrand

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Man spricht insbesondere bei Arbeitsplatten (auch als "Küchenarbeitsplatten" ein Begriff) von einem Schwallrand, wenn die Arbeitsplatte mit einer hochstehenden, meistens abgerundeten Kante ausgestattet ist. Der Begriff leitet sich von "Wasserschwall" ab. Der Schwallrand soll verhindern, dass abtropfendes Wasser von der Arbeitsplatte auf den Fußboden läuft. Das nachträgliche Anbringen eines Schwallrandes ist möglich, jedoch sind Arbeitsplatten auf dem Markt, bei denen dieser Rand schon integriert ist.

Schwammbrett

auch: Schwammbretter

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Das Schwammbrett ist ein mit einem Schwamm und früher mit Filz beschichtetes Werkzeug, das in verschiedenen Bereichen eingesetzt wird. Beim Verputzen dient es beispielsweise der Technik des Filzens. Der Fliesenleger benutzt das Schwammbrett, um damit überschüssige Fugenmasse von den Fliesen zu entfernen. Der Maler schließlich verwendet das Schwammbrett für verschiedene Wischtechniken.

Schwammholz

auch: Schwammhölzer

Haben holzzerstörende Pilze ein Stück Holz befallen und geschädigt, spricht der Fachmann von Schwammholz. Im verbauten Zustand muss Schwammholz mit geeigneten Maßnahmen, die von der Art des Pilzes abhängt, zu sanieren. Wird Schwammholz im Sägewerk entdeckt, ist es auszusortieren und darf nicht mehr für tragende Bauteile verwendet werden.

Schwammstupftechnik

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Die Schwammstupftechnik ist eine Lasurtechnik, bei der auf den Untergrund mit einem Naturschwamm in mehreren Arbeitsgängen Farbe nebeneinander gesetzt wird. Die dabei entstehende gewolkte bzw. getupfte Oberfläche lässt sich besonders gut auf Raufasertapete, Vliestapete oder auf fein strukturiertem Putz erzielen.

Schwanenhals

auch: Schwanenhälse

Zum Überbrücken von Dachüberständen können bei den Regenfallleitungen Schwanenhälse eingesetzt werden. Der Schwanenhals besteht aus zwei oder mehreren gefertigten Rohrbogen.

Schwanenhalsform-Ziehklinge

Schwardach

siehe Legschindel.

Schwarte

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Schwarte ist ein Begriff aus der Holzwirtschaft. Stammholz wird im Sägewerk mit der Vollgatter zu Bohlen und Brettern verarbeitet. Die Schwarte ist das jeweils äußere Randbrett. Sie besitzt nur eine glatte Seite. Schwarten sind nur für untergeordnete Konstruktionen wie Blindschalungen verwendbar. Die Rinde der Schwarte sollte auf jeden Fall entfernt werden.

Schwarzast

auch: Schwarzäste

Als Schwarzast wird ein toter Ast von schwärzlicher Farbe bezeichnet, der vom weiterwachsenden Holz eingeschlossen ist. Siehe auch Durchfallast.

schwarz bauen

Unter einem Schwarzbau ist nicht etwa nur der ungenehmigte Bau eines Gebäudes oder eines sichtbaren Anbaus zu verstehen. Als schwarz gebaut gelten alle Baumaßnahmen, die nicht ausdrücklich im genehmigten Bauplan eingetragen sind. Wenn unter einem Haus, das lt. Bauplan nur halbunterkellert werden sollte, dann aber doch ganz ein ganzer Keller gebaut wird, dann ist dieser andere Kellerteil tatsächlich ein Schwarzbau. Auch der Anbau eines Wintergartens oder der Bau eines freistehenden Gartenhauses kann (kann!) ein Schwarzbau sein. Wenn im Bauplan eine Trennwand von 1,8 m Höhe zum Nachbargrundstück erlaubt ist, so ist die ungenehmigte "Aufstockung" auf 2,10 m ebenfalls ein Schwarzbau, erst recht die Aufstockung eines Gebäudes oder die Umwandlung eines Flachdachs in eine Dachterrasse. Die Gemeinden können, wenn sie dahinter kommen (wenn also der böse Nachbar eine Anzeige macht), eine Strafe verhängen, wobei sie auch verlangen werden, dass nachträglich ein Bauantrag für diese Maßnahmen gestellt wird. Der Bauherr, der den Architekten und Statiker einsparen wollte, ist also dann der doppelt Geschädigte. In Extremfällen kann die Gemeinde auch einen Rückbau verlangen, wie er oft genug auch durch Gerichtsbeschluß durchgesetzt worden ist. Dann rücken Planierraupen an und beseitigen einfach die schwarz gebaute Garage. Grundsätzlich ist mit Schwarzbauten nicht zu spaßen, denn ungenehmigte und meistens statisch nicht berechnete Um- und Anbauten können die Substanz des Hauptgebäudes schädigen. Versicherungen weigern sich auch, für einen Brandschaden aufzukommen, wenn Gebäude oder Gebäudeteile schwarz gebaut, also auch feuerpolizeilich nicht genehmigt worden sind. Dies gilt auch für Schäden am Hauptgebäude, wenn der Brand von einem schwarz gebauten Anbau ausgegangen ist.

Schwarzdämpfen

Schwarzdeckung

auch: Schwarzdeckungen

Ein Flachdach wird auch nach wie vor mit Bitumenbahnen gedeckt und diese sind schwarz. Demzugolge sprechen Architekten und Dachdecker von einer Schwarzdeckung, wenn es um die "Haut" eines Flachdaches geht. Wenn ein Schwarzarbeiter die Bitumenbahnen ausrollt und verschweißt, könnte man spaßeshalber von einer schwarzen Schwarzdeckung sprechen.

Schwarzmalerei

Schwarzpigmente

Schwarzpigmente werden meist aus Ruß oder durch Verkohlung organischer Produkte wie beispielsweise Knochen hergestellt. Als mineralisches Pigment steht Eisenoxidschwarz, als Teerpigment Anilinschwarz zur Verfügung.

Schwarzwaldhaus

auch: Schwarzwaldhäuser

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Das Schwarzwaldhaus ist von der Technik eine Mischung zwischen Blockhaus und Fachwerkhaus. Das Haus wurde komplett aus Holz errichtet, unter der Vereinigung von stehenden und liegenden Balken. Diese besondere Bauweise nennt sich Blockständerbau. Beim typischen Schwarzwaldhaus lebten Mensch und Tier unter einem Dach, was auch unter der Bezeichnung Einhaus bekannt ist. Dies war vor allem im Hochschwarzwald praktisch, da es im Winter dort sehr viel Schnee gab und die Bauern so direkt zu den Tieren konnten, ohne dabei durch den Schnee stapfen zu müssen. Ein weiteres Merkmal des Schwarzwaldhauses ist das tief heruntergezogene Dach. Auf der Wetterseite des Hauses war und ist solch ein heruntergezogenes Dach der beste Schutz vor Sturmschäden und großen Schneelasten. Oft wurde klug das bergige Gelände genutzt: Der Dachraum, zugleich Tenne und Heuboden, ist dann über eine Rampe oder Brücke direkt vom Hang, der hinter dem Haus ansteigt, befahrbar. Die Menschen hielten sich vor allem im Winter hauptsächlich in Küche und Stube auf. Alle anderen Räumen waren nicht beheizt. Zur Trocknung des Heus oder von Getreide wurde der Rauch von der Feuerstelle durch das Entfernen von Dielen in den Dachraum geleitet. Durch Luken im Dach gelangte der Rauch dann ins Freie. Oft war oberhalb der Küche und des Herds auch eine Räucherkammer zum Räuchern des berühmten Schwarzwälder Schinkens eingerichtet. Eine besondere Feuergefahr besteht durch das Herumziehen des Rauchs im Gebäude indes nicht. Ganz im Gegenteil, durch die Inhaltsstoffe des Rauchs wird das Holz gehärtet, so dass es schwer entflammbar wurde. Zudem konservierte der Rauch das Holz, so dass es weniger anfällig für Fäulnis oder Holzschädlinge wurde. Das Dach war, abhängig von der Region und den Witterungsverhältnissen, als Walm-, Halb- oder Krüppelwalmdach ausgebildet. Im Hochschwarzwald wurden die Walme aufgrund der größeren Schneemengen tiefer heruntergezogen und als vollständige Walme ausgebildet. Im tiefer gelegenen Nordschwarzwald reichten Halb- oder Krüppelwalmdächer aus. Gedeckt wurden die Dächer, je nach Vorhandensein, entweder mit Stroh oder Holzschindeln. Das typische Schwarzwaldhaus tritt auch nicht in der Gruppe, sondern meist Alleinstehend auf. Die Bauern lebten inmitten ihres Hab und Gut (also den Feldern). Zum Nachbarn hatten sie oft nicht einmal mehr Sichtkontakt.

Schwarzwasser

auch: Braunwasser

Als Schwarzwasser wird Abwasser bezeichnet, das im Gegensatz zu Grauwasser Fäkalien enthält. Dieses Abwasser aus der Toilette kann wiederum in Braunwasser und Gelbwasser unterteilt werden, je nachdem ob Urin und Kot getrennt voneinander in einer Separationstoilette erfasst werden oder nicht.

Schwebegiebel

siehe Freigespärre.

Schwedenofen

auch: Schwedenöfen

siehe Kaminofen.

Schwedenrot

siehe Schweden-Rot.

Schweden-Rot

Schweden-Rot ist der im Deutschen übliche Begriff für "Faluner Rot", nämlich den rotbraunen Holzhausanstrich, wie er in Schweden landestypisch ist. Schweden-Rot dürfte aufgrund ihres hohen, natürlichen Kieselsäuregehalts die älteste ökologische Holzschutzfarbe sein, deren rote Farbpigmente Abfallprodukte aus der Kupfergewinnung in Falun/Schweden sind. Bei Schweden-Rot ist Wasser das Lösungsmittel, als Bindemittel werden Leinöl sowie Roggen- oder Weizenmehl verwendet. Die Pigmente weisen konservierende und fäulnishemmende Substanzen, jedoch keine Fungizide auf. Schweden-Rot ist eine Schlammfarbe, die am besten auf unbehandeltes, sägerauhes Holz gestrichen wird. Ein solcher Anstrich hält selbst im rauhen Klima Schwedens bis zu 10 Jahre.

Schwefelarmes Heizöl

Schwefelbeton

Schwefelbeton entsteht aus einem Heißgemisch von Schwefelzement und Betonzuschlägen. Die Herstellung erfolgt bei einer Mischtemperatur zwischen 125 und 140 °C. Der Beton zeichnet sich durch seine hohe Festigkeit und seine hohe Korrosionsbeständigkeit aus. Ein weiterer Vorteil von Schwefelbeton ist seine Frühfestigkeit. Dadurch ist der Einsatz von Schwefelbeton in Bereichen mit kurzen Bauphasen möglich. Die Güte und die Dauerhaftigkeit sind abhängig von der geeigneten Zusammensetzung, der Mischtemperatur und der einwandfreien Verarbeitung des Gemisches. Schwefelbeton kommt bisher noch relativ selten zum Einsatz, was auch an seinem hohen Preis liegen mag. Mögliches Einsatzgebiet ist der Industriebau, insbesondere dort, wo aggressive Chemikalien und grundwasserschädliche Stoffe zum Einsatz kommen bzw. gelagert oder umgefüllt werden. Weiteres mögliches Einsatzgebiet ist der Kanalbau.

Schwefeldioxid

Schwefeldioxid (SO2) ist ein farbloses, stechend riechendes Gas. Es entsteht überwiegend als unerwünschtes Nebenprodukt bei der Verbrennung schwefelhaltiger fossiler Energieträger wie Kohle oder Öl. SO2 ist in der Atmosphäre einer Reihe von Umwandlungsprozessen unterworfen, als deren Folge beispielsweise schweflige Säure, Schwefelsäure, Sulfite, Sulfate u. a. Stoffe entstehen können. Diese führen vermischt mit Wasser und Salpetersäure (Stickstoffoxide) zur Bildung des sauren Regens, der für das Waldsterben mitverantwortlich ist. Verwendung findet Schwefeldioxid hauptsächlich zum Entkeimen in der Getränkeindustrie sowie unter anderem zur Herstellung von Schwefelsäure und Bleichmitteln.

Schwefelsäure

Schwefelsäure ist Bestandteil des sogenannten sauren Regens. Schwefelsäure bildet zusammen mit Kalkstein das wasserlösliche Calciumsulfat, das entweder als Gips ausgeschwemmt wird oder durch Volumenvergrößerung zu Absprengungen und damit zu Bauschäden führt. Konzentrierte Schwefelsäure zerstört organische Stoffe wie Zucker, Baumwollgewebe oder Haut unter Bildung von schwarzem Kohlenstoff.

Schwefelwasserstoff

Schwefelwasserstoff wird zur Herstellung schwefelhaltiger Verbindungen sowie in der chemischen Analyse verwendet. Schwefelwasserstoff entsteht z.B. bei der Entschwefelung von Erdöl, aus Sulfiden und Säuren sowie bei der Fäulnis schwefelhaltiger Stoffe. Schwefelwasserstoff ist ein hochgiftiges Gas, das fast so giftig wie Blausäure wirkt. Aufgrund des üblen, nach faulen Eiern riechenden Geruchs wird das Gas schon in geringsten Konzentrationen wahrgenommen.

Schweifen

Schweifen ist eine Form der Blechbearbeitung, bei der der Rand eines Bleches maschinell oder manuell durch Hämmern verformt wird. Dazu werden spezielle Schweifhämmer verwendet.

Schweifhammer

auch: Kreuz-Schweifhammer, Schweifhämmer

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Der Schweifhammer ist ein spezieller Hammer zur Metallbearbeitung. Hierbei geht es nicht um das Schmieden von heißem Eisen sondern der Bearbeitung von kaltem Metall. Er wird also zur Blechbearbeitung verwendet. Mit dem Schweifhammer lassen sich die Ränder eines Blechs verformen. Dabei hilft dem Hammer sein spezielles Aussehen, sind die beiden Enden doch abgerundet. Eine Sonderform des Schweifhammers ist der Kreuz-Schweifhammer, bei dem das eine Ende um 90 Grad gedreht ist.

Schweifsäge

auch: Schweifsägen

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Die Schweifsäge gehört zu den Gestellsägen und eignet sich zum Sägen von geschweiften (runden) Stücken. Sie darf daher nur eine geringe Blattbreite von 5 bis 10 mm besitzen. Das Blatt ist 600 bis 800 mm lang. Für Innenschweifungen kann das Blatt der Schweifsäge an den Angeln ausgehängt werden.

Schweifsägeblatt

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Ein Schweifsägenblatt ist ein Sägeblatt zum Sägen von Rundungen bzw. Kurvenschnitte. Das Blatt muss dazu sehr schmal sein.

Schweifstock

auch: Schweifstöcke

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Der Schweifstock ist ein Werkzeug zur Metall­be­ar­bei­tung - und zwar nicht zum Bearbeiten von heißen Metallen (wie beim Schmieden), sondern zur Blechbearbeitung. Mit Hilfe eines Schweifstocks lässt sich Blechen die gewünschte Rundung verpassen, auch Schweifen ist möglich. Schweifstöcke sind langgestreckt und rund und laufen auf einer Seite meist spitz zu.

Schweinebauch

auch: Schweinebäuche

Schweinebauch ist die historische, jedoch in der Fachsprache gebräuchliche Bezeichnung für Krustenplatten. Schweinebäuche sind Natursteinplatten, die an der Unterseite gewölbt wie ein Schweinebauch sind.

Schweißen

Schweißen ist technisch gesehen das unlösbare Verbinden gleichartiger Werkstoffe in plastischem oder flüssigem Zustand unter Anwendung von Wärme. Schweißverbindungen sind fest und dicht sowie materialsparend. Beim Schweißen von Metallen unterscheidet man Schmelzschweißen und Pressschweißen. Dazu verwendet man Schweißgeräte. Das Schweißen kann durch Schweißhilfsstoffe wie beispielsweise Schutzgase, Schweißpulver oder Pasten ermöglicht bzw. erleichtert werden.

Schweißerschein

auch: Schweißerscheine

Schweißerscheine bestätigen, dass ein Metallbauer in der Lage ist, verschiedene Schweißaufgaben normgerecht durchzuführen. Für eine Prüfung müssen ein oder mehrere Prüfungsstücke angefertigt und anschließend von einem TÜV- oder DEKRA-Gutachter untersucht und bewertet werden. Je nach Prüfungsart werden die Schweißnähte gebrochen oder mit Ultraschall durchleuchtet. Je nach Prüfung werden unterschiedliche Materialien, Schweißpositionen und Werkstückformen verlangt. Da unqualifiziertes Schweißen ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellt - man denke nur an ein mangelhaft verschweißtes Brücken- oder Balkongeländer - muss der Schweißerschein alle zwei Jahre erneuert werden.

Schweißflansch

Ein Schweißflansch ist ein Flansch, der mit einem anderen Bauteil durch Schweißen verbunden wird. Unter Schweißen ist in diesem Zusammenhang jedoch keineswegs nur das Schweißen von Metallen zu verstehen, sondern auch das Verschweißen beispielsweise von Dachbahnen mit dem Flansch eines Flachdachentlüfters.

Schweißmörtel

Schweißmörtel ist ein feiner, weißer Filzputz für Wände und Decken im Innenbereich. Er wird auf feste, vorgenässte Kalk-Zement- oder Zementputze aufgetragen. Verwendung findet Schweißmörtel bei der Bausanierung und Denkmalpflege.

Schweisspressrost

auch: Schweisspressroste

siehe Gitterrost.

Schweißschuh

Zubehörteil für Heißluftpistolen zum Verarbeiten von Kunststoff-Schweißdraht. Ein solcher Schuh, der auf eine Reduzierdüse aufgesetzt wird, besteht aus zwei Kanälen. Durch den kleineren wird der Schweißdraht geführt, durch den größeren strömt die Heißluft.

Schweißzange

auch: Schweißzangen

siehe Leimzange.

Schweizer Aufziehglätte

auch: Schweizer, Aufziehglätten

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Schweizer Gertel

siehe Hiepe

Schweizerhaus

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Der Begriff "Schweizerhaus" ist kein Schweizer Begriff, sondern wurde vor mehreren Generationen in Deutsch­land geprägt. Verstanden werden darunter zweige­schossige Bauernhäuser aus Holz mit umlaufenden Balkonen und weit über­kragenden Dachvor­sprüngen. Die Fassaden weisen eine Boden-Deckel-Schalung auf, das Satteldach hat ein geringes Gefälle und ist mit Holzschindeln gedeckt. Typisch für die Holzbalkone sind die Balkonstäbe, die immer eine besondere Form haben. Sie sind entweder kunstvoll gedrechselt oder weisen ausgesägte Elemente auf, die man als alpenländisch bezeichnen kann. Schweizerhäuser wurden in einer romantischen Welle um 1900 vielfach in Deutschland erbaut, sogar an der Ostseeküste (Foto), so dass sich niemand wundern sollte, wenn zwischen wuchtigen Villen der Bäderarchitektur gelegentlich auch Schweizerhäuser auftauchen.

Schweizer Hieb

Die Schweiz ist nicht nur das Mutterland der Präzionsfeilen, auch heute noch werden hier die besten, wenn auch teuersten Feilen hergestellt. Da sich die Schweizer nicht um die deutsche DIN-Norm kümmern, haben sie für die Hiebteilung an den Feilen eine eigene Typisierung. Diese übertrifft das, was als deutscher Hieb gängig ist. Der Schweizer Hieb 5 geht, was die Feinheit der Hiebe angeht, über den deutschen Hieb 5 (Hiebteilung) hinaus. Am Beispiel einer Nadelfeile kann man das auf der Tabelle verfolgen. Die gröbste Zahnung ist in Deutschland "0", in der Schweiz "00". Beim Schweizer Hieb 5 werden auf eine Fläche von nur einem Quadratzentimeter 68 Hiebe "untergebracht". Schweizer Hieb 00 0 1 2 3 4 5 6 Anzahl Hiebe je cm 20 25 31 38 46 56 68 84 Deutscher Hiebe 0 1 2 3 4 5

Schwelle

auch: Fußschwelle, Schwellen

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Die Schwelle ist der horizontale unterste Balken beim Fachwerkhaus. Als Schwelle wird häufig aber einfach auch nur die Türschwelle bezeichnet. Die Schwelle beim Fachwerkhaus besteht häufig aus Eichenholz, das dauerhaft gegen Pilze und Insekten ist. Schwellen sollten gegen Staunässe geschützt sein, weshalb sie nicht zu dicht am Boden verbaut sein darf. Der Sockel, auf dem die Schwellen aufliegen, muss entsprechend hoch sein. Die Grundschwellen sind einer höheren Belastung als die übrigen Balken eines Fachwerkhauses ausgesetzt, weshalb sie in der Regel häufiger getauscht werden müssen. Durch konstruktive Maßnahmen lässt sich die Lebensdauer von Schwellen stark erhöhen.

Schwellenanker

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Die Schwelle ist der horizontale untere Balken einer Holzrahmenkonstruktion. Bei der Aufstellung eines Fertighauses oder eines Fachwerkhauses wird das gebogene Teil des Schwellenankers in den Beton der Bodenplatte eingegossen (Hersteller-Zeichnung und Foto Bierbach).

Schwellenkranz

Der Schwellenkranz ist beim Fachwerkhaus die gesamte Schwellenlage eines Geschosses.

Schwemmstein

auch: Schwemmsteine

Der Schwemmstein ist ein leichter, gut schall- und wärmedämmender Mauerstein. Er wurde im Laufe der Geschichte auf unterschiedliche Weise hergestellt, wobei Bimskies als Zuschlag immer Bestandteil des Schwemmsteins war. Bereits im 18. Jahrhundert hatte man erkannt, dass Bims, mit Beilen zu handlichen Formaten zugehauen, ein guter Baustein war. Als erstes Bindemittel wurde Lehm verwendet. Später ging man zu Kalkmilch über und mit der Erfindung von Zement wurde dieser als Bindemittel verwendet. Nun hatte man einen berechenbaren Baustein zur Hand, der zur Ausfachung von hölzernen Hausgerüsten für den Gewölbebau in Kirchen und Sälen, für massive Decken, Bier- und Eiskellerbauten, zur Kesseleinmauerung oder zur Herstellung von Kaminrohrsteinen verwendet wurde oder wird.

Schwengelpumpe

auch: Schwengelpumpen

siehe Saugpumpe

Schwenkarm

Schwenkarme sind Bauteile aus Edelstahl oder verchromtem Stahl, die an der Wand befestigt sind und sich um 180° schwenken lassen. Insofern können Schwenkarme Bauteile eines Scherenarms oder einer Pendeltür sein. Auch Leuchten können an Schwenkarmen befestigt sein.

Schwenklager

Das Schwenklager ist neben dem Radlager wesentlicher Bestandteil einer Lenkrolle. Für Anwendungen mit geringen Belastungen wie Stuhl- oder Möbelrollen eignen sich Gleitlager. Bei erhöhten Anforderungen an die Laufeigenschaften und die Belastbarkeit werden Schwenklager mit ein- oder zweifachem Kugelkranz eingesetzt, die die Reibung im Gehäuse verringern.

Schwenklöffel

siehe Löffel

Schwenkriegel

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Eine einbruchhemmende Tür zeichnet sich durch verschiedene konstruktive Besonderheiten aus. Eine davon ist der Schwenkriegel. Beim Schließen des Zylinderschlosses haken sich die Schwenkriegel in die Metallzarge und verhindern so das Aufhebeln und Eindrücken der Tür im Schlossbereich.

Schwenkwerk

auch: Schwenkwerke

Das Schwenkwerk ist Teil eines Kranes. Es gibt Krane, bei denen nur der Ausleger geschwenkt wird und Krane, bei denen der Turm mitgedreht wird. Man spricht von Obendreher und Untendreher. Das Schwenkwerk des Kranes ist demnach entweder oben oder unten.

Schwerbeton

auch: Schwergewichtsbeton

Schwerbeton ist ein Beton mit einer besonders hohen Trockenrohdichte über 2,8 kg/m³, die durch einen Schwerzuschlag erreicht wird. Anwendung findet Schwerbeton als Abschirmbeton, z.B. im Reaktorbau. Zudem wird er für besonders schwere Fundamente (z.B. in der Stahlindustrie), als Gegengewichte für Bagger und Krane und als Tresorbeton verwendet.

schwerer Boden

auch: schwere, Böden

Schwere Böden besitzen einen hohen Ton- und Lehmanteil. Sie können viel Wasser aufnehmen, das allerdings den Pflanzen nur zu einem geringen Teil zur Verfügung steht. Das liegt an der hohen Haftung der Wassermoleküle an den Bodenpartikeln. Schwere Böden neigen zur Bodenverdichtung. Besonders Knollen- und Wurzelfrüchte wachsen daher nur spärlich. Da Sickerwasser nur langsam weitergeleitet wird, entsteht bei Regen schnell die Gefahr der Staunässe. Dadurch keimen die Pflanzen nicht oder kaum. Um die Wasserdurchlässigkeit zu verbessern, kann man Sand hinzugeben. Die Bodenstruktur wird durch Gründüngung, organischen Dünger oder Kompost verbessert. In der Landwirtschaft bezeichnet man tonige Böden auch als Minutenböden. Bei Regen ist der Boden zu nass, weil der Acker in ein Schlammfeld verwandelt wird und läßt sich nicht behandeln. Ist der Boden zu trocken, läßt er sich ebenfalls nicht behandeln, weil er hart und rissig wird.

Schwerflüssigkeitsabscheider

siehe Abscheider.

Schwergewichtsbeton

siehe Schwerbeton.

Schwergewichtswand

auch: Schwergewichtswände

siehe Schwergewichtsmauer.

Schwerkraft-Warmwasserheizung

Die Schwerkraft-Warmwasserheizung ist die ursprüngliche und einfachste Art der Warmwasserheizung. Der Umlauf des Heizwassers wird bei der Schwerkraft-Warmwasserheizung alleine durch den Unterschied der Wichte des Vorlauf- und Rücklaufwassers hervorgerufen. Da diese Umtriebskräfte sehr gering sind, können Baufehler die Wirksamkeit der Anlage sehr beeinträchtigen und zu erheblichen, oft nur schwer und mit größeren Kosten zu beseitigenden Störungen führen. Durch den unkomplizierten Aufbau der Schwerkraftheizung bei fast umbegrenzter Lebensdauer sind ihre Anlagekosten verhältnismäßig niedrig, ihre Bedienung einfach und ihr Betrieb geräuschlos. Andererseits verlangen die geringen Umtriebskräfte relativ große Rohrweiten und ermöglichen nur eine langsame Zirkulation des Heizwassers, die die Schwerkraftheizung besonders träge macht.

Schwerlastrinne

auch: Schwerlastrinnen

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Schwerlastrinnen sind besonders stark belastbare Abläufe für Flüssigkeiten. Die Abdeckung einer Schwerlastrinne besteht beispielsweise aus dickem Gusseisen, so dass selbst schwere Lkw's problemlos darüber fahren können. Die Rinne selbst besteht aus einem chemikalienbeständigen Spezialbeton (z.B. Polymerbeton).

Schwerterwäsche

auch: Schwerterwäschen

Schwertfeile

auch: Schwertfeilen

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Feile mit rautenförmigem Querschnitt, was vermutlich auch der Grund für die Namensgebung war. Die Schwertfeile ist für feine Feil- und Polierarbeiten geeignet. Verwendet wird sie von Graveuren, Feinmechanikern, Instrumentenmachern, Uhrmachern und Goldschmieden.

Schwertlatte

auch: Schwertlatten

siehe Windrispe.

Schwert-Sägefeile

auch: Schwert-Sägefeilen, Schwertsägefeilen, Schwertsägefeile

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Eine Schwert-Sägefeile ist eine Sägefeile mit rautenförmigem Querschnitt. Die Schwert-Sägefeile wird zum Schärfen von Bügelsägen und Handsägen mit grober, gerader Zahnung verwendet.

Schwertung

Die Schwertung ist ein aussteifendes Bauteil im Fachwerkbau. Genauer gesagt entstand sie beim Übergang von der Pfostenbauweis zur Ständerbauweise. Die Schwertung schützt die Ständer gegen Verwindung und erstreckt sich meist über mehrere Stockwerke des Fachwerkhauses. Sie verbindet mehrere Ständer miteinander. Die Schwertung wird verblattet.

Schwertwäsche

auch: Schwertwäschen

Schwertwäschen oder auch Schwerterwäschen dienen der Reinigung von Gesteinskörnungen (z.B. Kies-Sand-Gemisch) von unerwünschten Nebenbestandteilen(z.B Ton). In Schwertwäschen wird die verunreinigte Körnung an einem Ende aufgegeben und durch zwei gegenläufige Wellen und daran befestigten, verschleißfesten Schwertern, von allen Verunreinigungen befreit. Dabei werden die lehmigen und vielfach auch tonhaltigen Bestandteile zerrieben und gelöst.

Schwerzuschlag

Schwerzuschlag ist ein Beton-Zuschlag mit besonders hohem Gewicht. Schwerzuschlag besitzt eine Kornrohdichte von wesentlich über 3,0 kg/dm³ z.B. Schwerspat, Magnetit, Hämatit, Stahlschrott. Schwerzuschlag wird zur Herstellung von Schwerbeton verwendet.

Schwibbogen

Schwibbogen ist eine andere Bezeichnung für scheitrechter Bogen.

Schwimmbad

auch: Schwimmbäder

siehe Schwimmbecken.

Schwimmbadabdeckung

auch: Schwimmbeckenabdeckung, Poolabdeckung, Schwimmbadabdeckungen

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Schwimmbadabdeckungen für den Gartenpool haben in erster Linie die Aufgabe, den Wärmeverlust des aufgeheizten Wassers in der Zeit zu reduzieren, in der der Pool nicht benutzt wird. Der zweite Nutzen liegt darin, dass weniger Verunreinigungen durch Blätter und dergleichen geschehen, wenn die Abdeckung in der "schwimmfreien" Zeit ausgerollt bzw. gespannt worden ist. Diese Abdeckungen werden aus unterschiedlichen Materialien mit und ohne Aufrollvorrichtung gefertigt. Es gibt Lamellenabdeckungen ähnlich der Fensterrolladen, wobei der Kern aus wärmedämmendem Hartschaum bestehen kann. Luftpolsterfolien und Mehrschichtfolien werden ebenso verwendet, wie Abdeckplanen. Letztere werden meistens festgezurrt und oft sogar als "kindersicher" angeboten.

Schwimmbadfarbe

Schwimmbagger

Der Schwimmbagger hat seinen Namen daher, dass er auf dem Wasser schwimmt. Dazu wird der Schwimmbagger auf einem Ponton, einer Hubinsel oder auf einem Schiff (selbstfahrend) montiert. Er wird zur Reinigung und Vertiefung von Fahrrinnen und Liegeplätzen bzw. zur Förderung von Kies, Ton, Torf und anderen Rohstoffen verwendet.

Schwimmbeckenabdeckung

auch: Schwimmbeckenabdeckungen

Schwimmrüttler

Ein Schwimmrüttler liegt auf der Betonoberfläche auf und dient dem koninuierlichen Verdichten beim Betonieren einer hohen Stütze. Der Rüttler schwimmt während des Betonierfortgangs mit nach oben.

Schwinden

Schwinden hat im Baubereich mehrere Bedeutungen. Zunächst bedeutet Schwinden die Verringerung der Abmessung des Holzes infolge einer Feuchtigkeitsabnahme (siehe auch "Quellung"). Weiterhin wird auch bei der Volumenverminderung des Zementsteins infolge Austrocknung von Schwinden gesprochen. Sowohl beim Arbeiten mit Holz als auch mit Beton müssen diese Schwindvorgänge mit berücksichtigt werden.

Schwindfuge

auch: Schwindfugen

Schwindfugen sind vorübergehend offenbleibende schmale Betoniergassen, die erst nach dem weitgehenden Abklingen des Schwindvorgangs geschlossen werden. Diese Arbeitsweise mit Schwindfugen ist sehr aufwendig und behindert den Bauablauf nicht unerheblich. Schwindfugen kommen daher nur noch selten zur Ausführung.

Schwindmaß

auch: Schwindmaße

Schwindrisse

auch: Schwindriss

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Schwindrisse sind netzförmige oder einfach verzweigte Putzrisse, die teilweise bis auf den Putzgrund reichen. Meist entstehen sie ein bis zwei Monate nach Abschluss der Putzarbeiten und haben auch oft das Ablösen des Putzes vom Putzgrund zur Folge. Schwindrisse treten beispielsweise auf, wenn Untergrund, Unterputz und Oberputz unterschiedliche Festigkeiten besitzen oder der Putzgrund durch alte Putze, Staub oder Waschschleier in seiner Haftung gestört ist. Schwindrisse sind ebenfalls typisch putzbedingte Risse, die zu beruhigen sind und mit relativ einfachen Methoden repariert werden können.

Schwindung

auch: Schwindungen

siehe Schwinden

Schwindverformung

auch: Schwindmaß, Schwindverformungen

Unter Schwindverformung sind Verformungen zu verstehen, die beim Austrocknen des Holzes entstehen können. Jedes Holz enthält natürliche Holzfeuchte. Bestimmte Feuchtegehalte dürfen nicht unterschritten werden, wenn z.B. das massive Parkett nicht schwinden und sich dadurch verformen soll. Leimholz ist weitestgehend sicher vor einer Schwindverformung. Das Schwindmaß ist in die verschiedenen Richtung sehr unterschiedlich. So beträgt das durchschnittliche Längenschwindmaß etwa 0,4 Prozent, während das Radialschwindmaß in etwa 4,3 Prozent beträgt. Tangential ist das Schwindmaß sogar etwa 8,2 Prozent groß. Das Schwindmaß bezieht sich auf das fasergesättigte Holzvolumen.

Schwingboden

auch: Schwingböden

Ein Schwingboden ist ein Fußboden mit elastischer Unterkonstruktion, die dafür sorgt, dass der Boden leicht schwingt, wenn man über ihn läuft oder rennt. Schwingböden findet man vor allem in Turnhallen bzw. allgemein bei Sportböden. Für die Schwingungsdämpfung sorgen entweder geschlitzte Lagerhölzer oder auch Stahlfedern bzw. Gummielemente. Manche Schwingböden lassen sich auch weicher oder härter federnd einstellen - je nach Sportart oder Alter der Sportler. Als Oberbelag für einen Schwingboden kommen Parkett oder Kunststoffböden zum Einsatz.

Schwingschleifer

auch: Schwabbel, Rutscher, Sander

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Der Schwingschleifer ist der Standardschleifer in der Heimwerkstatt und das meistbenutzte Elektrowerkzeug im Malerhandwerk. Geschliffen werden können sowohl hartes wie weiches Holz, Lack oder Spachtelmasse. Der Schwingschleifer schwingt mit seiner meist rechteckigen Schleifplatte parallel zur Arbeitsfläche. Er ist deshalb ideal für das Schleifen entlang der Holzmaserung geeignet. Sei Abtrag ist eher gering, weshalb er sich vor allem für feinere Schleifarbeiten, für Vor- und Endschliff eignet. Durch die gleichmäßige Schwingung der Schleifplatte erzielt er eine hohe Oberflächenqualität. Vorteilhaft sind Geräte mit eingebauter Steuerung. Hier lässt sich die Schwingzahl individuell vorwählen. Je nach Gerätetyp sind dabei Vorwahlen zwischen 6000 und 25000 Schwingungen pro Minute möglich. Fachleute raten beim Kauf eines Schwingschleifers dazu, auf die ergonomische Gestaltung des Gerätes zu achten. Denn: Je besser die Handhabung und Vibrationsdämpfung des Gerätes ist, desto weniger ermüdet der Arm des Anwenders. Integrierte Staubabsaugung sowie Staubfangbeutel schützen die Atemwege und halten den Werkraum rein. Klemmen zum werkzeuglosen Schleifblattwechsel sowie Blätter mit Kletthaftung erleichtern die Bedienung. Der Schwingschleifer wird auch als Schwabbel, Rutscher oder Sander bezeichnet.

Schwingtor

auch: Schwingtore

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Ein Schwingtor ist ganz allgemein ein Tor, das aus einem durchgehenden Torblatt besteht und in der Öffnungsbewegung nach außen aufschwingt. Die Ablage des Tores in der Öffnungsposition erfolgt standardmäßig waagerecht unter der Decke. Schwingtore werden weit überwiegend als Garagen-Schwingtore eingebaut. Für den gewerblichen Bereich sind sie wenig geeignet, da sie beim Öffnen nach außen aufschwingen und sich vorfahrende Fahrzeuge im Schwenkradius des Garagentors befinden können, was zu Blechschäden oder Schlimmerem führen kann.

Schwitzwasser

Schwitzwasser ist die umgangssprachliche Bezeichnung für Kondensat, siehe Kondensation.

Seale-Machart

Machart einer Litze für ein Stahldrahtseil im Parallelschlag. Bei der Seale-Machart ist die Anzahl der Innen- und Außendrähte gleich. Dadurch sind die Außendrähte dicker, das Seil verschleißfester und gut biegsam.

Sechseckschnitt

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Der Sechseckschnitt ist eine besondere Form des Biberschwanzziegels.

Sechskant-Holzschraube

auch: Sechskant-Holzschrauben

Sechskantschraube

auch: Sechskant-Holzschraube, Sechskantschrauben

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Sechskantschrauben werden auch Schlüsselschrauben genannt, weil sie mit einem Schraubschlüssel eingedreht werden. Es gibt sowohl Sechskantschrauben für Holz- als auch für Metallverbindungen. Sechskant-Holzschrauben gibt es in verzinker oder blaupassivierter Ausführung. Eingesetzt werden sie universell vor allem da, wo ein Nachziehen der Schrauben erforderlich werden kann oder wo der Einsatz eines senkrecht anzusetzenden Schraubendrehers aus Platzgründen nicht möglich ist. Die Längenmaße reichen von 30 bis 400 mm, der Durchmesser von 5 bis 120 mm. Für Metallverbindungen werden Sechskantschrauben zum Beispiel als Paßschrauben eingesetzt. Hier werden auch Längen bis über 600 mm realisiert.

Sechs-Säuler

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Sechs-Säuler ist ein im Heizungsbau und innerhalb der Herstellerbranche geläufiger Begriff für einen Radiator bzw. speziell für einen Säulenradiator, der aus mehreren Stahlrohrelementen besteht, die in sechs "Säulen" unterteilt sind (siehe Zeichnung). Zwischen den einzelnen Säulen kann Luft zirkulieren, was den Wirkungsgrad dieser Konvektionsheizung erhöht.

Sedimentation

Sedimentation bezeichnet ganz allgemein das Absetzen von Teilchen in einer Flüssigkeit oder in Gasen. Das Absetzen kann durch die Schwerkraft, Fliehkraft oder anderen Kräften erfolgen. Da die Sedimentationsgeschwindigkeit wesentlich von der Dichte bestimmt wird, können sich verschiedene Stoffe schichtweise getrennt ablagern, was auch dazu benutzt werden kann, die verschiedenen Stoffe eines Gemenges zu trennen. Auch bei der Abwasserreinigung in einer Kläranlage spielt die Sedimentation eine Rolle. Dort werden in der sogenannten "mechanischen Stufe" alle Teile aus dem Abwasser gefiltert, die sich absetzen können. Durch Sedimentation ist zudem eine Gruppe von Gesteinen entstanden, die Sedimentgesteine.

Sedimentgestein

auch: Sedimentgesteine

Bei Sedimentgesteinen handelt es sich um Gesteine, die bei Entstehung der Erde nach "Verwitterung" und "Transport" abgelagert wurden und anschließend durch den Druck überlagernder Massen verfestigt sind. Dabei entstanden je nach Menge der Ablagerungen unterschiedlich dicke Schichtungen. Vertreter von Ablagerungsgesteinen sind Sandstein, Schiefer, Kalksteine und Dolomitkalk. Sedimentgesteine bedecken zu ¾ die Kontinente, machen aber nur 1/10 der gesamten Erdkruste aus.

Sedum

Sedum-Stauden werden vorwiegend für die Extensivbegrünung von Flachdächern eingesetzt, da sie robust sind, Wasser speichern können und relativ wenig Pflege verlangen. Allerdings wirkt ein Gründach, das ausschließlich mit Sedumstauden bepflanzt ist, wenig attraktiv. Die "Dachbegrüner" sprechen in diesem Zusammenhang von "Sedum-Wüsten". Etwa 30 bis 40 Sedum-Spezies werden für diese Zwecke angeboten. Weniger geeignet sind dabei die Sorten "cauticola", "robustum", "ewersil", "ellacombianum", "spathufolium", "lydium", "hispanicum", "dasyphyllum" und andere, die entweder während der Winterzeit durch Kahlwuchs "auffallen" oder nur eine geringe Fähigkeit haben, Unkräuter zu verdrängen. Während für Sedumstauden Substratdicken von 6 bis 10 cm ausreichen, müssen schon Schichten von 10 bis 15 cm aufgebaut werden, wenn man die Sedum-Wüsten durch farbenfrohe Stauden wie Steinquendel, Golddistel, Natternkopf, Silber-Steinkraut, astlose Graslilien, Blutnelken, Iris, Königskerzen und verschiedene Gräserarten auflockern will.

Seele

siehe Seilkern.

Segmentbogengaube

auch: Segmentbogengauben

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Die Segmentbogengaube ist eine Variante der Tonnendachgaube. Das Dach der Gaube besteht allerdings nicht aus einem Halbkreis wie beim Tonnendach, sondern nur aus einem Segmentbogen, also einem Teil eines Kreises. Weil nur ein Kreissegment als Überdachung ausgenutzt wird, fallen Segmentbogengauben in aller Regel breiter aus als Tonnendachgauben. Segmentbogengauben werden im modernen Hausbau oft auch auf einen Erker aufgesetzt, der dann in der Architektensprache ein Segmentbogenerker ist.

Segmentbogenpflaster

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Eine gängige Verlegungsart von Pflaster für Plätze, Straßen und auch Gärten ist das Segmentbogenpflaster. Das Pflaster wird aus Kreissegmenten (Viertelkreisen) konstruiert, wobei an beiden Rändern mit einem halben Segment angefangen wird. Höhe und Länge des Bogens hängen von der Wegbreite bzw. Terrassen- und Platzgröße ab. Die Bögen treffen rechtwinklig aufeinander und enden abwechselnd mit einem längeren Stein. Die kleinsten Steine setzt man in das Herz des Bogens, die größeren Steine in den Scheitel. Normalerweise verwendet man Kleinsteine, es kann aber auch mit Mosaiksteinen gepflastert werden. Sehr stark belastbar ist die Fläche wegen der verwendeten Steingröße nicht, wobei allerdings durch die Bögen die Schubwirkung von Antriebsrädern aufgefangen wird.

Segmentpfahl

auch: Segmentpfähle

Mit Segmentpfählen bzw. Verpresspfählen lassen sich Wände und Einzelstützen sicher und setzungsarm nachgründen. Sie wurden speziell für vibrationsfreie und geräuscharme Nachgründungen unter sehr beengten Verhältnissen entwickelt. Beim Segmentpfahl-Verfahren werden unmittelbar neben oder zentrisch unter der zu unterfangenden Wand Stahlrohrschüsse oder zylindrische Stahlbetonsegmente in den Baugrund gepresst. Der Boden wird dabei vollständig verdrängt. Als Widerlager dienen Verankerungen, Abstützungen an der Decke oder das Fundament selbst. Ist der vorab festgelegte Pfahlwiderstand erreicht, wird die Presse durch Stahlspindeln ersetzt und der Pfahlkopf betoniert. Zur Sanierung von Gründungen haben sich zwei Systeme durchgesetzt, Stahlrohrsegmente und Betonsegmente unter dem Fundament.

Segmentschnitt

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Segmentschnitt ist eine besondere Form des Biberschwanzziegels.

Sehnenschnitt

Seifenhalter

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Seifenhalter ist ein Universalbegriff aus der Zunft der Badarmaturenhersteller. Als Seifenhalter werden alle Gefäße bezeichnet, in denen eine Seife hineingelegt werden kann. Viele Seifenhalter werden einfach an die Wand neben das Waschbecken oder der Dusche geschraubt. Einige Seifenhalter werden aber auch lediglich auf oder neben das Waschbecken gelegt. Seifenhalter gibt es aus Edelmetall, Keramik oder aus Kunststoffen. Auch Glas und Materialkompositionen wie zum Beispiel Glas und Edelstahl sind möglich.

Seifenspender

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Seifenspender lösen mehr und mehr das klassische "Stück Seife" und damit die Seifenhalter ab. Sie spenden auf Knopfdruck oder Hebelzug Flüssigseife. Im Privatbad stehen fast ausschließlich Seifenspender mit Pumpmechanismus, die oft auch in einer ringförmigen Wandhalterung arretiert sind. In Hotels und öffentlichen Waschräumen findet man hauptsächlich Dispenser, die direkt an die Wand montiert sind und bei denen die Flüssigseife in dosierter Weise auf Knopfdruck abgegeben wird (rechtes Foto).

Seilaufzug

auch: Seilaufzüge

Der Seilaufzug ist eine Bauart von Aufzug. Bei einem Seilaufzug hängt der Fahrkorb an Tragseilen, die über einer Treibscheibe einer Winde geführt werden. Die Treibscheibe wird von einem Elektromotor (Drehstrom- oder Gleichstrommotor) angetrieben. Die über die Treibscheibe laufenden Tragseile heben den Fahrkorb an und senken das Gegengewicht ab. Das Gegengewicht des Fahrkorbes entspricht meist dem Gewicht des Fahrkorbes und der Hälfte der zulässigen Nutzlast. So ist maximal die halbe Nutzlast und die Reibung durch den Antrieb zu überwinden. Die Winde sollte möglichst über dem Schachtkopf angeordnet werden. Es ist zwar auch möglich, die Winde oben oder unten neben dem Schacht anzubringen, die Tragseile werden dann allerdings sehr lang und die Umlenkung wird dadurch sehr stark beansprucht. Der Fahrkorb gleitet an den Führungsschienen nach oben. Mit gleicher Geschwindigkeit gleitet das Gegengewicht an separaten Führungsschienen nach unten.

Seilbagger

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Der Seilbagger zählt zur Gruppe der Standbagger. Im Gegensatz zum Hydraulikbagger geschieht beim Seilbagger die Bewegung der Baggerwerkzeuge mit Seilen über ein Windensystem. Die Bedienung kann direkt über ein Hebelgestänge oder indirekt über hydraulische Steuerelemente erfolgen. Bei Neuentwicklungen ist nur noch die letztere Art zu finden. Es sind mehrere Winden vorhanden für das Verstellen des Auslegers und die Betätigung des Baggerwerkzeugs. Für Schleppschaufel, Schalengreifer, und Kranhaken hat der Bagger einen Gitterausleger. Das Gewinnen des Bodens erfolgt aber auch mit Hochlöffel, Tieflöffel oder Schürfkübel. Die mechanische Kraftübertragung durch Seile hat einen besseren Wirkungsgrad als die hydraulische Kraftübertragung. Nachteilig sind die zahlreichen beweglichen Teile wie Rollen, Seile, Trommeln, Bremsen und Kupplungen, die einen umfangreichen Wartungsdienst erfordern.

Seilgehänge

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Das Seilgehänge ist Bestandteil eines Kranes. Ein Seilgehänge besteht aus einem oder mehreren gleichlangen Seilsträngen. Je nach dem, was mit dem Kran transportiert werden soll, kommt ein anderes Seilgehänge zum Einsatz. Beim Heben eines Betonkübels wird z.B. ein einstrangiges Seilgehänge verwendet. Große Betonplatten hängen dagegen meist an vier Seilsträngen.

Seilhydraulikaufzug

auch: Seilhydraulikaufzüge

Aufzüge mit einem seilhydraulischen bzw. indirekt hydraulischem Antrieb stellen eine Mischung zwischen Seilaufzug und Hydraulikaufzug dar. Dabei kommen verschiedene Systeme zum Einsatz. Zum einen können sich bei einem Seilhydraulikaufzug neben dem Fahrkorb Druckkolben befinden. Der Fahrkorb wird von den Druckkolben mittelbar über Seile bewegt. Am Kolbenfuß befindet sich eine Umlenkrolle, über die die Seile laufen. Ein Seilende ist am Kolbenfuß, das andere am Fahrkorbgerüst befestigt. Der Fahrkorb besitzt wie alle Seilaufzüge eine Fangvorrichtung. Dieses System eignet sich bis Förderhöhen von 35 m mit einer Nutzlast von 4 - 8 Tonnen. Zum anderen können sich bei einem Seilhydraulikaufzug neben dem Fahrkorb Zugkolben befinden. Der Korb wird über die Zugkolben und Seile nach oben gezogen. Aufgrund des Konstruktionsprinzips als Zugkolben kann kein Schlaffseil entstehen. Die maximale Förderhöhe beträgt bei diesem System 19 m. Schließlich kann auch mit Zugkolben und Ausgleichsgewicht gearbeitet werden. Da die Abwärtsfahrt ohne Motorleistung, nur durch das Eigengewicht, erfolgt, ist bei hoher Tragkraft manchmal zusätzliches Gewicht notwendig. Es wird daher ein Ausgleichsgewicht angeordnet, das sich am Kopf der Kolbenstange befindet.

Seilkern

auch: Seele

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Der Seilkern ist der innere Teil eines Stahldrahtseiles, der mit Litzen umwickelt wird. Der auch "Seele" genannte Seilkern dient zur Abstützung der äußeren Litzen und ist auch als eine Art Schmiermittelbehälter anzusehen. Bei Belastung des Seiles drücken die Litzen auf die Seele und pressen eine geringe Menge Schmiermittel heraus. Dadurch wird die Reibung im Seil erheblich verringert. Außerdem verhindern Schmiermittel Korrosion im Inneren des Seiles. Seile, bei denen das Schmiermittel verbraucht oder durch Hitzeeinwirkung verdampft ist, haben zwar nicht an Festigkeit verloren. Die Lebensdauer des Seils wird jedoch herabgesetzt. Deshalb sollte das Seil von Zeit zu Zeit mit geeigneten Schmiermitteln von außen gefettet werden.(Abbildung: Seilhersteller Diepa)

Seilsägetechnik

auch: Diamantseilsägetechnik, Seilsägetechniken

Die Seilsägetechnik ist eine eine Technologie zur Herstellung von Öffnungen und Durchbrüchen mit großen Dimensionen in Beton-, Stahlbeton- und Mauerwerksbauteilen. Sie kann die herkömmliche Methoden, wie das Abspritzen oder perforierte Ausbohren (Aneinderreihung mehrerer Bohrungen), beinahe vollständig ersetzen. Mit der Seilsägetechnik ist das das Trennen von Beton- und Stahlbetonbauteilen mittels Diamant besetzten Stahlseilen in beliebiger Form bei nahezu unbegrenzter Schnittiefe möglich. Die Technik erlaubt den Abbau von Bauteilen selbst bei stark begrenztem Arbeitsraum oder erhöhter Unfallgefahr sowie bei Bauteilstärken, die mittels herkömmlicher Sägetechnik nicht mehr bewältigt werden können. Darüber hinaus bietet die Seilsägetechnik einen sehr hohen Sägefortschritt sowie eine geringere Anzahl an Eckbohrungen bei gleichzeitig viel kleinerem Bohrdurchmesser (40 mm Durchmesser sind ausreichend) gegenüber der Wandsäge.

Seilspanngarnitur

auch: Seilspanngarnituren

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Seilspanngarnituren dienen der Befestigung von feinen Stahldrahtseilen, wie sie als Gardinenhalterung über einem Fenster angebracht werden. Die im Handel angebotenen Garnituren bestehen aus dem Seil und der Befestigungsgarnitur. Diese verfügen über eine Spannvorrichtung, so dass das Seil straff gespannt und auch immer nachgespannt werden kann. Die Garnituren müssen allerdings extrem fest im Mauerwerk verankert werden, damit sie nicht durch die beim Spannvorgang entstehenden Zugkräfte aus der Wand gerissen werden. Aus diesem Grund eignen sich Seilspanngarnituren nicht für Wände in Holzständerbauweise und auch nur bedingt für Wände aus Hohlblock- und Porenbetonsteinen.

Seilspannmarkise

auch: Seilspannmarkisen,, Seilspann-Markisen

Bei einer Seilspannmarkise handelt es sich um ein zwischen zwei parallel gespannten Edelstahlseilen aufgespannten Sonnensegel. Die Seile werden durch Seilspanner dauerhaft stabil gehalten und das Sonnensegel ist dank Laufhaken auf den Seilen verschiebbar. Es kann also je nach Witterung variabel gehandhabt werden. Wenn die Sonne scheint, schützt das Sonnensegel, bei Bewölkung kann es beseite geschoben werden. Im Vergleich zu einer Gelenkarmmarkise ist die Seilspannmarkise stabiler bei Wind. Die Markise kann zudem ganz einfach abgenommen und in der Waschmaschine gewaschen werden. Die Seilspannmarkise kann zudem problemlos an die vorhandene Größe angepasst werden. Und im Winter wird das Sonnensegel ausgehakt und zusammengelegt im Schrank verstaut. Eine Seilspannmarkise fungiert Wahlweise als Sonnenschutz, Regenschutz, Windschutz oder Sichtschutz.

Seilspanntechnik

Die Seilspanntechnik ist eine spezielle Technik zum einfachen Unterspannen oder Spannen eines Sonnensegels auf oder unter eine Fläche. Hierbei werden Edelstahlseile an speziellen Schrauben befestigt, so dass das Sonnensegel eine Führung hat. Die Seilspanntechnik eignet sich für Pergolen, Wintergärten, Sichtschutze, Glasdächer, Terrassenüberdachungen und Fenster von außen. Eine Sonderanwendung sind Rank- bzw. Kletterhilfen für Kletterpflanzen.

Seilverbindungsstrümpfe

auch: Seilverbindungsstrumpf

Seilwinde

auch: Seilwinden

Die Seilwinde ist ein einfaches stationäres Hebewerkzeug auf einem auskragenden Traggerüst. Die Lasten werden mit einem Transportseil, das auf eine horizontale Drehachse aufgewickelt wird, gehoben oder abgesenkt. Seilwinden können auf der Baustelle sehr hilfreich sein, insbesondere dann, wenn die Treppe des Hauses noch nicht montiert wurde.

Seilwirbel

auch: Drallfänger

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Ein Seilwirbel verhindert das Verdrehen eines Stahldrahtseiles. Drehungsfreie Seile können sich beim Einsatz einen Drall einfangen. Ist das Seil dauerhaft fixiert, besteht keine Möglichkeit, dass sich das Seil entdrallen kann. Deshalb werden bei drehungsfreien Seilen Seilwirbel eingesetzt. Nichtdrehungsfreie Seile drehen sich bei Belastung auf, wenn ein Seilwirbel benutzt wird. Dadurch wird die Seilbruchkraft erheblich reduziert. Ein Seilwirbel darf daher nicht verwendet werden. (Foto: Seilhersteller Diepa)

Seilzugleiter

auch: Seilzugleitern

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Seilzugleitern sind ausschiebbare Leitern unterschiedlicher Größe und Stabilität, die aus mindestens zwei Leiter-Elementen bestehen. Das jeweils oberste Element ist kleiner, als das untere, so dass ein Element in dem anderen geführt und in dessen Sprossen verhakt wird. Seilzugleitern bestehen aus Leichtmetall, verfügen jedoch an der untersten Leiternsprosse oft über Stahldornen. Bei Leitern z. B. für die Feuerwehr, die besonders stabil sein müssen und nicht schwanken dürfen, kann das untere Element auch eine spezielle Stütze vorweisen oder mit Alurohren stabilisiert werden. Mit dem Seilzug wird der sog. Fallhaken gelöst, wenn die Leiter wieder eingefahren werden soll. Zweiteilige Seilzugleitern können eine ausgefahrene Leiterlänge bis etwa 10 m haben.

Seitenanker

Der Seitenanker ist ein Anker, der die Zarge einer (Feuerschutz-)Tür mit den Laibungen der angrenzenden Wand verbindet.

Seitenbrett

auch: Seitenbretter

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Stammholz wird im Sägewerk mit der Vollgatter zu Bohlen und Brettern verarbeitet. Seitenbretter sind die Bretter aus dem äußeren Teil des Baumstamms. Sie besitzen liegende Jahresringe, dementsprechend größere Formänderungen haben sie im Vergleich zu Mittelbrettern oder gar dem Kernbrett.

Seitenfalzklammer

auch: Seitenfalzklammern

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Seitenfalzklammern sind Sturmklammern. Sie dienen somit der Sicherung der Dachziegel vor Sturm und Windsogkräften. Die Klammern greifen seitlich in den Seitenfalz der Ziegel und halten sie so an der gewünschten Stelle. Seitenfalzklammern werden unterschiedlich befestigt: Durch Einschlagen in die Dachlatten, durch Anschrauben an die Dachlatten, durch Umgreifen der Dachlatten oder durch Verbindung der einzelnen Ziegel untereinander. (Abbildung: FOS)

Seitenfalznut

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Die Seitenfalznut ist Teil eines Falzziegels (I). Eine Seitenfalznut sorgt für den geordneteten Abfluss des Regenwassers eben über diese Nut.

Seitenfalzrippen

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Die Seitenfalzrippen sind Teil eines Falzziegels (H). Die beiden Seitenfalzrippen begrenzen rechts und links die Seitenfalznut.

Seitenfalzteil

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Das Seitenfalzteil ist Teil eines Falzziegels (G). Das Seitenfalzteil umfasst die beiden Seitenfalzrippen und die Seitenfalznut.

Seitenmarkise

auch: Seitenmarkisen

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Die Seitenmarkise ist eine Sonderform der Markise. Sie wird nicht horizontal, sondern vertikal an der Wand befestigt. Zieht man die Seitenmarkise aus, muss sie in einem mitge­liefer­ten Standfuß arretiert werden. Auf diese Weise erhält man einen Sicht- und Windschutz und kann die Kaffeetafel ohne störende Blicke des Nachbarn genießen. Die Seitenmarkise ist also eine stoffliche Alternative zum hölzernen Sichtschutzzaun.

Seitenrisalit

siehe Eckrisalit.

Seitenschneider

Der Seitenschneider ist ein Werkzeug, das dem Schneiden von weichen bis harten Metalldrähten dient. Ähnlich wie bei der Beißzange und im Unterschied zur Kombizange sind die beiden Festhaltebacken beim Seitenschneider zu Beißwerkzeugen umfunktioniert worden. Seitenschneider gibt es in unterschiedlichen Größen, sie sind z. B. eins der klassischen Werkzeuge des Elektrikers.

Seiten-Sektionaltor

siehe Garagen-Sektionaltor

Sektionaltor

auch: Sektionaltore

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Sektionaltore sind Tore für den Einsatz in Industrie und Gewerbe, beispielsweise bei Hallen, in denen Busse usw. abgestellt sind. Das Konstruktionsprinzip entspricht dem der Garagen-Sektionaltore.

Sekundärbatterie

auch: Sekundärbatterien

Sekundärbatterien sind besser unter der Bezeichnung "Akku" bekannt. Im Gegensatz zu den Primärbatterien, wie Alkali oder Zink-Kohle, lässt sich bei den Sekundärsystemen die verbrauchte chemische Energie durch einen Aufladevorgang wiederherstellen. Das Akku-Ladegerät befördert die Elektroden vom Pluspol zum Minuspol zurück und die Elektrodenmassen werden wieder aufgeladen. Rund tausendmal lässt sich dieser Vorgang wiederholen. Man unterscheidet den Nickel-Cadmium-Akku und den Nickel-Metallhydrid-Akku.

Sekundärrohstoff

auch: Sekundärrohstoffe

Als Sekundärrohstoff wird ein durch Recycling wiedergewonnener Rohstoff bezeichnet. Die meisten Produkte können durch Recyclingverfahren wieder in den Produktionsprozess zurückgeführt werden. Notwendig sind allerdings vorgeschaltete Sortier– und Aufbereitungsschritte. So werden Altglas und Altkunststoffe durch die Aufbereitung zu Sekundärrohstoffen, Papier durch das Sortieren nach Qualitäten, Weißblech durch Aussortieren und Pressen, Aluminium durch Pyrolyse. Für alle Verfahren gilt: Bei der Gewinnung von Sekundärrohstoffen bleibt ein kleiner Anteil nicht verwertbarer Reste übrig, die vorschriftsmäßig zu entsorgen sind.

Sekundenkleber

Ein Sekundenkleber ist Klebstoff, der besonders schnell und kraftvoll fast jedes Material klebt und der durch ein stabiles, nahezu unsichtbares Klebergebnis glänzt. Sekundenkleber eignet sich hervorragend für Schnellreparaturen bei kleinen, glatten und porösen Flächen, bringt dauerhafte Ergebnisse und ist kälte- und hitzebeständig sowie wasserfest.

Sekundenmörtel

sekurisieren

Von "Sekurisieren" spricht man im Zusammenhang mit Glas gesprochen. (%Einscheiben-Sicherheitsglas(%, welches beispielsweise als Ganzglastür ausgeliefert wird, hat rundum einen etwa 10 mm breiten Streifen, der nicht sekurisiert ist. Dieser Bereich ist also nicht vor Zersplitterung geschützt. Theoretisch könnte man in diesem Bereich eine Glastür geringfügig kürzen, falls diese über den Boden schleift. Das Verfahren ist jedoch ausgesprochen problematisch, weil keine Garantie für den Erfolg gegeben werden kann. "Sekurisieren" kommt aus dem Lateinischen, es bedeutet in diesem Fall soviel wie "speziell sicherheitstechnisch ausgerüstet". Ein sekurisiertes Glas ist demnach ein Sicherheitsglas.

selbständiges Beweisverfahren

Das selbständige Beweisverfahren (alte Bezeichnung: Beweissicherungsverfahren) spielt im Baurecht immer dann eine große Rolle, wenn ein gravierender Baumangel eingetreten ist und eine Mängelrüge keine Abhilfe geschaffen hat. Vor Gericht kann dann ein solches Verfahren beantragt werden, für das der Richter einen Sachverständigen bestimmt. Dessen Gutachten spielt im Verlauf des anschließenden Gerichtsverfahrens eine wichtige Rolle, obwohl auch eine oder beide Parteien sogenannte Parteiengutachten bestellen und vor Gericht einreichen können, wenn sie der Meinung sind, dass das Gutachten im selbständigen Beweisverfahren fehlerhaft ist.

selbstbohrende Holzschrauben

Selbstkostenerstattungsvertrag

auch: Selbstkostenerstattungsverträge

siehe Abrechnung.

selbstleuchtende Pigmente

selbstreinigende Oberflächen

siehe Lotus-Effekt.

Selbstschlussarmatur

auch: Selbstschluss-Armatur, Selbstschlussarmaturen

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Die Selbstschlussarmatur ist eine Badarmatur für Waschtische und Duschen. Statt durch Betätigung eines Hebels oder Wasserhahns erfolgt der Wasserfluss durch Knopfdruck. Dabei kann die Armatur so eingestellt werden, dass das Wasser 5, 10, 20 oder mehr Sekunden fließt und dann automatisch stoppt. Auch die Wassertemperatur kann eingestellt werden. Es werden ferner Selbstschlussarmaturen hergestellt, bei denen der Wasserfluß vorzeitig - also vor Ende der eingestellten Intervalle - stoppt, wenn der Knopf während des Fließvorgangs gedrückt wird. Die Armaturen werden bevorzugt in öffentlichen Sanitärräumen eingesetzt, und zwar nicht nur an Waschtischen, sondern auch bei Urinalen. In den Duschräumen von Sportvereinen, Schulen und Hallenbädern werden solche speziellen Brausebatterien eingebaut, um den Wasserverbrauch einzuschränken. Das Foto zeigt ein Modell des Herstellers GROHE.

selbstschneidend

Als "selbstschneidend" werden Schraubengewinde bezeichnet, die sich ohne Vorbohren in das Material eindrehen lassen. Dies können sowohl Holzschrauben, als auch Ingenieurbauschrauben oder Blechschrauben sein. Selbstschneidende Schrauben verfügen über eine besondere Spitze und "messerscharf" ausgerichtete Gewinde, wie am Beispiel des Suchbegriffs Steigungsgewinde gut dargestellt wird.

selbstsichernde Mutter

auch: selbstsichernde, Muttern

Bei selbstsichernden Muttern sind einig Gewindegänge in Kunststoff ausgeführt, der sich beim Anziehen an die Schraube anschmiegt und so ein selbständiges Öffnen zum Beispiel durch Vibration verhindert. Selbstsichernde Muttern können nur einmal verwendet werden.

selbstverdichtender Beton

Selbstverdichtender Beton weist einige Vorteile auf, die ihn zum Problemlöser auf vielen Baustellen geeignet erscheinen lassen. Dies sind vor allem der wirtschaftliche und problemlose Einbau in Bauteile mit dichter Bewehrung und vertikaler Bauteile wie Wände. Generell lassen schwer zugängliche Stellen mit selbstverdichtenden Beton besser betonieren. Zudem fallen arbeitsintensive und gesundheitsgefährdende Verdichtungsarbeiten durch das Rütteln weg. Weiterhin zeichnen sich selbstverdichtende Betone durch verbesserte Betonqualitäten aus. Aufgrund der relativ glatten und gleichmäßigen Oberfläche sind die Sichtbetoneigenschaften sehr gut. Selbstverdichtende Betone müssen ein hohes Fließvermögen aufweisen. Um dies zu gewährleisten und um die Zuschlagstoffe im Zementleim in der Schwebe zu halten, sind auf den ersten Blick etwas ungewöhnliche Rezepturen erforderlich. So werden bei den Zuschlägen beispielsweise häufig maximale Körnungen von ca. 12 bis 20 mm eingesetzt. Für die Einstellung der selbstverdichtenden Eigenschaften des Betons muss der Feinanteilgehalt angehoben werden. Entsprechend ist der Sandgehalt (ca. 50 %) und der Gesamtanteil an Feinstteilen (Durchmesser kleiner als 0,125 mm) über 500 kg/m³ höher. Abhängig vom Größkorn enthalten selbstverdichtende Betone eine Zementleimmenge von ca. 350 bis 400 l/m³. Typisch ist auch der niedrige Wasserzementwert. Das Einhalten der deutlich verlängerten Mischzeiten ist besonders wichtig.

Selektiver Abbruch

Selektiver Rückbau

Selektivitätszahl

Die Selektivitätszahl beschreibt das Verhältnis von Lichttransmission zu Energiedurchgang bei Sonnenschutz-Isolierglas. Moderne Sonnenschutzgläser zeichnen sich durch einen niedrigen Sonnenenergiedurchgang und hohe Lichtdurchlässigkeit aus.

Seltene Erden

auch: Seltene, Erden

Seltene Erden bezeichnen Metalle, die im Periodensystem ab Lanthan und Cer zu finden sind. Sie werden zum Beispiel dem Stahl zugemischt, um ihm ganz bestimmte Eigenschaften zu verleihen. "Seltene Erden" ist eine höchst ungenaue Bezeichnung. Das Wort "selten" kommt in der Tat daher, dass die Lanthaniden zuerst in seltenen Mineralien entdeckt wurden, aber die Elemente selbst kommen nicht besonders selten vor; einige sind sogar sehr verbreitet. "Erde" ist ein alter chemischer Begriff für Oxyde, d.h. Verbindungen, welche Sauerstoff enthalten; die seltenen Erden, die ja eigentlich Metalle sind, wurden zuerst in dieser Form entdeckt.

Sen

auch: Harigiri

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Sen ist ein Laubholz, das in den nicht-tropischen Wäldern Ostasiens beheimatet ist. Aufgrund seines hellen und strukturreichen Holzbildes wird es als dekoratives Furnier oder Vollholz wie Esche, Rüster oder helle Eiche verwendet. Der Splint ist fast weiß bis milchfarben. Das Kernholz ist hell gelblich-grau bis blaß bräunlich und mit mattem Glanz. Eine Verwendung des Vollholzes in Bereichen mit starker Belastung oder Verschleiß ist vor allem wegen der geringen Druck- und Biegefestigkeit zu vermeiden. Verwendung findet Senholz für großflächige Vertäfelungen, Paneele und für kleinere Flächen bei Möbeln.

Seniorenresidenz

Seniorenwohnung

auch: Altenwohnung, Seniorenresidenz, Seniorenwohnungen

Bei einer Seniorenwohnung oder Altenwohnung handelt es sich um eine speziell auf die Bedürfnisse älterer Menschen abgestimmte Wohnung. Wenngleich es keine rechtliche Definition des Begriffs "Seniorenwohnung" gibt, so sollten doch einige Dinge selbstverständlich sein. Auf jeden Fall sollte die Wohnung barrierefrei sein. Man sollte also auch mit dem Rollstuhl überall hinkommen können, ohne auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Dabei sollte auch der Zugang zum Haus ohne Stufen sein. Ein Aufzug muss die richtige Größe haben, um mit dem Rollstuhl problemlos rein und raus zu können. Auch der Übergang zu Balkon oder Terrasse stellt häufig eine Stolperfalle dar und sollte ebenerdig erfolgen. Im Badezimmer sollte die Dusche mit einem Sitz und Griffen ausgestattet sein. Gegensprechanlage und Türspione müssen bedarfsgerecht installiert sein. Zudem sollten Notrufsysteme zur Ausstattung einer Seniorenwohnung zählen. Die Arbeitsplatten in der Küche sollten nicht zu hoch sein, damit man auch im Sitzen an ihnen arbeiten kann. Der Bezug von Seniorenwohnungen ist generell nicht an ein bestimmtes Alter gebunden. Es gibt freifinanzierte und öffentlich geförderte Altenwohnungen. Für letztere bestehen nach Landesrichtlinien festgelegte Standards. Sind Wohnanlagen besonders hochwertig ausgestattet, werden sie oft als Seniorenresidenz bezeichnet. Dort gibt es häufig neben der eigentlichen Wohnung noch zahlreiche andere Einrichtungen wie Sauna, Schwimmbad oder Restaurants. Auch Betreutes Wohnen ist in Seniorenwohnungen möglich.

Senker

siehe Versenker.

Senkkastengründung

auch: Druckluftgründung, Caisson, Senkkastengründungen

Die Senkkastengründung oder Druckluftgründung ist eine Tiefgründung. Sie eignet sich vor allem für Schachtbauwerke in Böden mit hohen Schichten aus Schluff, Sand und Kies. Zunächst wird das Fundament auf dem Baugelände als unten offener, kastenförmiger Körper (Caisson) betoniert. Zum Absenken des Kastens wird der Boden unter dem Kasten ausgehoben oder ausgespült. Das Eindringen von Wasser wird durch die Erzeugung eines Gegendrucks mit Druckluft in bzw. unter dem Kasten verhindert.

Senkklappfenster

auch: Senkklapp-Funktion

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Unter einem Senkklappfenster wird ein Fenster verstanden, das sich nicht nach innen in den Raum, sondern nach außen öffnet. Der Fensterflügel senkt sich leicht beim Öffnen und kann dann nach außen geklappt werden. Solche Fenster haben den großen Vorteil, dass auch hohe Topfpflanzen und dergleichen auf der Fensterbank stehen bleiben können, wenn das Fenster geöffnet wird. Allerdings ist der Einbau nur dann möglich, wenn das Fenster nicht in den öffentlichen Verkehrsraum hineinragt und ganz generell eine ausreichende Einbauhöhe gewährleistet ist, damit keine Passanten dagegen stoßen können. Desweiteren ist die Reinigung der äußeren Glasscheibe auch nur von außen möglich.

Senkkopfnagel

auch: Senkkopfnägel

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Ein Senkkopfnagel ist ein Nagel aus Baustahl, der zur allgemeinen Verwendung im Baubereich vorgesehen ist. Senkkopfnägel eignen sich zur Handvernagelung, für die maschinelle Verarbeitung sind sie nicht geeignet. Die Nägel gibt es in verschiedenen Abmessungen sowie mit galvanischen Zinküberzug oder feuerverzinkt.

Senkkopfschraube

auch: Senkkopfschrauben

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Eine Senkkopfschraube ist eine spezielle Schraube, deren Kopf beim Einschrauben versenkt wird. Der Kopf einer solchen Schraube ist oben flach (Ausnahme Linsensenkkopfschraube) und geht konisch in den Schraubenschaft über, was ein Versenken der Schraube vor allem in Holz und Holzwerkstoffe stark erleichtert. Je nach Art des Gewindes zieht oder schneidet sich die Schraube "wie von selbst" in das Werkstück ein und wird dort ganz versenkt. Die Schraube kann mit einem Schlitz oder Kreuzschlitz, aber auch mit anderen Antriebsarten versehen sein. Unsere Zeichnungen zeigen links eine Senkkopfschraube mit BIROX-Antrieb, rechts eine mit BIRAX-Kreuzschlitzantrieb.

Senklot

auch: Senklote

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Das Senklot ist ein uraltes Hilfsmittel der Maurer, um festzustellen, ob eine Wand oder eine gemauerte Eckverbinung lotrecht - also exakt senkrecht - verläuft. Das Senklot besteht aus einer gedrillten Schnur, an deren Ende sich entweder ein Spitzlot aus Stahl befindet oder ein Lot mit Bleifüllung - siehe Zeichnungen. Bei heftigen Winden wird es natürlich schwierig, die Senkrechte zu ermitteln oder Fluchten abzuloten.

Senkrechtaufzug

auch: Behinderten-Senkrechtaufzug, Senkrechtaufzüge

Als Senkrechtaufzug kann man alle Aufzüge bezeichnen, bei denen die Fahr- bzw. Transportkabine senkrecht hoch und runter fährt. So werden mitunter auch mobile Lastenaufzüge, die an der Fassade einer Baustelle aufgestellt werden und deren Lastkorb senkrecht die Fassade entlang läuft, als Senkrechtaufzug bezeichnet. In der Regel ist mit einem Senkrechtaufzug jedoch ein Aufzug für Behinderte gemeint. Diese Behindertenaufzüge sind im Prinzip "normale" Aufzüge, nur dass sie in der Lage sein müssen, einen Rollstuhl und gegebenenfalls eine Begleitperson aufzunehmen. Da sie einfach zu installieren sind, sind Senkrechtaufzüge ideal für den nachträglichen Einbau in öffentliche Gebäude, in Bürohäuser und im privaten Bereich geeignet. Der barrierefreie Zugang lässt sich, egal ob innerhalb oder außerhalb des Gebäudes, ohne große und kostspielige Umbaumaßnahmen verwirklichen.

Senkstift

Sensor

auch: Sensoren

Ein Sensor ist ein Messfühler zur Erfassung physikalischer, chemischer oder elektrochemischer Größen. Die gemessenen Größen werden in elektrische Signale umgewandelt und beispielsweise an ein Bus-Leitung (siehe EIB) weitergegeben. Sie sind quasi das Gegenstück zu Aktoren, die als Befehlsempfänger fungieren.

separate Küche

auch: separate, Küchen

siehe Küche.

Serizzo Antigorio

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Der italienische Serizzo Antigorio ist eine sehr beliebte Paragneisart. Dies liegt vor allem auch an seinem günstigen Preis. Da sich der Stein durch Umwandlung von Mineralien im Gesteinsinneren verfärben kann, wird er hauptsächlich für den Innenbereich verwendet. Einsatzgebiete dort sind Treppen, Bodenbeläge, Fensterbänke, Bordüren oder Küchenarbeitsplatten.

Serpentinit

Dieses Umwandlungsgestein besteht ganz oder vorwiegend aus dem weichen Mineral Serpentin. Serpentinit ist dunkelgrün, buntgrün, zuweilen auch braun bis purpur, oft mit hellen Calcitadern netzartig durchsetzt. Bereits in der Antike war es ein geschätztes Dekorationsgestein, das wie Marmor eingesetzt wird. In der Außenanwendung ist es jedoch nicht empfehlenswert. Serpentinit findet man in Italien, Österreich, Griechenland, Indien, Taiwan und Kuba.

Setzbolzen

Setzbolzen dienen der Verbindung von dünnwandigen mit anderen Bauteilen, z. B. Stahlprofilbleche mit der Unterkonstruktion aus Stahl oder Stahlbeton. Setzbolzen werden durch "Aufschießen" mit einem Schußapparat mit der Unterkonstruktion verbunden und durchdringen hierbei die dünnwandigen Bauteile.

Setzecke

auch: Setzecken

Setzeisen

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Ein Setzeisen ist ein Meißel mit flacher, 4 bis 6 cm breiter Schneide. Mit einem Setzeisen lässt sich die Oberfläche von Naturstein oder Beton entlang einer Linie behauen. Das Setzeisen ist demnach ein Werkzeug des Steinbildhauers.

Setzfuge

auch: Setzfugen

Eine Setzfuge ermöglicht zwängungsfrei unterschiedliche Bewegungen benachbarter Bauteile. Setzfugen trennen auch die Fundamente. Notwendig sind Setzfugen beispielsweise bei unterschiedlicher Belastung, wenn hohe Gebäude neben niedrigen stehen. Setzfugen wegen unterschiedlichen Baugrunds lassen sich gegebenenfalls vermeiden durch einen Bodenaustausch (Magerbeton oder Kies), Gründung unterhalb des nachgiebigen Bereiches, Pfahlgründung oder der Anordnung eines steifen Kellerkastens.

Setzholz

Setzholz ist der Name des freistehendes Pfostens bei zwei- oder mehrflügeligen Fenstern. Ein Setzholz unterteilt das Fenster in seiner Breite und bestimmt dessen äußere Gestaltung. Beschläge für die Flügelrahmen können in das Setzholz eingelassen werden.

Setzstufe

auch: Stoßstufe, Stoßtritt, Futterstufe, Futterbrett, Setzstufen

Die Setzstufe ist das vertikale Teil einer Treppenstufe. Sie wird auch Stoßstufe, Stoßtritt, Futterstufe oder Futterbrett genannt. Bei Fliesen werden auch Sonderteile zum Verfliesen von Treppenstufen als Setzstufe bezeichnet.

Setzung

auch: Setzungen

Ein Bauwerk "setzt" sich, wenn im Tagwerk Lasten auftreten, die das Fundament nicht mehr abfangen kann. Die Ursache können Aufstockungen sein. Setzungen werden aber auch durch Erosionsvorgänge im Boden, durch Unterspülungen der Bodenplatte etc. verursacht. Sichtbare Anzeichen für Setzungsvorgänge sind die sog. Setzungsrisse. Um eine Ausweitung der Setzungsvorgänge zu verhindern, müssen in der Regel Unterfangungen eingebracht werden.

Setzungsfuge

auch: Setzungsfugen

Sind wegen der Art des Untergrundes unterschiedliche Setzungen zwischen Bauteilen zu erwarten, wird eine Setzungsfuge angeordnet, siehe auch Setzfuge.

SF-Salz

auch: SF-Salze

SF-Salz ist ein Holzschutzsalz, das SF steht hierbei für Siliconfluoride. Verwendet wird SF-Salz für alle witterungsgeschützten Holzbauteile. Nicht geeignet ist SF-Salz für Holz, das Niederschlägen, Erdfeuchtigkeit ausgesetzt wird oder Kontakt mit Wasser hat. Wirksamkeit: Insekten vorbeugend (Iv), pilzevorbeugend (P).

S-Haken

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Universell im Baubereich einsetzbare Haken für vorübergehende Befestigungen. Die S-förmigen Haken sind aus Stahl oder Edelstahl und werden in sehr unterschiedlichen Größen angeboten. Üblicher Anwendungszweck ist das Einhängen von Eimern an Leitern, aber auch die vorübergehende Wandbefestigung für Materialien unterschiedlichster Art - vom Seil über einen Werkzeuggürtel bis hin zu kleinen Kabelrollen und dergleichen.

Sheen-Effekt

auch: Sheen-Effekte

Shredder

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Was im Baubereich der Brecher, der Mauerwerk áus Mauersteinen und Beton zerkleinert, ist im Garten- und Landschaftsbau der Shredder (vom Englischen "to shred" = zerreißen, zerfetzen, zerschnipseln). Shredder sind zylinderförmige Blechbehälter, die über ein Mahlwerk verfügen, deren Walzen Zweige und Äste durch Mahlen, Zerreißen, Zerschneiden oder Zertrümmern in kleine Schnipsel verwandeln. Alle Shredder werden über einen Trichter beschickt, was insbesondere bei den auf vier Metallfüßen aufrecht stehenden Shreddern für den Hobbygärtner eine Gefahrenquelle darstellt. Steht bei einem Hecken- oder Baumschnitt der Gartenbesitzer auf einer Leiter und gerät ins Straucheln, wird sein Arm oder Bein mit in den Trichter gezogen und so verstümmelt, dass eine Amputation unumgänglich ist. Deshalb gilt, dass Shredder nur mit äußerster Vorsicht zu bedienen und Kinder in jedem Fall abseits zu halten sind. Autobahnmeistereien verwenden horizontal auf einem LKW eingebaute große Shredder, die das klein gehäkselte Schnittgut über eine Metallröhre in einen offenen Anhänger schleudern. Dieselbe Aufgabe übernehmen auch motorisierte Holz- und Buschhackmaschinen, die gleichsam die Großversion eines Shredders darstellen und die auch für extreme Einsätze als Kettenfahrzeuge unterwegs sind. Das klein gehackte Material kommt nach längerer Lagerzeit entweder als Rindenmulch in den Handel oder wird durch weitere Zerkleinerung und Kompostierung zu Blumenerde aufbereitet.

SH-Siegel

Sichelmäher

Der Sichelmäher ist der gebräuchlichste Rasenmäher-Typ im Heimbereich. Die Schnittbreiten variieren zwischen 30 und 55 cm. Sichelmäher eignen sich für typische Zier- oder Spielrasenflächen, die nie höher als 10 cm oder maximal 15 cm hoch werden. Für richtige Wiesen, die nur zweimal im Jahr gemäht werden sollen, eignen sie sich nicht. Das Mähprinzip: mit großer Geschwindigkeit rotierende Messer. Die Messer verlieren schnell an Schärfe, können aber leicht nachgeschärft werden. Bei stumpfen Messern sieht die Grasspitze zerfranst aus , weil das Gras abgeschlagen wird. Dadurch wird die Graspflanze geschwächt und ist für Krankheiten oder Pilze anfälliger. Scharfe Messer sind deshalb absolut erforderlich.

Sichelzapfenverbindung

auch: Sichelzapfenverbindungen

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Die Sichelzapfenverbindung ist eine gängige Holz-Längsverbindung. Sie wird verwendet, wenn Zugkräfte übertragen werden sollen. Dabei gibt es verschiedene Varianten, vom einfachen über den doppelten Sichelzapfen bis hin zum Sichelzapfen mit Kreuzblatt. Beim Sichelzapfen handelt es sich um die asiatische Variante des Schwalbenschwanzes. Dadurch, dass der Zapfen nicht spitz zuläuft, besteht bei Druckkräften keine Gefahr des splittern oder reißen des Holzes. Beim Sichelzapfen mit Kreuzblatt wird der Zapfen mittels einer Überblattung mit dem Gegenstück verbunden. Zusätzlich kann in die Überblattung noch ein Zapfen gesägt sein. Man spricht dann von einem Sichelzapfen mit Kreuzzapfen und Kreuzblatt. Diese Verbindung lässt sich leicht lösen, ist aber dennoch stabil und somit ideal für die Bautischlerei. Besonders stabil gegen Dreh- und Biegebelastungen ist der doppelte Sichelzapfen, keilförmig angeschnitten. Bei so vielen Zapfen und Einschnitten ist es nicht verwunderlich, dass die Verbindung unbeweglich ist.

Sicherheitsablauf

auch: Sicherheitsabläufe

Sicherheitsabläufe sind Durchlassöffnungen mit entsprechenden Rohrführungen bei Dächern, Balkonen u. a. mit geschlossener Brüstung oder Attika.

Sicherheitsarmatur

auch: Sicherheitsarmaturen

Sicherheitsarmaturen sind eine Art von Sanitärarmatur. Sie verhindern unzulässige Drücke, Temparaturen und Volumenströme in Rohrleitungen. Dies geschieht beispielsweise mit einem Sicherheitsventil, einer thermischen Ablaufsicherung oder einer Gas-Regel-Sicherheitsarmatur.

Sicherheitsbeleuchtung

Sicherheitsbeschlag

auch: Sicherheitsbeschläge

siehe Schutzbeschlag.

Sicherheits-Dachhaken

auch: Sicherheitsdachhaken

Ein Sicherheits-Dachhaken bzw. Leiterhaken ist ein Haken aus Stahl. Er dient der Befestigung von Lasten wie Dachdecker-Auflegeleitern und Dachdeckerstühlen bei Arbeiten auf dem Dach. Sicherheitsdachhaken gibt es in verschiedenen Ausführungen wie beispielsweise für Schiefer, Biber, profilierte sowie ebene Betondachsteine und Tondachziegel.

Sicherheitsfolie

auch: Sicherheitsfolien

siehe Splitterschutzfolie.

Sicherheitskennzeichen

Sicherheitskennzeichen sind von keiner Baustelle wegzudenken. Es besteht in öffentlichen Gebäuden, Betrieben usw. auch eine Kennzeichnungspflicht für bestimmte Sicherheitsvorkehrungen. Die Zeichen sind in in unterschiedlichen Farben gehalten und mit unterschiedlichen Pictogrammen bedruckt und werden unterschieden in Verbotszeichen, Gebotszeichen, Warnzeichen, Rettungszeichen und Brandschutzzeichen.

Sicherheitskette

auch: Sicherheitsketten

siehe Sperrbügel.

Sicherheitsklappschott

siehe Klappschott.

Sicherheitsleuchte

auch: Sicherheitsleuchten

Sicherheitsmesser

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Unter einem Sicherheitsmesser kann viel verstanden werden. Meistens wird damit ein Universalmesser oder "Cutter" bezeichnet, dessen herausschiebbare Klinge federbelastet ist. Wenn das Messer vom Schneidgut abrutscht und der Schieber nicht festgehalten wird, gleitet das Messer in den Griffkörper zurück.

Sicherheitsrinne

auch: Sicherheitsrinnen

Sicherheitsrinnen sind eigenständige Entwässerungsvorrichtungen, z. B. unter innenliegenden Dachrinnen oder Dachgräben. Sicherheitsrinnen können ausgeklebt oder aber aus Metall hergestellt werden. Eine ausgeklebte Sicherheitsrinne kann schon vor Beginn der Klempnerarbeiten anfallendes Regenwasser ableiten und bietet darüber hinaus ein hohes Maß an Rückstausicherheit. Der Abstand zwischen Dachrinne und Sicherheitsrinne sollte mind. 20 mm betragen. Jede Sicherheitsrinne ist mit eigenen Abflüssen ausgestattet, um eventuell eindringendes Wasser sicher ableiten zu können.

Sicherheitssauger

Sicherheitsschlüssel

Sicherheitsschlüssel ist der Oberbegriff für alle Schlüssel, die eine besondere Sicherheit bieten. Der gebräuchlichste Sicherheitsschlüssel ist dabei der Zylinderschlüssel. Als sehr sicher gilt auch der Doppelbartschlüssel, den man hauptsächlich bei Tresoren findet. Ein hohes Maß an Sicherheit bieten auch der Wendeschlüssel und der elektronische Schlüssel. Dagegen entsprechen der Buntbartschlüssel und der Chubbschlüssel nicht mehr dem heutigen Stand der Sicherheit.

Sicherheitsschuhe

auch: Sicherheitsschuh

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Überall, wo mit Fußverletzungen durch Stoßen, Einklemmen, herabfallende oder herunterrollende Gegenstände, durch Hineintreten in spitze oder scharfe Gegenstände oder durch heiße Stoffe, heiße oder ätzende Flüssigkeiten zu rechnen ist, müssen Sicherheitsschuhe getragen werden. Auf der Baustelle sind Sicherheitsschuhe zum Beispiel Pflicht. Besondere Merkmale von Sicherheitsschuhen sind Stahlkappe und Stahleinlage in der Sohle.

Sicherheitsstufenmatte

auch: Sicherheitsstufenmatten

siehe Stufenmatte

Sicherheitstank

auch: Sicherheitstanks

siehe (%Heizöl-Lagertank(%

Sicherheitstreppenraum

Ein Sicherheitstreppenraum ersetzt den 2. Rettungsweg. Dieser ist aus Brandschutzgründen in allen Gebäuden laut Musterbauordnung zwingend vorgeschrieben. Der zweite Rettungsweg kann bei Gebäuden bis 22 m Höhe zum Beispiel ein ausreichend großes Fenster (Rettung über die Drehleiter der Feuerwehr) oder eine weitere Treppe (Fluchttreppe) sein. Der Sicherheitstreppenraum ist so beschaffen, dass Feuer und Rauch nicht eindringen können. Er ist nur über offene Gänge oder Schleusen erreichbar. Meistens ist dieser Treppenraum vom übrigen Gebäudegrundriß vollkommen abgegrenzt. Der Sicherheitstreppenraum endet im Freien.

Sicherheitszaun

auch: Sicherheitszäune

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Sicherheitszaun ist der Sammelbegriff für alle Zaunanlagen, die Personen oder Gebäude vor unerwünschten Ein- und Angriffen schützen sollen. Sicherheitszäune stehen in Sportstadien und schützen Fußballspieler vor Übergriffen wildgewordener Fans oder verhindern, dass sich Schaulustige auf eine Rennstrecke verirren. Sicherheitszäune sichern vor allem aber auch Gelände und Gebäude wie Kasernen, Kraftwerke oder ganz allgemein Firmen mit sensiblen Produktionsgütern. Je nach Anforderungsprofil sind Sichertheitszäune mit einem Übersteigschutz ausgestattet. Der kann darin bestehen, dass die senkrechten Stäbe angespitzt sind und 15 cm über die waagerechten Profile hinausragen. Er kann auch darin bestehen, dass der Zaun im oberen Bereich um 45° abgeknickt und zusätzlich auch noch mit NATO-Stacheldraht umwickelt ist. Sicherheitszäune können aber auch auf Aussichtstürmen angebracht sein, damit Selbstmörder nicht abspringen können. Sie können aber auch im Privatbereich aufgestellt sein, um beispielsweise bissige Hunde am Überspringen oder Durchbeißen (wie bei einem Holzzaun) zu hindern. Das Aufstellen von Sicherheitszäunen im Privatbereich ist in jedem Fall genehmigungspflichtig. Besonders hohen Durchbruchschutz bieten Sicherheitszäune aus massivem Streckmetall mit engen Öffnungsquerschnitten, was ein Aufschneiden erschwert. Gelegentlich werden fälschlicherweise auch Fangzäune, wie sie an Ski-Abfahrtsstrecken angebracht sind, als Sicherheitszäune bezeichnet.

Sicherungsautomat

auch: Sicherungsautomaten

Sicherungsautomaten (Leitungsschutzschalter, LS-Schalter)haben mittlerweile Schraubsicherungen im Haushalt weitgehend abgelöst. Sie bestehen aus einem Kunststoff-Gehäuse mit einem Kippschalter. Sicherungsautomaten haben zwei Sicherheitseinrichtungen. Zum einen eine Spule, die ähnlich wie ein Selbstunterbrecher funktioniert. Durch einen Elektromagneten wird der Stromkreis bei extremer Überschreitung der Nennstromstärke (zum Beispiel Kurzschluss) nach Sekundenbruchteilen unterbrochen. Zum anderen besitzen Sicherungsautomaten einen Bi-Metall-Streifen, der auf Überhitzung reagiert. Fließt über einen längeren Zeitraum zuviel Strom über den Automaten, erwärmt sich das Bimetall und verbiegt sich, was zu einer Unterbrechung des Stromkreises nach einigen Sekunden führt.

Sicherungskasten

Sicherungsringzange

auch: Sicherungsringzangen

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Die Sicherungsringzange wird zum Lösen und Anziehen von Sicherungsringen verwendet. Sicherungsringe benötigt man vor allem im Fahrzeug- und Maschinenbau, speziell zur Fixierung von Lagern auf Wellen oder in Bohrungen. Man unterscheidet Innen- und Außenringe und dementsprechend gibt es auch zwei unterschiedliches Sicherungsringzangen. Der Außenring wird mit der Zange auseinandergedrückt, um ihn anzubringen oder zu lösen, der Innenring wird dagegen zusammengedrückt.

Sichtbalkendecke

auch: Sichtbalkendecken

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Wie der Name schon sagt, bleiben bei einer Sicht­balken­decke im Gegen­satz zur Holzbalkendeckedie Balken als tragende Elemente der Deckenkonstruktion sichtbar. Auf die Balken werden als untere Lage Hobeldielen oder Profilholzbretter montiert, als obere Lage eine Holz­werk­stoff­platte, die ihrerseits den Estrich aufnimmt. Eine Decke, deren Unteransicht komplett aus Holz besteht, bringt ein solides, natürliches Flair in die Wohnräume, weshalb insbesondere im Fertighausbau besonders oft Sichtbalkendecken montiert werden.

sichtbare Befestigung

auch: sichtbare, Befestigungen

Die Bezeichnung "sichtbare Befestigung" spielt vor allem bei der Außenwandbekleidung und der Innenwandbekleidung eine Rolle. Die an den Fassaden bzw. Wänden angebrachten ebenen oder profilierten klein- oder großformatigen Elemente werden bei dieser Montageart mittels Schrauben, Nieten oder Haltungen angebracht, die von außen sichtbar sind. Dies geschieht weniger aus Kostengründen, denn aus Gründen der architektonischen Gestaltung. So kennt der Markt beispielsweise Schrauben, die mit farbigen Kappen versehen werden und dadurch eine Fassade auflockern.

sichtbare Sparren

auch: Dächer

Unter einem Dachstuhl befindet sich der Dachboden - und der Ausbau eines solchen Bodens incl. Einbau der Wärmedämmung ist eine bevorzugte Tätigkeit für Heimwerker. Diese müssen sich allerdings entscheiden, ob sie verdeckte oder sichtbare Sparren haben wollen. Auch bei sichtbaren Sparren ist eine Konterlattung notwendig, die zwischen den Sparren angeschraubt wird. Zwischen den Sparren werden dann Profilhölzer eingebaut, die an der Konterlattung befestigt werden. Die Sparren bleiben also sichtbar, was dem Raum unter dem Dachboden eine gewisse rustikale Optik verleiht.

Sichtbeton

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Sichtbeton nennt man den Beton, der ohne Tapeten, Putze oder deckende Anstriche eine puristische, moderne Wirkung entfaltet. Jede Sichtbetonfläche ist ein Unikat. Die Oberfläche wird dabei von der Schalung bestimmt, in die der flüssige Beton gegossen wird – Oberflächeneffekte von sägerau bis samtglatt lassen sich so erzielen. Eine Hülle aus ebenem Stahl garantiert eine scharfkantige, glatte Fläche. Raue Bretter hinterlassen eine grobe Holzmaserung. Fugen, die an den Nahtstellen der einzelnen Schalelemente entstehen, müssen entweder gleich als Gestaltungselement mit einbezogen oder kaschiert werden. Durch die gezielte Auswahl von Gesteinskörnungen zum Beispiel Granit, Quarz, runder Kies, eckiger Splitt, aber auch Metall oder Glasgranulat wird mit Farben und Formen gespielt. Geschliffene und polierte terrazzoartige Flächen sind genauso möglich wie Effekte, die an Steinmetzarbeiten erinnern. Sichtbeton kann entweder vor Ort gegossen oder als im Werk produziertes Fertigteil eingebaut werden. Man sollte jedoch immer im Hinterkopf behalten, dass bei Sichtbeton jeder Fehler sofort erkennbar ist.

Sichtblende

auch: Sichtblenden

Der Begriff Sichtblende wird im Bauwesen vielfältig verwendet. Die Sichtblende als solche soll vor neugierigen Blicken ebenso schützen, wie etwa einen häßlichen Müllumladeplatz kaschieren. Die Sichtblende ist also auf kein bestimmten Material fixiert. Eine Plane an einem Tennisplatz, das unerwünschte Zuseher abhalten soll, wird ebenso als Sichtblende bezeichnet, wie der Sichtschutzzaun aus Holzleisten. Mobile Sichtblenden aus stoffbespannten Metallrahmen kommen im Katastrophenschutzes zum Einsatz. Auch der Blendladen ist demenstprechend nicht nur ein Einbruchschutz, sondern auch ein Sichtschutz.

Sichtbox

auch: Sichtboxen

Sichtfachwerk

Von einem Sichtfachwerk wird bei einem Fachwerkhaus gesprochen, dessen Fachwerk ursprünglich ohne verputztes oder verkleidetes Holztragwerk errichtet wurde. Es gab auch Fachwerkhäuser, bei denen das Fachwerk nicht sichtbar war, weil es verputzt oder mit Schiefer verkleidet wurde. Nicht immer ist es vorteilhaft, nachträglich ein Sichtfachwerk herstellen zu wollen, indem man den Putz oder die Verkleidung entfernt.

Sichtholz

auch: Sichthölzer

Als Sichtholz werden Holzoberflächen bezeichnet, bei denen Farbe und natürliche Maserung des Holzes sichtbar bleiben.

Sichtlagerbox

auch: Sichtlagerboxen

Sichtlagerkasten

auch: Sichtlagerkästen

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Sichtlagerkästen bestehen meistens aus Kunststoff und dienen der Aufnahme von Gegenständen aller Art, nicht zuletzt zur Aufnahme von Werkzeugen und Kleinteilen. Die Kästen haben sozusagen eine halboffene Tür, durch die man die in den Kästen lagernden Gegenstände entnehmen kann. Die Kästen sind stapelbar und werden in vielen Größen und Farben angeboten. Für die Befestigung in Metallschlitzwänden kommen nur kleinformatige Sichtlagerboxen - auch Sichtboxen genannt - infrage, in denen Kleinteile wie Schrauben oder Dichtungsringe gelagert werden.

Sichtmauerwerk

Von Sichtmauerwerk wird bei einem gewollt unverputztem Mauerwerk gesprochen. Sichtmauerwerk kann aus verschiedenen Arten von Mauersteinen hergestellt werden, zum Beispiel aus KS-Steinen, Natursteinen und aus Keramikklinkern. In letzterem Fall spricht man auch von Verblendmauerwerk. Beim Aufmauern eines Sichtmauerwerks muss natürlich besonders sauber und präzise gearbeitet werden. Steine, die an Kanten und Ecken beschädigt sind, dürfen nicht verarbeitet werden. Wesentlicher Bestandteil eines sauberen Sichtmauerwerks ist auch die saubere Verfugung. Durch Verwendung kontrastierenden Fugmaterials können interessante optische Akzente gesetzt werden. Zum hellen KS-Stein kontrastiert beispielsweise eine dunkelgraue Verfugung.

Sichtschutz

auch: Sichtschutze

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Unter Sichtschutz wird alles zusammengefasst, was vor den Blicken des Nachbarn schützen kann, das kann eine Spanische Wand oder ein Sichtschutzzaun sein. Der Sichtschutz kann also beweglich wie ein Paravent sein oder fest installiert wie der Zaun. Praktisch sind die beweglichen Sichtschutzelemente, da sie immer dort aufgebaut bzw. hingestellt werden können, wo sie gerade gebraucht werden. Die beweglichen Elemente dienen im Freien auch zugleich als Windschutz oder Sonnenschutz. Im Büro oder der Wohnung lassen sich separate Bereiche abtrennen, so dass sich etwas mehr Privatsphäre für den Einzelnen ergibt. Als Sichtschutz für bereits bestehende Zäune (z.B. Maschendrahtzäune) werden im Handel auch Sichtschutzblenden angeboten. An Fenstern kann Sichtschutzfolie einen Sichtschutz herstellen. Man kann sich aber auch gleich Sichtschutzglas einsetzen lassen. Spezielle PVC-Gewebe können als blickdichter Sichtschutz mit Klemmleisten an Metallzäunen befestigt werden.

Sichtschutzblenden

auch: Zaunblenden, Balkonblenden

Unter Sichtschutzblenden werden Kunststoffplanen verstanden, die an Zäunen oder Balkonen befestigt werden und vor Wind, Staub oder des Nachbars Blicken schützen. Solche Sichtschutzblenden sollten reißfest, temperaturbeständig und UV-stabilisiert sein. Löcher in der Plane helfen bei einer einfachen Befestigung. Je nach Befestigungsort werden sie auch als Zaunblenden oder Balkonblenden angeboten. Die Blenden gibt es unifarben oder in verschiedenen Mustern.

Sichtschutzglas

auch: Sichtschutzgläser

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Unter dem Oberbegriff "Sichtschutzglas" werden alle Gläser zusam­men­gefasst, die auf die eine oder andere Weise als Sichtschutz dienen können, weil man durch sie hindurch nichts oder nur Umrisse sieht. Das Glas kann geätzt oder bedruckt sein, auch Milchglas, Gussglas oder Drahtornamentglas ist dem Sichtschutzglas zuzuordnen. Darüber hinaus gibt es noch Hightech-Gläser, die sich auf Knopfdruck vom opaken zum transparenten Zustand umschalten lassen. Solche Verbundsicherheitsgläser besitzen einen integrierten LC-Film aus Flüssigkristallen.

Sichtverbindung

auch: Sichtverbindungen

Sichtverbindungen sind in der Architektur besonders wichtig, wenn Freibereiche unter Kontrolle des Wohungsinhabers bleiben sollen. Ein Balkon oder eine Terrasse, auf der Kinder spielen, sollte zumindest aus einer Richtung beobachtet werden können. Sichtverbindungen sind auch wichtig, wenn Eltern im Wohnzimmer spielende Kinder im Auge behalten wollen.

Sicken

Sicken sind manuell oder maschinell hergestellte rinnenförmige Vertiefungen in Blech, Zylindern, Rohren, Gefäßen usw., die zur Erhöhung der Steifigkeit von Einzelteilen und von aus diesen Einzelteilen gefertigten Konstruktionen, seltener zur Verschönerung dienen. Die Sicke wird manuell mit Sickenhammer auf Sickenstock oder maschinell mit der Sickenmaschine, mit Hilfe zweier Sickenrollen in das Blech gedrückt. Es gibt Sickenrollen für verschiedene Formen.

Sickerbrunnen

Schluckbrunnen oder Sickerbrunnen dienen nicht der Wasserförderung aus dem Erdreich, sondern der Wasserrückführung. Insofern haben sie dieselbe Funktion wie die Schachtversickerung. Sickerbrunnen sind unerläßlich, wenn mittels Wärmepumpen dem Grundwasser Wärme entzogen und diese in Heizenergie umgewandelt wird. Das auf etwa 4° herabgekühlte Wasser sickert über Sickerbrunnen wieder in das Grundwasser. Bohrbrunnen und Sickerbrunnen müssen dabei 10 bis 15 m auseinander liegen.

Sickerschicht

auch: Sickerschichten

Die Sickerschicht ist der Teil einer Dränschicht, in dem das anfallende Wasser der erdberührten Bauteile in die Dränleitung abfließt. Die Sickerschicht besteht zum Beispiel aus einem Kiessand der Körnung 4/32 mm, das bedeutet, der größte Stein hat einen Durchmesser von 32 mm und der kleinste Stein hat einen Durchmesser von 4 mm. Es kommen aber auch Drainagesteine aus porösem Spezialbeton als Sickerschicht zum Einsatz.

Sickerwasser

Sickerwasser ist das in den Untergrund versickernde grundwasserbildende Wasser aus Niederschlägen oder Gewässern. Die im Bereich des Sickerwassers vorhandenen Gesteinszonen sind maßgeblich für die Eigenschaften (Wasserqualität) des Grundwassers verantwortlich. Sickerwasser stellt bei Mülldeponien ein Problem dar, da noch bis zu 50 Jahre nach Schließung einer Mülldeponie Sickerwasser anfällt, das behandelt werden muss, bevor es in ein Gewässer eingeleitet werden kann. Das größte Problem dabei ist, dass es nur sehr wenige, sehr aufwendige Verfahren gibt, mit denen dieses Wasser gereinigt werden kann.

Sieblinie

auch: Sieblinien

Die Sieblinie ist die graphische Darstellung der Kornzusammensetzung eines Betonzuschlags in einem Diagramm. Die Sieblinie wird im Siebversuch ermittelt und gibt Aufschluß darüber, ob der Zuschlag zur Betonherstellung geeignet ist. Dafür muss er innerhalb der Grenzsieblinien liegen.

Siebventil

auch: Siebventile

siehe Ablaufventil.

Siebversuch

Im Siebversuch wird die Kornzusammensetzung von Zuschlag für die Betonherstellung ermittelt. Zehn Siebe mit unterschiedlicher Maschenweite werden übereinander gereiht, der Sieb mit der größten Maschenweite ist oben, die nächstkleineren folgen. Der Zuschlag wird in den obersten Sieb gegeben und gesiebt. In jedem Sieb bleibt ein Teil des Zuschlags zurück. Der Zuschlag ist nun getrennt in Korngruppen. Der prozentuale Anteil jeder Korngruppe an der gesamten Probe wird in einem Diagramm aufgezeichnet, es entsteht die sogenannte Sieblinie.

Siedlungsbau

Unter dem Begriff Siedlungsbau kann zweierlei verstanden werden: Einmal als Fachbegriff für das Siedlungswesen, zum anderen dann auch als Begriff für den Hausbau in Eigenleistung, wobei der einzelne Siedler als Mitglied einer Siedlungsgenossenschaft oder eines Bauvereins dabei im Wortsinn auf die tätige Mitghilfe der anderen Mitglieder bauen kann, wie er selbst auch seine Arbeitskraft in den Bau der anderen Siedlungshäuser einbringen muss. Der Siedlungsbau ist fast so alt wie die Menschheit. Je nach politischer Einstellung heute ein Reizwort durch den Bau von Siedlungen jüdischer Siedler im Nahen Osten, steht der Siedlungsbau jedoch in einem historischen Zusammenhang mit der Entwicklung der Menschheit. Siedlungen wurden nicht nur - wie im Wilden Westen - gegen den Willen der Ureinwohner gebaut, vielmehr wurden Siedler auch auf ausdrücklichen Wunsch ausländischer Herrscher ins Land geholt, so z.B. die "Siebenbürger Sachsen", die "Wolgadeutschen" oder die "Banater Schwaben".

Siedlungsgenossenschaften

auch: Siedlungsgenossenschaft

Siedlungsgenossenschaften oder Baugenossenschaften sind - ebenso wie die Raiffeisengenossenschaften - aus dem ländlichen Raum hervorgegangen. Der Grundgedanke war und ist, dass die Genossen Kapital einzahlen und dadurch zu Miteigentümern werden. Anders als beim Bauverein sind die Genossenschaften im Handelsregister eingetragen (e.G. = eingetragene Genossenschaft), die Geschäfte werden von einem hauptamtlichen Geschäftsführer geführt. Die Genossenschaften sind gemeinnützig, erzielte Gewinne fallen also nach Einbehalt gesetzlich vorgeschriebener Mindestrücklagen wieder an die Genossen zurück. Siedlungsgenossenschaften haben sich nach dem 1. und 2. Weltkrieg große Verdienste erworben. Nach dem ersten Weltkrieg ging es darum, "kleine Leute" und besitzlose Landarbeiter und Bauernsöhne "an die eigene Scholle zu binden". Es wurden also Parzellen erworben und die Genossen bauten ihre Häuser weitgehend und unter tätiger Mithilfe der anderen Genossen in Eigenleistung. Nach dem 2. Weltkrieg entstanden inbesondere in den Weichzonen der Mittel- und Großstädte ganze Siedlungen für Heimatvertriebene, wobei diese Anwesen in den 50-er Jahren vielfach auch als bäuerliche Nebenerwerbsbetriebe geführt wurden. Der Hauseigentüpmer, früher etwa Landwirt in Schlesien, ging nun im Westen in einer Autofabrik "schaffen", ansonsten kümmerte sich die Ehefrau und er selbst am Feierabend um Kleinvieh und Gemüse- und Kartoffelanbau. Solche Siedlungshäuser sind übrigens heute wegen der großen Grundstücke begehrt, wenn auch gravierende bauliche Änderungen und Erweiterungen des Baukörpers von den Gemeinden kaum genehmigt werden, um den einheitlichen Siedlungscharakter nicht zu zerstören. Siedlungsgenossenschaften sind auch heute noch vielfach in der Bundesrepublik aktiv. Angesichts der Kostenexplosion im Bauwesen und der teuren Grundstückspreise ist der Bau eines Selbstbauhauses mit oder ohne Hilfe einer Siedlungsgenossenschaft inzwischen "trendy" geworden.

Siedlungswasserwirtschaft

Die Siedlungswasserwirtschaft ist ein Teil der Wasserwirtschaft. Sie beschäftigt sich mit allen Maßnahmen zur ausreichenden Trink- und Nutzwasserversorgung, sowie der ordnungsgemäßen Entsorgung des Abwassers durch Rückführung in den natürlichen Kreislauf der Natur nach entsprechender Reinigung. Oberste Prämisse ist hiebei ein schonender Umgang und eine nachhaltige Nutzung der lebensnotwendigen Ressource Wasser. Die Siedlungswasserwirtschaft ist ein Lehrbereich und Vertiefungsrichtung im Rahmen eines Bauingenieurstudiums.

Siedlungswesen

Siedlungswesen ist eine Fachdisziplin an Hochschulen und Fachhochschulen, meistens in Verbindung mit dem Städtebau (z.B. Institut für Städtebau und Siedlungswesen). Auch Bauingenieur-Studenten müssen in der Regel im Grundstudium Vorlesungen im Bereich Siedlungswesen besuchen. Das Siedlungswesen beschäftigt sich u.a. um die Infrastruktur einer Stadt oder einer Gemeinde. Auch Stadtentwicklung und Bauleitplanung gehören zum Themenspektrum im Siedlungwesen.

Siegel

Der Begriff "Siegel" hat im Baubereich zwei Bedeutungen. Einmal wird das Wort Siegel für Produktbeschreibungen eingesetzt, die Versiegelungsflüssigkeiten betreffen - z. B. "Parkettsiegel". Dann aber werden auch Siegel als Gütezeichen von Verbänden und Institutionen herausgegeben. Allseits bekannt ist das sog. Wollsiegel, das auch für Teppiche und Auslegeware aus Wolle gilt oder das FSC-Siegel für Holz- und Holzprodukte aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung. Im Grunde können sich aber auch die Hersteller Siegel gleich welcher Art selbst verleihen, was mitunter auch aus Werbegründen geschieht ("Nur echt mit dem XYZ-Siegel").

Sikkativ

auch: Trockenstoff, Sikkative

Ein Sikkativ bzw. Trockenstoff ist ein Zusatz zur schnelleren Trocknung von beispielsweise Leinöl. Sikkative sind so genannte Seifenverbindungen von Metallen wie Blei, Mangan oder Kobalt mit organischen Säuren wie hauptsächlich Fettsäuren. Diese bewirken katalytisch eine Sauerstoffübertragung an das Leinöl.

Silane

Silane sind monomere, reaktive Verbindungen des Siliziums. Sie finden vielfältige Verwendung als Hilfs- oder Rohstoff bei der Oberflächenbehandlung (Hydrophobierung von Glas, Keramik) oder als Haftprimer z.B. bei Beschichtungen.

Silberdämpfen

Silicastaub

Silicastaub ist ein sehr feiner Staub mit stark puzzolanischer (Puzzolane) Wirkung, der als Zusatzstoff und Stabilisator bei Frischbeton eingesetzt wird. Er wird zum Beispiel bei der Herstellung von hochfestem Beton und bei Spritzbeton verwendet. Bei hochfestem Beton bewirkt Silicastaub eine wesentliche Verringerung des Porenvolumens (Füllereffekt) sowie einen Verbesserung der Mikrostruktur in der Kontaktzone Zement-Zuschlag mit verbessertem Verbund zwischen Zuschlag und Zementstein. Spritzbeton mit Silicastaub hat weniger Rückprall, weniger Staub zur Folge. Es wird die Haftung verbessert, ein dickerer Auftrag ist möglich und günstigere mechanische Eigenschaften können erreicht werden.

Silicondichtstoff

auch: Silicondichtstoffe

Silicondichtstoffe sind die am meisten eingesetzten Fugendichtmassen im Hoch- und Tiefbau, was auf ihre herausragenden Eigenschaften zurückzuführen ist. Silicondichtstoffe haften gut auf den meisten Untergründen und verfügen über eine hervorragende Witterungs- und UV-Beständigkeit. Des weiteren zeichnen sich Silicondichtstoffe durch mechanische Werte, die dem jeweiligen Anwendungsfall entsprechend eingestellt werden können, sowie durch hohe Elastizität und gutes Rückstellvermögen aus. Alle diese Eigenschaften sind darüber hinaus nahezu unabhängig von der Temperatur. Das Überstreichen von Silicondichtstoffen ist allerdings nicht möglich, sondern greift im Gegenteil das Material an, das dadurch seine abdichtenden Eigenschaften verlieren kann.

Siliconharz

auch: Siliconharze

Siliconharze sind Duroplaste. Sie besitzen eine stark wasserabweisende Wirkung, sind alkalibeständig und unempfindlich gegen UV-Strahlen. Sie verfügen über eine hohe Hitze- und Witterungsbeständigkeit und sind elastisch. Aus diesen Gründen werden Siliconharze häufig für Imprägniermittel, Siliconfarben und Dichtungsmassen eingesetzt. Weitere Einsatzgebiete sind Schalöle, Polituren, Antischaummittel, Isolation von Elektrokabeln, Bauten- und Einbrennlacke.

Siliconharzemulsionsfarbe

auch: Siliconharzemulsionsfarben

Siliconharzemulsionsfarbe ist eine in Wasser gelöste Farbe. Obwohl Siliconharzemulsionsfarben meist geringe Mengen an Kunststoffdispersionen zur Verbesserung der Verarbeitbarkeit enthalten, sind sie dennoch mikroporös und sehr gut wasserdampfdurchlässig. Sie sind nicht filmbildend und können auf allen mineralischen Putzen sowie auf die meisten anderen Farben aufgetragen werden. Als Grundierung werden Siliconharzlösungen (Siloxane) verwendet. Nicht zu verwechseln sind die Siliconharzemulsionsfarben mit den Siliconharzfarben, da diese im allgemeinen Sprachgebrauch oftmals so bezeichnet werden. Der Unterschied liegt darin, dass Siliconharzemulsionsfarben in Wasser, während Siliconharzfarben in Lösemittel gelöst sind.

Siliconharzfarbe

auch: Siliconharzfarben

Siliconharzfarben verfügen über besonders vorteilhafte Eigenschaften, die sie zu einem universellen Beschichtungsmaterial für die meisten Fassaden machen. Dazu gehört vor allem die Kombination aus hoher Wasserabweisung bei gleichzeitig hoher Wasserdampfdurchlässigkeit. Während der erste Aspekt verhindert, dass Regen in den Untergrund unter die dünne, schützende Siliconharzfarbe gelangt, ermöglicht ihre Offenheit für Wasserdampf eine rasche Trocknung feuchtebelasteter Untergründe. Zusammen genommen sorgen beide Aspekte für eine trockene und damit bauphysikalisch einwandfreie Bausubstanz.

Siliconharzputz

auch: Siliconharzputze

Siliconharzputze gehören zu der Gruppe der Kunstharzputze und sind wie die Silikatputze hinsichtlich Anforderung, Zusammensetzung und Verarbeitung durch keine DIN-Norm geregelt. Siliconharzputze bestehen aus unterschiedlich hohen Dispersions- und Siliconharzanteilen. Infolgedessen sind Siliconharzputze hinsichtlich des Diffusionsvermögens mit Mineralputzen und hinsichtlich der wasserabweisenden Wirkung mit Kunstharzputzen vergleichbar. Chemisch gesehen sind Siliconharzputze zwischen den rein anorganischen und den organischen Beschichtungsstoffen einzuordnen. Siliconharzputze weisen im Vergleich zu mineralischen, silikat- oder kunstharzgebundenen Putzen die besten physikalischen Eigenschaften auf und haben, und ähnlich wie die Silikatputze, in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen.

Silikagel

auch: Silikagele

Silikagele sind glasartige amorphe Silikate, die großtechnisch hauptsächlich als Trocknungsmittel eingesetzt werden. Das Material besteht zu 97-99 % aus SiO2 und ist gesundheitlich völlig unbedenklich. Die hervorragendste Eigenschaft des Silikagels ist seine Speicherfähigkeit. Diese hochporösen Materialien haben die Eigenschaft, Wasserdampf stark anzuziehen und unter Wärmeabgabe an ihrer Oberfläche zu binden (Adsorption). Umgekehrt wird bei Erwärmung des Adsorptionsmaterials der gebundene Wasserdampf wieder freigesetzt (Desorption).

Silikatfarbe

auch: Silikatfarben

Silikatgestein

auch: Silikatgesteine

Silikatgesteine bestehen fast ausschließlich aus den harten Silikaten (Feldspat, Amphibol, Pyroxen, Olivin, Foide) und werden in der Praxis, wenn auch nicht ganz korrekt, als "Hartgesteine" geführt. Der Gegensatz zu Silikatgesteinen sind Karbonatgesteine.

Silikatleichtschaum

Silikatleichtschaum ist ein Dämmstoff, der sich besonders zur Altbausanierung eignet. Die feinen mineralischen Kügelchen aus geschäumtem Glas garantieren bei geringem Gewicht (25 kg/m3) eine Wärmeleitfähigkeit von 0,040 W/mK (gemessener Wert: 0,033 W/mK). Sie eignen sich in idealer Weise zur Kerndämmung bei zweischaligem Mauerwerk, denn sie sind hydrophob und absolut brand- und verrottungsbeständig (Putz- und Verblendmauerwerk). Ebenso lassen sich hiermit Decken und Fußböden mit nichttragender Wärmedämmung isolieren. Als weitere geeignete und hocheffiziente Einsatzbereiche für Silikatleichtschaum haben sich Installationsschächte und vorgehängte Beton-Fassaden von Hochhäusern erwiesen.

Silikatputz

auch: Silikatputze

Silikatputze sind kaliwassergebundene Beschichtungen, die durch einen Kunstharzanteil organisch vergütet sind. Neben dem Bindemittel Kaliwasserglas werden Silikatputzen (je nach Hersteller) unterschiedlich hohe Anteile an Dispersionen zugegeben. Durch diese Zugabe wird die Farbtonstabilität sowie die Haftungseigenschaften verbessert. Bei der Zugabe des Dispersionsanteil orientieren sich die meisten Hersteller an der DIN 18 363, in der die Zusammensetzung der Dispersions-Silikatfarben geregelt wird. Dies bedeutet in der Praxis, dass Silikatputze maximal 5% Massenanteil an organischen Bestandteilen, bezogen auf die Gesamtmenge des Beschichtungsstoffes, enthalten. Silikatputze zeichnen sich durch eine gute Wasserbeständigkeit und Dauerhaftigkeit aus. Das Brandverhalten von Silikatputzen ist in Prüfbescheiden geregelt. Besonders hervorzuheben ist die hohe Wasserdampfdurchlässigkeit von silikatgebundenen Beschichtungssystemen. Deshalb werden Silikatputze und -farben schwerpunktmäßig in der Baudenkmalpflege, aber auch als Schlußbeschichtung auf Wärmedämmverbundsystemen eingesetzt.

Silikoflouride

siehe Ethylether

Silikon

auch: Silikone

Silikonharzputz

auch: Silikonharzputze

Beim Silikonharzputz handelt es sich um einen langlebigen, witterungsbeständigen Fassadenputz. Der atmungsaktive Silikonharzputz wird sowohl beim Neubau als auch beim Industriebau und der Fassadensanierung eingesetzt. Für die Formulierung von Silikonharzputzen werden Silikonharze verwendet, die den Putz wasserabweisend machen. Dadurch ist der Putz sehr gut für Wärmedämmverbundsysteme geeignet und zeigt eine gute Wirkung gegen den Befall mit Algen oder Moos. Ein Silikonharzputz stellt einen wirksamen Schutz gegen die Bildung von Tauwasser dar. Zwar kühlt der Putz weiterhin über Nacht (besonders stark an der Nordseite) ab, doch durch die wasserabweisende Wirkung des Putzes perlt das Tauwasser besser ab.

Silikonkautschuk

auch: Silikon, Silikon-Kautschuk

Silikonkautschuk zählt zur Gruppe der Elastomere. Es wird für Dichtungsprofile und Schläuche sowie als Versiegelungsmittel für Fensterverglasungen verwendet. Der Kunststoff behält seine gummielatischen bis plastisch-elastischen Eigenschaften in einem Temperaturbereich von -70 °C bis +190 °C. Da das Material zudem wasser- und klebstoffabweisend ist, ergeben sich zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten, siehe auch Silicondichtstoffe.

Siliziumcarbid

Siliziumcarbid ist ein Material, aus dem Schleifkörner hergestellt werden. Siliziumcarbid (SiC) entsteht durch Erhitzen eines Gemisches aus Quarzsand und Koks in elektrischen Öfen bei ca. 2500 Grad Celsius. SiC ist ein besonders hartes und sprödes Schleifmittel, das zum Trennschleifen von metallischen und nichtmetallischen Werkstoffen mit geringer Zugfestigkeit verwendet wird. Eine geringe Zugfestigkeit haben beispielsweise Grauguß, Bronze, Aluminium, Messing, Glas sowie organische, keramische und mineralische Werkstoffe.

Silo

auch: Zementsilo, Silos

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Ein Silo ist ein runder oder eckiger Turm oder größerer Behälter für die Lagerung und Mischung von Zement mit unterschiedlichen Zuschlagstoffen. Silos findet man auf vielen Baustellen, und zwar immer dort, wo kein Transportbeton mit Fahrmischern angeliefert wird. Unterschieden wird in Mini-, Klein- oder Großsilos. Je nach Art des Baustoffes, der in dem Silo angemischt und über eine Silopumpe auf die Baustelle gepumpt wird, spricht man auch von Betonsilo, Mörtelsilo oder Putzsilo. Voraussetzung für den Einsatz eines Silos auf einer Baustelle ist ein fester Standplatz, ein mit 36 A abgesicherter Kraftstromanschluß und ein Wasseranschluß mit mindestens 3 bar Wasserdruck. Silos kennt man aber auch aus der Landwirtschaft. Dort dienen sie zur Aufbewahrung von Schüttgut und Hackfrüchten (z.B. Feldfrüchten wie Zuckerrüben), Grünfutter (Gärfutter, d.h. frisch gemähtes Gras vergärt im Silo und wird im Winter an Kühe verfüttert) oder Getreide (als Zwischenlager, bevor es weiterverarbeitet {gemahlen} wird).

Siloverfüllung

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Dieser Begriff bedeutet nicht, dass ein Silo mit Zement und Zuschlagstoffen verfüllt wird. Vielmehr stammt der Begriff Siloverfüllung aus dem Bereich des Bauens mit Schalungssteinen, die mit Beton verfüllt werden. Der Beton wird dabei immer über einen Schlauch aus einem Silo in die zu füllenden Hohlräume gepumpt.

Silverprenborsten

Sims

siehe Gesims.

Simshobel

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Simshobel werden zum Aus- und Nachhobeln von Fälzen, Profilen und Profilkanten verwendet. Der klassische Simshobel ist aus Holz, Simshobel werden aber auch in Ganzmetallausführung hergestellt. Das Hobeleisen, das genauso breit ist wie die Sohle, ist auf beiden Seiten bündig, so dass Fälze und Absätze scharfkantig ausgeputzt werden können. Siehe auch Doppelsimshobel.

Sinter

Sinter ist ganz allgemein eine mineralische Ablagerung. Diese kann in der Natur vorkommen, z.B. beim Tropfstein. Aber auch der gefürchtete Kesselstein (Kalkablagerungen in Töpfen oder Rohren), Urinstein oder Weinstein sind solche mineralischen Ablagerungen. Sinter bezeichnet auch die durch Verdunstung entstandene, wenige Mikrometer dicke, feinkristalline Schicht, die sich auf trocknenden Putzen oder anorganisch gebundenen Farben bildet

Sinterbiber

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Sinterbiber wird bei hohen Temperaturen bis zur Sinterung gebrannt und hat Klinkerqualität. Der Sinterbiber bietet ebenso wie der normale Biberschwanzziegel umfassendste Verlegemöglichkeiten. Der Sinterbiber ist besonders robust und wetterbeständig - auch bei tiefen Temperaturen. Dafür sorgt die spezielle Brennweise bei 1200°C. Der Dachziegel ist in verschiedenen Formen erhältlich.

Sinterbims

Sinterbims ist ein durch Sinterung künstlich hergestelltes, bimsartiges Material, das als Betonzuschlag verwendet werden kann. Sinterbims besitzt ähnliche Eigenschaften und ein ähnliches Aussehen wie natürlicher Bims.

Sinterhaut

Sinterhaut bildet sich an den Oberflächen von Gipsputzen oder Beton. Bei nicht ausreichender Durchlüftung kann das überschüssige Anmachwasser nicht mehr zügig abgegeben werden. Die Folge ist ein zu langsamer Feuchtigkeitstransport zur Oberfläche. Hierbei wird das enthaltene Kalkhydrat aufgelöst und an die Putz- bzw. Betonoberfläche transportiert. Es reagiert dort mit dem Kohlendioxid aus der Luft zu Calcit, und bildet anschließend eine dichte, feuchtigkeitsundurchlässige Schicht, die sogenannte Sinterhaut, die nun eine weitere Austrocknung behindert. Die Sinterhaut muss beispielsweise durch Abbürsten entfernt werden.

Siphonzange

auch: Siphonzangen

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Mit einer Siphonzange lässt sich der Siphon an Waschtischen oder anderen, ähnlichen Verschraubungen öffnen. Die Backen der Siphonzange sind mit Kunststoff ummantelt und verkratzen dadurch die Chromteile nicht.

Sipo

auch: Sipo-Mahagoni

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Sipo ist ein afrikanisches Laubholz und wird auch Sipo-Mahagoni genannt. Das Splintholz ist hellgrau bis rot, das Kernholz bräunlich nachdunkelnd. Das Holz ist sehr hart und mit geringer Festigkeit, witterungsbeständig, gut zu bearbeiten und beständig gegen Insekten und Pilze. Verwendet wird Sipo-Holz vor allem für Furniere, den Innen- und Außenbau sowie für Fenster- und Bootsbau.

Sipo-Mahagoni

siehe Sipo.

Sirene

Sirenen verursachen durch ihren auf- und abschwellenden Heulton einen schrillen, durchdringenden Alarm. Bei Polizei- und Feuerwehrfahrzeugen im Einsatz können die Sirenen sehr lange eingeschaltet sein. Sind Sirenen jedoch an eine Alarmanlage gekoppelt, dürfen sie nicht länger als drei Minuten ertönen. Der Alarm, den Sirenen auslösen, kann zu erheblichen Nachbarschaftsstreitigkeiten führen, wenn häufig und gerade nachts Fehlalarme ausgelöst werden. Im Bereich der Überwachung von Gebäuden kommen meistens kombinierte Alarm-Signalgeber zum Einsatz - das sind Außensirenen in einem kleinen Blechkasten, der mit einem rot aufblitzenden Warnlicht kombiniert ist. Außensirenen sollten so hoch an die Hauswand oder direkt unter dem Dach montiert werden, dass sie nicht durch Ausschäumen mit Bauschaum oder Demolierung des Gehäuses ihrer Funktion beraubt werden. Die Kabel sollten direkt vom Gehäuse durch die Wand geführt werden, damit sie nicht durchtrennt werden können.

Sisal

Sisal ist eine aus den Blättern verschiedener Agavenarten gewonnene Faser, die zu Tauen, Seilen und vor allem zu Sisalteppichen verarbeitet wird. Die meisten Sisalfasern werden in Brasilien geerntet. In verschiedenen Entwicklungsländern ist Sisal ein wichtiges Exportprodukt.

Sisalteppich

auch: Sisalteppiche

Die Teppiche haben eine sehr grobe und harte Struktur, weshalb sie vor allem als kleinformatige Fußmatten in Gebrauch sind. Da Schmutzpartikel anders als bei einem normalen Teppichboden nicht auf der Oberfläche haften bleiben, sondern durch diese hindurch fallen, ist die Reinigung solcher Böden mittels Staubsauger schwierig und je nach Leistung des Staubsaugers auch unmöglich.

Sitka

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Sitka ist eine Fichtenart, die an der Westküste von Nordamerika beheimatet ist. Der Splint ist gelblichweiß bis weißlichgrau. Kernholz ist schwach hellbraun bis rosabraun, leicht nachdunkelnd und darum im Gegensatz zu einheimischer Fichte vom Splint noch unterscheidbar. Sitka wird im Innenausbau als Vollholz für Wand- und Deckenverkleidungen, einschließlich Saunaräumen sowie für leichte Rahmenkonstruktionen, Leisten und Bekleidungen, im Musikinstrumentenbau für Orgeln und Resonanzböden verwendet. Als Messerfurnier findet das Holz hauptsächlich für laminierte Teile besonders leichter, tragfähiger Konstruktionen Verwendung.

Sitzlift

siehe Schrägaufzug.

Skimmer

auch: Oberflächenskimmer, Oberflächenabsauger

Der Skimmer (auch Oberflächenabsauger) ist die Öffnung in der Höhe der Wasseroberfläche bei Teichen oder Schwimmteichen, durch die das Beckenwasser durch die Umwälzpumpe angesaugt und in den Filterkreislauf gebracht wird. Das im Filter gereinigte Wasser wird durch Einströmdüsen auf der dem Skimmer gegenüberliegenden Beckenwand wieder zurück in das Becken gepumpt. Bei einem Skimmerbecken ist die Wasseroberfläche ungefähr 20 Zentimeter unter der Beckenoberfläche. Der Beckenoberrand ist glatt verbaut, d. h. die Randplatten schließen direkt an den Beckenkopf. Die (auch verstellbaren) Einströmdüsen und der Skimmer müssen so angeordnet sein, dass der gesamte Inhalt des Beckens von der Umwälzbewegung erfasst wird. Da der Schmutz im Becken zuerst an der Oberfläche schwimmt und erst dann zum Boden sinkt, sind die Einströmdüsen idealerweise in Bodennähe angebracht oder weisen Richtung Beckenboden, damit der Schmutz aufgewirbelt und über den Skimmer dem Reinigungskreislauf zugeführt werden kann.

Skyscraper

siehe Hochhaus

Sockel

Beim Sockel handelt es sich um den unteren, meist besonders abgesetzten Teil eines Bauwerks oder Bauteils. Er dient als Schutz gegen die aufsteigende Bodenfeuchtigkeit und gegen das aufschlagende Spritzwasser des Regens, hier insbesondere bei nicht dauerhaft witterungsbeständigen Baustoffen wie Holz oder Lehm. Der Sockel ist aber auch das ästhetische Bindeglied zwischen dem Gebäude und dem umgebenden Boden und bildet mit der aufstehenden Wand und dem Hauptgesims bzw. dem Dach als oberem Abschluß ein elementares Gliederungsmittel der Architektur.

Sockelgesims

siehe Gesims.

Sockelknie

Zum Überbrücken von Gesimsen, Wand- oder Gebäudeversprüngen können bei den Regen-Fallleitungen Sockelkniestücke eingesetzt werden. Das Sockelknie besteht aus zwei oder mehreren industriell gefertigten Rohrbogen oder aus manuell mittels Gehrung zusammengesetzten sogenannten Sprungrohren.

Sockelleisten

auch: Sockelleiste

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Die klassische Sockelleiste (auch Fußleiste genannt) ist aus Holz, es werden aber auch Sockelleisten, insbesondere Teppichleisten, aus Kunststoff oder Aluminium hergestellt. Sockelleisten aus Holz können aus Massivholz bestehen und lackiert, geölt, furniert oder foliert sein. Unsere Fotos zeigen links den Aufbau einer furnierten Sockelleiste auf einem Massivholzkern (Hersteller KGM) und rechts Sockelleisten des Hersteller PARADOR mit Clipbefestigung und einer Aussparung zur verdeckten Verlegung von Elektrokabeln.

Sockelplatten

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Ein Sockel ist der untere Teil speziell einer Außenwand. Er hat eine gestalterische Aufgabe, dient aber auch dazu, Feuchtigkeit durch aufspritz­enden Regen nicht in das Mauerwerk einer Fassade eindringen zu lassen. Gegen diese Durchfeuchtung können Sockelplatten angebracht werden, die aus speziellem Beton bestehen und in verschiedenen Längen und Breiten angeboten werden - auch mit dekorativen Gesimsen für die Restaurierung klassizistischer Gebäude.

Sockelputz

auch: Sockelputze

Sockelputz wird im Sockelbereich in einer Stärke von mindestens einem Zentimeter aufgetragen. Der Sockelputz dient dem zusätzlichen Schutz vor Spritzwasser im Bodenbereich. Sockelputz wird als Werktrockenmörtel hergestellt und auf der Baustelle mit Wasser angerührt. Die Verarbeitung kann manuell oder maschinell erfolgen. Außensockelputze müssen ausreichend fest sein, wenig wassersaugend und widerstandsfähig gegen kombinierte Einwirkung von Feuchtigkeit und Frost. Sockelputze sind daher in der Regel zementgebundene Putze der Mörtelgruppe P III nach DIN 18 550

Sockelträgerprofil

auch: Sockelträgerprofile

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Das Sockelträgerprofil ist ein winkelförmiges Stahlblech. Es wird eingesetzt, wenn für die Sockelfliesen kein tragfähiger Untergrund vorhanden ist. Dies sind vor allem bei Balkonen und Terrassen an der Wand hochgeführte Bitumenabdichtungen. Das Sockelträgerprofil wird in der Fliesenkleberschicht der Bodenfliesen verankert und an der Wand gegen einen Randstreifen gestellt. An dem senkrechten Schenkel können dann die Sockelfliesen mit Fliesenkleber verlegt werden. (Abbildung: Schlüter Systems)

Soda

Soda zählt zu den Alkalien und ist chemisch gesehen Natriumcarbonat (Formel Na2CO3 ) Natronlauge. Es wirkt stark alkalisch und ätzend, reizt Atemwege, Augen und Haut (nicht aber wenn in der Holzfaser gebunden). Bei einer Holzwolle-Dämmung wird Soda als Brand- und Pilzschutz eingesetzt. Soda ist ein wichtiger Rohstoff beziehungsweise wichtiges Hilfsmittel zur Herstellung von Glas, Bleichmitteln, Waschmitteln, Farbmitteln, Gerbereiprodukten.

Sodalith

Sodalith ist ein auffällig marineblaues Mineral. Die wichtigsten Fundorte sind Brasilien/Bahia, Kanada/Ontario, Indien, Südwestafrika und USA. Für Schmuckzwecke werden meist Cabochons aus derben Aggregaten dieses Steins geschliffen. Sodalith wird vorwiegend im kunstgewerblichen Bereich verarbeitet. Das Gestein ist sehr empfindlich gegen selbst schwache Chemikalien.

Sodenhaus

auch: Sodenhäuser

Das Sodenhaus ist die für das holzarme Island typische Bauweise, die bis in unsere Tage Bedeutung hatte. Auf einer Steinunterlage wurden Häuser errichtet, deren Wände und Dachdeckung aus Torf- oder Grassoden, vermischt mit Stein- und Erdmaterial, bestanden. Die Verwendung des raren und damit kostbaren Holzes wurde auf die Errichtung der Dachkonstruktion (meist ein einfaches Pfettendach) und die Herstellung des Eingangsbereiches beschränkt.

Softbinder

siehe Baumanbinder

Soft Maple

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Diese Ahornart ist im ganzen Osten der USA und in geringerem Maße an der Westküste verbreitet. Das Holz von Soft Marple ist in vieler Hinsicht sehr ähnlich dem von Hard Maple. Infolge seiner weiten Verbreitung ist es örtlichen Farbschwankungen unterlegen. Allgemein ist das Splintholz jedoch gräulich weiß, manchmal mit dunkleren Markflecken. Das Kernholz variiert von hell bis dunkel rötlich braun. Soft Maple lässt sich maschinell gut bearbeiten und ergibt gebeizt und poliert eine ausgezeichnete Oberfläche. Zu nageln, schrauben und verleimen ist das Holz befriedigend. Verwendung findet Soft Maple für Möbel, Vertäfelungen, Innenausbau, Küchenschränke, Leisten, Türen oder Drechslerarbeiten. Oft wird das Holz als Austauschholz für Hard Maple verwendet oder gebeizt, damit es anderen Holzarten ähnelt wie beispielsweise Cherry. Die physikalischen und Bearbeitungseigenschaften machen auch einen Austausch mit Buche möglich.

Sohlbank

Die Sohlbank ist der untere waagrechte Abschluss der Fensteröffnung im Mauerwerk. Da der Regen hier auftrifft, muss sie möglichst fugenlos sein (Natur-Kunststein, Verblechung etc.). Die Vorderkante springt mindestens 4cm über die Mauerflucht vor, damit Regenwasser ohne Auftreffen auf die Wand, abtropfen kann. Die Unterseite der Sohlbank muss eine Wassernase aufweisen.

Sohlplatte

auch: Sohlplatten

siehe Fundamentplatte.

Sohlschale

auch: Sohlschalen

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Sohlschalen sind trapezförmig ausgeformte, oben offene Schalen aus Beton. Sie werden zum Beispiel als Entwässerungssystem in Einschnittbereichen (z.B. an Dämmen) eingesetzt. Bei einem Einsatz als Schussrinne ist ein Unterbau aus Magerbeton B15 erforderlich. Dadurch wird ein Unterspülen vermieden. Ein Gefälle ist sorgfältig einzuhalten.

Solaranschlussziegel

auch: Solaranschlußziegel

Ein Solaranschlussziegel ist ein Dachziegel, durch den die Leitungen von Solaranlagen geführt werden können, ohne dass Wasser in den Dachboden dringt. Dazu ist der Solaranschlussziegel mit einem mit Kunststoff ausgekleideten Anschlussstück ausgestattet.

Solarfolie

auch: Solarfolien

Aufbaukollektoren und Fassadenkollektoren bekommen in absehbarer Zeit einen heftigen Mitbewerber - die Solarfolie. Einer Dresdner Firma ist es gelungen, eine Solarfolie zu entwickeln, die über 10 % der einfallenden Sonnenenergie in Strom umwandelt. Die Erfindung beruht auf organischen Solarzellen, bei denen Strom liefernde Moleküle (sogenannte Oligomere) auf Plastikfolien gedampft werden. Die Folien sollen Ende 2012 in Produktion gehen. Sie können an Fassaden und insbesondere an Balkonbrüstungen aus Sicherheitsglas angebracht werden.

Solarium

auch: Sonnenbank, UV-A-Strahlung, UV-B-Strahlung, Solarien

Ein Solarium ist ein Gerät zur Bestrahlung des Körpers mit UV-Licht. Umgangssprachlich wird das Solarium häufig als Sonnenbank bezeichnet. Wichtigster Bestandteil eines Solariums sind die Röhren. Diese UV-Röhren gibt es in unterschiedlichen Leistungsstärken. Für den Hausgebrauch haben die Röhren in der Regel eine Leistung von 80 Watt, in Sonnenstudios ist die Leistung höher und beträgt üblicherweise zwischen 100 und 160 Watt. Bei der Benutzung des Solariums ist dies zu beachten und die Nutzungsdauer entsprechend anzupassen. Neben der Strahlungsstärke spielt auch das Strahlungsspektrum bei der Wahl des Solariums eine Rolle. Dabei wird zwischen UV-A- und UV-B-Strahlung unterschieden. Der UV-A-Anteil sorgt für eine rein oberflächliche Bräune, die zwar schnell eintritt aber auch schnell wieder verblasst. Die UV-B-Strahlung zeigt ihre Wirkung erst nach zwei, drei Tagen. Dafür geht die Bräune tiefer und hält länger an. Der Besuch eines Solariums gilt als die Hauptursache für Hautkrebs, deshalb ist es Minderjährigen seit 2009 verboten, ein Solarium zu nutzen. Ein Solarium hat aber nicht nur gesundheitsschädliche Auswirkungen. In Maßen genossen kann ein Solarium im Winter für ausreichend Licht und Wärme sorgen und bei leichten Depressionen helfen. Auch bei Hautkrankheiten wird mitunter das Solarium zur Therapie eingesetzt.

Solarkonstante

Die Solarkonstante bezeichnet die Strahlungsleistung der Sonne, die auf der Erdoberfläche senkrecht auf einen Quadratmeter trifft. Sie beträgt auf Meereshöhe 1,37 kW/m², in 3.400m Höhe 1,6 kW/m² und im Weltraum 1,9 kW/m². Im Weltraum ist die Sonnenstrahlung fast konstant. Auf der Erde ist sie jedoch neben Tages- und Jahreszeit auch von Breitengrad und Witterung abhängig.

Solarkraftwerk

Solarkraftwerke dienen dazu, Solarenergie in Strom umzuwandeln. Dabei werden je nach Art der Energieumwandlung unterschiedliche Kraftwerkstypen unterschieden. In photovoltaischen Kraftwerken wird Solarenergie direkt in Strom umgewandelt. In solarthermischen Kraftwerken wird mit Solarenergie Wärme erzeugt und damit Dampf, der dann wiederum zur Stromerzeugung eine Turbine mit Generator antreibt.

Solarleuchte

auch: Solarleuchten

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Solarleuchten kommen da zum Einsatz, wo die Sonne scheint bzw. Tageslicht vorhanden ist, also im Freien - speziell in Gärten und Vorgärten. Solarleuchten gewinnen ihre Energie über eingebaute Solarzellen, wobei superhelle LEDs oder lichtstarke Leuchtstoffröhren als Leuchtmittel dienen. Ein Dämmerungssensor schaltet die Solarleuchten ebenso selbstständig ein, wie er sie auch wieder ausschaltet. Die im Handel angebotenen Solarleuchten haben eine Leuchtdauer von ca. acht Stunden. Die Modelle haben ein sehr unterschiedliches Design. Unter anderem werden sie auch als Einbauleuchten in imitierten Gartensteinen angeboten oder als Solar-Pflastersteine für die Beleuchtung von Terrassen und Zufahrten.

Solar-Pflasterstein

auch: Solar-Pflastersteine

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Solar-Pflastersteine sind natürlich keine richtigen Steine, sondern Solarleuchten, die in ihren Ausmaßen für den Einbau in einem Pflastersteinverband geeignet sind. Sie erzielen ihre Leuchtkraft über ein Solarmodul, das in die Abdeckung aus Sicherheitsglas eingebaut ist. Wie bei den Solarleuchten, schaltet auch hier ein Dämmerungssensor den Solar-Pflasterstein selbständig ein und wieder aus. Als sog. "Akzentlichter" verbreiten die "Steine" soviel Licht, dass Zufahrten, Terrassen und Gehwege zwar nicht ausgeleuchtet, aber ausreichend erhellt werden, um nachts den Menschen die Orientierung zu erleichtern.

Solid Surface Werkstoff

auch: Solid, Surface, Werkstoffe

Die Übersetzung für "Solid Surface" bedeutet Festkörperoberfläche. Gemeint sind Mineralwerkstoffe.

Sollbruchstelle

auch: Sollbruchstellen

siehe Scheinfuge.

Söller

siehe Altan

Sollrissstelle

auch: Sollrissstellen

siehe Scheinfuge.

Solnhofener Platten

Solnhofer Platten

auch: Solnhofer, Platte

Der Solnhofer bzw. Solnhofener Plattenkalk ist ein extrem dichter, sehr feinkörniger und homogener, cremefarbener bis blaßockergelber Kalkstein mit plattiger Absonderung. Wegen seiner ausgezeichneten ebenen Spaltbarkeit wird er daher auch als Solnhofer Schiefer bezeichnet. Das Gestein lagert in 7 mm bis 27 mm dicken Schichten, den „Flinzen“. Die Flinze werden mit der Hand mittels Meißel und Brechwerkzeug abgehoben. Wegen der gleichmäßigen Dicke können die Solnhofer Platten problemlos verarbeitet werden. Zudem gelten sie als der härteste Kalkstein der Erde. Solnhofer Platten sind ein beliebtes Baumaterial. Sie werden als Bodenbelag, Wand- und Kaminverkleidungen, Setz- und Trittstufen, Treppensockel oder Fensterbänke verwendet. Die Platten sind bruchrauh oder bearbeitet mit angeschliffener, feingeschliffener und polierter Oberfläche zu erhalten.

Solnhofer Schiefer

Sommersmog

siehe Photosmog.

Sonderabfall

auch: Sondermüll, Sonderabfälle

Als Sonderabfälle werden solche Abfälle bezeichnet, die sich wegen ihrer Art (giftig, geruchsbelästigend, gewässerschädigend u. a.) oder ihrer Menge nicht zusammen mit Hausmüll oder hausmüllähnlichen Abfällen behandeln lassen.

Sonderbalken

siehe Zierbalken

Sonderbauten

auch: Sonderbau

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Sonderbauten ist die Bezeichnung für Bauwerke, die aufgrund ihrer Größe, aufgrund der Seltenheit der Ausführung und/oder aufgrund der besonderen konstruktiven Anforderungen eine Sonderstellung einnehmen. Sonderbauten sind wegen ihrer hohen Sicherheitsrelevanz von der Bauaufsicht besonders umfassend und sorgfältig zu prüfen. Nach der Bauordnung zählen folgende Gebäude zu Sonderbauten: Hochhäuser (Gebäude mit einer Höhe nach Abs. 3 Satz 2 von mehr als 22 m), bauliche Anlagen mit einer Höhe von mehr als 30 m, Gebäude mit mehr als 1600 m² Fläche des Geschosses mit der größten Ausdehnung, ausgenommen Wohngebäude und Garagen, Verkaufsstätten, deren Verkaufsräume und Ladenstraßen eine Fläche von insgesamt mehr als 800 m² haben, Gebäude mit Räumen, die einer Büro- oder Verwaltungsnutzung dienen und einzeln mehr als 400 m² haben, Gebäude mit Räumen, die einzeln für eine Nutzung durch mehr als 100 Personen bestimmt sind, Versammlungsstätten a) mit Versammlungsräumen, die insgesamt mehr als 200 Besucher fassen, wenn diese Versammlungsräume gemeinsame Rettungswege haben, b) im Freien mit Szenenflächen und Freisportanlagen, deren Besucherbereich jeweils mehr als 1000 Besucher fasst und ganz oder teilweise aus baulichen Anlagen besteht, Gaststätten mit mehr als 40 Gastplätzen, Beherbergungsstätten mit mehr als zwölf Betten und Spielhallen mit mehr als 150 m², Krankenhäuser, Heime und sonstige Einrichtungen zur Unterbringung oder Pflege von Personen, Tageseinrichtungen für Kinder, behinderte und alte Menschen, Schulen, Hochschulen und ähnliche Einrichtungen, Justizvollzugsanstalten und bauliche Anlagen für den Maßregelvollzug, Camping- und Wochenendplätze, Freizeit- und Vergnügungsparks, fliegende Bauten, soweit sie einer Ausführungsgenehmigung bedürfen, Regale mit einer Oberkante Lagerguthöhe von mehr als 7,50 m, bauliche Anlagen, deren Nutzung durch Umgang mit oder Lagerung von Stoffen mit Explosions- oder erhöhter Brandgefahr verbunden ist, Anlagen und Räume, die in den Nrn. 1 bis 17 nicht aufgeführt und deren Art oder Nutzung mit vergleichbaren Gefahren verbunden sind. Unsere Fotos des Schalungsspezialisten RSB-Roundtech zeigen typische Sonderbauten.

Sonderbauwerke

auch: Sonderbauwerk

siehe Sonderbauten

Sonderbetonstahl

Als Sonderbestonstahl werden Betonstahlmatten bezeichnet, die im Aufbau und in den Abmessungen für spezielle Anwendungsgebiete besonders angepasst sind.

Sonderfensterbau

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Begriff aus dem Fensterbau, der für alle jene Fenster verwendet wird, die individuell und häufig nach historischem Vorbild gefertigt werden. Dabei muss die überlieferte, nachgebaute Form jedoch der gültigen Energieeinsparverordnung entsprechen. Bei Bauten im denkmalgeschützten Bereich wird auch die ursprüngliche Holzart vorgeschrieben, selbst die Beschläge sollen dem historischen Vorbild weitgehend entsprechen.

Sondergebiet

auch: Sondergebiete

Sondergebiete werden auf einem Bebauungsplan mit SO abgekürzt. Sie dienen zum einen der Erholung (beispielsweise Wochenendhausgebieten, Ferienhausgebieten, Campingplätzen). Zum anderen bezeichnen Sondergebiete aber auch solche Gebiete, die sich von den anderen Baugebieten wesentlich unterscheiden. Zweckbestimmung und Art der Nutzung ist anzugeben (z.B. Ladengebiete, Einkaufszentren, Hafengebiete, Flughäfen usw.).

Sonderheizkörper

Sonderheizkörper sind keine Heizkörper von der Stange, sondern sind in allen möglichen Formen, Größen und Farben erhältlich. Und das entweder als Fertiglösung oder als Sonderheizkörper. Wer sich mit einem Pferdekopf aus Stahl die gute Stube heizen möchte, kann dies ebenso tun wie die Heizung ins Treppengeländer einbauen. Auch in Schränke oder Ladeneinrichtungen können solche Sonderheizkörper eingepasst werden. Ebenso können sie als Sitzbank oder Raumteiler einen Zusatznutzen mitbringen. Bei Sonderheizkörpern handelt es sich meist um Konvektoren oder Stahrohrheizkörper. Es kommen aber auch Radiatoren zum Einsatz.

Sondermüll

siehe Sonderabfall.

Sondernagel

auch: Rillennagel, Sondernägel

Sondernägel sind spezielle Nägel, die sich vom herkömmlichen Nagel durch einen schraubenförmigen oder gerillten Schaft unterscheiden. Diese profilierten Schäfte sorgen dafür, dass sich der Nagel nicht so leicht herausziehen lässt. Sondernägel gibt es in drei Tragfähigkeitsklassen. Sondernägel mit einem schraubenförmigen Schaft werden auch als Schraubnägel bezeichnet. Sie kommen insbesondere für Verbindungen zwischen zwei Hölzern oder zwischen Holz und Holzwerkstoffen zum Einsatz. Besitzen die Sondernägel einen gerillten Schaft, werden sie auch Rillennägel genannt. Eingesetzt werden diese Nägel z.B. für Verbindungen zwischen Stahlblechen und Holz.

Sonderstücke

auch: Sonderstück

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Für die einfache Verfliesung des Fußbodens reichen normale Fliesen. Wollen Sie allerdings Ihre Dusche, Dampfbad oder Badewanne verfliesen, sollten Sie zusätzlich auf "Sonderstücke" zurückgreifen. Diese Sonderstücke erhalten Sie in jedem Fliesenfachhandel. Sonderstücke sind beispielsweise Schenkelplatten, Eckstücke, Sockelleisten oder auch die bekannten Bordüren und Listel. Sinn und Zweck dieser speziell abgerundeten oder geformten Sonderstücke ist es u. a., Sie vor Verletzungen durch hervorstehende spitze Fliesenstücke zu schützen und die Fliesen auch in Ecken und Kanten anzupassen, um so einen fließenden Übergang zu erzielen. Ganz abgesehen davon sieht eine Verfliesung mit Sonderstücken auch wesentlich wirkungsvoller aus, als eine mit zurechtgeschnittenen Restfliesen. Folgende Sonderstücke gibt es im Handel: Schenkel Schenkel mit Nocken Stufenplatte Eckstufe Setzecke Setzstufe Stufensockel links/rechts Sockelleiste Kehlsockel Kehlsockel Innengehrung Kehlsockel Außengehrung Treppenstufe Bordüre Eckstück einer Bordüre Schenkel mit Wulst Dreieck als Einleger oder Bordüre Standard-einleger Geprägte Fliese Endlosbordüre Stufe mit Natursteinwulst Eckstufe mit Natursteinwulst Innenecke Außenecke

Sonderziegel

Sonderziegel werden dann in die Dachdeckung eingebracht, wenn eine Dachdurchdringung notwendig wird. Sonderziegel sind so konstruiert, dass sie je nach Bausituation Abgasrohre, Antennenleitungen und dergleichen aufnehmen, ohne dass die Dachhaut undicht wird.

Sonnenbank

auch: Sonnenbänke

siehe Solarium.

Sonnenenergienutzung

Die Sonne ist der größte Lieferant an sauberer, umweltfreundlicher Energie. In Form von Solarenergie schickt die Sonne täglich Billionen Kilowattstunden davon zu uns auf die Erde. Bei der Sonnenenergienutzung wird die Energie der Sonne zur Erzeugung von Wärme oder Energie allgemein genutzt. Man unterscheidet passive Sonnenenergienutzung und aktive Sonnenenergienutzung.

Sonnenschalung

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Eine Sonnenschalung ist eine Holzverschalung, bei der die Bretter oder Paneele wie das Strahlenbündel der Sonne verlegt werden. Diese Art der Brettbekleidung wird bevorzugt bei Garagentoren aus Holz ausgeführt. Die Ausführung erfordert nicht nur eine vollflächige Unterkonstruktion, sondern auch erhebliches handwerkliches Geschick.

Sonnenschürze

Eine Sonnenschürze ist ein auf einer verglasten oder mit vielen Fenstern versehenen Fassade angebrachtes Sicherheitsglas, das einseitig metalloxidbeschichtet ist und die Aufheizwirkung durch direkte Sonnenbestrahlung stark senkt. Beim Einbau wird die beschichtete Seite nach innen angebracht, um die Schicht vor Verschmutzungen zu schützen. Sonnenschürzen können allseitig, zweiseitig oder auch punktförmig gehalten bzw. angeklemmt werden. Die Flachglasindustrie bietet auch grün durchgefärbtes Sicherheitsglas für Sonnenschürzen an.

Sonnenschutz

Ohne Sonne gäbe es kein Leben auf der Erde und im jedem Winter sehnt man die ersten wärmenden Sonnenstrahlen herbei. Im Sommer ist die Sonneneinstrahlung jedoch häufig zu stark und ein Sonnenschutz wird notwendig. Dies fängt beim eigenen Körper an, der mit Sonnenmilch oder einem Sonnenhut vor der Sonne geschützt werden muss und geht beim Sonnenschutz für Fenster und für den Garten weiter. Ein Sonnenschutz für Fenster und andere Glasflächen wie Terrassentüren – z.B. in Form von Rollladen, Rollo, Jalousie, Lamellenvorhang oder Plissee – sorgt dafür, dass die Sonne nicht mehr ganz so stark die Innenräume aufheizt. Dazu gibt es als Sonnenschutz noch Markisen oder Sonnensegel, die Terrasse oder Balkon in Schatten hüllen können.

Sonnenschutzantrieb

auch: Sonnenschutzantriebe

Als Sonnenschutzantrieb werden alle Geräte zur Steuerung des Sonnenschutzes zusammengefasst. Mit den Sonnenschutzantrieben lassen sich Rollläden, Markisen, Rollos, Klappläden oder Jalousien automatisch öffnen und schließen. Gesteuert werden Sonnenschutzantriebe über eine Fernbedienung, Zeitschaltuhren oder einen Schalter. Auch Automatikgeräte, die auf Temperatur, Regen, Wind oder Sonne reagieren, sind im Handel erhältlich. Bei den Sonnenschutantrieben handelt es sich meist um Rohrmotoren, die in Wellen oder Aufsteckantriebe eingebaut werden. Beim Kauf eines Sonnenschutzantriebs ist vor allem darauf zu achten, dass dieser geräuscharm ist und wartungfrei.

Sonnenschutzsegel

siehe Sonnensegel.

Sonnensegel

auch: Sonnenschutzsegel, Gartensegel

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Sonnensegel sind spezielle Textilien, die insbesondere dem Sonnenschutz dienen. Sind die Sonnensegel aus einem wasserabweisenden Polyesterstoff gefertigt, schützen sie auch vor Regen. Sonnensegel sind zum Beispiel eine kostengünstige Alternative zu einer festen Terrassenüberdachung. Da Terrassenüberdachungen allerdings häufig auch aus transparenten Kunststoffen oder Glas bestehen, kommen Sonnensegel zusätzlich zum Einsatz. Da sie schnell auf- und wieder abgebaut werden können, haben sie auch beim Camping als Camping-Sonnensegel ihre Einsatzgebiete. Sonnensegel werden mit elastischen Spanngurten an Fixpunkten befestigt. Wo diese Fixpunkte fehlen, kommen Metallstangen als Montagehilfen zum Einsatz. Eine Alternative zu den elastischen Spanngurten und Metallstangen ist die Seilspanntechnik. Sonnensegel gibt es in den unterschiedlichsten Größen und verschiedenen Formen, wobei am häufigsten viereckige und dreieckige Sonnensegel zum Einsatz kommen.

Sorption

Sorption ist die Eigenschaft eines Baustoffs bei erhöhter Umgebungfeuchte Feuchtigkeit aufzunehmen, und diese dosiert wieder abzugeben, wenn die relative Luftfeuchet wieder abnimmt. Dieser Vorgang findet nicht im gesamten Bauteil, sondern nur in den obersten Schichten statt.

Sortierung von Laubholz

Sortierung von Nadelholz

Sortimenter

Ein Sortimenter ist ein Unternehmen, das sich auf die Belieferung von Bau- und Heimwerkermärkten spezialisiert hat. Sortimenter bieten komplette Sortimente an, meist solche, zu denen der Betreiber des Marktes aufgrund seiner früheren Branchenzugehörigkeit keinen fachlichen Bezug hat. Will z.B. ein aus einer Holzhandlung hervorgegangener Heimwerkermarkt das Sortiment “Sanitärzubehör“ führen, so kann er sich eines Sortimenters bedienen.

Soundboard

Ein Soundboard ist das Teil am Computer, das dafür verantwortlich ist, dass dieser Töne von sich geben kann. Aber auch im Baubereich ist der Begriff "Soundboard" gebräuchlich. Ein Hersteller nennt seine Schallschutzplatten z.B. Soundboard. Dabei handelt es sich um schwere Gipskartonplatten, die den Schall besonders gut dämmen. Das Gegenteil davon ist das Soundboard eines anderen Herstellers. Hier ist das Board ein Unterwandlautsprecher für den unsichtbaren Einbau in Trockenbausysteme. Die Gipsplatte fungiert hierbei als Flächenmembran. Zum Schwingen angeregt wird diese Membran durch rückseitig angebrachte Schwingspulen. Die gesamte Plattenfläche wird beim Soundboard als Flächenlautsprecher genutzt, weshalb ein sehr breitbandiger Frequenzbereich von 100 Hz bis 18 KHz erreicht werden kann. Das Soundboard wird an eine herkömmliche Stereoanlage ohne zusätzliche Spezialverstärker angeschlossen.

Souterrain

Der Begriff Souterrain kommt aus dem Französischen und bedeutet wörtlich übersetzt "unter der Erdoberfläche". Folglich müsste damit eigentlich ein Keller gemeint sein - ist es aber nicht. Das Souterrain ist ein Zwischengeschoss. Es liegt zwischen dem Erdgeschoss und dem Keller und dient meistens Wohnzwecken. Souterrains wurden vor allem in die hochherrschaftlichen Mietshäuser eingebaut, die ab etwa 1880 in den europäischen Großstädten entstanden. Sie dienten als Wohnung des Hausmeisters oder wurden als Geschäftslokale genutzt. Auch heute noch können sog. Souterrainwohnungen gebaut werden, wenn sie je nach Landesbauordnung mit der Zimmerdecke mindestens 1,2 bis 1,6 m über die Geländefläche hinausragen und über Zweidrittel der Grundfläche eine Raumhöhe von mindestens 2,30 m hat. Selbstverständlich müssen Souterrainwohnungen über eine ausreichende Zahl von Fenstern verfügen. Aufgrund der baugesetzlichen Vorgaben ist es nur in Einzelfällen möglich, aus einem normalen Keller eine Souterrainwohnung zu machen. Das Geschoss über einem Souterrain wird als Hochparterre bezeichnet.

Spachtel

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Ein Wort, jedoch zwei Begriffe. Einmal wird unter einem Spachtel ein Werkzeug verstanden, das jeder Heimwerker, Maler und Putzer braucht, dann wird unter einem Spachtel aber auch eine pastöse Masse verstanden, also eine Spachtelmasse. Das Werkzeug besteht aus einem Holz- oder Kunststoffgriff und einem daran befestigten flexiblen Metall- oder Kunststoffblatt. Spachtel mit Metallblatt haben immer eine trapezartige Form (siehe Foto), die Ecken können spitz oder abgerundet sein. Kunststoffspachtel sind Billigprodukte und ähneln mehr einem Teigschaber. Auch unter dem Begriff des Metallspachtels werden zwei unterschiedliche Dinge verstanden. Generell wird mit einem Spachtel eine Spachtelmasse insbesondere auf Putzuntergründe aufgetragen, um Unebenheiten auszugleichen oder Löcher im Putz zu egalisieren, damit die Wand anschließend tapeziert werden kann.

Spachteldekor

auch: Spachteldekortechnik, Spachteldekore, Spachtel-Dekor

Unter Spachteldekor ist eine Wandgestaltung zu verstehen, bei der eine Spachtelmasse mit der Kelle aufgebracht wird. Je nach Art des Auftrags entstehen treppenartige Muster, auf die nach dem Abtrocknen mit dem Kurzflorroller eine farbige Wandlasur aufgetragen wird. In Pizzerien und anderen südländischen Gastronomiebetrieben ist diese Spachteltechnik allgegenwärtig.

Spachteldekortechnik

auch: Spachteldekortechniken, Spachtel-Dekor-Technik, Spachtel-Dekor-Techniken

siehe Spachteldekor.

Spachtelgips

auch: Spachtelgipse

Spachtelgips ist ein Baugips mit werkseitig beigegebenen Zusätzen, der insbesondere zum Verspachteln von Gipsbauplatten verwendet wird. Stellmittel bewirken dabei erhöhtes Wasserrückhaltevermögen und langsames Versteifen.

Spachtelmeißel

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Der Spachtelmeißel ist ein Einsatzwerkzeug für den Bohrhammer oder Meißelhammer. Ansonsten sieht er aus wie ein normaler Spachtel und wird auch für das Gleiche verwendet, zum Beispiel zum Entfernen von Farb- und Schmutzschichten.

Spachtelwerkzeuge

Spachtelwerkzeuge sind typische Werkzeuge, die für Spachtelarbeiten eingesetzt werden. Spachtelwerkzeuge sind zum Beispiel: - Malerspachtel - (%Japanspachtel(% - Glättkelle (Traufel) - Flächenspachtel

Spaltaxt

auch: Spaltäxte

Die Spaltaxt ist - wie der Name schon sagt - für das Spalten von Stammabschnitten vorgesehen. Sie wird zum Beispiel bei der Herstellung von Brennholz verwendet. Zudem wird die Spaltaxt auch zur Entastung von gefallenen Bäumen eingesetzt. Da beim Spalten mit erheblicher Kraft und viel Schwung zugeschlagen wird, sollte in jedem Fall ein Qualitätswerkzeug eingesetzt werden, damit sich die Schneide nicht vom Holz löst. Am besten ist es, wenn die Spaltaxt eine unlösbare Verbindung zwischen Axt und Stil besitzt. Ein ergonomisch geformter Stiel bei einer Spaltaxt verhindert, dass man schon nach den ersten Minuten Blasen an den Händen bekommt.

Spalthammer

auch: Spalthämmer

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Der Spalthammer ist ein Werkzeug, das halb Axt und halb Hammer ist. Mit der einen Seite des Spalthammers können Stammabschnitte gespalten oder angespalten, mit der anderen Seite können Spaltkeile in das Holz getrieben werden, so dass handliche Scheite für Kaminofen und Kachelofen entstehen.

Spaltkeil

auch: Spaltkeile

Spaltkeile dienen dem Spalten von Stammabschnitten und kommen zum Einsatz, wenn man mit der Spaltaxt nicht mehr weiterkommt. Spaltkeile werden vorzugsweise aus Stahl gefertigt. Vielfach sind auch Kombinationen von Stahlschneide und Holzschaft im Einsatz. Ist der Spaltkeil ganz aus Stahl, spricht man von einem Vollkeil. Ein Spaltkeil ist zudem ein wichtiges Werkzeug des Mosaiklegers. Es wird in Kombination mit dem Mosaikhammer verwendet. Idealerweise wird der Spaltkeil in einem hölzernen Hackstock befestigt. Weiterhin ist ein Spaltkeil eine wichtige Schutzeinrichtung bei Tisch- und Formatkreissägemaschinen. Beim Sägen von Hölzern in Faserrichtung besteht die Gefahr, dass sich die Schnittfuge wieder schließt. Der Spaltkeil verhindert das Zurückschlagen des Werkstücks. Der Spaltkeil dient auch als Schutz gegen eine Sägeblattberührung von hinten.

Spaltkorrosion

Von Spaltkorrosion können alle Werkstoffe betroffen werden, die oxidische Schutzschichten bilden, was vor allem bei Metallen der Fall ist. Die Spaltkorrosion setz in Spalten und Toträumen an. Das sich dort befindliches wässrige Medium reagiert dabei mit der Werkstoffoberfläche und verarmt an Sauerstoff, was zu einer starken Korrosion im Spalt führt. Spaltkorrosion bildet sich gerne unter Dichtungen, an Schraubengewinden und zwischen Wellen und Schutzhülsen. Neben Aufrauhungen können auch cm-tiefe Abtragungen entstehen.

Spaltlüfter

Ein Spaltlüfter ist eine Vorrichtung in Fensterbeschlägen, die eine Kippstellung des Fensters ermöglicht, um Wohnräume zu belüften. Die übliche Kippstellung gilt als Energieschleuder. Weniger Energieverlust verursachen mehrstufige Spaltlüfter bei kleinerer Einstellung. Spaltlüfter können auch mit einer Automatik versehen sein, die ein selbständiges Schließen des Fensters bei Regen bewirkt, was vor allem bei Wohndachfenstern sinnvoll ist.

Spaltplatte

auch: Spaltplatten

Die Spaltplatte ist eine Steinzeug-Fliese von rötlich-brauner Farbe, wobei der Brennvorgang bei ca. 1200° aufgrund des hohen Feldspatanteils im Ton zu Ausschmelzungen führt, die der Spaltplatte eine gewollt geflammte Optik verleihen. Die Spaltplatte wird unglasiert und offenporig oder glasiert im sog. Strangpressverfahren hergestellt. Bei der Herstellung werden die Spaltplatten Rücken an Rücken geformt und später getrennt. Früher wurden die beiden Platten per Hand mit dem Hammer "gespalten", daher der Name. Spaltplatten sind sehr robust und werden deshalb gerne in öffentlichen Gebäuden, aber auch im Privatbereich für Terrassen und Wege eingesetzt, da frostbeständig und sehr abriebfest. Das Rohmaterial der Spaltplatten läßt sich auch leicht zu Formstücken für das Verfliesen von Treppenstufen usw. verarbeiten.

spaltrauher Marmor

siehe bruchrauher Marmor.

Spaltrisse

auch: Spaltriß, Spatriss

Spaltrisse können entstehen, wenn ein bereits betoniertes (erhärtetes) Bauteil und ein frisch betoniertes Bauteil miteinander verbunden werden. Das aufgehende Bauteil erwärmt sich beim Erhärten des Betons. Beim Abkühlen will es sich zusammenziehen, wird jedoch durch den Verbund daran gehindert. Spaltrisse verlaufen meist senkrecht zur Kontaktfläche und gehen durch die ganze Konstruktion.

Spanbrecher

siehe Doppelhobel

Spänematte

Spannbahn

auch: Spannbahnen

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Diffusionsfähige Spannbahnen stellen die Winddichtheit von Steildächern her. Sie schützen vor Wärmeverlust infolge unnötiger Luftbewegungen und verhindern die Durchfeuchtung der Wärmedämmung. Spannbahnen können prinzipiell für alle hinterlüfteten Dachkonstruktionen aber auch bei Vollsparrendämmung in Verbindung mit diffusionsoffenen Dachunterspannbahnen eingesetzt werden. Spannbahnen werden immer auf der warmen Seite der Wärmedämmung fixiert (getackert) und mit der Lattung verbunden. (Foto: Hersteller Gutta)

Spannbeton

Spannbeton ist ein bewehrter Beton, der sich vom Stahlbeton dadurch unterscheidet, dass die Stahleinlagen mit einer Zugkraft vorgespannt werden. Durch die dadurch im Beton hervorgerufene Druckspannung bleiben Bauteile aus Spannbeton auch beim Auftreten von Zug- und Biegekräften rissefrei. Durch die Verwendung von Spannstahl wird die Traglast des Betons gesteigert. Spannbeton findet zum Beispiel im Behälterbau, beim Brückenbau, bei Bindern im Hochbau, Flachdecken oder Hohldielen Verwendung.

Spanndecke

auch: Spanndecken

Das Spannen einer Spanndecke ist eine Möglichkeit, eine Zimmerdecke individuell zu gestalten. Wer weder Stuck noch Holzpaneele an der Zimmerdecke haben will, kann sich eine Spanndecke einbauen lassen. Das Prinzip funktioniert dergestalt, dass rundum unter der Decke ein Klemmprofil angebracht wird, in das eine Kunststoff-Folie - meist aus PVC - unter Hitzeeinwirkung eingezogen wird. Beim Abkühlen wird die Folie gespannt, so dass eine ebene Fläche entsteht. Die Folien sind in zahlreichen verschiedenen Dekoren erhältlich, die Oberflächen können matt, glänzend oder sogar reflektierend beschichtet sein. Auch geübte Heimwerker sind mit einer Selbstinstallation überfordert. Die Arbeit wird von Malerbetrieben und Raumausstattern ausgeführt, die auch die Foliengröße sauber vermessen und den Folienrand mit einem Keder versehen. Unbedingt ist darauf zu achten, dass die Folien schwer entflammbar sind. Für Hotels usw. gilt, dass die Folien unbrennbar sein müssen.

Spanndorn

auch: Spanndorne

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In einen Spanndorn wird eine Schwabbelscheibe oder eine Trennscheibe eingespannt. Der Spanndorn wiederum lässt sich in eine Bohrmaschine einspannen. Es gibt Spanndorne in unterschiedlicher Dicke. Ein Spanndorn für eine Schwabbelscheibe muss konstruktionsbedingt natürlich dicker als ein Spanndorn für eine Trennscheibe sein. Sollen Schwabbelscheibe oder Trennscheibe in einen Winkelschleifer eingespannt werden, kommt der Spannflansch zum Einsatz.

Spannflansch

auch: Spannflansch

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In einen Spannflansch wird eine Schwabbelscheibe oder eine Trennscheibe eingespannt. Der Spannflansch wiederum lässt sich in einen Winkelschleifer geschraubt. Es gibt Spannflansche in unterschiedlicher Dicke. Ein Spannflansch für eine Schwabbelscheibe muss konstruktionsbedingt natürlich dicker als ein Spannflansch für eine Trennscheibe sein. Sollen Schwabbelscheibe oder Trennscheibe in einen Bohrmaschine eingespannt werden, kommt der Spanndorn zum Einsatz.

Spannfutter

siehe Bohrfutter.

Spannglied

auch: Spannglieder

Ein Spannglied wird bei der Herstellung von Spannbeton verwendet. Es wird zwischen unterschiedlichen Arten von Spanngliedern unterschieden. Beim Spannglied im sofortigen Verbund handelt es sich um ein im Betonquerschnitt liegendes Zugglied aus Spannstahl. Dieses wird vor dem Betonieren im Spannbett gespannt. Der wirksame Verbund zwischen Beton und Spannglied entsteht nach dem Betonieren mit dem Erhärten des Betons. Das Spannglied im nachträglichen Verbund wird hingegen gegen den bereits erhärteten Beton gespannt. Das Zugglied aus Spannstahl liegt im Betonquerschnitt in einem Hüllrohr. Der wirksame Verbund zwischen Beton und Spannglied entsteht nach dem Einpressen des Mörtels in das Hüllrohr mit dem Erhärten des Einpressmörtels. Das interne Spannglied ohne Verbund ist nur an den Verankerungen mit dem Tragwerk verbunden. Das Zugglied aus Spannstahl liegt im Betonquerschnitt in einem Hüllrohr und wird beim Vorspannen gegen den bereits erhärteten Beton gespannt. Es übt im Bereich von Spanngliedkrümmungen Umlenkkräfte auf den Beton aus. Das externe Spannglied ohne Verbund liegt außerhalb des Betonquerschnittes, aber innerhalb der Umhüllenden des Bauteils aus Beton. Das Zugglied aus Spannstahl wird beim Vorspannen gegen den bereits erhärteten Beton gespannt und ist mit dem Tragwerk durch Verankerungen und Umlenksättel verbunden.

Spannknecht

Ein Spannknecht ist eine Art der Schraubzwinge. Auf einer Laufschiene des Spannknechts aus Holz oder Metall sitzen bewegliche Spannbacken. Das Werkstück wird zwischen die beiden Spannbacken eingesetzt, die Spannbacken zusammengeschoben und mit der Schraubspindel der Druck soweit angezogen, dass das Werkstück unverrückbar festsitzt.

Spannriegel

Spannriegel ist ein Begriff aus dem Fachwerkbau oder allgemein aus dem Holzbau. Bei einem Spannriegel handelt es sich um ein waagerecht verbaut Holz, das Druckkräfte aufnimmt. Er kann auf unterschiedliche Weise eingebaut werden. Bei Hängewerken ist der Spannriegel zwischen den Köpfen der Hängesäulen angeordnet. Bei Dachstühlen findet man Spannriegel zwischen den oberen Enden der Stuhlsäulen und bei Sprengwerken zwischen den oberen Strebenenden. Gesichert werden Spannriegel mit Stahllaschen und Stahlbolzen.

Spannrückigkeit

Die Spannrückigkeit bezeichnet einen Fehler beim Stammwuchs und zwar die Rundungsabweichung vom kreisförmigen Querschnitt. Hierbei ist der Umfang des Baumes durch viele mehr oder weniger tiefe Einbuchtungen gekerbt, die sich im Holz fortsetzen. Auch in den Jahresringen sind sie durch Wellenform sichtbar. Von Nachteil ist die Spannrückigkeit vor allem bei Schälfurnieren, da hier das unrund gewachsene Holz erst abgeschält werden muss. Andererseits werden bei der Herstellung von Messerfurnieren besondere Effekte erzielt.

Spannschloss

auch: Spannschlösser

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Mit einem Spannschloss lassen sich Seile auf Zug spannen. Auf der einen Seite wird das Seil befestigt, auf der anderen Seite das Spannschloss eingehakt. Durch ein Gewinde läßt sich das Seil anspannen.

Spannstab

auch: Spannstäbe

siehe Ankerstab.

Spannstahl

auch: Spannstähle

Spannstähle werden beim Bau von vorgespannten Betonkonstruktionen (siehe Spannbeton) eingesetzt. Im Vergleich zu Betonstählen besitzen sie im Allgemeinen eine deutlich höhere Zugfestigkeit und Streckgrenze. Sie gehören meist zur Gruppe der unlegierten Edelstähle. In Deutschland sind die Spannstähle zur Zeit nicht in einer Norm erfasst, sondern sie benötigen eine bauaufsichtliche Zulassung des Deutschen Instituts für Bautechnik. Die Spannstähle unterscheiden sich in den mechanischen Eigenschaften, den Arten der Herstellung (gereckt, kaltgezogen, vergütet), der Profilierung (glatt, gerippt, Drähte zu Litzen verseilt), der Verankerungsart (Endverankerung oder über Verbund) und in den Querschnittsabmessungen.

Spanntisch

auch: Spanntische

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Nicht immer ist Platz für eine große Werkbank vorhanden. Der Spanntisch ist eine kleinformatige Werkbank, die auf jeden Küchentisch gestellt werden kann. So lassen sich Heimwerker- und Hobbytätigkeiten wie kleinere Bastelarbeiten oder Reparaturen wie etwa Kleben und Bemalen durchführen. Darüber hinaus können auch anspruchsvolle Aufgaben wie beispielsweise das Zuschneiden von Parkett und Laminat besser und schneller erledigt werden. (Abbildung: Wolfcraft)

Spannung

auch: eletrische Spannung

Die Spannung hat im Baubereich mehrere Bedeutungen. In der Elastizitätstheorie beschreibt die Spannung eine Kraft, die auf eine Fläche einwirkt. Die mechanische Spannung hat dieselbe physikalische Dimension wie der Druck, nämlich Kraft je Fläche. Der Druck stellt einen Spezialfall der mechanischen Spannung dar. Maßeinheit für den Druck ist Pascal bzw. Newton pro Quadratmeter (N/mm²). Die elektrische Spannung dagegen ist die bei unterschiedlichen elektrischen Ladungen zwischen zwei Punkten messbare elektrische Potenzial- oder Spannungsdifferenz. Die elektrische Spannung hat das Formelzeichen U und wird in Volt (V) angegeben.

spannungsarmes Seil

auch: spannungsarme, Seile

Ein Stahldrahtseil ist spannungsarm, wenn die Litzen und Drähte des Seils nach dem Entfernen der Abbindung nicht oder nur wenig aus dem Seilverband treten. Im Gegensatz zu nicht entspannten Seilen neigt ein spannungsfreies Stahldrahtseil auch deutlich weniger zur Klankenbildung, sondern verharrt in der jeweils ausgelegten Position.

Spannungsarmglühen

siehe Glühen.

spannungsfreies Seil

auch: spannungsfreie, Seil

Ein Stahldrahtseil ist spannungsfrei, wenn beim Durchschneiden die Drähte auch ohne Abbindung nicht oder kaum aus dem Seilverband herausspringen. Die Seile von Aufzügen sind beispielsweise spannungsfrei.

Spannungsprüfer

auch: Phasenprüfer

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Man unterscheidet einpolige und zweipolige Spannungsprüfer. Der einpolige Spannungsprüfer (siehe Foto) wird auch Phasenprüfer genannt. Mit ihm lässt sich nur die Phase überprüfen, nicht aber der Neutral- und Schutzleiter. Wenn man mit der Spitze des Phasenprüfers eine spannungsführende Leitung berührt und gleichzeitig die Metallkappe am Gerätegriff anfasst, leuchtet die Glimmlampe am Griff auf. Vor allem die einpoligen Spannungsprüfer haben unter Elektrikern einen schlechten Ruf und werden von ihnen als "Lügenstifte" bezeichnet. Mit dem Zweipolprüfer hingegen (Foto unten) lässt sich zuverlässig feststellen, ob Spannung anliegt. Denn er kann nicht nur die Funktion der stromführenden Leitung überprüfen, sondern auch die des Neutral- und des Schutzleiters. Dazu wird eine Spitze des Zweipolprüfers an die Phase, also die stromführende Leitung, und die zweite nacheinander an die Kontakte von Neutral- und Schutzleiter. Wenn die Lampe aufglimmt, liegt Spannung an.

Spannungsrisskorrosion

Die Spannungsrisskorrosion ist eine chemische und / oder elektrochemische Korrosion eines Metalls unter gleichzeitiger Einwirkung eines Korrosionsmittels und einer statischen Zugspannung. Im Bauwesen ist die Spannungsrisskorrosion besonders gefürchtet, da sie nur schwer festzustellen ist und zu schlagartigem Versagen von Spannbetonbauteilen führen kann. Spannungsrisskorrosion tritt aber auch in Behältern und Rohren auf. Sie kann dort bei sauren Gasen auftreten, indem bei Taupunktunterschreitung entstehende Schwefelwasserstoffhaltige Kondensate mit der Stahloberfläche reagieren. Spannungsrisskorrosion ist bei einer Vielzahl von Werkstoffen bekannt. Beispielsweise können Aluminium-, Blei-, Magnesium-, Nickelund Titanlegierungen, austenitische und niedriglegierte Stähle, aber auch Kunststoffe anfällig gegenüber Spannungsrisskorrosion sein.

Spannverankerung

auch: Spannverankerungen

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Bei der Sanierung historischer Bausubstanz sind oftmals Spann- und Zugverankerungen erforderlich, um das Mauerwerk und Holzkonstruktionen insbesondere bei Fachwerkhäusern zu stabilisieren. Hersteller MOSO fertigt z.B. kreuzförmige Spannverankerungen, die historischen Vorbildern entsprechen. Spannverankerungen gibt es natürlich auch in der modernen Bautechnik, also auch bei Betonbauten (Spannbeton), im Hochhaus- und im Brückenbau.

Spa-Pool

Sparrenfußverbinder

siehe Sparrenhalter.

Sparrenhalter

auch: Sparrenfußverbinder

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Sparrenhalter sind geeignet für die Fußpunktausbildung von Sparren- und Kehlbalkendächern mit Dachneigungen von 30° bis 60° oder bei Decken-konstruktionen aus Holz oder Beton. Sparrenfußverbinder werden satzweise für die Befestigung von Sparren an Fußpfetten verwendet. Diese Sparrenfußverbinder ermöglichen bei Kehlbalkendächern variable Abstände zwischen den Sparren. Die Dachkonstruktion ist nicht mehr von der Balkenlage abhängig. Sparrenfußverbinder geben erhebliche Arbeitserleichterungen, wenn vor dem Richten des Daches jeweils der eine Sparrenfußverbinder an dem Sparren und der andere an der Fußpfette befestigt worden ist. Sparrenhalter fordern, dass die Abstände in der Balkenlage mit den Sparrenabständen übereinstimmen. Der Sparren sollte vollflächig auf dem innenliegenden Winkelschenkel aufliegen, d.h., Unterkante Sparren muss mindestens bis zum Anschlusspunkt Winkelschenkel-Bodenblech geführt werden. Sparrenhalter sind montagefreundlich und ergeben sichere und formbeständige Anschlüsse zwischen Dach und Unter-konstruktion. Sparrenhalter gibt es auch als für Anschlüsse an Unterkonstruktionen aus Beton, Mauerwerk u. ä.

Sparrennagel

auch: Sparrennägel

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Sparrennägel sind spezielle Nägel mit rillenförmiger Schaftausbildung, die als Holzverbindungsmittel für tragende Holzbauteile verwendet werden. Sparrennägel kommen beispielsweise zur Befestigung von Dachsparren, Pfetten, Dachbindern usw. zum Einsatz. Einsatzgebiete sind achkonstruktionen, Fachwerkbauten, Holzabdeckungen und anderen Holzverbindungen. Vor Einschlagen der Sparrennägel muss vorgebohrt werden. Die Länge der Vorbohrung beträgt: Länge des Sparrennagels weniger 8 Zentimeter(das entspricht in etwa der Länge des gerillten Schaftteils). Sparrennägel sind standardmaäßig zwischen 80 und 360 Millimeter lang.

Sparschalung

auch: Sparschalungen

siehe Traglattung.

Sparverblender

siehe Riemchen.

Spaten

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Der Spaten ist ein vielfältig für Erdarbeiten einsetzbares Werkzeug. Er besitzt in der Regel Stiel aus Holz und ein scharfkantiges, flaches Gussstahlblatt. Der Spaten kann zum Beispiel beim Ausheben von Fundamentgräben anstelle von Hacke und Schaufel benutzt werden. Auch beim Umgraben von Gartenbeeten leistet er wertvolle Hilfe. Weiterhin kommt er beim Umschichten von Komposthaufen oder beim Herstellen von Gräben für Rohrleitungen zum Einsatz. Spaten werden klassisch mit geradem Blatt oder mit spitzem Blatt angeboten. Spaten mit spitzer Form verwendet man bei festem, steinigem Boden, weil das spitze Blatt besser in das Erdreich eindringen kann. Bei lehmigem Boden kommt die klassische Form des Spatens zum Einsatz. Je schwerer (toniger) der anstehende Boden ist, desto kleiner sollte das zu verwendende Spatenblatt ausfallen. Als Griffform gibt es neben dem einfachen Knauf den T- oder den D-Griff.

Spatengabel

auch: Spatengabeln

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Spatengabeln unterscheiden sich von einem Spaten durch die vier langen Zinken anstatt des breiten Blattes. Sie eignen sich besonders zum Wurzelstechen, zum Lockern und Lüften von harten Böden sowie für Grabearbeiten in sehr feuchtem und/oder steinigem Erdreich. Hier lässt sich mit der Spatengabel wesentlich leichter arbeiten als mit dem Spaten. Da die Zinken und die Stielbefestigung bei Grabearbeiten extrem beansprucht werden, sollten Sie beim Kauf auf beste Material- und Verarbeitungsqualität achten.

Spatenmeißel

auch: Spatmeißel

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Einsatzwerkzeug für Meißelhämmer oder Drucklufthämmer. Der Spatenmeißel bzw. Spatmeißel ist ein breiter Flachmeißel zum Aufbrechen und Lockern von Erdreich, Estrich und Bitumen oder zum Abschlagen von verputzten Wänden und Mauern. Durch die große Schneidenbreite von 50 mm bis 110 mm wird bei allen Leichtbaustoffen wie zum Beispiel Schwemmstein, Hochlochziegeln oder Gips eine günstige Meißel- und Stemmleistung erreicht. Auch beim Abschlagen von Fliesen kann je nach Mörtelhärte ein entsprechend breiter Meißel gewählt werden.

Spätholz

auch: Späthölzer

Die Zellen eines Baumstammes wachsen nicht das ganze Jahr über gleichmäßig. Gegen Ende des Jahres nimmt die Wachstumsgeschwindigkeit ab, es werden mehr und mehr Reservestoffe eingelagert, die für den Neuaustrieb im nächsten Jahr benötigt werden. Zellen, die im Spätsommer und Herbst entstehen werden als Spätholz bezeichnet. Sie sind engräumig, dickwandig und von dunkler Farbe. Im Frühjahr nimmt die Wachstumsgeschwindigkeit wieder zu und es entsteht das Frühholz. Sichtbar wird der Unterschied von Spätholz und Frühholz an den Jahresringen eines Baumstamms.

Spatmeißel

siehe Spatenmeißel.

Speckstein

Mit dem Begriff Speckstein bezeichnet man eine Gruppe von Natursteinen, die je nach ihrer geographischen Herkunft sehr verschiedenartig zusammengesetzt sein können. Hauptbestandteile sind im allgemeinen die Mineralien Talk, Chlorit, Magnesit und Serpentin. Die reichsten Speckstein-Vorkommen lagern in Brasilien, doch auch in Indien und Finnland, der Schweiz, Kanada und Norditalien wird der Rohstoff abgebaut. Seit Menschengedenken wird Speckstein als Material für die Herstellung von verschiedensten Gegenständen verwendet. Aus dem glänzenden, hitzebeständigen Material wurden Töpfe, Spielsteine und Schmuckstücke geschaffen. Aufgrund seiner Eigenschaften ist Speckstein wie geschaffen für die Verwendung im Zusammenhang mit Feuer und extremer Wärmeentwicklung. Daher findet er häufig auch im Ofen- und Kaminbau Verwendung (siehe Specksteinofen.

Speicher

Der Speicher ist die landsmannschaftliche Bezeichnung für Dachboden oder Dachraum, siehe dazu auch Speicherhaus,

Speicherhaus

auch: Speicherhäuser

Das Speicherhaus ist eine typische Bauweise aus dem Mittelalter. Speicherhäuser sind immer mehrgeschossig und wurden an Flüssen und Häfen als Lagerhäuser errichtet, wobei die unteren Geschosse oft bewohnt waren und der Dachboden als Speicher benutzt wurde. Typisch für Speicherhäuser sind die aus dem obersten Geschoss heraus ragenden Holzbalken, über die mittels eines Seilzugs die im Dachraum gespeicherten Waren nach unten befördert wurden. Je nach Landschaft werden ganz normale Dachböden heute noch als Speichger bezeichnet.

Speicherkraftwerk

auch: Speicherkraftwerke

Speicherkraftwerke sind Wasserkraftwerke, die Regen- und Schmelzwasser in einer Talsperre oder in einem Speicherbecken sammeln. Nach ihrem Volumen unterscheidet man Tages-, Wochen-, Monats- und Jahresspeicher. Das Wasser wird in einem "Oberbecken" genannten See gesammelt. Dieser See ist entweder natürlichen Ursprungs oder entsteht durch Aufstauen mit einer Staumauer oder einem Staudamm. Das Oberbecken wird durch natürlichen Zufluss gespeist, zusätzlich werden oft Stollen zu den Einzugsgebieten anderer Flüsse errichtet, um die zufließende Wassermenge zu erhöhen.Wird das Wasser zusätzlich oder ausschließlich durch Pumpen in das Oberbecken befördert, spricht man von einem Pumpspeicherkraftwerk.

Speicherwassererwärmer

auch: Speicher-Wassererwärmer

In Speicherwassererwärmern wird Trinkwasser im Wesentlichen vor der Entnahme erwärmt und für den Verbrauch gespeichert. Diesen Trinkwassererwärmer gibt es mit verschiedenem Speichervolumen und Wärmeleistung. Speicherwassererwärmer können als nebenstehende Speicher oder als unter dem Heizgerät platzierte Speicher ausgeführt sein.

Speicherwasserkraftwerk

auch: Speicherwasserkraftwerke

siehe PSpeicherkraftwerk.

Speicherzellen

Die Holzmasse von Laubbäumen besteht aus Stützzellen, Leitzellen und Speicherzellen. In den Speicherzellen werden die Nährstoffe gespeichert. Sie sind dünnwandig, hell und vorwiegend vom Mark ausgehende Markstraheln.

Speis

auch: Speiß

Speis ist ein umgangssprachlicher Ausdruck für Mörtel.

Spengler

Spengler ist eine vor allem im süddeutschen Raum noch sehr gebräuchliche Berufsbezeichnung für den Klempner.

Sperrbügel

auch: Sicherheitskette, Distanzsperre

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Schlösser wie beispielsweise das Kastenschloss können mit einem Sperrbügel ausgestattet sein. Ist dieser vorgelegt, lässt sich die Tür lediglich einen Spalt breit öffnen und man kann mit der Person, die draußen steht, aus sicherer Distanz sprechen. Sperrbügel sind die Weiterentwicklung von Sicherheitsketten, die nicht mehr dem heutigen Sicherheitsstandard entsprechen. Sicherheitsketten halten einem stärkeren Angriff nicht stand und können bei falscher Montage von außen geöffnet werden. Eine einbruchhemmende Tür kann, eine Hauseingangstür und eine Wohnungseingangstür sollten herstellerseits mit einem Sperrbügel versehen sein. Sperrbügel werden mitunter auch als Distanzsperren bezeichnet.

Sperrgrund

siehe Absperrmittel.

Sperrmüll

Als Sperrmüll bezeichnet man feste Abfälle, die wegen ihrer Sperrigkeit nicht in die im Entsorgungsgebiet vorgeschriebenen Behälter passen und getrennt vom Hausmüll gesammelt und transportiert werden. Zum Sperrmüll gehören: Matratzen, Bettgestelle, Möbel, Fahrräder, Kinderwagen, Fernsehgeräte (mit fachgerecht belüfteter Bildröhre), Radios, Regale, Ölöfen (mit ausgebautem Tank) und vergleichbaren Materialien. Ebenfalls zu Sperrmüll gehören Fenster und Türen ohne Glas sowie Rollläden. Nicht als Sperrmüll gelten: Gartenabfälle, Autoteile, Bauschutt, Kartonagen, Papier, Glasbehälter, Kühlschränke, Ölofen– und Heizöltanks sowie Sonderabfälle aus Privathaushalten.

Sperrtür

auch: Sperrtüren

Als Sperrtür bezeichnet man Türen mit einem glatten Türblatt, die für allgemeine Zwecke im Innenausbau verwendet werden. Sperrtüren sind die häufigsten verwendete Türführungsform. Sie haben einen umlaufenden Konstruktionsrahmen aus Holz, Metall oder Kunststoff. Außerdem haben sie eine beidseitige Beplankung, z.B. aus Sperrholz, Kunststoff oder Metall. Der Hohlraum wird je nach Verwendungszweck der Tür mit unterschiedlichen Materialien gefüllt.

Spezialkessel

Die meisten Heizkessel auf dem Markt sind auf einen Brennstoff wie z.B. Gas, Öl, Koks oder Holz spezialisiert. Am gebräuchlichsten sind Öl-Spezialkessel und Gas-Spezialkessel. Technisch unterscheiden sich diese Spezialkessel vor allem hinsichtlich der eingebauten Brenner. Den Verbrennungsprozess möglichst schadstoffarm zu gestalten ist bei Ölkesseln weitaus komplizierter als bei Gasgeräten. Das liegt daran, dass der Brennstoff flüssig angeliefert wird und erst in ein Gas verwandelt werden muss, das verbrannt werden kann.

Spezialspanplatte

auch: Spezialspanplatten

Spezialspanplatte ist die Bezeichnung für Spanplatten, die je nach Anforderung bestimmte Kriterien wie schwere Entflammbarkeit, hohe Tragfähigkeit, Feuchtebeständigkeit oder Resistenz gegen Pilzbefall aufweisen.

Spezialtapetenkleister

auch: Spezial-Tapetenkleister

Für spezielle Tapeten benötigt man einen speziellen Tapetenkleister. Spezielle Tapeten sind beispielsweise schwere Papiertapeten oder Seiden-, Relief-, oder Prägetapeten. Spezialtapetenkleister bestehen aus Zelluloseverbindungen, die durch Kunststoff-Pulverkleber in der Klebekraft verstärkt werden.

Spezialtiefbauer

auch: Spezialtiefbauerin

Spezialtiefbauer ist ein handwerklicher Lehrberuf mit einer dreijährigen Ausbildung. Spezialtiefbauer und Spezialtiefbauerinnen arbeiten sowohl im Neubau als auch in der Sanierung und Instandsetzung auf unterschiedlichen Baustellen, zum Beispiel bei Brücken, im Gewerbe- und Industriebau, bei Hochhäusern, bei unter- und überirdischen Verkehrswegen oder beim Bau von Deponien. Sie heben Baugruben aus und untersuchen den Baugrund auf seine Beschaffenheit und Tragfähigkeit. Das Herstellen von Pfählen und Ankersystemen zur Gebäudesicherung gehört ebenfalls zu ihren Aufgaben. Sie nehmen Bohrungen vor, damit zum Beispiel das Grundwasser abgesenkt werden kann oder Tragelemente wie Eisenträger und Betonpfähle eingebaut werden können. Sie bauen Bohrungen zu Brunnen aus und verlegen dazu auch Rohrleitungen.

Spiegelband

auch: Spiegelbänder

Spiegelband bzw. Montageband ist ein doppelseitiges Klebeband mit Schaumstoffträger und einer alterungsbeständigen Acrylatklebmasse. Es eignet sich zum Anbringen schwerer Gegenstände wie Spiegeln, Schildern und Dekorationsmaterialien.

Spiegelglas

siehe Floatglas

Spiegelschnitt

auch: Radialschnitt, Riftschnitt, Halbmesserschnitt, Spiegelschnitte

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Der Spiegelschnitt ist ein spezieller Schnitt bei der Herstellung von Furnieren bzw. von Brettern. Der Radial-, Rift- oder Spiegelschnitt geht längs durch die Mitte des Stammes. Die Jahresringe erscheinen als annähernd parallele Streifen. Die längs angeschnittenen Markstrahlen erscheinen als glänzende Spiegel. Hölzer mit stehenden Jahresringen arbeiten weniger als solche mit liegenden. Hölzer im Spiegel- oder Halbriftschnitt findet man im Möbelbau, aber auch in der Fenster- und Türproduktion, grundsätzlich aber in allen Einsatzgebieten, in denen sich das Holz nicht mehr bewegen darf, wenn es einmal fest verbaut wurde oder seine tragende oder aussteifende Funktion übernommen hat.

Spiegelschrank

auch: Spiegelschränke

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Unter einem Spiegelschrank wird meist ein Badmöbel verstanden, obwohl es auch Spiegelschränke für das Schlafzimmer gibt. Das Badmöbel besitzt eine Spiegelfront und einen Korpus aus Holz, Holzwerkstoffen, Alumumium oder Kunststoff. Es wird in der Regel im Badezimmer über den Waschtisch gehängt. Die Glasfront lässt sich entweder zur Seite schieben oder aufklappen. Dahinter verbergen sich Regale, in denen sich die üblichen Badutensilien wie Parfums, Haarsprays oder Rasierklingen aufbewahren lassen. Häufig ist in den Spiegelschrank die Beleuchtung bereits integriert oder es werden zum Schrank passende Lampen angeboten. Ebenfalls in den Schrank integriert sind häufig Steckdosen, in die der Fön oder der Rasierapparat gesteckt werden können.

Spiegelwand

auch: Spiegelwände

Bei einer Spiegelwand handelt es sich um einen großflächigen Spiegel, die sich über eine komplette Wand erstrecken kann. In Tanzstudios sind solche Spiegelwände eigentlich immer anzutreffen. Hier dienen sie dazu, dass die Tänzer ihre Tanzschritte einüben können. Im privaten Bereich sind auch sehr häufig Spiegelwände anzutreffen, wobei sie dort meist nur Teile der Wand bedecken. Durch die Verwendung großer Spiegelflächen lassen sich Räume optisch vergrößern. Zwei gegenüberliegende Spiegel können Räume sogar bis ins Unendliche größer erscheinen. Befestigt werden Spiegel entweder durch eine Rahmenkonstruktion, einer sichtbaren Befestigung mit Abdeckrosetten oder unsichtbar durch Magnete oder extra starke Klebebänder, sogenanntes Spiegelband. Ausgerichtet wird eine Spiegelwand nach dem günstigsten Lichteinfall. Eine Ausleuchtung sollte blendungsfrei erfolgen, das heißt, die Lichtquelle darf nicht direkt auf den Spiegel gerichtet werden. Durch einen Spiegel, der am Ende eines schmalen langen Flurs aufgestellt wird, lässt sich die Strenge des Raumes auflockern.

Spiel

"Spiel" ist ein im Bauwesen häufig benutzter Ausdruck, hat hier aber natürlich nichts mit Spielzeug zu tun. Spiel ist landläufig der Abstand von einem Bauteil oder Werkstück zum anderen. So kann z.B. ein an die Wand montierter Handlauf entweder zu wenig oder zu viel "Spiel" zwischen Handlauf und Wand aufweisen. Bei Bauteilen wie wasserführenden Rohren ist ein "Spiel" etwa zur Betonwand zwingend erforderlich, damit der Schall aus dem Wasserrohr nicht in das Bauteil übertragen wird, also eine Schallentkopplung stattfindet.

Spielgeräte

auch: Kinderspielgeräte

Als Spielgeräte werden Vorrichtungen wie Schaukeln, Wippen, Rutschen, Sandkästen, Spielhäuser oder Spieltürme bezeichnet, die Garten aufgebaut werden und zum Spielen für Kinder gedacht sind. Kinderspielgeräte werden aus den unterschiedlichsten Materialien wie Holz, Kunststoff oder Metall angeboten. Besonders edel, langlebig und robust sind Spielgeräte aus Holz. Im Holzhandel werden Kinderspielgeräte häufig als komplette Bausätze angeboten. Von den benötigten Schrauben, Muttern, Bolzen, Verbindungsbügeln und Bohrern bis hin zum Holz ist bei solchen Bausätzen alles dabei, was der Selbermacher zum Zusammenbau benötigt. Besonders geeignet für Kinderspielgeräte sind Holzarten mit einer natürlichen Resistenz gegen Fäulnis wie Lärche. Auch druckimprägnierte Nadelhölzer wie Kiefer werden verwendet. Spielgeräte im Garten benötigen einen geeigneten Standort und genügend Fläche. Für eine Schaukel wird mindestens 20 m², für einen Kletterturm mit Rutsche mindestens 35 m² Grundfläche benötigt. Damit die Kinder ständig im Blickfeld sind, sollten die Geräte nur in Sichtweite von Terrasse oder Haus aufgestellt werden. Es ist zudem auf einen ausreichenden Sicherheitsabstand von zwei Metern zu Wänden, Wegen oder Beeteinfassungen zu achten. Besonders bei einem Kletterturm muss auch an den Fallschutz gedacht werden. Je höher die Geräte, desto weicher sollte der Untergrund sein. Bei einer Höhe von über einem Meter muss der Untergrund aus Sand, feinem Kies, Borke, Holzschnitzeln oder Fallschutzplatten bestehen, da sonst Verletzungen möglich sind. Nägel sind bei Spielgeräten tabu, denn diese reißen bei Dauerbelastung und können zu einer schlimmen Gefahr werden. Es müssen daher Schrauben verwendet werden. Gerade bei Klettergeräten und Sandkästen ist wichtig, dass die Schraubenköpfe im Holz versenkt werden. Gewindeenden von Schrauben dürfen niemals vorstehen, sondern müssen mit einer Metallsäge durchtrennt werden. Scharfe Kanten werden mit einer Metallfeile geglättet. Zudem sollten alle Ecken und Kanten abgerundet werden, um eine Verletzungsgefahr auszuschließen. Ein Kletterturm muss im Boden verankert sein, damit er nicht umkippen kann. Dazu ist notfalls ein Betonfundament zu gießen, falls der Grundanker in einem weichen Boden keinen Halt findet.

Spindelmäher

auch: Walzenmäher

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Der Spindel- bzw. Walzenmäher ist der Rasenmäher mit dem exaktesten Rasenschnitt. Auf einer Spindel oder Walze sind mehrere Messer angeordnet, die die Grashalme an einem Gegenmesser wie mit einer Schere abschneiden. Es sollten mind. 6 Messer auf der Spindel sein. Die Arbeitsbreiten bewegen sich zwischen 30 und 55 cm. Spindelmäher sind in der Anschaffung und im Unterhalt (außer Handmäher) teuerer als Sichelmäher und nur für den Schnitt von Spiel- oder Zierrasenflächen einsetzbar. Mit einem Spindelmäher kann Rasen deutlich tiefer geschnitten werden als mit herkömmlichen Rasenmähern. Dabei ist allerdings zu beachten, das sehr hohes Grass nur schwer von einem Spindelrasenmäher erfasst werden kann. Dies liegt an dem nur geringen Durchmesser der Walze eines Spindelmähers.

Spinnwebschalung

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Eine Holzverschalung, bei der die Bretter oder Paneele wie das Netz einer Spinne verlegt werden. Diese Art der Brettbekleidung wird bevorzugt als Deckenbekleidung oder bei Garagentoren aus Holz ausgeführt.

Spiralbohrer

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Es gibt Spiralbohrer mit einer oder mit zwei Spannuten. Die Bohrer mit einer Spannut eignen sich nur für Weichholz. Spiralbohrer mit zwei Spannuten gibt es mit Dachspitze oder mit Zentrierspitze. Je nachdem in welchem Spitzenwinkel die Dachspitze geschliffen wurde, kann der Bohrer für Holz (etwa 130°) oder Metall (etwa 118°) verwendet werden. Spiralbohrer mit einer Zentrierspitze werden zum Bohren von Dübellöchern in Langholz, in Querholz und in Holzwerkstoffen eingesetzt.

Spiralbohrer-Mess-Schablone

auch: Spiralbohrer-Mess-Schablonen

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Wer kennt das Problem nicht: Man will ein Loch bohren, doch man weiß nicht, welcher Bohrer die notwendige Größe hat. Mit der Spiralbohrer-Mess-Schablone ist das alles überhaupt kein Problem. Damit lässt sich die Größe der Spiralbohrer blitzschnell bestimmen - ohne Schieblehre und Micrometer. Einfach den Bohrer in die Schablone stecken und ablesen.

Spiralbohrer-Schärfgerät

auch: Spiralbohrer-Schärfgeräte

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Mit einem Spiralbohrer-Schärfgerät lassen sich stumpfe Spiralbohrer wieder schärfen. Das Gerät ermöglicht genaues Nachschleifen von Spiralbohrern mit unterschiedlichen Durchmessern. Durch die spezielle Schleifkonstruktion schleift man automatisch immer den richtigen Winkel. Somit ist auch der Laie in der Lage, seine Bohrer immer wieder nachzuschärfen. Die Bohrer müssen nicht gleich weggeworfen werden, wenn sie stumpf geworden sind. Spiralbohrer-Schärfgeräte gibt es sowohl als Aufsätze für Bohrmaschinen oder als eigenständige Geräte.

Spiralendübel

Spiralendübel werden benötigt, wenn in Fassaden, die mit Hartschaum oder Mineralschaum bestückt worden sind, nachträglich Blumenkästen und dergleichen befestigt werden sollen. Putz und Armierungsschicht werden vor dem Setzen des Spiraldübels durchstochen, dann wird der Kunststoffdübel mit seinem breiten, schraubenartigen Gewinde in die Dämmschicht eingedreht.

Spiralförderanlage

auch: Spiralförderanlagen

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Wer mit Pellets heizt, braucht - ähnlich einem Öltank - einen Pelletspeicher oder einen Pelletlagerraum. Wie aber kommen die Pellets aus dem Speicher oder Lagerraum in den Heizkessel? Dafür sorgen Spiralförderanlagen, auch Spiralschnecken genannt. Die Spiralen rotieren in 90 mm-Rohren und fördern die Holzpellets horizontal, senkrecht und auch über Kurven in die Heizkessel.

Spiralnutfräser

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Ein Spiralnutfräser ist ein Fräser für eine Oberfräse. Ein Merkmal des Spiralnutfräsers ist der schnelle Vorschub. Verwendet wird der Fräser zum Nuten, Falzen, Langlochfräsen, Bohren und Kopierfräsen, zur Bearbeitung von Massivholz, insbesondere Weichholz (z.B. Fichte) und Kunststoffen.

Spiralseil

auch: Spiralseile

Ein Spiralseil ist ein Stahldrahtseil, das im Prinzip aus einer einzelnen Litze besteht. Das Spiralseil ist sehr steif und wird nur für Betätigungsseile und Verspannungen verwendet. Als Anschlagseil darf es dagegen nicht eingesetzt werden.

Spiritus

siehe Ethanol

Spitzbalken

siehe Hahnenbalken.

Spitzbogen

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Gotische Bauwerke wie Kirchen oder Schlösser haben Spitzbogenfenster und -türen bzw. -portale. Spitzbogen werden heute nur noch angelegt, wenn denkmalgeschützte Gebäude saniert werden müssen. Spitzbogen wurden ursprünglich unter Verwendung eines Lehrgerüstes gemauert. Bei Spitzbögen gibt es drei Varianten, nämlich den normalen Spitzbogen, den gedrückten Spitzbogen und den überhöhten Spitzbogen - siehe Zeichnungen von links nach rechts.

Spitzbohrer

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Der Spitzbohrer ist ein ähnliches Werkzeug wie die Reibahle. Der Spitzbohrer dient zum Anreißen und zum Vorstechen kleiner Löcher für Holzschrauben.

Spitzeisen

siehe Spitzmeißel.

Spitzen

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Als Spitzen bezeichnet man das Bearbeiten der Oberfläche von Beton oder Naturstein mit Fäustel und Spitzmeißel. Man unterscheidet zwischen grob-, mittel- und feingespitzt.

Spitzfederzwinge

auch: Spitzfederzwingen

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Die Spitzfederzwinge ist eine universelle Spannzwinge für punktgenaues Fixieren von Werkstücken. Mit ihren langen, spitzen Spannarmen eignet sie sich sehr gut zum Spannen in engen Zwischenräumen. Die große Spanntiefe erlaubt auch das Fixieren in randferneren Bereichen.

Spitzhacke

siehe Kreuzpickel.

Spitzmeißel

auch: Spitzeisen

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Meißel zum Ausstemmen von Öffnungen in der Wand. Eingesetzt wird der Spitzmeißel vor allem in harten Baustoffen wie beispielsweise in Beton. Dabei wird die gesamte Schlagenergie auf einen Punkt konzentriert und ermöglicht durch die anschließende Keilwirkung die größte Abtragsleistung. Den Namen hat der Spitzmeißel von der Bearbeitungsart Spitzen.

Spitzratschenzwinge

auch: Spitzratschenzwingen

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Spitzratschenzwingen eignen sich zum gefühlvollen, das Werkstück schonenden Spannen und zugleich auch zum kraftvollen Zusammenpressen mit bis zu doppelter Spannkraft herkömmlicher Federzwingen. Die langen, spitzen Spannarme sind ideal zum Spannen in engen Zwischenräumen. Durch die große Maultiefe ist zudem ein Spannen in randfernen Bereichen möglich.

Spitzsäule

Eine Spitzsäule ist ein Ständer im Dachstuhl, der firstmittig steht und bis unter die Verzapfung der Sparren reicht, also bis unter den First. Endet ein solcher Ständer unter der Hahnenbalkenlage, spricht man von einer Hochsäule; reicht er bis zum Erdgeschoß hinunter, spricht man von einem Firstständer. Spitzsäulen sind zum Beispiel in älteren Fachwerkhäusern zu finden.

Spitztonnengewölbe

siehe Gewölbe.

Spitzzirkel

siehe Anreißzirkel.

Spließ

auch: Spließe

Ein Spließ ist ein gespaltenes dünnes Holzplättchen aus Kiefern- oder Lärchenholz, das bei der Biberschwanzeinfachdeckung unter die aneinanderstoßenden Fugen der Dachziegel gelegt wird. Heutzutage werden ersatzweise auch Streifen aus Blech oder Kunststoff verwendet.

Splint

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Im Zusammenhang mit Holz ist mit Splint das Splintholz gemeint. Es gibt aber auch Splinte aus Edelstahl. Diese haarnadelähnlich gebogenen Metalldrähte mit einer Öse am einen Ende werden zum Beispiel zum Sichern von Schraubenmuttern oder allgemein zum Sichern verwendet. Splinte gibt es in den verschiedensten Größen.

Splintholz

auch: Splinthölzer

Splintholz ist das hellere Holz eines Baumstammes, welches das Kernholz einschließt. Splintholz bildet meist einen Mantel zwischen 30 und 50 mm um das Kernholz. Splintholz ist qualitativ geringwertiger als Kernholz. Siehe auch Baumstamm.

Splintholzbaum

auch: Splintholzbäume

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Ein Splintholzbaum besitzt kein Kernholz und kein Reifholz, sondern lediglich Splintholz, das durchgehend gleichmäßig hart ist. Splintholzbäume sind beispielsweise Berg- und Spitzahorn, Weißbuche, Aspe, Erle und Birke.

Splintholzkäfer

Splintholzkäfer zählen zu den holzzerstörenden Insekten und kommen mit einer sehr geringen Holzfeuchte aus. Bei einer sich in einem beheizten Raum einstellenden Ausgleichsfeuchte von etwa 11% nagen die Käfer munter weiter. Erst bei einer Holzfeuchte von unter 7% fällt dem Splintholzkäfer das Fressen schwerer. Hausbock und Nagekäfer haben bei solchen Bedingungen das Fressen längst eingestellt. Der Splintholzkäfer findet sich beispielsweise in Furnier, Möbeln, Parkett, Tischlerplatten, Türen und Souvenirs wieder. Der Braune Splintholz-Käfer ist nämlich häufig ein "Mitbringsel" von Importhölzern. Daneben gibt es aus der Familie der Splintholz-Käfer noch den einheimischen Parkettkäfer.

Splitgerät

auch: Splitgeräte

Splitgeräte sind ein Grundtyp von Klimaanlage bzw. eines Raumklimageräts. Splitgeräte (bis 12 kW) bestehen aus einem Raumteil mit Verdampfer und Umwälzventilator sowie einem Außenteil mit Kälteaggregat und Verflüssiger. Sie sind angenehm für das Ohr, da die Geräuschquelle außerhalb des Raumes befindet. Für den Innenraum gibt es verschiedene Varianten: Stand-, Wand-, Deckeneck- oder Kassettengeräte, wobei letztere bequem in abgehängte Decken eingebaut werden können. Bei Neubauten lassen sich die Ableitungen ("Schläuche") unsichtbar ins Mauerwerk einfügen, bei bestehenden Bauten muss man schon einige Überlegungen anstellen, wie diese möglichst unsichtbar untergebracht werden können, da sie in normale Leerrohre nicht hineinpassen.

Splitt

Splitt ist gebrochenes Gestein mit einer Korngröße von 2 mm bis 32 mm. Es wird beispielsweise als Betonzuschlag verwendet. Splitt ist aber auch ein wichtiges Material für den Unterbau von Wegen, Straßen und Plätzen und wird bevorzugt aus Basalt, Porphyr und Granit hergestellt.

Splittasphaltmastix

Splittasphaltmastix ist eine Möglichkeit einer Deckschicht aus Asphalt. Splittasphaltmastix wird hauptsächlich als Straßenbelag für hochbeanspruchte Straßen und Autobahnen sowie bei Maßnahmen der Straßenerhaltung verwendet. Das Mischgut besteht aus einem sehr splittreichen Mineralstoffgemisch mit Ausfallkörnung, Straßenbaubitumen und stabilisierenden Zusätzen im Bindemittel.

Splittbeton

Splittbeton ist ein Beton mit einem Zuschlag aus Splitt. Splittbeton hat wegen der kantigen und rauhen Oberfläche gegenüber einem Kiesbeton mit gleicher Druckfestigkeit eine höhere Biegezug- und Spaltzugfestigkeit. Auch die Grünstandfestigkeit ist besser. Beim Abbinden von Splittbeton entstehen Hohlräume, durch die das Wasser abfließen kann. Dadurch wird die Frostgefahr vermindert. Splittbeton wird im Straßen- und Wegebau sowie beim Setzen von Randsteinen etc. angewendet.

Splittersiedlung

siehe Bebauungszusammenhang

Splittfugenpflaster

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Splittfugenpflaster ist eine Möglichkeit der Flächenentsiegelung neben Rasengittersteinen, Porenpflastern, Holzpflastern, Schotterrasenn oder Rasenfugenpflastern. Das Splittfugenpflaster funktioniert so ähnlich wie das Rasenfugenpflaster. Es besteht aus Pflastersteinen mit schmalen Zwischenräumen. Die Fugen werden mit Splitt oder Kies verfüllt. Verwendung findet das Pflaster für Gehwege, Parkplätze, Stellflächen und stärker frequentierte Fahrwege. Die Versickerungsleistung beträgt etwa 50 Prozent.

Splittmörtel

Splitt oder Splittmörtel dient als Unterbau von Terrassenplatten und Blockstufen etwa bei Gartenwegen. Statt Sand wurde dem Zement Mörtel beigemischt. Splittmörtel ist generell wasserdurchlässig. Doch was heißt "generell"? Sofern nämlich unter den Platten Regenwasser liegen bleibt, weil über der Splittschicht keine wasserabführende Drainagematte verlegt wurde, können häßliche Ausblühungen in den Platten die Folge sein.

spread sert

Siehe Fräsdübel

Sprechplatte

auch: Sprechplatten

siehe Sprechsieb.

Sprechsieb

auch: Sprechplatte, Sprechsiebe

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Sprechsieb ist die Bezeichnung für jenen mit kleinen Löchern oder Schlitzen versehenen Teil einer mit Wechselsprechfunktion ausgestatteten Briefkastenanlage oder Klingelanlage, in den ein Besucher hineinsprechen muss. Hinter dem Sprechsieb verbergen sich ein kleiner Lautsprecher und ein kleines Mikrofon. Sprechsiebe gibt es aus Aluminium, Stahl, Edelstahl oder Kunststoff. Sprechsiebe werden mitunter auch als Sprechplatten bezeichnet.

Spreitlage

auch: Spreitlagen

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Spreitlage ist eine Art der Böschungsbefestigung. Hierbei werden Holzpflöcke in einem Abstand von etwa einem Meter in den Boden eingeschlagen. Länge und Durchmesser der Pfähle sind abhängig von der auftretenden Belastung. Zwischen die Pfähle legt man ein- bis zweijährige austriebsfähige Weidenruten dicht nebeneinander. Die einzelnen Lagen sollten sich etwa 30 cm überlappen. Fixiert werden die Weidenruten mittels eines verzinkten Spanndrahtes oder einer Kokosschnur. Die Spreitlage eignet sich vor allem für Hänge, die starker Erosion ausgesetzt sind. Das bedeutet, wenn der Boden der Gefahr ausgesetzt ist, beispielsweise durch Wind und Regen abgetragen zu werden. Darüber hinaus werden Spreitlagen zur Uferbefestigung und zur Befestigung von Überschwemmungsbereichen genutzt.

Spreizdübel

Diese Dübel spreizen sich beim Eindrehen einer Schraube in die Wand und sorgen somit für einen festen Halt. Spreizdübel galten lange Zeit als der Standarddübel, doch sie eignen sich nur für feste Baustoffe wie Beton, Kalksandstein oder Vollziegel.

Sprengring

auch: Sprengringe

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Der Sprengring ist ein Kleinteil, das der Sicherung von Wellen und Bohrungen dient und beispielsweise verhindert, dass sich die Rotorblätter eines Deckenventilators von der Welle lösen. Sprengringe werden aus Runddraht oder Federstahl gefertigt, sie können vierkantig oder rund geformt sein, wobei hier wiederum zwei Varianten auffallen. Einmal der mehr oder weniger hufeisenförmige Ring, dann der Ringe, dessen Ende überlappt. Spiralenförmig ausgebildete Sprengringe werdern auch von Bauhandwerkern, zum Beispiel Installateuren, eingesetzt, um Verschraubungen besonders haltbar auszuführen. Genau aus diesem Grund setzen auch Heimwerker den Sprengring anstatt der Unterlegscheibe ein.

Sprengringzange

auch: Sprengringzangen

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Die Sprengringzange wird zum Einsetzen und Lösen von Sprengringen benötigt. Der Sprengring ist ein Kleinteil, das der Sicherung von Wellen und Bohrungen dient und beispielsweise verhindert, dass sich die Rotorblätter eines Deckenventilators von der Welle lösen. Sprengringe werden in diesem maschinellen Bereich fast ausschließlich in spezielle Nute eingefügt.

Sprengverdichtung

Sprengwerk

Das Sprengwerk ist im Holzbau eine Konstruktion, bei der die vertikale Lasten über schräge Stützen auf die äußere Auflager abgeleitet werden. Auch beim Bau von Stahlbrücken oder Stahlbetonbrücken gibt es Sprengwerke. Hängt die Last unterhalb des Tragwerks, wird sie als Hängewerk bezeichnet, ruht die Last auf dem Tragwerk, ist es ein Sprengwerk.

Sprengwirkungshemmung

Im Bereich Personen- und Objektschutz können Bauteile (insbesondere Sicherheitsglas) hinsichtlich ihrer Sprengwirkungshemmung (D)klassifiziert werden. Ein Bauteil der Klasse D1 muss beim Zünden einer Sprengladung einen Druck von 0,5 bar, der Klasse D2 1,0 bar und der Klasse D3 2,0 bar aushalten. Sprengwirkungshemmende Bauteile bauen einen Großteil der Energie einer Detonationswelle ab und gewährleisten somit einen ausreichenden Schutz vor den Auswirkungen einer Detonation.

Sprieß

auch: Sprieße

Sprieß ist ein umgangssprachlicher Ausdruck für Schalungsstütze.

Springbrunnen

Früher durfte in keiner Parkanlage - sei es städtisch oder ein Schloss oder Herrenhaus - ein Springbrunnen fehlen. Heute findet man Springbrunnen häufig auch in kleinen Gärten. In kleinerer Form kann sich jeder Gartenbesitzer das Wasserspektakel in das eigene Gartenreich holen. Doch selbst, wer keinen Garten besitzt, kann sich einen Springbrunnen in Kleinstform in die eigenen vier Wände holen. Diese Zimmerspringbrunnen dienen zugleich als Luftbefeuchter, was speziell im Winter dem Raumklima sehr gut bekommt. Springbrunnen für den Garten gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen. So kann der Brunnen zum Beispiel aus Natursteinen geformt und mit wechselndem Lichtspiel versehen sein. Das Wasser kann bei einem Springbrunnen auf unterschiedliche Weise sprudeln - sei es als Fontäne, Kaskade, Wasserfall oder Spritzdüse. Neben diesen künstlichen Springbrunnen gibt es auch natürliche Springbrunnen. Bei ihnen schießt das Wasser auf natürliche Weise nach oben - man spricht in diesem Fall dann auch von einer Artesischen Quelle.

Sprinkleranlage

auch: Sprinkleranlagen

Sprinkleranlagen erkennen, melden und bekämpfen Brände. Bei Auslösen der Anlage tritt Wasser aus den Sprinklern aus, deren Verschlüsse durch die Auslösetemperatur freigeworden sind. Die Auslösetemperatur liegt in der Regel mindestens 30°C über der Umgebungstemperatur. Für eine Auslösetemperatur von etwa 8 bis 12 qm wird ein Sprinkler benötigt. Der guten Zugänglichkeit wegen werden die Rohrleitungen entweder frei oder zwischen Massivdecken und untergehängten Zwischendecken verlegt. Sprinkleranlagen findet man zum Beispiel in Tiefgaragen oder in öffentlichen Gebäuden oder größeren Gewerbe- und Industriegebieten.

Spritzbeton

Spritzbeton ist Beton, der in einem geschlossenen druckfesten Schlauch und / oder Rohrleitung zur Einbaustelle gefördert, dort aufgespritzt und dabei verdichtet wird. Man unterscheidet das Trockenspritzverfahren und das Naßspritzverfahren . Spritzbeton wird häufig für erste Sicherungsmaßnahmen im Tunnel- und Stollenbau eingesetzt.Hierfür ist ein sehr schnelles Erstarren und eine schnelle Festigkeitsentwicklung erforderlich. Dazu werden Erstarrungsbeschleuniger oder spezielle Schnellzemente eingesetzt. Die Auftragfläche muss sauber, fest und rauh sein; nur dann ist eine gute Haftung des aufgespritzten Betons an ihr zu erwarten.

Spritzbewurf

Der Spritzbewurf besteht in der Regel aus einem Gemisch aus Wasser, Sand, Zement und Haftemulsion. Er wird dünn und vollflächig mit der Kelle an die Wand geworfen, um durch eine Oberflächenvergrößerung eine bessere Putzhaftung zu erreichen. Vor allem bei glatten, schwach saugenden Oberflächen ist ein Spritzbewurf notwendig. Der Spritzbewurf muss gemäß der DIN-Norm 18550 Putz (aus mineralischen Bindemitteln) mindestens 12 Stunden vor Beginn des eigentlichen Putzauftrages auf den angenässten, von Staub, losen Teilen und sonstiger der Haftung schädlicher Substanzen befreiten Putzgrund aufgetragen werden. Allerdings ist die Trockenzeit des Spritzbewurfes von mindestens 12 Stunden in der Regel zu gering. Mit dem Auftragen des Putzes darf erst begonnen werden, wenn man die vorstehenden Körner nicht mehr mit dem Daumen wegdrücken kann.

Spritzmörtel

Spritzmörtel ist ein Zementmörtel mit Zuschlag bis höchstens 4 mm Korndurchmesser, der wie Spritzbeton hergestellt wird.

Spritzpistole

auch: Spritzpistolen

Spritzputz

auch: Spritzputze

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Durch Aufspritzen eines feinkörnigen, dünnflüssigen Mörtels entsteht eine ebenmäßige, körnige Struktur, die sich durch die Kornstärke des Zuschlags variieren lässt (Korngrößen: fein 1,5–grob 4,0 mm). Die feine Körnung und Dünnflüssigkeit sind optimale Voraussetzungen für Maschinengängigkeit. Heute werden sie meist mit Spritzputzgeräten durch zwei oder mehrlagiges Aufsprenkeln angebracht. Durch den Einsatz von Putzmaschinen ist Spritzputz ein sehr günstiger und weit verbreiteter Oberputz. Früher bezeichnete man diese Technik als Besenwurfputz.

Spritzschutz

Als Spritzschutz werden Streifen aus Kieselsteinen bezeichnet, die bewirken sollen, dass Regentropfen beim Aufprall auf den Boden weniger stark spritzen. Eine Befeuchtung und Verschmutzung der angrenzenden Mauer wird somit deutlich vermindert. Spritzschutzstreifen werden häufig rings um Neubauten gezogen, häufig ohne darüber nachzudenken, ob sie überhaupt nötig sind. Bei breiten Dachüberständen, wo das Regenwasser nicht bis in die Nähe der Hauswand gelangen kann, ist ein Spritzschutzstreifen überflüssig. Hier kann bis an die Hauswand gepflastert werden oder eine Pflanzung außerhalb des Dachüberstandes eingebracht werden, die Ausläufer treibt. Die Mutterpflanze steht in beregnetem Boden, während die mit ihren Ausläufern auch den Boden unter dem Dachüberstand begrünt.

Spritzwasser

auch: Spritzwasserbereiche

Als Spritzwasser wird der Teil des Niederschlags bezeichnet, der nach Auftreffen auf den Boden zurück an die Fassade, Außentreppe oder den Balkon spritzt. Der Spritzwasserbereich ist etwa 30 cm oberhalb des Bodens anzusetzen. Da die vom Spritzwasser hervorgerufenen Bereiche besonders durch Feuchtigkeit belastet sind, ist ihnen bei der Konstruktion besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Besonders bei Holzbauwerken ist darauf zu achten, dass das unterste Holzbauteil 30 cm über der Spritzwasserzone liegt.

Sprödigkeit

Unter Sprödigkeit versteht man die Eigenschaft eines Stoffes, bei Biege-, Schlag- oder Stoßbeanspruchungen sich nicht zu verformen, sondern gleich zu brechen. Zu den spröden Werkstoffen zählen Glas, Natursteine, künstliche Mauersteine und Beton. Das Gefüge ist meist körnig. Spröde Werkstoffe haben meist eine hohe Druckfestigkeit, unter Zugbeanspruchung reißen sie jedoch schnell.

Sprosse

auch: Sprossen

Sprossenband

auch: Sprossenbänder

Ein Sprossenband ist ein beidseitig klebendes, geschlossenzelliges PE-Schaumstoffband zur Verklebung von Fenstersprossen. Das Sprossenband eignet sich auch für Überlappungsklebungen im Metall- und Glasbau, im Dach-, Klima-, Maschinen- und Anlagenbau.

Sprossenleiter

auch: Sprossenstehleiter, Sprossenleitern

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Eine Sprossenleiter ist eine beidseitig begehbare Stehleiter aus Holz oder Leichtmetall, die gelegentlich auch Bockleiter genannt wird. Sie wird durch ein reißfeste Gurtband oder durch eine Kette gehalten, die mit den zweituntersten Sprossen verbunden ist. Allerdings gibt es auch Sprossenleitern, bei denen anstatt des Gurtbandes zwei verschraubbare Bügel für Standsicherheit sorgen. Sprossenstehleitern sind ideal für den Hand- und Heimwerker im Innenbereich. Kleinere Ausführungen werden landläufig als Malerleitern bezeichnet. Im Unterschied zur Plattformleiter fehlt bei der Sprossenstehleiter die obere, abschließende Plattform.

Sprossenpinsel

Der Sprossenpinsel ist ein schmaler Rundpinsel, dessen Borsten kegelförmig zugeschnitten sind. Dadurch lassen sich kleine Bauteile wie etwa die Sprossen in einem Sprossenfenster besonders gut lasieren, lackieren bzw. überstreichen.

Sprossenstehleiter

auch: Sprossenstehleitern

Sprossenverglasungen

siehe Sprossenfenster.

Sprühextraktion

Sprühextraktion ist ein Verfahren zur Reinigung gewebter Textil- und Kunststoffböden. Dabei wird mittels eines speziellen Reingungsgeräts Wasser, in das Reinigungsmittel eingegeben worden sind, unter Hochdruck in den Bodenbelag gespritzt. Der Schmutz wird gelöst und mit dem Wasser in einem Arbeitsgang abgesaugt.

Sprühkleber

Sprühkleber ist ein Klebstoff aus der Dose und garantiert durch gezieltes Aufsprühen ein sparsames, sicheres und schnelles Kleben auf Papier, Pappe, weichmacherfreie Kunststofffolien, Schaumstoffe, Polsterwatten und vieles mehr. Grundsätzlich sind zwei Arten von Sprühklebern zu unterscheiden: wieder ablösbare Sprühkleber und dauerhaft klebende Sprühkleber. Bei Verwendung wieder lösbarer Sprühkleber lassen sich miteinander verklebte Teile wieder ablösen und wieder verkleben. Teile können auch nach Tagen noch abgelöst werden. Diese Eigenschaft ist für so manche Montagearbeiten von großem Vorteil. Zum Beispiel bei aufziehen von Postern und Photos, fixieren von Passpartouts oder dem heften von Schablonen und Stoffen. Bei dauerhaft klebendem Sprühkleber bleiben die besprühten Materialien hingegen dauerhaft verbunden und können nicht wieder abgelöst werden. Diese Sprühkleber haben eine sehr hohe Klebekraft. Nach dem zusammenfügen der zu verklebenden Materialien können die Flächen noch kurzzeitig korrigiert werden, was aber nur bei kleinen Flächen Sinn macht.

Sprühseifenspender

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Ein Sprühseifenspender ist eine Variante eines Seifenspenders für Flüssigseife. Bei einem Sprühseifenspender wird die Flüssigseife allerdings nicht tropfen- oder klecksweise abgeben, sondern auf die Hand gesprüht. Der Vorteil soll darin bestehen, dass der Seifenverbrauch um 50 bis 60 % gesenkt wird.

Sprühtunnelverfahren

auch: Tunnelsprühverfahren

Das Sprühtunnelverfahren ist ein Verfahren des chemischen Holzschutzes. Beim Sprühtunnelverfahren wird das Holz in einem Sprühtunnel stationär mit einem Holzschutzmittel behandelt. Die verwendeten Mittel werden durch ringförmig angeordnete Sprühdosen auf das Holz aufgetragen. Dieses wird auf einer Art Laufband automatisch durch den Tunnel gefahren. Die nicht vom Holz aufgenommene Imprägnierflüssigkeit wird in einer Bodenwanne aufgefangen und Kreislauf erneut zugeführt. Im Vergleich zum normalen Sprühen sind daher geringere Verluste zu verzeichnen, wobei es durch den Sprühnebel trotzdem Verluste gibt. Verwendete Holzschutzmittel sind HF-Salze, SF-Salze, B-Salze, CFA-Salze, lösemittelhaltige Mittel oder ölartige Mittel.

Sprungblei

Sprungblei ist ein spezielles Reparaturblei, mit dem bei gebrochenem Glas die Scheiben dem Sprung folgend mit Bleiruten verbunden werden, wobei die Glasreste nicht wie beim Notblei gerade geschnitten werden.

Sprungrohr

auch: Sprungrohre

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Sprungrohre sind s-förmige Formstücke von Abwasser- oder Regenleitungen. Sie dienen dazu, die Leitung an den Baukörper anzupassen (z.B. Mauervorsprünge zu umgehen). Sprungrohre bestehen entweder, wie auf der Abbildung, aus einem Stück oder sie werden aus zwei 45°-Bögen zusammengesetzt. In diesem Fall ist ein noch optimalere Anpassung an den Baukörper möglich, da die Bögen auf das richtige Maß gekürzt werden können.

Spülbohren

Das Spülbohren ist ein Bohrverfahren für das Bohren im Erdreich. Im Gegensatz zum Trockenbohren ist mit der Durchspülung des Bohrlochs ein kontinuierlicher Materialtransport gewährleistet. Außerdem kühlt die Spülflüssigkeit das gestängegetriebene Werkzeug. Zusätzlich kann die Flüssigkeit auch zur Stützung des Bohrlochs bei Nichtverohrung dienen (siehe thixotrope Stützflüssigkeit. Zwei unterschiedliche Arten von Spülbohren sind das Rotary-Bohren und das Saugbohren.

Spülbrunnen

Der Spülbrunnen ist ein Brunnen, bei dem der Spülfilter unter großem Wasserdruck in den Boden eingespült wird. Ein Spülbrunnen eignet sich besonders bei festem Erdreich und ist hier dem Rammen oder Schlagen des Brunnens vorzuziehen. Zum Spülen des Brunnens wird eine sehr leistungsstarke Pumpe benötig, um den notwendigen Druck zu erzeugen. Nach dem Abtragen der Grasnarbe und des oberen Mutterbodens wird das Loch mit Wasser gefüllt; es muss ausreichend Wasser für den Spülvorgang zur Verfügung stehen. Das Spülrohr arbeitet sich beim Spülvorgang immer weiter in das Erdreich vor, bis die gewünschte Tiefe erreicht ist. Anschließend kann das Brunnenrohr samt Filter eingelassen werden. Zum Schutz gegen Verschlammung wird um das Brunnenrohr eine feine Kiesschüttung eingebracht. Die Standzeit - also die Haltbarkeit - eines solchen Brunnen ist allerdings geringer als bei einem Bohrbrunnen oder Rammbrunnen.

Spülkasten

auch: WC-Spülkasten, Spülkästen

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Spülkästen zählen zu den Ablaufarmaturen. Sie werden in der Regel zur WC-Spülung verwendet. Je nach Bauart befinden sich in einem Spülkasten sechs bis neun Liter Wasser. Man unterscheidet Unterputz- oder Aufputz-Modelle bzw. wandhängende Spülkästen. Eingeleitet wird die Spülung mit der Hand oder dem Fuß und automatisch. Spülkästen entleeren sich beim Spülen sehr schnell. Der hohe Volumenstrom erzeugt eine gute Schwemmwirkung zum Transport der Fäkalien in der Abwasserleitung. Um Wasser zu sparen, kann der Spülvorgang unterbrochen werden. Damit das WC-Becken ausreichend gereinigt wird, muss die Spülwassermenge jedoch mindestens 3 Liter betragen.

Spülkompressor

auch: Spülkompressoren

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Spülkompressoren arbeiten mit einem pulsierenden Druckluft-Wassergemisch und werden verwendet zum Spülen von Trinkwasserleitungen, verschlammten Fußbodenheizungssystemen, verschlammten solaren Warmwassererzeugern und zum Entkeimen von Trinkwasserinstallationen. Sie entfernen Rost, Rostschlamm und lose Verunreinigung wie Sand, Späne, Hanf- und Lötmittelrückstände, Fette und Emulsionen.

Spülluftsystem

auch: Spülluftsysteme

Kaminöfen sind oft mit einem Spülluftsystem ausgestattet, das ein Verrußen der Scheiben verhindern soll. Dazu wird Raumluft an einem Regler angesaugt, in einem Kanal am Brennraum vorbeigeführt und dabei auf ca. 300° erhitzt. Die heiße Brennluft hinterspühlt die Türscheibe und entzündet die aus dem Holz austretenden brennbaren Gasen. Muss der Kaminofen erst angeheizt werden, muss zusätzlich Sauerstoff über eine verschließbare Öffnung zugeführt werden, bis das Heizsystem die Betriebstemperatur erreicht hat. Die Ableitung der Abgase wird durch Umlenkbleche bewusst verzögert, wodurch ihnen Wärme entzogen wird. Durch die dadurch erzielte Nachverbrennung wird der Wirkungsgrad des Ofens gesteigert und der Schadstoffausstoß minimiert.

Spülstein

siehe Ausgussstein.

Spülwasser

Spülwasser ist ein Begriff aus der Sanitär- und Abwassertechnik für das Wasser, das für den Spülvorgang von WC-Schüsseln und Urinalen verwendet wird. Das mit Fäkalien, Urin und Zellulose (aus aufgeweichtem Toilettenpapier) angereicherte Spülwasser wird über die Kanalisation den Klärwerken zugeführt oder in einer häuslichen Kleinkläranlage gereinigt.

Spundbohlen

Spundbohlen sind permanente oder temporäre Stützwandelemente aus Stahl. Sie haben sich schon bereits seit Jahrzehnten im Ingenieur-Wasserbau oder Ingenieur-Tiefbau bewährt. Sie kommen als Uferbefestigung oder als Schutz gegen die Beanspruchung durch Strömung und Wellenschlag zum Einsatz. Spundbohlen eignen sich aber aufgrund ihrer technischen Merkmale und Eigenschaften auch für andere Anwendungen, z.B. zum innerstädtischen Grabenverbau und als Stützwände bzw. Ankerwände. Das Einbringen der Spundbohlen erfolgt über Einrammen, Einrütteln, Einpressen oder Einstellen.

Spunden

Als Spunden wird das Versehen eines Brettes mit Nut und Feder verstanden, siehe auch Rauhspund.

Spundverbindung

auch: Spundverbindungen

Spundwand

auch: Spundwände

Spundwände werden meist bei Grundwasserandrang oder in offenem Gewässer als wasserdichte Baugrubenumschließung eingesetzt. Voraussetzung für die Wasserdichtigkeit der Spundwand sind ein einwandfreier Sitz der Schlösser (eventuell mit zusätzlicher Dichtung) und guter Korrosionsschutz. Als bleibendes Bauwerk findet die Spundwand vor allem im Wasserbau (Kanalausbau, Schleusen, Kaimauern) Anwendung. Eine Spundwand besteht aus Spundbohlen, die schlagend oder vibrierend eingerammt oder hydraulisch eingepreßt werden. Die Standsicherheit der Spundwand in der offenen Baugrube wird entweder durch Aussteifungen (in offenen Gewässern) oder durch Rückverankerung im anstehenden Erdreich gewährleistet. Das Ziehen der Bohlen erfolgt entweder mit speziellen Ziehgeräten, mit umgekehrt wirkenden Rammbären oder hydraulisch mit dem Pfahlzieher.

Spuranpassungseffekt

auch: Koinzidenzeffekt

Spuranpassungseffekt oder Koinzidenzeffekt ist ein Begriff aus der Bauakustik. Treffen Schallwellen schräg auf ein Bauteil auf, so sind die auf das Bauteil übertragenen Schwingungen stärker als wenn die Schallwellen gerade auftreffen würden. Der Schalldurchgang wird so höher. Dieser Effekt ist besonders bei dünnen Platten wie Gipskartonplatten zu beobachten.

Spürgastechnik

Die Spürgastechnik dient zum Aufspüren feinster Leckstellen in wasserführenden Leitungen. Sie findet vor allem auch dort Einsatz, wo andere Prüfverfahren wie Temperatur-Differenz-Suchmethode oder Horchmethode nicht mehr zu vernünftigen Ergebnissen führen können. Durch die Spürgastechnik läßt sich die Leckstelle normalerweise sehr genau einkreisen. Das Verfahren ist äußerst einfach anzuwenden: Zunächst wird das zu prüfende Leitungssystem entleert. Anschließend wird das Rohrsystem mit einem Testgas (z.B. Wasserstoff-Stickstoff) gefüllt und mit leicht erhöhtem Überdruck verschlossen. Das Gas tritt an der Leckstelle aus und durchdringt Fußböden oder Wandflächen, die mit einem Testgasdetektor abgetastet werden. Ein Sensor meldet bereits Gasspuren im einstelligen ppm-Bereich (ppm-part per million). Der Wasserstoffanteil des verwendeten Testgases ist so gering, dass es nicht brennbar ist.

Stabbauweise

auch: Stabkirche, Stabbauweisen,, Stabbautechnik

Die Stabbauweise ist eine historische Holzbauweise, die insbesondere in Form der skandinavischen Stabkirchen Bekanntheit erlangt hat. Im Vergleich zur Blockbauweise, werden die einzelnen Hölzer bei der Stabbauweise sind waagerecht, sondern senkrecht angeordnet. Eine Variante der Stabbauweise ist, dass die senkrechten Balken oben und unten in jeweils einem waagerechten Balken enden, der mit einer Nut versehen ist. Eine andere Möglichkeit zur Befestigung der Hölzer war die Verankerung im Boden. Die so gezimmerten Wand- und Deckenscheiben sicherten eine gute Aussteifung, so dass keine Bänder oder Streben notwendig waren. Knapp 200 Jahre nach der Christianisierung des Nordens Europas gab es rund 1.000 Stabkirchen in Skandinavien, von denen heute gerade einmal 25 in ihrer usprünglichen Form an ihrer usprünglichen Stelle erhalten sind. Die Stabkirche von Heddal bzw. Stavkirke Heddal ist die Größte dieser Art in Norwegen, sie ist 24 Meter lang und 14 Meter breit.

Stäbchensperrholz

auch: Stäbchensperrhölzer

Der Aufbau des Stäbchensperrholzes ist wie beim Stabsperrholz, jedoch werden statt der Stäbe maximal 8 mm breite Stäbchen verarbeitet.

Stabdübel

Stabdübel sind zylindrische Verbindungsmittel aus Stahl ohne Gewinde, die zur nahezu unsichtbaren Verbindung von seitlich aneinanderliegenden Hölzern eingesetzt werden. Ihre Tragfähigkeit wird durch die Lochleibungsfestigkeit des Holzes und die Biegesteifigkeit des Stahlstiftes bestimmt. Die Wirkungsweise ist ähnlich der von Passbolzen oder Schrauben, jedoch werden an die Genauigkeit der Verbindung größere Anforderungen gestellt.

Stabilisierer

Ein Stabilisierer ist Betonzusatzmittel, das den Frischbeton homogener und gleitfähiger macht. Mit einem Stabilisierer lässt sich der Beton besser verarbeiten und leichter pumpen. Flächen von Sichtbeton werden glatter. Stabilisierer werden vor allem bei Leichtbeton eingesetzt, da durch den besseren inneren Zusammenhalt der Leichtzuschlag beim Glätten nicht aufschwimmt und sich ein weiterer Arbeitsgang erübrigt.

Stabkirche

auch: Stabkirchen

siehe Stabbauweise.

Stabprofil

auch: Stabprofile

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Stabprofil ist die Bezeichnung für ein Profilbrett, das durch Bearbeitung mit Hobel- und Fräsmaschine mit einer Art Rundstab ausgestattet wurde. Durch die zusätzliche Ausfräsung eines Stabes erhält das Profil einen ausgeprägt dekorativen Charakter.

Stabstahl

Stachelentlüftungswalze

auch: Stachelentlüftungswalzen

Stachelschuhe

auch: Stachelschuh

Stachelschuhe sind keine Schuhe an sich, sondern lediglich mit gehärteten Stahlnägeln versehene Sohlen, die mit Riemen am Schuh festgeschnallt werden. Die Stahlnägel ermöglichen das Begehen von Flächen mit frisch eingebrachten Spachtelmassen oder Estrich. So werden keine Abdrücke auf dem Boden hinterlassen und er bleibt schön glatt.

Stachelwalze

auch: Stachelwalzen

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Eine Stachelwalze ist eine Walze mit längerem Holzstiel, wobei die Walze selbst aus Kunststoff oder Metall gefertigt sein kann. In jedem Fall ist die Walze mit Stacheln bestückt, wie der Name schon sagt. Beim Drüberrollen auf alten Tapeten und entsprechender Druckausübung werden diese durch die Stacheln aufgeritzt, was ein Ablösen hartnäckig verklebter Tapeten erleichtert - insbesondere dann, wenn die Tapeten eingenässt worden sind. Die Stachelwalze wird auch unter dem Namen "Igelwalze" im Handel angeboten.

Städtebau

Der Städtebau ist ein Studienschwerpunkt an zahlreichen deutschen Fachhochschulen und technischen Universitäten. Unter Städtebau werden alle Maßnahmen verstanden, neue Stadtteile zu konzipieren und bestehende "verbaute" Stadtteile neu zu gestalten und zu sanieren. Das beinhaltet auch die Planung von Straßen, die Verkehrsanbindung, die Schaffung einer familiengerechten Infrastruktur durch Schulen, Sport- und Einkaufsstätten oder die Neuanlage oder Einbeziehung von Grünflächen. Bestimmte Architekturbüros planen auch ganze Städte, wie sie etwa in China aus dem Boden gestampft wurden. Beispiel einer damals am Reißbrett entstandenen Stadt ist Wolfsburg.

Stadtmöblierung

Stadtmöblierung ist ein Fachbegriff aus dem Städtebau. Unter Stadtmöbeln werden Tische und Bänke in öffentlichen Grünanlagen und auf öffentlichen Plätzen verstanden. Diese Stadtmöbel werden aus weitgehend Vandalismus-resistenten Materialien wie Beton oder Stahl hergestellt.

Stadtpflegebetriebe

siehe Bauhof.

Stagnationswasser

Als Stagnationswasser wird Trinkwasser bezeichnet, das längere Zeit (zum Beispiel über Nacht oder während eines Urlaubs) in den Rohren still steht ("stagniert"). Im Stagnationswasser können sich Keime anreichern und - vor allem in Neubauten - Bestandteile des Rohrmaterials darin lösen. Daher sollte man das Stagnationswasser nicht zum Verzehr verwenden und statt dessen so lange fließen lassen, bis es spürbar kühler wird. Dies ist ein Indiz, dass das Stagnationswasser abgelaufen ist und die Leitungen wieder mit frischem und keimarmen Wasser gefüllt sind.

Stahl

auch: Stähle

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Hat Eisen einen Kohlenstoffgehalt von unter zwei Prozent, spricht man von Stahl. Ausschlaggebend für die Qualität des Stahls ist jedoch nicht alleine der Anteil des Kohlenstoffes, sondern dieser muss als Eisenkarbid chemisch gebunden sein. Stahl kann durch Schmieden, Schweißen und Feilen, Sägen und Bohren usw. bearbeitet werden. Durch entsprechende Behandlung der Stahlschmelze und Oberfläche lassen sich Eigenschaften wie Härte, Festigkeit, Formbarkeit und Korrosionsbeständigkeit maßgeblich beeinflussen. Im Handel wird er in Form von Blechen, Stangenmaterial und Rohren angeboten. So stehen Halberzeugnisse mit den unterschiedlichsten Querschnitten zur Verfügung. Die Schwerindustrie stellt die unterschiedlichsten Stahlsorten her. Der Fachmann unterscheidet je nach Verwendungszweck zwischen: einfachem Baustahl, niedriglegiertem Stahl und hochlegiertem Stahl. Baustähle (z.B. mit der Abkürzung »ST 37«) sind beinahe für alle Arbeiten geeignet. Aufgrund der guten Eigenschaften bietet sich Stahl für viele Arbeiten im Heimwerkerbereich an. Stahl ist ebenso wie die anderen Metalle in Form von Blechen (1/10 bis 100 mm) in den verschiedensten Voll- oder Hohlprofilen erhältlich: runde, rechteckige, quadratische Querschnitte als Rohr, in L-, U-, T- oder Doppel-T-Form. Damit lassen sich hervorragend Regalgestelle zusammenschweißen oder Halterungen für Regalböden erstellen. Daneben gibt es eine Vielzahl von speziellen Profilquerschnitten, die sich beim Regalbau, z.B. als Führungsschienen, Halterungen für Holzfachböden oder Glasplatten, geschickt einsetzen lassen. Die meisten Profilhalbzeuge sind in einer Länge bis zu 6 m erhältlich. Außerdem finden Sie im Fachhandel Bleche mit verschiedenen Riffelungen, in Wellenform oder als Lochbleche, die interessante Gestaltungsmöglichkeiten bieten. Stahl kann auch industriell oder handwerklich beschichtet werden. Wir beschreiben an dieser Stelle lediglich kurz, wie man Stahl handwerklich beschichtet. Bei unbehandelten Stahluntergründen müssen zunächst mit der Stahlbürste, Schleifpapier oder durch Sandstrahlen alte Oxidschichten beseitigt werden, anschließend muss entfettet und der Schleifstaub beseitigt werden. Als Beschichtung wird zunächst eine Grundierung beispielsweise auf Epoxidbasis mit Korrisionsschutzpigmenten (z.B. Zink, Eisenglimmer) aufgetragen. Als Deckbeschichtung verwendet man einen auf die Grundbeschichtung abgestimmten, nicht wärmehärtenden Decklack. Im Bauwesen wird Stahl beispielsweise als Betonstabstahl und Betonstahlmatten für die Bewehrung von Stahlbeton oder als Formstahl im Stahlbau verwendet. Auf der Abbildung zu sehen ist die "Eiserne Brücke" in Weimar. Sie wurde von der Donges Stahbau GmbH errichtet.

Stahlarmierung

siehe ("Armierungsstahl%)

Stahlbandschneider

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Ein Stahlbandschneider ist ein spezielles 2-Hand-Werkzeug, das in verschiedenen Klingenbreiten für das Durchtrennen von Stahlbändern bis ca. 50 mm Breite angeboten wird. Es erlaubt ein kräfteschonendes Trennen der Umreifungen von Paletten oder Frachtgütern und ein Ablängen von Stahlbändern, wie sie im Ingenieurholzbau verarbeitet werden.

Stahlbau

Der Stahlbau ist ein Teil des Ingenieurbaus, bei dem für den Bau von Tragwerken in erster Linie Stahl zum Einsatz kommt. So werden zum Beispiel einzelne Stahlbauteile aus Stahlträger zu einem Tragskelett zusammengefügt. Das geschieht durch Schweißen, Schrauben oder Nieten. Auch einzelne tragende Bauteile werden aus Stahlprofilen hergestellt. Besonders Bauwerke mit großen Spannweiten, wie beispielsweise Hangars, Industriehallen, Brücken oder Tribünenüberdachungen werden aus Stahlverbindungen hergestellt.

Stahlbeton

auch: Eisenbeton, Monierbeton

Stahlbeton ist ein Verbundbaustoff, dessen Tragfähigkeit durch das Zusammenwirken von Stahl und Beton erreicht wird. Stahl kann hohe Zugkräfte aufnehmen, Beton weist hingegen eine hohe Druckfestigkeit auf. So werden beim Stahlbeton die Vorteile beider Werkstoffe miteinander vereint. Stahleinlagen, die als Bewehrung bezeichnet werden, können aus Betonstabstahl oder Betonstahlmatten bestehen. Der Baustoff "Stahlbeton" ist aus der modernen Architektur kaum noch wegzudenken. Stahlbeton ist für Konstruktionen notwendig, bei denen starke Zugkräfte auftreten. Im Eigenheimbau können das beispielsweise Decken mit großen Spannweiten, freitragenden Treppen und Balkone sein. Ältere Bezeichnungen für Stahlbeton sind Eisenbeton und Monierbeton.

Stahlbetonbau

Der Stahlbetonbau, als eine Form des Massivbaus, verwendet Beton als druckfestes Material sowie meist Bewehrungsstahl oder Spannstahl zur Aufname von Zugkräften. In Problembereichen werden auch Bewehrungsstäbe aus Edelstahl oder Bewehrungsstäbe aus glasfaserverstärktem Kunststoff eingesetzt.

Stahlbetonbauer

Stahlbetondecke

auch: Stahlbetondecken

siehe Betondecke.

Stahlbetonplatte

auch: Stahlbetonplatten

Im Gegensatz zur eher kleinformatigen Betonplatte haben Stahlbetonplatten eine Bewehrung aus Betonstahl und werden zum Beispiel als Betondecken im Wohn- und Gewerbebau eingesetzt. Balkon- und Terrassenplatten sind immer Stahlbetonplatten und werden als Balkonplatten direkt mit den Betondecken eines Gebäudes verbunden.

Stahlbetonrammpfahl

auch: Stahlbetonrammpfähle

Rammpfähle aus Stahlbeton haben eine innere und äußere Spiralbewehrung, um den Querzug infolge des Rammvorgangs aufnehmen zu können. Der Kopf des Pfahls wird durch eine Rammhaube, die Spitze durch einen Pfahlschuh geschützt. Vorteile des Stahlbetonrammpfahls sind: - Herstellung in jeder Länge und Stärke möglich - auch im Seewasser widerstandfähig- gute Bodenverdichtung beim Rammen- gute Verbindungsmöglichkeit mit Bauwerk Nachteile des Stahlbetonrammpfahls: - schwer und unhandlich - empfindlich gegen Biegung - Gefahr von Rissen bei unsachgemäßer Handhabung - schweres Rammgerät erforderlich - starke Bodenerschütterungen beim Rammen.

Stahlbewehrung

siehe Bewehrung.

Stahldrahtseil

auch: Stahlseil, Drahtseil, Stahldrahtseile

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Stahlseile oder Drahtseile, wie Stahldrahtseile auch heißen, findet man überall, wo Lasten gehoben, gehalten oder gezogen werden. Im Bauwesen können beispielsweise Kräne oder Aufzüge ohne Stahlseile überhaupt nicht auskommen. Als Laie nimmt man dies allerdings gar nicht richtig wahr. Seile fallen höchstens bei riesigen Bauteilen wie dem Dach des Olympiastadions in München auf. Woanders fallen Stahlseile dafür eher auf, obwohl sie filigraner sind. Das liegt daran, dass sie einem, wie das Architekturseil, im Alltag begegnen. Die unterschiedlichen Verwendungsmöglichkeiten lassen erahnen, dass Seil nicht gleich Seil ist. Von außen sind vielleicht nicht die großen Unterschiede zu erkennen, doch das Innenleben hat es in sich. Ein Stahlseil besteht aus einer Vielzahl von einzelnen Drähten. Die einzelnen Drähte werden zunächst zu Litzen verarbeitet. Anschließend werden in der Regel mehrere Litzen um einen Seilkern gedreht (verseilt). Man unterscheidet mehrere Arten von Stahlseilen: Anschlagseil, Kabelanschlagseil, Spiralseil. Weiterhin unterscheidet man die Schlagrichtung und drehungsfreies Seil oder nichtdrehungsfreies Seil. (Abbildung: Seilhersteller Diepa)

Stahleinlage

Stahleinlage steht umgangssprachlich für Bewehrung.

Stahlemail-Badewanne

Stahlemaille-Badewanne

auch: Stahlemaille-Badewannen

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Seit den 1960er-Jahren gibt es Badewannen aus Stahlemaille. In Deutschland werden sie nur noch von wenigen Anbietern wie Bette, Kaldewei (siehe Abbildung) oder Thale angeboten. Nichtsdestotrotz wollen viele noch nicht auf die liebgewonnene Wanne ihrer Jugend verzichten, obwohl sie etwas teurer als eine Acryl-Badewanne ist. Das liegt vielleicht auch daran, dass sie fast unverwüstlich ist und Kratzer keine Chance haben. Kaldewei gibt beispielsweise auf seine Badewannen eine Garantie von 30 Jahren. Zudem finden Bakterien kaum eine Möglichkeit, sich auf der glatten, glasharten Oberfläche anzusiedeln. Auch wenn Emaille beinahe unverwüstlich ist, kann dennoch durch Schlageinwirkung ein Stück abbrechen. Beschädigungen lassen sich mit Emaille aus der Tube jedoch ausbessern. Emaille fühlt sich bei angefüllter Wanne kalt an, gleicht sich aber mit der Zeit der Wassertemperatur an. Allerdings ist die Formbarkeit im Vergleich zu Acryl eingeschränkt und das Gewicht höher. Das kann bei der Sanierung von Altbauten aus statischen Gründen von Interesse sein.

Stahlfaserbeton

Stahlfaserbeton ist ein Beton, dem zur Verbesserung bestimmter Eigenschaften Stahlfasern zugegeben werden. Dadurch weist er im Vergleich zu Stahlbeton ein wesentlich verbessertes Rissverhalten bei Eigen- bzw. Zwangsspannungen auf. Der Baustoff eignet sich grundsätzlich für alle Bauteile mit erhöhten Anforderungen an die Gebrauchstauglichkeit. Besonders beliebt ist Stahlfaserbeton im Industrie- und Gewerbebau sowie im Bereich der "dichten Bauwerke". Weitere Anwendungsgebiete sind Betonstraßen, Tunnelbau und auch der Wohnungsbau, wo Stahlfaserbeton zunehmend bei Bodenplatten, Fundamenten und Kellerwänden eingesetzt wird.

Stahlfenster

Fenster aus Stahl werden im privaten Wohnbereich kaum verwendet. Dies liegt zum einen an der hohen Wärmeleitfähigkeit und zum anderen am Gewicht von Stahl. Wie bei Aluminiumprofilen gibt es auch wärmegedämmte Stahlprofile. Für Keller, Garagen und andere Nutzräume eignen sich Stahlfenster wegen ihrer robusten Konstruktion und Langlebigkeit jedoch sehr gut. Zum Schutz vor Korrosion wird die Oberfläche verzinkt oder pulverbeschichtet. Das Verzinken ist eine der häufigsten Oberflächenbehandlungen von Stahloberflächen. Nach Aufbringen eines Haftgrundanstriches kann die verzinkte Oberfläche mit Lacken farbig gestaltet werden.

Stahlfüllstabgeländer

auch: Stahl-Füllstabgeländer

Stahlhaken

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Der Stahlhaken oder Bilderhaken ist ein Vierkanthaken aus gehärtetem Stahl und wird vor allem in die Wand geschlagen, um gerahmte Bilder aufhängen zu können. Üblicherweise ist der Stahl gebläut, wobei die Standardbreite bei 2 x 2 mm liegt bei Längen zwischen 25 und 40 mm. Breitere únd längere Stahlhaken werden ebenfalls angeboten, ebenso zierlichere Haken, die glanzvermessingt sind (Fotos: Bierbach).

Stahlhobel

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Der Stahlhobel stammt ursprünglich aus den USA, hat sich aber auch in Europa eingebürgert, weil sich die Messerplatte über eine Einstellschraube sehr einfach und unverrückbar arretieren lässt. Die Sohle eines solchen Hobels besteht aus Gußstahl und ist plangeschliffen. Zur Bearbeitung frischer, harziger Hölzer gibt es den Stahlhobel auch mit gerippter Sohle.

Stahllitzenseil

auch: Stahllitzenseile

Ein Stahllitzenseil ist das allgemein übliche Stahldrahtseil. Es besteht aus einem Seilkern, der mit Litzen umwickelt wird. Es wird als Kran- und Windenseil oder als Anschlagseil verwende.

Stahlmantelbecken

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Das Stahlmantelbecken kommt beispielsweise als Schwimmbecken im Privatbereich zum Einsatz. Es gibt Stahlmantelbecken in rund-,ovalform oder in Form einer Acht. Die Beckentiefe beträgt zwischen 1,20 m und 1,50 m. Der Stahlmantel ist abhängig von der Beckentiefe bis zu 0,8 mm stark und mehrfach gegen Korrosion geschützt ausgeführt. Wasserdicht wird der Pool durch eine 0,6 mm oder 0,8 mm starke Innenhülle aus PVC. Stahlmantelbecken sind ideal für den Selbstaufbau geeignet. Stahlmantelbecken gibt es als Aufstellbecken und Einbaubecken. Becken ab einer bestimmten Wassertiefe müssen generell als Einbaubecken ausgeführt werden.

Stahlnadeln

auch: Stahlnadel

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Stahlnadeln sind relativ dünne Nägel aus gehärtetem und gebläutem Stahl mit messingplattiertem Kopf. Sie werden insbesondere zur Befestigung von sog. X-Wandhaken (Bilderhaken) benutzt, weshalb sie allgemein auch als Bilderhaken bezeichnet werden, obwohl die Hersteller von Nägeln (Foto Hersteller Bierbach) darunter wieder etwas (geringfügig) anderes verstehen. Übliches Maß solcher Stahlnadeln ist 1,2 x 26 mm.

Stahlprofil

auch: Stahlprofile

Siehe Formstahl.

Stahlpylone

auch: Stahlpylonen

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Pylone aus Ganzstahl, die im Stahlbau in sehr vielfältiger Weise eingesetzt werden. Stahlpylone in ihrer schlanken, hoch aufragenden Bauweise tragen Seilbrücken, Membrandächer und sie sind auch - siehe Messehalle 26 in Hannover (Foto: Bauen mit Stahl e.V.) - die tragenden und stützenden Elemente bei großen Hallenbauten und vergleichbaren Bauwerken. Stahlpylone können aus Rundstahl gefertigt sein, können aber auch rechteckige Formen haben. Als Einzelbauwerke tragen Stahlpylone beispielsweise auch Werbeanlagen oder die Flutlichtbeleuchtung in Stadien. Ferner können sie zu künstlerischen Zwecken eingesetzt werden.

Stahlradiator

auch: Stahlradiatoren

Stahlradiatoren lösten Gussradiatoren in den 1950er Jahren als bevorzugte Machart von Radiator ab. Stahlradiatoren sind im Aufbau ähnlich wie die Gussradiatoren, sie sind jedoch preiswerter und erheblich leichter zu verarbeiten. Wie alle Stahlheizkörper werden Stahlradiatoren aus einem dünnwandigen (Norm mind. 1.25mm) Stahlblech hergestellt. Durch das geringere Gewicht der Stahlradiatoren sind diese einfacher zu montieren, Nostalgikern fehlt jedoch die inviduelle Ausstrahlung der Gussradiatoren.

Stahlrammpfahl

auch: Stahlrammpfähle