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Alles zum Thema "Q"

Quadermauerwerk

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Das Quadermauerwerk ist eine Möglichkeit eines Mauerwerks aus natürlichen Steinen. Beim Quadermauerwerk müssen Lager- und Stoßfugen in ganzer Tiefe bearbeitet werden. Die Steine sind also allseitig bearbeitet. Läufer- und Binderschichten wechseln ab. Die einzelnen Schichthöhen können unterschiedlich sein, müssen aber jeweils über die ganze Mauerlänge gleich bleiben.

Quadratlochblech

auch: Quadratlochbleche

Ein Quadratlochblech ist eine Variante des Lochbleches mit quadratischen Ausstanzungen. Quadratlochbleche werden meistens als Dekorbleche eingesetzt, finden aber auch im Büromöbelbau Verwendung.

Quadratnoppenblech

auch: Quadratnoppenbleche

Ein Quadratnoppenblech ist eine Variante eines Noppenblechs. Die Noppen dieses Blechs besitzen eine quadratische Form.

Quadratpflaster

Quadratpflaster ist ein quadratisches Natursteinpflaster, dessen Größensortierungen nur noch für Altpflaster gelten.Hier einige Richtwerte: Größe Breite/Länge/Höhe 1 16/16/16 Die Bezeichnung Quadratpflaster wird häufig auch für Betonpflaster verwendet. Hier ist unabhängig von der Größe einfach ein quadratisches Pflaster gemeint.

Qualitätsstahl

auch: Qualitätsstähle

Der Begriff Qualitätsstahl wird seit Erscheinen der DIN EN 10020 neu definiert, und es wird nach unlegiertem und legiertem Qualitätsstahl unterschieden. Bis dahin war Qualitätsstahl regelmäßig unlegiert. Als unlegiert gelten die Stahlsorten, die nicht für ein gleichmäßiges Ansprechen auf eine Wärmebehandlung vorgesehen sind und an die keine besonderen Anforderungen an den Reinheitsgrad gestellt werden. Im Vergleich zu den Grundstählen können jedoch höhere bzw. zusätzliche Anforderungen an die Verformungsfähigkeit, Korngröße, Sprödbruch-Unempfindlichkeit gestellt werden.

Quarzbrücke

Eine Quarzbrücke ist eine Grundierung zur Herstellung einer putzfähigen Oberfläche auf allen tragfähigen Untergründen (z. B. Klinkermauerwerk, Keramikbeläge, alte Putzflächen, Holzspanplatten, Perimeterdämmung, Dispersions- und Ölfarbflächen, Bitumenanstriche sowie mit Rostschutzfarbe gestrichene Stahlträger). Außer als Haftbrücke dient die Quarzbrücke auch zum Egalisieren ungleicher Saugfähigkeit unterschiedliche Untergründe. Bei Verwendung im Außenbereich muss der Quarzbrücke ca. 20-Gew.% Zement zugegeben werden. Der Putzuntergrund muss fest und sauber und darf nicht gefroren oder feucht sein.

Quarzglas

auch: Quarzgläser

siehe Kieselglas.

Quarzgrund

auch: Quarzhaftgrund, Quarzhaftbrücke

Der Quarzgrund ist ein pigmentierter Grundbeschichtungsstoff, der zur Erhöhung der Griffigkeit feinen Quarzsand enthält. Er dient als Haftbrücke zwischen glatten und/oder nicht oder nur schwach saugenden Untergründen und der nachfolgenden Beschichtung, in den meisten Fällen einem Putz. Glatt geschalter Beton, Faserzementplatten, Holzwerkstoffplatten, Gips oder Klinker sind Beispiele für Untergründe, bei denen die Anwendung eines Quarzgrundes für eine bessere mechanische Verankerung der vorgesehenen Beschichtung sorgt.

Quarzhaftbrücke

siehe Quarzgrund.

Quarzhaftgrund

siehe Quarzgrund.

Quarzit

Quarzit ist ein weißes bis grünliches Gestein, das es auch in grauer und rötlicher Färbung gibt. Es wird zum Beispiel für Natursteinpflaster von höherer Druckfestigkeit verwendet. Weiße bis helle Quarzit-Pflastersteine werden gerne innerhalb eines dunkleren Pflasterverbandes zu Mustern verlegt oder als Abgrenzungssteine eingefügt.

Quarzmehl

Quarzmehl ist feingemahlener Quarz, das verschiedene Anwendungsbereiche hat. Quarzmehl wird in der Glasindustrie oder Kunststoffindustrie sowie für Verputze, Farben oder Lacke verwendet.

Quarzsand

Quarzsand ist ein natürlicher Baustoff (z.B. Betonzuschlag) bestimmter Körnung (bis 4 mm Größtkorn). Er besteht zum überwiegenden Teil aus reinem Quarz.

Quarzsteinboden

auch: Quarzsteinböden

Quast

auch: Quaste

Quast ist die umgangssprachliche Bezeichnung für die (%Malerbürste(%.

Quecksilber

Quecksilber ist ein chemisches Element im Periodensystem der Elemente mit dem Symbol Hg und der Ordnungszahl 80. Es ist das einzige Metall und neben Brom das einzige Element, das bei Normalbedingungen flüssig ist. Quecksilber findet Verwendung bei der Chloralkalielektrolyse, zur Füllung von Barometern und Thermometern sowie in der Metallurgie und zur Herstellung von Quecksilberverbindungen, Antifouling - Farben, Amalgamen. Quecksilber ist giftig. Bei der Aufnahme über den Verdauungstrakt ist Quecksilber vergleichsweise ungefährlich, eingeatmete Dämpfe wirken aber stark toxisch.

Quellband

auch: Quellbänder

Quellbänder dienen der Abdichtung von bautechnisch notwendigen Arbeitsfugen im Ortbetonbau, die ständig oder zeitweise von Grundwasser, drückendem Hangwasser oder Oberflächenwasser belastet werden. Das Material der Quellbänder besteht aus verschiedenen Füllstoffen und Zuschlägen und insbesondere aus hochmolekularem Spezialkautschuk sowie dem Hauptbestandteil Montmorillonit. Das Material der Quellbänder hat eine selbstinjizierende Wirkung und tritt dadurch in alle Risse und Hohlräume ein. Auch nach Jahrzehnten soll nach Herstellerberichten keine Materialermüdung stattfinden und das Quell- und Schwindvermögen erhalten bleiben.

Quelldruck

Als Quelldruck werden die Kräfte bezeichnet, die durch Quellen eine Baustoffs auf einen anderen Baustoff ausgeübt werden. Diese Kraft kann zum Beispiel bei einem 10 x 10 cm großen, eingespannten Holzklötzchen über 100 Tonnen betragen. Bei Holz ist daher besonders darauf zu achten, dass genügend Raum für das Quellen und Schwinden des Materials zur Verfügung steht. Parkettböden werden an den Wänden zum Beispiel immer mit einer Fuge von mindestens 1 cm verlegt. Auch beim Bauen in Massivholzweise muss immer genügend Spielraum eingeplant werden, sonst gibt es unvermeidbare Risse.

Quelldübel

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Quelldübel sind Holzdübel mit kreuzweise angebrachten Rillen, die durch Verdichten der Holzoberflächen erzeugt werden. Die eingepressten Rillen erlauben eine gleichmäßige Leimverteilung. Bei der Zugabe von Leim quellen die Holzfasern auf und es entsteht durch den eigenständig erzeugten Pressdruck eine optimale Verbindung. Der Quelldübel findet seinen Einsatz hauptsächlich bei der Verleimung von Vollholz, vor allem im Gestellbau, überall dort, wo ein sehr hoher Anspruch hinsichtlich Ausziehfestigkeit an die Verbindung beziehungsweise des Verbindungselement gestellt wird.

Quellen

Quellen ist die Eigenschaft eines Stoffes, unter Aufnahme von Flüssigkeiten, Dämpfen oder Gasen sein Volumen zu vergrößern. Wird z.B. ein Betonprobekörper unter Wasser gelagert, so nimmt sein Volumen geringfügig zu. Beim Austrocknen verringert es sich wieder. Auch Holz quillt bei Wasser- bzw. Feuchtigkeitsaufnahme. Nimmt der Feuchtigkeitsgehalt des Holzes wieder ab, schwindet es.

Quellmörtel

Quellschlauch

auch: Quellschläuche

Rohrdurchführungen in Mauerwerk stellen häufig eine Schwachstelle dar. Ist die Abdichtung mangelhaft ausgeführt, kann es zum Eindringen von Feuchtigkeit kommen. Quellschläuche sollen das verhindern. Dies geschieht folgendermaßen: Zunächst wird die Rohrleitung beispielsweise mit PU-Schaum fixiert. Anschließend wird der Quellschlauch in den verbleibenden Bereich des Mauerdurchbruchs eingebracht und durch eine weitere Schicht PU-Schaum abgekapselt. Gelangt nun Oberflächenwasser oder Grundwasser an den Quellschlauch, kommt es sofort zu einer sofortigen Aufquellung des Schlauchs und das Wasser kann nicht weiter ins Gebäudeinnere vordringen.

Quellschweißen

Quellschweißen ist eine Methode, um PVC-Dichtungsbahnen miteinander zu verschweißen. PVC-Dichtungsbahnen werden zum Beispiel beim Teichbau. beim Schwimmbadbau oder bei der Flachdacheindeckung verwendet. Beim Quellschweißen werden die trockenen und sauberen Verbindungsflächen mit Quellschweißmittel angelöst und unter Druck verbunden. Quellschweißen ist auf offenen Baustellen eine zuverlässige und einfache Verbindungsmethode. In geschlossenen Räumen ist die Verwendung von Quellschweißmitteln bedingt erlaubt. Das Quellschweißmittel wird mit mit einem Flachpinsel in die Überdeckung in Längsrichtung eingebracht. Die obere und untere Bahn müssen in einem Zug angelöst und leicht zusammengedrückt werden. Dabei lässt sich durch leichten Druck mit der Handkante gleichzeitig auch die Schweißbreite begrenzen. Damit die Naht nicht gleich wieder aufbricht, wird die frisch geschweißte Naht mit einem Polyethylen-Sandsack belastet. Zu viel Quellschweißmittel sollte nicht verwendet werden, damit es nicht hinter der Naht verlaufen beziehungsweise nicht ungewollt verteilen kann. Die Verschweißbreite soll nach allgemeinen Vorschriften bei mindestens 5 cm Nahtüberdeckung betragen. In der Praxis hat sich herausgestellt, dass bei bestimmten Detailausbildungen auch mit geringeren Schweißbreiten einwandfreie Dichtigkeit erreicht werden kann.

Quellung

auch: Quellungen

Vergrößerung der Abmessung des Holzes infolge Feuchtigkeitsaufnahme. Quellung und Schwindung können sich je nach erneuter Befeuchtung oder Trocknung wiederholen.

Quellverguss

Querbewehrung

Querbewehrung ist der Teil der Bewehrung, der senkrecht zur Hauptbewehrung bei Stahlbeton eingelegt wird. Die Querbewehrung dient hauptsächlich der Lastverteilung und der Vermeidung von Schwindrissen. Sie fällt um einiges geringer aus als die Hauptbewehrung. Die Querbewehrung besteht aus Stäben mit kleinerem Stabdurchmesser als die der Hauptbewehrung. Bei Betonstahl-Lagermatten sind die nach DIN 1045 zulässigen Stababstände und Querschnitte bereits bei der Herstellung der Matten berücksichtigt. Eine zusätzliche Bewehrung ist z.B. als Randbewehrung, als Zulagebewehrung (unter punktförmigen Lasten) und als untere Bewehrung in Kragplatten erforderlich.

Querdehnung

Jede Kraft bzw. Spannung an einem Werkstoff erzeugt neben den Dehnungen in Kraftrichtung auch Verformungen in Querrichtung. Diese nennt man Querdehnung. Zwischen Querdehnung und Längendehnung besteht ein Zusammenhang. Die Poissonzahl ν drückt diesen Zusammenhang aus.

Querhaus

auch: Querschiff

Das Querhaus oder Querschiff ist der hallenartige Querteil einer Kirche, der sich mit dem Langhaus kreuzt. Querhäuser sind meist vor dem Übergang zum Chor angelegt und bilden so im Grundriss eine Kreuzform. Seltener sind auch mehrere Querhäuser, die im Grundriss dann ein Kreuz mit zwei Querbalken ergeben. Die Stelle, an der Langhaus und Querschiffe zusammen treffen, wird als Vierung bezeichnet. Im äußeren Bild der Kirche ist diese Stelle häufig durch einen Dachreiter oder einen Vierungsturm markiert.

Querkraftdorn

auch: Querkraftdorne

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Der Querkraftdorn überträgt in einer Bauwerksfuge die angreifenden Querkräfte. Er ermöglicht Bewegungen innerhalb des Bauwerks, die aufgrund der Einwirkungen aus Schwinden, Kriechen und Temperatur entstehen.

Querkraftmittelpunkt

Querkrümmung

Die Querkrümmung wird bei Holz auch als schüsseln bezeichnet.

Querlochsenker

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Querlochsenker sind zum generellen Entgraten von Metallen konzipiert. Durch das Querloch und dem präzisionsgeschliffenen Kopf werden saubere Ergebnisse beim Entgraten und Anfasen erreicht. Die Spanabfuhr ist ausgezeichnet, weshalb sich die Querlochsenker hervorragend für weiche Legierungen wie z.B. Aluminium und Messing, aber auch alle Eisenmetalle eignen. Die Querlochsenker können durch einfaches Schleifen der Schneidfläche innerhalb des Querloches relativ einfach nachgeschärft werden.

Querneigung

Unter der Querneigung verteht man im Straßenbau die Neigung der Fahrbahnoberfläche rechtwinklig zur Straßenachse. Die Querneigung erfüllt drei Aufgaben. In der Geraden dient sie der Entwässerung der Fahrbahn. In der Kurve dient die Querneigung neben der Enwässerung auch der Aufnahme eines Teils der Fliehkraft sowie der Verdeutlichung der optischen Führung. Die Querneigung wird in der Regel in Prozent ("%") angegeben. Die Größe der Querneigung richtet sich nach der Projektierungs-geschwindigkeit der Straße, dem Kurvenradius sowie dem Öffnungswinkel der Kurve. Sie beträgt in der Regel zwischen 2,5% und 6%, in Ausnahmefällen (Rennstrecken oder Teststrecken) kann sie auch wesentlich höher sein.

Querriegelschloss

auch: Panzerriegelschloss, Doppelriegelschloss, Querriegelschloß, Querriegelschlösser

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Das Querriegelschloss wird auf der Innenseite einer Tür montiert. Es besteht aus einem fast über die ganze Türblattbreite verlaufenden Schlosskasten mit Schließzylinder und zwei rechts und links von der Tür verankerten Schließkästen. Über den Schließzylinder im Schlosskasten werden die beidseitig ausschließenden, massiven Riegel betätigt. Die Querverriegelung über die ganze Türblattbreite erschwert das Aufbrechen oder Aufhebeln der Tür wesentlich, da gleichzeitig die Öffnungs- und die Bänderseite der Tür geschützt wird. Querriegelschlösser werden auch als Panzerriegel- oder Doppelriegelschlösser bezeichnet.

Querrippenstahl

auch: Querrippenstähle

Querriss

auch: Querrisse

siehe Stauchbruch.

Querschiff

auch: Querschiffe

siehe Querhaus.

Querschnitt

auch: Querschnitte

Im Zusammenhang mit Furnieren ist der Querschnitt mit Hirnschnitt gleichzusetzen.

Querschnittgröße

auch: Querschnittgrößen

Als Querschnittgröße wird die Stärke und Breite eines Holzteiles bezeichnet.

Querstabstöße

Quetschfuge

auch: Quetschfugen

Unter einer Quetschfuge versteht man die Aufspaltung bzw. Aufwölbung von Gipskartonbeplankung im Innenausbau oder Putzfassaden in der Außenfassade. Quetschfugen entstehen durch Gebäudesetzungen und damit verbundene Aufwölbungen der finish-Schicht.

Quetschhülse

auch: Quetschhülsen

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Mit Quetschhülsen werden Seile aus Draht verbunden bzw. Drahtseile an ihren Enden zu Schlaufen geformt. Quetschhülsen werden für Kabel in den Stärken bis 6 mm angeboten. Zur Herstellung der Verbindung ist ein spezielles Quetschwerkzeug erforderlich. Quetschhülsen kommen insbesondere an Architekturseilen zum Einsatz, dürfen jedoch nicht an ummantelten Kabeln verwendet werden.

Quetschsand

auch: Quetschsande

siehe Brechsand.

Quetschwerkzeug

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Das Quetschwerkzeug ist ein Werkzeug zur Befestigung von Quetschhülsen auf Draht oder Kabeln, wobei das Werkzeug nicht bei ummantelten Kabeln eingesetzt werden darf.

Quitte

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Die Quitte ist eine in Mitteleuropa, Kleinasien und Indien heimische Baumart. Das Holz besitzt eine leich gelbliche bis rötlich schimmernde Farbe. Es ist sehr hart, elastisch, zäh und dicht. Quittenholz lässt sich gut drechseln. Außer für Drechslerarbeiten wird es noch für Pfeifenrohre, Griffe und Intarsien verwendet.

Quotennießbrauch

Quotennießbrauch ist ein Nießbrauch, der sich statt auf ein ganzes Anwesen oder an einen Teil davon Bruchteilsnießbrauch nur auf einen Teil der Grundstücksnutzungen bezieht. Kommt in der Praxis sehr selten vor.