Das große Baumarkt Lexikon

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Machiche

Machiche ist eine mit Courbaril ("Jatoba"), Merbau und Palisander verwandte Baumart, die in den Feuchtwäldern Mexikos und Guatemalas stark verbreitet ist. Es ist hart wie die Robinie, witterungsbeständig und bei Erdkontakt sogar bis 20 Jahre haltbar. Diese Eigenschaften machen das Holz zu einem idealen Werkstoff für Gartenmöbel und Terrassendecks. Das Holz ist braunlich bis rotbraun und ersetzt im Holzhandel mehr und mehr echtes Mahagoni, Palisander oder Merbau.

Macoré

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Der Macoré-Baum wird auch afrikanischer Birnbaum genannt und ist in Westafrika, Oberguineaküste, Sierra Leone und Kamerun verbreitet. Das Kernholz ist hellrot und bräunt mit der Zeit nach. Macoré ist ein typisch massives und furniertes Ausstattungsholz. Verwendet wird Macoré als Konstruktionsholz für innen und außen, als Parkett, für Treppen und als Furniere für Möbelinnenteile und Türen. Sehr nahe verwandt mit Macoré ist der westafrikanische Baum Douka. Er wird daher häufig für den gleichen Zweck verwendet.

Madenputz

auch: Madenputze

Regionaltypische Variante eines Reibeputzes.

Madenschraube

auch: Madenschrauben

Die Madenschraube ist eine kleine bis winzig kleine Schraube ohne Schraubkopf in der Größe oft nur eines Zündholzkopfes. Dieses kopflose Schräubchen weist einen Schraubendreherschlitz oder einen Inbus-Sechskant-Antrieb auf und wird eingedreht, bis es "wie eine Made im Apfel" in dem jeweiligen Metallteil verschwunden ist. Madenschrauben werden im Modellbau eingesetzt oder beispielsweise für Halterungen von Stahlseilen, die als Kletterhilfe für Pfanzen dienen. Der klassische Verwendungszweck ist aber die Arretierung von Vierkantstiften bei Drückergarnituren mit Langschildern oder Rosetten. Der Vierkantstift weist eine geriffelte Längsnut auf, in die die Schraube durch ein vorgestanztes Loch im Türgriff fest eingedreht wird. Damit sitzt der Türgriff fest und rutscht nicht vom Vierkantstift ab.

Madhuca

siehe Bitis.

Magerbeton

Magerbeton ist ein erdfeuchtes Zement-Sand-Gemisch im Verhältnis 4:1. Ist bei Baumaßnahmen ein Beton mit geringer Festigkeit ausreichend, wird Zement in "magerer" Dosierung zugegeben - daher der Name. Magerbeton wird beispielsweise verwendet zur Herstellung einer Sauberkeitsschicht, zum Ausgleichen von Unebenheiten im Untergrund oder als Schutzschicht unter oder über Dichtungen sowie für Verfüllungen. Beim Einbau von Palisaden wird fast immer Magerbeton verwendet.

Magnesiabinder

Magnesia- bzw. Magnesitbinder sind Bindemittel. Sie bestehen aus Magnesiumoxid, dem Magnesiumchloridlösung zugesetzt wird. Magnesiabinder werden zur Herstellung von Magnesiaestrichen (z.B. Steinholzfußböden) sowie als Alternative zu Portlandzement zur Herstellung “magnesitgebundener“ Holzwolleleichtbauplatten verwendet. Magnesiagebundene Estriche sind wegen der Wasserlöslichkeit für Feuchträume sowie für Verwendung im Freien nicht geeignet.

Magnesia-Estrich

auch: Magnesiaestrich

Einen sehr geringen Marktanteil hat der Magnesia-Estrich (ME). Dafür hat dieser Estrich einige Eigenschaften, die ihn für spezielle Anforderungen prädestinieren. Magnesia-Estrich ist elektrisch leitfähig sowie nahezu staubfrei und daher für Antistatikböden geeignet. Zudem hat der Estrich eine hohe Schall- und Wärmedämmfähigkeit. Da er hoch widerstandsfähig gegen Schlag und Stoß ist, wird der Estrich für Böden mit hoher mechanischer Belastung verwendet. Ein weiterer Vorteil ist seine Beständigkeit gegen Mineralöle, Lösemittel und Treibstoffe. Dagegen ist der Magnesia-Estrich empfindlich gegen hohe Dauerfeuchtigkeit und nicht im Außenbereich und in Naßräumen einsetzbar. Magnesia-Estrich besteht aus Magnesiumchlorid in wässriger Lösung, Magnesia und einem Zuschlagstoff (Weichholzspäne, Textilfasern, künstliche Hartstoffe, Papier-Korkmehl, Quarzsand) je nach Beanspruchung. Magnesia-Estriche werden nur durch Spezialfirmen ausgeführt. Sie sind in sieben Festigkeitsklassen zwischen ME 5 und ME 50 eingeteilt.

Magnesitbinder

Andere Bezeichnung für Magnesiabinder.

Magnesitstein

Kamin- und Kachelöfen weisen oft zusätzliche Einrichtungen auf, die die abgegebene Wärme extrem gut speichern können. Bekannt dafür ist der Speckstein, der jedoch in seiner Speicherkapazität vom Magnesitstein erheblich übertroffen wird. Der Magnesit als solcher ist ein Edelstein, der oft eingefärbt in den Handel kommt. In Gesteinsform ähnelt er optisch vielen anderen weißen Natursteinen.

Magnesiumsulfat

siehe Bittersalz.

Magnetbohrmaschine

auch: Magnetkernbohrmaschine, Magnetbohrmaschinen

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Diese Bohrmaschine besitzt an ihrem Fuß starke Magnete, deren Wirkung sich beim Anschalten des Geräts noch verstärkt. Magnetbohrmaschinen finden zum Beispiel im Stahlbau Verwendung, wo sie direkt an die schweren Stahlträger angedockt werden können. Auf der Abbildung ist im übrigen eine Magnetkern-bohrmaschine zu sehen. Diese ist im Vergleich zu Magnetbohrmaschinen für gehobenere Ansprüche und größere Bohrungen gedacht.

Magnetfarbe

auch: Magnetfarben

Magnetfarbe ist eine graue Farbe, die ähnlich wie der Magnetputz Metallpartikel enthält, wodurch auf der angestrichenen Fläche Magnete haften. Üblicherweise wird die graue Grundfarbe mit farbigen Latexfarben oder Lacken überstrichen, um der magnetisierten Wandfläche eine ansprechende Optik zu verleihen. Auch ein Übertapezieren ist möglich, aber je dicker die Tapete, je geringer die Haftwirkung. Magnetfarbe ist nicht geeignet für zu schwache oder zu schwere Magnete. Die Haftwirkung von leichten und großflächigen Magneten ist jedoch gut, sofern nicht dicke Notizblöcke an der Wand haften sollen. Grundsätzlich muss Magnetfarbe vor dem Anstrich gut verrührt werden. Erst nach einem Abtrocknen von ca. 24 Stunden sollte sie überstrichen werden. Magnetfarbe haftet bei entsprechender Grundierung auch auf Holzflächen.

Magnetkartenschloss

auch: Magnetkartenschlösser

Magnetkartenschlösser findet man an Türen mit elektrischen Türöffnern. Die Einheiten bestehen aus einem Kartenleser mit Elektronik und Relais. Beim Einschieben der Karte wird über einen Chip die Zugangsberechtigung abgefragt. Besteht Zugangsberechtigung wird ein Relais angesteuert, das den Türöffner betätigt oder solange aktiv bleibt, bis die Karte ein weiteres Mal eingeführt wird. Auf diese Weise lassen sich Geräte ein- und ausschalten.

Magnetkernbohrmaschine

auch: Magnet-Kernbohrmaschinen, Magnetkernbohrmaschinen

Magnetkontakt

auch: Reedkontakt

Magnetkontakte werden zwischen Türblatt und Zarge eingebaut - und zwar beispielsweise bei Zugangskontrolle über ein Codeschloss. Wird der falsche Code eingetippt, halten die Magnete die Tür geschlossen. Im häuslichen Bereich werden Magnetkontakte, die aus einem Dauermagneten und einem sog. Reedkontakt bestehen, als Teil einer Alarmanlage von außen unsichtbar in den Falz des Türblatts sowie der Zarge eingebaut und beim Scharfstzellen der Anlage aktiviert. Kommt es zu einem Einbruch durch Tür oder Fenster, werden die Magnetkontakte zwangsläufig getrennt, was zu einem Auslösen des Alarms führt.

Magnetputz

auch: Magnetputze

Magnetputz ist ein mit Magneteisenspänen oder Metallsand versetzter Putz der als Grob- oder Feinputz in rauer oder glatter Struktur angeboten wird. Er ist für Schulen, Kindergärten und Büros hervorragend geeignet um Notizen, Aufzeichnungen, Karten, Pläne oder Zeichnungen ohne Montage von Metallschienen oder Korkwänden an der Wand zu befestigen. Selbst Bilder können mit den besonders leistungsstarken Spezialmagneten auf der Wand angebracht und je nach Bedarf und Anlass im Handumdrehen umgehängt werden.

Magnetschloss

auch: Magnetschlösser

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Magnetschlösser werden als Sicherheitsschlösser eingeordnet. Sie weisen mehrere Zuhaltungen auf, die dann individuell dem Sperrcode entsprechend entsperrt werden müssen, damit der Riegel betätigt werden kann. Wie der Schließzylinder arbeitet auch das Magnetschloss mit Stiften. Doch wie der Namen schon sagt, spielen auch Magnete eine Rolle. Es gibt drei unterschiedliche Funktionsweisen: Schiebemagnete, Drehmagnete und Taumelstifte. Die ersten Magnetschlösser arbeiteten mit Schiebemagneten und dem Prinzip der Anziehung und Abstoßung. Die magnetischen Stifte entsperren sich nur, wenn am Schlüssel ein passender Gegenpol vorhanden ist. Beim Prinzip der Drehmagneten werden die Stifte vom Schlüssel gedreht und geben eine Mechanik frei, wenn sie richtig stehen. Beim Prinzip der Taumelstifte müssen sechs Stifte mit einem magnetischen Schlüssel in die richtige Position gebracht werden, so dass sie in eine Schablone passen. Der Magnet auf dem Schlüssel kann 6 oder 8 verschiedene Stellungen haben, so dass eine Vielzahl von Kombinationen möglich ist. Das Schloss ist dadurch extrem einbruchsicher.

Mahagoni

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Mahagoni wächst in den Regenwäldern Westafrikas, der Elfenbeinküste und in Südamerika. Charakteristisch für Mahagoni ist das meist schlicht strukturierte Holz. Der Splint ist gelblich grau bis rosagrau und das Kernholz ist frisch blaß rosa bis hell rötlich braun. Mahagoni ist eine sehr vielseitig einsetzbare Holzart. Neben seinem Namen als elegantes Holz für Stilmöbel wird Mahagoni für stilvolle Innenausbauten, Kunsttischlerarbeiten und exklusiven Bootsbau verwendet.

Mahlfeinheit

Als Mahlfeinheit wird die Feinheit eines zerkleinerten Baustoffs bezeichnet. Von Mahlfeinheit wird vor allem bei Zement gesprochen. Je feiner der Zement gemahlen ist, desto höher sind die Normfestigkeit und Frühfestigkeit nach 28 Tagen. Angegeben wird die Mahlfeinheit als spezifische Oberfläche in Quadratzentimeter pro Gramm. Dieser Wert nennt sich Blaine-Wert.

Maisonette

Erstreckt sich eine Wohnung über zwei Etagen, so wird sie als Maisonette bezeichnet. Vom Treppenhaus gibt es nur einen Zugang zur Wohnung. Innerhalb der Wohnung sind die Etagen oft durch eine Spindeltreppe miteinander verbunden. Aber natürlich sind auch viele andere Treppenarten üblich. Wo im Haus sich die Maisonette-Wohnung befindet, ist unterschiedlich. Sie kann sich in den oberen als auch in den unteren Geschossen befinden. Oft befindet sich die Maisonette unter dem Dach, eine Etage hat also Dachschrägen.

Maisonettetreppe

Bei einer Maisonettetreppe handelt es sich um eine Treppe innerhalb einer Wohnung (Maisonette). Sie besitzt keinen eigenen Treppenraum. Zum Einsatz kommen häufig Spindeltreppen.

Majolika

siehe Fayence.

Makadam

Makadam ist ein auf eine Packlage aufgewalzter Straßenbelag aus Schotter, Kies und Sand vermischt mit bituminösen oder zementhaltigen Bindemitteln. Der Name leitet sich aus dem Namen McAdams her, der diese Straßenbaumethode 1820 erstmals einsetzte. Die in zurückliegender Zeit häufig angewandte Makadambauweise hat heute wegen ihrer begrenzten Widerstandsfähigkeit nur noch unbedeutende Anwendungsgebiete.

Makassar

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Makassar gehört zur Gruppe der Ebenhölzer und ist vorwiegend auf der Insel Celébes, Indonesien und manchmal auf den Molukken zu finden. Ausgesprochen attraktiv schwarz-rot gestreifte Furniere und die glänzende dekorative Zeichnung sind charakteristisch für das seltene Holz, was sich gut hobeln, schnitzen und polieren läßt. Das Holz eignet sich für feine Möbel, Musikinstrumente und Kunsttischlereien.

Mäkler

Der Mäkler ist die Führungs- und Tragschiene des Rammbären. Mit dem Rohre oder Pfähle in den Boden gerammt werden.

Makler- und Bauträgerverordnung

Die Makler- und Bauträgerverordnung regelt als Verbraucherschutzverordnung die Beziehungen zwischen den Auftraggebern einerseits und Maklern, Kapitalanlagevermittlern, Bauträgern und Baubetreuern andererseits. Im Mittelpunkt steht der Schutz des Vermögens der Auftraggeber

Maklerverordnung

Die Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) regelt die Rechte und Pflichten zwischen Makler oder Bauträger einerseits und dem Immobilienkäufer oder Bauherrn andererseits. Geschaffen wurde die Maklerverordnung insbesondere zum Schutz des Immobilienerwerbers durch einen Bauträger oder Makler. Der Kundengeldabsicherung wird hierbei besonderer Augenmerk geschenkt. So darf der Bauträger, die er vom Immobilienkäufer für den Kauf der Immobilie erhält, auch nur für das Projekt verwenden. Der wichtigste Bestandteil der Maklerverordnung für den Käufer ist, dass der Bauträger ihm eine entsprechende Bürgschaft ausstellen muss.

Makoré

siehe Macore.

Makroriss

auch: Makrorisse

Makrorisse entstehen nach dem Aushärten des Betons durch lokale Überschreitung der Zugfestigkeit infolge Belastung. Sie verlaufen geradlinig über größere Längen und gehen oft von Schwachstellen ( Kanten, Aussparungen ) aus. Makrorisse gefährden die Dauerhaftigkeit des Bauteils. Vermeidung von Makrorissen ist möglich durch eine entsprechende konstruktive Durchbildung und Bewehrung der Bauteile. Risse können durch Injektionen oder Tränkung saniert werden. Zuvor sollte jedoch eine genaue Diagnose über die Ursache der Risse stehen. Die Art und Weise ihrer Entstehung, sowie die vorherrschenden Umgebungsbedingungen ( Rißuferfeuchte ) spielen eine Rolle. Sehr wichtig ist auch die Frage ob der Vorgang der Rißbildung schon abgeschlossen ist, ob er noch andauert und ob ein Entstehen von neuen Rissen in die Überlegungen mit einbezogen werden muss.

Makulatur

Makulatur wird als Unterlage für Tapeten in flüssiger Form auf die Wand gestrichen (vor allem für die Vorbehandlung rauer Untergründe). Sie ist ein Gemisch aus Kleister und fein zerrissenem Papier. Nach dem Anmischen mit Wasser kann die Makulatur auf den rohen Putz aufgestrichen werden. Die Makulatur hat einerseits den Zweck, dem Untergrund die gröbste Saugfähigkeit zu nehmen (ähnlich einer Grundierung), andererseits erleichtert eine Makulatur das spätere Ablösen der Tapete erheblich. Außerdem werden Wandunebenheiten ausgeglichen. Als Makulatur werden auch neutrale Papiertapeten bezeichnet, die als Untergrund auf die Wand geklebt werden.

Makulaturpapier

Makulaturtapete

auch: Makulaturpapier, Rollenmakulatur, Makulaturtapeten

Makulaturtapeten sind dünne ungemusterte Papierbahnen mit gut deckenden Eigenschaften. Sie werden bei Bedarf mit normalem oder speziellem Kleber auf Wänden und Decken verklebt, um einen gleichmäßigen, saugfähigen Untergrund zu schaffen. Verwendung findet dieses Papier auch bei durchscheinenden Tapeten, um das Tapezieren zu vereinfachen und spätere Nahtöffnungen zu vermeiden. Ebenso wird das Ablösen einer Tapete vereinfacht. Sie ist in verschiedenen Stärken erhältlich und sollte danach ausgewählt werden, wie die eigentliche Tapete beschaffen ist. Handelt es sich um schwere Tapeten, dann sollte auch die Untertapete ziemlich dick sein.

MAK-Wert

auch: MAK-Wert

Abkürtung für maximale Arbeitsplatzkonzentration von Gasen und Dämpfen am Arbeitsplatz, z.B. Lösemitteldämpfe in und um Spritzkabinen. Bleibt die Konzentration eines Stoffes am Arbeitsplatz unter dem in der MAK-Werte-Liste vorgegebenen MAK-Wert, ist nach dem Stand der Technik eine Gesundheitsgefährdung nicht zu erwarten.

Maler

auch: Lack

Die offizielle Berufsbezeichnung eines Malergesellen lautet Maler und Lackierer. Maler und Lackierer werden nach der Handwerksordnung in einer dreijährigen Lehrzeit ausgebildet, so dass sie dann in der Lage sind, Innenräume und Fassaden zu beschichten (anzustreichen)und Innenwände zu tapezieren oder Bodenbeläge anzubringen. Die Ausbildung erfolgt in einer von drei Fachrichtungen, nämlich Bauten- und Korrosionsschutz, Gestaltung und Instandhaltung sowie Kirchenmalerei und Denkmalpflege. Die Berufsbezeichnung "Anstreicher" wird je nach Region immer noch benutzt, wird von den deutschen Innungen jedoch ungern gesehen. Je nach kunsthandwerklicher Begabung eines Malers und Lackierers kann sich dieser auch als Dekorationsmaler bezeichnen, obwohl es diesen eigenständigen Ausbildungsgang nicht mehr gibt.

Malerband

siehe Malerkrepp.

Malerbürste

auch: Deckenbürste, Malerbürsten

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Die Malerbürste gehört zur großen Familie der Pinsel. Sie ist für Anstriche auf losen Untergründen, zum Einkleistern beim Tapezieren und für Tiefgrundierungen geeignet. Die Bürste ist entweder mit Kunst- oder Naturborsten bestückt, wobei bei der Verwendung von lösemittelhaltigen Grundierungen nur welche mit Naturborsten verwendet werden sollte.

Malerkrepp

auch: Kreppband, Malerband, Abdeckband, Maler-Krepp

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Malerkrepp ist ein Abdeckband und wird zu Maler-, Lackier- und Abdeckarbeiten genutzt. Es lässt sich mit der Hand reißen und eignet sich besonders für saubere und gerade Farbkanten auf allen glatten Untergründen im Innenbereich. Auch Fenster- und Türrahmen lassen sich mit Malerkrepp abkleben, damit sie beim Streichen keine Farbe abbekommen. Nach getaner Arbeit lassen sich die Kreppstreifen noch tagelang problemlos wieder abziehen.

Malerlack

auch: Malerlacke

Malerlacke sind Lacke und Lackfarben, die überwiegend im Malerhandwerk oder von Heimwerkern verwendet werden. Verarbeitet werden sie, im Gegensatz zu Industrielacken, im allgemeinen mit Pinsel und Rolle. Malerlacke sind heute nicht mehr nur lösemittelhaltig, sondern auch in vergleichbarer Qualität in wässriger Form erhältlich. Sie bieten eine hervorragende Qualität bezüglich Verlauf und leichter Verarbeitbarkeit. Das macht sie sowohl für den Maler als auch den Heimwerker so interessant.

Malerleiter

auch: Malerleitern

Die Malerleiter ist eine Sprossenstehleiter, die im Malerhandwerk schon seit mehreren hundert Jahren eingesetzt und traditionsgemäß aus Massivholz gefertigt wird, heutzutage aber auch aus Aluminium bestehen kann. Bei einer Höhe zwischen 120 und 150 cm ist sie gut zu transportieren und ermöglicht dem Maler oder Putzer, Innenräume bis Deckenhöhe zu bearbeiten, ohne die Leiter anlehnen zu müssen. Obwohl von den Berufsgenossenschaften ausdrücklich untersagt, arbeiten viele Maler rittlings auf der Leiter und gehen dabei so geschickt vor, dass sie mit Füßen und Beinen die Leiter weiter setzen, ohne von ihr abzusteigen.

Malerspachtel

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Der Malerspachtel besitzt eine Klinge aus flexiblem Stahl in einem oval Griff. Er ist in 10 verschiedenen Größen (2 cm-12 cm) erhältlich. Der Spachtel ist ideal zum Ausbessern kleiner Löcher oder Risse sowie zum Abkratzen von Altbeschichtungen und Entgraten von Spachtelspuren.

Mammutbaum

Der Mammutbaum hat seine Heimat im Westen der Vereinigten Staaten. Die Farbe des Holzes ist rot, auf purpur nachdunkelnd, das Splintholz ist weisslich. Das Holz ist leicht, schwindet wenig, ist ziemlich witterungsbeständig. Es ist gut zu bearbeiten, leicht zu spalten, leimen und lackieren. Verwendet wird das Holz für Kisten, als Bau- und Blindholz sowie im Schiffs- und Bootsbau. Die schönen Maser werden für Möbel verwendet.

Mammutpumpe

auch: Druckluftheber, Airlift, Gaslift, Löscherpumpe, Mammutpumpen

Die Mammutpumpe ist eine spezielle Pumpe zur Förderung von Flüssigkeiten sowie Flüssigkeit-Feststoff-Gemischen. Die Pumpe funktioniert folgendermaßen: Ein Rohr wird in eine Flüssikeit (zumeist Wasser) eingetaucht. In das Rohr wird ein Gas (meist Luft) mit einem Verdichter eingepresst. Vor allem bei der Wasseraufbereitung kommt die Mammutpumpe zum Einsatz, da es ihr nichts ausmacht, auch Schlamm zu fördern. Auch viele Aquarienfilter werden von solch einer Pumpe angetrieben. Müssen Lebensmittel wie Kartoffeln oder Zuckerrüben schonend behandelt werden, kommen ebenfalls Mammutpumpen zum Einsatz. Durch Wahl geeigneter Rohrdurchmesser und Eintauchverhältnisse (Verhältnis von Eintauchtiefe zu Steighöhe) können Mammutpumpen an die unterschiedlichsten Förderaufgaben angepasst werden. Weitere Bezeichnungen für die Mammutpumpe lauten Druckluftheber, Airlift, Gaslift oder nach seinem Erfinder Löscherpumpe.

Mandala-Dach

Der Grundriss für ein Mandala-Dach ist entweder kreisrund oder besteht aus einem regelmäßigen Vieleck, vorzugsweise aus einem Achteck (Oktogon). Aufgrund der besonderen Anordnung aller Sparren untereinander werden keinerlei anderen Pfetten oder Pfosten zur Lastabtragung benötigt, jeder einzelne Sparren ist aber unverzichtbarer Bestandteil des Tragsystems. Fällt nur einer der Sparren aus, ist die Stabilität des gesamten Daches nicht mehr gegeben. Die Kräfte, die auf das Dach einwirken, werden spiralförmig und über Biegung in den Sparren auf die darunter liegenden, um den Grundriss symmetrisch herumlaufenden Fußpfetten und die darunter angeordneten Wände abgetragen. Die geringen nach außen wirkenden Kräfte werden über die einzelnen Sparren und deren zimmermannsmäßigem Anschluss mit Kerven auf die Fußpfetten übertragen, die wiederum untereinander verblattet sind und so ein geschlossenes Ringsystem bilden.

Mangel

auch: Mängel

Bei einem Mangel handelt es sich um eine unzureichende Leistung, aus der früher oder später auch ein Schaden entstehen kann. Unter einem Mangel versteht man, dass der tatsächliche Zustand des Bauwerkes von dem Zustand abweicht, den der Unternehmer und der Bauherr bei Vertragsschluss vorausgesetzt haben. Der Unternehmer ist verpflichtet, den Bau so zu erstellen, dass er die zugesicherten Eigenschaften hat und nicht mit Fehlern behaftet ist, die den Wert oder die Tauglichkeit zu dem gewöhnlichen oder dem nach dem Vertrag vorausgesetzten Gebrauch aufheben oder mindern. Mängel entstehen u.a. durch nicht korrigierte Fehler. Bei Mängeln muss man drei verschiedene Fälle unterscheiden, nämlich nachzubessernder Mangel, hinnehmbarer Mangel und hinzunehmende Unregelmäßigkeit.

Mängelhaftung

Der Auftragnehmer ist grundsätzlich zur mängelfeien Leistung verpflichtet. Die Mängelhaftung ist im Bürgerlichen Gesetzbuch und - teilweise abweichend - in der Verdingungsordnung für Bauleistungen (VOB) geregelt. Im Rahmen der Gewährleistung haftet der Auftragnehmer für Mängel nach BGB fünf, bei vereinbarter Geltung der VOB zwei Jahre. Sind die Mängel bereits bei Abnahme erkennbar, so kann der Auftraggeber seine diesbezüglichen Rechte verlieren, wenn er sie sich nicht ausdrücklich vorbehält.

Mängelrüge

Eine Mängelrüge ist die formfreie Anzeige eines Baumangels, mit der der Auftraggeber (Bauherr) zu erkennen gibt, dass er einen Leistungsmangel gegenüber dem Unternehmer geltend macht und die sich daraus ergebenden Rechte wahrnehmen will. Während im Handelsgeschäft der Käufer unverzüglich nach Anlieferung der Ware einen eventuellen Mangel rügen muss, ist im Werkvertragsrecht und nach der Verdingungsordnung für Bauleistungen (VOB Teil B) die Mängelrüge auch zu einem späteren Zeitpunkt, nämlich innerhalb der 2-jährigen (nach VOB Teil B) oder 5-jährigen (nach BGB) Gewährleistungsfrist möglich. Sind in einem Bauwerk versteckte Mängel vorhanden, die erst nach Ablauf der normalen Gewährleistungsfrist erkannt werden (können), beginnt die Gewährleistungsfrist unmittelbar nach bekanntwerden des Mangels, maximal innerhalb eines Zeitraums von 30 Jahren. Mängelrügen müssen schriftlich verfasst werden, wobei bei mehreren Mängeln eine Mängelliste beizufügen ist. Dem Handwerksbetrieb oder der Bauunternehmung muss in der Mängelrüge eine angemessene Frist gesetzt werden, innerhalb der die Mängel zu beseitigen sind. Geschieht dies nicht, sollte der Bauherr einen Fachanwalt für Baurecht hinzuziehen, der vor Gericht üblicherweise ein selbständiges Beweisverfahren beantragen wird.

Mängelxxx

auch: Baumängel

Ist ein Baumangel eingetreten, sollte der Bauherr eine schriftliche Mängelrüge verfassen, in der alle Mängel präzise aufgelistet sind. Die Mängelrüge sollte dem Handwerksunternehmen oder der Bauunternehmung per Einschreiben mit Rückschein mitgeteilt werden, wobei eine angemessene Frist gesetzt werden sollte, bis zu der die Mängel behoben werden müssen. Geschieht das nicht und kündigt sich eine gerichtliche Auseinandersetzung an, sollte ein Fachanwalt für Baurecht hinzugezogen werden, der vor Gericht ein selbständiges Beweisverfahren beantragen wird.

Manilahanf

siehe Abaca.

Mann

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Historische Balkenkonstruktion beim Fachwerkhaus, die bei Einsatz von etwas Fantasie wie ein Mann aussieht. Die historische Zeichnung verdeutlicht die Bauart. In der Mitte und rechts und links ist deutlich je ein "Mann" zu sehen. In den kleinen Gefachen sieht man das ebenfalls fachwerk-typische Andreaskreuz.

Mann-an-Mann-Decke

auch: Mann-an-Mann-Decken

Bei der Mann-an-Mann-Decke handelt es sich um eine Massivholzdecke. Sie besitzt, im Gegensatz zur Holzbalkendecke, keine Zwischenräume zwischen den einzelnen Holzbalken. Die einzelnen Holzbalken werden bei der Mann-an-Mann-Decke also direkt nebeneinander gelegt. Solche Decken wurden mit Verdübelung und ohne hergestellt, sie benötigten Unmengen an Holz, besaßen aber auch eine besonders hohe Tragfähigkeit.

Mannloch

auch: Mannlochtür, Mannlochdeckel, Mannlöcher

Der Einstieg in Behälter oder Räume, die nur sehr selten betreten werden, nennt man im Apparatebau, Anlagenbau oder Schiffsbau Mannloch. Muss ein Kessel z.B. ab und zu gereinigt werden, wird in der Kesselwand ein verschließbarer Ausschnitt vorgesehen. Mannlöcher sind also Inspektionsöffnungen. Das runde, ovale oder rechteckige Mannloch ist meist nur 40 bis 60 cm breit bzw. hoch. Ein Mannloch wird mittels Schrauben mit dem sogenannnten Mannlochdeckel bzw. der Mannlochtür druck- und flüssigkeitsdicht verschlossen. Mannlöcher findet man häufig auch bei großen Burg- bzw. Stadttoren. Dabei handelt es sich um einen kleinen Durchgang daneben, der im Mittelalter verspäteteten Ankömmlingen Einlass gewährte.

Mannlochdeckel

siehe Mannloch.

Mannlochtür

siehe Mannloch.

Manometer

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Das Manometer stellt allgemein ein Gerät zur Druckmessung in Gasen und Flüssigkeiten dar. Beim Hochdruckreiniger zeigt das eingebaute Manometer beispielsweise den Pumpendruck an. Meist wird von einem Manometer der Außenluftdruck als Referenzdruck verwendet. In Ausnahmefällen zum Messen des absoluten Drucks wird ein Vakuum als Referenz genommen.

Mansarddach

auch: Mansardwalmdach, Mansardgiebeldach, Mansarddächer

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Benannt nach einem französischen Baumeister des 17. Jh., François Mansart, weist es als Sattel- oder Walmdach zwei unterschiedliche Neigungen in der Dachfläche auf, im unteren Teil steiler als im oberen. Mansarddächer bieten die größtmögliche Ausnutzung der Dachfläche, um dort (fast) ein Vollgeschoß einrichten zu können. Manarddächer wurden aus der Not heraus geboren, als es galt, nach den Kriegen in überbevölkerten Gebieten schnell Wohnraum zu schaffen. Übliche Formen sind das Mansardwalmdach und das Mansardgiebeldach. Das Mansarddach wird auch als gebrochenes Dach bezeichnet.

Mansarde

Eine Mansarde ist ein zu Wohnzwecken ausgebautes Dachgeschoss. Der Begriff Mansarde leitet sich vom Mansarddach her, bei dem der untere geschosshohe Teil der Dachfläche steil ansteigt und nur der obere Teil die übliche Dachneigung aufweist. Das Mansarddach hat sich im Laufe des 17. Jh. in Frankreich verbreitet, da die Mansarde, im Gegensatz zu dem Dachausbau mit der bis dahin gebräuchlichen Lukarne, eine bessere Ausnutzung des Dachgeschosses und eine klarere gestalterische Trennung zwischen dem Baukörper und seinem Dach ermöglicht.

Mansardgiebeldach

siehe Mansarddach.

Mansardknickziegel

Mansardwalmdach

siehe Mansarddach.

Manschette

Eine Manschette ist im Baubereich ein röhrenartiges, an die Durchdringung einer Abdichtung angepasstes Bauteil, welches die Dichtigkeit im Bereich der Abdichtungsdurchdringung gewährleistet. Die Manschette wird wasserdicht an die Durchdringung (z. B. mit Hilfe einer Schelle) angeschlossen und ist mit der Abdichtung wasserdicht verbunden. In bestimmten Fällen wird die Manschette aus der Abdichtung selbst hergestellt.

Manschettenrohrverfahren

Das Manschettenrohrverfahren ist ein Injektionsverfahren. Dabei wird das Injektionsmittel über ein Rohr verpresst, das in verschiedenen Höhen Austrittsöffnungen besitzt. Damit des Injektionsmittel sich nicht zu sehr ausbreitet, wird die Ausbreitung durch Verschließen des Rohres zum Beispiel mit einem Packer jeweils unten und oben verhindert.

Mansonia

auch: Bété

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Holz aus Westafrika (Elfenbeinküste, Gahna, Togo und südliches Kamerun) mit einem weißgrauen Splint und einem graubraunem Kern. Mansonia ist mäßig hart, mäßig fest, mäßig schwindend und sehr elastisch. Das Stehvermögen des Holzes ist ebenfalls nur mäßig und es können sich Risse bilden. Die Oberflächenbehandlung von Mansonia ist dagegen gut und darüber hinaus ist es witterungsfest und beständig gegen Pilz- und Insektenbefall. In der Hauptsache verwendet man das Holz im Innenausbau und für Möbel. Einsatzgebiete sind beispielsweise Parkett, Furniere und Sitzmöbel aber auch Billardstöcke oder Bürstendeckel werden aus Mansonia gefertigt. In Europa dient Mansonia vorwiegend als Nussbaumersatz, wobei das Holz härter und fester als Nußbaum ist. Eine weitere Bezeichnung für Mansonia ist Bété.

Mantelbauweise

auch: Mantelbauweisen

siehe Mantelstein.

Mantelbeton

Mantelbeton bzw. Kernbeton ist ein Beton, der in hohle, nach Plan versetzte Mantelziegel oder Schalungssteine eingebracht wird. Die Schalungssteine ersetzen die Schalung und dienen als "Mantel" für den Beton. Häufig verwendet man auch Holzwolleleichtbauplatten als beiderseitige Schalung von Betonwänden und damit gleichzeitig als Wärmedämmung. Der Betonkern fungiert dabei als tragendes Element. Die Hohlräume werden im Mauerwerkbau je nach statischen Erfordernissen mit Beton B 5 bis B 25 (C 20/25), der jeweils eine entsprechende Konsistenz aufweisen muss, verfüllt und mit einem Innenrüttler verdichtet. Die Betonsäulen in den Schalungssteinen sind durch Querfließen des Betons über die Queraussparungen miteinander verbunden. Die Verfüllhöhe hängt von der Bauart der Steine ab und geht vom schichtweisen bis zum geschosshohen Verfüllen.

Mantelleitung

auch: Mantelleitungen

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Diese Elektroleitung (Kurzzeichen NYM) ist geeignet zur festen Verlegung unter Putz, im Putz oder auf Putz in trockenen, feuchten, nassen oder feuer- und explosionsgefährdeten Räumen. Für kurze Strecken im Schutzrohr ist die Mantelleitung auch im Freien zulässig. Im Erdboden darf sie allerdings nicht verlegt werden.

Mantelrohr

auch: Mantelrohre

Als Mantelrohre werden vorgefertigte, rohrförmige Bauteile bezeichnet, die Leitungen aufnehmen können und diese schützen. Sie kommen bevorzugt bei Außenwanddurchdringungen zum Einsatz. Mantelrohre werden auch bei Erdgaspipelines eingesetzt. Hier gewähren sie einen zusätzlichen Schutz der Verkehrswege im Falle eines Leitungsbruches.

Mantelstein

auch: Mantelbauweise, Mantelsteine

Der Mantelstein ist das Pendant zum Mantelziegel, wobei der Mantel nicht aus Ton besteht, sondern aus unterschiedlichen Werkstoffen wie z.B. Bims oder Holzspänen, die mit Zement, Wasser und Mineralien vermischt und dann zu Steinen geformt worden sind. Auf dem Markt werden diese Steine auch mit einer zusätzlichen Dämmschicht angeboten, die entweder von außen angebracht oder innen in den Hohlraum eingelegt worden ist. Eine andere Variante ist der Mantel aus Polystyrol, der die Wärmedämmung gleich mit eingebaut hat. In diesem speziellen Fall kann aber sicherlich nicht von "Stein" gesprochen werden kann. In allen Fällen werden die aufeinander geschichteten und insbesondere für Bausatz-häuser entwickelten Elemente mit Beton ausgegossen, um den Wänden die nötige Stabilität zu verleihen.

Mantelverpressung

Mit der Mantelverpressung wird die Tragfähigkeit von Pfählen durch das Verpressen der Mantelfläche mit Injektionsmitteln erhöht. Das geschieht zum Beispiel dadurch, dass an jeder Verpressstelle ein dünnes Kunststoffröhrchen mit Ventil am Bewehrungskorb befestigt wird. Beginnt der Pfahlbeton zu erhärten, wird die Betondeckung der Ventile aufgesprengt und anschließend mit Zementleim verpresst.

Mantelziegel

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Wie der Planfüllziegel verfügt der Mantelziegel über eine Stoßfugenverzahnung und über Lochkanäle. Die Verfüllung und Verarbeitung erfolgt nach demselben Verfahren, die Mantelziegel werden also trocken verlegt und bei Erreichen der Geschosshöhe mit Fließbeton ausgegossen. Die halbmondförmigen seitlichen Ausschnitte tragen beim Mantelziegel dazu bei, dass die Wand ohne Lufteinschlüsse sicher mit Beton ausgegossen wird. Da beim Mantelziegel dem Beton die tragende Funktion zukommt, ist ein Schlitzen der Ziegel bis 40 mm Breite möglich.

Mapa

Abkürzung im Holz- und Furniergeschäft für "Maser-Pappel" (siehe "Maserung").

Maple

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Maple, auch Zuckerahorn genannt, ist aufgrund seiner erstklassigen Verarbeitungsmöglichkeiten vielseitig in seiner Anwendung. Es wird gerne als Bodenbelag in Turnhallen und Kegelbahnen verwendet und findet wegen seiner geruchsneutralen Eigenschaften auch in der Verpackungsindustrie hohen Anklang. Das cremeweiß bis elfenbeinfarbige Splintholz weist eine einheitliche, feinjährige Struktur auf und lässt sich leicht polieren. Das Holz ist sehr schwer, hart und robust, sowie biegschlagfest und reibungsbeständig.

Marienglas

auch: Mariengläser

siehe Alabaster.

Marina Pearl

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Das grau-schwarze Marina Pearl aus Norwegen ist eine Syenitart. Beim Schleifen oder Flammieren verliert der Stein sein Erscheinungsbild. Es ist daher schwierig, ihn rutschfest zu machen. Im Außenbereich sollte er daher nicht unbedingt für Treppen oder Bodenbeläge verwendet werden. Auf stark frequentierten Laufflächen kommt es zudem zu einem schnelleren Oberflächenverschleiß. Ansonsten kann er im Innenbereich (auch im Außenbereich als Fassadenplatten) bedenkenlos für alle Zwecke eingesetzt werden.

Mark

Die Markröhre oder das Mark eines Baumes liegt innerhalb des ersten Jahrringes. Weil sich die Markröhre in Struktur und Farbe vom restlichen Holz unterscheidet, findet für bestimmte Verwendungszwecke eine Sortierung statt.

Marketerie

siehe Marqueterie.

Markflecken

auch: Markflecken

Auf Schädlingsbefall zurückzuführende bräunliche Flecken in Rindennähe eines Baumstammes. Die Flecken mindern den Wert des Holzes erheblich.

Markiernagel

auch: Markiernägel

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Markiernägel bestehen aus einem Stahlbolzen und einer breiten Kopfscheibe aus Hart-PVC. Sie können ohne Vorbohrung direkt in Asphalt und Leichtbeton eingeschlagen werden und dienen, wie der Name schon sagt, der Markierung von Fahrspuren und von Abstellflächen z.B. in großen Lagerhallen. Für die Verwendung in Betonböden muss allerdings der stärkere "Bruder" verwendet werden, nämlich der Markier-Nageldübel.

Markier-Nageldübel

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Der Markier-Nageldübel dient ebenfalls - wie der Markiernagel - der Herstellung von Grenzlinien, der Markierung von Abstellflächen in Lagerräumen und dergleichen und wird in harte Betonböden eingefügt. Erforderlich ist das Vorbohren eines Bohrloches. Hier wird der Nageldübel dann mit seinem integrierten Langschaftdübel eingeschlagen. Der Nagelkopf hält eine Markierscheibe aus Hart-PVC.

Märkischer Verband

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Beim Märkischen Verband wechseln sich in jeder Schicht zwei Läufer und ein Binder ab.

Markise

auch: Terrassenmarkise, Balkonmarkise, Markisen

Aufroll- und ausrollbare Plane aus Spezialgewebe, die mittels Gelenkarmen aus Aluminium ausgefahren wird, um über Fenstern, Balkonen und dergleichen Sonnen- und Blickschutz zu bieten. Neuralgischer Punkt bei Markisen ist die Markisenbefestigung, weil insbesondere bei Selbstmontage-Markisen zu schwach dimensionierte Befestigungsmittel mitgeliefert werden. Markisengewebe haben eine hohe Haltbarkeit insbesondere dann, wenn man sie nicht in feuchtem Zustand einrollt. Erhältlich sind verschiedene Markisentypen mit hunderten verschiedener Gewebe-Dessins. Von der Art der Ausführung werden Gelenkarm-Markise, Fallarm-Markise und Korbmarkise unterschieden.

Markisenbefestigung

auch: Markisenbefestigungen

Nicht an jeder Wand kann eine Markise "einfach so" angebracht werden. Bei massiven Wänden gibt es keinerlei Probleme, sofern ausreichend dimensionierte Maueranker verwendet werden. Bei Wänden mit vorgesetzter Mauerschale und entsprechender Hinterlüftung muss schon bei der Planung berücksichtigt werden, dass beim Anziehen der Maueranker die Vorsatzschale eingedrückt werden kann, wenn nicht zuvor ein Distanzstück angebracht worden ist. Für Holzrahmenkonstruktionen bzw. Fertighaus-Fassaden bietet die Industrie spezielle Quader und Einsatzstücke an.

Markisolette

auch: Markisoletten

Sie spenden - ähnlich den Fächermarkisen - kaum dem Menschen Schatten, wohl aber verhindern Sie die Sonnenbestrahlung der Fenster. Markisoletten gleiten etwa auf 2/3 ihrer Länge senkrecht am Fenster herunter, das letzte Drittel läßt sich aufstellen, so dass man aus dem Fenster herausschauen kann.

Markriss

auch: Markrisse

siehe Kernriss.

Markröhre

Die Markröhre oder das Mark eines Baumes liegt innerhalb des ersten Jahrringes. Weil sich die Markröhre in Struktur und Farbe vom restlichen Holz unterscheidet, findet für bestimmte Verwendungszwecke eine Sortierung statt.

Markstrahlen

auch: Holzstrahlen, Markstrahlen

Mark- bzw. Holzsstrahlen sind quer zur Faser verlaufende und auf die Markröhre gerichtete Bänder aus Speicherzellen. Auf Querschnitten erscheinen sie als feine Linien/„Strahlen“ und auf dem Radialschnitt als „Spiegel“, die das Holzbild z. T. wesentlich beeinflussen (etwa bei Eichen). Markstrahlen reduzieren das Quell- und Schwindvermögen des Holzes und transportieren den Saft ins Stamminnere und speichern Aufbaustoffe, die der Baum nicht sofort verarbeiten kann (siehe auch Baumstamm).

Markung

auch: Markungen

siehe Gemarkung.

Marmor

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Ein seit Jahrtausenden eingesetzter und beliebter Baustein ist Marmor. Die alten Griechen und Römer bauten Tempel aus Marmor oder fertigten Skulpturen. Heutzutage findet man Marmor beispielsweise als Bodenbelag in Hotelhallen oder Wohnräumen, wo er für Fußbodenheizungen ein geradezu ideales Speichermedium bildet. Marmorbäder gelten als Inbegriff des Luxus. Marmor gibt es, wie auch den Kalkstein, aus dem sich der Marmor durch Umwandlung entwickelt hat, in den verschiedensten Farbtönen. Das Farbspektrum umfaßt von schneeweiß bis fast schwarz alle möglichen Farbtöne. Marmor ist leicht zu bearbeiten und zu polieren, weil er als umkristallisierter Kalkstein nicht besonders hart ist. Eingeschlossene Tonanteile bilden oft beliebte Schattierungen im Marmor, die vor allem nach der Politur zutage treten. Im Unterschied zu normalem Kalkstein ist der Marmor an grösseren Calcitkristallen zu erkennen, die dem ganzen Gestein ein "zuckriges" Aussehen verleihen.

Marmorfliese

auch: Marmorfliesen

Ein gängiger Begriff, der jedoch widersprüchlich ist. Eine Fliese kann nicht aus Marmor, sondern nur aus gebranntem Ton bestehen. Dennoch wird der Begriff im Fliesenhandel verwendet, wobei darunter zwei völlig unterschiedliche Produkte verstanden werden. Einmal wird unter einer Marmorfliese eine richtige Fliese verstanden, die ein Marmordekor hat. Diese Fliesen sind echtem Marmor so täuschend echt nachgemacht, dass man sie auf den ersten Blick auch mit Marmor verwechseln kann. Alsdann wird jedoch unter einer Marmorfliese auch echter Marmor verstanden, der auf Fliesenformat zugeschnitten ist und vor allem für die Selbstverlegung vom Fliesenhandel und den Baumärkten angeboten wird.

Marmorgips

auch: Alaungips, Marmorgipse

Marmorgips ist ein doppelgebrannter Gips, der mit Alaun abgelöscht und daher mitunter auch als Alaungips bezeichnet wird. Versteift langsamer und erreicht größere Härten als Stuckgips, ist schleif- und polierfähig, technisch weiß und wird hauptsächlich zum Verfugen von Fliesen und Wandplatten, zu Kunstmarmor verwendet. Marmorgips ist rund 4 bis 5 Stunden verarbeitbar, die Bindezeit beträgt 6 - 20 Stunden. Wegen der hohen Festigkeit ist der Gips zu Gesimsen, Fensterbänken, Plattenfugen, Wandplatten und besonderen Putzen verwendbar.

Marmorgranulat

auch: Marmor-Granulat

Marmorgranulate, also auf Korngröße gebrochene und gemahlene Marmorstücke, werden als Zuschlag insbesondere für Buntsteinputz verwendet. Auch Zierkies kann aus demselben Rohmaterial bestehen.

Marmorguss

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Marmorguss besteht zu 70 % aus Marmormehl, also zu mehlartig zermahlenem Marmor, und zu 30 % aus Bindemitteln. Die flüssige Masse wird in Formen gegeben. Nach dem Aushärten entstehen "Marmor"säulen, Balustraden, Kapitelle, aber auch "Marmor"figuren unterschiedlichster Art, Zierbrunnen und beispielsweise Tisch-Untergestelle. Marmorguss, auch als "Gussmarmor" bezeichnet, wird speziell von italienischen Herstellern in unterschiedlichen Tönungen eingefärbt, wobei einer Säule oder Statue auch eine antike Optik verliehen werden kann.

Marmorheizung

auch: Marmorheizungen

Naturstein verfügt, wie jeder weiß, der einmal ein Steak "auf dem heißen Stein" gegrillt hat, über eine hohe Wärmespeicherfähigkeit. Das machen sich die Hersteller von Marmorheizungen zu nutze. Unter einem sehr sparsamen Verbrauch elektrischer Energie werden die Marmorplatten gleichmäßig erwärmt, wobei sie Strahlungswärme in den Raum abgeben, wogegen sie zur Wand hin wärmeisoliert sind. Da die Hersteller verschiedene Marmorarten anbieten, können die Platten auch dekorative Zwecke erfüllen, zumal die Einbautiefe von rund 30 mm sehr gering ist. Wegen veralteter und unwirtschaftlicher Technik dürfen viele Marmorheizungen nach der EnEV nicht mehr als Vollheizungen in Neubauten eingebaut werden. Es gibt allerdings auch Marmorheizungen, die die Anforderungen der Energieeinsparverordnung erfüllen. Als Zusatzheizung sind Marmorheizungen jedoch ebenfalls eine gute und optisch wirkungsvolle Alternative, vor allen in Altbauten und Gebäuden mit schlechter Wärmedämmung.

marmorieren

Imitationstechnik, um durch Bemalung Marmor oder andere Natursteine vorzutäuschen. Dabei werden Lasuren mit Abtönfarben vermischt und mit besonderen Hilfsmitteln, zum Beispiel Gänsefedern, Schwämme oder Spachteln, auf den Untergrund aufgebracht. Viele Kirchensäulen sehen aus wie Marmor, sind aber nur marmoriert.

Marmorierung

auch: Marmorierungen

Unter einer Marmorierung wird das Aufmalen einer Marmorstruktor auf verputzte Wände und Säulen verstanden. Diese schon in der Antike bekannte Technik wird auch heute noch von kunsthandwerklichen Spezialbetrieben bei der Anfertugung von Stuckmarmor ausgeführt. Insbesondere bei der Nass-in-Nass-Technik, wenn der Putz noch feucht ist, entstehen Farbverläufe wie bei echtem Marmor.

Marmor-Kristallisation

Bei der Kristallisation handelt es sich um ein chemisches Verfahren, glatten Marmor rutschfester zu machen. Das Verfahren ist aber nur für Böden im Innenbereich geeignet. Dabei wird bei bereits verlegten Böden nach einer Grundreinigung der Naturstein mit Stahlwolle aufgerauht, eine Emulsion aufgetragen und dann anschließend auf Hochglanz poliert. Das Verfahren eignet sich auch, um zerkratzte und unansehlich gewordene Böden aufzuarbeiten.

Marmorputz

auch: Marmorputze

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Marmorputz ist eine mineralische Spachtelmasse aus Sumpfkalk und feinstem Marmormehl. Diese lösemittelfreie, hoch diffusionsfähige Spachtelmasse eignet sich hervorragend zur Erzielung dekorativer, hochwertiger Oberflächen mit changierendem Glanzgrad in einem marmorähnlichem Charakter für den Innenbereich. Unter Einsatz eines speziellen Dekorwachses ist auch eine Anwendungen im Nasszellenbereich (Bäder) möglich.

Marmorspachtel

siehe Marmorputz.

Marmorstuck

Marmorstuck ist ein uraltes Material aus Hartgips, Knochenleim und Pigmenten. Die Marmoradern werden dabei per Hand aufgemalt. Marmorstuck findet sich beispielsweise in Kirchen außerhalb der Reichweite menschlicher Hände. Man verwendete Marmorstuck nicht aus Kostengründen, sondern weil es leichter an Wänden und Säulen zu befestigen war als der schwere Marmor.

Marmortreppe

auch: Marmortreppen

Unter einer Marmortreppe wird verstanden, dass zumindest die Trittstufen aus Marmor sind. Diese können auf einer Beton- oder Metall-Unterkonstruktion aufliegen.

maron

Fantasievolle Bezeichnung aus der Lack- und Möbelindustrie für eine farbliche Beschichtung in kastanienbraun (von ital. maroni = Eßkastanien).

Marqueterie

auch: Marketerie

Die Marqueterie ist eine Furniertechnik, bei der die verschiedenen Teile nicht, wie bei Intarsien üblich, in einem Kernholz versenkt, sondern aus Furnierholz ausgeschnitten und wie bei einem Puzzle zusammengefügt werden. Es wird von einem Grundfurnier ausgegangen, in das die übrigen Teile eingepasst werden. Auf das Grundfurnier wird das Motiv mit Kohlepapier aufgezeichnet. Dabei ist zu beachten, dass die Vorlage spiegelverkehrt sein muss, denn alle Arbeiten finden von der Rückseite her statt. Teil für Teil muss einzeln ausgeschnitten und durch ein andersfarbiges Teil gleicher Größe ersetzt werden. Da kann sich jeder vorstellen, dass dies eine ziemlich zeitaufwendige Arbeit ist, für die jede Menge Geduld aufgebracht werden muss. Damit die Teile auch genau ineinanderpassen wird das einzufügende Teil quasi als Schablone benutzt. Mit einem Messer werden die Umrisse auf das Grundfurnier übertragen, eingeritzt und anschließend ausgeschnitten. Nun kann das neue Furnierstück in die entstehende Lücke eingesetzt werden. Dazu wird der tropfenweise auf die Fugen aufgebrachte Holzleim mit einem Stechbeitel gepresst und anschließend mit einer Aluminiumschiene und Gewichten fixiert. Die Aluminiumschiene wird verwendet, damit nichts festklebt.

Marseiller Seife

siehe Glätteseife.

Marstall

Der Marstall ist die seit dem 15. Jahrhundert gebräuchliche Bezeichnung für den Reit- und Fahrstall einer fürstlichen Hofhaltung. Er umfasst Gebäude für Pferde, Wagen und Geschirr.

Maschendrahtzaun

auch: Maschendrahtzäune

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Die preiswerteste Möglichkeit, ein Grundstück einzufrieden, ist das Anbringen eines Maschendrahtzauns. Das Zaungeflecht wird zwischen einbetonierten Metallpfosten an Spanndrähten angebracht. Pfosten und Metallgeflecht sind kunststoffummantelt. Maschendrahtzäune eignen sich gut als Rankgitter für Efeu und andere Kletterpflanzen.

Maschenverfahren

Zur Ermittlung der notwendigen Auffangeinrichtungen eines Gebäudes stehen dem qualifizierten Blitzschutz-Fachbetrieb drei Verfahren zur Auswahl. Das Schutzwinkelverfahren, das Blitzkugelverfahren und das Maschenverfahren. Das Maschenverfahren ist zum Schutz ebener Flächen geeignet und ist dem Blitzkugelverfahren abgeleitet. Es besteht aus einem Netz von Fangleitungen.

Maschinenbohrer

Maschinenbohrer ist die Oberbezeichnung für Bohrer, die in der Bohrmaschine eingesetzt werden. Hierzu gehören beispielsweise Spiralbohrer mit Zentrierspitze oder Dachspitze, Forstnerbohrer, Dübelbohrer oder %)Langlochfräsbohrer%).

Maschinenfuß

auch: Maschinenfüße

Maschinengipsputz

auch: Maschinengipsputze

Ein Maschinengipsputz ist ein Gipsputz, der besonders für das Herstellen von Innenputzen unter Einsatz von Putzmaschinen verwendet wird.

Maschinenhandstrichziegel

Ein Ziegelstein, bei dem die Optik und Haptik des Handstrichziegels maschinell herbeigeführt wird.

Maschinenlärmschutzverordnung

Die "Verordnung zur Einführung der Geräte- und Lärmschutzverordnung" hat auch im Baubereich Gültigkeit, soweit es sich um Baumaschinen handelt. Sie regelt beispielsweise, dass in Wohngebieten Motorkettensägen, Häcksler oder Rasenmäher nur zu bestimmten Tageszeiten betrieben werden.

Maschinenputz

auch: Maschinenputze

Maschinenputze werden, im Gegensatz zu Handputzen mit Putzmaschinen aufgebracht. Es gibt sie als Innen- und Außenputze, Unterputze und Oberputze (Gipsputz oder Kalkinnenputz). Sie zeichnen sich durch gleichmäßigen Putzauftrag, gute Vermengung aller Bestandteile und leichte Verarbeitung aus. Dispersionsstoffe erhöhen die Elastizität. Maschineninnenputze werden meist einlagig mit geglätteter Oberfläche ausgeführt, ohne dass sich Schwindrisse zeigen. Maschinenaußenputze sind für ein- und mehrlagigen Putzauftrag geeignet.

Maschinenputzgips

auch: Maschinenputzgipse

Maschinenputzgips ist ein Baugips mit werkseitig beigegebenen Zusätzen, der besonders für das Herstellen von Innenputzen unter Einsatz von Putzmaschinen verwendet wird. Stellmittel ermöglichen dabei ein kontinuierliches maschinelles Verarbeiten. Dem Maschinenputzgips dürfen Füllstoffe wie Sand oder Perlite zugesetzt werden.

Maschinenvergussmörtel

Maserfurnier

auch: Maserfurniere

Vorwiegend zu dekorativen Zwecken werden Maserfurniere eingesetzt, die aus Wurzelknollen oder Stammstücken mit unregelmäßigem Wuchs hergestellt werden. Man unterscheidet generell Maserwuchs über der Erde (Rüster, Esche, Eiche) und Wurzelmaserwuchs, der an der Wurzel unterirdisch gebildet wird (kalif. Nußbaum, Madrona, Vavona, Myrt).

Maserholz

auch: Maserholz

Wirbelige, abweichende Texturen ("Maserungen") im Holz, vor allem in Knollen. Das Holz wird gerne für dekorative Drechsler- und Holzbildhauerarbeiten genommen, aber auch als dekoratives Furnier im Innenausbau eingesetzt.

maserieren

auch: Masertechnik

Imitationstechnik, bei der Holzstrukturen ("Maserungen") durch Bemalung vorgetäuscht werden. Verwendet werden dazu Lasuren aus Halböl und Schlemmkreide, Abtönfarben sowie verschiedene Werkzeuge, inbesondere Gummikämme. Die Masertechnik wurde bereits früher verwendet, um teure Hölzer nachzuahmen oder fehlerhaftes Holz zu korrigieren. Wichtig für die Maserierung ist die Übernahme der wesentlichen Merkmale der Hölzer wie Holzstruktur in der Längs- und Querrichtung, die Einarbeitung von Wurzel- und Astausbildungen und die Holzfarbe.

Maserknollen

auch: Maserknolle

knollenartige Wucherungen am Stamm. Maserknollen können jedoch hoch interessante Maserungen ergeben. Sie werden deshalb gern für dekorative Drechslerarbeiten verwendet.

Masertechnik

siehe maserieren.

Maserung

auch: Maserungen

Entsteht durch die Struktur des Holzes beim Wuchs sowie durch Farbdifferenzierungen. Die Maserung (Fachbegriff Textur) verleiht dem Holz die wohnliche, dekorative und unverwechselbare Optik. Da sich eine Maserung wegen ihres naturgegebenen "Herstellungsprozesses" ständig ändert, kann auch der Laie sehr schnell feststellen, ob es sich um echtes Holz oder ein echtes Furnier handelt, oder ob die Schnittfläche eines Holzbrettes incl. der Maserung einfach nur fotografisch nachempfunden und auf eine Trägferplatte aufgedruckt worden ist wie beim Laminat, denn in diesen Fällen ist die Maserung immer gleich. Durch Behandlung mit Beize kann das Farbbild und damit der Farbton einer Maserung verändert werden. Durch Behandlung mit einer Lasur oder durch kalken kann ein Holzbrett farblich völlig verändert werden, aber die Maserung bleibt dabei erhalten und sichtbar.

Maskaron

Als Dekorationselement vor allem in der Architekturplastik des Barock häufig verwendete phantastische oder groteske Maske. Alle plastischen Zierglieder verschmelzen dabei ineinander, gekurvte und verkröpfte Formen erwecken oft einen überladenen Eindruck.

Massaranduba

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Tropenholz, das vorwiegend im Amazonasgebiet vorkommt. Das Holz ist fleischrot, dunkelt aber nach (deshalb auch der Name: Pferdefleischholz). Massaranduba ist hart und damit ein sehr gutes Konstruktionsholz; es ist auch extrem witterungsbeständig, gut für den Einbau in der Erde geeignet und wird nicht von Pilzen oder Schädlingen befallen. Wird deshalb gerne als Gartenholz eingesetzt, z.B. für die Terrassenbeplankung, aber auch für den Brückenbau und Musikinstrumente. Das Holz schwindet stark und trocknet langsam bei Neigung zu Rissbildung. Es lässt sich gut sägen, schleifen, hobeln und polieren.

Massenbeton

auch: Massenbetone

Massenbeton wird für massige Bauteile mit einer Bauteildicke von mehr als einem Meter verwendet. Das können z.B. Stützmauern, Gründungssohlen, Brückenpfeiler oder Schleusen sein. Da die Querschnitte so dick sind, muss die Hydrationswärme des Zements betontechnologisch berücksichtigt werden, um die Entstehung von Rissen infolge Temperaturspannungen zu verhindern.

Massenstahl

auch: Massenstähle

siehe Baustahl.

maßgebende Grundstücksfläche

Die maßgebende Grundstücksfläche ist die Fläche des Baugrundstücks, die im Bauland und hinter der Straßenbegrenzungslinie liegt. Sie ist Berechnungsgrundlage für die nach einem Bebauungsplan zulässige Grundfläche, Geschossfläche und Baumasse. Siehe auch Grundflächenzahl, Geschossflächenzahl und Baumassenzahl.

Maßhaltige Bauteile

auch: Maßhaltige, Bauteile

Bauteile, die auch nach dem Einbau ihre Außenmaße nicht wesentlich verändern dürfen.

Massivabsorber

auch: Energieabsorber

Ein Massivabsorber ist ein Bauteil aus Beton, das als Wärmeabsorber ausgebildet ist. Er ist Bestandteil einer Wärmepumpen-Heizanlage. Eine Wärmepumpe entzieht dem im Absorber zirkulierenden Flüssigkeitskreislauf Wärme. Dadurch kühlt sich dieser unter die Temperatur der Umgebung ab. Er nimmt so Umweltenergie auf: Aus der vorbeiströmenden Luft, aus den auftreffenden Niederschlägen sowie aus der diffusen und direkten Sonneneinstrahlung. Einen weiteren Beitrag zur Energiegewinnung liefern Phasenumwandlungen von Wasserdampf in Wasser und Eis. Die bei einem niedrigen Temperaturniveau aus der Umgebung gewonnene Energie wird mittels der Wärmepumpe auf ein höheres Temperaturniveau angehoben und kann so für die Raumheizung bzw. Warmwasserbereitung verwendet werden.

Massivbau

auch: Massivbauten

Der Massivbau beschäftigt sich mit Bauarten, bei denen als hauptsächlicher Baustoff, Beton, Stahlbeton, Naturstein, Mauerziegel oder Kalksandsteine verwendet werden. Insbesondere bei gewerblichen Bauten, aber auch in steigendem Maße im privaten Hausbau, werden werkseitig vorgefertigte Massivbauteile verwendet. Auch das klassische Fertighaus kommt ohne Massivbauteile nicht aus. Der Keller oder, wenn auf einen Kellerbau verzichtet wurde, die Bodenplatte sind immer aus massivem Baumaterial, meistens aus Beton.

Massivbecken

Diese Schwimmbecken werden entweder gemauert und dann verputzt oder komplett aus Stahlbeton gegossen. Die Auskleidung der Innenwände erfolgt mit einer Polyesterbeschichtung. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die billigste Möglichkeit ist die direkte Beschichtung auf glattem Untergrund mit Polyester + 2 Lagen Glasfaser-Matten. Bei Becken über 130 cm Tiefe, und wo auch die Maueroberfläche nicht besonders glatt ist, sollte zumindest an den Wänden zuerst ein Glas-Matten-Gewebe, darüber eine Feinmatte aufgelegt werden. Die teuerste Möglichkeit besteht im Aufkleben von Polystyrol-Isolier-Platten punktweise mit Fliesenkleber auf den Rohbau. Dann werden Oberflächenglatte vorgefertigte, in Rollen angelieferte Spezial-Polyester-Platten, 3 bis 8 mm stark auf die Wände gelegt.

Massivdach

auch: Massivdächer

Das Massivdach ist ein Dach aus massiven Fertigelementen. Diese Fertigelemente können aus Holzwerkstoffen, Beton oder Ziegel sein. Je nach System muss zusätzlich eine Wärmedämmung vorgesehen werden. Ein Dachstuhl fehlt. Vielmehr werden die Dachelemente mit dem Kran direkt auf die Giebelwände oder einen Firstsparren (z.B. Stahlträger) und den Kniestock verlegt. Ein Massivdach lässt sich um einiges schneller als ein herkömmliches Dach mit Dachstuhl errichten. Allerdings ist der nachträgliche Einbau eines Dachfensters oder einer Gaube fast unmöglich. Ein Massivdach speichert sehr gut die Wärme und ist daher sehr gut für den sommerlichen Wärmeschutz geeignet. Auch beim Schallschutz hat ein Massivdach Vorteile gegenüber einem von Zimmerleuten mit Dachstuhl errichteten Dach.

Massivdecke

auch: Massivdecken

Decke aus Beton oder Stahlbeton, in Einzelfällen auch Mauerwerk, die sich durch eine gute Widerstandsfähigkeit gegen Feuer sowie durch Dauerhaftigkeit, insbesondere gegen tierische und pflanzliche Schädlinge, auszeichnet. Eine Decke aus Stahlbeton ist gegenüber einer Holzdecke allerdings um einiges schwerer und es dauert durch die Erhärtungszeit wesentlich länger, bis sie belastbar ist.

Massivhaus

auch: Massivhäuser

Für den Architekten und den Bauingenieur ist jedes Haus, das aus massiven Baustoffen gebaut wurde, ein Massivhaus (siehe Massivbau). Derjenige jedoch, der ein Haus bauen will, versteht unter einem Massivhaus ein Haus, das traditionell Stein auf Stein gebaut wurde und nicht etwa ein Haus, das aus massiven Fertigteilen zusammengesetzt wird. Wettbewerbsrechtlich ist es also höchst problematisch, wenn ein Hersteller mit "Massivhaus" wirbt und vergisst hinzuzufügen, dass es sich um ein Massivhaus aus Fertigbauteilen handelt, also de facto um ein massives Fertighaus. Dies gilt auch für Massivhäuser, die aus zwei Schalwänden bestehen, deren Zwischenräume auf der Baustelle mit Beton ausgegossen werden. Auch dieses Haus ist also technisch gesehen massiv, ein "nicht unerheblicher Teil der angesprochenen Verkehrskreise" (so im Juristendeutsch) versteht darunter aber etwas ganz anderes.

Massivholz

auch: Massivhölzer

Unter Massivholz versteht man in der Holzwirtschaft Holz in natürlichem Zustand. Aus Massivholz gibt es beispielsweise Landhausdielen oder Holzpaneele. Die Verwendungsart von Massivholz ist unter anderem von der Art des Holzes abhängig. Fichte ist beispielsweise ein konstruktives Bauholz für Dachstühle, aber auch Schalungen, Bretter oder Stützen werden aus Fichte hergestellt. Die Lärche kommt zum Beispiel im Wasserbau, für Treppen oder Dachschindeln zum Einsatz. Auch als Fußbodenbelag eignet sich die Lärche wie auch die Buche, die zudem im Möbelbau und für Dübel zum Einsatz kommt. Aus Eiche werden Fußböden, Türen, Eisenbahnschwellen oder Treppen hergestellt. Auch für den Möbelbau ist die Eiche sehr beliebt.

Massivholzdielen

Massivholzdielen werden im Holzhandel mit dem Fachausdruck Hobeldielen bezeichnet.

Massivholzpaneele

auch: Massivholz-Paneele, Massivholzpaneel

Holzpaneel aus massivem Holz im Gegensatz zu %)Echtholzpaneel%) und Dekorpaneel.

Massivlehm

auch: Massivlehmsteine

Als Massivlehm wird ein Lehm ohne Beimengungen wie zum Beispiel Stroh oder Hackschnitzel verstanden. Er kommt im Lehmstampfbau zum Einsatz. Auch Massivlehmsteine für den Mauerwerksbau werden aus Massivlehm hergestellt. Solche Steine werden nicht gebrannt.

Massivparkett

wird in 10 mm Stärke angeboten und ist speziell für Renovierungsarbeiten gedacht. Die Stäbe haben glatte Kanten und sind dünner, schmaler und kürzer als beim Stabparkett. Massivparkett wird aufgeklebt.

Massivtreppe aus Porenbeton

auch: Massivtreppen, aus, Porenbeton

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Auch Treppen lassen sich aus Porenbeton herstellen. Die maßgenau vorgefertigten, bewehrten Blockstufen werden in Aussparungen des Treppenhausmauerwerks bzw. auf Auflagerwangen verlegt. So wächst die Treppe mit dem Geschossmauerwerk und ist sofort begehbar. Mit speziellen Auflagerwinkeln kann die Treppe auch nachträglich im fertigen Rohbau eingebaut werden. Die unbehandelte Oberfläche kann mit jedem üblichen Belag verkleidet werden. (Foto: Hersteller YTONG)

Maßstäbe

auch: Maßstab

Werkzeuge zum Messen, Anreißen oder Markieren. Es gibt verschiedene Typen und Modelle wie beispielsweise Zollstock, Rollbandmaß oder Bandmaß.

Maßtoleranzen

auch: Maßtoleranz

Daß eine Gebäude auf den Millimeter genau errichtet wird, absolut lotrechte Wände und absolut ebene Böden und Decken hat, ist eine Wunschvorstellung. Maßtoleranzen sind im Bauwesen an der Tagesordnung und in gewissen Grenzen werden sie auch toleriert, wobei Normen diese Grenzen genau umreissen. Bei der Ermittlung von Maßtoleranzen hat es der Bauingenieur mit Nennmaß, Istmaß, Istabmaß, Kleinstmaß, Größtmaß, Grenzabmaß, Stichmaß sowie der Ebenheitstoleranz und der Winkeltoleranz zu tun. Grundsätzlich ist die Maßtoleranz die Differenz zwischen Kleinstmaß und Größtmaß. Obwohl sich die Maßtoleranzen im mm-Bereich bewegen, können auch erlaubte 30 cm "herauskommen", nämlich bei einem Bauwerk mit über 30 m Nennmaß.

Maßwerk

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Maßwerk ist ein Begriff aus der Architekturgeschichte der Gotik. Als solches wird die charakteristische Ausführung gotischer Fenster bezeichnet, bei der zwei schmale Fensteröffnungen in ein Bogenfeld münden. Dieses Bogenfeld wurde (siehe Zeichnung) im Laufe der Jahrzehnte bis zu Lösungen weiterentwickelt, in denen eine Rose die Krone des Maßwerks bildet.

Mast

auch: Maste

In vielen ländlichen Gegenden sind hölzerne "Telefonmasten" ein gewohnter Anblick. Maste für die Telekom oder Energieversorger müssen verschiedene Kriterien erfüllen, dazu zählen u.a. gerader Wuchs, keine starken Äste und Astquirle, kein geharztes oder gefrorenes Holz. Als Maste geeignet sind alle einheimischen Nadelhölzer, vielfach verarbeitet werden aber auch Kiefern aus Skandinavien und Estland. Maste werden alle imprägniert, und zwar je nach Holzart mit Teeröl oder mit Salzlösungen, wodurch sie 30 Jahre haltbar werden. Die Telekom setzt Maste mit einem Durchmesser zwischen 13 und 16 cm und einer Länge bis 8 m.

Mastansatzleuchte

auch: Mastansatzleuchten

siehe Mastleuchte.

Mastaufsatzleuchte

auch: Mastaufsatzleuchten

siehe Mastleuchte.

Mastercarreé

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Eine bestimmte Struktur in einem Ornamentglas, die eng zueinander stehende quadratische Noppen auf­weist. Mastercarreé-Glas ist transluzent und gibt nur ver­schwom­mene Konturen von Personen oder Gegenständen wieder, die sich hinter einem solchen Glas befinden.

Mastix

siehe Asphaltmastix.

Mastkletterbühne

Mastkletterbühnen werden eingesetzt, um während der Bauphase an Großbaustellen Menschen und Material schnell in große Höhen zu befördern. Die Mastkletterbühnen werden an den Rohbau angelehnt und mit diesem verankert, wobei dann die Arbeitsbühnen wie eine Zahnradbahn an einem oder -je nach Modell - auch an zwei Masten hochklettern. Die Arbeitsbühnen sind häufig überdacht, wodurch mitfahrende Bauarbeiter vor herabfallendem Baumaterial geschützt sind.

Mastleuchte

auch: Mastaufsatzleuchte, Mastansatzleuchte, Mastleuchten

Bei Mastleuchten handelt es sich um Außenleuchten, die zur Beleuchtung von Wegen, Terrassen oder anderen Plätzen verwendet werden. Wie der Name schon sagt, werden die Leuchten auf Masten angebracht. Da sie häufig keine Einheit mit dem Masten bilden, werden sie mitunter auch als Mastaufsatzleuchten oder Mastansatzleuchten bezeichnet. Es gibt sie in unzähligen Formen und Designs – für reine Hauptverkehrsstraßen zum Beispiel in einem funktional-nüchternden Design, für andere Einsatzgebiete wie Anlieger-, Wohn- und innerstädtische Straßen sowie Fußgängerzonen, Plätze, Parks und Grünanlagen auch als dekorative Mastleuchten.

Matrize

Matte

auch: Matten

Mattenschneider

auch: Baustahlmattenschneider

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Mit dem Bolzenschneider verwandtes Schneidgerät, das speziell für den Einsatz auf Baustellen konstruiert wurde und dort dem Betonbauer ein schnelles Ablängen der Betonstahlmatten erlaubt. Die lange Ausführung der Werkzeugarme sorgt für eine große Kraftübertragung. Die Schneidklingen bestehen aus speziell gehärtetem Stahl.

Mattenwandheizung

auch: Mattenwandheizungen

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Die Mattenwandheizung funktioniert wie die Fußbodenheizung: Heizschlangen werden flächendeckend oder partiell verlegt. Bei der Mattenwandheizung sind die Heizschlangen in einer aufrollbaren Matte vorinstalliert. Die Matte braucht dann nur noch mit Tellerdübeln oder Klebern an der Rohbauwand befestigt und anschließend verputzt zu werden. Die Mattenwandheizung funktioniert nach dem Prinzip der Strahlungswärme.

Mattglas

auch: Mattgläser

Glas mit einer matten, einseitig aufgerauten Oberfläche wird mit verschiedenen Techniken hergestellt. Die älteste Technik ist das Ätzglas. Später wurde die matte Oberfläche durch Strahlmattieren mit Pressluft und scharfem Sand, durch das Mattschleifen kleinerer Stücke auf der Stahlscheibe oder durch das Satinieren mit Spezialspritzmitteln erzeugt. Dadurch entstehen Veränderungen der Lichtstreuung, des Reflexionsvermögens und der Durchlässigkeit, die davon abhängig sind, ob die raue oder glatte Seite dem einfallenden Licht zugekehrt ist. Mattglas findet beispielsweise bei der Verglasung von Türen, bei Leuchten oder im Bad bei Duschwänden Verwendung.

Mattierung

Verschiedene Bauprodukte und Baustoffe können durch Mattierung ein mattes, aber gerade deshalb besonders edles Finish bekommen. Das Mattieren geschieht durch Säurebehandlung (z.B. bei Glas) oder durch Sandstrahlen. Mattierte Waschtisch-Armaturen oder mattierte Türschilder sind gängige Produkte. Bei Holz wird zur Erzielung einer mattglänzenden, offenporigen Oberfläche nach dem Grundieren schnelltrocknende, unpigmentierte Holzlacke, überwiegend aus Nitrozellulose, aufgetragen.

Mattierungsmittel

siehe Additive.

Mattlack

auch: Mattlacke

Mattlacke zählen zu den Alkydharzlacken. Verwendet werden sie vor allem für schwierige Untergründe wie beispielsweise vergilbte Decken. Sie enthalten spezielle Mattierungsstoffen und einen hohen Anteil an Pigmenten. Dadurch ust eine gute Deckung gewährleistet. Mattlacke sind lufttrocknend und eignen sich als Überstrich von alten Dispersions- und Lackfarben sowie Tapeten. Die Oberfläche ist waschbeständig und hat eine gute Absperrung gegen Wasser- und Nikotinflecken.

Mauerabdeckplatte

Eine Alternative zur Gesimsabdeckung bieten die Mauerabdeckplatten, die aus Beton oder aus Naturstein bestehen können und die wie ein flach geneigtes Satteldach, oft auch wie ein Pultdach auf freistehenden Mauern sitzen. Die Platten werden wie die Mauersteine in Mörtel verlegt und sollen verhindern, dass Nässe von oben in die Mauer dringt und diese durchfeuchtet, was Moos- und Algenbewuchs sowie Ausblühungen zur Folge haben kann. Mauerabdeckplatten werden nicht bündig mit der Mauer eingebaut, sondern stehen beidseitig einige Zentimeter über. Grundsätzlich weisen sie Wassernasen auf, damit das Regenwasser sauber abtropft.

Mauerabdeckung

auch: Mauerabdeckungen

Maueranker

Maueranker sind seit der Eisenzeit bekannt. Unsere Vorfahren setzten Maueranker ein, um bei Kirchen, Burgen und allen höheren Bauwerken das Mauerwerk vor Zuglasten zu schützen bzw. diese abzufangen. Historische Maueranker sind in der Regel T-förmig geschmiedete Bandeisen, öfters wurden jedoch die auf dem Mauerwerk sichtbaren Eisenteile kunstvoll mit Rosetten und anderen Ornamenten versehen. Bei der Sanierung historischer Gebäude werden auch heute noch Maueranker gesetzt oder Spannverankerungen durchgeführt. Der Begriff Maueranker darf nicht verwechselt werden mit dem Fassadenanker.

Maueranschluss

auch: Maueranschlüsse

Unter einem Maueranschluss versteht man das "Anschließen" einer Mauer an eine andere. Das kann sich dabei um eine Eckverbindung, eine sog. Mauerecke handeln, es kann eine sog. Mauereinbindung oder eine Mauerkreuzung sein. Die Details werden in unserem Fachbeitrag erklärt.

Mauerband

siehe Mauerlatte.

Mauerbinder

Mauerdicke

auch: Mauerdicken

siehe Wandstärke.

Mauerdurchführung

auch: Wanddurchführung, Mauerdurchführungen

Im Bauwesen wird unter einer Mauerdurchführung vor allem das "Durchführen" von Abluftrohren verstanden. Die Rohre, die an eine Dunstabzugshaube oder an ein Belüftungssystem angeschlossen sein können, werden mit eingemauert. Die Rohre müssen keineswegs nur rund sein; es können auch Vierkantrohre eingebaut werden. Bei großen Belüftungsanlagen werden kastenförmige Systeme verlegt. In jedem Fall werden diese Mauerdurchführungen mit einem Lüftungsgitter verschlossen.

Mauerecke

auch: Mauerecken

siehe Maueranschluß

Mauereinbindung

auch: Mauereinbindungen

siehe Maueranschluß

Mauerfräse

auch: Mauerfräsen

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Die Mauerfräse ist ein Aufsatz für Bohrmaschinen. Mit ihr werden Schlitze in das Mauerwerk gefräst, damit Kabel schneller und einfacher unter Putz und Leichtbausteinen verlegt werden als auf die herkömmliche Art des Aufstemmens. Das Gerät wird fest auf die Wandfläche aufgesetzt und vorwärts geschoben, wobei der Pressandruck natürlich konstant erhalten werden muss.

Mauerhaube

auch: Mauerhauben

Allgemeiner Begriff für die Abdeckung einer freistehenden Mauer im Außenbereich, um ein Durchnässen der Mauersteine von oben durch Regen zu verhindern. Außerdem haben solche Mauerabdeckungen eine gestalterische Aufgabe. Mauerhauben werden aus sehr unterschiedlichem Material hergestellt: aus Ton gebrannt, aus Blech gekantet oder aus Beton gegossen.

Mauerhöhe

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Mauerhöhen werden durch die Schichthöhe und die Anzahl der Schichten bestimmt. Die Höhe einer Schicht ergibt sich aus der Höhe des Steins und der Dicke der Fuge. Die Dicke der Fuge ist abhängig vom Format des verwendeten Steines und bewegt sich zwischen 1,05 cm beim Dünnformat und 1,23 cm beim Normalformat. So kommt man wiederum auf ein Vielfaches von einem Achtelmeter. In der Abbildung sieht man, wie viele Schichten sich bei einer Mauerhöhe von einem halben Meter für die verschiedenen Steinformate ergeben.

Mauerkasten

auch: Mauerkästen

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Mauerkästen sind vorgefertigte Kästen aus Kunststoff, Edelstahl oder vernickeltem Stahlblech, die in eine bestehende Wand eingelassen oder bei einem Neubau ummauert werden. Der Mauerkasten nimmt Abluftrohre auf und leitet Abluft oder Abgase nach draußen. Unter dem Begriff Mauerkasten werden auch Systeme verstanden, die vor und hinter dem Mauerwerk eine quadratische Platte aufweisen, die mit einem Rohr verbunden ist, wobei nur das Rohr selbst durch die Mauer geführt wird. In jedem Fall verfügt ein Mauerkasten über ein Außengitter, auch Ausblasgitter genannt.

Mauerkloben

siehe Steinkloben.

Mauerkragen

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Bei der Hauseinführung von Rohren aus Kunststoff, Stahl, Faserzement, Beton oder Steinzeug durch Betonwände oder gemauerte Wände sind Mauerkragen das richtige Zubehör, um die Wandung von Rohren einfach und sicher abzudichten. Der Mauerkragen wird dazu über das Rohr gestülpt und anschließend die Spannbänder mit dem Spannschloß fest angezogen. Mauerkragen gibt es für verschiedene Rohraußenabmessungen von 25 mm bis 1200 mm.

Mauerkreuzung

auch: Mauerkreuzungen

siehe Maueranschluß

Mauerkrone

Die Mauerkrone bezeichnet den oberen horizontalen Abschluss einer Mauer. Sie soll die Mauer vor eindringender Feuchtigkeit schützen. Verwendung als Mauerkrone finden in der Regel größere flachere Steinformen. Größere Steine werden deshalb benutzt, um die Anzahl der Fugen möglichst gering zu halten. Die Fugen müssen zudem besonders sorgfältig und dicht gearbeitet sein. Als zusätzlicher Schutz steht die Mauerkrone oft einige Zentimeter über und hat einen Traufrand. Die Mauerkrone kann auch künstlerisch gestaltet sein.

Mauerlatte

auch: Mauerschwelle, Mauersohle, Mauerband, Mauerlatten

Die Mauerlatte bzw. Mauerschwelle dient der Balkenlage einer Holzbalkendecke als Auflager und Druckausgleich. Sie hat somit dieselbe Funktion, wie die Fußschwelle für die Sparren eines Dachtragwerks. Durch die Mauerlatte, die eine Höhe von 14-20 cm haben kann, werden die einzelnen Auflager auf eine einheitliche Höhe gebracht. Im historischen Holzbau wurden Mauerlatten und Deckenbalken miteinander verkämmt (siehe Kammverbindung). Häufig wurde die Mauerlatte auch doppelt gelegt, da die Last dadurch besser verteilt wurde.

Mauermörtel

auch: Mauer, Mörtel

Damit die einzelnen Mauersteine einen Verbund bekommen, benötigt man Mauermörtel. Der Mörtel gleicht Unebenheiten der Steinlagen aus und muss den Druck des gesamten Baukörpers weiterleiten. Doch nicht jeder Mauermörtel hält gleich viel Druck aus. Daher unterscheidet man fünf Mörtelgruppen mit unterschiedlicher Druckfestigkeit. Es wird zudem zwischen Werktrockenmörtel, Werkvormörtel und Werkfrischmörtel unterschieden. Werkfrischmörtel wird gebrauchsfertig auf die Baustelle geliefert, einem Werkvormörtel muss auf der Baustelle noch Zement und Wasser zugemischt werden und Werktrockenmörtel ist auf der Baustelle noch Wasser zuzugeben.

Mauernische

auch: Mauernischen

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Mauernischen sind 1/2 bis 1 Stein tiefe Aussparungen im massiven Mauerwerk. Sie werden vom Maurer ausgespart, um Raum für die Installation von Waschbecken, Badewannen, Wandschränken, Regenrohren usw. zu gewinnen. Dabei muss die verbleibende Wand mindestens 1/2 Stein dick bleiben. Die Zeichnungen zeigen Mauernischen in verschiedenen Verbandsabschlüssen. Der früher übliche Einbau von Radiatoren in Mauernischen hat sich als effektive Maßnahme der Energieverschwendung erwiesen.

Mauernutfräse

auch: Nutfräse, Mauernutfräsen

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Elektrogerät zum Herstellen von Schlitzen für Elektroinstallationen oder Wasserrohre in Beton oder Mauerwerk. Die Schlitze werden mit Diamantscheiben hergestellt. Eine externe Staubabsaugung sorgt für ein nahezu staubfreies Arbeiten. Mauernutfräsen gleichen in Konstruktion und Aufbau den Schlitzfräsen, sind aber im Gegensatz zu diesen mit zwei Trennscheiben ausgestattet. Damit werden beim Einsatz zwei parallele Schlitze gezogen und der dabei entstehende Mittelsteg wird anschließend manuell ausgebrochen.

Mauersalpeter

siehe Ausblühung

Mauerscheibe

auch: Mauerscheiben

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Mauerscheiben werden in Sichtbeton ausgeführt, der in Spezialformen aus Stahl geformt wird. Sie dienen vor allem als Böschungsbefestigungen, wenn Terrassen, Straßen, Wege oder Kelleraufgängen vor nachrutschendem Erdreich geschützt werden sollen. Betonwerke liefern diese Scheiben, die auch L-Steine oder Winkelsteine genannt werden, bis zu einer Höhe von 300 cm. Mauerscheiben erreichen ihre Stabilität dadurch, dass der sog. Fuß von den Erdlasten nieder gedrückt wird. Mauerscheiben gibt es auch als Eckelemente.

Mauerschwelle

auch: Mauerschwellen

siehe Mauerlatte.

Mauersohle

siehe Mauerlatte.

Mauerspeis

siehe Mörtel.

Mauerstärke

auch: Mauerstärken

siehe Wandstärke.

Mauerstein

auch: Mauersteine

Zum Mauern werden Steine unterschiedlichen Formats und Materials verwendet. Um auf die geforderten Maße zu kommen, gibt es in Deutschland Mauersteine im Normalformat (NF) oder Dünnformat (DF) bzw. eines Vielfachen dessen (2DF, 3DF .... usw.). Verschiedene Materialien von Mauersteinen sind zum Beispiel Mauerziegel, KS-Stein oder Porenbeton.

Mauersteinsäge

auch: Mauersteinsägen

siehe Wandsäge

Mauerstoß

auch: Mauernischen

Wenn eine seitliche Mauer im Winkel von 90° auf eine durchgehende Mauer anstößt, so spricht der Maurer von einem Mauerstoß. Die auftreffende Mauer ist meistens eine Zwischenwand zum Trennen eines großen in zwei kleinere Räume oder es handelt sich um die Außenwand eines Anbaus. Die Grundregel beim Mauern ist, dass die Läuferschicht durchgeht und die Binderschicht anschließt.

Mauertafelziegel

Die Produktion vorgefertigter Wandtafeln aus Ziegeln ist seit den frühen sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts bekannt. Die dazu verwendeten Mauertafelziegel unterscheiden sich nur dadurch von den üblichen Mauerziegeln, dass anstelle der Griffschlitze grössere Aussparungen vorgesehen sind, die in der Mauertafel senkrecht durchlaufende Kanäle ergeben. Von der Herstellung entsprechen sie im wesentlichen dem handelsüblichen Hochlochziegel, bzw. dem Hintermauerziegel. Die Verarbeitung erfolgt mit Normal-, Leicht- oder auch Dünnbettmörtel. Mauertafelziegel eignen sich nicht nur für die Herstellung von Wänden, sondern auch für Ziegeldecken. Zur Herstellung einer Mauertafel werden die einzelnen Ziegelelementteile auf teilautomatisierten, computergesteuerten Produktionsanlagen industriell hergestellt. Diese Elemente werden senkrecht stehend, im klassischen Mauerverband aufgemauert und haben im fertigen Zustand eine Länge von bis zu 6 m und eine Höhe von bis zu 3 m. Die Verwendung von im Werk vorgefertigten Mauertafeln bringt zwar viele Vorteil und war einige Zeit sehr beliebt. Doch heutzutage werden Mauertafelziegel kaum noch verwendet und werden daher kaum noch produziert.

Mauerverband

auch: Verband, Mauerziegelverband, Mauerverbände

Damit Mauerwerk seine geforderte Festigkeit erreicht, müssen die Mauersteine im Verband gemauert werden. Dabei werden verschiedene Verbände, wie Binderverband, Läuferverband, Blockverband oder Kreuzverband unterschieden.

Mauerwange

Eine Mauerwange ist ein Mauerwerkskörper, der ein Konstruktionsteil einfasst und statisch trägt, z.B. die Stufen einer Treppe (Treppenwange), einen Schornstein (Schornsteinwange) oder eine vorgezogene Glaswand.

Mauerwerk

Im Massivbau bestehen die Wände in der Regel aus Mauerwerk. Dazu kommen künstliche Steine aus verschiedenen Materialien wie Ziegel, Porenbeton oder Kalksandstein aber auch natürliche Materialien wie Sandstein zum Einsatz. Wobei sich das Einsatzgebiet von Natursteinen hauptsächlich auf Sakralbauten oder Gartenmauern beschränkt (siehe auch Natursteinmauerwerk). Die Steine werden auf verschiedene Arten vermauert - einschalig , zweischalig (z.B. als Verblendmauerwerk), unverputzt (z.B. als Sichtmauerwerk) oder verputzt, ohne oder mit Wärmedämmung, wobei diese innen, außen oder in der Mitte sein kann.

Mauerwerksabfangung

auch: Mauerwerksabfangungen

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Bei zweischaligem Mauerwerk ist bei höheren Wandscheiben eine sog. Mauerwerksabfangung erforderlich. Die zweite Schale z.B. aus Verblendmauerwerk wird deshalb von Konsolankern abgefangen, und zwar nicht nur in bestimmten Höhen, sondern auch im Bereich von größeren Fenster- und Türöffnungen. Unsere Zeichnung zeigt sog. Einzelkonsolanker (links) und Winkelkonsolhalter (rechts) des Herstellers Modersohn aus Spenge.

Mauerwerksbau

Der Mauerwerksbau als Teil des Hochbaus beschäftigt sich mit dem Errichten von Wänden bzw. Mauern aus natürlichen (z.B. Bruchsteinmauerwerk) oder künstlichen Mauersteinen. Als Verbindungsmittel der Mauersteine fungiert meist der Mörtel. Damit Mauerwerk seine geforderte Festigkeit erreicht, müssen die Mauersteine im Verband gemauert werden (siehe Mauerverband).

Mauerwerksinjektion

auch: Mauerwerksinjektionen

siehe Injektion

Mauerwerkssperre

Die Mauerwerkssperre ist die horizontale Abdichtung eines Mauerwerks. Sie wird in die Lagerfugen der Grundmauer eingelegt und schützt so wirksam vor aufsteigender Erdfeuchte. Das Material muss hochflexibel sein und lässt sich in der Regel auch bei niedrigen Temperaturen „über Eck“ verlegen, ohne dass Risse entstehen. Mauerwerkssperren verschiedener Hersteller bestehen beispielsweise aus Ethylen-Vinyl-Acetat-Terpolymer (EVA) und können direkt zwischen der Bodenplatte und der ersten Steinschicht verlegt werden.

Mauerwerksverband

auch: Mauerwerksverbände

Beim klassischen Mauerwerksverband wird jede zweite Mauersteinreihe um einen halben oder viertel Stein gegenüber der vorherigen Steinreihe versetzt angeordnet. Neben dem klassischen Mauerwerksverband gibt es verschiedene Zierverbände, die einem Verblendmauerwerk eine besondere optische Wirkung verleihen.

Mauerziegel

auch: Ziegelstein

Als Mauerziegel bezeichnet man künstliche Steine, die aus Ton zu Ziegeln gebrannt werden. Sie werden allerdings im Gegensatz zu Dachziegeln zum Mauern oder Verkleiden von Gebäudewänden verwendet. Unter "Mauerziegel" verstehen wir heute eine ganze Reihe von Produkten. Zu nennen sind die herkömmlichen, als Klinker bezeichneten hochfesten und frostfreien Ziegel. Diese werden in der Regel als Vormauersteine für Klinkerfassaden verwendet. Aber auch im Kanalbau finden Klinker immer noch Verwendung, etwa bei gemauerten Kanalschächten. Daneben kommen hochwärmedämmende Hochloch- und Leichthochlochziegel zum Einsatz, bekannt u.a. als Poroton - Steine. Diese haben durchgehende Löcher und besitzen außerdem einen hohen Anteil an Luftporen. Die Wärmedämmeigenschaften dieser Steine sind so gut, dass man in der Regel ohne zusätzliche Wärmedämmung auskommt. Diesen Vorteil erkauft man sich allerdings mit deutlich schlechteren Schallschutzeigenschaften. Für Wohnungstrennwände sind diese Steine nicht geeignet. Es gibt allerdings auch Sonderformate. Diese Steine verfügen über besonders große Hohlkammern, die mit Beton ausgefüllt werden. Durch die damit erzielte höhere Rohdichte können diese Wände als Schallschutzwände verwendet werden. Neu sind auch Mauerziegel mit integrierter Wärmedämmung, die auch als Wärmedämmziegel bezeichnet werden.Nach Art der Herstellung und Verwendung unterscheidet man Vollziegel, Hochlochziegel, Leichthochlochziegel, Vormauer-Vollziegel, Vormauer-Hochlochziegel, Vollklinker, Hochlochklinker, Mauertafelziegel, Keramikklinker und Leichtlanglochziegel. Weiterhin gibt es noch Ergänzungsziegel wie z.B. den Fensteranschlagziegel.

Mauerziegelverband

auch: Mauerziegelverbände

siehe Mauerverband.

Mauerziegelverblender

siehe Verblender.

Maulbreite

Jeder Hobel hat ein "Maul", in das die Messerplatte des Hobels eingesetzt wird. Je nach Art des Hobels variiert dementsprechend die Maulbreite.

Maulschlüssel

Maulweite

auch: Maulweiten

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Der Begriff "Maulweite" wird im Zusammenhang mit Türzargen verwendet. Umfassungszargen binden rechts und links in das Mauerwerk ein, das unterschiedlich dick sein kann. Die Zargen müssen daher ebenfalls unterschiedlich "dick" sein. Der Fachmann spricht hier von Maulweite, wobei bei jeder Zarge noch ein gewisser Spielraum hinsichtlich der Breite besteht. Die Maulweite setzt sich aus der Mauerstärke und der beidseitigen Wandbekleidung zusammen. Es müssen also noch der Putz, eine Holzverkleidung oder die Fliesen mit berücksichtigt werden. Bei Ständerkonstruktionen ergibt sich die Maulweite aus der Tiefe der Unterkonstruktion (in der Regel Metallprofile) und der Dicke der beidseitigen Beplankung (Gipskartonplatten, Gipsfaserplatten u.a.).

Maurer

Maurer ist eine Lehrberuf mit dreijähriger Ausbildungszeit. Wer diesen Beruf ergreift, muss körperlich belastbar sein, gerne im Freien und mit den Händen arbeiten. Staub und Schmutz gehören ebenso zum Maureralltag wie Hitze und Kälte. Maurer arbeiten nach den Entwürfen und Plänen des Architekten, planen jedoch ihre spezifische Arbeit selbst. Sie betonieren das Fundament und setzen Decken und Zwischenwände ein. Die Mauerwerke mauern sie aus einzelnen Mauersteinen oder setzen sie aus Fertigteilen zusammen. Nach Dämm- und Isolierungsarbeiten verputzen sie das Mauerwerk. Darüber hinaus führen Maurer auch zusätzliche Arbeiten im Tiefbau und im Ausbau durch, vom Ausbaggern der Baugrube über den Einbau von Treppen bis hin zum Plattenverlegen.

Maurerhammer

auch: Maurerhämmer

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Unentbehrliches Werkzeug eines Maurers. Er wird wie ein Heiligtum verehrt und nie aus den Augen gelassen, geschweige denn aus den Händen gegeben. Der Hammer wird verwendet zum Einschlagen und Entfernen von Nägeln sowie zum Teilen von Ziegeln. Dazu besitzt der Maurerhammer eine relativ breite, scharfe Schneide und einen Nagelzieher. Maurerhämmer haben einen Stiel aus Holz oder aus Glasfaser.

Maurerkelle

auch: Stuckateurkelle, Mauererkellen

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Die Stuckateur- Maurerkelle ist die Standardkelle zum Mauern oder Verputzen. Die Kelle besitzt einen Griff aus Holz oder Kunststoff und ein Blatt aus Metall. Das Blatt kann entweder dreieckig oder viereckig sein. Der Hals einer Kelle kann entweder S-förmig (wegen der gleichmäigeren Gewichtsverteilung) oder gerade sein. Es gibt Maurerkellen in verschiedenen Größen wie zum Beispiel 160 mm, 180 mm oder 200 mm. Regional bedeutsame Maurerkellen sind zum Beispiel die Bayrische Maurerkelle oder die Berliner Maurerkelle.

Maurerklammer

siehe Bauklammer.

Maurerkrätze

Nässender, juckender Hautausschlag, der bei Bauarbeitern die Berufskrankheit Nr. 1 darstellt. Die Krankheit ist zurückzuführen auf stark chromathaltige Zuschläge im Zement. Seit 2005 dürfen nur noch chromatarme Zemente verwendet werden, um die Krankheit wenn nicht zu verhindern, so doch stark einzuschränken. Beim Auftragen Zementputzes ist Schutzbekleidung sinnvoll.

Maurerpinsel

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Runder Pinsel mit langen, dichten Borsten für das Anfeuchten des Mauerwerks vor dem Verputzen.

Maurerschnur

auch: Maurerschnüre

Hilfsmittel der Maurer; in der Regel eine gelbe Kunststoffschnur, die an einem Schnurgerüst oder zwischen zwei Schnurnägeln befestigt wird. Die Maurerschnur, die stets straff gezogen sein muss, erleichtert dem Handwerker einen geraden, waagerechten Aufbau. Maurerschnüre werden auf Rollen geliefert bei Längen von 50 und 100 m und einem Schnurdurchmesser zwischen 1,5 und 2,5 mm. Das Wort "schnurgerade" kommt aus der Sprache der Bauhandwerker.

Mazeration

siehe Holzkorrosion.

MDF-Platte

auch: MDF-Platten

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Die mitteldichte Faserplatte (MDF-Platte) wird überwiegend aus entrindetem Nadelholz hergestellt. Die Oberfläche ist beidseitig geschliffen, eine ein- und beidseitige Grundierfolienbeschichtung in verschiedenen Strukturen möglich. MDF hat, im Vergleich zu vielen anderen Holzwerkstoffen, eine höhere Biege-, Querzug- und Schraubfestigkeit. Die mechanische Belastbarkeit und Beständigkeit von MDF ist höher als bei der herkömmlichen Spanplatte. Bei der Herstellung von bautechnischen MDF-Platten gibt es zwei Verfahren: Das eine ist das als umweltbedenklich eingestufte Nassverfahren, das andere Herstellungsverfahren ist ein Trockenprozess. Dieser Trockenprozess bringt Plattenwerkstoffe mit guten Festigkeiten für baustatische Anwendungen hervor. Hochwertige heimische Nadelholzarten, wie Fichte und Kiefer, werden mittels eines Refiners verfasert und mit geringen Anteilen an Bindemitteln versehen. Die Fasern werden getrocknet, zu einem Faserflies gestreut und auf einer Endlospresse schonend unter Hitze und Druck in bis zu 2,80 m breite Plattenstränge verpresst. Die verwendeten Bindemittel sind formaldehydfrei und bauökologisch unbedenklich. Die bautechnischen MDF-Platten sind als diffusionsoffen zu bezeichnen und eignen sich daher hervorragend im Wandbereich als äußere Beplankung und im Dachbereich als Dachplatte. Durchgefärbte MDF-Platten werden darüber hinaus für besondere Gestaltungsaufgaben und für den Möbelbau verwendet.

mechanische Lüftung

Bei der mechanischen Lüftung heißt es nicht Fenster auf und durchlüften, sondern das Fenster bleibt zu und die frische Luft wird durch Ventilatoren zugeführt. Oft ist die mechanische Lüftung mit einer Wärmerückgewinnungs-Anlage gekoppelt, um die Wärme der Abluft energetisch nutzen zu können. Mehr über mechanische Lüftung unter dem Stichwort Belüftung.

Mechanische Spannung

auch: Mechanische, Spannung

Maß für die Beanspruchung eines Bauteils durch äußere Kräfte. Zahlenmäßig die einwirkende Kraft bezogen auf eine Flächeneinheit.

Meditarium

auch: Meditaria

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Die von den alten Römern her bekannte Hypokaustenheizung stand Pate bei der Einrichtung sog. Meditaria (Mehrzahl des aus dem Lateinischen abgeleiteten Kunstwortes Meditarium). Wer sich den Begriff Meditarium hat einfallen lassen, ist unklar. Ein türkisches Bad hat mutmaßlich auch die Inspiration dazu abgegeben, vor allem in sog. Wellnessanlagen von Hotel- und Freizeitanlagen solche Meditaria einzubauen. Im Meditarium wird Wärme aus unterschiedlichen Energiequellen unter Sitzbänke und Ruheliegen aus Keramikplatten geleitet. Diese Strahlungswärme kann zusätzlich auch noch aus dem Fußboden und der Wand in das Meditarium gelangen - je nach Installationsaufwand. Die abgegebene Wärme liegt zwischen 35 und 50°, der ganze Körper wird also angenehm durchwärmt und der derart entspannte Mensch hat nun Gelegenheit, in dem Meditarium zu meditieren (daher der Name) oder ganz einfach nur zu dösen, was auf dasselbe hinauskommt, wenn sich "meditieren" auch besser anhört. Meditaria werden von Ofensetzern erbaut, wobei diese auch in der Lage sind, als Heizquelle einen Kachelofen in Anspruch zu nehmen.

Medium-Density-Fibreboard

siehe MDF-Platte.

Meerwasser-Entsalzungsanlagen

auch: Meerwasserentsalzungsanlagen

Mehlkorn

Das Mehlkorn ist das Feinstkorn im Beton. Der Mehlkorngehalt setzt sich zusammen aus dem Betonzuschlag bis 0,125 mm, eventuell dem Betonzusatzstoff und dem im Betongemisch enthaltenen Zement. Beton muss eine bestimmte Menge Mehlkorn enthalten, damit er gut zu verarbeiten ist und ein dichtes Gefüge bekommt. Der Anteil von Mehlkorn darf allerdings auch nicht zu groß werden, da der Widerstand gegen Frost und Taumittel darunter leiden könnte.

Mehrblattkreissäge

auch: Mehrblattkreissägen

Mehrblattkreissägemaschine

auch: Mehrblattkreissäge, Zuschnittautomat, Mehrblattkreissägemaschinen

Mit der Mehrblattkreissägemaschine, auch Zuschnittautomat genannt, wird Vollholz mehrfach aufgetrennt.

Mehrfamilienhaus

auch: Mehrfamilienhäuser

Dieser Begriff ist insofern schwammig, als prinzipiell auch ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung ein Mehrfamilienhaus ist, aber nicht als solches bezeichnet wird. Unter einem Mehrfamilienhaus wird üblicherweise ein Mietshaus mit mindestens vier Vollgeschossen verstanden, die Anzahl der weiteren Geschosse ist nach oben offen. Ein Hochhaus mit 400 Wohneinheiten ist dann eben auch ein Mehrfamilienhaus. Der Begriff unterscheidet auch nicht, ob es sich um ein Wohngebäude mit Miet- oder mit Eigentumswohnungen handelt, wird aber meist für Mietshäuser verwendet, während man im anderen Fall überwiegend von einer Eigentumswohnanlage spricht.

Mehrfeldträger

Mehrkammergrube

auch: Mehrkammergruben

Eine Mehrkammergrube ist bei einer Kleinkläranlage zu finden. Jede der Kammern hat dabei eine andere Aufgabe, z.B. Absetzgrube oder Ausfaulgrube. Das Abwasser durchläuft als verschiedene Stufen. In der mechanischen Stufe werden dann alle nichtlöslichen Teile entfernt. In der biologischen Stufe werden alle gelösten Stoffe durch Mikroorganismen abgebaut.

Mehrkammerpressen

Mehrläufige Treppen

Mehrläufige Treppen sind (anders als einläufige Treppen) durch Podeste unterbrochen. Bei diesen sogenannten Podesttreppen wird zwischen zweiläufig geraden, zweiläufig gewinkelten, zweiläufig gegenläufige und dreiläufig zweimal abgewinkelte Treppen unterschieden. Bei der zweiläufig geraden Treppe unterbricht ein Zwischenpodest den Lauf, eine Richtungsänderung findet nicht statt. Bei einer zweiläufig gewinkelten Treppe sind die beiden Läufe hingegen in einem Winkel von 90° zueinander angeordnet. Bei der zweiläufig gegenläufige Treppe erlaubt das Zwischenpodest die Umkehr der Bewegungsrichtung um 180°. Zwei Zwischenpodeste erlauben bei der dreiläufig zweimal abgewinkelten Treppe Richtungsänderungen von zusammen z.B. um 180°.

Mehrsäuler

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Im Heizungsbau und innerhalb der Herstellerbranche geläufiger Begriff für einen Radiator bzw. speziell für einen Säulenradiator, der aus mehreren Stahlrohrelementen besteht, die wiederum in einzelne "Säulen" unterteilt sind (siehe Zeichnung eines "Dreisäulers"). Zwischen den einzelnen Säulen kann Luft zirkulieren, was den Wirkungsgrad dieser Konvektionsheizung erhöht.

Mehrschalengreifer

mehrschalig

Zwar ist auch ein zweischaliges Mauerwerk mehrschalig, aber verstanden wird unter diesem Begriff eine Außenwand, die neben dem zweischaligen Wandaufbau noch eine Zusatzschale etwa aus Dämmplatten oder einer vorgesetzten Holzbekleidung aufweist. Im übrigen sind die Außenwände der Fertighäuser alle mehrschalig. Der Begriff trifft also nicht nur auf gemauerte Außenwände zu.

Mehrschichtfilter

Wie der Name bereits sagt, besteht der Mehrschichtfilter aus mehreren Schichten. Die Korngrößen des Filters sind so ausgewählt, dass das Wasser zunächst eine grobkörnigere Schicht durchläuft und die Schichten dann immer feinkörniger werden. Außer Wasser werden mit einem Mehrschichtfilter auch Spirituosen, Bier, Fruchtsäfte oder Wein gefiltert.

mehrschichtiger Estrich

auch: Mehrschichtige, Estriche

Mehrschichtiger Estrich ist ein im Verbund hergestellter Estrich aus zwei oder mehr Schichten. Er bietet sich bei großen Estrichdicken an. Wird die oberste Schicht des Estrichs unmittelbar genutzt, wird sie auch als Nutzschicht bezeichnet.

Mehrschicht-Leichtbauplatte

auch: Mehrschicht-Leichtbauplatten, Mehrschichtleichtbauplatte, Mehrschichtleichtbauplatten

Schaumkunststoffplatten (z.B. aus Styropor), die ein- oder zweiseitig mit Holzwolle-Platten beplankt sind. Sie werden beispielsweise als wärmedämmende Putzträger, zum Schallschutz oder als verlorene Schalung im Stahlbetonbau verwendet.

Mehrschichtparkett

auch: Mehrschicht-Parkett

Mehrschichtparkett ist in Deutschland als "Fertigparkett" bekannt. Aus zwei oder drei Schichten bestehende Parkettart, bei der die Nutzschicht aus mindestens 2 mm starkem Vollholz bestehen muss. Die Mittellage und die Gegenzugschicht können aus Holzwerkstoff oder anderen Materialien bestehen. Das dreischichtige Parkett ist besonders formstabil und kann geklebt oder "schwimmend" verlegt werden. Elemente aus zwei Schichten müssen verklebt werden.

Mehrseiten-Hobelmaschine

auch: Mehrseiten-Hobelmaschinen, Mehrseitenhobelmaschine, Mehrseitenhobelmaschinen

Profimaschine zur mehrseitigen Bearbeitung von Brettern, Leisten und Kanthölzern.In einem Arbeitsgang wird das Holz auf das Endmaß gehobelt bzw. gefräst.

Mehrseithof

auch: Mehrseithöfe

siehe Bauernhöfe

Mehrspartenhausanschluss

Mit einem Mehrspartenhausanschluss für Ein- oder Zweifamilienhäuser wird die gemeinsame Hauseinführung von Erdgas, Wasser, Strom, Telefon und Kabelfernsehen ermöglicht. Als Vorteil dabei ist die platzsparende Inneninstallation zu nennen. Sie beschränkt sich auf etwas mehr als 1 m². Außerdem sind weniger Erdarbeiten vor dem Haus nötig, um den Anschluss zu legen.

Mehrsparten-Hausdurchführung

auch: Mehrsparten-Hausdurchführung

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Mit der Mehrsparten-Hausdurchführung (MSH) werden die Gas- und Wasserrohre und die Stromkabel sowie Kommunikationsanschlüsse beschrieben, die nicht als einzelne Zuführungen vom öffentlichen Versorger durch die Kellerwand oder eine Bodenplatte, sondern als Installationseinheit ins Haus geleitet und dann vom Fachhandwerker angeschlossen werden. Dadurch gibt es nur einen Mauerdurchbruch. Diese Systeme müssen vom Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVWG) zertifiziert und dauerhaft dicht sein.

Mehrwalzenbrecher

siehe Walzenbrecher.

Mehrwalzenmühle

auch: Mehrwalzenmühlen

siehe Walzenmühle.

Mehrwegkabelbinder

auch: Mehrweg-Kabelbinder

siehe Kabelbinder

Mehrwegsystem

auch: Mehrwegsysteme

Ein vornehmlich für Verpackungen aus Glas bestehender Kreislauf. Gegen Pfand werden beispielsweise Getränkeflaschen oder Joghurtgläser an den Verbraucher abgegeben. Er erhält das Pfandgeld erstattet, wenn er dem Händler die leeren Flaschen und Gläser zurückbringt. Das Duale System setzt sich für den Erhalt und den Ausbau von sinnvollen Mehrwegsystemen ein. Die Verpackungsverordnung verlangt bundesweit eine Mehrwegquote von mindestens 72 Prozent im Getränkebereich.

Meißel

auch: Meissel

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Der Meißel ist ein keilartig zugespitztes Werkzeug aus Stahl. Es gibt Meißel für die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche: zum Trennen von Metall, zum Abspänen von Werkstücken, zum Schlagen von Kerben, zum Bearbeiten von Steinen oder zum Ausstemmen von Öffnungen im Mauerwerk. Den Meißel kann man nur für grobe Arbeiten verwenden. Es sollte daher immer mit Zugabe gearbeitet werden, weil nach dem Meißeln mit der Feile nachgearbeitet werden muss. Man unterscheidet verschiedene Meißelarten wie Spitzmeißel, Flachmeißel, Spatmeißel, Kanalmeißel, Hohlmeißel, Zahnmeißel, Fliesenmeißel, Mörtelmeißel, Fugenmeißel oder Stechbeitel.

Meißelhammer

auch: Meißelhämmer

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Elektrisches Werkzeug, das im Gegensatz zum Bohrhammer nur eine Schlagbewegung, nicht aber eine Rotationsbewegung erzeugt. Das Gerät, von den Bauhandwerkern auch "Stemmer" genannt, wird zum Abbrechen von Mauerwerk oder leichtem Beton verwendet. Da keine Kraftreserven für die Rotationsreibung bereitgestellt werden müssen, ist die Schlagkraft in der Regel höher als bei einem Bohrhammer gleicher Leistung. Meißelhämmer werden in verschiedenen Gewichtsklassen bis zu einem Gewicht bis etwa 11 kg hergestellt. Die Anwendungspositionen sind senkrecht nach unten, waagrecht und in den unteren Gewichtsklassen auch über Kopf.

Meister

Als Meister kann sich bezeichnen, wer in einem Handwerk die Meisterprüfung abgelegt hat. Berufe, bei denen man keinen Meister erwartet wie etwa im Fotografenhandwerk und Berufe, die mit dem Bauwesen nichts zu tun haben wie etwa der Friseurmeister, berufen sich auf eine Jahrzehnte, manchmal sogar Jahrhunderte alte Tradition, um den Meistertitel zu erhalten. Das gilt erst recht für uralte Berufe wie den Maurer, den Steinmetz oder den "Kachelofen-Bauer", der sich inzwischen Ofen- und Lüftungsbauer nennt. Der Meistertitel besagt allerdings nichts über die jeweilige Qualifikation eines Meisters. Im Baubereich sind viele tätig, die seit der unter Umständen 30 Jahre zurückliegenden Meisterprüfung nicht mehr praktisch gearbeitet haben und nur noch Angebote schreiben. Da sich die Handwerksordnung gelockert hat, unterliegen nicht alle Gewerke im Handwerk mehr einer Meisterpflicht.

Meisterbrief

auch: Meisterbriefe

Mit erfolgreich bestandener Meisterprüfung erhält ein Meister den Meisterbrief. Diese Urkunde ist im jeweiligen Zeitgeist grafisch aufwändig gestaltet und oft eingerahmt unter Glas an den Bürowänden der Handwerksmeister vorzufinden. Der Meisterbrief hat eine Jahrhunderte alte Tradition aus der Zeit der Zünfte und gilt trotz aller europäischer Gleichmacherei auch heute noch als Symbol für eine verläßliche handwerkliche Befähigung des Besitzers dieser Urkunde.

Meisterpflicht

Die Meisterpflicht ist besonders im Baubereich von Wichtigkeit. Bestimmte Gewerke dürfen nur von Handwerksbetrieben ausgeführt werden, deren Chef einen Meisterbrief nach einer bestandenen Meisterprüfung besitzt. Im Ausnahmefall genügt auch, wenn der Meister einer bestimmten Fachrichtung nur angestellt ist. Im Baubereich besteht Meisterpflicht bei den Berufen wie Dachdecker, Zimmermann, Betonbauer, Maurer, Gerüstbauer, Ofenbauer, Lüftungsbauer, Straßenbauer, Brunnenbauer, Steinbildhauer, Steinmetz, Maler und Lackierer, Schornsteinfeger oder Stuckateur. Bei den Gewerken, von denen Gefahren für das eigene Leben oder das Leben anderer ausgehen können, ist die Meisterpflicht sinnvoll.

Meisterprüfung

auch: Meisterprüfungen

Die Innungen im Zusammenwirken mit den Handwerkskammern führen Meisterprüfungen durch, bei deren erfolgreichem Abschluss ein Geselle das Recht hat, einen Handwerksbetrieb etwa aus dem Baubereich zu eröffnen und Lehrlinge auszubilden. Zur Vorbereitung auf eine Meisterprüfung führen die Innungen spezielle Kurse durch, die als zwei- oder dreijähriges Abendstudium oder in bestimmten Fachschulen wie etwa der Staatlichen Glasfachschule in Hadamar in einem sich über sechs oder acht Monate erstreckenden Vollzeit-Lehrgang angeboten werden. In diesen Lehrgängen erlangen die angehenden Meister auch betriebswirtschaftliche Kenntnisse. Voraussetzung zu Ablegung der Meisterprügfung ist eine dreijährige Gesellenzeit, aber es gibt viele Ausnahmeregelungen. Zur Meisterprüfung gehört ein theoretischer und ein praktischer Teil. Im praktischen Teil müssen die angehenden Meister ein Meisterstück anfertigen wie zum Beispiel im Zimmermannshandwerk den Bau eines Wintergartens aus Holz.

Meisterstück

Wer in einem Handwerk eine Meisterprüfung ablegt, muss im praktischen Teil der Prüfung ein Meisterstück abliefern bzw. anfertigen. Das kann zum Beipiel im Glaserhandwerk eine aufwändige Bleiverglasung mit Butzenscheiben sein oder im Maurerhandwerk das Mauern eines runden Erkers.

Melaminharz

Insbesondere Spanplatten werden mit Melaminharz beschichtet, um sie als dekorative Korpusplatten im Ladenbau, für Büro- und Wohnmöbel und dergleichen einsetzen zu können. Melaminharzbeschichtete Platten sind in zahlreichen Farben erhältlich. Melaminharz wird z.B. auch als Beschichtungsmaterial von Overlays für die Laminatherstellung verwendet.

Melawis

siehe Ramin.

Melioration

auch: Bodenmelioration

Als Melioration wurden ursprünglich alle Maßnahmen zur Bodenverbesserung bezeichnet. Im 20. Jahrhundert erfuhr der Begriff eine Ausweitung: Er umfasste nun auch indirekt verbessernde Maßnahmen wie die Güterzusammenlegung und den Erosionsschutz und wurde schließlich gleichbedeutend mit der umfassenden Restrukturierung der ländlichen Räume (sog. Gesamtmelioration). Bis ins 19. Jahrhundert beinhalteten die Meliorationen vor allem den Hochwasserschutz, die Bewässerung , Trockenlegungen, Wildbachverbauungen und Gewässerkorrektionen zur Sicherung von Siedlungen sowie zur Gewinnung und Verbesserung von Kulturland.

Membran-Ausdehnungsgefäß

Membrandach

auch: Membrantragwerk, Membrandächer

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Membrandächer sind nicht in klassische Formen der Dachdeckung und der Dachformen einzuordnen, vielmehr fallen sie unter den Begriff textiles Bauen. Membrandächer bestehen aus hochzugfesten Geweben, die an Stahlpylonen und Stahlseilen aufgehängt und verspannt sind. Membrandächer überspannen Sportarenen, Bahnsteige und öffentliche Plätze (Herstellerfoto Ceno Tec, den überdachten Stadtplatz Magdeburg zeigend). Für Membrandächer eignen sich Polyestergewebe mit beidseitiger Acryl-Lackierung oder Glasfasergewebe, die mit Fluorthermoplasten beschichtet sind. Die Beschichtungen haben die Aufgabe, das Regenwasser abperlen zu lassen und/oder das Regenwasser für eine Selbstreinigung des Gewebes zu verwenden.

Membrane

Membrane sind ein Bereich der modernen Architektur, bei der Textilien im Außenbereich eine große Rolle spielen. Die Überdachung eines Fußballstadions mit einem Textilgewebe fällt unter diesen Begriff, aber auch der Aufbau eines Ausstellungspavillions mit einem "Textildach" oder die riesige Altarüberdachung, wie sie etwa für Papst Benedikt XVI aufgebaut wurde, als er 2006 in München vor 250.000 Pilgern einen Gottesdienst zelebrierte. Solche Bauten müssen von den Architektenbis in kleinste Detail durchgeplant und vorbereitet sein, weil sie oft an einem Tag aufgebaut und abgebaut werden müssen. Membrane-Bauwerke wurden erst möglich, nachdem die Textilindustrie in der Lage war, wasserdichte, sturmfeste und gleichzeitig transparente Gewebe herzustellen.

Membrantragwerk

auch: Membrantragwerke

siehe Membrandach.

Mengenregler

Mennige

siehe Bleimennige.

Meranti

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Meranti ist eine in Malaya, Sarawak, Brunei und Indonesien heimische Holzart mit einer rötlichbraunen Holzfarbe und einem gelblich bis graurosa Splint. Das Holz ist hart, schwindet wenig und ist sehr widerstandsfähig. Es lässt sich gut bearbeiten, messern und schälen, leimen und polieren. Verwendung findet es in der Möbelfabrikation, in der Furnier- und Sperrholzindustrie, im Innenausbau, für Fenster und Türen. Zudem dient es als Mahagoniersatz.

Merbau

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Die natürliche Verbreitung der Holzart Merbau erstreckt sich über den ostasiatischen Raum und die Pazifikinseln zwischen Amerika, den Philippinen und Australien. Merbau ist ein grob strukturiertes Holz mit wenigen, sehr großen zerstreuten Poren. Die dekorative Holzart zeichnet sich durch eine rotbraune Färbung und einen natürlichen Glanz aus. Ein gutes Stehvermögen ermöglicht dieser festen, harten Holzart eine optimale Verwendung im Fußbodenbereich.

Mergel

Tonreiche Ablagerung mit Kalk oder Dolomit, nebensächliche Beimengungen: Quarzsand, Glimmer, Eisenerz usw. Im Mergel ist ein Sedimentgestein, das aus Ton, Kalk Dolomit und gelegentlich sehr wenig Sand besteht. Je nach Bestandsanteile unterscheidet man z.B. Tonmergel, Mergelton, sandiger Mergel oder Kalkmergel. Wegen seiner Zusammensetzung eignet sich Mergel hervorragend zur Herstellung von Portlandzementklinker, dem wichtigsten Bestandteil der meisten Zementarten.

Messerbalken

siehe Rundschneider.

Messerfeile

auch: Messerfeilen

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Die Messerfeile hat eine schmale dreieckige Form. Die beiden breiten Seitenflächen weisen eine Kreuzhieb-Zahnung auf, an der schmalen Unterseite, die wie ein Messer geführt wird, jedoch einen Einhieb. Das Oberteil ist glatt. Die Messerfeile eignet sich natürlich nicht dazu, Metall zu durchschneiden, sondern wird von Werkzeugmachern und Formenbauern für exakte Winkelarbeiten und zum Entgraten schmaler Nuten benutzt.

Messerfurnier

auch: Messerfurniere

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Werden mit einer Furnier-Messermaschine hergestellt. Eine sehr preisgünstige Herstellungsmethode, da fast kein Abfall entsteht. Da das Holz jedoch vorgeweicht werden muss, sind häufig Farbveränderungen des Holzes zu beobachten. Zudem entstehen häufig an der Unterseite des Furniers. Typische Messerfurniere sind Streifenfurniere und Fladerfurniere.

Messing

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Unter dem Sammelbegriff Messing versteht man metallische Verbindungen aus Kupfer und Zink. Um weitere besonderere Eigenschaften des Werkstoffes Messing herzustellen, können neben Kupfer und Zink noch weitere Elemente wie Aluminium, Eisen, Mangan, Nickel, Silizium und Zinn hinzulegiert werden. Eine besondere Rolle nehmen die Messingsorten ein, die kleine Anteile von Blei enthalten. Sie spielen im Sanitärbereich eine bedeutende Rolle. Messing ist härter und fester als reines Kupfer. Es hat eine schöne goldene Farbe und ist verhältnismäßig teuer. Messing verwendet man zum Beispiel für Beschläge, Zierknöpfe, aber auch als Türgriffe und Türklopfer. Messing zu lackieren (beispielsweise mit einem Zapon-Lack), birgt ein großes Risiko in sich. Wird nämlich die Oberfläche, also die Lackschicht, verletzt - beispielsweise durch einen Ring oder einen anderen Gegenstand - beginnt das Messing sofort mit Sauerstoff zu reagieren (Oxydation). Als Endergebnis sind kleine und sehr feine schwarze Risse im Handlauf sichtbar. Andere Bauteile, wie Rosetten oder Stabelemente, können wiederum gut durch einen Lack geschützt werden. Unlackierte Messingbauteile gibt es brüniert und poliert. Auf der Abbildung sehen Sie einen brünierten Handgriff der Hans-Dieter Schröder GmbH.

Messingnagel

auch: Messingnägel

Kleine Nägel, mit denen Messingaufhänger auf der Rückseite von Bilderrahmen befestigt werden.

Messing-Türgriffe

auch: Messing-Türgriff

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Messing-Türgriffe werden aus besten Messinglegierungen hergestellt. Die Oberfläche ist durch einen transparenten Einbrennlack mit sehr guter Haftfestigkeit und hoher Lösungsmittel- und Chemikalienbeständigkeit geschützt. Dennoch sollte auf den Einsatz scharfer Reinigungsmittel verzichtet werden. Wird durch mechanische Einwirkung (z.B. Schlüssel, Fingerringe etc.) die Schutzschicht beschädigt, kann dies zu Korrosion führen. Messingbeschläge mit Oberflächen-Schutz brauchen keine besondere Pflege. Schmutz kann mit einem weichen Tuch und Wasser entfernt werden. Unser Foto zeigt einen Türgriff des Herstellers Hoppe in der Kombination Messing/Edelstahl.

Messkamm

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Der Messkamm ist ein Hilfsmittel zur Bestimmung der Nassschichtdicke einer Beschichtung. Dazu muss der Messkamm kurz mit den äußeren Punkten gerade auf die nasse, beschichtete Oberfläche gesetzt werden. Danach kann man auf den Zacken sehen, welche der Zacken mit der Beschichtung benetzt wurde. Der Wert des letzten benetzten Zacken ist die Schichtdicke der Beschichtung an diesem gemessenen Punkt.

Messlehre

Andere Bezeichnung für Schieblehre

Messschieber

auch: Meßschieber

siehe Schieblehre.

Metall-Aktivgasschweißen

auch: Metallgasschweissen

Bei diesem Metall-Schutzgasschweißen verwendet man reaktionsfähige (aktive) Gase wie CO2 oder Mischgase.

Metallbaffel

auch: Metall-Baffel

Die Metallbaffel ist eine Alternative zur üblichen Baffel und dient ebenso der Schallabsorption in Seminarräumen, Kantinen und dergleichen. Rahmen und die gelochte Oberfläche einer Metallbaffel bestehen aus Aluminium, der Kern aus thermisch verfestigtem Polyester.

Metallbahn

auch: Metallbahnen

Dichtungsbahnen aus Weichkupfer oder Reinaluminium mit einer Dicke von mindestens 0,1 mm. Die Metallbahnen werden in Bitumen verlegt und fungieren als Abdichtungsfolie gegen Bodenfeuchtigkeit und Oberflächenwasser bei Wänden, Decken und Flachdächern.

Metallbandsäge

auch: Metallbandsägen

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Wie der Name schon sagt, handelt es sich um eine Bandsäge zum Ablängen von Metallrohren und Metallprofilen. Die Metallbandsäge erlaubt natürlich auch Gehrungs-schnitte. Je hochwertiger die Maschine, je lauf-ruhiger und vibrationsfreier die Arbeitsweise und je präziser die Schnitte.

Metallbauer

Handwerklicher Lehrberuf mit einer Ausbildungszeit von 3 1/2 Jahren. Metall ist überall: Fahrzeuge, Gitter und Geländer, Halterungen für Fassaden und vieles mehr werden aus Metall oder Stahl hergestellt. Dementsprechend unterschiedlich sind die Aufgaben der Metallbauer. Er kann zwischen fünf Fachrichtungen wählen, wobei für den Baubereich vor allem die Fachrichtung Konstruktionstechnik interessant ist. Metallbauer dieser Fachrichtung stellen Türen, Tore, Fenster aus Stahl, Aluminium und Kunststoff her. Sie fertigen Bauteile und Bauelemente für Metallbau- und Stahlbaukonstruktionen und befestigen diese an Bauwerken. Weiterhin stellen sie Unterkonstruktionen für Verkleidungen und Fassaden her und montieren sie. Auch die Montage und Prüfung von Schließ- und Sicherheitssystemen gehört zu den vielfältigen Aufgaben eines Metallbauers. Metallbauer der Fachrichtung Metallgestaltung schmieden Bauteile, wie z. B. Gitter, Portale oder Geländer per Hand und mit Hilfe von Maschinen. Grundsätzlich müssen Metallbauer löten und schweißen können.

Metallbedeckung

auch: Metallbedeckungen

siehe Metalldach.

Metallbrandpulverlöscher

auch: Metallbrand-Pulverlöscher

Beim Brand von Metallen wie Magnesium oder Aluminium enstehen sehr hohe Temperaturen. Das Löschen mit Wasser oder CO2 ist in diesen Fällen nicht nur unmöglich, sondern auch gefährlich, da H2O und CO2 in ihre chemische Bestandteile zerlegt werden. Man verwendet daher einen speziellen Metallbrandpulverlöscher%).

Metalldach

auch: Metall-Dachdeckung, Metallbedeckung, Metalldächer

Metalldächer sind im Kommen. Nicht nur auf Fabrikgebäuden oder Kirchen kann man das Material entdecken, sondern immer mehr auch auf Wohngebäuden. Mit Metall lassen sich die ausgefallensten Dachformen bekleiden. Das erfreut Architekten und Bauherrn gleichermaßen. Doch nicht nur dem Auge wird etwas geboten. Neben der Ästhetik erfüllen Metalldächer in puncto Lebensdauer, Festigkeit und Stabilität höchste Anforderungen. Da Metalldächer bei fachmännischer Ausführung nahezu wartungsfrei sind, ist langfristig gesehen das Dach sehr kostengünstig. Die am häufigsten anzutreffenden Metalldächer sind Aluminiumdach, Zinkdach, Edelstahldach, und Kupferdach.

Metall-Dachdeckung

auch: Metall-Dachdeckungen

siehe Metalldach.

Metalldachziegel

Irreführende Bezeichnung für Metallpfannen oder -schindeln für die Dacheindeckung. Ziegel, also auch Dachziegel, bestehen aus gebranntem Ton und wurden und werden, wie die Name schon sagt, in einer Ziegelei hergestellt.

Metalldrücken

auch: drücken

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Das Metalldrücken ist eine Technik, um Metallbleche spanlos zu verformen. Das Verfahren wird in sog. Metalldrückereien ausgeführt und hat den Vorteile, dass die kostenintensive Herstellung von Tiefziehwerkzeugen entfällt. Metalldrücken ist ein optimales Verfahren für die Herstellung rotationssymmetrischer kugel- und kegelförmiger sowie zylindrischer Formen als Hohlkörper in fast allen Metallen wie Edelstahl, Kupfer, Messing, Titanzink oder Aluminium. Metallgedrückte Erzeugnisse werden auch im Bauwesen benötigt, wie das im Foto gezeigte Beispiel eines sog. Dachschmucks mit Wetterfahne auf einem Kirchturm zeigt.

Metalle

Metalle unterscheiden sich durch eine Reihe von Eigenschaften von anderen Stoffen. Sie sind in der Regel glänzend, haben eine hohe Rohdichte und Festigkeit, in der Regel eine hohe Wärme- und eine gute elektrische Leitfähigkeit. Aufgrund der Kaltverformbarkeit von reinen Metallen ist deren Festigkeit für die Anwendung im Bauwesen nicht ausreichend. Alle am Bau verwendeten Metalle sind deshalb Legierungen aus verschiedenen Metallen oder aus Metallen und Nichtmetallen. Durch die Zusammensetzung der Legierung (Verschmelzung) kann jedoch nicht nur die Festigkeit, sondern insbesondere bei den Eisen-Metallen die Korrosionsbeständigkeit beeinflußt werden. Häufig im Bauwesen eingesetzte Metalle sind zum Beispiel Eisen, Aluminium, Kupfer oder Blei.

Metalleffektlack

auch: Metalleffektlacke

Beschichtungsstoffe, die Metalleffektpigmente z.B. aus Aluminium enthalten. Sie werden insbesondere in der Automobil- u. Industrielackierung als Decklacke eingesetzt. Um einen speziellen Effekt oder Farbton zu erzielen, können noch andere Effektpigmente und/oder Buntpigmente zugemischt werden. Metalleffektlacke werden nahezu ausschließlich als Basislacke eingesetzt.

Metallfolientapete

auch: Metallfolientapeten

siehe Metalltapete.

Metall-Inertgasschweißen

auch: Metall-Inertgasschweissen

Bei diesem Metall-Schutzgasschweißen verwendet man reaktionsträge (inerte) Gase wie Argon oder Helium. Aufgrund der hohen Gaskosten wird das Metall-Inertgasschweißen nur bei Schweißaufgaben eingesetzt, die mit dem Metall-Aktivgasschweißen nicht in ausreichender Qualität auszuführen sind. Dazu zählt das Schweißen von Aluminium und austenitischen Stählen.

Metallpaneele

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Zink- oder Aluminiumpaneele zur Fassadenbekleidung oder zur Deckenverkleidung. An der Fassade werden die Paneele waagerecht oder senkrecht auf einer Unterkonstruktion aus Holz oder Metall befestigt. Manche Metallpaneele besitzen eine integrierte Wärmedämmung. Eine Fassadenbekleidung aus Metall ist witterungs- und alterungsbeständig und besitzt eine lange Lebensdauer.

Metall-Profile

Metall-Profile sind längliche Profile aus Metall, die in den unterschiedlichsten Bereichen Anwendung finden. Als Abschlusskannten oder Übergangsleisten bei Fußböden findet man sie in nahezu jedem Haushalt. U-förmige Profile und Winkelprofile werden häufig als Zierelemente verwendet. Auch Vierkantrohre fallen in das Feld der Metallprofile. Eine eigene Gruppe in der Welt der Metall-Profile stellen Trockenbau-Profile dar.

Metallsäge

auch: Metallsägen

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Die Metallsäge - oft auch "Eisensäge" genannt, besteht bei Handsägen aus einem Stahl-Spannbogen für Sägeblätter. Der Griff kann entweder traditionell aus Holz sein oder er besteht aus Kunststoff. Das Sägeblatt oder eine Sägekordel wird an den Enden des Metallsägebogens befestigt und mit Hilfe einer Einstellschraube gespannt.

Metallschindel

auch: Metallschindeln

Metallschindeln werden aus rohem oder verzinntem Kupfer, aus Titanzink, aus vorbewittertem Titanzink sowie aus Aluminium hergestellt. Aluminiumschindeln werden zudem mit Beschichtungen in den Werksfarben der Hersteller und in (fast) allen RAL-Farben geliefert. Wie bei vielen Schindelarten werden auch die Metallschindeln auf eine Holzschalung genagelt, weshalb schon zwei Löcher vorgebohrt sind. Auch diese Schalung muss natürlich für den Fall der Fälle einen Feuchteschutz haben, weshalb die Hersteller das Anbringen einer diffusionsoffenen Unterspannbahn empfehlen. Metallschindeln werden in unterschiedlichen Arten und Formaten angeboten, zum Beispiel mit Stehfalz oder auch bereits als fertig montierte Schindelleisten, die dem Selbermacher die Arbeit stark erleichtern. Insbesondere die Möglichkeit, eine Dachfläche in interessanten Farben einzudecken, machen Metallschindeln zu einer Alternative für designbetonte Dächer.

Metallschlitzwand

auch: Metallschlitzwände

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Eine Metallschlitzwand ist das Gegenstück zu einer Lochwand. Während man in die Lochwand Halterungen wie etwa Metallbügel einhängen muss, um daran Werkzeug zu befestigen, muss man in die ausgesparten Schlitze einer Metallschlitzwand kleine Sichtlagerkästen einhängen. Die Metallschlitzwand kann plano an die Wand gedübelt werden, da das Rückteil einer solchen Sichtlagerbox nicht hinter der Wand arretiert wird. Die an einer solchen Metallschlitzwand arretierten Boxen nehmen Kleinteile wie Schreiben, Dichtubngsringe und dergleichen auf.

Metall-Schutzgasschweißen

auch: Metallschutzgasschweißen

Bei diesem Verfahren des Schmelzschweißens werden der Schweißstrom und ein aus einer Stahlflasche entnommenes inertes oder aktives Schutzgas gemeinsam mit der Drahtelektrode dem Schweißbrenner zugeführt. Der Lichtbogen brennt zwischen abschmelzendem Draht und Werkstück. Man unterscheidet zwischen Metall-Inertgasschweißen und Metall-Aktivgasschweißen.

Metallseifen

Bei Metallseifen handelt es sich um Salze höherer Fett-, Harz- und anderer Carbonsäuren, die z.B. mit Calcium, Kobalt, Mangan oder Zink gebildet werden. Eingesetzt werden sie als Hilfsstoffe, in Kunststoffen z.B. als Antiblockmittel, in ölfarben und -lacken auch als Trockenstoffe. Auch beim Bautenschutz kommen Metallseifen als Hydrophobierungsmittel zum Einsatz. Diese herausragende Stellung im Bautenschutz verdanken die Metallseifen ihrer hohen spezifischen Oberfläche sowie ihrer stark wasserabweisenden Wirkung. Es erfolgt bei der Hydrophobierung eine Belegung der Oberfläche über den gesamten Querschnitt, wodurch eine Hydrophobierung der Masse über Jahre gewährleistet ist. Die Wasserdampfdiffusion wird durch die Metallseifen nicht beeinträchtigt.

Metallspachtel

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Ein Wort, jedoch zwei Begriffe. Einmal wird unter einem Metallspachtel ein Werkzeug verstanden, das jeder Heimwerker, Maler und Putzer braucht, dann wird unter darunter aber auch eine pastöse Masse verstanden, also eine Metallspachtelmasse, mit der z. B. im KFZ-Bereich Beulen aufgefüllt oder Löcher im Blech kaschiert werden. Genau aus diesem Grund spricht man im KFZ-Handwerk auch von Füllspachtel. Ist das Blech gespachtelt und geschliffen, erfolgt die Lackierung. Der Metallspachtel als Werkzeug besteht aus einem Holzgriff und einem daran befestigten flexiblen Metallblatt. Metallspachtel haben immer eine trapezartige Form (siehe Foto), die Ecken können spitz oder abgerundet sein. Mit dem Metallspachtel als Werkzeug werden Spachtelmassen insbesondere auf Putzuntergründe aufgetragen, um Unebenheiten auszugleichen oder Löcher im Putz zu egalisieren, damit die Wand anschließend tapeziert werden kann. Sinnvoll sind aussschließlich Spachtelblätter aus rostfreiem Edelstahl, alle anderen hinterlassen früher oder später Rostspuren. Schmale Metallspachtel werden von Malern genutzt, um mittels Spachteltechnik ausdrucksstarke Bilder zu gestalten. Auch Konditoren nutzen Metallspachtel, um Pralinen und Feingebäck vom Kuchenblech zu heben.

Metallspreizdübel

auch: Metall-Spreizdübel

Wie Spreizdübel aus Kunststoff spreizen sich Metallspreizdübel beim Eindrehen einer Schraube auf, so dass sich der Dübel fest mit dem Untergrund verankert. Die Metallspreizdübel sind jedoch tragfähiger und sicherer als ihre Kunststoffkollegen, da sie höhere Spreizkräfte übertragen können. Kunststoffdübel können bei höheren Belastungen anfangen zu fließen, sie verformen sich allmählich durch die Auszugskräfte. Für Befestigungen an der Decke sind daher nur Dübel aus Metall zugelassen.

Metallsuchgerät

auch: Metallsuchgeräte

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Ein Metallsuchgerät spürt Wasser- oder Elektroleitungen auf und verhindert, dass beim Bohren diese getroffen und beschädigt werden. Im Prinzip handelt es sich bei diesem Begriff um eine andere Bezeichnung des Leitungsfinders

Metalltapete

auch: Metallfolientapete, Aluminiumtapete, Metallvliestapete, Metalltapeten

Metalltapeten sind auf Papier kaschierte Metallfolien, meist aus Aluminium. Durch spezielle Oberflächenbehandlungen (bedrucken, ätzen, oxidieren, prägen) lassen sich reizvolle Effekte erzeugen. Da diese Tapeten nicht einfach zu verarbeiten sind, werden ähnliche Glanzeffekte häufig durch den Aufdruck von Metallpigmenten erzeugt. Metallfolien dürfen nicht auf alkalischen Untergründen verklebt und wegen der elektrischen Leitfähigkeit nicht mit den Metallrahmen von Steckdosen in Berührung kommen und nicht in Feuchträumen eingesetzt werden, weil die Aluminiumfolie als Dampfsperre reagiert. Der Untergrund ist nach Angaben der Hersteller gut vorzubereiteten (spachteln, schleifen und grundieren). In der neueren Fassung der Metallfolientapeten wird das Tapezieren einfacher. Da die Metallfolie auf einem Vlies kaschiert ist, kann der Klebstoff auf die Wand aufgetragen werden und die Vliesfolie eingelegt werden.Das haftet besser als die bisherige Einlegemethode. Der absolute Vorteil dieses Materials ist die schnelle Verarbeitungsmoeglichkeit und die hervorragende Haftung im Nahtbereich ohne Wannenbildung der Naht. Vliese sind dimenssionsstabil und kaschieren leichte Unebenheiten im Untergrund. Auch sind jetzt gemusterte Metallfolien in verschiedenen Stilrichtungen im Handel erhaeltlich.

Metalltreppe

auch: Metalltreppen, Metall-Treppen, Metall-Treppen

Metalltreppen sind sehr flexibel in den Einsatzmöglichkeiten. Sie können sowohl innen als auch außen eingesetzt werden. Während im Innenraum des Hauses die Ästhetik eine wichtige Rolle spielt, kommt bei der Außentreppe zusätzlich die Nutzbarkeit hinzu, da beispielsweise bei Frost die Trittsicherheit gewährleistet bleiben muss. Das lässt sich durch Gitterroststufen oder gelochte Bleche erreichen. Außerdem können Metalltreppen mit vielerlei Materialien kombiniert werden. Für Metalltreppen stehen die unterschiedlichsten Stufenbeläge wie z.B. Granit, Marmor, Holz oder Glas zur Vefügung.

Metallvliestapete

siehe Metalltapete.

Metallzaun

auch: Metallzäune

siehe Zaun

Metamerie

auch: Metamerie

Erscheinung, dass zwei Farben, die bei Tageslicht gleich aussehen, bei Kunstlicht unterschiedlich erscheinen.

Metamorphite

auch: Umwandlungsgesteine

Wie der Name schon sagt, sind Umwandlungsgesteine aus einem anderen Gestein entstanden. Bei der Metamorphose wirken vielfältige Kräfte auf das abgesunkene Gestein ein. Dabei ändert sich die Grobstruktur durch Walzung, Pressung, Schieferung, Fältelung und ungleichmäßig wirkende Drücke. Je nach Ausgangsmaterial und Tiefenzone der Metamorphose entstanden Umwandlungsgesteine mit unterschiedlichen Eigenschaften. Aus Kalkstein entstand beispielsweise Marmor, aus Granit Gneis oder aus Tonstein Tonschiefer.

Metamorphose

(in der Geologie): Chemisch-strukturelle Gesteinsumwandlung unter Temperatur und Druck.

Meterriss

Strich, der im Rohbau neben die Türöffnung an die Wand gezeichnet wird. Der Meterriss ist genau einen Meter über der Oberkante Fertigfußboden. Der Meterriss bildet z.B. den Ausgangspunkt für den Einbau der Türen, der Austritte von Treppen, de Höhe von Fußböden, Brüstungen und Decken.

Methanol

Methanol bzw. Methylalkohol ist eine farblose, mit Wasser mischbare, leichtentzündliche Flüssigkeit. Seine Dämpfe im Gemisch mit Luft sind explosionsfähig. Methanol ist ein Zwischenprodukt in der chemischen Industrie sowie Zusatz zu Vergaserkraftstoffen und Lösemitteln.

Methylalkohol

siehe Methanol

Methylcellulose

Methylchloroform

Methylenchlorid

metrisches Gewinde

Alle Schrauben, die mit einer Mutter arretiert werden, weisen ein sogenanntes metrisches Gewinde auf. Schrauben mit diesem Gewinde sind weltweit nach ISO standardisiert, in der DIN 13-1 sind die Nennmaße für Regelgewinde in mm erfasst. Damit die Mutter reibungslos aufgeschraubt werden kann und die Schraube ihre Funktionsfähigkeit nicht verliert, darf ein metrisches Gewinde auf keinen Fall beschädigt werden. Schrauben mit metrischen Gewinen werden vor allem in der Metallverarbeitung eingesetzt. Regale aus Stahlblechen werden z. B. mit solchen Schrauben aufgebaut.

Mezzanin

Mezzanin ist die aus dem Italienischen kommende Bezeichnung für ein Halb- oder Zwischengeschoss eines mehrstöckigen Gebäudes. Das Mezzanin hat manchmal eine geringere Höhe als die üblichen Geschosse. Es befindet sich entweder als letztes Geschoss ohne Dachschräge unter dem Dach, z. B. als Dienstbotenwohnung oder als Zwischengeschoss zwischen Erdgeschoss und dem ersten Obergeschoss. Im letzteren Falle nimmt es oft nicht die volle Grundfläche ein, weil eine hohe Eingangshalle, Arkaden oder eine Durchfahrt den Raum bis zum ersten Obergeschoss einnimmt.

Micro-Batterie

auch: Micro-Batterien

Eine Micro-Batterie ist eine gängige Batteriegröße. Sie ist hinter der Mignon-Batterie die meistverkaufte Batterie in Deutschland. Sie besitzt eine Spannung von 1,5V. Die Bezeichnung "Micro" findet man häufig nicht auf der Verpackung, dort stehen Kürzel wie LR03, R03 oder AAA. LRO3 ist die europäische Bezeichnung für eine Alkali-Micro-Batterie, R03 für eine Zink-Kohle-Batterie. Dies sind zwei verschiedene Batteriesysteme. AAA ist schließlich die amerikanische Bezeichnung für eine Micro-Batterie.

Microsäge

auch: Micro-Säge

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Kleine Säge speziell für die Bearbeitung des leichtes Balsaholzes, das fast nur im Modellbau verwendet wird. Das Sägeblatt ist aus feinstem Rasierklingenstahl gefertigt mit 16 Zähnen pro cm. Die Säge ist incl. Griff und Sägeblatt nur ca. 18 - 20 cm lang..

Mietshaus

auch: Mietshäuser

Jedes Haus, also auch ein Einfamilienhaus, das nicht vom Inhaber selbst bewohnt, sondern vermietet wird, ist grundsätzlich ein Mietshaus. Allerdings wird unter einem Mietshaus allgemein ein Mehrfamilienhaus verstanden, in dem mindestens vier Familien wohnen, die einen gemeinsamen Eingang, ein gemeinsames Treppenhaus sowie sonstige Gemeinschaftseinrichtungen wie z. B. eine Waschküche nutzen. Mietshäuser können in sehr einfacher und optisch wenig ansprechender Weise errichtet worden sein (Mietskasernen, Plattenbauten), sie können jedoch auch aufwändig gebaut und luxuriös ausgestattet sein. Die für den Mieter günstige, für den Kapitalanleger jedoch ungünstige Mietgesetzgebung hat mit dazu beigetragen, dass der Bau von Mietshäusern seit Jahren rückläufig ist und in vielen Ballungsgebieten Wohnungsnot herrscht.

Mietskaserne

auch: Mietskasernen

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Abwertende Bezeichnung für Mietshäuser, die in einem stereotypen Baustil errichtet worden sind, um Familien mit Kindern auf schnellst- und billigstmögliche Weise zu Wohnraum zu verhelfen. Eigentümer solcher Mietskasernen sind häufig städtische Wohnungsgesellschaften, aber auch ehemals staatliche Betriebe wie die Bundesbahn oder die Bundespost und gelegentlich auch Privatleute. Typisch für Mietskasernen ist, dass sich in einem Mietshaus mit gemeinsamem Eingang und Treppenhaus acht, zwölf oder mehr Wohnungen gleichen Zuschnitts und gleicher Minimalausstattung befinden. Solche Mietskasernen gehörten auch zum Baustandard der ehemaligen DDR, wo tausende Plattenbauten errichtet worden sind. In der Bundesrepublik wurden vor allem in den Jahren nach dem 2. Weltkrieg, als Millionen Flüchtlinge untergebracht werden mussten, "Mietskasernen" in großer Stückzahl errichtet, zum Teil auch für die Familien der ehemaligen Besatzungssoldaten. Ein erheblicher Teil dieser "Mietskasernen" wurde inzwischen modernisiert. Dabei stand nicht nur die Absicht im Vordergrund, höhere Mieteten zu erzielen, sondern sich durch Umwidmung von Mietwohnungen in Eigentumswohnungen die Mietshäuser gänzlich vom Halse zu schaffen.

Migmatit

Migmatit ist ein Gneis aus besonders tiefen Bildungsräumen und ist daher charakteristisch für die sogenannten Urkontinente. Es handelt sich um umgewandelte Sedimente, in die sich granitische Schmelze eingenistet, eingefingert hat, was in der konsequenten Bänderung (vorwiegend schwarz/rot, seltener weißlich, gelb, graugrün) seinen Ausdruck findet. Da Migmatit in Mitteleuropa oberflächlich nicht existiert, war es früher bei uns völlig unbekannt. Inzwischen ist es das wichtigste aller Bau- und Grabmalsgesteine mit silikatischer Zusammensetzung. Die ca. 50 international gebräulichen Sorten kommen aus Skandinavien, Indien, Südafrika, Nigeria, Brasilien und USA.

Mignon-Batterie

auch: Mignon-Batterien

Eine Mignon-Batterie ist eine gängige Batteriegröße. Sie ist die meistverkaufte Batterie in Deutschland. Sie besitzt eine Spannung von 1,5V. Die Bezeichnung "Mignon" findet man häufig nicht auf der Verpackung, dort stehen Kürzel wie LR6, R6 oder AA. LR6 ist die europäische Bezeichnung für eine Alkali-Mignon-Batterie, R6 die Bezeichnung für eine Zink-Kohle-Batterie. Dies sind zwei verschiedene Batteriesysteme. AA ist schließlich die amerikanische Bezeichnung für eine Mignon-Batterie.

MIG-Schweißen

Mikrobewehrung

Eine Mikrobewehrung kommt bei Beton oder Estrich zum Einsatz. Dabei wirken homogen verteilte, feine Kurzfasern (üblicherweise 6-24 mm lang und dünner als 50 Mikron) dreidimensional im Zementleim zwischen der Zuschlagskörnung. Sie üben ähnlich wie die Zuschlagskörnung eine Stützfunktion im noch nicht erhärteten Estrich bzw. Beton aus und verbessern die Grünstandfestigkeit. Weiterhin hemmen Fasern das starke Frühschwinden, bauen Spannungen ab und verhindern bzw. mindern dadurch Risse. Fasern mit hohem E-Modul (z. B. AR-Gläser) tragen darüber hinaus auch im erhärteten Zementstein zum Spannungsabbau bei.

Mikroluftporen

Kugelige Mikroluftporen mit einem Durchmesser von etwa 0,3 mm sind in Beton zu finden. Die Mikroluftporen werden mit Luftporenbildnern im Frischbeton mit der Absicht erzeugt, den Widerstand des Betons gegen Frost- und Tausalzangriffe zu erhöhen.

Mikrometer

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Das Mikrometer ist ein Messgerät für äußerst präzise Messungen. Mit ihm läßt sich die Dicke eines Werkstücks auf 0,01 mm genau bestimmen. Dies ist beispielsweise in der Metallbearbeitung sehr wichtig.

Mikroschleifer

Der Mikroschleifer ist ein Schleifgerät für kleine und kleinste Flächen, bei denen sonst nur noch die Fingerspitzen helfen. Mit ihm lassen sich Oberflächen in Aussparungen, Schlitzen, Fächern und kleinen Ecken bearbeiten.

Mikrowellen-Feuchtemessung

auch: Mikrowellen-Feuchtemessung

Mit der Mikrowellen-Feuchtemessung läßt sich die Feuchte an Bauteilen messen. Wie das radiometrische Neutronenmessverfahren oder die kapazitive Feuchtemessung ist die Methode zerstörungsfrei. Das Messprinzip beruht auf dem Messen des Energieverlustes, der entsteht, wenn Flüssigkeiten von außen durch Mikrowellen hoher Frequenzen bis zur Resonanz angeregt werden. Dort zeigen viele flüssige Stoffe ihr Maximum an Absorption. Bei den meisten Materialien wie Holz, Mauerwerk oder anderen Baustoffen läßt sich auf diese Weise der Wassergehalt bis in eine Tiefe von 20 cm bis 25 cm bestimmen. Das Mikrowellenverfahren ist ein sehr schnelles, aber auch sehr teures Verfahren. Die Bauteilfeuchte läßt sich sofort am Laptop ablesen. Bei bestimmten Geräten sind allerdings zum Schutz der Gesundheit Schutzmaßnahmen zu treffen. Zudem ist eine ebene Unterlage notwendig, da es sonst zu Problemen beim Ankoppeln kommt.

Milchglas

auch: Knochenglas

Opakes Floatglas, das durch die Zugabe von Zinnoxid hergestellt wird. Klassischer Einsatzbereich sind die Fenster von Restaurantküchen oder Bedürfnisanstalten. Licht dringt durch die Fenster, neugierige Blicke aber nicht. Ähnliche Effekte können auch durch sandstrahlen oder ätzen des Glases entstehen. Unsere Vorfahren kannten auch schon das Milchglas, nannten es aber Knochen- bzw. Beinglas, weil für die Herstellung Knochenasche oder Knochenmehl verwendet wurde.

Millefioriglas

Millefioriglas ist ein Glas mit einem vielfarbigen Muster aus Blumen, Vögeln, geometrischen Formen o.ä. Dafür werden verschiedenfarbige Glasstäbe in Bündeln so arrangiert, dass im gemeinsamen Querschnitt die beabsichtigte Figur zustande kommt. Nachdem daraus eine Masse geschmolzen wird, zerschneidet man diese in einzelne Scheiben, die entweder zu neuen Gläsern geformt oder in farbloses Glas eingefügt werden.

Mindestbetondeckung

Die Mindestbetondeckung bezeichnet die Überdeckung des Bewehrungsstahls durch Beton. Eine Mindestbetondeckung ist aus mehreren Gründen notwendig. Sie dient zum einen der Sicherung des Verbundes zwischen Bewehrung und Beton. Zum anderen schützt sie die Bewehrung vor Korrosion (Rosten) und gegen Brandeinwirkungen (Hitze). Die Mindestbetondeckung ist abhängig vom Stabdurchmesser des Bewehrungsstahls und der Expositionsklasse. Sie liegt zwischen 1 cm und 4 cm. Hinzu kommt noch ein Vorhaltemaß von 1 cm bis 1,5 cm, so dass die endgültige Betondeckung zwischen 2 cm und 5,5 cm beträgt.

Mindestbewehrung

Um die Rissbreite zu begrenzen, muss bei Stahlbetonbauteilen eine Mindestbewehrung vorgesehen werden. Damit der Stahl im Stahlbeton seine Arbeit aufnehmen, das heißt zur Lastabtragung beitragen kann, muss der Beton zunächst kleine Risse bekommen. Die bekommt er auch, da Beton nicht sehr zugfest ist. Die Zugkräfte werden von den Stahleinlagen übernommen. Sie müssen auch dafür sorgen, dass die Risse nicht zu groß werden, denn sonst fängt das Eisen durch das Eindringen von Feuchtigkeit an zu korridieren. Ist die Zugkraft für das eingelegte Eisen zu groß, fängt der Stahl an zu fließen, das bedeutet, dass er seine Zugfestigkeit verliert, und der Beton reißt. Deshalb muss eine Mindestmenge an Bewehrungseisen in den Stahlbetonquerschnitt eingelegt werden.

Mindestdachneigung

auch: Mindestdachneigungen

Mindestdachneigung ist die unterste Dachneigungsgrenze bei Dachdeckungen, die nicht unterschritten werden darf. Sie liegt immer unter der Regeldachneigung. Hinweis: Bezieht sich auf die Sparrenneigung und nicht auf die Eindeckfläche.

Mindestgefälle

Der Begriff des Mindestgefälles ist nicht einem bestimmten Gewerk zuzuordnen, sondern taucht in verschiedenen Bereichen auf. Bei der Hausentwässerung reicht das Mindestgefälle je nach Art der Grund- oder Anschlussleitungen von 0,5 bis 1,5 %. Flachdächer sind zwar flach, aber nicht eben. Sie sollen ein Gefälle von mindestens 2 % haben, besser noch von 5 %. Diese 5 % werden auch empfohlen bei Außen-Fensterbänken. Balkone und Terrassen müssen ein Mindestgefälle von 1,5 bis 2 % aufweisen, geflieste Nassräume wie z.B. Gemeinschaftsduschen in Sportvereinen müssen je nach Wasseranfall ein Mindestgefälle von 1 bis 3 % haben. Bei gefliesten bodengleichen Dusche im Privatbereich muss ein Mindestgefälle von 1 % beachtet werden. Bei Dachrinnen sind es 1 %, bei Gartenwegen 1 bis 2 %. Ein Prozent entspricht einem Gefälle von einem Zentimeter auf einen Meter Länge.

Mindestsparzeit

Damit ist die Zeitspanne gemeint, die - je nach Vertrag - zwischen dem Abschluss eines Bausparvertrages und dem Bewertungsstichtag für die Zuteilung oder dem Termin der Zuteilung des Bauspardarlehens liegen muss. Sie beträgt je nach Bauspartarif zwölf bis 60 Monate. Selbst wenn der Bausparer sofort die gesamte Mindestsparsumme einzahlen kann, muss er die Mindestsparzeit abwarten, bevor er das Bauspardarlehen erhält.

Mindestwärmeschutz

Als Mindestwärmeschutz wird der minimale Wärmeschutz für ein Gebäude bezeichnet. Die Anforderungen an den Mindestwärmeschutz werden in regelmäßigen Abständen verschärft, um sicherzustellen, dass immer weniger Energie unnötig verbraucht wird. Die Werte des Mindestwärmeschutzes werden in der Energieeinsparverordnung festgelegt. Konkrete Zahlen sind auch in der DIN 4108 zu finden.

Mindestzementgehalt

Als Mindestzementgehalt wird der für Rezeptbeton vorgeschriebene Zementgehalt bezeichnet. Er ist so hoch anzusetzen, dass die vorgeschriebene Festigkeit erreicht wird und bei Stahlbeton der Korrosionsschutz der Bewehrung gewährleistet ist.

Mineralfarbe

auch: Mineralfarben

Mineralfarbe wird auch Wasserglasfarbe, Silikatfarbe oder, nach dem Erfinder A.W. Keim, Keimfarbe genannt. Wasserglas dient als Bindemittel bei Mineralfarben. Verdünnt wird die Farbe mit Fixativ. Gegenüber Dispersionsfarben hat die Farbe gesundheitliche und technische Vorteile, da keine Kunststoffe, Lösemittel oder Konservierer zugesetzt werden. Das Prinzip der Silikatfarbentechnik beruht auf der Verkieselung der Mineralfarbe mit dem Untergrund. Es entsteht eine feste, mineralische und unlösbare Verbindung der Farbe mit dem Anstrichträger (Putz, Beton, Naturstein etc.) Die hohe Wasserdampfdurchlässigkeit von Mineralfarben gewährleistet, dass enthaltene Feuchtigkeit im Baukörper ungehindert nach außen abgegeben werden kann. Somit kommt es zu keinen Wasseransammlungen zwischen Anstrich und Untergrund, die zu Absprengungen und Rissen führen. Mineralfarben eignen sich besonders gut zur Renovierung denkmalgeschützter Bausubstanzen. Sie werden aber auch zunehmend für moderne Bauten verwendet.

Mineralfaser

auch: Künstliche Mineralfaser, Mineralfasern

Künstliche Mineralfasern werden unterteilt in Fasern für Mineralwolle und Fasern für Spezialzwecke (Glas-Mikrofasern). Mineralfasern zeichnen sich durch ihre Unbrennbarkeit, Beständigkeit gegen Hitze und sehr gute Wärmedämmwirkung aus. Zudem besitzen Mineralfasern eine relative Beständigkeit gegen Wasser und Chemikalien. Hergestellt werden Mineralfasern durch Ziehen, Blasen oder Schleudern von Gesteins-, Glas- oder Schlackeschmelzen. Mineralfasern können bei Kontakt Juckreiz auslösen, was jeder, der gebaut hat, sicherlich schon einmal am eigenen Leib erfahren hat. Unter bestimmten Voraussetzungen (Länge, Durchmesser und Verhältnis Länge/Durchmesser) können Mineralfasern krebserregend sein. Die Industrie bietet aber inzwischen künstliche Mineralfasern mit verbesserter Biolöslichkeit an, bei denen das krebserregende Potenzial vorloren geht.

Mineralfaser Holzwolle-Schichtplatte

Platte mit einem dreischichtigen Aufbau. Zwischen zwei Deckschichten aus mineralisch gebundener Holzwolle ist eine Mineralfaserschicht eingebettet. Mineralfaser Holzwolle-Schichtplatte eignen sich zum Wärme-, Luftschall- und Brandschutz. Unverputzt und ohne Oberflächenbeschichtung absorbieren sie Schall.

Mineralfaserplatten

Mineralfaserplatten sind Schallschluckplatten mit einem unterschiedlichen Anteil an Mineralwolle. Gebunden werden die Platten mit Kunstharz oder Tonerde. Weiche Mineralfaserplatten haben einen hohen Anteil an Mineralwolle. Diese Platten haben einer geringere Dichte, sind poröser und können kaschiert werden. Sie besitzen eine sehr gute Schallabsorption. Die Längsschalldämmung ist hingegen nicht so gut ausgeprägt wie bei harten Mineralfaserplatten. Bei denen ist der Mineralwolle-Anteil nicht so hoch, sie sind dichter und weniger porös. Mineralfaserplatten gibt es in verschiedenen Formen und Oberflächen, auch kunststoffbeschichtet oder farbbeschichtet. Die Platten brennen nicht. Einsatzgebiete sind schallschluckende Deckenbekleidungen bzw. Unterdecken. Auch als dekorative Bekleidung wird die Mineralfaserplatte eingesetzt.

Mineralguss

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Insbesondere Handwaschbecken, die im gewerblichen Bereich eingesetzt werden, bestehen häufig aus Mineralguss. Das ist ein Material, welches sich zu etwa 80 % aus einer Mischung von Quarz und Calciumcarbonat sowie zu 20 % aus sog. ungesättigtem Polyesterharz als Bindemittel zusammensetzt. Nach dem Aushärten wird der Mineralguss noch mit einer Oberflächenbeschichtung veredelt. Quarz ist das am reichlichsten vorhandene Mineral und eines der härtesten Mineralien. Calciumcarbonat ist Bestandteil von Kalk, Kalkstein und Marmor. Mineralguss ist also vorwiegend natürlichen Ursprungs und hat auch eine "natürliche Optik". Die Art der Mischung sorgt zudem für eine hohe Stabilität und Bruchfestigkeit. Mineralguss wird mit einer Polyesterharzschicht beschichtet, die u.a. für eine hohe Laugen- und Säurefestigkeit sorgt und eine schmutzabweisende Wirkung erzielt.

Mineralische Feinschlämme

siehe Feinschlämme.

mineralischer Putz

auch: mineralische, Putze, mineralischen, Putz

Putzmörtel können für die Herstellung von Putzen mineralische Bindemittel unterschiedlicher Art enthalten, wie Baukalk, Kalk/Zementgemische, Zement oder Gips. Zudem enthalten mineralische Putze Zuschläge wie Sand, Granulate (Körnungen), Perlite. Die Putzeigenschaften können durch Zusätze wie beispielsweise Erstarrungsbeschleuniger oder -verzögerer, Fliessverbesserer, Luftporenbildner und Haftungsverbesserer beeinflußt werden. Mineralische Putze werden eingeteilt in die Putzarten Außen- und Innenputz, Unter- und Oberputz und je nach Anwendung und Anforderung in mehrere Putzsysteme. Mineralische Putze werden in trockener Form geliefert. Durch Zusatz von Wasser entsteht der flüssige Putzmörtel. Aufgebracht an Wänden und Decken erreicht der Putzmörtel durch Verfestigung am Baukörper seine endgültigen Eigenschaften.

mineralische Spachtelmasse

auch: mineralische, Spachtelmassen

Liegen Untergründe mit geringer Festigkeit oder auch größeren Untergrundunebenheiten vor, können organisch gebundene Spachtelmassen nicht verwendet werden. Dann haben sich mineralische Spachtelmassen bewährt, die auch in höheren Schichtdicken aufgetragen werden können. Diese Spachtelmassen haben eine besonders hohe Wasserdampfdiffusionsfähigkeit und werden zur Renovierung von mineralischen Untergründen herangezogen, die nicht gerissen oder gestrichen sind.

Mineralorange

siehe Bleimennige.

Mineralpigmente

Diese Art von anorganischen Pigmenten werden im Gegensatz zu Erdpigmenten synthetisch gewonnen. Sie lassen sich durch Oxidation, Salzbildung und Fällung oder durch Erhitzen herstellen, wobei sich chemisch gebundenes Wasser abspaltet oder verschiedene Grundstoffe verschmelzen. Beispiele für Mineralpigmente sind Bleiweiß, Zinkweiß, Titandioxid, Chromgelb, Eisenoxidrot und Eisencyaninblau.

Mineralputz

auch: Mineralputze

Mineralputz-Grundierung

auch: Mineralputz-Grundierungen

Pigmentierte Putzgrundierung zur Haftverbesserung von unterschiedlich oder stark saugenden Untergründen. Die Grundierung eignet sich für mineralische Putzgründe zur Aufnahme von mineralischen dünnschichtigen Edelputzen, wie z.B. Münchner Rauputz. Durch die weiße Einfärbung wird das Durchscheinen des Unterputzes verhindert. Mineralputz-Grundierung kann im Innen- und Außenbereich verwendet werden.

Mineralschaumplatten

auch: Mineralschaumplatten

Mineralwerkstoff

auch: Mineralwerkstoffe

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Polyesterharz- oder Acrylharz-gebundene Platten oder Formteile. Die Oberflächen aus Mineralstoff wirken allerdings so wie Naturstein. Mineralstoffe gibt es beispielsweise in Marmor-, Granit-, Basalt- oder Alabasterimitation. Durch ihre besonderen Eigenschaften bieten Mineralwerkstoffe allerdings größere Design-Möglichkeiten als Natursteine. Den Werkstoff gibt es in zahlreichen Farben, die Oberfläche ist langlebig, kratzfrei und fleckenbeständig. Verwendet wird Mineralwerkstoff im Bad für Waschbecken oder Duschabtrennungen, in der Küche für Spülen oder auch im Messe- und Ladenbau.

Mineralwolle

Man unterscheidet Glaswolle und Steinwolle. Gemeinsam machen die beiden Materialien rund 60 Prozent der in Deutschland verwendeten Dämmstoffe aus. Glaswolle besteht zu etwa 70 Prozent aus Altglas. Die Schmelze wird geschleudert. Dabei entstehen Fasern, die mit Bakelit gebunden werden. Steinwolle wird ganz ähnlich produziert - allerdings besteht diese aus einem Gemisch aus Altglas, Sand, Feldspat, Dolomitstein und Recycling-Formsteinen. Dämmprodukte aus Mineralwolle werden in der Regel als Dämmfilze in Rollenform, als Dämmplatten oder für die sog. Zwischensparrendämmung als Dämmkeile geliefert. Sie dämmen gut und sind unbrennbar, weshalb Mineralwolle speziell da als Dämmstoff eingesetzt wird, wo hohe Anforderungen an den Brandschutz zu erfüllen sind. Angeboten werden auch sog. Putzträger-Dämmplatten. Dabei ist die Mineralfaser-Lage bereits mit einem Putzträgergewebe armiert, so dass sofort verputzt werden kann.

Minergie

Minergie ist eine Schweizer Bezeichnung und dort der wichtigste Energiestandard für Niedrigenergiehäuser. Der Begriff "Minergie" ist eine weltweit geschützte Marke für nachhaltiges Bauen, die den Kantonen Bern und Zürich gehört. Die Marke wurde einem Verein zur Verfügung gestellt, der sich um die Einhaltung der Standards kümmert und die Zertifizierung und das Marketing des Labels betreibt. Der Nachfolger Minergie P ist mit dem Passivhaus-Standard in Deutschland zu vergleichen.

Minibagger

Kleiner Bagger mit beispielsweise einer Tonne Gewicht, der sich auf einem Anhänger leicht transportieren lässt. Minibagger kommen im Garten- und Landschaftsbau häufig zum Einsatz, da sie sich auch auf Grundstücke begeben können, die für größere Maschinen nicht zugänglich sind.

Mini-BHKW

Mini-Blockheizkraftwerk

auch: Mini-Blockheizkraftwerke

Mini-Blockheizkraftwerke (Mini-BHKW) erzeugen aus flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen gleichzeitig Strom und Wärme. Hierfür wird ein gasförmiger Stoff in einem Verbrennungsmotor umgewandelt. Über einen Generator wird Strom erzeugt, welcher in das öffentliche Versorgernetz oder in das eigene Haushaltsnetz eingespeist werden kann. Die Abwärme des Motors und ein Großteil der thermischen Energie des Abgases werden über einen Wärmetauscher an einen Heizkreislauf abgeführt. Durch die gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme lässt sich bis zu 40 Prozent Energie einsparen. Mini-BHKW werden zum Beispiel in größeren Einzelobjekten mit gleichzeitiger Strom- und Wärmenachfrage wie Wohnanlagen, Schulen, Hotels, Krankenhäuser oder Hallenbäder verwendet. Auch in Ein- und Mehrfamilienhäusern kommen die kleinen Blockheizkraftwerke zum Einsatz. Hier steht die Erzeugung von Wärme im Vordergrund.

Mini-Gewächshaus

Minipalisade

auch: Minipalisaden

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Minipalisaden gibt es entweder aus Beton oder, wie auf dem Foto zu sehen, aus Holz. Diese gleichmäßig rund gefräste Holzpalisaden aus Fichte oder Kiefer haben beispielsweise einen Durchmesser von 6 cm und sind 30 oder 60 cm hoch. Sie sind unten angespitzt, die Kopfseite ist gefast. Es gibt aber auch Minipalisaden aus Beton, der unterschiedlich eingefärbt sein kann oder dessen Oberfläche mit Natursteinsplittern versehen ist. Minipalisaden aus Beton haben eine rechteckig bis quadratische Form und sind auch nicht angespitzt wie ihre "Kollegen" aus Holz. Das heißt, dass sie für die Einfassung von Wegen, Beeten oder Treppen eingegraben werden müssen. Dafür haben sie den Vorteil, dass sie wesentlich länger haltbar sind. Minipalisaden aus Beton haben beispielsweise die Abmessungen 9,2-10 cm x 10 cm x 40 cm.

Minium

Andere Bezeichnung für Mennige bzw. (%Bleimennige(%.

Mischabwasser

Bei diesem Abwassersystem fließen Schmutzwasser und Regenwasser in einem Leitungssystem. Dies ist zwar billiger als getrennte Abwasserleitungen zu verwenden, doch die Kläranlagen werden dadurch höher belastet, da auch das saubere Regenwasser mit in die Kläranlage fließt. Mischabwasser kann auch Fremdwasser und Kühlwasser enthalten.

Mischbatterie

auch: Mischbatterien

Mischbatterien sind Sanitärarmaturen, die zum Mischen von Wasser mit verschiedenen Temperaturen dienen. Sie sind das, was man als "normaler" Badbenutzer mit Wasserhahn bezeichnet. Mischbatterien haben Zulaufanschlüsse für Kalt- und Warmwasser. Man unterscheidet Zweigriff-Mischbatterie, Eingriff-Mischbatterie und Thermostat-Mischbatterie.

Mischbauweise

Bei der Mischbauweise werden verschiedene Bauarten miteinander kombiniert wie beispielsweise Massivbauweise mit Holzrahmenbauweise. Ebenfalls von Mischbauweise spricht man, wenn der untere Teil mit der Zugbewehrung einer Stahlbetondecke im Werk hergestellt wird und der obere Teil mit Ortbeton auf der Baustelle betoniert wird.

Mischborsten

Pinsel besitzen Naturborsten, synthetische Borsten oder Mischborsten. Mischborsten vereinigen die positiven Eigenschaften wie Stabilität der Kunststofffaser mit der Widerstands- und Saugfähigkeit der Naturfaser. Diese Borsten zeichnen sich durch eine sehr gute Farbaufnahme bzw. -abgabe und einen gleichmäßigen Farbverlauf aus. Mischborsten sind leicht zu reinigen und sind optimal für alle wasserverdünnbaren und auf Wasserbasis hergestellten Lacke, Lasuren oder Beizen.

Mischen

Frischbeton besteht aus Zuschlag, Zement, Wasser und Zuschlagstoffe und -mittel. Diese müssen sorgfältig gemischt werden, bis eine gleichmäßige Mischung entstanden ist. Dies geschieht in der Regel und für Qualitätsbeton maschinell mit Mischern. Das Mischen mit der Hand ist nur in Ausnahmefällen bei geringen Mengen für Beton mit einer sehr niedrigen Festigkeitklasse erlaubt.

Mischer

Ein Mischer ist eine Baumaschine zur Herstellung von Beton oder Mörtel mit hydraulischen Bindemitteln. Man unterscheidet stationäre und mobile Mischer sowie zwischen absatzweise (Chargenmischer) und stetig (Stetigmischer) arbeitenden Mischern. Weiterhin wird unterschieden zwischen Zwangsmischern und Freifallmischern. Mischer kommen auch in der Heiztechnik zum Einsatz. Dort erlauben sie eine gleitende Regelung der Vorlauftemperatur im Heizkreis.

Mischfahrzeug

siehe Fahrmischer.

Mischfilter

Art wie die Dränschicht bei einer Gebäudedränung ausgeführt sein kann. Mischfilter bestehen aus einer Schicht abgestufter Körnung wie beispielsweise einem Kies der Sieblinie B 32. Mischfilter übernehmen die Rolle der Sickerschicht und der Filterschicht.

Mischgebiet

auch: Mischgebiete

Mischgebiete sind Baugebiete, die nach der Baunutzungsverordnung dem Wohnen und der Unterbringung von Gewerbebetrieben dienen, die das Wohnen nicht wesentlich stören. Sie werden im Bebauungsplan mit MI gekennzeichnet.

Mischgut

Die zu vermischenden Ausgangsstoffe (meist Zuschlag, Wasser, Zement, Zusatzstoffe und -mittel) von Beton und das fertige Gemisch werden Mischgut genannt.

Mischkanalisation

Bei der Mischkanalisation fließen, im Gegensatz zur Trennkanalisation Schmutzwasser und Regenwasser zusammen durch einen gemeinsamen Kanal. Da von den Kanälen und Kläranlagen aus wirtschaftlichen und technischen Gründen nur eine bestimmte Abwassermenge aufgenommen werden kann, ist es erforderlich, an bestimmten Stellen in der Mischwasserkanalisation sogenannte Regenentlastungsanlagen anzuordnen. Bei diesen Entlastungsanlagen wird der Teil des Abwassers, der bei Regenfällen nicht mehr in der Kanalisation abgeleitet werden kann, unter festgelegten Bedingungen einem Gewässer zugeleitet oder in Regenbecken zwischengespeichert und zeitverzögert zur Kläranlage abgeleitet. Nur bei sehr starken Regenfällen kommt es zu einer solchen Einleitung in Gewässer.

Mischlichtlampe

auch: Mischlichtlampen

Die Mischlichtlampe ist eine besondere Form von Glühlampe, bzw. sie ist eine Mischung aus Glühlampe und Quecksilberdampf-Hochdrucklampe. Die Glühlampe mit der Wendel aus Wolframdraht erzeugt ein gelb-rötliches Licht, während der Quecksilberdampf-Hochdruckbrenner ein blau-weißliches Licht erzeugt. Es entsteht ein Mischlicht, das dem Tageslicht ähnelt und die Farben gut wiedergibt.

Mischluft

Mischluft ist ein Begriff aus der Klimatechnik. Bei Mischluft werden Abluft und Außenluft gemischt und als Zuluft wieder dem zu klimatisierenden Raum zugeführt. Der Vorteil liegt darin, dass Wärme (gut im Winter), Kälte (gut im Sommer) und Feuchtigkeit wieder verwendet werden. Dadurch ist der Aufwand bei der Außenluftbehandlung nicht so hoch. Die Luftqualität ist dadurch allerdings schlechter, als wenn reine Außenluft verwendet würde. Auch Schadstoffbelastungen wie z.B. Zigarettenrauch oder andere Gerüche werden wieder zurück ins Haus geleitet, von Pilze und Viren ganz zu schweigen. Um dies zu umgehen, werden meist Außenluftanlagen verwendet, bei denen im Winter die Lufterwärmung über eine Wärmerückgewinnung erfolgt.

Mischmaschinen

siehe Mischer..

Mischmauerwerk

auch: Mischmauerwerke

Grundsätzlich ist ein Mischmauerwerk ein Mauerwerk aus unterschiedlichen Steinarten. Die Mauerwerksnorm DIN 1053-1 versteht darunter allerdings eine Verbundkonstruktion aus einer statisch tragenden Innenschale aus künstlichen Steinen mit einer vorgesetzten Natursteinverblendung. Wobei solch eine Konstruktion heutzutage kaum noch angewandt wird. Zurück zu ersterem. Wenn unterschiedliche Steinmaterialien (z.B. KS-Steine und Mauerziegel) innerhalb eines Mauerwerkverbands Verwendung finden, kann es zu großen Problemen kommen. Durch kurz- oder langzeitige Belastungen, Temperaturschwankungen oder Feuchtigkeitsauf- oder -abnahme kommt es zu unterschiedlichen Ausdehnungen der verschiedenen Materialien. Die Folge sind Risse im Mauerwerk oder Putz, die schwierig bis garnicht zu kontrollieren sind.

Mischöl

auch: Mischöle

Mischsystem

auch: Mischsysteme

siehe Mischabwasser.

Mischungsverhältnis

Bezeichnung des Mischungsverhältnisses von Frischbeton. Es wird in Massenteilen angegeben: Verhältnis von Zement Bindemittel)zu Zuschlag (oberflächentrocken)zu Wasser. MV = Zement/Zuschlag/Wasser = z/g/w

Mischwerkzeug

auch: Mischwerkzeuge

Da im Baubereich immer wieder Materialien angemischt werden müssen, ist dieser Sammelbegriff für Farbmixer und Rührer entstanden.

Missanda

siehe Tali.

Mitbauhaus

siehe Ausbauhaus

Mitbaukeller

siehe Fertigkeller.

Mitteilungskasten

auch: Mitteilungskästen

siehe Schaukasten.

Mittelblech

auch: Mittelbleche

siehe Blech.

Mittelbrett

auch: Mittelbretter

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Stammholz wird im Sägewerk mit der Vollgatter zu Bohlen und Brettern verarbeitet. Mittelbretter sind die Bretter aus dem mittleren Teil des Baumstamms. Sie besitzen überwiegend stehende Jahresringe. Solche Bretter arbeiten weniger, sie haben kleinere Formänderungen und dementsprechend wölben sie sich auch weniger als Seitenbretter. Sie werden daher beispielsweise im Möbel- oder Fensterbau eingesetzt.

Mitteldeele

auch: Mitteldeelen

siehe Deele

Mitteldichte Faserplatte

siehe MDF-Platte.

Mittelflurhaus

auch: Mittelflurhäuser

Haustyp in der Mark Brandenburg, Vorpommern, im Oderbruch und in der Lausitz. Mittelflurhäuser sind entwicklungsgeschichtlich aus dem niederdeutschen Bauernhaus hervorgegangen. Das große Hallenhaus wurde verkleinert, die ursprünglich mit Fuhrwerken befahrbare Diele auf die Größe eines Flurs reduziert. Sie behielt aber ihre Lage in der Mitte (unter dem First) des Hauses bei. Aus dieser Tatsache erklärt sich die Bezeichnung Mittelflurhaus. Wie alle Bauernhäuser waren auch Mittelflurhäuser ursprünglich Fachwerkbauten, sie durchliefen die übliche Entwicklung, wurden umgebaut, verbrauchte Außenwände wurden durch massive Wände ersetzt, die Giebelseiten erhielten dabei Stuckfassaden im jeweiligen Zeitgeschmack, auch wurden teilweise die Eingänge zur Traufseite verlegt. Die letzten massiven Mittelflurhäuser entstanden in Brandenburg (überwiegend durch Umbau) noch bis etwa 1905, z.B. im nordwestlichen Umland von Berlin.

Mittelholmtreppe

auch: Mittelhomtreppen

siehe Einholmtreppe.

Mittelkreuzstockfenster

Mittelmasche

Maß beim Streckgitter, wobei die Maschenlänge 28 bis 62 mm und die Breite 9 bis 30 mm beträgt.

Mittelmosaik

Unter einem Mittelmosaik werden quadratische Mosaikfliesen mittlerer Größe wie z.B. 5 x 5 cm oder 7,5 x 7,5 cm verstanden. Kleinere Mosaikfliesen werden hingegen als Kleinmosaik bezeichnet.

Mittelpfette

auch: Mittelpfetten

siehe Pfette.

Mittelpflaster

Natursteinpflaster, dessen Größensortierungen nur noch für Altpflaster gelten.Hier einige Richtwerte: Größe Breite/Länge/Höhe 1 9-11/12-18/12-14 2 9-11/12-18/10-12

Mittelrisalit

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Ein Mittelrisalit ist ein in der Mitte des Gebäudes in seiner ganzen Höhe einschließlich Dach aus der Bauflucht hervorspringender Gebäudeteil. Bei einer barocken Dreiflügelanlage wird der Hauptsaal bzw. das Treppenhaus oft durch einen Mittelrisaliten aufgenommen. Die Abbildung zeigt das Bruchsaler Schloss. Der rückseitige Risalit besitzt einen von vier Doppelsäulen getragenen Balkon. Darüber befinden sich die Fenster des Marmorsaals und ein reicher Schmuckgiebel. Dieser Giebel heißt einem Mittelrisalit Frontispiz.

Mittelschicht

auch: Mittelschichten

siehe Teppichboden.

Mittelschifter

siehe Schifter.

Mittelschneider

mittlerer Boden

auch: mittlere, Böden

Mittlere Böden sind nicht nur wegen ihrer problemlosen Bearbeitung die besten Gartenböden. Sie sind weder zu locker wie die Sandböden, noch zu dicht wie Tonböden. Ein mittlerer Boden ist beispielsweise Lößboden oder Schwarzerde. Lößböden entstanden durch Ablagerungen von feinem, nährstoffreichem Material durch Winde am Ende der letzten Eiszeit. Die besten Weine entstehen aus Trauben, die auf Lößboden gewachsen sind. Mittlere Böden bestehen zu 10 bis 25 % aus Ton, zu 70 bis 80 % aus Schluff und zu geringen Teilen aus Fein- und Mittelsand.

Mittlerer Himmel

Architekten müssen bei der Planung von Fenstern eines Hauses auch das Tageslicht mit berücksichtigen, dabei kommt der "Mittlere Himmel" ins Spiel. Die in der Norm mathematisch beschriebenen Himmelzustände (vollkommen bedeckter und klarer Himmel) sind idealisierte Himmelszustände, die in der Praxis nur selten auftreten. Für langjährige Betrachtungen, z. B für die Berechnung der Nutzungszeit bzw. der Nutzbelichtung sowie der Energieeinsparung durch die tageslichtabhängige Kunstlichtkontrolle, müssen aber die sich über eine langjährige Zeitspanne ergebenden Mittelwerte aller Himmelszustände berücksichtigt werden. Diese können auf der Grundlage der örtlichen Sonnenscheinwahrscheinlichkeit SSW nach DIN 4710 berechnet werden. Dabei wird mit Werten gearbeitet, die für die verschiedenen Stunden des Tages innerhalb des jeweiligen Monats charakteristisch sind (mittlere monatliche Stundenwerte).

mittragende Beplankung

siehe Beplankung.

Moabi

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Dieses Westafrikanische Holz zählt zu den härtesten Nutzhölzern und ist besonders als Konstruktionsholz im Außenbau einsetzbar. Der Splint ist blaß gelblich bis rosagrau und das Kernholz ist hellrot bis violett­ braun und überwiegend rotbraun nachdunkelnd. Das Vollholz ist als stark beanspruchbares Bauholz im Außenbereich einsetzbar, für schwer belastbare Bettungen, Rampen, Schwellen, Waggon- und Schwerlastböden sowie im Hafenbau und für Teile von Bohrinseln. Auch für Treppen, Tür- und Fensterrahmen sowie Parkett, Klanghölzer der Xylophone, Trommelstöcke und Bögen von Streichinstrumenten wird Moabi verwendet. Furniere finden ihren Einsatz bei Industriesperrholz und Bootsbauplatten, deutlich strukturierte Hölzer für Möbelfurniere und Vertäfelungen.

Möbelbänder

auch: Möbelband

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Möbelbänder sind die Klassiker unter den Möbelbeschlägen und werden insbesondere bei kleinen Schränken eingesetzt. Ihre von außen sichtbare Rolle ist ein wesentliches Merkmal dieser Möbelbänder. Merkmale Möbelbänder: Gerade und gekröpfte Scharniere, rechte und linke Scharniere, Möbelbänder werden in die Möbel eingelassen, Türen sind aushängbar.

Möbelbeschlag

auch: Möbelbeschläge

siehe Beschlag

Möbelfertigteile

auch: Möbelfertigteile

Möbelfertigteile sind beliebig kombinierbare Elemente (Regal oder Schrankwände), die aufeinander abgestimmt sind und sich zum individuellen Möbelbau eignen.

Möbelfronten

auch: Möbelfront

Vorder- oder Stirnseiten von Küchen- oder Wohnmöbel. Siehe auch Möbelfertigteile.

Möbelhund

auch: Möbelhunde

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Traditioneller Begriff aus dem Speditionsbereich für Möbelroller. Diese bestehen aus einer rechteckigen Sperrholzplatte, die in der Regel mit einem rutschhemmenden Kunststoffbezug umkleidet ist, und vier darunter verschraubten Lenkrollen. Mit zwei Möbelhunden, unter einen schweren Schrank geschoben, lassen sich auch schwere Teile mühelos transportieren. Die Lenkrollen verfügen entweder über Polyamidräder oder über Vollgummireifen. Je nach Ausführung, können Möbelhunde Gewichte bis 300 kg tragen.

Möbel-Linoleum

auch: Möbellinoleum

siehe Linoleum

Möbelroller

Möbelroller bestehen aus einer rechteckigen Sperrholzplatte, die in der Regel mit einem rutschhemmenden Kunststoffbezug umkleidet ist, und vier darunter verschraubten Lenkrollen. Mit zwei Möbelrollern, unter einen Schrank geschoben, lassen sich auch schwere Teile mühelos transportieren. Die Lenkrollen verfügen entweder über Polyamidräder oder über Vollgummireifen. Je nach Ausführung, können Möbelroller Gewichte bis 300 kg tragen.

Möbelschloss

auch: Möbelschloss

Die Ausführung eines Möbelschlosses hängt, wie bereits erwähnt, davon ab, ob es sich in einem Büromöbel oder in einem privaten Möbel sich befindet. Im Büromöbelbau werden Schließzylinder oder sogar ganze Schließanlagen bevorzugt. Eine Schließanlage ist die Kombination von Schließzylindern und verschiedenen Schlüsseln. Für den Möbelbereich werden ebenfalls zahlreiche verschiedene Schlösser angeboten: Schlösser für Drehtüren wie Aufschraubschlösser, Einlassschlösser, Einsteckschlösser, Schubstangenschlösser und Drehstangenschlösser. Weitere Möbelschlösser sind das Klappenschloss für Schubladen und Schatullenschlösser für kleine Schmuckkästen.

Möbeltresor

auch: Möbeltresore

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Möbeltresore sind Tresore, die sich im Gegensatz zu den größeren Standtresoren leichter z.B. in einem Schrank unterbringen lassen, so dass sie für Neugierige nicht sofort sichtbar sind. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Größen vom kleinen Tresor, der in die Aktentasche passt bis hin zum schrankgroßen Tresor und mit unterschiedlichen Schlossvarianten (z.B. mit Sicherheitsschloss, Zahlenkombinationsschloss oder Elektronisches Tastenschloss). Möbeltresore sind in Leichtbauweise ausgeführt und ihre Schutzeigenschaften sind in der Regel eher gering. Möbeltresore werden zur Aufbewahrung kleinerer Wertgegenstände zu Hause und im Büro angeschafft. Eine besondere Art von Möbeltresoren sind Hoteltresore.

Möbelwaschtisch

auch: Möbelwaschtisch

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Der Waschtisch war ursprünglich ein Tisch (also ein Möbel), auf dem eine Schüssel stand. Inzwischen wird der Begriff des Waschtischs nur als Bezeichnung für ein Waschbecken verstanden. Ein moderner Möbelwaschtisch (Herstellerfoto IDEAL STANDARD) besteht also aus einem Waschtisch und einem darunter befindlichen "Möbel". Während dieses Möbel im nördlichen Mitteleuropa Raum meistens aus Regalen oder Gestellen besteht, werden in südlichen Ländern gerne Einbauwaschtische in Kommoden eingebaut.

Mobilbagger

siehe Radbagger.

mobile home

auch: mobile, homes

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Was in Deutschland als Mobilheim bekannt ist, hat sein Vorbild in den "mobile homes" aus den USA. Auch die werden auf ein Chassis aus Stahl gesetzt, wobei es Autobahn-geeignete Reifen ermöglichen, dass die "rollenden Häuser" von Ort zu Ort gezogen werden, ja nachdem, wo der Besitzes des mobile homes gerade einen Job gefunden hat. Mobilheime dürfen in Deutschland nur auf Dauer­camping­plätzen aufgestellt werden - in den USA sieht man das lockerer. Vor tausenden Städten und Städtchen befinden sich Plätze, auf denen die Bungalows auf Rädern aufgestellt werden können. Die mobilen Häuser sind oft ausgesprochen komfortabel bis luxuriös ausgestattet, anspruchsvoll im Design (siehe Foto) und als Dauerwohnsitz geeignet. Um den Eindruck eines normalen Bungalows zu erwecken, wird das Fahrwerk mit Blenden abgedeckt.

mobiler Zaun

auch: mobile, Zäune

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Mobile Zäune dienen der befristeten Absperrung von Baustellen. Sie bestehen aus einem Drahtgittergeflecht, das an zwei seitliche Rundpfosten angeschweißt ist. Die Drahtelemente werden mit den Rundpfosten in transportable Betonfüße gesteckt, die Rundpfosten anschließend mit Laschenverbindern von Element zu Element verschraubt. Die Zeichnung zeigt das WEGO-Zaunsystem.

mobile Trennwand

auch: mobile, Trennwände

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Wie der Name schon sagt, ist diese Trennwand mobil, kann also bei Bedarf aufgestellt - richtigerweise eingehängt bzw. eingeschoben werden. Wie bei der Faltwand ist auch die mobile Trennwand ein System, das schienengeführt wird. Einzelne, gleichgroße Paneele, die meistens aus einer Metallrahmenkonstruktion mit Holzbeplankung und Dämmschicht bestehen, werden in ein Abhängeprofil eingehängt und dann Element für Element so verschoben, dass schließlich eine Trennwand entsteht. Je nach Konstruktion können diese Paneele durch spezielle Rollen auch über Kreuzungspunkte und T-Punkte geschoben werden (Foto zeigt eine Kugelrolle für T-Abzweigungen), so dass auch Pfeiler und Wandvorsprpnge umfahren werden können. Die einzelnen Paneele können je nach Planung in einem separaten Raum gelagert und bei Bedarf eingehängt oder in ein separates Schienensystem verschoben werden, wo sie wie auf einem Güterbahnhof abgestellt sind.

Mobilgerät

auch: Mobilgeräte

Mobilgeräte sind mobile Klimaanlagen bzw. eines Raumklimageräts. Mobilgeräte(bis 3 kW) können jederzeit dorthin transportiert (gerollt) werden, wo man sie benötigt. Stecker in die Steckdose, Abluftschlauch aus dem Fenster - fertig.

Mobilheim

auch: Mobilheime

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Das Mobilheim ist im allerweitesten Sinne ein voll eingerichetes Fertighaus, das in Deutschland auf Dauercampingplätzen aufgestellt werden kann, dennoch aber nicht für das dauerhafte Bewohnen vorgesehen und geeignet ist und nur elektrisch oder über Flüssiggas beheizt werden kann. Mobilheime verfügen über Wasseranschluß, Dusche und WC, wobei die Anschlüsse an Ort udn Stelle mit dem Wasser- und Kanalnetz verbunden werden müssen.

Mobilkran

auch: Mobilkrane

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Mobilkrane besitzen ein zwei- bis vierachsiges Fahrwerk mit Luftbereifung oder Vollgummibereifung. Im Unterschied zum Autokran hat der Mobilkran nur einen Motor zum Antrieb von Kran- und Fahrbewegung. Mobilkrane können sowohl mit Gittermastauslegern als auch mit teleskopierbaren Vollwandauslegern ausgerüstet sein. Ausfahrbare Stützen am Unterteil des Kranes erhöhen seine Standsicherheit bei der Arbeit. Ein Mobilkran ist meistens auf ein Baggerfahrgestell montiert und verfügt über einer Krankabine und einen Motor. Da die meisten Mobilkrane sehr langsam sind und über keine Straßenzulassung verfügen, müssen sie per Tieflader zur nächsten Baustelle transportiert werden. Der Vorteil gegenüber dem Autokran liegt in seiner kompakten und gedrungen Bauweise. Dadurch hat der Mobilkran einen vielseitigen Einsatz bei Hafen-, Lager-, Bau- und Montagearbeiten.

Mobilzaun

auch: Mobilzäune

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Mobilzäune dienen der Absperrung insbesondere von Baustellen, wo sie als Bauzaun fungieren. Die einzelnen Zaunelemente (siehe Foto des Herstellers Bekaert) werden in Betonschuhe gesteckt und mit Schlössern, Ketten oder Metallschellen miteinander verbunden.

Modellgips

auch: Modellgipse

Modellgipse sind Gießmassen für höchste Ansprüche bei der Herstellung von Reliefs, Figuren und Ornamenten, aber auch für die Abnahme von Gesichtsmasken oder Büsten von Menschen (sofern sich diese bis zum Aushärten des Modellgipses absolut ruhig verhalten). Als Naturprodukt ist Modellgips geruchlos und ungefährlich auch beim Werken in Schulen und Kindergärten.

Modelliereisen

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Ein Modelliereisen wird bei Mosaikarbeiten zum Glattstreichen der Klebermasse sowie zum Ausrichten und Korrigieren einzelner Mosaiksteine im Kleberbett verwendet.

Modelliergips

siehe Modellgips

Modellierputz

auch: Modellierputze

Modellierputz ist ein Putz mit besonders großen plastischen Eigenschaften. Der Putz wird dabei nach dem Auftrag auf der Wandfläche nachbehandelt, in dem mit einer Walze, einem Spachtel oder anderen Werkzeugen eine Struktur gegeben wird. Mit etwas Fantasie lässt dieser Putz vielseitige dekorative Wandgestaltungen zu.

Modellregen

Bei der Berechnung von Kanalquerschnitten wird häufig der Modellregen herangezogen. Modellregen ist ein theoretisches Regenereignis mit vorgegebenem Verlauf der Regenintensität innerhalb einer gewählten Regendauer.

Modellschnitt

auch: Kantschnitt

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In einem Sägewerk werden aus einem Baumstamm Bretter und Bohlen geschnitten. Dies geschieht auf unterschiedliche Art und Weise - eine Möglichkeit ist der Modellschnitt (Prismen- oder Kantschnitt). Holz im Modellschnitt gesägt besitzt überwiegend stehende Jahresringe. Dies ist von Vorteil, da das Holz dann nicht so sehr arbeitet. Noch weniger arbeiten Hölzer, die im Spiegelschnitt gesägt wurden. Der Modellschnitt erfordert grundsätzlich zwei Sägedurchgänge. Nach dem ersten wird der Block um 90 Grad gedreht und durchläuft im zweiten Gang (Nachschnitt) das Gatter von neuem. Nun sind die Sägeblätter so eingehängt, dass besäumte Bretter gleicher oder verschiedener Dicken, oder auch Balken und Kanthölzer anfallen.

Modellstatik

Bei der Modellstatik werden die zu erwartenden Beanspruchungen und Verformungen mit Hilfe von Versuchen ermittelt. Dies geschieht üblicherweise in einem verkleinerten Modell.

Moderfäule

Nach Art der Holzzerstörung durch Pilze werden Braunfäule, Weißfäule und Moderfäule unterschieden. Die Moderfäule findet man meist an frei verbautem, sehr feuchtem Holz. Aber auch auf Dachböden wurde Moderfäule schon entdeckt, nämlich dann, wenn es dort sehr stark durchfeuchtet und schmutzig ist. Der Befall ist meist örtlich sehr begrenzt. Die Oberfläche von Moderfäule befallenem Holz ist im feuchten Zustand schmierig, weich, dunkel verfärbt und reißt im ausgetrockneten Zustand fein würfelbrüchig auf.

Modernisierung

Im Baubereich wird unter Modernisierung die Verbesserung von Bauteilen verstanden. Dies unterscheidet die Modernisierung von der Renovierung (hier geht es um das Verschönern funktionsfähiger Bauteile) und der Sanierung (Instandsetzung von geschädigten Bauteilen). Häufig sind es aber auch Mischformen. So umfasst eine Sanierung oder Modernisierung immer auch eine Renovierung und bei der Modernisierung kann auch eine Sanierung enthalten sein. Wirkliche Definitionen zur exakten Abgrenzung sind da kaum zu finden. Bei Mietwohnungen spielt der Begriff "Modernisierung" allerdings eine Rolle. Hat ein Vermieter bauliche Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt, die den Gebrauchswert der Mietsache nachhaltig erhöhen, die Wohnverhältnisse auf Dauer verbessern oder Einsparungen von Energie oder Wasser bewirken, so kann er die jährliche Miete um elf Prozent der Modernisierungskosten erhöhen. Eine solche Mieterhöhungserklärung ist jedoch nur dann wirksam, wenn der Vermieter die einzelnen Modernisierungsmaßnahmen konkret bezeichnet, die dafür jeweils angefallenen Kosten aufführt und den Schlüssel für die Verteilung der umgelegten Kosten auf die einzelnen Mieter angibt und erläutert (LG Potsdam 11 S 190/99 WM 2000, 553).

modifiziertes Bitumen

auch: modifizierte, Bitumen

Bitumen, dessen rheologische Eigenschaften bei der Herstellung durch Verwendung chemischer Zusätze modifiziert worden ist. In diesem Zusammenhang umfassen die „chemischen Zusätze" Naturkautschuk, synthetische Polymere, Schwefel und bestimmte Organometallverbindungen, aber nicht Sauerstoff oder Oxydations”katalysatoren”, wie z. B. Eisen(III)chlorid, Phosphorsäure und Phosphorpentoxid. Fasern und anorganische Pulver (“Füller”) werden nicht als Bitumenmodifizierungsmittel angesehen. Modifizierte Bitumen können als solche oder verschnitten, emulgiert oder gemischt mit z. B. Naturasphalt verwendet werden.

Modler

Modler sind in vernickelten Blechzwingen gefasste flache Borstenpinsel mit kurzen Borsten. Sie haben eine Breite zwischen 1/2 und 5 Zoll. Außer zum Streichen von Farbstoffbeizen dienen Modler zur Verarbeitung von Lasurfarben und zu sonstigen dekorativen Arbeiten. Mit dem "Schleifmodler", der kurzborstiger, aber doppelt so dick wie ein normaler Modler ist, kann man den Schleiflackeffekt (matte Oberflächen) erzielen. Das geschieht dadurch, dass er mit in Wasser angefeuchtetem Bimsteinmehl über eine lackierte Fläche gezogen wird. Modler mit längeren Borsten benutzt man zum Gestalten von Konglomeraten bei Marmorierungen und zur feinen Modellierung der Holzmaser bei Holzimitationen. Langborstige Modler werden auch als "Clairets" bezeichnet. Der "Birkenmodler" besitzt im Gegensatz zu den anderen eine gewellte Blechzwinge. Er wird vor allem in der Holzimitation eingesetzt.

Modulbauweise

auch: Modulbauweisen

modulierender Brenner

auch: modulierende, Brenner

Modulkollektoren

Modulkollektoren sind Solarkollektoren, die sich durch ein hohes Maß an Flexibilität hinsichtlich Montage und Anwendung auszeichnen. Sie lassen sich in der Regel ohne Kran montieren, was eine große Zeitersparnis mit sich bringt. Mit den entsprechenden Befestigungssystemen sind sie für die Indach- oder Aufdachmontage geeignet (vergleiche auch Indachkollektoren und Aufbaukollektoren).

Mohairroller

Farbroller aus Mohairgewebe. Mohair ist ein Naturprodukt und wird aus der Wolle der Angoraziege hergestellt. Mohair-Velours gilt als sehr hochwertiger Bezug für Polstermöbel. Feste Farbe(%, (% Parkettsiegel und viele andere Lacke, insbesondere solche für die Beschichtung von Yachten, werden bevorzugt mit einem Mohairroller aufgetragen. Der kurzhaarige Flor und die natürliche Struktur des Gewebes sorgen für einen gleichmäßigen Farbauftrag.

Molch

auch: Scheibenmolch, Schaumstoffmolch, Bürstenmolch, Reinigungsmolch

Ein Molch ist ein Gerät, mit dem Rohrleitungen von Verunreinigungen gereinigt werden. Weiterhin wird er zur Vermessung, Leckortung und Korrosionsermittlung eingesetzt. Mit einem Molch können auch Trennvorgänge zwischen zwei Medien durchgeführt werden. Der Molch wird mittels Gasdruck oder mit Pressluft durch die Leitung bewegt. Es gibt eine Vielzahl von verschiedenen Bautypen wie z.B. Scheiben-, Schaumstoff-, Bürsten-, Kalibrier- und intelligente Molche. Der Schaumstoffmolch wird im internationalen Pipelinebau als Polly Pig oder auch nur als Pig bezeichnet, weil während dem Molchen einer Rohrleitung ein Quietschen entsteht, welches an das Quieken eines Schweins erinnert.

Moltoprenroller

Molybdän-Werkzeugstahl

Ein Werkzeugstahl, der durch die Legierung mit dem Schwermetall Molybdän (chemisches Zeichen: Mo) u.a. über eine erhöhte Härte und Widerstandsfestigkeit verfügt. Werkzeuge und Werkzeugteile aus Molybdän-Werkzeugstahl wie z.B. Einhand-Sägeblätter, Beitel oder Meißel haben eine vielfach höhere Standzeit, als solche aus HSS-Stahl.

Moment

Ein Begriff aus der Mechanik. Das statische Moment ist die Wirkung einer Kraft auf einen Punkt außerhalb ihrer Wirkungslinie. Moment = Kraft x Hebelarm. Der Statiker muss bei seinen Berechnungen auch immer das einwirkende Moment berücksichtigen und entsprechend das Bauteil dimensionieren bzw. die Lage und Menge der Bewehrungseisen im Stahlbeton festlegen. In Hochhäusern wirken durch die Größe der Gebäude natürlich ganz andere Momente auf das Fundament, als beispielsweise auf das Fundament eines Einfamilienhauses.

Mönch und Nonne

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Ein zweiteiliger, im Pressverfahren hergestellter Ziegel ist das Modell Mönch und Nonne. Die einzelnen Ziegel kann man sich als halbierte Hohlzylinder vorstellen, die an einer Seite konisch zulaufen. Diese Form der Ziegel wurde im mediterranen Raum besonders für die Klosterdeckung verwendet. Vielleicht stammte daher auch der Name, obwohl auch andere Interpretationen möglich sind. Denn eigentlich sollten Mönch und Nonne voneinander lassen. Als Ziegel liegen Mönch und Nonne jedoch geradezu ineinander verkeilt auf den Dächern. Die Nonne liegt unten und der Mönch wird als Abdeckung darüber gestülpt. Dabei wird der Mönch entweder in Mörtel oder mörtelfrei verlegt.

Mönchziegel

Der Mönchziegel ist ein gewölbter Pressdachziegel ohne Verfalzung und mit rundem Wasserlauf. Kennzeichnend ist, dass er ohne Verfalzung die Nonnenziegel seiten- und höhenüberdeckt (siehe auch Mönch und Nonne).

Mondglas

auch: Kronglas, Mondgläser

Dieses im Schleuderverfahren hergestellte Flachglas wurde besonders im Mittelalter als Fensterglas verwendet und gilt als eine Weiterentwicklung des Butzenglases. Eine weitere Bezeichnung ist Kronglas. Zur Herstellung tauchte der Glasmacher die Glasmacherpfeife in die heiße Glasmasse, nahm dadurch entsprechendes Rohglas auf und blies diese Masse dann zu einer Glasblase. Anschließend wurde an der gegenüberliegenden Seite der Glasmacherpfeife ein sogenanntes Hafteisen angeschmolzen und danach die Glasmacherpfeifer abgesprengt. Im Bereich des durch das Absprengen entstandenen Loches weitete der Glasbläser dieses durch ein heißes Aufreibeisen solange auf, bis sich die sogenannte Krone bildete. Die im Ofen wieder erhitzte Krone wurde in eine rasche Drehbewegung versetzt. Durch die einwirkenden Zentrifugalkräfte verflachte die Krone relativ schnell und bildete schließlich eine runde, größere Glasscheibe. Aus der so entstandenen runden Glasplatte wurden mit dem „Kröseleisen“ kleine Einzelscheiben herausgeschnitten, wobei diese je nach Qualität des Mondglases rechteckig, sechseckig oder rautenförmig waren. Diese Einzelscheiben wurden anschließend mit Bleiruten untereinander verbunden und somit zu einer größeren Fensterscheibe geformt.

Mondholz

Mondphasenholz

auch: Mondphasenhölzer

Mondphasenholz wird oft auch Mondholz genannt und gilt als besonders hochwertiges Holz, das insbesondere in Skandinavien im Winter zur Zeit der Saftruhe in der letzten Woche vor Neumond geerntet wird. Ob die von vielen Holz- und Forstexperten schon seit Jahrhunderten bezeugten Vorteile tatsächlich gegeben sind, darüber streiten die Wissenschaftler - zum Teil sogar heftig.

Mondring

auch: Mondringe

Splintholzring im Kernholz - meist bei Eichen. Mondringe werden durch Wuchsfehler verursacht.

Mondringe

auch: Mondringe

Jahrringe im Kernholz des Holzstammes, die sich hinsichtlich Farbe und Eigenschaften kaum vom Splintholz unterscheiden. Mondringe findet man vor allem bei Eichen.

Monierbeton

siehe Stahlbeton.

Moniereisen

Moniereisen ist die alte handelsübliche Bezeichnung für Betonstahl. Zurück geht diese Bezeichnung auf Joseph Monier, einem Gärtner aus Frankreich. Dieser hat zum Herstellen von Pflanzenkübeln erstmals Eisen in den Beton zur Bewehrung gelegt.

Monierzange

auch: Monierzangen

siehe Rabitzzange.

Mono-Batterie

auch: Mono-Batterien

Die Mono-Batterie zählt zu den gängigsten Batteriegrößen. Sie besitzt eine Spannung von 1,5V. Die Bezeichnung "Mono" findet man häufig nicht auf der Verpackung, dort stehen Kürzel wie LR20, R20 oder D. LR20 ist die europäische Bezeichnung für eine Alkali-Mono-Batterie, R20 die Bezeichnung für eine Zink-Kohle-Batterie. Dies sind zwei verschiedene Batteriesysteme. D ist schließlich die amerikanische Bezeichnung für eine Mono-Batterie.

Monocottura

Monodeponie

In einer Monodeponie werden Abfälle gelagert, die nach Art, Schadstoffgehalt und Reaktionsverhalten ähnlich und untereinander verträglich sind. Bei Rauchgasrückständen oder Flugaschen besteht zum Beispiel die Gefahr von nachteiligen Reaktionen, weshalb sie in einer Monodeponie gelagert werden. Auch Klärschlamm oder asbesthaltige Baustellenabfälle kommen häufig in eine solche Deponie. Standorte für Monodeponien sind zum Beispiel ehemalige Salzbergwerke oder Gipsbergwerke. Die Deponien sind in diesem Fall unter Tage.

Monolith

auch: Monolithe

Aus einem Stein gehauene Säule oder Pfeiler.

monolithischer Wandaufbau

Unter einem monolithischen Wandaufbau wird ein einschaliges Mauerwerk verstanden, das lediglich mit einem Außen- und Innenputz versehen wird. Eine Wärmedämmung (siehe Wärmedämmverbundsystem), Vorhangfassade oder Vormauerziegel fehlen. Es wird lediglich ein Baustoff wie zum Beispiel KS-Steine, Steine aus Porenbeton, Blähtonsteine oder Mauerziegel verwendet. Ein monolithischer Wandaufbau wird auf Grund der Anforderungen der Energieeinsparverordnung immer seltener. Die Mauerstärke würde in den meisten Fällen Ausmaße annehmen, die wirtschaftlich nicht mehr zu vertreten wäre. Einen monolithischen Wandaufbau findet man daher meist nur noch bei Innenwänden.

Monomere

auch: Monomere

Einzelmoleküle, die durch chemische Reaktion zu Großmolekülen zusammengefügt werden können, den Polymeren. Gleiche Moleküle ergeben Monopolymere, verschiedenartige ergeben Mischpolymere.

monovalente Trinkwassererwärmung

Bei der monovalenten Trinkwassererwärmung wird das Trinkwasser von einem einem Energieträger wie z.B. Öl, Erdgas, Kohle, Holz oder Solarenergie erwärmt. Das Gegenteil ist bivalente Trinkwassererwärmung.

Monsunbrause

auch: Monsunbrausen

Montage

Werden handwerklich oder industriell gefertigte Werkstücke aus Holz, Metall oder anderen Werkstoffen zusammengefügt, um das Endprodukt herzustellen, nennt man das Montage. Dementsprechend ist derjenige, der eine Montage durchführt, ganz allgemein ein Monteur, wobei allerdings diese Berufsbezeichnung sehr allgemein gehalten ist und fast ausschließlich für industrielle Berufe in der Metallverarbeitung verwendet wird. Bei der Montage wird unterschieden zwischen vormontieren und der Endmontage.

Montageband

auch: Montagebänder

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Ein Montageband ist ein doppelseitiges Klebeband mit Schaumstoffträger und einer alterungsbeständigen Acrylatklebmasse. Es eignet sich zum Anbringen schwerer Gegenstände wie Spiegeln, Schildern und Dekorationsmaterialien und ersetzt Schrauben und Nägel. Montagebänder gibt es mit unterschiedlicher Haltekraft, für drinnen und draußen und für fast jeden Untergrund. Für die unsichtbare Befestigung, z.B. von transparenten Gegenständen oder bei der Anbringung auf Glasscheiben gibt es spezielle transparente Montagebänder.

Montagebau

Fertigteil-Bauweise, die besonders sorgfältige (ingenieurmäßige) Montagearbeit auf der Baustelle verlangt, z.B. Großtafelbau oder Skelettbau aus vorgefertigten Teilen. Die Montage schließt zusätzliche und temporäre Abstützungen zur Stabilisierung während der verschiedenen Bauzustände ein.

Montageeisen

auch: Montage-Eisen

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Montageeisen werden insbesondere dann eingesetzt, wenn Parkettstäbe, Dielen und Laminat verlegt werden sollen. Die Montageeisen werden dabei an der Längsseite der Holz- und Laminatelemente angelegt, wobei eine Seite die Holzkante packt und von der anderen Seite das Element mittels des gewölbten Eisen-Endstücks per Muskelkraft angezogen werden kann, weshalb solche Montageeisen auch "Zugeisen" genannt werden. Außerdem befindet sich auf manchen Montageeisen noch ein kleiner Schlagblock oder eine Schlagleiste, so dass auch mit mehr oder weniger sanften Hammerschlägen das Holz zusammengefügt werden kann, wenn die Muskelkraft nicht ausreicht. Das Foto zeigt ein Montageeisen von der Rückseite mit drei aufgeklebten Filzplättchen zwecks Schonung der Holzteile vor Kratzern.

Montagehandwerker

auch: Montage-Handwerker

Bezeichnung für Handwerker, die vorwiegend industriell gefertigte Bauteile fachgerecht einbauen. Der Beruf wird immer wichtiger, je mehr die Eigenherstellung in Teilen des Handwerks abnimmt. Nur noch prozentual wenige Handwerksbetriebe stellen Fenster, Türen und Treppen selbst her. Für den soliden Einbau werden jedoch Montagehandwerker benötigt, die auch die Garantie für die fachlich richtige Montage übernehmen. Montagehandwerker sind im Baubereich weit verbreitet, vor allem im Fertigbau. Vor allem die Baumärkte und der Handel mit Bauelementen bemüht sich, unter dem Begriff Handwerkerservice denjenigen Bauherren und Heimwerkern Montagehandwerker zu vermitteln, die einen Carport, eine Gartensauna und dergleichen einwandfrei aufstellen oder die gekaufte Haustür oder das Wohndachfenster fest und sicher montieren.

Montagehobel

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Im Prinzip ist jeder Hobel, der vom Handwerker mit auf Montage genommen wird, ein Montage-hobel. Durch-gesetzt hat sich aber, dass unter einem Montage-hobel ein AKKu-betriebener Stahlhobel verstanden wird, mit dem Tischler und Zimmer-leute "auf Montage", also auf der Baustelle noch Hobel-arbeiten ausführen können - zum Beispiel dann, wenn eine Sauna eingebaut wird. Die Hobelbreite und die AKKU-Leistung variiert je nach Modell. Mit einer AKKU-Ladung können 50 und mehr Meter Holz gehobelt werden. Alle modernen Maschinen verfügen über einen Anschluß für eine Späne-Absaugvorrichtung. Die Spantiefe ist in der Regel bis maximal 0,5 mm verstellbar.

Montageplattform

auch: Montageplattformen

Montageschaum

auch: Bauschaum, Montageschäume

Montageschäume sind ein- oder zweikomponentige Ortschäume aus Polyurethan. Sie werden zur Montage von Tür- und Fensterrahmen sowie zum Füllen von Hohlräumen und Fugen in anderen Baukörpern verwendet. Darüber hinaus sind die Schäume geeignet zum Dämmen, Isolieren und Verkleben. Einsetzbar sind sie auf Beton, Putz, Mauerwerk, Faserzement, Holz und zahlreichen Kunststoffen. Eines muss jedoch beachtet werden: Montageschaum zwischen Fenstern, Türen und Mauern sorgt für zwar für die Wärmedämmung. Er hält aber nicht den Wind fern. Dafür müssen die Fugen abgeklebt oder mit vorkomprimierten Dichtungsbändern eingedichtet werden.

Montageschraube

Universelle Bezeichnung für Schrauben, die als Bestandteil eines Bausatzes vom Hersteller mitgeliefert werden, meistens in Klarsichtbeuteln verpackt. Je nach Art des Produktes, das der Käufer selbst zusammenschrauben muss, haben Montageschrauben sehr unterschiedliche Schraubengewinde und §2Schraubenköpfe%).

Montageschrauber

auch: Bauschrauber

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Der Bau- oder Montageschrauber eignet sich für Serienverschraubungen mit gleichbleibender Einschraubtiefe. Er ist ideal für Verschraubungen im Trocken- und Innenausbau sowie für den Ausbau auf Holz- und Metallunterkonstruktionen. Die Einschraubtiefe läßt sich stufenlos einstellen.

Montagetritt

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Bezeichnung für kleine, leiterähnliche Arbeitsbühnen, die vor allem in Innenräumen eingesetzt werden, um handwerkliche Arbeiten an hohen Wänden und an Decken ausführen zu können. Montagetritte sind fast immer zusammenklappbar, verfügen über breite, rutschsichere Stufen und eine relativ große, stabile Arbeitsbühne. Die Industrie bietet Montagetritte auch als Schwerlast-Montagetritte an.

Montagewand

auch: Montagewände

Von Montagewänden wird bei Trennwänden aus einer Ständerkonstruktion gesprochen, die beidseitig mit Gipskartonplatten, Gipsfaserplatten, OSB-Platten u.ä. beplankt werden. Der Hohlraum dazwischen kann mit Dämmstoffen gefüllt werden. Hinsichtlich der Schalldämmung ist zu beachten, dass die Anschlüsse an Wand, Decke oder Boden entkoppelt werden müssen, damit keine Schallübertragung stattfinden kann. Auf diese Weise lassen sich auch Wohnungstrennwände herstellen. Soll die Montagewand in der Küche oder im Badezimmer errichtet werden, müssen die Bauplatten feuchtraumtauglich sein. Im Handel werden auch spezielle Bauplatten angeboten, mit denen sich gebogene Wände herstellen lassen.

Montmorillonit

Tonmineral mit der Eigenschaft, das bis zu Siebenfache des eigenen Volumens an Wasser und sonstigen flüssigen Verbindungen "schwammartig" einzulagern. Das Mineral ist Hauptbestandteil von Bentonit, das wiederum die Kernsubstanz für verschiedene Dichtmittel bildet, die insbesondere im Betonbau verwendet werden wie z.B. Quellbänder.

Mooreiche

auch: Mooreichen

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Als Mooreiche werden Eichenstämme und deren Holz bezeichnet, die bis zu 8.000 Jahre im Moor oder Erdreich gelegen haben und durch die Reaktion der eicheneigenen Gerbsäure mit dem eisenhaltigen Wasser schwarz geworden sind. Demnach findet man sie vorrangig in Tagebauen, Kiesgruben oder bei archäologischen Grabungen. Die Farbtöne können variieren von hellgrau über dunkelgelb, dunkelbraun, blaugrau, bis tiefschwarz, je nach Dauer und Intensität der Lagerung. Mooreiche lässt sich noch gut sägen, hobeln, fräsen, bohren, messern, schleifen und drechseln. Schrauben sollten vorgebohrt werden. Verwendung findet Mooreiche zum Beispiel als Furniere im Innenausbau und Möbelbau, als Mehrschichtparkett, für Skulpturen und Drechselarbeiten oder Intarsien.

Moos

auch: Moose

Moose sind kleine grüne Pflanzen, die dem Bauherren mehr Verdruss als Freude bringen. Moose können sich an der Fassade, auf dem Dach, dem Gehweg oder dem Rasen ansiedeln. Grund ist meist Feuchtigkeit in Zusammenhang mit zu wenig Sonne. Auf dem Rasen kann Moos auch seine Ursache in einem zu schweren, sauren oder verdichteten Boden haben. Auch Nährstoffmangel ruft eine Moosbildung hervor. Je nach Ursache kann vertikutieren, düngen oder auflockern des Bodens den vermehrten Moosbefall auf dem Rasen stoppen. Zudem sollte überlegt werden, ob an einer schattigen Stelle unbedingt Rasen wachsen muss. Es gibt Alternativen wie Staudengewächse, die im Schatten besser gedeihen. Moose wachsen aber auch auf Dächern und Fassaden. Um dies zu verhindern, bietet der Handel allerlei Mittel zur Imprägnierung.

Moosgummirolle

Mörtel

auch: Mauerspeis

Mörtel ist ein Gemisch aus Sand, Bindemittel und Wasser. Je nach Verwendungsart unterscheidet man Mauermörtel, Putzmörtel, Estrichmörtel oder Einpressmörtel. Nach Art der mineralischen Bindemittel werden Gipsmörtel, Gipskalkmörtel, Anhydridmörtel, Anhydridkalkmörtel, Putz- und Mauerbindemörtel, Zementmörtel und Magnesiamörtel verwendet. Organische Bindemittel werden in Kunstharzmörteln verwendet. Man unterscheidet weiterhin Luftmörtel, der nur an der Luft abbindet, Wassermörtel, der auch unter Wasser abbindet, feuerfeste Mörtel und feuerbeständige Mörtel. Zudem wird zwischen verschiedenen Mörtelgruppen unterschieden.

Mörtelbett

Speziell im Fliesenlegerhandwerk wird von einem Mörtelbett gesprochen, wenn eine Verlegung im Dickbettverfahren gemeint ist. Fliesen und Bodenplatten werden dabei sozusagen in die relativ dicke Kleberschicht aus Zementmörtel "eingebettet".

Mörtelbrett

auch: Mörtelbretter

Quadratisches oder rechteckiges Brett aus Holz, Kunststoff oder Metall. Das Mörtelbrett wird verwendet, um darauf den benötigten Mörtelvorrat beim Mauern zu tragen.

Mörteleisen

Mörtelfuge

auch: Mörtelfugen

siehe Fuge.

Mörtelfugenstrich

Mörtelgruppen

auch: Mörtelgruppe

Mauermörtel wird in Mörtelgruppen mit unterschiedlicher Druckfestigkeit eingeteilt. Es gibt die Mörtelgruppen I, II, II a, III und III a. Die Druckfestigkeit ergibt sich aus der Art und Menge der verwendeten Bindemittel und Zuschläge. Je höher die Mörtelgruppe, desto größer ist die Druckfestigkeit und die Haftscherfestigkeit. Die Einteilung der Mörtelgruppen nach der alten DIN 18150: MG 1 – KalkmörtelMG 2 – Kalkzement/hydraulischer Mörtel und Kalkzementmörtel MG 2a- Kalkzementmörtel MG 3 – Zementmörtel MG 3a- Zementmörtel, fc = 20 N/mm² MG 4 – Gipsmörtel Die neue europäische Norm kennt die alten Bezeichnungen nicht mehr, sie unterscheidet Mörtel nach Art der Eigenschaften und /oder Verwendungszweck. Demnach wird zwischen Normalmörtel (GP), Leichtmörtel (LW), Edelputzmörtel (CR), Einlagenputzmörtel für außen (OC), Sanierputzmörtel (R)und Wärmedämmputzmörtel (T) unterschieden.

Mörtelmeißel

auch: Mörteleisen, Mörtelmeissel

Der Mörtelmeißel bzw. das Mörteleisen ist ein Meißel, der zum Entfernen von Mörtel aus gefugten Mauerwerk gedacht ist.

Mörtelputz

auch: Mörtelputze

Mörtelputz ist der klassische Innenputz. Der Kalkputz besteht aus verschiedenen Kalken und scharfem Sand. Für Innenputze wird wenig oder kein Zement zugesetzt, der die guten Diffusionseigenschaften der Putze mindert. Eine besondere Form des Bindemittels ist Anhydritbinder anstelle von Kalk.

Mörtelrisse

Risse im ausgetrockneten Mörtel können verschiedene Ursachen haben. So entstehen Mörtelrisse zum Beispiel bei falscher Mörtelzusammensetzung oder wenn der Mörtel nach dem Aufbringen zu schnell austrocknet. Mörtelrisse können aber auch erst später auftreten durch Bewegungen im Mauerwerk, der Mörtel löst sich dann vom Stein und es kann Feuchtigkeit eindringen, die für weiteren Schaden sorgt.

Mörtelschlitten

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Der Mörtelschlitten ist ein Hilfsmittel zum Auftragen des Mörtels beim Mauern. Der Mörtel wird in den Mörtelschlitten eingefüllt und über die oberste Steinreihe geführt. Dabei kommt unten der Mörtel raus, in den dann die nächste Reihe Mauersteine verlegt werden kann. Mörtelschlitten lassen sich für Normal- und Dünnbettmörtel in der gewünschten Fugendicke genau einstellen, sorgen für einen gleichmäßigen Mörtelauftrag und reduzieren Mörtelverluste. Für Dünnbettmörtel gibt es verschieden Zahnschienen, die verwendet werden müssen.

Mörtelsilo

siehe Silo

Mörteltüte

auch: Mörteltüten

Was heute das Stelzlager bei der Verlegon von Terrassenplatten ist, war früher die Mörteltüte, wobei dieses Verfahren aber auch heute noch gelegentlich angewandt wird. Dabei werden kleine Plastiktüten mit feuchtem Mörtel verfüllt. Die Terrassenplatten werden dann so verlegt, dass die vier Plattenecken auf je einer Tüte liegen. Bevor die Mörteltüten hart werden, können die Platten mit einem Gummihammer in die richtige Position geklopft werden, so dass eine ebene Oberfläche entsteht. Bei Platten von 40 x 40 cm und größer sind in die Mitte weitere ein bis zwei Tüten auszulegen.

Mosaik

auch: Mosaike

Unter dem Wort Mosaik werden einmal aus kleinen und kleinsten "Mosaiksteinchen" hergestellte Wand- und Bodenbeläge verstanden, die von Künstlerhand zusammengefügt werden, wobei die Künstler dabei auch ganze Bilderlandschaften, Heiligenfiguren usw. aus Mosaiksteinchen formen. Weltbekannt sind die Mosaiken von Ravenna, aber auch das Dionysus-Mosaik aus Köln, das die alten Römer in ihrer Badehalle verlegen ließen. Mosaiksteinchen bestehen natürlich selten aus Steinen oder Halbedelsteinen, sondern meistens aus glasiertem Steinzeug, Porzellan oder farbigem Gußglas. Wenn hingegen der Fliesenleger von Mosaik spricht, meint er kleinformatige Fliesen zwischen 50 x 50 und 100 x 100 mm, die rückseitig zur Vereinfachung der Verlegung auf ein Kunststoff- oder Papiernetz aufgeklebt sind, wobei dieses im Kleber oder Fliesenmörtel verbleibt. Neben quadratischen werden auch runde Mosaikfliesen angeboten. Mit solchen kleinformatigen Fliesen lassen sich auch dekorative Bordüren und Friese zusammensetzen.

Mosaikbleiverglasung

auch: Mosaikbleiverglasungen

Mosaikhammer

Ein Mosaikhammer besitzt an beiden Enden Hartmetallschneiden, die das Brechen von Mosaiksteinchen ermöglichen. Der Hammer ist eine Alternative zur Mosaikzange. In einer Zeit, in der man Zangen noch nicht kannte, war er das Hauptwerkzeug.

Mosaikkleber

Spezieller Kleber zum Verlegen von Mosaik. Graues oder weißes Klebepulver wird mit Wasser angerührt. Dabei unterscheidet man Mosaikkleber für Glas und Steinzeug sowie für Naturstein. Mosaikkleber kann im Innen- und Außenbereich verwendet werden. Manchmal kommt er auch als Fugenmaterial zum Einsatz.

Mosaikleger

Mosaikleim

Mit diesem wasserlöslichen Spezialleim werden Mosaiksteinchen in Negativtechnik auf Papier geklebt. Anschließen kann das zusammengefügte Mosaik in Mosaikkleber verlegt und das Papier entfernt werden.

Mosaikparkett

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Mosaikparkett ist an seinem ausgefallenen kleinen Würfelmuster zu erkennen und besteht aus einzelnen Vollholzlamellen von etwa 8 mm Stärke, einer Länge von bis zu 16,5 cm und einer Breite von bis zu 2,5 cm. Die Lamellen werden auf einer Trägerplatte angeordnet und darauf verklebt oder durch netzartige Gebinde miteinander verbunden. So ist ein schnelleres Verlegen möglich. Das Verlegen von Mosaikparkett ist relativ schwierig, da der Untergrund absolut eben sein muss. Selbst dann haben Laien oft Probleme, ihn zu verlegen. Mosaikparkett gibt es in vielen verschiedenen Holzarten und in den Sortierungen Natur (N), Gestreift (G) und Rustikal (R) im Handel. Nach der Verlegung wird Mosaikparkett wie alle anderen Massivholzböden geschliffen und versiegelt (Öl, Wachs, Lack). Mosaikparkett ist eine optische Bereicherung von Wohnräumen, allerdings für stark beanspruchte, gewerblich genutzte Böden weniger geeignet.

Mosaikpflaster

Natursteinpflaster in drei Größensortierungen.Hier die Maße: Kopffläche Zul. Abweichungder Abmessung Größe Breite/Länge/Höhe Klasse 1 1 60/60/60 +/- 10 2 50/50/50 +/- 10 3 40/40/40 +/- 10

Mosaikputz

auch: Mosaikputze

Mosaikverglasung

auch: Mosaikverglasungen

Mosaikzange

auch: Mosaikzangen

Die Zange besteht aus Hartmetallschneiden und wurde speziell für Mosaikleger entwickelt. Glas, Marmor oder Steinzeug lassen sich mit der Mosaikzange in kleine Teile zurechtschneiden.

Moselschiefer

In Deutschland wird seit Jahrhunderten und auch heute noch Schiefer abgebaut, wobei die Schieferabbaugebiete dem dort gewonnenen Naturstein den Namen gaben. Je nach Abbaugebiet hat der Schiefer u.a. eine andere Färbung. Der Moselschiefer stammte zwar ursprünglich ausschließlich aus zwei Bergwerken in der Eifel (also in Moselnähe), später hat sich aber dieser Begriff als Typisierung für eine seidig glänzende, antrhrazit-farbige Schiefervarietät von großer Witterungsbeständigkeit und Haltbarkeit herausgebildet - ganz gleich, wo dieser Schiefer nun abgebaut wird.

Moskitonetz

auch: Moskitonetze, Moskito-Netz, Moskito-Netze

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In den Tropen unerläßlich, ist ein Moskitonetz auch in unseren Breitengraden ein verlässlicher Schutz vor lästigen Insekten. Das Moskitonetz wird an der Decke über dem Bett befestigt. Tagsüber verschönert das Netz das Schlafzimmer, nachts wird es zugezogen und die Stechmücken müssen draußen bleiben. Das Gleiche gilt natürlich nicht für Luft und Licht, dafür sorgt ein spezielles Material.

Motorkettensäge

auch: Motorkettensägen

siehe Kettensäge

Motorschnitzgerät

auch: Motorschnitzgeräte

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Werkzeug für Schreiner, Modellbauer und Holzbildhauer. Es eignet sich zum Schnitzen aller Holzarten, zum Renovieren und Bearbeiten von Möbeln, Aufarbeiten von Antiquitäten, zum Anfertigen von Linolschnitten usw. Auch zum Fein-Farbentfernen und zur Gipsbearbeitung kann das Motorschnitzgerät verwendet werden.

Motorsense

auch: Motorsensen

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Motorsensen arbeiten ähnlich wie Rasentrimmer, es ist alles nur eine Nummer größer. Auch die Motoren sind stärker. Ein Zweitakt-Benzin- oder Elektromotor treibt durch eine Kardanwelle oder biegsame Welle das Schneidwerkzeug an. Breitausladende Haltegriffe mit Doppelschultergurten erleichtern die Handhabung. Im Hausgartenbereich sind diese Geräte mit einem Fadenmähkopf ausgestattet. Je nach Ausführung schneiden bei solchen Fadenmähköpfen einer, zwei oder vier Kunststofffäden, die vollautomatisch auf optimaler Schneidlänge gehalten werden. Sie eignen sich zum Mähen kleiner Flächen und zum Ausputzen, insbesondere an Begrenzungen, Mauerkanten usw.

Mottel

siehe Riegel

Mousselinglas

auch: Mousselingläser

siehe Musselinglas.

Mousseur

Siebförmiger Einsatz in Bad- und Küchenarmaturen, der den Wasserstrahl zum moussieren, also zum perlen bringt. Der Begriff Mousseur ist eine Erfindung bestimmter Hersteller, denen der Begriff Strahlregler einerseits zu abstrakt ist, die aber andererseits den Begriff "Perlator" nicht nutzen dürfen, da dieser Name das eingetragene Warenzeichen eines anderen Herstellers ist.

Movingui

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Movingui findet man zumeist in den westafrikanischen Ländern von der Elfenbeinküste bis Nigeria. Der Splint des Holzes ist hell gelblich grau und das Kernholz ist blaß bis zitronengelb. Movingui ist ein mäßig schweres Holz, das problemlos mit Klarlacken, Lasuren, Polituren und Wachsen behandelt werden kann. Verwendung findet das Holz sowohl im Außen- als auch im Innenbereich für Möbel, Vertäfelungen oder Türblätter.

MSB-Platte

auch: MSB-Platten

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Eine MSB-Platte ist eine spezielle Art von Spanplatte. Das MSB steht hierbei für Micro-Strand-Board. Bei der Herstellung von MSB-Platten werden relativ grobe Späne in verschiedenen Schichten regellos gestreut. Es entsteht ein Plattenwerkstoff, der durch die verschiedenen Schichten längs und quer der Herstellrichtung die gleiche Festigkeit besitzt. Verleimt werden die Späne mit Melamin-, Phenol- oder Harnstoffharzen. MSB besitzt eine Rohdichte von 680 kg/³ und ist damit schwerer als OSB oder herkömmliche Spanplatte. Im Erscheinungsbild liegt die Platte zwischen einer Span- und einer OSB-Platte. Sie kann mit einer leimlosen Verbindungstechnik ausgestattet für das Verlegen von Fußboden genutzt werden. Die Platte kann sowohl schwimmend als auch auf Rahmenhölzern verlegt werden. MSB übernimmt somit im Gegensatz zur Spanplatte auch tragende Funktion.

Mudde

auch: organische Mudde, organomineralische Mudde

Als Mudde werden schlammige Sedimente mit einem hohen Anteil organischer Stoffe bezeichnet. Sie entstehen in warmen Zeiten am Grund von stehenden Gewässern. Bei einem Anteil von über 30 Prozent organischen Substanzen, spricht der Fachmann von organischen Mudden. Liegt der Anteil von organischen Substanzen zwischen 5 und 30 Prozent, so nennt man sie organomineralische Mudden. Mudden sind entwicklungsgeschichtlich betrachtet das erste Stadium bei der Bildung eines Moors.

Muffe

auch: Muffen

Eine Muffe ist ein Verbindungselement, mit dem Stäbe und Rohre verbunden werden. Die Muffe in Form eines umgreifenden zylindrischen Mantels kann im Rohrleitungsbau das Ende eines Rohres bilden oder als selbständiges Teil die Verbindung bewirken, zum Beispiel als Fitting oder Gewindemuffe. Wichtig beim Rohrleitungsbau ist eine abgedichtete Muffenverbindung. Dies geschieht entweder mit elastischen Dichtstoffen im Muffenraum (Steckmuffe, Schraubmuffe), durch das Dichtungsgewinde (Gewinderohre)oder durch Schweißnähte am Muffenrand (Muffenrohr). Im Stahlbetonbau werden Muffen im Schraubmuffen- oder Pressmuffenstoß zur Verbindung von Betonstahlstäben eingesetzt.

Mühlbeil

Mühlsägefeile

auch: Mühlsägefeilen

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Historische, aber immer noch gültige Bezeichnung für flache Feilen, die einen Einhieb an Seiten und Kanten aufweisen, wobei die Feile sowohl parallele Kanten haben kann, als auch eine Parallel- und eine Rundkante oder auch zwei Rundkanten. Mühlsägefeien werden in Sägewerken und Tischlereien zum Schärfen von Sägemaschinen und Kreissägen verwendet, können aber auch als Ziehfeilen zum Bearbeiten von Metalloberflächen benutzt werden, hier insbesondere zum Polieren und Entgraten an Drehmaschinen sowie zum Schärfen von Werkzeugen wie Spaten oder Hacken.

Mühlsägenfeile

auch: Mühlsägenfeilen

siehe Schärffeile.

Muiracatiara

auch: Zebrawood, Tigerwood

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Tropenholz aus Mittelamerika und nördlichem Südamerika. Das Kernholz hat nach dem Schnitt eine hellbraune birnbaumähnliche Grundfarbe. Unter Lichteinwirkung dunkelt es deutlich ins rehbraun-rotbraune nach. Auffällig sind ist die streifige Zeichnung, die das Holz unverwechselbar machen (wird daher u.a. auch als „Tigerwood“ oder „Zebrawood“ bezeichnet). Das Holz lässt sich gut sägen, schleifen, hobeln und drechseln und ist auch für den Gartenbereich geeignet. Ansonsten findet es Verwendung für Parkett, Möbel, Furnier, Türen, Fensterrahmen, Musikinstrumente, Werkzeuggriffe und Holzkunst.

Mukulungu

auch: Afri Kulu

Afrikanisches, sehr hartes tropisches Laubholz, das sich insbesondere für Konstruktionen im Außenbereich eignet und wegen seiner Dauerhaftigkeit verstärkt als Terrassenholz eingesetzt wird. Das Holz hat eine rote bis braune Farbe, ist schwer zu bearbeiten und muss langsam getrocknet werden, da es sonst zu Verformungen und Rissbildungen kommen kann.

Mulchmäher

Dieser Rasenmäher-Typ basiert in der Regel auf dem Sichelmäherprinzip. Der abgeschnittene Grashalm wird allerdings durch eine besondere Führung des Luftstroms im Messerbereich und Prallblechen mehrmals von den Messern zerschnitten, so dass sehr kleine Grasstückchen entstehen. Diese kleinen Halmteile bleiben als Mulchmaterial liegen. Das hat den Vorteil, dass man das Schnittgut nicht entfernen muss und durch die zugeführten Nährstoffe die Düngung des Rasens eingeschränkt werden kann. Ein guter Mulchschnitt funktioniert aber nur, wenn die Grasabschnitte ausreichend kurz sind. Will man Mulchschnitte durchführen, muss man das Gras zwangsläufig häufiger schneiden, damit sich der Grasschnitt im Mähbereich gleichmäßig verteilt und nicht zu viel Schnittgut liegen bleibt. Sonst würde die Bildung von Rasenfilz begünstigt.

Muldendach

auch: Muldendächer

siehe Paralleldach.

Muldenfalzziegel

Muldenfraß

Muldenkipper

Fahrzeug aus dem Tiefbau, das einem LKW ähnelt, im Gegensatz zu diesem jedoch über große Räder verfügt. Anstelle einer Ladefläche hat das Fahrzeug eine containerähnliche, kippbare Mulde, in die Bauschutt, Erdreich usw. abgeladen und weggefahren wird.

Muldenversickerung

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Es gibt mehrere Möglichkeiten der gezielten Regenwasserversickerung, eine davon ist die Muldenversickerung. Dabei wird das von den befestigten Flächen abgeleitete Niederschlagswasser in flachen, begrünten Bodenvertiefungen kurzzeitig zwischengespeichert, bevor es in den Untergrund versickert. Zum Einsatz kommt die Muldenversickerung vor allem auf Grundstücken mit ungenutzten Grünflächen, auf Wegen und Parkplätzen sowie in den Seitenräumen von Fuß- und Radwegen.

Müllabwurfanlage

auch: Müllabwurfanlagen

Müllabwurfschacht

auch: Müllabwurfanlage, Müllschlucker, Müllabwurfschächte

Bei einem Müllabwurfschacht handelt es sich um einen Schacht, in dem der Abfall hineingeworfen wird und der im Müllcontainer endet. Die Rennerei mit Tüten zum Mülleimer kann somit gespart werden. Insbesondere in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren solche Müllschlucker in größeren Wohnneubauten sehr beliebt. In Zeiten von Mülltrennung und Recycling verlieren Müllabwurfschächte jedoch ihre Bedeutung, da bei ihnen sämtlicher Müll durch einen Schacht entsorgt wird. Ein weiteres Problem ist, dass häufig Müll im Schacht stecken bleibt, so dass es zu massiven Geruchsbelästigungen kommt. Zudem geht von dem unsortierten Müll eine enorme Brandgefahr aus. Bei der Sanierung von Häusern mit Müllwurfanlage wird diese bei einer Sanierung daher in der Regel entfernt.

Müllerbeil

Müllheizkraftwerk

auch: Müllheizkraftwerke

Die roh- und werkstofflich nicht mehr verwertbaren Restabfälle werden von den Kommunen oder privaten Dritten beim Müllheizkraftwerk angeliefert, gewogen und nach der Abfallkontrolle in den Müllbunker gekippt, dort durchmischt und zwischengelagert. Dabei handelt es sich um sehr unterschiedliche und heterogene Abfallfraktionen wie Haus- und Sperrmüll, hausmüllähnlichen Gewerbeabfall und auch entwässerten Klärschlamm. Dieses Gemisch lässt sich ohne Zusatzbrennstoffe wie Öl oder Gas gezielt bei Temperaturen um 1.000°C selbstgängig verbrennen. Neben dem Heizwert sind die teilweise sehr hohen Schadstoffgehalte (z.B. Salze, Schwermetalle, Dioxine), die der Restabfall ebenfalls enthält, verfahrenstechnisch zu behandeln, um keine kritischen Emissionen in Luft, Wasser oder Boden freizusetzen. Durch die Verbrennung reduziert sich das aufgegebene Abfallvolumen auf ein Fünftel und gewichtsmässig auf ein Drittel, dadurch dass die organischen Substanzen verbrennen, das im Abfall enthaltene Wasser verdampft und nur noch die mineralischen Bestandteile des Restabfalls übrig bleiben. Gleichzeitig verdampfen bei den hohen Verbrennungstemperaturen viele Salze und Schwermetalle teilweise oder gänzlich und gelangen deshalb nicht in die Schlacke sondern über das Rauchgas in die Rückstände der Rauchgasreinigung. Aus einer Tonne Restabfall verbleiben damit ca. 250 kg inertisierte, schadstoffarme, aufbereit- und verwertbare Schlacke und ca. 30-50 kg schadstoffangereicherte Rückstände aus der Rauchgasreinigung. Die beim Verbrennungsprozess freigesetzte Wärme gelangt über den Dampfkessel in die Energienutzungsschiene. Dabei werden 80 % und mehr der in den Rauchgasen enthaltenen Wärme entzogen, in Dampf umgewandelt und anschliessend zur Strom- und Fernwärmeerzeugung genutzt.

Müllkippe

auch: Müllkippen

Müllkippen sind (im Gegensatz zu einer Deponie) ungeordnete Ablagerungsplätze für Müll. Eine Müllkippe kann auch ein wilder Ablagerungsplatz sein. Solche wilden Müllkippen sind nicht nur ein Ärgernis, sondern können auch eine Gefahr für die Umwelt darstellen, wenn giftige Chemikalien so auf illegale Weise entsorgt werden. Wird derjenige dabei ertappt, wie er seinen Müll entsorgt, so muss er mit hohen Strafen rechnen.

Müllpresse

auch: Abfallverdichter, Abfallpresse, Komprimator, Müllpressen

Mit Hilfe einer Müllpresse wird der Abfall auf einer Deponie oder in einem Müllwagen auf etwa 10 bis 30 Prozent des Ausgangsvolumens verdichtet. Die Müllpresse wird hydraulisch betrieben und auch als Abfallverdichter, Abfallpresse oder Komprimator bezeichnet.

Müllschlucker

Müllverbrennung

auch: Abfallverbrennung, Hausmüllverbrennung

Als Müllverbrennung wird die Beseitigung von Abfällen durch thermische Behandlung bezeichnet. Die bei bei der Verbrennung anfallende Wärme kann zu Heizung und/oder Stromerzeugung genutzt werden (siehe Müllheizkraftwerk. Wegen der zum Teil entstehenden toxischen Abgase (z. B. Dioxine) müssen diese Anlagen besondere strenge Anforderungen und Auflagen in Bezug auf Entstaubung, Rauchgasreinigung, Entschwefelung usw. erfüllen.

Müllverbrennungsanlage

auch: Müllverbrennungsanlagen

Wie der Name bereits sagt, dient eine Müllverbrennungsanlage der Verbrennung von Müll. Allerdings ist dies nicht der einzige Zweck. Beim Verbrennen des Mülls werden auch Schadstoffe unschädlich gemacht und Energie gewonnen, die in Form von Strom (Müllkraftwerk) sowie Strom und Wärme (Müllheizkraftwerk) an die Verbraucher weitergegeben wird. Nach der Art der Feuerung wird zwischen Rost-, Wirbelschichtfeuerungen und Pyrolyseanlagen unterschieden.

Müllzerkleinerer

Ein Müllzerkleinerer ist ein Gerät, das in die Spüle eingebaut wird und Essensreste zerkleinert. Anstatt in den Abfalleimer, kommen Speisereste, Eierschalen, Kartoffelschalen, Fischgräten oder Hühnerknochen in diesen Abfallzerkleinerer und von üblen Gerüchen bleibt nur die Erinnerung. Die zerkleinerten Reste werden einfach mit weggespült. Müllzerkleinerer sind vor allem in den USA weit verbreitet. Neben diesen kleinen Zerkleinerern für Speisereste gibt es auch große Zerkleinerungsanlagen, die gewerbsmäßig Müll zerkleinern oder pressen. Hier geht es vor allem darum, das Volumen des Müllaufkommens zu verringern.

Multicolor Red

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Der Name ist Programm bei dieser Granit-Art. Multicolor Red ist ein kräftig roter Stein mit einer meist gewölkten Struktur und oft auch einer grauen Bänderung. Der Stein eignet sich für alle Einsatzbereiche im Innen- und Außenbereich. Er wird verwendet für Bodenbeläge, Fensterbänke, Tische, Pflaster, Terrassen oder Arbeitsplatten. Die Oberfläche ist entweder geflammt, poliert oder geschliffen. Die polierte Oberfläche ist am wenigsten empfindlich gegen Verschmutzung. Rutschfester wird das Material bei einer geschliffenen Oberfläche. Sehr rauh ist die geflammte Oberfläche. Solche Steine werden vor allem im Außenbereich eingesetzt.

Multifunktionsdusche

auch: Erlebnisdusche, Multifunktionsduschen

High-Tech hat auch beim Duschen Einzug gehalten. Vorbei sind die Zeiten, als eine einfache Brause von oben für das notwendige Naß sorgte. Eine Multifunktiondusche oder, wie sie auch genannt wird, eine Erlebnisdusche können viel mehr. Man kann beispielsweise einen Wasserfall mittels einer Schwallbrause erzeugen. Braucht man eine Massage - ebenfalls kein Problem mit zuschaltbaren Massageköpfen. Nacken-, Seiten- und Rückendüsen tragen zur Entspannung bei. Von oben kommt auch kein dünnes Rinnsal, sondern ein tropischer Regenschauer aus einem extra breiten Duschkopf, von manchen Herstellern Rainshower oder auch Monsunbrause genannt. Weniger tropisch geht es zu, wenn man aus dem Kneipp-Gießrohr eiskalte Güsse abbekommt. Aber auch dies soll bekanntlich gesund sein. Und damit man während des Duschens nicht so viel denken muss, läßt sich der Programmablauf für unterschiedliche Duschabläufe mit Kaltwasser-, Warmwasser-, Duftereignissen oder Lichteffekten elektronisch steuern. Eine Lichttherapie ist bei einer Multifunktionsdusche nämlich häufig auch dabei. Abwechselnd wird man weiß, rot, grün, gelb und blau angestrahlt. Wie bei der Dampfdusche, die eigentlich ebenfalls eine Multifunktionsdusche ist, duftet es zusätzlich noch aromatisch.

Multifunktionsglas

auch: Multifunktionsgläser

Unter diesem Begriff - oder der Bezeichnung "Multifunktions-Isolierglas" - wird ein Fensterglas verstanden, das zwei oder mehr Funktionen in sich vereint. Denkbar sind verschiedene Kombinationen wie Wärme-, Schall-, Sonnen-, Brand- und Einbruchschutz. Jedoch sind nicht alle möglichen Glastypen sinnvoll miteinander kombinierbar; insbesondere schwächt jede zusätzliche Funktion die wichtigste Aufgabe einer Isolierverglasung, nämlich den Wärmeschutz.

Multifunktionssäge

auch: Multifunktionssägen

Andere Bezeichnung für Säbelsäge

Multifunktionsverbinder

Multifunktionswerkzeug

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Ein Oszillations­werkzeug (oder oft auch als Multifunktions­werkzeug bezeichnet) ist ein Elektrowerkzeug, dessen Werkzeug sich rein schwingend um die Drechachse bewegt - also oszillierend. Hierbei unterscheidet sich das Werkzeug z.B. von einem Winkelschleifer, das eine rotierende Bewegung ausführt. Oszillationswerkzeuge sind Multifunktions­werkzeuge, die schleifen, trennen, sägen und schaben können. Mit einem Oszillationswerkzeug lassen sich also Rohre durchtrennen, Einstiche in Metall und Holz vornehmen, Fliesen heraustrennen, Farbe in Ecken und Kanten von Fenstern abschleifen oder z.B. Teppichkleberreste vom Fußboden abschaben.

Multi-Holzfräse

auch: Multi-Holzfräsen

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Die Multi-Holzfräse ist ein Universal-Talent bei der Holzbearbeitung. Sie passt als Vorsatz auf Einhand-Winkelschleifer und eignet sich zum Fräsen von Schattenfugen, für Holzverbindungen mit Lamellendübel, zum Gehrungsfräsen oder zum Sägen von Leisten.

Multi-Linsensystem

Bauvariante bei Bewegungsmeldern, wobei Sensoren durch ein Multi-Linsensystem eine Rundumerfassung von 360° ermöglichen. Durch Schwenken der Linse kann die Reichweite nach von oder hinten verkürzt oder verlängert werden. Dabei kann eine Reichweite zwischen einem und etwa 12 m erzielt werden. Durch seitliches Schwenken der Linse können auch Seitenbereiche wie etwa Fenster abgesichert werden.

Multimeter

auch: Digital-Multimeter

Multimeter sind Meßgeräte mit denen verschiedene elektrische Größen gemessen werden können. Außer der Messung von Strom, Spannung und Widerstand können bei vielen Geräten noch Dioden und Transistoren getestet werden. Manche Geräte sind mit zusätzlichem Temperatur-, Schall-, Licht- und Luftfeuchte- Messbereich ausgestattet. In der Regel sind Multimeter mit einer Digital-Anzeige ausgestattet.

Multiplexplatte

auch: Multiplexplatten

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Die "Jumbos" unter den Sperrhölzern bestehen aus vielen miteinander verleimten Furnierlagen gleicher Dicke. Aufgrund ihrer Festigkeitseigenschaften sind sie ideal für Werkbänke und andere Bauteile mit hoher Belastung. Immer häufiger gelangen Multiplexplatten auch im modernen Möbelbau zum Einsatz. Regale aus Multiplex halten selbst größeren Belastungen stand.

Multisäge

auch: Multisägen

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Multisägen sind Allroundtalente, mit denen man nicht nur sägen, sondern auch schleifen, feilen, bürsten, raspeln und polieren kann. Sie arbeiten in Holz, Metall und Kunststoff. br>

Multischleifer

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Multischleifer sind mehrere Schleifgeräte in einem. Mit wenigen Handgriffen lassen sie sich beispielsweise in einen Exzenterschleifer, Schwingschleifer oder Dreieckschleifer umwandeln. Auch als Poliermaschine läßt sich der Multischleifer verwenden.

Münchner Rauhputz

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Klassiker unter den Edelputzen ist der Münchner Rauhputz. Er wird auch als Rillen- oder Wurmputz bezeichnet. Es handelt sich um einen dünn­schichtigen Putz, der nur in Kornstärke aufgetragen wird. Wählen Sie also einen Putz mit einem Größtkorn von 3 Millimetern aus, so wird dieser zur Erzielung der typischen Rauhputzstruktur in einer Stärke von drei Millimetern mit einem Glätter auf die Wand aufgetragen. Die Strukturen werden dann durch das Reiben mit einem entsprechenden Kunststoff-Reibebrett erzeugt. Dadurch werden die Körner auf dem Untergrund gerieben und es entstehen die charakteristischen Riefen.

Münzgaszähler

Der Münzgaszähler ist neben dem Einstutzenzähler und dem Zweistutzenzähler eine mögliche Bauart eines Gaszählers. Münzgaszähler werden bei Gemeinschaftsanlagen wie Jugendherbergen, Wohnheimen oder bei Duschen in Sportanlagen gebaut. Diese Automaten geben nach Einwurf eines Geldstückes oder einer Sondermünze den Gasweg eine zeitlang frei. Sie dürfen nur in Verbindung mit einer Gasmangelsicherung montiert werden, wenn keine schnellwirkenden Zündsicherungen am Gasgerät eingebaut sind.

Mure

auch: Murgang

Als Mure wird eine Schlamm- oder Gerölllawine bezeichnet. Insbesondere nach heftigen Regenfällen besteht die Gefahr, dass ein Hang oder eine Böschung versagt und zu einer alles verwüstenden Geröll- und Schlammlawine wird. Eine Mure hat deutlich mehr Energie als ein Hochwasser und richtet erheblich höheren Schaden an. Eine mit voller Wucht auftreffende Mure kann Häuser, Verkehrswege und Brücken zerstören.

Muschelkalk

auch: Muschelkalke

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Muschelkalk ist eine speziell für Deutschland kennzeichnende Abart des Fossilkalkes innerhalb einer eng begrenzten Entstehungszeit in Württemberg, Mainfranken und Thüringen. Braungraue und blaugraue, teils dichte, teils leicht porige Bildungen, die sich für Außenarchitektur ebenso eignen wie für Innenausstattung und Bildhauerei.

Muskelhypothek

In Eigenleistung erbrachte Bau- und Ausbauleistungen werden umgangssprachlich auch als Muskelhypothek bezeichnet. Diese "Hypothek" ist nichts anderes, als der geldwerte Vorteil, den das Bauen in Eigenregie erbringt. Dieser geldwerte Vorteil wird in die Finanzierung übernommen und hilft, eine knappe Eigenkapitaldecke aufzustocken. Ohne Muskelhypothek hätten hunderttausende von Hausbesitzern nie ein eigenes Haus bauen können. Der Erfolg der Ausbauhäuser als preisgünstige Angebotsvariante aller Fertighaushersteller wäre ohne Bereitschaft, eine Muskelhypothek "aufzunehmen", nicht denkbar.

Muskovit

siehe Glimmer.

Musselinglas

auch: Mousselinglas, Musselingläser

Musselinglas ist ein strukturiertes Glas mit durchsichtigem Muster auf mattem Grund oder umgekehrt. Musselinglas wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts überwiegend in Wohnungseingangstüren aber auch in Innen- und Haustüren verwendet. Es sollte Licht in die Diele leiten, aber nicht durchsichtig sein. Früher wurde das Muster mit Flusssäure auf die Glasplatte geätzt, daher stammt auch die synonyme Bezeichnung als Ätzglas. Heute werden die Muster in der Regel mit feinem Glasmehl eingestrahlt.

Musterbauordnung

Wird von der Arbeitsgemeinschaft der für das Bau-, Wohnungs- und Siedlungswesen zuständigen Minister und Senatoren der Länder herausgegeben. An der Musterbauordnungen orientieren sich die Landesbauordnungen.

mustergewalzte Bleche

auch: mustergewalztes, Blech

Musterhaus

auch: Musterhäuser

Ein Musterhaus ist ganz allgemein ein Haus, das ein Haushersteller errichtet hat, um es potenziellen Kunden vorzuführen und um dem Bauherren zu zeigen, was möglich ist. Das Haus ist vollständig eingerichtet mit Möbeln und mit allem, was man so braucht und was der Hersteller an Extras anzubieten hat. In der Regel ist ein Musterhaus unbewohnt, doch es gibt auch bewohnte Musterhäuser. Hier haben dann Bauherren mit dem Haushersteller einen Deal gemacht, um das Haus günstiger zu bekommen. Viele Hersteller bieten auch Baustellenbesichtigungen an. Hier wird das Musterhaus dann im Rohbau gezeigt. Bei einem Musterhaus kann es sich um ein Fertighaus, Massivhaus, Holzhaus, Wohnblockhaus oder beliebige Art von Haus handeln. Musterhäuser findet man häufig auf der grünen Wiese (z.B. auf dem Parkplatz großer Einkaufszentren) oder am Firmenstandort des Herstellers. Es gibt aber auch ganze Parks mit Musterhäusern. Hier stellen dann viele Hersteller ihre Häuser vor.

Musterwalze

auch: Musterwalzen

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Dekor- und Musterwalzen benutzt man zur Bemusterung von Flächen. Als Untergrund kommen glatte Flächen in Innenräumen in Frage, Raufaser- und schwach strukturierte Tapeten sowie Holzoberflächen. Aber auch Papier oder Stoff. Der Untergrund darf nicht stark saugen. Als Farben eignen sich Dispersions- oder Latexfarbe für Wände, Acryllack für Holzoberflächen. Jeweils einen Farbton für den Grundanstrich und für den Effektanstrich.

Mutter

auch: Schraubenmutter, Muttern

Die Schraubenmutter oder kurz die "Mutter" ist das Gegenstück einer Schraube. Sie ist scheibenförmig mit einem Innengewinde und wird zusammen mit der Schraube zur Verbindung von Bauteilen verwendet. Meist ist die Form der Scheibe sechseckig, manchmal jedoch auch vier- oder achteckig. Zum Festschrauben wird ein Schraubenschlüssel verwendet. Neben den normalen Muttern gibt es auch noch Spezialmuttern wie zum Beispiel Hutmuttern, Kronenmuttern, selbstsichernde Muttern, Anschweißmuttern, Einschlagmuttern oder Flügelmuttern. Unter die Mutter wird häufig eine Unterlegscheibe gelegt. Muttern gibt es in allen Größen von ganz klein (z.B. in Uhren) bis ganz groß, z.B. im Schiff- oder Brückenbau.

Mutterboden

auch: Oberboden, Mutterböden

Der Mutterboden ist die oberste Schicht von etwa 40 cm eines Bodens. Er besteht aus einer Mischung aus Humus und anorganischem Boden wie Sand, Ton, Schluff oder Kies. Der Boden ist nährstoffreich, aber wenig tragfähig. Daher wird er bei einem Bauvorhaben auch abgetragen und entweder auf der Baustelle gelagert oder abtransportiert. Der abtransportierte Boden wird weiterverkauft. Wenn man Pech hat, muss man seinen eigenen Boden zurückkaufen, nämlich dann, wenn vertraglich mit dem Bauunternehmen nicht vereinbart wurde, wem der Mutterboden gehört. Und ohne Mutterboden wächst im Garten nichts oder fast gar nichts.

Mutterleuchte

auch: Mutterleuchten

Die Mutterleuchte übernimmt bei einer Reihe von Leuchten die Führungsrolle, wann Licht eingeschaltet werden muss oder nicht. Geht bei der Mutterleuchte also das Licht an, passiert das auch gleichzeitig bei den Tochterleuchten. Ob Licht an- oder ausgeschaltet werden muss, wird beispielsweise durch einen Tageslichtsensor ermittelt.

Mutternsprenger

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Spezialwerkzeug für das Lösen von eingerosteteten oder "festgefressenen" Muttern, wobei das Werkzeug die beiden Seiten einer Mutter gleichzeitig sprengt und das Gewinde nicht beschädigt. Die Klingen werden in 90°-Winkeln um die Schrauben gelegt und drehen sich dann um 360° um einen Zapfen, was zum Sprengen der Muttern führt.

MZ-Mauerziegel

Das "MZ" steht für Mauerziegel. MZ-Mauerziegel hat sich als Fachbegriff der Ziegelwerke eingebürgert. Ein MZ-Mauerziegel ist also nicht mehr und nicht weniger als ein Mauerziegel