Das große Baumarkt Lexikon

Alles zum Thema "N"

Nachbarrecht

siehe Nachbarschaftsrecht.

Nachbehandlung

auch: Nachbehandlungsmittel

Frisch eingebrachter und verdichteter Beton muss nachbehandelt und vor schädigenden Einflüssen geschützt werden, damit die geforderten Eigenschaften des Festbetons auch erreicht werden. Schädigende Einflüsse sind beispielsweise Wärme, Kälte, Regen, Wind oder Erschütterungen. Mögliche Maßnahmen zur Nachbehandlung sind das Aufbringen feuchter Abdeckungen, das Besprühen mit nicht zu kaltem Wasser, Feuchthalten der Holzschalung, Abdecken mit Dämmmatten oder Kunststofffolien, das Auftragen von schutzfilmbildenden Nachbehandlungsmitteln oder das längere Belassen des Frischbetons in der Schalung.

Nachbehandlungsmittel

Nachdunkeln

auch: Nachdunkeln

Anstrichfarben weisen gelegentlich nach der Trocknung einen dunkleren Farbton auf als in nassem Zustand. Diese Erscheinung beruht auf dem veränderten Lichtbrechungsvermögens des Anstrichfilms nach Verdunsten der Lösemittel.

Nacherhärten

Von Nacherhärten wird im Zusammenhang mit der Betonerhärtung bzw. Mörtelerhärtung gesprochen. Nach einigen Tagen haben Beton bzw. Mörtel bereits eine ausreichende Festigkeit erlangt, so dass er bereits belastet werden kann. Doch der Baustoff erhärtet weiter, d.h. er verliert Wasser, das mit dem Zement reagiert. Nach 28 Tagen spricht der Fachmann dann nicht mehr von Erhärten, sondern vom Nacherhärten des Betons. Je nach Zementart oder Betonzusammensetzung kann sich die Druckfestigkeit vom 28. Tag gerechnet noch einmal Verdoppeln. Die Nacherhärtungszeit kann mehrere Jahre andauern.

Nachklärbecken

Nachklärbecken als Teil einer Kläranlage sind Absetzbecken, in denen sich der Klärschlamm absetzt und das gereinigte Abwasser abgezogen wird. Der abgesetzte Schlamm wird nun zum größten Teil als Rücklaufschlamm wieder zum vorgereinigten (Vorklärbecken) Rohabwasser gemischt, der andere weitaus kleinere Teil wird als so genannter Überschussschlamm zur weiteren Verwendung abgeleitet.

nachleuchtende Pigmente

nachrangig

siehe erstrangig

Nachschaltheizfläche

auch: Nachschaltheizflächen

Nachschaltheizflächen sind bei einem Heizkessel die Heizflächen, die der Brennkammer bzw. dem Feuerraum einer nachgeschaltet sind. Sie sollen die heißen Rauchgase weiter abkühlen. Durch Berührung mit den Rauchgasen werden die Flächen aufgeheizt. Die Wärme wird dann an das Heizungswasser abgegeben.

Nachschutz

Der Begriff "Nachschutz" wird gelegentlich im Zusammenhang mit Holzschutz verwendet. Witterung, holzzerstörende Pilze und Insekten setzen dem Holz zu. Um es vor einer frühzeitigen Zerstörung durch diese Schadorganismen zu schützen, können Nachpflegemaßnahmen durchgeführt werden, die auf die unterschiedlichen Anforderungen abgestimmt sind. Gezielter Nachschutz ist ein wesentlicher Garant für die Verlängerung der Nutzungsdauer von Holzbauteilen und damit für ihre Werterhaltung.

Nachströmöffnung

siehe Abluftanlage

Nachtspeicherofen

auch: Nachtspeicheröfen

siehe Nachtspeicherheizung.

Nachtstrom

In den Zeiten, in denen weniger Strom gebraucht wird - also nachts, wenn alle schlafen - bieten die Energieversorgungsunternehmen Strom besonders günstig an. Dieser Strom wird als Nachtstrom bezeichnet. Er wird insbesondere zum Aufladen der sogenannten Nachtspeicherheizung verwendet.

Nachtstrom-Speicherheizung

auch: Nachtstrom-Speicherheizungen

siehe Nachtspeicherheizung.

Nachtstuhl

auch: Nachtstühle

siehe Leibstuhl.

Nachverdichtung

Nachverdichtung bezeichnet im Städtbau das Nutzen freistehender Flächen im Bereich bereits bestehender Bebauung. Nachverdichtung erfolgt z.B. durch Hinterlandbebauung, Aufstockungen oder Teilabriss und dichtere Neubebauung. Die Vorteile einer Nachverdichtung liegen auf der Hand. Es ist bereits eine komplette Infrastruktur vorhanden. Es gibt Schulen, Kindergärten oder Einkaufmöglichkeiten. Die Gebiete sind bereits erschlossen. Es gibt Strom, Wasser, Abwasserleitungen und nicht zu vergessen Straßen. Nachverdichtung kann die Verringerung der Bevölkerungsdichte infolge Verkleinerung der Haushaltsgrößen und höhere Wohnflächenansprüche kompensieren und damit die Inanspruchnahme vorhandener Infrastruktur verbessern.

Nachverpressung

auch: Nachverpressungen

Nachverpressung ist ein Begriff im Zusammenhang mit Injektionen. Mit einer Nachverpressung kann eine höhere Tragfähigkeit erreicht werden. Dazu wird ein bereits injizierter Bereich durch das Nachverpressung von Injektionsmitteln unter hohem Druck wieder aufgesprengt. Dadurch entstehen Hohlräume, die zu einer besseren Verzahnung des Injektionskörpers mit dem umgebenden Boden führen.

nackte Bitumenbahn

auch: nackte, Bitumenbahnen

siehe Bitumenbahn.

Nackte Pappe

Nackte Pappe ist die umgangssprachliche Bezeichnung für Bitumenpappe bzw. Bitumenbahnen.

Nadelabklopfer

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Der Nadelabklopfer ist ein druckluftbetriebenes Werkzeug, das sich besonders eignet zum Entrosten, entschlacken von Schweißnähten, entfernen von Mörtel, alter Farbe und anderen Rückständen, auf glatten und unebenen Stellen, speziell auch in Ecken und Winkeln. Der Nadelabklopfer besteht aus vielen einzelnen Nadeln, die auch einzeln ausgetauscht werden können. Im Elektrowerkzeugbereich werden Nadelabklopfer als Vorsatzgerät eines Bohrhammers angetrieben. Die Schlagenergie wird auf ein in einer Hülse geführtes Nadelbündel übertragen und die Oberflächen somit bearbeitet werden.

Nadelausleger

auch: Wippausleger

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Der Nadelausleger bzw. Wippausleger ist ein bestimmter Auslegertyp eines Kranes. Dabei ist der Ausleger unterhalb der Turmspitze in einem Drehpunkt gelagert. Durch das über Rollen auf der Turmspitze laufende Auslegerhalteseil wird der Ausleger auf- und abgeschwenkt. Nadelausleger haben ihre Vorteile dort, wo es auf Baustellen eng zugeht wie beispielsweise in der Innenstadt. Die Nachteile des Nadelauslegers wie zum Beispiel großer Totraum um den Kranturm, großer Platzbedarf bei der Montage, unstetige Lastbewegung und die Gefahr des Durchrutschens der Auslegerhaltebremse bei Auslegerverstellung unter Last führten dazu, dass er heute relativ selten eingesetzt wird. Diesen Krantyp gibt es sowohl als Untendreher, als auch als Obendreher. Das Foto zeigt einen Nadelausleger des Herstellers Liebherr.

Nadelfeile

auch: Nadelfeilen

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Kleine Präzisionsfeilen, wie sie bei Uhrmachern, Feinmechanikern usw. in Gebrauch sind, siehe auch Diamantnadelfeilen. Die Feilen haben ihren Namen von der nadelartigen Form, allerdings müssen die Feilen keineswegs rund und spitz zulaufend sein. Viele andere Formen sind je nach Anwendungszweck im Einsatz.

Nadelfilz

auch: Nadelfilzteppich

Nadelfilz ist ein Produkt, das für eine ganze Reihe von Anwendungen geeignet ist, beispielsweise für den Schutz von Erzeugnissen, zur Stabilisierung des Untergrundes oder zur Schalldämmung. Am bekanntesten ist aber wohl der Einsatz als Teppichboden. Nadelfilzteppich ist ein dünner, rauher Bodenbelag, mit einer eher borstigen Struktur. Dieser strapazierfähige Belag wird gerne im Objektbereich verwendet. Technisch gesehen ist Nadelfilz ein Flächengebilde, das durch wechselndes einstechen und Ausziehen einer Vielzahl von Nadeln mit Widerhaken in ein Faservlies (bis zu 1800 Stiche/min) verfestigt wurde.

Nadelfilzteppich

siehe Nadelfilz.

Nadelholz

auch: Nadelhölzer

Als Nadelholz wird allgemein das Holz von Nadelbäumen, insbesondere von Fichte und Kiefer bezeichnet. Nadelhölzer sind über die ganze Erde verbreitet, besonders aber auf der Nordhalbkugel, wo sie in den gemäßigten bis kalten Zonen auch in Massenvegetation auftreten, wenn die Lebensbedingungen für Laubhölzer zu ungünstig sind. Wegen ihres schnellen Wachstums werden viele Arten (Fichte, Tanne, Lärche) forstlich genutzt. Zwei Drittel des Waldes in Deutschland ist Nadelwald. Am stärksten verbreitet ist die Fichte. Sie ist das wichtigste Bau- und Werkholz. In Europa werden vorwiegend Fichte, Kiefer, Tanne, Lärche und Douglasie genutzt. Die Nutzung erstreckt sich von Bauholz bis zu Möbelstücken.

Nadelholzlauge

siehe Holzlauge

Nadelholzsortierung

Nadelpistole

auch: Nadelpistolen

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Die Nadelpistole wird mit Druckluft betrieben und kann als Meißelhammer im Kleinen bezeichnen werden. Sie dient dazu, kleinere Betonreste abzuschlagen. In der Pistolenmündung ist ein Bündel von Stahlnadeln eingelassen, die - angetrieben von einem Kolben - schlagartig hervorschnellen und den überschüssigen Beton abhämmern. Die Nadelpistole eignet sich gut für kleine Arbeiten auch an schwer zugänglichen Stellen. Wenn größere Flächen bearbeitet werden müssen, kommen andere Geräte zum Einsatz wie etwa die Tellerfräse. Ein weiteres Einsatzgebiet der Nadelpistole ist das Entrosten z. B. von Eisenarmierungen.

Nadelvlies

Nadelvlies ist ein sehr strapazierfähiger Teppichbelag aus Faservlies, das mechanisch durch Nadeln und zusätzlich durch z.B. Kunststoffdispersionen verfestigt ist. Es wird unterschieden zwischen ein- und mehrschichtigen Nadelvlies. Beim einschichtigen Nadelvlies ist das den Belag bildende Faservlies nach Faserart, Farbe und Beschaffenheit über die Dicke einheitlich. Beim mehrschichtigen Nadelvlies hingegen besteht die aus Faservlies beschaffene Oberfläche aus mehreren in Faserart, Farbe und Beschaffenheit verschiedenen Schichten.

Nagekäfer

auch: Weicher Nagekäfer, Gewöhnlicher Nagekäfer, Gekämmter Nagekäfer

Der Nagekäfer ist ein holzzerstörendes Insekt. Zu den Nagekäfern zählen Weicher Nagekäfer, Gekämmter Nagekäfer und Gewöhnlicher Nagekäfer. Der Nagekäfer wiederum zählt zur Familie der Anobiidae, zu der auch Klopfkäfer, Pochkäfer und Bohrkäfer zählen. Einige Arten erzeugen klopfende oder pochende Laute. Dabei wird der Kopf gegen die Unterlage geschlagen und gleichzeitig der ganze Körper vorgestoßen. Dies geschieht besonders zur Fortpflanzungszeit im Frühling. Solche Geräusche sind es, die manchen Hausbesitzer unruhig werden lassen. Richtig Sorgen muss man sich allerdings vor allem beim Gewöhnlichen Nagekäfer machen. Der Gewöhnliche bzw. Gemeine Nagekäfer ist ein bis zu 6 mm langer, gedrungener, meist dunkelbrauner bis schwarzer Käfer, dessen Halsschild über den Kopf vorgezogen ist. Er ist ein ausgesprochener Allesfresser, denn er mag sowohl Laub- als auch Nadelholz, altes wie auch frisches Holz. Lediglich das Kernholz von Kiefer, Lärche, Robinie oder Eiche wird gemieden. Darüber hinaus sind die Plagegeister auch noch sehr anhänglich. Sie verbleiben über Generationen im gleichen Holz bis zu seiner vollständigen Zerstörung. Wobei die Entwicklung der Larve nicht wie beim Holzbock über zehn Jahre dauern kann, sondern nach ein bis drei Jahren abgeschlossen ist. Wie der Hausbock legt auch das Weibchen des Nagekäfers seine 20 bis 30 Eier in Risse. Die Larven bevorzugen ein kühles und feuchtes Klima. Man findet sie deshalb in Kellertüren, Fußböden, Möbeln, Treppen oder Kirchen, wo sie sich an wertvollen Kunstgegenständen zu schaffen machen. Liegt die Holzfeuchte unter 10% bis 12% hört die Entwicklung der Larve auf, dies ist beispielsweise in zentralbeheizten Räumen der Fall. Im Dachgebälk findet man die Nagekäferlarve meist nicht, da es ihr dort zu warm ist.

Nagel

auch: Nägel

Nägel sind so alte wie die Menschheit. Schon der Neandertaler steckte ein Holzstück in eine Felsspalte, um seinen nassen Sonntagspelz zu trocknen. Und schon war der Holznagel erfunden, der auch heute noch wichtige Funktionen hat. Früher wurden Nägel aus Schmiedeeisen hergestellt, z.B. Hufnägel vom Hufschmied. Die sprichwörtliche "Nagelprobe" ergab dann, ob der Nagel stabil war oder zerbrach. Und im Sprichwort "Er trifft den Nagel auf den Kopf" wurden besonders jene Zünfte hervorgehoben, deren Meister und Gesellen berufsmäßig gut mit dem Hammer umgehen konnten. Nägel gibt es heutzutage in unterschiedlichsten Formen und für unterschiedliche Zwecke, vom kleinen Ziernagel bis zum gewaltigen Zimmermannsnagel von 20 cm Länge.

Nagelbinder

Nagelbinder sind preiswerte, holzsparende und durchaus statisch hoch belastbare, aus miteinander vernagelten Bohlen (dickeren Brettern) hergestellte Dachträger (Dachbinder). Sie werden oftmals bei flachen und nicht zum Ausbau vorgesehenen Dachgeschossen eingesetzt.

Nagelblech

Nagelblech ist eine andere Bezeichnung für Nagelplatte.

Nagelbohrer

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Der Nagelbohrer besteht aus einem Stahldraht mit einem bügelförmigen "Nagelkopf". Durch Drehbewegung mit der Hand gräbt sich der Bohrer in das Holz, was ja nach Härte und Dicke des Holzes anstrengend ist. Nagelbohrer gibt es in Durchmessern von 2 bis 6 mm.

Nagelbrause

Eine Nagelbrause ist ein Brausekopf für die Dusche, bei dem die Düsen wie Nägel hervorstehen. Eine Nagelbrause erzeugt viele besonders feine und harte Strahlen. Meist als Kopfbrause direkt unter der Badezimmerdecke montiert.

Nageldichtband

auch: Nageldichtbänder

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Ein Nageldichtband ist ein einseitig klebendes Band zur Abdichtung von Nagelstellen unter diffusionsoffenen Unterdeckbahnen. Das Nageldichtband ist aus Bitumen oder auf Butylkautschuk-Basis hergestellt, ist wasser- und alterungsbeständig und versprödet nicht. Es wird auf der Unterseite der Konterlatte oder direkt auf der Unterdeckbahn, direkt über dem Sparren festgeklebt.

Nageldichtung

auch: Nageldichtungen

Folien für eine Dampfsperre oder Dampfbremse werden mit Nägeln oder Tackerklammern an einer Konterlattung angenagelt oder angetackert. Damit die Foline an den Nagelstellen nicht undicht werden und im Laufe der Zeit einreißen, werden Abdichtungsstreifen über die Nägel bzw. Klammern geklebt. Die Fachleute sprechen dabei von einer Nageldichtung.

Nageldübel

auch: Nagelschraube

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Der Nageldübel ist ein Durchsteckmontagedübel zur Befestigung von Metall- und Kunststoffleisten, Fußleisten, Dachlatten, Rahmen und Pfosten auf Beton oder Mauerwerk. Dabei werden Nagelschrauben verwendet. Diese lassen sich so schnell anbringen wie Nägel, sind jedoch sicher wie Schrauben. Das Widerhakengewinde ermöglicht das nachjustieren oder lösen der Verbindung.

Nageleisen

Nageleisen ist eine andere Bezeichnung für Nagelzieher oder Nagelheber. Vor allem im österreichischen Sprachraum ist der Begriff Nageleisen gebräuchlich.

Nagelfluh

Nagelfluh ist ist ein verkittetes Konglomerat der alpinen Molasse. Das Gestein entstand vor Millionen Jahren unter Vermischung von Wasser, Kies, Sand und einem natürlichen Bindemittel. Da es dem Beton sehr ähnlich ist, wird es gelegentlich auch als „Naturbeton“ bezeichnet. Die Vielfalt und die Buntheit der Komponenten machen den Stein zu einem beliebten Bau- und Dekorationsmaterial, das meist eine erstaunliche Festigkeit, einen geringen Abrieb und hohe Frostbeständigkeit aufweist.

Nagelhammer

auch: Nagelhämmer

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Der Nagelhammer dient nicht nur zum Eintreiben von Nägeln, sondern auch zum Herausziehen von Nägeln und zum Auseinanderreißen von Holzkonstruktionen. Das Werkzeug hat einen Kopf, dessen eine Seite in einer sog. Klaue endet. Diese Klaue hat einen V-förmigen Spalt, der unter den Nagelkopf geschoben wird. Der Stiel eines solchen Hammers besteht meistens aus einem Glasfaserkern mit Nylonummantelung.

Nagelhärte

auch: Nagelhärte

Unter Nagelhärte eines Anstrichs ist zu verstehen, dass der getrocknete Film nach Kratzen mit scharfer Fingernagelkante keine Spuren wie Kratzer und Vertiefungen aufweist.

Nagelheber

Nagelheber ist eine andere Bezeichnung für Nagelzieher, wobei im österreichischen Sprachraum der Begriff Nageleisen gebräuchlicher ist.

Nagelkiste

auch: Nagelkisten

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In dieser Kiste aus Holz werden auf der Baustelle die Nägel aufbewahrt. Die Nagelkiste besitzt mehrere Fächer, so dass die Nägel nach Größe sortiert schnell griffbereit sind.

Nagelplatte

auch: Nagelplatten

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Eine Nagelplatte ist ein Holzverbinder aus nicht rostendem oder feuerverzinktem Stahl mit spitzen Dornen. Diese werden in die zu verbindenden Holzteile genagelt und halten aufgrund ihrer Konstruktion die Holzteile "bombenfest" zusammen. Die Nagelplattenbauweise ist ein Holzverbindungssystem, welches stumpf und passgenau aneinander gefügte Holzbauteile kraftschlüssig miteinander verbindet. Dazu werden Nagelplatten verschiedenster Größen an genau errechneten Punkten beidseitig in die zu verbindenden Hölzer eingepresst. Die Nagelplattentechnologie kam Anfang der 70-er Jahre auf und revolutionierte den Hallenbau. Seine größte Verbreitung besitzt die Nagelplattenbauweise im Binderbau und in der Tafel- und Rahmenbauweise.

Nagelplattenbauweise

Bei der Nagelplattenbauweise handelt es sich um ein Holzverbindungssystem, mit dem stumpf aneinander gefügte Holzbauteile kraftschlüssig miteinander verbunden werden können. Die Verbindung wird mit Nagelplatten unterschiedlicher Größe hergestellt, die beidseitig in die zu verbindenden Hölzer eingepresst werden. Anwendung findet die Nagelplattenbauweise im Binderbau und in der Tafel- und Rahmenbauweise.

Nagelpressleimung

Bei der Nagelpressleimung wird der für die Verleimung erforderliche Pressdruck mittels Nagelung oder Verschraubung der untereinander zu verleimenden Bauteile erzielt. Wird beispielsweise bei der Herstellung von Brettschichtholz angewendet. Nachteil: enger Raster der Befestigungsmittel erforderlich, damit Beeinträchtigung der Optik der Untersicht.

Nagelrost

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Von Nagelrost spricht man bei rötlichbraunen Verfärbungen und Flecken auf der Anstrichoberfläche (siehe Abbildung Paint Quality Institute). Die Flecken entstehen durch unverzinkte Eisennägel, die zu rosten begonnen haben. Der Rost blutet durch bis zur Deckschicht. Nagelrost entsteht auch, wenn unverzinkte Eisennägel nicht versenkt und lediglich überspachtelt wurden. Auch verzinkte Nagelköpfe, die abgeschliffen oder extremer Witterung ausgesetzt wurden, können rosten. Um Nagelrost bei der Verwendung von unverinkten Nägeln zu verhindern, sollte man die Nagelköpfe erst versenken und mit einer wasserbasierenden Reinacrylat- oder siliconhaltigen Acrylat-Dichtungsmasse überdecken. Jede Nagelkopfzone sollte punktuell grundiert und dann mit einer hochqualitativen Acrylatfarbe gestrichen werden. Beim Neustreichen von Außenteilen, an denen Nagelrost aufgetreten ist, müssen die Rostflecken abgewaschen und die Nagelköpfe beschliffen werden. Danach hat dieselbe Oberflächenbehandlung zu erfolgen wie bei einer Neukonstruktion.

Nagelscheibe

auch: Nagelscheiben

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Eine Nagelscheibe ist quasi ein Nagel mit einer großen, flachen Kunststoffscheibe an seiner Kopfseite. Diese Scheibe ermöglicht eine schnelle und sichere Montage von Kabeln an Wänden. Unterschiedliche Kabeldurchmesser werden mit der Nagelscheibe fixiert. Die flache Scheibe ermöglicht problemloses Überputzen.

Nagelschraube

auch: Nagelschrauben

siehe Nageldübel.

Nageltasche

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Nageltaschen werden aus Leder gefertigt und weisen Schlaufen zur Befestigung an einem Gürtel auf. Die Tasche ist relativ groß und beutelartig, damit viele Nägel (oder Schrauben) untergebracht werden können. Für Dachdecker, Zimmerleute und speziell Handwerker, die in der Serienfertigung von Fertighäusern und dergleichen tätig sind, gehören Nageltaschen zur Berufsbekleidung. Auch Heimwerker nutzen solche Taschen, wenn sie auf einer Leiter arbeiten und Kleinmaterialien griffbereit haben wollen.

Nageltreiber

Nagelverbinder

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Nagelverbinder sind Holz-Verbinder. Mit ihm können gleich drei Balken in einem Knotenpunkt verbunden werden. Man bekommt ihn für rechts und links.

Nagelverbindung

auch: Nagelverbindungen

Eine Nagelverbindung ist die einfachste Art, Holzteile mit einander zu verbinden. Allerdings gibt es verschiedene Techniken, um solche Verbindungen besonders effizient und haltbar herzustellen. Zimmerleute sind im Gebrauch von Nägeln besonders geübt. Sie treiben 15 cm lange Nägel mühelos und mit wenigen Schlägen zielgenau ins Holz. Bauschreiner, die Schalungen herstellen, beherrschen auch die Kunst, gerade Nägel erst einmal krumm zu schlagen und dann in das Holz einzutreiben, um dadurch besonders feste Verbindungen herzustellen.

Nagelversenker

auch: Durchschläger

Mit Hilfe eines Nagelversenkers wird ein Nagel soweit ins Holz geschlagen, dass über dem Nagel ein Loch im Holz entsteht, das später zugekittet wird. So wird der Nagel fast unsichtbar.

Nagelzieher

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Der Nagelzieher ist ein Handwerkzeug zum Herausziehen von Nägeln. Das Werkzeug hat einen Griff, der in einer sogenannten Klaue endet. Diese Klaue hat einen V-förmigen Spalt, der unter den Nagelkopf geschoben wird. Brecheisen, Nagelhämmer usw. verfügen über eine Nagelzieher-Klaue.

Nager

auch: Blechnager, Blechknabber, Blechnibbler, Nibbler, Knabber

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Nager sind zum einen Säugetiere und zum anderen blechverarbeitende Werkzeuge. Sind die Werkzeuge gemeint, gibt es noch die weiteren Bezeichnungen Knabber und Nibbler für dieses Elektro- oder Handwerkzeug. Mit einem Nager läßt sich Blech trennen. Im Gegensatz zur Blechschere wird das Material dabei nicht geschnitten, sondern gestanzt. Dies ist zwar mit einem Materialverlust verbunden, doch dafür ist die Schnittspur im Gegensatz zur Schere frei von Verwerfungen. Das Trennwerkzeug besteht aus einem Stempel und einer Matrize. Runde Stempel ermöglichen engste Kurven. Der Abfall wird sichelförmig ausgestanzt. Rechteckige Stempel sind für dickeres Material und in der Regel nachschleifbar. Die Breite der Schneidspur ergibt sich aus den Abmessungen des Stempels, sie kennzeichnet den Materialverlust, der beim Herausstanzen entsteht. Mit einem Nager lassen sich auch Well- und Trapezbleche schneiden.

Näherung

auch: Näherungen

Eine Näherung ist bei Blitzschutzanlagen ein zu geringer Abstand zwischen Anlage und metallenen Installationen oder elektrischen Anlagen, bei der die Gefahr eines Über- oder Durchschlages bei Blitzeinschlag besteht. Um dies zu verhindern, gibt es zwei Möglichkeiten: Man kann den Abstand vergrößern oder die metallenen Installationen mit der Bltzschutzanlage verbinden.

Nahtroller

auch: Nahtrollen

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Der Nahtroller ist ein Werkzeug beim Tapezieren. Es besteht aus einer kleinen, etwa Zündholzschachtel-breiten Kunststoffrolle an einem bügelförmigen Griff. Mit dem Nahtroller werden bei frisch geklebten Tapeten die Tapetennähte sauber zusammengepresst.

Nanotechnologie

auch: Nano-Technologie

Die Nanotechnologie ist eine Technologie der kleinsten Teilchen. Bis zu 50.000-mal kleiner als ein Haar sind die Teilchen, um die es dort geht. Aus vielen Bereichen des Alltags wie Mobiltelefone, Digitalkameras, kratzfeste Brillengläser oder leistungsfähige Computerchips ist die Nanotechnnologie nicht mehr wegzudenken. Die Natur ist wieder einmal das Vorbild und Vorreiter der Technologie. Man denke nur an den Lotuseffekt, der Wasser von den Blättern der Lotuspflanze einfach abperlen lässt. Diesen Effekt findet man mittlerweile auch bei Farben oder Putzen. Auch dass der Gecko jede Wand hinauflaufen und über die Decke flitzen können, hat mit Nanotechnologie zu tun. Bei der Entwicklung neuer Klebstoffe und Materialien schauen die Wissenschaftler genau auf dieses kleine Reptil. Auch in den Bereichen Energie und Umwelt kann die Nanotechnologie helfen, so etwa bei der Entwicklung von LEDs, die für die gleiche Lichtmenge nur die Hälfte der Leistung einer Glühbirne benötigen. Mit der Nanotechnologie lassen sich auch Folien herstellen, die, von Strom durchflossen, auf der einen Seite heiß und auf der anderen Seite kalt werden. Die Einsatzgebiete solcher Folien sind vielfältig, sie werden zum Beispiel zum Kühlen von Computerchips verwendet. Mit diesen thermoelektrischen Schichten lässt sich aus billiger Erdwärme aber auch Strom erzeugen. In der Nanotechnologie steckt also jede Menge Zukunft und vielleicht eine Lösung für das Energieproblems.

Napoleonhaube

Als Napoleonhaube wird eine wegen seiner geschweiften Form einem Napoleonhut ähnelnde Schornsteinabdeckung bezeichnet.

Nasenbildung

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Als Nasenbildung bezeichnet man das Herunterlaufen der Farbe in Tropfen direkt nach dem Auftragen, wodurch ein ungleichmäßiger Anstrichfilm entsteht (siehe Foto von Paint Quality Institute). Ursachen können Auftrag einer zu dicken Anstrichschicht, Auftrag unter zu feuchten und/oder zu kühlen Bedingungen oder Auftrag einer zu stark verdünnten Farbe sein. Die Nasen sollte man möglichst verstreichen, solange die Farbe noch naß ist. Ist die Farbe bereits getrocknet, müssen die Nasen abgeschliffen und neu gestrichen werden.

Nassabriebbeständigkeit

Die Nassabriebbeständigkeit nach DIN EN 13300 ist in fünf Klassen unterteilt und betrifft die Qualität von Dispersionsfarben, wie sie im Innenbereich eingesetzt werden. Klasse 5 ist die niedrigste Qualitätsstufe, Klasse 1 die höchste. Farben der Klasse 5 bezeichnen Fachleute ironisch als blickfeste Farbe. Farben der Klasse 3 sind waschbeständig, der Klasse 2 scheuerbeständig.

Nassaufbereitung

Nassaufbereitung ist eine Recyclingmethode. Dabei können zum einen Kunststoffverpackungen und zum andern Bauschutt aufbereitet werden. Im ersten Fall werden Verpackungen zerkleinert und in einer Wasch– und Schwimmsinkstrecke von Störstoffen, Verschmutzungen, Papier und nichtpolyolefinischen Kunststoffen befreit. Endprodukt der Nassaufbereitung ist eine hochreine Polyolefinware, die nach entsprechender Trocknung und Granulierung über industrielle Verarbeitungstechniken in höherwertige Anwendungen, z.B. ins Spritzgießverfahren, abfließen kann. Bei der Nassaufbereitung wird der Bauschutt mittels einer mit Wasser gefüllten Setzmaschine in die Fraktionen Schwergut, Leichtgut und Feinstgut getrennt. Das Schwergut mit höherer, möglichst natursteinnaher Dichte, kommt als Zuschlag für die Betonherstellung zum Einsatz. Die bei der Aufbereitung anfallenden Reststoffe Leichtgut und Feinstgut (< 100 μm) enthalten üblicherweise größere Anteile an Kalk und organischem Material. Diese Stoffe sind bei der Betonherstellung nicht erwünscht, könnten jedoch für die Bodenverbesserung genutzt werden.

Nassbaggerarbeiten

Bei Nassbaggerarbeiten wird Boden und Fels unter Wasser gelöst und entweder auch unter Wasser oder über Wasser geladen, gefördert und gelagert. Häufig kommen dabei auf dem Gewässer schwimmende Nassbagger zum Einsatz. Nassbaggerarbeiten sind zum Beispiel zum Vertiefen von Hafenbecken oder der Fahrtrinne von Schiffen in Flüssen notwendig.

Nassbereich

auch: Naßbereiche, Nassbereich, Nassbereiche

Nassbereiche ist ein allgemeiner Begriff für jene Bereiche in einem Haus oder einem Gewerbetrieb, in denen sich Wasser oder andere Flüssigkeiten gelegentlich oder dauernd auf dem Fußboden befinden. Das kann das häusliche Bad sein, ebenso aber auch ein Labor oder ein Raum, in denen Bier- und Weinfässer gereinigt werden, das Wasser also buchständlich durch den Raum fließt. Im Nassbereich muss der Estrich sorgfältig gegen Wasserbelastung isoliert sein, die Bodenabläufe müssen sorgfältig eingedichtet werden, wozu die Industrie spezielle Dichtmanschetten und andere Hilfsmittel anbietet. Üblicherweise wird ein Nassbereich mit Fliesen ausgekleidet.

Nassbohrkrone

auch: Nassbohrkronen, Naßbohrkrone, Naßbohrkronen

siehe Bohrkrone.

nasse Anbindung

siehe Röhrenkollektor.

Nässegrenze

siehe Ausrollgrenze.

Nassfäule

Als Nassfäule wird Holzfäule bezeichnet, die hervorgerufen wird durch eine Gruppe in Gebäuden vorkommender Pilze (hauptsächlich Braunfäuleerreger), die für ihre Zerstörungstätigkeit hohe Holzfeuchten benötigen. Ausgeschlossen aus dieser Gruppe ist der Echte Hausschwamm, der mit Holzfeuchten um den Fasersättigungsbereich auskommt.

Nass-in--Nass

auch: nass-in-nass

Im Bauhandwerk wird von einem Nass-in-Nass-Verfahren gesprochen, wenn z. B. ein Betonboden mit einem noch feuchten ("nassen") Haftgrund versehen worden ist, auf dem dann eine selbstverlaufende, also ebenfalls noch "nasse" Spachtelmasse aufgebracht wird.

Nasskonservierung

siehe Nasslagerung.

Nasslagerung

auch: Nasskonservierung

Bei der Nasslagerung werden Holzstämme ständig feucht gehalten oder sogar im Wasser gelagert. Durch die Nasslagerung bleiben die Poren des Holzes ständig mit Wasser gefüllt und das Eindringen von Sauerstoff wird verhindert. Pilzen und Insekten wird dadurch die Lebensgrundlage entzogen. Das Holz wird durch die Nasslagerung also quasi konserviert, man spricht daher auch von Nasskonservierung. Die Nasskonservierung wird zum Beispiel notwendig, wenn bei einem Sturm größere Holzmengen anfallen, die nicht sofort benötigt werden. Bei Nadelholz liegt die Nasslagerungsdauer zum Beispiel bei vier bis fünf Jahren. Die Nasslagerung ist ziemlich kostenintensiv, da die Stämme dauernd berieselt werden müssen. Schon wenige Stunden ohne Berieselung kann im Sommer dazu führen, dass das die Lagerung in Frage gestellt werden muss.

Nassmörtel

siehe Werkmörtel.

Nassraum

auch: Nassräume

Als Nassraum wird in privaten Haushalten in der Regel das Badezimmer bezeichnet. Allgemein sind Nassräume alle Bereiche im Privathaus oder Gewerbe, in denen regelmäßig große Mengen Wasser auftreten (sowohl als Wasserdampf als auch in flüssiger Form). Das können neben dem Badezimmer auch Hallenbäder, Saunen, Laboratorien oder Großküchen sein. In Nassräumen müssen Boden und Wände entsprechend sorgfältig abgedichtet sein und es muss für einen zügigen Ablauf, z. B. durch Gefälle-Estrich, gesorgt werden. Aufgrund hoher Hygieneanforderungen sind Nassräume zur leichteren Reinigung üblicherweise mit Fliesen ausgekleidet, im gewerblichen Bereich müssen die Innenecken zudem mit Hohlkehlprofilen abgerundet werden.

Nass-Saat

Nassschleifer

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Nassschleifer sind eine Sonderausführung der Winkelschleifer. Sie dienen dem Flachschleifen von Gesteinsoberflächen. Das geschieht mit sogenannten Schleiftöpfen. Mit entsprechend feiner Körnung der Schleiftöpfe lassen sich sehr glatte Oberflächen erzielen. Um Staubentwicklung zu vermeiden und den Schleiftopf zu spülen, wird über ein abgedichtetes Zwischenlager am Getriebeflansch während des Betriebes kontinuierlich Wasser zugeführt.

Nass-Schleifmaschine

auch: Nass-Schleifmaschinen, Nass-Schleifmaschine

nassschleifmaschine.jpg

Mit Nass-Schleifmaschinen werden vor allem Messer, Schablonenklingen, Stechbeitel und dergleichen geschliffen. Die Schleifscheiben bestehen aus keramischem Material, derenn körnige Oberflächen so hart sind, dass sie auch Stahlschneiden mühelos meistern. Beim Schleifvorgang läuft der Schleifstein ständig durch ein Wasserbad, wodurch das Schleifergebnis erheblich verbessert wird. Das Foto zeigt eine Naß-Schleifmaschine des Herstellers Scheppach.

Nassschleifpapier

auch: Nassschleifpapier, Nassschleifpapiere, Naßschleifpapiere

siehe Schleifpapier.

Nassschneider

Nassschneidetisch

auch: Nassschneidetische

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Auf Nassschneidetischen werden Naturstein- und Marmortafeln auf beliebige Formate zurecht geschnitten. Dabei wird eine mit Diamanten besetzte Trennscheibe ständig mit kaltem Wasser berieselt. Nassschneidetische werden auch als Nassschneider oder Steintrennsägen bezeichnet. Nassschneidetische können von Heimwerkern bei Maschinen-Verleihfirmen gemietet werden, aber die Handhabung ist nicht ungefährlich und verlangt eine gewisse Routine sowie Gehörschutz und Schutzhandschuhe beim Bediener der Maschine.

Nassspritzverfahren

auch: Nassspritzverfahren

Das Nassspritzverfahren ist ein Verfahren zum Aufbringen von Spritzbeton. Dabei wird das fertige Betongemisch der Förderleitung zugeführt und entweder in einem Druckluftstrom oder mit Pumpen (Dichtstromförderung) zur Spritzdüse gefördert. Zur Herstellung des Mörtels wird der Werktrockenmörtel im Zwangsmischer gemischt und fällt in den Vorratsbehälter der Nassspritzmaschine. Mit Hilfer einer Förderschnecke wird der Mörtel durch die Förderleitung (Dichtstromförderung) bis zur Spritzdüse gedrückt. Dort wird der Mörtel so komprimiert und die Treibluft zerrissen, dass ein beschleunigter feiner Mörtelstrahl entsteht. Ein Vorteil des Nassspritzverfahren ist sein gleich bleibender Wasserzementwert. Die kontinuierliche Förderung und die geringe Staubentwicklung sind weiter Vorteile. Als Nachteil ist der hohe Reinigungsaufwand anzusehen, und dass keine längere Unterbrechungen möglich sind.

Nasszelle

auch: Naßzellen, Nasszelle, Nasszellen

Nasszelle ist ein wenig freundlicher Begriff aus der Architektensprache für Badezimmer. Der Begriff wird insbesondere verwendet bei Baubeschreibungen von Krankenhäusern, Altenheimen usw. Eine Nasszelle besteht in aller Regel aus Toilette, Waschtisch und Dusche und ist in Krankenhäusern und Pflegeheimen inzwischen grundsätzlich behindertengerecht ausgeführt. Die Tür ist entsprechend breit, damit auch Rollstuhlfahrer in das Bad bzw. die "Nasszelle" kommen. Weitere Begriffsdefinition ist die Sanitärzelle.

Natrium

Natrium ist ein chemisches Element. Es wird z.B. als Reduktions- und Trockenmittel sowie als Kühlmittel in Kernreaktoren verwendet. Dient zur Herstellung von Natriumverbindungen, z.B. Natriumperoxid, Natriumcyanid, Natriumamid und zur Titangewinnung. Die wichtigste Natriumverbindung ist Natriumchlorid - das Kochsalz.

Natriumchlorat

Natriumchlorat dient zur Herstellung von Natriumchlorit, Perchloraten sowie als Unkrautvertilgungsmittel. Natriumchlorat ist zudem in chemischen Sauerstoffgeneratoren enthalten. Diese Sauerstoffgeneratoren befinden sich in Passagierflugzeugen über jedem Sitz und sind per Schlauch mit einer Sauerstoffmaske verbunden.

Natriumchromat

siehe: Alkalichromate

Natriumdichromat

siehe Alkalichromate

Natriumhydroxid

Natriumhydroxid ist ein farbloser Feststoff, hauptsächlich in Form von Schuppen oder Pellets. Starke Wärmeentwicklung (Spritzgefahr) beim Auflösen von Natriumhydroxid in Wasser. Die wässerige Lösung ist in unterschiedlichen Konzentrationen (bis maximal 60%) als Natronlauge im Handel. Natriumhydroxid wird in der Papier-, Zellstoff- und chemischen Industrie (z.B. Abbeizmittel) sowie als Reinigungs- und Neutralisationsmittel verwendet. Natriumhydroxid verursacht schwere Verätzungen - besonders der Augen.

Natriumhypochlorit-Lösung

Natriumhypochlorit-Lösung findet Verwendung als Bleich- und Oxidationsmittel, desinfizierendes Reinigungsmittel sowie zur Chlorung von Wasser.

Natriumtetraborat

siehe Borax.

Natronpapier

Natronpapier ist ein Verpackungspapier, zu dessen Herstellung Sulfat-(Natron-)Zellstoff verwendet wird. Man unterscheidet Natron-Kraftpapiere, die auschließlich aus Sulfat-Zellstoff hergestellt werden und Natron-Mischpapiere, die Anteile von Altpapierstoff enthalten. Natronpapier wird im Bauwesen zum Beispiel als Rieselschutz verwendet.

Natronwasserglas

siehe Wasserglas.

Naturasphalt

auch: Naturbitumen

Naturasphalt ist ein relativ hartes, in natürlichen Lagerstätten vorkommendes Bitumen, das häufig mit feinen oder sehr feinen Mineralstoffanteilen gemischt ist und welches bei 25°C praktisch fest, bei 175°C jedoch eine viskose Flüssigkeit ist. Die natürlichen Vorkommen von Bitumen in Form von Asphalten und Asphaltgesteinen waren schon 3000 v.Chr. in Mesopotamien bekannt. Naturasphalt verdrängte den damals üblichen Lehmmörtel beim Mauerbau. Später setzte man im Nahen Osten und in Indien natürlichen Asphalt im Straßenbau und zum Abdichten ein. In Europa wurde Bitumen in der mittelalterlichen Heilkunde verwendet.

Naturbaustoff

auch: Naturbaustoffe

Bei Naturbaustoffen handelt es sich um Baustoffe, die nicht nur gesundheitlich unbedenklich sind, sondern auch umweltfreundlich in Herstellung, Funktion und Entsorgung. Wer ökologisch bauen möchte, kann mittlerweile auf eine Vielzahl von Materialien vom Keller bis zum Dach zurückgreifen. Viele herkömmliche Baustoffe dürfen sich ebenfalls als Naturbaustoffe bezeichnen. Putze und Bauplatten sollten rein mineralische Inhaltsstoffe besitzen, insbesondere der Lehmputz ist sehr empfehlenswert. Ein Putz aus Lehm enthält keinerlei Schadstoffe, unter Umständen sind organische Bestandteile wie Strohhäcksel enthalten. Auch reiner Kalkputz ist schadstofffrei und darf sich als Naturbaustoff bezeichnen. Meist wirkt der Kalkputz auch leicht antibakteriell. Auch Gipsputze sind empfehlenswert, allerdings ist bei ihnen auf die Zusätze zu achten. Methylzellulose ist dabei relativ unbedenklich, Naturgips und REA-Gips haben nur wenige Verunreinigungen. Vorsicht ist bei Chemiegipsen geboten, die mit Problemstoffen behaftet sein können. Für Gipskartonplatten oder Gipsfaserplatten gelten die gleichen Empfehlungen wie für Gipsputz. Empfehlenswerte Tapeten, die in die Rubrik Naturbaustoffe fallen, sind Raufaser, Papiertapeten und Papier-Prägetapeten. Allerdings enthalten industriell hergestellte Tapeten synthetische Bindemittel. Bei Tapetenkleistern ist darauf zu achten, dass diese keine Fungizide enthalten. Diese sind häufig auch in Wandfarben enthalten, weshalb besser auf Trockenmischungen zurückgegriffen werden sollte. Bezeichnungen für solche fungizidfreien Farben sind z.B. Kalk-Kaseinfarben, Sumpfkalk oder Silikatfarben. Als fertig angemischte Alternative kommen Naturdispersionsfarben in Frage. Bei den Bodenbelägen fallen alle Steinböden in die Rubrik "Naturbaustoffe". Auch Holzböden, Parkett und Dielen sind schadstofffrei, sofern sie leimfrei und ohne mechanische Befestigung verlegt werden. Zur Oberflächenbeschichtung sollten schadstofffreie Naturöle und Hartwachse verwendet werden. Soll es ein elastischer Bodenbelag sein, kommen Linoleum und Kork in Frage. Diese sind zwar nicht ganz schadstofffrei, doch im Vergleich zu PVC die beste Alternative. Bei textilen Bodenbelägen sind Naturfasern empfehlenswert, wobei diese auch gesundheitsgefährdende Stoffe enthalten können. So kann Schafwolle mit Mottenschutz und Baumwolle mit Ausrüstungschemikalien behandelt worden sein. Kokos und Sisal kommen hingegen so gut wie ohne Chemie aus. Bei Fenstern und Türen ist Vollholz empfehlenswert, die mit Naturöl oder Naturwachs behandelt wurden. Fenster und Holzwerkstofftüren sollten mit Naturharzlasuren und Naturharz-Decklacken gestrichen werden. Bei Holzwerkstoffen ist darauf zu achten, dass sie formaldehydfrei sind. Diese haben die Bezeichnung F-OFF. Zur Dämmung sollten Naturdämmstoffe wie Zellulose, Hanf, Holzfaserplatten oder Kork verwendet werden.

Naturbims

siehe Bims.

Naturbitumen

siehe Naturasphalt.

Naturborsten

auch: Chinaborsten

Pinsel besitzen entweder synthetische Borsten, Mischborsten oder Naturborsten. Naturborsten stammen meist vom Haus- beziehungsweise dem Wildschwein. Besser bekannt sind die Borsten unter dem Namen "Chinaborsten". Die Borsten besitzen einen konisch zulaufenden Schaft mit gesplisstem Ende in zwei bis vier Spitzen. Während Spliss beim Menschen eine eher negative Erscheinung ist, erleichtert er beim Pinsel die Farbaufnahme und den Farbverlauf. Naturborsten sind besonders saug- und widerstandsfähig, bei unsachgemäßer Behandlung jedoch auch sehr empfindlich. Wegen ihrer Quellfähigkeit sollte man Naturborsten nicht zur Verarbeitung von wasserverdünnbaren Lacken oder Lasuren verwenden. Gut geeignet sind sie dagegen für lösungsmittelhaltige Lacke und Lasuren.

Naturdämmstoff

auch: Naturdämmstoffe, Naturdämmungen

Naturdämmstoffe sind immer mehr im Kommen. Die Bauherren achten heutzutage nicht nur darauf, dass das Haus warm eingepackt ist, auch baubiologisch soll alles einwandfrei sein. Von Flachs und Hanf, über Holzweichfaser-Dämmplatten, Schafwolle und Kokosfaserdämmung bis hin zu Kork und Zellulose kommen die verschiedensten Naturdämmstoffe zum Einsatz. Flachs und Hanf besitzen einen mittlere bis gut Wärmespeicherfähigkeit. Sie kommen als Zwischensparrendämmung und Trittschalldämmung zum Einsatz. Vielfältige Einsatzbereiche haben Holzfaser-Dämmplatten. Sie kommen bei Wärmedämmverbundsystemen und im Leichtbau, als Zwischensparren-, Aufdach- oder Trittschalldämmung zum Einsatz. Die Wärmespeicherfähigkeit solche Holzweichfaserplatten ist gut bis sehr gut. Kokosfasern haben ihre Vorzüge bei Zwischenwand- und Hohlraumdämmung. Auch bei Tritt- und Luftschalldämmung kommt der Naturdämmstoff mit guter Wärmespeicherfähigkeit zum Einsatz. Kork zählt ebenfalls zu den Naturdämmungen mit guter bis sehr gute Wärmespeicherfähigkeit. Er eignet sich zur Schallentkopplung, für Wärmedämmverbundsysteme und für Auf- und Zwischensparrendämmungen. Zellulose hingegen kommt hauptsächlich zur Hohlraumdämmung oder Aufsprühdämmung zum Einsatz. Auch dieser Naturdämmstoff hat eine gute bis sehr gute Wärmespeicherfähigkeit.

Naturharz

auch: Naturharze

Naturharze dienen neben Kunstharzen zur Herstellung von Lacken, Lasuren, Klebstoffen, Mattierungen und Polituren. Folgende Naturharze finden zum Beispiel als Bindemittel in Naturfarben Verwendung: Schellack, Bernstein, Kopale, Dammar, Sandarak, Benzoe, Kolophonium.

Naturharzlacke

Naturharlacke bestehen überwiegend aus nachwachsenden, leicht abbaubaren Rohstoffen. Sie werden auf Basis von pflanzlichen Harzen und Leinöl, versetzt mit Lösemitteln, Pigmenten und meistens mit Sikkativen hergestellt. Alle Inhaltsstoffe werden auf der Verpackung deklariert. Naturharzlacke sind diffussionsoffener als Kunstharzprodukte. Das heißt, sie können Feuchtigkeit besser aufnehmen und wieder an die Raumluft abgeben. Auch laden sie sich nicht so stark elektrostatisch auf und verschmutzen dadurch nicht so schnell. Naturharzlacke können je nach Rezeptur bis zu 40 Prozent Lösemittel enthalten. Es gibt aber auch Produkte, die völlig ohne auskommen. Doch auch als lösemittelfrei deklarierte Naturharzlacke können Giftstoffe enthalten sein. Bei Giftstoffen macht es keinen Unterschied, ob diese aus der Natur oder aus der Retorte kommen. Bei Naturharzlacken entstehen z.B. Aldehyd-Emissionen, da ungesättigte Fettsäuren (Leinöl) mit Sauerstoff reagieren. Naturharzlacke können bis zu einem Jahr lang ausgasen, weshalb verstärkte Belüftung von Innenräumen ratsam ist.

naturrot

Als "naturrot" bezeichnet man Dachziegel, deren Brennfarbe sich allein aus naturbelassenen Rohstoffen, ohne Zusätze von farbändernden Metalloxiden, ergibt. Die überwiegende Farberscheinung ist das eigentliche "Ziegelrot" oder "Naturrot" in der gesamten Bandbreite des Farbspiels.

Naturstamm

auch: Naturstämmen

Naturstamm ist eine im Prinzip eine überflüssige Bezeichnung, denn ein Holzstamm ist immer rund und immer "Natur". Die Hersteller von Blockhäusern haben diesen Begriff jedoch eingeführt als Qualitätsbezeichnung für "Naturstammhäuser", deren Außenwände aus per Hand entrindeten Stämmen bestehen. Während industriell gefertigte Rundblockbohlen einen einheitlichen Durchmesser haben, weisen "Naturstämme" natürlich unterschiedliche Stärken und Längen auf. Wird ein Naturstammhaus aus "Naturstämmen" gebaut, so sind diese in der Regel stärker als 250 mm. Wegen des Aufwands, annähernd gleich starke Stämme zusammen zu tragen, und wegen des hohen, individuellen handwerklichen Aufwands sind Naturstammhäuser erheblich teurer als solche aus Rundblockbohlen. Die für den Hausbau verwendeten "Naturstämme" bestehen in unseren Breiten aus Nadelholz. Besondere Qualitäten wie z.B. die Polarkiefer verteuern den Bau eines Wohnblockhauses zusätzlich.

Natursteinfugenmörtel

Natursteinfugenmörtel ist ein schnell abbindender Fugenmörtel. Den Mörtel gibt es für den Innen- und Außenbereich. Er eignet sich für Boden und Wand, zur Verfugung von Marmor und Naturstein sowie für Arbeiten unter Zeitdruck. Fliesen, Mosaik, Riemchen aus Steinzeug und Steingut lassen sich mit Natursteinfugenmörtel verfugen. Durch das schnelle Abbinden werden Verfärbungen im Randbereich der Natursteinplatten verhindert.

Natursteinkleber

Im Handel werden Kleber angeboten, die für das Kleben von Fliesen oder Natursteinen gleichermaßen geeignet sein sollen. Natursteine wie etwa Marmor haben aber sehr unterschiedliche mineralogische Zusammensetzungen, so dass auf spezielle Natursteinkleber zurück gegriffen werden sollte. Für das Ausfugen der Natursteinplatten werden ebenfalls spezielle Fugenmörtel angeboten.

Natursteinkörnungen

auch: Natursteinkörnungen

Naturstein wird als Zuschlag insbesondere für Buntsteinputz aber auch für Beton verwendet. Auch Zierkies können aus demselben Rohmaterial bestehen. Allerdings werden zuvor die Gesteinsbrocken gemahlen und auf eine bestimmte Korngröße gebracht oder sie werden getrommelt. Buntsteinputze in Natursteinkörnungen bewirken eine rauhe Oberfläche, die durch Licht- und Schattenwirkung noch intensiver erscheint. Natursteinkörnungen gibt es in unterschiedlichsten Farben (weiß, gelb, beige und braun, grün und blau, rot, grau und schwarz) sowie in verschiedenen Korngrößen und Gesteinsarten. Farbige Natursteinkörnungen werden vorwiegend als Betonzuschlagstoff, bei Pflastersteinen sowie als Zuschlag im Terrazzo und Gestaltungselementen verwendet.

Naturstein-Kristallisation

Natursteinmauerwerk

auch: Naturstein-Mauerwerk

Natursteinmauerwerk unterscheidet man nach der Art der Ausführung und nach der Bearbeitung der Steine. Ganze Gebäude wie beispielsweise der Kölner Dom werden heute kaum noch aus Natursteinen gebaut. In den klimatisch begünstigten südlichen Ländern, wo in das Mauerwerk eingedrungene Nässe nicht frieren kann und wo auch keine besonderen Anforderungen an eine Wärmedämmung zu erfüllen sind, hat das Bauen mit Natursteinen noch immer Konjunktur. Gartenmauern aus Natursteinen werden aber auch hierzulande gerne errichtet, sie bieten auch immer einen sehr schöner Anblick. Nach Art der Ausführung unterscheidet man bei Natursteinmauerwerk Trockenmauern, Bruchsteinmauerwerk, Zyklopenmauerwerk, Hammerrechtes Schichtenmauerwerk, Unregelmäßiges Schichtenmauerwerk und Quadermauerwerk.

Natursteinplattendach

auch: Natursteinplattendächer

Bei einem Natursteinplattendach handelt es sich in aller Regel um das Schieferdach. Aber auch andere schiefrig brechende Natursteinarten wie Sandstein können zum Einsatz kommen.

Natursteinputz

auch: Natursteinputze

Natursteinriemchen

siehe Riemchen

Natursteinvorsatz

Unter einem Natursteinvorsatz wird in der Fachsprache ein Betonsteinpflaster verstanden, das eine Oberschicht aus kugelgestrahltem Splitt hat. Dadurch wirkt der Betonstein wie ein Naturstein und erhält auch eine erhöhte Abrieb- und Witterungsfestigkeit. Auch Gehwegplatten aus Beton, die mit diesem Verfahren veredelt wurden, sind im Fachhandel erhältlich.

Naturstrom

siehe Ökostrom.

Naturtapete

auch: Naturtapeten

Naturwerkstofftapete

auch: Naturtapete, Naturwerkstofftapeten

Zu den Naturwerkstofftapeten zählt eine größere Gruppe verschiedenartiger Wandbekleidungen. Eines haben Naturwerkstofftapeten allerdings gemeinsam: Aus Naturprodukten gewonnenes Material wird auf ein Trägerpapier aufgebracht. Das können Gräser (siehe Grastapete), Blätter oder hauchdünne Korkblättchen sein. Auch Sand oder Porzellanstückchen werden auf Naturwerkstofftapeten aufgebracht.

Naturzugbrenner

andere Bezeichnung für atmosphärischer Brenner.

NC-Lack

auch: NC-Lacke

siehe Nitrozelluloselack.

Nebenanlage

auch: Nebenanlagen

Nebenanlagen sind nach der Baunutzungsverordnung untergeordnete Gebäude und bauliche Anlagen, deren Zweckbestimmung in der dienenden Funktion gegenüber der Hauptanlage, etwa dem Wohngebäude oder dem Produktionsgebäude, liegt. Zu den klassischen Nebenanlagen zählen Gewächshäuser, Gerätehütten, Wintergärten, Fahrradabstellplätze, überdachte und nicht überdachte Terrassen, Schwimmbäder, Wäschetrockenplätze und Kinderspielplätze. Eine Nebenanlage setzt stets eine selbständige bauliche Anlage voraus. Bestandteile des Hauptgebäudes (wie z.B. An- und Vorbauten) stellen keine Nebenanlagen dar. Ein Stellplatz oder eine Garage sind ebenfalls keine Nebenanlagen.

Nebeneingangstür

auch: Nebeneingangstüren

Nebeneingangstüren sind neben Hauseingangstüren ein weiterer Zugang zum Haus oder zur Wohnung. Sie können in den Keller oder vom Garten oder über eine Garage ins Gebäude führen. Da Nebeneingangstüren meist etwas abseits der Straße und im Dunkeln liegen, sind sie besonders einbruchsgefährdet. Umso wichtiger ist es, dass nicht nur bei Hauseingangstüren, sondern auch bei Nebeneingangstüren auf besonderen Schutz vor Einbrechern geachtet wird (siehe Einbruchhemmende Tür). Im Bereich der Garage müssen Nebeneingangstüren zudem noch schall-, rauch- und feuerdämmend wirken.

Nebengebäude

Nebengebäude sind alle Gebäude, die auf demselben Grundstück wie das eigentliche Wohnhaus oder Gewerbeobjekt stehen. Dazu gehören im privaten Bereich auch Garagen und Gartenhäuser. Während für den Bau oder die Aufstellung von Garagen in jedem Fall eine Baugenehmigung beantragt werden muss, kann dies bei Gartenhäusern, Schuppen usw. je nach Größe auch notwendig sein, es kann sich aber auch um "Gebäude" handeln, für die Genehmigungsfreiheit besteht. Die Frage, bis zu welcher Größe Gartenhäuser genehmigungsfrei aufgestellt werden dürfen, wird von Stadt zu Stadt unterschiedlich beantwortet.

Neidkopf

auch: Neidstange

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Der Begriff Neidkopf bzw. Neidstange basiert auf dem althochdeutschen Wort "nid" für Hass, Zorn, Neid. Als Neidköpfe bezeichnet man in der Regel Tierköpfe und Fratzen, die man an zahlreichen historischen Gebäuden (hauptsächlich Fachwerkhäusern) erkennen kann. Sie wurden meistens ins Holz geschnitzt und sollten nach altem Aberglauben die im Westen hausenden Dämonen bannen. Neidköpfe findet man aber auch aus Stein gemeißelt.

Neidstange

siehe Neidkopf.

Neigungsmesser

siehe Neigungsmeßgerät

Neigungsmessgerät

auch: Neigungsmeßgerät,, Neigungsmeßgeräte

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Mit einem Neigungsmessgerät lässt sich auf einfache Weise ein Gefälle bestimmen. An jeder beliebigen Schräge wird durch Drehen einer Kunststoffrändelschraube die genaue Neigung ermittelt. Neigungsmesser gibt es auch in einer elektronischen Ausführung. Hier kann man sich Neigungen, Winkel oder Waagerechte in Grad oder Prozent anzeigen lassen.

NE-Metall

auch: NE-Metalle

Nennfestigkeit

Nennfestigkeit ist ein Begriff aus der Betontechnologie. Sie bezeichnet die Festigkeit eines Probenwürfels aus Beton mit einer Kantenlänge von meist 200 mm nach 28 Tagen. Die Festigkeitsklassen von Beton sind nach ihrer Nennfestigkeit eingeteilt. Ein Beton B 5 hat beispielsweise eine Nennfestigkeit von 5 N/mm².

Neonröhre

Nephelin

siehe Foyait

Nero Assoluto

nero-assoluto.jpg

Nero Assoluto ist ein schwarzes Basalt-Gestein. Basalte sind chemisch und physikalisch hervorragend belastbar und eignen sich dementsprechend für fast alle Anwendungsfälle drinnen und draußen. Es ist daher bei Bauherren und Architekten gleichermaßen beliebt. Anwendungsbeispiele sind Treppen, Terrassen, Arbeitsplatten, Bodenbeläge, Fensterbänke oder Fassadenplatten. Die Oberfläche ist poliert, geschliffen oder geflammt. Die polierte Oberfläche ist am wenigsten empfindlich gegen Verschmutzung. Rutschfester wird das Material bei einer geschliffenen Oberfläche. Sehr rauh ist die geflammte Oberfläche (siehe flammieren). Solche Steine werden vor allem im Außenbereich eingesetzt.

Nero Impala

nero-impala.jpg

Nero Impala zählt zu den Gabbro-Gesteinen. Gabbros haben hervorragende technische Werte und eignen sich für fast alle Anwendungsfälle. Sie sind chemisch und physikalisch hervorragend belastbar. Das südafrikanische Gestein wird matt oder poliert verwendet. Wegen seiner schwarz und dunkelgrau gesprenkelten Farbe ist es bei Architekten und Bauherren gleichermaßen beliebt. Anwendungsbeispiele sind Treppen, Terrassen, Arbeitsplatten, Bodenbeläge, Fensterbänke oder Fassadenplatten.

Nero Marquina

nero-marquina.jpg

Nero Marquina ist ein schwarzer, mit weißen Adern durchzogener Kalkstein aus Spanien. Die weißen Adern sind mal mehr oder weniger deutlich zu sehen. Verwendung findet er als Dekorstein im Innenbereich. Wegen seines hohen Gehalts an organischen Kohlenstoffen besitzt er eine geringe Härte und ist daher als polierter Bodenbelag eigentlich nicht zu empfehlen.

Netzmittel

Netzmittel sind Substanzen, die die Oberflächen- oder Grenzflächenspannung von Flüssigkeiten herabsetzen. Bei Farben oder Lacken verringern sie zum Beispiel die Oberflächenspannung zwischen Bindemittel und Pigmenten. Sie wirken damit dem Entmischungsbestreben von schwer benetzbaren Pigmenten entgegen und sorgen für eine gleichmäßige Verteilung der Pigmente innerhalb der Beschichtung und damit für eine einheitliche Farbgebung. Außer bei Beschichtungen werden Netzmittel auch in Reinigungsmitteln verwendet.

Netzpflasterverband

Netzpflasterverband ist eine andere Bezeichnung für Passéepflasterverband.

Netzplan

auch: Netzpläne

Im Baubetrieb wird mitunter mit einem Netzplan gearbeitet. Das ist eine grafische Darstellung des Arbeitsablaufs einer Baustelle. Der Netzplan bezieht die zeitlichen Abhängigkeiten der verschiedenen Arbeitsschritte mit ein. Auch die Kosten werden berücksichtigt, wenn beispielsweise ein Gewerk nicht rechtzeitig fertig wird und ein anderes Gewerk deshalb verschoben werden muss.

Netzriss

auch: Netzrisse

Haarrisse bzw. Netzrisse sind Risse an der Putzoberfläche. Je nach Ursache handelt es sich um Sinter- oder Schwundrisse in der Oberfläche der obersten Putzlage. Bei Benetzung mit Wasser zeichnen sich vorhandene Risse dunkel auf der Fläche ab. Die Risse werden mit einer speziellen rissverschlämmenden Zwischenbeschichtung geschlossen. Anschließend erfolgt eine Endbeschichtung mit Fassadenfarbe.

Neubau-Rolladen

auch: Neubaurolladen

Dieser Rolladen wird üblicherweise bei der Planung eines Neubaus realisiert. Beim Bau wird bereits ein Sturzkasten über dem Fenster mit eingemauert. In diesen Kasten wird der Rolladen montiert. Im Rauminnern ist ein Deckel, der sich für Wartungsarbeiten öffnen läßt.

Neupflaster

Neupflaster ist die Bezeichnung für Natursteinpflaster, das im Gegensatz zu Altpflaster aus neuer Produktion stammt und als Großpflaster, Kleinpflaster und Mosaikpflaster im Baustoffhandel erhältlich ist.

Neuschwelle

auch: Neuschwellen

Aufgrund der gesundheitlich bedenklichen Behandlung von Eisenbahnschwellen mit speziellen Mitteln hat die Holzindustrie inzwischen sägerauhe Balken in den Handel gebracht, die als Neuschwellen bezeichnet werden und ein Standardmaß von 12 x 14 x 250 cm haben. Neuschwellen werden aus nordischer Kiefer gesägt und sind durch ihre Kesseldruckimprägnierung gut für den Einbau ins Erdreich geeignet, erreichen aber naturgemäß nicht die Stabilität und Verrottungsfestigkeit der alten Eisenbahnschwellen aus Eiche oder Buche.

Neusilber

Neusilber ist eine Legierung aus Kupfer, Nickel und Zink. Neusilberlegierungen sind zusammengesetzt aus 47 bis 65 Prozent Kupfer, 12 bis 25 Prozent Nickel und 10 bis 40 Prozent Zink. Neusilber ist härter als Silber und wird daher für allgemeine Gebrauchsgegenstände verwendet, die vielfach mit einer galvanisch aufgetragenen Silberauflage versehen werden, damit sie wie Silber aussehen. Einsatzbereiche: Untergrundmaterial für versilbertes Besteck, feinmechanische und elektrotechnische Geräte, medizinische Gerätschaften, Reißverschlüsse, Schmuckgegenstände, Sicherheitsschlüssel, Blechblasinstrumente und Saxophone. Die Schienenprofile von Modelleisenbahnen bestehen oft aus Neusilber. In der Elektronikindustrie werden Kontakte von Steckverbindern und Schaltern mit Neusilber überzogen.

Neutralisationsanlagen

Neutralisationsanlagen findet man unter anderem bei der Abwasserreinigung. Dort werden zum Beispiel alkalische und saure Abwässer zusammengebracht, damit sich sie sich gegenseitig weitgehend neutralisieren.

Neuvermarkung

siehe Abmarkung.

NGF

siehe Nettogrundfläche.

Niangon

niangon-k.jpg

Niangon ist ein matt glänzendes westafrikanisches Laubholz mit einer braunrosa bis braunroter Farbe. Das Holz ist fest, mäßig schwindend und ziemlich witterungsfest. Es lässt sich leicht sägen und verarbeiten sowie gut verleimen. Es wird verwendet als Bau- und Konstruktionsholz, zum Drechseln, als Rahmenholz für Fenster- und Türenbau, für Parkett, Leisten, Möbel, und Treppen sowie als Furnierholz.

Nibbler

siehe Nager.

nichtbindiger Boden

auch: nichtbindige, Böden

Nichtbindiger bzw. rolliger Boden besteht aus Körnern unterschiedlicher Größe, die sich gegenseitig berühren. Der Boden hält kein Wasser und die Reibung zwischen den Körnern wird beim Vorhandensein von Wasser kaum beeinflußt. Da diese Böden nicht aufweichen, ist ihre Tragfähigkeit nicht vom Feuchtigkeitsgehalt, sondern nur von der Dichte der Lagerung abhängig. Nichtbindige Böden bestehen aus Kiesen und Sanden sowie Gemischen aus Kiesen und Sanden, auch mit einem bindigen Anteil von bis zu 15%. Kies- und Sandkorn sind mit bloßem Auge erkennbar.

nichtdrehungsfreies Seil

auch: nichtdrehungsfreie, Seile

Die wichtigste Entscheidung bei der Auswahl eines Stahldrahtseiles lautet nichtdrehungsfreies oder drehungsfreies Seil. Nichtdrehungsfreie Seile werden verwendet beim Heben von geführten Lasten, beim Heben von ungeführten Lasten mit mehreren Seilsträngen und kurzen Hubhöhen oder beim Heben von Lasten mit paarweisem Einsatz von rechts- und linksgängigen Seilen. Bei nichtdrehungsfreien Seilen unterscheidet man drehungsarme Seile, spannungsfreie Seile, spannungsarme Seile oder drallfreie Seile.

Nichteisenmetall

auch: NE-Metall, Nichteisenmetalle

Nichteisenmetalle werden nach ihrer Dichte in Schwermetalle und in Leichtmetalle unterteilt. Die wichtigsten Nichteisen-Schwermetalle sind Kupfer, Zink, Blei, Nickel, Aluminium und Chrom. NE-Metalle werden unter dem Gesichtspunkt des Korrosionsschutzes verwendet - als Legierungselemente zum Eisen, zu Aluminium und zu Zink (z.B. Chrom, Nickel, Titan und Molybdän bei Stahl, Mangan, Magnesium, Silizium und Zink bei Aluminium und Aluminium oder Nickel bei Zink), - als Bestandteile von Überzügen (z.B. Oberflächenveredlung durch Chromatieren), - als Bestandteil von Beschichtungen. Die NE-Metalle Aluminium, Kupfer, Zink und Blei bzw. Legierungen dieser Metalle werden als Bleche im Bauwesen eingesetzt. Außerdem werden verzinkte Stahlbleche (Trapezblechprofile) für Dächer und Fassaden verwendet.

nicht offenes Verfahren

auch: nicht, offene, Verfahren

nichtrostender Stahl

auch: nichtrostende, Stähle

Nichtrostende Stähle sind Stähle mit Legierungen von Eisen mit Nickel-Chrom und weiteren Zusätzen wie Molybdän oder Mangan. Bauteile aus nichtrostendem Stahl sind hoch korrosionsbeständig

nichttragende Wand

auch: nichttragende, Wände

Eine nichttragende Wand trägt außer der Eigenlast keine weiteren Lasten auf die Konstruktion ab. Nichttragende Wände können daher problemlos entfernt und versetzt werden, ohne dass die Standsicherheit des Bauwerks gefährdet ist.

Nickel

Nickel ist ein Metall, das eigentlich nur zusammen mit anderen Metallen verwendet wird. Meist wird es zur Stahlveredelung eingesetzt (siehe Edelstahl). Geringe Nickelzusätze erhöhen im Stahl die Korrossionsbeständigkeit, die Härte und die Zähigkeit. Nickellegierungen werden auch in geringem Anteil z.B. zur Münzherstellung, für Küchenbehälter ("Alpaka") oder zur Herstellung von Konstantandraht in der Elektronik verwendet.

Nickel-Cadmium-Akku

auch: Nickel-Cadmium-Akkus

Der Nickel-Cadmium-Akku war über Jahrzehnte der meistverwendete Akku-Typ. Er fand vor allem bei schnurlosen Telefonen und elektrischen Zahnbürsten Verwendung. Durch das relativ hohe Gewicht und die erhebliche Selbstentladung haben Nickel-Cadmium-Akkus an Attraktivität verloren. Dazu kommt das Verbot von Cadmium ab September 2008 in Europa mit nur wenigen Ausnahmeregelungen. Technisch vergleichbar ist der Nickel-Metallhydrid-Akku, für viele Amwemdungen ist edoch der Lithium-Ionen-Akku sinnvoller.

Nickel-Metallhydrid-Akku

auch: Nickel-Metallhydrid-Akkus

Der Aufbau des Systems ist vergleichbar mit den Nickel-Cadmium-Akkus. Diese Akkus sind optimal auf die Energieanforderungen von gängigen Digitalgeräten abgestimmt. Sie finden daher ihren Einsatz in den unterschiedlichsten Digitalgeräten sowie Audio-Video-Ausrüstungen, z. B. in Digitalkameras, Notebooks, schnurlosen Telefonen, Handys etc. Außerdem tritt der gefürchtete Memory-Effekt bei diesen Akkus nur in sehr abgeschwächter Form als Lazy-Batterie-Effekt auf. Der Effekt ist aber lange nicht so ausgeprägt: Der Akku liefert weniger Energie als normal, die Nutzungsdauer selbst ist aber davon kaum betroffen. Der Lazy-Batterie-Effekt kann auf die gleiche Art wie der Memory-Effekt behoben werden: Das Entladen des Akkus von Zeit zu Zeit frischt die Energie wieder auf. Auch hier empfiehlt sich ein Ladegerät mit Endladefunktion.

Niederdruckinjektion

Dieses Injektionsverfahren wird bei Baustoffen mit grossem Porenvolumen, instabilem Gefüge oder in der Regel bei Rissbreiten ab 0,5 mm eingesetzt. Bei geringeren Rissbreiten ist die Viskosität des Injektionsmaterials ausschlaggebend. Der Arbeitsdruck liegt hier zwischen 0 und 20 bar. Richtig ausgeführt, ist das Niederdrucksystem der Hochdruckinjektion gleichzusetzen. Als Injektionspacker kommen sowohl Klebe- als auch Bohrpacker zum Einsatz.

niederfrequentes elektrisches Feld

auch: niederfrequenten, elektrischen, Felder

Niederfrequente elektrische Felder entstehen überall dort, wo elektrische Spannung anliegt. Es muss dabei kein Strom fließen, es reicht zum Beispiel wenn der Stecker der Schreibtischlampe in der Steckdose steckt. Dies unterscheidet das niederfrequente elektrische Feld vom niederfrequenten magnetischen Feld. Auch die in der Wand liegenden Leitungen erzeugen bei anliegender Spannung ein niederfrequentes elektrisches Feld. Die Stärke dieses Feldes wird in Volt pro Meter (V/m) gemessen. Die Größe des Feldes ist abhängig von der Stärke der anliegenden Spannung. In mitteleuropäischen Haushalten beträgt die Spannung in den Stromleitungen 230 Volt. Hochspannungsleitungen werden mit 500 bis über 1000-facher Stärke (110 – 400 Kilovolt) belastet. Allgemein wird unter Einwirkung niederfrequenter elektrischer Felder ein Absinken des Melatoninspiegels beobachtet. Melatonin ist ein Hormon, das in der Zirbeldrüse erzeugt wird und vom Tag-Nacht-Rhythmus gesteuert wird. Weniger Melatonin hat typischerweise Depressionen, Unruhe oder Schlafstörungen zur Folge sowie eine Schwächung des Immunsystems. Außerdem wirkt es als Fänger freier Radikale, d. h. agressiver Moleküle, die Erbänderungen in Zellen hervorrufen und somit Krebs erzeugen können. Insgesamt bedeutet somit fehlendes Melatonin ein erhöhtes Krebsrisiko.

niederfrequentes magnetisches Feld

auch: niederfrequenten, magnetischen, Felder

Überall wo elektrischer Strom fließt (zum Beispiel eingeschaltete Lampe) entsteht ein niederfrequentes magnetisches Feld. Das Magnetfeld hängt nur von der Stromstärke ab und nicht von der treibenden Spannung. Bei gleicher Stromstärke ist das magnetische Feld gleich groß, unabhängig davon, ob die Spannung 12 V beträgt wie bei einem Computer oder 220 V bei einem Fernseher. Das niederfrequente Feld einer Lampe ist gering, problematischer sind hingegen Transformatoren. Diese sind in fast allen Elektrogeräten eingebaut, um die Stromstärke zu drosseln. Die gesundheitlichen Auswirkungen niederfrequenter magnetischer Felder entsprechen denen der niederfrequenten elektrischen Felder. Das kommt daher, dass elektrische und magnetische Felder in ähnlicher Weise auf den menschlichen Körper einwirken.

Niederschlag

auch: Niederschläge

Niederschlag tritt als Regen, Schnee, Hagel oder Eis auf. Bei extremen Standorten oder besonderen Witterungsverhältnissen können sich diese Niederschläge in Treibregen, Flugschnee, Schnee- oder Eisschanzenbildung auswirken. Aggressive Niederschläge entwickeln sich durch in der Atmosphäre auftretende Lösungen von Stoffen und Gasen, z. B. zu "saurem Regen".

Niederschlagsgebiet

Niederschlagswassergebühr

Die Niederschlagswassergebühr ist in vielen Städten und Gemeinden Teil der Abwassergebühr. Sie richtet sich nach der an den Kanal angeschlossenen bebauten oder befestigten Grundstücksfläche (Dachflächen, Hofflächen, Wege etc.). Damit nichts den Augen des Kämmerers entgeht, wird mancherorts sogar eine Befliegung durchgeführt.

Niedertemperaturkessel

Noch bis vor wenigen Jahren arbeiteten Heizungsanlagen nach einem im Grunde seltsam anmutenden Prinzip: Die Betriebstemperatur der Kessel lag, damit sie keinen Schaden durch Korrosion nahmen, bei rund 80 Grad Celsius. Unpraktischerweise ist das so stark erhitzte Wasser zu warm, um es für die Wohnungsheizung einzusetzen. Daher hat man es, bevor es über das Leitungsnetz im gesamten Haus verteilt wurde, mit kaltem Wasser gemischt - eine ziemlich uneffiziente Methode. Als Lösung für diese Energieverschwendung wurden die sogenannten Niedertemperaturkessel entwickelt, die durch ihre besondere Konstruktion und die Verwendung von widerstandsfähigen, speziell beschichteten Materialien auch bei niedrigen Betriebstemperaturen keine Schäden erleiden. Warum Niedertemperaturkessel beim Brennstoffsparen helfen, liegt auf der Hand. Das Wasser wird nur exakt bis zu der Temperatur aufgeheizt, die zum Erreichen der gewünschten Raumtemperatur notwendig ist. Gesteuert wird ein Niedertemperaturkessel durch einen an der Haus-Außenwand angebrachten Fühler, der je nach Außentemperatur die Wassertemperatur regelt.

Niedervolthalogenlampe

auch: Niedervolthalogenlampen, Niedervolt-Halogenlampe, Niedervolt-Halogenlampen

Diese Art von Halogen-Glühlampen benötigen, im Gegensatz zu Hochvolthalogenlampen einen Transformator. Dieser reduziert die Spannung auf 6, 12 oder 24 Volt. Die Lebensdauer einer Niedervolthalogenlampe ist doppelt so hoch als bei einer Hochvolthalogenlampe. Gegenüber einer Glühlampe, die eine Lebenserwartung von 1000 Stunden hat, ist sie sogar viermal so hoch. Niedervolthalogenlampen eignen sich daher vor allem auch für professionelle Anwendungen in Hotels, Verkaufs- und Ausstellungsräumen. Niedervolthalogenlampen besitzen kein Edisongewinde, sondern zwei Drahtstifte, die eingeklemmt und anschließend festgeschraubt werden.

Niete

auch: Nieten

Eine Niete ist das verbindende Bauteil einer Nietverbindung. Es handelt sich um einen Bolzen aus Metall, der ein verdicktes Ende hat. Dieses wird durch einen Schlag oder Druck in die Breite verformt, so dass die Werkstücke fest miteinander verbunden werden. Das Nieten lässt sich leicht und schnell mit einer Blindnietzange bewerkstelligen. Ganze Brücken wurden mit tausenden von Nieten bereits verbunden. Auch beim Flugzeugbau kommen Nieten tausendfach zum Einsatz. Je nach Form des Kopfes werden Flachrund-, Halbrund-, Senk- oder Flachsenknieten unterschieden. Alle diese Nieten sind Vollnieten und werden zum Verbinden von Blechen verwendet.

Nietmutter

auch: Nietmuttern

siehe Blindnieten.

Nischenkachel

auch: Nischenkacheln

Bei der Nischenkachel handelt es sich um eine nach innen gewölbte Ofenkachel, die sich um das Jahr 1500 entwickelt hat. Hergestellt wird sie aus einem gedrehten Tonzylinder, der im noch nicht gebrannten Zustand in der Mitte auseinander geschnitten wird. Oben und unten wird der auseinandergeschnittene Zylinder mit einem halbkreisförmigen Deckel versehen und anschließend gebrannt. Nischenkacheln gibt es in vielen Varianten. Sie können mit einem Giebel versehen sein oder auch mit einem Relief geformt.

Nissenhütte

auch: Nissenhütten

Nach ihrem Erfinder, dem britischen Offizier Norman Nissen benannter Wellblechschuppen in der Form eines halbierten Ölfasses, wobei die Bezeichnung "Hütte" irreleitet, denn diese "Hütten" waren zunächst dazu gedacht, in den britischen Kolonien Kriegsgerät wie Kanonen aufzunehmen, um es vor Sandstürmen und Monsunregen zu schützten. So gesehen, waren die Nissenhütten große, halbrunde Garagen, die allerdings im Deutschland der Nachkriegsjahre traurige Berühmtheit erlangten. Hunderttausende Ausgebombte und Flüchtlinge mussten untergebracht werden - nicht zuletzt in Nissenhütten, die aus England herangeschafft wurden und in denen in Hamburg zeitweise 10.000 Menschen lebten. Zwei Familien teilten sich damals eine "Wohneinheit" von ca. 40 qm. Die letzten Nissenhütten wurden 1959 verschrottet; mit der halbrunden Form dieser Wellblechbaracken experimentieren heute jedoch avantgardistische Architekten.

Nitrifikation

Nitrifikation ist ein Begriff aus der Abwasserreinigung. Er bezeichnet die Umwandlung von Ammonium zu Nitrit und weiter zu Nitrat, die beide durch Denitrifikation in den atmosphärischen Stickstoff umgewandelt werden.

Nitro-Lack

auch: Nitro-Lacke

siehe Nitrozelluloselack.

Nitrose Gase

Dienen zur Herstellung von Salpetersäure. Nitrose Gase entstehen unter anderem durch Oxidation des Luftstickstoffes, z.B. beim Schweißen und Glasblasen sowie durch Zersetzung nitrathaltiger Düngemittel.

Nitroverdünnung

auch: Nitroverdünnungen

Unter Nitroverdünnung sind Lösemittelgemische für Nitrozelluloselacke zu verstehen. In der Regel bestehen Nitroverdünnungen aus Kohlenwasserstoffen und Estern. Sie sind feuergefährlich und teilweise gesundheitsschädlich.

Nivellement

auch: Nivellements

Nivellement ist ein Messverfahren, bei dem mit Hilfe von Nivellierinstrument und Nivellierlatten die Höhenunterschiede zwischen zwei Lattenstandpunkten gemessen und zum Höhenunterschied der Nivellierstrecke aufsummiert werden.

nivellieren

Nivellieren ist das Bestimmen von Höhenunterschieden mit Hilfe von horizontalen Linien. Dazu werden das Nivellierinstrument und die Nivellierlatte verwendet.

Nivellierfüße

auch: Nivellierfuß

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Nivellierfüße sind Höhenverstellelement, die bereits werkseitig unter Schränken, Regalen, Hifi-Boxen und dergleichen angebracht sind und in den Korpus ein- oder ausgeschraubt werden können, bis das Bauteil "nivelliert" ist, also absolut eben auf der Bodenfläche steht. Befinden sich diese Nivellierfüße unter einer Maschine, wird allgemein von einem nivellierbaren Maschinenfuß gesprochen. Nivellierfüße bestehen aus einem Gewindestab aus Edelstahl und einem Teller, der die Lasten abträgt. Natürlich können im Handel für Möbelbeschläge und in Baumärkten auch Nivellierfüße gekauft werden.

Nivelliergerät

auch: Nivelliergeräte

Nivellierinstrument

auch: Nivelliergerät, Nivellierinstrumente, Nivellier-Instrument, Nivellier-Instrumente

Instrument zum Messen von Höhenunterschieden mit Hilfe horizontaler Ziellinien. Im Vermessungswesen werden beispielsweise Höhen übertragen, Höhenpunkte festgelegt und Höhendifferenzen gemessen. Im Bauwesen werden beispielsweise Höhenunterschiede an Bauwerken ermittelt. Hauptbestandteile sind ein um eine Stehachse drehbares Fernrohr und Einrichtungen zum Horizontieren der Ziellinie. Es kann mit einem Horizontalkreis und/oder einem Planplattenmikrometer ausgerüstet sein. Mit ihm werden Nivellements über größere Entfernungen durchgeführt.

Nivellierkeile

Nivellierkeile dienen dem Ausgleichen von Unebenheiten bei Montagearbeiten unterschiedlichster Art. Beim Aufstellen von Schränken, Werkbänken usw. werden Nivellierkeile aus Hartholz soweit unter die Stellfüße geschoben, bis die Wasserwaage eine Gerade anzeigt. Nivellierkeile aus Kunststoff kommen speziell bei der Montage von Paneeldecken zum Einsatz. Sie werden in sortierten "Mixbeuteln" in Stärken zwischen 1 und 6 mm angeboten.

Nivellierlatte

auch: Nivellierlatten, Nivellier-Latte, Nivellier-Latten

Nivellierlatten braucht der Vermessungstechniker für seine Arbeit. Die Latten sind drei bis fünf Meter lang und in Zentimeterabstände eingeteilt. Alle fünf Zentimeter wechselt die Farbe von rot zu weiß bzw. umgekehrt. Die Zentimeter können mit Hilfe der Markierung genau abgelesen werden, die Millimeter müssen geschätzt werden. Damit keine falschen Ergebnisse auftreten, muss die Nivellierlatte bei Messungen immer senkrecht gehalten werden. Dabei hilft ein Lattenrichter mit eingebauter Dosenlibelle. Sollte die Latte beim Halten zu sehr schwanken, werden in der Praxis häufig zwei Fluchtstäbe über kreuz hinter die Nivellierlatte gesteckt, um sie etwas abzustützen.

Nivelliermasse

auch: Nivelliermassen

siehe Nivellierspachtel.

Nivellierrechen

Der Nivellierrechen ist u.a. ein Anbaugerät für den Kompaktlader. Man verwendet ihn zum Entfernen großer Erdklumpen und Steine, Aufbrechen von harten Böden sowie zum Aussortieren von Schutt aus dem Boden.

NMC-Leiste

auch: NMC-Leisten

siehe Stuckleiste.

Nocke

auch: Nocken

siehe Schichtstück.

Noppenbahn

auch: Noppenbahnen

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Noppenbahnen bestehen aus hochwertigem Polyethylen mit hoher Dichte (HDPE). Sie dienen - ebenso wie die Drainmatten - dem Schutz der Grundmauern gegen Feuchtigkeit, gewähren eine gute Belüftung des Bauwerks, sind wurzelfest und leicht zu verlegen. Noppenbahnen bieten einen sehr wirksamen Schutz beim Verfüllen, sowie eine zusätzliche Wärmedämmung der Grundmauer. Weitere Einsatzgebiete für Noppenbahnen sind der Schutz von Estrichböden gegen aufsteigende Feuchtigkeit, als Sauberkeitsschicht unter Bodenplatten oder als Zwischenlage bei Dachbegrünungen. Noppenbahnen gibt es mit Filtervlies, das ein Zuschlämmen der Noppenbahnkanäle verhindert. Besitzen die Noppenbahnen zusätzlich noch eine Gleitfolie, so verhindert diese Punktbelastungen und wirkt als Gleitfläche für die Noppenbahnen.

Noppenblech

auch: Rundnoppenblech, Noppenbleche

Noppenbleche gehören zu den Dekorblechen und weisen noppenartige, maschinell in das Blech geprägt Erhebungen auf. Unterschieden wird in Rundnoppen- und Quadratnoppenbleche.

Noppenfolie

Andere Bezeichnung für Noppenbahn, allerdings wird bei der Anlage von Zierteichen grundsätzlich von Teichfolien gesprochen, die es auch als Noppenfolien gibt.

Noppenplatten

auch: Noppenplatte

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Noppenplatten aus extrudiertem Polystyrol werden eingesetzt, wenn Fußbodenheizungen speziell über Zwischendecken eingebaut werden sollen, zumal diese Platten auch als Trittschalldämmplatten wirken. Die flexiblen Kunststoffrohre der Fußbodenheizung werden einfach zwischen den hochstehenden Noppen festgeklemmt, ohne dass spezielle Rohrhalter auf der Decke montiert werden müssen. Noppenplatten sind mit einem allseitigen Nut-Feder-System oder einem Hakenfalz ausgestattet, so dass sie nahtlos im Raum verlegt werden können.

Noppenstein

auch: Noppensteine

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Noppensteine sind Plastersteine aus Beton mit seitlichen Noppen. Diese können unterschiedlich lang sein. Entsprechend sind die Fugen zwischen den Plastersteinen umso größer, je länger die Noppen sind. Die Fugen können mit Splitt oder zur Begrünung mit Erde aufgefüllt werden. Durch die Fugen kann Regenwasser ungehindern versickern und der Flächenversiegelung wird entgegengewirkt. Durch seine maschinelle Verlegbarkeit sind auch große Flächen, öffentlich oder privat, schnell und problemlos verlegt. Die verschiedenen Verlegemuster von Noppensteinen sind auf den Abbildungen zu sehen.

Noppenwalze

auch: Noppenwalzen

siehe Erbslochwalze.

Normalbeton

Normalbeton ist das, was umgangssprachlich als Beton bezeichnet wird, und zwar ein Gemisch aus Zement, Wasser und ggf. Zusätzen. Die Trockenrohdichte liegt zwischen 2,0 kg/m³ und 2,8 kg/m³. Als Zuschlag bzw. Gesteinskörnung, wie es neuerdings heißt, erhält er natürliches ungebrochenes oder gebrochenes dichtes Gestein (z.B. Sand, Kies, Splitt). Auch künstlich hergestellte gebrochene oder ungebrochene dichte Stoffe (z.B. Hochofenschlacke) kommen als Zuschlag zum Einsatz.

Normalformat

Mauersteine sind in Deutschland in den Formaten NF (Normalformat), DF (Dünnformat) oder einem vielfachen von DF (2DF, 3DF ....usw.) erhältlich. Das Normalformat hat eine Größe von 7,1 cm x 11,5 cm x 24 cm (Höhe x Breite x Länge). 6 Steinreihen im Normalformat ergeben eine Mauerhöhe von 50 cm. Dabei muss bedacht werden, dass zwischen jeder Reihe eine Mörtelfuge von 1,2 cm berücksichtigt werden muss.

Normalglühen

siehe Glühen.

Normalpflaster

Natursteinpflaster, dessen Größensortierungen nur noch für Altpflaster gelten.Hier einige Richtwerte: Größe Breite/Länge/Höhe 1 10/16/16 2 10/16/15 3 10/16/13

normalsaugende Kreiselpumpe

auch: normalsaugende, Kreiselpumpen

siehe Kreiselpumpe.

Normalschlag

Normalschlag bezeichnet die Machart von Litzen für Stahldrahtseile. Im Gegensatz zum Parallelschlag gibt es bei dieser Machart Überkreuzungen der Drähte.

Normalzuschlag

siehe Zuschlag.

Nostalgie-Briefkasten

auch: Nostalgie-Briefkästen

Notabdichtung

auch: Notabdichtungen

Unter Notabdichtung versteht man eine befristete Abdichtung als vorübergehender Schutz im Schadensfall. Notabdichtungen sind keine dauerhaften Lösungen. Von einer Notabdichtung können nicht die Kriterien einer Abdichtung erwartet werden. Sie ersetzen keine Abdichtung.

Notausgang

auch: Notausgänge

siehe Fluchttür.

Notausstieg

auch: Notaustiege

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Notausstiege dienen als Ausgang zu Fluchtwegen. Sie können je nach Bauwerk von der Bauaufsicht gefordert werden. Dachflächenfenster und Fertiggauben können bei Einhaltung dieser Anforderungen als Notausstieg dienen. Allerdings sind Notausstiege, die auf ein Steildach führen, lebensgefährlich für Personen, die keine Dachdecker sind. Sie haben dann die Wahl, ob sie einem Feuer zum Opfer fallen oder in die Tiefe stürzten sollen. Aus diesem Grund können rund um Dachfenster Notausstiegs­konstruk­tionen wie auf dem Foto eingebaut werden. Im Fall eines Feuers können sich die Bewohner auf die balkonartigen Dachaufbauten flüchten und dort ausharren, bis sie von der Feuerwehr gerettet werden.

Notbeleuchtung

auch: Sicherheitsbeleuchtung

Die Notbeleuchtung ist eine Beleuchtung, die bei Störung der Stromversorgung der allgemeinen künstlichen Beleuchtung wirksam wird. Dabei wird unterschieden zwischen Sicherheitsbeleuchtung und Ersatzbeleuchtung. Bei der Sicherheitsbeleuchtung wiederum kann unterschieden werden zwischen "Sicherheitsbeleuchtung für Rettungswege", "Antipanikbeleuchtung" und "Sicherheitsbeleuchtung für Arbeitsplätze mit besonderer Gefährdung". Die Sicherheitsbeleuchtung ermöglicht es Personen, einen Raum oder ein Gebäude, im Gefahrenfall, sicher zu verlassen, zum Beispiel einen Notausgang zu finden, oder einen gefährlichen Arbeitsablauf zu beenden. Teil der Sicherheitsbeleuchtung sind die "kleinen, rennenden Männchen auf grünem Grund" die aus Kaufhäusern oder Kinos bekannt sind. Dies sind auch Sicherheitsleitsysteme.

Notdeckung

auch: Notdeckungen

Unter Notdeckung versteht man eine befristete Abdeckung als vorübergehender Schutz im Schadensfall. Notdeckungen sind keine dauerhafte Lösung. Von einer Notdeckung können nicht die Kriterien einer Deckung erwartet werden. Sie ersetzen keine Dachdeckung.

Notglied

auch: Notglieder

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Notglieder sind, wie der Name schon sagt, Ersatzglieder für eine Kette, die möglicherweise zu kurz ist. Vor allen Dingen dienen Notglieder aber dazu, eine gespannte Kette vorübergehend zu arretieren, wobei die Seitenschenkel des Notgliedes mit einer Zange zusammengepresst werden müssen. Da Ketten in aller Regel eine Halte- und Sperrfunktion haben, muss das Notglied kurzfristig gegen ein Bügelschloß ausgetauscht oder aber die Glieder der Kette müssen verschweißt werden, um Unfällen vorzubeugen. Platzende Ketten können tödliche Verletzung verursachen.

Notstromaggregat

auch: Notstromaggregate

Ein Notstromaggregat ist im Prinzip ein kleines Kraftwerk, das mit Hilfe eines Motors Strom erzeugt. Angetrieben wird der Motor mit Benzin oder Diesel. Gestartet werden solche Stromerzeugungsaggregate per Seilzug, mittels Druckluft oder mit elektrischem Anlasser, wobei die letzte Möglichkeit das Vorhandensein einer Batterie voraussetzt. Einsatzgebiete für Notstromaggregate sind Krankenhäuser oder Industriebetriebe, wo der Ausfall des Stroms lebensnotwendig ist (im Krankenhaus) oder wo ein Stromausfall für riesige Kostenausfälle sorgt. Auch Server im Internet sind häufig an ein Notstromaggregat angeschlossen, weil jede Minute ohne Internetverbindung Schäden in Millionenhöhe verursachen kann. Man unterscheidet mobile und stationäre Notstromaggregate. Mobile Geräten werden zum Beispiel auf einem Anhänger montiert und von Feuerwehr oder Katastrophenschutz verwendet. Sie werden nicht nur bei Stromausfall, sondern auch in Gebieten, wo es keine Stromversorgung gibt, eingesetzt, zum Beispiel für mobile Wasseraufbereitungsanlagen.

Not- und Hinweisleuchte

auch: Not-, und, Hinweisleuchten

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Hinweisleuchten vermitteln über Piktogramme oder Texte Informationen oder Weghinweise. Notbeleuchtung bezeichnet Leuchten mit der Angabe des Rettungsweges zur Verbesserung der Orientierung in Notfallsituationen. Sie dienen der Kennzeichnung von Ausgängen, Notausgängen oder Rettungswegen. Hinweisleuchten sind oft sekundäre Beleuchtungselemente und sollten mit der Architektur korrespondieren. Leuchten mit Farbwechsel lassen eine Steuerung zur dynamischen Wegeführung zu. Rettungszeichenleuchten sind jeweils auf die regionalen Richtlinien abzustimmen.

Notwegerecht

auch: Notwegerechts

Das Notwegerecht ist eine Variante des Wegerechts. Gerichtlich kann durchgesetzt werden, dass die Zufahrt zu einem Grundstück über ein fremdes Grundstück so lange geduldet werden muss, bis das sonst nicht erreichbare Grundstück an das öffentlihe Straßennetz angeschlossen ist. In Neubaugebieten kann das Jahre dauern. Die Gerichte setzen in solchen Fällen fest, wie hoch die Entschädigung für die Nutzung des eigenen Grundstücks durch den Nachbarn ausfallen wird.

Nuancieren

siehe Abtönen.

Nullauszug

Kein Kontoauszug mit Nullen, sondern eine Technik aus dem Bereich des Putzer- und Malerhandwerks. Dabei wird eine Spachtelmasse, die auf einen Untergrund "aufgezogen", also aufgetragen worden ist, so verteilt, dass sie zu den Rändern hin immer dünner wird, bis sie bei "Null" endet. Das Verfahren ist aus einsichtigem Grund problematisch, da sich eine dünne Spachtellage anders verhält, als eine dicke. Sie trocknet schneller aus, verliert an Feuchtigkeit und kann so ein Aufbrennen bewirken. Im Endeffekt können die dünnen Schichten die Wandhaftung verlieren, so dass sie nur noch durch ihre Verbindung zum "dickeren Ende" der Spachtelmasse gehalten werden. Bei qualitativ hochwertigen Haftspachtelmassen mit verstärkter Klebekraft kann das Problem jedoch kaum auftreten.

Nullfugenverlegung

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Von einer Nullfugenverlegung wird gesprochen, wenn bei der Verlegung von Holzpaneele die Kanten der einzelnen Paneele direkt aufeinander stoßen, die Federn bei Nut-und-Feder-Verlegung also nicht sichtbar sind. Es entsteht eine sogenannte Nullfuge. Die Verlegung mit Nullfuge ergibt ein optisch neues, zeitgemäßes Verlegebild, ohne jedoch dominant zu sein.

Nurdachhaus

auch: Nurdachhäuser

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Nurdachhäuser sind Häuser, die praktisch nur aus einem Steildach bestehen, die üblichen Seitenwände fehlen vollständig. Im Haus selbst gibt es dementsprechend nur Dachschrägen. Die einzigen geraden Flächen findet man an den Giebelseiten, entsprechend unpraktisch sind solche Häuser. Man findet Nurdachhäuser dementsprechend meist als Ferienhäuser. Unter dem Steildach sind häufig zwei Wohnebenen zu finden. Um die erforderliche Höhe dafür zu erhalten, müssen die Dachflächen sehr steil sein. Nurdachhäuser sind meist Holzhäuser, was nur logisch ist, da die meisten Dachkonstruktionen ebenfalls aus Holz sind. Auf der Abbildung ist ein Nurdachhaus in Form eines Kinderspielhauses für Kinder zu sehen. Bei diesem Nurdachhaus fehlt die Dacheindeckung, dafür kann es mit Kletterpflanzen umrankt werden.

Nussbaum (amerikanisch)

auch: Nussbaum, amerikanisch, amerik.

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Den Nußbaum findet man in den Laubwäldern den östlichen und mittleren USA. Feinblumige Zeichnung oder auch gestreifte Textur machen den Nußbaum zu einem geschmeidig-eleganten Holz. Die Farbe variiert von graubraunen bis rötlich braunen Farbtönen. Nußbaum wird vor allem für hochwertige Stilmöbel verwendet, z.B. für Möbel im Rokoko- und Barockstil.

Nussbaum (europäisch)

auch: Nussbaum, europäisch, europ.

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Den europäischen Nußbaum findet man vorwiegend im wärmeren West- und Mitteleuropa bis zu den Mittel- und Schwarzmeerländern. Er hat teils einen breiten hellgrauen Splint von 3 bis 7 cm, der beim Dämpfen nachdunkelt. Das Kernholz ist mattbraun bis schwarzbraun. Der Nußbaum läßt sich leicht sägen, hobeln, fräsen, drechseln, schnitzen, nageln und bohren, ist jedoch schwer spaltbar. Hervorragendes Ausstattungsholz für den gesamten Innenausbau und wertvolle Möbel, Täfelungen, Parkett, Sitzmöbel, Drechselarbeiten.

Nut

mit einer Fräse in Holzbretter eingearbeitete rechteckige Vertiefung, die zusammen mit der Feder des entsprechenden Gegenstücks zu einer Holzverbindung zusammengefügt wird.

Nutabdeckleisten

auch: Nutabdeckleiste

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Paneele weisen eine Nut und eine Feder auf. Wenn bei der Montage ein Paneel mit der offenen Nut das Endstück bildet, kommt die Nutabdeckleiste zum Einsatz. Die Feder dieser Leiste wird einfach in die Nut gedrückt - fertig. Das Foto zeigt ein Anwendungsbeispiel des Herstellers Parador.

Nutfräse

auch: Nutfräsen

Nutfräser

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Fräser für eine Oberfräse. Nutfräser sind die weitaus am häufigsten eingesetzten Fräser. Sie werden für die Herstellung von Nuten im Werkstück, aber auch zur Bearbeitung der Werkstückkante verwendet. Die Oberfräse wird dabei mittels eines Anschlags oder einer Schiene geführt. Nutfräser werden zum Bohren, Nuten, Falzen und Langlochfräsen, zur Herstellung von Führungsnuten für Schubladen, für universelles Fräsen, zum Nuten und Falzen mit Oberfräsen, zum Fräsen von Nuten für Sperrholzfederverbindungen, von Ziernuten in Oberflächen, aber auch zum Formatieren von regelmäßigen oder geschweiften Werkstücken verwendet.

Nuthobel

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Mit einem Nuthobel werden Nute in das Holz gehobelt. Durch zwei Anschläge ist der Hobel in Breite und Tiefe verstellbar. Die Nutbreite wird durch die auswechselbaren Hobeleisen bestimmt.

Nutmutter

auch: Stellmutter

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Die Nutmutter wird für spezielle Aufgaben, beispielsweise zum Spannen bei Wälzlagern verwendet. Nutmuttern weisen üblicherseise ein Feingewinde auf. Zum Spannen und Lösen ist ein passender Hakenschlüssel notwendig. Eine Sonderform der Nutmutter ist die so genannte Stellmutter. Diese ist innen und außen versetzt mit einem nicht durchgehenden Schlitz versehen. Dadurch ist die Mutter in axialer Richtung verformbar. Am Umfang sind Durchgangsbohrungen auf der einen Hälfte und Gewindesacklöcher auf der anderen Hälfte vorhanden. Nach Justage der Mutter werden die Mutterhälften durch Anziehen der Schrauben im Gewinde verspannt und damit gegen verdrehen gesichert. Vorteil: Keine weiteren Sicherungsmaßnahmen erforderlich. Nachteilig ist die Schlagempfindlichkeit der nicht eingebauten Mutter.

Nut-Nut-Paneele

auch: Nut-Nut-Paneel

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Wie der Name schon sagt, weisen diese Paneele keine festen Federn auf. Vielmehr erfolgt die Verbindung durch lose Federn, die zwischen die Nute geschoben bzw. gedrückt werden. Hier hält der Fachhandel Federn unterschiedlichster Art bereit: Farb-, Dekor-, Spiegel- oder Gestaltungsfedern. Mit Farbfedern lassen sich vor allem helle Verbretterungen wirkungsvoll auflockern. Birke- oder Esche-Paneele unter der Decke können durch blaue Federn tolle Wirkungen erzielen. Genauso läßt sich z.B. eine hochherrschaftliche Optik erzielen, wenn zwischen dunkle Mahagoni-Paneele Federn mit goldenem Metalleffekt geschoben werden. Das Foto des Herstellers Terhürne zeigt die Funktionsweise der Nut-Nut-Paneele.

Nutverbindung

auch: Nutverbindungen

Nutzgarten

auch: Nutzgärten

Entwicklungsgeschichtlich ist der Garten eine direkt an die Behausung angrenzende Fläche, die vor allem die Gefährtin des Urmenschen mit Nutzpflanzen bebaut hat, während jener auf die Jagd ging. Der Nutzgarten hat auch heute noch eine erhebliche Bedeutung - vor allem in den unterentwickelten und den ärmeren Ländern Europas, wo häufig die Ernährung der Familie nur über Gemüse und Früchte aus dem eigenen Nutzgarten halbwegs gesichert werden kann. Auch in Deutschland trugen die Nutzgärten in den Kriegs- und Nachkriegsjahren wesentlich dazu bei, Hungersnöte zu mildern. Der Nutzgarten hat inzwischen in Deutschland eine Renaissance erfahren, weil mehr und mehr Menschen gesundes Gemüse im eigenen Garten ziehen und dabei vor allem auf ökologische Düngung und Schädlingsbekämpfung setzen.

Nutzschicht

auch: Nutzschichten

siehe Teppichboden.

Nutzungsgrad

auch: Flächennutzungsgrad, Jahresnutzungsgrad, Nutzungsgrade

Der Begriff "Nutzungsgrad" bezeichnet ganz allgemein das Verhältnis des Nutzens zum dazugehörigen Aufwand einer Bezugsgröße. Nutzungsgrade findet man zum Beispiel in der Heiztechnik, aber auch in der Logistik, wo der Flächennutzungsgrad Auskunft über den effektiv verwendeten Anteil der Fläche (z.B. in einem Lager) gibt. Für die energetische Bewertung eines Heizkessels ist z.B. der Jahresnutzungsgrad die entscheidende Größe. Bei einem Heizkessel gibt der Nutzungsgrad an, welcher Teil der Energie als nutzbare Wärme zur Verfügung steht. Je geringer dieser Wert in Prozent, desto schlechter ist der Nutzungsgrad. Bei älteren Heizkesseln liegt der Nutzungsgrad teilweise unter 70 Prozent, das heißt, 30 Prozent der erzeugten Wärme geht verloren (z.B. Abgasverluste oder Abstrahlungsverluste). Herkömmliche, moderne Heizkessel haben einen Nutzungsgrad von um die 90 Prozent, bei Brennwertkesseln liegt der Nutzungsgrad bei über 100 Prozent. Wie kann das sein? Nun der Nutzungsgrad bezieht sich auf den Heizwert, Brennwertkessel nutzen zusätzlich die im Wasserdampf des Abgases enthaltene Kondensationswärme.

NW-Zement

NW-Zement ist ein Zement, der beim Erhärten keine hohen Temperaturen erzeugt, also eine niedrige Hydratationswärme besitzt. Solch ein Zement kommt zum Beispiel bei massigen Bauteilen oder bei hohen Außentemperaturen zum Einsatz.

Nylonborsten

Nylonnagel

auch: Zierkopf-Pressnagel, Nylonnägel, Nylon-Nagel, Nylon-Nägel

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Nägel aus Nylon werden ausschließlich im dekorativen Bereich als sog. Zierkopf-Preßnägel verwendet. Sie sehen Nägeln mit handgeschmiedeten Köpfen zum Verwechseln ähnlich und sollen im rustikalen Innenausbau den Eindruck erwecken, als seien echte Zierkopfnägel in das Holz geschlagen worden. In Wirklichkeit muss für den Nylonnagel jedoch eine Loch vorgebohrt werden, in das er dann nur noch mit leichten Hammerschlägen "eingepresst" zu werden braucht (Foto Bierbach).