Das große Baumarkt Lexikon

Alles zum Thema "P"

Packband

auch: Packbänder

Packer

Packholz

auch: Packhölzer

siehe Holzstakung.

Pad

auch: Pads

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Aus dem Amerikanischen kommende Sammelbezeichnung für ein schwammähnliches, handliches Gebilde, das aus verschiedenartigen Materialien bestehen kann, insbesondere aus Textilfasern. Die sog. Hand-Pads sind rechteckig und eignen sich, je nach Material, zum Auftragen von Parkettöl oder zum Reinigen eines Grills. Damit die Hände nicht mit Öl oder Wachs in Berührung kommen, können Hand-Pads auch an einem Pad-Halter befestigt werden. Runde Pads werden mittels Spezialzubehör für Bohrmaschinen vor allen Dingen zum Polieren von lackierten Flächen verwendet. Borsten- oder Schleifgitter-Pads dienen dem Reinigen, Scheuern und Entrosten.

Pad-Halter

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Mit einem Stiel oder einem Haltebügel versehenes Werkzeugteil, an dem ein Pad befestigt werden kann - beispielsweise mit einem Klettverschluss. Der Pad-Halter erleichtert das Auftragen von Holzöl und anderen Flüssigkeiten und schützt die Hände vor Verschmutzung.

PA-Folie

auch: PA-Folien

Pagodendach

auch: Pagodendächer

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Das Pagodendach ist generell ein Gefälledach, jedoch mit einer sehr geringen Dachneigung. Bei dieser asiatischen Dachbauweise, die man in China, Thailand oder Japan insbesondere bei Pagoden sehen kann, werden mehrere, meist achteckige Dächer übereinander gesetzt, wobei das nächstfolgende jeweils kleiner dimensioniert ist. Pagodendächer sind auch in Deutschland zu sehen und zwar als Elemente des Jugendstils. Gebäude mit Pagodendächern sieht man in verschiedenen deutschen Parkanlagen, z.B. dem Englischen Garten in München sowie in Freizeit- und Vergnügungsparks. Hersteller von Gartenhäusern haben auch solche mit Pagodendächern im Programm.

PAK

Paketklebeband

auch: Packband, Paketklebebänder

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Paketklebeband oder auch Packband ist das klassische Klebeband zum Verkleben von Päckchen, Paketen und anderen Warensendungen. Es gibt die Paketklebebänder vor allem in klar und braun, aber auch viele andere Möglichkeiten bis hin zu Werbeaufdrucken sind möglich. Klassischer Weise sind die Bänder aus Polypropylen (PP) oder Polyvinylchlorid (PVC). Neuere ökologisch verträglichere Varianten sind aus Papier. PP bzw. PVC Bänder sind aber vielseitiger einsetzbar. Für höhere Ansprüche an Festigkeit gibt es faserverstärkte Paketklebebänder. Diese sind wesentlich stärker belastbar aber auch deutlich teurer.

Palais

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Schlossähnliches Stadtwohnhaus von wohlhabenden Adeligen. So gehörte es in den vergangenen Jahr­­hun­­derten in den euro­­pä­ischen Monarchien zum guten Ton, neben dem Stammschloß auf dem Lande auch in Haupt­städ­ten wie Paris, London oder Wien ein Palais zu unterhalten.

Palettengabel

Die Palettengabel ist u.a. ein Anbaugerät für den Kompaktlader. Mit ihr lässt sich palettiertes Material in landwirtschaftlichen Betrieben, dem Baugewerbe und der Industrie einfach handhaben.

Palisade

auch: Palisaden

Palisaden sind fast so alt wie die Menschheit und bestanden ursprünglich nur aus Holz. Runde, unten angespitzte Holzstämme wurden in den Boden gerammt oder eingegraben und bildeten eine Schutzmauer vor wilden Tieren oder menschlichen Angreifern. Die alten Römer sicherten ihren Grenzwall, den sog. Limes, durch Palisaden. Die US-Soldaten bauten ihre Forts hinter Palisaden, wie aus den Wild-West-Filmen hinlänglich bekannt sein dürfte. Heute werden Palisaden aus Holz oder aus Beton speziell im Gartenbereich eingesetzt, siehe dazu Holzpalisaden und Betonpalisaden.

Palisadenzaun

auch: Palisadenzäune

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Der Palisadenzaun besteht aus senkrecht stehenden Lanzen, die einzelnen Palisaden sind vor zwei waagerechten Trägern befestigt. Der Querschnitt ist rund voll oder rohrförmig, glatt oder gewellt. Rohrförmige Palisaden sind oben mit Spitzen verschlossen.

Palisander

Palisander (ostindisch)

auch: Palisander, ostindisch

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Den ostindischen Palisander findet man in Indien, Sri Lanka und Indonesien. Der Splint des ostindischen Palisanders ist gelblich und 4 cm bis 6 cm breit, das Kernholz ist dunkelbraun bis violett, von dunklen Adern fast regelmäßig gestreift. Durch Lichteinwirkung entsteht später ein Verlust an Farbtiefe. Palisander läßt sich gut trocknen und hat nur wenig Neigung zum Reißen und Werfen, jedoch sollte einer Lufttrocknung der Vorzug gegeben werden. Auch ist das Holz hart und witterungsfest. Palisander ist ein hervorragendes Ausstattungsholz und Furnier für wertvolle Möbel und feinen Innenausbau.

Palisander (rio)

auch: Palisander, rio

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Der Rio Palisander wächst in Südamerika und zwar vom östliches Brasilien bis Argentinien. Der Splint ist weiß und breit. Das Kernholz ist gelb-, schokoladen- bis violettbraun und dunkelrot, von beinahe schwarzen Zonen unregelmäßig gestreift. Der Palisander ist mit allen Werkzeugen gut zu bearbeiten, leicht zu drechseln und zu polieren. Das Holz läßt sich außerdem gut Verleimen und Lackieren. Rio-Palisander ist ein hervorragendes Ausstattungsholz und Furnier für wertvolle Möbel und feinen Innenausbau, Vertäfelungen, Parkett, Drechselarbeiten.

Palisandro

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Der Palisandro ist ein Dolomit-Marmor aus Italien. Er besitzt einen hohen Glimmergehalt und ist ein feinkörniges, kristalllines Gestein mit bräunlicher Farbe. Oft bildet er wolkige, wellig-streifige Zeichungen mit kräftiger brauner Tönung. Farbschattierungen von hellbraun bis dunkelbraun oder blaugrau. Er eignet sich für elegante und moderne Designs vor allem im Innenbereich. Obwohl er wesentlich härter als Marmor oder Kalkstein ist, sollte er für stark frequentierte Bodenbeläge nicht verwendet werden, da er schnell verkratzt.

Palmenholz

auch: Kokospalme, Palmenhölzer

Die Kokospalme trägt nach etwa 60 Jahren keine Früchte mehr. Deshalb wurden bisher alte Plantagenbestände einfach niedergebrannt. Inzwischen hat man entdeckt, dass sich das Holz auch für die Möbelproduktion gut eignet. Es bleibt abzuwarten, wann Paneele und Parkett aus Palmenholz bei uns in den Handel kommen.

Palmette

Eine Palmette ist ein flächenförmiges, streng symmetrisches und aufrechtstehendes Pflanzenornament, das dem Blatt der Fächerpalme nachgebildet ist und seinen Ursprung im Mittelmeerraum hat (ägyptisches Lotosornament). Seit der Antike ein beliebtes Ornament in Architektur und Vasenmalerei.

Paneel

auch: Paneele

Begriff für Bauelemente, bei denen die Länge die Breite um ein Mehrfaches übertrifft. Paneele sind also in aller Regel "schmale" Bauelemente, die aus sehr unterschiedlichen Materialien bestehen können, obwohl der Laie unter einem Paneel fast immer ein Holzpaneel versteht. Im Baubereich kommen u.a. zum Einsatz sog. Dämmpaneele, Fassadenpaneele, Sandwichpaneele, Glaspaneele usw.

Paneelklammer

auch: Paneelklammern

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Paneelklammern sind Verbindungselemente aus Metall, die mit Hilfe von Tackerklammern oder Nägeln Profilholz so verbinden und befestigen, dass die Verbindungsstelle nicht sichtbar ist. Die Klammern halten die Paneele an der Traglattung. Sie werden in die Nut eingeschoben und mit Tackerklammern oder Nägeln an der Traglatte befestigt. Paneelklammer werden verwendet, wenn eine klassische Fuge gewünscht sein. Soll keine Fuge sichtbar sein, wird eine Fugenkralle verwendet.

Paneelplatte

auch: Paneelplatten

Paneelsäge

auch: Paneelsägen

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Mit einer Paneelsäge lassen sich Quer-, Neigungs-, Gehrungs- und Doppelgehrungsschnitte einfacher als mit einer Gehrungssäge herstellen. Der Gehrungswinkel lässt sich stufenlos einstellen. Die meisten Geräte besitzen zudem noch eine Staubabsaugung, so dass auch für Sauberkeit am Arbeitsplatz gesorgt ist.

Paneeltacker

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Mit einem Paneeltacker lassen sich Holzpaneele sehr viel schneller verlegen. Dies ist besonders bei großen Flächen wie der Fassade eine große Arbeitserleichterung. Mit einem Paneeltacker lassen sich Standardprofilholzkrallen, Nägel oder Schmalrückenklammern verarbeiten.

Paneelzange

auch: Paneelzangen

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Paneelzangen werden für die Ein-Mann-Montage bei Profil­brettern und Holz- sowie Massivholzpaneelen eingesetzt - nicht zuletzt bei der Über­kopf­mon­tage von Deckenpaneelen. Die Paneelzange sorgt dafür, dass das nächste Paneel oder das nächste Profilholz in der Nut-Feder-Verbindung der bereits angebrachten Verkleidung arretiert ist, während sich der Monteur um die Anbringung der Befestigungskrallen kümmert, um auch dieses Brett zu fiixieren.

Pan-Europäische Forst Zertifizierung

Gütesiegel für Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft in Europa und speziell in Deutschland. Die PEFC prüft allerdings keine Einzelbetriebe, sondern Waldregionen, deren Besitzer dutzende kleiner Forstbetriebe sein können.

Panikdruckstange

siehe Panikstange.

Panikfunktion

Türen können mit einer Panikfunktion ausgestattet sein, die es ermöglicht im Notfall die Tür schnell zu entriegeln. Mehr erfahren Sie unter dem Stichwort Panikstange.

Panikschloss

auch: Panikschlösser

Schloss mit einer Antipanikfunktion.

Panikstange

auch: Betätigungsstange, Griffstange, Panikstangen

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Eine Panikstange ist eine Vorrichtung an Notausgängen, die im Notfall eine Panik verhindern soll. Anti-Panikstange ist daher die geeignetere Bezeichnung. Eine Panikstange ist quer über dem gesamten Türflügel angeordnet und beim Gegendrücken lässt sich das Türschloss öffnen. Solche Panikstangenverschlüsse sind nicht nur in den USA und in Großbritannien üblich bzw. ein Muss. Nach EN 1125 müssen alle Notausgangstüren im öffentlichen Bereich mit Panikstange oder Pushbar versehen werden. Diese Bestimmung wird aber von den Planern und Architekten gerne sträflicherweise missachtet, weil die Panikstange das gestalterische Element Tür zerstört. Der Vorteil dieser Stangen liegt eindeutig darin, dass die gesamte Türbreite als Druckfläche benutzt werden kann und somit auch für Behinderte, ältere Menschen oder Kinder ein leichtes Öffnen des Türflügels möglich ist.

Panikverschluss

auch: Panikverschlüsse

Schloss mit einer Antipanikfunktion.

Panoramaaufzug

auch: Panoramaaufzüge

Panoramaaufzüge und Glasaufzüge bestehen aus Glas und fahren in Schächten aus Glas. Durch ihre Transparenz ist auch der Einbau in denkmalgeschütztem Ambiente möglich. Panorama- und Glasaufzüge stellen eine Verbindung zwischen Technik und Architektur dar. Panoramaaufzüge sind Personenaufzüge mit teil- oder ganzverglasten Fahrkörben. Sie gelten als ein repräsentatives, gestalterisches Gebäudeelement. Funktionalität und Design werden hier verbunden. Allerdings sind bei Panorama- und Glasaufzügen neben den hohen Investitionskosten die laufenden Reinigungskosten zu beachten, die unter Umständen einen erheblichen Kostenfaktor darstellen

Panoramagaube

auch: Panoramagauben

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Eine Panoramagaube hat die gleiche Form wie eine Trapezgaube. Den Unterschied macht die Fensterfront. Bei der Trapezgaube sind die Fenster in einer Ebene, bei der Panoramagaube sind die Fenster gewinkelt angeordnet. Dadurch ergeben sich Vorteile beim Lichteinfall und man hat einen besseren Ausblick.

Panzerglas

Panzerriegelschloss

auch: Panzerriegelschlösser

Papageienschnabel

Papageienschnabelzange

Bezeichnung für eine speziell von Fliesenlegern eingesetzte Knabberzange

Papierfugendeckstreifen

Papierrollenhalter

siehe Rollenhalter

Papiertapete

auch: Papiertapeten

Papiertapeten sind die am häufigsten hergestellte Tapetenart, wobei die Rauhfaser-Tapete hier an erster Stelle zu nennen ist. Darüber hinaus gibt es noch eine große Auswahl an Effekt- und Strukturtapeten, die ebenfalls aus Papier hergestellt werden. Eine Papiertapete kann aus einer oder zwei Papierbahnen bestehen. Besteht die Tapetenbahn aus zwei Schichten, ist das vordere Papier in der Regel ein neues, während das hintere Papier aus Recyclingmaterial besteht. Die Qualität einer Papiertapete wird über das Gewicht bestimmt, je schwerer eine Tapete ist, desto eine bessere Qualität hat sie. Man unterscheidete leichte (zwischen 90 und 120 Gramm pro Quadratmeter Rohpapier), mittelschwere (zwischen 120 und 150 Gramm pro Quadratmeter Rohpapier)und schwere (über 150 Gramm pro Quadratmeter Rohpapier) Papiertapeten. Bedruckt werden Papiertapeten in Flexodruck, Tiefdruck oder mit Leimdruck bedruckt. Darüber hinaus gibt es noch Fondtapeten, bei denen das Papier zunächst einen durchgehenden Farbauftrag erhält, danach wird dann das Muster aufgedruckt. Das verbessert die Qualität und die Lichtbeständigkeit. Papiertapeten können glatt oder leicht geprägt sein, bei doppelschichtigem Papier bleibt die Prägung wesentlich besser erhalten.

Pappdocke

auch: Pappdocken

Pappdocken wurden früher vor dem Aufkommen von Unterspannbahnen im Dachdeckerhandwerk verwendet. Die Streifen aus Dachpappe wurden in die seitlichen Fugen zwischen den Pfannen von Hohlpfannendächern eingelegt und sollten verhindern, dass Schnee oder Flugasche eindringt. Im Nebeneffekt bewirkten Pappdocken ein gewisses Verkleben der gesamten Dachdeckung. Sie waren somit eine zusätzliche Windsogsicherung. Pappdocken waren hauptsächlich im norddeutschen Raum verbreitet.

Pappel

auch: Pappeln

Die Pappel ist ein schnellwachsender Laubbaum, dessen Holz weich und generell fäulnisgefährdet ist. Dennoch sind die Bretter aus Pappelholz zäh und relativ rissfest, weshalb Pappelholz als sog. Wirtschaftsholz für den Bau von Kisten, vor allem aber für die Herstellung von Streichhölzern eingesetzt wird. Als Bauholz kann das weiße, aber auch rötlich bis braune Pappelholz nicht verwendet werden - mit einer Ausnahme: Aus maschinell hergestellten Pappelspänen wird durch Verleimung und Pressung ein sehr widerstandsfähiges Bauholz hergestellt.

Pappnagel

auch: Pappnägel

Pappwabenplatte

auch: Pappwabenplatten

Pappwabenplatten werden für den Bau von Einmalmöbeln, für Theaterkulissen, für künstlerische Zwecke und als Paletten verwendet. Sie bestehen aus zwei Deckschichten aus Pappe, wobei die Innenlage aus wabenförmig angeordnetem Kartonstreifen besteht. Die Deckschichten können eine unterschiedliche Stärke haben, die sich nach dem Papiergewicht bemisst. Üblich sind Decklagen aus Karton 200 g/qm, was etwa der Stärke einer Postkarte entspricht, oder aus Karton 430 g/qm. Pappwabenplatten haben eine erstaunliche Stabilität und Druckfestigkeit. Sie können gesägt, geschnitten, geknickt, geprägt und beklebt werden. Ferner können auf diese Platten Laminate und Folien aufkaschiert werden. Preiswerte Innentüren verfügen ebenfalls über eine Mittellage ("Kern") aus Wabenpappe.

Paradiso Bash

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Ein rötlich-purpurner Naturstein mit einer deutlichen, dunkelbraunen bis schwarzen Textur. Dieser Naturstein wird den Graniten zugordnet bzw. zumindest als Granitvariante im Handel angeboten, ist jedoch ein sog. Migmatit, der durch einen Umwandlungsprozess aus Granit einstanden ist. Das Gestein ist technisch hochwertig und auch für stark frequentierte Bereiche hervorragend geeignet. Die Oberfläche ist poliert, geschliffen oder geflammt. Die polierte Oberfläche ist am wenigsten empfindlich gegen Verschmutzung. Rutschfester wird das Material bei einer geschliffenen Oberfläche. Sehr rauh ist die geflammte Oberfläche. Solche Steine werden vor allem im Außenbereich eingesetzt. Anwendungsbeispiele sind Treppen, Terrassen, Arbeitsplatten, Bodenbeläge, Fensterbänke oder Fassadenplatten.

Paradiso Classico

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Ein indischer Naturstein mit einer rötlich-purpurnen Bänderung. Dieser Naturstein wird den Graniten zugordnet bzw. zumindest als Granitvariante im Handel angeboten, ist jedoch ein sog. Migmatit, der durch einen Umwandlungsprozess aus Granit einstanden ist. Das Gestein ist technisch hochwertig und auch für stark frequentierte Bereiche hervorragend geeignet. Er ist mit einer polierten, geschliffenen oder geflammten Oberfläche erhältlich. Die polierte Oberfläche ist am wenigsten empfindlich gegen Verschmutzung. Rutschfester wird das Material bei einer geschliffenen Oberfläche. Sehr rauh ist die geflammte Oberfläche. Solche Steine werden vor allem im Außenbereich eingesetzt. Verarbeitet wird Paradiso Classico zum Beispiel zu Fliesen, Bodenplatten, Sockel, Treppen, Fensterbänken oder Küchenarbeitsplatten.

Paraffin

Paraffin ist eine wachsartige bzw. flüssige bzw. feste, farblose Mischung gesättigter, wasserunlöslicher Kohlenwasserstoffe, welche insbesondere zur Herstellung von Bohnerwachs, Kerzen, Grillanzünder, Lackpoliturzusatz und vieles mehr verwendet wird. Paraffin wird überwiegend aus Rückständen bei der Erdölraffination hergestellt. Als Zwischenprodukt entsteht Paraffin-Gatsch, der noch 2 bis 30% Ölanteile enthält. Aus dem Gatsch wird durch Entölung das Rohparaffin gewonnen. Das Rohparaffin wird anschließend noch raffiniert (s.u.). Daneben wird es auch aus Braunkohle, aus bituminösen Schiefern und Torfkohlen hergestellt. In letzter Zeit werden auch synthetische Paraffine immer wichtiger. Diese bestehen im Unterschied zu den mineralölstämmigen Produkten überwiegend aus unverzweigten n-Alkanen. Bei der Gewinnung von Paraffinen fallen außerdem als Nebenprodukt Paraffinöle an, die weiter zu Weißölen raffiniert werden können, welche als hochwertige Schmiermittel dienen.

Paragneis

Aus ehemaligen Ton- und Sandgesteinen, bei denen sich infolge stärkerer Metarmophose Feldspäte, Glimmer und Quarz bildeten, entstand der Paragneis. In Härte und Beständigkeit sind Paragneise zwar durchaus mit Granit vergleichbar, doch die Schieferstruktur (durch den Glimmeranteil) ist meist deutlich zu erkennen. Das Gestein gibt es in allen Grauschattierungen, vom dunkeln Anthrazit bis zu einer Schwarz-Weiß-Grafik. Verwendet wird Paragneis beispielsweise für Bodenplatten, Mauersteine, Trockenmauern, Treppen oder Bänke.

Parallam

Parallelabzweig

auch: Parallelabzweige

siehe Abzweig.

Paralleldach

auch: Muldendach, Paralleldächer

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Das Parallel- bzw. Muldendach ist ein Satteldach mit zwei oder mehr Giebeln. Ein Paralleldach entsteht beispielsweise bei Reihenhäusern. Das Problem beim Paralleldach ist die Entwässerung, die zwischen den einzelnen Häusern bzw. in den Tiefpunkten erfolgen muss. Ist das Dach nicht absolut dicht, droht schnell ein Wassereinbruch. Das gleiche Problem tritt auch beim Grabendach auf.

Parallelschlag

Parallelschlag bezeichnet eine Machart von Litzen für Stahldrahtseile. Im Gegensatz zum Normalschlag verlaufen die verschiedenen Lagen von Drähten parallel. Bei der Machart im Parallelschlag wird unterschieden zwischen: Seale-Machart, Warrington-Machart, Warrington-Seale-Machart und Filler-Machart.

Parallel Strand Lumber

Parallelverband

auch: Parallelverlegung

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Der Parallelverband ist ein Verlegemuster bei Parkett. Er ist ähnlich einfach zu verlegen wie das Würfelmuster. Dadurch, dass die Stäbe alle in einer Richtung liegen, ist er optisch ruhiger. Parkett im Parallelverband wird vor allem Puristen und Anhänger eines sachlichen, schnörkellosen Stils erfreuen. Das Verlegemuster ist aus dem modernen und jungen Wohnen kaum mehr wegzudenken. Wechselt sich eine Reihe von parallel nebeneinander liegenden Stäben mit einer quer dazu liegenden Einzelreihe ab, wird von einem Leitermuster gesprochen.

Parallelverlegung

Paranakiefer

siehe Brasilkiefer.

Paravant

auch: Paravants

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Der Paravant ist eine flexible Stellwand, die aus mindestens zwei durch Scharniere miteinander verbundene Flügel besteht. Paravants haben im japanischen und chinesischen Raum eine Jahrtausende alte Tradition; dort wurden die Flügel entweder mit transluzentem Reispapier ausgekleidet oder mit reich verzierten Holzfüllungen ausgestattet. Füllungen aus bestickter Seide waren und sind dort ebenfalls in Gebrauch. Der Paravant verbreitete sich über Ostasien nach Frankreich aus, wo er fast in jedem Bodoir anzutreffen war, und von dort auch nach Deutschland. Seine Aufgabe bestand hier hauptsächlich darin, der Dame des Hauses im großbürgerlichen Schlafgemach eine blickfreie Zone für das An- und Auskleiden zu ermöglichen. Heutzutage werden Paravants genutzt, um große Zimmer flexibel zu unterteilen.

Paravent

auch: Paravents

Pariser Fenster

Pariser Rot

siehe Bleimennige.

Park

auch: Parks

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Ein Park als durchgrünte Fläche dient der Naherholung der Bevölkerung und zeichnet sich durch einen oft alten Baumbestand, durch Rasenflächen, Blumenbeete, blühende Sträucher, Statuen und Gehwege aus. Parks dürfen nur in Ausnahmefällen und unter strengen Auflagen bebaut werden, etwa um ein Restaurant zu errichten. Häuser und Grundstücke in der Nähe eines Parks sind naturgemäß besonders begehrt und dementsprechend teuer. Zu fast jedem Schloss gehört ein Park. War früher etwa das Betreten der Wiesen "streng untersagt", sehen es die Kommunen heute lockerer und dulden es, wenn aus dem Parkrasen eine Liegewiese wird.

Parkett

Seit Jahrhunderten bewährter Holzbodenbelag, der - wie man in zahlreichen Schlössern sehen kann - auch Jahrhunderte überdauert. Parkett bestand ursprünglich nur aus massivem Holz. Massivparkett wird auch heute noch hergestellt. Parkett wird in Einschicht- und Mehrschichtparkett unterschieden. Informieren Sie sich bitte weiter unter den Stichworten Stabparkett, Mosaikparkett, Hochkantlamellenparkett, Mehrschichtparkett, Tafelparkett und Intarsienparkett.

Parkettkäfer

Parkettkäfer werden 2,5 bis 5 mm lang. Die Flügeldecken sind mit Punktstreifen besetzt und er befällt bevorzugt Eiche und zwar speziell, wie der Name bereits sagt, Parkett. Neben Eiche werden eine ganze Reihe weiterer Laubholzarten, zum Teil auch tropische Hölzer befallen. Die Eier werden vom Weibchen meist in die Gefäßporen an den Stirnseiten des Holzes oder auch in Fluglöcher gelegt. Das Bohrmehl ist sehr fein und fest in den Gängen verstopft. Die Fluglöcher sind kreisrund mit einem Durchmesser von einem Millimeter. Weitaus größeren Schaden als der Parkettkäfer richtet allerdings der Splintholzkäfer an.

Parkettkleber

auch: Parkett-Kleber

Um Parkett mit dem Estrich unlösbar zu verbinden, wird Parkettkleber verwendet. Je nach Art des Parketts werden spezielle Kleber eingesetzt, dies können Dispersionsklebstoffe, Kunstharzkleber, Reaktionsharzklebstoffe oder Hybridklebstoffe sein. Lösemittelhaltige Kleber wie der Kunstharzkleber haben eine sehr gute Klebeeigenschaft auf fast allen Untergründen, bergen aber gesundheitliche Risiken in sich.

Parkettlack

siehe Fußbodenlack

Parkettleger

Handwerklicher Lehrberuf, der nach drei Jahren mit einer Gesellenprüfung abschließt. Der Parkettleger muss nicht nur Parkett und Parkettmuster legen, sondern auch altes oder reparaturbedürftiges Parkett aufarbeiten und pflegen können. Parkettleger legen in Innenräumen Holzböden aus vorgefertigten Holzteilen in verschiedenen Mustern (Stabparkett, Mosaikparkett, Schiffsboden- und Intarsienparkett). Vor dem Einbau prüfen sie den Untergrund (Estrich), wenn nötig glätten sie ihn und gleichen ihn aus. Dann kleben Parkettleger die Parkettteile auf oder befestigen sie bei Holzuntergrund durch Nageln. Anschließend schleifen sie die Parkettfläche und versiegeln die Oberfläche mit einem Kunststoffüberzug, der den Parkettboden schützt und pflegeleicht macht, oder sie behandeln die Oberfläche mit speziellen Ölen bzw. Wachs. Weitere Aufgabengebiete sind Holzpflasterungen (auch für den Außenbereich) und das Verlegen von Teppichböden sowie von elastischen Bodenbelägen aus Linoleum, Kork, Kunststoff, Gummi. Diese Aufgaben werden auch von einem Bodenleger übernommen.

Parkettleisten

auch: Parkettleiste

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Parkettleisten sind Sockelleisten, die aus demselben Holz gefertigt wurden, wie die Parkettstäbe. Parkettleisten sind eher schlicht gehalten, oft werden normale Rechteckleisten verwendet oder Leisten mit einfachen Profilen (siehe Zeichnungen).

Parkettöl

auch: Parkett-Öle, Parkettöle

siehe Fußbodenöl

Parkett-Randfugenfüller

In Kartuschen abgefüllte Fugmasse, mit der störende Randfugen nach der Parkett- oder Laminatverlegung geschlossen werden können, sofern ein Kaschieren der Randfugen durch Anbringen einer Abschlußleiste nicht möglich ist. Die Randfugenfüller werden in unterschiedlichen, zu den üblichen Holz- und Laminatbelägen passenden Farben angeboten. Sie sind schleifbar und überstreichbar sowie frei von Silikon.

Parkettriemen

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Stabparkett mit angehobelter Nut und Feder. Die Länge eines Riemens beträgt 250-600 mm, die Breite 45-80 mm und die Dicke14-22 mm. Parkettriemen werden genagelt oder verklebt.

Parkettschleifmaschine

auch: Parkettschleifmaschinen, Parkett-Schleifmaschine, Parkett-Schleifmaschinen

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Wie der Name bereits sagt, dient die Parkettschleifmaschine dem Schleifen von Parkett. Im Gegensatz zu Laminat lässt sich Parkett nämlich abschleifen, wenn es unansehnlich geworden ist. Nach dem Abschleifen kann es dann mit Lack versiegelt bzw. gewachst oder geölt werden. Nach der Wirkungsweise von Parkettschleifmaschinen unterscheidet man Bandschleifer, Walzenschleifmaschinen, Einscheiben-Schleifmaschinen und Dreischeiben-Schleifmaschinen. Das Foto zeigt eine Parkettbandschleifmaschine des Herstellers BONA.

Parkettspachtelmasse

Der Begriff "Parkettspachtelmasse" wird für unterschiedliche Anwendungen gebraucht. Zunächst wird Parkettspachtelmasse unter dem Parkett zum Ausgleichen von Unebenheiten verwendet. Schließlich gibt es aber auch Parkettspachtelmasse zum Abdichten, Kleben, Verspachteln und Reparieren aller Schäden in Parkett- und Laminatböden, Mosaik, Holzmaterialien, Dekoelementen, Treppen und mehr.

Parkettstab

auch: Parkettstäbe

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Stabparkett mit einer ringsum verlaufenden Nut. Bei der Verlegung werden die Parkettstäbe durch Querholzfedern verbunden. Die Länge eines Riemens beträgt 250-600 mm, die Breite45-80 mm und die Dicke 14-22 mm. Parkettriemen werden genagelt oder verklebt.

Parketttafel

auch: Parketttafeln

siehe Tafelparkett.

Parkett versiegeln

Parkettversiegelung

auch: Parkett versiegeln, Parkettversiegelungen

Eine Parkettversiegelung hat die Aufgabe, den Parkett vor Feuchtigkeit, Schmutz und Beschädigungen zu schützen. Es stehen verschiedene Systeme zur Parkettversiegelung zur Auswahl. Das fängt mit der Grundversiegelung an. Grundsiegel sollen die Poren des Parketts nach unten schließen und gleichzeitig verhindern, dass sich die Holzfarbe verändert, wenn der Decksiegel aufgetragen wird. Ein Decksiegl sind z.B. Öl-Kunstharzsiegel. Die Ölsiegel härten durch den Sauerstoff der Luft. Es bildet sich ein fester, wasserbeständiger und mechanisch widerstandsfähiger Film. Ölsiegel werden gebrauchsfähig geliefert und sind darüberhinaus leicht zu verarbeiten. Auch Polyurethan-Siegel Polyurethan-Siegel (PUR-Siegel/DD-Siegellacke) gibt es als ein- oder als zweikomponentige Systeme. Polyurethansiegel für Parkett bestehen aus Polyesterharzen, polymeren Isocyanaten und Lösungsmitteln. Die Trocknung erfolgt zunächst pysikalisch durch Verdunsten der Lösemittel. Danach erfolgt eine chemische härtung in Form einer Polyadditionsreaktion. Der PUR-Siegel wird immer dann eingesetzt, wenn besonders hohe Ansprüche an die Oberfläche gestellt werden. Säurehärtende Siegel wurden ebenfalls lange zur Parkettversiegelung verwendet. Säurehärtende Versiegelungen (SH - Siegel) werden i.d.R. zweikomponentig angeboten, wobei die Härterkomponente eine in Lösungsmitteln dargebotene Säure darstellt. SH - Siegel besitzen ebenfalls eine ausgezeichnete Haftung und zusätzlich eine extrem harte Oberfläche bei einer kurzen Trockenzeit (etwa 3 Stunden). Sofort nach dem Mischen reagieren die Komponenten in Form einer Katalyse mit einer Polykondensation. Problematisch ist die Abspaltung (Abgabe an die Raumluft) von Formaldehyd - auch nach der Erhärtung. Deshalb werden diese Versiegelungen heute so gut wie gar nicht mehr eingesetzt. Zunehmende Bedeutung gewinnt die Parkettversiegelung mit Wasserlack. Wasserlacke enthalten ebenfalls einen - äußerst geringen - Anteil an Lösemitteln. Wasserlack ist ein auf Wasser basierendes Versiegelungsmittel. Neben Wasser sind Bestandteile: Acrylate, Filmbildner, Polyurethane, Lösungsmittel. Wasserlack zeichnet sich durch Schadstoffarmut, Geruchslosigkeit, leichte Verarbeitbarkeit aus. Zudem ist er unbrennbar. Alternativen zur Parkettversiegelung mit Lacken sind Ölen oder Wachsen.

Parkettwachs

siehe Fußbodenwachs

Parkstein

auch: Parksteine

Eine von vielen weiteren Bezeichnungen für Pflanzenstein.

Parterre

Der Begriff Parterre kommt aus dem Französischen und bedeutet eigentlich "flaches Beet". Im heutigen Sprachgebrauch meint es jedoch etwas anderes. Unter einem Parterre wird das erste Wohngeschoss eines Hauses verstanden. Unter einem Parterregeschoss kann sich entweder sofort der Keller oder noch ein Zwischengeschoss befinden, nämlich das Souterrain. Über dem Parterregeschoss befindet sich der "1. Stock", also das erste Stockwerk. Ein Erd- oder Zwischengeschoss, dessen Fußbodenoberkante mindestens 1,50 m über dem Erdboden liegt, bezeichnet man als Hochparterre.

Partizipativer Wohnungsbau

Unter partizipativem Wohnungsbau versteht man das Planen und Bauen von Mehrfamilienhäusern oder Siedlungen mit Hilfe der zukünftigen Bewohner. Eigenheiminteressenten nehmen also ihr Wohnglück zusammen mit ihren zukünftigen Nachbarn selbst in die Hand. Dabei formulieren die Gleichgesinnten Wohnziele und gründen eine Trägergesellschaft (als Verein, GbR oder Genossenschaft). In einer solchen Wohnanlage können sich zum Beispiel Babysitterdienst, Spielplatz, Jugendtreff, Gäste-Appartements, Gemeinschaftsgarten, Einkaufs-Service für ältere Bewohner und vieles mehr befinden. Durch die gemeinsam formulierten Ziele ist es möglich, sich mehr Wohnqualität zu leisten. Allerdings muss das nachbarliche Engagement über das Normale hinausgehen, damit die Ziele auch erreicht werden können.

Parzelle

auch: Parzellen

siehe Flurstück.

Passbolzen

Passbolzen sind wie die Stabdübel zylindrische Verbindungsmittel aus Stahl, die zur Verbindung von seitlich aneinanderliegenden Hölzern eingesetzt werden. Im Gegensatz zum Stabdübel weist der Passbolzen neben dem Schraubenkopf am anderen Ende ein Gewinde zur Befestigung einer Mutter auf, ansonsten sind hinsichtlich der Tragfähigkeit im Vergleich zum Stabdübel keine Unterschiede vorhanden.

Passéepflaster

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Passéepflaster oder auch Polygonalpflaster wird, wie das Diagonalpflaster, in einem 45°-Winkel zur Straßenachse verlegt. Es fehlt allerdings die Regelmäßigkeit. Völlig wild wird jedoch auch nicht gepflastert, sodass man von einer "regelmäßigen Unregelmäßigkeit" spricht. Durchgehende Fugen verlaufen höchstens über drei Steinlängen in die gleiche Richtung, dann werden sie von einem quergesetzten Stein unterbrochen. Zum Pflastern können Großpflaster, Kleinpflaster und Mosaikpflaster verwendet werden. Vor allem in den neuen Bundesländern findet man Flächen, die als Passéepflaster verlegt wurden. In südlicheren Gefilden ist dieser Pflasterverband jedoch nahezu unbekannt. Hier wird das Bogenpflaster bevorzugt.

passive Sonnenenergienutzung

auch: passiven, Sonnenenergienutzung

Bei der passiven Solarenergienutzung wird die Solarenergie allein durch architektonische Maßnahmen genutzt (im Gegensatz dazu: aktive Sonnenenergienutzung. Typisches Beispiel ist der verglaste Wintergarten. Die Glashülle verhindert Wärmeverluste des beheizten Gebäudeteils und trägt so zur Reduzierung des Energieverbrauchs bei. Die durch die Sonne erwärmte Luft kann beim Lüften über den Wintergarten zur Raumheizung genutzt werden. Eine optimale Energieausbeute lässt sich durch die Kombination von passiver und aktiver Nutzung der Sonneneinstrahlung erzielen.

Passivhaus

auch: Nullenergiehaus, Passivhäuser

Unter einem Passivhaus bzw. Nullenergiehaus versteht man ein Wohnhaus, in dem ein komfortables Innenklima ohne Heizungs- und Klimatisierungssysteme erreicht werden kann. Passivhäuser sind zwar allseits im Gespräch, die Anzahl der in der BRD gebauten Passivhäuser ist jedoch noch sehr klein. Passivhäuser benötigen eine extrem gute Wärmedämmung bei der Gebäudehülle, bei Fenstern und Außentüren. Wesentliche Voraussetzung ist eine Südorientierung und Verschattungsfreiheit des Baukörpers, da Solarenergieerzeugung wesentlicher Faktor eines Passivhauses ist. Der technische Aufwand in einem Passivhaus ist nicht unerheblich; dies betrifft insbesondere die Belüftung und die Wärmerückgewinnung über Wärmetauscher. Auch aus diesem Grund sind Passivhäuser teurer als Niedrigenergiehäuser, wie sie heutzutage bei Neubauten Standard sind.

Passivhausfenster

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Für ein Passivhaus werden Fenster benötigt, die sowohl Wärme hinzugewinnen, als auch Kälte außen vor lassen. Passivhausfenster haben eine Dreifachverglasung mit zwei Beschichtungen und Füllungen aus Argon bzw. Krypton-Gas. Die Verglasung einschließlich der Rahmen sollte einen u-Wert von 0,8 nicht übersteigen bei einem g-Werten um die 50 %.

Passiv-Infrarot-Melder

Passiv-Infrarot-Melder ist die Fachbezeichnung für einen üblichen Bewegungsmelder. Er kann im Innnen- oder Außenbereich montiert werden und hat einen Dreh- und Schwenkbereich, der individuell eingestellt werden kann. Der Erfassungsbereich kann je nach Gerät bis zu 16 m und mehr reichen und horizontal 220° der zu überwachenden Fläche abdecken, wobei sich die unsichtbare Infrarot-Wärmestrahlung verändert, sobald eine Person in den Erfassungsbereich gerät. Das Wärmebild verändert sich, der Sensor registriert diese Veränderungen und schaltet die Lichtquelle bzw. eine Alarmanlage solange ein, bis die Person den Erfassungsbereich wieder verlässt oder in ihm regungslos verharrt. Bewegt sich die Person, "springt" die Anlage sofort wieder an.

Passivschicht

auch: Passivschichten

Die hohe Korrosionsbeständigkeit nichtrostender Stähle beruht auf ihrer Fähigkeit an der Oberfläche eine Passivschicht auszubilden. Dabei handelt es sich um eine sehr dünne, chromreiche Metalloxid-bzw. Metalloxidhydratschicht,die das Metall von dem angreifenden Medium trennt. Auch Bewehrungseisen bilden eine Passivschicht aus, deren Widerstand gegen atmosphärisch bedingte Korrosionseinflüsse auf der natürlichen Alkalität des umgebenden Zementsteins beruht.

Passschraube

auch: Paßschrauben

Passschrauben unterscheiden sich von herkömmlichen Schrauben durch ihr geringeres Lochspiel, d.h. Schraubendurchmesser und Lochdurchmesser sind nahezu gleich. Passschrauben werden bei Metallverbindungen eingesetzt, wenn ein Hin- und Hergleiten der Schraube unerwünscht ist. Dies ist beispielsweise bei Kranbahnen der Fall. Passschrauben sind häufig als Sechskantschraube und/oder HV-Schraube ausgeführt.

Pastenverfahren

Das Pastenverfahren ist ein spezielles Holzschutzverfahren. Es wird zum einen bei frisch geschlagenem Rundholz und zum anderen bei bereits verbautem Holz angewandt. Bei frisch geschlagenem Holz wird die wasserlösliche Holzschutzpaste auf die weißgeschälten Stämme gleichmäßig aufgetragen. Anschließend werden die Stämme gestapelt und sofort mit wasserdichten Planen abgedeckt. Damit ist das Holz nicht nur vor Regen, sondern auch vor dem Austrocknen geschützt. Das Schutzmittel verteilt sich durch Diffusion im Holz. Zudem wird das Pastenverfahren eingesetzt bei verbautem Holz, bei teerimprägnierten Hölzern, bei Schnittholzkonstruktionen in Brücken oder bei besonsers gefährdeten Schnittstellen, die nach einer Grundimprägnierung entstanden sind.

Patagonian Rosewood

auch: Patagonian, Rosewood

siehe Kurupayra

Paternoster

Patina

auch: Edelrost

Ursprünglich nur der Oxidüberzug auf Bronze. Heute allgemeine Bezeichnung für Altersspuren. Bei Dachziegeln/Dachsteinen entsteht die Patina durch Umwelteinflüsse und Immissionen wie Grünbildung (Veralgung), Ruß, Pollen, Staub, Metalloxide, Vogelkot etc.. Es handelt sich um einen natürlichen Vorgang, der abhängig von Umweltbedingungen verlangsamt oder beschleunigt abläuft und von dem alle Außenbauteile, selbst Glas, gleichermaßen betroffen sind. Bei Kupfer und Kupferlegierungen wird die graugrüne, aus basischen Carbonaten und Sulfaten bestehende Oberflächenschicht als Patina bezeichnet. Sie bildet sich durch Reaktion mit dem in der Luft enthaltenen Kohlen- und Schwefeldioxid. Patina wird auch als "Edelrost" bezeichnet und schützt Kupfer vor der Verwitterung. In ihrer markanten grünen Form tritt die Patina abhängig von Regenmenge und Wasserzusammensetzung nach rund 8 bis 15 Jahren an flachen und stark dem Regen ausgesetzten Flächen auf. Fälschlicherweise wird die grünliche Schicht häufig auch als Grünspan bezeichnet.

Patinieröl

Patinieröl wird eingesetzt, um Walzblei, das nach dem Walzprozess keine Schutzschicht aufweist, vor Schlierenbildung zu bewahren. Soche Schlieren können auftreten, wenn unbehandeltes Walzblei (=Bleiblech) Regen oder Nässe ausgesetzt ist. Patinieröl ist ein auf pflanzlicher Basis hergestelltes Öl, dem verschiedene schützende Zusätze beigemischt worden sind. Das Öl muss vor dem Auftragen zwei Minuten im Behälter kräftig geschüttelt und dann gleichmässig und sparsam mit einem Baumwolllappen aufgetragen werden.

Patinierung

sieh Patina

Patrizierhaus

auch: Patrizierhäuser

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Ursprünglich das repräsentative Wohnhaus eines Patriziers, also eines "Stadtadeligen". Heutzutage Sammelbegriff aus der Maklersprache für Häuser, die etwa zwischen 1880 und 1910 in sehr unter­schied­lichen Baustilen von wohlhabenden Bürgern gebaut worden sind. Gemeinsam sind den Patrizierhäusern Dach­kammern, in denen die Dienstboten wohnten sowie relativ schmale Fenster bei hohen Deckenhöhen. In der Regel entsprechen solche Häuser keinerlei neuzeitlichen Anforderungen an die Wärmedämmung. Auch wegen der damaligen Vorliebe, solche Häuser mit Erkern und Türmchen auszustatten, sind Sanierungsmaßnahmen immer besonders aufwändig. Problemzonen bei Patrizierhäusern liegen im Bereich der meist großen und hohen Hauseingangstür, im Dach einschließlich Dachstuhl und Dacheindeckung und im Kellerbereich, wo häufig die Mauern durchfeuchtet sind. Weil Dämmmaßnahmen von außen nicht ausgeführt werden können oder dürfen, ist die nachträgliche Wärmedämmung von Patrizierhäusern nur eingeschränkt möglich.

Patronenverfahren

Das Patronenverfahren ist eine Methode zum Einbringen eines Ankers. Beim Patronenverfahren wird das Bohrloch mit Klebepatronen beschickt. Dabei muss das Patronenvolumen dem Ringraum so angepaßt werden, dass eine Vollverklebung sichergestellt ist. Werden endverklebte Anker eingesetzt, so ist die ordnungsgemäße Herstellung der Endverklebung gegebenenfalls durch Zugversuche nachzuweisen. Das Patronenverfahren ist aber auch ein Holzschutzverfahren. Als Patronen kommen zylindrisch gepresste Festkörper aus Holzschutzsalzen zum Einsatz. Diese Patronen werden in Bohrlöcher eingesetzt, mit Dübeln verschlossen und lösen sich mit der Zeit auf. So gelangen die Wirkstoffe in das Holz.

Pau Rosa

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Pau Rosa ist eine in Südostafrika und dort besonders in Mosambique heimische Holzart. Charkteristisch sind die lebhaften Streifen. Die Farbe des Holzes varriert zwischen rosa und rotbraun mit durchschimmerndem Gelb. Das Holz ist sehr dicht, hart, schwindet wenig und ist witterungsbeständig. Es lässt sich schwer bearbeiten, erhält aber beim Hobeln eine glatte Oberfläche. Verwendung findet es Furnierholz und Palisanderersatz.

Pauschalpreisvertrag

auch: Pauschalpreisverträge

siehe Abrechnung.

Pavillon

auch: Pavillons

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Der Pavillon ist im Prinzip ein nach allen Seiten offenes Gartenhaus, bei dem das Dach statt auf Wänden auf Säulen ruht. Pavillons sind seit Jahrtausenden bekannt, sie erfüllten in der galanten Zeit auch die Aufgabe eines Liebesverstecks. Die Baumaterialien und Bauformen sind verschiedenartig. Die Grundrisse sind meist kreisförmig, oft aber auch sechs- oder achteckig. Bei rechteckigen Grundrissen verlieren Pavillons ihren spezifischen Charme, der sich auch dadurch ausdrückt, dass der Baukörper hoch und schlank angelegt ist. Pavillons waren um 1900 die große Mode in Mitteleuropa; sie wurden zum Teil in Naturstein oder aus Gußeisen gebaut und mit Mosaiken verziert. Aber auch in der asiatischen Architektur haben Pavillons mit den kunstvoll geschwungenen Dächern eine große Tradition. Die klassische Dachform ist das Kuppeldach, gebaut wurden und werden aber auch Pavillons mit anderen Dachformen, zum Beispiel dem Pagodendach. Heutzutage gibt es Bausätze für Pavillons; darunter auch wie zu Zeiten unserer Urgroßväter aus Gusseisen. In vielen europäischen Städten, vor allem in den touristisch frequentierten Städten des Südens, wurden in den letzten Jahren große Pavillons restauriert oder neu gebaut, um Plätzen und Boulevards einen nostalgischen Charakter zu verleihen.

PCB

PCB ist die Abkürzung für Polychlorierte Biphenyle. Diese Gruppe giftiger Substanzen wurde bis in die 1980er Jahre zum Beispiel als Weichmacher in Lacken, Dichtungsmassen und Kunststoffen verwendet. Neben chronischen toxischen Wirkungen (Chlorakne, Haarausfall und Hyperpigmentierungen) stehen PCBs auch in Verdacht, Krebs erregend zu sein. Außerdem kann die körperliche und geistige Entwicklung durch PCB verzögert werden. Sie stehen in Verdacht, hormonell zu wirken und für Unfruchtbarkeit bei Männern und männlichen Tieren, Hodenhochstand sowie für andere hormonell bedingte Erkrankungen verantwortlich zu sein. Seit 2001 ist die Verwendung von PCB verboten.

PCP

Abkürzung für Pentachlorphenol.

Peddigrohr

siehe Rattan.

PEFC

PE-Folie

auch: PE-Folien

PE-Folie (Polyethylenfolie) hat im Baubereich unterschiedliche Einsatzgebiete. Als Dampfbremse lässt sie sich nageln, einspannen und kleben. Die Folie ist säure-und laugenbeständig, jedoch nicht witterungsbeständig. Wird bei Dächern, Decken und Außenwänden verwendet. Lässt Feuchtigkeit durch und ist daher zur Abdichtung nicht geeignet. PE-Folie kommt auch bei Estrichen zum Einsatz. Bei unbeheizten Estrichen muss die Dämmschicht mit einer PE-Folie der Dicke 0,1 mm oder einem Erzeugnis mit vergleichbaren Eigenschaften abgedeckt werden. Bei Heizestrichen müssen PE-Folien (o. glw.) mind. 0,15 mm dick sein ( besser 0,2 mm). Die Stoßüberdeckung der Bahnen muss generell 8 cm betragen.

Peilrohr

auch: Peilrohre

Ein Peilrohr ist im Brunnenbau ein Rohr zum Messen des Wasserstandes. Auch zum Messen des Grundwasserstandes kommen Peilrohre zum Einsatz.

PE-Leiter

Ein PE-Leiter ist ein Schutzleiter gegen gefährliche Körperströme bei indirektem Berühren eines Elektrogeräts. Bei Körperschluss eines defekten Elektrogerätes unterbricht der PE-Leiter den Stromfluss. Dies geschieht durch Auslösen der Überstrom-Schutzeinrichtung.

Pelletheizkessel

Die Pelletheizung benötigt natürlich einen eigenen Heizkessel zum Verfeuern der Holzpellets. Dem Pelletheizkessel werden die Pellets über eine Saugturbine zugeführt, wobei die Pellets zunächst in einen Tagesvorratsbehälter gelangen, von wo aus sie über eine Spiralförderanlage in die Brennkammer transportiert und automatisch gezündet werden. Eine Lambdasonde ermittelt die für die Heizleistung erforderliche Brennstoff- und Verbrennungsluftmenge, wobei über die ermittelten Daten der Schneckenantrieb der Dosierschnecke ebenso gesteuert wird wie die Luftzufuhr über einen Luftmengensensor. An die Pelletheizkessel können Saugschläuche bis 20 m Länge angeschlossen werden, so dass der Kessel auch außerhalb des eigentlichen Wohngebäudes aufgestellt werden kann - etwa in einem Anbau, der auch als Pelletlagerraum dient.

Pelletheizung

auch: Pelletheizungen, Pellet-Heizung

Die Pelletheizung ist eine "Holzheizung", in deren Heizkessel zu Stäbchen geformte Holzabfälle - sogenannte Holzpellets - verbrannt werden. Die Pelletheizung ist im Kommen, da Holzabfälle ausreichend vorhanden sind, Holz ein nachwachsender Rohstoff ist und die Verbrennung von Holz wesentlich umweltfreundlicher ist als das Verfeuern von Öl. Heizkessel für die Pelletverbrennung werden von fast allen bekannten Heizkesselherstellern angeboten. Voraussetzung für die ständige Beschickung des Heizkessels mit Pellets ist - wie beim Heizöl - das Vorhandensein eines "Tankraums", also eines Lagerraums, in dem die Pellets trocken lagern. Von Vorteil ist hier auch wieder, dass die Einlagerung von Pellets keinerlei Gefahren für eine Grundwasserbelastung und keine Geruchsbelästigungen mit sich bringt. Von Nachteil ist, dass eine flächendeckende Versorgung mit Pellets nicht so ohne weiteres gegeben ist.

Pelletlagerraum

auch: Pelletlagerräume

Ein Pelletlagerraum ist ein Raum zur Lagerung von Holzpellets. An einen solchen Raum werden bestimmte Anforderungen gestellt. Der Pelletlagerraum darf zum Beispiel höchstens 30 Meter von der Hauszufahrt entfernt sein, damit der Silowagen die Pellets überhaupt liefern, d.h. mit dem Pumpschlauch in den Lagerraum blasen kann. Der Pelletlagerraum sollte möglichst an eine Außenmauer grenzen, da die Befüllstutzen von außen zugänglich sein müssen. Bei einem innenliegenden Lagerraum müssen die Einblas- und Abluftrohre bis an die Außenmauer geführt werden. Die Größe des Pelletlagerraum hängt vom Wärmebedarf des Hauses ab. Pro 1 kW Heizlast sollten 0,9 m³ Lagerraum bereitgehalten werden. Grundsätzlich sollte der Pelletlagerraum länglich-rechteckig sein, wobei die Raumbreite 2 m nicht überschreiten sollte. Das Pelletlager sollte zudem ganzjährig trocken sein, da Pellets unter Feuchtigkeit aufquellen, zerfallen und somit unbrauchbar werden. Bei Lagermengen unter 15.000 kg Pellets bestehen keine brandschutztechnischen Anforderungen an Luken und Türen zum Pelletlager. Allerdings müssen zur Innenseite Holzbretter angebracht werden, damit die Pellets nicht an die Türen oder Luken drücken. Die Türklinke muss zur Innenseite hin entfernt werden. Der Lagerraum muss zudem über Schrägböden so gestaltet sein, dass eine fast vollständige Entleerung möglich ist. Im Lagerraum darf keine Elektroinstallation wie Schalter, Licht oder Verteilerdosen zu finden sein. Werden sie dennoch benötigt, müssen sie explosionsgeschützt ausgeführt werden. Neben dem Pelletlagerraum gibt es auch Pelletspeicher, die wie ein Erdöltank im Garten eingegraben werden.

Pellets

auch: Pellet

Pellets sind kugel- oder stäbchenförmige Substanzen, die sich entweder selbständig formen (z.B. bei der Stahlgewinnung) oder die industriell geformt werden, zum Beispiel aus Holzabfällen, siehe Holzpellets.

Pelletspeicher

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Pelletspeicher sind Tanks zur Lagerung von Holzpellets. Im Gegensatz zu Pelletlagerräume werden Pelletspeicher im Garten eingegraben. Das spart Platz, staubt nicht und ist daher sehr praktisch. Pelletspeicher gibt es in verschiedenen Größen und werden meist aus Stahlbeton hergestellt.

Pelton-Turbine

auch: Pelton-Turbinen

Pelton-Turbinen bzw. Freistrahlturbinen findet man bei Wasserkraftwerken. Die Turbinen nutzen die kinetische Energie das Wassers und werden für große Fallhöhen und vorzugsweise geringe Wassermengen verwendet. Da der Wasserstrahl mit hohem Druch auf die Laufradschaufeln trifft, ist auch die Bezeichnung Freistrahlturbine geläufig.

Pendeldownlights

auch: Pendeldownlight

siehe Pendelleuchte.

Pendelhub

Pendelhub ist die Bewegung, die eine Pendelhub-Stichsäge ausführt. Dabei wird das Sägeblatt durch eine zu- und abschaltbare Automatik in eine vertikale Pendelbewegung versetzt. Um den Spanauswurf zu erhöhen, wird bei der Abwärtsbewegung das Sägeblatt nach hinten gedrückt. Dadurch erhöht sich die Schnittgeschwindigkeit bei Längsschnitten in Massivholz deutlich und es ist weniger Kraft beim Sägen notwendig.

Pendelhub-Stichsäge

auch: Pendelhub-Stichsägen

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Handstichsägemaschine für Geraden- und Bogenschnitte in Vollholz, Holzwerkstoffen, Kunststoffen und Nichteisenmetalle. Das Sägeblatt bewegt sich bei dieser Maschine auf und ab. Zusätzlich führen manche Geräte eine Pendelbewegung nach vorne aus. Dies erleichtert den Vorschub in dickeren Werkstoffen. Je nach zu sägenden Material können Sägeblätter verschiedener Blattbreiten eingespannt werden.

Pendelkreissäge

auch: Pendelkreissägen

Pendelkreissägemaschine

auch: Pendelkreissäge, Pendelkreissägemaschinen

Diese Kreissäge dient zum Ablängen von Vollholz, Holzwerkstoffen, Kunststoffen und Aluminiumprofilen.

Pendelleuchte

auch: Pendeldownlights, Pendelleuchten

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Pendelleuchten bzw. Pendeldownlights gewährleisten wirtschaftliche Allgemeinbeleuchtung bei hohem Sehkomfort und sind gleichzeitig prägnantes Detail der Architektur. Sie werden häufig dann eingesetzt, wenn Raumzonen oder Blickpunkte durch Licht hervorgehoben, zusätzlich aber auch von den Leuchten selbst als architektonische Elemente markiert werden sollen. Die Pendelmontage ermöglicht zudem, die Höhe des Lichtpunktes exakt so zu wählen, dass der optimale Blendschutz erreicht wird - das gewährleistet hohen Sehkomfort, zum Beispiel bei der Beleuchtung von Tischen oder Theken.

Pendelstab

auch: Pendelstütze, Pendelstab

Pendelstab bzw. Pendelstütze ist ein Begriff aus der Baustatik. Es handelt sich dabei um einen Stab, der an beiden Enden gelenkig gelagert ist. Dies bedeutet, dass solch ein Stab nur durch Längskräfte beansprucht wird, es sei denn, dass im Bereich des Stabes Querlasten auftreten. Im Normalfall wird der Pendelstab also nur gezogen oder gedrückt.

Pendelstichsäge

auch: Pendelstichsägen

Pendelstütze

auch: Pendelstützen

siehe Pendelstab.

Pendeltür

auch: Pendeltüren, Pendeltüre

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Ein- oder zweiflügelige Tür, deren Flügel mittig in der Zarge an speziellen Türbändern und Schwenkarmen befestigt sind und nicht verschlossen werden können, sondern beim und nach dem Öffnen hin- und herpendeln oder schwingen. Daher auch die Bezeichnung Schwingtür. Sie werden fast nur im gewerblichen Bereich eingebaut, etwa in Gastronomiebetrieben zwischen Küche und Gastraum; einflügelige Pendeltüren gelegentlich auch in Umkleide- oder Messekabinen. Damit es nich zu Zusammenstößen kommt, haben Pendeltüren einen Fensterausschnitt. In Lagerhallen sind großformatige Pendeltüren vorzufinden, deren Flügel aus durchsichtigem Weich-PVC bestehen. Gabelstaplerfahrer können also immer überblicken, wer sich hinter der Tür aushält.

Pendeltürband

auch: Bommerband, Pendeltürbänder

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Das Pendeltürband ist ein Beschlag für Pendeltüren. Es sorgt mit Hilfe eingebauter Spiralfedern dafür, dass der Türflügel wieder automatisch in die geschlossene Ruhestellung zurückkehrt. Ein Pendeltürband besteht aus zwei normalen Aufschraubbändern, deren Rollen oder Kegel durch eine Stahlplatte starr verbunden sind. Die Länge dieses Verbindungsstücks ist passend zur Türblattdicke auszuwählen, die Lappen der Bänder sind am Rahmen befestigt. Das Bommerband, wie das Pendeltürband auch heute noch oft bezeichnet wird, gehört zu den Veteranen unter den Baubeschlägen. Erfunden bzw. konstruiert wurde es von dem im Jahre 1848 nach Amerika ausgewandertem Schlossermeister Bommer aus Bergheim/Erft.

Pendentif

auch: Eckzwickel, Pendentifkuppel

Pendentif bzw. Eckzwickel ist ein Begriff aus der Architektur. Dabei handelt es sich um die Übergangsstücke zwischen einem quadratischen Raum und einer über ihm sich erhebender Kuppel: Aus den vier Ecken des Raumes wachsen die Pendentifs nach oben zu einem geschlossenen Kreis zusammen, über dem sich die Kuppel erheben kann. Eine bedeutende Pendentifkuppel ist auf der Hagia Sophia in Istanbul zu finden.

Penetrierfähigkeit

Die Penetrierfähigkeit bezeichnet im Allgemeinen das Eindringvermögen eines Stoffes in den Untergrund, auf dem er aufgetragen wird. Im Baubereich kann das zum Beispiel eine Imprägnierung oder ein Anstrichstoff sein.

PEN-Leiter

Ein PEN-Leiter ist in der Elektrotechnik ein geerdeter Leiter, der sowohl die Funktion des Neutralleiters als auch des Schutzleiters erfüllt.

Pentachlorphenol

auch: Pentachlorphenole

Dies besser unter seiner Abkürzung PCP bekannte Biozid ist von der Struktur ein weißes, geruchloses, nadelförmiges Kristall. In Wasser ist die Substanz schwerlöslich, löst sich aber gut in Alkohol, Laugen, Aceton und Ether. PCP wird bzw. wurde als Holz-, Textil- und Lederkonservierungsmittel sowie als Desinfektionsmittel eingesetzt. Die Liste der möglichen Gesundheitsgefahren ist lang. Sie geht von Kopfschmerzen über Benommenheit bis zur Bewusstlosigkeit. Augen, Atmungsorgane und Haut werden gereizt. Auch Knochenmarkschwund oder Leberzirrhose können durch PCP hervogerufen werden.

Pentagramm

siehe Drudenfuß.

Pentan

Pentan ist ein farbloser, leichtflüchtiger, flüssiger sowie leicht entzündlicher Kohlenwasserstoff, der unter anderem als Lösemittel und als Treibmittel zum Schäumen von Phenolharz und Polystyrol Verwendung findet. Zudem wird Pentan heutzutage als FCKW-freies Kältemittel in Kühlschränken und Klimaanlagen verwendet. Vorkommen in Erdgas und Erdöl sowie in Folgeprodukten.

Penthaus

auch: Penthouse, Penthäuser

Penthaus, eingedeutscht aus dem Amerikanischen "Penthouse", nämlich einem freistehenden Haus, das auf das Dach eines Hochhauses oder Appartementhauses aufgesetzt ist. Wesensmerkmal des Penthauses ist, dass es keine gemeinsame Fassade und keinen gemeinsamen Giebel mit dem Baukörper des "Unterhauses" bildet, sondern über eine umlaufende Terrasse verfügt, die häufig zu einem Dachgarten ausgebaut ist. Da Penthäuser sehr begehrt sind, gibt es allerdings auch Mischformen, nämlich zwei oder mehr Häuser auf einem Dach. Diese Häuser sind dann keine freistehenden Häuser mehr, sondern allenfalls Reihenhäuser bzw. Wohnungen auf dem Dach mit verkleinerten Dachterrassen. Penthäuser haben meistens ein Flachdach.

Penthouse

siehe Penthaus.

Per

Perchlorethylen

Farblose, fast wasserunlösliche, unbrennbare Flüssigkeit mit charakteristischem Geruch (Chemische Reinigung). Dämpfe schwerer als Luft. Verwendung als Reinigungs-, Entfettungs- und Lösemittel. Gesundheitsschädlich beim Einatmen und Verschlucken. Hautentfettend. Vermindert die Alkoholverträglichkeit.

Perforations-Schutzbahn

auch: Peforations-Schutzbahnen

Diese 8 mm dicken Schutzbahnen bestehen aus Polymerbitumen mit einer dehn- und reißfesten Chemiefasermatte als Einlage. In die Schutzschicht ist grobes Gummigranulat eingebettet. Die Perforations-Schutzbahnen dienen als Schutz für Abdichtungen an verschiedenen Bauteilen, vor allem auf Flachdächern mit Dämmschichten und auf genutzten Dachflächen (begehbar, befahrbar, begrünt) gegen mechanische Beschädigungen. Die Bahn wird beim Verlegen stumpf gestoßen, lose auf die Abdeckung verlegt. Auflastschüttungen werden dadurch nicht überflüssig.

Pergola

auch: Pergolen

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Offene, meist mit Kletterpflanzen berankte Laube oder Freisitz, wobei Rankgerüste (meistens) aus Holz einerseits als Kletterhilfe dienen, andererseits aber auch die Abgrenzung und den Sichtschutz zu Nachbargrundstücken übernehmen. Pergolen sind in südlichen Ländern allgegenwärtig, dort werden sie vor allem auch als Sonnenschutz angelegt. Will man eine Pergola bauen, sollte man sich überlegen, welchem Zweck sie dienen soll. Sie kann bei dichtem Bewuchs oder durch Verkleidungen Sichtschutz gewähren. Bei einer Überdachung kann sie vor Regen schützen und sie kann so bepflanzt werden, dass Früh- und Abendsonne genutzt werden können, die hochstehende Sonne aber abgeschirmt wird. Unsere Zeichnung zeigt eine Pergola des Herstellers FelixWood.

Pergolamarkise

auch: Pergolamarkisen, Pergola-Markisen

Perhydrol

auch: Perhydrol,, Wasserstoffsuperoxid

Perimeterdämmplatte

auch: Perimeterdämmplatten

Perimeter-Dämmung

auch: Perimeterdämmungen, Permiter-Dämmungen

Unter einer Perimeter-Dämmung wird eine außenliegende Wärmedämmung verstanden, die innerhalb des Erdreichs liegt. Angebracht wird sie außerhalb der Abdichtung von Kellerwänden oder der Bodenplatte. Eine Perimeter-Dämmung muss demnach in der Lage sein, den Erddruck oder die Gebäudelast abzufangen und zusätzlich darf der Dämmstoff nicht feucheempfindlich sein. Es kann also nicht jeder Dämmstoff verwendet werden. Es kommen daher bevorzugt geschlossenzellige Dämmstoffe wie XPS-Dämmplatten oder Schaumglasplatten zum Einsatz. Die Platten werden auf die Abdichtung der Kelleraußenwand verklebt. Häufig kommt auf die Perimeter-Dämmung noch eine Noppenbahn, die zum einen dafür sorgt, dass die Dämmung beim Verfüllen nicht beschädigt wird und zum anderen dabei hilft dass das Wasser schneller ablaufen kann und nicht an der Kellerwand stehen bleibt. Es werden aber auch schon Perimeter-Dämmungen mit Rillen angeboten, die durch eingeprägte Kanäle oder 2-Komponentenaufbau auch Dränaufgaben übernehmen können.

Perlator

Geschützte Marke des Herstellers Neoperl für ihre Strahlregler.

Perlenkette

auch: Perlenketten

Perlenketten sind Gewebebänder mit eingelassenen Metallkügelchen. Sie sind bei Jalousien in Einsatz, um die Lamellen schräg stellen zu können.

Perlite

Das Granulat dieses Dämmstoffs wird aus dem glasartigen, vulkanischen Gestein Perlit gewonnen, welches zerkleinert und kurzzeitig über 1 000 Grad Celsius erhitzt wird. Das im Stein enthaltene Wasser dehnt sich dabei aus, was zu einer Aufblähung um das bis zu 20-fache des ursprünglichen Volumens führt. Perlite ist in Plattenform oder als Schüttung erhältlich. Diese eignet sich als Hohlraumfüllung (z. B. Fassadendämmung) oder als Ausgleichsschüttung unter Trockenestrich. Das Material ist nicht brennbar und ungeziefersicher. Perlite-Platten werden speziell bei Flachdächern und Parkdecks eingesetzt. Die Wärmedämmwirkung ist mittelprächtig. Inzwischen sind verschiedene Hohlkammerziegel auf dem Markt, deren Luftkammern zur Steigerung der Wärmedämmung mit Perlit gefüllt sind.

Perlleim

auch: Perlleime

siehe Knochenleim.

Perlspat

Permanentanker

Permanentanker sind Verpressanker, die über einen längeren Zeitraum von mindestens zwei Jahren im Einsatz sind. Deswegen besitzen sie zum Beispiel gegenüber Temporärankern einen besseren Korrosionsschutz. Dieser Korrosionsschutz wird beispielsweise durch doppelte Hüllrohre sichergestellt.

Permanententlüftung

auch: Dauerlüftung

Die auch als Dauerlüftung bezeichnete Permanententlüftung sorgt für ständigen Luftaustausch zwischen Draußen und Drinnen. Die Entlüftung wird in Form von Lüftungsgittern in den Blendrahmen, den Rollladenkasten oder in einen Mauerkasten eingebaut.

Permeabilität

Permeabilität bezeichnet allgemein die Durchlässigkeit. In der Geologie ist Permeabilität die Bezeichnung für die Durchlässigkeit von Gesteinskörpern für Flüssigkeiten oder Gase. Die Grenze zwischen durchlässigen (permeablen) und weniger durchlässigen (impermeablen) Schichten bildet für solche beweglichen Medien eine Permeabilitätsgrenze. Es besteht ein allgemeiner Zusammenhang zwischen Permeabilität und Porosität: Je größer die Porosität ist, desto höher ist meistens auch die Permeabilität. Die Permeabilität hängt jedoch zusätzlich davon ab, wie groß die Poren des jeweiligen Gesteins sind, wie gut sie miteinander in Verbindung stehen und wie krümmungsreich der Weg um die Gesteinspartikel ist, den das Wasser beim Durchfließen nehmen muss. In der Biologie ist die Permeabilität u.a. von besonderer Bedeutung für das Baumwachstum (z.B. Permeabilität der Zellwand für den Stoff- und Wassertransport). Im Holzschutz ist die Permeabilität maßgebend für die Tränkbarkeit, die je nach Holzart in Abhängigkeit von der Holzstruktur sehr verschieden ist (saftfrisches Splintholz ist stets gut tränkbar entsprechend dem Saftstrom im stehenden Baum).

Pernambuc

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Diese Holzart ist in Brasilien heimisch. Sie besitzt eine rotbraune bis tief gelbrote Holzfarbe, der Splint ist weissgelblich. Das Holz ist sehr hart, schwer, zäh und dicht. Es ist sehr schwer schneidbar und von ungewöhnlicher Bruchfestigkeit. Verwendet wird es zum Beispiel für Drechslerarbeiten, Pfeifenrohre, Griffe und Intarsien.

Peroba Rosa

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Die Holzfarbe der in Südamerika heimischen Holzart variiert zwischen gelblichbraun, orange bis rosarot. Das Splintholz ist gelblich. Das Holz ist hart, dicht und spröde. Es lässt sich gut bearbeiten, drehen und messern. Verleimung und Oberflächenbehandlung ist sehr gut. Holzstaub löst Asthma, Brechreiz, Krämpfe, Schweissausbrüche und Schlafsucht aus. Verwendung findet Peroba Rosa als Furnier- und Möbelholz sowie als Parkett. Eingesetzt wird es zudem im Schiffs- und Wasserbau.

Personenaufzug

auch: Personenaufzüge

Personenaufzüge dienen der Beförderung von Personen oder von Personen und Gütern. Ihre Aufzugskabinen müssen immer mit einer Abschlusstür versehen sein. Personenaufzüge befinden sich zumeist in bauseits erstellten Beton- oder Mauerwerkschächten. Neben den rein funktionellen Personenaufzügen, die in jedem Kaufhaus und höheren Wohnhaus zu finden sind, wird in den vergangenen Jahren vermehrt auf die Optik geschaut. In diese Rubrik fallen zum Beispiel Glas- und Panoramaaufzüge. Eine Besonderheit stellen Behindertenaufzüge dar, die aufgrund ihrer Bauweise ausschließlich zur Beförderung behinderter Personen bestimmt sind und deren Tragfähigkeit 300 kg nicht übersteigt. Ein auslaufendes Modell sind hingegen die Personen-Umlaufaufzüge, besser bekannt unter dem Namen Paternoster. Bestehende Anlagen dürfen zwar noch weiter betrieben werden, die Errichtung neuer Umlaufaufzüge ist allerdings nicht mehr erlaubt. Solche Paternoster sind nach vorne hin offen und ständig in Bewegung. Bei geringer Geschwindigkeit kann während der Fahrt in den Paternoster ein- und ausgestiegen werden.

Personenschutzstecker

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Ein Personenschutzstecker unterbricht die Stromversorgung von Elektrogeräten blitzschnell, sobald lebensgefährliche Fehlerströme auftreten. Dadurch kann er Elektrounfälle für Mensch und Tier verhindern. Als häufigste Ursache für Fehlerströme treten meist unbemerkte Beschädigungen an Netzleitungen und Gehäusen auf. Außerdem schützt er bei unsachgemäßer Verdrahtung sowie beim Betrieb von Elektrogeräten in Feuchträumen und bei Nässe.

Personen-Umlaufaufzug

Pevolon

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Pevolon, richtig geschrieben PE·VO·LON®, ist ein thermoplastischer Kunststoff auf Polyamidbasis. Insbesondere Laufräder an Schiebetoren, aber auch Räder unter Werkzeugwagen und dergleichen werden daraus hergestellt. Häufig sind auch Seil- und Ankerrollen auf Yachten aus diesem Material. Je nach Anforderungen an die Belastung werden für solche Räder unterschiedliche Nylon-Granulate verwendet. Räder aus Pevolon sind hoch abriebfest und tragfähig und zeichnen sich durch einen niedrigen Reibungskoeffizienten aus. Dadurch werden Quietschgeräusche, wie sie etwas Metallräder in einem Schiebe- oder Rollenlauftor verursachen, weitgehend unterbunden.

Pfahl

auch: Pfähle

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Der Pfahl ist als Bauelement fast so alt wie die Menschheit. Den Pfahlbau - richtigerweise den Stelzenbau - kennt man von Asien über Afrika bis Europa, wo die alten Römer schon Rheinbrücken errichteten, indem sie Pfähle aus Traubeneiche in das Rheinwasser rammten. Sie bauten sogar in Sumpfgebieten, indem sie Pfähle aus Eiche, Olivenholz oder Erle im unteren Teil ankohlten, also durch Feuer "imprägnierten". Während ursprünglich ein Pfahl immer nur aus Holz war, werden inzwischen Weidezaunpfähle auch aus Stahl und Kunststoff hergestellt. Holzpfähle haben auch heute noch eine große Bedeutung - z.B. als Zaunpfahl im heimischen Garten, aber auch als Wellenbrecher (siehe Foto) oder für die Herstellung von Tierschutzzäunen längs der Autobahnen und Fernstraßen. Pfähle, wie sie der Holzhandel anbietet, werden vorzugsweise aus Stieleiche, Traubeneiche, Robinie und Lärche hergestellt und in Längen bis drei Metern angeboten. Pfähle der Sorte 1 haben einen Durchmesser zwischen 14 bis 18 cm, der Sorte 2 zwischen 11 und 14 cm und der Sorte 3 zwischen 7 bis 11 cm. Im sogenannten Grundbau werden Rammpfähle als Stahlrammpfähle, Stahlbetonrammpfähle und Ortbetonrammpfähle eingesetzt. Alternativ zu diesen Rammpfählen kommen auch Bohrpfähle bzw. als Sonderfall Schneckenbohrpfähle zum Einsatz.

Pfahlbauten

auch: Pfahlbau

siehe Stelzenbau

Pfahlgründung

auch: Pfahlgründungen

Die Pfahlgründung ist eine Tiefgründung, bei der die Pfähle in der Regel so tief im Erdreich stehen, dass sie ihre Lasten auf tragfähigen Boden übertragen können. Besteht der Baugrund nur aus weichen Schichten, können die Lasten des Bauwerks durch die Reibung zwischen der Pfahloberfläche und dem Erdreich in den Baugrund übertragen werden. Hierbei spricht man auch von schwebender Gründung. Zu Pfahlgründungen verwendet man zum Beispiel Ortbetonpfähle oder Fertigpfähle.

Pfahlrost

auch: Pfahlroste

Pfahlroste zählen zur Gruppe der Tiefgründungen. Sie bestehen aus der Rostplatte und der Pfahlgruppe. Das zu gründende Bauwerk wird auf der Rostplatte errichtet. Diese übernimmt die Bauwerkslasten und verteilt sie auf die einzelnen Pfähle. Je nach der Höhenlage der Rostplatte über der Bodenoberfläche unterscheidet man tiefe und hohe Pfahlroste. Früher wurden noch ausschließlich Holzpfähle verwendet, deren Köpfe durch hölzerne Verbände zimmermannsmäßig zu geschlossenen Rosten zusammengefügt wurden. Heute werden die Pfahlköpfe stets unmittelbar in die Fundamente oder Fundamentplatten der zu gründenden Bauwerke eingebunden, so dass diese gleichzeitig die Aufgabe der Pfahlrostplatte übernehmen.

Pfahltreiber

auch: Pflanzenstäbe

Wenn Holzpfähle mit dem Vorschlaghammer ins Erdreich getrieben werden, spleißen sie am Kopf auf. Dies begünstigt Fäulnis durch Regeneinwirkung. Um das Aufspalten am Kopf eines Pfahls zu verhindern, gibt es spezielle Pfahltreiber. Das sind Ringe aus Stahl, die über den Pfahl geführt werden und an deren Seite sich ein kleiner Metallteller befindet, auf den der Vorschlaghammer trifft. Die Einschlagkraft überträgt sích auf den Ring von diesem auf den Holzpfahl.

Pfahlzieher

Pfahlzieher kommen beim Ziehen von Pfosten und Spundwänden zum Einsatz. Dabei handelt es sich in der Regel um schnellschlagende Geräte, deren Schlagenergie nach oben wirkt. Bei einem leichten Pfahlausziehwiderstand werden auch statisch wirkende Pfahlzieher verwendet.

Pfanne

auch: Pfannen

siehe Dachpfanne.

Pfeifenkopfschlüssel

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Steckschlüssel mit einer speziellen Form, der er auch seinen Namen zu verdanken hat. Er wird zum Lösen und Anziehen von Sechskantschrauben verwendet. Durch die tiefe Hohlform der Steckschlüssel ist das Schrauben auch bei überstehenden Gewinden möglich. Der Steckschlüssel besitzt eine Bohrung, durch die eine Gewindestange oder ein Drehstift gesteckt werden kann.

Pfeiler

Ein Pfeiler ist eine quadratische oder rechteckige Stütze eines Gebäudes oder sonstigen Bauwerks. Eine Säule hingegen hat einen runden Querschnitt, wobei häufig auch von Rundpfeilern gesprochen wird, da mit einer Säule etwas Antikes verbunden wird. Pfeiler werden auf Druck beansprucht und können bei zu starker Belastung knicken.

Pfeiler-Abdeckplatte

auch: Pfeiler-Abdeckplatten

Freistehende Mauern findet man in Vorgärten, Atriumhäusern oder als Abtrennung zu Nachbargrundstücken. Oft werden diese von gemauerten Pfeilern unterbrochen, zwischen denen handgeschmiedete oder hölzerne Zaunelemente montiert sind. Um ein Eindringen von Nässe in die Pfeiler zu verhindern, werden diese von speziellen Platten "gekrönt". Diese haben die Form eines Miniatur-Zeltdaches und dieselbe Funktion wie eine Mauerabdeckplatte. Je nach Stärke des Mauerwerks werden Pfeiler-Abdeckplatten aus Beton in den Formaten 36 x 36, 40 x 40 und 50 x 50 cm angeboten.

Pfeilerabdeckung

auch: Pfeilerabdeckungen

Pfeilergründung

auch: Pfeilergründungen

Die Pfeilergründung ist eine Schachtgründung. Um Erdaushub und Grundmauerwerk zu sparen, werden anstelle von durchgehenden Fundamenten einzelne Fundamentpfeiler auf tragfähigem Grund errichtet und diese oben, aber noch unter der Erdoberfläche, durch Stahlbetonbalken oder Platten miteinander verbunden.

Pfeilerstau

Von einem Pfeilerstau wird bei fließenden Gewässern gesprochen, wenn durch Einbauten wie beispielsweise Pfeilern, Widerlagern oder Baugruben sich dort das Wasser staut.

Pferdefleischholz

Andere Bezeichnung für Massaranduba

Pfette

auch: Firstpfette, Mittelpfette, Pfetten

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Die Pfette ist Teil der Tragkonstruktion eines Pfettendachs. Pfetten sind waagerechte Längsträger (Holzbalken), auf welche die Sparren gelagert werden. Je nachdem, wo sich die Pfetten befinden, spricht man von Firstpfette, Mittelpfette oder Fußpfette. First- und Mittelpfette werden durch Pfosten abgestützt, die Fußpfette liegt auf der Decke auf. Pfetten verlaufen immer parallel zur Traufe oder zum First.

Pfettenanker

auch: Sparrenpfettenanker, Universalverbinder

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Pfettenanker (auch Universalverbinder genannt) sind Holz-Verbinder für Dachkonstruktionen mit schräglaufenden Balken. Sie eignen sich zur Ableitung der Windsogkräfte, zur Lagesicherung von Sparren auf Pfetten und zur Abhängung von Kehlbalken an Mittelpfetten. Es gibt sie in sechs Standardgrößen jeweils in Recht- bzw. Linksausführung. Sparrenpfettenanker sollten grundsätzlich nur paarweise verarbeitet werden. Sie eignen sich hervorragend für Dachkonstruktionen, die unterseitig verkleidet werden.

Pfettendach

auch: Pfettendächer

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Traditionell in Süddeutschland und im Alpenraum üblich, lässt sich ein Pfettendach praktisch bei jeder Dachneigung realisieren. Zahlreiche Varianten sind möglich, das Grundprinzip sind jedoch Sparren, die auf Fuß- und Firstpfetten aufliegen. Die Firstpfette ist bei größeren Haustiefen durch senkrechte Ständer - meist mit Kopfbändern - auf der obersten Geschossdecke unterstützt. Bei größeren Sparrenlängen werden zwischen Fuß- und Firstpfette zusätzliche Pfetten angeordnet ("Einfach, zweifach, dreifach... stehender Pfettendachstuhl").

Pfettenverhängung

auch: Pfettenverhängungen

Pfettenverhängungen sind Konstruktionen, die die Beanspruchung von Pfetten vermindern helfen. Es handelt sich dabei um Zugstangen, die im 1/2- oder 1/3-Punkt der Pfette angebracht werden. Die Zugstangen sind im First zu den Pfettenauflagerpunkten gespreizt.

Pflanzen einschlagen

Pflanzen, die aus Zeitgründen oder wegen des Baustellenablaufs nicht sofort an den dafür vorgesehenen Ort eingepflanzt werden können, sollten davor bewahrt werden, dass die Wurzeln austrocknen. Hierzu gräbt man die Wurzeln provisorisch an einer anderen Stelle ein oder bedeckt zumindest den Wurzelballen mit einer dicken Erdschicht. Dabei können die eingeschlagengen Pflanzen auch schräg stehen, oder sehr dicht beieinander gelegt werden. So können die Gehölze einige Wochen aushalten, bevor sie eingepflanzt werden.

Pflanzenkläranlage

auch: Pflanzenkläranlagen

Bei einer Pflanzenkläranlage erfolgt die Abwasserreinigung durch Pflanzen. Dabei wird durch wechselnde Beschickung Sauerstoff in ein Pflanzbeet eingetragen. Pflanzenkläranlagen sind Kleinkläranlagen, die im naturnahen Verfahren Abwasser in zwei Reinigungsstufen (mechanisch und biologisch) behandeln und anschließend versickern, sammeln oder in Fließgewässer leiten. Ihre Größe ist abhängig von der Anzahl der angeschlossenen Einwohner (EW) bzw. von der zu erwartenden Abwassermenge.

Pflanzenpigmente

auch: Tierpigmente

Tier- und Pflanzenpigmente sind organische Pigmente, die im Gegensatz zu Teerpigmenten oder Schwarzpigmenten auf natürliche Weise gewonnen werden. Beispiele für Tier- und Pflanzenpigmente sind Karminlack, Krapplack, Schüttgelb, Kasseler Braun, Sepia und Indigo.

Pflanzenring

auch: Pflanzenringe

siehe Pflanzenstein.

Pflanzenstab

auch: Pflanzenstäbe

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Auch wer nur einen Balkon hat, besitzt einen Pflanzenstab. Denn diese dienen der Stütze junger hoch wachsender Pflanzen. Wer einen Garten hat, hat gleich mehrere dieser Pflanzenstäbe im Schuppen liegen. Pflanzenstäbe aus feinem Bamusrohr und in unterschiedlichen Längen kennt jedermann. Im GALAbau werden sie als Tonkinstäbe bezeichnet. Zu Kaiserzeiten dienten diese Stäbe als Züchtigungsinstrument widerspenstiger oder fauler Schüler - als Rohrstock gehörten sie sozusagen zum Standardinventar einer jeder Schule.Die heutigen Pflanzenstäbe bestehen aber auch aus Aluminiumrohr, das Kunststoff ummantel ist, oder aus Holz. Holzstäbe können einen armdicken Umfang haben und weit über zwei Meter hoch sein - je nachdem, wie hoch das Bäumchen ist, das frisch gepflanzt wurde und über drei und mehr Jahre einen Halt braucht, bis sich das Wurzelwerk verbreitet und der junge Stamm eine gewisse Sturmfestigkeit erlangt hat. In diesem Fall wird nicht mehr von einem Stab gesprochen, sondern von einem Holzpfahl. Um Bäumen einen Halt zu geben, eignen sich Aluminiumstäbe überhaupt nicht. Die dafür geeigneten Holzpfähle, die unten angespitzt sind und mit dem Vorschlaghammer in den Erdboden gerammt werden, faulen im unteren Teil nach drei bis vier Jahren ab - es sei denn, sie sind kesseldruckimprägniert.

Pflanzenstein

auch: Pflanzenring, Böschungsstein, Wallflorstein, Hangflorstein, Pflanzstein, Florwallstein, Pflanzensteine

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Pflanzensteine sind bepflanzbare Böschungselemente. Standfest werden die Konstruktionen zum einen durch das relativ hohe Gewicht der Pflanzensteine (bis 42 kg), zum anderen durch die Verfüllung mit 1/3 Kies oder Schotter und 2/3 Erde. Ein 30 - 50 cm tiefer Fundamentgraben aus verdichtetem Kies oder Schotter nimmt die erste Reihe der Pflanzensteine auf. In der Regel werden die auch als Pflanzenringe, Böschungssteine, Wallflorsteine oder Hangflorsteine bezeichneten Pflanzensteine aus gefügedichtem Leichtbeton oder aus haufwerksporigem Beton bzw. Leichtbeton hergestellt. Sie sind in verschiedenen Formen, Größen und Farben (grau, braun, anthrazit) erhältlich. Oft zeichnen sie sich durch eine profilierte Oberfläche aus. Vielfach sind dem Beton Zuschläge wie Lava, Blähton oder Blähschiefer zugemischt. So wird die Wasserversorgung der Pflanzen verbessert.

Pflanzgebot

Mit dem Pflanzgebot können Eigentümer verpflichtet werden, die im Bebauungsplan festgesetzten Pflanzmaßnahmen auf ihrem Grundstück durchzuführen. Das Pflanzgebot hat den Zweck, die Auswirkungen zu verringern, die die Bebauung auf die natürlichen Lebensräume von Mensch, Tier und Pflanzenwelt hat. Weiterhin kann vorgegeben werden, dass etwa flach geneigte oder flache Dächer intensiv oder extensiv oder auch Fassaden (z.B. durch Efeu) begrünt werden. Dazu sind in der Regel neben den Bebauungsplänen entsprechende „Grünordnungspläne“ vorhanden.

Pflanzkasten

auch: Pflanzkästen

Pflanzkästen werden immer dann eingesetzt, wenn keine Bepflanzung direkt im Erdreich möglich ist - z. B. auf Terrassen oder Balkonen. Sie werden meistens aus kesseldruck-impägnierter Fichte hergestellt, wobei zahlreiche Hersteller für eine außerordentliche Vielfalt an Formen und Modellen sorgen. Üblich ist, die Pflanzkästen nicht mit Folien oder Blechen auszukleiden, damit die Pflanzen nicht im Fußbad stehen. Große Pflanzkästen werden auch auf Straßen zur Verkehrsberuhigung und zur Durchsetzung von Geschwindigkeitsbegrenzungen eingesetzt.

Pflanzring

auch: Pflanzringe

Pflanzschnitt

auch: Pflanzschnitte

Obstbäume und Obststräucher benötigen, um eine gute Ernte zu bringen eine ständige Pflege. Hierbei ist das Beschneiden eine der wichtigsten Pflegemaßnahmen überhaupt. Schon beim Einpflanzen müssen Bäume beschnitten werden, man spricht hierbei vom Pflanzschnitt. Um bei einem jungen Baum ein gesundes Wachstum und eine ausreichende Wasser- und Nährstoffversorgung zu gewährleisten, werden die Triebe der Krone nach dem Einpflanzen erst einmal stark zurückgeschnitten. Es sollten neben dem Haupttrieb nur noch drei kräftige, im stumpfen Winkel abgehende und nicht zu nah beieinander liegende Seitenleittriebe stehen bleiben. Diese werden möglichst auf gleicher Höhe über einer nach außen gerichteten Knospe geschnitten. Der Haupttrieb wird ca. 15 - 20 cm über den Seitenleittrieben geschnitten. Bei frisch eingepflanzten Beerensträuchern sieht der Pflanzschnitt folgendermaßen aus: Junge Beerensträucher sollten etwa sechs kräftige, einjährige Triebe besitzen. Je nach Wuchs werden starke Triebe um ein Drittel, schwächere um die Hälfte gekürzt. Die Übrigen werden bodennah zurückgeschnitten.

Pflanzstein

auch: Pflanzsteine

siehe Pflanzenstein.

Pflaster

Pflasterbett

auch: Pflasterbettung

Auf ihm ruhen Plastersteine. Soll Pflaster ohne den Zusatz von Bindemittel in Bettung und Fugenfüllung verlegt werden, kommt nach wie vor nur die ungebundene Bauweise in Betracht, das heißt, mit Sand und Splitt. Bei der gebundenen Bauweise wird das Pflaster in Mörtel verlegt und mit Mörtel verfugt. Unabhängig von der gewählten Bauweise gilt aber der Grundsatz: Bettungs- und Fugenmaterial sind immer in gleicher Bauweise auszuführen - also entweder ungebunden oder gebunden.

Pflasterbettung

auch: Pflasterbettungen

siehe Pflasterbett.

Pflasterdecke

auch: Pflasterdecken

Als Pflasterdecke bezeichnet der Fachmann einen Straßenbelag aus Pflastersteinen einschließlich der Pflasterbettung.

Pflasterklinker

Pflasterkreis

auch: Pflasterkreise

Verlegemuster bei der Anlage von Wegen, Plätzen und Terrassen. In der Regel werden dazu Pflastersteine verwendet, die sich farblich vom gepflasterten Umfeld absetzen. Man unterscheidet zwischen Viertel-, Halb- und Vollkreisen. Der Handel bietet komplette Sets an mit Pflastersteinen in den richtigen Formaten, so dass auch Heimwerker unproblematisch Pflasterkreise verlegen können.

Pflasterrahmen

Bezeichnung für Einfassungen aus Randsteinen oder anderen Materialien, mit denen eine gepflasterte Fläche umgrenzt und eingefasst ist.

Pflasterrinne

auch: Pflasterrinnen

Als Pflasterrinne bezeichnet der Fachmann eine gepflasterte Rinne in einer Straße. Die Pflasterrinne kann V-förmig, trapez- oder muldenförmig ausgebildet sein. Die an der tiefsten Stelle der Rinne gesetzten Pflastersteine sind die Sohlsteine.

Pflasterstein

auch: Pflastersteine

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Weg-, Straßen- und Terrassenbelag, der als Betonpflaster, Natursteinpflaster und Ziegelpflaster angeboten wird. Es gibt Pflastersteine in verschiedenen Farben, Formen und Oberflächen, so dass die Gestaltungsmöglichkeiten sehr vielfältig sind. Je nach verwendetem Material sind Pflastersteine zudem mehr oder weniger widerstandsfähig gegen Frost- und Tausalzangriffe. Pflastersteine vor allem aus Basalt werden seit hunderten von Jahren in Deutschland verlegt, alte Basaltpflastersteine (Altpflaster) sogar als "antikes" Baumaterial gehandelt. Um der Verdichtung unseres Grund und Bodens vorzubeugen, werden heutzutage auf PKW-Stellplätzen gerne Rasenpflastersteine und solche Betonpflastersteine verlegt, die regenwasserdurchlässig sind (Porenpflaster.

Pflasterverband

auch: Pflasterverbände

Mauersteine werden ebenso in einem Verband verlegt wie Pflaster. Unter Verlegen in einem Verband wird verstanden, dass Steine oder Pflaster in einer bestimmten Anordnung verlegt werden. Als Pflasterverbände sind bekannt der Fächer, das Reihenpflaster, das Diagonalpflaster, das Passéepflaster, das Segmentbogenpflaster und das Schuppenbogenpflaster.

Pflasterziegel

Pflaume

auch: Zwetschge

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Die Pflaume stammt ursprünglich aus Asien, hat aber mittlerweile auch in Mitteleuropa ihre Heimat gefunden. Die Farbe des Holzes schwankt zwischen rosabraun und violettbraun, der Splint ist gelblich. Das Holz ist hart, dicht und spröde. Es schwindet sehr stark und ist im Freien nicht dauerhaft. Es ist sauber zu bearbeiten, zu drehen und zu schnitzen. Verwendet wird es zum Beispiel für Drechslerarbeiten, Blasinstrumente und Kunstschreinerarbeiten.

Pflegeöle

Von einzelnen Parkett- und Pflegemittelherstellern verwendeter Begriff für Öle, mit denen geöltes Parkett gepflegt werden kann.

Pfosten

andere Bezeichnung für Holm.

Pfostenanker

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Trägerelement für Holzbalken aus verzinktem Stahl oder nicht rostendem Edelstahl, dessen Unterkonstruktion einbetoniert wird. Pfostenanker werden in sehr unterschiedlichen Begriffen auf den Markt gebracht, nämlich unter Bezeichnungen wie Pfostenträger, Pfostenschuh, Stützenschuh oder sogar unter Betonanker, was jedoch zu Verwechslungen führen kann. Pfostenanker haben eine U-Form, L-Form, H-Form oder T-Form. Sie dienen der stabilen Befestigung von Balken für Carports, Vordächer und Pergolen, aber auch Zäunen. Indem sie einen Abstand zum Erdreich herstellen, sorgen sie desweiteren für einen konstruktiven Holzschutz. Denn bei direktem Erdkontakt ist Holz - je nach Holzart mehr oder weniger schnell - der Fäulnis ausgesetzt.

Pfostenbauweise

auch: Pfostenhaus, Pfostenbauweisen

Bei der Pfostenbauweise wurden senkrechte Hölzer (Pfosten) in den anstehenden Boden eingegraben. Die dadurch erreichte Standfestigkeit der tragenden Elemente ermöglichte einen einfachen Weiterbau ohne große handwerkliche Fähigkeiten und ohne aufwändige Sicherungsmaßnahmen. So wurden zum Beispiel keine Streben oder Kopfbänder benötigt. Der Zwischenraum zwischen den einen Meter tief eingegrabenen Pfosten wurde entweder mit Flechtwerk aus Weiden- und Haselruten, das mit Lehm verputzt wurde, oder mit Blockbohlen gefüllt. Durch den ständigen Kontakt mit Luft und Wasser, fing solch eine Konstruktion relativ schnell an zu faulen, so dass die Lebensdauer eines Pfostenhauses maximal 20-30 Jahre betrug. Das Pfostenhaus ist der Vorläufer des Fachwerkhauses. Dieses löste etwa seit dem 12. Jahrhundert langsam die alte Pfostenbauweise ab.

Pfostenfundamentstein

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Wer einen Pfostenanker befestigen will, kann diesen einbetonieren oder in einen Pfostenfundamentstein aus Beton einsetzen. Diese gibt es auch mit in den Stein eingegossenem H-Pfostenträger, siehe Foto. Pfostenfundamentsteine werden ihrerseits nicht einbetoniert, sondern ins Erdreich gegraben und die Erde dann festgestampft. Die seitlichen Ausbuchtungen, die sich ebenfalls mit Erdreich füllen, geben dem Stein eine gewisse Stabilität.

Pfostenhaus

auch: Pfostenhäuser

Pfostenkappe

auch: Pfostenkappen

Pfostenkugel

auch: Pfostenkugeln

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Um das Hirnholz eines Pfostens, wie er etwa beim Bau eines Holzzauns eingesetzt wird, vor regenbedingter Verwitterung zu bewahren, werden ihm entweder Pfostenkappen aufgesetzt oder sogenannte Pfostenkugeln. Während die Kappen aus Metall oder aus Holz bestehen, sind die Pfostenkugeln meistens nur Metallausführung erhältlich wie etwa verzinktem Stahl, Kupfer, Edelstahl V2A oder Aluminium.

Pfostenschuh

auch: Pfostenschuhe

weitere Bezeichnung für Pfostenanker.

Pfostenträger

weitere Bezeichnung für Pfostenanker

Pfostenwasserwaage

auch: Pfostenwasserwaagen

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Die Pfostenwasserwaage ist ein Werkzeug, um Balken, Regale, Zäune, Rohrleitungen, usw. in die Waagerechte bzw. ins Lot zu bringen. Der besondere Vorteil dieser Wasserwaage: Durch die Befestigungsmöglichkeit am auszuwuchtenden Teil ist kein zweiter Mann erforderlich. An Holzpfosten wird die Wasserwaage mit einem elastischen Spanngurt befestigt und an Metallpfosten dienen 4 Innenmagnete für einen festen Halt. Die Wasserwaage ist sowohl für rundes als auch für kantiges Material geeignet.

Pfropfung

auch: Aufpfropfung

Während man bei der Längsverbindung von Kanthölzern von Stoß spricht, wird die Längsverbindung von Rundhölzern mitunter auch als Propfung oder Aufpropfung bezeichnet. Die Bezeichnung wurde vor allem für die Verbindung der Pfähle für Pfahlroste geprägt. Die Propfung kann mit Dolle (Dorn) und Stahlring, mit schmiedeisernen Schienen oder als Kreuzstoß mit Stahlbändern erfolgen.

Pfusch am Bau

Gängiges Schlagwort für Baumängel, insbesondere für versteckte Mängel. Der Pfusch am Bau hat viele Ursachen. Er kann von desinteressierten oder unqualifizierten Bauarbeitern verursacht werden. Er kann von nachlässigen Bauleitern begünstigt werden. Er kann von Handwerkern oder Bauunternehmern geradezu herausgefordert werden, wenn statt vereinbarter hochwertiger minderwertige Materialien verbaut werden. Auch Konventionalstrafen begünstigen den Pfusch am Bau. Bauprozesse werden zu einem erheblichen Teil aufgrund von Pfusch am Bau in Gang gesetzt.

Phase

siehe Außenleiter.

Phasenleiter

siehe Außenleiter.

Phasenprüfer

Phasenwender

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Mit einem Phasenwender läßt sich die Laufrichtung von Drehstrommotoren verändern. Zwei Phasenstifte sind auf einem Rotor angebracht, der sich durch einen Schraubendreher entriegeln und um 180 Grad nach links bzw. rechts drehen lässt. Ein Handgriff ändert die Drehrichtung, ohne das zeitaufwändige und umständliche Umklemmen der Anschlussleitungen.

Phenol

Wichtiger Ausgangsstoff oder Zwischenprodukt zur Herstellung von z.B. Kunstharzen, Farbstoffen, Arzneimitteln, Schädlingsbekämpfungsmitteln, Weichmachern und Gerbstoffen.

Phenolharz

auch: Phenolharze

Kunststoff aus der Gruppe der Duroplaste. Phenolharz ist hart, hitze- und witterungsbeständig sowie wasserfest. Es ist in wasserfesten Leimen und Lacken enthalten (Kunstharzklebstoffe). Verwendung findet der Kunststoff beispielsweise bei der Herstellung von Hartschaumplatten zur Wärmedämmung (aus Phenolharzschaum, siehe Kunststoffschäume). Mit Füllstoffen vermischt ist Phenolharz ein Rohstoff für Pressmassen (zum Beispiel von Essgeschirr oder Gehäusen). Furniere werden in Phenolharz getränkt und gepresst. Das Preßschichtholz entsteht.

Phosphate

Chemisch gesehen sind Phosphate die Salze und Ester der Phosphorsäure. Sie kommen in Düngern, Waschmitteln, Reinigungsmitteln oder Schädlingsbekämpfungsmitteln zum Einsatz. Ins Abwasser gelangen Phosphate zu je etwa einem Drittel durch Fäkalien, Düngemittelabschwemmung und Wassch- und Reinigungsmittel. Dies kann bei der Abwasserreinigung problematisch werden, da Phosphate mit Schwermetallen Verbindungen eingehen. Die Phosphate mobilisieren aus dem Klärschlamm Schwermetalle.

Phosphatierung

auch: phosphatieren

Unter Phosphatierung versteht man ein Verfahren, bei dem Metallteile - insbesondere solche aus Stahl - mit einer wässrigen Phosphatlösung überzogen werden. Schrauben aus Stahl werden besonders dann phophatiert, wenn im Trockenbau Wände mit Gipsspachtel behandelt werden, weil diese Spachtelmasse auf vernickelte Schrauben negativ reagiert. Ansonsten erhalten Stahl- und Aluminiumteile durch Phosphatierung einen Korrosionsschutz, ferner wird das Haftvermögen vergrößert und Reibverluste und Verschleißzeiten minimiert.

Phosphin

Phosphorwasserstoff

wird hauptsächlich als Begasungsmittel zur Schädlingsbekämpfung benutzt.

Photogrammetrie

auch: Fotogrammetrie

Bei der Photogrammetrie werden Fotografien oder Messbildern eines Objekts vermessungstechnisch und graphisch weiterverarbeitet. Es handelt sich um ein Verfahren der indirekten Objektvermessung. Früher wurden die Bilder mit analog arbeitenden Auswertegeräten verarbeitet. Heute erfolgt die Verarbeitung digital und am Computer. Unter den Objekten, die per Photogrammetrie erfasst werden zählen Planeten, die Erde und Landesteile. Aber auch bei Großbaustellen, Gebäuden oder Skulpturen kommt die Photogrammetrie zum Einsatz.

photokatalytischer Filter

auch: photokatalytische, Filter

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Photokatalytische Filter werden bei Luftreinigern eingesetzt. Mit dieser Filterart werden die Staub- und Geruchspartikel ähnlich wie bei der elektrostatischen Filterung zusätzlich mit einer Art Katalysator eleminiert. Damit werden nicht nur Geruchspartikel, Keime und Bakterien sondern auch Krankheitsviren eleminiert. Der Wirkungsgrad bei diesem Filtersystem liegt bei Mikroorganismen bei 99,99%. Alle Filtermedien sind lange haltbar und antibakteriell beschichtet. Die Funktion beim photokatalytischen Luftfilter ist hochwirksam und bietet eine lange Filterstandzeit.

Photo-Lithium-Batterie

auch: Photo-Lithium-Batterien

Photosmog

auch: Sommersmog, Los-Angeles-Smog

Während in der Stratosphäre das Umweltproblem des Ozonabbaus zu beklagen ist, verursacht der sogenannte Photosmog die Bildung von Ozon in den unteren Luftschichten, wo Ozon lebende Organismen schädigt. Da Lichteinfall notwendig ist, tritt Photosmog im Sommer auf und ist daher auch als Sommersmog oder Los-Angeles-Smog bekannt. Photosmog tritt vornehmlich in städtischen Gebieten auf, da dort viele als Stoßpartner fungierende Staubpartikel vorhanden sind. Bodennahes Ozon greift die Atmungsorgane bei Mensch und Tier an. Es schädigt Pflanzen und Materialien und ist am Waldsterben beteiligt.

Photovoltaik

Photovoltaik ist die Wandlung von Sonnenstrahlung in Elektrizität mittels Solarzellen. In diesen Solarzellen, meist aus Silizium, werden unter Zufuhr von Licht oder Wärme positive und negative Ladungsträger freigesetzt (Photoeffekt) und so Gleichstrom erzeugt, der direkt Motoren antreiben oder Akkus aufladen kann. Da die Spannung einer einzelnen Photovoltaikzelle zu niedrig ist, schaltet man mehrere Zellen parallel zu Modulen zusammen. Mit einer Photovoltaikanlage gewinnt man effizient Strom aus der Sonne. Der so gewonnene Strom wird eingespeist und man erhält dafür die gesetzlich geregelte Vergütung. Es ist also egal, wie groß die Solarstromanlage dimensioniert ist, da man weiterhin am öffentlichen Stromnetz hängt.

Photovoltaische Glaselemente

Bei der Photovoltaik findet mittels Solarzellen eine direkte Umwandlung von Sonnenlicht in elektrische Energie statt. Die Flachglasindustrie liefert dazu Glaselemente aus zwei Scheiben, wobei in den Scheibenzwischenraum die Solarzellen eingebaut sind. Außerdem werden diese Glaselemente auch im Isolierglasaufbau geliefert, wodurch Photovoltaik-Fassadenelemente auch mit Wärmedämmung kombinierbar sind.

Phyllit

Phyllit ist ein nur gering metamorph geprägter Kristalliner Schiefer, eine Vorstufe zu Glimmerschiefer. Das Gestein ist sehr gut zu Platten spaltbar, die zu Wänden, Tischen und Böden verarbeitet werden. Phyllit tritt in ziemlich allen Farbstellungen auf. In Deutschland findet man das Gestein nicht, davür gibt es viele Sorten aus Indien, China, Philippinen, Südafrika und Zimbabwe.

Physical Vapor Deposition

Diese englische Wortkombination steht für "physikalische Dampfabscheidung". Dahinter verbirgt sich ein Verfahren, verchromte Badarmaturen in einem mehrstufigen Beschichtungsprozess mit einer besonders widerstandsfähigen und vor allem farbigen Oberfläche zu versehen. Die kratzfesten Armaturen werden in Gold-, Silber-, Messing- und "Seidenmetall"-Farbtönungen auf den Markt gebracht.

Physikalischer Holzschutz

auch: Physikalischem, Holzschutz, Physikalischen, Holzschutz

Mit physikalischem Holzschutz sind alle Anstriche gemeint, die auf der Holzoberfläche eine Schutzschicht gegen UV-Strahlen, Regen und mechanischem Abrieb bilden. Dazu gehören eigentlich alle außen einsetzbaren Anstrichmittel. Unterschiedlich ist allerdings der Aufwand, den Schutz langfristig zu erhalten: Lasuren werden dazu regelmäßig überstrichen, Lack muss dazu zuvor an schadhaften Stellen wieder abgeschliffen werden. Sind Holzteile Regen, Spritzwasser oder Erdkontakt ausgesetzt, reicht der physikalische Schutz allein nicht aus. Physikalischer Holzschutz ist daher vor allem als Ergänzung für den konstruktiven Holzschutz oder chemischen Holzschutz sinnvoll.

Physikalische Trocknung

auch: Physikalische, Trocknung

Einfaches Zusammenfließen der Bindemittelteilchen in Anstrichen nach Verdunsten der Lösemittel. Hier liegen keine stofflichen Veränderungen vor. Wässrige und Lackbindemittelfilme, die physikalisch getrocknet sind, können von dem Lösemittel, in dem sie beim Anstrich gelöst waren, erneut gelöst werden. Sie sind reversibel.

Pickel

siehe Kreuzpickel.

Pictogramm

auch: Pictogramme

siehe Piktogramm

Pigment

auch: Pigmentierung, Pigmente

Pigmente sind Partikel aus anorganischem oder organischem Material, die Farbton und Deckvermögen bei Farben und Lacken bestimmen. Die "Pigmentierung" hat darüber hinaus Einfluss auf Glanzgrad, Haftung, Elastizität und Oberflächenhärte. Sie sind praktisch unlöslich und wirken schützend gegen UV-Strahlung. Soll ein bestimmter optischer Effekt erzeugt werden, kommen Effektpigmente zum Einsatz. Wie bereits erwähnt, wird zwischen organischen und anorganischen Pigmenten unterschieden. Anorganische Pigmente sind Erdpigmente und Mineralpigmente. Organische Pigmente sind Teerpigmente, Schwarzpigmente sowie Tier- und Pflanzenpigmente.

Pigmentierung

siehe Pigment.

Pigmentpaste

auch: Pigmentpasten

siehe Abtönpaste

Pigment-Volumen-Konzentration

Das Verhältnis des Volumenanteils der Pigmente eines Anstrichmittels zum Gesamtvolumen von dessen nichtflüchtigen Bestandteilen (d.h. Pigment und Bindemittel). Die Zahl wird normalerweise als Prozentsatz ausgedrückt. Höhere Prozentwerte (z.B. 40% - 85%) ergeben sich bei matten Farben, während niedrigere Werte (z.B. 10% - 25% bei glänzenden und halbglänzenden Farben gegeben sind.

Piktogramm

auch: Piktogramme

Unter einem Piktogramm wird in der angewandten Grafik eine symbolhafte, stark vereinfachte, auf das Wesentliche reduzierte Bilddarstellung verstanden, wobei das Piktogramm als Hinweisschild und/oder Bestandteil eines Orientierungssystems verstanden wird. Weltweit bekannt sind die Piktogramme, die signalisieren, dass sich hinter einer Tür eine Damen- oder Herrentoilette befindet. Im Bauwesen findet man Piktogramme auf Schritt und Tritt, nämlich bei Gebotszeichen, Sicherheitskennzeichen, Verbotszeichen, Warnzeichen, Rettungszeichen und Brandschutzzeichen.

Pilaster

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Ein Pilaster ist eine vertikale, meist rechteckige Stützgliederung in Form einer Pfeilers. Pilaster dienen ähnlich wie Säulen als Auflager z.B. für Kreuzgewölbe. Als Fassadenstuck werden auch heute noch Pilaster hergestellt insbesondere für Sanierungen an Schlössern und Patrizierhäusern. Pilaster bestehen aus einer Pilasterbase als Sockel, einem Pilasterschaft als senkrechtem, oft mehrere Meter hohem Mittelteil und einem Pilasterkapitellals dekorativem Abschluß des Pfeilers.

Pilasterbase

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Die Pilasterbase ist das Fußstück eines Pilasters. Entsprechend der Lasten, die eine Pilasterbase abtragen muss, ist diese in der Regel recht wuchtig ausgebildet. Das Gegenstück der Pilasterbase ist das Pilasterkapitell am oberen Ende der rechteckigen Säule.

Pilasterkapitell

auch: Pilasterkapitelle

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Pilasterkapitelle sind im Bauwesen Bestandteile des Fassadenstucks und wurden in Schlössern, Stadtpalais' oder Patrizierhäusern eingebaut, um einen Pilaster zu krönen. Sie sínd im Prinzip nichts anderes, als ein Kapitell und werden auch heute noch gefertigt für Restaurierungsarbeiten an historischen Bauwerken. Auch Pilasterkapitelle werden als Kelchkapitelle, Figurenkapitelle oder Würfelkapitelle angefertigt. Manchmal wurden solche Kapitelle auch mit Fratzen "verschönt", was als heidnischer Abwehrzauber galt.

Pilasterschaft

auch: Pilasterschäfte

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Zwischen der Pilasterbase und dem Pilasterkapitell befindet sich der Pilasterschaft als senkrechtes säulenartiges Element. Auch Pilasterschäfte sind Bestandteile des Fassadenstucks und werden heute noch nach antiken Vorbildern im Rahmen der Restaurierung von historischen Bauwerken hergestellt. Pilasterschäfte sind nicht glatt gezogen, sondern haben nutenartige, parallel verlaufende Vertiefungen.

Pilotenwand

auch: Pilotenwände

siehe Hangrost.

Pilzdecke

auch: punktförmig gestützte Stahlbetondecke, Pilzdecken

Die Pilzdecke ist eine Stahlbetondeckenkonstruktion, die ohne Unterzüge auskommt. Die Decke liegt direkt auf säulenartigen Stützen auf, die sich nach oben pilzförmig erweitern. Sie ist mit den Stützen biegefest oder gelenkig verbunden. Pilzdecken werden häufig in Gebäuden eingebaut, die große und lichte überschaubare Räume (z.B. bei Großraumbüros) ohne störende Unterzüge erfordern. Für den weiteren Ausbau der Gebäude sind bei punktförmig gestützten Platten keine hinderlichen Unterzüge vorhanden. Eine weitere Bezeichnung für Pilzdecken ist punktförmig gestützte Stahlbetondecke.

Pilzkopf-Schlagdübel

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Der Pilzkopf-Schlagdübel hat seinen Namen dem Aussehen zu verdanken. Er ist das praxisgerechte Befestigungselement für Maueranschlussprofile, Folien und Blechverkleidungen an Dach, Balkon, Fassade usw. Das Loch wird gebohrt und der Dübel eingeschlagen. Der extra große Kopf sorgt für besonders festen Halt der zu befestigenden Gegenstände. Das Spreizelement aus Stahl bildet mit seinem speziell geformten Kopf eine geschlossene Einheit. Die Befestigung kann problemlos justiert und jederzeit zerstörungsfrei demontiert werden.

Pilzprofil

auch: Pilzprofile

Pilzprofile sind häufig in Natur- oder Betonwerkstein-Stufen als Antirutschprofile eingearbeitet. In einigen Fällen sind diese Profile durchlaufend, meist enden Sie jedoch vor den Stufenköpfen. In diesen Fällen ist darauf zu achten, das die Profile sauber eingearbeitet werden, da sich die Profilenden ansonsten bei unsachgemäßer Verarbeitung vom Untergrund lösen.

Pilzzapfenverriegelung

auch: Pilzzapfenverriegelungen

Eine Pilzzapfenverriegelung dient der Einbruchsicherung von Fenstern. Einbrecher versuchen erfahrungsgemäß zunächst das Fenster an den unteren Ecken auszuhebeln. Dagegen leistet die Pilzzapfenverriegelung Widerstand. Beim Schließen des Fensters schiebt sich der Pilzzapfen in die hinterschnittene Nut der Schließstücke, welche im Stahl verschraubt sind.

Pinie

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Die Pinie gehört zur Familie der Kiefern- und Tannengewächse. Sie ist einer der Charakterbäume des Mittelmeerraums und kommt hauptsächlich in Südfrankreich, Spanien, Portugal und Italien vor. Typisch ist die malerische, schirmförmige, flache oder wenig gewölbte Krone, sowie die sehr kontrastreiche dunkle Maserung auf hellem Holz. Das duftende Harz dient zur Herstellung von Terpentin. Pinienholz findet immer mehr Einzug in Wohnräume, wo es zumeist als edles Türholz, aber auch als Möbelholz verwendet wird.

Pinne

siehe Schnurnagel.

Pinsel

Malerwerkzeug, das je nach Anwendungszweck in verschiedenen Formen und Größen angeboten und eingesetzt wird. Pinsel haben Naturborsten, synthetische Borsten oder Mischborsten. Man unterscheidet: Rundpinsel FlachpinselFlächenstreicherMaurerpinselBeizpinselAbbeizpinselFensterpinselHeizkörperpinselPlattpinselSchrägstrichzieher

Pinselbürste

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Eine Pinselbürste ist ein Bürstenvorsatz für Geradschleifer, Winkelschleifer oder auch Bohrmaschinen. Sie eignet sich für das Entrosten enger Winkel, zum Beispiel in T- oder U-Profilen. Mit der Pinselbürste kommt man auch in schmale Öffnungen. Gezopfte Pinselbürsten öffnen sich durch die Fliehkraft und können deshalb versteckte Fugen und innen liegende Flächen reinigen. Die Borsten der Pinselbürste können entweder aus Draht oder aus Nylon sein.

Pinselpott

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Der Pinselpott ist ein spezielles Behältnis zum luftdichten Aufbewahren von Pinseln. Vor allem Pinsel, mit denen man lösemittelhaltige Lacke gestrichen hat, bleiben darin lange "frisch", das heißt die Farbe trocknet nicht ein. Werden die Pinsel im Pinselpott aufbewahrt, müssen sie somit nicht bei jeder Streichpause gereinigt werden.

Pinselputz

auch: Pinselputze

Diese alte Putztechnik steht dem Schlämmputz nahe. Zur Herstellung von Schlämmputz wird Kalkmilch mit wenig Sand vermischt, wobei eine dickflüssige Masse entsteht. Die Struktur des Mauerwerkes oder eines anderen Putzuntergrundes bleibt meist sichtbar. Verwendung in Keller- und Dachgeschossräumen, in Stallgebäuden sowie an Schornsteinen. Wird anschließend meist gekalkt.

Pinselreiniger

Mit einem Pinselreiniger lassen sich frische Farben, Lacke, Öle und Teer von Pinseln, Bürsten und anderen Werkzeugen entfernen. Bei Kunststoffteilen muss zunächst die Beständigkeit des Materials an einer kleinen Probefläche überprüft werden, da nicht lösungsmittelbeständige Kunststoffe vom Pinselreiniger angegriffen werden können. Die meisten Pinselreiniger sind Sondermüll, auch die leeren Behälter. Gebrauchte Pinselreiniger auf keinen Fall in den Ausguss schütten. Sammeln Sie den Reiniger in verschliessbaren Gefässen und bringen Sie diese zur Sondermüllsammlung. Pinselreiniger enthalten gefährliche Lösungsmittel.

Pinselzugtechnik

auch: Pinselzugtechniken

Malertechnik, um der Wand ein attraktives Aussehen zu geben. Für alle, die Blümchenmuster oder weiße Rauhfasertapeten endgültig satt haben.

Pintakel

siehe Drudenfuß.

Piquia

Piquia ist eine im Amazonasgebiet von Brasilien beheimatete Baumart. Die großen Piquia-Bäume erreichen eine Höhe bis zu 45 m und haben einen Durchmesser von 1,5 bis 2 m. Die Stämme haben eine Länge bis zu 21 m. Das Kernholze ist weißlich gelb bis graubraun mit manchmal kleinen streifigen Mustern. Die grobe Struktur des Holzes ist auf den häufig vorkommenden Wechseldrehwuchs zurückzuführen. Das Splintholz ähnelt dem Kernholz sehr und ist kaum zu unterscheiden. Piquia lässt sich gut maschinell bearbeiten, es werden wegen des Wechseldrehwuchses allerdings harte Metallwerkzeuge empfohlen. Beim Verschrauben sollte vorgebohrt werden. Das Holz trocknet langsam und tendiert zur Rissbildung und Verformung. Piquia ähnelt optisch der Eiche, ist aber nicht mit ihr verwandt. Wegen seiner ausgezeichneten Dauerhaftigkeit (Resistenzklasse 1) ist Piquia optimal für den Einsatz als Terrassendiele geeignet. Weitere Einsatzgebiete sind Brücken, Molen, Pfähle und Spundwände.

PIR

Pistolenknarre

auch: Knarren

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In einem Krimi sprechen die Ganoven von einer Knarre, wenn sie eine Pistole oder ein Gewehr meinen. Insofern kann die Bezeichnung Pistolenknarre missverstanden werden, weshalb man meistens von einer Pistolenratsche spricht. Optisch einer Pistole ähnlich, werden über die auswechselbaren Bits der Pistolenratsche Schrauben ohne großen Kraftaufwand angezogen oder gelöst.

Pistolenratsche

Pitch pine

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Pitch pine ist ein besonders schweres Nadelholz, das hauptsächlich aus den USA stammt. Das oft sehr harzige Holz ist für Möbel und Fußböden geeignet. Die Tatsache, dass in Amerika viele Schultische aus Pitch pine hergestellt wurden, weist auf eine hohe Strapazierfähigkeit des Materials hin. Ebenfalls wird das Holz im schweren Konstruktionsbau und bei der Sperrholz-Herstellung verwendet. Pitch pine neigt beim Trocknen etwas zum Reißen. Es verbindet Härte, Steifigkeit und Stoßfestigkeit auf hervorragende Weise miteinander. Die Verarbeitung ist wegen des hohen Harzgehaltes nicht immer einfach. Die Schneiden der Werkzeuge verharzen leicht.

Pitting

siehe Lochkorrosion.

PKD-Segment

auch: PKD-Segmente

Wenn von einem PKD-Segment die Rede ist, dann ist darunter ein Schleifteller zu verstehen, dessen unterschiedlich geformte Segmente mit polykristallinen Diamanten bestückt sind. Daher die Abkürzung PKD. Siehe dazu auch Diamant-Schleifteller

Plafond

auch: Plafonds

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function bild1() { fenster = open("", "Anzeige", "width=305,height=440"); fenster.document.open(); with (fenster.document) { write("<html><body bgcolor=#ffffff><center>"); write("<img src=../baulexikon/images/plafond1.jpg border=0 alt="Plafond"><br>"); write("</center></body></html>"); } fenster.document.close(); } Der Plafond ist die französische Bezeichnung für Zimmerdecke, hatte aber in der Vergangenheit eine weitergehende Bedeutung. Adel und Großbürgertum kannten als Fremdsprache bis 1914 (Ausbruch des 1. Weltkriegs) fast nur das Französische. Und Adel und Großbürgertum sprachen deshalb wie selbstverständlich von einem Plafond, wobei diese Plafonds teilweise extrem aufwendig ausgeschmückt wurden. Eine Stuckdecke gehörte zur Standardausführung der Plafonds in bürgerlichen Häusern. Fürsten, Herrscher und Großindustrielle ließen sich Plafonds bauen, die luxuriös mit Holzkassetten und Schnitzwerk ausgestattet und zum Teil mit Deckengemälden verziert oder kombiniert wurden. Die Zeichnung gibt nur ein Detail eines Holzplafonds wieder. Das Bild läßt sich jedoch durch Anklicken vergrößern. Der um 1870 entworfene Plafond war für den Speisesaal einer Villa gedacht.

Planbauplatte aus Porenbeton

auch: Planbauplatten, aus, Porenbeton

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Planbauplatten aus Porenbeton eignen sich für massive, leichte Trennwände mit geringem Eigengewicht. Ebenso werden die Platten zur Ab- und Vormauerung und für Einrichtungsgegenstände verwendet. Durch handlich große Formate ist eine schnelle Verarbeitung im Dünnbettverfahren garantiert. (Foto: Hersteller YTONG)

Planblock

auch: Planblöcke

siehe Plansteine.

Planelement aus Porenbeton

auch: Planelemente, aus, Porenbeton

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Planelemente aus Porenbeton sind großformatige Plansteine und somit dann geeignet, wenn es schnell gehen muss. Die Elemente sind bis 0,75 m²/Stück groß und werden mit dem Minikran versetzt. Zwei Personen braucht man dafür, denn gleichzeitig den Minikran zu bedienen und die Steine an die richtige Stelle zu bekommen, ist für eine Person allein zu schwierig. (Foto: Hersteller YTONG)

Planenspanner

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Planenspanner sind etwa 30 bis 40 cm lange Gummiseile, die an beiden Seiten mit Metallhaken versehen sind. Die Haken können beispielsweise in den Ösen einer Abdeckplane eingespannt werden. Mit dem anderen Ende wird die Plane dann gespannt. Planenspanner können aber auch für andere Zwecke verwendet werden, wie zum Beispiel zum Befestigen von Gepäckstücken am Fahrradgepäckträger.

Planfeststellungsbeschluss

Planfeststellungsverfahren

auch: Planfeststellungsbeschluss

Das Planfeststellungsverfahren ist ein besonderes Genehmigungsverfahren für Bauvorhaben. Es ist streng formalisiert und kommt auf den Gebieten des Verkehrs-, Wege- und Wasserrechts sowie der öffentlichen Versorgung zum Einsatz. Mit Hilfe des Planstellungsverfahrens soll bereits im Vorfeld eines Vorhabens die Vereinbarkeit mit allen von diesem berührten öffentlichen und privaten Belangen überprüft werden. Das Planfeststellungsverfahren, zu dem auch ein Anhörungsverfahren zählt, endet mit dem Planfeststellungsbeschluss. Dieser Beschluss umfasst und ersetzt u.a. alle eventuell erforderlichen Einzelgenehmigungen, Erlaubnisse und Zustimmungen für das Bauvorhaben. Der Planfeststellungsbeschluss kann auch enteignungsrechtliche Vorwirkung haben.

Planfräser

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Fräser für eine Oberfräse. Mit Planfräsern werden Oberflächen aneinander angepasst oder Oberflächenüberstände abgefräst. Mit dem Planfräser lassen sich flächige Überstände problemlos bündig fräsen.

Planfüllziegel

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Der Planfüllziegel ist ein Verfüllziegel, der ebenso wie der Planziegel plangeschliffen ist und über eine Stoßfugenverzahnung verfügt. Die Planfüllziegel werden sauber in- und aufeinander verlegt. Sie weisen Lochkanäle oder Lochkammern auf, die bei Erreichen der Geschoßhöhe mit Fließbeton B 15, Körnung 0 - 18 verfüllt werden. Dadurch entsteht ein Mittelding zwischen einer Ziegel- und einer Betonwand. Wegen der leichten Verarbeitbarkeit werden diese Ziegel auch gerne für den Bau von Selbstbauhäusern eingesetzt. Ein weiter Vorteil liegt darin, dass Wände aus Planverfüllziegeln über gute Schallschutzeigenschaften verfügen (55 dB bei 24 cm Wandstärke).

planieren

Unter planieren wird landläufig das Einebnen von Erdreich zu einem Planum verstanden. Das geschieht heutzutage vor allem mittels Einsatz einer Planierraupe und nachfolgendem Glattziehen und Verpressen des Erdreichs mit einer Planierwalze.

Planierraupe

auch: Bulldozer, Planierraupen

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Planierraupen bzw. Bulldozer sind Erdbaumaschinen zum Lösen und Transportieren des Bodens über kurze Distanzen. Dabei wird der Boden mit einem vorgebautem, pflugscharartigen heb- und senkbaren Planierschild vor der Planierraupe her oder bei Schrägstellung des Schildes zur Seite geschoben. Planierraupen werden im Straßen- und Hausbau beispielsweise zum Ebnen von Flächen eingesetzt.

Planierwalze

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Planierwalzen oder Walzenzüge sind umgangssprachlich "Dampfwalzen", obwohl diese Schwermaschinen zum Verdichten und Planieren von Erdboden und/oder Teerdecken heutzutage natürlich von einem Dieselmotor angetrieben werden. Mit Einsatzgewichten von etwa 7 bis über 20 t drücken sie alles platt, was ihnen im Weg liegt. Davon machen auch Brillen- und Uhrenhersteller Gebrauch, die pressewirksam gefälschte Produkte plattwalzen lassen.

Planke

auch: Planken

Planke ist die Bezeichnung für Bohlen, die konstruktiv eingesetzt werden können - z.B. für Bootsstege.

plano

Der umgangssprachliche Begriff "plano" leitet sich ab von planieren und dieses wiederum von Planum. Ursprünglich wird unter "plano" eine waagerechte, sozusagen glatt gebügelte Ebene verstanden. Inzwischen wird der Begriff z.B. auch eingesetzt, wenn eine Fassade "plano" ausgeführt werden soll.

Plansteine

auch: Planblock, Planstein

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Plansteine sind an den Lagerflächen geschliffene Mauersteine. Sie werden mit einer 1 mm (bei KS-Steinen: 2 mm) dicken Lagerfuge mit Dünnbettmörtel vermauert. Der Dünnbettmörtel kann durch Tauchen der Steine in den Mörtel oder mit einer Mörtelwalze auf die Lagerfuge aufgebracht werden. Eine Stoßfuge ist wegen der Verzahnung der Steine nicht nötig. Plansteine werden beispielsweise aus Porenbeton, als KS-Stein oder aus gebranntem Ton als Planziegel hergestellt. Plansteine werden gerne eingesetzt für Selbstbauhäuser, weil sie der Selbermacher gut verarbeiten kann, ohne Maurer sein zu müssen. Plansteine aus Porenbeton (siehe Foto) erreichen Dimensionen von 249 mm Höhe x 624 cm Länge und einer Breite bis 365 mm, sind aber dennoch leicht zu handhaben. KS-Plansteine erreichen Größen von 498 x 498 x 240 mm. Für deren Verlegung muss allerdings ein Minibagger eingesetzt werden.

Plansteine aus Porenbeton

auch: Planstein, aus, Porenbeton

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Plansteine verfügen über Nut und Feder und werden mit äußerst geringen Toleranzen gefertigt. Dadurch können sie im Dünnbettverfahren vermauert werden. Beim Dünnbettverfahren wird nur die erste Steinschicht in einer dicken Mörtelschicht verlegt, die weiteren Schichten verlegt man in Dünnbettmörtel. Die erste Reihe muss absolut senkrecht und waagerecht sein und auch die Höhe muss stimmen, da bei den weiteren Reihen kein Ausgleich mehr vorgenommen werden kann. Die Fugen sind lediglich 1-3 mm dick und nicht, wie bei herkömmlichen Mauerwerk, etwa 1 cm bis 1,5 cm. Die schmaleren Fugen sorgen zudem für eine bessere Wärmedämmung. Die Nut- und Federprofilierung sorgt für sicheren Halt und vermeidet Wärmebrücken. Eine Stoßfugenvermörtelung kann somit entfallen. Dies alles führt dazu, dass sich Plansteine mit geringem Zeitaufwand schnell verarbeiten lassen. Plansteine eignen sich für tragende Außenwände, für nichttragende Innenwände, als Innenschale für zweischaliges Mauerwerk oder auch für den Kellerbau. (Foto: Hersteller YTONG)

Planum

auch: Erdplanum

Als Planum wird die Tragschicht bezeichnet, bis zu der Erdreich abgetragen wurde, um darauf eine Straße, einen Weg oder ein Gebäude zu errichten. Das Planum stellt somit die Grenzfläche zwischen Untergrund bzw. Unterbau und Oberbau dar. Während man sich bei der Anlage eines Gartenweges keine besonderen Gedanken über die Tragfähigkeit und die Elastizität des Planums zu machen braucht, ist dies im Straßenbau schon ganz anders. Je nachdem, ob das Planum aus leicht, mittelplastisch oder ausgeprägt plastischem Erdreich besteht, im letzteren Fall also stark verformbar ist, muss es in seiner Tragfähigkeit verstärkt werden, zum Beispiel durch Einbau einer (zusätzlichen) Kiessandschicht.

Planungstool

auch: Planungs-Tool

Im Zeitalter der Digitalisierung und der weltweiten Internet-Kommunikation sind Planungstools eine oft genutzte Möglichkeit, dass ein Hersteller oder ein Händler seinen potentiellen Kunden einen gewissen Gestaltungsspielraum einräumt. Mit einem Planungstool kann der Käufer etwa eines Fertighauses auf dem Bildschirm selbst darstellen, wie das gewünschte Haus mit verschiedenen Varianten wie andere Fassade, Anbaubalkon, angebauter Garage usw. aussehen wird. Im Bereich der Innenausstattung werden Planungstools für Badgestaltung, für Wandgestaltung, für verschiedene Arten von Laminatböden und dergleichen mehr angeboten.

Planzeichenverordnung

auch: PlanzV

Die Planzeichenverordnung ist die Verordnung über die Ausarbeitung der Bauleitpläne und die Darstellung des Planinhalts. In der Verordnung wird geregelt, welche Planzeichen in den Bauleitplänen nach dem Baugesetzbuch zu verwenden sind. Das gilt z.B. für Straßen, Art der baulichen Nutzung, Bauweisen, Baulinien und vieles mehr.

Planziegel

Sowohl die Ziegel-, als auch die Kalksandsteinindustrie bietet Planziegel bzw. Plansteine an, die sich von herkömmlichen Ziegelsteinen oder KS-Steinen dadurch unterscheiden, dass nur noch ein Dünnbettmörtel erforderlich ist. Bei Planziegeln genügt ein hauchdünner Auftrag von 1 mm, der mit einer Mörtelwalze aufgetragen wird. Diese Verarbeitung ist natürlich nur möglich, weil die Planziegel absolut exakt und mm-genau produziert werden. Der Vorteil der Planziegel liegt einmal darin, dass sie auch der Laie verarbeiten kann, sofern er weiß, wie er mit der Wasserwaage umgehen muss. Der andere Vorteil ist, dass diese Ziegel 85 - 90 % weniger Mörtel benötigen, wodurch das Planziegelmauerk wesentlich schneller trocknet und der Bauherr mit weniger Feuchte in den Neubauwänden zu kämpfen hat. Das Planziegelmauerwerk verfügt aufgrund seiner kompakten Verarbeitung über eine hohe Druckfestigkeit und eine gute Wärmedämmung.

Planziegelmauerwerk

siehe Planziegel

PlanzV

Plaste

siehe Kunststoff.

Plastifizierer

Betonverflüssiger zum Einsatz bei Betonen mit steifer Konsistenz. Plastifizierer machen den Mörtel oder Beton homogener und plastischer.

plastisch

Ein Material ist plastisch, wenn es nach einer Dehnung oder Stauchung nicht wieder die Ursprungsform annimmt. Stahl zeigt zum Beispiel bei stärkerer Belastung ein plastisches Verhalten, viele Kunststoffe ebenfalls. Feuchter Ton und Knete sind hingegen von Natur aus sehr plastisch. Nur deshalb lassen sich mit diesen Materialien die verschiedensten Dinge formen.

Plastizität

Plastizität nennt man die Eigenschaft eines Stoffes, sich bei Einwirkung einer Kraft verformen zu lassen und diese neue Form beizubehalten. Plastische Baustoffe sind Lehm, Mörtel, Blei oder Fensterkitt.

Plastomerbahn

auch: Plastomerbahnen

Plastomerbitumenbahn

auch: Plastomerbahn, Plastomerbitumenbahnen

Plastomerbitumenbahnen werden aufgrund der UV- und Infrarotstabilität bei Dächern eingesetzt, die der direkten Sonnenbestrahlung ausgesetzt sind (z.B. Shed-Dächer). Eine (werkseitige) Beschieferung der Bahnen ist dennoch empfehlenswert.

Plastomere

siehe Thermoplaste.

Platane

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Die Platane ist eine in Europa, Nordamerika und im Kaukasus heimische Holzart. Der Stamm kann bis zu 50 m hoch werden und einen Durchmesser bis 3 m besitzen. Die Holzfarbe schwankt zwischen rötlichgrau und rötlichbraun mit einem gelblichweissen Splint. Das Holz weist eine starke Maserung auf und ist daher sehr dekorativ. Es ist ziemlich hart, zäh und schwer zu spalten. Es lässt sich gut bearbeiten und ist von geringer Dauerhaftigkeit. Verwendung findet es im Innenausbau, in der Wagnerei, für Fässer und Instrumente.

Plato-Verfahren

Das Plato-Verfahren ist ein Verfahren zur Herstellung von Thermoholz. Beim Plato-Verfahren wird das Holz in wasserhaltiger Umgebung unter hohem Druck auf 175°C aufgeheizt. Die Zellulose im Holz bleibt dabei unversehrt, so dass die mechanischen Eigenschaften des Holzes weitgehend erhalten bleiben. Zur Vermeidung von Rissen wird das Holz anschließend auf einen Feuchtegehalt von acht Prozent getrocknet. Durch das Plato-Verfahren werden Haltbarkeit und Dimensionsstabilität des Holzes verbessert.

Platte

auch: Platten

Eine Platte hat im Bauwesen mehrere Bedeutungen. In der Statik ist die Platte ein ebenes Flächentragwerk (aus Stahlbeton), das ein- oder mehrachsig gespannt und linien- oder punktförmig gestützt sein kann. Man unterscheidet beispielsweise Decken, Fundamentplatten oder Wände. Platten können quadratisch, rechteckig oder auch rund sein. Weiterhin ist Platte die Bezeichnung für flächige Werkstoffe aller Art (z.B. Holz, Metall, Holzwerkstoffe). Beispielhaft sind hier Spanplatte, Flachpressplatte oder Strangpressplatte zu nennen. Nicht zuletzt ist "Platte" auch die Bezeichnung für Möbelteile wie Arbeitsplatte oder Tischplatte.

Plattenbalken

auch: Plattenbalkendecke

Plattenbalken ist ein Begriff aus dem Stahlbetonbau. Es handelt sich dabei um kraftschlüssig miteinander verbundene Platten und Balken, dadurch entsteht eine Plattenbalkendecke. Wird eine Stahlbetonplatte durchgebogen, entstehen im oberen Bereich der Platte Druckkräfte und im unteren Teil Zugkräfte. Druckkräfte werden bei Stahlbbeton vom Beton übernommen, während Zugkräfte von den Stahleinlagen abgetragen werden. Das Prinzip des Plattenbalkens beruht darauf, dass die Zugzone kleingehalten wird, das heißt die Plattendicke wird reduziert und der untere Teil der Platte auf Balkenbreite reduziert. Dadurch wird Gewicht gespart und solange die gesamte Druckzone im Bereich der Platte sich befindet, läßt sich der Plattenbalken wie ein einfacher Balken betrachten, was die statische Berechnung um einiges vereinfacht.

Plattenbalkendecke

auch: Plattenbalkendecken

siehe Plattenbalken.

Plattenbauten

Bauweise für Mietshäuser bzw. Mehrfamilienhäuser aus vorgefertigten Betonelementen, den sog. "Platten". Das Plattenbauverfahren ist ein Bauverfahren innerhalb der Gruppe des Fertigteilbaus. Dabei werden insbesondere Wohn- und Bürogebäude aus Fertigteilplatten zusammengefügt, welche in Fertigteilwerken vorgefertigt werden. Das Bauverfahren war typisch für die ehemalige DDR. Es ermöglichte den schnellen Bau von Wohnungen in Einfachstbauweise, hatte aber gravierende Nachteile, da die heute in der Bundesrepublik Deutschland üblichen und gesetzlich geforderten Standards hinsichtlich Wärme- und Schalldämmung sowie Energieeinsparung in keiner Weise erfüllt wurden. Üblicherweise wurden Plattenbauten durch Fernheizungen beheizt, so dass die Bewohner nicht in der Lage waren, die Temperaturen zu regulieren. Zahlreiche Plattenbauten wurden inzwischen abgerissen, andere stehen leer. Vielfach wurden Plattenbauten jedoch auch saniert und westlichen Standards angepaßt, nachdem die Industrie dafür praktikable Verfahren entwickelt hatte. Dabei wurde (und wird) auch die Optik verbessert, und zwar durch wärmegedämmte Fassadenbekleidungen, durch Errichtung von Vorbaubalkonen und andere Maßnahmen.

Plattenfundament

auch: Plattenfundament

Plattenheber

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Mit einem Plattenheber lassen sich Waschbetonplatten transportieren, verlegen und auswechseln. Mit einer Hand können mittels Plattenheber viele Gegenstände und Material-Pakete besser gefasst und getragen werden.

Plattenheizkörper

Plattenkalk

auch: Dendriten

Plattenkalk ist eine Modifikation des Jurakalksteins mit einer sehr günstigen Spaltbarkeit. In einem Fundgebiet zwischen Eichstätt und Solnhofen/Mittelfranken wird seit Jahrhunderten Plattenkalk abgebaut für Dachbedeckung, Bodenbeläge und Wandbekleidung jeder gewünschten Größe, Form und Zubereitung in elfenbein- bis cremefarben, auch rötlich und grau. Die immer wieder eingedrungenen Manganlösungen erzeugten in den Plattenlücken schwarze Verästelungen (Dendriten), die Laien als versteinertes Moos deuten.

Plattenklemme

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Plattenklemmen dienen dem Drehen horizontal angelieferter (gestapelter) Platten in eine Winkelstellung bis 180° - etwa für die Montage von Fertigbauteilen aus Holzwerkstoffen. Die Schrauben dürfen nur mit Handkraft angezogen werden, wobei die Gegennocke auf einem Kugelgelenk dreht. Dadurch verstärkt sich die Klemmkraft entsprechend der Hebelast. Plattenklemmen können je nach Ausführung Platten bis 6 t tragen.

Plattenkloben

auch: Aufschraubkloben

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Diese Kloben besitzen eine Platte, die an den Stock, das Mauerwerk oder die Zarge, im Gegensatz zum Einschlagkloben, aufgedübelt wird. Hier können schwere Türblätter gelagert werden. Eine weitere Bezeichnung für Plattenkloben ist Aufschraubkloben.

Plattenkreissäge

auch: Plattenkreissägen

Plattenkreissägemaschine

auch: Plattenkreissäge, Plattenkreissägemaschinen

Bei dieser Kreissäge wird zwischen stehend und liegend unterschieden. Beide Versionen von Plattenkreissägemaschinen dienen zum Aufteilen von Holzwerkstoffen. Wegen ihres geringeren Platzbedarfs wird die stehende Plattenkreissägemaschine jedoch häufiger verwendet. Es sind sowohl waagrechte als auch senkrechte Schnitte möglich. Auch beliebige Winkelschnitte sind beim Einsatz von schwenkbarer Auflagen möglich.

Plattenlager

siehe Stelzlager.

Plattenleger

Plattenroller

Der Plattenroller ist ein Gerät zum vertikalen Transport mehrerer Platten aus Holz, Gips, Marmor, Kunststoff oder Metall.

Plattenspalter

siehe Steinknacker.

Plattenstufe

auch: Legstufe, Plattenstufen

Plattenstufen sind Stufen mit rechteckigem oder annähernd rechteckigem Querschnitt. Dabei ist die Stufendicke im Gegensatz zur Blockstufe jedoch wesentlich geringer. Plattenstufen besitzen entweder eine offene freistehende Unterkonstruktion oder eine geschlossene Unterkonstruktion. Offene Konstruktionen eignen sich für den Bau transparenter Treppen, erfordern aber eine gewisse Mindeststeigungshöhe. Sie werden in der Regel mit Unterschneidung gebaut. Im Landschaftsbau ist der Einbau von Plattenstufen als Legstufe auf einem Unterlegstein (senkrechte Setzstufe) gebräuchlich. Häufig steht die Platte etwas über der Setzstufe vor. Die Legstufe eignet sich besonders gut zur gestalterischen Einbindung einer Treppe in Plattenbeläge.

Plattenträger

Werkzeug im Trockenbau zum einfacheren senkrechten Transport beispielsweise von Rigipsplatten.

Plattentrenner

Der Plattentrenner wird vor allem bei Pflasterarbeiten und bei der Verlegung von Werksteinplatten eingesetzt. Er entspricht in der Handhabung einem Steinknacker, kann aber breitere Formate bis 85 cm und Dicken von über 20 cm und mehr trennen. Über eine Hydraulik wird auf ein dreieckiges Wendemesser ein solch großer Druck ausgeübt, dass z.B. Waschbetonplatten usw. sauber getrennt werden.

Plattenwand

auch: Plattenwände

Bei einer Plattenwand handelt es sich um eine nichttragende Innenwand, die aus Platten zusammengesetzt wird. Plattenwände können aus Bims, Porenbeton, Gipsplatten usw. sein. Sie werden ein- oder mehrschalig eingebaut, auch geschosshohe Platten sind möglich.

Plattformleiter

auch: Plattformleitern

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Eine Plattformleiter ist eine Leiter mit einer Plattform am oberen Abschluss. Sie dient hauptsächlich als schnell verstellbare Arbeitsleiter, beispielsweise für Tapezier- oder Anstreicharbeiten an Decken oder höheren Wänden innerhalb von Gebäuden. Als Material für eine Plattformleiter wird heute nahezu ausschließlich Aluminium verwendet, so dass das Gewicht solcher Leitern relativ gering, die Tragfähigkeit jedoch ausreichend hoch genug ist, um eine Person einschließlich Werkzeug und Baumaterial zu tragen.

Plattformlift

siehe Schrägaufzug.

Platthacke

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Die Platthacke besitzt im Gegensatz zum Kreuzpickel ein breite Spitze. Sie eignet sich für Erdarbeiten beim Hausbau, zur Gartengestaltung oder Beetpflege. Mit der Platthacke lässt sich leicht die Erde auflockern oder kleine Löcher ausheben.

Plattpinsel

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Durch seine abgewinkelte Form kommt der Plattpinsel in die kleinsten Ecken. Besonders hilfreich ist er an Innenkanten und Fensterfalzen. Der Plattpinsel ist eine Art von Heizkörperpinsel.

Plattziegel

Platzelgewölbe

Plexiglas

Plinthe

auch: Plinthen

Unter einer Plinthe versteht man die quadratische oder rechteckige Sockelplatte unter der Basis oder Fußprofilen von Monumenten bzw. Postamenten.

Plisseevorhang

auch: Pliseevorhänge, Plissévorhang, Plissévorhänge, Plissee-Vorhang, Plissee-Vorhänge

siehe Faltstore

Plisterdecke

In Altbauten, insbesondere in alten Fachwerkhäusern, findet man noch Pflisterdecken. Der Begriff leitet sich ab von dem alten Begriff für gespaltene Hasel- oder Weidenruten, nämlich den Plistern. Diese wurden an die Balkenlagen genagelt und die Zwischenräume mit Stroh verfüllt, ehe die Balken selbst von oben verbrettert und von unten mit Strohlehm beworfen - also sozusagen verputzt - wurden.

Plombe

Eine Plombe ist ein Blei-, Blech- oder (mittlerweile auch schon) Kunststoffsiegel, das mit einer Plombenzange so an Schnüren oder Drähten befestigt wird, dass das zu sichernde Objekt () nur durch Verletzung der Plombe geöffnet werden kann.

Plusdach

auch: Plusdächer

Plusdach ist ein Begriff aus der Flachdachsanierung. Bei einem Plusdach bleibt die bestehende Dachhaut erhalten und es wird eine aus Wärmeschutzgründen eine zusätzliche Wärmedämmung aufgebracht. Technisch betrachtet wird auf dem bestehenden Warmdach ein Umkehrdach installiert. Als angenehmer Nebeneffekt bei einem Plusdach wird die ursprüngliche, das Dach abdichtende, Dachhaut vor schädlicher UV-Strahlung und Frostschäden geschützt.

Plus-Effizienzhaus

Dieser Haustyp wird vom Bundes-Bauministerium gefördert und soll die Energiebilanz im Vergleich zum Plus-Energie-Haus noch insoweit verbessern, als es erstens mit seiner überschüssigen Energie Nachbarhäuser mit versorgen und zweitens ein Modell für ganze Siedlungen sein soll, in der die in der Siedlung benötigte Energie einschließlich des "Auftankens" etwaiger Elektro-PKWs selbst erzeugt wird. Die Fördermaßnahme wendet sich an techn. Hochschulen und Architekten.

Plusenergiehaus

Plus-Energiehaus

Plus-Energie-Haus

auch: Plus-Energie-Häuser

Das Plus-Energie-Haus ist die vom Bau-Bundesministerium benutzte Schreibweise eines Hauses, das ohne fremde Energie auskommt und das Passivhaus in der Energiebilanz übertrifft, da in diesem Haustyp mehr Energie erzeugt wird, als im und am Haus verbraucht wird. Diese überschüssige Energie wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Viele Schreibvarianten dieses Haustyps sind gebräuchlich. Die Schreibweise "Plusenergiehaus" hat sich ein Architekt als Markenzeichen schützen lassen. Der Wirrwarr um das "Plus" in Verbindung mit "Energie" ist groß. Es tummeln sich auf dem Markt neben dem Plus-Energie-Haus und dem schon erwähnten Plusenergiehaus auch diese Schreibweisen: Plus-Energiehaus, Energieplushaus, Energie-Plushaus. Dazu gesellt sich das Nullenergiehaus als andere Bezeichnung des Passivhauses, das 3-Liter-Haus, das Effizienzhaus 40, das Effizienzhaus 55, das Effizienzhaus 70 und seit 2012 auch das Plus-Effizienzhaus.

Pochkiesplatten

auch: Pochkiesplatten

Fantasiename eines norddeutschen Betonwerks für Beton-Gehwegplatten, deren oberste Schicht aus Basaltsplitt besteht. Von der Platte gehen also keine Pochgeräusche aus. Der Splitt soll nach Herstellerangaben verschleißfester und rutschfester sein, als normale Betonplatten.

Pockenhieb

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Der Pocken- oder Raspelhieb ist die spezielle Ausführung des Hiebs an einer Raspel. Die einzelnen Pocken erzeugen genau die raue Oberfläche, die man zum Abraspeln von Holz oder Horn vom Pferdehuf benötigt.

Pockholz

Tropisches Hartholz aus Südamerika, Mittelamerika und Südindien, auch Guajakholz genannt. Da der Baum kaum größer wird als 10 m bei einem maximalen Stammdurchmesser von etwa 50 cm, eignet es sich nicht für den Möbelbau oder die Herstellung von Holzdielen. Stattdessen wird das harte, sehr widerstandsfähige Holz für ganz spezielle Anwendungsgebiete eingesetzt, u.a. als Sohle von Hobeln. Dabei lässt sich Pockholz selbst kaum hobeln, aber gut polieren. Weitere Einsatzbereiche liegen im Orgelbau, für Drechselobjekte und dergleichen. Auch Schlegel und Holzhämmer können aus Pockholz hergestellt werden.

Podest

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Bezeichnung für eine erhöhte Stellfläche. Heutzutage wird darunter vor allem eine auf- und abbaubare Konstruktion verstanden, die vor allem mit Brettern beplankt ist (siehe Gartenholz). Podeste kommen als Stadtmobiliar zum Einsatz (Foto aus Bremen), als Ersatz für eine richtige Bühne, als Tanzflächen und als erhöhte Plattform für Darbietungen aller Art.

Podestleiter

auch: Podestleitern

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Die haushaltsüblichen, aus zwei Treppenelementen bestehenden Trittleitern, die im aufgeklaptten Zustand oben ein Podest bilden, gehören ebenso in die Produktkategrie der Podestleitern, wie die gewerblichen Ausführungen, deren Podeste meist mit einem Geländer abgesichert sind. Die gewerblichen Podesttreppen bestehen aus Aluminium, das Geländer meist aus Stahl. Podesttreppen für den Profi-Einsatz können meist auf Lenkrollen verschoben werden.

Podesttreppe

auch: Podesttreppen

Viertel- oder halbgewendelte Treppe, an deren Biegung ein Podest zwischengebaut ist. Treppen in Mietshäusern und in öffentlichen Gebäuden sind immer Podesttreppen.

Polarkiefer

Die Polarkiefer wächst in Skandinavien und Rußland im Bereich des 65. Breitengrades. Das Holz hat aufgrund des langen Winters und der sich daraus ergebenden kurzen Wachstumsperiode sehr dichte Jahresringe und ein hohes Eigengewicht. Polarkiefer ist, wenn sie insbesondere zum Bau von Blockhäusern verwendet wird, mindestens 80 Jahre alt. Das Holz ist rötlich und sehr harzhaltig, wodurch es aber wasserbeständiger ist, als normale Kiefer.

Polder

Ein Polder ist ein Überschwemmungsgebiet im Hochwasserschutz. Damit Städte und Dörfer im Falle eines Hochwassers nicht überflutet werden, ordnet man Polder im Vorfeld dieser Orte entlang von Flüssen an. Diese Polder werden im Falle eines Hochwassers geflutet, um den Pegel der Flüsse zu senken.

Polier

Der Polier ist quasi der "Anführer" einer Bautruppe aus dem Mauerwerksbau, Betonbau oder Holzbau. Er muss während der Arbeiten immer auf der Baustelle vertreten sein und gilt als Vertreter des Bauleiters. Er ist für die Aufgabenverteilung der ihm unterstellten Facharbeiter bzw. Handwerker zuständig und für die ordnungsgemäße Ausführung der Arbeiten nach den Bauplänen. Das Wort Polier leitet sich aus dem Lateinischen ab; "polire" bedeutet glätten. Das Wort Politur hat also denselben Sprachstamm.

Polierball

Ballförmiger Aufsatz für Bohrmaschinen, der aus feinem Baumwollgewebe besteht. Der Polierball erfüllt dieselben Aufgaben wie die Polierscheibe, ihr Einsatz ist jedoch bei runden, halbrunden oder gebogenen Werkstücken von Vorteil. Das Material dieses "Balls" besteht in der Regel aus Polierwatte.

Polierfäden

siehe Polierwatte

Polierfähige Hölzer

Wenn sie durch Grob- und Feinschliff entsprechend vorbereitet werden, sind im Grunde alle Hölzer polierfähig. Besonders gut lassen sich jedoch feinporige Hölzer wie Ahorn oder Kirschbaum polieren. Harte, grobporige Hölzer müssen mit Porenfüller vorbehandelt werden. Manche Nadelhölzer wie beispielsweise Kiefer oder Lärche lassen sich gut, andere, stark saugende Hölzer wie Pappel, Weide oder Linde weniger gut polieren.

Polierfräse

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Speziell für das Polieren von Kanten aus Acrylglas her-gestellte Maschine. Als Fräswerkzeug dient ein in eine Polierscheibe eingelöteter oder eingeklemmter Industriediamant. Optional können solche Maschinen auch mit einem Schwenktisch ausgestattet werden, wodurch Entgraten und Facettieren von Ayrylglas und anderen Kunststoffen, aber auch aus Aluminium, Kupfer und Messing möglich werden.

Polierscheibe

auch: schwabbeln, Polierscheiben

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Polierscheiben werden aus unterschiedlichen Baumwollgeweben hergestellt, die in mehreren Lagen miteinander vernäht worden sind, so dass Stofflamellen entstehen. Die Polierscheiben werden über den Aufnahmedorn in das Futter einer Bohr-maschine gesteckt, wodurch aus der Bohr- eine Poliermaschine wird. Die sog. Schwabbelform der Polierscheiben, durch die das Poliergewebe über das Werkstück "schwabbelt", sorgt für eine mustergültige Politur bei Metallen wie Edelstahl, Messing oder Aluminium.

Polierstock

auch: Polierstöcke

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Der Polierstock ist ein Werkzeug, das bei der Blechbearbeitung benötigt wird. Im Prinzip handelt es sich dabei um einen kleinen Amboss aus Stahl, auf dem die Bleche bearbeitet werden. Der Polierstock hat eine völlig ebene und quadratische Oberfläche. Auf ihm können Bleche geschlichtet, gefalzt oder genietet werden.

Polierteller

Tellerförmiger, mit einem Aufnahmedorn versehener Aufsatz für Bohrmaschinen. Über den Teller wird eine Polierhaube gezogen, so dass dann Werkstücke poliert werden können. Polierteller, die mit einer Klettfunktion versehen sind, so dass geklettete Polierscheiben nur noch aufgedrückt zu werden brauchen, heißen in der Fachsprache Klettteller.

Poliervlies

Aus mehreren Bahnen feinen Baumwollgewebes, das miteinander vernäht worden ist, gefertigtes, etwa handbreites Vlies, das zum manuellen Polieren von Werkstücken eingesetzt wird.

Polierwatte

Aus feinen Baumwollfäden bestehende Watte, die für das manuelle Polieren von Werkstücken eingesetzt wird. Verschiedene Lieferanten sprechen deshalb statt von Polierwatte von Polierfäden. Ob Watte oder Fäden: Das Material wird kiloweise als lose Ware verkauft.

Pollenfiilter

Pollenfilter kommen innerhalb eines Lüftungssystems und hier als Bestandteil eines Zuluftkanals oder eines Rohrvenitalors zum Einsatz. Sie verhindern, dass vor allem Heuschnupfen auslösende Pollen ins Haus dringen. Das Foto zeigt ein Zuluftrohr mit Ventilator und dem dahinter eingebauten Pollenfilter. Pollenfilter werden auch in PKW's und in LKW's eingebaut. Bei Allergikern sollten Pollenfilter auch im Staubsauger eingebaut sein. Pollenfilter halten keine Ewigkeit und müssen ja nach Herstellerangaben in bestimmten Intervallen ausgetauscht werden.

Pollenschutzgitter

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Wer Heuschnupfen hat, kennt das Problem - tränende Augen, tropfende Nase und juckende Haut. In der Pollenflugzeit gibt es dann nur eines: Fenster und Türen zu und möglichst nur nachts oder bei Regen ins Freie gehen. Zumindest die Möglichkeit für Frischluft in der Wohnung zu sorgen, bieten Pollenschutzgitter. Sie bestehen aus einem besonderen Textil, das dafür sorgt, dass 87 Prozent der feinen Pollen und noch mehr größere Pollen nicht in die Wohnung gelangen. Es wird mit Klettband am Fensterrahmen befestigt, läßt sich einfach reinigen und kann in der pollenfreien Zeit entfernt werden - es ist also wiederverwendbar.

Poller

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Poller haben wie die Absperrpfosten vor allem die Aufgabe, PKW-Fahrer daran zu hindern, unbefugtes Gelände, Fußgängerzonen und dergleichen zu befahren. Poller sind gedrungener als Pfosten. Sie werden aus sehr unterschiedlichen Materialien hergestellt: Beton, Naturstein, Holz, Aluminiumguss, Stahl oder sogar Edelstahl. Der wesentliche Unterschied zu Absperrpfosten besteht darin, dass Poller fest installiert sind und nicht aus einer Bodenhülse gezogen, abgeschraubt oder abgeknickt werden können. Poller sind weiterhin Vorrichtungen zum Festmachen von Schiffen.

Pollerleuchte

auch: Pollerleuchten

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Pollerleuchten sind etwa kniehohe, pollerähnliche Leuchten für die Beleuchtung von Flächen aus geringer Lichtpunkthöhe. Das Licht kann entweder freistrahlend, abgeblendet oder gerichtet ausgestrahlt werden. Das Licht dient zur Orientierung, Markierung oder Begrenzung. Pollerleuchten werden eingesetzt für die Beleuchtung von Grünanlagen, Wegen und Plätzen. Die Leuchten können durch ihre Größe und Funktion Außenräume gliedern, ordnen oder strukturieren. Pollerleuchten gibt es in allen erdenklichen Formen, Farben und Materialien, vorzugsweise aus Aluminium oder Edelstahl. Moderne Pollerleuchten sind als Solarleuchten konstruiert, also unabhängig von der öffentlichen Stromversorgung.

Polstergründung

auch: Polstergründungen

Bei einer Polstergründung werden verformungsempfindliche Bodenschichten gegen einen tragfähigeren Boden ausgetauscht. Dies ist insbesondere bei Flachgründungen wie Fundamenten in oberflächennahen Schichten notwendig, die besonders stark belastet sind. Polstergründungen können nur bei kleinen Bauten mit niedriger Geschosszahl angeordnet werden.

Polsterholz

auch: Polsterhölzer

Polsterholz ist der österreichische Ausdruck für alle Holzer, die einen rechteckigen Querschnitt besitzen, wie z.B. Latten, Leimbinder oder ähnlichem.

Polsternagel

auch: Polsternägel

Nägel mit abgerundeten, oft farbigen Köpfen, mit denen auf der sichtbaren Seite von Sitzmöbeln die Stoffe am Holz festgenagelt werden. Der Kopfdurchmesser beträgt drei bis zwölf Millimeter.

Polsterwand

siehe bewehrter Erdkörper.

Polyamid-Folie

auch: Polyamid-Folien

Variable Dampfbremse, die sich den Umgebungsbedingungen anpaßt. Die Folie wird geklebt, genagelt oder eingespannt. Verwendet bei Dächern und Außenwänden. Als Abdichtung nicht geeignet.

Polycarbonat-Hohlkammerplatte

auch: Polycarbonat-Hohlkammerplatten

Die isolierenden und hagelfesten Platten aus Polycarbonat zeichnen sich durch eine lange Lebensdauer sowie Temperatur- und Witterungsbeständigkeit aus. Mit Polycarbonat-Hohlkammerplatten läßt sich der Wintergarten, ein Schwimmbad oder eine hochwertige Pergola dauerhaft und optisch ansprechend überdachen. Die Platten eignen sich bestens für eine Wandverkleidung oder ein senkrechtes Lichtband. (Foto: Hersteller Gutta)

Polycarbonat-Scheibe

auch: Polycarbonat-Scheiben

Polycarbonat-Scheiben werden zur Verstärkung von Fensterscheiben eingesetzt. Sie bestehen aus glasklarem Kunststoff und sind sehr widerstandsfähig. Sie zerbrechen nicht bei einem Angriff mit Hammer und Axt. Verwendung findet Polycarbonat hauptsächlich in Verbindung mit der normalen Verglasung. Man kann es aber auch nachträglich als Vorsatzfenster im Gebäudeinnern montieren lassen.

Polychlorierte Biphenyle

siehe PCB

Polychloroprenkautschuk

auch: Polychloropren-Kautschuk

Dieser Kautschuk zählt zur Gruppe der Elastomere. Er wird eingesetzt, wenn es auf besondere Witterungsbeständigkeit ankommt. Darüber hinaus ist dieser Kunststoff beständig gegen Öle und Benzine. Verwendung findet der Kunststoff im Bauwesen beispielsweise zur Schwingungsdämpfung oder für Dichtungsprofile.

Polyesterbecken

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Das Polyesterbecken kommt beispielsweise als Schwimmbecken im Privatbereich zum Einsatz. Polyesterbecken wird im fertigen Zustand geliefert, wodurch die Transportkosten höher als bei anderen Becken ist. Spezielle Formen (Römertreppe, Sitzelemente) und der Vorteil von runderen Kanten geben dem Becken seinen Charakter. Es ist unverwüstlicher als das Folienbecken, jedoch auch nicht vor Beschädigung und Alterung gefeit.

Polyesterborsten

Polyesterlack

auch: UP-Lack, Polyesterlacke, Polyester-Lack, Polyester-Lacke

Meist um Zweikomponentensysteme handelt es sich bei Polyesterlacken oder auch UP-Lacken. Der Stammlack besteht aus einem in Styrol gelösten ungesättigten Polyesterharz. Als Härter dienen organische Peroxidverbindungen. Styrol wirkt narkotisierend und ist giftig. Peroxide wirken stark ätzend auf die Haut und Schleimhäute. Man sollte bei der Verarbeitung daher auf alle Fälle Schutzbrille, Atemschutzgerät und Arbeitshandschuhe tragen. Beide Komponenten des Lacks werden kurz vor der Verarbeitung gemischt. Nach dem Mischen muss der Lack schnell verarbeitet werden, bevor er aushärtet. Die Raumtemperatur muss dabei zwischen 20°C und 24°C betragen. Lack- und Holzoberflächen sollten außerdem die gleiche Temperatur haben. Die Anstriche sind sehr widerstandsfähig und beständig gegen Wasser, Chemikalien, Laugen und verdünnte Säuren. Zudem lassen sich Polyesterlacke in sehr hohen Schichtdicken auftragen. Verwendet werden bzw. wurden sie vor allem für sehr strapazierfähige Möbellackierungen. Polyesterlack ist heutzutage weitgehend vom Markt verschwunden, allenfalls Spezialanwender im Klavierbau, bei Armaturenbrettern und ähnlichem verwenden den Lack noch.

Polyesterspachtelmasse

auch: Polyesterspachtelmassen

Polyesterspachtelmasse besteht aus zwei Komponenten, der Spachtelmasse und dem Härter bzw. Beschleuniger. Bereits geringe Mengen Härter genügen, um in der Spachtelmasse den Erhärtungsvorgang anzuregen. Sie kann ohne vorherige Grundierung auf Holz und Metall aufgetragen werden. Sie ist außerdem für Putz, Beton und Kunststoff geeignet. Der Auftrag kann in extremen Schichtdicken erfolgen. Die Spachtelmasse härtet bereits nach kurzer Zeit spannungsarm und sehr hart durch.

Polyethylen

Kunststoff aus der Gruppe der Thermoplaste. Polyethylen ist bei normaler Temperatur fest, schmilzt bei etwa 115°C und ist bei -50°C noch elastisch. Diese Eigenschaften und seine Beständigkeit gegen Säuren, Laugen und Salze machen den Kunststoff prädestiniert für die Verwendung als Bautenschutzfolien. Darüber hinaus werden Schläuche, Gehäuse und Rohre aus Polyethylen hergestellt.

Polygonalpflaster

Polygonalplatten

auch: Bruchplatten

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Polygonal leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet soviel wie "vieleckig". Dementsprechend sind Polygonalplatten Natursteinplatten "mit vielen Ecken" (aber auch Rundungen) gerade so, wie sie aus den Steinbrüchen kommen. Allerdings werden große Platten manuell gebrochen. Polygonalplatten wie z.B. aus Quarzit, Granit, Sandstein, Marmor oder Grauwacke haben eine geschliffene oder bruchrauhe Oberfläche. In bruchrauher Ausführung sind sie trittsicher und rutschfest, weshalb diese Platten bevorzugt für den Belag von Terrassen, die Anlage von Gehwegen oder im Poolbereich von Hotels verwendet werden. Die Plattenstärke variiert je nach Art des Natursteins zwischen 20 und 70 mm. Der Handel bietet die Platten in drei Größensortierungen an. Polygonalplatten werden normalerweise in Beton mit Mörtelverfugung verlegt. Stärkere Platten können aber auch auf Splitt/Sand verlegt werden, wobei die Fugen mit Sand oder Erdreich ausgefüllt werden. Besonders in südlichen Ländern werden in Restaurants Polygonalplatten verschiedener Farben verlegt, um dem Etablissement ein besonderes Flair zu verleihen. Fälschlicherweise werden die polygonalen Platten auch als Bruchplatten bezeichnet, was dem hohen Aufwand in der Gewinnung dieses Plattentyps jedoch in keiner Weise gerecht wird.

Polygonaltreppe

auch: Polygonaltreppen

Die Polygonaltreppe ist eine Ver­wand­te der Bogentreppe. Sie windet sich aber nicht in einem Bogen von einem Stockwerk ins andere, sondern sozusagen über vier Ecken, siehe Grundriss. Eine solche Treppe bietet sich nur an für große Räum­lichkeiten oder für re­präsen­tative Altbauten, die saniert werden müssen und z.B. einen Erker auf­wei­sen, in den die Treppe integriert werden kann.

Polyisobutylen

Kunststoff aus der Gruppe der Thermoplaste. PIB, so die Abkürzung, ist gummielastisch, plastisch bis etwa 50°C. Beständig ist PIB gegen Säuren und Laugen, nicht beständig gegen Lösemittel, Öle und Benzine. Verwendung findet der Kunststoff im Bauwesen beispielsweise als Dichtung bei Fensterscheiben oder als Dachbahnen.

Polymerbeton

auch: Kunstharzbeton

Polymerbeton ist ein Gemisch von reaktionsfähigen Kunststoffen (Epoxidharze, ungesättigte Polyester, Polyurethane oder Polymethylmethacrylat) und trockenen Zuschlägen (Kies, Quarzsand, Füller). Er ist beständig gegen Chemikalien, erhärtet schnell und weist eine hohe mechanische Festigkeit auf. Bei speziellen Anwendungen stellt der Polymerbeton eine Ergänzung zum Zementbeton dar, entspricht jedoch häufig nicht den geforderten Brandschutzrichtlinien.

Polymerbitumen-Dachdichtungsbahn

auch: Polymerbitumen-Dachdichtungsbahnen

Polymerbitumen-Dachdichtungsbahnen und -Schweißbahnen sind Bitumenbahnen, deren Eigenschaften durch Zugabe von polymerem Kunstoff verbessert werden. Die Dachdichtungsbahnen werden elastischer und besser formbar, das Haftvermögen gegenüber Mineralstoffen wird vergrößert und der Widerstand gegen Alterung erhöht.

Polymerbitumenschnur

auch: Polymerbitumenschnüre

Polymerbitumenschnüre dienen der Verfüllung von Fugen, insbesondere zur Abdichtung und Reparatur von Rissen und Spalten im Beton, aber auch zur Fugenabdichtung beim Setzen von Betonfertigbauteilen oder Schachtringen. Ein weiteres Einsatzgebiet ist der Fugenverschluß bei Einbauteilen im Dachbereich. Die Schnüre werden in die Risse oder Fugen gepresst. Durch Anschmelzen mit dem Dachdeckergerät entsteht sofort eine feste, wasserdichte Verbindung. Die Hersteller empfehlen zuvor eine Grundierung mit speziell auf die Polymerbitumenschnüre abgestimmten Produkten.

Polymerbitumen-Schweißbahn

auch: Polymerbitumen-Schweißbahnen

Polymer-Grundierung

auch: Polymer-Grundierungen

Wasserverdünnbare Alkydharz-Grundierung, deren Bindemittelmoleküle im Vergleich zu konventionellen Acrylaten wesentlich kleiner sind und die sich so besonders fest im Holzuntergrund verankern können.

polymermodifiziertes Bitumen

Mit einem oder mehreren organischen Polymeren modifiziertes Bitumen. Die Zugabe polymerer Werkstoffe (vorwiegend Thermoplaste) beeinflußt vor allem das Temperatur- und Viskositätsverhalten von Bitumen. Es wird bei besonderer Beanspruchung von Verkehrswegen eingesetzt.

Polymermörtel

Polymethylmethacrylat

auch: Plexiglas

Kunststoff aus der Gruppe der Thermoplaste. Unter dem Namen Polymethylmethacrylat kann sich kaum einer etwas vorstellen, Acrylglas oder Plexiglas sind Bezeichnungen, die den meisten bekannt sind. PMMA, so die Abkürzung, ist ein hartes und transparentes Material, das Licht hervorragend leitet - besser übrigens als normales Glas. Diese optische Qualität macht das Polymethylmethacrylat für zahlreiche Anwendungen interessant: im Bauwesen für Lichtkuppeln, Leuchten oder Verglasungen, aber auch Schutzbrillen, Laborgeräte und Werbeschilder. Das Material gibt es in allen Farben, es ist hart und bruchfest, aber kratzempfindlich. Leichte Kratzer kann man herauspolieren, Lösungsmittel und Feuer hinterlassen aber Spuren, die nicht zu reparieren sind.

Polypropylen

auch: PP-Folie

Polypropylen (PP) ist ein dem Niederdruck-Polyethylen eng verwandter thermoplastischer Kunststoff, der u.a. zur Herstellung von Spritzgußteilen, Fasern, Thermoformteilen und Halbzeugen verwendet wird. Polypropylen ist der jüngste Massenkunststoff, der in nur wenigen Jahren eine unvergleichliche produktive Entwicklung erlebt und ein sehr breites Anwendungsgebiet gefunden hat. Im Handel sind sehr viele verschiedene Polypropylenarten erhältlich. Bis auf die Herstellung von Teppichen, Kunstrasen und Seilen, ähneln die Anwendungsgebiete denen des Polyethylens: von gesungheitstechnischen Artikeln bis zu Haushaltsgeräten, über Spielzeug, zu Einzelteilen für die Automobilindustrie und Sportartikeln; von Verpackungen bis zu landwirtschaftlichen Anwendungen, Beschilderungen, Möbeln und Komponenten für die Chemieindustrie. In der Verpackungsbranche wird PP vorwiegend für die Herstellung von Eimern, Bechern, Schalen, Kästen und Folien genutzt.

Polyrattan

Polyrattan ist eine in den letzten Jahren aufgekommene Bezeichnung für ein synthetisches Flechtmaterial, das wetterfest ist und im Gegensatz zu echtem Rattan deshalb auch für "Rattanmöbel" im Außenbereich verwendet wird. Der Verbraucher muss jedoch genau aufpassen, ob für seine Möbel Polyrattan aus PVC oder Polyrattan aus PE-HD (Polyethylen hoher Dichte) verwendet wurde. Polyrattan aus PE-HD ist wesentlich hochwertiger, stabiler und UV-beständiger als unter dem selben Sammelbegriff vertriebene Möbel aus PVC-Geflecht.

Polyresin

siehe Kunststein

Polystone

siehe Kunststein

Polystyrol

auch: extrudiertes Polystyrol, expandiertes Polystyrol, Polystyrol-Extruderschaum

Bei Dämmstoffen aus Polystyrol, unter dem Markennamen "Styropor" in Deutschland bestens bekannt, muss man zwischen expandiertem Polystyrol (EPS) und extrudiertem Polystyrol (XPS) unterscheiden. Beide Dämmstoffe entstehen unter hohem Energieverbrauch aus Ethylbenzol, Benzol und Aluminiumchlorid. Die gesamte Produktionskette spielt sich in einem geschlossenen Prozess ab, so dass die Herstellung für die Umwelt nicht giftig ist. Der erwähnte hohe Energieverbrauch relativiert sich, wenn man bedenkt, dass Polystyrol bis zu 50-mal recycelt werden kann und dass sich der energetische Gesamtaufwand des Herstellungsprozesses schon nach zwei bis drei Monaten durch Einsparung bei der Heizenergie ausgleicht. Zum Dämmstoff wird das Polystyrol erst durch Aufschäumen auf den 20- bis 50fachen Umfang. Zur Herstellung von EPS wird das Gas Pentan eingesetzt. XPS dagegen wird unter Einsatz von Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffen hergestellt. Die Dämmstoffe kommen in Form von Platten in den Handel. Mit diesen Platten lassen sich rasch große Flächen dämmen. Eingesetzt wird EPS hauptsächlich bei der Fassadendämmung, unter Estrich und im Dachbereich. XPS-Platten sind besonders für die Dämmung der Kelleraußenwande und der Dämmung unter den Gründungsplatte geeignet. Sie verfügen auch - und das ist der entscheidende Unterschied - über eine wesentlich höhere Druckfestigkeit. Polystyrol-Platten dämmen gut, der sommerliche Wärmeschutz ist schlecht, was sich ganz besonders unter dem Dach bzw. bei Leichtbaukonstruktionen bemerkbar macht.

Polystyrolbeton

Bei Polystyrolbeton handelt es sich um einen Leichtbeton, der aus Zement, Feinsand oder Füller, Wasser und als Zuschlag Polystyrol hergestellt wird. Aus Polystyrolbeton werden Steinelemente hergestellt, die erst vermauert und dann auf der Baustelle mit Normalbeton verfüllt werden. Im Straßenbau kommt Polystyrolbeton als Tragschicht bei frostgefährdeten Böden zum Einsatz.

Polystyrol-Extruderschaum

siehe Polystyrol.

Polystyrol-Hartschaumplatte

auch: Polystyrol-Hartschaumplatten, Polystyrolhartschaumplatte, Polystyrolhartschaumplatten

Dämmstoff aus Materialien wie Ethylbenzol, Benzol und Aluminiumchlorid. Man unterscheidet expandiertes (EPS) und extrudiertes (XPS) Polystyrol.

Polystyrolplatte

auch: Polystyrolplatten

Polysulfidkautschuk

auch: Polysulfid-Kautschuk

Dieser Kunststoff gehört zur Gruppe der Elastomere. Der Kautschuk ist außerordentlich elastisch und gleichzeitig völlig wasserdicht und gegen Chemikalien beständig. Er wird deshalb für die dauerelastische Dichtung von Baufugen, insbesondere auch im Wasserbereich, verwendet.

Polyurethan

auch: Polyurethane

Dieser Kunststoff kann in steifer (Duroplaste) oder flexibler Form (Elastomere) vorliegen. Entsprechend vielfältig sind seine Einsatzmöglichkeiten. Polyurethan wird für Lacke (Polyurethanlacke) und Kleber (Klebstoffe, Zweikomponentenkleber) verwendet. Geschäumtes Polyurethan (Polyurethan-Hartschaumplatte) eignet sich gut als Wärmedämmstoff und für Polstermöbel. Das gummielastische Polyurethan-Kautschuk eignet sich für die Abdichtung von Fugen im Betonbau.

Polyurethanbeton

auch: Polymermörtel

Polyurethanbeton hat mit dem "normalen" Beton wenig gemein. Der Kunststoffbeton wird flüssig aufgebracht, härtet sehr schnell aus und ist bereits nach kurzer Zeit voll belastbar. Er ist beständig gegen hohe Wärmebelastung, Temperaturwechsel und gegen die Kobination von Wärme- und Chemiebeanspruchung. Dementsprechend wird Polyurethanbeton zur Abdichtung von Rückhaltevorrichtungen für Chemikalien verwendet. Weitere Anwendungen für den griffigen und rutschfesten Belag sind Beschichtungen für Böden, Ablaufkanäle oder Tankkasten.

Polyurethan-Hartschaumplatten

auch: Polyurethan-Hartschaumplatte

Polyurethanharze

auch: Polyurethanharz

Polyurethanharze zählen im Gegensatz zum Polyurethankautschuk zur Gruppe der Duroplaste. Sie lassen sich schäumen, kleben, schweissen oder spanen. Im geschäumten Zustand (siehe Kunststoffschäume) eignen sich Polyurethanharze zur Wärmedämmung (Polyurethan-Hartschaumplatte). Sie lassen sich jedoch auch verwenden bei der wasserfesten Abdichtung von Rissen in Beton. Darüber hinaus ist der Kunststoff beständig gegen schwache Säuren und Laugen sowie gegen fast alle Lösemittel. Mit Flammschutzmitteln sind Polyurethanharze normal entflammbar (Baustoffklasse B2). Hartschaumplatten sind sogar schwer entflammbar (Baustoffklasse B1).

Polyurethankautschuk

auch: Polyurethan-Kautschuk

Bei Polyurethankautschuk liegt Polyurethan in elastischer Form vor. Folglich zählt der Kunststoff zur Gruppe der Elastomere. Im Bauwesen werden Fugen im Betonbau abgedichtet oder abgedeckt. Die aus Polyurethankautschuk hergestellten Dichtungen weisen eine hohe Zerreiss- und Abriebfestigkeit, eine sehr gute Rückprallelastigkeit sowie eine hohe Gasdichtigkeit auf. Alterungsbeständigkeit sowie die Beständigkeit gegen Säuren, Laugen und Lösemittel sind weitere positive Eigenschaften.

Polyurethanlack

auch: PUR-Lack, DD-Lack, Polyurethanlacke, Polyurethan-Lack, Polyurethan-Lacke

Polyurethanlacke zählen zu den Reaktionslacken. Weitere Bezeichnungen für Polyurethanlacke sind PUR-Lacke oder DD-Lacke. Es gibt Ein- und Zweikomponentenlacke. Beim Einkomponentenlack ist der Härter bereits mit dem Stammlack vermischt. Die Aushärtung erfolgt durch die Einwirkungen der Luftfeuchtigkeit oder durch Erwärmung auf 150 °C und mehr. Beim Zweikomponentenlack sind Härter und Stammlack getrennt, wobei das Mischungsverhältnis sehr unterschiedlich sein kann. PUR-Lacke sind besonders hart, abriebfest und beständig gegen Wasser, Öle und Chemikalien. Sie werden daher dort verwendet, wo diese Eigenschaften gefordert sind wie beispielsweise für Parkett, Treppenstufen oder Tische. Nicht nur Holz, auch Beton, Kunststoffe und Metalle lassen sich mit Polyurethanlack beschichten. Nach der Anhärtung kann das Werkstoff weiterbearbeitet (z.B. geschliffen) werden. Die Durchhärtung erfolgt dann während dieser Weiterbearbeitung. PUR-Lacke eignen sich zum Grundieren und Lackieren. Verschiedene PUR-Lacke werden als Sperr- und Isoliergrund verwendet. Auf öligen Hölzern und auf geölten Flächen verursachen die Lacke eine Grauschleierbildung bzw. Lacktrübung. Auf Teakholz kann PUR-Lack deshalb nicht verwendet werden.

Polyurethanortschaum

Polyurethanortschaum ist ein auf der Baustelle eingesetzter Bauschaum, der zum Ausschäumen von Türzargen und Fensterrahmen verwendet wird.

Polyurethanspachtelmasse

auch: Polyurethanspachtelmassen

Wie die Polyesterspachtelmasse besteht auch die Polyurethanspachtelmasse aus zwei Komponenten, einem pigmentiertem Stammanteil und einem Härter. Beim Ansetzen und Verarbeiten ist die oft kurze Reaktionsphase bzw. Topfzeit zu beachten. Sie eignet sich besonders auf Metallen und mineralischen Untergründen, zeigen gute Füllkraft, sind gut schleifbar und können mit verschiedenen Kunstharzlacken weiterverarbeitet werden.

Polyurethan-Versiegelung

auch: Polyurethan-Versiegelungen

Neben der Öl-Kunstharzversiegelung , Säurehärtende Versiegelung oder Versiegelung mit Wasserlack ist die Polyurethan-Versiegelung (PUR-Siegel, DD-Siegellacke) eine Möglichkeit, Parkett zu versiegeln. Polyurethan-Versiegelungen gibt es als ein- oder zweikomponentige Systeme. Die einkomponentigen haben in der Regel einen höheren Lösemittelanteil. Die Trocknung der Systeme geschieht durch die Abgabe der Lösemittel an die Luft als erster Schritt, anschließend erfolgt die chemische Reaktion durch Polyaddittion. Vorteile von Polyurethan-Siegel sind ein gutes Haftungsvermögen und die hohe Chemikalienbeständigkeit. Sie werden für Parkett immer dann eingesetzt, wenn an die Oberfläche beosnders hohe Ansprüche gestellt werden. Die Siegel intensivieren die Naturfarben und verhindern die Vergilbung durch Sonneneinstrahlung.

Polyvinylacetet

auch: Polyvinyl-Acetat

Kunststoff aus der Gruppe der Thermoplaste. Er ist wenig hart und erweicht bei etwa 80°C. Bei normaler Temperatur ist Polyvinylacetat elastisch bis mäßig hart. Aus dem Kunststoff wird beispielsweise Weißleim hergestellt. Zudem ist er Zusatzmittel für Putz, Beton und Estrich. Polyvinylacetat ist auch Bestandteil vieler Klebstoffe. Vor allem Alleskleber (UHU) bzw. Vielzweckklebstoffe sind auf Polyvinylacetat aufgebaut. Die Wasserbeständigkeit des trockenen Klebstofffilmes ist gut. Polyvinylacetat ist wasserklar und zeigt gute Haftung auf Holz, Papier, Pappe, Stoff, Leder, Acrylglas (Plexiglas), Keramik, Filz, Kork u.a.

Polyvinylalkohol

Die lacktechnische Bedeutung des Polyvinylalkohols bezieht sich vorzugsweise auf die Erzeugung lösemittelbeständiger Überzüge aus wässrigen Lösungen und auf die Eigenschaft, in wässrigen Lösungen als Verdickungsmittel fungieren zu können. Sie dienen ferner als Selbstbindemittel in Papierstreichmassen. Niedrigviskose, teilverseifte PVA-Produkte werden für wiederanfeuchtbare Kleber eingesetzt. Polyvinylalkohol wird auch als Schutzkolloid in verschiedenen wässrigen Dispersionen eingesetzt. Wässrige Lösungen davon werden als Papierkleber eingesetzt.

Polyvinylchlorid

auch: PVC

Kunststoff aus der Gruppe der Thermoplaste. Besser bekannt unter seiner Abkürzung PVC. Man unterscheidet Hart-PVC und Weich-PVC. Dementsprechend wird PVC auch in vielen unterschiedlichen Bereichen eingesetzt. In harter Form ist PVC ein Material für Rohre, Dachrinnen oder Bedachungen. Weich-PVC wird zur Herstellung von Gartenschläuchen, Dichtungsbahnen und vor allem von Bodenbelägen verwendet. PVC-Bodenbeläge haben sich vor allem im gewerblichen Einsatzbereich einen beachtenswerten Marktanteil erobert. Angeboten werden diese Beläge in Plattenform oder als Bahnenware.

Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe

Bezeichnet eine Stoffgruppe mit mehreren hundert Einzelverbindungen. Verwendung finden PAK vor allem in Bitumen- und Steinkohlenteer-Produkten (z.B. Gussasphalt oder bituminisierte Dach- und Dichtungsbahnen), in Werkzeugen, Elektrogeräten sowie zur Herstellung anderer Chemikalien. Viele der Einzelsubstanzen von PAK gelten für den Menschen als Krebs erzeugend, Frucht schädigend, Erbgut verändernd und fortpflanzungsschädigend.

Ponderosa Pine

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Diese Kiefernart ist nach Oregon Pine und Hemlock die wirtschaftlich wichtigste Holzart im westlichen Nordamerika. Der Splint ist gelblich-weiß und am Licht vergilbend. Das Kernholz ist deutlich abgesetzt, gelblich bis hell rötlich- oder orangebraun und am Licht nachdunkelnd. Ponderosa Pine ist, ähnlich der heimischen Kiefer, ein sehr vielseitig einsetzbares Holz. Es wird bevorzugt im Innenbereich eingesetzt: Möbelbau, Regalböden/bretter, Leisten, Profilware, Türrahmen, dekorative Elemente, Treppenwangen, für allgemeine Tischler- und Zimmerarbeiten, als Verpackungsmaterial und für Blindhölzer. Im Außenbau eignet sich das Holz nach entsprechende Schutzmaßnahmen für den Rahmenbau (Fenster, Türen).

Ponton

Ein Ponton ist ein Schwimmkörper. Er findet Verwendung als schwimmender Anlegesteg für Boote und Schiffe, oder schwimmende Plattform. Er verfügt über keinen eigenen Antrieb. Er besteht meist aus einer wasserdichten Stahltonne oder bei kleineren Anlagen aus Kunststoff oder Glasfaser. Werden mehrer Pontons durch einen Steg oder eine Fahrbahn miteinander verbunden, so entsteht eine Pontonbrücke.

Pontonbrücke

auch: Pontonbrücke

Die Pontonbrücke besteht aus einer Reihe von Schwimmkörpern Pontons, auf die ein Steg, oder sogar ganze Fahrbahnen für Fahrzeuge montiert sind. Sie werden meist als Behelfsbrücke eingesetzt. Wenn die Schwimmkörper transportabel sind, kann die Pontonbrücke leicht auf- und abgebaut werden. Diese Form findet im Militär zum Übersetzen über Flüsse Anwendung. Der Nachteil von Pontonbrücken ist, dass sie das Gewässer sperren und im Falle von Schiffsverkehr geöffnet werden müssen.

Pool

siehe Schwimmbecken.

Poolabdeckung

auch: Poolabdeckungen

Porch

auch: Porches

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Eine Porch ist die ameri­ka­ni­sche Bezeich­nung für eine überdachte Terrasse. Wie aus zahl­losen Wild­west-Filmen bekannt, sitzt der Haus­herr bei schönem Wetter im Schau­ckel­stuhl auf seiner Porch und wartet darauf, irgend­welche Böse­wichte zu er­schie­ßen. Porches werden in der Regel rechts und links von der Eingantstür angelegt, sie können aber auch die ganze Breite eines Hauses einnehmen oder sogar umlaufend das ganze Haus umspannen. Anders als bei einer Veranda hat eine Porch immer ein Geländer. Die US-Architekten sprechen von einer Front-Porch und einer Back-Porch (am Hinterausgang des Hauses). Porches haben fast ausschließlich einen Bodenbelag aus Holzdielen.

Pore

auch: feinporig, grobporig, Poren

Poren haben im Holz die Aufgabe Wasser und Nährstoffe aus der Wurzel durch den Stamm nach oben zu leiten. Normalerweise kann man diese Leitzellen im Hirnholz als Poren und im Längsholz als kleine Vertiefungen erkennen. Sind die Poren so klein, dass man sie mit bloßem Auge nicht mehr sehen kann, bezeichnet man das Holz als feinporig (zum Beispiel Weißbuche (Hainbuche), Ahorn oder Birnbaum). Sind die Poren so groß, dass man sie sehen kann, bezeichnet man das Holz als grobporig (zum Beispiel Eiche, Esche oder Rüster).

Porenbeton

auch: Gasbeton, Ytong

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Porenbeton ist ein Baustoff, aus dem Mauersteine, Bauplatten und bewehrte Decken- und Dachplatten und Plansteine hergestellt werden. Er gehört zur Gruppe der Leichtbetone. Porenbetonsteine sind nicht nur leicht und bieten nicht nur sehr niedrige (also gute) U-Werte, sondern können auch vom Selbermacher komplikationslos mit Dünnbettmörtel verarbeitet werden. Mit großformatigen Porenbetonsteinen und -platten schreitet die Arbeit schnell voran. Porenbetonsteine können mit der Handsäge auf passende Formate zugeschnitten werden. Das alles macht Porenbetonsteine auch zu einem idealen Material für Selbstbauhäuser.

Porenbeton-Blockstein

auch: Porenbeton-Blocksteine

Porenbeton-Blocksteine sind großformatige Vollsteine, die aus dampfgehärtetem Porenbeton hergestellt werden. Sie können für tragende und nichttragende Wände verwendet werden. Allerdings wird der Porenbeton-Blockstein heutzutage nicht mehr hergestellt und auch nicht mehr in der DIN aufgeführt. Es ist mittlerweile möglich Steine herzustellen, die geringere Toleranzen aufweisen. Diese werden als Planblocksteine/ Plansteine oder Planelemente angeboten. Planblocksteine sind am ehesten mit den Blocksteinen zu vergleichen. Versetzt wurden sie wegen den größeren Toleranzen (+/- 3 mm) im Dickbett aus Leichtmörtel (1cm).

Porenbetondeckenplatte

auch: Porenbetondeckenplatten

Bei Porenbetondeckenplatte handelt es sich um eine aus Porenbeton hergestellte Fertigteilplatte. Die Platte besitzt besonders profilierte Längsfugen, in die normalerweise die Bewehrung eingelegt wird. Anschließend werden die Porenbetondeckenplatten mit Zementmörtel vergossen.

Porenbetonplanstein

auch: Porenbetonplansteine

Porenbetonplansteine sind Bauelemente mit exakten Ausmaßen und geringen Toleranzen, die mit einer extrem dünnen Mörtelschicht verarbeitet werden. Sie sind die "Backsteine" für das Porenbetonplanhaus. Sie bilden Innen- und Außenwände sowie tragende und aussteifende Wände des Hauses. Wegen der einfachen Handhabung und dem leichten Gewicht eignen sie sich sehr gut für den nachträglichen Einbau von Wänden. Durch die einfache Formgebung verbunden mit dem geringen Gewicht lassen sich Porenbetonplansteine zur Ausfachung von Skelettbauten wie beispielsweise Fachwerkhäuser verwenden. Bedingt durch die Porosität des Materials, wodurch herkömmlicher Mörtel einzieht, wird ein spezieller Mörtel verwendet, der sogenannte Dünnbettmörtel.

Porenbetonschraube

auch: Porenbeton-Schraube

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Porenbetonschrauben wurden entwickelt, um Grund- und Konterlattungen, Konsolen, Abhängevorrichtungen, Außenleuchtenbefestigungen und dergleichen direkt und ohne vorheriges Dübelsetzen an Porenbetonwänden befestigen zu können. Die Schraube verfügt über ein Teilgewinde, nämlich ein Steiggewinde und zieht sich von selbst in den Porenbeton ein. Zur Erhöhung der Gebrauchslast kann jedoch zuvor ein enges Sackloch geschlagen werden. Die hier gezeigte Schraube des Herstellers BIERBACH ist aus Kohlenstoffstahl gefertigt und verfügt über einen hohen Biegefaktor. Der Doppelsenkkopf ist so gestaltet, dass er sich insbesondere in Holz leicht und bündig versenkt. Die üblichen Maße liegen zwischen 80 und 220 mm Länge.

Porenfeuchte

siehe Porenwasser.

Porenfüller

Porenfüller sind für großporige Hölzer geeignet, die auf Hochglanz poliert werden sollen. Diese dicken Pasten werden im Handel in verschiedenen Holztönen angeboten. Sie sind auch mit Farbstoffbeizen einfärbbar.

Poreninjektion

auch: Poreninjektionen

Poreninjektion ist ein Verfahren der Baugrundverfestigung. Ziel der Poreninjektionen ist es, die Tragfähigkeit des „schlechten“ Baugrundes zu verbessern, wobei man die relative Verschieblichkeit der Bodenkörner der nicht tragfähigen Bodenschicht blockiert. Die Poreninjektion eignet sich bei gewachsenen grobkörnigen Böden bis in den Feinsandbereich. Nicht geeignet ist die Poreninjektion bei gemischt- und feinkörnigen Böden, organischen Böden, veränderlich festen Gesteine und bei Fels.

Porenkalk

auch: Schaumkalk

Kalksteine, bei denen die Lücken zwischen den (biogenen oder abiogenen) Kalkpartikeln nicht ausgefüllt sind. Dadurch besitzt er eine gute Isolierfähigkeit gegen Schall und Temperatur, was den nicht polierfähigen Stein nicht nur als Mauerquader und Außenplatte beliebt macht, sondern ihn auch als leicht bearbeitbares Skulpturmaterial ausweist. Da Porenkalk äußerlich "sandig" aussieht, wird es häufig fälschlicherweise als Kalksandstein bezeichnet. In Deutschland wird nur der analoge Schaumkalk aus Sachsen-Anhalt genützt. Ansonsten stammt der Porenkalk aus Österreich, Kroatien, Bulgarien und aus Frankreich.

Porenleichtbeton

siehe Schaumbeton.

Porenpflaster

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Porenpflaster werden zur Entsiegelung von Flächen eingesetzt. Sie bestehen aus großporigen, wasser- und luftdurchlässigen Betonsteinen, die zum Teil sogar Benzin- oder Ölreste aus dem Oberflächenwasser filtern können. Es gibt Porenpflaster in verschiedenen Farben und Größen. In Verbindung mit einer wasserdurchlässigen Fugenfüllung beträgt die Versickerungsleistung von Porenpflaster nahezu 100 Prozent. Geeignet sind die Pflaster für Fußwege, Zufahrten oder Stellplätze.

Porensaugwasser

Bei Porensaugwasser handelt es sich um Wasser, das entgegen der Schwerkraft in den feinen Poren des Bodens nach oben steigt (siehe auch Kapillarwasser).

Porenwasser

auch: Porenfeuchte

Als Porenwasser wird das Wasser in den Poren von Beton, Boden oder Gestein bezeichnet. Bei Beton unterscheidet man Gelporen und Kapillarporen. Gelporen sind kleiner und das in den ihnen verbleibende Wasser wird zum großen Teil durch Adsorptionskräfte an der Oberfläche gebunden. Dieses Wasser gefriert daher erst bei tiefen Temperaturen. Größer sind die Kapillarporen, deren Volumen mit steigendem Wasserzementwert zunimmt. Dieses Wasser haftet aufgrund von Kapillarkräften an der Porenwand, wobei die Bindung relativ schwach ist. Die Wassermoleküle können verdampfen oder gefrieren, was zu Schäden am Bauwerk führt.

Porenwasserdruck

Der Porenwasserdruck ist der Teil des im Boden herrschenden Druckes, der vom Porenwasser übernommen wird - also der in der Poren herrschende Wasserdruck. Der Porenwasserdruck setzt sich aus dem Druck durch die Eigenlast des Wassers und dem Überdruck zusammen.

poröse Holzfaserplatte

auch: poröse, Holzfaserplatten

Porosität

Besonderheit eines Stoffes, fein verteilte Hohlräume gedrungener Form zu besitzen.

Porphyr

auch: Rhyolith

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Porphyr gehört zu den Ergussgesteinen. Das dauerhafte und zähe Gestein gibt es in verschiedenen Sorten, die nicht alle eine gute Frosthärte aufweisen. Stammt das Porphyr aus tieferen Lagen, so ist es meist frosthart. Verwendung findet Porphyr für Pflastersteine, Stufen, Verkleidungen, Mauern oder Platten. Auch für Skulpturen oder Denkmäler wird das bräunlich bis rostrote sowie rosa bis dunkelviolette Gestein verwendet. Die neuere Bezeichnung für Porphyr ist Rhyolith.

Porphyr-Pflasterstein

Hell- bis dunkelgrauer, meistens jedoch roter Natursteinpflasterstein von niedriger bis mittlerer Druckfestigkeit.

Portalkran

auch: Portalkrane

Ein Portalkran ist eine spezielle Art von Kran. Die Brücke des Portalkrans stützt sich über zwei meist verfahrbare Portalstützen auf den ebenerdig liegenden Kranschienen ab. Seltener werden Portalkrane als stationäre Krane ausgeführt. Im Bauwesen werden sie hauptsächlich bei Lagerplätzen, Fertigteilwerken oder Rohrvortriebsbaustellen eingesetzt. Auch Verladebrücken zum Schüttgutumschlag sind Portalkrane.

Portlandflugaschehüttenzement

auch: Flugasche-Hüttenzement, Portlandflugaschehüttenzemente

Gehört zu den Portlandkompositzementen. Normale Wärme- und Festigkeitsentwicklung sowie gute Nacherhärtung. Diese Zementart besteht zu 65% bis 79% aus Portlandzementklinker, zu 10% bis 20% aus Hüttensand und ebenfalls zu 10% bis 20% aus Flugasche.

Portlandflugaschezement

auch: Portlandflugaschezemente

Gehört zu den Portlandkompositzementen. Durch die hydraulischen Eigenschaften der Flugasche zur Festigungssteigerung geeignet. Portlandflugaschezement besteht zu 80% bis 94% aus Portlandzementklinker und zu 6% bis 20% aus Flugasche.

Portlandhüttenzement

auch: CEM II, Portlandhüttenzemente

Gehört zu den Portlandkompositzementen. Wegen seiner geringen Wärmeentwicklung für massige Bauteile verwendbar. Portlandhüttenzement gibt es in unterschiedlicher Zusammensetzung mit den Kurzzeichen CEM II/A-S und CEM II/B-S. CEM II/A-S besteht zu 80% bis 94% aus Portlandzementklinker und zu 6% bis 20% aus Hüttensand. Beim CEM II/B-S ist das Mischungsverhältnis 65% bis 79% Portlandzementklinker und 21% bis 35% Hüttensand.

Portlandkalksteinzement

auch: Portlandkalksteinzemente

Gehört zu den Portlandkompositzementen. Klebriger Zementleim, der sich beispielsweise für die Herstellung von Leichtbeton eignet. Portlandkalksteinzement besteht zu 80% bis 94% aus Portlandzementklinker und zu 6% bis 20% aus Kalkstein.

Portlandkompositzement

Aus mehreren Stoffen zusammengesetzte Zemente.

Portlandölschieferzement

auch: Portlandölschieferzemente

Gehört zu den Portlandkompositzementen. In Deutschland nur als braun gefärbter Zement hergestellt. Portlandölschieferzement gibt es in zwei unterschiedlichen Mischungsverhältnissen. CEM II/A-T besteht zu 80% bis 94% aus Portlandzementklinker und zu 6% bis 20% aus Ölschiefer. CEM II/B-T besteht zu 65% bis 79% aus Portlandzementklinker und zu 21% bis 35% aus Ölschiefer.

Portlandpuzzolanzement

auch: Portlandpuzzolanzemente

Gehört zu den Portlandkompositzementen. Geschmeidiger, dichter Mörtel, der wenig zu Ausblühungen neigt und sich deshalb für wasserundurchlässigen Mörtel und Beton eignet. Portlandpuzzolanzement gibt es in zwei unterschiedlichen Mischungsverhältnissen. CEM II/A-P besteht zu 80% bis 94% aus Portlandzementklinker und zu 6% bis 20% aus Puzzolan. CEM II/B-P besteht zu 65% bis 79% aus Portlandzementklinker und zu 21% bis 35% aus Puzzolan.

Portlandzement

auch: CEM I, Portlandzemente

Hochwertiger und schnell erhärtender Zement, der sich für fast alle Anwendungsgebiete eignet. Betondachsteine werden beispielsweise aus Portlandzement, Sand und Wasser hergestellt. Auch in Porenbeton kann man diese Zementsorte finden. Portlandzement besteht zu 95% bis 100% aus Portlandzementklinker. Das Kurzzeichen nach DIN 1164 lautet CEM I.

Portlandzementklinker

auch: Zementklinker

Die häufigsten Ausgangsprodukte zur Herstellung von Portlandzementklinker sind Kalkstein und Ton oder Kalkmergel. Ähnlich den hydraulischen Kalken bestehen sie aus den Hauptkomponenten Kalk, Kieselsäure, Tonerde und Eisenoxid. Beim Brennen mit einer Temperatur von 1250°C bis 1900°C reagieren diese miteinander. Nach Reaktion und Abkühlung entstehen harte, dichte Stücke mit Durchmessern bis zu mehreren Zentimetern, die als Portlandzementklinker bezeichnet werden. Die Klinker werden gemahlen und bekommen unterschiedliche Beimischungen. Je nach dem, was zugemischt wurde, unterscheidet man die Zementarten Portlandzement, Portlandhüttenzement, Portlandpuzzolanzement, Portlandflugaschezement, Portlandölschieferzement, Portlandkalksteinzement, Portlandflugaschehüttenzement und Hochofenzement.

Porzellanerde

siehe Kaolin.

Postament

Postament leitet sich aus dem lateinischen Wort "ponere" ab, was nichts anderes bedeutet wie "setzen, stellen, legen". Ein Postament in Kunst und Architektur ist ein hoher Sockel oder ein Unterbau für Säulen, Statuen, Büsten oder Standbilder.

Postforming-Platte

auch: Postformingplatten, Postforming-Platten

Sammelbegriff für nachformbare, veredelte Spanplatten mit abgerundeten konkaven oder konvexen Kanten. Daß die Platten ihren Namen daher haben sollen, dass sie erstmals für die Ausstattung von Schalterhallen der Post eingesetzt wurden, darf in den Bereich der Märchen verwiesen werden.

Potentialausgleich

auch: Hauptpotentialausgleich, örtlicher Potentialausgleich, Potenzialausgleich

Die technische Gebäudausrüstung bringt in Neubauten umfangreiche Leitungs- und Rohrinstallationen mit sich. Diese bilden ein verzweigtes Netz metallisch leitender Systeme wie z.B. Wasserverbrauchs- und Starkstromleitungen, Gas- und Zentralheizungsrohre, Antennen-, Hauskommunikations- und Fernsprechanlagen. Teils sind die Systeme voneinander getrennt, teils stehen sie auch unmittelbar oder mittelbar miteinander in Verbindung. Der Potentialausgleich beseitigt Potentialunterschiede zwischen Körpern und fremden leitfähigen Anlagenteilen oder zwischen verschiedenen leitfähigen Anlagenteilen. Man unterscheidet dabei den Hauptpotentialausgleich und zusätzlichen örtlichen Potentialausgleich. Der Hauptpotentialausgleich muss in allen Gebäuden mit elektrischem Hausanschluss oder mit einer gleichwertigen Versorgungseinrichtung durchgeführt werden. Den zusätzlichen örtlichen Potentialausgleich führt man beispielsweise in Räumen mit Badewanne oder Dusche durch.

Potentialausgleichsmessung

auch: Potentialausgleichsmessungen

Potenzialausgleichsschiene

auch: Potenzialausgleichsschienen

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Die Potenzialausgleichsschiene ist die Verbindung zum Fundamenterder und stellt dieses Erdpotenzial als Basis der gesamten Hausinstallation zur Verfügung. Sie wird als Sammelschiene für Erdleitungen in Innenräumen verwendet und ist somit Bestandteil des inneren Blitzschutzes.

Potsdamer Rokoko

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Das Rokoko hat seinen Namen von "Rocaille" (Muschel), wobei ausladende Muschelformen und -ornamente wesenstypisch für den Kunst- und Baustil des Rokoko sind. Allerdings wurden diese Gestaltungselemente unter Friedrich d. Gr. angereichert mit Ornamenten aus Weinlaub und Blättern, wobei auch Tierfiguren einbezogen wurden. Im und am Schloss Sanssouci, das in nur zwei Jahren von 1745 - 1747 für den "alten Fritz" (der damals noch ein "junger" Fritz war, weil erst 33 Jahre alt) als Sommerresidenz in Potsdam erbaut wurde, hat sich ein eigenständiger Rokoko-Stil entwickelt, der als Potsdamer Rokoko in die Architekturgeschichte eingegangen ist. Der Baumeister v. Knobelsdorff, der Sanssouci geschaffen hat, gilt als hervorragendster Vertreter dieses Stils, der auch als "friderizianisches Rokoko" oder "preußisches Rokoko" bezeichnet wird. Auf dem Foto ist die Bildergalerie beim Schloss Sanssouci zu sehen, die erst zwischen 1755 und 1764 erbaut wurde - und zwar nicht mehr von Knobelsdorff, der bereits 1753 gestorben ist, sondern von Johann Gottfried Bühring.

Pottasche

siehe Alkalien.

Powerdusche

auch: Powerduschen

Fantasiebezeichnung für Duschen, die mit einem Duschpaneel und beliebigen anderen Einbauteilen ausgestattet ist wie z.B. Dampfdüsen oder farbigen Leuchten für eine Lichttherapie. Bei solchen Duschen steht nicht die Körperreinigung im Vordergrund, sondern die Wellness.

PP-Folie

siehe Polypropylen.

Praefurnium

Heizungsraum in den Villen der alten Römer, wie sie auch in Deutschland vor 1700 bis 2000 Jahren gebaut wurden. Verheizt wurde damals fast ausschließlich Holz. Die warme Luft wurde über eine sog. Hypokaustenheizung in das Caldarium oder Tepidarium geleitet. Das System der altrömischen Heiz- und Badeanlagen ist z. B. gut nachzuvollziehen in der "Villa Rustica" in Mehring an der Mosel.

Prägeblech

auch: Prägebleche

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Prägebleche eignen sich besonders zur Fassadenbekleidung. Sie sind einfach zu montieren, schützen und schirmen ab und sind mit vielen verschiedenen Mustern und Oberflächen (natur, eloxiert, lackiert oder pulverbeschichtet in allen RAL-Farben) erhältlich. Die Bleche, wahlweise aus Alu, Edelstahl, Stahl, verzinktem Stahl, können »vor Ort« verschweißt, verschraubt, geklemmt oder in einen vorbereiteten Rahmen eingesetzt werden. Der Hersteller fertigt Lochbleche in den Blechdicken von 1,0 bis 10 mm in den Standardformaten 1000 × 2000 mm, 1250 × 2500 mm und 1500 × 3000 mm, aber auch individuelle Zuschnitte nach Kundenzeichnungen.

Präge-Tapete

auch: Präge-Tapeten, Prägetapete, Prägetapeten

siehe Struktur-Tapete.

Prallbrecher

auch: Prallmühle

Prallbrecher und Prallmühlen werden vorwiegend für die Vor- und Feinzerkleinerung weicher bis mittelharter Stoffe wie beispielsweise Kalkstein oder Gips verwendet. Sie können aber auch bei hartem Gestein wie Granit oder Kies Verwendung finden. Dabei werden unabhägig von der geforderten Feinheit kubische Kornformen erreicht. Das Zerkleinern des Brechguts in Prallbrechern und Prallmühlen erfolgt durch Schlag und Prall. Die feststehenden Schlagleisten eines oder zweier schnelllaufender Schlagrotoren mit horizontaler Drehachse schlagen das Zerkleinerungsgut sowohl gegen die im Brechraum angeordneten Prallstangen oder Prallplatten als auch gegeneinander. Prallmühlen sind im Gegensatz zu Prallbrechern mit leichteren Rotoren ausgerüstet und haben kleinere Prallräume, da die freien Flugstrecken des Mahlguts von den Schlagleisten zu den Prallelementen kleiner sein müssen. Prallbrecher und Prallmühlen werden häufig im Recyclingbereich eingesetzt. Der Brecher findet als Haupt- oder Vorbrecher und die Mühle als Nachbrecher Verwendung. Da es sich dabei nicht vermeiden lässt, dass auch unbrechbare Materialien, wie z.B. Stahlteile, aufgegeben werden, hat man die Prallwerke mit so starken Federn gelagert, dass diese im Normalbetrieb dem Gesteinsanprall widerstehen, im Bedarfsfall aber nachgeben können indem sie den Abstand zum Rotor kurzzeitig vergrößern.

Prallmühle

auch: Prallmühlen

siehe Prallbrecher.

Präsenzmelder

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Präsenzmelder sind in der Lage, Beleuchtungen abhängig von Tageslicht und Anwesenheit zu schalten und zu dimmen. Damit tragen sie auf besonders komfortable Art zur Energieeinsparung bei. Neben Beleuchtungen lassen sich auch Rollläden, Lüftungen oder Heizungen über diese intelligenten Geräte steuern. Unter der Decke eines Raumes oder im Flur montiert, erfasst ein Präsenzmelder die Anwesenheit von Personen in einem bestimmten Umkreis unabhängig von der Deckenhöhe. Registriert er eine Bewegung, wird bei nicht ausreichendem Tageslicht automatisch die Beleuchtung eingeschaltet. Präsenzmelder können den Energieverbrauch in Gebäuden um bis zu 70% reduzieren. Parallel dazu steuert gegebenenfalls ein zweiter Schaltkanal nur anwesenheitsabhängig die Heizung, Lüftung oder Alarmanlage.

Präzisionsfeile

auch: Präzisionsfeilen

Sie dienen vor allem der Nach- und Feinbearbeitung grob vorbearbeiteter Oberflächen. Querschnittsform, Formverlauf und Hieb sind in etwa wie bei Werkstattfeilen. Es wird jedoch ein höherwertigerer Stahl verwendet und bei der Herstellung wird besonders auf die sorgfältige Ausführung des Hiebes und der Form geachtet. Die Kanten von Präzisionsfeilen sind möglichst scharf. In der Regel werden sie bis zu einer Länge von einschließlich 200 Millimetern gefertigt. Bei Bedarf können auch größere Feilen und Feilen mit sehr feinen Hieben, also mit einer großen Hiebzahl pro Zentimeter Feilenlänge, hergestellt werden. Die im Werkzeugbau oder der Feinmechanik verwendeten Nadelfeilen und Riffelfeilen sind zum Beispiel Präzisionsfeilen.

Preisen

andere Bezeichnung für Möchziegel.

Prellstein

auch: Prellsteine

siehe Radabweiser.

Presbyterium

siehe Apsis.

Pressbeton

auch: Pressbeton

Steifer erdfeuchter Beton wird durch Pressen und gegebenenfalls Rütteln verdichtet. Dieses Verfahren wird meist in Betonwerken eingesetzt. Der Vorteil von Preßbeton ist, dass er direkt nach dem Verpressen ausgeschalt werden kann. Pflastersteine, Betondachsteine oder andere kleine Betonbauteile werden auf diese Weise hergestellt.

Presscontainer

Pressdachziegel

Verfahren zum Herstellen von Dachziegeln. Pressdachziegel werden auf Stempelpressen ausgestanzt. Zum einen gibt es beispielsweise die falzlosen Mönch und Nonne sowie Krempziegel. Zum anderen werden Ziegel mit zweiseitigem Falz hergestellt. Hierzu zählen unter anderem Doppelmuldenfalzziegel, Reformziegel, Flachdachziegel (Flachdachpfannen) und Krempziegel. Verschiebeziegel sind Pressdachziegel, deren Kopf- und Fußverfalzung eine Höhenverschiebbarkeit von mindestens 3 cm ermöglicht.

Pressfalzziegel

Pressfalzziegel ist der Sammelname für alle mit der Ziegelpresse hergestellten Falzziegel.

Pressfitting

auch: Pressfittings

Rohre können durch Verschrauben, Löten, Schweißen, Kleben und weitere Verbindungsarten zusammengefügt werden. Eine hochwertige, zeitsparende Rohrverbindung ist das Verpressen. Hierbei werden Rohre und Formstücke mit eingelegter Dichtung formschlüssig verbunden. Durch das Verpressen wird die Dichtung an die Rohrwandung angelegt und dichtet die Verbindung ab. Das Formstück wird in die Rohrwandung eingepresst, wodurch die runde Form in eine leicht sechs- oder achteckige Form übergeht. Dadurch wird das Herausrutschen oder Auspressen unter Druck stehender Verbindungen verhindert. Pressfittings werden von verschiedenen Herstellern gefertigt, die meist eine zu ihrem System passende Presse mit Pressbacken anbieten. Zudem gibt es Pressfittings für Trinkwasserinstallationen, Gasinstallationen sowie Hochtemperatur-Pressfittings für außergewöhnliche Belastungen.

Pressfuge

auch: Pressfugen

siehe Knirschfuge.

Pressglas

auch: Pressglas

Glas, das durch automatische maschinelle Pressung in seine benötigte Form gebracht wird - zum Beispiel bei der Herstellung von Glasbausteinen.

Pressholz

auch: Presshölzer

Pressiometer

Ein Pressiometer ist ein Werkzeug, das in der Baugeologie seinen Einsatz findet. Das zylindrische Gerät wird zur Durchführung des Bohrlochaufweitunsversuch verwendet. Mit diesem Versuch werden Verformungskennwerte von Boden und Fels bestimmt. Das Pressiometer misst dabei die radiale Aufweitung des Bohrlochs in Abhängigkeit vom Druck. Das geschieht über ein eingepresstes Flüssigkeitsvolumen. Letztendlich lässt sich aus den Messergebnisse der Elastizitätsmodul des Gebirges messen.

Presslinge

Bei dieser Art der Holzverwertung können sogar Schleifstaub und/oder Sägemehl für die Energiegewinnung nutzbar gemacht werden. Diese werden mit großem mechanischem Druck in die Form von Briketts, Pellets oder Presslingen gepresst. Auf chemische Bindemittel wird bei diesem Prozess gänzlich verzichtet. Die Brenndauer des Ausgangsstoffes wird durch diesen Vorgang erheblich verlängert, und dafür ausgerichtete Heizungen können automatisch mit Pellets beschickt werden.

Pressluftbohrer

Presslufthammer

auch: Preßlufthammer

umgangssprachlicher Ausdruck für Drucklufthammer.

Pressmaschine

auch: Presswerkzeug, Pressmaschinen

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Pressmaschinen sind Werkzeuge zur Herstellung von dauerhaft dichten Verbindungen von Rohren im Sanitärbereich mit Hilfe von Pressfittings. Je nach zu verpressenden Rohrdurchmesser arbeitet die Pressmaschine mit einer anderen Presskraft. Bei kleineren Durchmessern ist eine geringere Kraft als bei größeren Durchmessern notwendig.

Pressnagel

auch: Pressnägeln

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Pressnägel ersetzen das Dübeln und Schrauben. Die Nägel aus Nylon ermöglichen eine schnellere und sauberere Direktbefestigung in Holz, Beton, Mauerwerk und anderen festen Baustoffen. Das Loch wird vorgebohrt und anschließend der Pressnagel eingeschlagen - mehr ist nicht notwendig für einen festen Halt.

Presspfahl

auch: Presspfähle

Stahlpfähle, die bei Unterfangungen eingebracht werden, und zwar durch hubweises Einpressen einzelner Pfähle in den Baugrund.

Pressrost

auch: Pressroste

siehe Gitterrost.

Pressschichtholz

auch: Pressschichtholz, Pressschichthölzer

Bei diesem Holzwerkstoff werden Furniere in Kunstharz getränkt (z.B. Harnstoffharz) und unter Druck und Hitze zu Platten verpresst. Pressschichtholz wird z.B. bei Biegeträgern mit beschränkter Bauhöhe verwendet. Es besitzt größere Festigkeiten, ein höheres E-Modul und größere Dichte als Vollholz.

Press-Schienen

auch: Preßschienen, Preß-Schienen, Pressschienen

Pressschneiden

Dieses Abbruchverfahren bezeichnet das Zerkleinern bzw. Lösen von einzelnen Bauteilen mittels Zerpressen. Zangenförmig angeordnete Backen werden hydraulisch zusammengedrückt und zerpressen das zwischen den Backen angeordnete Bauteil. Voraussetzungen: Da Zangen mit einer Masse von ca. 50 kg bis zu mehreren Tonnen verfügbar sind, kann dieses Verfahren generell überall bei Mauerwerks-, Beton- und Stahlbetonkonstruktionen eingesetzt werden. Das abzubrechende Bauteil muss der Zange einen Angriffspunkt bieten. Hauptanwendungsgebiet: Abbruch von Decken, Wänden, Unterzügen und Stützen aus Mauerwerk, Beton und Stahl-beton; Dicke der abzubrechenden Bauteile bei manuell ge-führten Zangen bis ca. 25 cm, bei maschinen geführten Zagen bis ca. 1,50 m. Vorteile: leise, erschütterungsarm. Nachteile: Einsatzhöhe bei maschinell geführten Zangen auf ca. 15,00 m, mit speziellen Abbruchauslegern auf ca. 30,00 m begrenzt.

Pressvollholz

auch: Pressvollhölzer

Pressvollholz darf nicht mit Pressholz verwechselt werden. Während Pressholz aus Holzspänen und Kunstharz zu einer Holzwerkstoffplatte verpresst wird, besteht Pressvollholz aus Massivholz. Dieses Massivholz wird durch Druck und Wärme zu Pressvollholz. Zum Einsatz kommen hierbei vor allem zerstreutporige Laubhölzer wie Pappel, Birke, Ahorn oder Rotbuche. Durch den Druck und die Hitze entsteht ein Holz für dynamisch belastete Holzbauteile wie Federn, Beschlagteile, Isolierteile oder Puffer. Da heutzutage meist andere Materialien wie Kunststoffe oder Metalle verwendet werden, ist Pressvollholz im Wesentlichen vom Markt verschwunden.

Presswerkzeug

auch: Presswerkzeuge

siehe Pressmaschine.

Presszange

auch: Presszangen

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Presszangen sind ein Zubehörteil beispielsweise für die Radialpresse. Sie werden aus einem geschmiedetem Spezialstahl hergestellt. Beim Pressvorgang können an der Presszange erforderliche Presskräfte bis zu 100 kN (10 t) entstehen, welche durch die Presszange sicher aufgenommen werden müssen. Presszangen gibt es in unterschiedlicher Größe je nach Pressfitting-System.

Pressziegel

Als Pressziegel werden alle Mauerziegel bezeichnet, die durch Pressen und nicht durch Streichen (siehe Handstrichziegel) entstanden sind. Pressziegel werden auf zwei unterschiedliche Arten hergestellt. Zum einen durch kontinuierliches Pressen in einem unendlichen Strang, wobei am Ende des Pressvorgangs die einzelnen Ziegel mit dem Abschneider abgeschnitten werden. Zum anderen entstehen Pressziegel durch einzelne Formen mit Unter- und Oberform, in denen die Ziegel erst gepresst und anschließend nach dem Entfernen der Form gebrannt werden.

Preußische Kappe

auch: Preußische, Kappen

siehe Kappendecke

preußisches Rokoko

Preußisch Rot

Prieben

siehe Nonnenziegel.

Priepen

siehe Nonnenziegel.

Primärbatterie

auch: Primärbatterien

Primärbatterien sind nicht wiederaufladbare Batterien. Wiederaufladbare Batterien werden hingegen als Sekundärbatterien bezeichnet. Bei Primärbatterien unterscheidet man Zink-Kohle-Batterien, Alkali-Mangan-Batterien und Lithium-Batterien.

Primärenergie

Die Primärenergie ist die entscheidende Größe für eine energetische Bewertung von Gebäuden und Heizsystemen. Denn der Primärenergiebedarf berücksichtigt nicht nur den Energiebedarf des Gebäudes, sondern auch die zuvor benötigte Energie: auch für die Förderung, die Aufbereitung und den Transport von Erdgas, Heizöl oder Strom ist Energie erforderlich. Mit dem Primärenergiebedarf ist somit eine vollständige Bilanz des Energieverbrauchs und der damit verbundenen Treibhausgasemissionen möglich. Aus diesem Grund wird der Primärenergiebedarf auch in der Energieeinsparverordnung (EnEV) als Hauptanforderung für den zulässigen Energiebedarf von Gebäuden festgelegt.

Primärenergieträger

Primärenergieträger sind Energieträger, die noch keiner Umwandlung unterworfen wurden: Dies kann sowohl ein fossiler Rohstoff (Kohle, Erdöl und Erdgas sowie Kernbrennstoffe) als auch erneuerbare Energieträger (Wasserkraft, Sonnenenergie, Windkraft, Erdwärme, Biomasse) sein.

Primärluft

auch: Erstluft

Die Primärluft, also die erste Luft, ist die Luft am unmittelbaren Verbrennungsort von Holz, Gas oder Heizöl. Primärluft bewirkt durch die Reaktion des in ihr enthaltenen Sauerstoffs die Verbrennung des Brennstoffs. Für eine Verbrennung der aus dem Feststoff entweichenden flüchtigen brennbaren Bestandteile muss der Feuerung zusätzlich Sekundärluft zugegeben werden.

Primärluftklappe

Die Primärluftklappe befindet sich bei den meisten Kesseln in der Ascheraumtür. Die Klappe wird entweder von einem Feuerungsregler oder einem Hubmagneten betätigt. Mit der Primärluftklappe wird die Zufuhr der Verbrennungsluft und damit auch die Kesselleistung geregelt.

Primärschlamm

Als Primärschlamm bezeichnet der Fachmann den Teil des Schlamms, der in der Kläranlage in der Vorklärung entsteht. Dieser fällt in der mechanischen Abwasserreinigungsstufe an. Der Primärschlamm setzt sich dabei im Vorklärbecken ab. Die Zusammensetzung des Primärschlamms ist unterschiedlich und hängt vom Einzugsgebiet ab. Zu einem großen Teil besteht er jedoch aus organischen Stoffen wie Fäkalien, Obst, Gemüse, Papier oder Textilien.

Primärsetzung

auch: Primärsetzungen

Primer

Der Primer begegnet einem im Bauwesen auch unter den Bezeichnungen Grundierung, Tiefgrund oder Tiefengrund, Haftgrund oder Haftgrundierung sowie Haftprimer. Im allgemeinen ist unter einem Primer eine streichfähige Substanz zu verstehen, die die Saugfähigkeit verringert und Tragfähigkeit mineralischer Untergründe wie Kalk/Zementputz, Gipsputz, Mörtel und Beton verbessert. Unterschieden wird dabei aber in Haftgrund und Tiefgrund. In anderer Formulierung können Primer auch zur Vorbehandlung von Holz verwendet werden, um z.B. ein Durchschlagen bzw. "Ausbluten" von gefärbten Holzinhaltsstoffen zu verhindern. Bei metallischen Untergründen werden spezielle Primer eingesetzt, die vor unterschiedlichen Korrosionsangriffen schützen sollen. Für die Beschichtung/Lackierung von Kunststoffbauteilen wurden sog. Kunststoffprimer entwickelt.

Prismen-Maschinen-Schraubstock

auch: Prismen-Maschinen-Schraubstöcke

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Der Unterschied von Prismen-Maschinen-Schraubstöcken im Vergleich zu normalen Schraubstöcken liegt in den Spannbacken. Diese besitzen vertikale und horizontale Einkerbungen (Prismen), die ein vertikales und horizontales Einspannen von Werkstücken erleichtern. Auch Rohre lassen sich auf diese Weise besser einspannen.

Prismenschnitt

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In einem Sägewerk werden aus einem Baumstamm Bretter und Bohlen geschnitten. Dies geschieht auf unterschiedliche Art und Weise - eine Möglichkeit ist der Prismenschnitt. Der Prismenschnitt erfolgt in zwei Arbeitsgängen: erst wird abgeschwartet und im zweiten Arbeitsgang entstehen aus dem Stamm parallel besäumte Bretter.

privilegierte Bauvorhaben

auch: privilegiertes, Bauvorhaben

Das Bauen in Außenbereichen, also außerhalb geschlossener Ortschaften, unterliegt strengen Voraussetzungen an die Zulässigkeit des Bauvorhabens, wobei in Landschaftsschutzgebieten und erst recht in Naturschutzgebieten Bauvorhaben entweder schwer durchsetzbar oder ganz und gar unmöglich zu verwirklichen sind. Beim Bauen in Außenbereichen sind nur "prilegierte Bauvorhaben" möglich, wie sie im § 201 des BauGB aufgeführt sind. Dazu zählen Bauvorhaben der Forst- und Landwirtschaft, des Gartenbaus, des gewerbsmäßigen Obst- und Weinbaus und der Imkerei. Zu diesen Ausnahmen zählen auch Bauanlagen, die aufgrund der örtlichen Situation nur an dieser Stelle errichtet werden können, beispielsweise der Bau von Rückhaltebecken, Versorgungsanlagen usw.

Proctordichte

Proctorversuch

auch: Proctorwassergehalt, Proctordichte

Der Proctorversuch kommt in der Bodenmechanik bzw. dem Erdbau zum Einsatz. In dem Versuch wird die Verdichtbarkeit von Böden in Abhängigkeit vom Wassergehalt ermittelt. Dazu wird der Boden in einem Zylinder stampfend verdichtet. Das geschieht mehrmals bei jeweils unterschiedlichem Wassergehalt. Bei einem bestimmten Wassergehalt erreicht der Boden die höchste Dichte. Als Kennwerte des Proctorversuchs gelten die Proctordichte und der Proctorwassergehalt. Sie sind im Erdbau von entscheidender Bedeutung bei der Verdichtungskontrolle.

Proctorwassergehalt

ProdHG

Produkthaftungsgesetz

Das ProdHG ist ein wichtiges Gesetz auch im Baubereich. Denn der Hersteller einer Ware - z.B. eines Fenstersturzes - muss für Personenschäden gerade stehen, die durch Mangelhaftigkeit seiner Ware entstanden sind.

Produktnorm

auch: Produktnormen

Auch im Baubereich ist fast alles nach Normen geregelt - die bekanntesten dürften die DIN-Normen sein, die zunehmend als DIN-EN-Normen daher kommen. Produktnormen beschreiben die Mindestanforderungen, die ein Bauprodukt wie etwa eine Gipsfaserwand oder ein Hohlblockstein haben müssen, um als geeignet für einen bestimmten Bauzweck anerkannt zu werden. Es handelt sich also um eine Gebrauchstauglichkeitsprüfung, die auch die Herstellungsprozesse festlegen.

Profilbrett

auch: Profilholz, Profilbretter

Bezeichnung für ein Brett, das durch Bearbeitung mit Hobel- und Fräsmaschinen bestimmte Formen und Verzierungen angenommen hat. Profilbretter gibt es in einigen dutzend Profilarten wie Blockhausprofil oder Landhausprofil. Sie werden je nach Holzart im Innen- Außenbereich eingesetzt, z.B. an Fassaden als Profilschalung. Je nach Profilart werden die Bretter in Längen zwischen 1350 und 3200 mm angeboten.

Profildoppelzylinder

auch: Profil-Doppelzylinder

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Im Gegensatz zum Profilknaufzylinder und dem Profilhalbzylinder kann man beim Profildoppelzylinder den Schlüssel von beiden Seiten ins Schloss stecken, um die Tür zu öffnen. Aus Sicherheitsgründen sind Profildoppelzylinder meist so eingerichtet, dass bei innen steckendem Schlüssel der Zylinder von außen nicht betätigt werden kann, auch nicht von übergeordneten Schlüsseln innerhalb einer Schließanlage. Dadurch hat jeder Benutzer die Möglichkeit, den Zugang für andere, unerwünschte Besucher auszuschließen, die ansonsten für den Zugang berechtigt wären. In Krankenhäusern oder bei pflegebedürftigen Menschen kann es jedoch notwendig sein, dass die Tür auch bei steckendem Schlüssel geöffnet werden kann. Auf Wunsch werden Zylinder der meisten Schließsysteme daher auch beidseitig schließend geliefert.

Profilfräser

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Fräser für eine Oberfräse. Es gibt eine Vielzahl von Profilfräsern für die unterschiedlichsten Anforderungen. Sie finden Einsatz in der Möbeltischlerei. Einzelne Anwendungen umfassen z.B. Werkstückkanten an Korpussen, Fachböden und Rahmen, aber auch die Gestaltung von Kranz- und Rahmenprofilen. Mit den Führungshilfen Anlauf-Zapfen und Anlauf-Kugellager lassen sich Fräser direkt am Werkstück führen - auch an geschweiften Kanten. Die Verwendung von Schablonen ist nicht notwendig. Zur Herstellung von Doppelradien. Profilfräser verfügen meist über einen Führungszapfen oder ein Führungskugellager. Diese Fräser werden von der Werkstückkante geführt, der Fräser folgt also genau der Werkstückkontur. Die am häufigsten eingesetzten Profile sind der 45° Fasenfräser zum Anfasen der Kanten sowie der Abrundfräser (Viertelstabfräser) und der Hohlkehlfräser.

Profilglas

auch: Profilgläser

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U-förmiges Glas, welches insbesondere zum Bau von Profilglasfassaden genutzt wird (Herstellerfoto PILKINGTON). Profilgläser können innen mit transparenten, kapillaren Isolierplatten, Waben oder Glasgespinsten ausgestattet werden, wodurch lichtstreuende Effekte erzielt und die solare Wärmgewinnung verstärkt werden. Profilglas wird auch bei transparenter Wärmedämmung (TDW) eingesetzt.

Profilhalbzylinder

auch: Halbzylinder, Profil-Halbzylinder

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Der Profilhalbzylinder bzw. Halbzylinder ist ein Schließzylinder mit nur einer Schließseite. Damit kann die Tür im Gegensatz zum Profildoppelzylinder lediglich von einer Seite geöffnet werden.

Profilhobel

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Hobel zum Aushobeln verschiedener Profile. Jedes Fenster- oder Türprofil beispielsweise erfordert einen speziellen Hobel mit dem entsprechenden Gegenprofil.

Profilholz

auch: Profilhölzer

siehe Profilbrett.

Profilieranlage

auch: Profilzerspaner, Profilieranlagen

In einer Profilieranlage (Profilzerspaner) wird die Seitenware (Holz aus dem Seitenteil eines Baumstammes, also mit Rinde) abgefräst. Daraus werden Hackschnitzel, teilweise auch Strands für OSB-Platten gefertigt. Die Hackschnitzel werden für die Spanplattenindustrie, die MDF- oder die Zellstoffherstellung verwendet. Kanthölzer können in einem Arbeitsgang erzeugt werden. Sollen Bretter erzeugt werden, so sind den Profilieranlagen Reduzierkreissägen, Bandsägemaschinen oder auch Gattersägen nachgeschaltet. Die Hackschnitzelgröße bestimmt die Vorschubgeschwindigkeit des Zerspaners. Die Vorschubgeschwindigkeit beträgt bis zu 200 Meter pro Minute. Auch gewisse Profile können mit dieser Technik direkt erzeugt werden.

Profilknaufzylinder

auch: Knaufzylinder, Profil-Knaufzylinder

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Profilknaufzylinder bzw. Knaufzylinder sind Schließzylinder, die von der einen Seite mit einem Knauf (Drehknopf) und von der anderen Seite mit einem Schlüssel betätigt werden.

Profilleisten

auch: Profilleiste

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Profilleisten sind Holzleisten, die ähnlich wie beim Profilbrett durch Bearbeitung in einer Hobel- oder Fräsmaschine ein bestimmtes Profil erhalten haben. Das Foto des Herstellers TILO zeigt unterschiedliche Profilleisten, die auch als Tischlerleisten bezeichnet werden. Profilleisten eignen sich ebenso als Sockelleisten und Deckenleisten, wie auch als dekorative Aufleistungen für Deckenkassetten oder Möbelstücke.

Profilschalung

auch: Profilschalungen

siehe Profilbretter.

Profilschleifer

auch: Profil-Schleifer

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Mit diesem elektrischen Schleifgerät läßt sich Holz auch dort bearbeiten, wo bislang mit der Hand geschliffen werden musste. Mit dem Profilschleifer läßt sich jede Ecke, Wölbung, Kante, Rille oder Mulde schnell und leicht bearbeiten. Für jedes Profil wird ein anderer Kopf verwendet. Anders als beim Dreieckschleifer finden die Bewegungen auch nicht schwingend oder exzentrisch, sondern linear statt. Deshalb können mit den Profilköpfen alle Konturen abgeschmirgelt werden, ohne etwas zu zerstören.

Profilstahl

auch: Profilstähle

Siehe Formstahl.

Profiltapete

auch: Relieftapete, Profiltapeten

Bei Profiltapeten handelt es sich um Tapeten, bei denen reliefartig entweder aufgeschäumte Farbpasten oder beliebig andere Schaumschichten auf Papierbahnen aufgetragen werden. Je nach Art und Schwere der Profiltapete werden diese mit einem Spezialkleber oder normalem Tapetenkleister an der Wand befestigt. Profiltapeten gibt es zum Beispiel mit Putz- oder Gewebe-Optik. Die Profiltapete ist auch unter der Bezeichnung Relieftapete im Handel erhältlich.

Profilzerspaner

auch: Profilzerspanern

Profilzylinder

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Schließzylinder werden nach ihren äußeren Form unterschieden. Neben dem Profilzylinder sind Ovalzylinder und Rundzylinder gebräuchlich.

Profilzylinderschloss

Prolongation

Verlängerung eines bestehenden Darlehens beim Ablauf der Zinsfestschreibung. Die Konditionen müssen für einen weiteren Zeitraum neu festgelegt werden und richten sich dann nach den aktuellen Bedingungen am Kapitalmarkt.

Propan

auch: Propangas

Ständig im Bau- und Freizeitbereich verwendetes Flüssiggas.

Prüfnorm

auch: Prüfnormen

Auch im Baubereich ist fast alles nach Normen geregelt - die bekanntesten dürften die DIN-Normen sein, die zunehmend als DIN-EN-Normen daher kommen. Prüfnormen beschreiben Prüfverfahren, bei denen Materialproben untersucht werden. In diesen Normen werden auch die Methoden oder Vorgaben festgelegt, deren sich die Prüfinstitute zu bedienen haben. Es soll dadurch verhindert werden, dass ein Institut die Qualität eines Fensterbeschlags nach 500 Fensteröffnungen beurteilt und ein anderes nach 10.000 Öffnungsvorgängen.

Prüfpumpe

auch: Prüfpumpen

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Prüfpumpen werden verwendet zur exakten und schnellen Druckprüfung bzw. Dichtigkeitsprüfung von Rohrleitungssystemen und Behältern in der Sanitär- und Heizungsinstallation, bei Preßluft-, Dampf- und Kühlsystemen, Ölinstallationen, Sprinklerinstallationen, im Kessel- und Druckbehälterbau.

Prüfstatik

auch: Prüfstatiken

Zum Bauantrag gehört der Standsicherheitsnachweis, landläufig auch "die Statik" genannt. Diese Statik wird von der bewilligenden Behörde noch einmal überprüft durch eine Prüfstatik. Dazu beauftragt die Behörde in der Regel externe Statiker, die die statischen Berechnungen ihrer Kollegen noch einmal nachvollziehen und überprüfen. Das alles geschieht, weil der Gesetzgeber nicht zu Unrecht die Meinung vertritt: Doppelt genäht hält besser.

Prüfzeichen

In allen Bereichen des täglichen Lebens findet man Prüfzeichen. Der TÜV verteilt seine Plakette beispielsweise für unsere Autos. Holzschutzmittel werden auf ihre Wirksamkeit gegenüber Insekten oder Pilzen geprüft und erhalten ein entsprechendes Prüfzeichen. Auch moderne Elektrogeräte, Lampen und Leuchten ziert heutzutage eine ganze Reihe von Zeichen, die über die Sicherheitsstandards oder die Energieeffizienz des Gerätes Auskunft geben sollen. Auch das Teppichsiegel ist ein Prüfzeichen, es gibt Auskunft über die Qualität eines Teppichs. Doch nicht jedes Zeichen auf einem Gerät oder einem Gegenstand ist ein Prüfzeichen. Das CE-Zeichen ist beispielsweise kein Prüfzeichen. Es ist ein Verwaltungskennzeichen und dokumentiert die Konformität des Produktes mit den geltenden EG-Richtlinien. Damit erklärt der Hersteller des Produktes eigenverantwortlich, dass die Anforderungen europäischer Richtlinien erfüllt sind.

Pseudobleichung

siehe Bleichen

PSL

Abkürzung für Furnierstreifenholz.

PSV-Wert

Bezeichnet den Widerstand eines Steins gegen Polieren. Wichtig beispielsweise bei der Zusammensetzung des Splits beim Straßenbau. Je höher der Wert, desto resistenter ist der Stein gegen starke Beanspruchung.

Pufferspeicher

Pufferspeicher dienen als Wärmespeicher für eine Solaranlage oder Heizung. Im Pufferspeicher wird die erzeugte Wärme eingebracht und über Wärmetauscher wieder entnommen. So kann die Heizwärme während der Ausschaltzeiten der Wärmepumpe gespeichert und ein zu häufiges Ein- und Ausschalten vermieden werden. Ideale Pufferspeicher sind hoch und schmal sein, so dass eine gute Schichtung des Wassers ermöglicht wird. Oben wird dann das warme und unten das kalte Wasser geschichtet. Um Abstrahlverluste möglichst niedrig zu halten, müssen Pufferspeicher sehr gut isoliert sein.

Pufferzone

auch: Pufferzonen

Pufferzonen werden bei Gebäuden zur Reduzierung des Energiebedarfs vorgesehen. Dabei handelt es sich um Räume oder Anbauten, die um den Kernbereich eines Gebäudes angeordnet sind und die wenig bzw. gar nicht beheizt werden. Die Anbauten bilden dann eine Pufferzone zu den wärmeren Bereichen und schirmen diese auch gegen Auskühlung durch Windeinflüsse ab.

PU-Klebstoff

auch: PU-Klebstoffe

Dieser Klebstoff auf Polyurethanbasis wird eingesetzt, wenn schwierige Untergründe und Materialien zu verleimen sind.

Pultdach

auch: Pultdächer

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Gefälledach mit in der Regel flacher bis sehr flacher Neigung, das wie ein Pultdeckel auf dem Baukörper liegt. Das Pultdach ist neben dem Flachdach die einfachste Dachform überhaupt. Mit nur einer schrägen Dachfläche ist es kostengünstig herzustellen. Seit einiger Zeit erfreut es sich starker Beliebtheit, weil ein Pultdachhaus im Gegensatz zu einem Haus mit Satteldach immer ein Vollgeschoss aufweist. Die Dachfläche von Pultdächern liegt zwar generell zur Wetterseite hin, um Wind, Regen und Schnee abzuschirmen. Aber der Trend zur Energiegewinnung über Dachkollektoren, die auf Pultdächgern besonders gut eingebaut werden können, sorgt für einen allgemeinen Richtungswechsel. Bei Häuser mit versetzten Pultdächern liegt ein Dach immer zur Sonnenseite.

Pultdachabschluss

Ein Pultdach braucht einen oberen Abschluss. Einige Hersteller von Dachsteinen bieten spezielle Formsteine für den Pultdachabschluss an.

Pultdachgaube

auch: Pultdachgauben

Pultdachhaus

auch: Pultdachhäuser

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Der Begriff des Pultdachhauses hat sich als Typenbezeichnung durchgesetzt, seit sich das Pultdachhaus seit Mitte der 90-er Jahre in Deutschland als preisgünstige Variante zum klassischen eineinhalbgeschossigen Einfamilienhaus etablieren konnte. Der Name leitet sich vom charakteristischen Pultdach ab, das auf einen rechteckigen, schnörkellosen Baukörper mit zwei Vollgeschossen aufgesetzt ist. Insofern ist das Pultdachhaus durchaus als Weiterentwicklung des Bauhausstils anzusehen. Eine architektonische Variante stellt das Pultdachhaus mit zwei versetzten Dächern dar.

Pulverbeschichtung

auch: Pulverbeschichtungen

Mit der Pulverbeschichtung läßt sich die Oberfläche von Metallen vor Korrosion schützen. Dabei wird mit elektrolytischen Verfahren trockenes Pulver auf das geerdete Werkstück aufgesprüht und im Trockenofen verschmolzen. Dadurch entsteht ein äußerst gleichmäßiger Lackfilm auf der Metalloberfläche. Pulverbeschichtete Metalloberflächen sind besonders schmutzabweisend und robust. Der Rahmen eines Aluminiumfensters wird beispielsweise pulverbeschichtet.

Pulverkohle

siehe Aktivkohle.

Pulverlack

auch: Pulverlacke

Pulverlacke sind pulverförmiger, lösemittelfreie Beschichtungsstoffe, die nach dem Schmelzen und Aushärten durch Wärmeeinwirkung eine Beschichtung ergeben. Pulverlacke werden durch elektrostatisches oder triboelektrisches Spritzen auf Werkstücke und/oder Bauteile aufgebracht. Verschiedene Eigenschaften machen Pulverlacke attraktiv: Lösemittelfreiheit aus Sicht der Emissionsseite und des Arbeitsschutzes, hoher Auftragswirkungsgrad aufgrund der Rückgewinnungsmöglichkeit innerhalb der Lackierkabine, Beständigkeit der Beschichtung, auch für Außenanwendungen, und hohe erreichbare Schichtdicke. Sehr hohe dekorative Oberflächenanforderungen erfüllen Pulverlacke allerdings nicht immer, jedoch zeichnen sie sich durch Stabilität und Widerstandsfähigkeit aus. Pulverlacke eignen sich besonders gut zur Lackierung von Metallen. Sogar in der Automobilindustrie mit ihren sehr hohen dekorativen Anforderungen hat die Pulverlackierung im Decklackbereich einiger Hersteller inzwischen Einzug gehalten. Aktuell versucht man, den Anwendungsbereich auf Kunststoff und Holz auszudehnen, wobei das Problem der thermischen Labilität dieser Werkstoffe zu lösen ist, z.B. durch UV-härtende Pulverlacke.

Pulverlöscher

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Die am universellsten einsetzbaren Feuerlöscher sind Pulverlöscher. Sie sind für die Brandklassen A, B und C zugelassen und können gegen fast alle Brandrisiken des täglichen Lebens eingesetzt werden. Bei Glutbränden der Brandklasse A bildet sich durch ABC-Feuerlöschpulver eine Schmelzschicht aus, die eine Isolier- und Sperrwirkung entfaltet. Es gelangt kein Sauerstoff mehr in den Brandherd, die Brandumgebung wird nicht mehr aufgeheizt und Rückzündungen werden unterbunden. Bei Flammenbränden der Brandklassen B und C greift das Pulver direkt in den Reaktionsablauf der Verbrennung ein und verursacht eine Kettenabbruchreaktion.

Pulverprodukte

Pulvrige Substanzen werden im Baubereich und insbesondere in der Bauchemie tausendfach verarbeitet. Deshalb ist der Begriff "Pulverprodukt" nicht einer bestimmten Kategorie zuzuordnen. Zement oder Gips sind pulvrig, solange sie noch nicht durch Wasserbeigabe gebunden worden sind. Sogenannte Redispersionspulver werden zementären Baustoffen, zum Beispiel Klebern, beigemischt, um die Haftung und Abriebfähigkeit zu erhöhen. Pulverprodukte zum Selbstanrühren werden insbesondere an ökologisch bewußte Heimwerker vertrieben, die sich daraus Leimkreidefarben, Kalkcaseinfarben und dergleichen anrühren.

Pulver-Spachtelmasse

auch: Pulver-Spachtelmassen

Pulver-Spachtelmassen erhärten durch hydrokristalline Abbindung. Hierbei wird Wasser mit der Spachtelmasse chemisch gebunden. Dabei erfolgt kein Volumenverlust. Da die Spachtelmasse mit dem Untergrund eine kristalline Verbindung eingeht, empfiehlt sich, den Untergrund vorzunässen. Pulver-Spachtelmassen gibt es für den Innen- und Außenbereich. Vorteile von Pulver Spachtelmassen: - Kein Aufquellen, Reißen oder Schrumpfen - Gleichmäßige Härtung in allen Schichtstärken - Hohe Füllkraft und Standfestigkeit - Wasserdampfdurchlässig Nachteile von Pulver-Spachtelmassen: - Keine Haftung auf gestrichenen oder lackierten Untergründen - Zeitaufwendiges und staubiges Anrühren - Bei stark saugenden Untergründen und dünner Auftragsstärke kann keine Aushärtung (Abbindung) erfolgen.

Pumpbeton

Als Pumpbeton wird Frischbeton bezeichnet, der mit einer Betonpumpe zur Einbringstelle gepumpt wird.

Pumpenkennlinie

auch: Leistungsdiagramm

Die Pumpenkennlinie ist ein Diagramm, das über die Leistung einer Pumpe Auskunft gibt, sie wird dementsprechend auch als Leistungsdiagramm bezeichnet. Die Kennlinie einer Pumpe ergibt sich aus dem Verhältnis von Fördermenge (Q) zur Förderhöhe (H). Mit Hilfe der Pumpenkennlinie lässt sich zum Beispiel ermitteln, wieviel Wasser bei einer bestimmten Förderhöhe in einer Minute noch gefördert werden. Der Schnittpunkt auf der Kurve wird auch als Betriebspunkt bezeichnet.

Pumpensumpf

Der Pumpensumpf ist ein Sammelbehälter, aus dem Pumpen das zu fördernde Medium (zum Beispiel Wasser) ansaugen. Ein Pumpensumpf wird zum Beispiel angeordnet, wenn in einem Keller bei starken Regenfällen regelmäßig das Wasser steht. Auch zur Trockenlegung von Baugruben kann ein Pumpensumpf eingesetzt werden. Bei geringem Wasserandrang wird das anfallende Wasser im Pumpensumpf gesammelt und abgepumpt. So bleibt die Baugrube während der Bauzeit trocken. Ein weiteres Anwendungsgebiet für einen Pumpensumpf findet sich in der Abwasserreinigung. Im Vorklärbecken setzt sich dort der Schlamm aus dem Abwasser ab und lässt sich dann abpumpen.

Pumpen-Warmwasserheizung

auch: Pumpen-Warmwasserheizungen

Warmwasserheizungen werden heute fast ausschließlich als Pumpenheizungen ausgeführt. Durch eine elektrisch betriebene, geräuschlos laufende und wartungsfreie Umwälzpumpe, lassen sich die Umtriebskräfte im Vergleich zur Schwerkraft-Warmwasserheizung erheblich steigern. So kommt man trotz erhöhter Wassergeschwindigkeiten und dadurch vermehrter Leitungswiderstände mit wesentlich kleineren Rohrweiten aus. Neben Ersparnissen an Leitungskosten ergeben sich dabei noch geringere Wärmeverluste und eine billigere Isolierung der Rohrleitungen.

Pumpspeicherkraftwerk

auch: Pumpspeicherwerk

Ein Pumpspeicherkraftwerk oder kurz Pumpspeicherwerk ist ein Wasserkraftwerk, bei dem mit überschüssigem Strom Wasser aus einer niedrigen Lage in einen höher gelegenen Stausee gepumpt wird. Aufgrund von Reibungseinbußen in Pumpen und Druckleitungen entstehen dabei Verluste bis etwa 30%. Dennoch ist das Prinzip lohnenswert: Zu Zeiten, in denen ausreichend Strom zur Verfügung steht, wird Wasser hochgepumpt. In laststarken Zeiten wird diese "gespeicherte" Energie (potenzielle Energie) genutzt, indem das Wasser abgelassen wird und eine Turbine zur Stromerzeugung antreibt.

Pumpspeicherwerk

Punktast

auch: Punktäste

Holzast mit einem Durchmesser von höchstens 5 mm. Punktäste bleiben bei der Gütesortierung von Holz meist unberücksichtigt.

Punktentwässerung

Von einer Punktentwässerung spricht man (im Gegensatz zur Linienentwässerung, wenn Regenwasser an einzelnen Punkten gesammelt und der Grundleitung zugeführt wird. Der tiefste Punkt des Geländes muss dementsprechend sich an diesen Punkten befinden.

punktförmig gestützte Stahlbetondecke

auch: punktförmig, gestützte, Stahlbetondecken

siehe Pilzdecke.

Punktfundament

auch: Punktfundamente

Punkthalter

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Punkthalter halten Glasscheiben "punktgenau" an einer in das Glas vorgebohrten Stelle. Punkthalter kommen insbesondere bei Ganzglasfassaden zum Einsatz und immer dort, wo eine Glasscheibe quasi schwebend und rahmenlos angebracht werden soll. Die Punkthalter bestehen aus einer Edelstahl-Senkhülse und zwei Edelstahlscheiben, zwischen denen das Glas gelagert wird. Die Edelstahlscheiben sind an den glasberührten Stellen mit Silikon "gepolstert", wodurch Schwingungen aufgefangen werden, ohne dass die Glasscheibe knirscht. Begrifflich werden Punkthalter oft mit Glashaltern verwechselt.

Punktlast

auch: Punktlasten

In der Statik unterscheidet man unter anderem zwischen Punkt- und Linienlasten. Punktlasten greifen an einem Punkt an und rufen Kräfte im Bauteil hervor, die bei der Berechnung berücksichtigt werden müssen. Punktlasten sind beispielsweise Pfeiler oder schwere Maschinen.

Punktstrahl

PUR-Hartschaum

PUR-Hartschaum-Dämmung

PUR-Hartschaum-Wärmedämmstoffe sind geschlossenzellige harte Schaumkunststoffe aus Polyurethan. PUR zeichnet sich durch besonders gutes Wärmedämmvermögen aus. Rohstoffbasis zur Herstellung des Dämmstoffes ist Erdöl. Im Bauwesen können PUR-Hartschaum-Dämmstoffe sehr universell eingesetzt werden: Im Flachdach, im Steildach, als Deckendämmung, im Fußboden- und Wandbereich sowie in der Niedrigenergiehaus-Bauweise. Das Brandverhalten von PUR ist ähnlich dem von Holz (Brandschutzgruppe B2, normal entflammbar). Auch die Brandgase, die im Falle einer Brandkatastrophe beim Verbrennen von PUR auftreten können, sind ähnlich denen von Holz und Wolle. PUR-Dämmstoffe eignen sich auch hervorragend zur Herstellung von Bauelementen für Niedrigenergie- und Passivbauweise (Gaubensysteme, Dämmbrücken, Dämmrahmen oder Fensterrahmensysteme). Durch Aufkaschierung von Aluminium wird bei PUR-Dämmstoffen eine Dampfsperre integriert.

PUR-Hartschaumplatten

PUR-Lack

auch: PUR-Lacke

PUR-Siegel

Putte

auch: Putten

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Putten sind gemalte oder aus Marmor gemeißelte Kleinkinder-Figuren, mit denen Decken, Wände und Säulen der Kirchen und Schlösser des Barock und des Rokoko geradezu übersät sind. Der Liebesgott Amor wird häufig als rundlicher kleiner Junge, eben als Putte dargestellt. Unsere Zeichnung zeigt Putten in einem Brunnenrelief um 1870. Auch heute erfreuen sich Putten großer Beliebtheit. Als Nachbildungen aus Steinguß stehen sie in vielen Privatgärten und sind dort so etwas wie eine gehobenere Variante des Gartenzwergs.

Putz

auch: Putze

In einer oder mehreren Lagen bestimmter Dicke aufgetragener Belag aus Putzmörtel oder Beschichtungsstoffen an Decken oder Wänden. Er bekommt seine endgültigen Eigenschaften erst durch das Verfestigen am Bauwerk. Man unterscheidet Putze für den Außenbereich (Außenputz) und für den Innenbereich (Innenputz). Weiterhin unterscheidet man mineralischer Putz und Kunstharzputz. Putze haben verschiedene Anforderungen zu erfüllen: - Schutz gegen Witterung, chemische und mechanische Einflüsse sowie gegen Verschmutzung. Dabei muss Putz vor allem den Regen abhalten und die Wärmedämmung des Mauerwerks verbessern. - Verschönerung durch die Struktur der Putzfläche, indem Unebenheiten ausgeglichen und das rohe Mauerwerk überdeckt wird. - Beschichtungsgrund für schmückende und verschleißfeste Beschichtungen - Verbesserung der feuchigkeitshemmenden Wirkung, der Wärme- und Schalldämmung sowie des Flammschutzes.

Putzablösung

auch: Putzablösungen

siehe Putzschaden.

Putzarbeit

auch: Putzarbeiten

Wenn von Putzarbeiten zu lesen ist, muss man schon genauer hinsehen. Denn es kann damit gemeint sein, dass Putz verarbeitet bzw. aufgetragen werden soll. Dennoch ist die "Putzarbeit" ein Fachausdruck aus dem Tischlergewerbe. Mit Putzarbeiten sind nämlich feine, abschließende Hobelarbeiten gemeint, die mit einem Putzhobel ausgeführt werden. Die gehobelte Fläche sieht dann so aus "wie geputzt".

Putzarmierung

auch: Putzarmierungen

Putzbinder

Putzfasche

auch: Putzfaschen

siehe Fasche.

Putzfassade

auch: Putzfassaden

Allgemeiner Begriff für eine verputzte Fassade ohne Aussage darüber, ob es sich um eine Fassade handelt, auf die mineralischer Putz oder Kunstharzputz aufgetragen wurde. Die Art der Fassadengestaltung wird meistens in den Bebauungsplänen der Gemeinden vorgeschrieben, insbesondere, wenn es sich um geschlossene Siedlungen handelt. Die Putzfassade ist die am meisten verbreitete Art, ein Haus optisch zu gestalten und vor Wind und Wetter zu schützen.

Putzgips

auch: Putzgipse

Dieser Baugips dient im Gegensatz zum Stuckgips einer konstruktiven Putzlage. Putzgips wird bei einer Temperatur von 300°C bis 900°C gebrannt. Dadurch beginnt das Versteifen zwar früher als beim Stuckgips, doch er hält diese Konsistenz dafür auch länger bei. Bei Putzgipsen kann die Verarbeitungszeit durch Zugabe von Erstarrungsverzögerern auf bis zu sechs Stunden ausgeweitet werden.

Putzgrund

auch: Putzgründe

Damit der Putz auf der Wand haftet, muss der Untergrund entsprechend beschaffen sein. Grundsätzlich muss der Putzgrund staubfrei und sauber sein. Auch Rückstände von Schalöl bei Neubauten sollten mit Wasser und eventuell Spülmittel entfernt werden. Ein guter Putzgrund sind raue Oberflächen mit mittlerer Saugfähigkeit wie beispielsweise Bimsbeton oder Porenziegel. Stark saugende Untergründe (Porenbeton) müssen mit Wasser vorgenässt oder mit einem Haftanstrich versehen werden. Bei glatten, schwach saugende Oberflächen wie Beton oder Kalkandstein muss die Haftung mit Hilfe eines Spritzbewurfs verbessert werden.

Putzhobel

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Der Putzhobel hat mit dem Putz, wie er auf eine Wand aufgebracht wird, natürlich nichts zu schaffen. Er ist ein kurzer Hobel mit besonders scharfem Hobeleisen und wird verwendet zum abschließenden "Putzen" von Vollholz und furnierten Flächen sowie für feine Einpassarbeiten.

Putzkelle

auch: Putzkellen

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Universelles Werkzeug für Maurer, Stukkateure und Gipser. Besonders gut geeignet zur Verarbeitung von Reibeputz oder Dekorputz.

Putzlehre

auch: Putzlehren

Eine Putzlehre ist ein Hilfsmittel des Mauerers, welches das Verputzen erleichtert. Mit ihrer Hilfe lassen sich möglichst ebene, genau waage- und senkrechte Putzoberflächen erzielen. Als Putzlehren kommen zum Beispiel Holzleisten, die mit Putzhaken an der Wand befestigt werden oder Metallleisten zum Einsatz.

Putzmörtel

Putzmörtel ist ein Gemisch aus einem oder mehreren Bindemitteln, Zuschlag mit einem überwiegenden Kornanteil zwischen 0,25 mm und 4 mm Korndurchmesser sowie Wasser. Zusatzmittel wie beispielsweise Luftporenbildner und Erstarrungsbeschleuniger beeinflussen die Mörteleigenschaften oder sollen den Verbund zwischen Putzmörtel und Putzgrund verbessern. Putzmörtel werden in die Putzmörtelgruppen P I bis P V eingeteilt.

Putzmörtelgruppen

auch: Putzmörtelgruppe, Putzmörtel-Gruppe, Putzmörtel-Gruppen

Je nach Bindemittel haben Putzmörtel verschiedene Eigenschaften und Verwendung. Nach der DIN 18550 werden Putzmörtel in die Putzmörtelgruppen P I bis P V eingeteilt.

Putzprofil

auch: Putzprofile

Unter Putzprofilen werden eine Vielzahl von Profilen zusammengefasst, die es dem Stukkateur oder Verputzer ermöglichen, den Putz möglichst exakt und zeitsparend aufzubringen. Vor allem für den rationellen Einsatz von Putzmaschinen sind Putzprofile sinnvoll. Im Handel sind über 400 Sorten Putzprofile aus feuerverzinktem Stahlblech, Aluminium, Edelstahl und Kunststoff erhältlich. So gibt es zum Beispiel Putzprofile für Innenputz, Außenputz, Wärmedämmputz und Wärmedämm-Verbundsysteme oder zahlreiche Spezialeinsatzgebiete. Eingesetzt werden Putzprofile als Kanten- und Sockelprofile, Schnellputzprofile, Putzabschluss- und Dehnungsfugenprofile, Einfass-, Trockenbau- sowie Fliesen- oder Mauerkantenprofile.

Putzrisse

Im Gegensatz zu Setzrissen Risse, die nur durch die Putzschicht verlaufen. Putzrisse bedrohen nicht die Stabilität des Tragswerks, können aber zu einer Durchfeuchtung des Mauerwerks, zu Verlusten in der Wärmedämmung und zu Abplatzungen des Putzes beitragen. Für die Sanierung gibt es verschiedene Verfahren, insbesondere durch Aufbringen rißüberbrückener Gewebe. Kleinere Risse können auch durch Beschichtung mit dauerelastischen Fassadenfarben überbrückt werden. Bei Putzrissen unterscheidet man Sackrisse, Schrumpfrisse, Schwindrisse, Kerbrisse, Fugenrisse und Deckenschubrisse.

Putzschaden

auch: Putzablösung, Putzschäden

Als Putzschäden werden alle sichtbaren Schäden an Putzen bezeichnet. Woher der Schaden kommt, ist zunächst nicht ersichtlich. Die Ursache eines Putzschadens muss nicht unbedingt an einer mangelhaften Ausführung des Putzes liegen, sondern kann z.B. auch andere Gründe haben. Setzt sich ein Gebäude zum Beispiel unregelmäßig, zeigt sich das zunächst an Putzrissen. Wobei es unterschiedliche Arten von Putzrissen gibt, die teilweise direkt mit dem Putz zu tun haben und teilweise nicht. Putzablösungen sind ebenfalls eine Art von Putzschaden - und zwar ein schwerwiegender Putzschaden, bedeutet eine Putzablösung doch das nahende Ende eines Putzes. Ursache für eine Putzablösung kann z.B. mangelhafte Haftung des Putzes auf dem Untergrund sein. Auch bei instabilen Untergründen (z.B. Schaumbeton-Fertigteilen mit ungenügender Oberflächenfestigkeit) sind großflächige Putzablösungen möglich. Putzablösungen am Sockel einer Fassade treten auf, wenn dafür ungeeignete Putzmaterialien bis an die Geländeoberkante geführt werden. Im Spritzwasserbereich kann Wasser in den Putz eindringen und zu Ablösungen führen. Putzschäden sollten auf jeden Fall beseitigt werden, damit kein Wasser in die Wandkonstruktion und die Wärmedämmung dringen kann. Das führt zum einen zu Schimmelbildung und sorgt zum anderen dafür, dass die Dämmwirkung durch das eingedrungene Wasser deutlich reduziert wird.

Putzsilo

siehe Silo

Putzträger

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Auf manchen glatteren Untergründen haftet der Putz nicht und es muss ein Putzträger angebracht werden, wenn dennoch verputzt werden soll. Putzträger sind beispielsweise Metallgewebe, insbesondere Streckgitter, Mineralwollplatten, Lochbleche, Schilfmatten, Platten aus recyceltem Altglas sowie aus Faserzement oder Holzwolleplatten. Auch liefert die Industrie Putzträgerplaten aus Portlandzement, die beidseitig mit einem Glasgittergewebe armiert sind.Die Industrie liefert ferner bestimmte Fertigelemente im Baubereich, die später verputzt werden müssen, schon mit Materialien aus, die sich besonders gut als Putzträger eignen - Beispiel hier eine Deckenrandschalung des Herstellers Beck und Heun.

Putzträger-Dämmplatten

auch: Putzträger-Dämmplatte

Putztragende Dämmplatten werden speziell für die Fassadendämmung angeboten. Diese ersparen einen Arbeitsschritt, da der Putzträger nicht noch angebracht werden muss, sondern bereits in der Wärmedämmung integriert ist. Putzträger-Dämmplatten aus Mineralwolle gibt es zur Dübelmontage oder zum Verkleben. Durch den aufgebrachten Putzträger lassen sich die Dämmplatten besser und leichter verputzen, da der Putz besser an ihnen haftet.

Putzträgermatte

auch: Putzträgermatten

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Putzträgermatten aus Schilfrohr oder Ziegeldraht werden vor allem zur Verarbeitung von Lehmputzen und Kalkputze an Wand und Decke eingesetzt. Die Matten kommen zum Beispiel zur Armierung und Stabilisierung von Auffütterungen und Ausgleichsputzen zum Einsatz.

Putzträgerplatte

auch: Putzträgerplatten

siehe Putzträger

Putz- und Mauerbinder

Putz- und Mauerbinder ist ein werkmäßig hergestelltes, hydraulisches Bindemittel, das im wesentlichen aus Portlandzement und anorganischen Stoffen wie beipielsweise Gesteinsmehl besteht. Beim Mischen mit Sand und Wasser erhält man einen Mörtel, der für Putz- und Mauerarbeiten geeignet ist. Nach der DIN 4211 wird der Binder in drei Festigkeitsklassen eingeteilt. Durch die Zugabe von luftporenbildenden Zusatzmittel kann zudem die Verarbeitbarkeit und Dauerhaftigkeit verbessert werden.

Putzweisen

Entsprechend ihrer Oberflächenbehandlung und der dadurch entstehenden Struktur werden verschiedene Putzweisen der mineralischen Putze unterschieden. Häufig verwendete Putzweisen sind z.B. Reibeputz, Kellenwurfputz, Spritzputz oder Kratzputz.

Puzzolane

Puzzolane sind kieselsäurehaltige oder kieselsäure- und tonerdehaltige natürliche oder künstliche Stoffe ohne selbstständiges Bindevermögen, die zusammen mit Wasser und Kalk wasserunlösliche Verbindungen mit zementartigen Eigenschaften bilden. In den Puzzolan/Portlandzement-Mischungen kristallisieren die Reaktionsprodukte (vorwiegend Calciumsilicathydrate) in den Poren des entstehenden Zementsteins und erhöhen dessen Dichtigkeit. Zudem werden Mörtel und Betone widerstandsfähiger gegen den Angriff von Säuren, sofern im Beisein von Wasser die Reaktionen mit Calciumhydroxid ablaufen konnten.

Puzzolanzement

auch: Puzzolanzemente

PVAc-Leim

auch: PVAc-Leime

siehe Weißleim.

PVC

PVC-Bodenbelag

auch: PVC-Bodenbeläge

PVC zählt mit einem Anteil von 15% zu den wichtigsten Materialien für Bodenbeläge. PVC-Beläge werden sowohl im privaten Bereich als auch in öffentlichen Gebäuden gerne eingesetzt, weil sie gute Qualität, leichte Verlegbarkeit und hohe Strapazierfähigkeit zu einem günstigen Preis bieten und sich leicht reinigen lassen. PVC-Belag ist nicht gleich PVC-Belag. Es gibt Beläge mit Trägerschicht und ohne Trägerschicht, geschäumte und kalandrierte Beläge. Bei kalandrierten Belägen unterscheidet man wiederum zwischen homogenen und heterogenen. Als Trägerschicht dienen beispielsweise Polyestervlies, Glasvlies, Jutefilz oder Korkment. Ebenfalls mit einer Trägerschicht ausgestattet sind CV-Beläge (Cushioned Vinyls). Diese geschäumten Beläge mit strukturierter Oberfläche sind weich, fußwarm und dämpfen den Trittschall. Homogene PVC-Beläge sind von durchgehend gleicher Materialzusammensetzung. Sie können zur Verbesserung der Elastizität und Trittschalldämmung zusätzlich mit Unterschichten aus Korkment oder PVC-Schaum kaschiert werden. Bei homogenen Belägen ist die Nutzschichtdicke gleich der Gesamtdicke. Heterogene Beläge bestehen hingegen aus einer Nutzschicht und gefüllten Unterschichten anderer Zusammensetzung. Die Dicke der Nutzschicht muss mindestens 0,3 mm betragen. Homogene Beläge werden vor allem für hohe Beanspruchungen eingesetzt.

PVC-Dachbahn

auch: PVC-Dachbahnen

PVC-Dachbahnen sind die Alternative zu Dachbahnen auf Basis von Bitumen. Die Dachbahnen aus PVC werden in unterschiedlichen Ausführungen angeboten: unverstärkt, verstärkt (mit Glas- oder Polyestervliesen), kaschiert und mit Einlagen aus Glas bzw. PES. Die bis zu 2 mm dicken PVC-Dachbahnen werden zudem mit Lichtschutzmittel ausgestattet, die eine bessere UV-Beständigkeit versprechen. Durch Einsatz von Weichmachern wird zudem eine Verbesserung der Biegsamkeit, Dehnbarkeit und des Bewitterungsverhaltens ermöglicht. Erhöhte Anforderungen an den Brandschutz werden durch Additive erfüllt, wie beispielsweise Aluminiumhydroxid. PVC-Dachbahnen werden zum Abdichten von Flachdächern verwendet und gelten als eine der preiswertesten Lösungen

PVC-Folie

auch: PVC-Folien

Dampfbremse, die sich nageln, einspannen und kleben lässt. Die Folie ist begrenzt alterungsbeständig und abriebfest. Findet Verwendung bei Dächern, Decken und Außenwänden. Für Abdichtungsmaßnahmen nicht geeignet.

PVC-Profilplatte

auch: PVC-Profilplatten

PVC-Profilplatten sind die kostengünstige Alternative zu Hohlkammerplatten. Die Platten haben eine hohe Transparenz, eine gute Witterungsbeständigkeit und sind leicht zu verlegen. Verwendet werden sie beispielsweise für Dacheindeckungen, Wandverkleidungen, Altdachsanierung, Carports, Pergolen, Terrassen, Lichtbänder oder Kleingewächshäuser (Foto: Hersteller Gutta)

PVC-Schaumstoffband

auch: PVC-Schaumstoffbänder

Geschlossenzelliges, sehr weiches und elastisches Band. Zur Abdichtung zwischen mechanisch verbundenen Teilen im Metall-, Fassaden-, Holz- und Innenausbau gegen Wasser, Lärm, Staub, Zugluft usw.

Pylon

auch: Pylone

Pylon ist die aus dem Griechischen stammende Bezeichnung für schlanke, säulenartige Bauwerke ursprünglich aus Naturstein, die in und an Bauwerken eine stützende oder tragende Funktion erfüllten, aber auch als Einzelbauwerke aufgestellt wurden, zum Beispiel als Siegessäulen. In der heutigen Zeit werden Pylone aus Stahlbeton gegossen oder kommen als Pylone aus Ganzstahl zum Einsatz, wobei dann von Stahlpylonen gesprochen wird. Pylone nehmen bei einer Hängebrücke oder Schrägkabelbrücke die Verankerungskräfte bzw. Umlenkkräfte der Tragkabel auf.

Pyramide

auch: Pyramiden

Typische Zeichnung des Furniers, das aus einer Astgabel hergestellt wurde . Je exakter die Pyramide oder auch Feder ausgeprägt ist, desto hochwertiger das Furnier.

Pyramidendach

auch: Pyramidendächer

siehe Zeltdach.

Pyramidenofen

auch: Pyramidenöfen

Diese Bauart des Ofens ist gekennzeichnet durch einen zweischenkligen Aufsatz in Form eines umgekehrten V, der Pyramidenofen verjüngt sich also nach oben hin. Dadurch wurde zum ersten Mal die Heizleistung des Rauches genutzt: Statt ihn direkt in den Kamin abzulassen, wurde er seitlich durch den pyramidenförmigen Ofenkörper geleitet. So entstand auch ein kleiner Raum, in dem Speisen warmgehalten werden konnten. Die Form des Pyramidenofens entsprach dem Stilempfinden des Klassizismus in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts.

Pyrit

auch: Katzengold

Pyrit ist ein Mineral, das sich aus Eisen und Schwefel zusammensetzt und das bei jedem Gesteinssammler in verschiedenen Varietäten in der Schublade liegt. Im Baubereich hat Pyrit keine wesentliche Bedeutung - es sei denn als Bestandteil von verschiedenen (%Naturstein&)arten. Hier kann Pyrit die wenig beliebten Rostfahnen hervor rufen. Wegen seines metallischen, oft goldfarbenen Glanzes wird Pyrit auch Katzengold oder Narrengold genannt.

Pyrolyse

Die Pyrolyse ist ein thermisches Verfahren der Abfallbehandlung, bei dem im Gegensatz zur Vergasung Müll unter weitgehendem Luftabschluss verschwelt wird. Bei pyrolytischem Verfahren sind, im Vergleich zur Müllverbrennung, geringere Rauchgasmengen zu reinigen. Kunststoffe, Altreifen oder Gummi werden beispielsweise mit pyrolytischen Verfahren verwertet. Auch feste Biomasse kann einer Pyrolyse zugeführt werden. Als Rückstandsprodukt erhält man, abhängig von den Reaktionsbedingungen, Pyrolysekokse, -öle und -gase.